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Materialien zur Gestaltung eines Workshops Thema Klima für die Jahrgangsstufe 9/10

Full text: Materialien zur Gestaltung eines Workshops Thema Klima für die Jahrgangsstufe 9/10

Energie und Klimaschutz in Schulen
Materialien zur Gestaltung eines Workshops
Thema Klima für die Jahrgangsstufe 9/10

Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Impressum
Herausgeber
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Kommunikation
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
Ansprechpartnerin: Corina Conrad-Beck
E-Mail: corina.conrad-beck@stadtentwicklung.berlin.de
Alle Informationen zum Angebot „Energie und Klimaschutz in Schulen“ finden sich
im Internet unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung
Ansprechpartner für die Workshop-Materialien
SWiM Bildung UG (haftungsbeschränkt)
Sachsendamm 93
10829 Berlin
Ansprechpartner: Christian Johann
Tel.: 030 / 789 5460-06
E-Mail: christian.johann@swim-bildung.de
Berliner Energieagentur
Französische Str. 23
10117 Berlin
Ansprechpartnerin: Susanne Kramm
Tel.: 030 / 29 33 30 0
E-Mail: kramm@berliner-e-agentur.de
Bildnachweis
Berliner Energieagentur: Keyvisual/Titelseite

Berlin, September 2015

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

Energie und Klimaschutz in Schulen

Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Lehrkräfte-Handreichung
1. Inhaltsbeschreibung
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in den politischen Rahmen für den Klimaschutz in
Deutschland und in Berlin. Dabei lernen sie die Möglichkeiten kennen, in der Schule und
zuhause aktiv zum Klimaschutz beizutragen.
Sie setzen sich mit den Begriffen „Klimaschutz“ und „Klimawandel“ auseinander, die ihnen
häufig in Medien und dem alltäglichen Diskurs begegnen.
Durch die Aufgabenstellung werden die Schülerinnen und Schüler angeregt, ihre Handlungsspielräume kreativ weiter zu denken. Wie würde ich als Politiker oder Politikerin, Bezirksbürgermeisterin oder Bezirksbürgermeister oder Schulleitung agieren?
Lernziele


Die Schülerinnen und Schüler verstehen wichtige Fachbegriffe und können den
Zusammenhang zum Klimaschutz ableiten.



Sie kennen die wichtigsten Ansätze zur Klimapolitik in Deutschland und in Berlin.



Die Schülerinnen und Schüler kennen Ansätze für klimabewusstes Verhalten in der
Schule und Zuhause.



Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, sich dem Thema kreativ zu nähern
und bestehende Rollenbilder im Bereich des Klimaschutzes zu hinterfragen.

2. Inhaltsübersicht
Zu jedem Arbeitspaket bitte Hinweise in Zeitplan und Lehrkräfte-Handreichung beachten.
1. Arbeitspaket: „Klimaschutz in der Praxis“
- Präsentation zum Workshop, S. 2 – 4
- Arbeitsblatt – Mind-Map „Klimaschutz in der Praxis“
2. Arbeitspaket: Poster „Klimaschutz in Politik und Alltag“
-

Präsentation zum Workshop, S. 6 – 7
4 Arbeitstexte mit Aufgaben
Glossar
Protokoll: Gallery Walk

3. Arbeitspaket: Rollenspiel „Mehr Klimaschutz in Berlin“
- Präsentation zum Workshop, S. 8

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

3. Zeitplan (insgesamt 90 Minuten)
Zeit

Was macht die Lehrkraft?

Was machen die SuS?

3 min

Vorstellung des Workshop-Programms und der
eigenen Person

hören zu

5 min

Wichtige Begriffe wiederholen:
Klimaschutz in der Praxis

hören zu



Lehrkraft fragt SuS nach der Definition folgender Begriffe:

geben Stichworte, die
ihnen zu den Begriffen
einfallen

Material

Bemerkung

Präsentation,
S. 2 – 3

Auffrischen der wichtigsten
Begriffe zum Thema Klimaschutz
Aktivierung der SuS

- Klimaschutz
- Klimawandel
- klimaschonendes Verhalten

10 min

Mind-Map „Klimaschutz in der Praxis“



25 min

abschließend gibt die Lehrkraft eine Definition der Begriffe

Lehrkraft fordert SuS auf, zu den 3 Begriffen
Maßnahmen / Tätigkeiten für die Praxis zu
finden
Lehrkraft stellt die Mind-Map an der Tafel
nach und notiert die Ideen

Notieren passende Maßnahmen / Tätigkeiten auf
dem AB
Nennen ihre Beispiele für
die Mind-Map an der
Tafel

Erarbeitung
„Klimaschutz in Politik und Alltag“

bearbeiten die Texte und
Aufgaben in Einzelarbeit




gehen anschl. in 4 Gruppen

Lehrkraft leitet SuS an
betreut die Anfertigung der Lernplakate

fertigen gruppenweise

Präsentation, S. 4
AB – Mind-Map
„Klimaschutz in der
Praxis“

Übertragung von Wissen in die
praktische Anwendung /
zunächst gedanklich

Präsentation, S. 6



4 Arbeitstexte mit
Aufgaben:





Klimapolitik in
Deutschland

SuS erarbeiten das Fachwissen zunächst alleine
Festigen das Wissen durch
den Austausch in der
Gruppe und die Darstel-

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin und wird gemeinsam
mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Zeit

Was macht die Lehrkraft?

Was machen die SuS?

Material

Lernplakate mit den
wichtigsten Inhalten der
Texte an





Klimapolitik in
Berlin
Klimaschutz in
der Schule
Klimaschutz
zuhause

Glossar

Bemerkung


lung auf dem Lernplakat
Plakate müssen auch ohne
Erläuterung verständlich
sein (Ergebnisplakat).

Wichtig: alle SuS sollten
später in der Lage sein, ihr
Poster vorzustellen.

Plakat
25 min

Gallery-Walk
„Klimaschutz in Politik und Alltag“

Befestigen Lernplakate
im Klassenzimmer



wählen je Gruppe 2 SuS
aus, die das Lernplakat
betreuen (erklären)

Lehrkraft erklärt die Regeln des Gallery
Walks:
- Je Gruppe erläutern 2 SuS das Lernplakat
ihrer Gruppe
- Alle anderen SuS wandern gruppenweise
zu den anderen 3 Lernplakaten: stellen
Fragen, machen Notizen



5 min

Lehrkraft organisiert den Gallery Walk

Gruppen besuchen die
versch. Lernplakate und
machen sich Notizen

Präsentation, S. 7
Lernplakate an
versch. Stationen
im Klassenzimmer
Protokoll „Gallery
Walk“

Je Plakat erläutern 2 SuS den
„Besuchern“ ganz knapp die
Inhalte und beantworten Fragen.
Bei inhaltlichen Fragen die
SuS bitte zunächst anleiten,
selbst Antworten zu finden

Anschl. Austausch zum
Gallery Walk in jeder
Gruppe

Auswertung Gallery Walk

Hören zu

„Wie hat euch der Gallery Walk gefallen? Was
wurde gut gemacht? Gibt es noch Fragen an
eine Gruppe oder zu einem Thema?“

Geben Feedback

Reflexion

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Zeit

Was macht die Lehrkraft?

