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Periodical volume 1. Februar 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

des Ausschusses, m it großer Mehrheit dem folgenden S ie diese l io o o  ,M zum Besten unseres Kranken­
Ortsstatut zu: hauses !
Ottsftatut
über die Regelung der Sonntagsruhe im Han «Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
delsgewerbe fü r den Gemeindebezirk Char des 'Magistrats, wie folgt:
lottenburg, (Gewerbe-Ordnung t?§ lö ö b  Ab Zum Umbau des alten Krankenhauses Kirch­
fatz 2 , 142 und l i t i a ) . straße 19 20 werden 1.1000 J( ans An­
leihemitteln nachbewilligt.)
Art, 1.
'sii Fabrik , Engros, Bank, Bersiche Vorsteher Nosenberg: Punkt >l der Tages­
rungS-, Agentur und Speditionsgeschäften, ordnung :
soweit der Betrieb nicht in offenen Verkaufs­
stellen stattfindet, dürfen Gehülfen, Lehrlinge 
und Arbeiter an Sonn und Festtagen nicht V orlage betr. Aufnahme einer neuen Anleihe 
länger als zwei Stunden und zwar von 8 10 I im Betrage von 2 4 0 0 0 0 0 0  .//. Drucksache 48,
Uhr vormittags beschäftigt werden 
Art, 2. Verichterstaticr Stadt». M arcus: Meine Heilen, 
Die im Artikel l  verordnete Einschrän­ die fortschreitende Entwickelung unserer Stadt, das 
kung findet aus den Handel mit Nahrungs Wachstum sowohl der Neubauten wie der Anzahl 
und Genußmitteln sowie auf den Handel mit der Bevölkerung und glücklicherweise auch der 
Eis keine Anwendung. Steuerleistung derselben legen selbstverständlich auch 
Art. -r. beut Magistrat die Verpflichtung auf, entsprechend 
Zuwiderhandlungen gegen dieses Ortsftatut diesem Wachstum die äußeren Einrichtungen der 
werden mit Geldstrafen bis zu 60u //, im Stadt zu erweitern und zu vergrößern. Ganz natür­
Unvermögensfalle mit Haft bestraft, lich bedingt das die Anschaffung neuer Gelder, mit 
Art, 4. denen alle diese Einrichtungen, die notwendig sind, 
Dieses Ortsstatut tr itt am Tage nach hergestellt werden können. Infolgedessen hat uns 
seiner Bekanntmachung in Kraft.) hier der Magistrat eine Blnnienlese von allen den jenigen Wünschen zusammengestellt, die er als Er­
Punkt y der Tagesordnung: gänzungen früherer Einrichtungen sowie als Neu­schaffungen für notwendig hält, und wofür wir 
Bvrlnge betr. den Erw erb  einer Fläche für , unsere Genehmigung aussprechen sollen, sodaß eine 
die Umlegung des Dükers dnrch die Havel I Anleihe von 24 Millionen dafür aufgenommen 
Drucksache 40. werden kann.
Alter Gewohnheit gemäß werden derartige An­
■ Die Besprechung wird eröffnet und geschlossen, träge selbstverständlich einem Ausschuß überwiesen, 
Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des und ich könnte eigentlich mit dem Antrage, diesen 
Magistrats, wie folgt: : Ausschuß einzusetzen, welcher die einzelnen Vorlagen 
I. Dem mit dem Bankier Oskar Haffer in Berlin. und die Summen, welche dafür gefordert werden, 
Handelst rage Nr, 12, abgeschlossenen Kauf­ näher prüft, mein Referat über diese Angelegenheit 
verträge vom Januar 1905, betreffend ixn schließen. Indessen, meine Herren, würde es mir 
Erwerb einer etwa 320 qm großen Fläche von nicht richtig erscheinen, ausschließlich die Sollseite 
seinem Grundstück. Band t il Blatt N r 2062 unseres Etats hier der Öffentlichkeit mitzuteilen, wenn 
des Grundbuchs von Spandau, au» dem west ich nicht auch gleichzeitig die Gelegenheit wahrnehmen 
liehen Havelufer südlich dec städtischen Druck- sollte, einen Blick tn die Habenseite der städtischen 
rohrparzellk. wird zugestimmt, Finanzen zu werfen. Denn nachdem wir nun ein 
11. Der Kaufpreis ist ans Anleiheiiiittelu für die mal damit in die Öffentlichkeit treten, sönnen wir 
Kanalisation zu entnehmen.) uns nicht darüber wundern, wenn in der Tat bei 
den beträchtlichen Anleihen, welche wir in den letzten 
Das Protokoll vollziehen heute die Herren Jahren aufgenommen haben, so mancher unserer 
Stadtv, Dr. Zepler, Barnewitz und Protze. Bürger den Kopf schüttelt und sagt: wohin soll 
eigentlich diese große Anleihewirtschaft führen?
Punkt in  der Tagesordnung: Indessen, meine Herren, glücklicherweise haben 
wir in diesen Anleihekontrahierutigen recht viele Leidens 
Borlage betr. Nachbewilligung von M itte ln  genossen oder aber mich, wenn Sie wollen, Freudens- 
für den Umbau des alten Krankenhauses genossen. Im  allgemeinen sind in den letzten Jahren 
Kirchstrafte 19  2t» - Drucksache 47. sämtlichen Städten durch die bedeutenden Erforder­
nisse jeglicher Art. durch die Fortschritte der Technik 
Berichterstatter Stabt». Döblcr: Meine Herren, ! und nickt zuletzt durch die gesetzlichen Vorschriften so 
es handelt fick um eine Mehrforderung für den Um außerordentlich viele neue Ausgaben gestellt worden, 
bau des Krankenhauses in der Kirchstraße. Dieser oaß sie eben nur mit dem Aufwand sehr bedeutender 
Umbau des Krankenhauses war seiner Zeit auf Mittel, welche aus dem laufenden Etat nicht ihre 
4200V M veranschlagt worden, und nun hat die Deckung finden können, durchgesühtt werden können.
Polizei in erster Linie veischiedene Mehrarbeit, n ge­ , Nicht blos fü r Deichbauten und Flußregulierungen, 
wünscht, ebenso sind noch Oberlichtdächer erforderlich j für Schlachtviehhöfe, fü r Markthallen. Feiierwehr- 
geworden, sodaß es notwendig ist, diese Arbeiten, : sepots. Kranken, Irre n -, Armenhäuser, Volksbade 
die im Interesse des Krankenhauses erforderlich find an stalten, Volksküchen, Turnhallen. Rathäuser und 
auszuführen. Ich habe die Kostenanschläge geprüft andere Verwaltungsgebäude, Friedhöfe, sogar Kasernen 
und gefunden, daß die Arbeiten durchaus normal ! bauten. Ausstellnngsgebäude, Museen, Theater, B ib liv  
veranschlagt sind, und kann nur bitten: bewilligen »Hefen, Schulbauten? Arbeiterwohnhäuser und Parks
        
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