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Periodical volume 13. Juni 1906

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1906

z u  h e b e n  u n d  f o r t z u b i l d e n .  D a d u rch  a lso  haben  rade w ir , die w ir  u n s  in  e in em  c m b a r r a s  d e  r ic l ie s s c  
die städtischen K örperschaften  d a m a ls  d ie Absicht be­ n eu er  I d e e n  b efin den  —  so sind u n s  ja  n u r  heute  
kundet, d a s  ressortm äß ig e  G e b ie t  der G e su n d h e its ­ w ied er  n eu e  g ro ß a rtig e  G esichtspunkte gegeben , die 
p fle g e d e p u ta tio n  nach M a ß g a b e  der E rford ern isse  der w ir  v er fo lg en  so llen  — , m ir m üssen  u n s  in  Acht 
fortschreitenden  Z e it  a u sz u d eh n en . I n  d iesem  S in n e  n eh m en , u n s  zu  ü b erstü rzen  u n d  n eu e D in g e  zu  
habe ich auch a ls  M a g is tr a ts d ir ig e n t  der D e p u ta t io n  schaffen, d ie  nicht gründlich  u n d  so rg fä ltig  vorb ere itet  
d iejen ig en  n eu en  S a c h e n , d ie  a u fta uchten  u nd  nicht u nd  durchdacht sind.
in  d a s  R essort e in er a n d eren  b ere its  bestehenden D e ­ D a s  g il t  auch 3. B .  v o m  städtischen W o h n u n g s ­
p u ta t io n  fie len , ü b erw iesen . E s  sind durch m e in e  a m t. D a s  freund liche E in g eh en  a u f diese A n g e le g e n ­
V e r fü g u n g  a u ß er  d en  eben g e n a n n te n  A n g e leg en h e iten  h eit, v on  dem  der H e rr  R e fe r e n t so g ü tig  w a r  zu  
der D e p u ta t io n  noch ü b erw iesen  w o r d e n : d ie F ü r ­ sprechen, ist n u r nicht dem  T o n  u nd  der F o r m  
sorgestellen  fü r  S ä u g lin g e ,  d ie A ü rsv rg este lle  für  nach, sond ern  auch der S a c h e  nach v om  M a g is tr a t  
L ungenkranke, d ie  A n g e leg en h e iten  betreffend  die B e i ­ b efo lg t. E s  w ird  a u f dem  G eb ie te  der E in rich tu n g  
hilfe ' fü r  u n b e m itte lte  S c h w a n g e r e  u n d  stillen d e  e in e s  W o h n u n g s a m ts  se it  J a h r e s fr is t  sehr energisch  
M ü tte r ;  a u ß erd em  ist auch d a s  a m  1. I V .  d. I ,  gearb eite t. A ber, m e in e  H erren , w ir  haben so 
errichtete U n tersu ch u n gsam t für ansteckende K rankheiten  g u t w ie  keine V o r g ä n g e , e s  sind n u r  verschw indende  
der D e p u ta t io n  u n terste llt w o rd en . S i e  sehen a lso , V o r g ä n g e  im  D eu tschen  R eiche v o rh a n d en  a u f  
m e in e  H erren , daß  der H err  R efe ren t d a r in  nicht diesem  G e b ie te , u n d  e s  h eiß t auch d a : vorsichtig  
R echt h at, w en n  er sagt, e s  sei n ich ts geschehen  v o r g e h e n , zunächst g en ü g en d es  M a te r ia l  zu sa m m en ­
se ite n s  der V e r w a ltu n g , u m  d a s  R essor t 'd er  G e ­ tra g en . I c h  m öchte S i e  b itten , nicht zu  u n ru h ig  
su n d h e itsd e p u ta tio n  zu  erw eitern , w ie  e s  nach M a ß ­ zu  sein  auch bei dieser E in rich tu n g  u nd  die  
gabe der fortschreitenden  E n tw ick elu ng  der S t a d t  hätte  S a c h e  wirklich a u sr e ife n  zu  lassen . E s  kom m t nicht 
geschehen m üssen . D a s  ist geschehen, m e in e  H e rren !  d a rau f an , ob w ir  sie e in  h a lb es  J a h r  früher h a b e n ; 
W en n  e s  nicht noch im  w eiteren  M a ß e  geschehen ist, es  kom m t v o r  a llen  D in g e n  d a rau f a n , d a ß , w en n  
so lieg t d a s  a n  der S ch w ier ig k e it, d ie  dadurch en t­ w ir  sie e in fü h ren , w ir  sie zweckm äßig un d  praktisch 
steht, d aß  K o m p eten zstreitigk eiten  zw ischen der G e ­ e in fü h r en . A b er auch diese F r a g e  w ird  der G e ­
su n d h e itsd ep u ta tio n  un d  den a nd eren  b ere its  bestehen­ su n d h e itsp fleg ed ep u ta tio n  schließlich zu  ü b ertragen  sein.