Was machen die SuS?

Material

Bemerkung

15 min

Rollenspiel „Mehr Klimaschutz in Berlin“

SuS diskutieren aus ihren Rollen heraus, was
„gut und richtig“ wäre,
um mehr Klimaschutz für
Berlin zu erreichen

Präsentation, S. 8

Rollenspiel regt die SuS zum
selbständigen Reflektieren und
zur Argumentation an:

„Wie tragen Politiker, Bürgermeister, Schulleitungen oder Eltern zum Klimaschutz bei?
Stellt euch vor, ihr seid zu einem „Stadtgespräch“ eingeladen, an dem alle Teilnehmer
zusammensitzen und über mehr Klimaschutz für
Berlin diskutieren. Jeder muss seine eigene Position verteidigen.“






2 min

Versetzt Euch gruppenweise in diese Rollen.
Notiert euch zuerst Stichpunkte zu euren
Ideen!“
Anschl.: Lehrkraft moderiert die Diskussion
der 4 Gruppen miteinander
Ziel ist es, sich auf 2 gemeinsame Klimaschutzmaßnahmen für Berlin zu einigen.“
Auswertung: Auf welche Maßnahmen habt
ihr euch geeinigt?

AB „Protokoll zum
Gallery Walk“
4 Arbeitstexte mit
Aufgaben
Glossar

Zum Schluss alle darauf hinweisen, dass das Rollenspiel
beendet ist. Abschließen durch
eine gemeinsame Auswertung:
Welche Argumente passen am
besten in den Alltag von Berlin?
SuS können begonnene Gespräche selbständig fortführen

Verabschiedung

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin und wird gemeinsam
mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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4. Präsentation zum Workshop
Erläuterungen
Folie

Hinweise zur Präsentation

Klimaschutz
Das Klima eines geografischen Raums ist ausschlaggebend dafür, ob und welche Form des Lebens dort möglich ist. Ändert sich das Klima, ändern sich also
auch die Lebensbedingungen für den Menschen.






2–4

Offensichtlichste Folgen des Klimawandels sind die häufiger auftretenden
Wetterextreme wie Stürme, Fluten oder Dürren. Kurzfristig sorgen sie für erhebliche Schäden an Eigentum und Infrastruktur. Langfristig bedeuten sie,
dass Menschen und andere Lebewesen ihren angestammten Lebensraum
verlieren.
Zu den Folgen des Klimawandels gehören in der Konsequenz auch soziale
Verschiebungen: Menschen müssen aus Überflutungs- oder Dürregebieten
fliehen. Sie sind oft besitzlos und auf Hilfe angewiesen.
Eine weitere Folge des Klimawandels ist das Artensterben bzw. das Wandern von Arten in andere Landstriche. In der Konsequenz geraten ökologische Systeme aus dem Gleichgewicht. Das kann bedeuten, dass Nutztiere
oder der Mensch sich mit neuen Schädlingen oder Krankheiten auseinandersetzen müssen. Das bedeutet schon heute auch, dass beispielsweise asiatische Insekten die heimischen Insekten vertreiben und damit ein Nützling
ausstirbt, z. B. der Marienkäfer.

Mit Maßnahmen zum Klimaschutz wird dem Klimawandel entgegengewirkt.



Sein wesentliches Ziel besteht darin, die Temperatur der Erdatmosphäre um
nicht mehr als 2 Grad zu erhöhen.
Das Konzept des Klimaschutzes besteht im Wesentlichen darin, die weitere
Anreicherung von CO2 in der Erdatmosphäre zu vermeiden.
- Hintergrund ist, dass durch die massive CO2-Speicherung die Sonnenstrahlung von der Erdoberfläche nur unzureichend ins Weltall reflektiert
werden kann.
- In der Folge der CO2-Speicherung erwärmt sich die Erdatmosphäre stärker
als bei der natürlichen Erwärmung der Atmosphäre.

Achtung: Die natürliche Erwärmung der Erdatmosphäre macht das Leben auf
der Erde erst möglich. Die anthropogene (durch Menschen verursachte) Erwärmung der Erdatmosphäre erschwert das Leben auf der Erde.

Klimawandel
Der Klimawandel ist die globale Erwärmung der Erdatmosphäre.


Als globale Erwärmung bezeichnet man den allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre, der während der vergangenen

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Folie

Hinweise zur Präsentation







Jahrzehnte beobachtet wurde. Dabei stieg die Durchschnittstemperatur
schneller an als in der davor liegenden Zeit.
Die Ursache für die beschleunigte globale Erwärmung liegt hauptsächlich in
der Ansammlung von Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosphäre, wodurch die
auf der Erdoberfläche auftreffende Sonnenenergie immer weniger in das All
zurückgestrahlt (reflektiert) werden kann. Dieser Zusammenhang wird auch
als Treibhauseffekt bezeichnet.
CO2 wird zumeist bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl,
Gas abgegeben. Durch den Verbrennungsprozess werden neben CO2 auch
andere klimaschädliche Gase emittiert. Sie werden auch als Treibhausgase
bezeichnet, die den Treibhauseffekt verursachen.
Der Klimawandel ist bereits spürbar: Es treten häufiger Wetterextreme auf,
z. B. extreme Hitze, starke Stürme, lange Dürren, Starkregen und Überschwemmungen. Die Folge der Wetterextreme können große wirtschaftliche
Schäden und soziale Notstände sein. Menschen und andere Lebewesen verlieren ihre Lebensgrundlage und wandern in andere Gebiete ab.

Klimaschonendes Verhalten
Um das Klima zu schützen und damit für den Menschen und alle anderen Lebewesen die Lebensbedingungen auf der Erde zu erhalten, werden Strategien und
Technologien genutzt, die dazu beitragen, die CO2-Emissionen zu reduzieren
und die Erdatmosphäre zu entlasten.
Jeder einzelne kann durch sein Handeln zum Schutz des Klimas beitragen.




