Publication:
2018
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364477
Path:
Die Bauzeitung zur Sanierung
Ausgabe 14
Juni 2018

John-Locke-Blatt

Bienvenue in der John-Locke-Siedlung
Zuzug aus Frankreich : Die junge Familie Pilon aus Calais fühlt sich in der Siedlung sehr wohl.

I

n der John-Locke-Siedlung wohnen Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Ende des letzten Jahres kam
eine französische Familie dazu: Die fünfköpfige Familie Pilon zog in
eine der frisch sanierten Wohnungen. Berufliche Veränderungen
und familiäre Verbindungen brachten Sarah, Sebastian, Kayliah,
Maeline und Timeo nach Berlin, eine Tante unterstützte sie bei

der Wohnungssuche. Die neue Wohnung mitten in der Siedlung
gefiel ihnen auf Anhieb, bietet sie doch ausreichend Platz und
vor allem Grünflächen, Spielplätze und Schulen direkt vor der Tür.
Die Pilons genießen besonders die verkehrsberuhigte Lage, so
dass die Kinder ungestört und sicher draußen spielen können.
Nach knapp einem halben Jahr in Deutschland sprechen die fünf

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Fünf Jahre voller
Herausforderungen

Kurz und knapp

Die Bauarbeiten
gehen voran

STADT UND LANDErlebnistag

Projektleiter Mike Hanneke
blickt auf die letzten Sanierungsjahre zurück und zieht
eine persönliche Bilanz.

Alle Neuigkeiten auf einen Blick:
von neuen Gewerbe­mie­tern
bis zur Sanierung der Tiefgarage in der John-Locke-Straße.

Täglich wird in der Siedlung
gebaut, wir sagen Ihnen,
­welche Gebäude in den
nächsten Monaten dran sind.

Biotope entdecken und Natur
erleben – beim Erlebnistag
in der Naturschutzstation
Marienfelde.

schon sehr gut Deutsch, die Kinder haben mittlerweile von einer
Willkommensklasse in Regelklassen gewechselt und kommen
mit der neuen Sprache gut zurecht. Auch neue Freundschaften
wurden schnell geschlossen.
Wir begrüßen Familie Pilon herzlich und wünschen ihnen alles
Gute für die weitere Zeit in der John-Locke-Siedlung. 

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John-Locke-Blatt / Ausgabe 14 / 2018

Fünf Jahre voller Herausforderungen
Projektleiter Mike Hanneke zieht nach 870 sanierten Wohnungen Bilanz

D

ie Sanierung der John-Locke-Siedlung wird mit Hilfe von
zwei Generalplanern organisiert. Diese Firmen betreuen die
jeweiligen Bauabschnitte von der Ausschreibung der Bauleistungen bis zu den finalen Abrechnungen. Sowohl die GNEISE
Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH als auch das Büro
SPP – Schüttauf und Persike Planungsgesellschaft mbH sind seit
Jahren mit einem Baubüro in der Siedlung präsent. Nun sind die
Bauabschnitte, die die Firma GNEISE betreut hat, abgeschlossen
und wir haben mit dem zuständigen Projektleiter Mike Hanneke
über seine Erfahrungen gesprochen.
Seit 2013 beschäftigen Sie sich mit der Sanierung der
John-Locke-Siedlung. Mit welchem Blick gehen Sie
heute durch die Siedlung?

Manches musste weichen, was den Mietern lieb und
teuer war…
Das ist leider immer so. Gerade die Mieter, die schon sehr lange
in ihren Wohnungen wohnen, haben sich mit Liebe zum Detail
eingerichtet. Ich habe richtige Puppenstübchen gesehen mit
Parkett und Holzverkleidungen in der ganzen Wohnung. Aber
gerade durch die Schadstoffsanierung musste vieles raus, weil
auch der Kleber abgeschliffen wurde. Durch die umfangreichen
Sicherheitsmaßnahmen können einzelne Wohnungen später nicht
einfach nachsaniert werden, wenn der Mieter auszieht. Aber man
muss auch sagen, dass die Masse der Wohnungen gerade durch
die neuen Bäder deutlich gewonnen hat.
Gab es viele Beschwerden bei Ihnen?

