Path:
Volume

Full text: Brunnen (Rights reserved) Issue 2018,3 (Rights reserved)

brunnen Ausgabe 3/2018 Foto: Andrei Schnell Das kleine Magazin fürs ganze Viertel – kostenlos! Willkommen Nachbarn! Regine und Jürgen Pfennig bekommen den Schlüssel für ihre neue Wohnung in der Wattstraße von Degewo-Hausmeister Dirk Lindebaum. Mehr auf Seite 8 Autoren dieser Ausgabe | Inhalt Alexander Dowe Michael Becker Andrei Schnell Stefanie Ostertag Jakob Hensel Sulamith Sallmann Thema Gleim-Oase Ulrike Peter Susanne Bürger Ralf Schmiedecke Holger Eckert Dunja Berndt Dominique Hensel Dein Platz! Ulrike Wronski Impressum Verantwortliche Redakteurin/Projektleiterin: Dominique Hensel (V.i.S.d.P.) Redaktionskontakt: E-Mail: kiezreporterin@gmx.de, Telefon: (0163) 6 87 12 76 Blog: www.brunnenmagazin.wordpress.com Layout: Dominique Hensel Lektorat: Simone Lindow Idee Titelgrafik: Beate Heyne Baustelle Brunnenviertel – Willkommen Nachbarn! Baustellen im Brunnenviertel Neugierig auf die neuen Nachbarn Von Dresden nach Berlin Interview mit Nesrin Demir, Degewo Das werden die Schul-Baustellen 3 7 8 9 14 Weitere Themen Gärtnern im Zeichen der Sonnenblume Von Gesundbrunnen nach: Tempelhof Volle Punktzahl für neue Plätze Historischer Fotovergleich Unterirdisch in die Freiheit Inselflüstern Viel Lesespaß mit Einschwein Geschichtscafé und Führung Videowettbewerb: Wohnen im Wedding 6 10 12 13 16 18 19 20 20 Impressum Druckerei: USE gGmbH, Genter Str. 8, 13353 Berlin Auflage: 1.500 Berlin, im September 2018 Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (EFRE) und des Landes Berlin im Rahmen des Programms „Zukunftsinitiative Stadtteil”, Teilprogramm „Soziale Stadt – Investition in Ihre Zukunft!” 2 Seite 2 Bauprojekte Baustelle Brunnenviertel Die wachsende Stadt benötigt neue Wohnungen. Deshalb wird vielerorts gebaut. Im Kiez entstehen gerade Wohnungen, Studentenappartments, ein Sporthaus, Gewerbeflächen und Büros. Eine Übersicht auf drei Seiten. Text und Fotos: Andrei Schnell Lichtburgring Art des Baus: 111 Wohnungen und eine Kita (Stepke e.V. seit Januar 2018) Stand des Projekts: Baustart 2014, Fertigstellung 2019 Sonstiges: Baukosten 380.000 Euro Bauherr: Groth Gruppe Art des Baus: 52 Mietwohnungen auf sechs Etagen Stand des Projekts: Baustart Juli 2018, Fertigstellung 2019 Sonstiges: Die Hälfte der Wohnungen werden für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet Bauherr: Degewo 3 Bauprojekte Max-Urich-Straße Hussitenstraße Art des Baus: Büros auf fünf Etagen plus Einzelhandel im Erdgeschoss Stand des Projekts: Baustart 2018, Fertigstellung 2019 Sonstiges: Der Projekttitel lautet Enter. Bauherr: Townscape One Development GmbH Art des Baus: Büros auf fünf Etagen plus Gastronomie und Einzelhandel im Erdgeschoss Stand des Projekts: Baustart 2017, Fertigstellung 2018 Sonstiges: Der Projekttitel lautet Grow. Bauherr: Townscape One Development GmbH Usedomer Straße Usedomer/Wattstraße Art des Baus: Büros für die IT-Abteilung und Sanierung des historischen Busdepots Stand des Projekts: Baustart 2016, Fertigstellung 2018, Bezug 2019 Sonstiges: keine öffentlich zugänglichen Geschäfte Bauherr: Berliner Verkehrsbetriebe Art des Baus: 120 Wohnungen, eine Einzelhandelsfläche Stand des Projekts: Baustart 2016, Fertigstellung 2018, Vermietung ab September 2018 Bauherr: Degewo --> Mehr zum diesem Bauprojekt steht auf den Seiten 7–9. 4 Bauprojekte Bärbel-Bohley-Ring Stralsunder Straße Art des Baus: 192 Studentenappartments (SA) und 122 Mietwohnungen (MW) Stand des Projekts: Baustart 2014, Fertigstellung 2018 (SA) und 2017 (MW) Sonstiges: SA: 20 Quadratmeter ab 470 Euro/Monat, MW: Vermietung mit Wohnberechtigungsschein Bauherr: Groth Gruppe (SA) und Gewobag (MW) Art des Baus: ein Sport- und Begegnungshaus Stand des Projekts: Baustart 2017, Fertigstellung 2018 Sonstiges: Projekttitel Vikihaus, Nutzung durch Sportverein SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e.V. Bauherr: Bezirksamt Mitte Putbusser Straße Brunnenstraße Art des Baus: Mietwohnungen, Nachbarschaftszentrum, Flüchtlingsunterkunft Stand des Projekts: in Planung seit 2012, Start/Umsetzung