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Volume Sitzung 24, 12. Mai 1921

Full text : Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 48.1921 (Public Domain)

1546Stadtveeorvneten-Veesalnn der Stavtoenninde erun1545 ' ung ma 12 . Mai- 192, -- . -- (Städtische Blindenanstan ) -- --. --. sstadtv. Dr . Kirchner .(D . nat.)1 . , Städtischen Blindenanstalt haben , sondern daß in d Sadt Berlin über 20gO Blinde vm-handen sind. le . diese Blieben müßten ebenso behandelt werden wie die Bli n in der -Städtischen Blindenmtstalt; und das wäre- 1.. natü rüch schwer duvchtührbar . 1 Abee, meine Bauen und He n, n,/rr sind der Ansicht daß es nicht zweckmäßig nvä re, diesen Antrag einfach - , . -- anzun)ehnwu . -oder abzulehnen . Sondea .wir gla )den, daß s zweckmhßig - ist , ihn einen Ausschuß zu über- weisen, in -dein eingehend geprüft ' werden kann, was für v ierigkeiten vorliegen -md wie st -beteiligt werden . , iönnen . Ich bitte Sie also, deuntsprechend beschließen rw zu ' wollen . . (Bravo ! bei . der Deutschnationnlen -raktion. Stadtv . Zubeil (U . Soz . em.) : Meine politischen Sten nde md ich würden einer -Ausschußberatungig nocht -- widersprechen . Ich kann nir allerdings nicht recht denken , . . .. daßeü Ausschsiß in der ganzen Sache viel tun und ändern lömrte-. Die Ausschußbe ratung wäre nieiner Nebe zeugung nach nur u Hinauchen' ' der ganzen Sache. Daß . die Blindanstalt eine Wohlfahrtsan talt ist, ist r ja - allgemein bekannt . Weil ste 'das ist, darum hat die . Stadt Be rlü die Pflich t , die unglücklichen Minden mit w so ausreichden Mitteln zu unterstätzen, daß..ste auch irs w , de r ..heutigen Zeit aüskomm en konnen . r /.Sehr ' richtig ! links . ) , . Was das in det Nr. 1 des Antrages gerordente . ndschneiden betrifft, so sind solche ja schau öfter erlassen. . worden . ' Leider hat sich aber ein großer il der Vclr- r , , waltungen - nicht ach - solchen lmdschreiben gerichtet, smr dern hat ihre Bestellungen einfach ' ' weiter an Privat- personen gegeben . Meüer Ueberzeugung nacht ist die .--. . Stadt Berlin verpflichtet , diese ihre rüstalt zu beschäftigen w rw und alles, was dort angefertigt ' cotr für ihre Verwal- . . . tungen md Betriebe zu laufen, soweit Bedarf --. vorhanden ist . ( ist rchig , daß di Ware.. etwas . tenrer , w , ist als' bei - Privatbetrien das ist een eine Folge des Umstandes, daß diese unglücklichen Menschen nicht sehen, sondern nur fühlen kbnuen mld daher selbstverständlich -- .- nicht jedes Stückchen bei der Fabrllatior sJ sorgsam ver- wenda kömien, wie es in Privatbetrieben möglich ist - , w Es wird eben mehr Material von den Blicdcn derlaucht, . und es - ist auch selbstverständlich, daß in der . Anstalt . nur -,gutes M atertal -ve rwandt werden darf, wenn -nie Ve rkuste nicht noch größer sein sollen Trotzdem haben wie aber die .Pflicht, diese Anstalt md vie datir be schäftigten Blinden in jeder Weise za unterstützen, da sie . .- doch das Best reden haben. nicht von Armengeldern zu leben, fordern sich d urch eigetes Verdienst, duvch ihrer Hände Arbeit durch die Welt zu- schlagen . Da nt.uß. mar doch vo r allen Dingen /merkennen . -- (Sehr rschiig links . -) . . Deshalb müssen nir alles tun, was überharpt 7nög'- lich \st . . . Da hat mu Herr Kol leg e Pfannkuch vollkommen r recht m it seiner Anregung , daß wir, ie Mitgüeder der einzelnen Deyutationen, in allererster Linie die Aufgabe en, dafür zu 'sorgen, daß alle Bestellungen aus den -- ,. -v ensteben und Ve tungen, die n einzelnen Depu- ---- ---- -- tationen unterstehen , drr ndenan stalt chberwiefen werden -- .'Sehr richtig links . un mir darüber