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Full text: Tätigkeitsbericht ... Issue 2015

TÄTIGKEITSBERICHT 2015
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.

Inhalt
1.		 Vorwort ................................................................................................	4	
2.		

Profil der Entwicklungsagentur........................................................	6

3.		 Aktivitäten...........................................................................................	12	
	 3.1	 Flüchtlingshilfe für Rheinland-Pfalz
		 Ankunft in Rheinland-Pfalz ................................................................................................................ 	12
		

Ehrenamtliche Hilfe und Spendenkoordination .......................................................................... 	14

		Modellprojekt zur Überwindung von Sprachbarrieren zwischen
Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern und Flüchtlingen ..................................... 	16
	 3.2	 Entwicklung der Region Welterbe Mittelrheintal
		 BUGA 2031 im Mittelrheintal .......................................................................................................... 	20
		UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal –
Entwicklung und Stärkung der Region ........................................................................................... 	22
		

Burgenblogger – Digitales Reporting im Mittelrheintal ........................................................... 	23

	 3.3	Kommunalentwicklung
		 Digitale Dörfer in Rheinland-Pfalz ................................................................................................... 	26

	 3.5	 Demografischer Wandel
		 Demografiefeste Zukunftsstrategie ................................................................................................	 46
		

Unsere kleinsten 100 Dörfer .............................................................................................................	 47

	 3.6	 Europäische Angelegenheiten
		 Auswertung der Projektaufrufe der Europäischen Kommission ............................................	 50
		

Vorbereitung eines Folgeprojektes zum EU-Projekt LIMES ..................................................... 	51

		

Reise zum Hadrianswall in Großbritannien .................................................................................. 	52

		

Förderantrag für das geplante EU-Projekt Roman Future ....................................................... 	54

		

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ....................................................................................... 	55

	 3.7	Wissensmanagement
		Online-Umfrage an Hochschulen zur Zusammenarbeit und zum
Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Kommunen in Rheinland-Pfalz ...................	 58
		Erfassung studentischer Abschlussarbeiten
zu kommunalen Themen und Handlungsfeldern ........................................................................	 59

		 Vergütung von Studienarbeiten .......................................................................................................	 60

		Machbarkeitsstudie zur Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum
am Beispiel des Hunsrück-Nahe-Raumes ..................................................................................... 	28

		 Recherche von Good Practice-Projekten zu kommunalen Handlungsfeldern ...................	 61

		

Unser Dorf für Alle – barrierefrei und altersgerecht .................................................................. 	30

		

Zusammenarbeit und Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Kommunen .............	 62

		Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen Kleinstädten
in Schrumpfungsregionen .................................................................................................................. 	32

4.		

Beirat für Kommunalentwicklung Rheinland-Pfalz ......................	 64

5.		 Öffentlichkeitsarbeit .........................................................................	 65

		

Lebenszykluskostenrechner bei Infrastrukturmaßnahmen ...................................................... 	33

6.		

Mitarbeiter der Entwicklungsagentur .............................................	 66

		

Weiterentwicklung rheinland-pfälzischer Innenstädte ............................................................. 	34

7.		

Veranstaltungen und Termine ..........................................................	 67

		

(Um-)Nutzung von Freiflächen in Kleinstädten ......................................................................... 	35

8.		 Impressum ...........................................................................................	 77

		Förderung der interkommunalen Kooperation im Projekt der Zukunftsinitiative
„Starke Kommunen – Starkes Land“ (SKSL) ................................................................................. 	36

9.		 Kontakt ................................................................................................	 78

	 3.4	 Umgang mit Immobilienleerstand
		 Ausstellung zur Entwicklung der Immobilienleerstände ..........................................................	 40
		Leerstandsrisiko-App –
ein Tool zur bedarfsgerechten Anpassung von Infrastrukturen ..............................................	 41
		

Umgang mit Leerstand ohne professionelles Leerstandsmanagement ...............................	 42

Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine sehr geehrte Damen und Herren,

von Januar bis September 2015 widmete sich die
Entwicklungsagentur verschiedenen modellhaften Projekten der Kommunal- und Regionalentwicklung. Dabei lag der Fokus insbesondere auf
den Themen Demografischer Wandel, Umgang
mit leerstehenden Immobilien in kleinen Kommunen sowie Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Kommunen.
Seit September 2015 unterstützt die Entwicklungsagentur das Land bei der Unterbringung von Flüchtlingen im Rahmen der Flüchtlingshilfe in Rheinland-Pfalz. Daher haben sich die Aktivitäten der
Entwicklungsagentur im letzten Quartal des Jahres
2015 auf die Akquise und Vorbereitung von Flüchtlingsunterkünften in Rheinland-Pfalz konzentriert.

Hochdruck bei der Herausforderung der Unterbringung tausender Flüchtlinge unterstützen. Wir
hoffen weiterhin auf eine angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Viel Vergnügen beim Lesen dieses Tätigkeitsberichts.

Dagmar Barzen
Vorsitzende des Aufsichtsrats der
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.

Einige Projekte des Jahres 2015 werden auch 2016
fortgesetzt. Dabei wird die Entwicklungsagentur
weiterhin eng vom Innenministerium und von der
Technischen Universität Kaiserslautern begleitet.
Mein herzlicher Dank gebührt allen ehrenamtlichen Helfern, Projektpartnern sowie allen kommunalen und institutionellen Akteuren, die uns
im Jahr 2015 begleitet haben. An dieser Stelle gilt
ein besonderer Dank all denjenigen, die uns unter

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1. Vorwort

im Jahr 2015 sind rund 53.000 Menschen vor
Krieg, Elend und Not aus Krisengebieten zu uns
nach Rheinland-Pfalz geflohen. Anfang des Jahres konnte noch kaum jemand mit einer solchen
Entwicklung rechnen. In einer sich immer schneller verändernden Welt brauchen wir heute klare
Antworten, wie wir auf aktuelle Herausforderungen reagieren, um unser Rheinland-Pfalz fit für die
Zukunft zu machen.
Ob Flüchtlingssituation oder Demografischer Wandel, unsere Gemeinden und Kommunen stehen
heute vor vielen Herausforderungen. Hier leistet
unsere Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz einen
wichtigen Beitrag: Die Entwicklungsagentur erarbeitet proaktiv zukunftsfeste Strategien für diese
soziodemografischen Entwicklungen. Die zentrale
Aufgabe der Entwicklungsagentur: Heute Lösungen für das Leben von morgen in unseren rheinland-pfälzischen Städten und Dörfern finden!
Gemeinsam mit der Entwicklungsagentur haben
wir es geschafft, 2015 allen Flüchtlingen ein Dach
über dem Kopf zu geben. Für 2016 gilt: Wir werden diesen guten Weg weitergehen. Darüber hinaus werden Modellprojekte zum Umgang mit
dem Demografischen Wandel und Regional- und

Kommunalentwicklung auf der Agenda der Entwicklungsagentur zugunsten eines zukunftssicheren Rheinland-Pfalz stehen.
Mein Dank gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfern, Bürgerinnen und Bürgern und allen
Partnern, die im Jahr 2015 der Entwicklungsagentur zur Seite gestanden haben. Zudem danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz: Mit
Ihrer besonderen Motivation und Ihrem großen
Engagement schaffen Sie wertvollen Bürgersinn
für die Belange unserer Städte, Gemeinden und
Kommunen. Ich bin sicher, genau damit werden
Sie auch in Zukunft erfolgreich sein, Menschen für
die Projekte der Entwicklungsagentur zu begeistern und weitere Partner zu gewinnen.
Herzlichst Ihr

Roger Lewentz
Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur
Rheinland-Pfalz

