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Periodical volume

Full text: Verbundbericht Issue 2007

Verbundbericht
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Verbundbericht 2007

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, dass wir Ihnen hiermit den dritten Verbundbericht des Verkehrsverbundes
Berlin-Brandenburg (VBB) vorstellen können. Er bilanziert die Entwicklung des Jahres 2006,
informiert über die Aufgaben des VBB, stellt aktuelle Projekte vor und skizziert Pläne für
die Zukunft.
Mit Stolz blicken der VBB und seine Partner auf das Jahr der Großereignisse zurück: Zum einen wurde 2006 mit der Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels ein neues Verkehrskonzept für Berlin
und Brandenburg umgesetzt. Die Investitionen in die Infrastruktur haben sich schon nach
kurzer Zeit als goldrichtig erwiesen, denn die kürzeren Fahrzeiten haben erhebliche Fahrgastzuwächse auf allen Regionalverkehrslinien zur Folge. Zum anderen hat der Öffentliche
Personennahverkehr (ÖPNV) in Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr seine hohe
Leistungsfähigkeit während der Fußball-Weltmeisterschaft bewiesen. Die Fußball-WM war
übrigens auch der Startschuss für das Pilotprojekt VBB-Servicekräfte. Während dieser Zeit
wurden Fahrgäste aus aller Welt von speziell geschultem Personal informiert, wie sie bequem
mit Bus und Bahn und mit welchem Fahrschein das gewünschte Ziel erreichen. Die Erfolge
im vergangenen Jahr wurden aber auch überschattet durch die Kürzung der Regionalisierungsmittel. 80 Millionen Euro jährlich stellt der Bund den Ländern Berlin und Brandenburg
in den nächsten Jahren im Schnitt weniger zur Verfügung.
Auch für die Zukunft hat sich der VBB viel vorgenommen. Vom Aufsichtsrat hat der VBB
den Auftrag erhalten, den VBB-Tarif auf den Prüfstand zu stellen und die strukturellen und
demografischen Entwicklungen dabei zu berücksichtigen. Ständig verfolgt der VBB das Ziel,
mehr Fahrgäste zu gewinnen und den modal split zu verbessern. Der VBB wird die Öffentlichkeit zukünftig noch stärker ansprechen und informieren, um die Bevölkerung für den
umweltfreundlichen ÖPNV zu gewinnen.
Ich wünsche Ihnen eine gute Fahrt!
Ihr
Hans-Werner Franz
Geschäftsführer VBB

2

Kommunikation

Fakten

Inhaltsverzeichnis

VBB-Aufsichtsratspräsidium (von rechts nach links):
Minister Reinhold Dellmann (Vorsitzender),
Staatssekretärin Maria Krautzberger (1. stellv. Vorsitzende),
Landrat Peer Giesecke (2. stellv. Vorsitzender)

Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg

Qualität

Information

Als einer der größten Verkehrsverbünde Europas sorgt der VBB für Bewegung in Berlin
und Brandenburg. Die Umsetzung neuer
Verkehrskonzepte im Jahr 2006 war ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des
öffentlichen Nahverkehrs in der Region.

Der VBB arbeitet kontinuierlich daran, die
Qualität der Verkehrsangebote zu verbessern. Die Orientierung an festgeschriebenen
Qualitätsleitlinien sowie das gezielte Einholen von Kundenmeinungen helfen dabei,
die Zufriedenheit der Kunden auf Dauer zu
gewährleisten.

Neue mobile Medien sowie neue computergestützte Datensysteme ermöglichen es,
den Fahrgast noch aktueller und zielgruppenspezifischer über das vorhandene
Verkehrsangebot zu informieren. Der VBB
beteiligt sich an deren Entwicklung und
begleitet die Umsetzung.

Seiten 4–5

Seiten 10–13

Seiten 20–21

Dienstleister

Angebot

Kommunikation

Gemeinsam mit seinen Gesellschaftern und
den 42 Verkehrsunternehmen entwickelt der
VBB zeitgemäße Verkehrskonzepte für die
mobile Gesellschaft. Das Ziel ist ein gut
aufeinander abgestimmtes und länderübergreifendes Nahverkehrsangebot.

Die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006
war eine logistische Herausforderung für
den ÖPNV. Durch die Inbetriebnahme des
Nord-Süd-Tunnels und neuer Bahnhöfe sowie den Vollringbetrieb bei der S-Bahn ist die
Zahl der Fahrgäste im VBB erneut gestiegen.

Eine offene Kommunikation mit den Fahrgästen ist wichtig, um optimal auf ihre
Wünsche eingehen zu können. Die Kunden
treten zunehmend mit dem VBB in Kontakt –
entweder per E-Mail oder per Telefon. Auch
die Website des VBB verzeichnet stetig
höhere Zugriffszahlen.

Seiten 6–7

Seiten 14–17

Vertragsmanagement

Tarif

Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr ermöglicht einen effizienten und sparsamen Einsatz der zur Verfügung stehenden
finanziellen Mittel. In Verkehrsverträgen
festgeschriebene Leistungs- und Qualitätsparameter werden vom VBB kontrolliert und
abgerechnet.

Innovative Ticketing-Systeme werden den
Fahrkartenerwerb in Zukunft noch einfacher
machen. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit des VBB mit seinen Partnern
ist die Umsetzung zielgruppenorientierter
Tarifangebote und die engere Verzahnung
von Fern- und Regionalverkehr.

Seiten 8–9

Seiten 18–19

Seiten 22–25

Zahlen und Fakten
Seiten 26–30

Glossar

Seite 31

3

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Mobilitätsgarant für Berlin-Brandenburg
Der VBB gehört mit einem Bediengebiet von 30 000 km2 zu den größten
Verkehrsverbünden in Europa. Rund 6 Millionen Einwohner in der Region
nutzen das vielfältige Angebot – als Berufstätige, Schüler, Studierende,
Touristen oder als Pendler. Gemeinsam mit seinen zahlreichen Kooperationspartnern stellt sich der VBB dieser ebenso komplexen wie reizvollen
Herausforderung und sorgt mit großem Engagement, zukunftsweisenden
Verkehrskonzepten und kundenorientierten Angeboten für ein Höchstmaß
an Mobilität in der Hauptstadtregion. Dies wirkt sich zudem positiv auf
die Umweltbilanz in Berlin und Brandenburg aus.

The VBB is with 30.000 km 2 and
6 million potential customers one of the
largest public transport systems in Europe.
The VBB meets challenging tasks by
cooperating with numerous partners. Thus
ensuring a maximum of mobility due to
great commitment, trend setting traffic
concepts and customer orientated offers.
And having a positive effect on the
environment.

Ein neues nachhaltiges
Verkehrskonzept
Mit der Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels
konnte 2006 ein attraktives Verkehrskonzept für die Region eingeführt und ein Meilenstein in der Berliner Verkehrsgeschichte
gesetzt werden, der internationale Anerkennung findet.

Das Gebiet des VBB
mit neuen Strecken und
Fahrgastentwicklung

+800
+30%
+1000
+40%

Löwenberg
(Mark)

+900
+20%

+250
+10%

Nauen

+1500
+30%
+1000
+10%

Spandau

+1200
+10%

Blankenfelde

Ludwigsfelde

+450
+10%

+500
+10%

WünsdorfWaldstadt

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer

Jüterbog

+100
+5%

Elsterwerda
Hauptbahnhof

Auszüge aus dem Verkehrsnetz des VBB in 2006

Neue Strecken seit 28.05.2006
Fahrgastzuwachs seit 28.05.2006

4

Der neue zentrale Verkehrsknotenpunkt
bündelt zahlreiche Vorteile für seine Nutzer:
Er ist für Reisende von und nach Berlin von
allen Himmelsrichtungen aus leicht und
schnell erreichbar, reduziert deutlich das
bis dato starke Verkehrsaufkommen auf der
Berliner Stadtbahn und verkürzt die Reisezeit von Berlin ins Umland und umgekehrt.
Die damit einhergehende Verbesserung des Nahverkehrsangebotes dient dem
Ziel, den ÖPNV in der Region Berlin-Brandenburg weiter zu stärken und die Fahrgastquote in Bussen und Bahnen zu steigern.
Nicht zuletzt verfolgt der VBB damit eine
wichtige umweltpolitische Aufgabe – nämlich zur Verringerung von Umwelt- und
Gesundheitsbelastungen im Straßenverkehr
beizutragen.

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,
Berlin
2006 war ein herausragendes Jahr für den
ÖPNV in der Region. Mit der Eröffnung
des Nord-Süd-Tunnels sind Berlin und Brandenburg noch enger zusammengerückt.
Die Fahrgäste haben diese Investition mit
einer sprunghaft angestiegenen Nachfrage
belohnt. Der VBB trägt mit seiner Koordinierung der Akteure im Verbundraum dazu
bei, dass sich diese positive Nachfrageentwicklung durch eine engere Abstimmung
der Angebote im Berlin-Brandenburg-Verkehr weiter verstetigt.

Weniger ÖPNV-Mittel
Im Jahr 2006 wurden die Länder Berlin und
Brandenburg mit massiven Kürzungen in der
Finanzierung des ÖPNV konfrontiert. Mit der
Verabschiedung des Haushaltsbegleitgesetzes 2006 durch Bundestag und Bundesrat
wurden insbesondere die Mittel, die den
Ländern über das Regionalisierungsgesetz
für die Jahre bis 2010 zur Finanzierung des
Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) zugewiesen werden, um 2,3 Milliarden Euro
gekürzt. Bereits ab 2007 stehen Berlin und
Brandenburg 60 Millionen Euro weniger zur
Verfügung. Im Ergebnis musste im Land
Brandenburg die Bedienung einiger Strecken
abbestellt sowie das Angebot eingeschränkt
werden. Das Land Berlin hat sich im Haushalt 2006/2007 für eine Kompensation der
Kürzungen über die zusätzlichen Einnahmen
aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer entschieden. Der VBB hatte sich gemeinsam mit
anderen Organisationen massiv gegen die
Kürzungen ausgesprochen.

