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Periodical volume

Full text: Verbundbericht Issue 2004/05

Bericht 04I05
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Verbundbericht 2004 | 2005

Hardenbergplatz 2
10623 Berlin
www.vbbonline.de

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Verbundbericht 2004 | 2005

1. Januar 2004 bis 30. Juni 2005

1

Impressum

Herausgeber
VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Geschäftsführer: Hans-Werner Franz
Hardenbergplatz 2
10623 Berlin
Telefon: +49 (030) 25 414 0
Telefax: +49 (030) 25 414 112
E-Mail: info@vbbonline
Internet: www.vbbonline.de
Redaktion
VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Konzept, Gestaltung, Realisation
Kontur GbR, Berlin
Fotografie
Joachim Donath
Kai-Uwe Heinrich
Michael Koczy
Kontur GbR
VBB GmbH
Wir danken
den Berliner Verkehrsbetrieben AöR,
der DB Regio AG,
der Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH,
der Connex Sachsen GmbH,
der Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH,
der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH,
der S-Bahn Berlin GmbH,
der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) mbH,
der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft mbH,
für die freundliche Überlassung von Fotomaterial.
2

Vorwort

Wer heute mit Bahn oder Bus in Berlin und Brandenburg unterwegs ist, erlebt einen einheitlichen, kundenorientierten Nahverkehr. In Kooperation mit 44 öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen bietet der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) über
3 Millionen Fahrgästen täglich einen Nahverkehr mit einheitlichem Tarif, aufeinander
abgestimmten Fahrplänen und einer umfassenden Fahrgastinformation.
In den Händen halten Sie den ersten Verbundbericht des VBB. Er dokumentiert, welchen
Anteil der VBB an dieser erfolgreichen Entwicklung innehat und skizziert die wichtigsten Ergebnisse eines Engagements für den integrierten Nahverkehr in der Metropolenregion Berlin-Brandenburg. Im Zentrum stehen die wichtigsten Projekte im Zeitraum
von Anfang 2004 bis Mitte 2005. Auf diese Weise wird nicht zuletzt sichtbar, welche bedeutende soziale und wirtschaftliche Rolle der öffentliche Verkehr für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsraumes und für das Zusammenwachsen der Region BerlinBrandenburg spielt. Die sich wandelnden demografischen, politischen und finanziellen
Rahmenbedingungen verlangen nach neuen, kreativen Lösungen, um den Bedürfnissen
der Menschen nach Mobilität gerecht zu werden. Umweltfreundliche Mobilität für alle
Menschen zu ermöglichen, wird auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe bleiben.
Ob Angebotsplanung oder Vertragsmanagement, Fahrgastinformation oder Tarifmanagement – der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hat sich als Dienstleister zwischen
Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen fest etabliert. Er ist Koordinator, Moderator
und Ideenlieferant. In Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs im Verkehr ist er für die
Beteiligten als verlässlicher Lotse in schwierigen Gewässern unentbehrlich geworden.
Vor allem aber ist der Verkehrsverbund ein Interessenvertreter der Fahrgäste. Sie sind
letztlich der Maßstab für die Attraktivität des ÖPNV und entscheiden darüber, in welchem Maße seine umweltfreundlichen Angebote angenommen werden. Der Verbundbericht geht daher besonders auf die vielfältigen Aktivitäten des VBB zur kontinuierlichen
Verbesserung der Angebotsqualität ein.
Mit dem Ziel, die Arbeit des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg gerade für die tägliche politische und publizistische Arbeit transparenter zu machen, wird künftig jährlich
ein Verbundbericht veröffentlicht, voll mit Fakten und Zusammenhängen. Wir blicken
optimistisch in die nahverkehrliche Zukunft und wünschen uns weiterhin ein starkes
Bündnis aller Beteiligten, um das hohe Niveau zu halten und auszubauen.
Hans-Werner Franz
Geschäftsführer, VBB
3

VBB

hrsunterne
rke
h
Ve

fgabenträge
Au
r

rgäste
Fah

en
m

Umfeld

Dienstleistungen

Vertragsmanagement

Qualitätsmanagement

Vom Öffentlichen Personennahverkehr wird viel erwartet.
Gerade in einer Region, in
der Großstadt und ländlicher
Raum so dicht beieinander
liegen. Der VBB ist die Schnittstelle zwischen den Fahrgästen, den Verkehrsunternehmen und der Politik in zwei
Bundesländern. Der VBB
koordiniert die Interessen
der Fahrgäste und Verkehrsunternehmen in Stadt und
Land, gleichzeitig berät er
Politik und Verwaltung und
setzt deren Vorgaben um.

Das umfangreiche Verkehrsangebot in Berlin und Brandenburg wird von 44 Verkehrsunternehmen getragen,
zu denen kommunale wie private gehören. Der VBB nimmt
die Interessen aller wahr, und
das auf zwei Seiten. Zum einen ist er praktischer Dienstleister, wenn es zum Beispiel
darum geht, Einnahmen aufzuteilen oder Richtlinien im
Beschwerdemanagement zu
entwickeln. Auf der anderen
Seite bringt der VBB die Interessen der Verbundmitglieder
auf vielfältige Weise zur Geltung.

Ein so großer Verbund wie
der VBB ist ständig im Wandel. Der Wettbewerb auf der
Schiene zum Beispiel bringt
völlig neue Aufgabengebiete
für den Vermittler zwischen
den Aufgabenträgern und
den Verkehrsunternehmen.
Die Ausschreibungen, die Vertragsgestaltung und die Überprüfung ihrer Einhaltung liegen in den Händen des VBB.
Der Auftrag lautet, die neuen
Wettbewerbsbedingungen für
die Fahrgäste produktiv zu
gestalten.

Die Wünsche der Fahrgäste
werden mit Recht immer anspruchsvoller und komplexer.
Ein wirkungsvolles Qualitätsmanagement ist deshalb
unerlässlich und wird von
allen Verkehrsunternehmen
mitgetragen. Der VBB hat
Qualität messbar und steuerbar gemacht und damit
deutschlandweit neue Wege
beschritten. Dabei geht es
um Pünktlichkeit, Sicherheit,
Störungsmanagement und
andere Faktoren, die über die
Attraktivität des Nahverkehrs
entscheiden.

Seite 6 – 9

Seite 10 – 11

Seite 12 – 13

Seite 14 – 19

4

4e Bus

4e Ortsplan
Information

33,1/3 %

33,1/3 %

33,1/3 %

Angebotsplanung

Tarifmangement

Fahrgastinformation

Zahlen und Fakten

Große Ereignisse werfen ihre
Schatten voraus und da
kommt einiges – vor allem
Gutes! – auf Berlin und Brandenburg zu. Die Eröffnung
des Berliner Nord-Süd-Tunnels
und des neuen zentralen
Hauptbahnhofs werden zu
veränderten Streckenführungen und neuen, vor allem
kürzeren, Reisezeiten führen.
Außerdem steht die Fußballweltmeisterschaft vor der Tür.
Nicht nur an diesen beiden
Großereignissen wird beim
VBB seit langem gearbeitet.

Bei 44 Verkehrsunternehmen
in Berlin und Brandenburg
kann der Öffentliche Personennahverkehr nur Erfolg
haben, wenn die Tarife für die
Fahrgäste eine einheitliche,
übersichtliche und nachvollziehbare Struktur haben. Dies
ist eine der Kernaufgaben des
VBB. Im Laufe der Zeit sind
immer wieder neue Tarifangebote entstanden (Umweltkarten und Kombitickets).

Um die vielen Angebote des
ÖPNV in Berlin und Brandenburg optimal zu nutzen, brauchen die Fahrgäste leicht
verständliche, einprägsame
und aktuelle Informationen.
Der VBB hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein sinnvolles
und einheitliches Fahrgastinformationssystem für den
gesamten Nahverkehr im
Verbundgebiet zu schaffen.
Gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen entwickelt der
VBB Informationsprodukte in
den traditionellen und den
neuen Medien.

Die Fläche Brandenburgs ist
33-mal größer als die Berlins,
andererseits ist die Einwohnerdichte Berlins über 43-mal
größer als die Brandenburgs.
Zahlen, die zeigen, welche
Unterschiede im VBB-Gebiet
aufeinandertreffen. Die kurze
Chronik des VBB macht deutlich, dass auf dem Weg zum
landesweiten Verbund mancher Zwischenschritt erforderlich war. Die Fahrgastzahlen
und die Entwicklung der Tarifeinnahmen ist der Beleg dafür, dass sich die Zusammenarbeit im Verbund lohnt –
für die Fahrgäste und die
Verkehrsunternehmen.

Seite 20 – 21

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Seite 28 – 32
5

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

Zwei Länder – eine Metropole – ein Verbund
Die Mobilität gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Zur Arbeit, in die
Schule, ins Freizeiterlebnis, zum Einkaufen – immer wieder sind Wege zurückzulegen, die meisten im näheren Lebensumkreis. Daher gehört der Öffentliche Personennahverkehr unverzichtbar zum Alltag und ist längst Teil der Lebensqualität.
Vom ÖPNV wird erwartet, dass er funktioniert, dass er Menschen mit sehr unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen nach möglichst geringen Wartezeiten rasch,
bequem und sicher ans Ziel bringt. Und das zu vernünftigen Preisen. Die Rahmenbedingungen für einen solchen Verkehr schafft die Politik. Der VBB hilft dabei als
Bindeglied zwischen Nutzern und Entscheidern.

Rahmenbedingungen im Wandel
Die Organisation eines effizienten und attraktiven ÖPNV in Berlin und Brandenburg, der die Bedürfnisse der Metropolenregion ebenso berücksichtigt wie die
des ländlichen Raumes, gehört zu den
großen Herausforderungen, denen sich
die Politik auf allen Ebenen – auf der des
Bundes, der Länder und der Kommunen –
zu stellen hat. Es geht darum, die Lebensqualität in der Region zu verbessern, die
wirtschaftliche Entwicklung zu fördern,

Berlin
Brandenburg

Bunderepublik
Deutschland

6

Verbindungen zwischen den Menschen
zu erleichtern. Das in Zeiten knapper Kassen, eines sich verschärfenden Wettbewerbs und ungünstiger demographischer
Entwicklungen. Diese Rahmenbedingungen führen zu neuen Herangehensweisen
in der Verkehrspolitik, zu modernen Verkehrskonzepten und sie beeinflussen
heute bereits die Organisationsstrukturen des ÖPNV – eine Fülle von Aufgaben
für den VBB.