1. Vorwort

5

Arbeiten in den Büroräumen der Entwicklungsagentur

Projektleitung durch Austausch mit Kollegen und Partnern

Profil der Entwicklungsagentur

Die Entwicklungsagentur sucht im kommunalen
Leben von heute nach Anregungen für unser kommunales Leben von morgen. Der Verein versteht
sich als Institution, die gesellschaftliche Veränderungen analysiert und daraus Handlungserfordernisse für unsere rheinland-pfälzischen Kommunen und Regionen ableitet. Darüber hinaus
bemüht sich die Entwicklungsagentur um einen
ergebnisorientierten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Dabei strebt sie nach innovativen und realisierbaren Lösungen, die sie in
regionalen und lokalen Modellprojekten erprobt.

6

Die gewonnenen Erkenntnisse stehen beispielsweise durch Publikationen oder Vorträge öffentlich zur Verfügung, so dass alle Akteure und Interessierten in Rheinland-Pfalz gute Beispiele auch in
ihrem Verantwortungsbereich umsetzen können.
Die Projekte der Entwicklungsagentur fokussieren sich auf thematische Schwerpunkte, die sich
jährlich aus der Analyse gesellschaftlicher Ereignisse und Tendenzen ergeben. Einige Projekte
sind langfristig angelegt und werden über mehrere Jahre bearbeitet.

2. Profil

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2015
setzte die Entwicklungsagentur folgende Projektschwerpunkte:
	 Fragen des Demografischen Wandels
	Leerstand
	Kommunalentwicklung
	Regionalentwicklung
	Wissenstransfer zwischen Hochschulen und
Kommunen

Vor dem Hintergrund stark zunehmender Flüchtlingszahlen in Rheinland-Pfalz im zweiten Halbjahr des Jahres 2015 konzentrierte sich die Arbeit
der Entwicklungsagentur im 4. Quartal 2015 auf
die Akquisition und Vorbereitung von Flüchtlingsunterkünften in Rheinland-Pfalz.
Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.
wurde im Jahr 2003 vom Ministerium des Innern,
für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz und
der Technischen Universität Kaiserslautern (TU
Kaiserslautern) gegründet. Sie arbeitet eng mit
dem Innenministerium, Hochschulen und Kommunen zusammen.

2. Profil

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Vertreter der rheinland-pfälzischen Landesministerien, der Mittelbehörden und der TU Kaiserslautern sowie Akteure aus der öffentlichen
Verwaltung und der Privatwirtschaft sind Mitglieder des Vereins.

Vorstand
Rainer Zeimentz steht der Entwicklungsagentur seit dem 1. Januar 2014 als Vorstand vor.
Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich und ist verantwortlich für die laufenden
Geschäfte.

Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat beaufsichtigt den Vorstand
der Entwicklungsagentur bei dessen satzungsgemäßen Aufgaben. Er bestellt den Vorstand,
beschließt den Wirtschaftsplan und die Tätigkeitsschwerpunkte und übernimmt die Prüfung
des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsvorsitzende
ist die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz, Frau Dagmar
Barzen. Im Aufsichtsrat sind insgesamt acht Mitglieder vertreten:
	Dagmar Barzen, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD)
	Dr. Christiane Liesenfeld, Ministerium für
Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie
Rheinland-Pfalz (MSAGD)
	Stefan Lorenz, Technische Universität Kaiserslautern (TU KL)
	Ruth Marx, Ministerium des Innern, für Sport
und Infrastruktur Rheinland-Pfalz (ISIM)
	Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Technische
Universität Kaiserslautern (TU KL)
	Prof. Dr. Helmut Schmidt, Technische Universität Kaiserslautern (TU KL)
	Ralph Spiegler, Verbandsgemeindeverwaltung
Nieder-Olm
	Alexander Wieland, Ministerium der Finanzen
Rheinland-Pfalz (FM)
Der Aufsichtsrat tagt zweimal jährlich. Im Jahr
2015 fanden die Sitzungen am 9. Juli und am 15.
Dezember statt.

