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Periodical volume 18. Mai 1904

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1904

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sich schon Beschränkungen hat auferlegen müssen —  w ird ,  u n d  d a ß  die H e r r e n  auch ein Geschäft machen.
daß d a s  T heater an  der B ism arckstraße auch kleiner I c h  g laube ,  D i re k to r  L öw enfe ld  w ird  heute, w e n n  
gemacht w erden kann ; und  d ann  w ird  sich die Rech er die H a n d  a u f s  H e rz  legt. l ieber nach dem  K n ie  .
iutnq besser stellen, a ls  es jetzt der F a l l  ist. gehen, a l s  da  oben h in ;  d a s  Geschäft w i rd  d o r t  e n t ­
(B ra v o !) schieden g rö ß e r  sein. I c h  w i l l  mich w eite r  d a r ü b e r  nicht 
a u s la s te n ,  d a  die S a c h e  ja  a u  e inen  A usschuß  geht.
S ta d tv .  P ro tze :  M eine H erren , ich freue mich, 
daß der M ag is tra t unserem Beschlusse nicht beige­ O b erbü rgerm eis te r  S chus teh rus :  M e in e  H e r re n ,
treten  ist, daß eine gemischte D ep u ta tio n  die P la tz ­ w i r  h ä t ten  I h n e n  die V o r la g e  f r ü h e r  zugehen  lasten, 
frage entscheiden sollte, sondern daß  d as  P le n u m  der w enn  es  möglich gewesen w ä re .  W i r  haben  a m  
V ersam m lung die Entscheidung treffen soll. letzten F r e i t a g  ü b e r  die V o r la g e  bera ten ,  nachdem  w i r  
M eine H erren, der M a g is tra t sagt in seiner v o rh e r  ü b e r  die V e r t rä g e  eine V e re in b a r u n g  m i t  dem 
V orlage: es sind fü r einen T heaterplatz drei B e ­ V e r t r e t e r  der  S c h i l l e r theater-Aktiengesellschaft getroffen 
dingungen nötig, und  er gibt folgende a n : erstens ha t ten .  D e r  M a g i s t r a t  h a t  diese V e r e in b a r u n g  noch 
daß die V erkehrsverhältnisse günstig sind, zw eitens, in wesentlichen P u n k te n  ab ge änder t ,  u n d  es  w a r  n o t ­
daß die R en tab ilitä t gesichert ist, und  d ritte n s , daß w end ig ,  a m  nächsten T a g e  noch m i t  der S c h i l le r -  
der B au  so au sge füh rt w ird, daß  sämtliche polizeiliche Iheater-Aktiengesellschaft zu  v e rh an d e ln .  E s  konnte 
Vorschriften erfü llt w erden können. also a m  S o n n a b e n d  erst, nachdem  d a s  S c h i l le r ­
Ich  w ill e inm al kurz die V erkehrsverhältnisse thea te r  seine Z u s t im m u n g  zu  den  g e n a n n te n  A b ­
bei den beiden in  F ra g e  komm enden P lä tzen  ver­ ä n d e ru n g e n  gegeben hatte ,  a n  die A u s a r b e i t u n g  der 
gleichen. D e r  P latz  an  der M om m senstraße hat V o r la g e  heran g eg a n g en  werden,  u n d  v o r  a l len  D in g e n  
S tad tbahnverkeh r S av ig ny p la tz ; er h a t die S t r a ß e n ­ konnten da  erst die gedruckten P l ä n e  fe rt ig  gemacht 
bahn die K an tstraße herun ter, dann  von Halensee w erden .  D a h e r  w a r  es le ider  nicht möglich, da  der 
her; er h a t dann  die U n te rg ru nd bah n  Zoologischer S o n n t a g  dazwischen lag ,  f r ü h e r  a l s  a m  M o n t a g  die 
G a r te n ; es ist eine ziemlich weite strecke vom  Z oo ­ S a c h e n  druckfertig zu  stelle». S i e  sind d a n n  z u m  
logischen G arten , aber ich w ill diese V erb indung  ein­ Druck gekom m en u n d  D ien s tag  ver te i l t  w orden .  
m al m itrechnen. Jetz t ivill ich die V erkehrsverhält­ F r ü h e r  w a r  cs  zu  u n se rm  B e d a u e r n  nicht möglich, 
nisse am  Knie d am it vergleichen: w ir haben die U n ter­ den H e r r e n  die V o r la g e  zugehen  zu  lassen. E i le  
grundbahn  direkt om K nie, d an n  die elektrischen w a r  abe r  nö t ig .  I m  ü b r ig e n  sagten w i r  u n s .  d a ß  
B ahnen  D önhoffp la tz—K nie, S te t t in e r  B ahnhof—  die S a c h e  so wie so in  e inen  A u ssch u ß  kom m en 
.Uiiic, K upferg raben— K nie und  späterhin , w enn das w ü rd e  u n d  die H e r r e n  noch i m m e r  Gelegenhei t  
Landgericht fertig gebaut ist, eine L in ie  vom T egeler haben  w ü rd e n ,  m i t  ih re n  F r e u n d e n  sich i n s  B e n e h m e n  
W eg und vom  N onnendam m  auch zum  K nie. A n zu  setzen v o r  der  de f in it iven  S ta d tv e r o r d n e t e n v e r ­
der D ionim senstraße sind 4 und  am  K nie sind heute sam m lu n g .  D i e  V e rzö g e ru n g  bitte ich d esh a lb  u n s  
schon 8 V erkehrsverbindungen. M eine  H erren , S ie  nicht z u r 'L a s t  zu  legen.