Eigenen Strom- und Wärmeverbrauch senken: dazu gehören lieber Fahrradfahren als mit Auto, Licht ausschalten, wenn es nicht benötigt wird, Heizung
zu, wenn das Fenster geöffnet wird usw.
Rohstoffe (Ressourcen) klimabewusst nutzen und entsorgen: dazu gehören
Verwendung von Recyclingpapier, Kauf regionaler Produkte, Reparatur defekter Geräte, Mülltrennung usw.

Hintergrundwissen zu den 4 Arbeitstexten
Klimapolitik in Deutschland
6

Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 von diversen Staaten unterzeichnet und ratifiziert. Bis 2014 hatten 191 Länder das Protokoll unterzeichnet und sich damit
offen zum Klimaschutz bekannt. Ziel des Kyoto-Protokolls war es, den Ausstoß
von Treibhausgasen bis 2012 um mindestens 5 % gegenüber den Werten von
1991 zu reduzieren. Dabei gab es verschiedene Mechanismen, die jedes Land
beanspruchen konnte, um dieses Ziel zu erreichen. Da sich die Staaten bisher
nicht auf neue Ziele einigen konnten, wurde das Kyoto-Protokoll bis 2020 verlängert.

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Folie

Hinweise zur Präsentation


Weitere Informationen u. a. auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums: www.bmub.bund.de/themen/klimaenergie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/kyoto-protokoll/

Regeln und Ziele der Klimapolitik werden inzwischen in weiten Teilen durch die
EU vorgegeben. Auf der nationalen Ebene ist in Deutschland das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für den Klimaschutz verantwortlich. Bundesländer und Kommunen tragen mit ihren Aktivitäten und Maßnahmen einen weiteren Teil zum Klimaschutz bei.
Auf allen Ebenen werden Gesetze verabschiedet und Verordnungen erlassen,
die den Klimaschutz in der Praxis vorantreiben sollen. Gleichzeitig tragen Förderprogramme und Angebote zum Informations- und Erfahrungsaustausch zum
Klimaschutz bei.


Weitere Informationen u. a. auf der Internetseite des Umweltbundesamtes: www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutzenergiepolitik-in-deutschland

Neben Bund und Ländern sind auch diverse Interessensgruppen im Klimaschutz
aktiv. Sowohl Umwelt- als auch Wirtschaftsverbände engagieren sich in diesem
Bereich. Dabei verfolgen sie zum Teil gegensätzliche Ansätze.
Wie können Politiker zum Klimaschutz beitragen?


Erlassen Gesetze und Verordnungen für den Klimaschutz, z. B. das Gesetz für den Ausbau der Erneuerbaren Energien (EEG)



Legen Förderprogramme für bestimmte Klimaschutzprojekte auf, z. B. für
die Modernisierung von Schulgebäuden



Unterstützen Forschungsprojekte, z. B. für Nutzung von Windenergie auf
See, Nutzung von flexiblen Materialien für Solaranlagen



Tauschen sich in internationalen Netzwerken mit anderen Politikern aus
und verabreden gemeinsame Ziele und Strategien: Klimagipfel in Paris
im Dezember 2015

Klimapolitik in Berlin
In Berlin ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für den Klimaschutz zuständig. Im Austausch mit diversen Institutionen entwickelt sie Leitlinien, Gesetze und Konzepte, um den Klimaschutz in Berlin voranzutreiben.


Weitere Informationen dazu im Internet unter
www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/index.shtml.

Da ein Großteil der Menschen in Ballungsräumen lebt, konzentriert sich dort die
Belastung für Klima und Umwelt, z. B. durch die Energieerzeugung; Transport
und Logistik, Produktion und Gewerbe und den Bedarf von Strom und Wärme in
Gebäuden.
Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Hinweise zur Präsentation
Ballungsräumen wie Berlin fällt beim Klimaschutz deshalb auch eine besonders
wichtige Rolle zu. Denn unter Mitwirkung aller Akteure kann es in Ballungsräumen gelingen, die CO2-Emissionen durch Strategien und Konzepte erheblich zu
reduzieren.


Weitere Informationen z. B. auf der Internetseite des Deutschen Städtetags unter:
www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/positionspapier_klimaschutz_
2008.pdf

Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Das
bedeutet, dass der Ausstoß an Treibhausgasen um 85 % reduziert werden muss
(im Vergleich zu 1990).
- Das bedeutet für Berlin eine CO2-Reduktion pro Kopf
von 7,8 t CO2 im Jahr 1990
5,6 t CO2 im Jahr 2012
auf 1,1-1,7 t CO2 im Jahr 2050 (Quellenbilanz *)
- Das gleiche Reduktionsziel von 85 % bedeutet für Deutschland eine
Senkung der CO2-Emissionen pro Kopf
von 12,3 t CO2 im Jahr 1990
9,5 t CO2 im Jahr 2012
auf den Zielwert von 2 t CO2 im Jahr 2050 (Quellenbilanz *).


Weitere Informationen in der „Machbarkeitsstudie: Klimaneutrales Berlin
2050“, auf der Internetseite der Senatsverwaltung unter:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz

* Bei der Quellenbilanz handelt es sich um eine auf den Primärenergieverbrauch eines Landes
bezogene Darstellung der Emissionen, unterteilt nach den Emissionsquellen Umwandlungsbereich
und Endenergieverbrauch. Unberücksichtigt bleiben dabei die mit dem Importstrom
zusammenhängenden Emissionen, dagegen werden die Emissionen, die auf die Erzeugung des
exportierten Stroms zurück zu führen sind, in vollem Umfang nachgewiesen. Die Quellenbilanz
ermöglicht Aussagen über die Gesamtmenge des im Land emittierten Kohlendioxids; wegen des
Stromaußenhandels sind jedoch keine direkten Rückschlüsse auf das Verbrauchsverhalten der
Endenergieverbraucher und den dadurch verursachten Beitrag zu den CO2-Emissionen eines
Landes möglich. (Quelle: http://www.lak-energiebilanzen.de/seiten/co2bilanzenMethodik.cfm)

Wir können Bürgermeister zum Klimaschutz beitragen?


Verbot von sehr klimaschädlichen Autos im Innenstadtbereich (Umweltzone)



Bewirtschaftung von Parkräumen für Autos, um den Autoverkehr zu reduzieren



Förderung von Bussen und Bahnen, z. B. durch Zuschüsse je Fahrschein, gute Vernetzung der verschiedenen Linien, hohe Taktung der
Fahrzeuge oder gute Nutzungsbedingungen für Bahnhöfe



Ausbau des Fahrradwegenetzes

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und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Hinweise zur Präsentation


Verwaltung als vorbildlicher Klimaschützer, z. B. nur noch Umweltpapier
nutzen, Umwelttickets für alle Mitarbeiter, in Kantinen viel regionale Produkte verarbeiten



Förderung von Forschungsprojekten, z. B. zur Nutzung von kleinen und
alternativen Windenergieanlagen in Berlin, Installation von Ladestationen
an Straßenlaternen, Vernetzung verschiedener Energieverbraucher und
-erzeuger in einem Smart Grid

Klimaschutz in der Schule
Schulen haben große Verantwortung im Bereich Klimaschutz.