ungewiss, Baustart Flüchtlingsunterkunft 2019 Bauherr: Mietwohungen: Degewo, Nachbarschaftszentrum und Wohnungen: pswedding, Flüchtlingsunterkunft: Senat von Berlin Art des Baus: Studentenappartments Stand des Projekts: Baustart 2016, Fertigstellung 2018 Sonstiges: Projekttitel Neon Wood, 17 Qua-​ dratmeter ab 575 Euro/Monat Bauherr: Cresco Immobilien 5 Gärtnern Im Zeichen der Sonnenblume In den fünf Jahren seit seiner Gründung hat der Gemeinschaftsgarten Mauergarten schon einige Metamorphosen durchlaufen. Von Michael Becker Der Mauergarten verdankt seine Existenz der Erweiterung des Mauerparks 2013. Beherzte Gärtner sahen ihre Chance und sicherten sich vertraglich ein Stückchen Land. Es lag in der Nähe des 2013 eröffneten Parkzugangs Lortzingstraße. Dort legten sie umgehend einen Gemeinschaftsgarten aus Hochbeeten an, urwüchsig aus Paletten gezimmert. Bei der Namensfindung stand wie beim Park selbst die Berliner Mauer Pate: Mauergarten sollte die grüne Oase heißen. Als Sinnbild neuen Lebens, aber auch möglichen Gedenkens. Im Herbst 2016 endete nach drei Jahren die erfolgreiche Aufbauphase. Der komplette Garten musste auf einer Nachbarfläche überwintern. Grund waren Erdaustauscharbeiten auf der Er- weiterungsfläche des Mauerparks. Im Frühjahr 2017 ging es mit neuen Plänen zurück auf die alte Fläche. Das Erscheinungsbild des Gartens sollte der künftigen Parkgestaltung gerecht werden. Das hohe Gewächshaus verweist bereits von Weitem auf etwas Besonderes. Der Grundriss des Gartens wurde optimiert. Die drei Meter langen Hochbeete sind so angeordnet, dass sie die Blütenform von Sonnenblumen nachbilden. Analog dazu schwingen sich die Längsbeete um einen „Kraftplatz“ im Zentrum mit kreisförmig gestellten Pflanzen. Die Beete werden vielfältig genutzt. Ein Kita-Beet ist auch dabei. Nebenan liegt das Mütter-Beet. Die Bepflanzung ist zum Teil tropisch, es wächst zum Beispiel der afrikanische Yams. Mais, Bohnen und Kürbis im Milpa-Beet entsprechen mittelamerikanischer Anbaukultur. Eine Moselweinrebe hängt voller Trauben. Als Special Guest: der unter Naturschutz stehende Nashornkäfer im Misthaufen. Wie sieht die Zukunft des Mauergartens aus, wenn die Zeit relativer Abgeschiedenheit zu Ende geht? Wenn der Mauerpark 2020 fertiggestellt, das neue Wohngebiet gleich nebenan bezogen ist? Anwohner werden beim Spaziergang vorbeischauen, Parkbesucher auf einen Sprung reinkommen. Vielleicht entwickeln sich aus dem Austausch über Stadtnatur und Geschichte irgendwann mal Weiterbildungsangebote? Mauergartenvorstand (v.l.n.r.): Nadine Faßbender, Karin Zacharias-Langhans, Thomas Güthler. Foto: Michael Becker 6 Unter mauergarten.net gibt es weitere Informationen über den Gemeinschaftsgarten. Neubau Wattstraße Neugierig auf die neuen Nachbarn Ulrike Peter hat in den vergangenen zwei Jahren beobachtet, wie vor ihrer Haustür in der Wattstraße ein neues Wohnquartier entstand. Für das Kiezmagazin hat sie mit zukünftigen Mietern und mit der Quartiersmanagerin der Degewo gesprochen. Auf dieser und den zwei folgenden Seiten geht es um den Neubau und die neuen Nachbarn. Oktober 2016. Fotos (2): D. Hensel Januar 2017 So richtig aufmerksam wurde ich auf den gegenüberliegenden Neubau in der Usedomer Straße 25–27 und der Wattstraße 21, als die Parkplätze vor unserem Haus in der Wattstraße zeitweise gesperrt wurden, um für die Bauarbeiten Platz zu schaffen. Mehr als zwei Jahre ist das nun her. Vom Balkon aus beobachtete ich in dieser Zeit, wie Stück für Stück ein neues Wohnquartier entstand. Seit August ziehen die neuen Mieterinnen und Mieter in die 120 Wohnungen ein und ich bin gespannt, wie sich das Viertel dadurch weiterentwickelt. Denn es werden, so schätze ich, mehr als 200 neue Kiezbewohner im Brunnenviertel hinzukommen. Da bin ich natürlich neugierig und möchte gerne wissen, was die Menschen in unser Viertel zieht. Im Neubau Wattstraße … August 2018. Foto: A. Schnell sind 120 Wohneinheiten entstanden. Sie teilen sich auf in 35 Einzimmer-, 23 Zweizimmer-, 47 Dreizimmer-, elf Vierzimmer- und vier Fünfzimmerwohnungen. 