Anpassungen im SPNV im Ergebnis der Kürzungen der Regionalisierungsmittel

Abbestellung
PE 70

PE 74:
Taktreduzierung

Abbestellung
PE 53
PE 73: Reduzierung
auf 2-h-Takt

Joachimsthal

Löwenberg
(Mark)

Kyritz

Herzberg (Mark)
Abbestellung RE6
im Abschnitt
Velten
RB55: Reduzierung
auf 30-min-Takt

Birkenwerder

Basdorf

S8 Linienkürzung u. einzl.
Taktreduzierungen
in Schwachlastzeiten

Schöneweide

OE36: nachfrageorientierte
und saisonabhängige
Reduzierungen

Minister Reinhold Dellmann

Falkenberg
(Elster)
Bad
Liebenwerda

Ministerium für Infrastruktur und
Raumordnung, Brandenburg
Durch kürzere Wege ist der ÖPNV für die
Fahrgäste in Brandenburg und Berlin
schneller und attraktiver geworden. Diese
Qualität des Angebotes wollen wir in
Zukunft trotz knapper werdender finanzieller Mittel beibehalten. Der VBB hilft
uns dabei, dies erfolgreich umzusetzen.

Abbestellung
OE 63

RB54:
Teilreduzierung*

Elsterwerda
Biehla

Betroffene Abschnitte
mit Angebotseinschränkungen

Ruhland

Taktreduzierung
am Wochenende

Entfall der SPNV-Bedienung
Taktreduzierung
* Reduzierung auf Ausflugsverkehr
nach Rheinsberg

5

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Mit starken Partnern mehr bewegen
Planung, Management und Information rund um den Öffentlichen Personennahverkehr – das sind die Aufgaben der VBB GmbH. In Kooperation
mit 42 öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen leistet der VBB
einen wichtigen Beitrag zur Mobilität der Bevölkerung in Berlin und Brandenburg. Er bietet den Bewohnern und Besuchern der Hauptstadtregion
ein modernes Nahverkehrsangebot mit abgestimmten Fahrplänen, vielfältigen Verkehrsanbindungen, einer umfassenden Fahrgastinformation
und einem Tarif. Auch den Aufgabenträgern des ÖPNV ist der VBB ein
starker Partner.

Planning, managing, informing – the
challenges of the VBB GmbH, which contributes significantly to the mobility of the
population in Berlin and Brandenburg by
working together with 42 public and private
transport companies. The VBB, partner of
the regional public transport, offers coordinated timetables, versatile connections,
extensive information and a common tarif.

Aufgabenstruktur

Management & Koordination
Qualitätsmanagement, Nahverkehrs- und
Vertragsmanagement, Tarifmanagement,
übergreifende Angebotsplanung,
Fahrgastinformation und Marketing

SPNV
Besteller

Ersteller

Länder Berlin
und Brandenburg

üÖPNV
Besteller

Ersteller

Land Brandenburg
(für landesbedeutsame Linien)
Land Berlin

üÖPNV
Landkreise und
kreisfreie Städte
in Brandenburg

6

Qualitätsmanagement

Tarifmanagement und
Vertriebsmanagement

· Definition und Weiterentwicklung von
Qualitätsstandards im Verbundgebiet
· Qualitätsmessung (Kundenzufriedenheitsmessungen, Messung objektiver Kriterien)
· Einsatz von QualitätsScouts
· Steuerung der Qualität

· Weiterentwicklung des VBB-Tarifs in Kooperation mit den Verkehrsunternehmen und
Aufgabenträgern
· Weiterentwicklung des Vertriebs im VBB:
neue Vertriebswege und Innovationen

Übergreifende Angebotsplanung und
Konzeption

Vertragsmanagement

Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg

Besteller

VBB-Geschäftsfelder im Einzelnen

Ersteller

· Vorbereitung und Durchführung von
Vergabeverfahren im SPNV und üÖPNV
· Fahrplanjährliche Bestellung von
Verkehrsleistungen
· Vertragscontrolling
Nahverkehrsmanagement
· Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
· Erstellung von Angebotskonzeptionen und
Machbarkeitsuntersuchungen
· Gesamtkoordination und Abstimmung des
Angebots in Berlin und Brandenburg

· Verknüpfung des Bus- und Bahnangebots
und Gestaltung der Anschlusssicherung
(Berlin-Brandenburg-Takt)
· Zugangsstellen- und Haltestellenmanagement
· Entwicklung und Begleitung alternativer
Angebotsformen
· Koordinierung und Neugestaltung der
Stadt-Umland-Verkehre

Marketing und Fahrgastinformation
· Koordination von Marketingmaßnahmen
für alle Verbundpartner
· Bedarfsanalysen mit dem Ziel, geeignete
Marketingmaßnahmen zur Steigerung der
Nachfrage im ÖPNV umzusetzen
· Bereitstellung und Weiterentwicklung
einer kundenorientierten Fahrgastinformation (gedruckt sowie über elektronische
Medien)
· Intensivierung der Kundeninformation
durch Ausbau der Zusammenarbeit mit
Partnern, u. a. bei Medien, Handel und
Tourismus
Einnahmenaufteilung
· Management der Einnahmenaufteilung für
die Partner der VBB GmbH
· Konzeption und Durchführung der verbundweiten Verkehrserhebungen
· Unterstützung des Landes Brandenburg
beim Management des Brandenburgischen
ÖPNV-Gesetzes

Positive Resonanz bei den
Regionalkonferenzen

Aufgabe zum Berliner
Nahverkehrsplan beendet

Zwischen Januar und März 2006 fanden in
den fünf Planungsregionen des Landes
Brandenburg sowie in Berlin Regionalkonferenzen für das Fahrplanjahr 2007 statt.
Themenschwerpunkte der Konferenzen
waren die Inbetriebnahme des Nord-SüdTunnels und die Eröffnung des neuen
Berliner Hauptbahnhofs.
Eine Reihe von Sonderregionalkonferenzen im Land Brandenburg wurde im
September 2006 notwendig. Schwerpunktthema war die Auswirkung der Kürzung der
Regionalisierungsmittel in den unterschiedlich stark betroffenen Regionen. Die Sparvorgaben des zuständigen Brandenburgischen Infrastrukturministeriums und die
Einrichtung von Busersatzverkehren für abbestellte SPNV-Leistungen wurden vom VBB
in die Planungen einbezogen und gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort
umgesetzt.

Der VBB hat für den Nahverkehrsplan des
Landes Berlin den Aufgabenteil zum „Barrierefreien ÖPNV“ erstellt und im ersten
Quartal beendet. Die Eckpunkte des Nahverkehrsplanes wurden beschlossen, eine
Beschlussfassung des gesamten Planwerks
durch den Senat steht jedoch noch aus.

Staatssekretärin Maria Krautzberger
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,
Berlin

Reges Publikumsinteresse
bei den Regionalkonferenzen

Die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs in der Hauptstadtregion beruht auf
dem reibungslosen Zusammenspiel vieler
Partner. Der VBB unterstützt die Aufgabenträger in der Abstimmung untereinander
und in der Ausrichtung des Angebots auf
die Bedürfnisse der Fahrgäste. Dazu leisten
u. a. die VBB-QualitätsScouts oder das VBBFahrgastforum einen wichtigen Beitrag.
7

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Leistungsfähigkeit, die keine Grenzen kennt
Durch Wettbewerb im Öffentlichen Personennahverkehr können die Mittel,
die von den Aufgabenträgern für die Verkehrsleistung bereitgestellt
werden, effizient und sparsam eingesetzt werden. Gleichzeitig sichert
Wettbewerb auch ein hohes Maß an Angebotsqualität, da entsprechende
Anreize für die Verkehrsunternehmen in Verkehrsverträgen verankert
werden. Um einen funktionierenden Markt sicherzustellen, müssen alle
Verkehrsunternehmen eine realistische Chance erhalten, sich um die Beauftragung und Erbringung der ausgeschriebenen Leistungen zu bewerben.

Resources can be applied efficiently and
economically by competition, which ensures
great quality in the offer due to agreed
incentives for traffic companies. All traffic
companies must have a realistic chance
to apply for assigning and placing the
announced performances in order to ensure
a functioning market.

Staatssekretärin Dorette König
Ministerium für Infrastruktur und
Raumordnung des Landes Brandenburg
Positiv am Wettbewerb ist, dass der
Leistungsumfang und die Qualität der
Leistung in den Verkehrsverträgen konkret festgelegt werden. Durch ein konsequentes Vertragsmanagement sorgt der
VBB für einen effizienten Einsatz der
finanziellen Mittel.
8

Vergabe von Vertragsleistungen
Das Vergabebüro der VBB GmbH führt die
Ausschreibung und Vergabe von Leistungen
im Schienenpersonen- und Busverkehr im
Auftrag der Länder durch. Bisher konnten
Verträge mit der Ostdeutschen Eisenbahn
GmbH (ODEG), der Niederbarnimer Eisenbahn-Betriebsgesellschaft (NEB), der Lausitzbahn (LB) und der Betreibergesellschaft
Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF)/
Havelbus Verkehrsgesellschaft (HVG) abgeschlossen werden. Die ODEG erbringt jetzt
auf vier Regionalbahnlinien östlich von Berlin
ca. 10 Prozent des SPNV in der Region BerlinBrandenburg. Die NEB verbindet BerlinKarow mit Groß Schönebeck/Schmachtenhagen sowie auf der Ostbahn Berlin-Lichtenberg mit Kostrzyn. Ein Konsortium aus HVG
und VTF betreibt im Land Brandenburg die
erste europaweit ausgeschriebene landesbedeutsame Buslinie 618 von Potsdam nach
Wünsdorf-Waldstadt.