Unser Büro hat sich bereits im Rahmen des EU-weiten Vergabe­
verfahrens mit der Sanierung der Siedlung auseinandergesetzt und
2013 den Auftrag erhalten. Seitdem hat sich viel verändert und ich
bin durchaus stolz, wenn ich sehe, wie schön viele Teile der Siedlung
heute sind. Ich hoffe, die Mieter sehen das auch und fühlen sich wohl.
Sie waren für die Sanierung von ca. 870 Wohnungen
zuständig. Was waren die größten Herausforderungen?
In den letzten Jahren hat sich tatsächlich viel geändert, was so
nicht vorhersehbar war. Zum einen ist das die rasante Entwicklung
im Baubereich mit stark gestiegenen Preisen bei den Baufirmen
und auch beim Material. Auf der anderen Seite haben sich auch
die politischen Rahmenbedingungen geändert, z. B. bei der Pflicht
zur Schadstoffbeseitigung oder der Modernisierungsumlage.
Dadurch mussten immer wieder Umplanungen gemacht und die
Baukosten mehrfach neu berechnet werden. Auch in den Gebäuden
gab es manche Überraschungen, die zusätzliche Arbeiten nötig
machten. Trotzdem haben wir es geschafft, den Zeitplan für die
Wohnungssanierung weitgehend einzuhalten.

2018

2018

Natürlich, weil bei so einem umfangreichen Bauprojekt nie alles
glattläuft. Besonders die Mitglieder des Mieterbeirats waren
regelmäßig in unserem Büro und haben Mängellisten oder Fotos
auf den Tisch gelegt. Mal funktionierten die Automatiktüren nicht
richtig, dann gab es Stolperfallen oder es lag Baumüll herum. Wir
haben uns immer bemüht, alles was möglich war, schnellstmöglich
abzustellen. Aber manchmal wurde erst ein Bauteil bestellt oder
auch wir mussten den Firmen mehrfach auf die Füße treten. Lob
gibt es in meinem Beruf von den Betroffenen eher selten.
Das war der Blick zurück. Wie ist der Blick nach vorne?
Ich hoffe sehr, dass die Mieter durch ihr Verhalten würdigen, was
durch STADT UND LAND in den letzten Jahren in die Siedlung
investiert wurde. Ob Graffiti im frisch gestrichenen Treppenhaus,
Schmierereien im neuen Fahrstuhl oder Vandalismus auf dem
Spielplatz – da muss auch mal die Nachbarschaft hinschauen.
Das kann nicht alles der Vermieter regeln.

2013

Die John-Locke-Siedlung hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Die
Häuser verwandelten sich von alt zu modern und auch die Außenanlagen
wurden einladender und anspruchsvoller gestaltet.

John-Locke-Blatt / Ausgabe 14 / 2018

Kurz und knapp
Neue Gewerbemieter

Grünanlagen

Tanklaster adé

Im ehemaligen Waschhaus und im früheren Partyraum hinter
der John-Locke-Str. 21 wird gebaut. Dort entstehen neue Räumlichkeiten für eine Physiotherapie-Praxis und einen Nachbarschaftstreff mit vielseitigen Angeboten für die Bewohner der
Siedlung. Beide werden voraussichtlich noch in diesem Jahr
den Betrieb aufnehmen.

In Teilen der Siedlung wurden die Grünanlagen bereits sehr
schön hergerichtet, an anderen Stellen sieht es noch aus wie
Kraut und Rüben. Dort ist der Rasen zerfahren und auch die Begrünung rund um bereits sanierte Häuser gleicht einem Unkrautfeld. Das wird auch in diesem Jahr so bleiben, weil die Wiederherstellungsarbeiten an den Außenanlagen rund um die gerade
frisch sanierten Häuser erst im kommenden Jahr weitergehen.
Derzeit liegt das Hauptaugenmerk auf dem Eingangsbereich der
Barnetstr. 68. Gerade im Süden und Osten der Siedlung ist aber
schon gut zu sehen, welche Qualität die Grünanlagen nach der
Wiederherstellung haben werden.