38 Wohneinheiten sind dem sozialen Wohnungsbau zugeordnet. Die Nettokaltmieten liegen im freifinanzierten Teil bei 7,50 bis 11,30 Euro pro Quadratmeter. Es gibt eine Gewerbeeinheit, in die ein Weinhandel einzieht. Im Innenhof entsteht ein Spielplatz. 7 Neubau Wattstraße Von Dresden nach Berlin Jürgen Pfennig und seine Frau Regine ziehen von Dresden in den Neubau in der Wattstraße im Brunnenviertel, damit sie sich besser um ihre Enkel kümmern können. Ulrike Peter sprach mit dem Neuberliner. Warum haben Sie sich für Berlin entschieden? Jürgen Pfennig: Schon lange hatten wir den Wunsch, einmal in der bunten, interessanten und lebhaften Stadt Berlin zu leben. Wir waren schon vor der Wiedervereinigung des Öfteren hier und jedes Mal von den kulturellen Angebo- Jürgen und Regine Pfennig vor ihrer alten Wohnung in Dresden. Foto: privat ten und der Weltoffenheit begeistert! Vor acht Jahren zog dann unser Sohn aus beruf- Tages wurden wir plötzlich auf das Baugeschehen der Degewo an der Usedomer Straße auflichen Gründen nach Berlin. Inzwischen haben merksam. Am Tag der offenen Tür erkundete wir zwei Enkelkinder, die wir jedoch durch die unser Sohn dort die Möglichkeiten. Wir gaben Entfernung zu Dresden, wo wir seit langer Zeit unsere Bewerbung ab und wagten kaum zu hofwohnen, viel zu selten sehen. Um die Familie fen. Doch wir hatten das ganz große Glück, eine besser unterstützen zu können und eben das wunderschöne Wohnung nach unseren VorstelAufwachsen unserer Enkel zu begleiten, musste eine Veränderung her! Da gab es nur eine Lö- lungen und unmittelbar neben unseren Kindern zu bekommen! Wir danken der Degewo ganz sung: unseren Umzug in die Hauptstadt! herzlich, freuen uns riesig über unser neues ZuWar es schwierig, in Berlin eine passende Woh- hause, auf unsere Kinder natürlich und darauf, die Stadt Berlin richtig kennenzulernen. nung zu finden? Jürgen Pfennig: Wir wollten eine Wohnung finden, die uns einerseits gut gefällt und ande- Wünschen Sie sich nachbarschaftlichen Kontakt im Haus und im Kiez? rerseits in der Nähe unserer Kinder liegt. Diese Jürgen Pfennig: Durch die Betreuung unserer Suche gestaltete sich recht schwierig, einmal Enkel in den vergangenen sechs Jahren hawaren die Entfernungen zu groß oder die ben wir schon einige nachbarschaftliche KonWohngegend gefiel uns nicht, ein anderes Mal entsprachen die Wohnungen nicht wirklich un- takte geknüpft, zum einen durch den Besuch von Spielplätzen, zum anderen über Bekannte seren Vorstellungen. unseres Sohnes und seiner Familie. Und nach dem Einzug in unsere Wohnung und unserem Warum haben Sie das Brunnenviertel als Ihr Ankommen werden sich ganz sicher auch rasch neues Zuhause gewählt? neue Kontakte ergeben. Wir sind dafür offen Jürgen Pfennig: Unser Sohn und seine Familie und freuen uns darauf! wohnen bereits seit einigen Jahren hier. Eines 8 Neubau Wattstraße “Wir wünschen uns eine funktionierende Nachbarschaft” Um ein harmonisches Zusammenleben in den Wohnhäusern, auch im neuen Haus in der Wattstraße, kümmert sich Nesrin Demir. Die Quartiersmanagerin der Degewo erzählt im Interview von ihren Aufgaben. Von Ulrike Peter Was ist Ihre Aufgabe als Quartiersmanagerin? Nesrin Demir: Als Vermieter ist die Degewo sehr daran interessiert, dass sich die BewohnerInnen eines Hauses kennen und sich als verantwortlich für ihr Haus und ihre Nachbarschaft fühlen. Um dies zu fördern und auch bestehendes Engagement aufzunehmen, unterstütze ich als Quartiersmanagerin gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Kundenzentrum Nord verschiedene Initiativen, die sich nach den Wünschen und den Bedürfnissen der jeweiligen BewohnerInnen richten. gärten. Oder Projekte zu anderen Themen, die gerade wichtig sind, etwa zu Mülltrennung oder der Hausordnung. Wichtig dabei ist immer, dass die BewohnerInnen frühzeitig eingebunden und informiert werden. Darüber hinaus unterstützen wir die im Gebiet befindlichen Einrichtungen, vor allem in Bezug auf die Themen Bildung, Arbeit, Nachbarschaft und Beratung, damit es eine starke Infrastruktur im Kiez gibt, deren Angebote unsere MieterInnen nutzen können. Welche Ziele haben Sie für das Zusammenleben der