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Full text: Kreislaufwirtschaft in Berlin

Kreislaufwirtschaft in Berlin
Recycling, Effizienz, Ressourcenmanagement

Sortieranlage für Leichtverpackungen und andere
­Wertstoffe von ALBA in Berlin

Unternehmen
ABEG Abfallentsorgungsgesellschaft
ALBA Group
ALBA Electronics Recycling
ARU Gesellschaft für Abfalltransporte,
Recycling + Umweltschutz
Bartscherer & Co. Recycling
Berlin Recycling
Berliner Stadtreinigung (BSR)
Berliner Wasserbetriebe
Born Entsorgung
BRAL
Brauco Rohr- und Umweltservice
Dr. Böhme Elektronik-Recycling
ECF Farmsystems
EBK Kompostierung – Altholzrecycling –
Erdbau
Fritz Pennecke Söhne Abfallentsorgung
u. Recycling
GreenLab Berlin
Karl Meyer Rohstoffverwertung
LLA Instruments
LTB Lasertechnik Berlin
Otto-Rüdiger Schulze Altholzrecycling
PAV Plasticaufbereitungs- und
Verarbeitungsgesellschaft
Reiswolf
REMONDIS
REMONDIS Electrorecycling
Veolia Umweltservices
Rhenus Data Office
Schmidt + Kampshoff
SECOPTA
Siewert & Co Autorecycling
Sperrmüll Berlin
TerraCycle Germany
Upcycling Deluxe

NIR Hyperspektralkamera von LLA Instruments zur Material­erkennung
von Haushaltsabfällen

Im Rahmen einer umfassenden Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsüberlegungen kommt
der Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle zu.
Es gibt keine Ressourcenknappheit auf unserem Planeten. Wenn ein Produkt nicht mehr
gebraucht wird und in die Entsorgung geht,
sind die Materialien noch vorhanden, die zur
Herstellung eingesetzt wurden. Die Herausforderung besteht darin, sie als Sekundärroh­
stoffe wiederzuverwenden. Hierzu braucht es
zum einen Konzepte, die schon bei ­Design,
Konstruktion und Produktion die ­zukünftige
Wiederverwertung einplanen, und zum anderen entsprechende Technologien für ein effizientes Recycling.
Für Berlin als Smart City ist eine effiziente
Kreislaufwirtschaft mit nachhaltigem Ressourcenmanagement ein wichtiges Ziel. Viele
­kreative Menschen – Forscher, Techniker,
­Unternehmer – arbeiten daran, dieses Ziel zu
erreichen.
Mit über 400 Unternehmen und weit mehr als
8.500 Beschäftigten ist die Kreislaufwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in
der Hauptstadt. Das Spektrum reicht von den
klassischen Entsorgern über Technologieentwickler bis zu Startups, die aus Sekundär­
rohstoffen innovative Produkte für ein um-

»PAV recycelt seit über 30 Jahren in Berlin erfolgreich
Kunststoffe. Parallel entwickeln wir innovative Produkte.
Aktuelles Vorzeigeprojekt ist eine Eisenbahnschwelle
aus Kunststoffrecyclaten, die seit 2014 bundes- und
europaweit getestet und eingebaut wird. Viel Potenzial
sehen wir auch bei naturfasergefüllten Recyclaten und
Recyclaten aus nachwachsenden Rohstoffen wie PLA.«
Dr. Frank Giesel
Geschäftsführer
PAV GmbH

»Nachhaltigkeit in all ihren Dimen­
sionen ist BSR-Strategie. Ressourcen
zu schonen und so effizient wie
möglich zu nutzen gehört natürlich
dazu. Damit sind Innovation und
Ressourceneffizienz Bestandteil all
unserer Prozesse vom Fuhrpark mit
alternativen Antrieben über die Gewinnung von Energie
aus Abfall bis hin zum elektronischen Rechnungs­
austausch mit unseren Kunden.«
Andreas Thürmer
Leiter Vorstandsbüro
Berliner Stadtreinigungsbetriebe

weltbewusstes Publikum machen. Mit dem
CleanTech Business Park Marzahn-­Hellersdorf
entsteht ein neuer Standort mit idealen Be­
dingungen für die Branche.

