Publication:
2018
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364893
Path:
ADFC 2018
Jahresbericht
Stand: Dezember 2018

| 1

Inhalt

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Vorwort  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 2
ADFC-Bundeshauptversammlung 2018 � � � � � � � � � � � � � � � � 3
Kampagne 2019  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 4
ADFC-Veranstaltungen setzen Impulse
Fachtagung „Moderne Radverkehrsinfrastruktur“  � � � � 5

Medien
www.adfc.de: zeitgemäß und responsiv  � � � � � � � � � � � � � � 27

Parlamentarischer Frühjahrsempfang  � � � � � � � � � � � � � � � � � 6

Neues Radtouren- und Veranstaltungsportal  � � � � � � � 28

Fahrradmesse Eurobike  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 7

Neue ADFC-Internetseite für den Radtourismus  � � � � 28

Faktor Fahrrad: Wirtschaftskraft und Lebensqualität  8

Urlaubsplaner für Radreisende  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 29

Internationale Tagungen  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 8

Radurlaub � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 30

Darmstadt goes Dutch � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 9

Radwelt  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 31

Nationale Plattform Zukunft der Mobilität  � � � � � � � � � � � � 9

Social Media  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 32

Arbeitshilfe Saubere Luft � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 10
So geht Verkehrswende  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 10

Haushalt
Betriebsergebnis 2017  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 33

Rechtsabbiege-Unfälle und Abbiegeassistenten  � � � � � 11
Radentscheide  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 12
Freie Lastenräder  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 13
Öffentliche Fahrradverleihsysteme  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 14
ADFC-Fahrradklima-Test 2018  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 15
Mit dem Rad zur Arbeit � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 16
ADFC-Programm „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“  17
Exklusiver Mitgliederservice: ADFC-Pannenhilfe  � � � � 18
Eine neue Satzung für den ADFC � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 19
Aus- und Weiterbildung im ADFC  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 20
Tourismus
Deutschland – Radreiseland Nummer 1  � � � � � � � � � � � � � � 21
ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2018  � � � � � � � � � � � � � � 22
Touristische Qualitätsauszeichnungen  � � � � � � � � � � � � � � 23
Bett+Bike � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 24
Presse
ADFC treibt die Verkehrswende-Debatte � � � � � � � � � � � � � 25

Vorstand
Im ADFC-Bundesvorstand engagieren sich  � � � � � � � � � � 35
ADFC-Bundesgeschäftsstelle
Leitungsebene  � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � 37

Vorwort

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Unser Ziel ist die Verkehrswende mit
dem Fahrrad im Mittelpunkt!
Sie ist bitter notwendig und ohne
das Fahrrad nicht zu erreichen.
Wir wollen lebenswerte Städte, in
denen sich Menschen wohlfühlen.
U L R I CH SY B E RG
Bundesvorsitzender Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club
Ulrich Syberg während einer Präsentation im Bundesverkehrsministerium.
© Dirk Michael Deckbar

Der ADFC ist die größte Organisation von Rad fahrenden Menschen in Deutschland und weltweit. Seit 1979
setzen wir uns für das Fahrrad als Verkehrsmittel ein
– das heißt, 2019 wird der ADFC 40 Jahre alt. Wir haben den Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit
gestellt und wollen, dass alle Menschen, egal, wie jung
oder alt sie sind, eine Fahrradinfrastruktur vorfinden,
die ihren Bedürfnissen entspricht. Die Bedürfnisse sind
nicht für alle gleich – es gibt robuste und routinierte
Radfahrende, die sich sicher im Straßenverkehr bewegen, und es gibt Menschen, die der massive Autoverkehr so beunruhigt, dass sie entweder gar nicht erst
aufs Rad steigen oder nur geschützt von ihm fahren
wollen.
Deshalb haben wir in den letzten Jahren verstärkt geschaut, welche Angebote die unterschiedlichen Typen
von Radfahrenden bevorzugen und wie diese Angebote
in anderen Ländern formuliert werden. Die geschützten
Radfahrstreifen, die inzwischen in aller Munde sind, haben wir aus den USA importiert und bekannt gemacht.
Wir haben den geschützten Radfahrstreifen 2018 eine
eigene Fachveranstaltung gewidmet und dabei unser
umfangreiches Positionspapier dazu vorgestellt.

Die Verkehrswende mit dem Fahrrad im
Mittelpunkt
Die Verkehrswende soll sichtbar werden – und alle Menschen sollen öfter, lieber und für längere Strecken das
Fahrrad nutzen. Das vermitteln wir als gefragter Partner
in der Politik, in der Fahrrad- und Tourismusbranche. Dafür bauen wir das Netzwerk von Verbänden und Akteuren im In- und Ausland aus dem Verkehrs-, Mobilitäts-,
Umwelt- und Gesundheitsbereich weiter aus. Lokal engagieren sich ehrenamtlich aktive Menschen im ADFC
für einen starken Radverkehr und bringen ihr Wissen
u. a. in Radentscheide und Aktionen vor Ort ein.

Die Radentscheide zeigen, wie hoch das Interesse der
Bevölkerung am Radverkehr ist – für alle bislang abgeschlossenen Stimmensammlungen gilt: Sie haben deutlich mehr Unterschriften zusammenbekommen, als notwendig waren. Das Engagement unterstützt der ADFC
– so entwickeln Radentscheide und ADFC gemeinsam
mehr Schlagkraft.

Motor der Bewegung
Aktuell stagniert der Radverkehrsanteil und auch das
ohnehin nicht sehr ambitionierte Ziel des Nationalen
Radverkehrsplans von 15 Prozent Radverkehrsanteil bis
2020 wird verfehlt werden. Ziel des ADFC ist es, dass bis
2025 im Bundesdurchschnitt 40 Prozent aller innerstädtischen Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden
und dass der Anteil des Fahrrads an der Verkehrsleistung auf 15 Prozent steigt. Dass eine Verfünffachung
des derzeitigen Radverkehrs möglich ist, zeigen andere
Länder.
Um unsere Ziele bekannt zu machen und unsere Schlagkraft deutlich auszubauen, entwickeln wir für 2019 eine
neue Kampagne, um zu zeigen, dass das Fahrrad mehr
Platz braucht. Der ADFC will Motor der Bewegung sein,
um die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt
durchzusetzen. Deshalb wollen wir bis 2025 kräftig
wachsen – an Mitgliedern und an Menschen, die uns und
unsere Arbeit unterstützen, mit uns in Kontakt stehen
und bei konkreten Aktionen, online oder vor Ort dabei
sind.
Wir freuen uns, wenn auch Sie dabei sind!

Ulrich Syberg
Bundesvorsitzender
www.adfc.de/sei-dabei

Vorwort | 2

Der neu gewählte ADFC-Bundesvorstand: Rebecca Peters, Birgit Kloppenburg, Mario Junglas und Gereon Broil (vorne, v.l.n.r.),
stehend Ludger Koopmann, Frank Hofmann, Ulrich Syberg, Ralf Puslat und Michael Schroeren (v.l.n.r.). © Michael Handelmann

ADFC-Bundeshauptversammlung 2018
Große Schritte hin zu einem zukunftsfähigen Verband hat der ADFC am 2. November-Wochenende bei seiner Bundeshauptversammlung (BHV) unternommen. Die rund 140 Delegierten stimmten nach der Debatte mit großer
Mehrheit einer neuen Satzung zu. Eine Übergangsfrist von einem Jahr gibt dem ADFC nun Zeit, die neuen Strukturen und Prozesse schrittweise einzuführen.
Mit überwältigender Mehrheit wurde auch der Antrag
„Mehr Platz fürs Rad“ angenommen, der festhält, dass
der ADFC die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt fordert. Der Antrag dient auch den Vorbereitungen zur Kampagne zum Jubiläumsjahr 2019.
Noch nach der alten Satzung und damit ohne die ebenfalls beschlossene Frauenquote wählten die Delegierten
einen neuen Vorstand: Dazu gehört Frank Hofmann, der
sich vor allem um Fahrradtourismus kümmern will. Geographie-Studentin Rebecca Peters hat sich auf Stadtentwicklung und Verkehrsgeographie spezialisiert. Sie
will bei den nachfolgenden Generationen ansetzen. Der
freiberufliche Unternehmensberater Ralf Puslat bringt
viel Erfahrung und ein Netzwerk aus der Fahrradbranche mit. Mit Michael Schroeren hat der ADFC einen

