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Periodical volume 21. Juni 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

247 -------- bin, a l s ich gesagt habe: alle E h re n m ä n n e r im S a a l e N u n , meine H e ire n , der V o r w u r f e ines M a n g e l? an w erden m ir nachfühlen, w enn ich eine E r le d ig u n g W ahrheits l iebe , d aß sich ein M a n n u n w ü rd ig geina l l noch heute wünsche. habe, zu m S t a d t r a t gewählt zu werden, weil er (Widerspruch. R u se : G a n z a n d e r s ! ) M a n g e l a n W ahrhei ts l iebe in m ehreren F ä l l e n g e ­ E s ist m ir nicht klar — — zeigt habe, — ein solcher A ng r if f d a rf nicht h inter (Glocke des V orstehers .) verschlossenen T ü re n gemacht werden, so e tw a s mm"; z u r S p ra c h e kommen. D e r betreffende Kollege m u ß Vorsteher Rosenberg (unterbrechend): H e r r sich verteidigen un d wehren können. S ta d t v . B uka , ich mache S i e d a r a u f aufmerksam, d aß S i e nicht berechtigt sind, in der F o r m , in der S ta d tv . Baake: M e in e H e rren , de r H e r r Kollege S i e eben begonnen haben , gegen den O r d n u n g s r u f , H olz h a t es fü r no tw endig gefunden , a u f die ethischen den ich erteilt habe. W iderspruch zu erheben. T a s W irk un g en des D i n e r s h inzuw eisen , d as unsere können S i e n u r au f dem geschäftso rdnungeinäß ig S ta d t v e r t r e t e r m i t den E n g lä n d e r n gem einsam e in ­ vorgeschriebenen W ege tu n . nehm en sollen. I c h m u ß gestehen, d a ß ich üb er die B i t te , S i e haben weiter d a s W o r t ! W irk un g e n dieses D i n e r s ganz a n d e re r M e in u n g bin un d nicht gerade eine ethische von ihm erw arte . S ta d tv . B uka ( fo r t f a h re n d ) : M e in e H erren , (H e i te rk e i t .) ferner ha t der H e r r S t a d t v . H olz a u sg e fü h r t , wenn Ic h g laube im G egen te il , die w ahre E th ik v e r la n g t ich Lust gehabt hätte, w enn ich mich v e ra n la ß t ge­ es, d a ß w ir e inem M a n n e , der, wie de r H e r r S t a d t v . fühlt h ä t t e , ------- H olz selber gesagt hat, v o r nicht g a r so la ng e r Z e i t (A n d a u e rn d e große U nruhe . Glocke des V orstehers .) die E h re gehab t h a t , a l s V e r t r a u e n s m a n n aller G r u p p e n , a l s s te llver tre tender (S tad tv e ro rdn e ten - Vorsteher Rosenberg: I c h bitte u m R u h e , meine Vorsteher zu w irk e n . — d aß w i r e inem solchen H erren . D e r H e r r R e d n e r ist hier oben nicht zu M a n n e G elegenheit geben müssen, seine E h re re in verstehen! zu waschen von den V o rw ü r fe n , die gegen ihn e r ­ hoben w orden sind. E s h ande lt sich u m nichts G e ­ S tadtv . Buka ( fo r t fa h re n d ) : — w enn ich mich r in g e s ; es h a n d e l t sich u m mehr, a l s u m die W a h l v e ran laß t gesehen hätte, gegen die D in g e S te l l u n g zu e ines S t a d t r a t s . I c h b in der M e in u n g , m eine nehmen, die hinter den Kulissen vorgegangen sind, H e r ren , d a ß ein M a n n , der wegen des V o r w u r f s d a u n hätte ich längst Gelegenheit dazu gehabt, mich der l lnw ah rh a f t ig k e i t fü r u n w ü rd ig erachtet w ird , zu ä u ß e rn . M e in e H erren , es ist n a tü r lich die S t a d t r a t zu w erd en , auch nicht w er t ist, länger beleidigendste Z u m u tu n g fü r einen ans tänd ig en M a n n . S ta d tv e r o r d n e t e r zu sein. w enn m a n ihm sagt: er hat beleidigende Gerüchte ( S e h r richtig!) über sich gehört u n d nichts dagegen v e ran laß t . I c h D iese A ngelegenheit m u ß klargestellt werden , un d konstatiere, d aß cs eine entschiedene U n w ah rh e i t ist, sie v e r t rä g t keinen