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Materialien zur Gestaltung eines Workshops Thema Klima für die Jahrgangsstufe 5/6

Full text: Materialien zur Gestaltung eines Workshops Thema Klima für die Jahrgangsstufe 5/6

Klimaschutz und Bildung

Energie und Klimaschutz in Schulen
Materialien zur Gestaltung eines Workshops
Thema Klima für die Jahrgangsstufe 5/6

Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Impressum
Herausgeber
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Kommunikation
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
Ansprechpartnerin: Corina Conrad-Beck
E-Mail: corina.conrad-beck@stadtentwicklung.berlin.de
Alle Informationen zum Angebot „Energie und Klimaschutz in Schulen“ finden sich
im Internet unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung
Ansprechpartner für die Workshop-Materialien
SWiM Bildung UG (haftungsbeschränkt)
Sachsendamm 93
10829 Berlin
Ansprechpartner: Christian Johann
Tel.: 030 / 789 5460-06
E-Mail: christian.johann@swim-bildung.de
Berliner Energieagentur
Französische Str. 23
10117 Berlin
Ansprechpartnerin: Susanne Kramm
Tel.:
030 / 29 33 30 0
E-Mail: kramm@berliner-e-agentur.de
Bildnachweis
Berliner Energieagentur: Keyvisual/Titelseite, Arbeitsblatt 3, Lehrkräftehandreichung 3: Solarstromanlage Rotes
Rathaus, Solarthermieanlage Tempodrom
Eigene Darstellung: Arbeitsblatt 1, OH-Folie 1, Lehrkräftehandreichung 1: Wolken, Fabriksymbol | Arbeitsblatt 2,
4, OH-Folie 2: Notizpapier
Openclipart.org: Arbeitsblatt 1, OH-Folie 1: Sonne
Pixabay.com: Arbeitsblatt 3, Lehrkräftehandreichung 3: Windrad, Rapsfeld, Altholz, OH-Folie 1: Fabrik-Symbol,
Erde | Lesetext: Überschwemmung, Gletscher, Wüste
Wikimedia Commons: Arbeitsblatt 3: Berliner Ring © von Lienhard Schulz at de.wikipedia (Own photo),
Wegweiser
S-Bahn © von Standardizer (Eigenes Werk), Berlin-Karte © Felix Hahn, Ladestation © Túrelio, 2010, Rotes
Rathaus © von Of the panorama, Roland Geider (Ogre), of the individual pictures, Wegweiser © von
Ch.Pagenkopf (Eigenes Werk), Tempodrom © von Axel Mauruszat (Eigenes Werk), Biomasseheizkraftwerk ©
von Lou.gruber (Eigenes Werk), Elektroauto © Michael Movchin derivative work: Mueller Felix, S-Bahn © von
Jorges (Eig. Werk), Fahrräder © von Ub12vow (Eig. Werk)

Berlin, Februar 2015

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Inhaltsbeschreibung
Der Workshop ermöglicht es der Jahrgangsstufe 5/6, zunächst ein allgemeines Verständnis
für den Klimaschutz zu entwickeln. Dabei wird grundlegendes Wissen vermittelt, das die
Lernenden zur Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs befähigt. Die Schülerinnen und
Schüler formulieren Fragen an den Klimaschutz, die im Rahmen einer Gruppenprojektarbeit
beantwortet werden: Warum ist Klimaschutz wichtig? Gründe dafür lernen die Schülerinnen
und Schüler anhand des Treibhauseffekts kennen. Wie das Klima geschützt werden kann,
wird exemplarisch am Ballungsraum Berlin verdeutlicht. Abschließend erarbeiten die
Schülerinnen und Schüler, welche persönlichen Beiträge sie selbst für den Klimaschutz
leisten und wie sie sich an den Klimawandel anpassen können.
Die Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen des Workshops zu Klimaschützern. Sie
erarbeiten Maßnahmen für den praktischen Klimaschutz und machen diese an einer Art
Gruppenlitfaßsäule, dem „Klimaschutzleuchtturm“, sichtbar. Durch die Beschäftigung mit
dem

Thema

wird

das

Bewusstsein

für

die

gesellschaftlichen

und

persönlichen

Handlungsmöglichkeiten gefördert.

Lernziele
•

Die Schülerinnen und Schüler kennen sowohl den natürlichen, als auch den von
Menschen verursachten Treibhauseffekt, und können letzteren mit dem
Klimawandel in Beziehung setzen.

•

Die Schülerinnen und Schüler kennen mögliche Folgen des Klimawandels und
können einen kurzen Aufruf zum Klimaschutz formulieren.

•

Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass in Berlin Klimaschutz derzeit auf
verschiedene Weise umgesetzt wird.

•

Die Schülerinnen und Schüler wissen, wie sie einen eigenen Beitrag zum
Klimaschutz leisten können.

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Zeitplan (insgesamt 90 Minuten)
Zeit

Was macht die Lehrkraft?

