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deputation, in der Deputation für Ausschmückung des neuen Rathhauses 172
und in der Deputation für Staftitik. Ich werde diese Wahlen
auf die nächste Tagesordnung setzen, so daß sie in der nächsten
Sitzung ausgeführt werden können.
Ferner sind zwei Exemplare der Deutschen Gemeinde-Zeitung
vakant geworden, nämlich durch das Ausscheiden der
Hrn. Gneist und Kuhtz, welche ein solches Exemplar bezogen haben.
Ich bitte, daß die Herren, die daraus reflektiren, sich bei der Kontrole
melden. 8 Exemplare, glaube ich, haben wir im Ganzen.
Zn der letzten Sitzung ist die Wahl der Mitglieder der Kommission 172
zur Einschätzung der juristischen Personen vorgenommen, 172
es hat aber das Resultat nicht sofort ermittelt werden
können; die Deputation ist deshalb beauftragt worden, das Resultat
festzustellen, welches dann in der heutigen Sitzung verkündigt werden 172
sollte. Es sind 56 Stimmzettel abgegeben, von denen 6 ungültig 172
waren, so daß die absolute Majorität 26 beträgt.
Es haben Stimmen erhalten die Herren: Kommerzienrath Arendt
48, Kommerzienrath Ebeling 48, Banquier Mendelssohn 45, Banquier 172
Simonsohn 43, Geh. Rath a. D. Willens 43, Banquier
Hardt 42, Banquier Heisst 38, Kommerzienrath Wollheim 38, Kommerzienrath 172
Vollgold 33, Generalkonsul Behrend 33, Banquier
ertel 30, Banquier Schüler 30, Banquier Meyer 28, Banquier
chwarz 28, Banquier Plaut 26.
Außerdem haben Stimmen erhalten die Herren: Banquier I.
Bleichröder 25, Banquier Loewenstein 25, Banquier Behrend 23,
Fabrikbesitzer L. Liebermann 21, Dr. Horwitz 20, Konsul Müller 18,
Kommerzienrath Schwabach 18, Banquier Güterbock 13, Makler
Stettiner 10, Stadtrath A. Wolfs 6, Stadtrath Magnus 3.
Die erstgenannten 15 Personen sind also gewählt.
M. H.! Dann wollte ich mir noch eine Bemerkung in Beziehung 172
auf die Berichterstattung der Deputation gestatten, welche
Sie zur Berathung der Geschäftsordnung eingesetzt haben. Diese
Deputation sollte m 14 Tagen Bericht erstatten. Das ist heute. Es
ist nun durch ein Versehen unterlassen worden, das auf die Tagesordnung 172
zu setzen. Die Sache hat aber nur eine formelle Bedeutung, 172
denn materiell kann heute der Bericht noch nicht erstattet werden, 172
weil die Kommission mit ihren Arbeiten noch nicht fertig ist.
Wir gehen nun zur Tagesordnung über.
Ich bitte Herrn Kollegen Romstaedt zu reseriren.
1. Mittheilung des Magistrats in Bezug auf eine Vermehrung 172
der Turnstunden bei der Vttztoriaschule.
Vorl. 34.
Ref. Stadtv. Romstadt: M. H.! Sie haben am 26. März
v. Z. dem Magistratsantrage zugestimmt, daß der Turnunterricht bei
der Viktoriaschule im Sommersemester erweitert werde. Es wurden
12 neue Turnstunden eingerichtet, welche unter spezieller Leitung und
Beaufsichtigung des städtischen Oberturnwarts Dr. Angerstein ertheilt
wurden. Sie bewilligten dazu die Kosten, jedoch nur auf ein Jahr
und ersuchten gleichzeitig den Magistrat, nach Ablauf des Semesters
der Stadtverordnetenversammlung über das Resultat der Erweiterung 172
des Turnunterrichts in der Viktoriaschule Nachricht zukommen
zu lassen.