Rohstoff Müll

Der Berliner Müll ist ein gefragter Rohstoff.
Große Entsorger wie die Berliner Stadtreinigungsbetriebe BSR und ALBA und viele spezialisierte Verwerter wie Bartscherer oder PAV
sorgen für eine hohe Recyclingquote. ­Sieben
Berliner Anlagen sortieren Verpack­ungen,
Kunststoffe oder andere gemischte Wertstoffe
und Gewerbeabfälle. Die zunehmende Zahl
­alter Elektrogeräte wird in zehn Demontageund Aufbereitungsanlagen behandelt. Das Altpapier wird überwiegend in drei Brandenburger
Papierfabriken zu ­Zellstoff weiterverarbeitet
und anschließend direkt zur Papierherstellung
verwendet. Rohstoffe wie Stahl, Eisen, Zink
oder Messing werden in der Berliner Eisenund Stahlindustrie wiederverwertet. Aus
­Bioabfällen entsteht in über 100 Brandenburger Kompostieranlagen wertvoller Humus. Die
Berliner Wasserbetriebe ­haben eine Anlage zur
Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm entwickelt und sind damit mit dem
Greentec Award 2015 ausgezeichnet worden.

Titel der Broschüre — Titel des Kapitels

Anlage der Berliner Wasserbetriebe zur ­Gewinnung von MagnesiumAmmonium-­Phosphat (MAP) aus Klärschlamm

Technologien für die
Kreislaufwirtschaft

In der Zukunft werden noch viel mehr Stoffe
in größeren Mengen und effizienter recycelt
werden. Hierfür bedarf es leistungsfähiger
Technologien. Sensorik, Analytik und Automatisierungstechnik spielen eine wichtige
Rolle. Firmen wie SECOPTA, LLA Instruments
oder LTB Lasertechnik Berlin liefern die
­entsprechende Technik und entwickeln neue
Methoden.

Starke Forschung

Berliner Forschungseinrichtungen bieten zu
nahezu jedem Thema kompetente Partner.
Unter dem Leitthema »Ressourceneffizienz
für Prozesse und Produkte« forschen an der
­Fakultät Prozesswissenschaften der TU Berlin
Wissenschaftler der Biotechnologie, der
­Lebensmittelchemie und -technologie, der
Energie- und Verfahrenstechnik, der Umweltwissenschaft und -technik sowie der Werkstoffwissenschaft Hand in Hand. Ziel des
­Projekts UPgrade ist es, bei der Behandlung
von Elektro- und Elektronikaltgeräten über
alle Stufen der Recyclingkette, die Anreicherung von ausgewählten Metallen durch neue
und optimierte Prozesse und Prozessketten zu
erreichen, um deren Rückgewinnung ­innerhalb

 Wir betreiben integrierte Fisch»
und Gemüsezucht im großen
Maßstab mit einem Maximum an
Ressourceneffizienz. Mitten in der
Stadt. Berlin ist für so ein Projekt
die erste Wahl. Im nächsten Schritt
wollen wir unsere AquaponikSysteme weltweit vertreiben.«
Nicolas Leschke
CEO und Gründer
ECF Farmsystems

Im Projekt »BücherboXX« werden alte Telefonzellen zu öffentlichen
Straßenbibliotheken umgebaut.