Gerade wurde im Heizhaus hinter der John-Locke-Str. 21 der
letzte Ölkessel auf Gas umgestellt. Dafür wurde ein neuer riesiger
Kessel angeliefert, der mit großem technischen Aufwand in das
Gebäude gebracht und dort eingebaut wurde. Damit wird die
gesamte Siedlung nun durch zwei hocheffiziente Gaskessel mit
Wärme versorgt. Jeder der beiden Kessel hat eine Leistung von
2,9 MW. Und damit alles funktioniert, wurde noch ein neuer
Schaltschrank installiert.

Besser fernsehen, schneller surfen
Derzeit sind die Techniker von Vodafone, dem Vertragspartner
der STADT UND LAND, in der Siedlung unterwegs und bauen in
allen Wohnungen neue Multimediadosen ein und rüsten auch in
den Kellern die Technik nach. So werden die Voraussetzungen
für neue Übertragungsgeschwindigkeiten und die Umstellung
auf digitales Fernsehen geschaffen.

Tiefgarage John-Locke-Str. 2–6
wird saniert

Seit Jahren drängen die Mieter, die einen Stellplatz in der Tiefgarage in der John-Locke-Str. 2–6 haben, auf eine Sanierung. Bei
jedem Regen bekommen nicht nur die Autos nasse Füße. Nun ist
Nicht jedem Mieter hat es gefallen, dass die Bäume gefällt wurden, es soweit: Die Garage ist inzwischen beräumt, Parkplätze mussten
die im Laufe von Jahrzehnten rund um die schöne Skulptur „Im verlegt und auch Mieterkeller geräumt werden. Leider liegen
Fluge“ gewachsen waren. Nun wurde das Kunstwerk wieder sichtbar auch einige Mieterterrassen auf dem Dach der Tiefgarage und die
gemacht, der ganze Bereich neu gestaltet und Bänke laden zum betroffenen Mieter müssen aufgrund der Bauarbeiten in diesem
Jahr auf die Sommerfrische direkt vor der Balkontür verzichten.
Verweilen ein.
Im Juni begannen die Abdichtungsarbeiten, die Fertigstellung
ist für Oktober geplant.

Kunst wieder sichtbar

Einbau von Rauchwarnmeldern

Die Skulptur „Im Fluge“ wurde befreit

In der letzten Mieterzeitung haben Sie vielleicht gelesen, dass
in allen Wohnungen der STADT UND LAND gemäß der Forderung des Gesetzgebers Rauchwarnmelder eingebaut werden. Die
Wohnungen in der John-Locke-Siedlung werden 2019 mit den kleinen
Lebensrettern ausgestattet. Bereits selbst eingebaute Rauchmelder
reichen nicht aus, weil eine jährliche Dokumentationspflicht für
die Funktionsfähigkeit besteht. Wird diese nicht erfüllt, gibt es im
Schadensfall Probleme mit dem Versicherungsschutz. Sie werden
rechtzeitig über die Installierung in Ihren Wohnungen informiert.

Die Bauarbeiten gehen voran

So sieht modernes Heizen aus.

