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Periodical volume

Full text: Jahresbericht ... Issue 2014

Jahresbericht 2014
Von Menschen für Menschen

Ein verlässliches ­Fundament für Gesellschaft und Sozialstaat
Wir arbeiten für eine humane und friedvolle Gesellschaft
Engagement für Deutschlands Zukunft
Wir stellen uns den gesellschaftlichen Heraus­forderungen
Effektive Hilfe direkt vor Ort
Wir wissen, welche Unterstützung die Menschen brauchen
Dem Gemeinwohl verpflichtet
Wir wollen helfen, nicht Gewinne erwirtschaften
Unsere Gesellschaft, unterstützt von den Bürgern
Wir sind eine tragende Säule der Zivilgesellschaft

Inhalt

Qualität zum Nutzen der Menschen
Wir arbeiten mit nachhaltigem Erfolg

Zum Auftakt  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 3

Anwalt der Schwachen
Wir geben den Sprachlosen eine Stimme

Das Politische Jahr  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 4

Kompetenter Berater der Politik
Wir gestalten mit, vom Bund bis in die Kommune

Freie Wohlfahrtspflege  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 8

Europas soziales Gewissen
Wir sind auch in Brüssel gefragt
Ansprechpartner für bürgerschaftliches Engagement
Wir bieten engagierten Menschen einen Rahmen

Politische Gespräche  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 10
Qualitätsmanagement und ­BAGFW – die Erfolgs­geschichte  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 12
2014  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 14
Jubiläumsveranstaltung 90 Jahre BAGFW und Deutscher Sozialpreis  .  .  . 16
Gremienarbeit  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 18
Sozialkommission I  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 18
Sozialkommission II  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 20
Finanzkommission  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 22
Geschäftsstelle  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 23
Finanzen 2013  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 30
Anschriften  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  . 32

Eine ausführlichere Darstellung der Aktivitäten d
­ er

Bei schriftlichen Ausführungen sind wir bedacht, die sprachliche Gleichbehandlung

BAGFW finden Sie auf unserer Webseite ­

der Geschlechter zu berücksichtigen. Wir folgen dabei den Empfehlungen des Bundes­

www.bagfw.de/veröffentlichungen/jahresbericht

verwaltungsamtes (BBB-Merkblatt M 19)



Die Federführung in der Bundesarbeitsgemeinschaft lag
2014 beim AWO-Bundesverband. Im Rahmen der zweijährigen Federführung war der Vorsitzende des Vorstandes
der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Wolfgang Stadler, ­Präsident
der BAGFW.
Die Mitgliederversammlung ist das zentrale Entscheidungs- ­
und ­Beschlussorgan. Sie bestimmt Ziele, Strategien und Politik
der BAGFW-Arbeit.
Mitglieder der BAGFW-Mitgliederversammlung 2014 waren
Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e. V.
Wolfgang Stadler, Martina Arends, Brigitte Döcker
Deutscher Caritasverband e. V.
Prälat Dr. Peter Neher, Prof. Dr. Georg Cremer, ­
Mario Junglas (bis Juni), Katrin Gerdsmeier (ab Juli)
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Dr. Ulrich Schneider, Werner Hesse
Deutsches Rotes Kreuz e. V.
Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Clemens Graf
von Waldburg zu Zeil und Trauchburg, Tobias Nowoczyn
Diakonie Deutschland-Evangelischer Bundesverband ­
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V.
OKR Johannes Stockmeier (bis Mai), Ulrich Lilie (ab Juli),
Maria Loheide, Uwe Schwarzer
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V.
Abraham Lehrer, Benjamin Bloch
Der Mitgliederversammlung arbeiten drei Kommissionen zu, unterhalb
dieser konstituieren sich die Fachausschüsse. Eine Übersicht finden Sie
auf Seite 9.

Zum Auftakt
2014 war das Jubiläumsjahr der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.
­Ihre Gründung fand am 22. Dezember 1924
statt. ­In seiner Grundsatzrede zur Jubiläumsveranstaltung am 8. Dezember 2014 betonte
Präsident Wolfgang Stadler:

„Die Tradition der Freien Wohlfahrtspflege begründet sich in der
Arbeit von Menschen für Menschen.
Das bedeutet: Unser Anliegen ist
die Sorge um das Wohl des Einzelnen, der mit seinen Ängsten, Nöten
und Herausforderungen des Lebens
Hilfe sucht …
Aber: Uns alle verbindet die Überzeugung, dass Menschen in sozial
schwierigen Lebenslagen nicht nur
„versorgt“ werden müssen. Nein, e
­s
soll ihnen eine würdige Teilhabe
am Alltag möglich sein. Eigentlich
eine Selbstverständlichkeit in einer
funktionierenden Demokratie. Aber
auch wir müssen uns immer wieder
vergewissern, ob wir in unserem
Handeln und Tun den Schulterschluss mit Betroffenen hinbekommen und ihre Interessen und ihre

Wolfgang Stadler, BAGFW-Präsident 2013 – 2014

Bedürfnisse vertreten … ­
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege wissen um die
­Bedeutung des bürgerschaftlichen
Engage­ments. Es gehört – wenn
man so will – zu unser aller DNA. ­
Es legitimiert nicht nur unser Tun,
sondern legt ein soziales Potenzial
frei und hilft zugleich immer wieder,
die Sinne für die soziale Verfasstheit
des Landes zu schärfen.

Pressemeldungen 2014  Parlamentarischer Abend der BAGFW am 19.11.2014 im Europäischen Parlament in Brüssel 24.11.2014 – Sozialmonitoring gestartet – Bundesregierung und Wohlfahrtsverbände nehmen auch in dieser Legislaturperiode den vertrauensvollen Dialog wieder auf
14.11.2014 – Moderne Wohlfahrtspflege – Sonderband anlässlich des Jubiläums 90 Jahre Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege



Zum Auftakt

3

Das Politische Jahr
Das 90. Jahr ihres Bestehens hat die Bundesarbeitsgemeinschaft
der Freien Wohlfahrtspflege unter das Motto „Tradition und
Innovation“ gestellt. Sie bringt damit einerseits ihre tiefe Ver­
wur­zelung in der deutschen Sozialgeschichte zum Ausdruck und
reklamiert andererseits Modernität für sich. Die Bundesarbeitsund Sozialministerin hat die Freie Wohlfahrtspflege im Laufe des
Jahres einmal als den „Markenkern des deutschen Sozialstaates“
bezeichnet.
Diese Einschätzung hat sich die Freie Wohl­
fahrtspflege über ihr Jahrzehnte langes
Engagement in allen Feldern der sozialen
Arbeit aber auch durch den anderen Aspekt des
Mottos, nämlich durch ihre anhaltende Inno­
vationsfähigkeit, erworben. Interessanterweise
hat die anfänglich eher wohlfahrtskritisch
geführte Diskussion über die Innovationskraft
der gemeinnützigen Sozialwirtschaft und ihrer
Verbände zu dem Ergebnis geführt, dass ganz
im Gegenteil von dort in Vergangenheit und
Gegenwart, erheb­liche Innovationsleistungen
ausgegangen sind.
Wir haben das Jubiläum der BAGFW fast auf
den Tag genau im Dezember, im Rahmen eines
Festaktes am historischen Gründungsort gefeiert.
Das politische Jahr begann am 9.1.2014 mit
dem ersten einer Vielzahl von politischen
Gesprächen, die wir mit Vertretern der Bundes­
regierung und der Koalitionsfraktionen aber
auch der Opposition im Deutschen Bundestag
geführt haben. Das erste Gespräch fand mit
dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSUBundestagsfraktion, Herrn Volker Kauder, statt.
Bezeichnend für das ganze Jahr war das be­

achtliche Interesse zentraler politischer Akteure
an einer fundierten Auseinandersetzung mit
der BAGFW und ihren Repräsentanten. Ein Hö­
hepunkt in diesem Gesprächsreigen bildete ein
erneutes Gespräch mit der Bundeskanzlerin, in
dem die Themen „Qualität in der Kinderbetreu­
ung“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“,
„Inklusion“ und „besonders benachteiligte
Gruppen im Arbeitsmarkt“ besprochen wurden.
Das Beratungs- und Debatteninteresse der Politik
ergab sich u. a. auch daraus, dass die Bundesregie­
rung mit einem großen Arbeitstempo ihre Vor­
haben abzuarbeiten begonnen hatte. Da es viele
Projekte mit einem unmittelbaren Wohlfahrtsbe­
zug gab, war es naheliegend, sich der Beratung
durch die BAGFW zu versichern. Dies galt sowohl
für die Pläne des BMFSFJ im Bereich der besseren
Vereinbarkeit von Beruf, Familie und­Pflege. Aber
auch für die neu aufgelegte Demografiestrategie
mit ihren diversen Arbeitsgruppen.
Am 4. März kam es zu einem ersten Verbän­
degespräch mit der Hausleitung des BMFSFJ
an dem sowohl Bundesministerin Schwesig, als
auch Staatssekretär Dr. Kleindiek teilnahmen.

Bei diesem Auftakt wurden nahezu alle The­
men angesprochen, die die Freie Wohlfahrts­
pflege mit ihrem „Hausministerium“ verbinden.
Dabei wurde in wesentlichen Punkten ein
hohes Maß an Übereinstimmung festgestellt.
Mit den Parlamentarischen Staatssekretärinnen
Elke Ferner und Caren Marks gab es im Laufe
des Jahres vertiefende Gespräche im jeweiligen
inhaltlichen Zuständigkeitsbereich. Selbstver­
ständlich gab es auch auf der Arbeitsebene viel­
fältige konstruktive Kontakte mit dem Haus.
Im Bereich des BMAS ging es uns erneut vor­
dringlich um die Verbesserung des Angebots
für Langzeitarbeitslose, die nach wie vor trotz
der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt zu den
benachteiligten Gruppen gehören. Dazu haben
wir in verschiedenen Konstellationen Gespräche
mit der Bundesministerin, Frau Andrea Nahles,
und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
geführt. Hervorzuheben ist insbesondere ein
gemeinsamer Workshop mit dem BMAS unter
Teilnahme der Parlamentarischen Staatssekretä­
rin Annette Kramme zu den Möglichkeiten und
Chancen eines Passiv-Aktiv-Transfers zur Finan­
zierung von Leistungen für Langzeitarbeitslose.
Die Federführung für das geplante Bundes­
teilhabegesetz zur Umsetzung der UN-Behin­
dertenrechtskonvention in Deutschland liegt
ebenso beim BMAS. Dieses Vorhaben wurde in
2014 durch das Ministerium in einem aufwändi­
gen Konsultationsprozess, auch unter Beteili­
gung der BAGFW, vorbereitet. Wir haben dazu
umfängliche Parallelstrukturen in der BAGFW
geschaffen, um eine optimale Begleitung
dieses Prozesses zu gewährleisten. Von dessen
Erfolg wird abhängen, ob es in Zukunft gelingt,

Teilhabe für Menschen mit Behinderungen in
Deutschland neu zu definieren.
Das gemeinsame Sozialmonitoring der BAGFW
mit der Bundesregierung hat in 2014 eine
Fortsetzung erfahren. Im Dialog mit den ver­
antwortlichen Ministerien werden dabei nichtintendierte Folgen von Gesetzen und sonstigen
rechtlichen Vorgaben im sozialen Bereich
besprochen und nach Möglichkeit beseitigt.
Auch die Aktivitäten des Bundesgesundheits­
ministeriums wurden engmaschig begleitet. In
den Gesprächen mit dem Bundesminister und
seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ging
es insbesondere um die Begleitung des Pflege­
stärkungsgesetzes als erster Stufe der Pflege­
reform. Im Zentrum stehen Verbesserungen
sowohl für die zu Pflegenden als auch für die
Situation der Pflegekräfte, deren z. T. unver­
hältnismäßig schlechte Vergütung nach wie vor
ein zentrales Problem in der Pflege darstellt.
Schon seit vielen Jahrengibt es im Pflegebereich
Bemühungen zum Abbau unnötiger Bürokra­
tie. Im Berichtszeitraum haben sich nunmehr
die Aktivitäten dergestalt verdichtet, dass es
hier tatsächlich zu einem merklichen Abbau
von Bürokratie, insbesondere im Hinblick auf
den Dokumentationsaufwand, kommen könnte.
Die entsprechenden Bemühungen wurden
durch die ehemalige Ombudsfrau für den Bü­
rokratieabbau im BMG, Frau Elisabeth Beikirch,
aber auch durch den neuen Pflegebeauftragten
der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef
Laumann, vorangetrieben. Als BAGFW und im
Rahmen der Pflegeselbstverwaltung haben wir
uns intensiv an diesem Prozess beteiligt. Für die
Pflegeeinrichtungen der Freien Wohlfahrtspfle­

4.9.2014 – Vertreterinnen und Vertreter der Spitzenverbände im Gespräch mit der Bundeskanzlerin 4.9.2014 – Fachkräftemangel in der Pflege

Pflege – Modellprojekt „Ergebnisqualität Münster-EQMS“ 11.6.2014 – Maria Loheide ist neue BAGFW Vizepräsidentin 5.6.2014 – Austausch der

4.8.2014 – Statistik 31.7.2014 – Entbürokratisierung in der Pflege 30.7.2014 – BAGFW-Pressemeldung: EU-Richtlinie ermöglicht „Basiskonto für

Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel, MdB 15.5.2014 – Gespräch im

alle“ 24.7.2014 – Pflege Entbürokratisierung 9.7.2014 – BAGFW-Tagung Migrationsberatung 3.7.2014 – Pflegebedürftigkeitsbegriff 3.7.2014 –

BMG 10.4.2014 – Wohlfahrtsmarken mit App 2.4.2014 – Politischer Gesprächsfaden 2.4.2014 – Austausch mit der Integrationsbeauftragten der

4

Das Politische Jahr

Das Politische Jahr

5

Modellprojekt „Ergebnisqualität Münster-EQMS“ weist
nach: Messung und Darstellung von Ergebnisqualität ist
erfolgreich in der Praxis. Rasche bundesweite Umsetzung
gefordert. Der Beauftragte für die Belange der Patientinnen und Patienten, Karl-Josef Laumann (Mitte), ließ
sich von Dr. Klaus Winterkamp (links) und Dr. Gerhard

ge hat die BAGFW vier bundesweite Informati­
onsveranstaltungen organisiert und gemeinsam
mit dem GKV-Spitzenverband und dem bpa
drei Workshops ausgerichtet, die sich mit der
praktischen Umsetzung des von Frau Beikirch
entwickelten Modells beschäftigt haben.
Mit Staatssekretär Laumann konnten wir im
Juni in der Nähe von Münster einen Einrich­
tungsbesuch vereinbaren, bei dem wir uns
einerseits intensiv über den Bürokratieab­
bau, andererseits aber auch über das nach
wie vor ebenso zentrale Wingenfeld-Projekt
zum Systemwechsel in der Pflegetransparenz
austauschten. Letzteres ist im zurückliegenden
Jahr leider nur wenig weitergekommen, was ei­
nerseits sicherlich an den umfänglichen anderen
Aufgaben im Pflegebereich, aber auch an dem
nachhaltigen Widerstand des MDK und der Pfle­
gekassen liegt. Wir hoffen, dass sich hier zum
Ende des Jahres, durch die Verabredungen eines
gemeinsamen Modellvorhabens, eine Wende
zum Besseren ergeben hat.
Im Bereich des Bundesinnenministeriums liegt
die Zuständigkeit für Migration und Flüchtlinge.
Auch dieses Arbeitsfeld bildete einen Schwer­
punkt der BAGFW-Arbeit im zurückliegenden
Jahr. In Anbetracht der starken Zunahme von
Flüchtlingen und Asylbewerbern in Deutschland
ist dies sicherlich nicht verwunderlich. Im Ge­
spräch mit dem Bundesinnenminister konnten
wir unser Ziel verdeutlichen, die Lebensbedin­
gungen der Flüchtlinge zu verbessern und eine
Willkommenskultur zu schaffen, die von uns als
Voraussetzung für eine erfolgreiche Integrati­
on von Menschen mit Migrationshintergrund
angesehen wird.

Timm (rechts) das Münsteraner Modell zur Qualitätsmes-

Parlamentarischer Abend gemeinsam

sung in der Pflege „EQMS“ bei einem Besuch in seinem

mit dem D
­ eutschen Verein für öffentliche und

Heimatwahlkreis in Mettingen vorstellen.

private Fürsorge e. V.

Auch die mögliche Gründung eines musli­
mischen Wohlfahrtsverbandes spielte in den
Gesprächen eine Rolle, hat uns aber auch
unabhängig davon beschäftigt. Gemeinsa­
mer Konsens ist hier, dass die Gründung eines
Wohlfahrtsverbandes eine zivilgesellschaftliche
Angelegenheit der Selbsthilfe und -organisa­
tion darstellt und daher von den Muslimen in
Deutschland ausgehen muss.
Gemeinsam mit dem Deutschen Verein haben
wir Anfang März wieder einen Parlamentari­
schen Abend durchgeführt, an dem mehr als 300
Gäste teilgenommen haben. Auch hier zeigte
sich das große Interesse an einem Austausch und
Dialog mit der Freien Wohlfahrtspflege zu den
anstehenden Themen der Legislaturperiode.
Hervorzuheben ist auch die deutliche Verbes­
serung des Austausches mit dem Bundeswirt­
schaftsministerium, der in der Vergangenheit,
trotz der auch volkswirtschaftlich beträchtlichen
Bedeutung der Freien Wohlfahrtspflege, so
gut wie nicht stattgefunden hat. 2014 gab es
sowohl ein Verbändegespräch mit dem Bundes­
minister als auch die Einbeziehung der BAGFW
in den von Sigmar Gabriel eingerichteten Beirat
für das Freihandelsabkommen zwischen der
Europäischen Union und den Vereinigten Staa­
ten von Amerika (TTIP). Die Debatte um dieses
Abkommen und ein gleichartiges mit Kanada
hat in der deutschen und europäischen Zivilge­
sellschaft für erhebliche Aufregung gesorgt. Es
besteht vor allem die Befürchtung, dass Grund­
lagen der Arbeit der Freien Wohlfahrtspflege
aber auch Grundlagen der Gemeinnützigkeit
durch die Abkommen möglicherweise gefähr­
det werden könnten. Es haben sich hierzu im
Rahmen der Zivilgesellschaft verschiedene Alli­

anzen gebildet und bestehende Gruppierungen
mit dem Thema beschäftigt, so auch im Rahmen
des Bündnisses für Gemeinnützigkeit, des Bünd­
nisses für Gemeinwohl auf europäischer Ebene
und der zivilgesellschaftlichen Vertreter in dem
erwähnten Beirat des BMWi.
Auch auf dem Parlamentarischen Abend der
BAGFW am 19.11.2014 in Brüssel, der eigentlich
den weiteren sozialen Perspektiven der EU mit
dem neu gewählten Parlament und der neuen
Kommission dienen sollte, spielte das Thema
TTIP mindestens eine zentrale Nebenrolle.
Intern hat sich die BAGFW zu Beginn des Jahres,
im Rahmen einer Klausur der Mitgliederver­
sammlung auf eine Sicherung der Arbeitsgrund­
lagen der BAGFW-Geschäftsstelle verständigt.
Hierbei ging es nicht nur um eine leicht erneu­
erte inhaltliche Ausrichtung, die inzwischen
zur Schaffung der Stelle eines Referenten für
Grundsatzfragen geführt hat, sondern auch
um die materielle Absicherung der Arbeit, die
nunmehr bis 2018 gesichert ist.
Das erfolgreiche von der Regiestelle in der
BAGFW begleitete Projekt „rückenwind – Für
die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft“,
soll in der neuen Förderperiode des ESF durch
ein „rückenwind II-Projekt“ ergänzt werden.
Dessen Schwerpunkte sind neben der Personal­
entwicklung auch die Organisationsentwicklung
von Unternehmen der Sozialwirtschaft. Dazu
wurden im Laufe des Jahres entsprechende Vor­
gespräche mit dem BMAS geführt, die zu einem
nahtlosen Anschluss an das alte Projekt führen
soll. In dessen Rahmen wurden insgesamt 131
Projekte mit einem Gesamtvolumen von 60 Mio.
Euro erfolgreich abgewickelt.

Das von 2003 bis 2014 bei der BAGFW ange­
siedelte Qualitätsmanagement-Projekt wird in
der bisherigen Form im kommenden Jahr nicht
weitergeführt. Dies ist nicht zuletzt Ausdruck
des Erfolges dieses Projektes, dem es gelungen
ist, den Qualitätsgedanken nicht nur in der
BAGFW zu einer Selbstverständlichkeit werden
zu lassen, sondern auch in den Spitzenverbän­
den fest zu verankern.
Die erhebliche Arbeitslast des Jahres schlägt
sich auch in der Zahl von Stellungnahmen und
Positionspapieren nieder, die mit 38 zeigt, mit
welcher Intensität und mit welchem Arbeits­
aufwand an den diversen Fragestellungen und
Vorhaben gearbeitet wurde.
Dies gibt mir Anlass allen Menschen in den
Spitzenverbänden und in der Geschäftsstelle
der BAGFW für ihre sehr gute Arbeit und ihr
hohes Engagement zu danken, ohne das die
hohe Arbeitsdichte des letzten Jahres nicht zu
bewältigen gewesen wäre.

Wolfgang Stadler
Präsident 2013 – 2014

­Bundesregierung 1.4.2014 – Broschüre – Die Freie Wohlfahrtspflege – Von Menschen für Menschen 25.3.2014 – Anhörung im Europäischen Parla­

7.3.2014 – Wohlfahrtsmarken 3.2.2014  Stellungnahmen 2014  27.1.2014 Stellungnahme der BAGFW zur Vereinbarung nach § 119b Abs. 2

ment 24.3.2014 – Fachkräfte für Kitas 19.3.2014 – Parlamentarischer Abend 2014  14.3.2014 – Ergebnisse des Praxistests zur Entbürokratisierung

SGB V (Anlage 27) zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband – 7.2.2014 Stellungnahme der BAGFW

10.3.2014 – Austausch der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege mit der Bundesministerin Manuela Schwesig, BMFSFJ 5.3.2014 – Boys’Day

zum Konsultationspapier „Überprüfung bestehender MwSt-Rechtsvorschriften zu öffentlichen Einrichtungen und Steuerbefreiungen für dem

6

Das Politische Jahr

Das Politische Jahr

7

Freie Wohlfahrtspflege
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien
Wohlfahrtspflege (BAGFW) ist die gemeinsame
Stimme der sechs Spitzenverbände der Freien
Wohlfahrtspflege in Deutschland. Die Arbeiter­
wohlfahrt, der Deutsche Caritasverband, das
Deutsche Rote Kreuz, der Deutsche Paritätische
Wohlfahrtsverband, Diakonie Deutschland
Evangelischer Bundesverband und die Zen­
tral­wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
wurzeln in unterschiedlichen Religionen und
Weltanschauungen. Die in der Bundesarbeits­
gemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege
zusammenarbeitenden sechs Spitzenverbände
verleihen dem Anliegen Gehör, das sie eint: der
Sorge für alle Menschen, die Hilfe benötigen.

Gremien der BAGFW in 2014
Mitgliederversammlung
Vorsitz: Herr Stadler, AWO
Ausschuss „GlücksSpirale bei der
BAGFW“
Vorsitz: Herr Lehrer, ZWST

Der federführende Verband ist mit einer Viel­
zahl von Aufgaben und Zuständigkeiten eng
mit der Geschäftsstelle der BAGFW verbunden.
Er nimmt hier Steuerungsfunktionen wahr.
Insbesondere hat der Federführer auch Zugriff
auf die Führungspositionen in den Fachaus­
schüssen, in denen die inhaltlichen Positionen
der BAGFW erarbeitet werden. Diese Rege­
lung erlaubt eine einheitliche und stringente
Führung der BAGFW durch den federführenden
Verband.

Koordinierung und Verwaltung
der Förderanträge und -mittel

www.bagfw.de.
Ausschuss „Europa“
Vorsitz: Herr Bartels, AWO

Stellv.: Herr OKR Stockmeier,
seit 22.5.2014 Maria Loheide
Diakonie Deutschland
Stellv.: Herr Prof. Dr. Rosenbrock,
Der PARITÄTISCHE

Die Geschäftsstelle der BAGFW
koordiniert die Vorhaben und die
Beteiligung der Kommissionen

Sozialkommission I
Vorsitz: Frau Döcker, AWO
Stellv.: Frau Nagelschmidt, DRK

Sozialkommission II
Vorsitz: Frau Loheide,
Diakonie Deutschland
Stellv.: Herr Dr. Rock,
Der PARITÄTISCHE

Fachausschuss
„Gemeinnützigkeit und Steuern“
Vorsitz: Frau Dr. Wohlleber,
Diakonie Deutschland

Fachausschuss
„Altenhilfe“
Vorsitz: Herr Bölicke, AWO

Fachausschuss „Arbeitsmarktpolitik
und Grundsicherung“
Vorsitz: Frau Helbig, AWO

Fachausschuss
„Wohlfahrtsmarken“
Vorsitz: Herr Millies, DCV

Fachausschuss
„Behindertenpolitik“
Vorsitz: Frau Schuh, AWO

Fachausschuss „Kinder, Jugend,
Familie und Frauen“
Vorsitz: Herr Theißen, AWO

Fachausschuss
„Statistik“
Vorsitz: Herr Millies, DCV

Fachausschuss
„Gesundheitswesen“
Vorsitz: Frau Dr. Ludwig, AWO

Fachausschuss
„Migration und Integration“
Vorsitz: Herr Barth, AWO

Fachausschuss
„Vergaberecht“
Vorsitz: Herr Hesse, Der PARITÄTISCHE

Ausschuss
„Qualitätsmanagement“
Vorsitz: Herr Wittenius, AWO

Fachausschuss
„Bürgerschaft­liches Engagement
und Freiwilligendienste“
Vorsitz: Frau Rindt, AWO

Arbeitsgruppe
„Verwertungsgesellschaften“
Vorsitz: Frau Baeskow, AWO

Arbeitsgruppe
„Betreuungsrecht“
Vorsitz: Frau Scholl, Diakonie

Arbeitsstab
„Sozialmonitoring“
Vorsitz: Frau Droste-Franke, AWO

Die Mitgliedschaft in den Gremien der

– 3.3.2014 Stellungnahme der BAGFW zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Asylverfahrensgesetzes Einstufung von Bosnien-Herze­

BAGFW wird nicht vergütet und es werden

gowina, Mazedonien als „Sichere Herkunftsländer“ – 28.3.2014 Stellungnahme der BAGFW zum Entwurf des Nationalen Reformprogramms

keine Aufwandsentschädigungen bezahlt.

