Path:
Periodical volume 1. Juni 1904

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1904

Mast fü r die Straßenbahn. Der Aufhängepimkt für 2. Die Kosten im Betrage von 113000 M sind 
die Bogenlampen wird voraussichtlich in einer Höhe dem dem Ertraordinarium zugeführten E r­
von 8 bis 8V2 m liegen, während die Straßenbahn- neuerungsfonds des Elektrizitätswerks zu ent­
masten 5 bis 6 m hoch find. I n  der Berlineestraße nehmen.)
wäre eine Vereinigung denkbar; die Frage bedarf 
aber einer genauen Prüfung. Immerhin wurde ich Borst.-Stellu. Kaufmann: Punkt 11 der Tages­
es vorziehen, daß die Stadt einziger Eigentümer der ordnung :
Masten bleibt und die Verfügung darüber behält. 
Denn in diese Masten sind die Winden, die Schalt­ Fortsetzung der Beratung über die Vorlage  
werke und eine ganze Menge Apparate einzubauen, betr. die Errichtung eines Asyls für Obdach­
mit denen man fortdauernd zu tun hat. Is t der lose. — Drucksachen 88, 240.
Mast im Mitbesitz der Straßenbahn, so könnte das 
doch Zn Unbequemlichkeiten Anlaß geben. Berichterstatter Stabtv. D r. Rose: Meine Herren, 
I n  der Hardenbergstraße ist die Sache kaum ich habe Ihnen neulich empfohlen, die Magistrats- 
möglich. Ja der Berlinerstraße könnte es nur den Vorlage nach dem einstimmigen Beschlusse Ihres 
Sinn haben, daß man die Straße nicht durch allzu Ausschusses anzunehmen, und auch die Resolution, 
viel Maste verunziert; wiederum werden aber die welche mit großer Mehrheit im Ausschuß gefaßt 
Maste in der Berlinerstraße durch das Laub der worden war. Der Grund für diese Empfehlung war 
Bäume so verdeckt, daß diese Frage dort wenig in nicht der, welcher seit Jahren hier gespielt hat, 
betracht kommt. Immerhin soll die Angelegenheit nämlich die angebliche große Wohnungsnot, sondern 
noch einmal der Prüfung unterzogen werden, und der Umstand, daß es sich wohl empfehle, mit einer 
wenn es möglich ist, in der einen oder der anderen solchen wohltätigen Maßregel vorzugehen.
Weise der Anregung zu folgen, so soll dies gern Den Ausführungen gegenüber, daß eine 
geschehen. Wohnungsnot nicht existiere, nicht existiert hat, sind 
von Herrn Kollegen Hirsch zwar nicht im Ausschuß, 
Stabtu. Enttarn: Ich möchte auch empfehlen, aber hier, allerlei Einwände gemacht worden. Er 
die Masten in der Zahl zu verringern und sie so zu hat zunächst meine Berufung auf die Wohnungs­
kombinieren, daß der Lampenträger gleichzeitig für zeitung und das Wohnungsregister angefochten und 
den Träger der Lcilungsdrähte der Straßenbahn mit erklärt, daß es sich in der Wohnnngszeitung immer 
verwendet wird und möchte auf die Anordnung in nur um einen Austausch von Wohnungen, um einen 
der Leipzigerstraße hinweisen, die ganz anstandslos Wohnungswechsel, aber nicht um das handele, worum 
funktioniert. Durch diese Anordnung ist s. Zt. ein es sich eigentlich hier handeln müßte. Ich bin der 
ganzer Wald von Masten aus der Leipzigerstraße Meinung, daß das nicht ganz richtig ist. Es ist ja 
verschwunden. Früher hatte die Straßenbahn ihre anzuerkennen, daß das „Berliner Wohnungsregister", 
Masten dort, dann die elektrischen Lampen, dann die auf das ich mich gerade zuletzt berufen habe, für die 