Sie bilden die Schülerinnen und Schüler zu „Klimaschützern“ aus, indem
sie ihnen das Basiswissen, erste Erfahrungen und Ansätze für das eigene Klimaschutzhandeln vermitteln.



Schulen gehen oft mit gutem Beispiel voran: Häufig sind Schulgebäude
wärmegedämmt, für die Beleuchtung werden energiesparende Lampen
genutzt, der Müll wird getrennt oder es gibt eine AG Klimaschutz.

Um aktiv zum Klimaschutz beizutragen, muss man meistens sein Verhalten ändern. Schulen unterstützen Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte
dabei, Ansatzpunkte für Klimaschutz zu erkennen und im Alltag selbst aktiv zu
werden. Sie bieten dafür z. B. Schulprojekte an und führen Aktionstage durch.


Anregungen für Klimaschutzprojekte in der Schule finden sich u. a. im
Arbeitstext und auf der Internetseite der Berliner Informationsstelle Klimaschutz unter: www.berlin-klimaschutz.de/schulen

Wie kann die Schulleitung zum Klimaschutz beitragen?


Aktionstage, -projekte oder AGs zum Klimaschutz anbieten



einen Wettbewerb in der Schule durchführen mit Belohnungssystem



an regionalen oder bundesweiten Wettbewerben teilnehmen und so die
Schülerinnen und Schüler motivieren



Schulgebäude modernisieren und dabei wärmedämmen



Schulgarten anlegen oder Schulhof grün gestalten



regionale und saisonale Produkte in der Kantine verarbeiten / anbieten



Fahrradstellplätze anlegen



Klimaschutz-Lehrpfad anlegen



Mülltrennung einrichten

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Hinweise zur Präsentation

Klimaschutz zu Hause
Klimaschutz bezieht sich in Haushalten hauptsächlich auf die sparsame Nutzung
von Strom und Wärme. Das reduziert nicht nur die Klimabelastung durch CO2,
sondern hält auch die jährliche Strom- und Wärmeabrechnung gering.
Hinzu kommt der klimabewusste Umgang mit Ressourcen (Rohstoffen). Hintergrund ist, dass manche Ressourcen mit einem hohen Energieaufwand abgebaut
oder verarbeitet werden müssen. Die CO2-Emissionen im Abbau- oder Verarbeitungsprozess können häufig reduziert werden, indem Altmaterialien zur Herstellung der Produkte eingesetzt werden, z. B. Altpapier für die Herstellung von
Umweltpapier oder Altglas für die Herstellung von Recyclingglas.
Eine weitere Möglichkeit des aktiven Klimaschutzes besteht darin, Geräte und
Produkte so lange wie möglich zu nutzen und defekte Geräte zu reparieren.
Dadurch reduziert sich der Bedarf an Neuprodukten und die Energie- und Rohstoffaufwendungen sinken.


Klimaschutz bedeutet zuallererst Energie einsparen. Der World Wide
Fund for Nature (WWF) bietet praktische Tipps für zuhause an unter:
www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/energie-spartipps/stromsparen/



Weitere Klimaschutz-Tipps für zuhause bietet die GEWOBAG an unter:
www.gewobag.de/kundenmagazin-praktischer-klimaschutz-zu-hause49,7.html?artikel=30

Wie können Eltern zum Klimaschutz beitragen?


Müll trennen mit einem einfachen System



Energieeffiziente Geräte kaufen, z. B. Kühlschrank



Getränke in Pfandflaschen oder Mehrwegverpackungen kaufen



Spieleabend, anstelle eines Fernsehabends



regelmäßig Lüften und dabei die Heizung ausstellen



Wäsche bei niedrigeren Temperaturen waschen



regionale und saisonale Produkte kaufen



second-Hand-Waren kaufen



kurze Strecken laufen oder mit dem Fahrrad fahren



Fußballspiel dem Computerspiel vorziehen



Raumtemperaturen in den verschiedenen Zimmern prüfen und nach
Möglichkeit senken



Glühlampen austauschen gegen energiesparende Lampen

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5. Mind-Map
Exemplarisches Tafelbild
Das Tafelbild macht deutlich, dass wir durch unser Verhalten den Schutz bzw. den Wandel
des Klimas beeinflussen. Durch unser klimaschonendes Verhalten tragen wir dazu bei, dass
der CO2-Ausstoß verringert wird.

Exemplarische Zuordnung von Begriffen
Klimaschutz

Klimawandel

Klimaschonendes Verhalten



















Stromverbrauch reduzieren
Erwärmung der Erdatmosphäre reduzieren
Energiebedarf senken
Strom verlustarm erzeugen und nutzen
CO2-Ausstoß senken
Klimawandel bremsen
Wind- und Sonnenenergie nutzen
Temperatur, Wetter
Atmosphäre speichert
Kohlendioxid
Stromerzeugung ohne
CO2
Ressourcen sparsam
nutzen
Recycling …












mehr Naturkatastrophen
wie Dürren und Überschwemmungen
Erwärmung der Erdatmosphäre
CO2-Emissionen
Stromerzeugung
Verbrennung fossiler
Energieträger
Energieverschwendung
Abschmelzen der Gletscher
Anstieg des Meeresspiegels
Feuchte Winter, heiße
Sommer in Berlin
Artensterben
…













Licht ausschalten, wenn’s
niemand nutzt
Geräte komplett abschalten, um Stand-by-Verlust
zu vermeiden
Müll trennen
Recycling-Glas und Umweltpapier vorziehen
Heizung ausdrehen, bevor
man das Fenster öffnet
Öfter mal Fahrrad fahren
anstatt mit Bussen und
Bahnen
Regionale Produkte vorziehen, z. B. bei Obst und
Gemüse
Weniger Fleisch, mehr
Gemüse essen
…

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Arbeitsblatt – Mind-Map

Klimaschutz in der Praxis
Aufgabe


Notiere in Stichpunkten, was die Begriffe Klimaschutz und Klimawandel bedeuten.



Trägt Dein Verhalten eher zum Klimaschutz oder zum Klimawandel bei?
Ordne dann Beispiele Deines alltäglichen Verhaltens auf der Waage an.

Klimaschonendes Verhalten

Klimaschutz

Klimawandel

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Arbeitsblatt

Protokoll zum Gallery Walk
Aufgabe


Notiert euch wichtige Punkte zu jedem Thema bzw. zu jedem Plakat!

