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Periodical volume 11. September 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

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Vorsteher Rosenberg: Punkt 17 der Tages­ der Gesellschaft wird damit auch genügend gedient 
ordnung: sein. Ich beantrage also, statt auf 10 Jah re  die 
Bewilligung nur auf 5 Jah re  auszusprechen.
B o r la g e  betr. B ergrößern ng der elektrischen 
A n lagen  auf S taa tS b ah n h öfen . — Druck­ (Die B eratung wird geschlossen.)
sache 362.
Vorsteher Rofenberg: Es ist beantragt,
Berichterstatter Stadtv. Paetel: Meine anstatt „bis zum 31. M ärz 1917" zu sagen: „bis 
Herren, durch Beschlutz der Stadtverordnetenver­ zum 31. M ärz 1912". Ich lasse zunächst über die 
sammlung vom 27. Februar wurde der Felten & Magistratsvorlage abstimmen, denn diese geht 
Guilleaume-Lahmeperwerke A.-G. die Genehmi­ weiter als das Amendement des Herrn S tadtv . 
gung erteilt, die elektrischen Anlagen auf den S ta a ts ­ Stadthagen.
bahnhöfen infolge des erhöhten Stromkonsums mit 
einem Kostenaufwands von 75 000 M zu vergrößern (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
und hiermit den Anschlußwert der Anlagen von des M agistrats, wie folgt:
etwa 500 auf etwa 1200 Kilowatt zu steigern, unter Der Volkshotel-Aktiengesellschaft „Ledigen­
der Bedingung, daß die Eisenbahndirektion das heim" wird die zum Betriebe des Ledigen­
Vertragsverhältnis über den ursprünglichen End­ heims in der Danckelmannstraße erforder­
termin, den 21. April 1913, hinaus bis zum Ablauf liche elektrische Energie zum Preise von 11 P f. 
des Jah res  1917 verlängerte. Durch Vertrag vom für die KW .»Stunde Beleuchtungsstrom und 
6. April 1907 ist dieser Bedingung entsprochen 10 P f. für die K W .»Stunde Kraftstrom für die 
worden. M it Schreiben vom 4. M ai wurde dann Zeit von der Eröffnung bis zum 31. M ärz 1917 
der Lahmeper-Gesellschast mitgeteilt, und diese aus dem städtischen Elektrizitätswerk geliefert.)
wiederum teilte dem Magistrat mit, daß die König­
liche Eisenbahndirektion nunm ehr eine Mehrleistung Dam it ist I h r  Antrag gefallen, Herr S tadtv . 
von 597 Kilowatt plus 50 "/„ forderte. Die Gesamt­ Stadthagen.)
forderung beträgt mit den vorhandenen 440 rund 
1500 Kilowatt. Den hierfür zu bewilligenden 
weiteren 30 000 M ist der gleiche P re is  zugrunde Punkt 19 der Tagesordnung:
gelegt wie den bereits bewilligten 75 000 M. Ich 
beantrage daher, nach der Vorlage des M agistrats B o r ia g c  betr. A ufnahm e ein es D a r leh n s  
zu beschließen. durch die Ledigenheim gesellschaft. — Druck­
sache 342.
(Die B eratung wird geschlossen. Die Ver­
sammlung beschließt nach dem Antrage des M agi­ Berichterstatter Stadtv. Schwatz: M eine
strats, wie folgt: Herren, die Stadtverordnetenversam m lung hat am 
Die weitere Vergrößerung der elektrischen An­ 13. J u n i  1906 den M agistrat ermächtigt, die selbst­
lagen auf den Staatsbahnhöfen Charlotten­ schuldnerische Bürgschaft für ein vom Ledigenheim 
burg, Westend, Halensee und Grunewald zur aufzunehmendes Darlehn in Höhe von 500 000 M 
erhöhten Abgabe elektrischer Energie aus dem zu übernehmen. Von diesem Darlehn sind in der 
städtischen Elektrizitätswerk Charlottenburg, Zwischenzeit 300 000 M  abgehoben worden, und 
und zwar auf Kosten der Pächterin des Werks, zwar zu der Bedingung von 4%  Zinsen inkl. 
wird genehmigt.) Amortisation. Jetzt hat sich die Landesversicherungs­
anstalt Brandenburg, die das erste Darlehn von 
Borsteher Rosenberg: Punkt 18 der Tages­ 300 000 M gegeben hatte, auch bereit erklärt, den 
ordnung : weiteren Vorschuß von 200 000 M zu geben, indessen 
unter etw as erhöhten Bedingungen, nämlich zum 
B o r la g e  betr. L ieferung elektrischer E n erg ie  Preise von 37/8%  und */8%  Tilgung. Diese Tilgung 
an d a s  Ledigenheim . — Drucksache 349. hat bereits in den ersten 10 Jah ren  stattzufinden, 
;i -.11? während bei der ersten Gewährung des Darlehens 
Stadtv. Dr. Stüdthagen: Meine Herren, in die Tilgung für die ersten 10 Jah re  ausgeschlossen 
der Vorlage wird gewünscht, daß dem Ledigenheim war. Die Bedingung geht dahin, daß beide D ar­
der elektrische S trom  nach einer niedrigeren Taxe, als lehen am 1. April 1980 getilgt sein müssen. Bei 
es sonst üblich ist, bewilligt wird. Es wird auch der Genehmigung der selbstschuldnerischen B ürg­
darauf hingewiesen, daß gewissermaßen ein P räze­ schaft ist seinerzeit ausgesprochen worden, daß sich 
denzfall vorliegt, da bisher nur den wirklich städtischen der Höchstsatz der Zinsen inkl. Amortisation auf 
Betrieben diese Vergünstigung zuteil geworden ist. 4,4 %  belaufen darf. Durch die erhöhte Forderung 
Nun haben meine Freunde durchaus nichts dagLgen, iier Landesversicherungsanstalt von 37/8%  plus 1I»% 
daß das geschieht. Wir halten es auch bei der G e - Amortisation von jetzt ab bis 1980 würde sich der 
m e i n n ü t z i g k e i t  d e s  U n t e r n e h m e n s  zur Verzinsung und Tilgung aufzuwendende Betrag 
für durchaus richtig, so zu verfahren. Wir glauben auf 4,303 %  stellen, würde sich also immer noch 
nur, daß es sich empfiehlt, eben mit Rücksicht auf unter dem seinerzeit genehmigten Prozentsatz halten.
den Präzedenzfall, der hier geschaffen wird, die D a es ausgeschlossen erscheint, daß bei den 
Bewilligung statt auf 10 Jah re  lieber zunächst auf jetzigen Geldverhültnissen das D arlehn von 
5 Jah re  auszusprechen. Wir werden dann über­ 200 000 M von irgendeiner Seite zu einem billi­
sehen können, ob die Bewilligung nicht irgendwie geren Zinsfüße gewährt werden könne, so bittet 
— ich kann mich nicht näher darüber aussprechen — das Ledigenheim, den Magistrat zu ermächtigen, 
weitere Folgen hat, die es uns erwünscht erscheinen auch hierfür die selbstschuldnerische Bürgschaft zu 
lassen, nochmal nach 5 Jah ren  erörtern zu können, ob I übernehmen. Ich  bitte die Versammlung, sich dem 
die Bewilligung weiter zu erteilen ist. Ich g laube,!Antrage des M agistrats anzuschließen.
        
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