Mitglieder im Verein
Der Verein zählte im Jahr 2015 25 Mitglieder.

Herbst 2015: Planung einer Landesunterkunft für Flüchtlinge

8

2. Profil

2. Profil

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3.1	FLÜCHTLINGSHILFE
FÜR RHEINLAND-PFALZ

10

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

11

FLÜCHTLINGSHILFE FÜR RHEINLAND-PFALZ
Ankunft in Rheinland-Pfalz

Projekt Flüchtlingsunterkünfte
Organisation und Koordination von Anmietungen von Immobilien für das Land Rheinland-Pfalz
Anfang September 2015 hat das Land Rheinland-Pfalz die Entwicklungsagentur beauftragt,
geeignete Großimmobilien in allen Landesregionen als Unterkünfte für die täglich wachsende
Anzahl an Flüchtlingen zu akquirieren und vorzubereiten. Diese Erstunterkünfte bieten den
Flüchtlingen in den ersten Wochen nach der
Ankunft in Rheinland-Pfalz zunächst ein „Dach
über dem Kopf“. Versorgung, Betreuung, Gesundheitscheck, Spielstuben für Kinder und erster
Sprachunterricht werden dort ebenfalls angeboten. In diesen Landeseinrichtungen bleiben
Flüchtlinge zwei bis drei Monate und wechseln
anschließend in eine dauerhafte Unterkunft oder
Wohnung in einer der rund 2.200 rheinland-pfälzischen Gemeinden.
Im Jahr 2015 sind rund 53.000 Flüchtlinge in
Rheinland-Pfalz angekommen. Die Entwicklungsagentur hat in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz Landesflüchtlingsunterkünfte mit insgesamt rund 10.000 Plätzen akquiriert und für
die Belegung vorbereitet. Ende des Jahres 2015
waren alle Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz in festen Unterkünften untergebracht.

An der Begehung der angebotenen Immobilien
nahmen, neben den ProjektleiterInnen der Entwicklungsagentur, auch ExpertInnen für Brandschutz
und Flüchtlingsbetreuung teil. Sie erstellten einen
Kriterienkatalog für die EigentümerInnen. Die ProjektleiterInnen der Entwicklungsagentur standen
den EigentümerInnen als AnsprechpartnerIn zur
Seite. Auf Basis der definierten Kriterien erstellten die Immobilien-EigentümerInnen umfassende
Angebote für die Entwicklungsagentur.
Nach Überprüfung der Angebote und nach
Abstimmung mit dem Integrationsministerium
bereitete die Entwicklungsagentur die Immobilien innerhalb von Tagen oder Wochen für
die Belegung vor. Zu diesem Zweck veranlasste die Entwicklungsagentur unter anderem die
Aufstellung von Betten und sanitären Anlagen
oder die Prüfung von Brandschutzkriterien und
Trinkwasserqualität.
Laufzeit: Seit 08/09/2015
Region: Rheinland-Pfalz

Bis zum Tag der Inbetriebnahme hat die Entwicklungsagentur das Anmietungsverfahren einer
Flüchtlingsunterkunft organisatorisch betreut
und begleitet. Sie prüfte die Angebote und vereinbarte einen unverbindlichen Ortstermin.

