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Periodical volume 18. Dezember 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

alle unsere sozialen Bemühungen und Worte als von m ir angegeben bezeichnet hat, nicht ge­
ein Schlag ins Wasser sind. Ich würde S ie also geben habe.
bitten, sich) darauf heute zu beschränken und mir (S tadtv. Schwarz: S tenogram m !)
darin beizustimmen, daß untersucht werden soll, Ich kenne auch meine Ausführungen einiger­
in welcher Weise der Zugang von der Gemeinde­ maßen. Jedenfalls habe ich die Angabe, daß 
schule zu den höheren Lehranstalten herzustellen die Baukosten der neuen Schule allein schon 
ist zum Zwecke des sozialen Ausgleichs, der in 1 500 000 M  oder etwas ähnliches betragen würden, 
unser aller Interesse, der im Interesse unseres nicht gemacht. Ich bitte, m ir das zu zeigen. Wenn 
Vaterlandes liegt! diese Sum m e überhaupt hier angenommen werden 
kann, so würde darin.auch der Wert des Grund 
Bürgermeister M atting: Meine Herren, und Bodens mit einbegriffen sein. Aber mich 
ich bin in einer gewissen Verlegenheit, auf die unter allen Umständen auf eine Sum m e von 
Ausführungen des Herrn S tadtv . Schwarz zu 1 500 000 M  festzulegen, ist mir nicht in den S in n  
antw orten. Sow eit seine Rede in unm ittel­ gekommen.
barem Zusammenhange mit der Vorlage des Daneben hat nun Herr S tadtv. Schwarz 
M agistrats steht, ist fast alles, was der Herr einen Ausblick in die Zukunft getan, was die Aus­
Stadtv . Schwarz vorgetragen hat, bereits im gestaltung der ^-Klassen betrifft. J a ,  meine 
Ausschuß eingehend erörtert worden, und ich Herren, mit der gegenwärtigen Vorlage haben 
glaube, der Ausschuß ist dazu da, daß derartige V er­ diese Ausführungen des Herrn S tadtv. Schwarz 
handlungen dort geführt werden. Jedenfalls sehr wenig zu tun. Wir haben uns ja in der ge­
würde ich der Meinung sein, daß Verhandlungen, mischten Deputation für die Hebung der Volks­
die im Ausschuß mit aller Gründlichkeit geführt schule mit dieser Frage schon fehr eingehend be­
worden sind — S ie haben ja das Referat des schäftigt, und dort wird die Angelegenheit auch weiter 
Herrn Berichterstatters gehört —, nicht noch einmal behandelt werden. Ich glaube, sie hier im Plenum  
hier aufgerollt werden, wenn nicht die ganze Aus­ auch nur anzuregen, ist ein sehr kühnes Unter­
schußberatung überflüssig erscheinen soll. fangen; denn dazu muß man sich ganz gründlich 
(Seht: richtig!) mit der Frage beschäftigt haben. 'Ich möchte es 
m ir deshalb versagen, auf diesen Gegenstand 
Ich  möchte deshalb ganz kurz nur betonen, weiter einzugehen.