Was machen die
Schüler?

1 min

Vorstellung der eigenen Person und des
Programms

hören zu

9 min

Lehrkraft befragt die SuS nach der Bedeutung des
Begriffs „Klimaschutz“ und erarbeitet mit den SuS
folgende Fragen:
•

Warum ist Klimaschutz wichtig?

•

Wie kann man das Klima schützen?

•

Wie kann ich das Klima schützen?

Die Lehrkraft erklärt, dass sich die SuS im
Workshop wie richtige Klimaschützer verhalten
werden. Jede SuS-Gruppe wird einen KlimaschutzLeuchtturm erstellen, der Antworten auf die Fragen
geben soll.

•

hören zu

•

tragen Ideen
und
Erfahrungen bei
und stellen
Fragen zum
Klimaschutz

Material

Bemerkung

Die SuS sitzen schon zu viert
an fünf Gruppentischen.
Wenn nötig:
Whiteboard oder
Tafel

Bei der Begriffsklärung muss
der Workshop-Titel zerlegt
werden:
Klima = Gesamtheit von
Wettererscheinungen über
einen bestimmten Zeitraum in
einem bestimmten Gebiet
Schutz = man passt auf, dass
etwas Schlimmes nicht
passiert; man verhindert
etwas

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin und wird gemeinsam
mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Zeit

Was macht die Lehrkraft?

10 min

Lehrkraft erklärt den SuS den Treibhauseffekt am
OH-Projektor.
Die folgenden Begriffe und Zusammenhänge sollen
verdeutlicht werden:

Was machen die
Schüler?
•

hören zu

•

vervollständigen
das Schema
zum
Treibhauseffekt

Fossile Energieträger → Verbrennung → Abgase →
Atmosphäre → Verstärkung des Treibhauseffekts →
Erderwärmung → Klimawandel → Auswirkungen
auf Menschen, Pflanzen und Tiere
3 min

Lehrkraft leitet zur Aufgabe über:
„Ihr seid nun Klimaschützer. Als Klimaschützer
müsst ihr die Leute über die Gefahren des
Klimawandels informieren und sie aufrufen, das
Klima zu schützen. Deshalb soll nun jeder aus eurer
Gruppe einen Text über eine Gefahr, die der
Klimawandel mit sich bringt, lesen. Dann sollt ihr
einen Aufruf an die Leute formulieren. Wir kleben
alle Aufrufe an unseren Klimaschutz-Leuchtturm.“

hören zu

Material

Bemerkung

Arbeitsblatt 1:
Treibhauseffekt
OH-Folie 1:
Treibhauseffekt
Lehrkräftehandreichung 1:
Treibhauseffekt

OH-Folie 2:
Klimaschutzaufruf

Mit Hilfe der OH-Folie erklärt die Lehrkraft, wie der
Aufruf aufgebaut sein soll.

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin und wird gemeinsam
mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Zeit

Was macht die Lehrkraft?

20 min

Lehrkraft unterstützt SuS

Was machen die
Schüler?
•

lesen jeweils
einen der Texte

•

formulieren
einen Aufruf mit
Begründung

•

kleben den
Aufruf in die 1.
Spalte des
Plakats

Material

Bemerkung

Lesetexte 1A bis
1D: Warum
Klimaschutz?

In den Texten werden
bewusst mehrere Gründe für
die Klimaschädigung
angegeben.

OH-Folie 2:
Klimaschutzaufruf Die SuS können sich
aussuchen, was sie in den
Arbeitsblatt 2:
Aufruf schreiben wollen. Der
Klimaschutzaufruf Textinhalt muss nicht
vollständig im Aufruf enthalten
Lehrkräftesein. Weitere Gründe sollten
handreichung 2:
ebenfalls berücksichtigt
Klimaschutzaufruf werden.
Plakat DIN A2
oder DIN A1 aus
gelbem Papier

20 min

Lehrkraft leitet jetzt zu der Frage über:
Wie kann man das Klima schützen?
Lehrkraft erklärt, dass wir als Klimaschützer nicht
nur vor Gefahren warnen. Wir wollen an unserem
„Klimaschutz-Leuchtturm“ auch aufzeigen, wie in
Berlin das Klima schon jetzt geschützt wird.

•

•

schneiden die
Karte aus und
kleben sie in die
2. Spalte des
Plakats
ordnen den
Orten auf der
Karte die Bilder

Arbeitsblatt 3:
Klimaschutz in
Berlin, mit Karte,
Bildern und
Beschreibungen
zum
Ausschneiden

Kontrolle durch die Lehrkraft,
bevor die Bilder aufgeklebt
werden.
bei Bedarf Begriffe erklären

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mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Zeit

Was macht die Lehrkraft?

Was machen die
Schüler?