den  D e p u ta t io n e n  a u ftre ten , z. B .  der K ra n k en h a u s­ Ic h  bin  persönlich  sehr erfreu t darüber, daß  
d ep u ta tio n  oder der A rm en d irek tio n  oder der S c h u l-  auch a u s  der S ta d tv e r o r d n e te n v e r sa m m lu n g  in  d em ­
d ep u ta tio n . M e in e  H erren , a lle  diese D e p u ta t io n e n  selben  S i n n e  ein e A n reg u n g  ergeht, w ie  sie im  
haben e in  u m g r e n z te s  G e b ie t  ihrer T ä tig k e it durch S c h o ß e  d es  M a g is tr a ts  se it  lä n g erer  Z e it  erw o g en  
G em eindebesch lüsse erh a lten , un d  a lle  wachen eifer­ w ird . I c h  hoffe, d aß  d en jen ig en , welche fü r  die
süchtig darüber, d aß  ih n en  nicht e in e  andere  A u sb r e itu n g  dieser I d e e n ,  die ich v o rh in  n a n n te ,  
D e p u ta t io n  in  ihre V e r w a ltu n g stä t ig k c it  h in e in ­ ein treten  w o lle n , e in e solche A n reg u n g  a u s  der
g re ift  —  u n d  m it  R echt. D a  ist e s  schwer, w en n  S ta d tv e r o r d n e te n v e r s a m m lu n g  sehr zu  sta tten  kom m en  
m a n  d ie  R echte der G e su n d h e itsp fleg e d e p u ta tio n  w ird , u n d  daß  w ir  im  M a g is tr a t  d a n n  die Z uversicht  
erw eitern  w il l ,  d a s  zu  tu n , ohne d ie R echte der hegen  können , d aß  die v o n  u n s  g ep la n te  U n te r ­
ü b r ig en  D e p u ta t io n e n  zu  berühren , u n d  ohne n eh m u n g  bei der S ta d tv e r o r d n e te n v e r sa m m lu n g  auf  
S ch w ier ig k e iten  in  d ie V e r w a ltu n g  zu  b rin gen . S y m p a th ie  stoßen  w erde. D e s h a lb  w ürde ich mich 
D a s  ist auch der G r u n d , w esh a lb  b ish er  d ie E r ­ freu en , w en n  S i e  d ie  A n reg u n g  d es H errn  S t a d t v .  
w ä g u n g en , d ie seit e tw a  J a h r e s fr is t  über d ie E r ­ H o lz  zu  e in em  B esch lu ß  erheben w ürden .
