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Periodical volume 11. September 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

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däm m  beseitigt w erden soll, e tw as, w as w ir wohl Ich  nehm e an, daß die V ersam m lung in ih rer großen 
m it grosser F reude begrüßen können, soweit es sich M ehrheit der V orlage des M agistrats zustimmen uni) 
um  die Strecke zwischen K anal und  Kaiser-W ilhelm- dam it dem V orgehen des M agistrats, das bisher 
Gedächtnis-Kirche handelt. E s w äre interessant, etatsrechtlich noch nicht die genügende G rundlage 
zu wissen, ob der M agistrat daran  denkt, bei dieser hatte , seine Zustim m ung geben wird. Ich  wollte 
G elegenheit auch e tw as zum Schutze des Publikum s nun  an  den S ta d tb a u ra t die B itte  richten, w enn es 
an  dieser S te lle  zu tun . W er von Ih n e n  ab und möglich ist, auf dem nunm ehr auch etatsrechtlich 
zu m al in den Zoologischest G arten  von der Kur- gesicherten F u n d am en t die A rbeiten e tw as be­
fü rsten -S traße  hineingeht, w ird wissen, w as fü r eine schleunigen zu wollen, da der augenblickliche Z u ­
G efahr es fü r jederm ann ist, dort über das P flaster stand fü r diejenigen, Welche die Passage vom 
zu gelangen. I n  früheren J a h re n  w ar dort eine K urfürstendam m  benutzen müssen, sehr wenig 
Schutzinsel, es stand ein großer B aum  da; der ist erfreulich ist. D ie K ollateralen, die den Verkehr 
aber m it viel List und Tücke vor m ehreren J a h re n  vom K urfürstendam m  und w eiter herum  nach der 
beseitigt w orden, und die Schutzinsel ist eingegangen. T ie rg a rte n -S traß e  und nach dem K anäle zu lenken, 
Je tz t w ird die Fahrstraße dadurch, daß der R eitw eg sind zu klein und ungenügend, da sie winklig sind. 
hinzugenom m en wird, verbreitert. Ich  möchte nun  E s entstehen desw egen gerade in  den Abendstunden, 
den M agistrat fragen, ob es vielleicht möglich w äre, w enn die C harlo ttenburger zum T heater und in 
daß w ir dort auf C harlo ttenburger G ebiet —  auf die S ta d t  h inein  fahren, in  diesen S traß en , nam ent­
B erliner geht es ja  nicht m ehr, die haben schon lich an  der E inm ündung in  den Lützowplatz, recht 
alles zukalfatert —  eine Schutzinsel bekommen. wenig erfreuliche Stockungen. Jed en fa lls  w äre es 
sehr wünschenswert, w enn die A rbeiten, die ja  doch 
Stadtbaurat Bredtschneider: M it den Schw ie­ im  besten Flusse sind, möglichst bald fertiggestellt 
rigkeiten, welche dem Verkehr bei dem H aupte in ­ w erden könnten.
gang in den Zoologischen G arten  an  der Kurfürsten* 
S tra ß e  erwachsen, ha t sich der Verkehrsausschuß Stadtbaurat Bredtschneider: D ie A rbeiten
bereits vor längerer Z eit beschäftigt. D er Ausschuß sind, soweit es sich um  C harlo ttenburger G ebiet 
ha t die Sache hin und her erwogen, ist aber zu handelt, noch nicht im ,besten  F lu ß ; sie sind m it 
einem  abschließenden Urteile noch nicht gekommen. Rücksicht darauf, daß die S tad tvero rdne tenver­
E ine Schutzinsel läßt sich von u n s vor dem H au p t­ sam m lung erst heute beschließen soll, loyaler Weise 
eingang schon desw egen nicht anlegen, weil der zurückgehalten w orden, und n u r ein ganz kleines 
H aupteingang auf B erliner G ebiet liegt. S ie  läßt Stückchen auf C harlo ttenburger G ebiet ha t in 
sich aber auch aus dem G runde nicht vor dem A ngriff genom m en werdensmüssen. Aber ich glaube, 
H aupteingang anordnen, weil dort die Gleise der dem H errn  S ta d tv . Dr Frentzel die Versicherung 
beiden S traßenbahn lin ien  zusammenstoßen und geben zu können, daß die A rbeiten an  jener be­
diese Schutzinsel dem übrigen Fuhrw erksverkehr sonders verkehrsreichen S te lle  sofort w erden in  
—  ich will ihn  den durchgehenden nennen  —  der­ Angriff genom m en und so schnell wie möglich 
artig  hinderlich sein w ürde, daß er überhaup t nicht w erden zu Ende geführt w erben. Auf eins jedoch 
hindurch könnte. D ie Angelegenheit wird noch haben w ir dabei Rücksicht zu nehm en: das sind die 
von dem Berkehrsausschuß eingehend geprüft S traßenbahngleise. Wo w ir dam it zu tun  haben, 
w erden, und es w ird namentlich untersucht w erden dauert es im m er ein bischen länger, a ls u n s lieb 
ob es nicht möglich ist, die W agen, welche zum ist. D a s  kommt daher, daß zwei V erw altungen  
Zoologischen G arten  fahren, in den Zoologischen m iteinander und nebeneinander zu arbeiten  haben, 
G a rten  hineinzuleiten, sodaß sie dort außerhalb der und dann  auch, weil tatsächlich das V erlegen der 
S tra ß e  halten. Ic h  weiß nicht, ob eine solche An­ Straßenbahngleise die A rbeiten außerordentlich 
ordnung möglich sein w ird ; auf den ersten Blick verzögert.
