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Periodical volume 9. Januar 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

A ls  Vertreter des M agistrats sind abgeordnet Stim m zettel müssen den  ̂Nam en eines M itgliedes  
die Herren Stadtbaurat Bredtschneider, Stadtschulrat dieser Versammlung tragen.
D r. Neufert. StadtsyndikuS D r. M aier. S tadtrat 
Scholtz. (D ie  Stim m zettel werden verteilt. D ie  W ahl 
A ls  Beisitzer walten die Stadtverordneten Herren erfolgt. D a s  Ergebnis wird ermittelt.)
D r. Borchardt und Münch. Herr S tad tv . Münch 
führt die Rednerliste. D a s  Resultat der W ahl ist folgendes: es sind 
Entschuldigt find die Herren S tad tv . Hirsch, 64 Stim m zettel abgegeben worden; davon hat ein jeder 
Micfler, D r. Rose. der Herren Kaufmann und Rosenberg 32 S tim m en  
Ausgelegt wird eine E in lad un g  zum Besuche der erhalten.
Ausstellung von Schülerarbeiten  des Knabenhand- (Bewegung auf allen S eiten .)
fertigkeitsunterrichts a m  S o n n ta g ,  den 13. d. M ts . ;  Nach § 32 der S täd leo rdn un g  müssen, wenn bei 
in  der A u la  des R ea lgym nasium s Hierselbst. der ersten Abstimmung die absolute S t im m enm ehrhe it  
Gegen den Beschluß der S tad tverordne tenver­ nicht erreicht wird, diejenigen Personen , welche die 
sam mlung, durch den die W ahl  der jüngst eingetre­ meisten S t im m e n  erhalten haben, auf  eine engere 
tenen vier H erren  S tad tverordne ten  seitens der S t a d t ­ W ah l  gebracht werden. —  E ine  absolute S t im m e n ­
verordnetenversammlung fü r  gültig erklärt worden ist, mehrheit hat keiner von den beiden Herren erreicht; 
hat ein H err  .Krieger Klage beim Bezirksausschuß wir müssen also noch einmal wählen. D ie  S t i m m ­
erhoben. D e r  H err  V ertre ter des S tadtverordne ten-  zettel müssen die N am en  Rosenderg oder K au fm an n  
Vorstehers, H e r r  S la d tv .  K au fm ann , der die B e a r ­ erhalten; andere Zettel sind ungülttg.
beitung dieser Sache ausschließlich übernom men, hat 
m it  der V ertre tung  der S tadtverordnetenversam m lung (D ie  S t im m zette l  werden von neuem verteilt. 
vor dem Verwaltungsgerichte den Rechtsanwalt H errn  D ie  W ahl  erfolgt. D a s  Ergebnis  wird ermittelt.)
J u s t iz ra t  Holz betraut.
W ir  kommen zu r  T agesordnung . P u n k t  1: M eine  Herren, das  Resultat ist: 67 S tim m ze tte l  
sind abgegeben worden; davon sind ans H errn
Abstimmung darüber, ob ein vom Vorsteher Ju s t iz ra t  Rosenberg 34, ans H errn  K au fm an n  33 
in der Sitzung vom 1 9 . Dezember 1 9 0 6  er­ entfallen.
teilter Ordnungsruf gerechtfertigt war. — (G roße  Bewegung. Z u ru fe  von den Liberalen: D a s  
Drucksache l . kann nicht stimmen!)
H e r r  J u s t iz r a t  Rosenberg ist somit gewählt, und  ich 
Diejen igen  Herren, welche den in der vorigen frage ihn, ob er die W ahl  annim m t.
S itzung  erteilten O r d n u n g s ru f  fü r  gerechtfertigt er­ (Lebhafte Zurufe  von den Liberalen: D a s  kann nicht
achten, bitte ich die H an d  zu erheben. stimmen! Noch einmal zählen! —  R u f t :  Z u r
(Geschieht.) Geschäftsordnung!)