w e ite r u n g  der D e p u ta t io n  g a n z  in  dem  S i n n ,  w ie  
sie der H e rr  R efe ren t w ill ,  im  M a g is tr a t  schweben, S ta d tv .  D r  P r o sk a u c r : M e in e  H erren , ich
noch zu  keinem  d e fin it iv e n  Abschlüsse gekom m en sind. freue mich ü b er d ie  K u n d g eb u n g  d es H errn  O b e r ­
I c h  b in  der M e in u n g , d aß  d ie  S t a d t  a u f zw ei bü rgerm eisters. I c h  b in  seit der S c h a ffu n g  der D e ­
g roß en  G eb ie ten , d ie  d an n  a lle r d in g s  hauptsächlich  p u ta t io n  fü r  G e su n d h e itsp fleg e  M itg lie d , u n d  ich kann  
der G e su n d h e itsp fle g e d e p u ta tio n  zu r  B e a r b e itu n g  a u s  e ig en er  E rfa h ru n g  n u r  d a s b estä tigen , w a s  H err  
überlassen  w erden  w u rd en , vo rzu g eh en  h a t:  näm lich  K o llege  H o lz  h ier v o rg etra g en  hat. I c h  habe mich 
m it dem  K a m p fe  gegen  die T uberku lose u nd  dem  a u s  d iesem  G ru n d e  so fort sein em  A n tra g e  a n g e ­
K a m p fe g eg en  d ie  G eschlechtskrankheiten. B e id e  G e ­ schlossen. E s  g ib t sehr v ie le  A u fg a b en  in  der K o m ­
b iete sind heute v o n  u n s  n u r  in  g er in g em  M a ß e  —  m u n e, welche der G e su n d h e itsp fleg e d e p u ta tio n  ü b er­
d a s  erste m ehr, d a s  z w e ite  n u r m it  e in em  schüchternen  w iesen  w erden  können  u nd  m üssen . W ir  sind gar  
V ersuche —  beackert. B e i  dem  zw e iten  kom m t auch nicht g e w illt , irg en d e in er  a n d ern  D e p u ta t io n  ihre 
schon w ied er  d ie  K o m p eten z der S c h u ld e p u ta t io n  in  K o m p eten zen  zu  beschränken; w ir  w o lle n  n u r  diesen  
betracht. W ir  h aben  h ier, w ie  b e r e its  gesag t, e in ze ln e  and eren  D e p u ta t io n e n , so w e it sie eben hygienische  
S ch r itte , vorsichtige, tastende S c h r itte  g eta n , w ie  F r a g e n  v o rg e leg t bekom m en, auch b eratend  zu r S e i t e  
d en n  ü b erh au p t a u f d iesem  G eb iete  groß e V orsicht stehen. Ic h  m e in e , w e n n  w ir  d ieses P r in z ip  v er­
geboten  ist. Auch w erden  w ir  e s  u n s  nicht verheh len  fo lg en , daß w ir  d a n n  auch den D e p u ta t io n e n  und  
können, daß . w en n  w ir  den K a m p f a u f d iesen  beiden  v on  u n seren  V e r h a n d lu n g e n  hier e in e  groß e H ilfe  le isten . 
m ir  a n g eg eb en en  G e b ie te n  a u fn eh m en , d ie S t a d t  M e in e  H erren , ich er in n ere  n u r  a n  die V o rg ä n g e , 
sehr erhebliche A u sg a b e n  d a fü r  w ird  zu  le isten  haben . über d ie m it 2 3 . M a i  und  heute in  der S t a d t v e r ­
A u f dem  G e b ie te  der B ek ä m p fu n g  der T uberku lose  ord n eten v ersa m m lu n g  bezüglich  e in er  F ilte r a u la g e  in  
geschieht noch im m er  nicht g en u g , u nd  ich b in  ü ber­ der G a s a n s ta lt  v erh a n d e lt w u rd e. D ie  S ch a ffu n g  
zeu g t, w en n  die G e su n d h e itsp fleg e d e p u ta tio n  erst e in e s  W a ssers fü r  B adezw ecke ist e in e  hygienische  
d ieses G eb ie t bearb eiten  w ird , d a n n  w erden  w ir  sehr M a ß r e g e l, u n d  w ir  w ä ren  zu r A b leh n u n g  der V o r ­
w eitg eh en d e V orsch läge erh a lten , d ie u n s  v ie l  G e ld  la g e  nicht gekom m en, w en n  sie gleich v o n  v o rn h ere in  
kosten. A b er ich b in  der Ansicht, d aß  ohne Rücksicht auf der G e su n d h e ilsp fle g e d e p u ta tio n  m it  v o r g e le g t w ord en  
d ie  K osten  hier w e iter  v o rg eg a n g en  w erden  m u ß . w ä re. Auch die M ü lla n g e le g e n h e it  berührt m it  die 
Ic h  b itte  S i e  aber, m e in e  H erren , nicht zu  sehr zu  G e su n d h e itsp fleg e . W ir  w ä ren  schneller u n d  ohne  
d rä n g en ! S o lc h e  D in g e  m üssen  a u sr e ife n , u nd  g e ­ la n g e  D e b a tte n , d ie sich h ier a b g esp on n en  haben ,
        
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