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Periodical volume 10. Januar 1906

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1906

Als Beisitzer walten die Stadtverordneten Herren unserer Stadtältesten, den Herrn Stadtrat Töbel­
Heise und Münch. Herr Sladiv. Münch führt die mann, zu erblicken. Meine Herren, Sie gehören 
Rednerliste. den verschiedensten Berufszweigen an und liefern so
Entschuldigt sind die Stadlverordneten Herren — ich möchte sagen: fast augenfällig den Beweis 
Dr. Frank, Liebe und Maicus. des Segens der Selbstverwaltung, die Männer aus 
W ir kommen zu Punkt l  der Tagesordnung: allen Kreisen der Bevölkerung zu treuer Arbeit im 
Dienste der Kommune heranzieht. Das Vertrauen 
Einführung der wiedergewählten Stadträte. Ihrer Mitbürger war es, das Sie einst in die 
Charlottenburger Verwaltung berufen hat. Durch 
Ich ei teile das Wort dem Herrn Oberbürger­ das Vertrauen dieser Versammlung sind Sie zu 
meister. wiederholtem Male zu Stadträten gewühlt. Das 
Vertrauen dieser Versammlung wird Sic auch in 
Oberbürgermeister Schustchrus: Meine kwchver- Ihrer ferneren kommunalen Laufbahn, von der ich 
ehrten Herren Kollegen! Sie haben seit langen Jahren, bestimmt annehme, daß sie zum Segen der Stadt 
zum Teil sogar seit recht langen Jahren Ihre Arbeits­ gereichen wird, geleiten und stützen.
kraft, ihre Erfahrungen bereitwilligst und mit reichem 
Erfolge in den Dienst der Allgemeinheit, der städtischen Punkt 2 der Tagesordnung:
Verwaltung unserer Siadt Charlotlenburg gestellt, und 
cs ist deshalb für unsere Verwaltung und für das Einführung der wieder- und »cugewählteu 
Gedeihen unserer Stadt von hohem und wesentlichem Stadtverordneten.
Wert, daß die Stadtverordnetenversammlung Sie Ich bitte die wiedergewählten und neugewählten 
wieder in das Kollegium des Magistrats entsendet. Herren Stadtverordneten, vorzutreten.
Uns aber, meine verehrten Herren, den Mitgliedern (Geschieht.)
des Magistrats, sind Sie in dieser Jahre langen ge­ Der Herr Oberbürgermeister hat das Wort.
meinsamen Arbeit lieb und wert geworden. Sie haben 
die Kollegialität, durch die sich unser Magistrats­ Oberbürgermeister Schnstehrus: I n  den letzten 
kollegium auszeichnet, stets gefördert, die Kollegialität, Ergänzungs- und Ersatzwahlen waren 29 Sitze der 
welche eine der wesentlichen Grundlagen für die Kraft Stadtverordnetenversammlung zu besetzen. Es ist 
des Magistrats ist, und deshalb begrüßen wir, die das in der Weise geschehen, daß 15 der bisherigen 
Mitglieder des Magistrats, Sie. meine hochverehrten Herren Stadtverordneten wiedergewählt und 14 neue 
Herren Kollegen, aus doppeltem Grunde mit doppelter Herren zu Stadtverordneten gewählt sind, deren 
Freude. Ich möchte nicht unterlassen, an dieser Stelle Einführung heute zu erfolgen hat. Es sind das die 
und in diesem Augenblicke der Stadtverordneten­ Herren: Schriftsteller Dr. Borchardt, — Essenbahn­
versammlung, die Sie gewählt hat, den herzlichsten und bahndirektor a. D. Callam, — Wirklicher Geheimer 
aufrichtigsten Dank dafür auszusprechen, daß sie Sie Rat Exzellenz Freund, — Fabrikbesitzer Dr. de 
alle wieder zu uns entsendet und dadurch Ihren Rat, Gruyter, — Ziegeleibesitzer Heise. — Justizrat Holz,