Lehrkraft erklärt Aufgabe und unterstützt die SuS
während des Arbeitsprozesses

und
Beschreibungen
zu; kleben sie
nach Kontrolle
an die Pfeile,
die zum jeweils
passenden Ort
zeigen
•

15 min

Material

Bemerkung

Lehrkräftehandreichung 3:
Klimaschutz in
Berlin
Plakat DIN A2
oder DIN A1aus
gelbem Papier

überlegen,
welche
erneuerbaren
Energien in
Berlin genutzt
werden und
welche nicht

Lehrkraft leitet jetzt zur Frage über:
Wie kann ich das Klima schützen?

lesen das AB und
notieren Vorschläge

Lehrkraft erklärt, dass jeder als Einzelperson einen
Beitrag zum Schutz des Klimas leisten kann und
sich an den Klimawandel anpassen muss.

verfassen einen
Aufruf
kleben den Aufruf in
die 3. Spalte des
Plakats

Arbeitsblatt 4:
Wie kann ich
Klima schützen?

Wenn aus zeitlichen Gründen
der Aufruf nicht mehr
geschafft wird, können die
Vorschläge ausgeschnitten
ggf. OH-Folie 2:
und auf das Plakat geklebt
Klimaschutzaufruf werden
u. Arbeitsblatt 2:
Klimaschutzaufruf

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Zeit

Was macht die Lehrkraft?

Was machen die
Schüler?

5 min

Lehrkraft hilft den SuS, die Leuchttürme aufzustellen SuS stellen die
Leuchttürme auf:

Material

Bemerkung

rotes Papier für
das Dach

Ist noch Zeit, können die
Schüler den Leuchtturm (vor
allem das Dach) kreativ
gestalten z. B. mit einem
gebastelten Windrad, einer
angedeuteten Solaranlage
oder sie malen Pflanzen auf
das Dach etc.

richten das Plakat
auf und kleben es an
den Enden
zusammen, dann
kleben sie das Dach
auf
5 min

2 min

Lehrkraft wertet die Arbeit aus, fordert zum
Rundgang auf und fasst nochmals die
Zusammenhänge zusammen

Verabschiedung und Organisatorisches, z. B.
Hinweis auf andere Workshops zum Thema

•

hören zu

•

besichtigen die
Leuchttürme der
anderen
Gruppen

Lehrkräftehandreichung 4:
Auswertung
Fragebogen

hören zu

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Arbeitsblatt 1: Der Treibhauseffekt

Natürlicher
Treibhauseffekt

Durch Menschen
verursachter
Treibhauseffekt

Treibhausgase und ihre Herkunft

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Arbeitsblatt 2: Beispiel für einen Klimaschutzaufruf

Aufruf/Appell
Schaltet das Licht aus,
wenn ihr den Raum
verlasst!
Licht, das von niemandem
genutzt wird, verbraucht
unnötig viel Strom.
Je weniger Strom gebraucht
wird, desto weniger Kohle,
Erdöl oder Erdgas müssen in
Kraftwerken
verbrannt
werden, um Strom zu
erzeugen. Umso weniger
CO2 gelangt in unsere Luft
und in die Erdatmosphäre.

…!
….

Was sollen die Leute machen?
Verwende Wörter in der Aufforderungsform!
Beispiel: Schaltet …! Verhindert...!

Begründung
Warum sollen die Leute das machen?
Überlegt euch, was der Sinn eures Aufrufs sein
könnte!
Beispiel: Wir wollen saubere Luft atmen und
das Klima so erhalten, wie es ist!

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner
Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Arbeitsblatt 3:
Wie kann man das Klima schützen? Das Beispiel Berlin
In einer Großstadt wie Berlin wird sehr viel Energie genutzt: Überall leuchten
Straßenlaternen und bunte Schriftzüge, die Menschen bewegen sich mit
Verkehrsmitteln durch die Stadt und tausende Häuser, Schulen und andere Gebäude
werden im Winter beheizt und im Sommer gekühlt.
Schon seit Jahren setzt sich das Land Berlin dafür ein, das Klima zu schützen. In Büros,
Unternehmen, Schulen und Haushalte versuchen die Berlinerinnen und Berliner, weniger
Strom und Wärme zu verbrauchen. Wenn das gelingt, müssen weniger Kohle, Erdöl oder
Erdgas verbrannt werden, um die Energie bereitzustellen. So wird weniger CO2 freigesetzt
und das Klima wird geschützt. Außerdem werden in Berlin Strom und Wärme zunehmend
klimafreundlich erzeugt: Das bedeutet ohne die Verbrennung von z. B. Kohle, sondern mit
erneuerbaren Energieträgern wie Sonne, Wind und Erdwärme. Klimafreundlich ist aber auch
die Verbrennung von Holz anstelle von Kohle. Denn Holz wächst immer wieder nach und
gehört damit ebenfalls zu den erneuerbaren Energieträgern. Klimafreundlich ist es auch,
wenn aus einem Energieträger wie der Kohle durch technische Verfahren möglichst viel
Strom oder Wärme erzeugt wird, ohne dabei z.B. Wärme ungenutzt an die Umwelt zu
abzugeben. Wir nutzen die Kohle dann sehr energieeffizient aus.
Aufgaben
1. Du bekommst eine Karte von Berlin mit Orten, an denen Energie klimafreundlich