Freie Wohlfahrtspflege

Fachausschüsse unter

Finanzkommission
Vorsitz: Herr Lehrer, ZWST
Stellv.: Herr Millies, DCV

Gemeinwohl dienende Tätigkeiten“ – 24.2.2014 Stellungnahme der BAGFW zur Strategischen Sozialberichterstattung der Bundes­regierung 2014

8

Mehr zur Arbeit der

Arbeitsgruppe
„Rechtsextremismus“
Vorsitz: Herr Memarnia, AWO

Freie Wohlfahrtspflege

Stand: Dezember 2014

Wir sind für Menschen da –
­unabhängig von ihrer Herkunft,
Religion und Weltanschauung

9

Politische Gespräche
Funktionsträgern, aber natürlich auch mit
den Parteien. Die Gespräche werden auf den
verschiedenen Ebenen der BAGFW, z. T. unter
Beteiligung aller Verbände, oft in kleineren
Gruppen, gelegentlich aber auch als „Vier­
Augen­-Gespräche“ geführt. Die Geschäfts­
stelle stellt die Vorbereitung, die Dokumen­
tation und Verbreitung der Ergebnisse sicher,
damit mit den Gesprächsergebnissen weiter
gearbeitet werden kann.

Ausgewählte Politische Gespräche
(Monatschronologie)
22.1.2014: Katrin Göring-Eckardt und ­
Dr. Anton Hofreiter, Fraktionsführung Bündnis
90/Die Grünen. Das Auftaktgespräch auf Spitzen­
ebene der Grünen Bundestagsfraktion hatte u. a.
öffentlich geförderte Beschäftigung und Pflege zum
Gegenstand.
			

Foto: Bundesministerium für Gesundheit					

Politische Kommunikation ist die Kernauf­
gabe der BAGFW, die sie auf verschiedenen
Ebenen und in verschiedener Form wahr­
nimmt. Voraussetzung ist in jedem Fall die
Klärung und Abstimmung einer gemein­
samen Position. Die politischen Gesprächs­
partner in der Bundeshauptstadt reichen
von der Bundeskanzlerin über die Minister
bis weit in die Ministerialbürokratie hinein.
Im Deutschen Bundestag sprechen wir mit
den Abgeordneten und ihren gewählten

18.2.2014: Dr. Gregor Gysi, Fraktionsvor­
sitzender der Fraktion Die Linke. Gegenstand
des Gespräches waren die Flüchtlingspolitik sowie
das Thema Pflege und öffentlich geförderte
­Beschäftigung.

Gespräch der BAGFW mit dem Bundesgesundheitsminister
Hermann Gröhe und Staatssekretär Lutz Stroppe, am 31.3.2014, im BMG

4.3.2014: Bundesfamilienministerin Manuela
Schwesig. In diesem Kennenlern-Gespräch stellten
sich die Verbände vor und erläuterten ihre wich-

tigsten Anliegen. Unter anderem wurden Themen
besprochen wie sexueller Missbrauch von Kindern,
die Notwendigkeit einer stärkeren sozialräumlichen
Ausrichtung, insbesondere im Bereich der Frühen
Hilfen, Bürgerschaftliches Engagement oder der
Schutz von Frauen vor Gewalt.
14.4.2014: Mechthild Rawert, Pflegepolitische
Sprecherin der SPD. Themen dieses Gesprächs waren die Pflegereform und der Pflegebedürftigkeitsbegriff, die Pflegedokumentation und der Neustart
der Qualitätsberichterstattung in der Pflege.
13.5.2014: Bundeswirtschaftsminister Sigmar
Gabriel. Es fand seit 2005 das erste Gespräch im
Bundeswirtschaftsministerium statt. Der Minister
schlug vor, ein solches Gespräch jährlich zu führen.
Themen waren u. a. das europäisch-amerikanische
Freihandelsabkommen TTIP, Fachkräftemangel,
das aktuelle Gutachten der Monopolkommission,
die Umsetzung der EU-Vergaberichtlinie und die
Energiewende.
24.6.2014: Bundesarbeitsministerin Andrea
Nahles. Die Schwerpunkte dieses KennenlernGespräches waren die Themen Sozialtarif, öffentlich
geförderte Beschäftigung, das Bildungs- und Teilhabepaket sowie das geplante Bundesteilhabegesetz.
3.7.2014: Corinna Rüffer, Behindertenpolitische
Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen. Bei diesem Gespräch auf Fachebene ging es u. a. auf Basis
des BAGFW-Eckpunktepapiers um die Einschätzung
der Situation zur Reform der Eingliederungshilfe
und der Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes.

18.8.2014: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
Zunächst wurde über die großen Projekte aus dem
Koalitionsvertrag, wie die Pflege- und Rentenreform
oder die Regelungen zum Mindestlohn gesprochen.
Danach wurden speziellere Punkte wie die Inklusion,
die Langzeitarbeitslosigkeit oder die Vereinbarkeit
von Familie und Beruf thematisiert.
16.9.2014: Bundesinnenminister Dr. Thomas de
Maizière. Gegenstand dieses Gespräches war vor
allem die Deutsche Islamkonferenz und die mögliche
Gründung eines islamischen Wohlfahrtsverbandes.
8.10.2014: Parlamentarische Staatssekretärin
im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Annette Kramme. Mit Frau Kramme und Mitarbeitern des BMAS hat die BAGFW einen gemeinsamen
Workshop zum Passiv-Aktiv-Transfer (PAT) durchgeführt. Das PAT-Modell soll, Langzeitarbeitslose in
den ersten Arbeitsmarkt zurückführen.
5.11.2014: Kerstin Griese, Vorsitzende des Bundestagsauschusses für Arbeit und Soziales und
weitere Ausschussmitglieder. Wie auch schon in
anderen politischen Gesprächen des Jahres wurden
Fragen wie die Reform der Eingliederungshilfe für
Menschen mit Behinderungen, die Schaffung eines
Bundesteilhabegesetzes und die öffentlich geförderte Beschäftigung thematisiert.
4.12.2014: Paul Lehrieder, Vorsitzender des Bundestagsauschusses für „Familie, Senioren, Frauen
und Jugend“ und weitere Ausschussmitglieder.
Gegenstand des Gesprächs waren u. a. die Qualitätsverbesserungen in Kindertageseinrichtungen,
der effektive Schutz für Frauen vor Gewalt, die
Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung sowie
Bürgerschaftliches Engagement.

2014 – 22.4.2014 Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf für ein Fünftes Gesetz zur Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch

24.4.2014 – 20.5.2014 Kurzfassung des Strategischen Grundsatzpapiers BE – 21.5.2014 Positionspapier der BAGFW zur medizinischen Rehabili­ta­

– Leistungsausweitung für Pflegebedürftige, Pflegevorsorgefonds – 30.4.2014 Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf eines Geset­

tion – 22.5.2014 Gemeinsame Positionierung des Deutschen Behindertenrates, der BAGFW und der Fachverbände für Menschen mit Behinderung

zes zur Einführung des Elterngeld Plus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz vom

zur Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes – 23.5.2014 Zwischenbericht der BAGFW zur Ausbildungs- und Qualifizierungso­ffensive – ­­2.6.2014

10

Politische Gespräche

Politische Gespräche

11

links: Effizienzsteigerung
der PflegedokumentationAbschlussveranstaltung im
Rahmen des Praxistests.
Frau Elisabeth Beikirch,
zusammen den Vertreter/

Qualitätsmanagement und ­
BAGFW – die Erfolgs­geschichte
Mit der sozialrechtlichen Entwicklung zur Ökonomisie­
rung wurde das Thema „Qualität“ für die Einrichtun­
gen der Sozialen Arbeit bzw. deren Träger zunehmend
zu einer wesentlichen Steuerungsgröße. Zu Beginn
der 2000er Jahre wurden, im Rahmen der gesetzlichen
Regulierung, die Leistungserbringer auch verpflichtet
Qualitätsmanagement (QM) bzw. Qualitätsentwick­
lung zu betreiben.
Auf der Ebene der BAGFW begannen die Wohl­
fahrtsverbände bereits 1999 damit, sich über die
jeweils verbandsspezifischen Qualitätsmanage­
ment-Entwicklungen auszutauschen. So ent­
stand die Projektstelle QM in der BAGFW. Damit
wurde die politische und fachliche Relevanz
der Qualitätsdebatte unterstrichen. Als kon­
krete Beispiele für deren Arbeit seien hier die
Fachtagungen und -workshops, der Aufbau des
fachspezifischen Internetportals zum Themen­
schwerpunkt Qualitätsmanagement sowie die
Zertifizierung der Geschäftsstelle der BAGFW
nach ISO 9001 und DGVM ZERT genannt.
Mit den grundlegenden Papieren zu den
Qualitätszielen und der Qualitätspolitik der
Wohlfahrtsverbände wurde ein gemeinsamer
Rahmen der qualitätspolitischen Ausrichtung
beschrieben, der nach innen gerichtet Quali­
tätsentwicklung sichern und nach außen gerich­
tet die fachpolitischen Debatten mitgestalten
sollte. Die integrierten Management-Konzepte
der einzelnen Verbände stellten die grundle­
genden Führungsinstrumente und Werkzeuge
dar, mit denen der gemeinsame Ansatz der
Qualitätsentwicklung befördert wurde.

Die Konzipierung und Integration solcher
Systeme in der fachlichen Arbeit stand zunächst
im Vordergrund. Dabei spielten zunächst die
Entwicklung von Struktur- und Prozessqualität
eine wesentliche Rolle. Im Verlauf des Projektes
QM rückte die intensive Auseinandersetzung
mit der Ergebnisqualität in den Mittelpunkt.
Dieser Entwicklungsprozess ist – in enger Ko­
operation mit wissenschaftlichen Forschungs­
instituten – gelungen. So konnte im Rahmen
des Projektes „Entwicklung und Erprobung von
Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqua­
lität in der stationären Altenhilfe“ (2009 – 2011,
gefördert durch das BMG und das BMFSFJ) ein
Vorstoß zur Entwicklung von ergebnisorien­
tierten Indikatoren der Qualitätsmessung und
mit Überlegungen zur transparenten Darstel­
lung der Einrichtungsqualität im Arbeitsfeld
Pflege erreicht werden. Damit hat die BAGFW
wesentlich zu einer fachlichen Entwicklung der
Ergebnisqualität und ihrer Erfassung für das
Arbeitsfeld der Altenhilfe beigetragen.
Vergleichbares wurde mit dem Projekt „Wie
misst man Teilhabe in der Eingliederungshilfe?
Entwicklung, Erprobung und Evaluation von In­
dikatoren und Instrumenten zur Messung und
Beurteilung der Teilhabe von Menschen mit
geistigen und/oder Mehrfachbehinderungen
oder psychischer Erkrankung“ (2011 – 2014, ge­
fördert durch die Aktion Mensch) angestoßen.
Hierbei stand die Entwicklung wissenschaft­
lich fundierter Indikatoren und Instrumente
als „Handwerkzeug“ im Zentrum, mit dessen
Hilfe – aus der Perspektive des Menschen mit
Behinderung – die Umsetzung von Teilhabe
gemessen werden kann und Aussagen über
die Zielerreichung von individuell in Anspruch

innen der BAGFW
rechts: v.l.n.r.:
Lutz Stroppe (BMG),
Erika Stempfle (BAGFW),
Werner Hesse (BAGFW),
Karl-Josef Laumann (BMG)
zur Eröffnung der Tagung

genommenen Maßnahmen der Eingliederungs­
hilfe getroffen werden können. Darüber hinaus
wurden im Rahmen des Projektes ein Konzept
für den personenzentrierten Anwendungspro­
zess sowie Instrumente für das Auswertungs­
verfahren („Gebrauchsanweisung“) entwickelt.
Rückblickend lässt sich feststellen: QM ist für
die Wohlfahrtsverbände ein wichtiges und
selbstverständliches Thema geworden
Die BAGFW hat im Rahmen des Projektes QM
die Verankerung sowie die qualitative Weiter­
entwicklung des Themas in den unterschied­
lichsten Arbeitsfeldern nachhaltig begleitet und
gefördert. Im Rahmen ihrer Strategie haben die
Wohlfahrtsverbände deutlich gemacht, dass in­
tegrierte QM-Systeme eine hohe Plausibilität für
zielgerichteten Outcome und wirkungsorientier­
te Dienstleistungen schaffen. Darauf aufbauend
gilt es für alle Arbeitsbereiche – im Rahmen der
jeweils methodischen Möglichkeiten – Verfah­
ren und Instrumente der Ergebniserfassung
bzw. Wirkungsdarstellung weiter zu entwickeln
sowie deren Verbreitung zu forcieren. Zugleich
ist es aber erforderlich für einen angemessenen
Umgang mit der Wirkungsmessung zu plädie­
ren. Dies wurde zugleich als aktueller Schwer­
punkt der Projektarbeit in der BAGFW ermittelt.
Brigitte Döcker, Leiterin des Referates QM von
Juli 2003 bis April 2010
„Im Jahr 2003 nahm das QM-Team in der
BAGFW-Geschäftsstelle die Arbeit auf.
Im Jahr 2007 waren sich alle Verbände einig
über die Notwendigkeit eines Projektes ge­
meinsam mit Wissenschaft, Kostenträgern und
Politik zur Erarbeitung von evidenzbasierten
Indikatoren, an denen man gute Pflege – also

