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Periodical volume 29. März 1906

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1906

W ir beginnen heute m it Ers ta t tung  für bare A uslagen  au  die A rm em  
koinmissions-Vorsteher usw. —  au f  7200  Jt  erhöht. 
Kapitel V . Armenwesen. Diese E rhöhung  ist eine Folge der von u n s  ge­
nehmigten T e i lung  eines Armenkommissionsbezirks.
Berichterstatter Stadtv Hirsch: M eine  H erren, Schließlich sind noch in  A b s c h n i t t  8 einige 
im  E ta tsau ssch uß  fand zunächst eine allgenieine B e­ Ä nderungen  getroffen, die aber unw esentlicher N a tu r  
sprechung über unser A rm enw esen statt. E s  handelte sind. E s  handelt sich n u r  d a ru m , daß  einige 
sich darum , die S te ig e ru n g  der A usgaben  fü r die P ositionen  an d e rs  b enann t w e rd e n ; aber die G e­
A rm enpflege zu besprechen und die G rü nd e  der sam tsum m e bleibt die gleiche. D e r  A u s ­
wachsenden A usgaben  zu erforschen. Ich  glaube, schuß bean trag t, die P osition  N r. 5 folgenderm aßen 
m it Rücksicht au f die G eschäftslage der V ersam m lung zu fa ssen :
auf eine ausführliche W iedergabe der V erhand lungen  N r .  5 —  U nterhaltung
des Ausschusses verzichten zu k ö n n en ; ich verweise a) der Gebäude —  herabgesetzt von 5000  M  
die H erren , die In te resse  d aran  haben, au f den Ih n e n  au f  4000  M,
zugegangenen V erw altungsberich t über die A rm en- b) der Kessel und  Maschinen —  erhöht von 
und  W aisenpflege C h arlo tten b u rg s  im  J a h re  1 9 0 4 ; 3 000  M  auf  3 400  M .
sie w erden dort alles verzeichnet finden, w as im Endlich bean trag t der Ausschuß, die P o sitio n  
E ta tsau ssch uß  besprochen w orden ist. N r. 20 in Abschnitt 8 —  W asserverbrauch —  von 
D e s  w eiteren  h a t der Ausschuß sich m it der 750 Jt au f 1350  «4t zu erhöhen.
F ra g e  der E rrich tung  eines ' städtischen W aisenhauses Ich  bitte S i c  n a m e n s  des Etatsausschusses, den 
beschäftigt. V on  einem  bestim m ten A n trage  w urde getroffenen Ä nderungen  I h r e  Z us tim m ung  zu geben.
A bstand genom m en m it Rücksicht d a ra u f , daß  der Schließlich habe ich noch m itzu teilen , daß  der 
M ag is tra t u n s  demnächst eine entsprechende V orlage Ausschuß sich auch m it  der F ra g e  der Errichtung 
un terb re iten  w ird. W ir  w erden, w enn diese V orlage eines Asyls fü r  Obdachlose beschäftigt hat, daß  aber 
an  u n s  gelangt, G elegenheit haben, d arüb er zu reden. ein diesbezüglicher A n tra g  im Ausschuß abgelehnt 
E ine  andere F ra g e , die in  der G eneraldebatte  ist. Ich  verrate hier kein G ehe im n is ,  wenn ich er­
besprochen w ar, ist die der G eneralvorm undschaft. kläre, daß  dieser A n tra g  von meinen F re u n d e n  a u s ­
D ie  D e p u ta tio n  fü r  die W aisenpflege h a t sich m it gegangen ist. I c h  habe aber a ls  Referent nicht das 
dieser wichtigen A ngelegenheit beschäftigt und  hat Recht,' jetzt zu dem A ntrage  S te l lu n g  zu n e h m e n ; 
auch bereits einen bestim m ten Beschluß nach der ich behalte m ir  das  fü r  nachher vor,  w enn ich in 
R ichtung h in  gefaßt. D e r  M a g is tra t h a t zu diesem der Diskussion das  W o r t  ergreife.
Beschluß noch keine S te llu n g  genom m en; das w ird  
aber voraussichtlich ja  auch in  absehbarer Z e it  ge­ Vorsteher-Stellv. K a u fm a n n : M eine H erren , ich 
schehen. und  die S tad tv ero rd n e te n v ersam m lu n g  w ird bemerke, daß  zu K ap ite l V  ein A n tra g  v o r lie g t: 
d ann  G elegenheit haben, sich auch über diese F rag e  D e r  M a g is tra t w ird ersucht, den B a u  eines 
zu un terhalten . A syls fü r  Obdachlose noch in  diesem E ta ts ja h re  
I m  einzelnen, m eine H erren , h a t der E ta ts ­ in  A ngriff zu nehmen.