neuen Mieter im Neubau in der Wattstraße? Nesrin Demir: Wir wünschen uns eine funktionierende Nachbarschaft mit Menschen, deren Engagement eine Bereicherung für alle Mieter-​ Innen ist. So war es für uns sehr erfreulich, als die Gruppe „+/-60 In Freundschaft wohnen“ Interesse an unserem Neubau gezeigt hat. Die Gruppenmitglieder möchten einzeln wohnen, aber in Gemeinschaft leben. Jetzt haben wir mindestens sechs engagierte MieterInnen mehr im Kiez. Kontakt Nesrin Demir, Quartiersmanagerin der Degewo. Foto: Tina Merkau Welche Initiativen fördern Sie zum Beispiel? Nesrin Demir: Beispielsweise Projekte, die sich mit den Nutzungsmöglichkeiten der Höfe befassen, wie die derzeit beliebten Gemeinschafts- Degewo-Quartiersmanagerin Nesrin Demir ist erreichbar im Kundenzentrum Nord, Brunnenstraße 128. Telefon: (030) 26485-2613, Mobil: (0151) 171 39 107 sowie per E-Mail: nesrin.demir@degewo.de Mehr Informationen über „+/- 60 In Freundschaft wohnen“ sowie Kontaktmöglichkeiten finden sich im Internet unter der Adresse www.wohnprojekteberlin.wordpress.com 9 Ausflug Von Gesundbrunnen nach: Das Brunnenviertel liegt im Herzen der Stadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind viele interessante Orte gut zu erreichen. Wer am Bahnhof Gesundbrunnen in die Ringbahn steigt, ist schnell bei einem lohnenden Ausflugsziel. Heute: Tempelhof Text/Zeichnung: Jakob Hensel Fotos (2): J. Hensel 28 Minuten braucht man mit der Ringbahn vom S-Bahnhof Gesundbrunnen nach Tempelhof wenn man mit der S41 im Uhrzeigersinn fährt. Zwölf Stationen liegen zwischen den Bahnhöfen. Direkt vor dem Bahnhof Tempelhof ist das Tempelhofer Feld. Das ist ein stillgelegter Flughafen, der 2010 als Park eröffnet wurde. Heutzutage gibt es dort zum Beispiel eine zwei Kilometer lange Inlineskate-Strecke auf der ehemaligen Start- und Landebahn. Dort kann man auch gut Fahrrad fahren. Wer kein eigenes Fahrzeug dabei hat, kann sich eins ausleihen. Es gibt Tretmobile, Fahrräder, GoKarts und Segways. Besonders im Herbst lässt es sich auf dem Tempelhofer Feld gut Drachen steigen. Es gibt sogar eine separate Fläche für Windsurfer oder ähnliche Luftkünstler. Außerdem gibt es einen großen Garten und ein grünes Klassenzimmer. Das Gelände ist auch ein Paradies für ferngesteuerte Autos. Das Tempelhofer Feld ist eine riesige Freifläche, 300 Hektar groß. Dort befindet sich auch 10 Ausflug Tempelhof Berlins größte Wiese. Ein Mal im Jahr wird sie gemäht. Ein Bereich davon ist abgesperrt für Feldlerchen, die dort brüten. Es gibt auch ein Hundeauslaufgebiet und Bereiche zum Grillen. Für die Reste gibt es Mülleimer und auch Toiletten sind überall verteilt. Es gibt insgesamt zehn Eingänge zum Tempelhofer Feld. Früh am Morgen öffnen die Tore (im Sommer früher als im Winter), nachts wird abgeschlossen. Der Eintritt ist frei. Ich finde, auf dem Tempelhofer Feld kann man prima skaten und Picknick machen. Außerdem entspringt aus einer Kleingartenanlage am Rand eine alte, rostige Schiene, die sich bis zur ehemaligen Abfertigungshalle erstreckt – sie ist ganz schön überwuchert. Früher bin ich oft an ihr entlang gelaufen. Es lohnt sich zu jeder Jahreszeit, mit der Ringbahn nach Tempelhof zu fahren, weil dort dieser perfekte Ort mit viel Platz ist. Unter www.gruen-berlin.de/tempelhoferfeld gibt es mehr Infos, auch zu Veranstaltungen auf dem Tempfelhofer Feld Foto: D. Hensel 11 Bewegung Volle Punktzahl für neue Plätze Im Jahn-Sportpark ist ein echtes Schmuckstück für die Basketball-Community entstanden: eine Anlage mit drei Freiplätzen. KiezSportLotsin Susanne Bürger hat sie sich angeschaut. Seit Sommeranfang können Basketballer im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark auf drei neuen Freiplätzen spielen. Einer ist sogar überdacht. Auch Sportler aus dem Brunnenviertel spielen inzwischen regelmäßig auf der neuen Anlage im benachbarten Prenzlauer Berg. Baukosten: 1,5 Millionen Euro. „Ein echt toller Platz. Ich komme oft her und werfe ein paar Bälle“, erzählt Dennis. Wo anderswo ein schiefer Korb ohne Netz hängt, gibt es hier stabile Korbanlagen. Der blaue Boden ist perfekt, federt nur nicht so wie in der Sporthalle. Das große überdachte Feld ist wettkampftauglich. Das zieht ambitionierte „Baller“ an. Hier findet fast immer ein Spiel fünf gegen fünf statt. super, wenn ich das vorher erfahren könnte und nicht umsonst herkäme.