3 | ADFC-Bundeshauptversammlung 2018

Kommunikationsprofi im Vorstand, der die Wahrnehmung des ADFC bei den Medien verstärken möchte. Im
Amt bestätigt wurden neben dem Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg auch Dr. Gereon Broil, Mario Junglas,
Birgit Kloppenburg und Ludger Koopmann, der im Vorfeld ankündigte, das letzte Mal für den Vorstand zu kandidieren. Dem ADFC steht nun ein starker, neunköpfiger
Vorstand vor, der auch inhaltlich breit aufgestellt ist.
INFO:
www.adfc.de/artikel/
adfc-bundeshauptversammlung-in-darmstadt

Der ADFC fordert: Mehr Platz fürs Rad. © april agentur GbR

Kampagne 2019
Im Sommer 2018 hat der Bundesverband mit der Planung und Umsetzung einer bundesweiten Kampagne begonnen, um seine politischen Forderungen mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen vor Ort sichtbar zu machen und zu
zeigen, dass Deutschland mehr Platz fürs Rad braucht.

Die Kampagne hat eine verkehrspolitische Ausrichtung
und zeigt konkrete Lösungen für bessere Fahrradinfrastruktur auf. Sie soll in den sozialen Medien stattfinden,
aber auch durch Aktionen in den Landes-, Kreis- und
Ortsverbänden erlebbar sein. Dafür hat die Bundesgeschäftsstelle eine Kampagnenidee entwickelt und unterstützt die Aktiven vor Ort mit Kampagnenmaterial,
Aktionsanleitungen und Textbausteinen. Alle weiteren
Veranstaltungen und öffentlichen Projekte führt der
ADFC im kommenden Jahr unter dem Dach der Kampagne zusammen. Sechs bis zehn Aktionen in Berlin und
ausgewählten Städten werden vom Bundesverband
umgesetzt und medial begleitet.

INFO:
www.adfc.de/kampagne
AB APRIL 2019:
mehrplatzfuersrad.adfc.de

Kampagne 2019 | 4

ADFC-Veranstaltungen setzen Impulse
Seit einigen Jahren lädt der ADFC-Bundesverband zu viel beachteten, durch das ADFC-Veranstaltungsteam professionell organisierten Fachveranstaltungen ein. Er setzt damit wichtige Impulse für die Radverkehrsförderung.

Moderne RadverkehrsInfrastruktur diskutierten Ludger Koopmann, Prof. Heiner Monheim, Jörg Ortlepp, Thiemo Graf und Bonnie Fenton (v.l.n.r.). © Dirk Michael Deckbar

Fachtagung „Moderne Radverkehrsinfrastruktur“
Rund 130 Fachleute und Verkehrsplaner trafen sich am 23. April zur Fachtagung „Moderne Radverkehrsinfrastruktur für alle Mobilitätsbedürfnisse“ des ADFC-Bundesverbands. Der Ruf nach einer Radinfrastruktur, die es auch
Kindern und älteren Menschen erlaubt, ohne Angst am Straßenverkehr teilzunehmen, war unüberhörbar.
Genau diesen Impuls wollte der ADFC setzen: Es geht um
eine bundesweite, moderne und qualitativ hochwertige
Infrastruktur für Menschen zwischen 8 und 80 Jahren.
Das arbeitete Ludger Koopmann vom ADFC-Bundesvorstand deutlich heraus. Auch Stadtplaner Prof. Heiner
Monheim stellte leidenschaftlich dar, dass Radverkehr
im System gedacht werden und konsequenter, radikaler
und unbescheidener geplant werden muss.

5 | Fachtagung „Moderne Radverkehrsinfrastruktur“

Der Blick richtete sich auch auf Beispiele aus den Niederlanden, USA und Kanada. Der ADFC präsentierte zudem sein Positionspapier „Geschützte Radfahrstreifen“.
PAPIER UND VORTRÄGE HERUNTERLADEN:
www.adfc.de/artikel/adfc-fachtagung-2018-moderne-radverkehrsinfrastruktur/

Auf dem Parlamentarischen Frühjahrsempfang des ADFC konnten Ulrich Syberg und Burkhard Stork die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter
und den Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann begrüßen (v. l. n. r.). © Dirk Michael Deckbar

Parlamentarischer Frühjahrsempfang
Auf dem Parlamentarischen Frühjahrsempfang des ADFC-Bundesverbands stellte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, vor, welche Aufgaben sich die
Bundesregierung für die verbleibende Legislaturperiode gesetzt hat.
Sie setze auf alternative Verkehrskonzepte und das
Fahrrad, so Ferlemann, und sie wolle die StVO fahrradgerecht novellieren sowie den Nationalen Radverkehrsplan bis 2030 fortschreiben und dafür einen Aktionsplan
entwickeln. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische
Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit, gab Impulse, um
den Trend zum Radverkehr durch Wettbewerbe, Innovationen und Investitionszuschüsse zu stärken. Das gelte
auch für die nachhaltige urbane Logistik mittels Lastenrädern – hier brauche es kluge Konzepte.

Zu Gast beim Parlamentarischen Frühjahrsempfang des
ADFC im Anschluss an die Fachtagung zur modernen
Infrastruktur waren auch Michelle Müntefering (SPD),
Staatsministerin im Auswärtigen Amt, zahlreiche Bundesabgeordnete sowie Vertreterinnen und Vertreter
aus Verbänden und der Fahrradbranche.

Parlamentarischer Frühjahrsempfang | 6

Der geschützte Radfahrstreifen hat augenscheinlich auch Bike-Trial-Künstler
Danny McAskill gefallen – hier mit Sabine Richarz vom Bundesverband.

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und der EU-Parlamentarier Michael Cramer nahmen mit
Burkhard Stork den geschützen Radfahrstreifen in Augenschein.

Fahrradmesse Eurobike
Für den Messestand auf der internationalen Fahrradmesse Eurobike 2018 hat der ADFC einen geschützten Radfahrstreifen visualisiert. Besucherinnen und
Besucher konnten sich radelnd – eingebettet in eine
stilisierte Stadtkulisse – auf einer durch Flex-Posts abgetrennten Protected Bike Lane fotografieren lassen.
Was ein geschützter Radfahrstreifen ist, stellte das
ADFC-Magazin Radwelt vor, das auf der Messe auslag.
Die Terminverschiebungen und Konzeptveränderungen
vor und nach der Eurobike zeigen, dass sich die Messelandschaft verändert. Messen als Branchentreffpunkte
sind für Austausch und Wissenstransfer wichtig. Da die
deutschen Unternehmen innovative Treiber der Fahrradbranche sind, muss in Deutschland die internationale
Leitmesse stattfinden. Aber als Leitmesse kann sich die
Eurobike nicht auf das Fahrrad als Sportgerät kaprizieren, denn weltweit ist das Fahrrad das urbane Verkehrsmittel der Zukunft – das hat der ADFC in Gespräch mit
der Messeleitung wiederholt deutlich gemacht.

7 | Fahrradmesse Eurobike

Der Parlamentskreis Fahrrad mit Gründungsmitgliedern und Gratulierenden: Gero Storjohann, MdB (CDU; 5.v.l.) und Stefan Gelbhaar, MdB (Bündnis90/Die Grünen;
1.v.r.) gründeten fraktionsübergreifend den Parlamentskreis Fahrrad.