Ergebnisqualität in der Pflege – feststellen
könne. Im Jahr 2011 lagen diese Indikatoren
pilothaft in der Praxis erprobt vor. Diese sind
Gold wert für die fachliche Weiterentwicklung
und die Entwicklung eines beruflichen Selbst­
bewusstseins für die Pflegekräfte. Wenn das
kein Erfolg ist!“
Heike Golletz, Leiterin des Referates QM von
September 2010 bis April 2013
„Das Projekt „Wie misst man Teilhabe in der
Eingliederungshilfe“ weckte in den Verbänden
einerseits hohe Erwartungen und andererseits
kritische Stimmen, die es zu überzeugen galt.
Der besondere Reiz lag (für mich) vor allem
darin, dass erstmals die Nutzer selbst bei der
Entwicklung und Erprobung der Instrumente
direkt beteiligt wurden. Darüber hinaus ist der
Wert der Zertifizierung der Geschäftsstelle (nach
meinem Dafürhalten) insbesondere auch in der
Vorbildfunktion zu sehen.“
Eva-Maria Schneider, Leiterin des Referates QM
von September 2013 bis Dezember 2014
„Die Herausforderungen sind in den Jahren
nicht weniger geworden. Auch wenn Qualitäts­
management und die Begriffe und Anforderun­
gen, die sich darum ranken heute nicht mehr
Unbekannte sind.
Viele Einrichtungen und Träger haben sich mit
dem Thema befasst, was jedoch auch nicht
heißt, dass QM-Systeme immer erfolgreich
umgesetzt werden. Die nächste wichtige Frage
ist, welches sind die drängenden Herausfor­
derungen, denen man sich stellen will und
muss. Insofern verstehe ich die Schaffung des
Grundsatzreferates als sinnvolle Fortführung der
QM-Stelle in Form einer thematischen Schwer­
punktsetzung.“

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern eines

neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs – 24.6.2014 Stellungnahme der BAGFW zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/23/EU vom 26.2.2014 über die

Gesetzes zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung vom 7.4.2014 – 18.6.2014 Positionspapier für eine Gesetzesän-

Konzessionsvergabe sowie die Richtlinie 2014/24/EU vom 26.2.2014 über die öffentliche Auftragsvergabe – 14.7.2014 Stellungnahme der BAGFW

derung im Betreuungswesen – hier Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz (VBVG) – 23.6.2014 10 gute Gründe für die Notwendigkeit eines

zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 4.6.2014 zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes und des

12

Qualitätsmanagement und ­BAGFW – die Erfolgs­geschichte

Qualitätsmanagement und ­BAGFW – die Erfolgs­geschichte

13

2014
­ 0. Mai, Workshop „Sozialraum
lin, 30. April, Abschlusstagung des Projektes „Wie misst man Teilhabe in der Eingliederungshilfe?“, Berlin, 2
als Ort der Teilhabe“, Berlin, 9. September, 1. Workshop Bürokratieabbau in der Pflegedokumentation, Erfurt, ­­23. September,­Workshop mit
Prof. Klie und Prof. Heinze zum 2. Engagementbericht und 7. Altenbericht, Berlin, 24. September, Treffen mit den Landesligen der Freien
Wohlfahrtspflege, Berlin, 29. September, 2. Workshop Bürokratieabbau in der Pflegedokumentation, München, 10. Oktober, Workshop
zum Sozialen Unternehmertum, Berlin, 14. Oktober, 3. Workshop Bürokratieabbau in der Pflegedokumentation, Hannover, 16. Oktober,
4. Workshop Bürokratieabbau in der Pflegedokumentation, Frankfurt am Main, 14. November, Sozialmonitoring, Berlin, 19. November,

Politische Kontakte wurden unter anderem mit folgenden Personen und Institutionen geführt
Heinrich Alt, Vorstand Bundesagentur für Arbeit, BAG-Österreich, Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behin­

­ eranstaltungen
Parla­mentarischer Abend in Brüssel, 8. Dezember, 90 jähriges Jubiläum der BAGFW und Deutscher Sozialpreis, Berlin V

mit aktiver BAGFW-Beteiligung 9. bis 10. Januar, Bündnis für Gemeinnützigkeit, Klausurtagung, Genshagen, 15 bis 17.

derter Menschen, Elke Ferner, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ, Ingrid Fischbach, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin
im BMG, Sigmar Gabriel, MdB, Bundeswirtschaftsminister, Katrin Göring-Eckardt, MdB und Dr. Anton Hofreiter, MdB, Fraktionsvorsitzende
von Bündnis 90/Die Grünen, Kerstin Griese, MdB, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales sowie weitere Ausschussmit­
glieder, Hermann Gröhe, MdB, Bundesgesundheitsminister, Dr. Gregor Gysi, MdB, Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion Die Linke, Bar-

bara Hendricks, MdB, Bundesumweltministerin, Wolfgang Husemann, Leiter Gruppe Europäische Fonds für Beschäftigung im BMAS, ­Volker
Kauder, MdB, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Kirner, Referent im BMFSFJ, Dr. Ralf Kleindiek, ­Beamteter Staatsse­
kretär im BMFSFJ, Annette Kramme, MdB, Parlamentarische Sekretärin im BMAS, Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für
die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege, Paul Lehrieder, MdB, Vorsitzender des Bundestagsausschusses

Januar,­EU-Konferenz „Soziales Unternehmertum“, Straßburg, 19.2. Veranstaltung BMG „Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation in

Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gabriele Lösekrug-Möller, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im BMAS, Caren Marks, MdB, Par­

der ambulanten und stationären Langzeitpflege“ – Abschlussveranstaltung zum Praxistest in fünf Bundesländern, 17. März, Kuratorium
ConSozial, München, 25. März, Treffen der Landesligen-Geschäftsführungen, Mainz, 10. April, 3. Berliner Demografie Forum, Berlin,

lamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ, Wolfgang Meincke, Referatsleiter Wohlfahrtspflege, soziale Arbeit im BMFSFJ, Dr. Angela­ Merkel,
MdB, Bundeskanzlerin, Andrea Nahles, MdB, Bundesarbeitsministerin, Aydan Özogˇuz, MdB, Staatsministerin für ­Migration, Flüchtlinge und
Integration, Mechthild Rawert, MdB, pflegepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Erwin ­Rüddel, MdB, pflegepolitischer Sprecher
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Corinna Rüffer, MdB, behindertenpolitische Sprecherin der Bundes­tagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen,

Dr. Rolf Schmachtenberg, Abteilungsleiter im BMAS, Dr. Martin Schölkopf, Unterabteilungsleiter im BMG, U
­ we Schummer, MdB, behinder­
tenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kerstin Tack, MdB, behinderten­politische Sprecherin­der SPD-­Bundestagsfraktion,
Transparency Deutschland, Annette Widmann-Mauz, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Pia Zimmermann,­MdB, pflegepo­
litische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke,

BAGFW-Veranstaltungen: 23.  Januar,­Steuerungskreis „Wie misst man

Teilhabe in der Eingliederungshilfe?“, 24.2. Abschlussveranstaltung „Quergedacht – Profis für die Kita!“, 25.2. D
­ ie Zukunft der Mitgra­
tionsberatung für erwachsene Zuwanderer – Fachtagung für Vertreter/innen der Freien Wohlfahrtspflege auf Landes- und Bundesebene,

11. März, Parlamentarischer Abend mit dem Deutschen Verein, Berlin, 8. April Parlamentarisches Frühstück zum Bundesteilhabegesetz, Ber­

14

2014

2
­ 1. Mai, Konstituierende Sitzung des TTIP-Beirats im BMWi, 23. Mai, 50 Jahre Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste, Berlin,
25. bis 27. Juni, Hauptstadtkongress. Medizin und Gesundheit, Berlin, 3. Juli, Netzwerk Gemeinwohl, Köln, 9. Juli, 5. Sitzung des Lenkungs­
gremiums „Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“, Berlin, 10. Juli, Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe Bundesteilhabege­
setz im BMAS, Berlin, 12. September, 1. Abstimmungsworkshop „Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“, Berlin, ­17. September,­
­1. Nationales Schmerzforum, Berlin, 26. bis 27. September, 9. Forum Bürgergesellschaft, Diedersdorf, 1. Oktober, Hauptausschuss des Deut­
schen Vereins, Berlin, 8. Oktober, Workshop zum Passiv-Aktiv-Transfer mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Annette Kramme, BMAS,
Berlin, 17. Oktober, 2. Abstimmungsworkshop „Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“, Berlin, 5. bis 6. November, ­Con­Sozial,
Nürnberg, 6. November, MDK-Kongress, Berlin, 13. November, Hamburger Tage des Stiftungs- und Non-Profit-Rechts, 29. November,­
ZWST-Konferenz „Unsere Zukunft gestalten“, Berlin, 1. Dezember, 3. Abstimmungsworkshop „Effizienzsteigerung der Pflegedokumen­
tation“, Berlin, 3. Dezember, „Gut Leben in Deutschland“ im Bundeskanzleramt, Berlin, 15. Dezember, Meinungsaustausch zum Konzept
„Chancen eröffnen – soziale Teilhabe sichern, Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit“ der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles

2014

15

1848

1866 

1879

1917

1919

1924

Gründung der Diakonie Deutschland

Gründung des

Gründung des

Gründung der Zentralwohlfahrtsstelle

Gründung der Arbeiterwohlfahrt

Gründung des Paritätischen

Deutschen Roten Kreuzes (DRK)

Deutschen Caritasverbandes

der Juden in Deutschland (ZWST)

(AWO)

Wohlfahrtsverbandes (Der Paritätische)

Jubiläumsveranstaltung 90 Jahre
BAGFW und Deutscher Sozialpreis
90 Jahre Freie Wohlfahrtspflege – Verleihung des
Deutschen Sozialpreises 2014
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrts­
pflege (BAGFW) beging am 8.12.2014 im Rahmen einer
Festveranstaltung ihr 90. Jubiläum. Zugleich ehrten
die Wohlfahrtsverbände engagierte Journalist/innen
mit dem Deutschen Sozialpreis 2014. Die Veranstal­
tung fand am historischen Ort der Gründung in der
Oranien­burger Straße 13/14 in Berlin statt. Rund 250
Gäste kamen zur Festveranstaltung.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig
betonte in ihrem Grußwort: „Die Bundesar­
beitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspfle­
ge ist für das Bundesministerium für Familie,
Senio­ren, Frauen und Jugend und für die
Bundesregierung ein verlässlicher Partner. Die
Bundesarbeitsgemeinschaft repräsentiert die
Kompetenz der Spitzenverbände der Wohl­
fahrtspflege in allen wichtigen sozialen Fragen
und bringt die Interessen benachteiligter
­Gruppen in den gesellschaftlichen Dialog und
in das soziale Bewusstsein ein.“
BAGFW-Präsident Wolfgang Stadler hob in
seiner Rede hervor: „Wir sind überzeugt, dass
sich soziale Arbeit am Gemeinwohl auszurich­
ten hat, und nicht an der möglichen Rendite
für Investoren. Die 90 jährige Geschichte der

Freien Wohlfahrtspflege hat gezeigt, dass es für
die gemeinwohlorientierte soziale Arbeit einen
geschützten Raum braucht. Die Bundesarbeits­
gemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege hilft
die Rahmenbedingungen für soziale Arbeit in
Deutschland zu sichern. Es bleibt ihre Aufgabe
diesen geschützten Raum zu erhalten.“
Zugleich wurde der Deutsche Sozialpreis 2014
vergeben. Der Medienpreis zur sozialen Lebens­
wirklichkeit in Deutschland ist mit 15.000 €
dotiert und wird in drei Sparten vergeben. In
einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden
mehr als 420 hochwertige Arbeiten von einer
unabhängigen Fachjury bewertet. Die Brisanz
der Themen sowie die herausragende Erzähl­
weise und Machart überzeugten.
Die Preisträger/innen des Deutschen
­Sozialpreises 2014 sind:
Sparte Print: Marco Maurer: ­
„Ich Arbeiterkind“, DIE ZEIT-Dossier, 24.1.2013
Sparte Hörfunk: Rainer Link: ­
„Sterben mit Dr. Kusch – Vom politischen
Rechtsaußen zum umstrittenen Sterbehelfer“,
Deutschlandfunk – Das Feature, 15.10.2013,
19:15 Uhr
Sparte Fernsehen:
Isabel Schayani und­E
­ sat Mogul:
„Deutschlands neue Slums – Das Geschäft
mit den Armutseinwanderern“, WDR Köln;
­ARD-Exklusiv im Ersten, 19.8.2013
Mehr Informationen: www.bagfw.de

Sozialgerichtsgesetzes – 22.7.2014 Positionspapier zur Anwerbung von ausländischen Pflegekräften – 27.8.2014 Grundsatzpapier: Qualitätsziele

Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch – Leistungsausweitung für Pflegebedürftige, Pflegevorsorgefonds sowie zum Änderungs­antrag zu

der Wohlfahrtsverbände zur Erreichung ihrer spezifischen Dienstleistungsqualität – 17.9.2014 TTIP – Transatlantische Handels- und Investitions­

Artikel 1 Nr. 27 – 29.9.2014 Stellungnahme der BAGFW Normierung von Gesundheitsdienstleistungen – 2.10.2014 Stellungnahme der BAGFW zum

partnerschaft – Kernpositionen der BAGFW – 19.9.2014 Stellungnahme der BAGFW zum Entwurf der Bundesregierung für ein Fünftes Gesetz zur

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Freizügigkeitsgesetzes/EU und weiterer Vorschriften – 6.10.2014 Konsultationspapier der BAGFW zur

16

2014

2014

17

Gremienarbeit
Sozialkommission I
Vorsitz: Brigitte Döcker, AWO
Die Sozialkommission I bearbeitet Themen aus den
Bereichen Altenhilfe und Pflege, Behindertenhilfe,
­Gesundheitswesen und Themen der Betreuungs­
vereine. Der Ausschuss „Qualitätsmanagement“
­arbeitet fachübergreifend als Querschnittsausschuss ­
in Zuordnung der Sozialkommission I.

