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Periodical volume 7. Juni 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

233 was selbst gestillt ist, ist ein paarmal so viel wert der der Antrag zu überweisen wäre, M itte l und Wege wie ein anderes. Das müssen w ir durchaus im sich finden lassen, um daS Ziel zu erreichen, das der Auge behalten, und ich bitte, darauf in der nächsten Antragsteller im Auge hat. Sitzung zurückzukommen. Bürgermeister Matting: Auf den Antrag des Herrn Stadtv. Dr. Zepler möchte ich nicht weiter Stadtv. Hirsch: Meine Herren, der Herr Bürger­ eingehen, da er nicht Gegenstand der Verhandlung in meister sagte, wenn sich einige Positionen als unzu­ der heutigen Sitzung ist. Was dann die Ausführungen reichend erweisen, dann würde voraussichtlich die des Herrn Stadtv. Hirsch anbetrifft, so habe ich eben­ Stadtverordnetenversammlung eine Erhöhung der falls der Frau Geheimrat Gierke gegenüber heute Positionen eintreten lassen. Ich möchte nun mitteilen, bereits darauf hingewiesen, daß daran unter allen daß heute nach Angabe der Frau Geheimrat Gierte Umständen festgehalten werden soll, daß besondere als Leiterin des Elisabeth-Vereins tatsächlich einige materielle Opfer von den beiden Vereinen für uns Positionen schon jetzt sich als viel zu niedrig erweisen, nicht verlangt werden. Die Zahlen, die Herr Hirsch und es wäre daher wohl angebracht, wenn w ir ent­ nannte, sind mir auch mitgeteilt worden. Ich hoffe sprechend dem Antrage des Herrn Referenten diese aber, daß die M ittel, wenn sie in der von dem Herrn Positionen erhöhen. Die Dame teilt m ir mit, daß Referenten vorgeschlagenen Weise bewilligt werden, die Wohnungsmiete, die hier m it 500 M eingesetzt ausreichen, zumal, was hier die Miete anbetrifft, ist. bereits 600 M beträgt. Allerdings würden wir nicht nur zu bedenken ist, daß die Miete ja nur auf ja trotzdem in diesem Jahre mit 500 JC auskommen, verhältnismäßig kurze Zeit zu zahlen ist, sondern daß da w ir nur für 91/» Monate zu rechnen haben. auch für eine zweite Lokalität Miete nicht gezahlt Dagegen ist die Position: Ausstattung mit Mobiliar, wird insofern, als w ir die Wärmehalle als zweite ärztlichen Geräten usw. — zu niedrig angesetzt. Die Fürsorgestelle zur Verfügung stellen werden und Ausgabe für die Stelle in der Knesebeckstraße beläuft dafür Miete überhaupt nicht zu zahlen ist. Wenn sich jetzt schon auf mehr als 300 M \ es würde sich Sie die Positionen also unter sich für übertragbar vielleicht empfehlen, hierfür mindestens die Summe erklären, was ich als selbstverständlich annehme, dann von 400 M , wenn nicht sogar 500 M , einzusetzen. werden w ir mit der Summe, wie ich glaube, aus­ Dann sind ganz vergessen worden laufende Ausgaben: kommen. Ich habe aber nicht ganz ohne Vorbedacht Wäsche, Reinigung der Wohnung usw.; auch hier gesagt, es muß im einzelnen doch noch geprüft müßte mau eine neue Position einsetzen. Ich glaube werden, inwieweit die M itte l wirklich für den Zweck ja, daß wir voraussichtlich mit der Summe, die der notwendig sind. Da ist m ir besonders aufgefallen, Herr Referent beantragt hat. auskommen werden, daß. wie Frau Geheimrat Gierke mir heute mitteilt, wenn w ir uns in dem Rahmen der Magistratsvor­ der Arzt ihrer Fürsorgestelle eine Summe von lage bewegen. Ich möchte deshalb bitten, wenigstens mindestens 100 JC, wenn nicht mehr, für ärztliche diesem Antrage zuzustimmen. Sollte es sich 'dann Instrumente verlangt habe. Das ist ein