daß über die Statistik des Herrn Stadtschulrats 
im Ausschuß viel hin- und hergesprochen worden Stadtv. Dr. Stadthagen: M eine Herren, die 
ist, und daß gleichzeitig von allen Seiten Vorlage geht zunächst davon aus, eine Ober­
anerkannt worden ist, daß diese Statistik — das realschule und eine Realschule in Zukunft fest­
hat ja Herr S tadtv. Schwarz selbst getan, indem zusetzen. Nach dieser Richtung hin haben wir 
er schließlich nur 33x/3 %  der Zahlen angenommen alle, glaube ich, gar kein Bedenken. Es besteht 
hat, gar keine Unterlage biete für die Frage des in dieser Frage volle Einigkeit, daß statt der Real­
Bedürfnisses. Auch der Herr Stadtschulrat schule, die wir jetzt in der Guerickestraße haben, 
hat, wie noch ausdrücklich betont sei, das selbst in Zukunft eine Oberrealschule und eine Real­
im Ausschusse erklärt. D as einzige, was als schule in unserer S tad t vorhanden sein soll. Wir 
entscheidendes M om ent übrig bleibt, ist, daß am find uns, glaube ich, im wesentlichen auch einig 
1. April 1908 eine Sexta der Realschule auf­ darüber, daß das Provisorium, das Herr Kol­
gehoben wird, um am 1. Oktober 1908 wieder­ lege Hubatsch vorgefchlagen hat, geeigneter ist, 
aufzuleben als eine M ichaelis-Sexta. D a nach den Bedürfnissen der S tad t Rechnung zu tragen, 
unserem Vorschlage nur eine neue Sexta er­ als das Provisorium, das uns durch die Vorlage 
öffnet werden sott, so treffen dieserhalb die Aus­ gegeben war, nämlich, daß die Obersekunda pro­
führungen des Herrn S tadtv . Schwarz zu, daß visorisch nach der Guerickestraße kommen und 
dadurch lediglich das wieder gut gemacht wird, daß nur die Unterklassen Sexta, Q uinta, Q uarta  
was durch die Aufhebung der Sexta zu Ostern in M ietsräum en untergebracht werden sollen. D as 
1908 verschlechtert wird, das heißt also: für ein findet, glaube ich, auch beim Herrn Kollegen 
halbes J a h r  bleibt das anscheinende Bedürfnis Schwarz Zustimmung. Die Frage, die auch 
für die Einschulung in die Sexta unbefriedigt. im Ausschuß viel ventiliert worden ist und 
D as ist alles, was Greifbares von dem uns vor­ nicht zu einer vollen Einigkeit geführt hat, 
getragenen M aterial übrig bleibt. Sollte es ist im wesentlichen die: wie soll das D e f i n i ­
sich nun herausstellen, daß tatsächlich infolge t i v  u m aussehen? Soll die Oberrealschule, wenn 
der Aufhebung der einen Oster-Sexta bei der sie mal ausgebaut ist, in der Guerickestraße 
Realschule ein so starkes Bedürfnis nach Errichtung stehen oder soll sie an irgendeinem anderen Platze 
einer zweiten Sexta vorhanden ist, so wird der stehen? Soll die Oberrealschule, die jetzt vor­
Magistrat sicherlich nicht versäumen, die vor­ läufig in der Guerickestraße untergebracht ist, 
handenen Räumlichkeiten auszunutzen, um, wenn dort bleiben bei geeignetem Umbau, oder wollen 
auch nur für ein halbes Ja h r , provisorisch für wir heute schon beschließen, daß diese Oberreal­
das Bedürfnis zu sorgen. Aber darauf etwa schule unter allen Umständen nach drei Jah ren  
heute schon den Antrag zu basieren: es soll eine von der Guerickestraße fortkommen und irgend­
eine zweite Sexta dauernd oder womöglich eine wo anders aufgebaut werden soll?
Sexta, Q uinta, Q u arta  neben den von uns be­ Meine Herren, ich persönlich habe im 
antragten drei Unterklassen errichtet werden, — Ausschuß einen ähnlichen Standpunkt wie 
das ist sicherlich durch die Ausführungen des Herrn Herr Kollege Schwarz vertreten. Ich  kann es 
S tadtv . Schwarz nicht begründet. absolut nicht einsehen, daß wir heute in dieser 
W as ferner die Baufrage anbetrifft, so möchte S tunde uns über das Definitivum  entscheiden 
ich für meine Person erklären, daß ich_ einen müssen, das in drei Jah ren  erst jn Erscheinung 
großen Teil der Zahlen, die Herr S tadtv. Schwarz treten soll. Es ist meines Erachtens vollkommen
        
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