Nach der Aushandlung des Koalitionsvertrages
nahm die neue Bundesregierung Anfang 2014
sehr rasch ihre politische Arbeit auf. Die Sozial­
kommission wertete die Koalitionsvereinbarung
aus, glich diese mit den von der BAGFW erar­
beiteten Kernforderungen ab und formulierte
ihre konkreten Erwartungen an die Politik.
Die BAGFW führte mit nahezu allen relevan­
ten politischen Akteuren Gespräche, stellte die
Arbeit der BAGFW, ihre politischen Kernforde­
rungen und fachlichen Schwerpunkte vor. Die
Sozialkommission I begleitete diesen Prozess,
indem sie die politischen Gespräche thematisch
und inhaltlich mit vorbereitete und über die
Ergebnisse beriet.
In der Sozialkommission I standen neben den
alten- und pflegepolitischen Themen, die
durch den aktuellen Prozess zur Reform der
Eingliederungshilfe und Schaffung eines Bun­
desteilhabegesetzes angestoßenen intensiven
Debatten im Vordergrund. Das BMAS hat wie
im Koalitionsvertrag angekündigt eine Arbeits­

BAGFW-Workshop: Der Sozialraum als Ort der
Teilhabe – viele Akteure – gemeinsam handeln!

gruppe Bundes­teilhabegesetz eingesetzt, in der
zahlreiche Akteure und Menschen mit Behinde­
rungen und deren Verbände vertreten sind. Die
BAGFW hat dort zwei Plätze. Sie hat sich in die
Vorarbeiten des Gesetzgebungsverfahrens in­
tensiv eingebracht und wird dies auch noch bis
zum Abschluss der AG im April 2015 weiterhin
engagiert tun. Die Sozialkommission I befasste
sich zudem mit dem Projekt der BAGFW „Wie
misst man Teilhabe in der Eingliederungshil­
fe“, das Mitte 2014 erfolgreich zum Abschluss
gebracht werden konnte, sowie mit den Mög­
lichkeiten, dieses erfolgreiche Instrument der
Wirkungsmessung auch weiterhin für die Freie
Wohlfahrtspflege in einem anderen Projektvor­
haben nutzbar zu machen.
Die im Fachausschuss „Gesundheitswesen“ im
Detail vorbereiteten Positionen zur Präven­
tions- und Gesundheitsförderung sowie zur
Weiterentwicklung der medizinischen Reha­
bilitation wurden in der Sozialkommission I
diskutiert und für die weitere politische Arbeit
freigegeben.
Die für die Freie Wohlfahrtspflege bedeutsa­
men Betreuungsvereine standen verstärkt im
Fokus der Sozialkommission I-Arbeit. Insbeson­
dere die 2005 eingeführte pauschale Vergütung
für die Führung von rechtlichen Betreuungen,
die seitdem nicht mehr erhöht wurde, bereitet
den Betreuungsvereinen große Sorge, führt sie
doch zu erheblichen Finanzierungsproblemen
und damit insgesamt zu einer Schwächung des
Betreuungswesens. Die nicht auskömmliche
Finanzierung und die möglichen Wege aus die­
ser Situation wird auch weiterhin Gegenstand
von BAGFW-Initiativen sein. Ziel muss es sein,
angesichts der wachsenden Bedeutung der Be­

treuungsarbeit deren existenzielle Grundlagen
zu sichern. Das Betreuungswesen stand neben
dem Pflegebereich im Mittelpunkt einer Studie
von „Transparency Deutschland“ zu Transpa­
renzmängeln, Betrug und Korruption in Pflege
und Betreuung. Die Studie wurde einer umfas­
senden fachlichen Bewertung unterzogen. Die
BAGFW suchte das Gespräch mit Vertretern von
Transparency Deutschland.
Gemeinsam mit der Sozialkommission II be­
fasste sich die Sozialkommission I mit einigen
übergreifenden Themenstellungen. Die AG
zum Themenschwerpunkt „Der Sozialraum
als Ort der Teilhabe“ schloss ihre Arbeiten im
Berichtszeitraum im Wesentlichen ab. Die fach­
übergreifende Arbeitsgruppe, die den Auftrag
hat, eine Position zur Fachkräftesicherung in
den sozialen Berufen zu erarbeiten, legt das
Ergebnis Anfang 2015 vor.
Ebenfalls in gemeinsamer Zuständigkeit orga­
nisierte die BAGFW einen Workshop, der sich
mit den Inhalten des 2. Engagementberichtes
und des 7. Altenberichtes der Bundesregierung
befasste. Die Freie Wohlfahrtspflege wollte sich
einbringen in die Debatte, in der grundlegende
Themen wie Subsidiarität, Bürgerschaftliches
Engagement und Sorgende Gemeinschaften im
Mittelpunkt stehen.
Das Arbeitsfeld Altenhilfe und Pflege bildete
mit den zahlreichen aktuellen Themenstellun­
gen erneut einen Schwerpunkt der SK I-Arbeit.
Die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive­
des BMFSFJ, die die Spitzenverbände mit er­
arbeitet und unterzeichnet haben, will einen
Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten und
will Ausbildungszahlen und Beschäftigungs­
bedingungen in der Altenpflege verbessern.
Die BAGFW erstellte einen eigenen Zwischen­

bericht, begleitete und kommentierte den
Zwischenbericht des BAFzA. Im Kontext
Personal-­und Fachkräftemangel stand zudem
das Modellprojekt des BMWi „Ausbildung von
Arbeitskräften aus Vietnam zu Altenpflege­
fachkräften“, das von der BAGFW anfangs für
die Freie Wohlfahrtspflege koordiniert und seit­
dem begleitet wurde. Die BAGFW hat Kriterien
und Anforderungen an eine ethisch vertretbare
Anwerbung von ausländischen Arbeits- und
Fachkräften in der Pflege formuliert und in die
Debatte eingebracht. Dabei wurden die in dem
Projekt gemachten Erfahrungen ausgewertet
und in das BMWi zurück gespiegelt.
Wie in den Vorjahren standen Themen zur
Qualitätssicherung in der Pflege, der Pflegebe­
dürftigkeitsbegriff und die Entbürokratisierung
in der Pflege auf der Agenda.
Die Sozialkommission I führte auch eine strate­
gische Diskussion darüber, ob und auf welche
Weise eine Neuorientierung des Pflegesystems
angestoßen werden sollte. Hintergrund dafür
war die Präsentation der Gutachtenergebnisse
„Auf der Highroad – der skandinavische Weg
zu einem zeitgemäßen Pflegesystem“; die
Sozial­kommission I diskutierte mit der Autorin
der Studie mögliche Wege zu einem System­
wechsel. Das Thema wird weiterhin auf der
Agenda bleiben.

Strategie Europa 2020 – 7.10.2014 Positionspapier der BAGFW zur Allgemeinen (Ambulanten) Palliativ­versorgung – 20.10.2014 Stellungnahme

Bau­planungsrecht zur Erleichterung der Unterbringung von Flüchtlingen – 17.11.2014 Stellungnahme der BAGFW zum Gesetzesentwurf der

der BAGFW zur Neufassung der Umsatzsteuerbefreiung für Leistungen im Bereich der Sozialfürsorge und der sozialen Sicherheit – 31.10.2014

Bundes­regierung zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes und des Sozialgerichtsgesetzes vom 22.9.2014 – 18.11.2014 Positionspapier

Stellungnahme der BAGFW zur öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf des Bundesrates Entwurf eines Gesetzes über Maßnahmen im

Mehr gesunde Jahre für alle – Grundsätze der BAGFW zur Präventionspolitik – 18.11.2014 Stellungnahme der BAGFW zum Gesetzesantrag des

18

Gremienarbeit

Gremienarbeit

19

Fachtagung am ­
BAGFW-Fachtagung

24. Februar 2014 in Berlin

Die Zukunft der

Eingestellt – Neue Profis

Migrations­beratung für

in der Kita! Maria Loheide

erwachsene Zuwanderer.

(BAGFW); Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (DJI);

Fachtagung für Vertreter/
innen der Freien Wohl-

Quergedacht – ­

Caren Marks, Parlamenta-

fahrtspflege auf Landes-

„Profis für die Kita“

rische Staatssekretärin im

und Bundesebene

­Abschlussdokumentation

BMFSFJ

Sozialkommission II
Vorsitz: Maria Loheide, Diakonie Deutschland –
­Evangelischer Bundesverband
Die Sozialkommission II bearbeitet in ihrer Zuständig­
keit Themen aus den Feldern Kinder, Jugend, Familie
und Frauen, Arbeitsmarktpolitik und Grundsicherung,
Migration und Integration sowie bürgerschaftliches
Engagement und Freiwilligendienste.
Gleich zu Beginn des Jahres und mit dem Start
der großen Koalition traf sich die Sozialkom­
mission II zu einer zweitägigen Klausurtagung,
die zum einen das Ziel verfolgte, Selbstver­
ständnis und Profil der Sozialkommission II
sowie Herausforderungen und Problemlagen
gemeinsam zu definieren, als auch im Hinblick
auf die Koalitionsvereinbarung gemeinsame
Reaktionen und lobbyistische Aktivitäten ab­
zustimmen und zu planen.
Die Bundesregierung nahm ihre politische
Arbeit­sehr rasch auf. Sie startete mit großen
sozialpolitischen Reformvorhaben und zeigte
dabei großes Interesse an den Kommentierun­
gen und an der Expertise der Freien Wohl­
fahrtspflege.
Die Arbeit der neuen großen Koalition wurde
auf BAGFW-Ebene in einer Vielzahl von politi­
schen Gesprächen begleitet, die mit Vertretun­
gen der Bundesregierung und der Koalitions­
fraktionen, aber auch der Opposition geführt
wurden.

Zu den Schwerpunktaufgaben der Sozialkom­
mission II gehörte es, die politischen Gespräche
fachlich und inhaltlich vorzubereiten und die
Ergebnisse auszuwerten.
Besonderes Augenmerk legte die Sozialkom­
mission II auf den Sozialmonitoringprozess, den
die neue Bundesregierung erfreulicherweise
auch in dieser Legislaturperiode fortsetzen
wird. Dabei tauschten sich die Bundesregie­
rung und die Wohlfahrtsverbände in einem
gemeinsamen Monitoringprozess über nicht
intendierte­Auswirkungen der Gesetzgebung
im Sozial- und Gesundheitsbereich auf Men­
schen in Armut und in prekären Lebenslagen
aus. Die Auftaktveranstaltung im BMAS fand
im Novem­ber 2014 statt. Der Prozess wird kon­
tinuierlich fortgesetzt.
Die arbeitsmarktpolitischen Herausforderun­
gen und Themen standen regelmäßig im Fokus
der SK II-Arbeit. Die BAGFW setzte sich erneut
und verstärkt für die Einrichtung eines öffent­
lich geförderten sozialen Arbeitsmarktes ein.
Angesichts der neuen Regierungskonstellation
sah die BAGFW eine größere Chance, der zu­
mindest modellhaften Umsetzung des PassivAktiv-Transfers näher zu kommen. In einem
Workshop mit der Parlamentarischen Staats­
sekretärin im BMAS, Frau Kramme, tauschten
sich die Verbände über die Möglichkeiten der
Durchführung eines Passiv-Aktiv-Transfers aus.
Das BMAS lud die BAGFW zu einem Dialog zum
Konzept „Chancen eröffnen – Teilhabe sichern“
ein. Die Sozialkommission II bewertete das Kon­
zept und erarbeitete eine Stellungnahme.
Die regelmäßigen Gespräche mit der Bundes­
agentur für Arbeit wurden in enger Ab­
stimmung mit dem Fachausschuss „Arbeits­