ausschuß die baren  U nterstützungen in  A b s c h n i t t  i  
N r. 1 im  allgem einen von 4 3 0 0 0 0  M au f 4 7 0 0 0 0  Ji Stadtv. H irsch : M eine  H erren , auch dieser A n ­
erhöht. E s  w urde gleich bei der ersten Besprechung trag  ist ja  ein a lte r  B ekannter. E s  handelt sich 
des A rm e n e ta ts  im  Ausschuß d a rau f hingewiesen, lediglich darum , einen Beschluß auszu füh ren , den die 
daß  w ir m it der vom  M ag is tra t ursprünglich ein­ S tad tv ero rd ne tenv ersam m lun g  bereits früher gefaßt 
gestellten S u m m e  von 430  ooo  voraussichtlich hat. W ir  haben u n s  am  4. D ezem ber 1901 m it 
nicht auskom m en w ü r d e n ; w enigstens ist nach dem der F ra g e  beschäftigt, und  zw ar a u s  A n laß  eines 
E rgeb n is  des letzten J a h r e s  d as ' nicht zu erw arten . A n trages des H errn  Kollegen B uka. D e r  M ag is tra t 
D a  n u n  die S tad tv ero rd ne tenv ersam m lun g  w ieder­ w urde ersucht, der S tad tv ero rd ne tenv ersam m lun g  eine 
h o lt den Wunsch ausgesprochen hat, daß  der E ta t  V orlage betr. E rrichtung  eines A syls fü r  Obdachlose 
der A rm enverw altung  von vornherein  so bemessen zugehen zu lassen. A m  5. A p ril 1903 teilte  u n s  
w ird, daß  w ir vor A n träg en  ans N achbew illigungen der M a g is tra t vorläufig  m it , daß  er an  sich das 
möglichst verschont bleiben, so hat der E ta tsausschuß  B ed ü rfn is  zum  B a u  eines A syls ftir  Obdachlose 
beschlossen, die B era tu n g  dieser P ositio n  auszusetzen, a n e rk e n n t; er behielt sich aber eine endgiltige B e ­
um  dem M a g is tra t noch einm al G elegenheit zu geben, schlußfassung insbesondere über den Z eitpunkt der 
hierzu S te llu n g  zu nehm en. D e r  M ag is tra t hat In a n g riffn a h m e  des B a u e s  vor. D ie  V o rla g e , die 
d an n  in  einer späteren  S itzung  die S u m m e  um  u n s  d am als  zu g in g , en thielt auch gleichzeitig eine 
40  000  M erhöht. D e r  E ta tsausschuß  ist diesem G rundzeichnung, einen E rläu terungsberich t und  G ru n d ­
A n trage  beigetreten , und  ich b itte  auch S i e ,  dem sätze fü r  die A ufnahm e in d as  A syl, die w ir nach 
A ntrage I h r e  Z ustim m ung  zu geben. V o rbera tu ng  in  einem  Ausschuß genehm igt haben. 
B eim  A b s c h n i t t  3 sind V eränderungen  nicht A m  19. D ezem ber 1903 w urde u n s  m itgeteilt, daß  
eingetreten. Doch hat der E ta tsausschuß  beschlossen, ein P ro je k t zu r E rb au u n g  eines Obdachlosenasyls 
I h n e n  zu em pfeh len : au f dein F am ilienhausgrundstück  fertiggestellt ist und  
D e r  M a g is tra t w ird  ersucht, in  E rw äg un g  zu demnächst zur B era tu n g  gelangt. W enige M o n a te  
ziehen, ob sich die E in fü h ru n g  der freien A rz t­ später, im  F e b ru a r  1904, ging u n s  ein A n trag  des 
w ahl fü r  die A rm enkrankenpflege empfiehlt. M ag is tra ts  betr. G enehm igung des vom H ochbanam t 
E ine bestimmte S te llu n g  fü r oder gegen die freie aufgestellten B a u e n tw u rfs  fü r den A u sb a u  des 
A rz tw ah l fü r die A rm enkrankenpflege hat der E ta ts ­ F am ilien hau ses zu einem  Asyl fü r  Obdachlose z u ; 
ausschuß nicht genom m en und  konnte er auch n a tu r ­ über den Z eitpunk t der In a n g r if fn a h m e  des B au es  
gem äß nicht nehm en. E s  handelt sich n u r  darum , behielt sich auch d am als  der M a g is tra t die Beschluß­
den M a g is tra t zu ersuchen, in  E rw ägungen  über fassung v o r ;  die erforderlichen Baukosten in  Höhe 
diese F ra g e  einzutreten . von 162 000  J t  sollten in  der nächsten A nleihe vor­
I n  A b s c h n i t t  5 ist die P ositio n  N r. 8 —  Z u r gesehen w erden. D iese V orlage des M ag is tra ts
        
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