m'cht machen, - dann werden -die- ver- schiedenen Venvallungszweige -nach 'wie ver wirtschaftsen , r wie ihnen ' paßt . -- .. Was den Antrag der Komnmuisteu anbelangt, so sind inc iir Freunde der Meinutg, daß man den ersten .' Teil w sehr gut annehmen' kann. --. De, zweite Teil ist meiner Ueberzeugug uae volb l -- ., kommen überstüss, da er icht das Geringste an den 1 bestehenden Verhältnissen äaden kann. -Einrich- . wl tugen in der Anstalt sind das. kann -man wohl sagen . mustergültig . Aber auch die besten (Einrichtungen ) können den en. ihr -Augenlicht nicht niedergeben und kömen -7ichts darat - ändern, daß von den -Blinden meht .. Matertal- verbrauch t wird als in Privatdeteben . w .. Unser Antrag , der' dahin geht, daß ein Wohlfahrt fénbs geschaffen wen soll , deckt sich zum Teil mit dem" r komnunistischen Anttrag . zuna heutig Tage be- steht sür die Bei noch kein Wohifahrtsfond. . . .. Herr Kollege Pfännkuch hatte .ganz; recht '-mit der Be- , merkung , daß di:e ndendeputation, alle i zur Ver- -- fügung stehenden ' ttel ' für die Blinden alfgewerrdet hnt : aber - .dse Mittel erschpfe, s selbstverstänbn anre . Mittel .stehen ihr nicht zur. -Verfügungr und deshalb stehen . . --. . wir arts dem Standpmkt, das, ein Wohisahrtsson ge- .-- . -- schgffen den muf damit die Blitrdendeptation - sin 1. die age konnrt, jeden Abgenblick einzugreifen, wem . -- die Not es erfordert. n - solcher onds muß erst ge- , , , schaffen )werden, -dr hatte die .Blündetation seinen . . r .r Die Mittel, die sie befaß, hat sie zun gräßten ' Teil uns- . . ..' ..- gebraucht . Ich muß .sagen, daß sie mit hren Mitteln nie gekgt -.hat, wenn sie - 'weich .zur Verfügung -hatte: -- Damit' sie imnrer über Mizel verfügea kann, haben wir w, boantragt, einen Wofahrtsfonds zu schaff: Das -- muß undingt geschehen, wenn für die Blinden - etivas -Ausgiebiges geschehen soll . Dieser Wohlfahrtsfonds kaan auch .dazu dienen, -nicht nur die Blinden besserzustellen, ,-- .-- die in der. Anstalt arbeitert; .son - wir haben auch -- " die Pflicht, dic aurhalb -der Anstalt lebenden 'Den . -- aus en Mitteln -ehes solch Wohlfahrtsfonds ebem falls ausreichecd zu unterstützen. Denn auch für diese -- Blinden ist es, oie ja überhaupt für die meisten M , . l schen , sehr nierückend, wenn sie sich ium [er mr -- Armenkommissionen .wenden. müssen, -um ein paur . Pfennige unehr Unterstützung zu erhalten . Deswegen ,muß dieser Fqnds geschaffen werden. Ich bin der festen .Ueberzeugung, daß dieser 'Fonds geschaffen en wiacd, -- wenn e - unsern Antraga zustinnen md etwas Feuer . , . dahinter gemacht 1vird lbsibei der heutigen Geld- 1 knapeit tnird ja och noch maichef ' Gute getan ; rum r1 soll da nicht auch eln solche.r Fonds für ese -Unglück- . -- , lichsten ber Unglücklichen geschaffen lverden köuen. , .. ehr richtig und Brqvolt bei der- Unabhängigen ) , w. ialdeinoktariftien Fraktion. . r1 Antragsteller Stadtv. Riutorf (V, K . P . .D.) : . 1 .S chlußworl) : Meine tdamen und Herren, --wenn die 1 . . -- . Vertreter der' Blinden - einen.. Teil der atto mi aug . hö rt haben, werden sie in ihren H ungen starck t- täuscht . - sein . Ich -mächte nur die Woe ..des -He Ge- . . . . heimrats ' Kirchner herausgreifen, der da sagte w/er dürfen die Begehrlich teil -. der Blinden nicht zeugen. Meine 1 Damen und Herrei, toiv .Koinmnnisten und ' hlaabe/ .. auch.. sonst ...die So stehen 'auf dern Standpunkt, . .daß man Begehrlichkeit ' eingen muß, un auf eine höhe-n Kulturstu se .zu - elaugen und dabei mu man r.- . doch zueben daß die' en ' ebenso Menschen sind wie
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