Aufschub. S i e können unmöglich daß ich v o r dieser S i tz u n g keine Gelegenheit gehabt dem Kollegen B u k a z u m u te n , d aß er m i t befleckter habe, e tw as zu tu n , u n d d a ß der H e r r H olz sich E h re noch weitere T a g e h e ru m lä u f t u n d w ar te t , denen, die gegen mich vorgegangen sind, w ürd ig b is es I h n e n gefällig ist, ihm Rede u n d A n tw o r t an re ih t, w a s mich aber von ihm du rchaus nicht zu stehen. w undert , I c h g laube auch, m eine H e r ren , d aß die L ibera len (lehafle Z u ru f e bei den L ibera len) sich dieser A uffassung anschließen müssen. D ie — eine M e in u n g , die ich u n d viele andere a u s diesem L ib e ra le n haben j a in Konflikten m i t der K ro n e K olleg ium haben. u n d der R e g ie ru n g bekanntlich im m e r e inen so a u ß e r ­ (G r o ß e U nruhe . Glocke des V ors tehers . ) ordentlich hohen G r a d von M u t bewiesen, (Heiterkeit bei den S o z i a ld e m o k r a te n . ) Vorsteher Rosenberg: H e rr S t a d l v . B uka, ich d a ß ich ohne w eite res annehm e, sie w erden auch den m u ß S i e w iederum z u r O r d n u n g ru fen wegen des n o tw en d ig en M u t finden, den M i n o r i t ä t e n in öffent­ Ausdrucks, den S i e eben gegenüber dem H e rrn licher S i tz u n g R ede u n d A n tw o r t zu stehen. S ta d l v . H olz gebraucht haben. D a s W o r t ha t jetzt H e r r S t a d t v . Becker. S tad tv . H o lz : M e in e H e r r e n , ich kann n u r von neuem m eine V e rw u n d e ru n g ü b e r den G a n g S tad tv . Becker: M e in e H erren , auch ich habe der V e rh a n d lu n g e n u n d d a rü b e r ausdrücken, d a ß ich mich z u r G eschäftso rdnung zu m W o r t gemeldet, um den Kollegen B aake in dieser m erkw ürdigen e n t e n t e S i e zu bitten, m it der E r le d ig u n g der Geschäfte fo r t ­ c o r d i a le m i t dem Kollegen B u k a sehe, d a ß ich sehe, zu fah ren . D ie Conrlois ie gegen die E n g lä n d e r und m it welcher B ege is te rung dieser sich fort u n d fo r t gegen die D e p u ta t io n in a llen E h re n — w ir haben fü r den Kollegen B u k a in s Z eu g legt un d dabei in diesem M o m e n te h ier aber W ichtigeres zu tun. a l le s fü r den Kollegen B u k a tu n will, w a s dieser ( S t a d t v . Hirsch: S e h r richtig!) wünscht, — ein m erk w ü rd ig e r V o rg a n g . W e n n dem E s handelt sich hier u m einen A ngriff , der gegen K ollegen B u k a G elegenhe it gegeben w erden soll, einen unserer Kollegen h in ter verschlossenen T ü re n wegen der angeblichen versteckten A ngriffe , die gegen gemacht w orden ist. u n d den der Kollege öffentlich seine E h re erhoben w orden sind oder sein sollen, sich konstatiert haben will . I c h habe v o n H e r r n J u s t i z ­ zu rechtfertigen, so ist es doch selbstverständlich r a t B u k a u n te r dem 17 . d. M t s . fo lgenden B r ie f d r ingend n o tw end ig , daß v o r a llen D in g e n auch die bekom m en: m aß g eb en d en Persönlichkeiten dabei zugegen sind, I c h habe n u n m e h r e rfahren , d aß der H e r r u n d w enn w ir gehört haben, d a ß diese a u s d r in g e n ­ K a u f m a n n u n te r dem S ie g e l der D isk re t io n in der V eran las su n g heute bei dieser E r ö r t e ru n g nicht der letzten Ausschnßsitzung gewagt hat, zu er­ zugegen sein können u n d zw ingenden G r u n d haben , klären, m eine P e r s o n käme nicht in Betracht, sich zu en tfernen , so, m eine ich, w ä re cs vielleicht weil ich M a n g e l a n W ahrhei ts l iebe in m ehreren ganz zweckmäßig, w enn diese S ache in e iner a n d e ren F ä l l e n gezeigt hätte. S i tz u n g z u r V e rh a n d lu n g ge lang t .
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