I c h  bitte u m  die Gegenprobe.
(Erfolg t .) Stadv. S ellin : (zur Geschäftsordnung):  A ls  
D e r  O r d n u n g s ru f  ist von der V ersam m lung  für  ge­ M itglied  der Kommission zur Überwachung der W ahl  
rechtfertigt erklärt. fühle ich mich dadurch beleidigt, daß sie jetzt bean­
N u nm ehr  bitte ich den H errn  Altersvorsteher, tragen. die W ah l  noch einmal vorzunehmen,
H e r rn  S ta d tv .  Barnewitz, diese S te l le  hier einzu­ (sehr richtig!)
nehmen und die W ahl  eines Vorstehers der Ver­ und behaupten, es könnte nicht richtig und möglich 
sam m lung zu leite». fein. M eine  Herren, es ist manches nicht möglich. 
D ie  S tim m ze tte l  liegen, d a ;  aber ich bitte S ie .  von 
Altersvorsteher Barnewitz (den Vorsitz über­ einer nochmaligen Z ä h lu n g  abzusehen. S i e  haben 
nehmend): M eine  Herren, ich möchte zunächst dem u n s  das  V ertrauen  geschenkt, und es wäre für  mich 
alten V orstande für seine A m tsfüh rung  unserri besten beleidigend, wenn ein M iß t ra u e n  obwalten sollte. 
D an k  aussprechen. (Unruhe. — Wiederholte R u fe :  Z u r  Geschäftsordnung!)
W enn  wir auf das  verflossene J a h r  zurückblicken, 
so dürfen w ir  m it  F reu d e  anerkennen, daß  vieles Stadtv. R u ß  (zur Geschäftsordnung): M eine  
und  G ro ß e s  für  unsere S t a d t  geleistet worden ist. Herren, ich bitte S i e  dringend, damit w ir  O rd n u n g  
D ie  U ntergrundbahn, die Bismarckstraße, die Grol- haben, doch ruhig  die Z äh lu ng  noch einmal vor­
m anstraße —  all das  sind B au ten  u nd  U nter­ nehmen zu lassen. S o l l ten  wir wirklich falsch gezählt 
nehm ungen, die von großem Segen  für unsere S t a d t  haben, kann I h n e n  (zu r  F re ien  Vere in igung) doch 
sein werden. A uf lange J a h r e  h inaus  wird die an  einem solchen Ergebnis  nichts liegen.
Tätigkeit unserer V erw altung  a ls  eine reiche und (Heiterkeit. —  Erneute  R ufe :  Z u r  Geschäftsordnung! —  
nutzbringende sich füh lbar machen. Andauernde Unruhe.)
W ir  kommen jetzt zu P u n k t  2 unserer T a g e s ­
ordnung : Stadtv. D zialoszynski (zur Geschäftsordnung): 
M eine Herren, es ist ein Irrtu m  möglich; niemand  
W ahl der M itglieder des Vorstandes der ist vor einem Irrtu m  geschützt. Ich  würde deshalb 
Stadtverordnetenversammlung, bitten, da hier die Möglichkeit eines Irr tu m s angeregt 
worden ist. da auch der Vorsitzende einm al den 
und zwar schreiten wir zunächst zur Nam en Kaufmann genannt und sich nachher berichtigt 
W a h l  d e s  V o r s te h e r s . hat. festzustellen, ob ein Irrtum  vorliegt.
Ich  bitte die Herren R uß und S e llin , die Stadtv. D r. von L iszt (zur Geschäftsordnung): 
Stim m zettel zu verteilen. E s liegt uns durchaus fern, irgend einen V orw urf 
M eine Herren, ich mache S ie  darauf aufmerksam, erheben, Z w eifel aussprechen zu wollen; aber es 
daß unbeschriebene Zettel nicht gültig sind. Gültige wurde während der Zählung soviel zwischengerufen,
        
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