gewonnen oder genutzt wird. Schneide die Karte aus und klebe sie auf den KlimaschutzLeuchtturm (Plakat).
2. Zeichne von jedem Ort auf der Karte einen langen Pfeil nach außen.
3. Ordne nun die Bilder und Beschreibungen den richtigen Orten zu und klebe sie

außerhalb der Karte an das richtige Pfeilende.
4. Sieh dir die Karte an und überlege, an welchen Orten in Berlin ...
a) … Strom und Wärme durch erneuerbare Energien gewonnen werden.

Male die Beschreibung dieser Orte grün an.
b) ... CO2 eingespart wird. Male die Beschreibung dieser Orte blau an.

Zu den erneuerbaren Energieträgern gehören z. B. Wind, Sonne, Erdwärme, Wasser
und Biomasse. Sie heißen erneuerbar, weil diese Energiequellen nie zu Ende gehen
und dauerhaft Energie liefern. Für die Gewinnung von Strom und Wärme aus
erneuerbaren Energieträgern wird kaum oder kein CO2 freigesetzt.
Braun- und Steinkohle, Erdgas und Erdöl gehören dagegen zu den fossilen
Energieträgern. Sie sind nur begrenzt auf der Erde vorhanden. Sie müssen verbrannt
werden, um die Energie zu nutzen, die in ihnen gespeichert ist. Dabei wird CO2
freigesetzt, das zu den schädlichsten Treibhausgasen gehört.
Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Karte von Berlin

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner
Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Beschreibungen

Das Tempodrom ist ein Ort, an dem viele
Veranstaltungen stattfinden. Es nutzt Wärme
aus der Sonne. Mehrere Sonnenkollektoren
(blauschwarz schimmernde Platten) fangen
dafür Sonnenstrahlen auf und wandeln sie in
Strom und Wärme um.

S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn werden
elektrisch angetrieben. Sie nutzen also Strom um
zu fahren.

Das Fahrrad ist das klimafreundlichste
Verkehrsmittel. Wer Fahrrad fährt, schützt die
Umwelt, das Klima und bleibt selbst fit.

Sie transportieren sehr viel mehr Fahrgäste mit der
eingesetzten Energie als ein Auto. Sie stoßen
keine Abgase aus und schützen die Umwelt.

In Berlin gibt es ein dichtes Netz aus
Radwegen und Fahrradparkplätzen. Viele
Hinweisschilder helfen Radfahrern bei der
Orientierung.

Diese Erzeugung von Wärme aus
Sonnenenergie nennt man Solarthermie.

Elektroautos nutzen nicht Benzin, sondern
Strom, um sich zu bewegen.
Sie stoßen keine Abgase aus und schützen die
Umwelt. In Berlin werden immer mehr
Ladestationen für Elektroautos gebaut.

Berlins erste Windkraftanlage steht am
Autobahndreieck Pankow. Die Kraft des Windes
wird genutzt, um Strom zu erzeugen.

Das Rote Rathaus nutzt Strom aus der Sonne.
Sonnenkollektoren sammeln auf dem Dach die
Energie der Sonne und wandeln sie in Strom um.
Man nennt den Vorgang Photovoltaik.

Biogasanlagen nutzen Raps, Biomüll,
Pflanzenreste oder Tierkot, um Biogas zu
erzeugen.
Das Biogas wird verbrannt, um Strom und Wärme
zu gewinnen. Biogasanlagen verwerten Abfall und
Biomasse. Biogas ersetzt den fossilen
Energieträger Erdgas.

In einem Biomasse-Heizkraftwerk wird zum
Beispiel Altholz verbrannt, um elektrische
Energie und Wärme zu gewinnen. Bei der
Verbrennung von Biomasse – z. B. Holz und
Pflanzenresten – wird nur so viel CO2
freigesetzt, wie die Pflanzen für ihr Wachstum
aus der Luft aufgenommen haben.
Damit belasten sie das Klima nur so viel, wie
sie es vorher entlastet haben.

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner
Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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Bilder

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und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Arbeitsblatt 4: Wie kann ich das Klima schützen?
AUFGABEN
1. Kreuzt eure Antworten im Fragebogen an.
2. Überlegt in eurer Gruppe, was ihr an eurem Verhalten ändern müsst,
um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
3. Formuliert einen Aufruf für euren Leuchtturm und begründet den Aufruf.
Beispiel: Schließt das Heizungsventil, wenn ihr das Fenster öffnet!
Bei geöffnetem Heizungsventil würde die Heizung sofort sehr heiß werden, aber die
Wärme würde zum Fenster hinaus entweichen.