Faktor Fahrrad: Wirtschaftskraft und Lebensqualität
Der gemeinsame Parlamentarische Abend der Fahrrad- und Branchenverbände ZIV, VSF und ADFC fand am
10. Oktober in Berlin statt. Es ging um den „Faktor Fahrrad: Wirtschaftskraft und Lebensqualität“.
Die Verbände haben sich gemeinsam mit 144 führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, aus der Fahrrad- und Tourismusbranche, dem
Fahrrad-Fachhandel sowie von Verkehrsunternehmen
und Verbänden über die wichtige Rolle des Fahrrads für
den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Lebensqualität vor Ort ausgetauscht.

Am Ende des Parlamentarischen Abends wurde die
Gründung des „Parlamentskreis Fahrrad“ gefeiert. Einen
solchen Kreis hatte der ADFC schon vor Jahren angeregt. Dem „Parlamentskreis Fahrrad“ dürfen alle Mitglieder des deutschen Bundstages und dessen Mitarbeitende beitreten, die den Radverkehr voranbringen wollen.

INFO:
www. adfc.de/artikel/parlamentarischer-abend-faktor-fahrrad-wirtschaftskraft-und-lebensqualitaet

Internationale Tagungen
Der ADFC ist international gut vernetzt, beteiligt sich an Messen, Veranstaltungen und internationalen Tagungen.
Dabei geht es vor allem um Wissenstransfer für den
Radverkehr in Deutschland. Um dem Transfer und beispielsweise dem deutschen Know-how im Radtourismus einen Namen zu geben, hat der ADFC die Deutsche
Fahrradbotschaft gegründet – nach niederländischem
und dänischem Vorbild.
INFO:
www.deutsche-fahrradbotschaft.de

Auf dem National Bike Summit in Kanada wurde deutlich, dass der dortige
Parlamentskreis Fahrrad viel Zulauf unter den Abgeordneten hat.
© Yvonne Bambrick

Faktor Fahrrad: Wirtschaftskraft und Lebensqualität | 8

Moderator Stephan Köhnlein, David Grünewald, Initiative Radentscheid Darmstadt, Stefan Bendiks, Geschäftsführer des Planungsbüros Artgineering (Brüssel),
Dr. Barbara Boczek, Leiterin Dezernat III, Ludger Koopmann, stellvertretender ADFC-Bundesvorsitzender (v.l.n.r.) © Sebastian Reimold

Darmstadt goes Dutch
Der ADFC hatte am 9. November 2018 im Vorfeld seiner jährlichen Bundeshauptversammlung im Rahmen eines
Verbandssymposiums in Darmstadt den Entwurf für eine neue ADFC-Satzung und die Verkehrswende aus Sicht
des ADFC diskutiert. Auf dem verbandsinternen Teil des Symposiums wurden die Idee einer ADFC-Kampagne für
2019 vorgestellt.
Für den anschließenden öffentlichen Teil hatte der ADFC
Darmstädter Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Rund
140 Gäste lauschten dem inspirierenden Vortrag des
Architekten Stefan Bendiks, der innovative stadtplanerische Lösungen aus den Niederlanden vorstellte, die
dem Radverkehr in Darmstadt als Inspiration dienen
könnten. Im Anschluss diskutierten die Initiative zum
Radentscheid Darmstadt, vertreten durch David Grüne-

wald, Stadträtin Dr. Barbara Boczek, Stefan Bendiks und
der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Ludger
Koopmann den Radverkehr in Darmstadt. Koopmann
machte deutlich, dass eine Verkehrswende nicht ohne
schmerzhafte Einschnitte gelingen kann – und diese müssten beim Autoverkehr stattfinden. Es geht um
mehr Platz für den Radverkehr, weil er die stärkste Entlastung für die Städte verspricht.

INFO:
www.adfc.de/artikel/adfc-symposium-darmstadt-goes-dutch

Nationale Plattform Zukunft der Mobilität
Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung eine Kommission „Zukunft der nachhaltigen Mobilität“ beschlossen
und eine „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ mit
verschiedenen Arbeitsgruppen eingerichtet. Die Arbeitsgruppe 1 „Klimaschutz im Verkehr“ wird vom Verkehrsministerium und vom Umweltministerium verantwortet.
Neben Auto-, Mineralöl- und Wirtschaftsverbänden sind
hier auch Umwelt- und Verkehrsverbände wie ADFC,
vertreten durch Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork,

9 | Tagungen

BUND, NABU, Agora Verkehrswende und Allianz pro Schiene berufen. Die Bewertungen der Arbeitsgruppe sollen in
ein für 2019 geplantes Klimaschutzgesetz eingehen. Der
ADFC will dafür sorgen, dass das Fahrrad massiv Eingang
in die zu entwickelnden Maßnahmen findet.
INFO:
www.plattform-zukunft-mobilitaet.de/

Der ADFC demonstrierte für mehr Radverkehr und saubere Luft in den Städten vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. © ADFC Matthias Roßmerkel

Arbeitshilfe Saubere Luft
Die von der EU vorgeschriebenen Schadstoff-Grenzwerte können viele Städte nicht mehr einhalten. Die Bundespolitik will Diesel-Fahrverbote mit dem Milliardenprogramm Saubere Luft verhindern und setzt vor allem auf einen teuren Schwenk von Diesel und Benzin auf E-Mobilität.

Der ADFC hingegen stellt in seiner Arbeitshilfe Saubere
Luft kurzfristige und kostengünstige Maßnahmen vor,
mit denen sich Kurzstreckenfahrten vom Auto aufs Rad
verlagern lassen. Das hilft der Umwelt und vermeidet
Fahrverbote. Die Arbeitshilfe hat der ADFC den betroffenen Städten zukommen lassen.

DOWNLOAD:
www.adfc.de/artikel/adfc-arbeitshilfe-saubere-luft-1/

So geht Verkehrswende
Eine fahrradfreundliche Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen aller Altersgruppen und
Nutzertypen zügig, sicher und komfortabel Radfahren
können.
Der ADFC hat auf seiner Bundeshauptversammlung sehr
erfolgreich ein Booklet präsentiert, das die Netzelemente einer zukunftsfähigen Radverkehrsinfrastruktur in
Wort und Bild vorstellt und bewertet.
DOWNLOAD:
www.adfc.de/artikel/so-geht-verkehrswende

Cover „So geht Verkehrswende“ © april agentur GbR

| 10

Rechtsabbiege-Unfälle und Abbiegeassistenten
Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Radfahrenden, die durch abbiegende Lkw getötet werden.

Am 7. Mai schlägt der ADFC Alarm und fordert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, Verantwortung
zu übernehmen und sich bei der EU-Kommission für die
verpflichtende Einführung von Lkw-Abbiegeassistenten
einzusetzen. Im Sommer ruft Minister Scheuer die Aktion Abbiegeassistent ins Leben und legt ein Förderprogramm für deren Nachrüstung auf.
Ein Erfolg für den ADFC und seine Arbeit: Er verfolgt
seit etwa zwölf Jahren die Entwicklung der Systeme.
2012 initiierte er einen Runden Tisch im Verkehrsministerium und drängt seitdem auf die Einführung der Systeme, um Radfahrende zu schützen.
INFO:
www.adfc.de/artikel/zwei-durch-lkw-getoetete-radfahrerinnen-am-tag-sind-zu-viel/

Abbiegende Lkw sind eine Gefahr für Radfahrende. © ADFC/Jens Lehmkühler

11 | Rechtsabbiege-Unfälle und Abbiegeassistenten

Radgesetz Bayern © Tobias Hase

© Radentscheid Darmstadt

Radentscheide
In immer mehr Städten in Deutschland schließen sich Menschen in Initiativen zusammen, um den Radverkehr in
ihren Städten per Radentscheid voranzubringen und gesetzlich zu verankern.