Klimapolitik in Deutschland

Klimapolitik in Berlin

Klimaschutz in der Schule

Klimaschutz zuhause

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Arbeitstext

Klimapolitik in Deutschland
Aufgaben
1. Lies den Text durch und markiere dabei Antworten auf die folgenden Fragen:


Welches Dokument der internationalen Klimapolitik hat Deutschland unterzeichnet
und was bedeutet das für die deutsche Klimapolitik?



Welche Institution ist in Deutschland für die nationale Klimapolitik zuständig?
Welche Ebenen gestalten ebenfalls die Klimapolitik?



Welche verschiedenen Interessengruppen beeinflussen die Klimapolitik?
Welche Ziele verfolgen sie?

2. Gestaltet anschließend gruppenweise ein Lernplakat mit euren Antworten!
Seit 30 Jahren hat sich der Klimaschutz bei uns zu einem wichtigen Bereich der Politik entwickelt. Politikerinnen und Politiker betonen seit vielen Jahren Deutschlands Vorbildlichkeit
beim Schutz von Klima und Umwelt.
Deutschland gehört zu den Staaten, die das wichtigste Dokument der internationalen
Klimapolitik, das sogenannte Kyoto-Protokoll, unterzeichnet haben. Die Unterzeichner
verpflichteten sich u. a. dazu, bis 2012 ihren CO2-Ausstoß um mindestens fünf Prozent zu
reduzieren. Im Gegensatz zu Deutschland haben zum Beispiel die USA das Kyoto-Protokoll
nicht unterzeichnet. Weil sich die Staaten bisher nicht auf neue Ziele einigen konnten, wurde
die Frist zur Erreichung der Ziele des Kyoto-Protokolls bis 2020 verlängert.
Deutschland hat wichtige Schritte eingeleitet, um seinen Ausstoß an CO2 und anderen
Treibhausgasen stark zu reduzieren. Ziel ist es, diesen mindestens um 40 Prozent bis 2020
und mindestens um 80 Prozent bis 2050 zu reduzieren. Um dies zu erreichen, sollen Erneuerbare Energien stärker genutzt werden. Die deutsche Klimapolitik liegt im Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
(BMUB).
Die deutsche Klimapolitik hat vielfältige Instrumente entwickelt, um die Klimaschutzziele zu
erreichen: Neben Gesetzen und Verordnungen gibt es Förderprogramme, Beratungs- und
Informationsangebote. Die Klimapolitik bringt auch wirtschaftliche Chancen, denn Investitionen in Klimaschutz machen Unternehmen konkurrenzfähiger und verringern die Abhängigkeit von teuren Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas aus dem Ausland.

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

Energie und Klimaschutz in Schulen

Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Der Klimaschutz ist auch ein Handlungsfeld auf der Ebene der Bundesländer und der Kommunen. Die verschiedenen Ebenen arbeiten dabei eng zusammen. Zugleich wird die deutsche Klimapolitik von zahlreichen Interessengruppen geprägt. Neben den Parteien stehen
z. B. Umweltverbände und Wirtschaftsverbände, die die Leitlinien der deutschen Klimapolitik
mitgestalten wollen. Während sich die Wirtschaftsverbände hauptsächlich für Unternehmen
einsetzen, treten die Umweltorganisationen für ökologische Belange ein.
Ein wichtiges Gesetz für den Klimaschutz ist die Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie zielt
darauf ab, Wärme in Gebäuden (Wohnhäuser, Bürogebäude oder Werkhallen) möglichst
energieeffizient einzusetzen, so dass Energie eingespart werden kann. Die Regeln dafür
werden regelmäßig aktualisiert und dem Stand der technischen Möglichkeiten angepasst.

Quellen: 1) Bundesumweltministerium: Internetseite zur Nationalen Klimapolitik, Recherche am 6.3.2015. 2)
Susanne Böhler-Baedeker, Florian Mersmann: Ein Ziel, viele Strategien – Klimapolitik in Deutschland, 2013
(vereinfacht und gekürzt).

Wie würdet ihr den Klimaschutz in Deutschland als Politiker oder Politikerin voranbringen? – Notiert euch Stichpunkte zu euren Ideen für die anschließende Diskussion!

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Arbeitstext

Klimapolitik in Berlin
Aufgaben
1. Lies den Text durch und markiere dabei Antworten auf die folgenden Fragen:


Welche Institution ist in Berlin für den Klimaschutz zuständig?
Welche Aufgaben hat sie?



Welche Verantwortung tragen Ballungsräume wie Berlin für den Klimawandel?
Welche Bedeutung haben sie für den Klimaschutz?



Welches Klimaschutzziel hat sich Berlin gesetzt? Wie kann das Ziel erreicht werden
und was wurde schon geschafft?

2. Gestaltet anschließend gruppenweise ein Lernplakat mit euren Antworten!
Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Dafür sollen die
CO2-Emissionen um mindestens 85 Prozent (im Vergleich zu 1990) reduziert werden. Die
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt setzt die Klimapolitik im Land Berlin um.
Sie entwickelt im Austausch mit Institutionen und Interessenvertretungen, in ganz Deutschland und international Leitlinien, Gesetze und Konzepte für den Klimaschutz. Mit dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) entsteht ein wichtiges Programm, das die
Strategien und Maßnahmen für das „Klimaneutrale Berlin 2050“ definiert.
Im Jahr 2014 wurde festgestellt: „Städte haben eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz.“ Mittlerweile lebt „die Hälfte der Menschheit in Städten – mit all ihren Gebäuden,
Fabriken, Büros, Infrastrukturen und Verkehrssystemen. Dadurch wird in Städten ein Großteil der von Menschen benötigten Energie und Ressourcen konsumiert. Der „ökologische
Fußabdruck“ der Städte […] reicht weit über ihre Stadtgrenzen hinaus.“ Die Forscher gehen
davon aus, dass diese städtischen Ballungsräume bis zu 80 Prozent der weltweiten CO2Emissionen verursachen. „Berlins CO2-Emissionen lassen sich mit denen Kroatiens vergleichen, und sie übertreffen die Emissionen vieler afrikanischer und lateinamerikanischer Staaten deutlich.“ 1
Berlins Treibhausgas-Emissionen bestehen zu 98 Prozent aus dem klimaschädlichen Gas
CO2. Bis 2011 hat Berlin bereits eine Reduktion der CO2-Emissionen um 33 Prozent erreicht!
Das nächste Ziel ist es, bis 2020 sollen die CO2-Emissionen um weitere sieben Prozentpunkte zu senken.

