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Volume No 27, 21.12.1916

Full text: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Issue43.1916 (Public Domain)

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Sißung am 21. Dcgembcr 1916. 
c) bei einem ©efamteinfomrnen big gn 4 Q00 M 
einfdjließlich 
1. für Verheiratete mit 1 Rinb big gum ooßenbeten 
16. Sal)t 20 M monatlich 
2. für Verheiratete mit 2 Rindern 25 * » 
3. » * .»3 » 30» * 
4. » » »4» 35» » 
5. » - »5 uitb mehr Rindern 40 ,M> 
monatlich- 
Die am SBaifenfjanfe unb Slrbeitgljaug {Rummelgburg 
befdfäftigten Viltoriafdhweftern erhalten eine Rriegg- 
gulagc oon 10 M. 
Demgegenüber erfncht ber Wagiftrat um folgcnbe 
Veßhlußfaffung: 
I. Die Verfammlung ift nach SOtaßgabe ber Vorlage 
üom 8. Degember mit fotgenber Siegelung ber 
Rtiegggulage für bie ftäbtifdjcu Arbeiter, Stnjeftett» 
ten, Veamten, Vebienfteten ber Senerwehr, Singe» 
gefteßten beg ßentralarbeitgnachloeifeg fowießtef toten. 
Selber «nb Sehrerinnen einberftonben. 
Die ftrieggguloge beträgt üom 1. S auuar 1917 nb 
1. für Sebige bei einem ©efomtbienfteinfomnien bi§ 
gu 3000 Ji einfehl ießlid) 
a) für Sebige unter 18 Salden 12 M monatlich 
b) * » über 18 » 18 M » 
2. für Verheiratete ohne Rinber bei einem ©efamt» 
bienfteinlommen big gu 4600 Ji einfchließlid) 
25 M monatlich 
Sebige, bie im eigenen §auäftanb2lngel)öcige unter» 
halten, fte£>en ben Verheirateten ohne Rinber gleich. 
3. für Verheiratete mit Rinbern big gum Ooßenbeten 
16. Sebengjahre, unb toenn bie Rinber ohne 
eigeneg ©inlommen fith nod) in @d)ul» ober 
Verufgangbilbung befinben unb üon bem Vater 
unterhalten werben, biggum üoßenbeten IS.Sebeng» 
fahre beieinem ©efamtbienfteinlommenbig 6000 M 
einfchUeßlid): 
bei 1 Rinb 30 M monatlich 
• 2 Rinbern 35 M » 
unb fo fort für febeg Weitere Rinb 5 M 
monatlich mehr. Sw übrigen behält eg bei ben 
in ben bisherigen ©emeinbebefchlüffen aufgefteßten 
©runbfäßett für bie Rtiegggulage fein Vewenben. 
II. Die am SSoifeuljonfe unb Strbeitghaufe VmnmelS» 
bürg befdjäftigten Vütoriofchweftern erhalten üom 
1. Sanitär 1917 ob eine Rriegggulage üon 12 J6 
monatlich. 
III. Die erforberlichen Wittel werben üom VorfchußJonto 
berauglagt. lieber bie enbgüttige Decfung wirb 
fßäter entfdjieben werben. 
tgicrgu finb ücrfdficbcne Vittgefudje cingegangen, bie 
üom Vorfreuden im Wortlaut üerlefcn würben. 
Sn ber darauf cröffneten Debatte würbe feiüorge» 
hoben, baß bie Veamten für 'Jleuanfchaffnngcn üon Wafcljc 
unb Rleibung fowie gur Vüderftattung üon Schulden 
©elb gebrauchten. Slngeftellte unb Arbeiter in ber ißrioirt* 
inbuftrte ocrbientctt heute oiel mehr; hierdurch würbe eg 
ihnen leichter, bie Deutung einigermaßen gn ertragen, 
©g würbe gewünfdft, alle üom Wagiftrat beantragten 
Säße gu erhöhen, gumal anberc Rommuuen, wie Sichten» 
berg, Veinidenborf, Dcgcl, -Drcütow nfw., mehr gohlten. 
©g muffe neben ber laufenden Deurungggulage eine ein» 
malige gewährt werben. Der Staat get>e hierin mit gutem 
Veifßiel üoran. Die Surüddatieruug ber Vorlage um 
einen Wonat fei notwendig; ber hierdurch erforderliche 
