Path:
Periodical volume 15. Mai 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

Handlung eines solchen A n tra ges  w ürde die sein, daß S o l l te  das  aber wirklich nicht der F a l l  sein, so kann 
er an  den Reichstag gelangt und  daß  er sang- und  doch der Ziveck, den der H e r r  Kollege Borchardt zu 
klanglos verschwindet, wie es m it  dem Schöne­ erreichen wünscht, auf  anderem Wege sehr wohl er­
berger A n tra g  ganz zweifellos geschehen wird. D e r  reicht werden. H e r r  Kollege D r .  Borchardt hat in 
H err  Antragsteller ha t  ja auch bereits in seiner B e ­ seinen A u sfüh run gen  selbst gesagt; nicht n u r  C h a r­
g ründung  hervorgehoben, daß es ganz undenkbar ist, tottenburg, sondern viele andere G roßstädte  leiden 
daß diese Verhältnisse lediglich für  C harlo ttenburg  mindestens in  demselben M aß e ,  vielleicht noch mehr 
geändert werden; denn in  seiner B eg ründung  hob er —  w as  ich persönlich a llerd ings bezweifle —  unter 
hervor, daß eine Ä nderung  der Z ah l  der Reichstags­ den heutigen Verhältnissen. N u n ,  meine Herren, 
mitglieder dem Gesetze vorbehalten ist, und  er wird wenn das  so ist, dann  wird  unser Vorgehen, das  
doch wohl selbst g a r  nicht einm al wünschen, daß  ein natürlich in  weiteren Kreisen bekannt wird. diese 
solches Gesetz sich lediglich auf  den W ahlkreis Teltow- S t ä d t e  auch veranlassen, ihrerseits vorzugehen.
Beeskow-Storkow-Charlotlenburg  beschränkt. A u ßer­ ( S e h r  richtig!)
dem kommt hinzu, daß  un te r  genau denselben M i ß ­ Ich  verspreche m ir  gerade davon, daß  die S t ä d t e  a u s  
ständen, wie sie sich in Charlo ttenburg  un te r  der eigener I n i t i a t i v e  u n te r  durchaus lokaler B eg rün du ng  
Herrschaft dieses Wahlgesetzes herausgebildet haben, 
eine ganze Reihe anderer S t ä d t e  ebenso, zum  Teil m it ihren F orderungen  an den Reichstag herantreten, 
vielleicht noch stärker leiden. D esw egen  will es m ir  einen größeren Erfolg, a ls  wenn w ir  allgemein, w as  
scheinen, a ls  ob der richtige W eg der ist, daß von ja schablonenhaft werden m uß. vorgehen.M e in e  Herren, wenn m a n  meinen sollte, unser 
diesen S tä d te n  gemeinsam vorgegangen wird. Ich  Vorgehen könnte doch übersehen werden, dann  gibt 
glaube nicht, daß  die Kompetenz der S t ä d t e  dadurch es ein sehr einfaches M it te l .  E s  wird  unserem 
überschritten wird, und  deswegen möchte ich in erster 
Linie bitten, den A n tra g  heute an  eine Kommission M ag is tra t  gewiß nicht gar  zu viel Arbeit  machen, 
von l l  M itg liedern  zu verweisen, u m  eben dort  ihm wenn w ir  in  dieser F ra g e  unsererseits zu einer klaren 
eine solche Gestaltung zu geben, d aß  ein gemeinsames S te l lu n g  gekommen sind, den großen K om m unen  in 
Vorgehen der betreffenden —  es handelt  sich ja  in einem Anschreiben m itzu teilen:  d as  u nd  d as  haben 
erster Linie um die großen S t ä d t e  —  großen S tä d te  w ir  beschlossen, w ir  stellen anheim, in gleichem S in n e  vorzugehen.
ermöglicht, wird.
Ich  habe deswegen auch davon abgesehen, bei ( S e h r  gut!)