A. Besonders im Winter muss man das Zimmer gut lüften, um verbrauchte Luft gegen
frische Luft auszutauschen. Wie lüftest du?
(1)

Ich mache einfach das Fenster auf ohne weiter nachzudenken.

(2)

Ich mache das Fenster erst dann auf, wenn ich kontrolliert habe, ob die Heizung aus ist.

(3)

Wenn ich das Fenster aufmache, wird mir kalt. Also drehe ich die Heizung auf.

B. Stell dir vor, du möchtest dir Wasser für einen Tee erhitzen. Wie machst du das?
(4)

Ich fülle einen Wasserkocher oder einen Topf mit Wasser voll und erhitze es dann. Es
kann sein, dass noch heißes Restwasser übrig bleibt.

(5)

Ich erhitze nur so viel Wasser im Wasserkocher oder Topf, wie ich benötige.

C. Wie lange am Tag beschäftigst du dich mit dem Computer oder Fernseher?
(6)

Ich sitze immer mal wieder davor, aber der Computer ist den ganzen Tag eingeschaltet.

(7)

Ich schalte den Fernseher nur ein, wenn eine Sendung kommt, die ich sehen möchte.

(8)

Ich sitze mehr als drei Stunden vor dem Fernseher. Es ist mir egal was da läuft, weil ich
nebenbei mit dem Computer spiele.

D. Wie kommst du an einem sonnigen Sommertag zur Schule?
(9)

Ich werde mit dem Auto oder dem Bus zur Schule gebracht.

(10)

Ich komme mit S-Bahn, U-Bahn oder Straßenbahn.

(11)

Ich fahre mit dem Fahrrad oder laufe zur Schule.

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und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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E. Du hast den ganzen Tag geschwitzt und willst dich nun gründlich waschen.
Wie machst du das?
(12)

Ich dusche mich und stelle das Wasser aus, solange ich mich einseife.

(13)

Ich dusche mich sehr heiß und über eine sehr lange Zeit, damit ich schön sauber werde.

(14)

Ich lege mich in die Badewanne und lasse sie randvoll mit heißem Wasser laufen.

F. Hast du Energiesparlampen in deinem Zimmer?
(15)

ja

(16)

nein

(17)

vielleicht, weiß ich nicht

G. Was machst du, bevor du dein Zimmer für mehrere Stunden verlässt?
(18)

Ich gehe einfach. Ich vergesse oft, den Fernseher oder den Computer auszuschalten.

(19)

Ich schalte erst alle Geräte aus. Bei manchen leuchtet dann nur noch das kleine
Lämpchen des Standby-Modus, wenn ich gehe.

(20)

Nachdem ich alle Geräte ausgeschaltet habe, kippe ich den roten Schalter am
Steckdosenverteiler um. So bin ich mir sicher, dass kein unnötiger Strom, etwa durch
den Standby-Modus, verbraucht wird.

Unsere Vorschläge, wie wir selbst das Klima schützen können:

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OH-Folie 1: Der Treibhauseffekt

Durch Menschen
verursachter
Treibhauseffekt

Natürlicher
Treibhauseffekt

Treibhausgase

Treibhausgase und ihre Herkunft
•

Kohlendioxid (CO2): entsteht z. B. bei der
Verbrennung von Kohle, Öl oder Benzin in
Fabriken, Kraftwerken und Automotoren

•

Methan (CH4) entsteht z. B. in der Viehzucht
(Kühe als Wiederkäuer geben Methan ab)

•

FCKW (Fluorkohlenwasserstoffe) wird
genutzt in Spraydosen, als Kühlmittel in alten
Kühlschränken, in der Textilreinigung und
Elektroindustrie

•

Lachgas (N2O) entsteht z. B.
beiVerbrennungen

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OH-Folie 2: Beispiel für einen Klimaschutzaufruf

Schaltet das Licht aus,
wenn ihr den Raum
verlasst!
Licht, das von niemandem
genutzt wird, verbraucht
unnötig viel Strom.
Je weniger Strom gebraucht
wird, desto weniger Kohle,
Erdöl oder Erdgas müssen in
Kraftwerken
verbrannt
werden, um Strom zu
erzeugen. Umso weniger
CO2 gelangt in unsere Luft
und in die Erdatmosphäre.

Aufruf/Appell
Was sollen die Leute machen?
Verwende Wörter in der Aufforderungsform!
Beispiel: Schaltet …! Verhindert...!

Begründung
Warum sollen die Leute das machen?
Überlegt euch, was der Sinn eures Aufrufs sein könnte!
Beispiel: Wir wollen saubere Luft atmen und das Klima so erhalten, wie es ist!