Neue gesetzliche Grundlagen
Sowohl in Berlin wie auch in Brandenburg
erfolgten in den vergangenen Jahren
wichtige verkehrspolitische Weichenstellungen. Der VBB hat sie von Anfang an
beratend und gestaltend begleitet. Mit
Jahresbeginn 2005 trat im Land Brandenburg ein neues ÖPNV-Gesetz in Kraft.
Es stellt die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs – außer dem
S-Bahn- und Bahnregionalverkehr – auf
eine völlig neue Grundlage. Es werden
nun nicht mehr einzelne Verkehrsunternehmen subventioniert, sondern die Finanzmittel in die Hand der kommunalen
Aufgabenträger vor Ort gegeben. Diese
können die Mittel für den ÖPNV in eigener Entscheidung, flexibel und ohne Vorgaben des Landes einsetzen. Das Gesetz
stärkt die Eigenverantwortung der Landkreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger für die Bus- und Straßenbahnverkehre. Die Novellierung des ÖPNVGesetzes erzeugte bei den kommunalen

Gebietskörperschaften erheblichen Beratungsbedarf. In dieser Situation hat der
VBB mit den Aufgabenträgern das Gespräch gesucht und sie über die Gestaltung von Verkehrsverträgen und die
praktische Umsetzung der neuen Anforderungen informiert.

Lotse durch den Wettbewerb

Jahren anderen Anbietern – nationalen
und internationalen – stellen müssen.
Daraus ergibt sich ein hoher Beratungsund Organisationsbedarf. In dieser Situation nimmt die Bedeutung des Verkehrsverbundes deutlich zu. Er wacht über die
Einhaltung der Spielregeln, sorgt für den
Ausgleich zwischen sehr unterschiedlichen Bedingungen und zeigt neue, zukunftsweisende Marktlücken auf.

Lange Zeit herrschten in einzelnen Bereichen des Verkehrsmarktes exklusive
Rechte, die einen freien Marktzugang
anderer Anbieter verhinderten. Ein tief
greifender Wandlungsprozess öffnet immer mehr Schranken und ebnet den Weg
zu mehr Wettbewerb. Während in Berlin
die ÖPNV-Anbieter ein hohes Maß an
Konzentration verkörpern, herrscht
in Brandenburg eine mittelständische
Unternehmensstruktur vor. Alle ÖPNVAnbieter werden sich in den kommenden

„Der ÖPNV ordnet sich ein in die generelle Zielsetzung der Koalition: den Erhalt
einer lebenswerten Stadt mit einer hohen
Aufenthaltsqualität im Straßenraum. Es
soll deshalb immer attraktiver werden,
das Auto stehen zu lassen und zu Fuß,
mit dem Fahrrad oder aber – als drittes
Element des so genannten Umweltverbundes – mit dem ÖPNV mobil zu sein.“
Ingeborg Junge-Reyer
Senatorin für Stadtentwicklung
des Landes Berlin

50 Millionen Euro für den ÖPNV in Brandenburg
Verteilung nach dem neuen ÖPNV-Gesetz:

nach den Fahrgastzahlen

nach der Fläche
des Aufgabenträgers

30%
20%
nach den für den ÖPNV
aufgewandten Eigenmitteln

30%
20%
nach dem Fahrplanangebot

„Wer ein gutes ÖPNV-Angebot macht,
sich mit eigenen Finanzmitteln engagiert
und dadurch viele Fahrgäste gewinnt,
wird vom Land stärker gefördert als andere. Außerdem wollen wir mit dem neuen ÖPNV-Gesetz Innovationen, wie zum
Beispiel Rufbussysteme, vorantreiben.“
Frank Szymanski
Minister für Infrastruktur
und Raumordnung
des Landes Brandenburg
7

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

Verkehrssysteme in Bewegung
Seit der Fahrt der ersten Eisenbahn zwischen Berlin und Potsdam im Jahre 1838 hat
sich in der Region ein gut ausgebautes System des öffentlichen Nahverkehrs entwickelt. Erfindungsreichtum machte mit immer neuen technischen Errungenschaften das Reisen angenehmer und schneller. Phantasievolle Lösungen bei der Suche
nach Finanzierungsquellen und Betreibermodellen verdienen auch heute noch
Bewunderung. Der VBB sieht sich in einer langen Tradition von Bestrebungen, den
Nahverkehr in der Region so effizient zu organisieren, dass mit relativ geringem
finanziellen Einsatz große Wirkungen erzielt werden.

Den Trends auf der Spur
Jedes Nahverkehrssystem taugt nur so
viel, wie es sich den sich verändernden
Mobilitätsbedürfnissen anpassen kann.
Für den VBB heißt das, die Entwicklungen im Mobilitätsverhalten, in der Altersstruktur und am Arbeitsmarkt im Auge zu
behalten. Für die Region Berlin und Brandenburg zeigen sich folgende Trends:
• Mit dem Zuwachs der Einwohnerzahlen
im Metropolenraum Berlin wird auch
die Zahl der Berufspendler zunehmen,
somit auch die damit verbundenen
Stadt-, Land- und Regionalverkehre.
Reisezwecke im ÖPNV deutschlandweit

Diese Tendenzen sind nicht nur für die
Aufgabenträger, sondern auch für den
VBB und alle Verkehrsunternehmen eine
Herausforderung. Der VBB sieht es als
seine Aufgabe an, für die Wünsche der
Bevölkerung das passende Angebot
mit modernen Mitteln bereitzustellen.

28%

14%

Neue Strecken – neue Anschlüsse
sonstige
Anlässe

von und zum
Einkauf

von und zur
Ausbildung

von und zum
Arbeitsplatz

13%

von und zum
Freizeiterlebnis

23%

22%

Quelle: Mobilität in Deutschland 2002

8

• Die aktuelle Arbeitsmarktsituation –
begleitet von Einwohnerrückgängen –
führt zu geringem Mobilitätsbedarf in
den kleineren Städten und im ländlichen Raum, es ergibt sich die Frage
nach alternativen Bedienformen.
• Die gewünschte Flexibilität am Arbeitsmarkt erfordert eine engere Verbindung von ÖPNV und Fernverkehrsangeboten.
• Die Zahl der Schüler geht zurück, Schulstandorte werden geschlossen; das bedeutet Einnahmeverluste für Verkehrsunternehmen, zugleich ergeben sich
für die vorhandenen Schüler längere
Wege.
• Nicht zuletzt durch die Zunahme älterer
Menschen wird der Freizeit- und Erholungsverkehr weiter an Bedeutung gewinnen. Flexible Angebote der Verkehrsunternehmen können dazu beitragen, dass nicht allein der Individualverkehr Nutznießer dieses Trends ist.

Zu den Rahmenbedingungen, denen sich
der ÖPNV stellt, gehören auch gravierende Veränderungen in der verkehrlichen

Infrastruktur. Die Fertigstellung des
Schienenkreuzes am künftigen Berliner
Hauptbahnhof ist eine solche Veränderung. Der Bau des Nord-Süd-Eisenbahntunnels zieht für die Hauptstadt völlig
neue Verkehrsströme auf der Schiene
nach sich. Und die wiederum führen
zu neuen Verknüpfungen zum übrigen
ÖPNV. Bahnhöfe erhalten neue Funktionen, auf die Verkehrsplanung in der
Stadt kommen neue Aufgaben zu. Dies
im Detail zu planen und umzusetzen
stellt selbst die großen Unternehmen
BVG, S-Bahn und DB Regio AG vor neue
Herausforderungen. Der VBB begleitet
diesen Prozess bereits seit längerer Zeit.

men über „DELFI“, der Vernetzung der
Fahrplanauskunftssysteme der deutschen
Bundesländer. Der VBB hat die inhaltliche
Erweiterung, die fremdsprachigen Versionen sowie die Einbindung in die FIFAPlattform koordiniert.

1.498
377 Uckermark
Prignitz 490

260

1.747
514

Oberhavel

20.385
5.545

OstprignitzRuppin

23.460
6.904

Barnim

18.853
6.634

Havelland 14.379

Märkisch-Oderland

3.140

Im Steilpass zur Fußball-WM
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft vom
9.6. bis 9.7.2006 nimmt Berlin mit seinen
sechs Spielen und der Eröffnungsveranstaltung einen besonderen Stellenwert
ein. Der VBB hat sich deshalb frühzeitig
an Überlegungen zu verkehrlichen Maßnahmen sowie einer effektiven Kundeninformation beteiligt. Er arbeitet eng mit
dem Land Berlin, der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) sowie den Verkehrsunternehmen zusammen. Der VBB plant
sowohl die Herausgabe gezielter Printprodukte als auch die Erweiterung seiner
elektronischen Medien. Die FIFA bietet
auf ihrer Webseite den Besuchern erstmals Verkehrsinformationen in einem
„Reisezentrum“ an. Die Informationen zu
öffentlichen Verkehrsverbindungen kom-

Berlin

1.205
526
Brandenburg

10.800
9.043

1.078
649 Frankfurt

Potsdam

13.345
5.469
PotsdamMittelmark

(Oder)

10.108
4.230 Oder-Spree

12.993
5.882
Teltow-Fläming

14.773
6.914
Dahme-Spreewald

1.028
267
650
120 Elbe-Elster

Pendler
aus Brandenburg
nach Berlin
Pendler 2004 täglich
gesamt: 148.580

OberspreewaldLausitz

913
641
Cottbus

875 Spree155 Neiße

Pendler
aus Berlin
nach Brandenburg
Pendler 2004 täglich
gesamt: 57.270

9

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

Dienstleister für Berlin und Brandenburg
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg ist ein Verbund der Gegensätze. In ihm
sind die größte Metropole und Deutschlands am dünnsten besiedelter Landkreis
vereint. Die Hektik der Großstadt und die Ruhe ausgedehnter Wälder liegen hier
ebenso nahe beieinander wie Kulturzeugnisse vergangener Epochen und moderne
Geschäftsviertel. Hier treffen Menschen aufeinander, die einerseits vom urbanen
Leben mit seinen vielen Angeboten geprägt sind, andererseits vom naturnahen,
ländlichen Leben. Und alles befindet sich im ständigen Wandel. Auch die Ansprüche an die Mobilität. Der VBB begleitet und gestaltet diesen Wandel.

