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Periodical volume 5. Dezember 1906

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1906

347 -------- befinden u n s in U ebereinstim m ung m it dem Wunsche E s ist in späterer Z e it vielleicht e inm al d aran zu des H e rrn A ntragstellers , daß die Sache in s R ollen denken, daß eine solche U rnenhalle eingerichtet w ird. komme; w ir m einen n u r, sie rollt, und es scheint w enn w ir eine G edächtnishalle bauen, wo keinerlei u n s kein A n laß vorzuliegen, hier w ieder m it neuen konfessionelle S tre itig ke iten ausgefochlen w erden M aßn ah m en beginnen zu wollen, die einstweilen von können. vornherein ohne Aussicht w ären. (B rav o !) W a s den zw eiten P u n k t anbetrifft, so halten w ir es ebenfalls vorläufig nicht an der Z eit, dafür (D ie B era tu ng w ird geschlossen. D e r A n tra g ­ einzutreten . G erade m it Rücksicht au f die schwebenden steller S ta d tv . D r . S tad th ag en verzichtet au f das V erhandlungen über die E inrich tung eines Gemeinde* Sch lußw ort.) friedhofes — sie scheinen sich freilich au fs N egative h inzu leiten — scheint u n s eine Beschlußfassung über Vorsteher Rosenberg: E s ist von den S ta d tv . den zw eiten P u n k t des A n trages S ta d th a g e n gegen­ H erren D r. L andsberger und G en. eine m otivierte w ärtig nicht zweckmäßig zu sein. Bekom men w ir T agesordnung beantrag t. D er A n trag lau te t: einen G em eindefriedhof in C harlo ttenburg , da. wo W ir beantragen: er angeregt ist, d ann w ürde sich sehr bequem auch 1. m it Rücksicht au f das von der S ta d t- eine städtische U rnenhalle d o rt errichten lassen; be­ gemeinde H agen in W estfalen veranlaß te kommen w ir ihn nicht, d ann ist es doch vor der V erw altnngsftre itverfah ren über Z ulassung H an d auch nicht zweckmäßig, besondere B estrebungen der Leicheiiveibrennung, zu verfolgen. Ich m einerseits möchte fü r meine 2. m it Rückst b t auf die schwebenden V erhand ­ P e rso n noch hinzufügen, daß ich dem ganzen U rnen- lungen zu r E inrich tung eines GeM einde- hallenwesen, zum al bei einer V erb indung m it be­ sriedhofes in C harlo ttenburg sonderen K apellen, m it e tw as Skepsis, ja m it einigem über beide Teile des A n tia g es S tad th ag e n zu r Bedenken gegenüberstehe. Ich glaube, es entwickelt T agesordnung überzugehen. sich da ein neuer K ult, und ich habe die E m pfindung , daß m an diesen neuen K u lt doch nicht besonders be­ (D ie V ersam m lung beschließt dem gem äß.) günstigen sollte. W er fü r die V erbrennung ist — ich gehöre auch zu denen, die der V erb rennung die D am it ist der A n trag des H errn S ta d tv . E in fü h ru n g in P re u ß e n wünschen — , könnte m eines D r . S tad lh ag e n eiledigt E rach tens auch auf die S a m m lu n g der Aschenreste Ic h schließe nunm ehr die öffentliche S itzung au f Verzicht leisten. D a s ist Em pfindungssache, aber etwa eine V iertelstunde. ich glaube, nicht bloß Em pfindungssache, m an m üßte vielm ehr von vornherein d arau f Bedacht nehm en und (S ch lu ß der S itzung 7 U hr 45 M in u te n . E s folgt zu verhüten suchen, daß sich hier nicht überflüssiger» eine geheime S itzung .) weise ein neuer K u lt entwickelt. Ich bitte S ie im E inv ers tän dn is m it dem W i e d e r b e g i n n d e r ö f f e n t l i c h e n S i t z u n g 7 U h r g rößten Teile m einer Fraktionsgenossen, zu beschließen, 55 M i n u t e n . e ru ens m it Rücksicht au f das von H agen in W estfalen v eran laß te V erw altungsstre itverfah ren , zw eitens m it Vorsteher Rosenberg: Ic h eröffne die öffentliche Rücksicht au f die schwebenden V erhandlungen über S itzung wieder. die E inrich tung eines G em eindefriedhofes in C h ar­ lottenburg über den A n trag S ta d th a g e n zu r T ag es­ P un k t 9 der T ag eso rd nu ng : ordnung überzugehen. Mitteilungen betr. Prüfung der städtischen Stadtv. D r. Penzig: M eine H erren , ich hatte Kassen und des städtischen Depositoriums im mich zum W orte gemeldet, w eil ich nicht w ußte, w as M onat November d. I . m ein Kollege H err D r . L andsberger hier vorbringen w ürde. Ic h w ar verh indert, den V erhandlungen D e r B erichterstatter H e ir S ta d tv . F ran tz ist hier vorher beizuwohnen. Ich w ollte n u r m einen nicht anwesend. E r hat m ir m itteilen lassen, daß persönlichen S ta n d p u n k t zum Ausdruck bringen. nichts zu erinnern ist. Ic h bin kein F re u n d der V erb rennung , au s G ründen , die h ier nicht hingehören. Ic h bin aber (D ie V ersam m lung n im m t K en n tn is .) durchaus dafü r, daß die Möglichkeit der Leichen­ verbrennung den B ü rg e rn unserer S t a d t gegeben P u n k t 10 der T ag eso rd nu ng : werde, w enn es irgend möglich ist; aber der G ru n d bestimmt mich zu r A blehnung des A n trages , daß w ir Borlage betr. Beschaffung der M ittel für unmöglich jetzt, wo die G em eindefriedhoffrage schwebt, den Erwerb der Charlottenburger Wasser­ gewisserm aßen einen P räzed en zfa ll schaffen und d a­ werke. — Drucksache 457. m it der Sache eine schiefe W endung geben können. D ie G em eindefriedhoffrage ist jedenfalls wichtiger Berichterstatter Stadtv. Schwaß: M eine H erren, a ls die Schaffung einer U rnenhalle ; denn es ist noch die S tad tverordne tenversam m lung hat in ihrer Sitzung im m er eine M ehrheit von P ersonen , die sich be­ vom 27. J u n i beschlossen, die Charlo ttenburger W asser­ statten lassen wollen. werke zu übernehmen und zu diesem Zweck eine An­ M ir ist aber auch noch der zweite T e il völlig leihe zu emittieren. D ie Anleihe würde sich aus 31*/a ungenehm : die A nlegung von G edächtniskapellen fü r M ill ionen M a rk belaufen, fa l ls die sämtlichen B e ­ verschiedene Konfessionen. E s w äre doch geradezu sitzstände der Aktiengesellschaft Charlottenburger W as­ entsetzlich, w enn w ir h ier ohne jeden G ru n d wieder serwerke in F ra g e kommen, und auf 15,9 M ill ionen die konfessionelle Scheidung , und zw ar a n der S tä t te ■ M ark , falls der Besitz der Gesellschaft m. b. H . zu des T odes, ein führen wollten. berücksichtigen wäre. D ie Genehm igung zu dieser An­ ( S e h r gut!) leihe ist von der Königlichen Regierung in P o ts d a m
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