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Energieagentur und SWiM Bildung realisiert. Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

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1A. Warum Klimaschutz? – Naturkatastrophen!
Die Erwärmung der Erde bewirkt, dass das
Gletschereis an Nord- und Südpol schmilzt. Das
Schmelzwasser fließt in die Meere und steigt von
dort als Wasserdampf in die Atmosphäre auf. Dort
entwickeln
sich
Wolken
und
andere
Wettererscheinungen.
Durch
die
starke
Wolkenbildung und die wärmere Luft kann es
häufiger regnen, Wind kann sich in Sturm
verwandeln und die Wasserstände von Flüssen
können stark ansteigen. Die Folge sind
Überschwemmungen,
Verwüstungen,
Baumumbrüche oder starke Hochwasser.
In jedem Fall bedrohen Wetterextreme, wie starke Überschwemmungen als Folgen der
Erderwärmung
Regenfälle, Stürme und riesige Wassermengen in
Flüssen, unseren Lebensraum. Forscher erwarten
große Schäden durch diese Naturkatastrophen.

1B. Warum Klimaschutz? – Gletscherschmelze!
Die Erwärmung der Erde bewirkt das Schmelzen von Gletschern an Nord- und Südpol und in
Gebirgen. Gletscher bestehen aus vielen Schneeschichten, die über Jahrhunderte zu einer
dicken Eismasse komprimiert wurden. Sie speichern das größte Trinkwasservorkommen auf
der Erde. Würden diese Gletscher schmelzen, ginge uns dieses Trinkwasser verloren. Es
würde über Flüsse in die Meere transportiert werden und sich dort mit dem Salzwasser
vermischen. Salzwasser können wir Menschen jedoch nicht trinken.
Durch den starken Zufluss an Schmelzwasser würde
auch der Meeresspiegel stark ansteigen. In Ländern
wie z. B. den Niederlanden oder Bangladesch
(Kontinent Asien), die geografisch sehr niedrig liegen,
könnte das Meer weite Landstriche überfluten. Die
Menschen müssten ihre Heimat verlassen. Aber auch
der Lebensraum von Eisbären oder Pinguinen, die auf
Gletschern in kalten Gebieten leben, wird durch die
Gletscherschmelze bedroht. Diese und andere Tiere
würden durch ein verändertes Klima ihren Lebensraum
Gletscher an Nord- und Südpol schmelzen
für immer verlieren.
aufgrund der Erwärmung der
Erdatmosphäre

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1C. Warum Klimaschutz? – Dürren und Hungersnöte!
Durch den Treibhauseffekt und den Klimawandel
steigt
die
globale
Mitteltemperatur
der
Erdatmosphäre an. In den letzten 60 Jahren hat sie
sich um 0,9 °C erhöht. Schon diese kleine
Temperaturerhöhung bewirkt viel. Bereits heute
vertrocknen in vielen Teilen der Erde die
oberflächennahen
Wasserbrunnen
und
das
Trinkwasser muss immer tiefer aus der Erde
gefördert werden. Wasserarme Gebiete trocknen
durch die weitere Erwärmung sogar gänzlich aus.
Dadurch können sich die bestehenden Wüsten
weiter ausbreiten und neue Wüsten bilden.

Wüsten breiten sich aus

Der Wassermangel in solchen Gebieten erschwert den Anbau von Getreide, Kartoffeln und
anderen Nahrungsmitteln. Daraus ergeben sich Hungersnöte und ein Kampf um Trinkwasser
und Nahrung. Die Folge können sogar Bürgerkriege sein. Schon heute müssen Menschen
solche ausgetrockneten Landstriche – ihre Heimat – verlassen.

1D. Warum Klimaschutz? – Anpassung braucht Zeit!
Der Klimawandel wird unseren Lebensraum deutlich verändern. Wissenschaftler sagen
voraus, dass sich Jahreszeiten verschieben und Wetterextreme wie Überschwemmungen,
Stürme und Dürren zunehmen werden. Der Mensch muss sich rechtzeitig an die
Veränderungen anpassen, um sich vor den Gefahren zu schützen und die neuen
Möglichkeiten nutzen zu können. Der Klimawandel wird in den kommenden Jahren immer
stärker spürbar werden und betrifft fast alle Bereiche unseres Lebens, z. B. den Verkehr,
unsere Art zu wohnen, die Gesundheit, unsere Reisen und vieles mehr. Dabei gilt, dass sich
jeder Ort auf der Erde unterschiedlich verändern wird.
Für Berlin erwarten Wissenschaftler längere Hitzezeiten und mehr tropisch warme Nächte im
Sommer. Stadtplaner müssen das berücksichtigen, wenn sie neue Wohnquartiere planen:
Häuser benötigen an den Fenstern gute Schattenspender und der Verkehr muss sauberer
werden, z. B. durch mehr Elektroautos. Die Winter werden milder aber auch
niederschlagsreicher sein. Schon heute achten Stadtplaner darauf, dass Berlin genügend
Grünflächen hat, in denen starker Regen gut aufgenommen wird: Viele Parks, der
Grunewald oder begrünte Dächer gehören dazu. Voraussichtlich werden jedoch starke
Regenfälle die Kanalisation trotzdem zum Überlaufen bringen und die Wasserqualität von
Spree und Seen verschlechtern. Wir müssen schon jetzt beginnen, neue
Wasserreinigungssysteme zu entwickeln. Gut ist allerdings, dass wir weniger Wärme zum
Beheizen von Wohnungen und anderen Gebäuden benötigen werden.
Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Lehrkräftehandreichung 1: Der Treibhauseffekt