»Für uns fängt eine nachhaltige
Kreislaufwirtschaft bei der
­Entwicklung von Produkten
an, die auf Langlebigkeit, hohe
­Zuverlässigkeit, Reparierbarkeit
und Recyclingfreundlichkeit
aus­gelegt sind. Dafür bringen
wir einige der innovativsten Unternehmen der
Elektronikbranche zusammen und entwickeln gemeinsam neue Konzepte für mobile Informations- und
Kommunikations­technik.«
Karsten Schischke
Gruppenleiter, Environmental Evaluation
and Optimization
Fraunhofer IZM

existierender Recyclingsysteme zu verbessern,
Verluste zu minimieren und Kreisläufe zu
schließen.
Am Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit
und Mikrointegration bildet die Kreislaufwirtschaft einen wichtigen Schwerpunkt. Im Projekt cycLED werden unter anderem Methoden
für die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe
wie etwa Indium, Gallium oder seltene Erdmetalle aus LEDs entwickelt. Das europäische
Verbundprojekt CloseWEEE konzentriert sich
auf den Zerlegungsprozess von Elektroaltgeräten und entwickelt u.a. Methoden zum Recycling von Kunststoffen, Additiven und Metallen. In einer Online-Datenbank können
Recyclingunternehmen umfassende Informationen zur leichteren Zerlegung von Geräten
abrufen. Das IZM ist auch Organisator der
Konferenz Electronics Goes Green 2016+, die
im September 2016 in Berlin stattfindet. Am
Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen
und Konstruktionstechnik werden u.a. neuartige Biopolymere sowie Prozesstechniken für
deren Verarbeitung entwickelt.

Forschungseinrichtungen
•B
 AM Bundesanstalt für Material­
forschung und -prüfung
•B
 euth Hochschule für Technik
• F raunhofer-Institut für Produktions­
anlagen und Konstruktionstechnik IPK
• F raunhofer-Institut für Zuverlässigkeit
und Mikrointegration IZM
• L eibniz-Institut für Gewässerökologie
und Binnenfischerei (IGB)
•T
 echnische Universität Berlin
Netzwerke, Vereinigungen
•B
 DE Bundesverband der Deutschen
Entsorgungs-, Wasser-, und Rohstoffwirtschaft
•B
 und für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND)
•B
 undesgütegemeinschaft RecyclingBaustoffe
•C
 RCLR – Circular Economy Network
•D
 GAW – Deutsche Gesellschaft für
Abfallwirtschaft
•G
 erman Recycling Technologies and
Waste Management Partnership
•V
 erband kommunaler Unternehmen
(VKU)

Unser Ziel: Ihr Erfolg!
Berlin ist heute ein Wirtschaftsstandort von internationalem Rang. Die
Hauptstadt wächst deutlich schneller als der Rest der Republik. Immer
mehr Unternehmen erkennen für sich Chancen, wie sie selbst Teil dieser
Erfolgsgeschichte werden können.
Wir helfen Ihnen dabei.
Berlin Partner ist die zentrale Anlaufstelle für Wirtschaftsförderung in
­Berlin. Wir unterstützen Sie bei Ansiedlung, Unternehmensentwicklung
und Technologietransfer.
Der Service aus einer Hand bedeutet für Sie kürzere Wege und schnellere
Entscheidungen. So können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren:
Ihre unternehmerischen Ziele am Standort Berlin.
Wir orientieren uns konsequent an den Bedürfnissen unserer K
­ unden.
Unternehmen begleiten wir in jeder Phase Ihres Wachstums. Von
­Businessplan, Gründung, Finanzierung und Standortsuche über
­Innovationsberatung und Personalrekrutierung bis hin zur Erschließung
neuer, internationaler Märkte.

Sprechen Sie uns an! 
www.businesslocationcenter.de/energietechnik
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@BerlinPartner

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
Fasanenstraße 85
10623 Berlin
www.berlin-partner.de
Ansprechpartner: Wolfgang Korek
Tel +49 30 46302-577
wolfgang.korek@berlin-partner.de

Herausgeber: Berlin Partner für Wirtschaft und
Technologie GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung
für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin.
Fotos: Titel: Berliner Stadtreinigung/Trenntstadt
Berlin (2015), Innen: ALBA Group, LLA Instruments,
Berliner Wasserbetriebe, Dennis Skley
Gestaltung: Büro Watkinson, Berlin,
Druck: Laserline, Berlin © Oktober 2015
        
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