Das ist der VBB
Das Gebiet des Verkehrsverbundes
Berlin-Brandenburg erstreckt sich über
zwei Bundesländer. Auf der Fläche von
30.367 km2 leben dort fast 6 Millionen
Menschen. Der VBB ist damit der flächenmäßig größte Verkehrsverbund Deutschlands. Gesellschafter des VBB sind die
beiden Bundesländer, zehn Landkreise,
drei kreisfreie Städte sowie der Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald. Organe
des VBB sind die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat, der sich aus

VBB: Schnittmenge dreier Partner

VBB

hrsunternehm
rke
e
Ve

Aufgabenträg
er

gäste
Fahr

den Landräten und Oberbürgermeistern
der kommunalen Gesellschafter sowie
Vertretern aus vier Ressorts der Landesregierungen zusammensetzt. Ferner besteht ein Beirat der Gesellschafter. Im
Jahr 2004 wurden die Voraussetzungen
dafür geschaffen, um den Kreis der Gesellschafter um die Landkreise Elbe-Elster
sowie Ostprignitz-Ruppin zu erweitern:
beide ab 1.1.2005.

Der VBB und seine Familie
Im VBB arbeiten 44 Verkehrsunternehmen zusammen. Es sind sowohl kommunale als auch private Unternehmen in einem breiten Spektrum an Größen und
Unternehmensformen. Auch die Verkehrsunternehmen bilden einen Beirat
des VBB. Seit Juni 2005 wird der VBB unterstützend von einem Fahrgastforum
beraten. Einmal jährlich diskutiert der
VBB in den ÖPNV-Regionalkonferenzen
mit den Aufgabenträgern des ÖPNV, den
Gemeinden, Verkehrsunternehmen, Fahrgastverbänden sowie anderen Interessierten, Strategien und Konzepte zur
ÖPNV-Entwicklung in den verschiedenen
Planungsregionen des Verbundgebietes.
Diese Veranstaltungen geben wichtige
Impulse für den ÖPNV in der Region.

Lebensnahe Strukturen

n

Der VBB nimmt sehr unterschiedliche
Aufgaben wahr. Zum einen sind es Aufgaben, deren Umsetzung im unmittelbaren
10

Interesse aller Gesellschafter liegen, z. B.
Tarifentwicklung und Einnahmenaufteilung. Andererseits werden auch Interessen einzelner Gesellschafter wahrgenommen, z. B. Vergabe, Bestellung, Management, Controlling und Abrechnung
von SPNV-Leistungen. Der VBB hat sich
Strukturen gegeben, die dem Rechnung
tragen.
Aufgaben, die sämtliche Gesellschafter der VBB GmbH betreffen, werden weiter in den bewährten Strukturen
der VBB GmbH erledigt. Aufgaben, die
nur einen einzigen Aufgabenträger oder
eine abgrenzbare Gruppe von mehreren
Aufgabenträgern berühren, werden zukünftig in einem neu geschaffenen Bereich mit eigenem Buchungskreislauf,
dem Center für Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement, umgesetzt. Das Leistungsangebot der Gesellschaft wird
somit unter den sich ändernden Rahmenbedingungen im ÖPNV optimal auf die
Bedürfnisse der Gesellschafter, den Aufgabenträgern des ÖPNV, abgestimmt.

Uckermark
Prignitz
OstprignitzRuppin
Barnim
Oberhavel

Havelland
Märkisch-Oderland
Berlin
Brandenburg

Potsdam

Frankfurt
(Oder)
Oder-Spree

PotsdamMittelmark
Teltow-Fläming

Dahme-Spreewald

Elbe-Elster

Cottbus
Oberspreewald- Spree-Neiße
Lausitz

Das Gebiet des Verkehrsverbundes
Berlin-Brandenburg und die VBBGesellschafter
Näheres unter „Zahlen und Fakten“

11

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

Das Vertragsmanagement
Nicht mehr und nicht weniger als eine Neuordnung des Schienenpersonennahverkehrs steht in Berlin und Brandenburg auf der Tagesordnung. Dies sogar im doppelten Sinne: Erstens führt die Eröffnung des Berliner Nord-Süd-Tunnels – und
damit auch die Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs – zu veränderten Streckenführungen vieler Bahnregionalverkehrslinien. Zweitens verändert der Wettbewerb auf der Schiene die Bahnlandschaft erheblich. Neue Unternehmen betreiben bereits den Verkehr auf mehreren Strecken, weitere Betreiberwechsel stehen
bevor und neue Ausschreibungen sind vorbereitet. Der VBB begleitet all diese
Prozesse als Verbindungsglied zwischen den Aufgabenträgern und den Erbringern
der Verkehrsdienstleistung, den Verkehrsunternehmen.

Vergabe von Verkehrsleistungen
Verantwortlich für das Verkehrsangebot
in der Region sind die Aufgabenträger:
für den Schienenpersonennahverkehr die
Länder Berlin und Brandenburg, für den
Bus- , U-Bahn- und Straßenbahnverkehr
die Landkreise und kreisfreien Städte.
Die VBB GmbH unterhält ein Vergabebüro
und unterstützt damit die Länder bei der
Ausschreibung und Vergabe von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr.
Ergebnisse dieser Arbeit: Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 hat die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) den
Betrieb auf vier Bahnregionalverkehrslinien östlich von Berlin aufgenommen. Die
ODEG leistet cirka 10 Prozent des SPNV in
der Region Berlin-Brandenburg. Sie hatte
nach einem Ausschreibungsverfahren im
Jahr 2002 den Zuschlag für den Betrieb
auf diesen Strecken erhalten. Auch die

Ausschreibung der RB 27 (Berlin-Karow –
Groß Schönebeck – Wensickendorf) wurde erfolgreich abgeschlossen. Hier erhielt
die Niederbarnimer Eisenbahn den Zuschlag. Die Betriebsaufnahme erfolgt mit
Fahrplanwechsel 2005/2006.

Kontrolle der Verkehrsverträge
Die VBB GmbH übernimmt im Auftrag
der Länder Berlin und Brandenburg das
Vertragscontrolling für sechs geschlossene Verkehrsverträge. Das sind Verträge
mit folgenden Eisenbahnverkehrsunternehmen:
•
•
•
•

DB Regio AG (2 Verträge)
S-Bahn Berlin GmbH
Prignitzer Eisenbahn GmbH
LausitzBahn GmbH/
Connex Sachsen GmbH
• Ostdeutsche Eisenbahn GmbH
Schwerpunkte der Controllingtätigkeit
sind die Überprüfung der Leistungsnachweise und der erbrachten Qualität der
Dienstleistung, die finanzielle Abrechnung der erbrachten Leistungen und
die Fortschreibung der Vertragsparameter, die aus Vertragsänderungen bzw.
-anpassungen resultieren. Im Ergebnis
des Vertragscontrollings wurden in den
vergangenen Jahren vor allem die Nachweise für die Qualität der erbrachten
Dienstleistungen deutlich verbessert.
Gegenwärtig steht die ständige Prüfung
des Qualitätsniveaus im Vordergrund.

12

Stralsund

MecklenburgVorpommern

Nechlin

Stralsund

Rostock

Prenzlau

Neubrandenburg
Neustrelitz
Wismar

Mirow

Putlitz
Karstädt

Groß
Schönebeck
(Schorfheide)
Herzberg
Zehdenick
(Mark)
Neuruppin
BeetzBarnim
Sommerfeld
WensickenKremmen Oraniendorf
burg
Bas- Berlindorf Karow
Hennigsdorf
Bernau

Perleberg

Neustadt
(Dosse)
Havelland

Die sich ändernden Rahmenbedingungen
– verfügbare Infrastruktur, Baumaßnahmen im Netz, Entwicklung der Verkehrsnachfrage – machen es erforderlich, das
Verkehrsangebot regelmäßig anzupassen. Das erfolgt jährlich im Rahmen der
abgeschlossenen Verkehrsverträge. Die
VBB GmbH führt die fahrplanjährliche Bestellung der Verkehrsdienstleistungen für
die Aufgabenträger durch, bzw. unterstützt und berät sie. In diesem Zusammenhang stimmt die VBB GmbH mit den
einzelnen Verkehrsunternehmen die Fahrpläne ab und sichert so eine kundenorientierte Gestaltung der Anschlüsse. Auch
auf Rahmenbedingungen, die sich kurzfristig ändern, reagiert die VBB GmbH flexibel und kann Bestellungen anpassen.
Ein weiterer Aspekt sind Sonderverkehre,
etwa für Großveranstaltungen in Sport,
Kultur oder Tourismus. Hier ist die VBB
GmbH gleichfalls im Auftrag der Länder
Berlin und Brandenburg beratend bzw.
prozessgestaltend tätig.