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Von den 400.000 Kohleöfen im Jahr 1990 wurden bis 2005 rund 340.000 Stück abgeschafft.
Anstelle der Kohleheizungen werden die Wohnungen werden jetzt mit dem klimafreundlicheren Erdgas oder mit energieeffizienter Fernwärme beheizt. Fernwärme entsteht in Berlin
fast ausschließlich in Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei werden in Heizkraftwerken Strom und
Wärme gleichzeitig erzeugt, wobei der Brennstoff effizient genutzt wird. Zudem werden in
Berlin immer stärker Erneuerbare Energien für die Energieversorgung eingesetzt.

2

Berlin wäre dann klimaneutral, wenn die städtischen Emissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 85 Prozent abnehmen würden (verglichen mit 1990). Um zu ermitteln, ob dieses Ziel
erreicht werden kann, ließ die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die
„Machbarkeitsstudie klimaneutrales Berlin 2050“ erstellen. Die Studie zeigt: Es geht! Allerdings muss dafür mehr Erneuerbare Energie genutzt werden, Schulen, Bürogebäude und
Wohnhäuser müssen besser wärmegedämmt werden und die Berlinerinnen und Berliner
sollten mehr Fahrrad anstatt Auto fahren.
Quellen: 1) Potsdam-Institut für Klimafolgeforschung (PIK): „Machbarkeitsstudie Klimaneutrales Berlin 2050“,
Hauptbericht, Berlin/Potsdam, S. 40/41. 2) Klimaschutzpolitik in Berlin, Erfolge:
www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/politik/de/erfolge.shtml#sek01

Wie würdet ihr den Klimaschutz in Berlin als Bürgermeisterin oder Bürgermeister
voranbringen? – Notiert euch Stichpunkte zu euren Ideen für die anschließende Diskussion!

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Arbeitstext

Klimaschutz in der Schule
Aufgaben
1. Lies den Text durch und markiere dabei Antworten auf die folgenden Fragen:


Warum tragen Schulen eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz?



Welche drei Schritte führen uns zum aktiven Klimaschutz?



Welche Möglichkeiten des aktiven Klimaschutzes an Schulen werden im Text genannt? Findet mindestens zehn Beispiele.

2. Gestaltet anschließend gruppenweise ein Lernplakat mit euren Antworten!
Der Klimawandel ist eine Herausforderung, die jeden Einzelnen betrifft. Jeder kann zum
Schutz des Klimas beitragen. Wenn wir zum Beispiel durch unsere Lebensgewohnheiten
einen möglichst geringen CO2-Ausstoß verursachen, tragen wir zum Klimaschutz bei. Verschwenden wir Energie und Rohstoffe, dann unterstützen wir die beschleunigte Erwärmung
der Erdatmosphäre und damit die schnelle Veränderung des Klimas. Schulen haben dabei
eine große Verantwortung für die Zukunft: Die Schülerinnen und Schüler von heute sind die
Akteure des Klimaschutzes von morgen! In Schulen kann außerdem noch viel Energie gespart werden: „Im Schnitt verbraucht eine Schule so viel Energie wie 80 Einfamilienhäuser.“ 1
Klimaschutz fängt damit an, dass wir unser Verhalten überprüfen, Lösungen überlegen und
dann selbst aktiv werden. Es ist daher wichtig, das Schulgebäude und das Verhalten von
Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften bei einem Energierundgang unter die Lupe zu
nehmen: Wie energieeffizient ist unsere Schule eigentlich? Folgende Fragen können wir
uns dabei stellen: Wird regelmäßig mit weit geöffneten Fenstern gelüftet? Ist das Licht aus,
wenn niemand mehr im Raum ist? Werden Beamer, Whiteboard & Co. komplett vom Stromnetz getrennt? Weisen die Klassenräume eine Temperatur von 20 °C auf oder sind sie viel
zu warm?
Auch die Vermeidung und Trennung von Müll und die sparsame Nutzung von Wasser sind
wichtig für den Klimaschutz. Nutze ich wiederverwendbare Verpackungen für mein Pausenbrot und Mehrwegflaschen für die Getränke? Schon beim täglichen Schulweg können Schülerinnen und Schüler zum Klimaschutz beitragen. Nutzen wir Busse und Bahnen für den
Schulweg, lasse ich mich mit dem Auto zur Schule fahren oder nehme ich das Fahrrad?

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Seit vielen Jahren werden gute Ideen und Projekte zum Klimaschutz im Schulwettbewerb
„Berliner Klima Schulen“ prämiert. Dieser Wettbewerb zeigt: Viele Schulen in ganz Berlin
engagieren sich bereits für den Klimaschutz. Sie verankern die Themen im Lehrplan, gründen Arbeitsgemeinschaften oder führen Projekte durch. Die Schülerinnen und Schüler einer
Schule haben z. B. die CO2-Bilanz eines Apfels aus Brandenburg und eines Apfels aus Südamerika berechnet, um für klimabewusstes Einkaufen zu werben. Andere führen Projekttage
durch, entwickeln eine Ausstellung, üben ein Theaterstück ein oder organisieren eine Klamottentausch-Party.

Quelle: 1) Allianz Umweltstiftung, Broschürenreihe „Wissen“, 2012: Klimaschutz an Schulen.

Wie würdet ihr den Klimaschutz in Berlin als Schulleiterin oder Schulleiter eurer
Schule voranbringen? – Notiert euch Stichpunkte zu euren Ideen für die
anschließende Diskussion!

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und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Arbeitstext

Klimaschutz zuhause
Aufgaben
1. Lies den Text durch und markiere dabei Antworten auf die folgenden Fragen:


Welchen Vorteil für den Klimaschutz haben Mehr-Personen-Haushalte gegenüber
Ein-Personen-Haushalten?



Wie können wir zuhause Strom sparen? Zähle mindestens zehn Beispiele auf.



Wie kannst du zuhause zum Klimaschutz beitragen? Markiere die Beispiele dafür im
Text und überlege Dir, welche Klimawirkung von jedem Beispiel ausgeht.