Freistaates­Bayern vom 30.9.2014 „bundesweite Umverteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ – 1.12.2014 Stellungnahme der

marktpolitik und Grundsicherung“ inhaltlich
vorbereitet. Traditionell ergeben sich aus dieser
Gesprächsreihe zahlreiche auch für die Praxis­
und die örtlichen Agenturen und Verbandsun­
tergliederungen relevante Verabredungen und
Handlungsempfehlungen. Der Dialog mit dem
DGB wurde auf Arbeitsebene fortgesetzt und
soll zukünftig intensiviert werden.
Die Sozialkommission II beschäftigte sich vor­
dem Hintergrund der aktuellen politischen
Lage mit vielfältigen migrations- und flücht­
lingspolitischen Themen. So wurde die Situa­
tion von Flüchtlingen, insbesondere von
unbegleiteten Minderjährigen, ebenso proble­
matisiert wie die Ergebnisse des Flüchtlingsund des Integrationsgipfels. Mit den Beratun­
gen der Deutschen Islamkonferenz, die sich mit
dem Thema Wohlfahrtspflege und muslimische
Verbände auseinandersetzt, befasste sich die
Sozialkommission II vor dem Hintergrund der
interkulturellen Öffnung der bestehenden
Dienste und Angebote. Diese Themen werden
in 2015 auf der Agenda bleiben.
Im Themenfeld Kinder- und Jugendhilfe
begleitete sie in enger Abstimmung mit dem
Fachausschuss das Vorhaben zur gesetzlichen
Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung
und setzte sich für eine Weiterentwicklung der
Qualität in Kindertageseinrichtungen ein.
Im Zusammenhang mit dem Prozess des BMAS
zur Erarbeitung eines Gesetzes zur Teilhabe
von Menschen mit Behinderung beschäftigte
sich die Sozialkommission II gemeinsam mit der
Sozialkommission I mit der „Großen Lösung“.
Sie sieht vor, dass alle Kinder mit Behinderun­
gen Leistungen der Teilhabe und Entwicklung

über das SGB VIII erhalten. Ein gemeinsames
Positionspapier wurde in die Arbeitsgruppe
des BMAS eingebracht.
In gemeinsamer Zuständigkeit mit der Sozial­
kommission I bereitete die Sozialkommission II
einen BAGFW-Workshop vor, der sich mit den
Inhalten des 2. Engagementberichtes und des
7. Altenberichtes der Bundesregierung befasste.
Vorab führte sie dazu ein intensives Gespräch
mit dem Vorsitzenden der 2. Engagementbe­
richtskommission, Herrn Professor Klie, der die
Inhalte des Berichts und die Vorstellungen der
Berichtskommission darstellte. Anliegen der
Freien Wohlfahrtspflege war es, die Erstellung
der beiden Berichte zu begleiten und die Sicht­
weisen der Wohlfahrtspflege einzubringen.
Zur Vielzahl der Themenfelder im Zuständig­
keitsbereich der Sozialkommission II standen
weitere Vorhaben auf der Agenda. So disku­
tierte sie erneut die zahlreichen Facetten des
Themas „Soziale Innovationen“.
Sie beriet fachübergreifend gemeinsam mit
der Sozialkommission I über die Ergebnisse der
AG „Der Sozialraum als Ort der Teilhabe“. Die
Doku­mentation der Aktivitäten zum Thema
sind auf der Homepage der BAGFW abrufbar.
Eine Position zur Fachkräfteentwicklung und
-sicherung in den sozialen Berufen wurde zu
Beginn des Jahres 2015 durch eine fachüber­
greifende Arbeitsgruppe vorgelegt.
Themen mit europapolitischem Bezug waren
im Wesentlichen die BAGFW-Kernpositionen
zum Freihandelsabkommen TTIP, die Konsul­
tation Europa 2020 und die Beratung der
europa­politischen Erwartungen der BAGFW an
die neue EU-Kommission und das Parlament.

und Hinweise der BAGFW zur Fortschreibung des Nationalen Sozialberichts 2015

BAGFW zur Anpassung der Betreuungskräfte-Richtlinien nach § 87b Abs. 3 SGB XI – 5.12.2014 Positionierung der BAGFW zum Konzept der Bun­
desarbeitsministerin „Chancen eröffnen – soziale Teilhabe sichern. Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit – 8.12.2014 Anmerkungen

20

Gremienarbeit

Gremienarbeit

21

Geschäftsstelle

Das umfassende Zahlenwerk
der BAGFW „Gesamtstatistik
2012“ konnte 2014 turnus­
gemäß veröffentlicht werden

Finanzkommission
Vorsitz: Abraham Lehrer, Zentralwohlfahrtsstelle der
Juden in Deutschland
Die Rahmenbedingungen für die Finanzierung der
Arbeit der Freien Wohlfahrtspflege standen traditio­
nell im Zentrum der Tätigkeit der Finanzkommission.
Die Fachausschüsse „Gemeinnützigkeit und Steuern“,
„Wohlfahrtsmarken“,„Statistik“ und „Vergaberecht“,
arbeiteten unter dem Dach der Finanzkommission an
einem breiten Themenspektrum.
Aus den Fachausschüssen ist in der Regel eine
Person auch Mitglied in der Finanzkommission,
so dass die Verzahnung zwischen den Gremien
sichergestellt werden kann. Hierfür gebührt
allen Beteiligten unsere Anerkennung.
Die Arbeit war stark beeinflusst von den Dis­
kussionen zur Zukunft der BAGFW im Anschluss
und auf Basis der Ergebnisse der Klausurtagung
der Mitgliederversammlung im Februar 2014
und den daraus folgenden Perspektivprozessen.
Der Fokus der Finanzkommission lag hier bei
den Herausforderungen der mittel- bis langfris­
tig zu sichernden Finanzierung der Arbeit der
Freien Wohlfahrtspflege im Allgemeinen und
der Geschäftsstellentätigkeit im Besonderen.
Mittels Überprüfung und Sichtbarmachung von
Risikostrukturen im Finanzgerüst der BAGFW
zielte die Arbeit der Finanzkommission auf die
Entwicklung tragfähiger Finanzierungskonzepte,
die einer stabilen, in die Zukunft gerichteten
finanziellen Ausstattung dienlich sind.

22

Gremienarbeit

Einen zweiten Schwerpunkt bildeten die
Diskussionen zu den Bundeszuschüssen an die
Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege
und deren zukünftige Gestaltung. Diese erfolg­
ten durchgängig in enger Abstimmung mit den
fachlichen Ansprechpartnern im BMFSFJ.
Die Finanzkommission der BAGFW hat sich
ferner wiederholt mit den Themen „Social
Invest“ und „Soziale Innovationen“ beschäftigt.
An dieser Stelle ist insbesondere die Begleitung
bzw. Durchführung von Workshops zu beiden
Themenkreisen im Juni und Oktober in Berlin
sowie die Konsultationsbeiträge zur Gestaltung
eines Europäischen Fonds für Soziales Unter­
nehmertum hervorzuheben. Hierbei wurde in
Analyse und fachlicher Einlassung stets den
Auswirkungen von Finanzierungsmodellen auf
das Gefüge sozialer Arbeit Rechnung getragen.
Desweiteren ging es 2014 auch um die Finan­
zierung vielfältiger Projekte der Freien Wohl­
fahrtspflege durch Bundes- und Lotteriemittel.
Eine Vielzahl sozialer Projekte wären im Zuge
einer umfassenden Kommerzialisierung des
Lotteriewesens in Deutschland stark gefährdet.

Zu den Kernaufgaben der BAGFW­Geschäfts­
stelle gehören unter anderem die Beratung der
Mitgliederversammlung und der ihr zuarbei­
tenden Gremien, die Koordination und Unter­
stützung der Facharbeit, die Organisation von
politischen Gesprächen auf Bundesebene, die
Organisation und Durchführung von Veran­
staltungen, die Verwaltung der Fonds, Stif­
tungen, Lotteriemittel und des Sozialwerkes
Wohlfahrtsmarken sowie die Darstellung und
Kommunikation der Anliegen der Freien Wohl­
fahrtspflege in der Öffentlichkeit.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit
und Soziales (BMAS) und der sechs Spitzenver­
bände ist seit 2009 eine Regiestelle zur Umset­
zung des Partnerschaftsprogrammes „rücken­
wind“ bei der BAGFW angesiedelt. Hier waren
2014 drei Mitarbeitende beschäftigt.

Es werden Parlamentarische Abende und Ge­
spräche mit Mitgliedern des Deutschen Bundes­
tages organisiert, Fachtagungen, Stellungnah­
men und Publikationen präsentiert.

Die BAGFW ist durch ihren Geschäftsfüh­
rer in mehreren Gremien und Beiräten
­vertreten: u. a. Deutsches Zentralinstitut für
Soziale Fragen, startsocial, Wege ins Netz,
Kongress der Sozialwirtschaft, ­ConSozial,
Hamburger Tage des Stiftungs- und NonProfit-Rechts

Die BAGFW unterhält neben der Geschäftsstelle
in Berlin ein EU­Büro in Brüssel und die Abtei­
lung Wohlfahrtsmarken mit Standort Köln.
Im Projekt „Wie misst man Teilhabe in der Ein­
gliederungshilfe?“ war ein Mitarbeiter tätig.

In der Geschäftsstelle der BAGFW waren 2013
insgesamt teilweise bis zu 21 Mitarbeitende
beschäftigt.

Die Finanzkommission begleitete zudem
auf­trags­gemäß die Budgeterstellung für das
Jahr 2015, die laufende Bewirtschaftung des
Budgets 2014 sowie die Bestrebungen zur
qualitativen Verbesserung der grundlegenden
organisatorischen Strukturen von Verein und
Geschäftsstelle. Wie in jedem Jahr erörterte
die Finanzkommission auch die Ergebnisse der
Wirtschaftsprüfung des Jahresabschlusses 2013,
der mit einem uneingeschränkten Bestätigungs­
vermerk versehen wurde.

Geschäftsstelle

23

Freie Wohlfahrtspflege
Wer wir sind
Was wir machen
Damit es allen
Menschen gutgeht.

Aus Anlass des Jubiläums
wurde die Imagebroschüre
in englischer und deutscher
Sprache überarbeitet. Eine

Das ist ein Text in Leichter Sprache

Veröffentlichung in Leichter

Im Dezember 2014 ging die

Sprache ist auf der Webseite

neu gestaltete Webseite der

verfügbar.

BAGFW online.

Referat Qualitätsmanagement ­
und Strategie

Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.
Präsident: Wolfgang Stadler

Freie Wohlfahrtspflege als aktiver Gestalter ­und
Mitgestalter von Qualitätsentwicklung in den
Feldern der Sozialen Arbeit

Vizepräsidenten: Maria Loheide, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock

Geschäftsstelle
Geschäftsführer: Dr. Gerhard Timm
Sekretariat: Regina Klug, Lutz Reich

ESF-Regiestelle
Leiter:
Matthias König,
ab 1.12. Bettina
Wegner
Referentin:
Sarah Gutscher

Koordination
der Gremienarbeit
(Stellvertretende
Geschäftsführerin)
Referentin:
Sabina BombienTheilmann

Finanzreferat und
Innerbetriebliche
Organisation
Referentin:
Monika Archangelskij,
seit 1.11. Jürgen
Uelze-Adams

Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit

Arbeitsbereich
Qualitätsmanagement

Referentin:
Bettina Neuhaus, ­seit
1.11. Katrin Goßens

Referentin:
Eva-Maria Schneider

Sachbearbeitung:
Britt Kutscha

Sachbearbeitung:
Therese Blechen-Karst
Joanna KedzioraKaniuczok

Sachbearbeitung:
Daniela Zedel

Sachbearbeitung:
Stefanie Schlieter
Aktion Mensch-Projekt
„Wie misst man
Teilhabe in der
­Eingliederungshilfe?“
Projektkoordinator:
Christoph Kraschl

Stand: Dezember 2014

Abteilung
Wohlfahrtsmarken Köln

24

Leiterin:
Sigrid Forster
Sachbearbeitung:
Annette Mauermann
Anja Böhme

Geschäftsstelle

EU-Vertretung Brüssel
Leiter:
Ulrich Tiburcy
Referent:
Malte Lindenthal

Schwerpunkt des Referates Qualitätsmanagement
und Strategie ist die Fokussierung auf die strategi­
sche Bedeutung relevanter Qualitätsthemen sowie
die Vernetzung mit den Fachebenen Altenhilfe,
Behindertenpolitik und Gesundheitswesen. Die
Arbeit an aktuellen gemeinsamen Qualitätsent­
wicklungsfragen wird durch das Referat Qualitäts­
management gefördert und unterstützt. Darüber
hinaus war der Ausschuss Qualitätsmanagement
bei der Profilentwicklung des neuen Grundsatzre­
ferates eingebunden. Des Weiteren wurde daran
gearbeitet, das vorliegende Konzept zur Messung
von Ergebnisqualität in der Altenhilfe der Fachöf­
fentlichkeit und in der Politik bekannt zu machen
sowie dessen Umsetzung in die Praxis voranzutrei­
ben. Die BAGFW arbeitet im Begleitgremium im
Rahmen der Umsetzung der Richtlinien zur
Qualitätssicherung der Qualitätsprüfungen nach
§§ 114 ff SGB XI mit.
QM-Modelle der BAGFW-Verbände im Bereich
der Kinder­tageseinrichtungen
Im Zusammenhang mit der Qualitätsdebatte
in der Kinder­betreuung und dem 10-PunkteProgramm des BMFSFJ „Kindertagesbetreuung
2013“ hat der Ausschuss Qualitätsmanagement
einen Vergleich der Qualitätskriterien, die ­den
jeweiligen QM-Modellen für Kitas der Wohl­
fahrtsverbände zu Grunde liegen, erarbeitet.
Erweiterung des Grundlagenpapiers „Qualitäts­
ziele der Wohlfahrtsverbände zur Erreichung
ihrer spezifischen Dienstleistungsqualität“
Für das Grundlagenpapier wurden beispielhaft
wirkungsorientierte bzw. ergebnisorientierte
Kennzahlen erarbeitet. Diese sollen Anregun­
gen zur Evaluation der Wirksamkeit des eigenen
Handelns geben.