› www.ea.rlp.de/projekte/flüchtlingshilfe/
Tägliche Aquise und Vorbereitung von Unterkünften für Tausende Menschen auf der Flucht

12

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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FLÜCHTLINGSHILFE FÜR RHEINLAND-PFALZ
Ehrenamtliche Hilfe und Spendenkoordination

Projekt Flüchtlinge – Ehrenamtskoordination
Organisation und Vernetzung der ehrenamtlichen Hilfe und logistische Koordination der
Spenden für Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen
Seit September 2015 unterstützt die Entwicklungsagentur die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz bei der Annahme und Koordination von Sachspenden und
ehrenamtlichen Hilfsangeboten für die Erstaufnahme von Flüchtlingen.
Ein Mitarbeiter der Entwicklungsagentur ist vor
Ort bei der ADD in Trier eingesetzt, um den Einsatz der ehrenamtlichen HelferInnen in den Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA’s)
zu koordinieren und als zentraler Ansprechpartner
Lösungen für Fragen und Probleme zu erarbeiten.
Es handelt sich um die Koordination von Kleider-,
Sach- und Zeitspenden. Darunter fällt zum einen
die Koordination der zentralen Annahme und das
Sortieren von Kleider- und Sachspenden (z.B.
Spielzeug-, und Kofferspenden), zum anderen
das Management von Zeitspenden (z.B. Übersetzungs- und Dolmetscherdienste sowie Hilfen aller
Art) an allen Standorten. Die zahlreichen gemeldeten Hilfsangebote werden mit den Bedürfnissen der AfA’s abgeglichen und anschließend
Liefertermine abgestimmt. Der Ehrenamtskoordinator ruft zu gezielten Spendensammlungen
auf und veröffentlicht diese im Internet und in
der Presse.

Durch den direkten Kontakt mit den ehrenamtlichen HelferInnen können wiederkehrende Fragen
beantwortet werden. Zudem wurde ein zentrales
Organisationsschema für die Arbeiten der AfA’s
in Rheinland-Pfalz ausgearbeitet. Auf diese Weise sind die HelferInnen untereinander vernetzt.
Weiterhin pflegt der Ehrenamtskoordinator eine
Facebook-Seite, die unter anderem die Arbeit der
ehrenamtlichen HelferInnen dokumentiert, die
Öffentlichkeit darüber informiert und Informationen über den Spendenbedarf veröffentlicht.
Darüber hinaus betreut der Ehrenamtskoordinator verschiedene Projekte zwischen den Ehrenamtlichen und der ADD. Dabei werden die Projektziele durch das Hinzuziehen von Fachwissen
von Hochschulen, Polizei und Hilfsdiensten qualitativ gestärkt und weiterentwickelt. Beispiele
hierfür sind der AFA-Guide, der AFA-Infopunkt
sowie das AFA-Leitsystem.
Im Jahr 2015 war der Ehrenamtskoordinator
ferner für den Auf- und Abbau von Alarm- und
Materiallagerhallen zuständig.
Die Ehrenamtskoordination hat Dr. Jörg Bruch,
Projektleiter bei der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, übernommen.
Laufzeit: 08/09/2015 – 31/03/2016
Region: Rheinland-Pfalz

› rlp-hilft@add.rlp.de
› www.facebook.com/hilfe.rlp
Sortierhalle und Notunterkunft in Trier im Winter 2015 mit mehr als 50 Tonnen Kleiderspende

14

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

15

FLÜCHTLINGSHILFE FÜR RHEINLAND-PFALZ
Modellprojekt zur Überwindung von Sprachbarrieren
zwischen Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern
und Flüchtlingen
Projekt Virtueller Dolmetscherpool für
Kommunen
Überwindung von Sprachbarrieren zwischen
Verwaltungsmitarbeitern und Flüchtlingen
im Verwaltungsalltag durch professionelle
Übersetzung
Die Mehrheit der in Deutschland asylsuchenden,
arabischsprachigen Personen verfügt über keine
oder nur geringe Deutschkenntnisse. Sprachbarrieren erschweren die Kommunikation zwischen
Flüchtlingen und kommunalen VerwaltungsmitarbeiterInnen und führen zu erhöhten Anforderungen an die Betreuung.

