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Periodical volume 21. Dezember 1904

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1904

B ed ürfn is  frage nicht verneinen. Ic h  habe Ih n e n  üm  den C harlo ttenburger B ü rgern  S a n d  in  die 
nachgewiesen, in wie vielen F ä llen  d a s  im m erhin  noch Augen zu streuen. D a z u  liegt auch gar keine V er­
sehr prim itive S ek re ta ria t, d as hier von den Gewerk­ anlassung vor. W ir haben m eines Erachtens den 
schaften errichtet ist, von den A rbeitern  in  Anspruch ge­ C harlo ttenburger B ü rg e rn  die M öglichkeit gegeben 
nom m en w ird. D a s  B ed ü rfn is  besteht einm al, und durch die O rg an isa tio n , die w ir vom  M agis tra t 
dies B ed ü rfn is  w ird zunehm en, je m ehr die Bevölkerung wünschen, daß jeder —  ob unbem ittelt oder bemittelt, 
C h arlo ttenb u rg s zunehm en w ird. gleichviel —  erfahren k a n n : wo hole ich m ir in  der 
D er H err B erichterstatter w ar sich selbst darüber A ngelegenheit R a t. W eiter wollen w ir nichts. D en n  
klar, daß  der A n trag  des Ausschusses fein  D efin itivum  S ie  dürfen  nicht au ß e r acht lassen: w ürde von 
ist, und  d aß  etw as Besseres geschaffen werden m uß. M eine A m tsw egen ein  R a t erteilt von einer O rg an isa tio n , 
H erren , in  diesem P unkte  stimme ich ihm  vollkommen welche der M ag is tra t schafft, so übernim m t der M a ­
bei. W ir hallen  den A n trag  nicht n u r  fü r  kein T e -  g istra t die V erantw ortlichkeit fü r die Richtigkeit dieses 
finitivum , sondern wir halten ihn überhaup t fü r R a tes . W ir  w ollten u n s  au f dieses schwierige G e­
nichts; er ist absolut nichtssagend. M a n  w ürde da­ biet zunächst nicht begeben.
m it lediglich den C harlo ttenburger B ü rg e rn  S a n d  in Auch w as die B egrenzung anbetrifft, kann ich 
die Augen s treuen ; m an  w ürde so tun . a ls  ob etw as die A u sfüh run gen  des H errn  Kollegen Hirsch nicht 
geschaffen ist. w ährend in  Wirklichkeit nichts geschaffen zugeben. E s  fleht h ier ausdrücklich: „städtische und  
ist. M eine H erren. S ie  können nicht verlangen, daß staatliche D ienststellen". D a s  heißt doch nicht bloß 
w ir d a s  m itmachen. W ohl aber wollen w ir Ih n e n  solche, von denen der H err O berbürgerm eister ge­
entgegenkommen und Ih n e n  d as  Bessere, nach dem sprochen hat. sondern alle, welche in  irgend einer 
S ie  ja  zu streben scheinen, hier gleich vorschlagen. Weise m it öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten befaßt 
W ir  haben das vorige M a l beantragt, die A uskunfts- zu w erden pflegen. W ir sind der Überzeugung ge­
stclle des C harlo ttenburger G ew erksschaflskartells finan ­ wesen. daß  diese Möglichkeit, die jetzt unseren B ü rgern  
ziell seitens der S ta d t  zu unterstützen. I n  der D e­ gegeben werden soll, vollständig ausreicht. D ie  B e ­
batte h a t d ann  H err Kollege S p ieg e l diesen unseren d ü rfn isfrage  nach etw as W eiterem  ist gerade deswegen 
Vorschlag aufgegriffen und  ihn erw eitert; er hat sich verneint w orden, w eil dasjenige, w as H err Kollege 
dah in  ausgesprochen, daß m an  d an n  auch andere ge­ Hirsch —  oder w ar es H err Kollege B aa k e?  ich 
meinnützige A uskunftsstelle» unterstützen müsse. Ich  w eiß es nicht genau —  a u s  der Übersicht der Ge- 
habe H errn  Kollegen S p iegel gleich erw idert, daß w erkschaftsratSerteilung vorgelesen hat, überwiegend 
w ir dagegen selbstverständlich nichts einzuw enden h ä tten ; D inge des öffentlichen Rechts w aren  und  in  einem 
natürlich  m u ß  es sich wirklich um  solche A uskunfts- verhä ltn ism äß ig  kleinen Prozentsatz —  und  das hat 
stellen handeln, die a l l e n  zur V erfügung  stehen, auch I h r  H e rr  V ertre ter im  Ausschuß bei der K u nd ­
nicht etw a um  A uskunftsstellen, die seitens eines gebung der letzten, ich glaube, a u s  dem J a h r e  1903  