Projekt „Wie misst man Teilhabe in der
­Eingliederungshilfe?“
Das im Juni 2011 gestartete Projekt hatte zum
Ziel, Indikatoren und Instrumente zur wirkungs­
orientierten Messung der Teilhabe von Menschen
mit geistiger und/oder Mehrfachbehinderung
oder psychischer Erkrankung, die Leistungen
der Eingliederungshilfe in Anspruch nehmen, zu
entwickeln und zu erproben. Das Projekt fand in
Kooperation mit dem Institut für Personenzen­
trierte Hilfen an der Hochschule Fulda statt und
wurde von der Aktion Mensch gefördert. Mit
dem entwickelten Instrument soll die Sichtweise
der Betroffenen und das Prinzip der Selbstwirk­
samkeit gestärkt werden. Mit dem Projekt ist das
Potential verbunden, als Freie Wohlfahrtspflege
ein innovatives Verfahren zur Förderung von In­
klusion und Teilhabe in Deutschland zu etablieren.
Qualität und Wirkung auf d
­ er europäischen
Ebene
Der Ausschuss Qualitätsmanagement war unter
anderem an der AG Wirkungsmessung zur
Prüfung des Berichtes der Expertengruppe der
Europäischen Kommission (GECES) beteiligt. In
diesem Kontext wurde der Bedarf nach einer
Positionierung zum Thema Wirkungsmessung
deutlich. Die Finanzkommission bat daraufhin
den Ausschuss ein Posi­tionspapier zum Thema
Wirkung in der Sozialen Arbeit zu entwickeln,
was in 2015 abgeschlossen werden soll.
Veranstaltungen zur Entbürokratisierung in der
Pflege­dokumentation
Für die Pflegeeinrichtungen der Freien Wohl­
fahrtspflege wurden in Zusammenarbeit mit
den Landesligen der Freien Wohlfahrtspflege
vier Veranstaltungen zum Thema Entbürokra­
tisierung in der Pflegedokumentation organi­
siert. Die Veranstaltungen informierten über
das Pilotprojekt zur „Entbürokratisierung in
der Pflegedokumentation“, das im Auftrag
vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
unter Mitwirkung der Freien Wohlfahrtspflege
durchgeführt worden war.

Geschäftsstelle

25

rechts: Bundesfinanz­
minister Wolfgang
Schäuble übergab im
Am 19. März 2014 fand eine Anhörung

Schloss Bellevue dem

von sechs nationalen Sachverständigen im

Schirmherrn des Sozial-

Europäischen Parlament in Brüssel zum

werkes Wohlfahrtsmar-

Stand der Partnerschaftsvereinbarungen
in den Strukturfonds statt. Ulrich Tiburcy,

ken, Bundespräsident

(BAGFW), Petra Rösiger

Leiter der EU-Vertretung, stellte den aktu-

auch dem Präsidenten

(Diakonie Deutschland),

ellen Stand der Umsetzung des Partner-

der BAGFW, Wolfgang

Dr. Christiane Staudte

schaftsprinzips in Deutschland vor. Dabei

­Stadler, ein Album mit

(DRK), Stephan Pfannku-

ging er vor allem auf die Beteiligung von

den Erstdrucken der

chen (Der Paritätische),

­neuen Marken.

Sigrid Forster (BAGFW)

Organisationen der Zivilgesellschaft ein.

Europa vor einem Neubeginn?
Europa steht vor großen Herausforderungen.
Die neu gewählte Europäische Kommission
will ihre Arbeitsschwerpunkte vor allem auf
die Themen Förderung von Wachstum und
Beschäftigung, Energiepolitik, Abschluss eines
vernünftigen und ausgewogenen Handels­
abkommens mit den USA sowie Stärkung der
Wirtschafts- und Währungsunion mit stärkerem
Akzent auf den Ausbau der sozialen Dimension
legen. Zudem soll die Einwanderungspolitik
weiterentwickelt werden.
Die Wirtschaftskrise führte in der Europäischen
Union zu Verwerfungen, die einen Anstieg an
Arbeitslosigkeit und eine Zunahme an Armut
und sozialer Ausgrenzung zur Folge hatte.
Daneben stellt der demografische Wandel
besondere Anforderungen im Hinblick auf
die Versorgung der Menschen mit Sozial- und
Gesundheitsdienstleistungen, die Handlungs­
fähigkeit der sozialen Sicherungssysteme, die
­Mobilität von Beschäftigten und die Erbrin­
gung sozialer Dienstleistungen.
Die BAGFW hat in ihren Europapolitischen
Erwartungen vom Mai u. a. eine Stärkung des
sozialen Europas durch Beseitigung sozialer
Ungleichgewichte zwischen den Mitgliedstaa­
ten, durch mehr Solidarität mit den von Armut
betroffenen Menschen und durch Verwirkli­
chung der sozialen Grundrechte gefordert.
Europa muss ausreichend finanziell handlungs­
fähig sein. Die Bürger/innen sollen hochwertige
Dienste der Daseinsvorsorge entsprechend
ihren Wünschen wahrnehmen können.
Für Aufregung sorgten die Verhandlungen
über das Freihandelsabkommen mit den USA.
Die BAGFW hat dazu Kernaussagen entwickelt
und erwartet u. a., dass

26

Geschäftsstelle

rechts: Dr. Gerhard Timm

Joachim Gauck und

65 Jahre Wohlfahrtsmarken: ­„Gute Post ist keine Hexerei“
– s oziale Dienstleistungen als Dienste im allge­
meinen Interesse im Sinne der Bestimmungen	
des EU-Vertrages (Art. 14 AEUV und Protokoll
26) vom Anwendungsbereich des Abkom­
mens ausgenommen werden und die öffent­
liche Verantwortung für die Bereitstellung
und die Erbringung von sozialen Dienstleis­
tungen nicht durch regulatorische Maßnah­
men unterlaufen wird,
– die Möglichkeit, gemeinnützige Dienste öf­
fentlich zu finanzieren und gemeinnütziges
Handeln steuerrechtlich anzuerkennen, auch
künftig gesichert ist,
– die Beihilferegeln für soziale Dienstleistungs­
erbringung nicht als diskriminierende Hemm­
nisse ausgelegt und nicht Gegenstand von
Streitbeilegungsverfahren werden können,
–d
 ie Festlegung von Standards für die Erbrin­
gung sozialer Dienstleistungen in der natio­
nalen Kompetenz verbleibt.
In Gesprächen mit dem Bundeswirtschaftsminis­
terium und der EU-Kommission wurden die An­
liegen erörtert und festgestellt, dass die soziale
Dienstleistungserbringung aufgrund nationaler
und EU-Vorbehalte weitgehend keiner Markt­
öffnung unterliegt.
Intensiv begleitete die BAGFW die Diskussionen
über soziales Unternehmertum und soziale Wir­
kungsmessung, die Ausgestaltung der Strukturund Investitionsfonds sowie des Hilfsfonds für
Bedürftige und die Halbzeitbewertung der so­
zialpolitischen Ziele der Europa 2020-Strategie.

So titelte die Berliner Zeitung nach der Präsen­
tation der Wohlfahrtsmarken 2014 in Schloss
Bellevue am 29. Januar 2014. Auf Einladung
von Bundespräsident Joachim Gauck als Schirm­
herr des Sozialwerkes überreichte Bundesfi­
nanzminister Dr. Wolfgang Schäuble ihm und
dem BAGFW-Präsidenten Wolfgang Stadler
Erstdrucke der Marken mit Motiven aus dem
Grimmschen Märchen „Hänsel und Gretel“. Wer
kennt­sie nicht, die Geschichte über die zwei
Kinder, die mit ihrem Vater und der Stiefmutter
am Waldrand wohnen? Heute wäre das eine
klassische Patchwork-Familienkonstellation.
Die Kurzfassung nahm der BAGFW-Präsident in
seiner Ansprache zum Anlass , das gemeinsame
Anliegen aller Verbände zu formulieren: die
soziale Not durch handfeste, tägliche Arbeit
zu lindern. So nutzen nicht nur – aber leider
immer mehr – Kinder seit 1949 bis heute die
stärkenden, schützenden und unterstützenden
Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege. Die
Erlöse aus dem Verkauf des „Porto mit Herz“
leisten dabei seit 65 Jahren einen unverzicht­
baren Beitrag.
Dieses Jubiläum griff auch der WDR in zwei Hör­
funkbeiträgen auf. In WDR 2 war der „Stichtag“
14. Dezember dem Erstausgabetag im Jahr 1949
gewidmet, WDR 4 nahm sich des Themas in der
Reihe „Meilensteine und Legenden“ an.
Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände insbesonde­
re im Bereich der Flüchtlinge würdigte Rainer
Maria Kardinal Woelki bei der Vorstellung der
Weihnachtsmarke 2014 im Dezember in Köln.
Im Therapiezentrum für Folteropfer und Flücht­
lingsberatung des Caritasverbandes dankte
BAGFW-Geschäftsführer Dr. Gerhard Timm dem
Bundesfinanzminister für die seit 45 Jahren
gewährte Unterstützung durch die Heraus­

gabe­des Sonderpostwertzeichens. Das aktuelle
Motiv „Stern von Bethlehem“ weise den Weg,
wie einfach Hilfe sein kann: mit kleinen Gesten
Großes bewirken!
Im Rahmen der Information über Wohlfahrts­
marken als Finanzierungselement für soziale
Arbeit und zur Gewinnung neuer Vertriebsstel­
len in den verbandlichen Gliederungen präsen­
tierte die Abteilung Wohlfahrtsmarken das
„Porto mit Herz“ wiederum auf der ConSozial
in Nürnberg. Der Kontakt zu den treuesten
Kunden, den Sammlern, wird ganzjährig über
die philatelistischen Medien sowie den Messe­
auftritt auf der Internationalen Briefmarken­
börse in Sindelfingen gepflegt.
Parallel zu diesen öffentlichkeitswirksamen,
punktuellen Aktionen ist die Abteilung Wohl­
fahrtsmarken in ständigem Gespräch mit den
Partnern aus BMF, Post und Philatelie, um die
Interessen der Verbände zu wahren, insbe­
sondere z. B. bei anstehenden Änderungen im
Ausgabeprogramm oder bei der Festlegung der
Zuschlagswerte im Rahmen von Portoerhöhun­
gen. Für die mit den von der Deutschen Post
angebotenen günstigeren Vertriebsbedingun­
gen für die Verbände einhergehenden zusätz­
lichen Aufgaben für das Kölner Büro wurden
programmtechnische Lösungen gefunden.
Weitere Informationen unter
www.wohlfahrtsmarken.de
1949 – 2014

Geschäftsstelle

27

„rückenwind – Für die Beschäftigten
in der Sozialwirtschaft“
Sechs Teilnehmerinnen und

Abschlussdokumentation

Teilnehmer an rückenwindMaßnahmen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern
geben Einblicke in ihren
Arbeitsalltag und berichten
über ihre Motivation, in
einem sozialen Beruf tätig zu
sein. Sie erläuetern, wie sie
ganz persönlich von rückenwind profitiert haben.

ESF-Regiestelle: Personalent­
wicklungsprogramm „rückenwind“
erfolgreich beendet
Nach sechsjähriger Laufzeit endete zum 31.
De­zember 2014 das ESF-Programm „rückenwind – Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft“. Bundesweit 131 Personalentwicklungsprojekte in der gemeinnützigen Sozialwirtschaft
wurden in dieser Zeit erfolgreich auf den Weg
gebracht.
Mit seiner thematischen Ausrichtung auf
Personalgewinnung und Personalbindung vor
dem Hintergrund des Demografischen Wandels
hat das Förderprogramm den Nerv der Branche
getroffen – und die Umsetzung einer Vielzahl
innovativer Ideen und Konzepte ermöglicht.
Viele der erprobten Instrumente und Konzepte
wurden mittlerweile in den Regelbetrieb
übernommen und haben zu nachhaltigen
Veränderungen in den Verbänden, Einrichtun­
gen und Diensten beigetragen. Zentrale
Grundlage der Entwicklung und Umsetzung
von „rückenwind“ war das Partnerschaftsprin­
zip zwischen dem Bundesministerium für Arbeit
und Soziales (BMAS) und der Bundesarbeitsge­
meinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.
(BAGFW). Vorhandenes Fachwissen und
Erfahrungswerte beider Partner wurden so
umfassend genutzt. Zum Ausdruck kam dies
zum einen in der gemeinsamen Steuerungs­
gruppe des Programms als auch in der Einrich­
tung der ESF-Regiestelle, deren Aufgabe die
Koordinierung der Programmumsetzung war.
Ganz im Sinne des Partnerschafts­prinzips wurde
sie bei der Geschäftsstelle der BAGFW in Berlin
eingerichtet und stand in engem Kontakt mit
allen involvierten Akteuren. Auch deshalb war
„rückenwind“ in seinen Zielsetzungen, Inhalten
und Umsetzungsvorgaben unmittelbar an den
Bedarfen und spezifischen Gegebenheiten der
Sozialwirtschaft ausgerichtet und zeichnete sich
durch eine hohe Passgenauigkeit aus.