P u n k t  7 der T agesordnung  auf  eine ähnliche M ate r ie  Ich  glaube also. daß der G ru n d ,  den der Herr- 
zurückzukommen, weil eben die Sache weit weniger Kollege D r .  Borchardt fü r  eine Ausschußberatung 
die kleinen S tä d te ,  die in Havelberg vertreten sein angeführt ha t ,  nicht durchschlagend ist. W enn  ich 
werden, angeht, a l s  eben weil es eine gemeinsame auch nicht d arau f  rechnen darf. daß  H e r r  Kollege 
Sache speziell der großen S tä d t e  ist. die dort eben D r .  Borchardt seinen A n trag  auf  Ausschußbcratung 
nicht vertreten sein werden. zurückzieht, so bitte ich doch die V ersam m lung , den 
(Z u ru f  des S ta d tv .  O t to :  D ie  Wertzuwachssteuer!) A n trag  auf Ausschußberatung abzulehnen, dafür  aber 
—  D ie  halte ich allerdings dort anregen wollen, habe unserem A ntrag  zuzustimmen, und  zw ar in der F o r m ,  
es aber vergessen. wie H err  Kollege D r .  Hubatsch das  eben anregte, 
Ich  bitte S i e  daher heute in erster Linie, den nämlich einstimmig.
A n trag  in eine Kommission von 11 M itg l iede rn  zu 
verweisen. Freilich kann ich hinzufügen, daß, wenn (D e r  A n tra g  des S t a d tv .  D r .  Borchardt auf 
dieser Weg abgelehnt wird, w ir  dem A ntrage  zum Überweisung des A ntrages  O t to  an  einen Ausschuß 
mindesten nicht widersprechen werden. wird  abgelehnt und  der A n tra g  O t to  darau f  ein­stimmig angenom men.)
Stab tu . B r .  Hubatsch: M eine  H erren , ich will 
mich auf  Einzelheiten nicht einlassen; ich will n u r  im (B ra v o !)
N am en  meiner F reun de  erklären, daß w ir  u n s  voll­
ständig den A u sfüh rungen  des H errn  Antragstellers Vorsteher R osenberg: M e in e  H erren , a ls  D e le ­
anschließen. gierte nach Havelberg werden vorgeschlagen die beiden 
(B rav o !  bei den Liberalen.) Vorsteher und  die S tad tv e ro rd n e te n  Herren B a r n e ­witz, D r .  Borchardt, D r .  Hubatsch u nd  D r .  P enz ig ,  
W ir  haben den lebhaften Wunsch, daß die V ersam m ­ m it der M aßgabe , die vorhin nach dem A ntrage O t to  
lung einstimmig den A n tra g  beschließen möchte, weil angenom men worden ist —  Widerspruch erhebt sich 
es doch eine hochwichtige F ra g e  ist und  E instim m ig­ nicht, die Liste ist festgestellt.
keit ja bekanntlich einen sehr guten  Eindruck in  der F ü r  den Ausschuß zu r  B e ra tu n g  der Vorlage 
Well macht. N r .  8 der T ag esordnung  werden vorgeschlagen die 
(B rav o  I bei den Liberalen.) S tad tv e ro rd ne te n  H erren  Barnewitz. D r .  Borchardt, 
B ra u n e ,  Dr. Frentzel. F re u n d ,  Dr. Hubatsch, Klick, 
(D ie  B era tung  wird geschlossen.) Dr. von Liszt.  O tto ,  Rackwitz, Rosenberg, R u ß ,  
Scharnberg , Schwarz. D r .  Spiegel.
A ntragsteller S ta b tu . O tto  (S ch lußw ort) :  H e r r  (S ta d tv .  S chw arz :  Ich  bitte u m s  W o r t ? )  
Kollege D r .  Borchardt ha t  n u r  einen G ru n d  für die W ozu?
Verweisung unseres A n tra ges  an  einen Ausschuß (S ta d tv .  S chw arz :  Z u  N r .  7!)
angeführt:  er wünscht, daß  dem A ntrage  im Ausschuß 
eine Fassung gegeben werde, die es ermöglicht, daß Also zur G eschäftsordnung. B itte !
auch andere K om m unen , vor  allem die großen S tä d te  S ta b tu . Schw arz (zur G esch äftsord n u n g): D e r  
im Deutschen Reiche, sich ihm anschließen. E s  ist Herr Vorsteher sagte v o rh in : m it der M a ß g a b e  des 
m i r  zunächst zweifelhaft, ob w ir  dam it  nicht die 
Grenze unserer Zuständigkeit überschreiten. A n tra g s O tto , also der Ersetzung e in es M itg lied es  durch ein anderes. D a s  würde doch auch für andere 
( S e h r  richtig!) Fraktionen zutreffen.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.