Stendal

Schwedt
(Oder)
Angermünde

OstprignitzRuppin

Bad Wilsnack

Bestellungen von Mobilität

Templin Stadt

Rheinsberg Oberhavel
(Mark)

Pritzwalk

Salzwedel
Magdeburg

Tantow

Uckermark

Fürstenberg/
Havel

Wittstock (Dosse)

Prignitz

Wittenberge

Szczecin

Waren (Müritz)

Meyenburg

Großwudicke

Polen

Eberswalde

Tiefensee

Rathenow

Märkisch-Oderland

Berlin-Spandau

Seelow

Berlin

Magdeburg

KüstrinKietz
Kostrzyn

Werbig

Fürstenwalde
(Spree)

Wusterwitz

Frankfurt
(Oder)

Potsdam
Brandenburg

Bad SaarowPieskow

Königs
Wusterhausen

PotsdamMittelmark

Zossen

Beeskow

Belzig

Oder-Spree

Luckenwalde

Medewitz (Mark)
Dessau

SachsenAnhalt

DahmeSpreewald

Jüterbog
Blönsdorf

Teltow-Fläming

Klasdorf

Lutherstadt
Wittenberg

Elbe-Elster

Leipzig

Falkenberg
(Elster)

OberspreeDoberlug- waldLausitz

Kirchhain

Rehfeld

Cottbus
Forst

Calau

Herzberg
(Elster)

Dessau

DB Regio AG
LausitzBahn
Ostdeutsche Eisenbahn
Prignitzer Eisenbahn

Guben

Lübbenau
(Spreewald)
Vetschau

Fermerswalde

Streckenaufteilung
im Land Brandenburg

Lübben

SpreeNeiße

Spremberg

Senftenberg
Zittau

Hosena
Prösen
West
Riesa

Prösen
Ost
Dresden

Ortrand

Hoyerswerda

Sachsen

Stand: Juni 2005

13

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

Klares Ziel: mehr Qualität
Für den einen ist die Zuverlässigkeit das wichtigste Kriterium für Attraktivität,
für den nächsten die Sauberkeit und Sicherheit, für einen anderen die gute Information. Qualität im Öffentlichen Personennahverkehr wollen alle. Denn eins ist
sicher: Nur wenn das Angebot stimmt, wenn sich die Fahrgäste wohl fühlen und
sie sich auf Bahn und Bus verlassen können, werden sie immer wiederkommen.
Und nur so wird der Öffentliche Personennahverkehr gegenüber dem Individualverkehr gestärkt. Mit klar definierten Qualitätsstandards stellt der VBB das Angebot im ÖPNV auf eine gemeinsame Basis. Qualität wird dadurch vergleichbar.
Sie lässt sich messen, kontrollieren und steuern. Dies nützt zu allererst den Fahrgästen.

Qualität definieren
Die intensiven Bemühungen des VBB, im
Jahr 2004 ein wirkungsvolles Qualitätsmanagement aufzubauen, haben zu einem konkreten Ergebnis geführt: Mit der
Vorlage eines Leitfadens für „Qualitätsstandards im Verkehrsverbund BerlinBrandenburg“ im Januar 2005 existierte
eine Grundlage, an der sich Qualität im
Öffentlichen Personennahverkehr messen
lassen kann. Bundesweit einmalig dabei
ist, dass diese Qualitätsstandards sowohl
für Regionalzüge, als auch S-Bahnen,
U-Bahnen, Straßenbahn und Busse definiert und beschrieben wurden. Der Leitfaden steht für die Aufgabenträger und die
Verkehrsunternehmen im VBB als Arbeitsgrundlage bei der Erstellung bzw. Fortschreibung von Nahverkehrsplänen und

bei der inhaltlichen Ausgestaltung von
Verkehrsverträgen mit Verkehrsunternehmen zur Verfügung. So werden zukünftig
für alle im Verbund zusammenwirkenden
Verkehrsunternehmen die gleichen Qualitätsstandards gelten. Der ÖPNV in Berlin
und Brandenburg wird dann auch in
Sachen Qualität einheitlich wahrgenommen; dass die Verkehrsangebote durch
die Kunden optimal genutzt werden können, ist eine logische Folge.
Ein weiterer Vorteil besteht in der
einheitlichen qualitativen Bewertung
der erbrachten Verkehrsleistungen hinsichtlich der definierten Qualitätskriterien wie z. B. Pünktlichkeit, Sauberkeit
und Fahrgastinformation. Aktuelle Entwicklungen führen dazu, dass die Qualitätsstandards kontinuierlich fortgeschrieben werden.

Wege je Person/Tag

A

B

Wege je Person/Tag

Zu Fuß

Mit dem Fahrrad

MiV

ÖPNV

Berlin

3,23

28,1 %

7,3 %

43,0 %

21,6 %

Brandenburg

3,13

19,2 %

16,7 %

56,6 %

7,5 %
Quelle: Mobilität in Deutschland 2002

14

Qualität messen
Defizite aufdecken, Mängel zügig beseitigen, Kundenzufriedenheit erhöhen – auf
diese kurze Formel gebracht, kann das
Qualitätsmesssystem beschrieben werden, das im Frühjahr 2005 erstmalig für
Eisenbahnverkehrsunternehmen im VBB
eingeführt wurde. Qualität zu messen ist
nicht einfach. Deshalb beschreitet der
VBB gleichzeitig drei Wege.
Zum einen wird die Einhaltung der in
den Verkehrsverträgen vereinbarten
Standards durch die Verkehrsunternehmen mit Liefernachweis dokumentiert
und durch den VBB kontrolliert. Es wird
die Kundenzufriedenheit gemessen und
die gesamte Reisekette unter Qualitätsaspekten geprüft. Das dabei eingesetzte
Messsystem beruht auf Erhebungen objektiv messbarer Kriterien durch geschultes Personal.
Zweitens hat der VBB damit begonnen, die Kundenzufriedenheit der Fahrgäste als festen Bestandteil in die Abrechnung der Verkehrsverträge im Regionalverkehr zu integrieren.
Drittens hat sich der VBB etwas
ganz besonderes ausgedacht: die QualitätsScouts. Die über 300 ehrenamtlich
tätigen Fahrgäste helfen mit ihren Beobachtungen, das Angebot kritisch unter
die Lupe zu nehmen und somit Verbesserungspotenzial zu ermitteln. Die ausgewerteten Beobachtungen und Hinweise
dienen als Diskussionsansatz insbesondere zur Verbesserung der Anschlussge-

staltung und der umfassenden Fahrgastinformation. Erste Erfahrungen zeigen,
dass die QualitätsScouts qualifiziert und
konstruktiv Informationen und Beobachtungen an die VBB GmbH weitergeben.

Qualität steuern
Der VBB kann sich nicht damit zufrieden
geben, dass Qualität lediglich gemessen
wird. Die Ergebnisse der Messungen werden regelmäßig mit den Verkehrsunternehmen ausgewertet. Was ist gut und
ausbaufähig, wo sind die wunden Stellen,
was kann und muss getan werden? Handlungsschwerpunkte werden definiert und
Maßnahmen festgelegt. Dabei wird neben der Beseitigung akuter Probleme
auch langfristig vorgegangen. Dabei geht
es um Maßnahmen zur Vermeidung von
Qualitätsmängeln, Empfehlungen für
künftige Entwicklungen usw. Die Verkehrsunternehmen bekommen mit den
Messwerten eine Fülle von Anregungen,
für die weitere Arbeit. Sanktionen müssen nicht sein. Die Aufgabenträger erhalten eine Zusammenfassung der Ergebnisse in regelmäßigen Qualitätsberichten.

360° – die Qualitätsstandards
im VBB
• Bedienungsqualität
• Beförderungskomfort und
Ausstattung der Fahrzeuge
• Komfort und Ausstattung
der Haltestellen
• Pünktlichkeit und
Anschlusssicherung
• subjektive Sicherheit
• Sauberkeit
• Kundenservice, Fahrgastinformationen und Vertrieb
• Personal
• Störungsmanagement
• Umweltstandards

15

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

Qualität, die sich sehen lassen kann
Ob die Qualität stimmt, entscheidet am Ende der Fahrgast in Zug, Bus oder Straßenbahn. Dabei gibt es Kriterien, die auf der Hand liegen: Sauberkeit, Pünktlichkeit und Anschlusssicherung, gute Fahrgastinformationen sowie die Kompetenz
und Freundlichkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der VBB definierte
aber auch weitere Kriterien, die wesentlichen Einfluss auf die ÖPNV-Nutzung
haben. Dazu gehören: Erreichbarkeit und der Takt, möglichst direkte Verbindungen und eine ausreichende Zahl an Sitzplätzen.

Begrüßung an der Haltestelle
Der erste Kontakt mit Bahn oder Bus ist
die Haltestelle, hier wird der Fahrgast
durch das Verkehrsunternehmen und den
VBB begrüßt. Deshalb sind innerhalb des
VBB erhebliche Anstrengungen unternommen worden, um Haltestellen zu
schaffen, die leicht erkennbar, gepflegt
und informativ sind. Dabei ist Haltestelle
natürlich nicht gleich Haltestelle und so
werden in Abhängigkeit von Funktion und
Fahrgastaufkommen insgesamt fünf verschiedene Haltestellentypen definiert.
Die Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel beginnt mit dem Einstieg und
der sollte – wie auch der Ausstieg – so
einfach wie möglich und am besten barrierefrei sein. Im VBB sind solche Stan-

oben: Helle Innenräume, freundliches Design,
moderne Fahrgastinformation – die Ansprüche
der Fahrgäste sind hoch
rechts: Bus der Stadtverkehrsgesellschaft
Frankfurt (Oder) mit dem Logo des Zitronenfalters.

16

dards im Regionalverkehr vertraglich
fixiert. Ergonomische und die Kommunikation fördernde Sitze und Sitzanordnungen, kontrastreiche, ertastbare Türöffner,
eine klare Ausschilderung sowie ruckfreie
Beschleunigung und Abbremsungen gehören zu den Kriterien, die innerhalb des
VBB zu erfüllen sind.

Sicherheit geht vor
Haltestellen und Fahrzeuge im Öffentlichen Personennahverkehrs sind öffentliche Orte. Die Fahrgäste müssen sich hier
darauf verlassen können, sicher zu sein.
Dabei spielen objektive Gefährdungen eine weitaus geringere Rolle, als die subjektive Sicherheit, denn nicht überall, wo
es etwas dunkler ist, lauert automatisch

Gefahr. Dennoch wird dieses Problem
sehr ernst genommen. Regelmäßige Kontrollgänge von Sicherheitspersonal in den
Fahrzeugen, in Konfliktmanagement geschulte Mitarbeiter oder Taxirufmöglichkeiten sorgen für mehr Sicherheit und ein
gutes Gefühl bei den Fahrgästen.

