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Periodical volume 18. Dezember 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

in einen sehr losen Zusammenhang gebracht werben das Richtige getroffen. Ich bitte S ie deshalb, können. dem Ausschußantrage zuzustimmen. Die Frage, die uns beschäftigt, scheint mir einfach und klar so zu liegen : es scheint vollkommene Stabtb. Schwarz: Zunächst habe ich mich Übereinstimmung darüber zu herrschen, daß außer zum zweiten M ale geirrt: nicht Herr Bürgermeister der bestehenden Realschule noch eine weitere M atting, sondern Herr Stadtschulrat I)r Neufeit Realschule sich jetzt notwendig macht, daß m in­ hat die Zahl 1 500 000 M gebraucht. Ich gebe destens die unterste Klasse der Realschule er­ das gern zu. richtet werden muß, und zweitens, daß die be­ Herrn Kollegen Dr Borchardt möchte ich stehende Realschule auch erweitert werden muß, erwidern, daß die Fassung durch Beschluß der daß zum mindesten schon die Obersekunda not­ M ehrheit der Fraktion zustande gekommen ist; wendig wird, um sie zur Oberrealschule aus­ wer der Urheber derselben ist, dürfen wir wohl zubauen. Und nun ist die weitere F rage lediglich dahingestellt sein lassen. I m übrigen danke ich eine bauliche F rage: wollen wir das bestehende ihm für die Belehrung in bezug auf den S til, die Schulhaus, in dem die Realschule sich befindet, er m ir persönlich erteilt hat. umbauen, damit dahin später die Oberrealschule kommt, und daneben eine neue Realschule bauen, (Die B eratung wird geschlossen.) oder wollen wir ein neues Gebäude für eine Oberrealschule bauen und das bestehende Gebäude Berichterstatter Stabtb. Dr. Hubatsch (Schluß­ für eine Realschule bestehen lassen? Ich glaube, wort): N ur ein paar Bemerkungen, meine Herren! das ist eine Frage, die lediglich in erster Reihe Es kann natürlich den Herren, die im Ausschuß vom bautechnischen Gesichtspunkt aus zu be­ in der M inderheit geblieben sind, nicht verdacht antw orten ist, und wenn vom M agistrat die E r­ werden, wenn sie ihre Ansichten hier noch ein­ klärung abgegeben wird, daß es mindestens nicht mal vertreten, um sie vielleicht doch zum Siege zu teurer, wahrscheinlich billiger sein wird, eine führen. Daher ist es gekommen, daß wir über die Oberrealschule zu bauen als eine Realschule Sache so lange haben debattieren müssen. Ich und die vorhandene Realschule weiter aus­ möchte Herrn Kollegen Stadthagen noch einmal zubauen zu einer Oberrealschule, so sehe ich entgegnen. Er spricht von einem Provisorium für uns gar keinen Grund, dem Wider­ und Von einem Definitivnm und sagt: wir haben stand entgegenzusetzen. N ur mochte ich mich noch lange Zeit, das Provisorium dauert drei dagegen verwahren, daß ich durch meine Z u­ Jah re . J a , das ist es ja eben, der B au dauert stimmung meine Zustimmung dazu gebe, daß drei Jah re , und wenn wir den B au nicht jetzt nun das Gebäude in der Guerickestraße für beschließen, so daß im Frühling begonnen werden alle Zeiten als Realschule erhalten bleiben soll. kann, bekommen wir ihn nicht in drei Jah ren , Ich halte es für durchaus denkbar, daß zu einem sondern vielleicht erst in vier Jah ren , und das späteren Zeitpunkt, in einigen Jah ren , wenn könnte doch zu großen Unzuträglichkeiten führen, die neue Realschule ausgebaut ist, sich wieder wenn wir solange auf die Fertigstellung des das B edürfnis geltend macht, auch die jetzige B aues warten müßten. Wir sind also gebunden; Realschule auszubauen, und vielleicht tritt dann wir müssen schnell beschließen; wenn wir die doch die Frage an uns heran, ob nicht das Ge­ Oberrealschule haben wollen, müssen wir auch den bäude in der Guerickestraße noch weiter aus­ B au jetzt bewilligen. zubauen ist. Aber vor der Hand liegt die Sache Ich will über den B au jetzt nicht mehr sprechen. so, daß es praktischer ist, eine neue Oberrealschule Die Frage ist von allen S eiten genügend er­ zu bauen. örtert, und die Herren werden wohl darüber klar Deshalb möchte ich S ie bitten, die M a­ geworden sein, daß es kaum eine andere Möglichkeit gistratsvorlage anzunehmen, und die näheren gibt, als den B au einer neuen Oberrealschule Freunde des Herrn Kollegen Schwarz möchte zu beschließen. ich bitten, auch speziell im Punkt 4 die klarere Auf die Ausführungen des Herrn Kollegen Fassung des Ausschusses zu belassen gegenüber Schwarz will ich nicht näher eingehen. W as die der wirklich unschönen Fassung, die Herr Kollege soziale Seite der Frage angeht, so hat diese mit Schwarz vorschlägt. D er Ausschuß sagt: der Borlage nichts zu tun. Zunächst handelt es B is zur Fertigstellung des neuen Oberreal­ sich darum, daß wir eine Schule gründen. Die schulgebäudes werden die erforderlichen Real­ Schule können wir nicht anders gründen, als schulklassen in M ietsräum en untergebracht. indem wir sie in der in Preußen anerkannten Eine deutliche klare Fassung. Nun will Herr Organisation gründen.; sonst wird sie nicht ge­ Kollege Schwarz, daß hinter „die erforderlichen nehmigt. Wir können wohl auf dem S tan d ­ Realschulklassen" eingeschaltet wird: „eventuell punkt stehen, daß Bertramsche Schulen — ich Doppelklassen". Zunächst ist es sicherlich kein muß es gestehen, daß ich früher auch auf diesem schönes Deutsch, das dadurch entsteht: „werden Standpunkt gestanden habe — für Charlottenburg die erforderlichen Realschulklassen, eventuell Doppel­ die besseren w ären; aber sie würden von der vor­ klassen, in M ietsräum en untergebracht", und gesetzten Behörde, von dem Herrn Minister gar es ist doch auch ein überflüssiger P leonasm us. nicht genehmigt werden. Wir müssen uns also Denn in den W orten: „die erforderlichen Real­ an die bestehenden Borschriften halten. Möglich schulklassen" liegt schon, daß, wenn Doppelklassen ist es immerhhin, daß eine Schule, die mit F ran ­ erforderlich sind, auch diese Doppelklassen in M iets­ zösisch in den unteren Klassen begründet wird, räum en untergebracht werden. Wollen S ie Herrn im Laufe der Jah re umgewandelt wird; dann mag Kollegen Schwarz zu Liebe Doppelklassen ein­ sie mit Englisch oder Deutsch beginnen; das ist führen, so müßten S ie das Wort „Realschul­ aber eine Frage der inneren Organisation, eine Frage klassen" gleich durch „Doppelklasseu" ersetzen. Der des Lehrplans die mit der Baufrage, mit der E r­ Ausschuß hat deshalb im Text auch in der Form richtung der Anstalt gar nichts zu tun hat; sie
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