“ Auf Nachfrage erklärt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dass bald Öffnungszeiten und Belegungspläne ausgehängt werden. „Der organisierte Sport hat hier im Sportpark immer Vorrang.“ Zu allen anderen Zeiten darf jeder die Plätze nutzen. Wegen Vandalismus musste die Anlage schon einmal komplett gesperrt werden. Die Verwaltung kümmert sich um Reparaturen und um Sauberkeit. Das sieht man: Die Plätze sind in top Zustand. Ich gebe der Anlage auf jeden Fall die volle Punktzahl! Wegbeschreibung: Vom Brunnenviertel ist der Eingang an der Straße „Am Falkplatz“ am günstigsten gelegen. Der einzige Zugang zu den Basketballplätzen ist erreichbar über die schmalen Wege entlang der Hecke zwischen den beiden großen Fußballfeldern. Eigenen Ball mitbringen! Unter dem Dach des neuen Platzes weht auch an heißen Tagen eine leichte Brise – kein Vergleich Bereits gut genutzt werden die neuen Basketballplätze gleich hinter der Kiezgrenze. Foto: Susanne Bürger zur stickigen Sporthalle. Dennis sagt: „Du findest hier immer ein paar nette Leute zum spontanen Basketball-Zocken.“ Wer eine Pause braucht, kann sich auf einer der zwei Tribünenstufen ausruhen, die sich an beiden Seiten des großen Platzes befinden. Nur eins ärgert Dennis: Wenn er nicht spielen kann, weil der Platz durch Vereine belegt ist. „Wäre echt 12 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Foto: Ralf Schmiedecke Die Putbusser Straße im Jahre 1904 und heute, von der Ramlerstraße aus gesehen. Die Straße Nr. 30 der Abt. XI des Berliner Bebauungsplans erhielt am 2. April 1891 den Namen der Stadt Putbus auf Rügen. Zugleich wird mit der Benennung des Fürsten Wilhelm Malte zu Putbus (1833–1907) gedacht, der einer der Aktionäre beim Bau der Berliner Nordbahn war. Das links zu sehende Mietshaus Ramlerstraße 6/Putbusser Straße 28 (heute 27) mit seinen großzügigen Loggien wurde 1894 durch den Bauunternehmer Hahn mit einer stumpfen Ecke errichtet. Der davor liegende Platz ist seit jeher als begrünter Foto: Sammlung Ralf Schmiedecke, Berlin GESTERN Lokalgeschichte Schankgarten genutzt worden. Seinerzeit führte der Gastwirt Axel Bohé die Restauration. An der Ecke zur Putbusser Straße gab es jahrelang das Eisen- und Haushaltwarengeschäft von Ernst Brennicke. Davor befindet sich noch heute die hierher umgesetzte Litfaßsäule. Fast alle der 1891/92 entstandenen Bauten auf der rechten Bildseite zur Rügener Straße haben die Wirren des Zweiten Weltkriegs überstanden. Ende der 1970er Jahre wurden die hinteren Gebäudeteile abgerissen, aber die Vorderhäuser der Putbusser Straße 31–28/Ecke Ramlerstraße 5 mit dem originalen gründerzeitlichen Fassadenschmuck erhalten. Ursprünglich befand sich in der Ramlerstraße auch eine eingleisige Straßenbahnverbindung mit einer Wendestelle zur Brunnenstraße. In der Nachkriegszeit entstand hier eine großzügige Wendeschleife über die Brunnenstraße, Rügener- und Swinemünder Straße, wo mehrere Linien zum Bahnhof Gesundbrunnen endeten. HEUTE 13 Bauprojekte N Gustav-FalkeGrundschule Standort: Strelitzer Straße 42 Es wird ein modularer Erweiterungsbau kommen – teilweise auf dem Spielplatz an der Ecke Strelitzer und Stralsunder Straße. Sechs Millionen Euro stehen bereit. Bauen wird nicht der Bezirk, sondern der Senat. Baubeginn sollte laut Schulbauoffensive noch 2018 sein. Der vorhandene Erweiterungsbau an der Stralsunder Straße – erst oder schon 30 Jahre alt – soll abgerissen werden. 