28

Geschäftsstelle

Freigemeinnützige Träger, die einem der sechs
Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspfle­
ge angehören sowie sonstige gemeinnützige
Träger in der Sozialwirtschaft konnten sich mit
konkreten Projektvorhaben für eine Förderung
in einem der folgenden Bereiche bewerben:
–B
 erufsbegleitende Qualifizierung Einführung
gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen
– Konzeptentwicklung zur Gewinnung von
Fach- und Führungskräftenachwuchs
– Entwicklung und Umsetzung von Konzepten
zur Personalgewinnung und Personalbindung
– Maßnahmen für altersgerechte Personalent­
wicklung sowie Karriereförderung von Frauen
60 Millionen Euro aus Bundesmitteln und Mitteln
des Europäischen Sozialfonds (ESF) stellte das
BMAS hierfür von 2009 bis 2014 zur Verfügung.
„rückenwind“ ist es gelungen, sich innerhalb
kürzester Zeit große Bekanntheit und einen
sehr guten Ruf zu verschaffen. Programmver­
antwortliche wie auch Projektträger haben
das gewonnene Wissen dabei auf vielfältige
Weise für weitere Akteure in der Sozialwirt­
schaft nutzbar gemacht. Zentrales Element der
programmbezogenen Öffentlichkeitsarbeit war
die Website www.bagfw-esf.de. Jedes der 131
„rückenwind“-Projekte wurde auf der Website
dargestellt. Rund 100 Aktuellmeldungen pro
Jahr informierten über Umsetzungsstand und
Ergebnisse in den Projekten, über Veranstal­
tungen im Rahmen von „rückenwind“ und
programminterne Publikationen. Zahlreiche
Artikel in Fachzeitschriften, eigenständige
„rückenwind“-Publikationen sowie eine regel­
mäßige Präsenz des Programms auf sozialwirt­
schaftlichen Messen und Kongressen haben
„rückenwind“ über die Grenzen der Verbände
hinaus bekannt gemacht.

Abschlussdokumentation

Seit Beginn des Programms „rückenwind“
unterstützte die ESF-Regiestelle den Erkennt­
nistransfer zwischen den Projektträgern. Jedes
Jahr fand eine Fachveranstaltung statt, bei der
ein zentrales Thema des Programms im Rahmen
von Expertenvorträgen, Projektpräsentatio­
nen und Diskussionsrunden behandelt wurde.
Insgesamt 18 Themenworkshops ergänzten den
Fachaustausch unter den Projektträgern. Den
Projektteams wurde auf diese Weise ein Forum
geboten, erfolgreiche Personalentwicklungs­
methoden und -instrumente zu präsentieren,
sich auszutauschen und zu vernetzen.
Die Wissenschaft belegt die Qualität des
Programms: Im Rahmen der Fallstudie „Fach­
kräftesicherung im Bundes-ESF“ des RheinischWestfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung
wurde eine Befragung der Teilnehmenden und
Projektträger des Programms „rückenwind“
durchgeführt. Die Wissenschaftler/innen haben
untersucht, wie das Programm von der Ziel­
gruppe angenommen und umsetzungs- sowie
ergebnisseitig bewertet wird. Die Ergebnisse
der Erhebung können sich sehen lassen: 83
Prozent der Teilnehmenden haben den Nutzen
der von ihnen besuchten „rückenwind“-Maß­

nahmen mit „sehr gut“ und „gut“ bewertet.
Knapp drei Viertel der befragten Projektträ­
ger gaben an, dass ihr Unternehmen in „sehr
hohem“ oder „hohem“ Maße von der Projekt­
teilnahme profitiert hat. Gute bis sehr gute
Noten wurden auch für die inhaltliche und
individuelle Passgenauigkeit der Maßnahmen,
die Fachkompetenz der Referentinnen und
­Referenten sowie den Beitrag zur Erhöhung
der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten
der geförderten Personen vergeben.
Im Rahmen der ESF-Förderperiode 2014 – 2020
setzt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien
Wohlfahrtspflege e. V. gemeinsam mit­dem
Bundesministerium für Arbeit und Soziales­
erneut eine Partnerschaftsrichtlinie um. Das
Förderprogramm „rückenwind – Für die
Beschäf­tigten und Unternehmen in der Sozial­
wirtschaft“ unterstützt Vorhaben, die Ansätze
der Personal- und Organisationsentwicklung
eng miteinander verknüpfen und so die
Beschäfti­gungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern sowie die Demografie-­
Festigkeit von Einrichtungen und Diensten in
der Sozialwirtschaft dauerhaft verbessern.

Geschäftsstelle

29

GlücksSpirale tut gut
Mit dem Verkauf jedes einzelnen Loses der Glücks­Spirale
wird Gutes getan. Die Erlöse der Lotterie kommen
verschiedenen gemeinnützigen Zwecken zu Gute. Seit
1976 ist die Freie Wohlfahrtspflege Destinatär der
GlücksSpirale.­Mit einem Teil der Erlöse werden soziale
Projekte der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrts­
pflege gefördert. Die weiteren Teile gehen an den
­Deutschen Olympischen Sportbund und die Deutsche
Stiftung Denkmalschutz.
Über die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien
Wohlfahrtspflege werden jährlich um die 750 Projekte
gefördert. 2013 wurden mehr als 19 Mio Euro für die
Förderung vergeben.

Da der Jahresabschluss
2014 noch nicht abschließend beraten wurde,
erfolgt an dieser Stelle ­die
Darstellung des Zahlenwerkes 2013.

Finanzen 2013
Mit der detaillierten Kontrolle der finanziellen
Seite der Arbeit der Geschäftsstelle hat die
Mitgliederversammlung die Finanzkommission
beauftragt. Die Geschäftsstelle berichtet
gegenüber der Finanzkommission regelmäßig
über die Einhaltung des Budgets des laufenden
Jahres, den Jahresabschluss des Vorjahres und
die finanziellen Planungen für das Folgejahr
sowie weitere finanzrelevante Themen.
Die BAGFW gliedert ihr Rechenwerk in die
Bereiche Geschäftsstelle Berlin zusammen mit
dem EU-Büro und die Abteilung Wohlfahrts­
marken, die im folgenden Abschnitt separat
dargestellt werden.

Geschäftsstelle

2.

3.

Mitgliedsbeiträge der
Spitzenverbände
der Freien Wohlfahrtspflege

Abteilung Wohlfahrtsmarken
Im Jahr 2013 sind folgende Aufwendungen in
der Wohlfahrtsmarkenabteilung entstanden:
Aufwendungen

774.000 €

Zuschüsse und Zuwendungen
zu laufenden Aufwendungen
(Lotterie „GlücksSpirale“,
Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend,
Verein zur Förderung der Freien
Wohlfahrtspflege e. V. u. a.)	

715.000 €

Erträge aus Finanzanlagen,
Zinsen und ähnliche Erträge

107.000 €

Sonstige Erträge

457.000 €

Personalaufwand

117.000 €

2.

Materialaufwand

16.318.000 €

3.

Zuweisungen an Verbände
aus Zuschlagserlösen

4.

2.053.000 €

Die Geschäftsstelle schloss das Geschäftsjahr mit
einem Fehlbetrag von 26.000 EUR ab. Der Fehl­
betrag wurde aus den Rücklagen entnommen.

Sonstige Sachaufwendungen

Summe der Aufwendungen

1.018.000 €

3.011.000 €
246.000 €
19.692.000 €

Bei dem Materialaufwand handelt sich vor
allem um den Wareneinkauf der Wohlfahrts­
marken. Die sonstigen Sachaufwendungen be­
inhalten unter anderem die Aufwendungen für
Maßnahmen zur gemeinsamen Bewerbung der
Wohlfahrtsmarken in der Öffentlichkeit durch
die Spitzenverbände.

Erträge
1.

1.033.000 €

3. Sonstige Aufwendungen

29.000 €

Summe der Aufwendungen

2.079.000 €

2.

Verkauf von Wohlfahrtsmarken /
Sonderprodukten

16.328.000 €

Sonstige Erträge (u. a. Zuschlags­
erlöse aus dem Verkauf von
Wohlfahrtsmarken durch die
Deutsche Post AG)

3.373.000 €

Summe der Erträge

Die Wohlfahrtsmarkenabteilung schloss das
Geschäftsjahr 2013 mit einem Überschuss von
9.000 EUR ab. Der Überschuss wurde in die
Rücklage eingestellt und dient der zukünftigen
Finanzierung der Arbeit der Wohlfahrtsmarken­
abteilung.

Der Verein Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien
Wohlfahrtspflege e. V.
ist mit Bescheid für 2012
des Finanzamtes Berlin
Körperschaften I vom
25.2.2014 als gemein­

1.

Die Wohlfahrtsmarkenabteilung in Köln finan­
zierte sich in 2013 wie folgt:

Aufwendungen

30

1.

Summe der Erträge

Um die Arbeit der Geschäftsstelle zu ermögli­
chen, sind im Jahr 2013 in den folgenden
Bereichen Aufwendungen entstanden:

2. Aufwand für Sachkosten
der Geschäftsstelle und
Aufwendungen zur
Durchführung von Projekten

Erträge

4.

Geschäftsstelle Berlin und
EU-Büro Brüssel

1. Personalaufwand der Geschäfts­
stelle in Berlin und des EU-Büros
in Brüssel

Die Geschäftsstelle in Berlin und das EU-Büro in
Brüssel finanzierten sich 2013 im Wesentlichen
durch 4 Ertragsquellen:

Weiterleitung von Mitteln zur
Durchführung sozialer Projekte

nützig anerkannt.
Die Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung, der
­Lagebericht und der

Aus den Zuschlagserlösen aus dem Verkauf von
Wohlfahrtsmarken durch die Deutsche Post AG
wurden 2013 von der Geschäftsstelle
3.055.000 EUR an die angeschlossenen Spitzen­
verbände weitergeleitet.
In ihrer Funktion als Destinatär der Lotterie
„GlücksSpirale“ verteilte die BAGFW im Jahr
2014 an ihre Mitgliedsverbände Mittel aus der
GlücksSpirale 2013 in Höhe von 19.180.000 EUR.
Die Mittel wurden unverzüglich an die Spitzen­
verbände der Freien Wohlfahrtspflege weiter­
geleitet und dort für die Realisierung von
sozialen Projekten im gesamten Bundesgebiet
eingesetzt. Beispiele geförderter Projekte
finden sich auf der Internetpräsenz der BAGFW ­
www.bagfw.de

­Anhang 2013 wurden
durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
TREUGENO GmbH, Kassel,
geprüft und mit einem
uneingeschränkten
­Bestätigungsvermerk
versehen.

Die BAGFW weist im Rahmen eines Gesamt­
verwendungsnachweises gegenüber den
Lotteriegenehmigungsbehörden der Länder
die satzungsgemäße Verwendung der Zweck­
erträge der GlücksSpirale nach.

19.701.000 €

Geschäftsstelle

31

Anschriften

Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e. V.
Blücherstraße 62 / 63
10961 Berlin
Telefon: 030 / 263 09 – 0
Fax: 030 / 263 09 – 32599
E-Mail: info@awo.org
www.awo.org

Deutsches Rotes Kreuz e. V.
Carstennstraße 58
12205 Berlin
Telefon: 030 / 854 04 – 0
Fax: 030 / 854 04 – 450
E-Mail: drk@drk.de
www.drk.de

Der Paritätische Gesamtverband e. V.
Oranienburger Straße 13 – 14
10178 Berlin
Telefon: 030 / 246 36 – 0
Fax: 030 / 246 36 – 110
E-Mail: info@paritaet.org
www.paritaet.org

Diakonie Deutschland
Evangelischer Bundesverband
Caroline-Michaelis-Str. 1
10115 Berlin
Telefon: 030 / 652 11 – 0
Fax: 030 / 652 11 – 3333
E-Mail: pressestelle@diakonie.de
www.diakonie.de

Bundesarbeitsgemeinschaft der
Freien Wohlfahrtspflege e. V.
Oranienburger Straße 13 – 14
10178 Berlin
Telefon: 030 24089 - 0
Fax: 030 24089 -134
E-Mail: info@bag-wohlfahrt.de
www.bagfw.de

Impressum
Mai 2015

Deutscher Caritasverband e. V.
Karlstraße 40
79104 Freiburg im Breisgau
Telefon: 0761 / 200 – 0
Fax: 0761 / 200 – 572
E-Mail: info@caritas.de
Berliner Büro:
Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
Telefon: 030 / 284 44 – 76
Fax: 030 / 284 44 – 788
E-Mail: pressestelle@caritas.de
www.caritas.de

32

Anschriften

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden
in Deutschland e. V.
Hebelstraße 6
60318 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 944 371 – 0
Fax: 069 / 494 81 – 7
E-Mail: zentrale@zwst.org
www.zwst.org

Herausgeberin:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.
V.i.S.d.P.: Dr. Gerhard Timm
Redaktion:
Katrin Goßens, Britt Kutscha
Gestaltung:
Rosendahl Berlin – Agentur für Markendesign
Bilder:
BAGFW, Holger Groß, Bettina Neuhaus
Druck:
Königsdruck

klimaneutral

natureOffice.com | DE-365-330182

gedruckt

www.bagfw.de
www.bagfw-esf.de
        
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