scheint sie fast unmöglich zu sein. Aber, m eine 
H erren, auf der S tra ß e  selbst wird sich e tw as m ehr S tad tv . Rutz: M eine H erren, da w ir gerade 
als das, w as jetzt geplant ist, kaum erreichen lassen. dabei sind, einige M ißstände in der Nähe des 
Hiernach wird der S traß en d am m  gerade nach der Zoologischen G arten s und des K urfürstendam m s 
S e ite  des Zoologischen G arten s  h in verbreitert, so­ zu rügen, möchte ich m ir erlauben, auf einen ganz 
daß neben den S traßenbahngleisen nach dem bedeutenden Ubelstand aufmerksam zu machen, 
Zoologischen G arten  zu noch soviel Platz bleibt, der allerdings nicht unsere C harlo ttenburger V er­
daß zwei W agen nebeneinander verkehren bezw. w altung berührt, aber doch unsere vitalsten I n t e r ­
halten  können. E s steht zu erw arten , daß durch essen schädigt. D a s  ist die Corneliusbrücke, der 
diese V erbreiterung des F ah rdam m es auch ein T eil E ingang zum C harlo ttenburger Gebiet, zum  K ur­
der Schwierigkeiten, auf die der H err S tad tv . fürstendam m  vom T ierg arten  aus, eine kolossale 
S te in  hingewiesen hat, beseitigt w erden. Ader des W agen- und Automobilverkehrs. D ie 
Brücke, die außerordentlich schmal ist, ist im  
S tad tv . D r. Frcntzel: M eine H erren, die Laufe der J a h re  schon zw eim al verbreitert w orden, 
A nregung des H errn  S tad tv . S te in  ist jedenfalls leider aber in kurzsichtiger Weise im m er n u r um  
sehr dankbar zu begrüßen; denn es ist notorisch, daß wenige M eter, so daß m an heute bei dem stark ge­
der A usgang au s dem Zoologischen G arten  und steigerten Verkehr sich tvie durch einen Engpaß 
der Übergang über den K urfürstendam m  fü r F u ß ­ hindurchzwängen m uß. W enn mir in der Lage 
gänger eine sehr gefährdete Passage ist. A llerdings w ären, u n s in dieser Beziehung m it der B erliner 
weiß ich im Augenblicke noch nicht recht, wie m an V erw altung  ins B enehm en zu setzen, so möchte ich 
dem irgendw ie abhelfen könnte; denn eine Schutz­ b itten , daß w ir ihr anheim  geben, diese Ubelstände 
insel wird au s  den vom H errn S ta d tb a u ra t an ­ einm al persönlich in Augenschein zu nehm en. Ich  
geführten G ründen anzulegen unmöglich sein. w ürde das hier nicht erw ähnen, w enn es nicht 
Ich  hatte  mich aber zum  W orte gemeldet, um  möglich w äre, die Brücke noch um  ein ganz B e­
dem H errn  S ta d tb a u ra t eine B itte  zu un terbreiten . deutendes zu verbeitern; denn es befindet sich
        
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