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Periodical volume 17. Mai 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

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solcher habe ich n u r  über die Beschlüsse des A u s­ lich nichts w eiter gew ollt hat. a ls  die S u m m e  in 
schusses zu referieren  gehabt, und  m it dieser F rag e  annähernd  derselben Höhe, die die A bgabenfreiheit 
h a t sich der Ausschuß, da sie heute erst akut geworden kalkulatorisch gegeben haben w ürde, zu fixieren, so 
ist, noch nicht beschäftigt —  es w ird  sich n u n  fragen, ob w ürde das a llerd ings fü r die A nnahm e des A n trages 
m a n  dieses, ich möchte sagen: M itte lgebo t annehm en des H errn  R eferenten  sprechen.
soll. Zwischen beiden R echnungsarten  kann es sich Ich  bin natürlich au ßer stände, h ' . r  nam ens 
nach m einer Schätzung n u r  um  wenige tausend M ark  des M a g is tra ts  eine E rk lärung  ab zu len , A ber ich 
D ifferenz handeln . E s  ist n u n  die F ra g e :  sollen nehme an . daß der M ag is tra t an  lie f  er G rund lage , 
w ir  au f dieses G ebot eingehen ohne A usschußberatung daß er den w eiteren Zuschuß a ls  ein Ä qu ivalen t fü r 
und  dadurch diese A ngelegenheit schnell —  und  das den W egfall der A bgabenfreiheit betrachtet, nichts 
ist nötig fü r  u n s  —  zum  Abschluß bringen, oder än dern  w ird, und  w enn sich herausstellt, daß  diese 
sollen w ir noch einm al in weitere A usschußberatungen S u m m e  tatsächlich ungefähr in  der H öhe von 
e in tre ten?  Ic h  möchte —  aber d as  tue  ich n u r  fü r 425000  M  sich errechnen und  rechtfertigen läß t, so 
m eine P e rso n  —  I h n e n  empfehlen, den Vorschlag nehme ich a lle rd ings an , daß der M a g is tra t diesem 
dieser beiden Gesellschaften zu akzeptieren. Ich  glaube, A ngebot zustim m en w ird.
w enn w ir alles d as  u n s  noch einm al vergegenw ärtigen, 
w as u n s  dazu gebracht hat, 1300000  M  zu zahlen, Stadtv .  Pasche: M eine H erren , w ir hätten
w enn w ir alle diese G rü n d e  noch einm al resüm ieren, nicht m ehr V eranlassung  genommen, zu der Sache 
d a n n  w ird  u n s  auch diese kleine Differeez, die jetzt das W ort zu nehmen, da w ir ja  unsern S tan d p u n k t 
obw altet, nicht davon  abschrecken können, n u n  zum in  der vorigen V ersam m lung und  auch in  der K om ­
S ch lu ß  zu kommen. D ie  G rü nd e , die dafü r sprechen, mission eingehend dargelegt haben, wenn nicht dem 
brauche ich I h n e n  nicht m ehr zu sagen; ich habe sie Referenten hier ein I r r tu m  untergelaufen w äre und  
vorh in  kurz e rw ähn t: m ir machen unser G elände er behauptet hätte, m it A usnahm e der S oz ia ld em o ­
w ertvoll, schnell w ertvoll, w ir kommen m it der ganzen kraten w ären  alle davon überzeugt, d aß  die Linie 
B ism arckstraßenangelegenheit zu einem schnellen und, notw endig ist. Ich  b in  m ir nicht bew ußt, und  auch 
wie m an  sicher annehm en kann, viel besseren A b­ meine F reunde sind sich nicht bew ußt, daß  w ir die 
schluß, a ls  w ir ihn  erzielen w ürden , w enn w ir diesen Notwendigkeit bestritten hätten. W ir  bestreiten n u r. 
Vorschlag ablehnten  und  dam it w ieder in  sehr u n ­ daß die S ta d t  die Verpflichtung hat, einen derartigen 
sichere V erhandlungen  ein trä ten . Zuschuß zu zahlen, weil w ir 'd a v o n  überzeugt sind, 
Ich  möchte also der V ersam m lung empfehlen, daß die L inie trotzdem gebaut werden w ürde, ohne 
die M ag is tra tsvo rlage  m it der M odifikation , daß  a ls  daß die S ta d t  einen Zuschuß leistet. W ir  haben daher 
Zuschuß der S t a d t  sta tt 1300000  J t  1425000  J l auch keine Ursache, u n s  jetzt m it dem erhöhten Z u ­
eingesetzt w ird, anzunehm en und  den M ag is tra t zu be­ schuß z» befassen, weil u n s  d a s  erst recht zu einer 
au ftragen , in  diesem S in n e  m it den beiden in  F rage  A blehnung zwingen w ürde.
komm enden Gesellschaften zu verhandeln .
