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Periodical volume 6. September 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

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auch angehört dem engeren Slnsschuß, der von der ladung der Kohlen und der demnächst stattfindenden 
Deputation zur Prüfung der Gesamtanlage eingesetzt Verladung, könnte doch so bald wie möglich in den 
war. An und für sich würde ich daher in der Lage Genuß der Stadt treten. Wenn w ir heute einen 
sein, für meine Person die Genehmigung des An­ Ausschuß einsetzen, so dauert da» mindesteus 8 bis 
trages zu beantragen. Aber ich glaube doch, es wird 14 Tage, und die Vorbereitungen zu der Anlage 
notwendig sein, für die Herren, die mit der Örtlich- werden wieder so lange hinausgeschoben. Es ist auch 
keit nicht bekannt sind, und die sich ein anschauliches gar nicht ausgeschlossen, daß der Ausschuß in der 
B ild nach Maßgabe der gelieferten Beschreibung von Zeit gar nicht zum Tagen kommt; denn es liegen 
der Gesamtanlage nicht machen tonnen und ebenso­ bereits eine ganze Reihe Anträge auf Ausschuß- 
wenig die Berechnungen, die in der Vorlage mit­ beratung vor. Ich möchte Sie deshalb bitten, die 
geteilt sind, näher prüfen und sich klar und verständ­ Vorlage anzunehmen. Die Vorbereitung der Vorlage 
lich machen können, — daß für diele Herren noch durch die Deputation, die die Sache genügend durch­
eine weitere Prüfung und Beratung in einem Aus­ gesprochen hat, muß den Herren doch genügen! Jeder 
schüsse erfolgt. Stadtverordnete kommt doch auch nicht in den Aus­
Die Anlage soll ja bezwecken, wie auf Seile schuß. es wird auch wieder nur ein Ausschuß von 
473 in der zweiten Spalte unter 1, 2, 3 und 4 ge­ eventuell 15 Herren dazu genommen. Also die 
sagt worden ist: übrigen Herren, die dem Ausschuß nicht angehören, 
1. den Transport von den Retortenhäusern nach erfahren dann auch wieder nicht mebr als heute in 
den Aufbereitungsanlagen A  und B oder nur der Stadtverordnetenversammlung. Ich möchte Sie 
A  oder B ; bitten, den Antrag auf Ausschußberatung abzulehnen 
2. den Transport von den' Retortenhäusern nach und die Vorlage direkt anzunehmen.
dem Sammelbehälter C
—  da muß man schon wieder die Örtlichkeit vor Stadt». Döbler: Meine Herren, ich kann mich 
Augen haben oder die Zeichnungen; aber die Zeich­ diesen Ausführungen nicht anschließen. Die Sache 
nungen geben das auch nicht spezieller an — ist von so großer Wichtigkeit, daß wir wohl zu einem 
und daran das Beladen der Eisenbahnwaggons Ausschuß kommen dürften. Es ist eine ganz neue 
und der Kähne; Sache, und da kommt es wirklich auf 8 oder 14 Tage 
3. den Transport von den Retortenhäusern nach nicht an. Wenn es nach der Meinung des Herrn 
dem Lager; Vorredners ginge, würden alle Ausschüsse über­
4. den Transport vom Lager nach den Aufbe­ flüssig sein.
reitungsanlagen A  und B und dem Sammel­ (Widerspruch bei den Liberalen.)
behälter C, Die Ausschüsse sind nicht überflüssig, meine Herren. 
sowie hieran anschließend nach den Belade­ I n  den Ausschüssen kann mit gründlicher Sachkenntnis 
fiationen D  und E. und reiflicher Erwägung eine Sache durchbesprochen 
Wie schon bemerkt, ist es eine sehr umfassende und und durchberaten werden. Das dürfte auch dieser 
aus einzelnen Teilen bestehende Anlage, die nach Sache keinen Schaden zufügen; ob es ein Vorteil ist. 
und nachz ur Ausführung zu bringen sein wird. w ill ich dahingestellt sein lassen. Die Sache scheint 
Die Berechnungen — ich weiß nicht, ob die reiflich durchgearbeitet zu sein; aber sie heute übers 
Herren ganz und gar damit einverstanden sind, und Knie zu brechen und die Vorlage anzunehmen, 
ob sie ihnen klar und verständlich geworden sind oder dazu kann ich mich doch nicht verstehen. Ich bitte 
nicht — lassen doch manche Frage offen. Es wird Sie, den Ausschuß anzunehmen.
angeführt —  und das bezweifle ich auch nicht — ,
daß die Gesamtanlage wirtschaftlich vorteilhaft ist
und schon in dem ersten Jahre eine Minderausgabe (Die Beratung wird geschlossen. Die Ver­
zur Folge haben würde von 15000 M ,  da weniger sammlung beschließt die Einsetzung eines Ausschusses 
Arbeiter zu beschäftigen sein würden, und die Gesamt­ von 9 Mitgliedern und wählt in den Ausschuß die 
anlage billiger arbeitet, sodaß die Gesamtkosten be­ Stadtv. Callam, Dr. Frentzel, Freund, Gredy, D r. de 
reits nach verhältnismäßig kurzer Zeit nicht bloß Gruyter, Leben, Münch, Rackwitz und Vogel.)
verzinst, sondern auch amortisiert sein würden.
Also ich habe namens meiner Freunde zunächst Vorsteher Roscnberg: Punkt 11 der Tages­
zu beantragen, die Vorlage noch einem Sonder­ ordnung :
ausschuß zu überweisen, und zwar einem Ausschuß 
von 9 Mitgliedern. Vorlage betr. Unfallversicherung der Schüler 
der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule. —
Stobt». Münch: Meine Herren, der Herr Refe­ Drucksache N r. 287.
rent hat nach seinem eigenen Empfinden und nach 
seiner Kenntnis der eingehenden Besprechungen über Der Herr Berichterstatter fehlt.
die Vorlage Ihnen selbst die Vorlage in feinen ersten 
Worten empfohlen, da er für seine Person Ein­ (Die Beratung wird eröffnet und geschlossen. 
wendungen dagegen nicht zu erheben habe. Ich Die Versammlung beschließt mit großer" Mehrheit 
möchte Sie bitten, die Vorlage nicht einem Ausschuß nach dem Antrage des Magistrats, wie folgt:
zu überweisen, weil tatsächlich die Herstellung der Der Magistrat wird ermächtigt, bei der Frank­
Anlage eilt. W ir haben uns in der Gasanstalts­ furter Transport-, Unfall- und Glasversicherungs- 
deputation monatelang damit beschäftigt und sind zu Aktien-Gesellschaft Versicherung gegen Unfall für 
diesem Resultat gekommen. I n  der Deputation sitzen die Schüler der städtischen Kunstgewerbe- und 
Fachleute, die ganz genau mit dem Herrn Dezer­ Handwerkerschule, die an den praktischen Übungen 
nenten, mit dem Herrn Direktor der Gasanstalt die in der Elektrotechnik teilnehmen, sowie die Schüler 
Anlage durchgesprochen und kalkuliert haben. Der der Fachklaffen: Fachzeichnen für Maschinen­
Betrag von 15 000 JC, der als Überschuß nachge­ bauer, Bauhandwerker, Schlosser, Wegebauer. 
wiesen wird im Vergleich zwischen der jetzigen Aus­ Tischler, Mechaniker und Elektrotechniker, sowie
        
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