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Full text: Die Strategie Stadtlandschaft Berlin

Grünanlagensanierung

© Ornella Orlandini

Berlins grüne Infrastruktur
Das Grünanlagensanierungsprogramm ist eines der in der Strategie Stadtlandschaft vorgeschlagenen Aktionsprogramme, um die
drei Leitbildthemen der Strategie Stadtlandschaft zu profilieren und in der Stadt ablesbar zu machen. Schwerpunktgebiete des
Programms sind bestehende öffentliche Grünanlagen einschließlich angrenzender Straßenräume. Der Begriff Sanierung wird
relativ weit verstanden – es geht vor allen Dingen darum, bestehende Anlagen an den Klimawandel, an den demografischen Wandel
und an die vielfältigen Ansprüche der Stadtgesellschaft anzupassen.

© Lichtschwärmer

Park am Gleisdreieck –
die vielfältigen Sport- und
Erholungsangebote
erfreuen sich großer Beliebtheit.

Viele Grünflächen müssen nach 20 oder
30 Jahren intensiver Nutzung dringend
saniert werden. Ziel ist es, neue beispielgebende Lösungen für den Umbau von
Parkanlagen aufzuzeigen. Berlin hat für
die neue Förderperiode der Europäischen
Union erreicht, dass diese Projekte in
ausgewählten Stadtgebieten finanzielle
Unterstützung aus dem Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
erhalten können. Zusammen mit eigenen Mitteln Berlins, vor allem aus der
Strategie Stadtlandschaft, stehen nun in
den nächsten Jahren 14 Millionen Euro
zur Verfügung, um Parkanlagen in allen
Bezirken zu modernisieren und zu vernetzen. Die Auswahl der Projekte erfolgt
in Kooperation mit den Bezirken. Gute
Lösungen in neu gebauten Anlagen

können Anregung für die Sanierung vorhandener Anlagen bieten. Sie müssen
weiterentwickelt und durch neue Ideen
ergänzt werden.
Im Hinblick auf den demografischen Wandel sind erweiterte Nutzungsangebote
für Spiel, Sport und Bewegung zu integrieren. Im Sinne des „Design for all“
kann die Zugänglichkeit und Nutzungsmöglichkeit für alle Altersgruppen verbessert werden. Gartenkulturell bedeutsame Anlagen sind als Teil der Berliner
Identität zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ein dichtes Netz von Grünflächen kann als grüne Infrastruktur dazu
beitragen, die Folgen des Klimawandels
zu mindern. Dafür muss die Vegetation
gut mit Wasser versorgt werden, damit

© SenStadtUm

Der sanierte Rosengarten im Gartendenkmal Treptower Park in seiner Blütenpracht.

sie die Umgebung durch Verdunstung
kühlen kann. Durchlässige Ränder der
Parkanlagen gewährleisten einen Luftaustausch in angrenzende Wohngebiete.
Als Beitrag zur Sicherung der biologischen
Vielfalt können Grünflächen als urbaner
Lebensraum für Flora und Fauna qualifiziert werden. In allen Projekten ist die
Beteiligung der Bevölkerung zu gewährleisten.

Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE)

Die Fördermodalitäten für die Grünanlagensanierung sind im neuen Berliner
Programm für nachhaltige Entwicklung
(BENE) verankert. BENE stellt Mittel für
innovative Maßnahmen und Projekte
bereit, die zu einem klimaneutralen und
umweltfreundlichen Berlin beitragen. Die
Quartiere, in denen eine Förderung möglich ist, sind klar definiert. Sie stehen vor
besonderen sozialen und ökologischen
Herausforderungen. Hier und in unmittelbar angrenzenden Gebieten (2 km-Radius)
muss die Aufenthalts- und Lebensqualität verbessert werden. Gute Projekte
außerhalb dieser Förderkulisse werden
vollständig aus Mitteln der Strategie
Stadtlandschaft finanziert.

© SGA Treptow-Köpenick

Begleitkonzept zur IGA
„Berlins Grüne Orte“

Das Thema Grünanlagensanierung wird
auch in die Internationale Gartenausstellung (IGA) im Jahr 2017 eingebunden.
Die IGA Berlin wird nicht nur an ihrem
Hauptveranstaltungsort verankert sein,
sondern auch im gesamten Bezirk Marzahn-Hellersdorf sowie an weiteren Standorten in Berlin. Dazu wurde das Konzept
„Berlins Grüne Orte“ ins Leben gerufen.
Dabei steht im Zentrum, dass sich Berlin
zur IGA als moderne, grüne Großstadt
präsentiert und Anschauungsbeispiele
für eine innovative Freiraumpolitik des
21. Jahrhunderts in einer zukunftsfähigen Metropole bietet. Gleichzeitig sollen
Positionen aus der Perspektive des Grünund Freiraums zu Zukunftsthemen,
wie beispielsweise die klimagerechte,
ressourceneffiziente und soziale Stadt,
dargestellt werden. Neben der Präsentation Berlins mit seiner grünen Vielfalt für
Gäste, soll damit auch das Bewusstsein
der Berlinerinnen und Berliner für die
Werte ihrer Grünflächen gestärkt werden.

Infos für Neugierige
www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtentwicklungsplanung/de/klima/
www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/foerderprogramme/bene/
www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/biologische_vielfalt/

Kommunikation, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
www.stadtentwicklung.berlin.de

© Grün Berlin GmbH

© Holger Koppatsch

© ProPotsdam GmbH

Abb. 1 (oben):
Förderkulisse des Berliner Programms für nachhaltige
Entwicklung (BENE).
Abb. 2:
Beispiel Park am Nordbahnhof – der preisgekrönte Park
vereint modernes Design mit urbaner Natur.
Abb. 3:
Neu gestaltete Grünflächen an der Panke ergänzen
das Grüne Netz Berlins.
Abb. 4:
Beispiel Retentionsspirale Potsdam – Regenwasserbewirtschaftung und ansprechende Gestaltung gut
kombiniert.
        
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