Bahnbetrieb nach Kostrzyn
aufgenommen
Durch eine im Wettbewerb vergebene
Leistung konnte zum Fahrplanwechsel im
Dezember 2006 die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) den Betrieb auf der Ostbahn
von Berlin-Lichtenberg in das polnische
Kostrzyn aufnehmen. Diese Strecke wurde
bislang von der DB Regio AG betrieben.
Wenige Tage vor Betriebsaufnahme wurde
für das knapp 3 Kilometer lange polnische
Teilstück die erforderliche Betriebsgenehmigung seitens der polnischen Eisenbahnaufsichtsbehörde UTK – zunächst befristet – ausgestellt. Bereits in den ersten Betriebstagen
überstieg die Nachfrage die Erwartungen,
so dass die NEB zusätzliche Fahrzeuge
bereitstellte.

Neue Streckenausschreibung
Ende Dezember 2006 wurde durch den
VBB die Ausschreibung für die Linien RE10
(Cottbus – Leipzig) und RB43 (Cottbus –
Falkenberg/Elster) mit ca. 1,3 Mio. Zugkilometern europaweit veröffentlicht. Die Betriebsaufnahme ist zum Fahrplanwechsel im
Dezember 2009 vorgesehen. Weiterhin ist
der VBB bei der Vergabe des Netzes Citytunnel Leipzig beteiligt, das federführend vom
Zweckverband für den Nahverkehrsraum
Leipzig (ZVNL) durchgeführt wird. Im Vergabeverfahren für das Spree-Neiße-Netz
(Cottbus – Zittau, Cottbus – Forst) ist zwischenzeitlich der Zuschlag an die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) erteilt worden.

Kontrolle der Verkehrsverträge
Schwerpunkte der Controllingtätigkeit, die
der VBB im Auftrag der Länder Berlin und
Brandenburg durchführt, sind die Überprüfung der Leistungsnachweise der Verkehrsunternehmen und der Qualität der Dienstleistung. Außerdem übernimmt der VBB
die finanzielle Abrechnung der erbrachten
Leistungen sowie die Fortschreibung der
Vertragsparameter, die sich aus Vertragsänderungen und -anpassungen ergeben.
Vor allem die Nachweise der Qualität der
erbrachten Leistungen konnte kontinuierlich
verbessert werden. Die VBB GmbH leistet
das Vertragscontrolling für acht Verkehrsverträge des SPNV und eine landesbedeutsame Buslinie.

Eisenbahnverkehrsunternehmen im VBB
Stand: Dezember 2006

Joachimsthal

Löwenberg
(Mark)

Kyritz

Herzberg (Mark)

Velten

Birkenwerder

Basdorf
Werneuchen

Schöneweide

Falkenberg
(Elster)
Bad
Liebenwerda
Elsterwerda
Biehla

Ruhland

*
*nicht darge-

9

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Wissen, worauf die Kunden „abfahren“
Die Sicherung und Verbesserung der Qualität des Angebots, des Services
sowie der Dienstleistung nehmen beim VBB einen hohen Stellenwert ein.
Der Verbund arbeitet konsequent daran, die Qualität der Verkehrsangebote weiter zu steigern, um auch zukünftig positive Effekte für die Region
Berlin-Brandenburg zu erzielen. Um dies zu erreichen, orientiert sich der
VBB an festgeschriebenen Qualitätsstandards. Er führt regelmäßig gezielte
Kundenbefragungen durch, um eventuelle Schwachstellen auszuloten und
Optimierungen im Bus- und Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg vornehmen zu können.

Quality management belongs to VBB’s
values. The VBB is working continuously on
increasing the quality of traffic offers in
order to positively influence Berlin-Brandenburg. Achieving these goals means observing
quality standards and conducting customer
surveys on a regular basis for spotting
possible weaknesses and optimising the bus
and train traffic system.

10

Qualitätsstandards turnusmäßig
fortgeschrieben
Der VBB will das jeden Tag in ihn gesetzte
Vertrauen der Fahrgäste festigen. Um dies
zu erreichen, orientiert er sich an den
„Qualitätsstandards im Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg“. Dieser Leitfaden bildet
die Arbeitsgrundlage für die Qualität im
Öffentlichen Personennahverkehr. Er steht
Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen
im VBB bei der inhaltlichen Ausgestaltung
von Verkehrsverträgen und bei der Erstellung von Nahverkehrsplänen zur Verfügung.
Im Jahr 2006 wurden die Qualitätsstandards
fortgeschrieben. Ergebnisse und Erkenntnisse aus der praktischen Anwendung in den
Vorjahren sind dabei eingeflossen.

Mehr Qualität bei der S-Bahn
Bei der S-Bahn Berlin GmbH wurden gesonderte Fahrgastbefragungen durchgeführt.
Der Abwärtstrend der Jahre 2004 und 2005
konnte aufgehalten werden. Die Qualität von
Fahrzeugen, Bahnhöfen und Service blieb
stabil und verbesserte sich sogar. Als kritisch
wird nach wie vor der Vandalismus eingeschätzt, wie zum Beispiel die zahlreichen
Graffiti-Schmierereien. Gemeinsam mit dem
Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen
werden Maßnahmen zur Beseitigung der
Defizite erarbeitet, um ein hohes Qualitätsniveau zu sichern.

2006
2005
1,7 1,7
1,9

2,0 2,0

1,8

1,8 1,8

1,7 1,7

1,8

1,7

1,7

1,8

2,0

Ve
r

tri

on
Pe
rs

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u

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2,3 2,3

be
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kt

1,8

2,2

t

2,3

Pü
n

*basiert auf Schulnotenskala 1 – 6; Quelle: VBB

b) Qualität der Bahnhöfe Regionalverkehr 2006*
2006
2005

2,5

fu
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In
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fo
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ke
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2,1 2,1

2,2 2,2

Ve
r

2,3

2,0

eb

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2,1

2,2

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2,2 2,2

Ve
r

2,3

2,1

2,2

be
r

Auch im Jahr 2006 fanden zwei Befragungen zur Kundenzufriedenheit im Eisenbahnregionalverkehr statt. Ergebnis: Die Fahrgäste
bewerten den SPNV nach wie vor gut,
gegenüber 2005 ist jedoch eine leichte
Verschlechterung zu verzeichnen. Dies gilt
insbesondere für die Pünktlichkeit, die Fahrgastinformation im Störungsfall sowie die
Sauberkeit von Bahnhöfen und Zügen.
So lag das Pünktlichkeitsniveau im
Jahr 2006 mit durchschnittlich 90,48 Prozent
unter dem des Vorjahres mit 91,58 Prozent.
Zum Thema Fahrgastinformation untersuchte der VBB die Situation auf den Bahnhöfen mit dem Ergebnis, dass an ca. 60 Prozent
der Bahnhöfe Handlungsbedarf besteht.
Der VBB und seine Partnerunternehmen
haben die Ursachen analysiert und zielgerichtet Mängel beseitigt.

a) Qualität in den Zügen Regionalverkehr 2006*

Sa
u

Kundenzufriedenheit
unverändert gut

11

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

QualitätsScouts – Kundschafter im Nahverkehr
Das Gebiet des VBB erstreckt sich über die Bundesländer Berlin und Brandenburg. Im VBB wurden 2006 mit Bus und Bahn 382,85 Mio. Kilometer
zurückgelegt. Dies entspricht etwa dem 9 554-fachen Erdumfang, gemessen am Äquator. Bei diesen Dimensionen ist eine hohe und gleich bleibende
Qualität wichtig. Deshalb führt der VBB umfangreiche Qualitätsprüfungen
und Kundenbefragungen durch. Zusätzlich geben QualitätsScouts Hinweise, wo der Nahverkehr noch besser abgestimmt werden kann. Hierfür
wurden sie im Jahr 2006 mit einem Preis ausgezeichnet.

VBB's activities extend over the federal
states Berlin and Brandenburg. In 2006,
382.85 million kilometres were travelled by
bus/train within the VBB. High-standard
quality is important regarding these
dimensions. Hence, the VBB conducts quality
checks and customer surveys and utilizes
quality scouts. For this effort a price was
awarded in 2006.

Die QualitätsScouts –
ausgezeichnete Helfer
Bereits im Frühjahr 2005 startete das Projekt
„QualitätsScouts“, an dem sich mittlerweile
rund 350 Bürgerinnen und Bürger in Berlin
und Brandenburg beteiligen. Die Aufgabe

Verteilung der QualitätsScout-Beobachtungen nach Qualitätsaspekt (2006)

Fahrplan und Anschlüsse
Bahnhöfe und Haltestellen
Fahr- und Servicepersonal
Fahrgastinformationen
Fahrzeuge/Verkehrsmittel
Service- und Verkaufsstellen,
Fahrkartenautomaten
Sonstiges

Verteilung der VBB-QualitätsScouts
nach Bundesland

49,2 %

12

3%

Verteilung der QualitätsScoutBeobachtungen nach Verkehrsträger

nach Geschlecht
männlich
weiblich

Berlin
Brandenburg
50,8 %

32 %
24 %
12 %
12 %
13 %
4%

der ehrenamtlich tätigen QualitätsScouts ist
es, innerhalb des VBB die Qualität des ÖPNV
auf ihren privaten und beruflichen Fahrten
zu beobachten.
Die Beobachtungen geben sie an den
VBB weiter, der diese gemeinsam mit den
Verkehrsunternehmen auswertet und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung verabredet.
Das Projekt hat auch über die Grenzen
des Verbundgebietes hinaus Aufmerksamkeit erregt. So wurden die freiwilligen
ÖPNV-Helfer am 28. November 2006 im
Berliner Abgeordnetenhaus mit dem SPNVPreis der Bundesarbeitsgemeinschaft der
Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr ausgezeichnet.