Durch Menschen
verursachter
Treibhauseffekt

Natürlicher
Treibhauseffekt

Treibhausgase

Treibhausgase und ihre Herkunft
•

Kohlendioxid (CO2): entsteht z. B. bei der
Verbrennung von Kohle, Öl oder Benzin in
Fabriken, Kraftwerken und Automotoren

•

Methan (CH4) entsteht z. B. in der Viehzucht
(Kühe als Wiederkäuer geben Methan ab)

•

FCKW (Fluorkohlenwasserstoffe) wird
genutzt in Spraydosen, als Kühlmittel in alten
Kühlschränken, in der Textilreinigung und
Elektroindustrie

•

Lachgas (N2O) entsteht z. B. bei
Verbrennungen

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Der natürliche Treibhauseffekt
Die von der Sonne ausgehende Strahlung trifft auf die Erdoberfläche. Sie wird reflektiert und
in Richtung Weltall zurückgeworfen. Ein Teil der Strahlung kann dabei wieder in das Weltall
entweichen. Der andere Teil der reflektierten Sonnenstrahlung wird von der Atmosphäre der
Erde nochmals reflektiert und auf die Erdoberfläche zurückgeworfen.
Durch diesen fortlaufenden Prozess erhöht sich die globale Mitteltemperatur von –18 °C auf
+15 °C. Man nennt diesen Effekt „natürlichen Treibhauseffekt“. Er ist eine wichtige
Voraussetzung für das Leben auf der Erde.

Der anthropogene Treibhauseffekt
Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich das Klima auf der Erde seit einigen Jahrzehnten
ändert. Diese Klimaveränderung führen die Wissenschaftler auf den Einfluss des Menschen
zurück. Durch den zunehmenden Ausstoß an Treibhausgasen – vor allem Kohlendioxid (CO2)
– seit der industriellen Revolution erhöht sich die Konzentration dieser Treibhausgase in der
Atmosphäre der Erde. Die Atmosphäre kann dadurch mehr Sonnenstrahlung auf die
Erdoberfläche zurückwerfen.
Durch diesen fortlaufenden Prozess erhöht sich die Mitteltemperatur der Erde stärker als durch
den natürlichen Treibhauseffekt. Der anthropogene Treibhauseffekt ist die Hauptursache für
die Klimaveränderung.

Atmosphäre
Die Atmosphäre der Erde besteht aus etwa 2/3 Wasserdampf und 1/3 anderen Gasen wie CO2
und Spurengasen. Sie umhüllt die Erde und stellt u. a. einen Schutz vor der intensiven
Sonnenstrahlung dar.

Vergleich zum Treibhaus
Das Glasdach eines Treibhauses (oder Gewächshauses) ist für die Strahlung der Sonne
durchlässig. Die Strahlung trifft auf dem Boden des Treibhauses auf, wird reflektiert und in
Richtung Glasdach zurückgeworfen. Das Glasdach reflektiert einen Teil der zurückgeworfenen
Strahlung erneut in Richtung Boden. Der Effekt: Das Treibhaus heizt sich auf.

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
Projektinformationen finden sich unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/bildung.

Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Lehrkräftehandreichung 2: Klimaschutzaufruf

Beispiele für mögliche Aufrufe (jeweils mit Begründung)

•

Rettet das Spreeufer in Berlin!
Klimawandel verursacht Extremwetterlagen und kann zu Überschwemmungen
durch Flüsse führen, z. B. an der Elbe oder an der Spree.

•

Fahrt mehr Fahrrad!
Fahrradfahren verursacht keinen CO2-Ausstoß und hält fit.

•

Schalte Fernseher, Radio oder Computer nur ein,
wenn du sie brauchst!
Der unnötige Stromverbrauch verursacht eine unnötige CO2-Belastung der
Erdatmosphäre.

•

Schaltet das Licht aus, wenn ihr den Raum verlasst!
Der unnötige Stromverbrauch verursacht eine unnötige CO2-Belastung der
Erdatmosphäre.

•

Pflanzt mehr Bäume in Berlin!
Bäume nehmen CO2 auf, um Biomasse zu bilden (für ihr Wachstum).