Gegenstand, später herausstellen, daß noch eine weitere Erhöhung der noch sehr reiflich erörtert werden muß, inwieweit notwendig ist, so glaube ich, wird ja die Ver­ die Tätigkeit de? Arztes, der der Fürsorgestelle vor­ sammlung ohne weiteres dem zustimmen. Vor allen steht, über die eigentliche Kontrolle der Säuglinge Dingen kommt es aber dem Elisabeth-Verein darauf in die poliklinische, womöglich sogar häusliche Be­ an, eine Gewißheit darüber zu haben, daß er selbst handlung überzugreifen hat. Diese Frage ist bisher nicht etwa für irgend welche Ausgaben haftbar nur vorübergehend gestreift und noch nicht ansgetragen gemacht wird. Frau Gehrimrat Gierke teilte m ir worden; sie wird noch einer gründlichen Prüfung mit, daß ausdrücklich in den Vorverhandlungen gesagt von den verschiedensten Gesichtspunkten bedürfen. worden ist. daß der Verein keine weiteren Unkosten Erst wenn in dieser Beziehung volle Klarheit ge­ haben soll, und die Damen sind scheinbar in Angst, schafft ist, wird sich übersehen fassen, welche M itte l daß, wenn die Summen, die hier bewilligt sind, nicht wirklich notwendig sind. Für den Augenblick, meine ausreichen, vielleicht der Verein, der übrigens gar ich. wie gesagt, daß die M itte l ausreichen werden. kein Geld hat, herangezogen werde. Es wurde also Sollten Sie nicht ausreichen, so haben w ir nach dem auch zur Beruhigung des Vereins beitragen, wenn bisherigen Verlauf der Verhandlung die wohl be­ seitens des Magistrats die bündige Erklärung abge­ gründete Sicherheit, daß weitere M itte l von Ihnen geben wird, daß der Verein über die freiwilligen werden bewilligt werden. Leistungen, zu denen er sich erboten hat, nicht heran­ gezogen wird. Stadtv. Dr. Zepler: Ich wollte nur erwähnen, Meine Herren, was dann den Antrag des Herrn daß ich wegen der Kirchstraße keinerlei Vorwurf habe Kollegen Zepler betrifft, so werden w ir ja Gelegenheit erheben wollen, sondern daß ich nur habe anfragen haben, in der nächsten Sitzung,, darüber zu sprechen. wollen, wie es sich damit verhielt, weil vorher die Ich möchte nur gegen eine Äußerung des Herrn Räume dort in Aussicht genommen waren. Die Bürgermeisters protestieren. Der Herr Bürgermeister Antwort hat mich befriedigt. verwies diejenigen Frauen, die nicht in der Lage sind, die Ausgaben zu bestreiten, an die Armen­ (Die Beratung wird geschlossen.) fürsorge. Ja, meine Herren, traurig ist es ja, daß auf Grund der heutigen Gesetzgebung uns vielleicht Berichterstatter Stadtv. Dr. Spiegel (Schlußwort): nichts weiter übrig bleibt, als diese Frauen auf den Ich freue mich vor allen Dingen, daß Herr- Weg der Armenfürsorge zu verweisen. Aber w ir als Kollege Dr. Zepler seinen Antrag nicht als Abände­ liberale Stadtgemeinde haben doch schließlich die rungsantrag gestellt hat, sondern als selbständigen Pflicht, auf M itte l und Wege zu sinnen, wie es möglich Antrag; denn ich habe die dringende Befürchtung, ist, auch ohne Armenfürsorge in Anspruch zu nehmen, daß durch die Bepackung m it diesem Antrage die Hilfe eintreten zu lassen. Da glaube ich, gibt der Erledigung der Vorlage sich verzögert haben würde. Antrag des Herrn Kollegen Zepler den richtigen Weg Infolge seiner Selbständigkeitserklärung brauche ich an. Wenn w ir den Antrag auch nicht in der Form auf diesen Antrag nicht einzugehen. Ich w ill aber annehmen, so würden doch vielleicht in der Kommission, meine Sympathie damit aussprechen, daß man ge-
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