V ere ins errichtet sind, und in  denen n u r  M itg lieder stam m enden Übersicht vorgetragen  —  privatrechtliche 
des V ere in s A uskunft bekommen. Ic h  habe n u n  die V erhältnisse G egenstand der R a tse rte ilu n g  gewesen 
A nregung  des H errn  Kollegen S p ieg e l aufgegriffen sind. M it  a u s  diesem G ru nd e  haben w ir u n s  d a rau f 
u nd  w ill m ir erlauben, im  N am en  m einer F reun de beschränkt, zunächst fü r öffentliches Recht eine A u s ­
unseren A n trag  so abzuändern , wie H err Kollege kunftsstelle zu schaffen.
S p ieg e l in  der vorigen S itzung  vorgeschlagen hat. 
M e in  neuer A n trag  lau te t demnach: S ta d tv . D r .  S p ie g e l: M eine  H erren, ich möchte n u r  
D e r M ag is tra t w ird  ersucht, der S ta d t ­ ganz kurz au f die rhetorische F ra g e  des H e rrn  Kollegen 
verordnetenversam m lung eine V orlage betr. B e­ Hirsch erw idern. Ic h  stehe selbstverständlich heute 
w illigung von M itte ln  zu r Unterstützung der ebenso wie d a s  vorige M a l  au f dem S tan d p u n k t, 
in C harlo ttenburg  bestehenden gemeinnützigen daß  die Unterstützung gem einnütziger R ech tsbera tungs­
R echtsberatungs- bezw. A uskunftsstellen  zu stellen seitens der S ta d t  angebracht ist, und  heute 
machen. um  so m ehr, a ls  die S ta d t  ja  d a ra u f  verzichtet, eine 
M eine H erren, ich darf w ohl annehm en, daß eigene R echtsberatungsstelle einzurichten. Ic h  hoffe 
H err Kollege S p ieg e l seine Anschauung, die er bei auch, daß  meine F reun de sich dieser A nschauung a n ­
der ersten Lesung vertreten hat. auch heute noch ver­ schließen werden. W ir  haben d arüb er in der F rak tio n  
tr itt. Ic h  darf auch ferner annehm en, daß er im  keine besondere B era tu ng  gehabt, und  ich kann des­
N am en  seiner F reun de  gesprochen hat, sodaß die A n­ halb n u r  im  eigenen N am en  sprechen.
nahm e dieses A n trages gesichert erscheint. Hoffentlich 
w ird dann  auch der M a g is tra t dem beitreten, und (D ie  B era tu n g  w ird  geschloffen. D ie  V er­
wenn das geschieht, ist in Wirklichkeit ein S c h ritt sam m lung lehnt den A n trag  des S ta d tv . Hirsch ab 
v o rw ärts  getan , w ährend m it dem A n trage des A u s ­ und  beschließt nach dem A n trage  des Ausschusses, 
schusses absolut nichts erreicht ist. wie fo lg t:
1. D e r  M ag is tra t möge durch e in e  g e e ig n e te  
Berichterstatter S ta d tv . D r .  N ie l: H err Kollege O rg an isa tio n  dem P ub lik um  die A uffindung  der 
Hirsch hat mich offenbar m ißverstanden. Ic h  habe zu r B era tu n g  im E inzelfa ll berufenen städtischen 
n ic h t gesagt —  ich kann d as  ganz besonders dick und  staatlichen Dienststellen so erleichtern, daß 
unterstreichen — . daß  m eines E rach tens diese O r ­ von der B efugn is , dortselbst A uskunft einzu­
ganisation. wie sie hier vorgeschlagen ist, geändert holen. m it Leichtigkeit ein ausgiebiger Gebrauch 
w erden m u ß ,  sondern ich habe n u r  gesagt, sie k ö n n e  gemacht werden kann. Über eine hierdurch etwa 
vielleicht geändert werden. D a ß  das G anze ein V er­ erforderliche V erm ehrung  oder S chaffung  von 
such ist. habe ich allerd ings gesagt, aber nicht gesagt, D ienststellen möge eventuell der S tad tv e ro rd n e te n ­
daß  es ein untauglicher Versuch sei. H err Kollege versam m lung eine V orlage gemacht w erden. „
Hirsch hat in  meine W orte etw as hineingelegt, w as 2 . D er A n trag  des S tad tv ero rd n e te n  S te in  und 
ich keineswegs d a rin  gesehen habe und sehen will. G en . vom  7. 11. 0 4  und  der A b än d eru n g s­
W as die Sache selbst anbetrifft, so kann ich an trag  des S tad tv ero rd ne ten  S te in  vom 2 3 .1 1 .0 4  
nicht zugeben, daß d a s  G anze dazu geschaffen w ird, find durch die Beschlußfassung zu 1 erledigt.
        
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