Path:
Periodical volume 21. Juni 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

her E in igung zustimmt. D a s w ar J u n i b is J u l i 1899. Stadtv . Buka: M eine H erren , wenn uffichel E in wesentlicher P u n k t dieser protokollarischen V er­ E rö r te rung der F rage , ob die V erhandlung in öffent- - einbarung w ar der, daß die F rak t ion Alt-Charlo tten- t ich er Sitzung stattfinden würde oder nicht, eine ge­ burg erklärte: sie beabsichtige nicht, in die W ahlen wisse E rregung gezeigt habe, so ist dies wahrscheinlich der ersten A bteilung selbständig einzugreifen. I m den meisten H erren erklärlich. F ü r mich hat viel Oktober 1899 w urden dann die liberalen Delegierten d a ran gehangen — wie H e r r Baake in Überein­ von H errn Buka zu einer Konferenz eingeladen, und stimmung mit H e r rn G enera l Becker in richtigem in dieser angeblichen Konferenz der Delegierten fanden Takt ohne weiteres zugestanden ha t — , daß die A n ­ w ir zu unserer Überraschung eine A nzahl Herren, gelegenheit heute noch erledigt wird. Und ivenn ich die zu der F rak t ion A lt-C harlo ttenburg in naher bei B eteu rung dieser Tatsache höhnischem Lachen be- Beziehung standen, versammelt zu einer B era tu ng begegnet bin. höhnischem Lachen, das n u r gelten über die W ahlen zu r ersten Abteilung. D e r H err konnte dem Umstande, daß mein Wunsch, die Ange­ S ta d tv . B uka erklärte n u n ganz kurz heraus , seine legenheit heute zu berühren, bezweifelt wurde, ' so Frak t ion halte sich durch die protokollarisch festgelegte werden die H erren meine E n trü s tung begreifen. Abmachung bezüglich der ersten Abteilung nicht für I m übrigen, meine H erren , kann ich das ohne gebunden, „ d a sich nach s e i n e r A n s i c h t d ie A u s ­ weiteres sagen: die Erklärungen des H errn K aufm ann s ic h te n f ü r A l t - C h a r l o t t e n b u r g g e g e n w ä r t i g hinsichtlich eines von ihm festgestellten M a n g e ls an g ü n s t i g e r d a r s t e l l t e n , a l s e r b e i A b s c h lu ß d e s W ahrheitsliebe bei m ir sind ebensowenig wie die E r ­ K o m p r o m i s s e s a n g e n o m m e n h ä t t e . " klärungen des H e r rn D r . S p ieg e l der G ru n d , w a ru m (Heiterkeit bei den Liberalen.) ich hier vor I h n e n das W o r t ergreife. W er ein ehrenhaftes Leben geführt hat, meine H erren, den M eine Herren, dieser hohe G ra d von Zuverlässigkeit mag. ivenn er von lichtscheuen Entstellungen und ist bezeugt durch eine Niederschrift, in welcher die Verleumdungen hört — natürlich V erleum dungen im drei liberalen D elegierten — Hier kommt allerdings S i n n e des Strafgesetzbuches — , eine ehrliche E n t ­ auch H e r r M a r c u s wieder in betracht; aber ich darf rüstung ergreifen über den frivolen Versuch am u n ­ wohl nebenbei bemerken, daß nach meiner K enn tn is tauglichen Objekt. Aber, meine H erren, der P feil , der völlige Bruch zwischen ihm Und H errn Buka von der entsandt wird, fliegt auf die Absender wieder diesem Abend datiert — in welcher also die drei zurück, — hier doppelt und dreifach, meine H erren, liberalen Delegierten. H e r r M a rc u s , H e r r G eh l und hier, wo die Unterlage der V erleum dung im wesent­ meine Wenigkeit, u m kein Vergessen aufkommen zu lichen, wie es auch von G enera l Becker im S e n io re n ­ lassen, d ie se 'Ä ußerung schriftlich festgelegt haben. konvent festgestellt ist, törichter Familienkatsch ist in M eine H erren, ich will diese Ä ußerung nicht V erb indung m it der gehässigen Gesinnung eines näher charakterisieren, u m die Z ah l der O r d n u n g s ­ M a n n e s , hier, meine H erren , wo der Verleumdete rufe, die heute schon erteilt werden m ußten , nicht meinen N am en t räg t