26,2 %
73,8 %

SPNV
üÖPNV
28 %
72 %

Durch Hinweise Verbesserungen
im Angebot
Die Hinweise der QualitätsScouts auf Ungereimtheiten im Nahverkehrsangebot werden
dem VBB über eine speziell eingerichtete
Datenbank im Internet oder per Fax sowie
per Post mitgeteilt. Im Jahr 2006 wurden
rund 2 300 Meldungen aufgenommen und
analysiert. Schnell zu behebende Mängel
wurden von den Verkehrsunternehmen vor
Ort direkt beseitigt. Für Meldungen, die auf
Mängel im System hinweisen, wurden gemeinsam mit den jeweiligen Verkehrsunternehmen Lösungen gefunden. Zum Beispiel
konnten bei verspäteten Anschlusszügen an
einigen wichtigen Umsteigebahnhöfen in
Brandenburg – wie in Cottbus von der RB46
auf die RE2 und RE10 oder in Oranienburg
von der RB12 auf die RE5 – längere Wartezeiten der Anschlusszüge vereinbart werden.

Am Berliner Bahnhof Wannsee ist nach
regelmäßigen Hinweisen der QualitätsScouts
eine Langsamfahrstelle vorzeitig behoben
worden, so dass die Züge der RE1 und RE7
pünktlicher fahren konnten.

Fahrgastforum bringt sich weiterhin
aktiv ein
Das VBB-Fahrgastforum besteht aus 24 Mitgliedern. Ein Drittel davon sind in Verkehrs-,
Umwelt- und Verbraucherverbänden organisiert. Zwei Drittel sind interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Berlin und Brandenburg. Sie alle vertreten ehrenamtlich die
Interessen der Fahrgäste im VBB. Auch 2006
hat sich das Fahrgastforum regelmäßig
getroffen und brachte sich in die Arbeit
des VBB und in die Meinungsbildung der
VBB-Gremien ein. Empfehlungen zur Beibehaltung des Berliner Sozialtickets und zur
Errichtung einer Schlichtungsstelle Mobilität
wurden beschlossen. Das Fahrgastforum
forderte außerdem, die Regionalisierungsmittel, die für einen umweltfreundlichen
und sicheren ÖPNV eingesetzt werden,
nicht zu kürzen.

Michael Gehrmann
Bundesvorsitzender Verkehrsclub
Deutschland
Wer den ÖPNV nutzt, möchte zügig,
bequem und sicher zu jeder Tages- und
Nachtzeit von A nach B gelangen. Gute
Information, einfacher Ticketkauf, faire
Preise und barrierefreie Zugänge sollten
ebenso zu den Leistungen der Verkehrsunternehmen gehören wie kurze Reisezeiten durch hohe Taktfrequenzen und
reibungslose Anschlüsse.
13

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

WM-reifes Verkehrskonzept aufgestellt
Im Sommer 2006 bestimmte die Fußball-Weltmeisterschaft das gesellschaftliche Leben. Die vierwöchige Großveranstaltung war ein beachtlicher
Erfolg für Deutschland und die Hauptstadtregion, gleichzeitig eine nicht
zu unterschätzende logistische Herausforderung für den ÖPNV. Der VBB
hat durch kundenorientierte Serviceangebote und zielgruppengerechte
Dienstleistungen zum Gelingen dieses einzigartigen Ereignisses beigetragen. Mit der Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels konnte ein attraktives
Verkehrskonzept eingeführt und ein Meilenstein in der Berliner Verkehrsgeschichte gesetzt werden.

The Football World Cup was an
enormous success for the capital region,
however, a logistic challenge for the ÖPNV.
The VBB contributed with customer-oriented
services to the success. Implementing an
attractive traffic concept became effective
by opening the North-South Tunnel achieving
a milestone in Berlin’s traffic history.

WM-Verkehr hervorragend
gemeistert
Durch den Publikumsansturm bei den LiveSpielen, die Public-Viewing-Veranstaltungen,
die Fanmeile und weiterer Angebote in Berlin
stellte die Fußball-WM eine große Herausforderung für den Öffentlichen Personennahverkehr dar. Die Verkehrsunternehmen reagierten
darauf mit einem erweiterten Angebot. Die
S-Bahn Berlin GmbH richtete zum Beispiel
für die Dauer der gesamten WM einen durchgehenden 24-Stunden-Verkehr ein. Zusätzliche Züge des Regionalverkehrs ergänzten
das Angebot. Allein die S-Bahn beförderte
im WM-Zeitraum 7,9 Millionen Fahrgäste
zusätzlich.

Angebote für Fans und Fahrgäste
Der zweisprachige „FanGuide Berlin“ bot
Fußballfans und Berlinbesuchern neben
Tipps und Terminen rund um die WM eine
Liniennetzkarte sowie alle wichtigen Informationen, um während der WM mit Bus
und Bahn bequem ans Ziel zu gelangen.
Als Partner für die Senatskanzlei und die
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Sport übernahm der VBB das Projektmanagement für die Produktion – tatkräftig
unterstützt von Berlin-Partner, der Berlin
Tourismus Marketing GmbH (BTM) und den
Verkehrsunternehmen. Die Broschüre wurde
mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren hergestellt und über die Flughäfen,
die Fanbotschaften, die Partner sowie die
VBB-Servicekräfte vertrieben.
Gemeinsam mit der Verkehrsmanagementzentrale des Landes Berlin (VMZ) verwirklichte der VBB die „Verkehrsnachrichtenagentur Berlin“, welche die Presse, Funk
und Fernsehen mit allen relevanten Informationen zu öffentlichem und Individualverkehr
versorgte. Die Informationsweitergabe
begann mit der Eröffnung des Hauptbahnhofs und des Nord-Süd-Tunnels. Während
der WM informierte die Verkehrsnachrichtenagentur rund um die Uhr.

Sonderzüge der S-Bahn brachten Fans aus aller Welt
zu den Spielen ins Berliner Olympiastadion.

14

Spezielle Version von DELFI
in Betrieb
Bereits im Herbst 2005 wurde eine spezielle
Version der durchgehenden elektronischen
Fahrplaninformation – DELFI – in Betrieb
genommen. Dieser unter der Federführung
des VBB entwickelte deutschlandweite
Service wurde im FIFA-Reisezentrum integriert und bis zum Ende der WM angeboten.

Ausblick und Perspektiven für 2007
Für das Jahr 2007 ist eine Wiederaufnahme
und Weiterentwicklung verschiedener Angebote geplant, so zum Beispiel der Einsatz
von Servicekräften. Einerseits können so bei
Personen, die den ÖPNV aufgrund verschiedener Vorbehalte noch nicht nutzen, Hemmschwellen gesenkt werden. Andererseits
tragen die Servicekräfte zur Verbesserung
des Sicherheitsgefühls der Kunden bei und
stärken damit letztlich das Image des ÖPNV.

Verbessertes Angebot und
Fahrgastzuwachs
Mit der Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels und
des Hauptbahnhofs am 28. Mai 2006 ergaben
sich einschneidende Änderungen für die Eisenbahninfrastruktur in Berlin und Brandenburg.
Durch die Neuverteilung der Regionallinien
auf den Nord-Süd-Tunnel und die Stadtbahn
wurden vor allem in Nord-Süd-Richtung die
Fahrzeiten erheblich verkürzt. Die Belastung
der Stadtbahnstrecke konnte deutlich reduziert werden.
Mit der Einführung des Vollringkonzeptes
auf dem S-Bahnring wurde das Zugangebot
in der Hauptverkehrszeit verdichtet. Gleichmäßige Taktfolgen, schnellere Verbindungen
und damit eine Verbesserung der Erschließungs- und Verteilungsfunktion des Rings
wurden erreicht.
Neue Fern- und Regionalbahnhöfe und weitere Bahnstrecken wurden 2006 zur besseren
Erschließung der Stadt Berlin und des Umlands eröffnet. Für die Fahrgäste bedeutet
dies eine stärkere Vernetzung der ÖPNVVerkehrssysteme, eine bessere Erreichbarkeit der Bahnangebote und damit eine
größere Mobilität.

Das Ergebnis des erweiterten Angebotes
war ein deutlicher Fahrgastzuwachs. Seit
der Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels wurden
täglich 18 000 zusätzliche Fahrgäste beim
Regionalverkehr gewonnen (Steigerung um
11 Prozent). So konnten beispielsweise

auf der ausgebauten Strecke des PrignitzExpress’ täglich mehr als 2 100 zusätzliche
Fahrgäste gezählt werden. Aber auch auf
der Städtebahn zwischen Brandenburg und
Rathenow wurden 400 zusätzliche Fahrgäste
am Tag registriert.

Entwicklung der Ein- und Aussteiger an den Bahnhöfen im Regionalverkehr durch das
neue Verkehrskonzept
Berlin (Mo. – Fr.)

Brandenburg (Mo. – Fr.)

+14 000 (15 %) Veränderung
zum Vorjahr

93 000

107 000

2. Halbjahr
2005

2. Halbjahr
2006

+4 000 (6 %)

68 000

72 000

2. Halbjahr
2005

2. Halbjahr
2006

Veränderung
zum Vorjahr

Entwicklung der Nachfrage im Regionalnetz auf ausgebauten Strecken
Querschnittsbelastung (Mo. – Fr.)

Angermünde – Schwedt

800
900

Brandenburg – Rathenow

600
1 000

+100

früher
heute

+400

Prignitz-Express:
· Wittenberge – Perleberg

550
800

· Wittstock – Neuruppin

150
900

· Bärenklau – Velten

1 700
3 800

+250
+750
+2 100

15

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Durchstarten für die Fahrgäste
Wer in einer mobilen Gesellschaft wie der unseren lebt, will sich auf den
öffentlichen Nahverkehr jederzeit verlassen können. Der VBB setzt sich
dafür ein, die Berlin-Brandenburger Eisenbahninfrastruktur kontinuierlich
zu verbessern und den Reisenden ein Höchstmaß an Mobilität zu ermöglichen. Durch den Einsatz innovativer Informationssysteme kann das
ÖPNV-Angebot an den Halte- und Zugangsstellen auf die Bedürfnisse der
Fahrgäste zugeschnitten werden. Alternative Angebote wie der Bürgerbus
sorgen in ländlichen Gegenden für zusätzliche Bewegung. Grenzüberschreitende Projekte lassen Europa noch enger zusammenwachsen.