Bautenstand 2018

Wer will fleißige Handwerker sehen…
Der muss in den kommenden Monaten seinen Blick in den nördlichen Teil der John-Locke-Siedlung richten. Denn dort wird
weiterhin gebaut:
Barnetstr. 69–78: Die Wohnungen sind bereits fertig, es wird
noch an der Mängelbeseitigung rund um die Fassade gearbeitet
und die Treppenhäuser sowie die Hauseingänge müssen noch
fertigstellt werden.
Barnetstr. 79–81, Finchleystr. 2,4: Hier sind die Bauarbeiten in
vollem Gang, Mieter müssen ein- und ausziehen, um die Schadstoffsanierung zu ermöglichen.
Steinstr. 81–86: Die heiße Bauphase ist angelaufen und die Mieter
müssen nun ihre Wohnungen nach und nach verlassen.
Steinstr. 78–80: Alle Firmen wurden nach einer Ausschreibung
beauftragt, die bauvorbereitenden Arbeiten beginnen in Kürze.

Warum es manchmal hakt…
Wir hatten bereits in der letzten Bauzeitung erläutert, warum es
an einigen Stellen zu Verzögerungen im Baugeschehen kommt.
Manches ist nicht so einfach zu lösen, wie es auf den ersten Blick
scheint. Dazu gehört auch der massive Sturmschaden auf dem
Dach der Barnetstr. 68.
Die STADT UND LAND kann leider nicht einfach eine Firma beauftragen, um den Schaden schnellstmöglich zu beheben, denn in
solchen Schadensfällen kommt die Versicherung ins Spiel.
Die veranlasst letztendlich auch die Reparatur und die STADT
UND LAND kann – wie in diesem Fall auch – die Vorgänge leider
nicht beschleunigen.

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John-Locke-Blatt / Ausgabe 14 / 2018

STADT UND LAND-Erlebnistag
in der Naturschutzstation Marienfelde

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ast in Laufentfernung von der John-Locke-Siedlung liegt der
Naturschutzpark Marienfelde (Freizeitpark). Er entwickelt sich
seit den 80er Jahren auf einer alten Hausmülldeponie der BSR.
Dort sind im Lauf der Jahrzehnte wertvolle Biotope entstanden,
die heute viele seltene und geschützte Tierarten beheimaten.
Neben dem Wechselkrötenteich und Naturerlebnisräumen gibt
es in dem Park am Stadtrand auch interessante Weitblicke vom
Alpengipfel oder vom Waidblick. In den grünen Klassenzimmern
der Naturschutzstation gibt es Natur- und Umweltbildungsangebote für Groß und Klein: Junior Ranger, kleine Insektenforscher
und auch Imker lernen viel über die heimische Fauna und Flora.
STADT UND LAND lädt 50 interessierte Mieterfamilien am Samstag,
den 18. August 2018, von 12 bis 18 Uhr zu einem Erlebnistag in die
Naturschutzstation ein.
Hier kann man alles rund um die wilde Stadtnatur erfahren,
Erlebnistouren im Naturschutzpark und Führungen auf der Naturschutzstation mitmachen, Einblicke ins Grüne Klassenzimmer und
das Schmetterlingsleben bekommen und schließlich auch am
Lagerfeuer Stockbrot backen. Wer teilnehmen möchte, schreibt
bitte bis zum 31. Juli 2018 eine Mail mit Angabe der Personenzahl
an journal@stadtundland.de. Falls mehr Anmeldungen eingehen,
als Plätze zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.

Redaktion
STADT UND LAND
Wohnbauten-Gesell­schaft mbH
Unternehmens­kommunikation
Frank Hadamczik
Andrea Setzepfandt
Werbellinstraße 12
12053 Berlin
Tel. 030 6892-6430
Fax 030 6892-6469
jolo@stadtundland.de
www.john-locke-siedlung.de

Mieterbetreuung
Tel. 030 6892-5005
Philipp Süss
Tel. 0151 46732051
Katrin Sobczynski
Tel. 0160 4739950
Servicebüro Tempelhof
Annette Greyer
Tel. 030 6892-5220
Anett Lohse
Tel. 030 6892-5114

Mieterbeirat
Peter Schoebe
Tel. 030 7458389
Angelika Herrmann
Tel. 030 50362152
Andrea Meyer
Tel. 030 74682830
Andreas Jojade
Tel. 0170 5754964
Jörg Seidler
Tel. 030 7461157
                            
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