2. Gestaltet anschließend gruppenweise ein Lernplakat mit euren Antworten!
In Berlin leben etwa 3,5 Millionen Menschen in rund 1,7 Millionen Haushalten. Der Stromverbrauch dieser Haushalte machte 2012 rund 38 % des gesamten Stromverbrauchs der Stadt
aus. 1 Dabei werden die Haushalte immer kleiner: Im Jahr 2010 lebte in mehr als der Hälfte
der Haushalte nur noch eine Person. 2 Anders als man erwarten könnte, verringert sich der
Energiebedarf dadurch nicht. Ganz im Gegenteil: Ein-Personen-Haushalte verbrauchen
mehr Energie. Wie kommt das? In großen Haushalten teilen sich mehrere Bewohner ihre
Haushaltsgeräte, z. B. den Kühlschrank und die Waschmaschine. Die Geräte können somit
optimal ausgelastet werden. In einem Ein-Personen-Haushalt wird jedes Gerät nur durch
eine Person genutzt. Außerdem sind etwa die Hälfte aller Elektroherde und Kühlschränke
älter als zehn Jahre und benötigen damit viel mehr Strom als neue, energiesparende Geräte.
2

Wer den Stromverbrauch seines Haushalts senken möchte, sollte möglichst energieeffizi-

ente Geräte nutzen, z. B. Gefrierschrank, Waschmaschine oder Fernsehgerät. Besonders
energieeffiziente Geräte sind mit dem Energieverbrauchshinweis der Klasse A+++ gekennzeichnet.
Die größten Potenziale für die Energieeinsparung liegen jedoch im Verhalten der Menschen.
Senkt euren Strom- und Wärmeverbrauch – dem Klimaschutz zuliebe! Beachtet dazu folgende Hinweise:


Die optimale Kühltemperatur für Lebensmittel beträgt 7 °C. Für Gefriergut sind minus
18 °C perfekt.



Schnell auf, schnell zu – öffne den Kühlschrank nur so lange, wie wirklich nötig. Lass
dabei möglichst wenig Kälte aus dem Kühlschrank entweichen.

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und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10



Stelle niemals warme Speisen in den Kühlschrank! Sie würden das Gerät gleich doppelt überfordern: beim Kühlen und beim Abtransport des entstehenden Schwitzwassers.



Bei allen anderen technischen Geräten wie Fernseher oder Computer gilt: Nur Geräte, die vom Stromnetz getrennt wurden, verbrauchen keinen Strom mehr. Dafür eignen sich besonders gut ein schaltbarer Stromstecker oder die schaltbare Steckerleiste.



Wer Wasser sparsam nutzt, kann ebenfalls zum Klimaschutz beitragen: Zum Händewaschen reicht meist kaltes Wasser. Warmes Wasser aus einem Durchlauferhitzer
benötigt besonders viel Strom. Lieber Duschen! Denn für ein Vollbad in der Badewanne benötigt man etwa drei Mal so viel Energie wie für eine Dusche. Dreht während des Einseifens das Wasser aus.



Auch beim Einkaufen können wir ganz nebenbei das Klima schützen. Kauft Lebensmittel und Produkte aus der Region sowie Obst und Gemüse nach Saison. Das ist aktiver Klimaschutz ohne weite Transportwege und mit wenig Energieeinsatz.

Quellen: 1) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2015. 2) Internetseite Klimaneutrales Berlin:
https://klimaneutrales.berlin.de/ecm-politik/stadt/de/home/news/single/id/42029. 3) Projekt „Stromsparcheck für
einkommensschwache Haushalte“: www.stromspar-check.de, 2015.

Wie würdet ihr den Klimaschutz zuhause voranbringen, wenn ihr Eltern wärt?
Notiert euch Stichpunkte zu euren Ideen für die anschließende Diskussion!

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Glossar

Wichtige Begriffe im Überblick
Begriff

Definition
Kohlendioxid (CO2) ist ein farb- und geruchloses Gas, das bei biologischen Umsetzungsprozessen (Atmung) und der Verbrennung von
Kohlenstoffverbindungen wie Holz, Öl, Kohle, Erdgas entsteht.

CO2-Ausstoß,
CO2-Emission

Kohlendioxid ist ein sehr wirksames Treibhausgas, das zu 55 % am
beschleunigten Treibhauseffekt beteiligt ist. Grund ist die „Undurchlässigkeit“ von CO2 für langwellige Wärmestrahlung von der Erdoberfläche, was zu einer Erwärmung der bodennahen Atmosphäre
führt.
Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Körpers oder Systems, Arbeit zu verrichten. Gemessen wird Energie in der Einheit
Joule (J). Physikalisch betrachtet kann Energie weder erzeugt noch
vernichtet werden, sondern nur von einer Form in die andere umgewandelt werden. Man unterscheidet folgende Energieformen:
- mechanische Energie (Bewegungs- oder kinetische Energie,
Lageenergie)
- Wärmeenergie (thermische Energie)
- elektrische Energie
- chemische Energie
- (elektromagnetische) Strahlungsenergie
- Atomenergie.

Energie

Unter dem Begriff Energieeffizienz versteht man, dass ein gewünschter Nutzen mit einem möglichst geringen Aufwand an Energie erreicht wird. Dabei soll möglichst wenig Energie außerhalb des
angestrebten Nutzens benötigt werden.

Energieeffizient,
Energieeffizienz


Beispiel: Glühlampen sind nicht energieeffizient, denn sie wandeln einen großen Teil des zugeführten Stroms in nicht benötigte
Wärme um. Energieeffizient ist dagegen die LED. Sie nutzt den
zugeführten Strom fast komplett für die Lichtabgabe und wandelt
nur sehr wenig Strom in Wärme um.
Anders Beispiel: Heizt man einen Raum bei geöffnetem Fenster,
entweicht die Wärme in die Umwelt. Sie steht dann dem angestrebten Nutzen, der Erwärmung eines Raums, nicht mehr zur
Verfügung.

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Begriff

Definition


Erneuerbare und
fossile Energie

Interessensgruppe,
Interessenvertretung

Investition

Klimapolitik



Erneuerbare Energiequellen stehen nach den Zeitmaßstäben
des Menschen unendlich lange zur Verfügung. Die drei Hauptquellen sind: Solarstrahlung, Erdwärme (Geothermie), Gezeitenkraft. Diese können entweder direkt genutzt werden oder indirekt
in Form von Biomasse, Wind, Wasserkraft, Wellenenergie sowie
Umgebungswärme.
Fossile Energieträger sind nur begrenzt verfügbar, z. B. Erdöl,
Erdgas, Braun- und Steinkohle. Sie entstanden in der Erdkruste
vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen
und Tiere. Sie sind letztlich chemisch gespeicherte Sonnenenergie. Bei der Verbrennung der fossilen Energieträger wird CO2
freigesetzt, das wesentlich zum anthropogenen Treibhauseffekt
beiträgt.

Personen, die ein bestimmtes Interesse gemeinsam verfolgen. Die
Interessengruppe vertritt ihre Interessen gegenüber anderen Interessengruppen mit starken Argumenten. Dabei kommt es oft zu Diskussion und Streit. Dabei soll am Ende ein Kompromiss gefunden
werden, den beide Interessengruppen unterstützen können.