w erden m ir  doch zugeben, daß  ich lieber 8 V erkehrs­ M e i n e  H e r re n ,  es  w a r  vo rauszu seh e n ,  d a ß  sich
wege habe a ls  4. der H a u p ts t re i t  drehen w ü rd e  u m  den  P la tz ,  u n d  da.
Ich  komme zu r R en tab ilitä t, m eine H erren . g laube  ich. w erden  S i e  anerkennen ,  d a ß  der  M a g i s t r a t  
W enn  ich irgendein  ren tab les  Geschäft machen will, in  sehr l o y a le r  Weise, u m  I h n e n  die M i tb e s t im m u n g  
dann  m uß ich es dah in  legen, ivv es günstig  lieg!, bei der  W a h l  des P la tz e s  nicht z u  beschränken, nicht 
und  das ist, wenn möglich, die M itte  der S ta d t .  S ie  I h r e m  Beschlusse beigetreten ist. die S a c h e  e iner  
w erden bei jedem U nternehm en  bei dem P ub lik um  D e p u ta t io n  zu überweisen, sondern  die A nge legenheit  
in B e rlin  überall erfahren, daß jeder nach der M itte  i n s  P l e n u m  n o ch m als  zurückzuweisen beschlossen ha t .
der S t a d t  h ineingeht von außerhalb , aber nicht über Also auch d a s ,  bit te  ich, u n s  nicht a l s  e inen  V o r w u i f  
d a s  Z e n tru m  h in au s  nach der anderen  G renze. D ie  anzurechnen .
B e rlin e r  gehen zum  V ergnügen m einetw egen nach D ie  G r ü n d e ,  w esha lb  w i r  d a s  Grundstück  a n
dem N orden  oder nach dem W esten; aber S ie  w erden der S c h lü te r s t ra ß e  gew äh l t  haben ,  hab e n  w i r  j a
selten jem and finden, der von hier a u s  w ieder nach au s fü h r l ic h  i n  der  V o r la g e  darge leg t .  I c h  gebe zu ,  
T reptow  geht; er scheut sich vor dem W eg. D esw egen meine H e rren ,  m a n  kann  d a r ü b e r  streiten, ob die G r ü n ­
m eine ich, es ist praktisch, wenn m an  die R e n ta b ilitä t im de übera l l  zutreffen,  ob z. B .  die B e re c h n u n g  richtig 
Auge hat, d a fü r zu sorgen, daß d as  T hea te r nicht ist. D a r ü b e r  w erden  w i r  u n s  im  Ausschusse u n t e r ­
cm der G renze liegt, sondern im  M itte lp u n k t der ha lten .  Auch w e id e n  w i r  d an k b a r  sein, w e n n  u n s  
S ta d t. im  Ausschüsse z. B .  m itge te i l t  w ird ,  w ie  m a n  d a s  
M e in e  H e r re n ,  ich m eine,  w e n n  w ir  u n s  auch Tictzsche G rundstück  besser u n d  zweckmäßiger bebauen  
die a n d e ren  Grundstücke ansehen, ein so paf fendes  könnte. H e r r  Rackwitz h a t  selbst gesagt, er sei kein 
wie d a s  a m  K n ie  gibt es  nicht. D a sse lb e  ist so v o r­ S a c h v e rs tän d ig e r .  N u n .  w i r  haben  m i t  S a c h v e r ­
züglich. d a ß  w i r  d a m i t  wirklich zu fr ieden  sein könnten. ständigen  u n s  g ro ß e  M ü h e  gegeben, a l le  m öglichen 
Auch w a s  die Feuers icherhe it  uslv anbetr ifft ,  S te l lu n g e n  f ü r  d a s  T h e a te r  herauszusuchen ,  u n d  ge­
so bieten  beide Grundstücke vollständig ausreichende r a d e  ans  V orschlag  der S a c h v e rs tä n d ig e n  sind w i r  
G e w ä h r .  D ie  G r ö ß e  ist in  jeder Weise v o rh a n d e n .  dazu  gekommen, diesen P la tz  zu  w ä h le » .  Den w i r  in  
D och  will  ich a u f  diese P u n k te  nicht eingehen. der  V o r la g e  b e n a n n t  haben .  A b e r  es  ist j a  möglich , 
E s  ist h ie r  in  der V o r la g e  an g e fü h r t ,  d a ß  die d a ß  u n s  im  Ausschusse noch ein praktischerer V o r ­
Kosten ca. 240  000  M k .  teu re r  sein werken. I c h  schlag gemacht w ird ,  de r  die S i t u a t i o n  än d e r t .
g laube, w e n n  w ir  d a s  P ro je k t  noch e tw a s  än d e rn ,  W a s  m m  die L age  des  T h e a t e r s  anbe tr i f f t ,  so 
so w erden  sich die Kosten v e r m in d e rn .  I c h  stehe abe r  möchte ich doch bit ten ,  d a v o n  a u s z u g e h e n ,  m eine  
auch a u f  dem S ta n d p u n k te ,  m eine  H e r re n :  w enn H e r re n ,  d a ß  es  nicht a u f  den M i t t e lp u n k t  d e r  S t a d t  
wirklich die Kosten u m  so viel g rö ß e r  sein sollten, so a n k o m m t;  der  ist vo llkom m en gleichgiltig. E s  kom m t 
w ü rd e  d a s  T h e a te r  eine entsprechend g röße re  E in n a h m e  wirklich n u r  d a r a u f  a n ,  d a ß  jene d re i  B e d in g u n g e n  
haben u n d  die M ehrkosten  g a r  keine R o l le  spielen. e r fü l l t  sind, die in  der V o r la g e  g e n a n n t  sind. V o r  
D ie  Hauptsache ist, d aß  der P la tz  richtig gew äh l t j e d e r m a n n s  H a u s  kann  d a s  T h e a te r  nicht s tehen; d a s
        
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