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Periodical volume 13. Juni 1906

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1906

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la u t gew orden, ob es zulässig sei, schon jetzt von  den liehkeit, noch weitere 2 J a h re  S tu n d u n g  zu gew ähren. 
A n liegern  B eiträge  zu fordern, w ährend doch noch nicht M ein e Herren, w enn selbst bei ungünstig gelegenen  
feststehe, ob nicht durch die V eräußeru ng von  G ru n d ­ Grundstücken der E igentüm er die M öglichkeit ha?, erst 
stücken, welche vom  F orstfisku s übernom m en w orden  nach 7 Ja h ren  die B eiträge zuzahlen, so glauben wir, 
und, die S ta d t  einen so großen V o rte il er lan gen  werde, daß w ir auch ihm  im  weitesten U m fange entgegen­
daß dadurch die A u sgab en  vollständig gedeckt w ürden. gekommen sind.
W ir sind aber zu  der Ü berzeugung g e la n g t, daß D ie  Punkte V I  und V I I  in der ursprünglichen  
d ieses früher fvrstfiskalische T erra in  h ier nicht m it  V orlage verstehen sich eigentlich von selbst. V I  soll 
zu berücksichtigen ist, in  erster L in ie  deshalb  nicht, den betreffenden B eitragsp flich tigen  die M öglichkeit 
w eil ja d ieses T errain  örtlich gar nicht m it der B i s ­ geben, Einspruch gegen die V eran lagu n g  zu erheben, 
marckstraße in  Z usam m en h ang steht, dann aber auch, und V I I  deklariert nur, wer eigentlich beitrags­
w e il e s  sich zunächst noch gar nicht übersehen läßt, pflichtig ist.
in  welcher W eise eine V erw ertung dieser L ändereien  
derm aleinst w ird  stattfinden können. W ir  haben u n s  D e r  Ausschuß, meine H erren, bittet S i e  —  ich 
gesagt: die S ta d t  ist es, die d a s  Risiko übernom m en  erlaube m ir nochm als hervorzuheben: auf G rund ein ­stim m igen Beschlusses — , diese V orlage m it den 
h a t /  sie hat die S chulden  zur T ilg u n g  der erforder­ geringen V eränderungen, die S i e  a u s  S e ite  271  der 
lichen A u sgab en  au f sich nehm en m üssen, —  und  
a u s  diesem G ru nd e haben Wir ohne Rücksicht auf Drucksachen ersehen w ollen , anzunehm en. T un  S i e  
etw aige andere der S ta d t  zu  G ebote stehende T erra in s  dies, so ist selbstverständlich die A nnahm e der beab­
u n s  der Ansicht d es M a g istra ts  angeschlossen, daß  sichtigten A bänderung des Gem eindebeschlusses vom  
schon jetzt, d as h eiß t also vor V eräu ßeru ng  jenes 2 0 . M ä rz 1 9 0 2  erforderlich. B eide V orlagen  sind organisch z u s a m m e n h ä n g e n d ;  die A nnahm e oder die 
T erra in s, B eiträge  zu erheben sein dürften. A blehnung der einen schließt die A nnahm e oder A b ­
M e in e  H erren , w enn  w ir III angenom m en  
haben und dam it, w enn ich mich so ausdrücken darf, lehnung der anderen in  sich. Ich  bitte S ie .  auch 
den Grundsatz für die Berechnung u n s konstruiert diesen A ntrag des M ag istrats, entsprechend den V o r ­
haben, so ergibt sich die A nn ahm e von  IV ohne schlag d es A usschusses, annehm en zu wollen.
w e it e r e s ; denn selbstverständlich w ird  eine genaue  (D ie  B eratu n g  wird geschlossen. D ie  V er­
Berechnung der einzelnen B eiträ g e  stattzufinden  sam m lung beschließt m it großer M ehrheit nach dem  
haben. A ntrage des A usschusses, w ie fo lg t:
P u nk t V enthält die Festsetzung des Z eitp un kts, 
von  dem an die ein zeln en  A n lieger  ihre B e iträ g e  zu  a )  l .  D ie  N r . 4  8 4 des G em eindebeschlusses vom
zahlen  haben sollen . M e in e  H erren , w enn  S i e  sich 20 . M ä r z  1 9 0 2  über die E rhebung von B e i ­
die I h n e n  vom  Ausschuß vorgeschlagenen A b­ trägen  bei straßenbaulichen V eran sta ltun gen  