Berlin hat als Vorreiter mit dem „Volksentscheid Fahrrad“ erfolgreich ein Radgesetz durchgesetzt, das viele
ADFC-Forderungen aufgreift. Für alle Radentscheide
gilt: Sie erfahren eine breite Unterstützung durch die
Bevölkerung und erreichen ein Vielfaches der geforderten Unterschriften. Ob Hamburg, Stuttgart, Frankfurt,
Darmstadt, in Bayern oder in NRW: Die Radentscheide
kommen in Fahrt – und sind vom ADFC initiiert oder unterstützt, sei es personell und/oder auch als Vermittler
wie in Darmstadt, wo die Gespräche zwischen Stadt und
Initiative vom ADFC-Bundesverband moderiert werden.
LINKLISTE* RADENTSCHEIDE:
www.radentscheid-frankfurt.de
www.radentscheid-darmstadt.de
www.radgesetz-bayern.de
www.aufbruch-fahrrad.de
www.radentscheid-hamburg.de
www.drehdeinestadt.wordpress.com
www.radentscheid-kassel.de
www.radkomm.de
www.volksentscheid-fahrrad.de
www.radentscheid-bamberg.de
www.radentscheid-stuttgart.de

© Volksentscheid Fahrrad/Norbert Michalke

*Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Radentscheide | 12

Freie Lastenräder
Der freie Lastenradverleih ist super – nicht nur für die Menschen, die sich ein Lastenrad ausleihen können.

ADFC-Gliederungen sind Initiator oder Mitglied einer
zivilgesellschaftlichen Initiative, die durch den kostenfreien Lastenradverleih eine Alternative zum Auto nahebringt. Die freien Lastenräder bringen auch Menschen
dazu, sich im ADFC zu engagieren. Die Toolbox Lastenradverleih des Bundesverbands umfasst ein Handbuch,
ein Versicherungsangebot und zwei befristete Aktionskataloge mit Lastenrädern zu Sonderkonditionen. An einer zentralen Buchungswebsite für ADFC-Gliederungen
wird gearbeitet.

Um das Vernetzen der Initiativen zu fördern, hat der ADFC die Netzwerkveranstaltung Forum Freie Lastenräder 2018 in Leipzig unterstützt.
© ADFC Leipzig

13 | Freie Lastenräder

Öffentliche Fahrradverleihsysteme
Der ADFC unterstützt den Aufbau öffentlicher Fahrradverleihsysteme. Neben den positiven verkehrlichen Effekten spricht auch die Wirkung als Imageträger für das Fahrrad für die Systeme.

Verleihsysteme stärken den Mobilitätsverbund aus öffentlichem Verkehr und nicht motorisiertem Individualverkehr. Ihre Nachteile sind vermeid- oder beherrschbar.
Das ADFC-Positionspapier enthält Infos zu Finanzierung,
verkehrlichen Effekten, Imagewerbung oder Flächenbedarf. Ergänzend dazu gibt es die Arbeitshilfe Neue Bikesharing-Anbieter in Deutschland. Sie geht auf Chancen
und Herausforderungen ein, die durch neue Anbieter
aus Asien entstehen und analysiert rechtliche Aspekte
und Handlungsoptionen der Städte.
LINKS:
www.adfc.de/artikel/adfc-position-oeffentliche-leihfahrraeder-1
www.adfc.de/artikel/oeffentliche-leihfahrraeder/

© nextbike

Öffentliche Fahrradverleihsysteme | 14

ADFC-Fahrradklima-Test 2018
Mit einer Rekordbeteiligung ging der ADFC-Fahrradklima-Test am 30. November 2018 zu Ende. Seit dem
1. September konnten Bürgerinnen und Bürger die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt oder Gemeinde bewerten.

Der ADFC-Fahrradklima-Test fand zum achten Mal statt
und wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert.
Der Schwerpunkt mit fünf Zusatzfragen lag auf der Familienfreundlichkeit der Städte und Gemeinden. Bei
der Umfrage haben mehr als 170.000 Menschen mitgemacht und über 600 Städte bewertet. Die Ergebnisse
werden am 9. April 2019 präsentiert.
INFO:
www.fahrradklima-test.de

Key Visual zum ADFC-Fahrradklima-Test 2018 © april agentur GbR

15 | ADFC-Fahrradklima-Test 2018

Mit dem Rad zur Arbeit
Regelmäßige Bewegung macht Spaß, hält fit und ist gesund. Das erleben Berufstätige jedes Jahr bei der bundesweiten Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ vom 1. Mai bis zum 31. August.

Sie wird vom ADFC und der Gesundheitskasse AOK organisiert. 2018 waren 243.707 registrierte Teilnehmende
dabei. Das ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber letztem Jahr. Die Teilnahme ist einfach: Auf der Aktionsseite
anmelden, 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit fahren und
am Gewinnspiel teilnehmen. Auch in den sozialen Netzwerken gibt es Gewinnspiele und Austausch mit anderen Teilnehmenden.
INFO:
www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Mit dem Rad zur Arbeit © AOK/ADFC

Mit dem Rad zur Arbeit | 16

ADFC-Programm „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“
Weniger Krankheitstage, mehr Fitness und Zufriedenheit: Wer ganzjährig mit dem Fahrrad in den Betrieb fährt,
tut sich und dem Unternehmen etwas Gutes. Die Initiative „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ des ADFC hilft Unternehmen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu motivieren und gleichzeitig bei ihnen zu punkten.
Der ADFC berät Firmen vor Ort, liefert ihnen Tipps
und Informationen und vergibt das EU-weite Zertifikat
„Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in Bronze, Silber und
Gold. Auf der Internetseite erhalten Interessierte im
Handbuch „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber – leicht gemacht“ erste Informationen sowie einen Selbsttest. Als
erster Betrieb wurde FSM, ein Hersteller intelligenter
elektronischer Produkte, nun mit Gold ausgezeichnet.
Die Zertifizierungen starteten ab Herbst 2018 auch in
weiteren europäischen Ländern.
INFO:
www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de

Fahrradfreundlicher Arbeitgeber

17 | ADFC-Programm „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“

Exklusiver Mitgliederservice:
ADFC-Pannenhilfe

Alle aktuellen Mitgliedervorteile sind auf www.adfc.de
dargestellt. Wie sie sich nutzen
lassen, erfahren Mitglieder im
geschützten Mitgliederbereich.

Die ADFC-Pannenhilfe ist bei den Mitgliedern angekommen. Die Versicherungsleistung ist seit Januar 2016 im
Mitgliedsbeitrag enthalten.
Seit dem gab es viel Lob für einen reibungslosen Ablauf
und gerettete Urlaube. 2018 stieg das Anrufvolumen
(Mai 2017: 75 Fälle/Mai 2018: 123) – das gute Wetter und
die vielen verlängerten Wochenenden machten sich bemerkbar. Die Versicherung hat reagiert und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachgeschult. Das Netz an Pannenhelfern wird dichter, kann aber immer noch wachsen
– Empfehlungen nimmt der Bundesverband gerne entgegen. Werkstätten und Fahrradläden können sich auf
ADFC-Webseite informieren.
INFO:
www.adfc.de/pannenhelfer

Anzeigenmotiv zur ADFC-Pannenhilfe.

