Path:
Periodical volume 11. September 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

12 ------- Privatstraße sich entwickelnde Verkehr sich so hat. Bereits die frühere Gesellschaft hatte eine Er­ vermehrt, daß polizeilicherseits eine Ver­ weiterung der Riesleranlage in Aussicht genommen. breiterung dieser S traße und etiva auch der Bei der Dringlichkeit, die für diese Erweiterung, Durchfahrt gefordert wird, verpflichtet sich deren Kosten auf 67 700 M hier angegeben sind, ge­ der Fiskus, diese Verbreiterungen auf seine boten erscheint, bitte ich Sie, meine Herren, die Vor­ Kosten vorzunehmen und auch dauernd lage ohne Ausschußberatung anzunehmen. zu unterhalten.) Vorsteher Rosenberg: Punkt 14 der Tages­ lDie B eratung wird geschlossen. Die Ver­ ordnung: sammlung beschließt nach dem Antrage des M m gistrats, wie folgt: V o r la g e betr. E insprüche gegen die R ich tig ­ 1. Dem B auentw urf vom 4. J u n i 1907 für die keit der W ä h ler liste und B erichterstattung Erweiterung der Riesleranlage auf dem d es A usschusses. — Drucksachen 347, 385. Wasserwerk Jungfernheide nebst dem zu­ gehörigen Kostenanschläge wird zugestimmt. Berichterstatter Stadtv. Dr. Frentzcl: Meine 2. Die Kosten im Betrage von 67 700 M sind Herren, der vorliegende Gegenstand betrifft die Ein­ aus Anleihemitteln zu entnehmen.) sprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste. Diese Einsprüche, die diesmal in großer Zahl eingegangen waren, sind von dem Ausschusse, nachdem der M a­ Vorsteher Roscnberg: Punkt 16 der Tages­ gistrat darüber berichtet hatte, eingehend geprüft ordnung: worden, und der Ausschuß empfiehlt Ih n e n folgende Beschlußfassung: V o r la g e betr. Verstärkung der M itte l für . II . Die Versammlung beschließt, die unter Nr. 139, E rw eiteru n g des W asserrohr nctzes. — Druck­ 152, 153 der umgedruckten Nach Weisung auf­ sache 361. geführten Personen in der Wählerliste zu streichen, die Einsprüche der unter Nr. 4, 9, 13, BerichterstatterStadtv. Dr.Stadthagcn: Meine 41, 42, 54, 55, 70, 71, 77, 78, 96, 100, 108, Herren, in der Vorlage werden ganz erhebliche 113, 118, 123, 131, 141, 157, 158, 169,172 M ittel für die Erweiterung unserer Wasserwerks­ 173, 174, 175, 182 der umgedruckten Nach­ anlage verlangt. Es handelt sich um die E r w e i ­ weisung aufgeführten Personen zurückzuweisen t e r u n g d e s W a s s e r r o h r n e t z e s , wofür und den übrigen Anträgen stattzugeben. der B etrag von 150 000 M gewünscht wird. Es er­ 2. Die Versammlung beschließt, die Gemeinde- scheint zunächst etwas wunderbar, daß m itten im Wählerliste nach dem Vordruck b und c auf den E tatsjahr eine derartige hohe Forderung gestellt Druckseiten 505 und 506 zu berichtigen. (Unt. wird. Erklärlich wird dies dadurch, daß wir die b I. Abt., Bezirk 4 ist für Nr. 79 zu setzen: Wasserwerke eben erst seit kurzer Zeit übernommen Nr. 69.) haben, erklärlich wohl auch dadurch, daß bei der Ich möchte den Herren, welche in dem Aus­ Etatsaufstellung noch nicht die technische Leitung schuß anwesend waren, noch m itteilen, daß der vorhanden war, die wir dem Wasserwerk erst später eine Einspruch, der noch insofern in suspenso geben konnten. geblieben war, als wir noch bestimmte Nachweisun­ Meine Herren, es ist zweifelllos, daß wir die gen vom M agistrat gefordert hatten, sich zugunsten Wasserrohre da legen müssen, wo sich auf den S traßen des Einsprechenden dadurch erledigt hat, daß diese schon Bmrten befinden. Es ist auch sicherlich Nachweisungen inzwischen, wie m ir vom Herrn empfehlenswert, daß wir in neu anzulegenden Bürgermeister mitgeteilt worden ist, erbracht S traßen die Wasserrohre gleich bei der Herstellung worden sind. der S traßen legen und nicht etwa später die S traßen wieder aufreißen, wenn dort ein Haus gebaut wird. (Die B eratung wird geschlossen. Die Ver­ Dieses Prinzip ist durchaus zu billigen. Wenn trotz­ sammlung beschließt nach dem vom Berichterstatter dem von manchen S eiten der Wunsch geäußert vorgetragenen Antrage.) worden ist und ich mich ihm anschließe, die Vorlage doch einer B eratung in einem Ausschusse zu unter­ Borsteher Rofenberg: Punkt 15 der Tages­ ziehen, so geschieht das mehr aus etatstechnischen ordnung : Gründen und deshalb, weil wir alle uns gern über das neue Werk etwas näher informieren möchten. V o r la g e betr. E rw eiteru n g der R ie fle t- Hier ist zwar der Ausweg gefunden, die entstehenden an lage auf dem W asserw erk Ju ugfcrn h eidc . Kosten aus den Abschreibungen zu nehmen, die bis — Drucksache 344. zum 31. M ärz 1907 an den Wasserwerken gemacht werden konnten — im vorigen E tatsjahre traten die Berichterstatter Stadtv. Dr. Stadthagen: I n Wasserwerke im E tat ja noch nicht in Erscheinung. der Magistratsvorlage wird eine Erweiterung der Trotzdem wird es sich, glaube ich, empfehlen, diese Riesleranlage bei unserem neuen Wasserwerk ver­ Vorlage in einem Ausschusse von 9 M itgliedern zu langt. Die Riesleranlage hat den Zweck, die Oxy­ beraten. dation des im Wasser enthaltenen Eisens so zu be­ schleunigen, daß ein Absetzen des Eisens aus dem (Die Beratung wird geschlossen. Die Ver­ Boden des Rieslerwerks stattfindet. D as hat nun sammlung beschließt nach dem Antrage des Be­ zur Voraussetzung, daß das Wasser auf einer mög­ richterstatters die Überweisung der Vorlage an einen lichst großen Oberfläche mit Luft in Verbindung Ausschuß und wählt zu dessen M itgliedern die kommt. Bei der jetzigen Anlage ist das nicht mehr Stadtverordneten B raune, Gredy, Klick, Rackwitz, in genügendem M aße der Fall, da sich naturgemäß Ring, Scharnberg, l)i: S tadthagen, Wenig und der Wasserverbrauch in letzter Zeit stark gesteigert Wöllmer.)
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.