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Periodical volume 15. März 1905

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1905

zu können. lind Jüd in  S ie  sehen, w as w ir von not ausführlich mitgeteilt. D e r gifte W ille ist also vor­
wendigen A usgaben in den S traß cn b au e ta t einge­ handen. Ich  bitte aber doch, nicht so ungeduldig zu 
stellt haben, so werden S ie  zugeben müssen, das; wir sein, nicht zu verlangen, daß gleich alles im H and­
diese Forderung haben streichen müssen E s  liegt umdrehen gemacht werden soll. E s  sind auch noch
nicht an un s, das; w ir den W ittenbergplatz nicht a u s­ andere Plätze vorhanden, die w ir auszugestalten
schmücken, sondern au den Zeitverhältnifseu, und ich haben. I m  Übrigen ist der östliche S ta d tte il auch 
m uß die H erren bitten, sich solange zu gedulden, bis hinsichtlich der öffentlichen Schmuckanlageu bisher 
w ir einen E ta t haben, der die M itte l fü r Luxus­ nicht schlecht behandelt worden. Ich erinnere an  den 
zwecke zur V erfügung stellt. Nollendorfplatz, den w ir in neuester Zeit neu her­
lS ta d tv . F re u n d : S e h r richtig!) gestellt haben; der Platz ist, glaube ich, sehr schön 
geworden. Ich erinnere an den Steinplatz °, der ge­
S iad tv . H einzelm anu: Ich nehme gern Notiz hört doch auch zu jener Gegend, und der ist auch 
von der E rklärung des H errn  Oberbürgerm eisters sehr schön! Ich  erinnere an die Ausschmückung der 
und erkläre mich m it Rücksicht auf die gegebene D a r ­ Kleist- und Tauenzienstraße m it B lum en;
stellung bereit, bis zum nächsten J a h re  m it E in ­ (Oberbürgerm eister Schnstehrus: S e h r  richtig!) 
stellung dieses Ausgabepostens zu werten. so etw as finden S ie  in der ganzen W elt nicht wieder! 
(B ravo!) D a s  hat alles dieser S tad tte il bekommen! Ich 
N u r eins mochte ich erwähnen. W enn diese A u s­ glaube daher, daß Ä P K Iagc» , die H err S tad tv .
schmückung lediglich a ls  ein Luxusgegenstand betrachtet H einzelm anu vorgebracht hat, der Berechtigung
wird, so möchte ich gegen diese Auffassung doch B e­ entbehren.
denken erheben. M eine H erren, betrachten S ie  m al 
die nächst umliegenden Plätze um den W itteuberg- S tad tv . Heinzelm ann: M eine H erren, wenn der 
platz! E s  sind das von B erlin  au s  der Lützowplatz H err S ta d tb a u ra t meinen A usführungen gefolgt 
und der Nollendorfplatz. W as hat B erlin  getan, wäre, dann hätte er davon K enntnis genommen, 
um  den Westen schön auszugestalten in seinen Plätzen! daß ich mich durch die A usführungen des H errn 
Und w as hat C harlvttenbürg getan, um die steuer­ Oberbürgerm eisters fü r vollständig befriedigt erklärt 
kräftige Bevölkerung, die sich dort angesiedelt hat, und mich bereit gefunden habe, m it der A usgestaltung 
zufrieden zu stellen? M eine H erren, das ist b lu t­ des W itteubergpiatzes — denn n u r um diese handelt 
wenig. S o g a r  W ilm ersdorf und Schöneberg über­ es sich gegenwärtig, nicht um  die A sphaltierung, von 
flügeln u n s  in ihren Schmuckanlaaen auf den Plätzen. der bei K apitel V I I I  die Rede w ar —  noch bis zum 
S ehen  S ie  den V iktoria Luise-Platz an, so werden nächsten Ja h re  zu w arten. Aber ich trete der A uf­
S ie  sehen, daß mir in C harlottenburg tatsächlich da­ fassung entgegen, daß das ein Luxusgegenstand ist. 
gegen zurückstehen. Ich  glaube, eine steuerkräftige Ich  meine also, die Richtigstellung des H errn  S ta d t ­
Bevölkerung hat auch die Berechtigung. Wünsche baura ts  Bredtschneider w ar nichts weniger a ls  dieses.
auszudrücken, die eben erfüllbar sind, und ich möchte 
bitten, die Ausschmückung des W ittenbergplatzes nicht (D ie B eratung w ird geschlossen. D ie  V ersam m ­
bloß a ls  Luxusgegenstand zu betrachten, sondern auch lung stimmt den beiden vom Etatsausschuß bean- 
a ls  ein M itte l, die steuerkräftige Bevölkerung dort iragten Resolutionen zu und stellt K apitel X  in A u s­
zu erhalten. gabe und Einnahm e nach dem Voranschläge des 
M ag istra ts  m it den vom Berichterstatter vorgetragenen 
S tad tbau ra t Bredtschiicider: E s  könnte vielleicht A bänderungen fest.)
aus den A usführungen des H errn  S tad tv . Heinzel- 
iitann entnomm en werden, a ls  hätten w ir un s Bvrst.-Steltv. Kaufm ann:
eine Vernachlässigung unserer östlichen S tad tte ile  zu 
Schulden kommen lassen. Ich  möchte dem doch ganz .Kapitel X I . Liegenschaften.
entschieden entgegentreten. M eine H erren, ich glaube, 
es gibt in ganz B erlin  nicht einen S tad tte il, der, Berichterstatter S tad tv  Scharuberg: Meine
w as die äuszere A usgestaltung anbetrifft, so verhät­ Herren, der Etatsausschuß empfiehlt Ih n e n ,  Kapitel X I  
schelt worden ist wie der östliche S ta d tte il Char- m it folgenden Änderungen anzunehmen:
lottenburgs. von dem H err S tad tv . H einzelm ann 
eben sprach. Ausgaben.
(S ta d tv . D r. Rose: N a, na!)
E s  existieren n u r wenige S tra ß e n , die dort nicht A b sc h n itt  l .
asphaltiert sind. W ollen S ie  die Freundlichkeit N r. l .  D er an die Luisenkirche zu entrichtende B e­
haben, in bezug auf die S tra ß e n  die Nachbarschaft trag von 88 Jt  erm äßigt sich auf 78,80 J t
dieses S ta d tte ils  sich anzusehen!
sS tad tv . H einzelm anu: V on S tra ß e n  habe ich Einnahmen.
gar nichts gesagt!) A b sc h n itt  1.
S ie  haben davon gesprochen, daß dieser S tad tte il N r. 3. F ü r  den ehemaligen W immel-Crelingerschen 
vernachlässigt ist, und ich bin der Ansicht, es könnte Acker.
vielleicht jem and auf die Id ee  kommen, S ie  hätten D er Absatz a  m it dem Betrage von 
dam it ganz allgemein zum Ausdruck bringen wollen, 18,40 J t  kommt in F ortfa ll. Absätze b — f 
daß der M agistra t fü r jenen S ta d tte il nicht genügend erhalten die Buchstaben a — e.
gesorgt habe. Ich  entnehme aber au s  Ih re m  
Zwischenruf, daß S ic  n u r die Plätze im S in n e  haben A b s c h n i t t  2.
—  ausschließlich die Plätze. A ls N r. 5 ist neu einzustellen:
(S tad lv . H einzelm anu: J a  natürlich!) M iete aus dem Grundstücke Spreestraße 3 t 
N un, es kann doch nicht alles m it einem M ale ge­ (früher Sparkasse) von dem M agistratsboten 
schaffen werden. A n dem guten W illen fehlt es Langbecker 300 ,— . 
    
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