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Periodical volume 28. Juni 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

elektrischen B a h n . I n  an d e ren  g ro ß en  S tä d te n ,  w ie k o n tro lleu r b ie te t fü r  den g anzen  E isenbahnverkeh r 
in  P a r i s  usw. h a t m a n  keine oder w enig  elektrische von  M illio n e n  jährlich  a u f der S ta d t -  u n d  R in g ­
B a h n e n , u n d  der V erkehr geht d o rt eben so g la t t  bahn  u n d  der V o ro r tb a h n  eine a n n ä h e rn d e  G a ra n t ie ,  
v o n  s ta tten  w ie in  B e r l in . Ic h  g laube , m a n  sollte d a ß  Ü berschreitungen, die P lä tze  II . m it II I . K lasse­
keine K onzessionen a n  elektrische B a h n e n  m eh r e r­ b ille ts  zu  benutzen —  a u ß e r  a n  S o n n -  u n d  F e s t­
te ilen . so ndern  lieber O m n ib usse  konzessionieren. tagen , wo die D ritte rk lasseku p ees nicht ausreichen  
Ic h  w ollte  noch eine A n reg u n g  geben bezüglich —  kaum  noch vorkom m en. Ic h  m eine, w enn  durch 
der S ch u le . Ic h  w eiß  nicht, ob ' d e ra r t ig e s  schon den  M a g is t ra t  d a s  hiesige K önigliche P o liz e ip rä s i­
ex is tie rt; ab er w en n  nicht, so möchte ich den  H e rrn  d ium  v e ra n la ß t  w ürde, e inen  S chu tzm an n  in  Z iv il  
S ta d ts c h u lra t  b itten , d ie S ach e  e in m a l an zu regen . speziell z u r F estste llu n g  der Ü berschreitungen  zu  be­
E s  w äre  vielleich sehr g u t. w enn  in  d e r S ch u le  die au ftra g e n , d e r m it  entsprechender In s tru k t io n  u n d  
L eh re r die S c h u lju g e n d  a u f  die G e fa h r  d es S t r a ß e n ­ A u to r i tä t  versehen, ba ld  a m  K u rfü rs te n  däm m , b a ld  
verkehrs iu  ganz  system atischer W eise aufm erksam  B e rlin e rs tra ß e , ba ld  in  an d e ren  S t r a ß e n  plötzlich 
m achten  u n d  ih r  beibrächten , w o r in  die G e fa h r  bestehe erscheinen m ü ß te , d a ß  solcher U n f u g ,  w ie e r sich 
u n d  in  w elcher W eise ih r  vo rgebeug t w erden  könne. b ish e r durch die A u to m o b ile  gezeigt, dadurch in  
E s  ist d a s  u m  so n o tw en d ig er, a l s  es in  der T a t  Z u k u n ft b a ld ig st ausgeschlossen sein w ürd e  un d  der 
recht nachlässige u n d  v ers tän d n is lo se  E lte rn  g ib t, die V erkehr fü r  d a s  P u b lik u m  durch E in h a l tu n g  des den 
ih re  K in d e r in  dieser B eziehung  nicht beeinflussen, A u to s  e rla u b te n  T e m p o s  a u f  den S t r a ß e n  w ieder ein  
die auch vielleicht nicht die Z e i t ' dazu  haben, wo der gesicherter w erden  w ürd e .
M a n n  u n d  die F r a u  den  g anzen  T a g  a u f  A rb e it 
sind, sodaß  die K in d e r  sich selbst überlassen  sind. E s  Vorst.-Stellv. Kaufmann: D a s  W o r t ist nicht 
sind d a s  ja  erbärm liche Z u stän d e , d ie a u f  u n serm  w e ite r v e rla n g t. D ie  A ngelegenheit ist durch die 
G esellschaftssystem  beruhen . Ic h  m eine , m a n  könnte B esprechung erled ig t.
durch ein  E in g re ife n  in  der S ch u le  w esentlich in  dieser 
B ez ieh u n g  fö rd e rn , u n d  ich möchte dem  H e rrn  S t a d t ­
schu lra t d a s  z u r  Berücksichtigung em pfehlen. Vorsteher Rosenberg (d en  Vorsitz ü b ern eh m en d ): P u n k t  15 d er T a g e so rd n u n g :
Stadtv. Gredy: M e in e  H erren , w ir  haben  zu  
verschiedenen Z e ite n  gehört, d a ß  es u n s  nam entlich  Antrag des Stadtv. M arens und Genossen 
a n  Schutzleu ten  feh lt, u n d  zw a r a n  großstädtisch ge­ betreffend Abänderung des 8 8  der Geschäfts­
schulten S chu tzm än n ern . E s  geht a u s  dem B r ie f  ordnung für die Stadtverordnetenversamm­
des H e rrn  P o liz e ip rä s id e n te n  hervo r, d a ß  ihm  gew iß lung. —  Drucksache 2 4 7 .