Gaslaternen. Das ist alles verschwunden, auch die Frage, ob Wohnungsnot oder Wohnungsüberfluß, 
Gaslaternenständer. Die Sache stellt sich auch er­ nicht maßgebend ist; denn ich habe selber angeführt, 
heblich billiger; denn es kann eine große Anzahl von es werden nicht alle Wohnungen angezeigt, da die 
Masten gespart werden; auch die Straßenbahn müßte meisten Menschen überhaupt nur ihre Wohnungen 
ihre anteiligen Kosten dazu beitragen. Die Gas­ durch Anschlag an das Haus bekannt machen; ein 
kandelaber werden hier doch auch wohl beseitigt werden, anderes Viertel wendet sich an Kommissionäre, ein 
wie cs in der Leipziger Straße geschehen ist. Ich drittes Viertel vielleicht an die großen Wohnungs- 
möchte eine Kombination der Masten empfehlen. vermietungsbüreaus wie „Is rae l Schmidt Söhne", 
„Angreß", „Le Elaste und Meißner", „Markiewicz" 
(Die Beratung wird geschlossen.) und wie sie alle heißen —  das sind ja mindestens 
ein halbes Dutzend — , die letzten wenden sich an 
Berichterstatter Stabtu. Grcbh (Schlußwort): die Zeitungen, an die „Vossische Zeitung", das 
Aach dem, was der Herr Magistratsvertreter uns „Kleine Journal", die „Morgenpost", an die „Berliner 
mitgeteilt hat, glaube ich, daß w ir die Vorlage an­ Wohnungszeitnng", hier schließlich an den neuen 
nehmen können. Das Bedenken, das ich ausgesprochen „Charlottenburger Wohuungsanzeiger", an die Beilage 
habe, ist ja dadurch beseitigt, daß der Herr Magi- des „Lokalanzeigers", also an das „Berliner 
stratsvertreter uns eine nochmalige eingehende P rü ­ Wohnungsregister". Wenn ich über allerhand be­
fung der Sache zugesagt hat, die' ich dem Magistrat richtete nach dem Wohnungsregister, so war ich mir 
allerdings sehr warm ans Herz legen möchte. Ich aber dabei klar. daß das nicht einen absoluten 
möchte lieber, daß noch etwas Zeit über das Studium Maßstab gibt. da die Leute doch nicht alle vier 
vergeht, ehe w ir etwas tun. was w ir nachher viel­ Gelegenheiten benutzen, sondern höchstens nur der 
leicht bereuen könnten. Im  übrigen empfehle ich vierte Teil auf diese verschiedenen Veröffentlichungs- 
die Vorlage zur Annahme. arlen eingeht. Ich war der Meinung, das Wohnungs­
register repräsentiere ungefähr den 24. Teil alles 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage dessen, was zu vermieten ist.
des Magistrats, wie folgt: Nichts desto weniger, wenn das absolut nicht 
maßgebend ist. sondern blos eine Taxe, so ist es aber 
1 - Der Straßenzug von dem Luisenplatz bis zum wch relativ maßgebend, indem man^ja die Angaben 
Auguste Viktoria Platz wird nach Maßgabe der des Wohnungsregisters unter sich vergleichen sann, 
vorgelegten Kostenanschläge und Plane mit und da habe ich m ir erlaubt, die Mitteilungen aus 
elektrischem Bogenlicht beleuchtet und zwar die dem Wohnungsregister vor dem Wohnungswechsel zu 
Bcrlinerstraße m it einer über der M itte  des vergleichen mit denen nach dem Wohnungswechsel. 
Dammes anzubringenden Reihe, die Hardenberg­ Herr Kollege Hirsch war der Meinung, daß es sich 
straße mit 2 an den Bordschwellen der Bürger­ bei dem Wohnungsregister immer nur um Wohnungs­
steige aufzustellenden Reihen Bogenlampen. wechsel handele. Dem ist aber nicht so; ich erlaube
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.