In der fünfmonatigen Praxisphase von Juni bis
Oktober 2015 erhielten die teilnehmenden Kommunen die Möglichkeit, kostenfrei per Telefon
und E-Mail auf ausgebildete DolmetscherInnen
zuzugreifen. Die DolmetscherInnen waren dabei
in bestimmten Einsatzbereichen bzw. für verschiedene Einrichtungen tätig:
	Erstaufnahmeeinrichtungen,
	 kommunale Verwaltung,
	 medizinische Erstversorgung,
	 Schule und Kindergarten,
	 Beratungsstellen freier Träger.

Vor diesem Hintergrund hat die Entwicklungsagentur die Einrichtung eines professionellen
Dolmetscherpools getestet. Ziel des Projektes ist
es, die Sprachbarrieren zwischen VerwaltungsmitarbeiterInnen und Flüchtlingen auf professionelle Weise zu überwinden.

Besondere Pluspunkte des Projektes waren die
hohe Qualität der Dolmetscherleistung, die Neutralität der DolmetscherInnen und der Datenschutz. Diese Einschätzung wurde im Rahmen
einer Umfrage bestätigt. Der Dolmetscherdienst
erwies sich zudem als niedrigschwellig und konnte problemlos mit der vorhandenen technischen
Ausstattung der beteiligten Kommunen erbracht
werden. Die NutzerInnen des Services reagierten positiv auf das Angebot. Ebenso zustimmend
nahmen die kommunalen Verwaltungen die Einrichtung des virtuellen Dolmetscherpools im
Rahmen der Vorgespräche und Schulungen wahr.
Die vollständigen Ergebnisse sind im Projektabschlussbericht dargestellt.

seitens der Landesregierung geprüft.
Laufzeit: 05/2015 – 10/2015
Region:
	 Landkreis Ahrweiler
	 Landkreis Kaiserslautern
	 Landkreis Mayen-Koblenz
	 Stadt Bad Kreuznach
	 Stadt Kaiserslautern
	 Stadt Landau in der Pfalz
	 Verbandsgemeinde Arzfeld
	 Verbandsgemeinde Bitburger Land
	 Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau

Frau Prof. Dr. Andrea Cnyrim (Hochschule Karlsruhe) und Herr Prof. Dr. Bernd Meyer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) betreuten das
Projekt fachlich. Die ProjektpartnerInnen wurden
von Herrn Miguel Vicente, dem Landesbeauftragten für Integration und Migration in Rheinland-Pfalz, unterstützt. Alle DolmetscherInnen
waren Absolventen oder fortgeschrittene Studierende der Johannes Gutenberg-Universität
Mainz.

	 Verbandsgemeinde Dierdorf

Die örtliche Projektbearbeitung wurde 2015 abgeschlossen. Vor dem Hintergrund stark zunehmender Flüchtlingszahlen im zweiten Halbjahr des
Jahres wird die Verstetigung des Modellprojektes

	 Verbandsgemeinde Weißenthurm

	 Verbandsgemeinde Freinsheim
	 Verbandsgemeinde Hamm (Sieg)
	 Verbandsgemeinde Kandel
	 Verbandsgemeinde Kastellaun
	 Verbandsgemeinde Konz
	 Verbandsgemeinde Linz am Rhein
	 Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen
	 Verbandsgemeinde Weilerbach
	 Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land

› www.dolmetscherpool.org
› www.ea.rlp.de/projekte/flüchtlingshilfe/

16

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

17

3.2	ENTWICKLUNG DER REGION
WELTERBE MITTELRHEINTAL
	

18

3. Aktivitäten

BUGA 2031 – Burgenblogger – Welterbe

3. Aktivitäten

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ENTWICKLUNG DER REGION WELTERBE MITTELRHEINTAL
BUGA 2031 im Mittelrheintal