Umwelt punktet
Es gibt im öffentlichen Nahverkehr
nichts, was sich nicht auch unter dem
Gesichtspunkt der Qualität betrachten
ließe. Dazu gehört auch der Umweltschutz. Öffentliche Verkehrsmittel sind
dem motorisierten Individualverkehr immer um Längen voraus, gleich, ob es um
Ressourcenverbrauch oder Emissionen
geht. Gleichzeitig gibt es aber auch beim
Umweltschutz nichts, was sich nicht
immer noch verbessern ließe. Die diesbezüglichen Anstrengungen der Verkehrsbetriebe im VBB sind zahlreich.
Ein Beispiel dafür sind die umweltfreundlichen EEV-Busse (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder)
mbH, die mit dem Logo des Zitronenfal-

ters gekennzeichnet sind. Das Logo wurde
vom Bundesumweltministerium für besonders schadstoff- und geräuscharmeBusse verliehen. Mittlerweile gibt es im
Linienverkehr in Berlin und Brandenburg
fast 50 nahezu abgasfreie Busse. Auch
die Lärmemissionen wurden reduziert;
sie werden vom menschlichen Ohr in etwa
nur halb so hoch wie bei herkömmlichen
Fahrzeugen wahrgenommen. Der VBB
unterstützt diese Bemühungen der Verkehrsunternehmen und hat in die Qualitätsstandards auch Empfehlungen für
Umweltstandards einbezogen.

Triebfahrzeug der ODEG
auf dem Weg zur Biodiesel-Tankstelle

17

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

360 Qualität rundum
Eine zentrale Aufgabe des VBB besteht darin, den Fahrgast – es ist nicht lange her,
da hieß er noch bei vielen Verkehrsunternehmen „Beförderungsfall“ – aus der
Anonymität herauszuheben, mit ihm in den Dialog zu kommen, seine Meinung zu
erfahren aber auch seine Interessen zu vertreten. Die Fahrgäste entscheiden über
die Attraktivität durch Annahme der Angebote oder durch Ablehnung. Die vom
VBB initiierten QualitätsScouts sind wichtige Übermittler von Meinungen der Fahrgäste. Ehrenamtlich halten diese Fahrgäste den engen Kontakt zum VBB. Durch ihr
Engagement wird garantiert, dass die Kundeninteressen bereits bei der Planung
des Nahverkehrsangebotes im VBB berücksichtigt werden. Den „grünen Tisch“
für lebensfremde Planungen gibt es beim VBB nicht.

Kundendialog verankert

Dienstleistungs-Qualitätskreis

Sicht des Kunden

Sicht des Verkehrsunternehmens

erwartete
Qualität

angestrebte
Qualität

Messen der
Leistung
objektive
Kriterien

Messen der
Zufriedenheit
subjektive
Kriterien

Der Kundendialog ist bereits seit 2003 ein
wichtiges Thema im VBB. Gemeinsam mit
den Verkehrsunternehmen wurde nach
geeigneten Wegen gesucht. Aus diesen
Überlegungen entstand ein gemeinsames
Managementsystem für den Kundendialog mit seinen„Einheitlichen Standards
für den Kundendialog“. Dessen Einführung wurde vom Beirat der Verkehrsunternehmen Anfang 2004 bestätigt. Ziel
war es, die Kundenzufriedenheit im Verbundsystem zu erhöhen, indem die Fahrgäste bei allen Anliegen schnell und umfassend betreut werden, unabhängig von
der oft umfangreichen Reisekette mit verschiedenen Verkehrsunternehmen. Für
die Entwicklung des Systems wurde die
Arbeitsgruppe „AG Kundendialog“ eingerichtet, in der die hierfür wichtigsten
Verkehrsunternehmen – sie decken ca.
95% der Beschwerden im Verbundgebiet
ab – mitarbeiten.

Fahrgastrechte stärken
wahrgenommene
Qualität

erbrachte
Qualität

Die Europäische Norm, die das Deutsche Institut
für Normung e.V. im Juli 2002 unter dem Kürzel
DIN EN 13816 „Transport - Logistik und Dienstleistungen - Öffentlicher Personenverkehr“ veröffentlicht hat, dient zur Messung der Servicequalität in allen öffentlichen Verkehrsmitteln.

18

Obwohl bislang noch keine gesetzlich
verankerten Fahrgastrechte bestehen,
werden Beschwerden im Verbundgebiet
ernst genommen und mit den Verkehrsunternehmen reguliert. Bei durchschnittlich zwei Beschwerden pro Monat sieht
sich der VBB veranlasst, zwischen Kunde
und Verkehrsunternehmen zu schlichten.
Aufgrund der gemeinsamen Zusammenarbeit im Kundendialogmanagement wer-

den diese Fälle meist unkompliziert bearbeitet. Die „Einheitlichen Standards
zur Bearbeitung von Kundenanliegen“
besagen, dass bei sich zuspitzenden
Streitigkeiten zwischen Verkehrsunternehmen und Kunden der VBB die Beantwortung des Kundenschreibens übernimmt. Der VBB springt auch in solchen
Fällen ein, bei denen die Zuständigkeiten
unklar sind.

Mit den Fahrgästen im Dialog
Am 20. Juni 2004 fand auf dem Bassinplatz in Potsdam der erste „Tag für die
Fahrgäste“ in Berlin und Brandenburg
statt. Siebzehn Verkehrsunternehmen
und über dreißig Aussteller aus den Bereichen Verkehr, Umwelt und Tourismus
stellten der Bevölkerung das umfangreiche Mobilitätsangebot im Verbundgebiet
vor. Mehrere Tausend Besucher, die das
bunte Unterhaltungsprogramm auf der
Hauptbühne und die Diskussionsforen
zu aktuellen ÖPNV-Themen verfolgten,
konnten sich über das Angebot der
Busse und Bahnen im VBB informieren,
ihre Wünsche gegenüber den Akteuren
im ÖPNV formulieren oder einfach nur
ihre Bemerkungen loswerden.
Die erste Imageveranstaltung für
den ÖPNV in Berlin und Brandenburg
wurde ein Erfolg. Der VBB, der den OpenAir-Event veranstaltet hat, wurde bei
der Organisation und Durchführung des
„Tags für die Fahrgäste“ maßgeblich unterstützt durch die Umwelt-, Verkehrs-

und Fahrgastverbände in Berlin und Brandenburg sowie allen Verkehrsunternehmen im VBB.

Das Fahrgastforum
Im Öffentlichen Personennahverkehr bewegen sich nicht nur Busse und Bahnen,
sondern vor allem Menschen. Bei einem
Aufkommen von täglich über 3 Millionen
Fahrgästen im gesamten Verbund bleiben
Beschwerden nicht aus. Gleichzeitig ist
die Kundenzufriedenheit der stärkste Motor der Motivation aller Beteiligten. Der
Kunde ist dabei nicht nur König, sondern
vor allem Geschäftspartner, dessen Wünsche die Unternehmen berücksichtigen
sollten. Der VBB entspricht diesem Gedanken mit dem Fahrgastforum, einer
Einrichtung, die auch von beiden Landesregierungen in Berlin und Brandenburg
begrüßt wird.
Das Fahrgastforum besteht aus 24
Mitgliedern und tritt mindestens viermal
im Jahr zusammen. Die Mitglieder sind
zum einen Fahrgäste, die alle Teile unserer Gesellschaft widerspiegeln: Studenten, Auszubildende, Schüler, Erwerbstätige und Arbeitslose, Senioren, Migranten
und in der Mobilität eingeschränkte Menschen. Der andere Teil des Forums besteht aus Vertretern von Umwelt-, Verkehrs- und Fahrgastverbänden: ADAC,
ADFC, Bahnkundenverband, Berliner
Fahrgastverband IGEB, BUND, Pro Bahn,
VCD, Verbraucherzentralen Berlin und
Brandenburg.

Eine andere Art, mit den Fahrgästen ins Gespräch
zu kommen, ist der „Tag für die Fahrgäste“, bei
dem der VBB mit den Berlinern und Brandenburgern „hautnah“ in Kontakt tritt.

19

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

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Tarife

|

Information

|

Fakten

Angebotsplanung mit Weitsicht
Verkehrsströme der Zukunft voraussehen, Trends aufspüren, aus Visionen planbare Größen entwickeln – das ist Angebotsplanung im Verkehrsverbund. Im Mai
2006 wird in Berlin und Brandenburg mit Eröffnung des Berliner Nord-Süd-Tunnels
eine neue Zeitrechnung im Eisenbahnregionalverkehr anbrechen. Aus dem Norden
und Süden Brandenburgs wird die Metropole wesentlich schneller erreicht, ebenso werden Verbindungen zwischen dem Norden und dem Süden Brandenburgs
schneller. Ein weiterer Aspekt: Mit dem Beitritt der Republik Polen zur Europäischen Union am 1.Mai 2004 gelangte der grenzüberschreitende Regionalverkehr
stärker ins Blickfeld der Angebotsplanung.

Der „Berlin-Brandenburg-Takt“
Mit der Eröffnung des Berliner Nord-SüdTunnels im Mai 2006 ergeben sich umfangreiche Änderungen im regionalen
Schienenverkehr. Bereits zwei Jahre vor
Eröffnung begannen daher beim VBB intensive Planungen zur künftigen Linienführung des Regionalverkehrs. Ziel der
Planungen ist die Einführung des „BerlinBrandenburg-Takts“. Seine Vorteile liegen
in verbesserten Anschlussbeziehungen
zwischen den Regionalbahnlinien untereinander sowie zu den regionalen Buslinien. So werden in Cottbus ab Mai 2006 die
Regionalzüge aus verschiedenen Richtungen innerhalb weniger Minuten eintref-

20

fen. Der Vorteil: Zwischen allen Zügen
ergeben sich schnelle und kurze Umsteigemöglichkeiten.

Gute Anschlüsse im Verbund
Die Anschlussverbindungen sind es, die
aus einzelnen Angeboten im ÖPNV erst
ein umfassendes Netz entstehen lassen.
Das trifft in der Metropole ebenso zu,
wie in den ländlichen Gebieten Brandenburgs. Je besser diese Anschlüsse funktionieren, desto tragfähiger – sprich:
schneller – wird dieses Netz. Denn die
Verkürzung von Umsteigezeiten ist ein
Kosten sparender Weg, die Attraktivität
des ÖPNV zu steigern.