People living in a mobile society rely
on public transport. The VBB lobbies for
enhancing train infrastructure. Thus providing
a maximum of mobility. The regional public
transport offer can be tailored to the needs
of passengers. Alternative offers, such as the
“Bürgerbus”, provide more mobility in rural
areas. Border-crossing projects contribute to
a “closer“ Europe.

Der Bürgerbus sorgt für mehr Mobilität
in dünn besiedelten Gebieten.

16

Zweiter Bürgerbus startet in Belzig
Der erste Bürgerbus Ostdeutschlands in
Gransee sowie der 2006 veröffentlichte Leitfaden „Handbuch BürgerBus“ waren erfolgreich. Mit dem Kleinbus, der durch den
Bürgerbusverein Gransee und Umgebung
betrieben wird, sind im Jahr 2006 rund
35 Prozent mehr Fahrgäste gefahren. Die monatliche Auslastung stieg auf durchschnittlich
334 Fahrgäste. Das „Handbuch BürgerBus“
war die Grundlage für die Entscheidung engagierter Bürgerinnen und Bürger, im Landkreis Postdam-Mittelmark einen weiteren
Bürgerbusverein zu gründen. Am 7. September
hat in Belzig der zweite ehrenamtlich betriebene Bürgerbus seine regelmäßigen Linienfahrten aufgenommen. Weitere Anfragen
für diese Form der alternativen Bedienung
im ÖPNV liegen dem VBB vor.

INTERREG-Projekt „JoiTraM“
abgeschlossen
Mit dem Abschlussbericht sowie einer Projektbroschüre wurde das Projekt „Joint
Transport Management Berlin/Brandenburg
– Lubuskie“ – kurz JoiTraM – abgeschlossen.
Das Verkehrskonzept hat wichtige Grundlagen zur Verbesserung des grenzüberschreitenden SPNV sowie der Organisation des
ÖPNV in der polnischen Wojewodschaft
Lubuskie erbracht. Weitere Maßnahmen und
Entscheidungen liegen in den Händen der
polnischen Projektpartner.

Datenbanken für Bus und Bahn
fertiggestellt

Verkehrsanbindung für den BBI in
Vorbereitung

Zur Verbesserung der Qualität der Infrastruktur hat der VBB ein innovatives Haltestellenmanagementsystem (HMS) entwickelt und
freigeschaltet. Aufgabenträger des übrigen
ÖPNV im Land Brandenburg und das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) können
auf diese webbasierte Datenbank mit mehr
als 10 000 Haltestellen in Brandenburg zugreifen und erhalten einen umfassenden
Überblick über die Haltestelleninfrastruktur
und -ausstattung in der jeweiligen Region.
Analog dazu wurde gemeinsam mit
dem LBV das Zugangsstelleninformationssystem (ZIS) erweitert. Das System beinhaltet eine Datenbank für 374 Regional- und
S-Bahn-Zugangsstellen im Land Brandenburg.
Es bietet einen Überblick über den Zustand
der Bahnsteiganlagen mit deren Zugängen
sowie den Übergängen zum ÖPNV und zum
Individualverkehr. Die Datenbank dient unter
anderem als Grundlage zur Ermittlung des
Handlungsbedarfs an Bahnhofsvorplätzen,
zum Beispiel inwieweit Park+Ride- oder
Bike+Ride-Angebote (P+R, B+R) nötig sind
oder ob diese ausgebaut werden müssen.
Das System wird jährlich aktualisiert und
soll 2007 um die SPNV-Zugangsstellen des
Landes Berlin erweitert werden. Die Datenbank enthält neben Fotos auch Umgebungspläne mit Darstellung der Vorplätze und
Bahnsteige. Diese sollen demnächst auch
dem Fahrgast für eine bessere Orientierung
zur Verfügung stehen.

Der Hauptstadt-Airport Berlin-Brandenburg
International (BBI) wird im Jahr 2011 seinen
Betrieb aufnehmen. Der VBB untersucht
derzeit die Möglichkeiten einer Verkehrsanbindung durch den Schienenpersonennahverkehr an den Flughafen.
Die Anbindung mit Bussen und S-Bahn
ist bereits geklärt, über die Einrichtung
eines Shuttle-Services im Eisenbahnverkehr
muss noch entschieden werden. Ziel ist
die Entwicklung eines leistungsfähigen und
hochwertigen Schienenverkehrsangebotes
für den Zu- und Abbringerverkehr. Dabei
steht ein sparsamer Einsatz der vorhandenen
Mittel im Vordergrund.

Hanns-Peter Nerger
Geschäftsführer Berlin Tourismus
Marketing GmbH
Die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem VBB hat ihren bisherigen Höhepunkt in der Betreuung der vielen
nationalen und internationalen Gäste
während der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2006™ gefunden. Die aus allen
Teilen der Welt angereisten Fans lobten
einhellig den exzellenten Ausbau des
Nahverkehrssystems der Metropolregion
Berlin-Brandenburg.

17

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Ganz einfach und mit System zum Fahrschein
So vielfältig wie die Menschen, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an den Öffentlichen Personennahverkehr. Der VBB bietet seinen
Fahrgästen ein kundenfreundliches Ticketsortiment, das dem individuellen
Mobilitätsanspruch verschiedener Zielgruppen entspricht. Um den Ticketkauf für den Fahrgast noch einfacher und bequemer zu gestalten, engagiert sich der Verbund in der Forschung und Entwicklung moderner Vertriebskonzepte. Das Ziel hierbei ist, dass der Fahrgast zukünftig mit einem
durchgehenden Fahrschein den Fern- und Regionalverkehr nutzen kann.

Needs are as versatile as various people
are. The VBB offers a customer-friendly
ticket sortiment corresponding to individual
mobility expectations. The VBB researches
modern sales concepts for rendering ticket
purchase more easy. The goal is a closer
link between long-distance traffic and local
traffic.

Dr. Dietlind Tiemann
Oberbürgermeisterin der Stadt
Brandenburg an der Havel
Es gibt zahlreiche Brandenburgerinnen
und Brandenburger und viele andere
Nutzer des ÖPNV, die täglich auf dem
Arbeitsweg und oft auch in ihrer Freizeit
über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg
pendeln. Dabei werden sie oft von mehreren Verkehrsunternehmen befördert.
Gerade für sie ist es ein großer Vorteil,
dass sie für ihre Fahrt in der Region nur
einen Fahrschein mit einem einheitlichen
Tarif benötigen.

18

Tarif auf dem Prüfstand

Innovative Vertriebsformen

Der VBB-Tarif steuert im Jahr 2009 auf sein
10-jähriges Bestehen zu. Dies ist Anlass für
eine Bilanz. Seit Bestehen des Tarifs konnten die Fahrgastzahlen und die Einnahmen
erheblich gesteigert werden. Die Ziele der
damaligen Tarifierung müssen jedoch überarbeitet werden und an die aktuellen und
zukünftigen Entwicklungen angepasst werden. Gerade die demografische Entwicklung
muss stärker berücksichtigt werden.
Dieser Prozess erfolgt in einem engen
Dialog zwischen Fahrgästen, Politik und den
Verkehrsunternehmen. Erste Umsetzungsmaßnahmen werden im Jahr 2008 erwartet.

Im Jahr 2006 wurde die Thematik zum elektronischen Ticketing in den Beiräten und im
Aufsichtsrat weiter ausführlich diskutiert.
Die Beteiligten haben sich darauf geeinigt,
dass ein sogenanntes „e-Ticketing“nur
abgestimmt und verbundkonform erfolgreich realisiert werden kann und nicht von
den einzelnen Verbundunternehmen angeboten werden sollte.
Ticketkauf ganz bequem per Handy –
dieses innovative Projekt wurde in einer
gemeinsamen Arbeitsgruppe der VBB GmbH
und dem Beirat der Verkehrsunternehmen
vorangetrieben. Bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft war eine Einführung dieses
Systems geprüft worden. Aufgrund eines
höheren, nicht absehbaren Abstimmungsaufwandes und Vorbehalten einzelner Verkehrsunternehmen konnte dieser speziell für
Gelegenheitskunden des ÖPNV geplante
Service jedoch noch nicht realisiert werden.
2007 soll das Handy-Ticketing nun versuchsweise in den kreisfreien Städten des Landes
Brandenburg in Betrieb gehen.

Mehr Studierende mit
Semesterticket

Durchgehende Mobilitätskette
ermöglicht

Im Frühjahr 2006 konnten 7 000 neue Kunden
für das VBB-Semesterticket gewonnen werden. Die Studierenden der Brandenburgischen
Technischen Universität (BTU) Cottbus, der
Fachhochschule Eberswalde und der Hertie
School of Governance in Berlin haben sich
für die Annahme des Semesterticketvertrags mit dem VBB entschieden. Besonders
attraktiv wurde das Semesterticket für die
Cottbuser Studierenden, denn es gilt auch
für die Regionalexpresslinie RE18 Cottbus –
Dresden-Neustadt. Mit Gewinn dieser drei
neuen Verträge existierten Ende 2006
23 Semesterticketvereinbarungen für rund
160 000 Studierende im VBB-Gebiet.

Zusammen mit der Deutschen Bahn AG und
dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) setzte sich der VBB im Vorfeld
der Fußball-WM für eine durchgehende Mobilitätskette für die Fahrgäste, sprich: eine
engere Verzahnung von Fern- und Regionalverkehr, ein. So können seit 2006 Kunden der
Deutschen Bahn AG gleichzeitig mit dem Fahrschein für den Fernverkehr auch ein ÖPNVAnschlussticket für den Zielort erwerben.

19

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Auf der ganzen Linie informiert
Die Fußball-WM, die Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels und des Berliner
Hauptbahnhofes, die Kürzung der Regionalisierungsmittel sowie die
Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus – im Jahr 2006 gab es Vieles zu
berichten. Der VBB hat diese besonderen Ereignisse für sich genutzt,
um auf vielfältige Weise die Relevanz des ÖPNV als umweltfreundlicher
Mobilitätsgarant zu betonen und seine Leistungsfähigkeit in Berlin und
Brandenburg herauszustellen. Als kompetenter Gesprächspartner wurde
der VBB vielfach von den Medien eingeladen, um ÖPNV-Themen zu
fördern und zu ihnen kritisch und konstruktiv Position zu beziehen.