Exklusiver Mitgliederservice: ADFC-Pannenhilfe | 18

Eine neue Satzung für den ADFC
Die Bundeshauptversammlung 2017 hat zugestimmt, dass der Bundesvorstand die Satzung des Verbands prüft
und einen zukunftsfähigen Satzungsentwurf für den Bundesverband entwickelt, der die Ziele des Verbandsentwicklungsprozesses berücksichtigt. Die Bundeshauptversammlung 2018 hat die neue Satzung verabschiedet.
Der Vorstand hat mit der eingesetzten Satzungskommission einen Entwurf erarbeitet, den die Delegierten
der Bundeshauptversammlung 2018 als Beschlussempfehlung erhalten haben. In fast 40 Jahren Vereinsgeschichte wurden Satzung und Geschäftsordnung des
ADFC mehrfach geändert und ergänzt. Die Satzungsreform sollte Ungenauigkeiten beseitigen und die Hindernisse für Arbeits- und Entscheidungsprozesse ausräumen, die sich durch fehlende Aufgabenbeschreibungen
und durch das undefinierte Verhältnis zwischen den
Landesverbänden und dem Bundesverband ergeben
haben.
Entsprechend braucht der ADFC eine Struktur, in der
sich die Vielfalt der Mitglieder und Gliederungen mit der
Einheit des Bundesverbandes zu einem erkennbaren,
handlungsfähigen Ganzen verbindet. Diese Struktur ersetzt nicht die Kultur des Verbandes – sie unterstützt
vielmehr deren Entwicklung. Sinn und Zweck des ADFC
wurden nicht geändert, auch die Gemeinnützigkeit ist
nicht davon betroffen. Ziel ist es, dem ADFC den richtigen Rahmen zu geben – für eine wirkungsvolle Interessenvertretung für Menschen, die Rad fahren oder fahren
wollen, für eine fachlich überzeugende, serviceorientierte Organisation der Mitglieder und Gliederungen und für
die Möglichkeit zu Austausch und Engagement.

19 | Eine neue Satzung für den ADFC

Bundeshauptversammlung 2018 Abstimmung © Sebastian Reimold

Den Satzungsentwurf haben die Delegierten der Bundeshauptversammlung 2018 geprüft und schließlich
mit großer Mehrheit verabschiedet. Die Satzung wurde
redaktionell bearbeitet und gilt ab 2019 mit entsprechenden Übergangsfristen.

Aus- und Weiterbildung im ADFC
In verschiedenen Formaten und zu einer großen Bandbreite an Themen können sich Aktive im ADFC für ihr Engagement „fit“ machen. Der überwiegende Teil der Fortbildungen findet wohnortnah statt und wird von den lokalen Gliederungen oder den Landesverbänden veranstaltet.
Bei den Aus- und Weiterbildungen unterstützte der
ADFC-Bundesverband die Landesverbände 2018 auch
finanziell und stellte einen Themenkanon und entsprechende Referenten zur Verfügung.
Überregionale Veranstaltungen wie Tourenleiterseminare, die Ausbildung zum/zur ADFC-Aktivenkoordinator/
in, die kongressartigen Landesforen oder Landesaktiventreffen sowie das bundesweite BundesForum haben
ebenfalls ihren festen Platz im Fortbildungskalender. Da
sich die Landschaft ehrenamtlichen Engagements stark
verändert und dies auch die Aus- und Weiterbildung
betrifft, setzt sich der Bundesverband mit der konzeptionellen Weiterentwicklung hin zu einer ADFC-Akademie auseinander. Erste Ergebnisse werden 2019 sichtbar
sein.

© april agentur GbR

Aus- und Weiterbildung im ADFC | 20

Tourismus

Deutschland – Radreiseland Nummer 1
Deutschland ist Weltmarktführer im Fahrradtourismus. Das Know-how rund um die Entwicklung von hochwertigen radtouristischen Angeboten ist im Ausland sehr gefragt und wird beim ADFC entsprechend nachgefragt.

Das Besondere am deutschen Radtourismus ist die Fülle, Struktur und Qualität des Angebotes. Es gibt mehr
als 250 Radfernwege im Bundesgebiet und jede Route
wird durch einen sogenannten Routenbetreiber, meist
Tourismusorganisationen, betreut.
Bereits Ende der 1990er-Jahre sorgte der ADFC durch
Angebote wie das Hotellabel Bett+Bike oder den Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ dafür,
dass Radtouristen in der Tourismusbranche stärker
wahrgenommen wurden. Anfang der 2000er-Jahre war
der Radtourismus noch weitgehend unbekannt, unkoordiniert und unterschätzt, doch der ADFC hat mit seinen Projekten stark zur systematischen Koordinierung
und Strukturierung des radtouristischen Angebots in
Deutschland beigetragen.
Ab 2006 gelang es dem ADFC mit dem Etablieren der
ADFC-Qualitätsradrouten deutschlandweit einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen. Auch gegenüber
der Politik setzt sich der ADFC für eine Förderung des
Radtourismus ein. Er fordert u. a. eine Neuauflage der
„Grundlagenuntersuchung Fahrradtourismus“ (Hrsg.
BmWi, 2009) mit aktuellen Zahlen zu den wirtschaftlichen Effekten des Radtourismus.

1+500+ 2+ 84+

Entwicklung Radtourismus
Angaben in Millionen

167

100

2

2001

Radreisende

21 | Deutschland – Radreiseland Nummer 1

4,3

2017

Tagesausflüge

Aus- und Weiterbildung der
ADFC-TourGuides: Um die Qualität stetig zu verbessern, gilt
das Zertifikat für drei Jahre und
kann nach Auffrischungskursen
verlängert werden. Bundesweit
bieten über 1.000 geschulte
ADFC-TourGuides Radtouren an!
www.touren-termine.adfc.de

ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2018
Auf der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin stellte der ADFC 2018 die Ergebnisse
der aktuellen ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse vor.

Die mit 280 Menschen sehr gut besuchte Präsentation
zeigte erstmals einen Rückgang bei den Radreisen im
Vergleich zum Vorjahr. Gründe waren das kalte Frühjahr,
der verregnete Sommer und Extremwetter-Ereignisse in
2017. Der Trend zum Radfahren in der Freizeit ist aber
ungebrochen: Aufgrund des Wetters wurden verstärkt
Kurzreisen und Tagestouren unternommen. Diese Zielgruppe ist stärker als Radreisende an Mietradangeboten und vor allem an Elektro-Mieträdern interessiert.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass Radreisen kürzer
und spontaner geplant werden. Die repräsentative Online-Umfrage (8.700 Teilnehmende) wurde 2018 erneut
durch den Kooperationspartner Travelbike unterstützt.
INFO:
www.adfc.de/artikel/die-adfc-radreiseanalyse-2018/

Die Präsentation der ADFC-Radreiseanalyse auf der ITB. © Dirk Michael Deckbar

ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2018 | 22

Die Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Routen und Regionen auf der ITB 2018. © Dirk Michael Deckbar

Touristische Qualitätsauszeichnungen
Mit dem Siegel ADFC-Qualitätsradroute zeichnet der ADFC Radfernwege aus, die sich besonders gut auf die Bedürfnisse von Radtouristen eingestellt haben. Die Routenbetreiber haben eine Bestandsaufnahme ihrer Infrastruktur vorgenommen und arbeiten systematisch an der Qualität.
Immer mehr Radtouristen wählen Regionen wie das Allgäu oder das Ruhrgebiet als Urlaubsziel und erkunden
die Gegend auf Tagestouren per Rad. Daher bietet der
ADFC mit dem Label ADFC-RadReiseRegion eine entsprechende Bewertung für diese Destinationen an.
Aktuell gibt es 35 ADFC-Qualitätsradrouten und vier
ADFC-RadReiseRegionen. Drei weitere Regionen streben
2019 das Regionszertifikat an und machen ihre Infrastruktur derzeit für die Auszeichnung fit.
INFO:
www.adfc-radtourismus.de/radtouren/
qualitaetsradrouten

23 | Touristische Qualitätsauszeichnungen

Der neuen „ADFC-Leitfaden für rennradtouristische Produkt- und Angebotsentwicklung – Erfolgreich Rennradtourismus entwickeln“ richtet sich
an Touristiker und Reiseveranstalter,
die den Rennradtourismus in ihren
Angeboten ausbauen möchten.
Download: www.adfc.de/artikel/
adfc-leitfaden-rennradtourismus/