(D ie  B era tu ng  w ird  geschlossen.)
Bürgermeister M a t t in g :  M ein e  H erren , es ist 
ja wahrscheinlich fü r  S ie  sowohl, wie fü r den M a ­
gistra t nicht leicht, zu der neuen Sachlage hier Vorsteher Roscnberg: W ir kommen zu r Abstim ­
S te llu n g  zu nehm en. D a s  einzige, w as, wie ich die m ung. Ic h  werde zunächst abstimmen lassen über 
Sache eben jetzt übersehen kann, fü r  den A n trag  des die B edingungen, und  zw ar in  erster L inie darüber, 
H e rrn  R eferenten  bezw. des H e rrn  S ta d tv . D r. Frentzel ob die B edingung  un ter a  nach dem A ntrage des 
spricht, ist das. daß  in  den früheren Abkommen —  H errn  Referenten so gefaßt w erden soll:
d a s  a llerd ings dadurch nicht rechtskräftig geworden ist, a )  D ie  S tadtgem einde zah lt am  T age der B e­
daß  die Gesellschaften die F r is t  verstreichen ließen —  triebseröffnung der Strecke zwischen dem B a h n ­
ihnen  eine weitgehende A bgabenfreiheit zugesichert w ar, hof K rum m estraße und  dem P latz  B  m it E in ­
ohne daß  derselben eine sichere kalkulatorische U nter­ schluß des B ah nh ofs au f diesem P latz  einen 
lage gegeben w ar. D e r  M a g is tra t hatte  n u n  aller­ Zuschuß von 1425  000  JC.
d ings durch den F ris tab lau f vollständig das Recht 
w iedererlangt, von neuem  die U nterlagen  des V er­ (D ie  V ersam m lung stim m t m it großer M ehrheit 
trag es  zu p rü fen ; bei dieser erneuten  P rü fu n g  er­ dieser Fassung zu.)
schien es dem M a g is tra t w ünschensw ert, an  S te lle  
dieser A bgabenfreiheit, deren T ragw eite  mannigfache D a n n  hat der Ausschuß bean trag t, in  P u n k t e 
Bedenken erregte, eine bestim m te S u m m e  zu setzen, der B edingungen un ter N r. 2 die F ris t vom „1 . M a i 
dam it w ir u n s  alle zum  m indesten d arüber klar 1906" bis zum „ 1. J u l i  1906" zu verlängern , ferner 
seien: w as kostet u n s  der Verzicht au f die A bgaben? in  P u n k t f  Zeile 2 anstatt „ 15 . M a i d. I . "  zu setzen: 
E ine  w eitere m aterielle Ä nderung  des V ertrag es  lag „1. J u n i  d. I . " ,  und endlich in  P u n k t g  Zeile l  
dabei nicht in  der Absicht des M ag is tra ts . an sta tt: „ D a s  vorstehende A ngebot t r i t t  außer W irk­
E s  m uß  nun  zugegeben w erben, daß der M a ­ samkeit" zu setzen: „D ie  vorstehenden V ereinbarungen  
g istra t seine erste Schätzung au f 300000  M  m angels treten außer W irksam keit".
genügender U nterlagen  n u r  schätzungsweise traf. 
Infolgedessen ist es auch erklärlich, daß bei der Nach­ (D ie  V ersam m lung stimmt diesen A bänderungen 
p rü fun g  sich eine B erichtigung herausgestellt hat, zu und  beschließt nunm ehr m it g roßer M ehrheit nach 
von der der H e rr  S ta d tv .  D r . Frentzel h ier referiert dem A n trage des Ausschusses, wie fo lg t:
hat, daß  die Z ah len  annähernd  au f die S u m m e  a )  D e r M ag is tra t w ird ermächtigt, m it der Gesell­
w ü rden  errechnet w erden müssen, die n u n  die G e­ schaft fü r  elektrische Hoch- und  U n tergrundbahnen  
sellschaft auf G ru n d  der V erhand lungen , die sie m it in  B erlin  einen V ertrag  zur V erlängerung  der 
den beiden M ag is tra tsv e rtre te rn  heute V o rm ittag  ge­ U ntergrundbahn  durch die B ism arckstraße b is 
pflogen hat, ihrerseits anbietet. W enn  m an  sich au f zum  P latz  B  au f W estend au f der G ru nd lage  
diesen S ta n d p u n k t stellt, daß  der M a g is tra t eigent­ der abgedruckten, nach den Beschlüssen der
        
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