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Periodical volume 15. März 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

I m  Petitionsausschusse ist sowohl von seiten der ; dczernenten ereignet, daß  bei der B era tu n g  dieses 
S tad tv e ro rd n e te n  wie vom  M agistratstische d a s  B e­ G egenstandes im  P etitio nsausschu ß  der M ag is tra t 
d ü rfn is  durchaus anerkann t w orden. E s  ist wirklich nicht vertreten  w ar. D em  M ag is tra t liegt aber sehr 
w ahr, daß der W eg fiir die K inder b is zu r nächsten viel daran , im  P etitionsausschuß  vertre ten  zu sein, 
städtischen Mädchenschule in der Rosinenstraße z. V. und er richtet deshalb an S ie  die B itte , die A nge­
viel zu lang ist und  alle die Unannehmlichkeiten hat, legenheit heute zu vertagen  und  noch einm al an  den 
die eben lange Schulw ege überhaup t haben. E s  ist P e titionsausschuß  zurückzuverweisen, d am it in  Gegen- 
ferner w ahr, daß die P riva tschu len -n ich t n u r  ü ber­ w art des zuständigen M a g is tra tsv e rtrc te rs  die A n ­
fü llt sind, sondern auch sonst nicht den Wünschen gelegenheit d o rt noch einm al verhandelt w ird.
aller B ew ohner dieser S ta d tte ile  ganz entsprechen und  
entsprechen können. D a ru m  ist vom  P e t i t io n s a u s ­ Vorsteher Rosenberg: H err B erichterstatter, wollen 
schusse a u s  Ih n e n  empfohlen worden, die P e ti t io n  S ie  vielleicht die G ü te  haben, sich dazu zu äu ß e rn ?
dem M a g is tra t a ls  M a te r ia l  zu überweisen.
E s  w urde voin M ag is tra t m it vollem Recht Berichterstatter Stadtv. Kaufmann: M eine  H erren, 
d a rau f hingewiesen, daß eine so schleunige H erstellung ich glaube, daß dem Wunsche des M ag is tra ts , im  
einer städtischen Mädchenschule, wie sie hier in  der P e titio nsausschu ß  vertre ten  zu sein, füglich von u n s  
P e ti t io n  bereits bis zum  1. A p ril d. I .  verlang t nicht widersprochen w erden kann.
w ird , selbstverständlich auch in  M ie ts räu m en , außer (S ta d tv . P rotze: S e h r  richtig!)
aller M öglichkeit liegt. D en n  es bedarf, wenn auch Ich  schließe mich daher dem Wunsche des H e rrn  B ü rg e r­
die Sache nicht besonders schwierig ist, doch im m er­ m eisters M a ttin g  an, diese P e titio n  nochm als an  
hin  eines gewissen Jn stan zen z u g es; die Aufsichtsbe­ den P e titionsausschuß  zurückzuverweisen.
hörden der verschiedensten A rt haben ja  dabei m it­
zusprechen und  dergl. Also davon kann gar keine (D ie  V ersam m lung beschließt dem gem äß.)
Rede sein, daß  w ir etw a jetzt schon in  provisorischen 
M ie ts räu m en  eine solche Mädchenschule einrichten. Borsteher Rosenberg: M eine H erren , ich möchte 
A ber a llerd ings ist es sehr wünschenswert, daß die S ie  b itten , m ir zu erlauben, P u n k t 5 der T ag es­
H erstellung einer solchen Mädchenschule nicht ver­ ordnung vorw egzunehm en. E s  handelt sich um  die
zögert w ird.