14 Das werden die Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA) ach den Jahren, in denen gespart wurde, bis es quietscht, klingt es unglaublich, dass in Berlin nun 5,5 Milliarden Euro für Schulen vorhanden sind. Das Geld wird ausgegeben für neue Schulen und für die Sanierung alter Schulen. Unterm Strich soll Platz für mehr Schüler geschaffen werden. Auch im Brunnenviertel wird sich auf diesem Gebiet in den nächsten zehn Jahren einiges tun. Im Frühjahr hat der Senat alle geplanten Vorhaben im Rahmen der Schulbauoffensive vorgestellt. Seitdem wurde eine Taskforce Schulbau, eine Steuerungsgruppe, der Landesbeirat Schulbau, die zentrale Geschäftsstelle der Bezirke und Regionalverbünde der Bezirke gegründet. Der Bezirk Mitte gehört zusammen mit Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf zu einer Region. Der Stand der Schulbauoffensive ist unter www.berlin.de/schulbau im Internet abrufbar. Im Brunnenvierte sind vier Schulbaustellen geplant. Eine Übersicht von Andrei Schnell Bauprojekte Schul-Baustellen Heinrich-SeidelGrundschule Standort: Ramlerstraße 9/10 Auf der Liste steht eine Sanierung für neun Millionen Euro. Aber einschränkend heißt es in der Schulbauoffensive, dass der Baustart frühestens 2026 sein wird und: „Abhängigkeit von vorhandenen Personalkapazitäten, unter Vorbehalt“. VinetaGrundschule Standort: Demminer Straße 27 Für eine neue Sporthalle sind sechs Millionen Euro eingeplant. Ein „Schulsporthallen Schnellbau“ im „Typenbau TSH60“ wird errichtet. Baustart ist für 2019 notiert. Ernst-ReuterOberschule Standort: Stralsunder Straße 57 Die Ernst-Reuter-Oberschule soll in drei Bauabschnitten komplett saniert werden. Bauherr wird die Wohnungsbaugesellschaft Howoge sein. Im Mai fand ein erstes Arbeitstreffen von Schul- und Sportamt, der Schulaufsicht sowie der Howoge statt. Insgesamt 25 Millionen Euro sollen verbaut werden. Im Raum steht auch ein gemeinsamer Campus mit der Gustav-Falke-Grundschule. Eine Idee ist, dafür die Strelitzer Straße für den Verkehr zu schließen. Im Juni diskutierte eine Projektgruppe das Campuskonzept, wie Schulstadtrat Carsten Spallek sagt. 15 Lokalgeschichte Unterirdisch in die Freiheit Nach dem Mauerbau entstanden unter der Bernauer Straße zahlreiche Tunnel, die DDR-Bürgern die Flucht in den Westen ermöglichen sollten. Durch zwei Tunnel konnten besonders viele Menschen fliehen. Von Alexander Dowe Berlin, 13. August 1961: Um den anhaltenden Exodus ihrer Bürger zu stoppen, lässt die DDR-Regierung in den frühen Morgenstunden die Grenzen zu den Westsektoren schließen. Fluchtwillige müssen nun nach neuen Wegen suchen, um die DDR zu verlassen. Hilfe bekommen sie dabei aus Westberlin. Bei den Berliner Unterwelten kann man sehen, wie sich die Menschen durch die Erde gegraben haben. Foto: D. Hensel Zunächst sind es vor allem Studenten der Technischen und der Freien Universität, die Freunde, Verwandte und Kommilitonen aus Ostberlin durch einen Tunnel in den Westen holen wollen. An zahlreichen Orten werden – zumeist von Westberlin ausgehend – unterirdische Gänge gegraben. Ein Schwerpunkt dieser Aktivitäten ist die Gegend um die Bernauer Straße an der Grenze zwischen Alt-Mitte und dem ehemaligen Bezirk Wedding. Doch warum wird gerade hier so viel gegraben? Zum einen liegen die Ost- und Westberliner Häuserzeilen entlang der Bernauer Straße nur wenige Meter voneinander entfernt, zum anderen gibt es auf Weddinger Seite, im heutigen Brunnenviertel, durch Kriegsschäden und Abwanderung viele leerstehende Wohnungen und Fabrikgebäude. Das unübersichtliche Terrain, das von Stasi und Grenzpolizei nur schwer einzusehen ist, bietet den Tunnelbauern ein ideales Arbeitsfeld. In den 1960er und 1970er Jahren entstehen unter der Bernauer Straße insgesamt 15 Tunnel. Die meisten fliegen auf, noch ehe jemand 16 Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße mit markiertem Verlauf eines Fluchttunnels. Foto: A. Dowe hindurchgeschleust werden kann. Doch die Bernauer Straße ist auch Schauplatz der beiden spektakulärsten Fluchten durch den Berliner Untergrund. Am 14. und 15. September 1962 steigen nacheinander 29 Menschen in einen Keller der Schönholzer Straße 7 und von dort aus weiter in einen sechs Meter tiefen Schacht. Etwa 135 Lokalgeschichte Einstieg zu einem Fluchttunnel. Foto: D. Hensel groß, dass in der Enge Panik ausbricht. Glücklicherweise kommt es nicht dazu und alle entsteigen durchnässt und verschmutzt, aber unendlich erleichtert dem Stollenausgang in einem Hinterhof der Bernauer Straße 78. Noch dramatischer verläuft eine Flucht zwei Jahre später, in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1964. Vom Keller einer ehemaligen Bäckerei in der zum Wedding gehörenden Bernauer Straße 97 haben Fluchthelfer einen 145 Meter langen Tunnel gegraben, der auf Ostberliner Seite in den Hof der Strelitzer Straße 55 mündet. 