Beispiel: Die Bundesregierung wollte alle Atomkraftwerke schnell
abschalten. Die Interessengruppe aus Energieversorgungsunternehmen wollte die Atomkraftwerke weiter betreiben. In vielen
Jahren der Diskussion wurde ein Kompromiss gefunden: Die
Atomkraftwerke werden sehr langsam abgeschaltet. Das letzte
erst im Jahr 2022.

Eine Investition sind meistens finanzielle Mittel, die für einen bestimmten Zweck eingesetzt werden. Wer eine Investition z. B. in
eine Solaranlage tätigt, erhofft sich davon einen Gewinn, z. B. viel
Strom, den er an das öffentliche Stromnetz verkaufen kann, oder
den er selbst nutzen kann.

Unter Klimaschutzpolitik versteht man politische Maßnahmen zum
Schutz des globalen Klimas. Klimapolitik wird auf internationaler,
nationaler und lokaler Ebene gestaltet. Sie hat zum Ziel, der beschleunigten Erwärmung der Erdatmosphäre, dem Klimawandel,
entgegenzuwirken.
Zu den politischen Maßnahmen können z. B. Gesetze, Verordnungen, Förderprogramme, Informations- und Beratungsangebote oder
Forschungsprojekte gehören.

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Energie und Klimaschutz in Schulen

Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Begriff

Definition

Klimaschutz

Unter Klimaschutz versteht man alle Maßnahmen, die der beschleunigten Erwärmung der Erdatmosphäre und damit dem Klimawandel
entgegenwirken.
Der Klimaschutz richtet sich hauptsächlich auf die Vermeidung von
CO2-Emissionen und deren Speicherung in der Erdatmosphäre.

Kommune

Kyoto-Protokoll

Kommunen oder Gemeinden sind staatliche Verwaltungseinheiten,
z. B. Dörfer und Städte. Die Verwaltung von Kommunen organisiert
z. B. die Feuerwehr, die Müllentsorgung, die Kinderbetreuung, den
Bau von Schulen. Sie tragen auch Verantwortung für den lokalen
Klimaschutz.
Im Jahr 1997 in der japanischen Stadt Kyoto erarbeitetes und 2005
in Kraft getretenes internationales Abkommen, das die Staatengemeinschaft zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen verpflichtete. Weil die Staaten unterschiedlich stark zu den weltweiten
CO2-Emissionen beitragen, gelten unterschiedliche Klimaziele für
jeden Staat.
Das Kyoto-Protokoll war das erste Abkommen seiner Art und damit
ein wichtiger Schritt in der Klimapolitik. Bisher sind 191 Staaten dem
Abkommen beigetreten.

Ökologie,
Ökologisch

Ökologie ist die Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen
zwischen Lebewesen beschäftigt. Als ökologisch werden Zusammenhänge bezeichnet, die diese natürlichen Wechselbeziehungen
betreffen.

Quellen: Die aufgeführten Definitionen beziehen sich auf die Zusammenhänge, die im vorliegenden WorkshopMaterial thematisiert werden. Sie wurden auf der Basis der folgenden Quellen erarbeitet: 1) Spektrum der
Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH: Lexikon der Geografie, www.spektrum.de/lexikon, 2) Bundeszentrale für
politische Bildung, Glossar zu Energie und Klimaschutz: www.bpb.de, 3) Deutscher Wetterdienst, Wetterlexikon:
www.deutscher-wetterdienst.de, 4) Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewissenschaft Baden-Württemberg,
Glossar: www4.um.baden-wuerttemberg.de, 5) Forschung für die energieeffiziente Stadt: www.eneff-stadt.info

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Klimaschutz geht alle an!
Klimaschutz und Klimawandel auf allen Ebenen

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1

Energie und Klimaschutz in Schulen
Workshop „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Wichtige Begriffe

Klimaschutz

Klimawandel

• Gesamtheit von
Aktivitäten und
Maßnahmen, die dazu
beitragen, die globale
Erwärmung der
Erdatmosphäre zu
verlangsamen und dem
Klimawandel
entgegenzuwirken.

• Beschleunigte Veränderung
des globalen Klimas
• Der Energie- und
Ressourcenbedarf des
Menschen setzt
Treibhausgase frei, die zur
Erwärmung der
Erdatmosphäre – also zum
Klimawandel – beitragen.

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2

Energie und Klimaschutz in Schulen
Workshop „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Wichtige Begriffe

Klimaschonendes Verhalten
bedeutet …
• sich so verhalten, dass das
globale Klima nicht unnötig
z. B. durch Treibhausgase
belastet wird.
• also Energie und Ressourcen
effizient und sparsam zu
nutzen.

Ressource
Gesamtheit von Hilfsmitteln
wie Energie, Rohstoffe, Geld,
Arbeitskraft usw., die als
Basis für die Erzeugung von
Produkten und die Erbringung
von Leistungen dienen.

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Energie und Klimaschutz in Schulen
Workshop „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Mind-Map

Findet zu den folgenden Begriffen
Zusammenhänge aus dem Alltag!
Fertigt auf dem Arbeitsblatt eine Mind-Map an!

Klimaschutz
Klimawandel
Klimaschonendes Verhalten

Zeit: 10 Minuten
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Klimaschutz in Politik und Praxis
Was wäre wenn …?

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5

Energie und Klimaschutz in Schulen
Workshop „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Gruppenarbeit

Erstellt in eurer Gruppe ein Lernplakat.
Es soll die wesentlichen Inhalte eures
Textes wiedergeben.

Bereitet euch darauf vor, euer Plakat bei
einem Gallery Walk
den Anderen vorzustellen!
Zeit: 25 Minuten
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Energie und Klimaschutz in Schulen
Workshop „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Gallery Walk
1. Je Gruppe stellen 2 Schülerinnen oder Schüler
das Lernplakat ihrer Gruppe vor.
2. Die anderen Schülerinnen und Schüler wandern gruppenweise von
einem Plakat zum anderen – je Plakat max. 5 Minuten.
3. Notiert euch bei jedem Plakat die wichtigsten Informationen im
Protokoll. – Findet Euch am Ende in Euren Gruppen zusammen.

4. Dann sollt Ihr in verschiedene Rollen schlüpfen:
„Was können Politiker, Bürgermeister, Schulleitung oder Eltern
für den Klimaschutz tun?“

Zeit: 20 Minuten
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Energie und Klimaschutz in Schulen
Workshop „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Rollenspiel

Tretet jetzt als
Politikerin oder Politiker,
Bürgermeisterin oder Bürgermeister,
Schulleitung oder Elternteil auf.
Was würdet ihr für den Klimaschutz tun?

Zeit: 15 Minuten
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Energie und Klimaschutz in Schulen
Workshop „Klima“, Jahrgangsstufe 9/10

Habt ihr noch Fragen?

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