Der Magistrat kommt diesem Ersuchen nach und theilt uns den
Bericht des Direktor Dr. Haarbrücker mit, wonach das erweiterte
Turnen von ungemeinem Vortheil gewesen ist. Es wird darin gesagt, 172
daß nicht nur in den höheren Klassen, sondern sogar die kleinst 172
en Schüler bestrebt und bemüht gewesen sind, den größeren, soweit 172
es eben ihre Körperkräfte gestatten, nachzukommen. Bezüglich
der höheren Klassen hat sich in Folge dieser neuen Einrichtung bei
den Schülern eine außerordentliche Präzision gezeigt und es wird
nunmehr beantragt, daß auch für das nächste Jahr dieser Turnunterricht 172
in der bisherigen erweiterten Weise fortgesetzt werde. Im
Etat ist auch bereits die' erforderliche Summe, wie sie im vorigen
Jahre bewilligt war, vorgesehen.
Der Magistrat giebt' uns von dem Bericht Kenntniß und sagt,
daß die Einrichtung als solche sich sehr zweckmäßig erwiesen habe
und daß die Kosten im Etat bereits vorgesehen sind. Es geht hieraus
hervor, daß wir, oblgleich es nicht direkt ausgesprochen ist, unsere
Zustimmung nicht zu ertheilen brauchen. Der Magistrat scheint
unseren Zusatz damals nicht recht aufgefaßt zu haben, er scheint von
der Ansicht auszugehen, daß er uns dies nur zur Kenntniß mitzutheilen 172
brauche. Ich bin jedoch der Meinung, daß wir, da wir die
Bewilligung nur auf ein Jahr ausgesprochen haben, auch jetzt unsere
Bewilligung aussprechen müssen, die ich hiermit beantrage.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte damals noch beschlossen: 172
Zugleich ersucht die Versammlung bei dieser Gelegenheit
den Magistrat, ihr in möglichst kürzester Frist eine Vorlage
wegen Einführung des Turnunterrichts bei der Luisenschule
zu machen.
M. H.! Bei dieser Schule ist überhaupt noch kein Turnunterricht 172
eingerichtet. Ich möchte mir erlauben, Sie zu ersuchen, daß
wir den Magistrat an diesen Beschluß erinnern und ihn auffordern.
uns schleunigst hierüber eine Antwort zukommen zu lassen. Es wurde
damals allerdings hervorgehoben, daß es unter dem jetzigen Direktor
sehr schwer sein würde, dort Turnunterricht' einzurichten, weil derselbe 172
dem Turnen überhaupt nicht sehr gewogen ist. Indessen wurde
ausdrücklich gesagt und ich erinnere mich, daß der Herr Stadtschulrat!) 172
Hofmann dem zustimmte, daß wir von seiner Energie wohl erwarten 172
dürften, daß er das durchsetze, was für eine Schule als zweckmäßig 172
erachtet werden müsse.
Ich möchte also beantragen, daß wir dem zustimmen, daß der
Turnunterricht in der bisherigen Weise wie im vorigen Sommersemester 172
auch in diesem Jahr fortgeführt werde, daß wir gleichzeitig
aber den Magistrat an unseren Beschluß vom 26. März v. I. in
Bezug auf die Luisenschule erinnern und ihn um eine schleunige
Vorlage darüber ersuchen.
Stadtv. Kochhann: M. H.! Ich möchte bitten, die Genehmigung 172
nicht blos für dies Jahr, sondern fortan weiter zu ertheilen,
da der Turnunterricht nicht anders ordnungsmäßig weiter geleitet
werden kann; ich glaube, daß das System ein dauerndes sein muß.
Ref. Stadtv. Nomstädt: Ich habe gegen diesen Antrag nichts.
Ich hatte nur Bedenke» wegen des Dr. Angerstein, ob der sich für
die Dauer dazu hergeben würde. Ich glaube wohl, daß er sich der
Aufgabe weiter unterziehen wird und habe also gegen diesen Zusatz
nichts.
(Der Antrag des Referenten wird mit dem Amendement des Stadtverordneten 172
Kochhann angenommen.)
