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Periodical volume 5. Dezember 1906

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1906

einen V orzug au f d a rin , daß auch über die von u n s  E r  w äh lt den M aßstab  eines Prozentsatzes von dem 
ursprünglich in  Aussicht genom m ene Höchstgrenze von D iensteinkom m en der einzelnen Angestellten und 
3000 JC D ienstcinkom m en h in a u s  b is  zu einem  erhöht som it zunächst je nach dem  E inkom m en das 
Jahresd iensteinkom m en von 4000 JC eine Z u lage  M a ß  der T euerungszu lage . D a s  geht so b is  zu 
gew ährt w ird, w enn besondere V erhältnisse —  starke einem  jährlichen D iensteinkom m en von 2000 JC. 
F a m ilie  —  eine solche erwünscht erscheinen lassen. N u n  aber sind dem M ag is tra t wohl nicht ganz 
N u n  w ird  u n s  aber, soweit w ir die früheren  ungerechtfertigte Bedenken gekommen, daß  au f diese 
V erhand lungen  eingehend verfolgt haben, eines ü ber­ W eise die Leute m it dem hohen G ehalte, also sagen 
raschen. D e r  M ag is tra t hatte  u n s  gegenüber stets w ir von 3000 JC, ganz u n v e rh ä ltn ism äß ig  m ehr 
betont, daß eine mechanische V erte ilu ng , sei es nach T euerungszu lage beziehen w ürden  a ls  die m it dem 
einem  bestim m ten Satze oder in  bestim m ten Q u o ten  kleinen E inkom m en; u nd  in  der E rw ägung , daß  die 
des D iensteinkom m ens, nicht angebracht sei, daß  m an  T euerung  doch au f alle S tu fe n  ein igerm aßen gleich­
ind iv idualisieren  müsse, w enn m an  wirklich e tw as m äßig  einw irkt, indem  sie gerade die notw endigsten 
G u tes  schaffen wolle. N u n  hat sich zw eifellos der L ebensm itte l betrifft und  diese notw endigsten L ebens­
M ag is tra t sehr große M ühe gegeben; es ist m ir  zu m itte l von dem kleinen A rbeiter ebensogut gebraucht 
diesem R e fe ra t ' ein außerordentlich großes Akten­ w erden wie von dem B eam ten  m it 3000 JC G ehalt, 
bündel zu r V erfügung  gestellt w orden, in  dem sehr hat der M a g is tra t einen gewissen Ausgleich gesucht 
viel schätzbares M a te r ia l  en thalten  ist; m an  sieht und  n u n  von der S tu fe  von 2000  JC a n  den
d a ra u s , wie der M a g is tra t es sich h a t angelegen sein Prozentsatz ern iedrig t, und  zw ar fü r die S tu fe  von 
lassen, sich genau  zu unterrich ten, wo sonst derartige •2000 JC b is  2500 cJC auf 4 % , von 2500 bis
Z u lag en  gew ährt w orden sind, und  in  welcher Weise 3000 JC au f 3°/0 u nd  auch fü r  die S tu fe  über 
diese gew ährt w urden . I m  allgem einen kann m an 3000 JC, soweit sie noch in  B etracht kommt, au f 3 % . 
a u s  dem A ktenm ateria l ersehen, daß d as  P r in z ip  E s  ist also das ursprüngliche P r in z ip  verlassen, dam it 
einer w eitgehenden In d iv id u a lis ie ru n g  sich n irgends aber zugleich teilweise in  sein G egenteil verkehrt 
h a t durchführen lassen. Ansätze dazu  sind w ohl an w orden. D en n  bei dem S p ru n g  a u s  der einen 
m ehreren O r te n  gemacht w orden, und  am  geeignetsten S tu fe  in  die andere ergibt sich infolge der E r ­
von allen  diesen scheint noch d a s  V erfahren  der m äßigung  des P rozentsatzes fü r die n u n  nächst­
S t a d t  S te t t in  zu sein, die a lle rd in gs die U nver­ folgenden A ngestellten, daß  sie eine geringere 
heira te ten  —  w as ich nicht billigen kann —  ganz T euerungszu lage beziehen a ls  diejenigen, die in  der 
ausschließt, die d an n  aber jedem A ngestellten eine G eh alts- oder Lohnstuse e tw as u n te r ihnen  sind. 
G rundzu lage  von 30 oder 40 JC gew ährt und  dazu S o  bezieht derjenige, der 2000 JC G eh a lt hat, eine 
eine weitere Z u lage  von je 5 J t  fü r jedes K ind  T eu erun gszu lag e  von 100 J i  pro  J a h r ,  derjenige, 
u n te r  16 J a h re n . F e rn e r  ist eine D ifferenzierung  der 2100 JC G eh alt hat, aber n u r  noch 84 JC\ w er 
eingeführt w orden in  Oberschöneweide, wo fü r V er­ 2500 14C G eh alt hat, bezieht w iederum  100 JC —  
