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Periodical volume 28. Juni 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

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Beim Orbitmrium des Kapitels VJ für 1904 heraus, die man wohl als Kinderkrankheiten eines 
werden nachbewilligt: Hauses bezeichnet. Daß bei einem so umfangreichen 
1. Bei Pos. 2 des Abschnitts 2, und komplizierten Bau, ivie es unser neues Rathaus 
„Gehalt des Assistenzarztes ist, in dem ersten Jahre noch hier und da kleine 
Dr. E d lich ",........................ 200,00 JC Mängel sich herausstellen werden, ist zweifellos. 
2. bei Pos. 21 bis 23 des Ab­ Derartige Kleinigkeiten brauchen uns aber die Freude 
schnitts 1, „Medizinische Geräte an unserm herrlichen Bau nicht zu verderben; sie 
Verbandmittel, Arzeneien und sind, wie schon gesagt, fast unvermeidlich.
Drogen," — gegenseitig über­ In  den oben beantragten 8250 JC befindet sich 
tragbar —   10359,51 „ eine Ertragratifikation für den Tischlermeister Fahnkow, 
3. bei Pos. 35 des Abschnitts 1, welcher die Tischlerarbeiten in dem Magistrats­
„Wirtschaftsgeräte"...............  648,98 „ sitzungssaal ausgeführt hat Fahnkow war seinerzeit 
4. bei Pos. 36 des Abschnitts l, mit seinem Gebot von 13 598,05 JC der Mindest» 
„Heizung"........................... 16015,86 „ fordernde. Durch Vertrag vom 17. Dezember 1901 
5. bei Pos. 37 des Abschnitts 1, hat Fahnkow die Arbeit für seinen Anbietungspreis 
„Beleuchtung,"...................  1593,57 „ von 13 598 JC übertragen erhalten. Später sind 
6. bei Pos. 40 des Abschnitts l,  einige Nebenarbeiten hinzugekommen, sodaß Fahnkow 
„Wasserverbrauch" . . . .  . 3459,15 , im ganzen 16 000 JC erhalten hat. Durch ein 
zusammen 32277,07 JC) Schreiben vom 27. März 1903 hat Fahnkow nach­
gewiesen, daß seine baren Auslagen, also seine 
Punkt 25 der Tagesordnung: Selbstkosten für den Sitzungssaal 21 641 JC betra­
gen haben, während er nur 16 000 JC, erhalten hat, 
Vorlage betr. Bewilligung eines Beitrages was also einen Verlust für den Tischlermeister von 
zur Errichtung eines Theodor Mommsen- 5641 JC ergeben würde. Wie wir uns alle über­
Denkmals. — Drucksache 258. — zeugt haben, sind die Arbeiten außerordentlich penibel 
und gut ausgeführt. Fahnkow ist nicht ein Mann, 
(Die Beratung wird eröffnet und geschlossen. der in glänzenden Verhältnissen lebt und einen so 
Die Versammlung beschließt einstimmig nach dem schweren Verlust tragen kann. Er hat in einem 
Antrage des Magistrats wie folgt: recht eindringlichen Schreiben seine Lage der Rat­hausdeputation klar gemacht, und diese hat auch in 
Dem Komitee zur Errichtung eines Theodor der letzten Sitzung vom 20. Juni 1905 beschlossen, 
Mommsen-Denkmals wird ein Beitrag von Fahnkow einen Teil des Verlustes durch eine Extra- 
looo JC aus dem Dispositionsfonds Ord. I gratifikation von 3000 JC zu ersetzen. Ich selbst 
— XIV  — 1 für 1905 bewilligt.) bin auch der Ansicht, daß wir diesem Beschluß zu­
stimmen. und bitte Sie, die Magistratsvorlage in 
Punkt 26 der Tagesordnung: ihrem ganzen Umfange anzunehmen.
Vorlage betr. Bewilligung für bauliche V e r­ (Die Beratung wird geschlossen. Die Ver­
besserungen und innere Einrichtung des sammlung beschließt nach dem Antrage des Magi­
Rathauses. — Drucksache 274. — strats, wie folgt:
1. Die Mehrkosten für die baulichen Verbesserun­
Berichterstatter Stadtv. Scibertz: Meine Herren, gen und innere Einrichtung des neuen Rat­
der Magistrat hat beantragt. 8250 JC Mehrkosten hauses im Betrage von 8250 JC werden ge­
zu bewilligen für die baulichen Verbesserungen und nehmigt
innere Einrichtung des neuen Rathauses.' sowie 2. Die Mittel für die Beschaffung von Einrich­
4 200 JC für die Beschaffung von Einrichtungsgegen­ tungsgegenständen für den Ratskeller im Be­
ständen für ten Ratskeller, und zwar letztere Summe trage von 4200 M  werden mit der Maßgabe 
mit der Maßgabe, daß der Ratskellerwirt diese Auf­ genehmigt, daß der Ratskellerwirt diese Auf­
wendungen mit 10%, also jährlich mit 420 JC wendungen mit 10 %, also jährlich mit 420 J t 
verzinst. Zur Begründung der geforderten Summen verzinst.'
heißt es: 3. Die Mittel sind aus dem Dispositionsfonds zu 
Zur Beseitigung der Rußbelästigung in den entnehmen.
Bureaus ist eine Erhöhung des Küchenschornsteins 
um zirka 4 m erforderlich; zur Beseitigung der Vorsteher Rosenbcrg: Das Protokoll vollziehen 
starken Wärmestrahlung desselben soll eine isolierende 
Wand an demselben ‘ in den Zimmern hochgeführt heute die Herren Stadtv. Marcus, Mehl und Olbrich. 
werden. Zur Verbesserung der Luft im Ratskeller Punkt 27 haben wir bereits erledigt.
sollen mehrere Zulnftkanäle abgeändert werden. Wir würden dann übergehen zum letzten Gegen­
Dann soll zum Auslegen von Zeitschriften pp. im stand, Punkt 28 der Tagesordnung:
Ratskeller ein Regal angebracht werden. Ferner- 
soll in der Küche eine Abschlußwand der Fleischerei Festsetzung der Sitzungstage der Stadtver­
gegen die Hauptküche durch eine Glaswand herge­ ordnetenversammlung snr das I I .  Halbjahr 
richtet werden. Im  Weinrestaurant ist zur Besei­ 1905. — Drucksache 259.
tigung des Zuges die Aufstellung einer halbhohen 
Abschlußwand gegen den Eingangskorridor als not­ Die Sitzungstage, meine Herren, müssen doch 
wendig erachtet worden. etwas anders festgesetzt werden, als ich sie 
Ihnen vorgeschlagen habe. Ich hatte nicht berück­
Meine Herren, bei jedem Gebäude stellen sich sichtigt, daß am 18. und 19. September der Bran­
nach seiner Vollendung kleinere oder größere Mängel denburgische Provinzialstädtetag hier stattfindet. Da
        
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