World Cup, North-South Tunnel, main
station in Berlin, shortening of regionalisation
fundings, election of the Berlin House of
Representatives – 2006, year of headlines.
The VBB has taken advantage of these
events to show the regional public transport
as an evironmentally-friendly mobility warrant.
Media helped promote public transport
matters.

VBB verstärkt in der Öffentlichkeit
präsent

VBB-City-Volunteers erfolgreich
im Einsatz

In den Tagesmedien wurde der VBB verstärkt zitiert. Besonders eine Zunahme der
Fernseh- und Hörfunkinterviews sowie ein
gesteigertes Interesse überregionaler Medien wie beispielsweise Focus und Financial
Times Deutschland waren zu verzeichnen.
Insgesamt hat der VBB im Jahr 2006 zwölf
Pressekonferenzen veranstaltet sowie 100
Presseinformationen herausgegeben –
zumeist in Zusammenarbeit mit seinen
Partnern. Eine immer wichtigere Informationsquelle für Journalisten ist dabei die
VBB-Website www.vbbonline.de.

Während der WM wurden „VBB-City-Volunteers“ eingesetzt. Die VBB-Servicekräfte
standen an den Flughäfen Tegel und Schönefeld und an innerstädtischen ÖPNV-Knotenpunkten (Bahnhöfe Zoo, Hauptbahnhof,
Friedrichstraße, Hackescher Markt und
Alexanderplatz sowie Zentraler Busbahnhof)
für Informationen rund um den ÖPNV und
zur Beantwortung touristischer Fragen zur
Verfügung. Das Projekt wurde als eine Maßnahme für Empfänger von Arbeitslosengeld II
auf der Basis einer Mehraufwandsentschädigung durchgeführt. Aufgrund der guten
Resonanz wurde die Maßnahme mit verminderter Projektteilnehmerzahl bis zum
31. Oktober 2006 verlängert.

Kompetent und kundennah – die VBB-City-Volunteers
in Aktion während der Fußball-WM 2006.

20

Information zur Anschlusssicherung verbessert
Die unternehmensübergreifende Fahrgastinformation und Informationen zur Anschlusssicherung konnten im Jahr 2006 weiter
ausgebaut werden. Die ersten VBB-Abfahrtstafeln gingen am Flughafen Schönefeld, in
Cottbus sowie in Bahnhöfen im Nordosten
des Landes Brandenburg in Betrieb. Die Integration der Echtzeit-Informationen in die
VBB-Fahrplanauskunft ist in Arbeit.

15:33
Linie
Line

Barrierefrei unterwegs

Rainer Kluge

„Niemand darf wegen seiner Behinderung
benachteiligt werden.“ Die Umsetzung dieses Ziels im öffentlichen Nahverkehr erfordert den durchgängig barrierefreien Zugang
und die Nutzung von Verkehrsmitteln, Haltestellen, Bahnhöfen und Automaten sowie
eine optimale Information der Fahrgäste
hierüber. Der VBB ist daher offizieller Partner
des Projekts Barrierefreie ÖV-Information
für mobilitätseingeschränkte Personen
(BAIM) und sorgt mit dafür, dass in ihrer
Mobilität eingeschränkte Menschen aktiv
und selbstständig am Öffentlichen Personennahverkehr teilnehmen können. Dies
wird durch eine zielgruppenorientierte,
durchgängig barrierefreie Information möglich. Im Jahre 2006 wurde die Grundlagenforschung durchgeführt. Die Ergebnisse
werden derzeit ausgewertet.

Bus und Bahn / Public Transport

Behindertenbeauftragter des Landes
Brandenburg
Das löbliche qualitative Engagement des
VBB für Barrierefreiheit muss auch die
quantitative Erhaltung der Angebote in
der Fläche beinhalten. Ebenso gilt den
Umsteigepunkten zum Regio- und Fernverkehr, einschließlich den Ersatz- und
Alternativverkehren mit entsprechendem
Service eine verstärkte Aufmerksamkeit
gemeinsam mit den betroffenen
Menschen!

Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg

Richtung
Direction

Abfahrt
Departure

Status
Status

Abfahrtsort / Gleis
Location / Track

S45

S+U Hermannstr.

15:47

pünktlich

Bahnhof /
railway station
(Gleis / track 11)

171

U Hermannplatz

15:49

pünktlich

Terminal

171

U Hermannplatz

15:51

pünktlich

Bahnhof /
railway station

163

S Adlershof

15:55

pünktlich

Bahnhof /
railway station

RB14

Nauen, Bahnhof --- Airport Express
via Berlin City ---

15:55

ca. 5 Minuten
später

162

S Adlershof

15:56

pünktlich

Terminal

162

S Adlershof

15:58

pünktlich

Bahnhof /
railway station

Bahnhof /
railway station
(Gleis / track 5)

21

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Immer auf dem neuesten Stand
Wer mit den Menschen spricht, weiß, was sie bewegt. Der VBB tritt mit
seinen Kunden in einen offenen und konstruktiven Dialog. Denn durch
die kritischen Anregungen und Hinweise der Fahrgäste kann der VBB
sein Angebot weiter optimieren und ausbauen. Ein vielfältiges Angebot
an Kommunikationsformen wie der „Tag für die Fahrgäste“ und das
VBB-Infocenter gehört ebenso dazu wie die Informationsmedien Newsletter und Fahrgastzeitung.

People talking to people, know what
moves them. The VBB searches an open
dialogue, thus optimising its offers by
observing critical considerations. A versatile
offer including communication and information means such as “The Day for Passengers”
and the VBB Infocenter, an e-mail newsletter
and a passenger newspaper.

Informationsmedien
„eNews“ und
„VBBinFahrt“

22

Internet-Service „eNews“ neu im
Angebot

Infos, Tipps und Termine in der
„VBBinFahrt“

Das Angebot des VBB-Internetauftritts
www.vbbonline.de wurde erweitert. So sind
jetzt Informationen in deutscher, englischer,
türkischer und polnischer Sprache verfügbar.
Zudem wurde die Tarifauskunft stärker an die
Kundenwünsche angepasst. Einen gänzlich
neuen Service bietet der VBB mit den „eNews“
an. Abonnenten dieses E-Mail-Newsletters
können sich kostenlos und ganz bequem über
Neuigkeiten im ÖPNV des Verbundgebietes,
aktuelle Freizeittipps, neue Pressemitteilungen und vieles mehr informieren.

Die Fahrgastzeitung „VBBinFahrt“ ist im
Jahr 2006 dreimal erschienen und wurde
über die Verkehrsunternehmen in Berlin und
Brandenburg vertrieben. Neben konkreten
Fahrgastinformationen rund um den Öffentlichen Personennahverkehr wurden Tipps zu
Events und Veranstaltungen oder auch zu
Tagesausflügen und Kurzreisen in Berlin und
Brandenburg veröffentlicht. Gewinnspiele,
Gutscheine und Feedbackangebote ermöglichten den direkten Kontakt zu Fahrgästen
und Lesern. Eine Weiterentwicklung des
Produktkonzeptes ist in 2007 geplant.

Mehr Besucher beim
„Tag für die Fahrgäste“

Konzept: Umweltverbund stärker
nutzen

Der „Tag für die Fahrgäste“ zog 2006 noch
mehr Zuschauer an als im Vorjahr. Am
16. September, dem Beginn der „Woche der
Mobilität“, präsentierte sich der VBB mit
den Cottbuser Stadtwerken und der Cottbusverkehr GmbH auf dem dortigen Verkehrstag.
Am 23. September lud der VBB zu einem
Familienfest nach Berlin auf den DorotheaSchlegel-Platz neben dem Bahnhof Friedrichstraße ein. Durch die Nähe zum Brandenburger Reisemarkt und die Kooperation mit
der INNOTRANS 2006 erreichte der Berliner
„Tag für die Fahrgäste“ gegenüber dem
Jahr 2005 eine noch bessere Zuschauerresonanz. Rund 15 000 interessierte Besucher
informierten sich über das vielfältige Nahverkehrsangebot im VBB und traten mit den
Akteuren und Verantwortlichen des ÖPNV in
direkten Kontakt.

In der Berliner Koalitionsvereinbarung für
die Legislaturperiode 2006 – 2011 wurde
zwischen der SPD und der PDS vereinbart,
den VBB mit einem Marketingkonzept zur
verstärkten Nutzung des Umweltverbundes
zu beauftragen. Die verstärkte Nutzung des
Umweltverbundes ist mit einer Veränderung
des modal split zu Gunsten des ÖPNV verbunden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen
die Marketingaktivitäten aller Verkehrsunternehmen im VBB gebündelt und in einem

integrierten Kommunikationskonzept zusammengefasst werden. Aufgrund der aktuellen
politischen, verkehrlichen und umweltbezogenen Rahmenbedingungen bestehen beste
Chancen, den modal split nachhaltig zu verbessern.

modal split Berlin-Brandenburg
37 %
Berlin
Brandenburg
29 %
25 %
22 %
20 %
17 %

16 %
14 %
8%

PKW
(Fahrer)

PKW
(Passagier)

zu Fuß

Fahrrad

8%

ÖPNV

Quelle: Mobilität in Deutschland (KONTIV) 2002

23

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Kundenservices, die überall ankommen
Seit der Wiedervereinigung hat sich die Region Berlin-Brandenburg stark
verändert. Die Bevölkerungsdichte im Berliner Ballungsraum wächst stetig,
während im Gegenzug die Besiedelung der ländlichen Teile Brandenburgs
abnimmt. Dem Öffentlichen Personennahverkehr kommt eine bedeutende
Rolle bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region zu.
Mit umfassenden Informationsmitteln und Produkten wie VBB-Website,
Radwander- und Freizeitkarten sowie dem Infocenter macht der VBB
dabei den ÖPNV attraktiver.