änderungen ansehen, so w erden S i e  finden, daß d ie­ kom m t in  W egfa ll.
selben im  G runde genom m en n ur redaktioneller  2 . D e m  tz 5 Abs. 1 des genannten G em einde- 
N a tu r  sind. D ie  F assu n g  dieser B estim m u n g ist beschlusses tr itt a ls  fünfte der vorzubehaltenden  
nicht einfach gew esen , gerade sie hat ganz besondere A u sfüh ru n gsb estim m un gen  noch die folgende 
Sch w ierigk eiten  gemacht. W ir  sind aber der Ü ber­ h in zu , betreffend
zeugung, daß, w enn  auch die Sätze ein  klein bischen  „den Z eitpunkt des E in tr itts  der Verpflichtung  
verklausuliert k lin gen , w ir doch eine B estim m un g  zur B eitra g sza h lu n g " .
entw ürfen haben, m it welcher w ir  in der Zukunft b) l .  D e m  abgedruckten Beschlusse d es M a g istra ts
w erden arbeiten  können. W enn es  Absatz 2 P u n k t II über die E rhebung von B eiträgen  für die V e r ­
h e iß t : „ fü r alle anderen Grundstücke spätestens m it breiterung der B ism arckstraße w ird m it nach­
dem  A b lau f von 2 J a h ren  nach Bekanntm achung  stehenden Ä nderungen  zugestim m t:
d ieses Gem eindebeschlusses" —  nach B ekann t­ P u n k t V  Abs. 1 soll la u t e n :
machung — , so haben w ir dam it einen ohne w eiteres  D ie  V erpflichtung zur B eitra g sza h lu n g  tr itt  
m it S ich erh eit bestim m baren T erm in  geben w ollen . —  für kein Grundstück e in , bevor von  dem  
D ie  Erleichterungen, welche in  N r . l  zu a  b c  und  T age der Bekanntm achung dieses G em ein d e­
2 gegeben sind , haben durchaus den B e ifa ll  der beschlusses sechs M o n a te  abgelaufen  find, und  
K om m ission gesunden. W ir  haben ohne w eiteres die bevor dieser Beschluß en dgültig  gew orben ist. 
B egrü n du n g  des M a g istr a ts  zu diesem P u nk te zu Abs. 2 P u n k t l  soll la u t e n :
unserer eigenen  gemacht, sodaß ich mich daraus be­ für d iejenigen  Grundstücke, die zur Z e it  
schränken kann, in  dieser Hinsicht aus den I n h a lt  der B ekanntm achung dieses G em ein d e­
der in  I h r e n  H änd en  befindlichen V orlage  zu ver­ beschlusses m it solchen usw.
w eisen. P u n k t 2 soll la u ten :  
In d essen  haben w ir doch geglaubt, dem M a ­ für alle anderen Grundstücke spätestens m it 
gistrat eine vielleicht auch so bestehende M öglichkeit dem A b lau f von  2 Jah ren  nach B ek ann t­
zu noch weiteret M ild eru n g  etw a vorhandener Härten  machung dieses G em eindebeschlusses.
zu geben, und w ir haben deshalb den in der heuti­ Abs. 3  Z eilen  4 und 5 haben zu la u t e n :
gen V or lage stehenden P u nk t V I  eingeschaltet, „nach B ekanntm achung dieses G em ein d e­
in  dem w ir dem M agistrat die B e fu g n is  erteiltn , beschlusses entw eder auf".
„m it Rücksicht ans befandet e Verhältnisse der Z a h lu n g s­ A ls  P u n k t V I ist einzuschalten:
pflichtigen für die Entrichtung der B eiträge R aten ­ D e r  M ag istra t ist befugt, m it Rücksicht auf 
zah lungen  ober Z ah lu n gsfr ist b is zu höchstens 2 Jah ren  besondere V erhältnisse der Z ahlu ngsp flich tigen  
von der F älligk eit ab zu bew illigen." M ein e  H erren, für die Entrichtung der B eiträge  R a ten ­
S i e  sehen a u s  der ursprünglichen V orlage, daß H äu- zah lun gen  oder Z ah lu n gsfr ist b is  zu  höchstens 
sein , welche unter ganz besonders ungünstigen, in  der 2 J a h ren  von der F ä llig k e it ab zu be­
V ergangenheit liegenden V erhältnissen erbaut sind, die w illigen .
Z ah lu n g  der B eiträge b is nach A b lauf von 5 Jah ren  D ie  P u nk te V I  und V I I  w erden P u nk te V I I  
gestundet w ird, und nun hat der M agistrat die M ö g - 1 und V I I I .
        
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