57 Menschen sind bereits in den Schacht gestiegen, als plötzlich bewaffnete Grenzer den Hauseingang betreten. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem ein Soldat erschossen wird. Die DDR-Führung schlachtet dieses Ereignis propagandistisch aus und verurteilt die Fluchthelfer als „Mordschützen“. Nach der deutschen Wiedervereinigung stellt sich jedoch heraus, dass der Unteroffizier Egon Schultz von den eigenen Leuten tödlich getroffen wurde. Informationstafel an der Bernauer Straße für den Tunnel, durch den 29 Menschen in die Freiheit kamen. Foto: A. Dowe Meter lang ist der Tunnel, der unter der Bernauer Straße entlangführt. Das Passieren eines solchen Tunnels ist kein Spaziergang: Bei permanenter Einsturzgefahr müssen die Flüchtlinge unter hohem Zeitdruck auf allen vieren durch einen niedrigen Gang kriechen, dessen Boden knöcheltief von Wasser und Schlamm bedeckt ist. Da sich unter den Flüchtlingen auch Kinder und ältere Menschen befinden, ist die Gefahr Wer mehr über diese und andere Fluchtversuche erfahren möchte, kann sich die kostenlose Freiluftausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer anschauen. Hier wird demnächst sogar ein Besuchertunnel eröffnet, der zu einem historischen Fluchttunnel führt. Der Berliner Unterwelten e. V. bietet eine Führung zum Thema „Tunnelfluchten“ an. Mehr im Internet unter www.berliner-unterwelten.de __________ Lesetipps • Dietmar Arnold, Sven Felix Kellerhoff: Die Fluchttunnel von Berlin, Ch. Links Verlag, 2015 • Klaus M. v. Keussler und Peter Schulenburg: Fluchthelfer. Die Gruppe um Wolfgang Fuchs, Berlin Story Verlag GmbH, 2015. • Online: www.chronik-der-mauer.de 17 Inselflüstern So viele verschiedene Blattformen! Und jedes Blatt filtert unterschiedliche Schadstoffe auf der Luft. Foto: Dunja Berndt Liebe Leser, liebe Freunde, Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Parks, Großgärten und Grünzüge. Seit dem Fall der Mauer sind weitläufige grüne Lungen hinzugekommen. Die bekanntesten sind der Park am Gleisdreieck, das Schöneberger Südgelände sowie mein Nachbar, der Mauergarten. Aber auch neue Stadtviertel sind entstanden oder gerade im Bau. Sie füllen lang vertraute Brachflächen. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Stadt wächst. Das bedeutet jedoch auch Verdichtung: mehr Gebäude, mehr Kraftfahrzeuge, mehr Menschen. Da ist es besonders hilfreich, wenn Ausgleichsflächen geschaffen und Dächer und Fassaden begrünt werden. Vertikale Gärten zum Beispiel können sogar an Brückenpfeilern gedeihen. 18 Diese Maßnahmen sind ebenso wichtig wie Grünflächen, Straßenbäume, Parkanlagen, Verkehrsinseln, Friedhöfe und Minioasen wie bepflanzte Balkone, damit eine Stadt nicht zum Moloch wird. Ich bin ein gutes Beispiel dafür, was auf einer recht kleinen Fläche möglich ist: Sträucher, Bäume, Wildwiesen, Grasflächen und Blumenensembles sind nicht nur für Insekten und Schmetterlinge wertvoll. Das Geheimnis liegt in der Mannigfaltigkeit der Blattformen und -beschaffenheiten, weil sie ganz unterschiedliche Schadstoffe aus Bis bald! der Luft herausfiltern. Das Zauberwort heißt „Biodiversität“. Buchtipp Viel Lesespaß mit Einschwein Kinderbücher gibt es viele. Aber nur wenige sind so witzig, spannend und charmant wie die beiden Bücher über Emmi und Einschwein. Geschrieben hat sie Anna Böhm, die im Brunnenviertel wohnt. Von Dominique Hensel Neulich stand in der Zeitung, dass die Zeit der Einhörner vorbei sei. Andere Wesen und Figuren würden die Herzen der Kinder heute höherschlagen lassen: Flamingos, Meerjungfrauen, Monchhichis. Mir schoss beim Lesen der bunten Meldung ein Gedanke durch den Kopf: Oh mein Gott, Anna! Anna Böhm ist in Berlin geboren und wohnt mit ihren Töchtern im Brunnenviertel. Doch die beiden Mädchen sind für Einhörner längst zu groß; Einhörner sind eher etwas für ihre