Ihre Tat- und Arbeitskraft auf die Periode von — Gymnasialdirektor Dr. Hubatsch, — Kaufmann 
weiteren 6 Jahren der Stadt und ihrer Verwaltung Jolenberg, — Fabrikbesitzer Mann, — Lehrer Otto,
gesichert hat. Ich möchte meinen, daß Ihre Wieder­ — Redakteur Dr. Penzig, — Rentier Platz. — 
wahl, meine Herren, ein gutes Zeichen ist für das Geheimer Medizinalrat Dr. Rose, — Oberstleut­
Verhältnis zwischen der Stadtverordnetenversammlung, nant a. D. Stein, — Rentier Wenig — und ferner 
die die Wahl vollzogen hat. und dem Magistrat. die Herren: Restaurateur Bartsch, — Oberbaurat 
Die Männer unseres Vertrauens sind auch die Blanck, — Büreaudirektor Vollmann, — Rechts­
Männer des Vertrauens der S tadtverordneten* anwalt Dzialoszynski, — Kaufmann Klick. — Sani­
versammluna, und dieser Umstand gibt mir die tätsrat Dr. Landsberger, — Geheimer Regierungs­
freundliche Hoffnung für einen erfreulichen Blick in rat Prof. Proskaucr, — Rentier Ring. — Statistiker 
die Zukunft. Dr. Rothholz, — Arzt Dr. Nöthig, — Maurer­
M ir  aber, meine hochverehrten Herren, ist es meister Schmidt. — Rentier Schwaß, — Regierungs­
eine hohe Ehre, Sie am heutigen Tage in Ih r  altes rat Dr. Stadthagen, — Kaufmann Wöllmer.
Amt wieder einzuführen. Ich tue das, indem ich (Sämtliche genannten Herren sind anwesend.)
Sie unter Hinweis auf den von Ihnen bereits ge­
leisteten Eid auf Ih r  Amt von neuem verpflichte und Sie alle, meine verehrten Herren, kommen mit 
Ihnen die vom Regierungspräsidenten unterzeichnete dem besten Willen hierher, nach besten Kräften mit­
Urkunde über Ihre 'Bestätigung in Ihrem Amte als zuarbeiten für das Wohl der Stadt Charlottenburg 
Stadtrat einhändige. und für ihre Förderung. Die Arbeiten, welche Sie 
zu erledigen haben werden, werden Ihnen in vielen 
(Die Beslätignngsulkunden werden den wieder­ Fällen in hohem Maße interessant, nicht immer 
gewählten Stadteäten Töbelmann, Stendel, Moll, leicht sein. Denn je mehr sich die Stadt Charlotten­
Schmitt, Dr, Waldschmidt. Dr. Jastrow und Dr. burg ausdehnt, je größer ihr Wachstum wird, desto 
Jaffö überreicht.) zahlreicher und größer werden die Aufgaben, die den 
städtischen Körperschaften zu lösen bleiben, und desto 
Sie alle, meine verehrten Herren, wissen, daß zahlreicher und größer werden die Arbeiten, die die 
Sie jedem der Mitglieder des Magistrats ohne irgend Mitglieder der städtischen Körperschaften zu erledigen 
eine Ausnahme auf das herzlichste willkommen sind. haben. Zur gedeihlichen Lösung dieser Aufgaben 
bedarf cs — das werden mir diejenigen Herren 
Vorsteher Rosenberg: Meine sehr geehrten Herren unter Ihnen, die schon längere Zeit in diesem Saale 
Stadträte! Nach Ihrer Einführung durch den Herrn gearbeitet haben, zugeben — bedarf es, meine ver­
Oberbürgermeister beehre ich mich, Sie namens dieser ehrten Herren, des freundwilligen Entgegenkommens 
Versammlung aufs herzlichste zu begrüßen. Zu be­ und gegenseitigen Vertrauens sowohl in den einzelnen 
sonderer Freude gereicht es mir, unter Ihnen einen Teilen dieser Versammlung unter sich, als auch in
        
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