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Periodical volume 27. März 1907

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1907

werben können, ob es no tw endig  fei, d a s  O b l ig a to r iu m  lo ttenburg  vorhanden sind, in  die obligatorische F o r t ­
z u r  Zeit  schon a u f  die M ädchen, die im H a n d e l s ­ bildungsschule aufzunehm en, und w ir können unmöglich 
gewerbe tä tig  sind, auszu deh n en .  M e in e  H erren ,  von denjenigen, die a u s  dem O sten hierhergezogen 
w ir  haben u n s  so oft schon Über die wichtigen sind und  vielleicht von den Hüteschulen herkommen, 
G rü n d e  un te rha l ten ,  die fü r  die obligatorische F o r t '  einen T e il unbeschäftigt lassen und  bloß m it den 
bildungsschule sprechen, d a ß  ich d a ra u f  nicht weiter g u t vorbereiteten G ro ßstäd te rn  w eiterarbeiten . W ir 
einzugehen brauche. I c h  möchte h ier n u r  den lassen es u n s  durchaus angelegen sein, da, wo es 
Wunsch aussprechen, d a ß  der M a g is t r a t  diese S ach e  irgend möglich ist, Q ualitä tsk lassen  einzuführen . B ei 
im  A uge behalten möge. V o n  der S te l lu n g  eines jenen B eru fen , welche Lehrlinge in  g rößerer Z ah l zur 
A n tr a g e s  in  diesem J a h r e  w ill  ich zunächst absehen. Fortb ildungsschule senden, beispielsweise den Schlossern, 
I c h  d a r f  b a n n  noch a u f  einen P u n k t  eingehen, M aschinenbauern , K aufleuten , finden S ie  bereits 
der die For tb i ldungsschu len  a n  sich betrifft. W enn  O u alitä tsk laffen , und  ich glaube nicht, daß der H err 
m a n  m it  Geroerbebclreibeitbcn, m it  A ngehörigen  des S tad tv e ro rd n e te  a u s  diesen Kreisen irgend eine Klage 
feineren H and w erk s  zusam m enkom m t, so hört  m an  gehört hat. D ie  K lagen sind fast alle verstum m t 
oft die K lag e ,  daß  die ju ng en  Leute, die in die und  werden jedenfalls, sollten sie hier und  da noch 
F ot tb ildungsschu te  gehen, nicht genügend die Zeit  einm al geäußert w erden, bald völlig aufhören. E s  
ausnutzen . Diese jungen  Leute sind vielfach schon besteht n u n  einm al eine Schw ierigkeit: I n  den Kreisen 
e th ib i id )  weiter, a l s  dem S ta n d e  entspricht, m it  dem der G ew erbetreibenden und  der S ch u lm än n e r w ird 
die F or tb i ldungsschu le  n a tu rg e m ä ß  an fa n g en  m u ß ,  der lebhafte Wunsch gehegt, daß  die L ehrlinge nach 
da sie S c k ü le r  a u s  beut gesamten Deutschland hat,  B erufsklassen zusammengesteckt w erden ; denn dann  
die zu m  T e i l  eine sehr schlechte V o rb i ld u n g  besitzen. arbeiten  sie m it einem viel größeren In teresse , weil 
I c h  glaube, diesen K lagen  kann m a n  sich nicht ganz sie sofort erkennen, daß sie den größten  praktischen 
verschließe»; sie sind berechtigt, sie sind natürlich. V o rte il vom U nterricht haben. J e  m ehr m ir n un  
E in e  Abhilfe ist, wie ich meine, n u r  au f  einem Wege aber diesem nachgeben, um  so w eniger haben w ir die 
möglich, und  b a s  ist der W eg, den w ir  bereits  bei M öglichkeit, O ualitä tS flassen  zu gründen , beim in 
den Volksschulen in weiterem M a ß e  befchrcite», diesem F a lle  müssen w ir ja  die Schülerm asse in um  
nämlich der der D i f f e r e n z i e r u n g  i m  U n t e r r i c h t .  so kleinere A bteilungen teilen.
G e r a d e  b e i  d e r  F o r t b i l d u n g  w ä r e  es  a m  W ir werden jedenfalls diese F ra g e  w eiter im 
w i c h t i g s t e n ,  d i e s e  D i f f e r e n z i e r u n g  e i n t r e t e n  Auge behalten. Ich  w üßte nicht, daß zurzeit e tw as 
z u  l a s s e n . W ichtigeres vorläge a ls  die volle Entwicklung der 
I c h  möchte un fe rn  H e r r n  S ta d t s c h u l r a t  bitten, Fortb ildungsschule.
diesen P u n k te n  im  nächsten J a h r e  feine Aufmerksamkeit (B rav o ! bei der F re ien  V ere in igung .)
zu  schenken. H ierbe i möchte ich aber hoffen, d aß  die 
A u sk u n f t ,  die u n s  unser H e r r  städtischer K u l t u s ­ (D ie  B e ra tu n g  w ird  geschlossen.)
minister aus  diese beiden P u n k te  erteilen  wird , nicht 
ganz so a u sfa l len  w ird , wie die, die der preußische Berichterstatter S ta d tv .  D r .  P e n z ig  (S c h lu ß w o r t ) :  