© april agentur GbR

Bett+Bike
Die Bett+Bike GmbH hat 2018 große Herausforderungen gemeistert: Der Webauftritt ist komplett überarbeitet
und neu gestaltet. Insbesondere die Suchfunktion wurde durch Filtermöglichkeiten noch komfortabler gestaltet.
Nutzende der Website suchen nach Infos, Radrouten, Tourentipps und besonderen Unterkünften.
Aktuell in Arbeit ist ein neues Zertifikat für Ferienwohnungen. Hier ist das berühmte Bett für nur eine Nacht
ein Zusatzkriterium. Das Zertifikat spricht vor allem die
wachsende Gruppe von (Kurz-)Urlaubern an, die eine Region von einem Standort aus erkunden und auch gerne
auf Mieträder zurückgreifen.
Die nächste große Aufgabe ist die Online-Buchung.
Bett+Bike-Unterkünfte im Saarland und in Niedersachsen sind aktuell schon online buchbar. Weitere Bundesländer und Tourismusorganisationen werden 2019 angebunden.
INFO:
www.bettundbike.de
www.facebook.com/bettundbike

Bett+Bike | 24

Presse

Quelle: Tagesschau

ADFC treibt die Verkehrswende-Debatte
Der ADFC ist bundesweit die treibende Kraft in der Debatte um die Verkehrswende auf dem Rad und ein ausgesprochen gefragter Gesprächspartner für Journalisten. Alle nationalen Leitmedien haben das Thema auf dem
Schirm. Redaktionen aller politischen Couleur haben verstanden, dass das Rad eine potente Lösung für die Verkehrsprobleme ist.

Süddeutsche: „Städte der Zukunft - So lässt sich
der Verkehrskollaps vermeiden“ • • • • • Die Welt:
„Gegen den Infarkt hilft intelligente Mobilität“
• • • • • dpa: „Profiteur der Dieselkrise: Elektrorad will Innenstädte erobern“ • • • • • Zeit Online: „Bürgermeister, fang endlich an!“ • • • • •
Taz: „ADFC pocht auf Fahrradwende“ • • • • • ZDF
makro: „Städteentwicklung – Die Fahrradstadt
braucht andere Infrastruktur“ • • • • • FAZ: „Abschied von der autogerechten Stadt“
Das ZEIT Magazin toppte im Sommer alles mit einer
11-seitigen Titel-Reportage „Geht das eigentlich auch
anders? Warum das Fahrrad das bessere Auto ist“. Sie
fußt auf Kontakten und Argumenten des ADFC. Kurze
Zeit später brachte Die Welt sogar eine ganze „Themenausgabe über die Verkehrswende in Deutschland“.

Quelle: Zeit Magazin

25 | ADFC treibt die Verkehrswende-Debatte

Quelle: ZDF heute journal

„Aktion Abbiegeassistent“ – durch Mediendruck des ADFC
Als schon im Januar die ersten beiden Radfahrenden
durch abbiegende Lkw starben – und im Mai sogar
gleich zwei Radfahrerinnen an einem Tag ums Leben kamen, hat der ADFC massiv den Mediendruck erhöht und
eine Riesenwelle der Berichterstattung ausgelöst – vom
ZDF bis zur Bild. Mit Erfolg: Im Juli lud Minister Scheuer
Speditionen, Hersteller und Verbände zur „Aktion Abbiegeassistent“ ins BMVI. Eine aufwändig gemachte PR-Aktion, die ihre Wirkung aber nicht verfehlte: Seitdem haben viele Logistiker, Entsorger und Lebensmittelketten
wie Aldi, Lidl, netto und Rewe zugesagt, ihre Flotten umzurüsten. Die verpflichtende Einführung wird sich trotz
erhöhtem Druck noch hinziehen, aber das Thema war
noch nie so „Chefsache“, wie heute.

Beitrag im ZDF heute journal zu Lkw-Abbiegeassistenten.

INFO:
www.adfc.de/presse
Beitrag von Stephanie Krone bei Xing.

| 26

Medien

www.adfc.de: zeitgemäß und responsiv
Der neue ADFC-Webauftritt ist schlank, modern und nutzerfreundlich. Statt vieler Menüpunkte oder einer tiefen
Navigation mit vielen Unterseiten punktet die neue adfc.de-Seite mit themenspezifischen Einstiegen und verschlagworteten Artikeln.
Dreh- und Angelpunkt einer Website ist die Menüführung. Für adfc.de konnte sie durch Verschlagwortung
von Artikeln und Einsatz von Kategorien „flach“ gehalten werden. Die Navigation ermöglicht unterschiedliche
Lese- und Entdeckungsperspektiven der Nutzenden. Die
so präsentierte Wissensvielfalt des ADFC soll Menschen
überzeugen – vom ADFC und den Vorteilen einer Mitgliedschaft. Sie soll für das Ehrenamt vor Ort werben
und dafür, die Arbeit des ADFC zu unterstützen.
Für alle sichtbar sind Konzeption und Design des neuen
adfc.de-Auftritts, gleichzeitig ist es – unsichtbar – mit
der neuen adfc.de-Website auch gelungen, Schnittstellen einzubinden, wie Adressen auf der Karte „ADFC vor
Ort“ oder Termine und Radtouren aus dem neuen Radtouren- und Veranstaltungsportal. Für die immer größer
werdende Gruppe der Menschen, die unterwegs online
sind, passt sich der neue adfc.de-Auftritt automatisch
dem Handy oder Tablet an.
Geplant ist, dass auch der Mitglieder- und Aktivenbereich der Webseite sowie die vielen Internetpräsenzen
der Gliederungen von dem digitalen Sprung nach vorne
profitieren.
INFO:
www.adfc.de

27 | www.adfc.de: zeitgemäß und responsiv

Die neue Internetseite auf dem Smartphone. © april agentur GbR

Neues Radtouren- und Veranstaltungsportal
Das Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC als
zentrale Datenbank steht und füllt sich mit Terminen.
2018 ging es darum, das Portal umzusetzen, das Angebot im Verband vorzustellen und zu testen. Ab 2019 sollen Internetbesuchende dann ein Radtouren- und Ver-

anstaltungsportal vorfinden, das bundesweit geführte
Radtouren und Veranstaltungen vom ADFC präsentiert.
INFO:
touren-termine.adfc.de

Neue ADFC-Internetseite für den Radtourismus
Beim ADFC hat sich nicht nur die Seite www.adfc.de
verändert – es gibt auch die neue Radtourismus-Internetseite www.adfc-radtourismus.de. Auf ihr finden
Radreiselustige ADFC-Qualitätsradrouten, ADFC-RadReiseRegionen und viele Touren über den Routenfinder.
Die Routenvorschläge aus „Deutschland per Rad entdecken“ sind ebenfalls auf der Seite integriert. Über www.
deutschland-per-rad.de lässt sich die Broschüre bestellen und online einsehen. Für die passende Übernachtung werden die ADFC-Projekte Bett+Bike und Dachgeber vorgestellt. Über die ADFC-Mitradelzentrale lassen
sich Mitreisende für die angedachten Tagestouren am
Bodensee oder die geplante Weltreise nach dem Abi
finden. Bei der überarbeiteten Mitradelzentrale ist das
Einstellen und Suchen von Anzeigen ganz einfach. Falls
doch Fragen auftauchen, gibt es eine Anleitung.

Passt sich Smartphone, Tablet und Desktop an: ww.adfc-tourismus.de.
© april agentur GbR

INFO:
www.adfc-radtourismus.de

Neue ADFC-Internetseite für den Radtourismus | 28

Die Visitenkarte des deutschen
Radtourismus – Deutschland
per Rad entdecken – erscheint
neu Anfang 2019 und zum
Download auf
www.adfc-radtourismus.de.