d a m it g ed ien t w ä re , w en n  w ir  ih n  in  dem  B estreben  
un terstü tz ten , d ie Schutzm annschaft zu  verm ehren , u n d  D e r  A n tra g  la u te t :
ich sehe garn ich t ein , w a ru m  S ta d tv e ro rd n e te  u n d  Die U nterzeichneten  stellen den A n tra g , 
M a g is t ra t  sich nicht ve re in ig en  so llten , eine P e t i t io n  den §  8 der G esch äftso rd n un g  d a h in  a b z u ä n ­
in  diesem  S in n e  an  den L a n d ta g  zu  richten. W ir  dern , d a ß  der B e g in n  d e r S ta d tv e ro rd n e te n -  
bem ühen  u n s  schon sehr lan g e  u m  eine V erm eh ru n g  V erhandlungen  s ta tt  u m  5 U hr erst u m  6 U hr 
der Schutzm annschaft. H ie r  h aben  w ir  w ieder einen  s ta ttzu fin d en  h a t.
d e r zahlreichen G rü n d e , a u f  den  w ir  h inw eisen  könnten , 
u m  diese V e rm e h ru n g  h e rb e izu füh ren . I c h  behalte  M a rc u s , D r .  H ubatsch, H irsch, Pasche, 
m ir  vo r, m it  den  H e rre n  K ollegen  zusam m en  einen K a u fm a n n , Rackwitz.
d e ra rtig e n  A n tra g  fü r  eine d e r nächsten S itz u n g e n  D e r  H e rr  A n trag s te lle r M a rc u s  ist nicht a n ­
vo rzubere iten . w esend. D a n n  erte ile  ich H e rrn  K ollegen  K a u fm a n n  
( S e h r  g u t! ) d a s  W o rt.
Stadtv. Braune: M e in e  H e rren , ich stehe auch Antragsteller Stadtv. Kaufmann: M e in e  H e rren , 
a u f  dem  S ta n d p u n k t  des H e rrn  O b e rb ü rg e rm e is te rs  es ist im  S e n io re n k o n v e n t ü b e r diese S ach e  ge­
u n d  des H e rrn  R efe ren ten , daß  diese G e fä h rd u n g  
d es S tra ß e n v e rk e h rs , d a s  S ta u b a u fw irb e ln , der sprochen w o rd en , u n d  es h a t  eine E in ig u n g  d ah in  
B enzingestank , der v e rb re ite t w ird , d a s  im m er s ta ttg e fu n d en , d aß  es w ün sch en sw ert sei. den  A n fan g  
schlim m er w erdende A utogerassel, im  höchsten G ra d e  d er S ta d tv e ro rd n e te n s itz u n g e n  von  der fü n fte n  S tu n d e  
u n an g en eh m  u n d  a u f  dte D a u e r  u n erträg lich  ist. in  die sechste zu  verlegen . Ic h  b itte  S ie ,  diesem  A n ­tra g , der im  In te re s se  e in e r g ro ß en  A n zah l von  
Ic h  w ill nicht so w eit gehen, vorzuschlagen, d a ß  m a n  K ollegen  gestellt w o rd en  ist, d ie geschäftlich v e rh in d e rt 
die S ach e  so erled igen  soll. w ie d e r F ü r s t  von  sind, zu frü h e re r S tu n d e  a n  k r  S itz u n g  te ilz u ­
S ch w a rz b u rg . d e r im  S c h w a rz a ta l  den  A u to m o b ilen  nehm en , zu zustim m en . E s  w ü rd e  d a n n  nach den 
d a s  F a h re n  ü b e rh a u p t verb o ten  h a t;  ich w ill auch F e r ie n  b e re its  so v e rfah ren  w erd en . D e r  A n tra g  
nicht so w eit gehen w ie e in ige thüringische S tä d te ,  
die a u f  N eb en straß en  bei i ö  M  G e ld stra fe  d a s  b ed in g t e ine A b ä n d e ru n g  d er G esch äftso rd n un g .
F a h r e n  m it A u to m o b ilen  verb ie ten . A ber, m eine 
H e rren , w enn  w ir  auch noch so viel S chutzleu te be­ (D ie  B e ra tu n g  w ird  geschlossen. D ie  V e rsa m m ­
kom m en —  ich b in  auch fü r  d ie V e rm e h ru n g  der­ lu n g  beschließt nach dem  A n tra g e ) .
selben — . so w erd en  w ir  d a s  llb e l  dadurch doch 
nicht abstellen, d a  es keine abso lu te  G a ra n t ie  gegen Vorsteher Rosenbcrg: P u n k t  16 der Tages­
diesen U nfug  d es S c h n e llfa h re n s  durch unsere  S t r a ß e n  o rd n u n g :
bietet. E in  einfaches M i t te l  d ü rfte  sich em pfehlen, 
w a s  ähnlich läng st schon die E isenbahnbehörde  a n ­ Antrag des Stadtv. Dr. Zepter und Genossen 
w endet, näm lich durch e inen  am tlichen  K o n tro lle u r betr. Bereitstellung von M itteln  zur G e­
in  Z iv il  die Ü berschreitungen  feststellen zu  lassen u n d  währung von Beihilfen an unbemittelte 
z u r  A nzeige zu  b rin g en . E in  e inz ig e r E isen b ah n -! Schwangere. —  Drucksache 25 8 .
        
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