Weljrbetrag üon etwa 210000 M fei wingig im Ver» 
hältnig gur ßlottage. 
Von den Herren Wagiftratgbertcetern fowolß als 
üon Witgliebern de§ Utugfdjuffeg wurde diefen Slug« 
füljrüngen entgegengchaltcn, baß, ber Wagiftrat die Vot» 
läge feiner Veamten, Singeft eilten und Strbeiter ja oner» 
fennc; er habe aber bei Verne)fung der Zulagen auf die 
©tcuergohler JRücffidjt gu nehmen, die dag bisherige Wehr 
oon. etwa 7 Millionen Warf aufbringen müßten. Der 
Staat hole durch bie einmalige Swinge |eßt erft nari), wa§ 
Serlin big fegt laufend gegeben habe. 
Der tgerr R'ammcrcr warnte daüor, die wohler 
wogenett ©äße beg WagiftratS noch erhöhen gu wollen. 
Vehüglid) ber ftnbtifcl)en fßcnfiöni&tc wurde darauf 
hingewiefen, daß iljr ©cfnch durd> den Vefcßlnß der Ver» 
fammlnng üom 30. Stöbernder 1916 über die (Sdjöhuug 
bei R'ömmereinnterftüßunggfoubg erledigt fei. 
Heber bie im Saufe ber Debatte geteilten Slutragc 
Wurde, wie folgt, obgeftimmt: 
a) bie (Stenge beg ®ef«mtbienftein!ommcng auf 5000 JK 
herabgnfcßen, dagegen bie Stagen bei einem ©e» 
famtbienfteintommen big gn 3000 Jk für Sebige 
unter 18 Sahnen auf 20 M, für Sebige über 18 
Sahre auf 25 M gu bemeffen: 
abgelehnt; 
b) für Sebige unter 18 Sahren 12 M, für Sebige über 
18 Sahre 20 M\ 
angenommen; 
c) bie mit bet Vorlage bom 8. Degember 1916 üor» 
gefdjlagene Stenberung ber Veftimmimgen über bie 
Rtiegggulage mit Wirfung fefjon bom 1. Degember 
b. S§- ab in Rraft treten gu taffem 
einftimmig angenommen; 
- d) bie ßulogen bei 2 Rinbern auf 40 M, für jebe§ 
Rinb mehr 10 M monatlich mehr gu erhöhen: 
abgelehnt; 
x e) ber Eintrag: big gur ©renge oon einem ©infommen 
big 3 000 M faßten Verheiratete erhalten bei einem 
Rinb 30 M, bei 2 Rinbern 37,so M, bei 3 Rindern 
45 M, bei 4 Rindern 52,so M, bei 5 Rindern 
60 M nfw.; 
abgelehnt: 
f) ber Slnlrog: bet SlngfcEfuß woße Oefchliefjen, außer» 
bem für unberheiratete Veamtc 40 M, für Vet» 
heiratete ohne Rinb 60 M, mit 1 Rinb 90 M, 2 
Rinbern 120 M, 3 Rinbern 150 M, 4 Rindern 
180 M, 5 unb meßr Rinbern 200 M olg einmalige 
3nlage gu gemähten: 
abgelehnt. 
Wit ben üorftehenb befcljto ffenen Slenberungen unter 
I und II, ftatt 1. Sanuat 1917 gu feßen 1. Degember 1916 
unb unter Ib, ftatt 18 M gu feßen 20 M, loirb ber 
Wagiftratgantrog in aßen Deilen angenommen, fo bafj 
ber Verfammlung üorgefct)lngen wirb, wie folgt, gu be» 
fchließen: 
1. Die Verfammlung ift nach Waßgabe bet Vorlage 
bom 8. Degember mit folgender ^Regelung ber Rriegä- 
gulage für bie ftäbtifcljen Slrbeiter, Slngefteßten, Ve» 
amteii) Vebienßetcn ber Seuetwehr, Slngefteßten beg 
3entralarbeitgnad)Weifeg, foloie Vettoren, Sehrer und 
Sehrerinnen einüerftanben: 
Die Rtiegggulage beträgt bom 1. Degember 1916 ab 
1. für Sebige bei einem ©efamtbienftcinfommeu bi§ 
gu 3000 M einfdfließlich 
a) für Sebige unter 18 Salden 12 M monatlich, 
b) » » über 18 * 20 » 
2. für Verheiratete ohne Rinder bei einem ©efamt» 
bienfteinlommen big gu 4500 M einfchlteßlid; 
25 M monatlich,
	        
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