Path:
Periodical volume 10. Mai 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

starken Fuhrverkehr, der sich dort entwickeln wird, Aber ich will hier feierlich nochmals versprechen, daß 
zu Nachteilen und Inkonvenienzen Veranlassung diese Frage, die gleichzeitig die Eisenbahninteressen 
geben könnte. Es ist deswegen angeregt worden, mit berührt, sorgfältig geprüft werden wird.
den Magistrat zu ersuchen, bei der Spezialausar­
beitung des Projekts darauf Rücksicht zu nehmen, (Die Beratung wird geschlossen.)
daß möglichst diese Durchführung in der Breite der 
Brammenstraße angelegt wird. Es ist auch vom Herrn Vorsteher Rofc»brrg: Ich möchte zunächst be­
Baurat für Hochbau zugesagt worden, diese Anre­ kannt geben, daß es nicht möglich gewesen ist, wie 
gung aufzunehmen, und auch in Aussicht gestellt, daß es in Aussicht genommen war, die ordentliche Stadt- 
es möglich sein wird. diesem Wunsche ohne allzu verordneteusitzung am nächsten Mittwoch ausfallen zu 
große Erhöhung der Kosten nachzukommen. lassen; sie findet wegen einiger dringender Vorlagen 
Die zweite Frage, die den Ausschuß beschäftigt statt.
hat, ist diejenige wegen der künftigen Verwaltung 
der Markthalle. Es ist wohl ganz unzweifelhaft, (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
daß für die Verwaltung der Markthalle eine Depu­ des Ausschusses, wie folgt:
tation gebildet werden muß, ähnlich der, wie sie für 1. Der Vorentwurf vom 31. März 1905 für den 
die Gasanstalten, wie sie für das Krankenhaus be­ Bau einer Zentralmarkthalle nebst Bahnan­
steht. Man hat nun gemeint, daß es zweckmäßig schluß wird vorbehaltlich der Vorlage eines 
teere, quasi als vorbereitende Deputation dieser Bauentwurfes und eines Kostenanschlages ge­
späteren ständigen Einrichtung eine Markthallenbau- nehmigt.
deputation zu bilden, welche sich ebenso wie die 2. Die Kosten für den Bau sind aus Anleihe­
.Krankenhausdeputation gleich von Anfang an mit mitteln zu entnehmen.
der Detailarbeit beschäftigen soll und so in alle Einzel­ 3. Der Magistrat ivird ersucht,
heiten eingeweiht sein wird, indem man in Aussicht I. darauf Bedacht zu nehmen, daß die Unter­
nimmt, daß diejenigen Männer, welche der Markt- führung der Krummenstraße möglichst in der 
halleubaudeputatioii angehören, später teilweise Breite dieser Straße (ca. 23 m) angelegt 
wenigstens in die ständige Markthallendeputation über­ wird,
gehen. Diese Anregungen haben zu einem Beschluß I I .  der Versammlung alsbald eine Vorlage 
geführt, den ich Ihnen hier ja nicht vorzulesen brauche. wegen Bildung einer Markthallenbaude- 
Ich kann also meine Ausführungeu damit schließen, putation zu mächen.)
daß ich der Versammlung die Annahme dieser Vor­
lage mit den unter I  und I I  aufgeführten Ersuchen Meine Hetren. nach unserer Geschäftsordnung 
an den Magistrat empfehle. müssen die ordentlichen Sitzungen um 5 Uhr anfangen. 
M it Zustimmung des Magistrats könnte aber die 
Stadtbanrat Bratring: Meine Herren, ich will Stadtverordnetenversammlung beschließen — und es 
mich nur auf dene inen Punkt hier einlassen, den würde sich in diesem Falle empfehlen, weil nur 
der Herr Referent erwähnt hat, das ist die Ver­ wenige Vorlagen für die nächste Sitzung vorhanden 
breiterung der Unterführung der Krummenstraße. sein werden —, diese nächste ordentliche Sitzung 
Ich habe in dem Ausschuß, und zwar mit Zu­ anstatt um 5 erst um 7 Uhr beginnen zu lassen. — 
stimmung der anderen Herren Kommissare des Ma­ Ich möchte zunächst an den Magistrat die Anfrage 
gistrats, ‘ in Aussicht gestellt, daß wir diese Frage richten, ob er damit einverstanden ist.
prüfen iverden. Ich habe allerdings nicht in Aus­
sicht gestellt, daß wir. sie unbedingt annehmen werden. Bürgermeister Mailing: Für den Magistrat ist 
Das tvird von den Äußerungen abhängen, die wir keine Veranlassung zu irgendeinem Bedenken gegeben.
seitens der Eisenbahndirektivn über diese Angelegen­
heit bekommen werden, denn die hat bei diesen Dingen Vorsteher Roscnberg: Der Magistrat ist damit 
mitzureden; und es wird abhänge» von den Mehr­ einverstanden. Ich darf wohl auch feststellen, daß 
kosten, die dadurch entstehen. Die Schwierigkeit der die Stadtverordnetenversammlung damit einver­
Angelegenheit liegt darin, daß bei 17 m noch eine standen ist.
Überbrückung ohne Unterstützung ausgeführt iverden (Zustimmung.)
kann, während, wenn wir weiter gehen, also bis Damit ist die Tagesordnung der heutigen Sitzung 
23 m, wir Mittelstützen stellen müssen, und diese erschöpft.
Mittelstützen sind nachher für den Verkehr keineswegs Ich schließe die Sitzung.
sehr angenehm. Das ist der springende Punkt. (Schluß der Sitzung 8 Uhr 15 Minuten.)
Druck von vt 6o 1 f ® ct$ , Cyarloltenburg.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.