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Periodical volume 6. Dezember 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

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das  ist kein G arten, sondern eine Feldbestellung, eine 2. D ie  M itte l  sind im O rd inarium  des H aup t­
Rabatte. W as ich meine, ist etwas ganz anderes —  etats in angemessenen Teilbeträgen bereitzu­
der H err  Stadtschulrat ist ja selbst zum Schluß auf stellen.
diese Sache gekommen — : es handelt sich darum, 3. D ie  Versammlung ersucht den Magistrat, 
den Schülern die Entwicklung der Pflanzen und zunächst bei dieser Gemeindeschule die E in ­
des ganzen Lebens der N a tu r  —  ich beschränke richtung eines biologischen Schulgartens für 
mich nicht n u r  auf die Pflanzen, sondern: das Unterrichts- und Erziehungszwecke in Aussicht 
ganze Kleinleben der N atu r  näher zu bringen, und zu nehmen und auch fernerhin die Anlage 
zwar so, daß sie es in jeder Panse vor Augen haben, solcher Schulgärten möglichst bei allen Schul­
daß der ganze Nalurknndeunterricht und ein großer neubauten im Auge zu behalten.)
Teil des geographischen Unterrichts in diesen Gärten
gegeben werden kann, daß man eine Reihe von Punkt 17 der Tagesordnung:
Pflanzen dort züchtet, die die charakteristischen Ver­
treter find untrer Wiesen- und Waldflora, unserer Vorlage betr. Bauentwurf für eine Feuer­
Hügelflora: selbst das Torfmoor ist nicht ausgeschlossen. wache (Sndwache). —  Drucksache 44 8 . '
Alle diese Pflänzchen haben eine so charakteristische 
Art und Weite, sich zu verhalten: wie sich gegenüber (Die Beratung wird eröffnet und geschlossen. 
den atmosphärischen Einflüssen zu schützen wissen, D ie  Versammlung beschließt nach 'dem Antrage des 
wie sich ihre Bestäubungs- und Besruchtungsvorgänge M agistrats, wie folgt:
entwickeln, wie sie sich der Jnseklenwelt, und diese I . Dem Hauptentwurf vom 21. November 1905 
ihnen, anpassen, kurz, wie das ganze organische Leben zur Errichtung einer Feuerwache (Südwache) 
in ewiger Wechselwirkung zwischen F lo ra  und F a u n a  in der Suarezstraße 9 wird zugestimmt zu­
kreist, daß des S tau n en s  für Kinder und Erwachsene gleich mit den dazu gehörigen Kosten­
kein Ende ist. Alles, w as ich cvolntionistische N atur-  anschlägen, abschließend m it einer Gesamt­
beobachinng nennen möchte, ist eben n u r  in solchen summe v o n .............................  587 000 M,
Gärten zu sehen. welche sich, wie folgt, zusammensetzt:
D aß  natürlich zunächst die Anlage Geld kostet, Baukosten . . . . . . . .  345 000,00 M,
ist nicht zu vermeiden, weil wir ja das Grundstück für Fahrzeuge und innere
hergeben müssen. Aber die Erhaltung —  ich könnte E i n r i c h t u n g ..................  138 384,75 M,
darüber genaue Angaben machen und stelle mich in für B a n z i n s e n   7 615 25 M,
dieser Beziehung dem Magistrat gern zur Verfügung für G r u n d e r w e r b   96 000,00 Jt,
—  verursacht nu r  ganz minimale Kosten; es sind was eine Gesamtsumme ergibt
schließlich einige hnndeit Mark, die in Betracht von 587 000,00 JC. 
kommen. I n  ländlichen Gemeinden hat man die En tw urf  und Kostenanschläge sind der A u s­
Sache, verbunden mit Obstbaumzucht. Sträuchcrzucht führung zu G runde zu legen.
und Ärmlichem; daran könnten wir natürlich hier I I .  Die Mittel sind au s  Anleihefonds zu ent­
nicht denken. Aber wir dürfen die Schulgärten auch nehmen.)
nicht so beschränken, wie der Herr Stadtschulrat es 
meint. Ich  bin sehr dankbar dafür, daß in den alten D a s  Protokoll unterzeichnen heute die Herren 
Schulen schon Gärtchen —  eigentlich nu r Vorgärten Kollegen Hirsch, Schwarz und D r.  Spiegel.
im gewöhnlichen S in n e  —  geschaffen worden sind; Punkt 18 der Tagesordnung:
aber sie erfüllen den Zweck, den ich im Auge habe, 
ganz und gar nicht; das ist nicht das, was ich Vorlage betr. Zuweisung eines Kapitals an 
meinte. den Straßenregnlierungsfonds — Druck­
Ich möchte also bitten, daß S ie  meinem Antrag sache 449.
stattgeben, und daß der M agistrat sich mit dieser 
Frage  einmal recht ausgibig beschäftigt. (Die Beratung wird eröffnet und geschlossen. 
Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des 
(Die B era tung wird geschlossen.) Magistrats, wie folgt:
D er  Zuweisung des von dem M agistrat 
Borsteher-Stellv. K aufm ann : H err S tad tv .  D r. Berlin infolge Ablösung von Unterhaltungs­
Penzig beantragt folgenden Zusatz zu dem Antrage renten gezahlten Abfindungskapitals von 
des M a g is tra ts : 293000  M an den S traßenregnlierungsfonds 
D ie  Versammlung ersucht den M agistrat, wird zugestimmt.)
zunächst bei dieser Gemeindeschule die E in ­
richtung eines biologischen Schulgartens für P u n k t  19 der Tagesordnung:
Unterrichts- und Erziehungszwecke in Aussicht 
zu nehmen und auch fernerhin die Anlage Vorlage betr. Herstellung und Betrieb einer 
solcher Schulgärten möglichst bei allen Schul­ elektrischen Straßenbahn von Spandau nach 
neubauten im Auge zu behalten. dem Spandauer Bock. — Drucksache 450.
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage (D ie  Beratung wird eröffnet und geschlossen. 
des M agistrats  und nach dem Zusatzantrage des D ie  Versamlung beschließt nach dem Antrage des 
S tad tv .  Dr. Penzig, wie fo lg t : M agistrats , wie folgt:
1. Dem vorgelegten Vorentwurf A  zum B au  D em  Entwürfe für einen Vertrag über 
einer Gemeindedoppelschule auf dem städtischen die Herstellung und den Betrieb einer elektrischen 
Grundstück an der Spielhagenstraße, abschließend S traß en b ah n  von S p a n d a u  nach dem S pan d au e r  
miteinerKostenüberschlagssummevon 680000  M, Bock wird zugestimmt und der M agistra t zum 
ivird zugestimmt vorbehaltlich der Vorlage eines Abschluß eines Vertrages nach dem Entwürfe 
besonderen E ntw urfs  mit Kostenanschlag. ermächtigt.)
        
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