K u l tu sm in is te r  im  Abgeorbneteuhaufe  gegeben hat, I c h  möchte n u r  noch ein W o r t  fü r  den A n tra g  des 
nämlich, d aß  so viele wichtigere A ufg aben  vorlägen , E ta tsausschusses , betreffend die 4  Schreibm aschinen , 
daß  m a n  die anderen  zunächst zurückstellen m üßte . einlegen D ie  G rü n de ,  die der H e r r  S ta d ts c h u l ra t  
I c h  hoffe vielmehr, die A us k u n f t  w ird  so ausfa l len ,  dagegen  eingewendet hat, haben ja  einen gewissen 
d aß  auch noch Z eit  bleiben wird , diese beiden P u n k te  pädagogischen H in te rg ru n d .  E s  ist vielleicht möglich, 
eingehend in  dem nächsten J a h r e  zu behandeln . daß  sich gewisse Schwierigkeiten dabei ergeben werden. 
I c h  m eine ober, die Schw ierigkeiten  können so g roß  
S tad tschu lra t  D r .  N euse r t :  M e in e  H erren ,  die nicht fein. W e n n  ich auch nicht verkenne, d a ß  na tü r lich  
F r a g e ,  ob d a s  O b l ig a to r iu m  auch a u f  d a s  weibliche die F o r tb i ld un g ssch u le  f ü r  m ännliche  P e rso n e n  be­
Geschlecht a u szu deh n en  ist, w ird  nach wie v o r  ernst­ deutend stärker u n d  re ichhaltiger ist a l s  die fü r  
h a f t  erwogen. W i r  w a re n  n u r  b isher  in einer sehr weibliche P e rso n e n ,  so m u ß  ich doch d a ra u f  a u f ­
ü b len  Lage. D i e  Räumlichkeiten, die u n s  fü r  die merksam machen, daß  w ir  in  der M ä d c h e n fo i lb i ld u n g s -  
weibliche For tb i ldungsschu le  z u r  V erfü g u n g  standen, fchule 4  Schreibmaschinen bereits haben , u n d  d aß  sich 
w aren  b is  a u f  den letzten P la tz  ausgenu tz t ;  es w a r  dort  Schwierigkeiten der A r t  nicht herausgeste ll t  haben . 
unmöglich, in  diese Räumlichkeiten noch i rgend jem and  E s  handelt  sich j a  auch nicht baritut ,  n u n  stunden lang  
au fzunehm en . E r s t  in  den allerletzten Wochen hoben die ju n g e n  Leu te  d a r a u f  h e rum klappern  zu  lassen, 
w ir  Aussicht a u f  ausreichende Räumlichkeiten be­ sondern einfach d a ru m ,  die E in fü h ru n g  in  d a s  V e r ­
kommen. I c h  hoffe, d aß  dieselben nach den großen s tän dn is  des M e c h a n i s m u s  v o rzunehm en . Z u m  Üben 
F e r i e n  oder spätestens a m  B e g in n  des Wintersemesters sind die D in g e r  auch nicht da . E s  gibt viele junge  
werden bezogen werden  können. W i r  werden d a n n  Leute, die die Ü bu n g  in  ihrem  K o n to r  oder  dergleichen 
nicht verfehlen, die von  dem H e r r n  S ta d tv e ro rd n e te n  ober sonst i rgendwo h aben  können, die ab e r  zunächst 
D r .  S ta d th a g e n  v o rh in  angeschnittene F r a g e  sofort m a l  eine E in fü h ru n g  in  die ganze  A rt  des S chre ib -  
w ieder aufzunehm en . mafchinenbetriebes haben  möchten. F ü r  diesen Zweck 
I c h  stimme dem H e r r n  S ta d tv e ro rd n e te n  voll­ reichen 4 Schreibm aschinen vo rläuf ig  gewiß  a u s .  I c h  
ständig bei, d aß  es  sehr erwünscht w äre , w enn die möchte n u r  noch d a ra u f  aufm erksam  machen, d a ß  es 
jungen  Leute, welche von einer hochentwickelten gerade der Wunsch des D ire k to r s  unserer F o r t b i l d u n g s ­
Volksschule zu der F or tb i ldungsschu le  übergehen, schule gewesen ist, der diese 4  Schreibm aschinen  f ü r  
gleich in  der un ters ten  Klaffe in  den H a u p t -  genügend erachtete, aber auch dringend  bat,  ih m  diese 4 
disz ip l inen  derar t ig  gefördert  w e rd e n , d aß  sie zu bewilligen. D a  der H e r r ' S ta d tsc h u l ra t  nicht 
merken, sie lernen  e tw a s  N e u e s  zu, es w erden nicht prinzip ie ll  dagegen ist, so bitte ich, diesen A n t r a g  
S ach en  dargeboten, die sie schon frü h e r  e inm a l  gehabt auch an zunehm en .
haben. _ S i e  w ürden  b a n n  m it  e inem  ganz  anderen  
In te re s se  dem U nterricht folgen. A ber ,  m eine  H e r ren ,  (D ie  B e ra tu n g  w ird  geschloffen. D ie  V e r ­
w ir  sind genötigt ,  a lle Lehrl inge , welche h ier  in  C h a r ­ sam m lu ng  beschließt nach dem A n t r a g e  des A u s -
        
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