heiratete bei einem Einkom m en b is  zu 1700 JC da also erst gleicht sich die D epression w ieder a u s  — , 
15 % , fü r  U nverheiratete n u r  5 %  gegeben w erden und  w er n u n  d as  Unglück hat, 2600 JC G eh alt zu 
u nd  bei einem  E inkom m en von 1700 b is 3500 JC beziehen, w ird sofort w ieder heruntergew orfen auf 
5 %  resp. 2  V ,*/q. D ie  anderen  G em einden, über 78 JC T euerungszu lage; bei so o o  M  w ird  erst 
die M a te r ia l  vorliegt, haben entw eder eine bestimmte w ieder die H öhe von 90 JC T eu erun gszu lag e  erreicht, 
S u m m e  pro  Angestellten gew ährt, z. B . Schöneberg also im m er noch un terhalb  derjenigen, die bei 2000 
50 JC, B e rlin  60 JC, w ährend  andere eine bestimmte und  2500 JC bestanden hat. Ich b in  der Ansicht, 
R a te  des D iensteinkom m ens, meist ein halbes daß w ir u n te r  a llen  U m ständen einen Ausgleich 
M o n a tsg eh a lt, gew ährt haben. dieser U nebenheiten herbeiführen müssen.
Alle diese D inge  datieren  au s  dem J a h r e  1905, E s  ist aber ferner zu bemerken, daß  die vom 
in  dem auch w ir zuerst eine T euerungszu lage  bean­ M ag is tra t vorgeschlagenen T eu erun gszu lag en  fü r  die 
tra g t haben. D e r  fo rtdauernden  T euerung  haben u n tersten  Lohn- u nd  G ehaltsstu fen  unbed ing t zu 
die meisten G em einden inzwischen Rechnung getragen, gering sind.
indem  sie überhaup t die Löhne ih re r Angestellten, (S e h r  richtig!)
nam entlich in  den u n te ren  Klassen, erhöhten. E s  ist E s  ist nicht ganz zutreffend, w enn  der M a g is tra t.in  
unserem  M a g is tra t ohne w eiteres zuzugeben, daß der B eg rün du ng  sagt, die Z u lagen  zu a  —  d as  sind 
diese E rhöhung  in  den meisten dieser O rte  m ehr die A ngestellten b is 2000^  Jahresd ienste inkom m en —  
berechtigt w ar a ls  bei u ns , weil diese O rte  in ihren  betragen  zwischen 60 und 100 JC. D a s  w äre n u r  
Lohnsätzen meist, wie ich ausdrücklich betonen will, richtig, w enn d a s  niedrigste Jah rese in ko m m en  1200^  
und  in  den meisten P ositionen  h in te r den bei u n s  betrüge. E s  haben aber bei den au f P riv a td ie n s t­
im  vorigen J a h r e  eingeführten  zurückgeblieben w aren. vertrag  Angestellten 4 P erso nen  u n te r  1200 J i ,  bei 
Im m e rh in  h a t sich durch diese E rhöhung  jetzt die den au f A rbeitsvertrag  Angestellten 285 P ersonen  
Sach lage verschoben: w ir stehen heute nicht m ehr und  bei den au f G esindedienstvertrag Angestellten 
günstiger, in  manchen P u n k ten  sogar ungünstiger da 100 P erso n en  u n te r 1200 JC Jahresd ienste inkom m en, 
a ls  die N achbarorte. E s  ist n u r  m it großem  D ank und  zw ar fangen die Sätze bei allen  diesen drei 
zu begrüßen, daß der M ag is tra t sich selbst der N o t­ Klassen ungefähr bei 700 JC (720 M , 732 JC bezw. 
lag e?  die durch die andauernde T euerung  sich h e rau s­ 696 J i)  an , so daß auf diese P erso n en  n u r  eine 
gebildet hat. nicht verschlossen hat, und  daß, obwohl T euerungszu lage von 35 JC en tfällt,
er ausdrücklich erklärt, seine früheren  Bedenken seien ( S ta d tv . H irsch: H ö rt, h ö rt!)
durchaus nicht beseitigt, er u n s  n u n  doch eine V o r­ —  d as  heißt, m eine H erren , 35 JC pro  J a h r ,  und  
lage betreffend G ew ährung  einer T euerungszulage da der M ag is tra t zunächst n u r  eine T euerungszu lage 
macht. au f drei V ierte ljah re  haben will, so w ürde das fü r 
Welche Grundsätze hat n u n  der M a g is tra t fü r diese P erso nen  ungefähr 27 JC ausm achen. Diese 
die A r t  dieser T euerungszulage g ew äh lt?  M eine T euerungszu lage ist m ir  und  m einen F reu n d e n  bei 
H erren , d a s  ist nicht ganz einfach zu erk lären; denn weitem  zu gering erschienen.
h ier ist der M ag is tra t nicht sehr logisch vorgegangen. W ir  haben zunächst d a ra n  gedacht, daß  es
        
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