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Lehrkräftehandreichung 3: Klimaschutz in Berlin

Strom aus Solarenergie
auf dem Roten Rathaus

Wärme aus Solarenergie
auf dem Tempodrom

Wärme und Strom aus Altholz
im Heizkraftwerk Neukölln

Biogas aus Biomasse
auf den Feldern in Brandenburg

Strom aus Wind mit den
Windrädern in Pankow

Weitere Bilder:
Umweltfreundlicher Autoverkehr: Ladestation für Elektroautos
Umweltfreundlicher Transport mit S-/U-/Straßenbahn
Fahrrad: Schild

Das Projekt „Energie und Klimaschutz in Schulen“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

Lehrkräftehandreichung 4: Lösungen zum Fragebogen
Wie kann ich das Klima schützen?
Lösung
Ideale Antworten sind fett und blau hervorgehoben. Es geht hier nicht darum, den
Schülerinnen und Schülern eine „Moralpredigt“ zu halten und ihr Verhalten zu kritisieren.
Vielmehr sollen sie sich selbst Gedanken über ihr alltägliches Verhalten machen und
erkennen, wie sie selbst zum Klimaschutz beitragen können.

A. Besonders im Winter muss man das Zimmer gut lüften, um verbrauchte Luft gegen
frische Luft auszutauschen. Wie lüftest du?
(1)

Ich mache einfach das Fenster auf ohne weiter nachzudenken.

(2)

Ich mache das Fenster erst dann auf, wenn ich kontrolliert habe, ob die Heizung
aus ist.

(3)

Wenn ich das Fenster aufmache, wird mir kalt. Also drehe ich die Heizung auf.

B. Stell dir vor, du möchtest dir Wasser für einen Tee erhitzen. Wie machst du das?
(4)

Ich fülle einen Wasserkocher oder einen Topf mit Wasser voll und erhitze es dann. Es
kann sein, dass noch heißes Restwasser übrig bleibt.

(5)

Ich erhitze nur so viel Wasser im Wasserkocher oder Topf, wie ich benötige.

C. Wie lange am Tag beschäftigst du dich mit dem Computer oder Fernseher?
(6)

Ich sitze immer mal wieder davor, aber der Computer ist den ganzen Tag eingeschaltet.

(7)

Ich schalte den Fernseher nur ein, wenn eine Sendung kommt, die ich sehen
möchte.

(8)

Ich sitze mehr als drei Stunden vor dem Fernseher. Es ist mir egal was da läuft, weil ich
nebenbei mit dem Computer spiele.

D. Wie kommst du an einem sonnigen Sommertag zur Schule?
(9)

Ich werde mit dem Auto oder dem Bus zur Schule gebracht.

(10)

Ich komme mit S-Bahn, U-Bahn oder Straßenbahn.

(11)

Ich fahre mit dem Fahrrad oder laufe zur Schule.

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und Umwelt Berlin und wird gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und SWiM Bildung realisiert.
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Energie und Klimaschutz in Schulen
Arbeitsblätter „Klima“, Jahrgangsstufe 5/6

E. Du hast den ganzen Tag geschwitzt und willst dich nun gründlich waschen.
Wie machst du das?
(12)

Ich dusche mich und stelle das Wasser aus, solange ich mich einseife.

(13)

Ich dusche mich sehr heiß und über eine sehr lange Zeit, damit ich schön sauber werde.

(14)

Ich lege mich in die Badewanne und lasse sie randvoll mit heißem Wasser laufen.

F. Hast du Energiesparlampen in deinem Zimmer?
(15)

ja

(16)

nein

(17)

vielleicht, weiß ich nicht

G. Was machst du, bevor du dein Zimmer für mehrere Stunden verlässt?
(18)

Ich gehe einfach. Ich vergesse oft, den Fernseher oder den Computer auszuschalten.

(19)

Ich schalte erst alle Geräte aus. Bei manchen leuchtet dann nur noch das kleine
Lämpchen des Standby-Modus, wenn ich gehe.

(20)

Nachdem ich alle Geräte ausgeschaltet habe, kippe ich den roten Schalter am
Steckdosenverteiler um. So bin ich mir sicher, dass kein unnötiger Strom, etwa
durch den Standby-Modus, verbraucht wird.

Einige Vorschläge, wie die Schülerinnen und Schüler das Klima schützen können:
•

Wenn ich aus meinem Zimmer gehe, schalte ich das Licht aus, um Strom zu sparen.

•

Wenn ich meinen Computer nicht nutze, schalte ich ihn vollständig aus. Denn auch im
Stand-By Modus würde er Strom verbrauchen.

•

Wenn ich meiner Mutter beim Kochen helfe, achte ich darauf, dass die Töpfe mit
Deckeln geschlossen sind. So bleibt die Wärme im Topf und wird nicht an die Raumluft
abgegeben.

•

Wenn das Wetter schön ist, besuche ich meine Oma mit dem Fahrrad. Dann braucht
meine Mama nicht mit dem Auto zu fahren. Sie spart, Zeit und Benzin.

•

Dieses Jahr fahren wir mit dem Zug zu Tante Ellen nach Hamburg. Das schont die
Umwelt und gibt uns Zeit, die schöne Landschaft zu genießen.

•

Beim Duschen drehe ich das warme Wasser ab, solange ich mich einseife.

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