Mutter. Anna schreibt nämlich Hörspiele und Geschichten für Kinder. In ihren beiden neuesten Büchern ist sie im Reich der Drachen, Feen und Einhörner unterwegs, zwischen den Buchdeckeln wimmelt es von Fabelwesen. An der Hand von Emmi zuckeln die jungen Leser durch die Geschichte. Und jetzt Der zweite Teil von Emmi & Einschwein hat keinen rosa Einband. Es gibt ihn auch als Hörbuch. Foto: Oetinger Verlag das! Wenn die Einhörner out sind, wer liest dann Annas Bücher? Die Autorin bleibt gelassen, denn ihr Einhorn ist gar kein richtiges Einhorn. Ihr Einhorn ist rosa und dick, pupst viel und ist mehr so ein Moppel mit Horn. Was die Autorin vor dem Aus gerettet hat, ist für die Hauptfigur ein Problem. Sie ist geschockt, als sie an ihrem Fabeltag, ihrem zehnten Geburtstag, ein Einschwein bekommt, denn sie wollte unbedingt ein Einhorn haben. Aber Fabeltiere kann man sich eben nicht aussuchen. Es hilft auch nichts, das Moppel zu verkleiden, damit es bei den zickigen Mitschülerinnen besser ankommt. Auch das stimmt: Gegen EinhornMobbing helfen keine Tricks – Mut und Freundschaft aber schon. Am Ende muss Emmi lernen, die Wahrheit zu akzeptieren und zu ihrem neuen Freund zu stehen. „Emmi & Einschwein: Einhorn kann jeder!“ ist der erste Teil einer Reihe und ein gut geschriebenes Kinderbuch, dessen 200 Seiten sich 1-fix-3 weglesen. Ich habe es meinem Sohn vorgelesen. Unter Protest haben wir begonnen – ein rosa Buch, auf dem das Wort Einhorn steht, ist für Jungs schon eine kleine Mutprobe – voller Begeisterung und mit Vorfreude auf den zweiten Band haben wir die letzte Seite umgeblättert. Der nächste Teil, der nur ein halbes Jahr nach dem ersten am 20. August erschienen ist, hat zum Glück keinen rosa Einband. Nun gibt es schon das nächste Abenteuer von Emmi und Einschwein und das wird wieder witzig und überhaupt allerbeste Unterhaltung (auch für mich). Und wenn erst der dritte und letzte Teil fertig ist, der in einem halben Jahr erscheinen soll… Anna Böhm: „Emmi & Einschwein: Einhorn kann jeder!“ (Teil 1) und „Emmi & Einschwein: Im Herzen ein Held“, (Teil 2), Verlag Friedrich Oetinger 2018 19 Zum Schluss Blick aufs Brunnenviertel. Im Vordergrund ist die Kirche in der Ruppiner Straße. Foto: Andrei Schnell Geschichtscafé und Führung Heinrich Suhr ist einer der Stadtplaner, die in den 1960er Jahren das „Sanierungsgebiet Brunnenstraße“ genannte Brunnenviertel planten. In der Geschichtswerkstatt „Anno erzählt“ spricht er am 16. September im Olof-Palme-Zentrum über seine damaligen Hoffnungen, die er mit der Flächensanierung verband. Als Auftakt führt der Stadtforscher Christian Kloss durch den Kiez. Treffpunkt ist um 11 Uhr vor dem Stadtteilladen Swinemünder Straße 64. Videowettbewerb: Wohnen im Wedding Das Onlinemagazin Weddingweiser veranstaltet in diesem Jahr wieder einen Videowettbewerb. Bewohner des Wedding und aus Gesundbrunnen sind aufgerufen, mit einer Videokamera oder mit dem Handy 90-Sekunden-Videos zu drehen. Den Gewinnern winken Gutscheine und Produkte von Händlern und Produzenten aus dem Wedding. Außerdem werden die besten Filme bei der Preisverleihung im City Kino Wedding in der Müllerstraße gezeigt. Vor zwei Jahren hatte der Weddingweiser erstmals zu einem Videowettbewerb eingeladen. Nun geht es in die zweite Runde. Dieses Mal lautet das Thema „Wohnen im Wedding“. Wichtig ist, dass es im Film einen deutlichen Bezug zum Wedding gibt. 20 Der offizielle Aufruf mit Einreichfrist, Termin der Filmpräsentation und Preisverleihung im City Kino Wedding ist in Kürze online zu finden unter www.weddingweiser.de. Neben Teilnehmern sind auch Sponsoren für den Videowettbewerb herzlich willkommen. Gewerbetreibende, die einen oder mehrere Gutscheine oder Produkte aus dem Wedding stiften möchten, sind aufgerufen, sich zu melden. Der Videowettbewerb des Weddingweiser wird in diesem Jahr aus der Stadtteilkasse der Stadtteilkoordination Parkviertel finanziell unterstützt. Wer Fragen zum Videowettbewerb hat, kann sich per E-Mail unter video@ weddingweiser.de melden. Ansprechpartnerin ist Sulamith Sallmann.
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.