The region Berlin-Brandenburg has
undergone significant changes since reunification. Population density in the Berlin
urban agglomeration is growing steadily
whereas settling in rural areas of Brandenburg decreases. The public transport sector
plays a significant role. The VBB renders the
regional public transport more attractive
offering a VBB-website, cycling maps, leisure
maps and information centres.

30 Prozent mehr Besucher auf
www.vbbonline.de
Rund 30 Prozent mehr Zugriffe als in den
Vormonaten – diesen Zuwachs konnten die
VBB-Website und die VBB-Fahrinfo während
der Fußball-WM verbuchen. Unter der Adresse www.vbbonline.de fanden sich alle wichtigen Informationen zur Fußball-WM. Die
VBB-Fahrplanauskunft beinhaltete sämtliche
Sonderverkehre. Einen weiteren neuen Service konnten Besitzer von PDAs und Palmgeräten nutzen. Erstmals stand für sie der
S+U-Navigator, das VBB-Liniennetz für S+UBahn, zum Herunterladen bereit. Darüber
hinaus wurde in Kooperation mit berlin.de

S+U-Navigator auf einem PDA

Gesamte Zugriffe auf www.vbbonline.de (Januar – Dezember 2006)
2006
2005

86 176
65 250

Jan.

24

119 852
53 541

88 181
62 214

112 585
66 112

87 630
62 608

105 201 106 189
74 612
89 780 78 193
64 413

112 809
109 673 110 300
87 317
75 030 79 588

75 770
56 129

Febr.

die erste Stufe eines gemeinsamen Dienstes
für Touristen realisiert: „mobil.berlin.de“
bündelt die wichtigsten Informationen der
Internet-Angebote des VBB und von berlin.de
für mobile Endgeräte.

1 204 146

825 007

März

April

Mai

Juni

Juli

Aug.

Sept.

Okt.

Nov.

Dez.

Gesamt

Freizeitkarte Uckermark ergänzt
Kartenfamilie
Nachdem der VBB im Jahr 2005 die Radwander- und Freizeitkarte „Ruppiner Land“
sowie die Mobilitätskarte Neuruppin herausgebracht hat, wurde die Kartenfamilie im
Frühsommer 2006 um ein weiteres Produkt
ergänzt: die VBB-Freizeitkarte „Uckermark“.
Ferner wurde die Gesamtkarte des VBBGebiets neu aufgelegt und den Fahrplanbüchern beigelegt. Damit sind insgesamt
zwölf verschiedene Karten erhältlich.

Thematische Aufteilung der Anrufe im VBB-Infocenter 2006

Fahrplanangebot
Fahrplaneinhaltung
Information/Veröffentlichung
Tarif
Vertrieb und Verkauf
Personal
Fahrzeuge
Haltepunkte/Anlagen
Weiterleitung

42 %
1%
4%
34 %
1%
0%
0%
0%
18 %

Thematische Aufteilung der VBB-Kundenschreiben 2006

Weiterhin Anstieg der
Kundenkontakte
Die Zahl der Kundenkontakte im VBB-Infocenter ist im Jahr 2006 weiter kontinuierlich
gestiegen. Ein Themenschwerpunkt innerhalb der Anfragen war die Eröffnung des
Nord-Süd-Tunnels. Das Info-Telefon wurde
hauptsächlich für Tarif- und Fahrplanauskünfte genutzt. Anregungen und Kritik wurden eher schriftlich, per Briefpost oder per
E-Mail geäußert.

Tarif
Information/Veröffentlichung
Fahrplanangebot
Vertrieb und Verkauf
Fahrplaneinteilung
Personal
Fahrzeuge
Haltestellen

36 %
19 %
19 %
16 %
5%
2%
2%
2%

25

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Zahlen und Fakten

Verbundstruktur
Land Berlin
Land Brandenburg

Anteile der Gesellschafter:

14 Landkreise
4 kreisfreie Städte

Gesellschafterversammlung

Land Berlin

1/3

Land Brandenburg

1/3

14 Landkreise
4 kreisfreie Städte

1/3

Aufsichtsrat

Geschäftsführer
Hans-Werner Franz

Beirat der Gesellschafter

Planung und Konzeption

Tarif und Einnahmenaufteilung

Beirat der 42 Verkehrsunternehmen

Marketing und
Fahrgastinformation

Center für Nahverkehrsund Qualitätsmanagement

Gesamteinnahmen und Einnahmensteigerung 1999 – 2006/Receipts 1999 – 2006
Die Darstellung enthält die kassentechnischen
Brutto-Fahrgeldeinnahmen der Verbundverkehrsunternehmen aus testierten Jahresmeldungen
für die Jahre 2001 bis 2005.
+9,8 %

+3,3 %

+3,3 %

Einnahmenveränderung
in % zum Vorjahr

931

Einnahmen in Mio. Euro

+10,7 %
-6,2 %

764

2001

26

717

2002

794

2003

872

2004

901

2005

2006

Für das Jahr 2006 musste auf nicht testierte
Monatsmeldungen zurückgegriffen werden. Die
Einnahmenaufteilung und sonstige Ausgleichszahlungen bzw. Zuschüsse bleiben bei allen
Einnahmendaten unberücksichtigt.
Der Einnahmenrückgang im Jahr 2002 ist auf
einschneidende Maßnahmen beim Tarifwechsel
zum 1. August 2001 (höhere Preisanpassungsrate) zurückzuführen.
Die Einnahmensteigerung von 10,7 Prozent
im Jahr 2003 ist auf die Erweiterung des VBBTarifgebietes im Jahr 2002 zurückzuführen.

370407_VBB_RZ_04/05_gesamt_g

10.07.2007

15:56 Uhr

Seite 27

Entwicklung der Fahrgastzahlen im VBB Verbundfahrgäste (in Mio.)
Passenger Development in the VBB Association Passengers (millions)

Die Geschichte der Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg GmbH

+2,12 % Erhöhung zum
+2,51 %
+3,52 %

+1,01 %

1 136

1 176

1 185

1 197

1 227

1 253 Gesamt

3,11

3,22

3,25

3,28

3,36

3,43

2001

2002

2003

2004

1990
Auftrag aus dem Einigungsvertrag (Kapitel XI,
Sachgebiet A für Eisenbahnverkehr, Abschnitt
III, 3.b) an die Träger der Aufgaben und
Finanzverantwortung, sich über einen länderübergreifenden Verbund des Öffentlichen
Personennahverkehrs im Raum Berlin zu
verständigen

Vorjahr

+0,77 %

2005

täglich

08.12.1994
Gründung der Vorbereitungsgesellschaft mit
dem Ziel, die Grundlagen der Verbundstruktur
aufzubauen

2006

Verkehrsleistungen/Transportation Services
Zugkilometer Regionalverkehr (in Mio. km)
Train kilometres in regional traffic (million kilometres)

Berlin

Brandenburg

VBB

2005

6,00

32,48

38,48

2006

6,09

32,16

38,25

Zugkilometer S-Bahn (in Mio. km)
Train kilometres in S-Bahn – Suburban Train (million kilometres)

Berlin

Brandenburg

VBB

2005

28,97

3,47

32,44

2006

28,97

3,53

32,50

Wagenkilometer üÖPNV (in Mio. km)
Car kilometres in other public transit (million kilometres)

Berlin

Brandenburg

2005

241,00

88,80

329,80

2006

239,00

88,10

327,10

Brandenburg

VBB

Regionalverkehr

44

S-Bahn

15

U-Bahn
Tram
Bus

9

Fähren

22

22

44

727

919

2

2

6

1

7

Berlin

Brandenburg

VBB

2 582 379

5 973 786

2005

3 395 189

2 559 189

5 954 378

2006

3 348 805

2 547 772

5 896 577

891

29 476

30 367

Einwohnerdichte
Population Density

01.08.2002
Beitritt des ZÖLS zum Tarifgebiet des VBB
(Auflösung des ZÖLS zum 31.12.2005)

01.01.2005
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin wird
Gesellschafter der VBB GmbH
3 391 407

Fläche (in qkm)

30.05.1999
Herausgabe des ersten einheitlichen Fahrplanbuches zum Fahrplanwechsel

08.04.2003
ZÖLS wird Gesellschafter der VBB GmbH

Einwohnerzahl/Population

2004

01.04.1999
Einführung des Verbundtarifes im Land Berlin
und in großen Teilen des Landes Brandenburg –
ausgenommen: das Gebiet des Zweckverbandes ÖPNV Lausitz-Spreewald (ZÖLS) mit
den Landkreisen Elbe-Elster, Spree-Neiße,
Oberspreewald-Lausitz und der kreisfreien
Stadt Cottbus sowie dem Landkreis
Ostprignitz-Ruppin

Seit 12/2002
Einheitlicher Fahrplanwechsel der Verkehrsunternehmen im VBB zusammen mit der
Deutschen Bahn AG

9

192

O-Bus

01.03.1998
Einführung Tarifgemeinschaft Berlin und
Umland

VBB

Anzahl der Linien/Number of Lines
Berlin

30.12.1996
Umfirmierung der Vorbereitungsgesellschaft
in die Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
GmbH

3 804

88

197

01.12.2005
Die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz sowie die kreisfreie Stadt Cottbus
werden Gesellschafter der VBB GmbH
28.05.2006
Inbetriebnahme des Berliner Nord-SüdEisenbahntunnels und Eröffnung des neuen
Berliner Hauptbahnhofes

27

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Fakten

Anteil der einzelnen Fahrausweisgruppen an den kassentechnischen Fahrgeldeinnahmen 2006

Einzelfahrausweise
Tageskarten
Gruppenkarten

28,8 %
6,9 %
1,4 %

7-Tage-Karten jedermann
Monatskarten jedermann
Abonnement jedermann
Jahreskarten jedermann