Gerade dort, wo es um Anschlussbeziehungen zwischen Angeboten verschiedener Verkehrsunternehmen geht, wirkt der
VBB gestaltend und koordinierend. Um
die Stärken der unterschiedlichen Verkehrsmittel im öffentlichen Verkehrsnetz
ausspielen zu können, ist die kontinuierliche Verbesserung der Anschlussbeziehungen ein wesentliches Element der
Angebotsplanung. In enger Zusammenarbeit zwischen VBB, Verkehrsunternehmen
und Aufgabenträgern werden fahrplanmäßige Anschlüsse, insbesondere zwischen Bahn und Bus, weiterentwickelt.
Zur Wahrung der Anschlüsse im Verspätungsfall entwickelt der VBB derzeit zusammen mit den Verkehrsunternehmen
ein System zur Anschlusssicherung.

Neue Angebote
Wenn die demographische Entwicklung
den Bedarf nach Mobilität so weit senkt,
dass bisherige Angebote unwirtschaftlich
sind, besteht die Gefahr, dass sie ganz
verschwinden. Der VBB beobachtet solche Tendenzen genau und sucht gemeinsam mit den jeweiligen Verkehrsunternehmen vor Ort nach Lösungen. Vor
diesem Hintergrund unterstützt der VBB
die Einrichtung innovativer Angebotsformen im ländlichen Raum. So entstanden
neue Verkehrsangebote im Rahmen des
Ende 2004 abgeschlossenen Projektes
IMPULS 2005 im Nordosten des Landes
Brandenburg. Es wurde dort ein Konzept
erarbeitet, das aus klassischem Linienver-

kehr mit Bahn und Bus und einem RufbusSystem besteht. Dabei werden die Fahrten auf telefonische Anforderung hin
durchgeführt. Ein weiteres, im VBB
erprobtes Konzept ist der „BürgerBus”,
der am 1. April 2005 in Gransee seinen
Betrieb aufnahm.

EU-Osterweiterung
Zur EU-Osterweiterung am 1. Mai 2004
wurde zwischen Schwedt (Oder) und
Szczecin die erste grenzüberschreitende
Buslinie im VBB eröffnet. Auf dieser Linie
sowie auf den Regionalbahnen nach
Szczecin und Kostrzyn gelten seitdem die
Fahrscheine des VBB. Außerdem wurde
zusammen mit der Wojewodschaft Lubuskie und dem Land Brandenburg das
INTERREG-Projekt JoiTraM ins Leben
gerufen, dessen Ziel darin besteht, die
grenzüberschreitenden Angebote von
Bus und Bahn zu verbessern.
21

Umfeld

|

Dienstleister

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Verträge

|

Qualität

|

Angebote

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Tarife

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Information

|

Fakten

Zwei Länder – ein Tarif
Von Lenzen im äußersten Nordwesten des Landes Brandenburg nach Döbern im
äußersten Südosten sind es rund 350 Kilometer und vom Einsteinturm in Potsdam
zum Einsteinhaus in Caputh nicht einmal 7 Kilometer. Trotzdem gibt es zwischen
beiden Fahrten eine Gemeinsamkeit: Für beide gilt der VBB-Tarif. Das heißt, eine
einheitliche Tarifstruktur mit einem einheitlichen Fahrausweissortiment sowie
einheitlichen Beförderungsbedingungen, Tarifbestimmungen und Informationssystemen. Das Modell für dieses Tarifsystem stammt aus dem Tierreich: die Wabe.

Zwei Länder im Wabennetz

Herzberg

(Mark)

Zehdenick
(Mark)
Neuruppin
Löwenberg
(Mark)
WensickenKremmen Oraniendorf
burg
Basdorf
Hennigsdorf
Nauen

Neustadt
(Dosse)

Rathenow

Berlin-Spandau
Wustermark

R4

R3 R2

Berlin
BerlinSchönefeld
Flughafen

Wusterwitz
Potsdam
Brandenburg

Ludwigsfelde
Zossen
Belzig
Medewitz (Mark)

22

Luckenwalde

Als es darum ging, für das Gebiet des
Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg
ein einheitliches Tarifsystem zu finden,
fiel die Wahl auf den Flächenzonentarif.
So wurde das Gebiet Berlin-Brandenburg
in Waben aufgeteilt, um auch die kurzen
Fahrten im ländlichen Raum hinreichend
differenziert berechnen zu können. Während früher die Fahrten auf dem Land
möglichst exakt nach der zurückgelegten
Strecke abgerechnet wurden, stellen die
Waben eine wesentliche Vereinfachung
dar, die z. B. den Verkauf von Verbundfahrscheinen an Automaten erst möglich
macht. Durch Zusammenlegen von Waben können größere Tarifgebiete, z. B.
kompakte Siedlungsgebiete/Städte oder
Gebietskörperschaften (Landkreise), be-

rücksichtigt werden. Im Tarifbereich Berlin sowie in den Tarifbereichen der kreisfreien Städte wurde das Wabensystem
durch eine Einteilung in die Teilbereiche
A, B und C ersetzt. Die Teilbereiche A und
B werden begrenzt durch die jeweilige
Stadtgrenze; der Teilbereich C umfasst einen ca. 10-15 km breiten Gürtel des umgebenden Landkreises. Für Gemeinden
mit eigenem Stadtverkehr wird ein spezieller Stadtlinientarif angeboten

Die VBB-Umweltkarte
Wie bei Nahverkehrstarifen üblich, ist
der Verbundtarif für verschiedene Zeiträume ausgestaltet. Gerade bei den Einzelfahrausweisen für eine normale Fahrt
– den Eingangsstufen zum Tarif – wurde
auf möglichst hohe Einheitlichkeit geach-

tet. Sie sollten weitgehend den örtlichen
Bedingungen angepasst werden. „Kompatibel und gleichzeitig flexibel“ war die
Vorgabe. Besonderer Schwerpunkt bei
der Entwicklung des VBB-Tarifs waren die
Tarife für längere Zeiträume, die mit wenigen Tarifstufen einfach und überschaubar gestaltet sind.
Übrigens: Die Tarife für Erwachsene –
für längere Zeiträume – tragen jetzt auch
den Zusatznamen „VBB-Umweltkarte“.
Deutlicher kann man nicht ausdrücken,
dass es um mehr geht als „nur“ um ein
Tarif- und Vertriebssystem.
Wenn alle Studierenden in Berlin
und Brandenburg ein Semesterticket besitzen, dann verdanken sie das auch dem
VBB: an 21 Universitäten und Hochschulen der Länder Berlin und Brandenburg
nutzten im Jahr 2004 ca. 145.000 Studierende das VBB-Semesterticket.

Tickets nach Polen
Mit dem 1. Mai 2004 wurden Reisen in
die Republik Polen deutlich einfacher.
Mit Hilfe eines Anschlusstarifes ist es nun
möglich, Züge der Deutschen Bahn bzw.
Linienbusse der Personenverkehrsgesellschaft Schwedt/Angermünde unkompliziert zu nutzen. Der Anschlusstarif gilt
für die DB Strecken Potsdam/Berlin nach
Küstrin-Kietz – Kostrzyn und Potsdam/
Berlin nach Szczecin sowie für die Buslinien der PVG Schwedt nach Szczecin. Es
gibt Einzelfahrausweise, Tageskarten,
7-Tage-Karten und Monatskarten.

Nichtalltägliche Angebote
Besondere Ereignisse erfordern besondere Fahrscheine. Ob Kirchentag, RollingStones-Konzert oder Deutsches Turnfest –
der VBB ist bei der vorbereitenden Organisation dabei. Er kümmert sich um ausreichende ÖPNV-Angebote, gute Informationen für die Gäste und er ist dabei,
wenn Sondertarife ins Leben gerufen
werden. Schließlich sind ereignisbezogene Sondertarife die einfachste Lösung –
für alle Beteiligten. Aber auch wenn es
darum geht, touristische Highlights in
Brandenburg durch Sondertarife noch
attraktiver zu machen, steuert der VBB
Ideen bei.

Tarife, gültig für einen Tag
Einzelfahrausweise (Regel- und Ermäßigungstarif)
Tageskarten (Regel- und Ermäßigungstarif)
Kleingruppenkarten (für Fahrten bis 5 Personen)
Gruppenkarte (für Fahrten ab 4 Personen)
Tarife für längere Zeiträume
VBB-Umweltkarten für verschiedene Zeiträume:
· 7-Tage-Karten
· Monatskarten
· Jahreskarten
· Abonnements
7-Tage-Karten für Auszubildende/Schüler
Monatskarten für Auszubildende/Schüler (auch als Jahres- und Abonnementkarten)
Daneben gibt es für die ABC-Tarifbereiche der kreisfreien Städte sowie für die Orte mit
Stadtlinienverkehr (ehemals Großgemeinden) die 8-Uhr-Karte bzw. die 9-Uhr-Karte
und für den ABC-Tarifbereich Berlin ein 10-Uhr-Monatsticket.
Näheres siehe Tarif-Leitfaden Seite 31

23

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

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Qualität

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Angebote

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Tarife

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Information

|

Fakten

Informationen im Verbund gebündelt
Wer reisen will, muss wissen. Denn hinter der „berühmten“ Fahrt von A nach B
verbirgt sich ein komplexes System mit abgestimmten Linienverläufen, Fahrzeiten
und Anschlussverbindungen. Der Fahrgast selbst benötigt für seine Fahrt nur einen Bruchteil der gesamten Informationen. Aber auch der ist noch so umfassend,
dass eine intelligente kundenfreundliche Aufbereitung der erforderlichen Informationen unumgänglich ist. Viele Rezepte gibt es dafür. Der VBB hat sie geprüft
und eigene Tests gestartet. Herausgekommen ist eine Fahrgastinformation aus
einem Guss, die in Templin nach den gleichen Grundprinzipien funktioniert wie
mitten in Berlin.