2. Mittheilung des Magistrats in Betreff der Separatausgabe 172
des Berichts des Baumeisters Hennicke über
Markthallen. (Vorl. 30.)
Ref. Stadtv. Bertheim (für den ausgeschiedenen Stadtverordneten 172
Wedding): Unter Nr. 30 der Vorlagen ist eine Mittheilung 172
des Magistrats in Betreff der Separatausgabe des Berichts des
Baumeisters Hennicke über die Markthallen enthalten. In Folge
mehrfacher Erinnerung sowohl seitens der Versammlung als des
Vorstandes theilt der Magistrat mit, daß nunmehr Mitte Februar
mit Bestimmtheit dieser Bericht zu erwarten fern wird. Es ist das
nur zur Kenntnißnahme.
(Die Versammlung nimmt Kenntniß.)
ß. Vorlage wegen Ausführung von Erweiterungsbauten 172
u f. w. bei den städtischen Gasanstalten. (Vorl. 28.)
Ref. Stadtv. Bertheim: Ferner sind zwei Anträge des Magistrats 172
unter Nr. 28 und 29 in Bezug auf die städtischen Gaswerke
eingegangen.
Die Nr. 28 betrifft die Bewilligung der Kosten zu den Erweiterungsbauten 172
im Jahre 1875. Nachträglich finden Sie noch zu der
Vorlage 28 den Bericht des Kuratoriums vom 30. November v. I.,
worin diese Erweiterungsbauten ausführlich motivirt sind. Derselbe
nimmt Bezug auf einen früheren Bericht vom 11. Februar 1874,
der der geehrten Versammlung bereits im vorigen Jahre zur Beschlußnahme 172
vorgelegen hat und in welchem die sämmtlichen Erweiterungsbauten, 172
welche nothwendig sein würden für die Jahre 1874
bis 1878, dargelegt werden Mit dem Beschluß vom 1. April v. I.
hat die geehrte Versammlung im Allgemeinen diese Erweiterungsbauten 172
für die vier Jahre bewilligt und auch die Kosten für das
Jahr 1874 durch den Beschluß vom Mai vorigen Jahres bewilligt.
Jetzt handelt es sich, um die Kosten für die Erweiterungsbauten
für das Jahr 1875. In dem Bericht des Gaskuratoriums vom
30. November v. I. ist ausführlich dargelegt, daß die Erweiterungsbauten 172
nothwendig werden, um den Maximalverbrauch des höchsten
Tages, also der Dezembertage, bestreiten zu können. Es ist dargelegt 172
worden, daß eine Fabrikation von 33 l,000 Kubikmeter erforderlich 172
sein würde, während bisher nur 303,000 Kubikmeter erforderlich
waren. Es war die Frage, ob die Nothwendigkeit überhaupt vorhanden 172
sei, und die mußte zugegeben werden, weil gegen das vergangene 172
Jahr eine Zunahme von ungefähr 10 Prozent vorhanden
sei. Gegen diese Vergrößerung war also nichts einzuwenden. Dieselbe 172
wurde für nothwendig gehalten, wenn auch nur, wie erforderlich 172
wäre, um den Verbrauch weniger Wochen, vielleicht nur weniger
Tage befriedigen zu können, da der Verbrauch in den Dezembertagen
ungefähr doppelt so stark ist als der Durchschnitt des Jahres und
fünfmal so stark als der Verbrauch der Sommermonate. Immerhin
aber ist es nicht möglich, diesen Verbrauch für wenige Tage in anderer 172
Weise befriedigen zu können als durch diese Vergrößerung der
Fabrikation.
Sie finden nun in der Darstellung genau angeführt, für welche
Anstalten dieser Bedarf erforderlich ist. Da scheiden eigentlich zwei
der älteren Anstalten aus, nämlich die in der Müllerstraße und die
am Stralauerplatz, wo es sich eigentlich nur um Reparaturen und
kleine Ergänzungen handelt, die möglicherweise auch aus dem laufenden 172
Reparaturfonds zu bestreiten sein möchten und gegen die