1,9 %
17,3 %
11,9 %
7,5 %

7-Tage-Karten Azubi/Schüler
Monatskarten Azubi/Schüler
Abonnement Azubi/Schüler
Jahreskarten Azubi/Schüler

0,3 %
8,6 %
3,5 %
0,6 %

Semestertickets
Sonstige Tarifangebote

4,4 %
7,0 %

Zugkilometer Schienenpersonennahverkehr (Anteile in Prozent)

DB Regio AG
45,45 %
S-Bahn Berlin GmbH
46,78 %
Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG)
4,85 %
Prignitzer Eisenbahn (PEG)
1,35 %
Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) 1,01 %
Connex Sachsen (LausitzBahn)
0,55 %

28

Gültigkeit

Tarif-Leitfaden
ig
vi
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en

Personen/Mitnahme
Zusatznutzen
Hinweise/Einschränkungen
Stand: 1. April 2007
Alle Angaben ohne Gewähr
x1 nur zu bestimmten Zeiten
x2 nur in den Tarifbereichen Berlin, Potsdam und Frankfurt (Oder)
x3 nur in den Tarifbereichen Potsdam und Frankfurt (Oder)

gültig bis 1 Tag

Be
lie
b

Tickets

Kurzstrecke (örtliche Regelungen)

x

Einzelfahrausweis (z. T. zeitl. begrenzt)

x

Anschlussfahrausweis (ergänzt fehlenden Tarifbereich)

x

Gruppenkarte

1

x

x

1

x

ab 4
1

x

1

x

bis 5

x

1

Tageskarte

x

x

x

Tageskarte VBB-Gesamtnetz

x

x

x

Kleingruppenkarte

x

x

x

Gruppentageskarte für Schüler

x

x

Brandenburg-Berlin-Ticket

x

x

x

ab 10
bis 5

x

x

x

x
x

Brandenburg-Berlin-Ticket Nacht

x

x

x

bis 5

x

x

x

x

Schönes-Wochenende-Ticket

x

x

x

bis 5

x

x

CityTourCard Berlin AB, 48 Std.

x

x

1

x

x

CityTourCard Berlin AB, 72 Std.

x

x

1

x

x

CityTourCard Berlin ABC, 48 Std.

x

x

1

x

x

x

CityTourCard Berlin ABC, 72 Std.

x

x

1

x

x

x

WelcomeCard Berlin AB, 48 Std.

x

x

1

x

x

WelcomeCard Berlin AB, 72 Std.

x

x

1

x

x

WelcomeCard Berlin ABC, 48 Std.

x

x

1

x

x

x

WelcomeCard Berlin ABC, 72 Std.

x

x

1

x

x

x

PotsdamCard, 3 Tage

x

x

1

CityTourCard Potsdam AB, 48 Stunden

x

x

1

CottbusCard, 2 Tage

x

x

7-Tage-Karte VBB-Umweltkarte

x

x

x

1

7-Tage-Karte Azubi/Schüler (außer in Berlin)

x

x

x

1

x

x

x

1

gültig bis 7 Tage

x
x

x
x

1

x
x1

x
x

x
x3

x

gültig bis 1 Monat
Monatskarte VBB-Umweltkarte

x

x1

x

x
x2

Monatskarte Azubi/Schüler

x

x

1

x

8-Uhr-Karte Cottbus

x

x

1

x

x

9-Uhr-Karte

x

x

1

x

x

10-Uhr-Monatsticket Berlin

x

x

1

x

x

Monatskarte Fahrrad AB

x

x

Monatskarte Fahrrad Verbundgebiet

x

x

x

VBB-Umweltkarte Abonnement

x

x

x

1

x1

x

VBB-Umweltkarte Jahreskarte

x

x

x

1

x1

x

x
x

x

x

x

x

gültig bis 1 Jahr
x
x

Azubi/Schüler Abonnement

x

x

x

1

x

x2

Azubi/Schüler Jahreskarte

x

x

x

1

x

x3

8-Uhr-Karte Cottbus Abonnement

x

x

1

x

x

8-Uhr-Karte Cottbus Jahreskarte

x

x

1

x

x

9-Uhr-Karte Abonnement

x

x

1

x

x

x

9-Uhr-Karte Jahreskarte

x

x

1

x

x

x

29

Der VBB

Dienstleister

Verträge

Qualität

Angebot

Tarif

Information

Kommunikation

Verkehrsunternehmen im VBB
Eisenbahnverkehrsunternehmen

Firmensitz

DB AG

DB Regio AG, Region Nordost

Potsdam

S-Bahn

S-Bahn Berlin GmbH

Berlin

CS/LB

Connex Sachsen GmbH (LausitzBahn)

Görlitz

NEB

NEB Betriebsgesellschaft mbH

Berlin

ODEG

ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH

Berlin

PEG

Prignitzer Eisenbahn GmbH

Putlitz

Verkehrsunternehmen des üÖPNV
Reich

Arno Reich GmbH

Jüterbog

BBG

Barnimer Busgesellschaft mbH

Eberswalde

BeelTour

Beelitz Touristik GmbH

Treuenbrietzen

Behrendt

Behrendt-Touristik GmbH

Kloster Lehnin

BVG

Berliner Verkehrsbetriebe, AöR

Berlin

BMO

Busverkehr Märkisch-Oderland GmbH

Seelow

BOS

Busverkehr Oder-Spree GmbH

Fürstenwalde

CV

Cottbusverkehr GmbH

Cottbus

NLS

DER NIEDERLAUSITZER – Reisebüro Günther Pietzsch

Klettwitz

HVG

Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH

Potsdam

Herz

Herz-Reisen GmbH

Zossen

NV

Neißeverkehr GmbH

Guben

OVG

Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH

Oranienburg

Obst

Omnibusbetrieb Obst

Bad Liebenwerda

Wetzel

Omnibusbetrieb Wetzel

Planebruch

Lehmann

Omnibusunternehmen Günther Lehmann e. K.

Falkenberg (Elster)

Lange

Omnibusunternehmen Hans-Hermann Lange

Görzke

Glaser

Omnibusverkehr Armin Glaser

Wiesenburg/Mark

Reckter

Omnibusverkehr Peter Reckter

Jüterbog

ORP

Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mbH

Kyritz

PVM

Personenverkehr M. Müller

Dahlewitz

PVG

Personenverkehrsgesellschaft mbH Schwedt/Angermünde

Schwedt (Oder)

RVS

Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH

Luckau

SRS

Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH

Berlin

SVF

Stadtverkehrsgesellschaft mbH Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder)

STE

Strausberger Eisenbahn GmbH

Strausberg

SBN

Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH

Senftenberg

UVG

Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mbH

Templin

ViP

Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

Potsdam

VBBr

Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH

Brandenburg an der Havel

VGB

Verkehrsgesellschaft Belzig mbH

Belzig

VGOSL

Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz mbH

Senftenberg

VGP

Verkehrsgesellschaft Prignitz mbH

Perleberg

VTF

Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming mbH

Luckenwalde

VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH

Finsterwalde

Woltersdorfer Straßenbahn GmbH

Woltersdorf b. Berlin

WS

30

Fakten

Glossar

Aufgabenträger
In Deutschland sind Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr entweder die Bundesländer
oder die durch ein Landesgesetz bestimmten Stellen (Landkreise, Zweckverbände). Für den übrigen
ÖPNV sind die durch ein Landesgesetz bestimmten Stellen (z. B. Kreise und kreisfreie Städte) verantwortlich. Sie delegieren meist die Planung, Bestellung und Ausgestaltung der Nahverkehrsleistungen
an Verkehrsverbünde oder Nahverkehrsgesellschaften.

BAIM
Das Projekt BAIM setzt sich zum Ziel, für Informationen im Öffentlichen Personennahverkehr für mobilitätseingeschränkte Menschen zu sorgen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie.

Ersteller
Ersteller sind Verkehrsunternehmen, die im Auftrag der Aufgabenträger Leistungen im ÖPNV erbringen.

DELFI
Deutschandweite elektronische Fahrplaninformation

JoiTraM
Joint Transport Management – grenzübergreifendes Verkehrskonzept des VBB mit Polen

modal split
In der Verkehrsstatistik wird „modal split“ als die Verteilung eines Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsträger (Modi) bezeichnet. Ein anderer gebräuchlicher Ausdruck im Personenverkehr ist
Verkehrsmittelwahl. Der modal split ist Folge des Mobilitätsverhaltens der Menschen und der wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen einerseits und des Verkehrsangebots andererseits.

QualitätsScout
Ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger aus Berlin und Brandenburg, die regelmäßig Beobachtungen
zur Qualität des Angebotes an den VBB melden.

Schienenpersonennahverkehr (SPNV)
Der SPNV sorgt für die Beförderung von Personen im Regionalverkehr auf der Schiene. Im Gegensatz
dazu steht der übrige Öffentliche Personennahverkehr (üÖPNV).

Verkehrsverträge
Vertragsgegenstand der im Wettbewerb vergebenen Leistungen ist z. B. der genaue Umfang der
Leistungen, die Festlegung von Qualitätsstandards, entsprechende Sanktionen bei Nichterfüllung, der
Einsatz des Fahrzeugmaterials oder die Zugbegleiterquote.

üÖPNV
Der übrige ÖPNV umfasst Bus, Straßenbahn, U-Bahn und Fähre.

31

VBB Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg GmbH
Hardenbergplatz 2
10623 Berlin
Telefon
Telefax

+49 (0)30 - 25 41 41 41
+49 (0)30 - 25 41 41 12

info@vbbonline.de
www.vbbonline.de
VBB-Infocenter
Telefon
(030) - 25 41 41 41
Mo – Fr
8 – 20 Uhr
Sa + So
9 – 18 Uhr
Redaktion
VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Fotos
VBB-Archiv, Andreas Muhs (Titel),
Connex Sachsen (Seite 8), Berliner Flughäfen (Seite 17)

Realisation & Gestaltung
MERLIN Creativ-Management GmbH
Stand: Juni 2007

Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg
        
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