N u n  ist in  der P e ti t io n  d arau f hingewiesen Vorlage betr. W ahl zweier Stellvertreter 
w orden, daß  in  der B ism arckstraße 4 2 /43  ja  R äu m e des Vorsitzenden des Gewerbegerichts
vorhanden  seien, die fü r Schulzwecke ad op tie rt w orden —  Drucksache 96 —
sind. E s  ist u n s  aber vom M ag is tra tsv e rtre te r m it­
geteilt w orden, daß  diese R äum e jedenfalls b is zum an S te lle  der b isherigen S te llv e r tre te r  H e rrn  S t a d t ­
l .  O ktober d. I .  noch in  Anspruch genom m en werde» r a ts  B o erner und  H e rrn  M agistra tsassessors 
durch fliegende Klassen, daß sie also nicht frei sind, C harbonn ier. E s  w ird  vorgeschlagen, H e rrn  S t a d t ­
und  daß  es sich also d ann  um  N euanm ietung  und ra t  B o erner wieder- und  an  S te lle  des H errn  
N euanpassung  von Räumlichkeiten fü r Schulzwecke M agistra tsassessors C h arbo nn ier H errn  D r. S to lz e  
handeln  w ürde. A ber w enn S ie  wissen —  S ie  zu w ählen, und  zw ar durch Akklam ation. —  Ich  
wissen es ja  alle — , wie schwierig es jetzt ist, irgend ein höre keinen W iderspruch, darf also annehm en, daß 
P r iv a th a u s , d as  m an  angekauft hat, oder das m an die V ersam m lung diesem A n trage  stattgib t, und  stelle 
anm ietet, fü r  Schulzwecke irgendw ie brauchbar zu fest, daß die H erren  S ta d t r a t  B o erner und D r. 
machen, um  d an n  doch noch einen recht m inderw ertigen  S to lze  zu S te llv e rtre te rn  des G ew erbegerichtsvvr- 
S ch u lrau m  zu gew innen, so werden S ie  m ir zugeben, sitzenden gew ählt sind.
daß  dieser A usw eg nicht gerade w ünschenswert ist. 
E s  schlägt I h n e n  also der Ausschuß v o r: P u n k t 4 der T a g eso rd n u n g :
D e r  M a g is tra t w ird  ersucht, den bereits in 
der Anleihe vom  J a h re  1902 vorgesehenen Anfrage des Stadtv. Dr. Zepter und Gen. 
B a u  einer d ritten  höheren Mädchenschule betr. die Volksbadcanstalt. —  Drucksache 95.
möglichst zu beschleunigen und  die Entwickelung 
dieser Schule b is  spätestens A p ril 1906 in D ie  A nfrage la u te I :
provisorischen S ch u lräu m en  in  Aussicht zu D ie  Unterzeichnete» fragen  den M ag is tra t an. 
nehm en. nach welchen Gesichtspunkten bei der Ü ber­
W ir haben „spätestens A p ril 1906" hineingesetzt; ge­ lassung der V olksbadeansta lt a n  Schw im m ver­
m ein t haben w ir eigentlich: und  hoffentlich schon bis eine behufs V eransta ltu ng  von Schw im m festen 
zum  1. Oktober 1905. und  A bhaltung  von Ü bungsstunden  verfahren  
w ird.
(D ie  B era tu n g  w ird geschlossen. D ieV ersam m lung  
beschließt nach dem A n trage  des Ausschusses, die Fragesteller Stadtv. D r. Zepter: M eine H erren , 
P e ti t io n  dem M ag is tra t a ls  M a te r ia l  zu überweisen, der B era tu ng  im Ausschüsse, >vo die Sache zu r 
und  stim m t der vom Ausschuß vorgeschlagenen S prache kam, verdanken w ir es wohl, daß  der 
R esolution  zu.) M ag is tra t sich heute schon, trotzdem inzwischen erst 
ein V ie rte ljah r vergangen ist, bereit erk lärt, unsere 
Borstcher Rosenberg: E s  folgt nunm ehr A nfrage zu beantw orten.
E s  handelt sich um  die '-Bewerbung des S chw im m ­
IV . P e t i t i o n  d e s  e h e m a l i g e n  H a u s w a r t s  vereins „ V o rw ärts"  um  die Ü berlassung der V o lks­
R . H e m p e l ,  h ie r ,  b e t r .  W ie d e r b e s c h ä f t ig u n g  im  badeanstalt zu einem Schw im m fest und  zu U bungs- 
s tä d t is c h e n  D ie n s t . abenden. W ährend anderen Schw im m vereinen  ein 
solches Gesuch von der D ep u ta tio n  fü r G esundheits­
Bürgermeister M attiug: M eine  H erren , cs hat pflege ohne weitere* gew ährt ist, w urde diesem 
sich durch ein Versehen des betreffenden M ag is tra ts - Schw im m verein  „ V o rw ä rts"  ohne genauere Erkun-
        
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