und ihm gegenübersteht a ls zu vermehren; S i e werden aber d a ra u s ersehen, daß Urheber der V erleum dung ein H err , der O t to K au f­ H err B uka selbst fein W o r t nicht allzu hoch einschätzt. m a nn heißt. E s kann u n s n u n niem and verübeln, wenn w ir nach Trotzdem, meine H erren , m u ß ich heute reden. solchen E rfah ru ng en ihm auf diesem Wege folgen und D e n n es m uß der Versam m lung und der Öffentlich­ b e i i h m d ie V o r b e d i n g u n g e n v e r m i s s e n f ü r keit klargestellt werden, m i t welchen M i t t e ln der d a s j e n i g e M a ß v o n V e r t r a u e n , d a s w i r a l s Borst . - S te l lv . K au fm an n und, wie ich leider d ie M i n d c s t v o r a u s s c t z u n g f ü r e in e W a h l in nach den Zwischenrufen, die ich vorhin von H errn d e n M a g i s t r a t e r a c h te n . M a rc u s gehört habe, in denen er sich der Bezweiflung A u s ' diesen und a u s ähnlichen F ä l len haben meiner Wahrheitsliebe angeschlossen hat, auch bezüg­ w ir die F o lgerung gezogen, daß H e r r Buka für u n s lich des H e r rn M a r c u s sagen m u ß : m it welchen ein un te r allen Um ständen u nannehm barer K andidat M i t te ln dieser arbeitet. D a s m uß hier in breitester ist, und daß eine F raktion , die u n s diesen K and ida ten Öffentlichkeit erörtert werden, meine H erren , und es präsentiert, d am it die Voraussetzungen, un te r denen m u ß festgestellt werden, daß der Versuch gemacht die früheren V ere inba rungen getroffen waren, au f­ wird, diese V ersam m lung zum Werkzeuge der per­ hebt. E s ist ja zutreffend, daß w ir von der W ieder­ sönlichen Rache zu erniedrigen. wahl der S t a d t r ä t e M o l l . und Waldschmidt an fangs M eine H erren , ich habe zwei Unterredungen nichts wissen wollten, u nd zw ar a u s den G ründen , m it H e r rn K au fm an n gehabt und, wie H e r r D r . die H e r r Kollege Baake angeführt hat; aber un te r den Spiegel richtig wiedergegeben hat. eine V erhandlung vorliegenden Ilmständen nehmen w ir sie a ls das m it H e r rn D r . S p ieg e l ' und einigen H erre n — ich kleinere Übel in den Kauf, denn H err Kollege Baake glaube, es w aren die H erren K au fm an n und M a r c u s ; h a t ganz recht: den Kollegen Buka können w ir nicht möglich, daß es auch noch einige andere H erren verdauen und wollen w ir nicht verdauen. D eswegen waren, das weiß ich nicht m ehr — eine E rör te rung , haben w ir unsere Vorschläge gemacht und werden sie die jedenfalls der In te rp re ta t io n eines W ahlbündnisses aufrechterhalten. galt, das wir, ich glaube, vor sechs J a h r e n abge­ schlossen hatten, bei den W ahlen, die im Herbst sich S ta d tv . Buka (beginnt zu sprechen, ohne vom im sechsten J a h r e jähren würden. O bw ohl ja H err Vorsteher d as W o r t erhalten zu haben): Ich habe K au fm an n — und, wie S i e sehen werden, a u s guten angenom men, daß H e r r M a rc u s , der ja bei dieser G rü n d e n — meine W ahrheits liebe nicht bezweifelt Affäre beteiligt ist, das W or t nehmen würde. ha t wegen dieser Vorgänge, so will ich doch auch auf (Glocke des Vorstehers.) diese V orgänge eingehen. K urz, meine H erre n ; denn es w ird nicht erw arte t werden, daß ich m ir gerade Vorsteher Roscnberg (unterbrechend): Wünschen über eine einzelne W ahlzusam menkunft eine genaue S i e das W o r t : H e r r S t a d tv . B u ka? E r in n e ru n g bewahrt habe. Ich erkläre, d aß ich die ( S t a d tv . B uka: J a ! ) W ahlvere inbarung m it H e r rn D r . S p ieg e l — auch äußerlich — genau so ausgelegt habe, wie es meiner H e r r S t a d tv . Buka ha t d as W ort. E r in n e ru n g an die V erhandlung bei gewissenhafter
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.