Reiseplanung leicht gemacht
Wie war das noch vor 10 Jahren? Jedes
Verkehrsunternehmen hatte sein Fahrplanheft. Wer sich mit den Tabellen auskannte, konnte entnehmen, welcher Bus
des betreffenden Unternehmens wann
wohin fuhr. Aber schon bei der Fahrt in
die nächste Kreisstadt kam ein neuer
Busbetrieb ins Spiel und somit ein neues
Fahrplanheft. Mit diesem Durcheinander
hat der VBB Schluss gemacht. Fast jeder
Landkreis und jede kreisfreie Stadt verfügt nun über ein Fahrplanbuch in dem
alle Verbindungen im ÖPNV abgebildet
sind. Die Fahrplantabellen selbst wurden
von allen unnötigen Informationen be-

24

freit und präsentieren sich jetzt einheitlich, übersichtlich, klar. Die Fahrplanbücher für 9 Landkreise, der Stadt Frankfurt
(Oder) sowie für Berlin und Potsdam in einer Gesamtauflage von ca. 70.000 Exemplaren wurden rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel 2004/2005 ausgeliefert.
Dabei nahm das Fahrplanbuch Berlin und
Potsdam mit einer Auflage von 10.500
Stück eine herausgehobene Stellung ein.
Für alle, die keine Fahrplaninformationen
zur Hand haben, und die sich gern im persönlichen Gespräch informieren lassen,
steht das VBB-Infocenter mit seiner Hotline zur Verfügung. Die freundlichen Mitarbeiter am Telefon beantworten im Durchschnitt 140 Anfragen täglich.

Neue Medien, neue Wege
Die elektronischen Medien haben die Reiseplanung verbessert. Die Ortssuche ist
zur Sekundensache geworden, die richtigen Anschlüsse werden automatisch ermittelt und zahlreiche Zusatzinformationen sind möglich. Das Internet öffnet
neue Möglichkeiten: immer aktuell, erweiterte Suchfunktionen, bis hin zur
Suche von Haus zu Haus. Die online Auskunft VBB-fahrinfo ist eines der beeindruckenden Ergebnisse für das integrierende Wirken des VBB. Denn dieser
Service steht nicht nur im Internet-Auftritt des VBB und der Verkehrsunternehmen zur Verfügung, sondern er kann in
jede Website integriert werden. Der VBB
hat seine Online-Auskunft laufend weiter
ausgebaut und mit rund 1,5 Millionen
Zugriffen im Zeitraum von Juni 2004 bis
Juni 2005 zu einer sehr erfolgreichen Informationsquelle gemacht. Die Zugriffszahlen auf das Internetangebot des VBB
steigen stetig. Dabei wird der OnlineHaltestellenaushang besonders häufig
nachgefragt. Dort haben sich die Nachfragezahlen fast verdoppelt.

ness, Radtouren – der VBB kennt die Region und hält zahlreiche Ausflugstipps
parat. Mehr noch: Der Verbund hat eigene Publikationen herausgegeben, die zu
Fahrten in die nähere Umgebung einladen. Seit einigen Jahren gibt der VBB
eine Kartenfamilie mit Freizeit- und Tourismusinhalten für das VBB-Gebiet heraus. In Zusammenarbeit mit den Kreisen
Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel sowie
den dortigen Tourismusverantwortlichen
ist als neuestes Produkt der VBB-Kartenfamilie im Frühjahr 2005 eine „Freizeitund Tourismuskarte Ruppiner Land“ erschienen. Sie zeigt nach bewährter Weise
die touristischen Angebote in ihrer Verknüpfung mit dem ÖPNV.

Zur Fahrt ermuntern
Reiseplanung fängt für den VBB jedoch
weit vor der konkreten Fahrplananfrage
an. Dann nämlich, wenn den potenziellen
Fahrgästen Reiseanlässe nahegebracht
werden. Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungshinweise, Tipps für Sport und Well25

Umfeld

|

Dienstleister

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Verträge

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Qualität

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Angebote

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Tarife

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Information

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Fakten

Immer mit dabei: Fahrgastinformation
Über 1.000 Linien mit rund 13.000 Haltestellen, 44 Verkehrsunternehmen. Die
Vielfalt der Angebote und deren Darstellung machen eine ordnende Hand erforderlich. Der von den Ländern Berlin und Brandenburg angestrebte ÖPNV aus einem Guss sollte es den Fahrgästen leicht machen, sich an Haltestellen, auf Bahnhöfen und in den Fahrzeugen schnell und einfach zu orientieren. Der VBB schafft
die Voraussetzungen, damit die am Verbund beteiligten Verkehrsunternehmen
diese Einheitlichkeit im Interesse aller Fahrgäste in die Tat umsetzen können.

zwischen der Prignitz und der Lausitz sind
einheitliche Regeln, die mit den Verkehrsunternehmen abgestimmt werden und in
einem laufend fortgeführten Handbuch
der Fahrgastinformation verankert sind,
zum Nutzen der Fahrgäste. Dabei werden
die Interessen der Verkehrsunternehmen
berücksichtigt, indem zwischen notwendigen Regelungen und sinnvoller Flexibilität ein vernünftiger Ausgleich stattfindet.

Integrierte Kommunikation

Ob Haltestelle oder Bahnhof: Die Informationen
für die Fahrgäste entscheiden über die optimale
Nutzung des ÖPNV. Deshalb werden im VBB
erhebliche Anstregungen unternommen die
Informationen zu verbessern und zu vereinheitlichen.

Ein gutes Angebot muss auch kommuniziert werden. Der einheitliche VBB-Tarif
und die abgestimmten Fahrpläne können
nur funktionieren, wenn sie auf einer einheitlichen, abgestimmten Information
beruhen. Der VBB hat die notwendigen
Voraussetzungen für eine integrierte
Kommunikation geschaffen und bestehende Medien und Systeme weiterentwickelt. Der gemeinsame Auftritt der
Partner im Verbund unter dem gemeinsamen VBB-Zeichen war dabei der allererste
Schritt. Festlegungen und Empfehlungen
für die Vereinheitlichung der Fahrgastinformation sind gefolgt. Grundlage für eine Wiedererkennbarkeit der Informationen an Haltestellen und Bahnhöfen

4e Bus

Eine Regel für alle Fälle
Je kürzer eine Information ist, desto prägnanter muss sie ein. Zumal dann, wenn
die Information auf ein einziges Zeichen
reduziert wird. Einheitliche Produktsignets, Liniensignets und Piktogramme
erleichtern den Fahrgästen die Orientie-

4e Ortsplan
Information
1

Endhaltestelle
2

26

2

2

2

Service

rung. Festlegungen zu einheitlichen Benennungen, Schreibweisen und Abkürzungen, zu Liniennummern, Zielanzeigen
und Sonderinformationen bringen Ordnung in eine Vielzahl von Informationen.
Ein Vitrinenkonzept unterbreitet sogar
Vorschläge für eine einheitliche Anbringung von Fahrgastinformationen an Haltestellen und auf Bahnhöfen.

Liniennetze nach einem Rezept
Liniennetzpläne gehören zu den Grunderfordernissen für die Nutzung des ÖPNV.
Schon der Begriff macht es deutlich:
Bahn- und Bus-Linien bilden ein Netz
und erschließen so die Stadt. Nur wenn
dieses Netz verständlich ist, kann das Angebot des ÖPNV optimal genutzt werden.
Daher hat sich der VBB ausführlich mit
der Frage befasst: Wie können Liniennetze möglichst einfach, gut erfassbar gestaltet werden und wie ist es möglich,
alle Stadtverkehre im VBB-Gebiet – vom
S- und U-Bahn-Netz in Berlin bis zum Verkehr in Senftenberg – nach gleichen Prinzipien darzustellen? Das Ergebnis ist eine
gemeinsame Liniennetz-Familie im VBB.

Zukunft mit drei Buchstaben: RBL
Zu Beginn des Jahres 2005 wurde mit
dem RBL, dem rechnergestützten Betriebs-Leitsystem – der vier Verkehrsunternehmen in Barnim, Oberhavel und
Uckermark das erste unternehmensübergreifende System in Betrieb genommen.

Dem folgte die Integration der Daten der
Verkehrsunternehmen aus Cottbus, Guben, Strausberg und Potsdam. Am Ende
des Weges wird ein Fahrgastinformationssystem innerhalb des VBB entstanden
sein, das alle Verkehrsmittel abdeckt
und den Fahrgästen in Bus, Bahn, Straßenbahn, an der Haltestelle und im Internet mit dem VBB-fahrinfo alle wichtigen
Information zu Ankunfts-, Abfahrts- und
Umsteigezeiten ohne zeitliche Verzögerung zur Verfügung stellt.

27

Umfeld

|

Dienstleister

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Verträge

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Qualität

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Angebote

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Tarife

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Information

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Fakten

Zahlen und Fakten
Verbundstruktur

33,1/3 %
Gesellschafteranteile
am Stammkapital der
VBB GmbH:

33,1/3 %

Land Berlin

33,1/3 %

Land Brandenburg
12 Landkreise,
3 kreisfreie Städte zzgl. ZÖLS* mit
2 Landkreisen und 1 kreisfreien Stadt

Aufsichtsrat

Gesellschafterversammlung

• Brandenburg, Berlin
• kommunale Gebietskörperschaften
• ZÖLS*

je 4 Vertreter
je 4 Vertreter
3 Vertreter

• Land Berlin
• Land Brandenburg
• kommunale Gebietskörperschaften

Geschäftsführer der VBB GmbH

Beirat der
Gesellschafter
22 Vertreter

Beirat der
Verkehrsunternehmen

SPNV-Beirat

Fahrgastforum

44 Vertreter
ZÖLS*: Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald

Die Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Stabsstelle
Gremien
Justiziariat / IT
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit

GESCHÄFTSFÜHRER

Bereich Planung und
Konzeption

Bereich Marketing und
Fahrgastinformation

Bereich Tarif- und
Einnahmenaufteilung

Center für Nahverkehrsund Qualitätsmanagement

• Verknüpfung und
Schnittstellen
• Verkehrsplanung
• Statistik

• Marketing
• Fahrgastinformation

• Tarif und Vertrieb
• Einnahmenaufteilung
• Wirtschaftsführung

• Vergabe und Bestellung
• Vertragsmanagement

28

Einheit

Einwohnerzahl

Berlin

Brandenburg

3.391.407

2.582.379

5.973.786
30.367
1.166
10.456
1.065

Gesamtfläche
Verkehrsfläche
Waldfläche
Wasserfläche

km2
km2
km2
km2

891
136
161
59

29.476
1.030
10.295
1.006

Einwohnerdichte

km2

3.804

88

Größte Ausdehnung
Ost-West-Richtung
Nord-Süd-Richtung

km
km

Länge der
Landesgrenze
Höhe über dem
Meeresspiegel
Minimum
Maximum

Berlin/Brandenburg
gesamt

1990
Auftrag aus dem Einigungsvertrag, sich über einen länderübergreifenden Verbund des Öffentlichen Personennahverkehrs im Raum BerlinBrandenburg zu verständigen.
8.12.1994
Gründung der Vorbereitungsgesellschaft mit
dem Ziel, die Grundlagen der Verbundstruktur
aufzubauen.
30.12.1996
Umfirmierung der Vorbereitungsgesellschaft in
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH.