Urlaubsplaner für Radreisende
„Deutschland per Rad entdecken“ liefert Inspiration für die nächste Radreise.

Die Broschüre stellt Radfernwege, Regionen und Bundesländer vor, die sich auf die Ansprüche von Radtouristen eingestellt haben. Die Inhalte sind als Broschüre,
E-Paper oder auf der Internetseite www.deutschlandper-rad.de erhältlich und bieten somit für jeden Geschmack das richtige Medium. Anfang 2019 erscheint
die brandneue Broschüre 2019/20. Sie wird erstmalig
bereits zur Messe CMT in Stuttgart verteilt
INFO:
www.deutschland-per-rad.de

Titelcover Deutschland per Rad entdecken.

29 | Deutschland per Rad entdecken

Radurlaub
Während „Deutschland per Rad entdecken“ die Broschüre für individuell reisende Radtouristen ist, bietet der Radurlaub Radbegeisterten die Möglichkeit, neue Ziele pauschal zu entdecken.

Unterkünfte und Route hat der Veranstalter organisiert,
oft kommen noch Mieträder, Gepäcktransfer und viele
Tipps für Besonderheiten vor Ort hinzu. Einige der pauschalen Angebote finden nicht in der Gruppe, sondern
individuell statt, das heißt, Reisende fahren ohne Reiseleitung, können aber angebotene Serviceleistungen
nutzen. Der Radurlaub stellt Reiseideen in Deutschland,
Europa und der Welt vor. Der Radurlaub 2019 erschien
mit 180.000 Exemplaren im Dezember 2018.
INFO:
www.radurlaub-online.de

Titelcover Radurlaub 2018.

Radurlaub | 30

Radwelt
Das ADFC-Magazin Radwelt erscheint alle zwei Monate und informiert ADFC-Mitglieder über Neuigkeiten aus dem
Verband und aus der Politik.

2018 hat sich die Redaktion umgeschaut, wie die Radverkehrsförderung in verschiedenen Bundesländern aussieht und welche Schwerpunkte hier gesetzt werden.
Mitglieder bekommen Rechts- und Techniktipps, einen
Überblick über Fahrräder und Zubehör, die den Alltag auf
dem Fahrrad schöner oder leichter machen. Zudem stellt
das Magazin Touren-Tipps vor und lädt dazu ein, sich bei
den Reisegeschichten auch mal weg zu träumen.
Mit den zusätzlichen Exemplaren, die der ADFC auf der
Fahrradmesse Eurobike verteilt hat, stieg die Auflage der
Radwelt erstmals auf über 100.000 Exemplare an.
INFO:
www.adfc.de/radwelt

Titelcover der Radwelt August-September 2018.

31 | Radwelt

Social Media
Facebook

auf
Facebook

Der Facebook-Auftritt vom ADFC gefällt fast 10.000
Menschen, durchschnittlich kommen täglich drei hinzu.
Die Posts sind für radfahrinteressierte Menschen gedacht und informieren über unterschiedliche Themen.
INFO:
www.facebook.com/allgemeinderdeutscherfahrradclub

Twitter
Erfolgreicher Social Media-Kanal: Der Twitter-Account
@fahrradclub sammelt immer mehr Follower und kratzt
an der 13.000er-Marke. Die Tweets richten sich vor allem
an Multiplikatoren und Journalisten, Planer und Aktivisten.

auf
Twitter

INFO:
@fahrradclub, www.twitter.com/fahrradclub

Instagram
Der ADFC postet auf Instagram unter www.instagram.
com/adfc.de: #adfc #fahrradliebe #fahrrad #protectedbikelanes #fkt #radklima #radfahren #deutschlandperrad #radeln #radfahrenmachtglücklich #fahrradlandjetzt

auf
Instagram

Social Media | 32

Haushalt

Betriebsergebnis 2017
Das Betriebsergebnis 2017 des ADFC-Bundesverbands beträgt rund 400.000 Euro und liegt damit über dem geplanten Ergebnis. Das deutlich bessere Ergebnis kommt durch verschiedene Faktoren zustande: In einigen Bereichen lagen die Einnahmen über den Erwartungen und einige Vorhaben konnten mit weniger Aufwand als geplant
realisiert werden. Rückstellungen aus den Vorjahren konnten – ergebnisverbessernd – deutlich reduziert werden.
Das Ergebnis zeigt aber auch, dass nicht alle geplanten Vorhaben umgesetzt werden konnten.
Die Mitgliedsbeiträge stellten 2017 mit 80 Prozent die
mit Abstand wichtigste Einnahmequelle des ADFC dar.
Weitere wichtige Einnahmequellen sind der Förderkreis,
Anzeigeneinnahmen für „Deutschland per Rad entdecken“ sowie die Nutzungsrechtseinnahmen für den verpachteten Anzeigenraum im Mitgliedermagazin Radwelt.
Die Anzahl der Mitgliedsadressen stieg 2017 um 3,84
Prozent, die geplanten drei Prozent wurden somit
übertroffen. Die größten und für den Bundeshaushalt
bedeutendsten Beitragsgruppen sind die Einzel- und
Familienmitgliedschaften mit Normalbeitrag. Bei den
Familienmitgliedschaften lag der Zuwachs mit 5,46 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Die Zahl der Einzelmitgliedschaften lag mit einem Plus von 3,48 Prozent
etwas unter dem Durchschnitt. Der ADFC-Bundesvorstand hat beschlossen, die Anstrengungen bei der Mitgliederwerbung deutlich zu erhöhen, und dafür mit dem
Abschluss 2017 eine große zweckgebundene Rückstellung gebildet.
Von den Mitgliedsbeiträgen leitet der ADFC-Bundesverband einen großen Teil an die Landesverbände weiter, die wiederum Anteile an Orts- und Kreisverbände
weiterleiten. Zudem fließen von jedem Mitgliedsbeitrag

33 | Haushalt 2017

0,5 Euro in den seit 2016 bestehenden Struktur- und Entwicklungsfonds, aus dem derzeit sieben Landesverbände gefördert werden. Zusätzlich zur Beitragsaufteilung
schüttet der Bundesverband aus seinen Beitragsanteilen
jährlich einen Sockelbetrag an jeden Landesverband aus.
Als Mitglied des europäischen Dachverbands für Radfahrende, ECF, leistet der ADFC einen Mitgliedsbeitrag von
51.500 Euro und unterstützt so die Lobbyarbeit pro Rad
in Brüssel.
Der größte Faktor auf der Ausgabenseite des ADFC-Bundesverbands sind die Beitragsweiterleitungen an die
Landesverbände. Die zweitgrößte Position sind die Personalkosten. Das Team der ADFC-Bundesgeschäftsstelle
wurde 2017 und 2018 verstärkt. Weitere Aufstockungen
sind in den Bereichen Kommunikation und Verwaltung
geplant.

800+ 1+ 0+ 1+ 0+ 4+ 0+ 1+ 0+ 1+ 0+ 1+ 0+ 1+ 0+ 3+ 0+ 11+ 0+ 100+ 0+ 0+
390+ 7+ 0+ 11+ 0+ 10+ 0+ 3+ 0+ 5+ 0+ 2+ 0+ 2+ 0+ 2+ 0+ 10+ 0+ 9+ 0+ 100+
Einnahmen

100 %

80 %

11 %

1%

4%

0%

1%

0%

0%

0%

3%

Beiträge/
Spenden

Koordination
Gesamtverband

Mitgliederservice

Radwelt

Politik

Marketing

Verkehr

Tourismus

Verbraucher/
Industrie/Handel

Projekte

Gesamt

5.400

45

-

301

2

61

7

6

211

765

6.798

(Angaben in T€)

Ausgaben

100 %

39 %

7%

Beitragsanteile
Koordination
Landesverbände Gesamtverband

2.509

471

11 %

10 %

3%

5%

2%

2%

2%

10 %

9%

Mitgliederservice

Radwelt

Politik

Marketing

Verkehr

Tourismus

Verbraucher/
Industrie/Handel

Projekte

Gemeinkosten

Gesamt

703

620

177

343

150

114

94

615

601

6.398

(Angaben in T€)

Mitgliederentwicklung Zum 01.01.2019 zählte der ADFC 176.229 Mitglieder und 93.955 Mitgliedsadressen.
180.000

120.000

60.000

87
33+346063+3565+3667+3768+3871+4074+4278+4381+4584+47

2008

2009

2010

Mitglieder gesamt		

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018
(Stand 1.1.19)

Mitgliedsadressen

| 34

Vorstand
Im ADFC-Bundesvorstand engagieren sich

Seit 2010 ist Ulrich Syberg ADFC-Bundesvorsitzender. Er kennt den ADFC
seit fast 30 Jahren auf Kreis-, Landes- sowie auf Bundesebene und präsentiert ihn nach innen und außen. Als Bundesvorsitzender übernimmt er die
Gesamtverantwortung und schließt dabei die rund 30 Millionen Menschen
in Deutschland ein, die das Fahrrad nutzen. Gemeinsam mit dem Vorstand
will er die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt und den ADFC
voranbringen.
UL R I CH SY B E RG
ADFC-Bundesvorsitzender
aus Herne seit 2010

DR . G E R EO N B RO IL
stellvertretender Bundesvorsitzender
aus Sankt Augustin seit 2012

B E RNA DET T E F ELS CH
stellvertretende Bundesvorsitzende
aus München (2016-2018)

F RA NK HOF M A NN
stellvertretender Bundesvorsitzender
aus Burgdorf bei Hannover seit 2018

Seit Mitte der 1990er-Jahre ist
Gereon Broil im ADFC aktiv, zunächst als Technikreferent, dann als
Vorsitzender des ADFC Kreisverbands Bonn/Rhein-Sieg. Seit 2012
leitet er den Bereich Technik und
Verbraucherschutz im ADFC-Bundesvorstand. Er möchte zudem den
Verbandsentwicklungsprozess voranbringen und die innerverbandliche Kommunikation verbessern.

Bernadette Felsch ist seit 2012
ADFC-Mitglied und war 2015 Vorstandsmitglied des ADFC München
sowie Sprecherin der Steuerungsgruppe „Verbandsentwicklung“. Seit
2016 war sie im Bundesvorstand, um
das Radfahren im Alltag, in der Freizeit und im Urlaub zu fördern. Als
neue Landesvorsitzende des ADFC
Bayern schied sie 2018 aus dem
Bundesvorstand aus.

Der Kartograph und Diplom-Geograph ist beruflich bei einem Reiseveranstalter tätig. Mitglied im ADFC
ist er seit 1986, seit 1990 engagiert
er sich im Fachausschuss Tourismus. Frank Hofmann hat bereits
Erfahrung im Bundesvorstand und
in Landesvorständen. Er will u. a. die
politischen Chancen, die der Fahrradtourismus birgt, für den ADFC
aktiv nutzbar machen.

35 | Der ADFC-Bundesvorstand

MAR I O J U N G L AS
stellvertretender Bundesvorsitzender
aus Berlin seit 2014

BIRG IT K LOP P ENBU RG
stellvertretende Bundesvorsitzende
aus Kiel seit 2006

LU DG ER KOOP M A NN
stellvertretender Bundesvorsitzender
aus Bremen seit 2010

Seit 1994 ist Mario Junglas Mitglied
im ADFC und seit 2014 im Bundesvorstand. Sein Schwerpunkt ist die
Verbandsentwicklung. Der pensionierte Theologe und Jurist bringt
seine berufliche Erfahrung aus der
strategischen Verbandsarbeit ein,
aber ihn reizt auch das Thema „Fahrradfahren“ in seiner Verbindung von
„Mobilität für alle“ mit ökologischer
und sozialer Verantwortung.

Birgit Kloppenburg ist seit 1990
ADFC-Mitglied und war von 2000 bis
2006 als Vorsitzende des ADFC-Landesverbands Schleswig-Holstein aktiv. Seit 2006 engagiert sie sich im
Bundesvorstand mit dem Schwerpunkt Finanzen. Sie will für einen
besseren und schnelleren Überblick
über die Ressourcen des Bundesund des Gesamtverbands sorgen.

Ludger Koopmann engagiert sich
seit 18 Jahren im ADFC. Seit 2010 ist
er im Bundesvorstand. Nach Verabschiedung des Verkehrspolitischen
Programms und der Infrastrukturleitlinien, an deren Entwicklung er
maßgeblich beteiligt war, setzt er
sich für Informations- und Kampagnenmaterial für die Gliederungen
ein. Politisch kämpft er für eine Reform des Straßenverkehrsrechts.

R E B ECC A P E T E RS
stellvertretende Bundesvorsitzende
aus Bonn seit 2018

RA LF P U S LAT
stellvertretender Bundesvorsitzender
aus Solingen seit 2018

M ICHA EL S CHROER E N
stellvertretender Bundesvorsitzender
aus Berlin seit 2018

Rebecca Peters studiert Geographie
in Bonn und hat sich auf Stadtentwicklung und Verkehrsgeographie
spezialisiert. Die 22-jährige Studentin arbeitet an ihrer Bachelorarbeit
und brennt seit einem Kopenhagen-Besuch für Verkehrsthemen
und nachhaltige Stadtentwicklung.
Sie engagiert sich im Vorstand und
möchte jungen Menschen im ADFC
eine Stimme geben.

Der freiberufliche Unternehmensberater und langjährige ehemalige
Geschäftsführer des Kinderradherstellers Puky ist innerhalb und außerhalb der Fahrradbranche gut
vernetzt. Er wird sich dafür einsetzen, den ADFC-Förderkreis zu stärken, Synergien zu nutzen und die
Stellung des ADFC als wichtigen
Lobbisten in der Fahrradbranche
noch stärker auszubauen.

Michael Schroeren ist seit 1979
ADFC-Mitglied, seinen ersten Mitgliedsausweis stellte ihm ADFCGründer Jan Tebbe persönlich aus.
Schroeren war seit 1983 als Pressesprecher tätig, unter anderem für
den Naturschutzbund NABU. Bis
zum Eintritt in den Ruhestand Ende
2017 war er Kommunikationschef
im Bundesumweltministerium und
Sprecher von Barbara Hendricks.

| 36

ADFC-Bundesgeschäftsstelle
Leitungsebene

BU R KHAR D STOR K
Bundesgeschäftsführer

M A RE N M AT T N ER
Kaufmännische
Geschäftsführerin

N A N E TT BI E R
Online-Produktmanagerin

LO U IS E B Ö H L ER
Abteilungsleiterin Tourismus

EVA FÖRST ER
Leiterin Service & Verwaltung

RA P HA EL K IES S L ING
Referent Verband

ALE X A N DR A KI R S C H
Chefredakteurin
ADFC-Medien

ST E P H A N IE K RONE
Pressesprecherin

A NG ELA KOHLS
Abteilungsleiterin Verkehr/
Interessenvertretung

F LORIA NE LEWER
Kampagnenmanagerin

37 | ADFC-Bundesgeschäftsstelle

Herausgeber:
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)
Bundesverband
Mohrenstr. 69
10117 Berlin
Telefon: 030 2091498-0
Fax: 030 2091498-55
E-Mail: kontakt@adfc.de
Internet: www.adfc.de
Redaktion:
Alexandra Kirsch
Umsetzung/Gestaltung:
april agentur GbR
Stand:
Dezember 2018

| 38

ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.
Mohrenstraße 69, 10117 Berlin

39 |
                            
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