291
244

km

234

m
m

30
115

Einheit

Berlin

Verkehrsunternehmen
Verkehrslinien
• Regionalbahnen
• S-Bahn
• U-Bahn
• Bus
• Straßenbahn
• Fähre
Bahnhöfe (Regional-/S-Bahn)
Haltestellen
Streckennetz
Bahnregionalverkehr, S-Bahn km
Linienlänge ÖPNV*
km
2.056
Anzahl Fahrgäste (VBB)
Mio/jährlich
Mio/täglich Mo-Fr
Zugkilometer im SPNV
• DB Regio AG
Mio km
6,09
• PEG
Mio km
0
• LausitzBahn
Mio km
0
• ODEG
Mio km
0,03
• S-Bahn Berlin GmbH
Mio km
29,40
Summe
Mio km
35,52
Wagenkilometer im ÖPNV* Mio km
245,3
(* U-Bahn, Straßenbahn, Bus)

1.3.1998
Einführung Tarifgemeinschaft Berlin und
Umland.

1.571

24.5.1998
Herausgabe des ersten einheitlichen Fahrplanbuches zum Fahrplanwechsel 30.5.1998; damit
verbunden: erhebliche Erleichterung für die
Fahrgäste bei der Information.

40
201

Brandenburg

VBB
44
43
16
9
949
41
7
357
13.061

26.215

30,82
0,96
0,27
0,16
3,39
35,61
91,4

Die Geschichte der Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg GmbH

2.740
28.721
1.185
3,83
36,91
0,96
0,27
0,19
32,80
71,14
336,7

1.4.1999
Einführung des Verbundtarifes im Land Berlin
und in großen Teilen des Landes Brandenburg –
ausgenommen: das Gebiet des Zweckverbandes
ÖPNV Lausitz-Spreewald (ZÖLS) mit den Landkreisen Elbe-Elster, Spree-Neiße, OberspreewaldLausitz, der kreisfreien Stadt Cottbus sowie Ostprignitz-Ruppin.
1.8.2002
Beitritt des ZÖLS zum Tarifgebiet des VBB.
ab 12/2002
Einheitlicher Fahrplanwechsel der Verkehrsunternehmen im VBB zusammen mit der
Deutschen Bahn AG.
8.4.2003
ZÖLS wird Gesellschafter der VBB GmbH.
1.1.2005
Der Landkreis Elbe-Elster wird Gesellschafter in
der VBB GmbH.
21.3.2005
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin wird
Gesellschafter der VBB GmbH.
Der Beschluss zur Auflösung des Zweckverbandes ÖPNV Lausitz-Spreewald (ZÖLS) ist gefasst.
Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Aufnahme der Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz sowie der kreisfreien Stadt Cottbus in die VBB GmbH.

29

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Tarife

|

Information

|

Fakten

Anteil der einzelnen Fahrausweisgruppen an den
Fahrgeldeinnahmen 2004

2% Sonstige
Tarifangebote
4% Semesterticket
28% Einzelfahrausweise

1% Jahreskarte
Azubi/Schüler

6% Tageskarten
13 % Jahreskarte
Erwachsene

1% Gruppenkarten
2% 7-Tage-Karte
Erwachsene

3% Abonnement
Azubi/Schüler
11% Abonnement
Erwachsene

0,3% 7-Tage-Karten
Azubi/Schüler

9% Monatskarte
Azubi/Schüler

20 % Monatskarte
Erwachsene

Einnahmenentwicklung 1999 – 2004
Einnahmensteigerung Gesamt:

Millionen
EUR
1.000

39,7 %

5%

- 6,2 %

10,8 %

9,6%

900
870

800
Der Einnahmenrückgang im Jahr
2002 ist auf Tarifmaßnahmen (z.B.
Absenkung Schülertarif in Berlin AB)
beim Tarifwechsel zum 1. August
2001 (Preisanpassungsrate gesamt
ca. 3%) sowie auf die leichte
Fahrpreisabsenkung im Zuge der
EURO-Einführung zurückzuführen.
Die Einnahmensteigerung von
10,8% im Jahr 2003 ist auf die
Erweiterung des VBB-Tarifgebietes
im Jahr 2002 zurückzuführen. Seit
dem 1. August 2002 gilt der VBBTarif auch in den Landkreisen ElbeElster, Oberspreewald-Lausitz,
Spree-Neiße und der kreisfreien
Stadt Cottbus.

30

794

764

700

727

717

600
500

521

400
300
200
100
0
1999
April-Dez.

2000

2001

2002

2003

2004

Gültigkeit
Personen/Mitnahme
Zusatznutzen
Hinweise/Einschränkungen
Tickets

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Tarif-Leitfaden

gültig bis 1 Tag
Einzelfahrausweis (z.T. zeitl. begrenzt)
Tageskarte
Kleingruppenkarte
Gruppenkarte
Kurzstrecke (örtliche Regelungen)
Anschlussfahrausweis (ergänzt fehlenden Tarifteilbereich)
Gruppentageskarte für Schüler
Schönes-Wochenende-Ticket

x
x

x
x
x
x

gültig bis 7 Tage
7-Tage-Karte VBB-Umweltkarte
7-Tage-Karte Azubi/Schüler
CityTourCard Berlin AB, 48 Std.
CityTourCard Berlin AB, 72 Std.
WelcomeCard Berlin ABC, 48 Std.
WelcomeCard Berlin ABC, 72 Std.

x
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x

gültig bis 1 Monat
Monatskarte VBB-Umweltkarte
Monatskarte Azubi/Schüler
Schülerticket Berlin AB
Geschwisterkarte für Schüler Berlin AB
9-Uhr-Karte
10-Uhr-Monatsticket Berlin
Monatskarte Fahrrad AB
Monatskarte Fahrrad Verbundgebiet
Freizeitkarte Berlin AB
Berlin-Ticket S AB (seit 1.1.2005)

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gültig bis 1 Jahr
VBB-Umweltkarte Abonnement
VBB-Umweltkarte Jahreskarte
Azubi/Schüler Abonnement
Azubi/Schüler Jahreskarte
Schülerticket Berlin AB Abonnement
Geschwisterkarte für Schüler Berlin AB Abonnement
9-Uhr-Karte Abonnement
9-Uhr-Karte Jahreskarte

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1
1
bis 5
ab14
1
1
ab 10
bis 5

1
1
1
1
1
1

1
1
1
1
1
1

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1
1
1
1
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1
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1

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1
1

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x

Stand: 30.6.2005 • Alle Angaben ohne Gewähr

31

Umfeld

|

Dienstleister

|

Verträge

|

Qualität

|

Angebote

|

Verkehrsunternehmen im VBB

DB Regio AG Deutsche Bahn Gruppe
S-Bahn Berlin GmbH
LausitzBahn GmbH / Connex Sachsen GmbH
Ostdeutsche Eisenbahn GmbH
Prignitzer Eisenbahn GmbH

(DB AG)
(S-Bahn)
(LB / CS)
(ODEG)
(PEG)

Barnimer Busgesellschaft mbH
Busverkehr Oder-Spree GmbH
Berliner Verkehrsbetriebe, AöR
Cottbusverkehr GmbH
Eisenhüttenstädter Personennahverkehr GmbH
Elster-Nahverkehrs GmbH
Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH
Neißeverkehr GmbH
Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mbH
Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH
Personenverkehrsgesellschaft mbH Schwedt/Angermünde
Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH
Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH
Seelower Verkehrsgesellschaft mbH
Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) mbH
Strausberger Eisenbahn GmbH
Strausberger Verkehrsgesellschaft mbH
Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH
Woltersdorfer Straßenbahn GmbH
Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mbH
Verkehrsbetriebe Brandenburg a.d. Havel GmbH
Verkehrsgesellschaft Belzig mbH
Verkehrsgesellschaft Teltow Fläming mbH
Verkehrsgesellschaft Prignitz mbH
Verkehrsgesellschaft Oberspreewald Lausitz mbH
VIP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

(BBG)
(BOS)
(BVG)
(CV)
(EPNV)
(ENV)
(HVG)
(NV)
(ORP)
(OVG)
(PVG)
(RVS)
(SRS)
(SEVG)
(SVF)
(STE)
(SVG)
(SBN)
(WS)
(UVG)
(VBBr)
(VGB)
(VTF)
(VGP)
(VG OSL)
(ViP)

Arno Reich GmbH
G. Anger Busbetrieb GbR
Fritz Behrendt OHG Omnibusbetrieb
Omnibusverkehr A. Glaser
Herz Reisen GmbH
Omnibusunternehmen H.-H. Lange
Omnibusunternehmen G. Lehmann
Beelitz Touristik GmbH (ehem. Lukas)
Personenverkehr M. Müller
Omnibusbetrieb Dieter Obst
DER NIEDERLAUSITZER – Omnibusbetrieb Günther Pietzsch
Omnibusverkehr Peter Reckter
Omnibusbetrieb Wetzel

(Reich)
(Anger)
(Behrendt)
(Glaser)
(Herz)
(Lange)
(Lehmann)
(Beelitz Tour)
(PVM)
(Obst)
(NLS)
(Reckter)
(Wetzel)
Stand: 30.6.05

32

Tarife

|

Information

|

Fakten

Bericht 04I05
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Verbundbericht 2004 | 2005

Hardenbergplatz 2
10623 Berlin
www.vbbonline.de
        
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