Projekt Bundesgartenschau (BUGA) 2031
Nachhaltige Steigerung der Bekanntheit der
Region und Entwicklung eines Bürger-Bewusstseins für Belange im Tal
Seit 2002 ist das Obere Mittelrheintal zwischen
Rüdesheim und Koblenz UNESCO Weltkulturerbe. Die Region rund um die Loreley mit einzigartiger Kulturlandschaft leidet jedoch unter Problemen wie Bahnlärm, Bevölkerungsschwund oder
Renovierungsbedarf.
Vor diesem Hintergrund hat das rheinlandpfälzische Ministerium des Innern, für Sport und
Infrastruktur die Entwicklungsagentur mit den
Vorarbeiten zu einer möglichen Bewerbung für
die Bundesgartenschau 2031 beauftragt.
Die Bundesgartenschau würde entlang der
67 Kilometer zwischen Rüdesheim und Koblenz
stattfinden, wobei der Loreley-Felsen den Mittelpunkt bildet.
Ziel einer Bundesgartenschau 2031 im Welterbe
Mittelrheintal ist es, die Bekanntheit der Region
dauerhaft zu steigern. Analog zu der BUGA 2011
in Koblenz würde nachhaltig Bürgersinn für die
Belange im Tal geweckt werden können. Die
gemeinsame Arbeit an diesem ortsübergreifenden Ziel kann dazu beitragen, weitere Maßnahmen im Tal zu verwirklichen. Die Vorbereitung
einer Bundesgartenschau kann außerdem bestehende Planungsstaus lösen.

Bereits im Sommer 2015 organisierte die Entwicklungsagentur die erste zentrale Veranstaltung für kommunale Schlüsselakteure. Es fiel
die Entscheidung, bis April 2016 eine Leitidee
für die BUGA 2031 zu entwickeln. Die Entwicklungsagentur koordiniert die Arbeiten zu einer
BUGA-Vorstudie. Daraus sollen zum Einen erste
praktische Lösungsansätze und ein erster Zeitplan hervorgehen. Zum Anderen werden ein
grober Kostenrahmen und Vorschläge zu einer
Durchführungsgesellschaft für die BUGA 2031
erwartet.
Nach den Richtlinien der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft setzt eine formelle
Bewerbung eine Machbarkeitsstudie voraus. Die
von der Entwicklungsagentur betreute Vorstudie
fungiert als Grundlage einer solchen Machbarkeitsstudie. Eine konkrete Bewerbung für die
BUGA 2031 muss Ende 2016 vorliegen.
Laufzeit: 2015 – 2016
Region: Welterbe Oberes Mittelrheintal
BUGA 2031-Fahnen werden bald am Mittelrhein wehen

› www.facebook.com/buga2031mittelrheintal/

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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ENTWICKLUNG DER REGION WELTERBE MITTELRHEINTAL
UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal –
Entwicklung und Stärkung der Region

ENTWICKLUNG DER REGION WELTERBE MITTELRHEINTAL
Burgenblogger –
Digitales Reporting im Mittelrheintal

Projekt Welterbe Oberes Mittelrheintal

Projekt Burgenblogger

Zukünftige Stärkung der Region Welterbe
Oberes Mittelrheintal durch Ermittlung von
Entwicklungspotenzialen; Ausbau und Weiterentwicklung der regionalen Infrastruktur

Ermittlung der Entwicklungspotentiale, Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit
und des Bekanntheitsgrades und zukünftige Stärkung der Region Welterbe Oberes
Mittelreintal

Unter dem Titel „Treffpunkt Welterbe“ startete die Entwicklungsagentur in Kooperation mit
dem Zweckverband Oberes Mittelrheintal und
der Romantischer Rhein GmbH eine Talk-Reihe,
um ExpertInnen eine Plattform zur Diskussion
über verschiedene Aspekte des Mittelrheintals
zur Verfügung zu stellen.

In der Region Oberes Mittelrheintal wohnen
170.000 Menschen auf einer Länge von 67 Kilometern. Das Tal verfügt über zahlreiche Burgen
und eine beeindruckende Landschaft, hat jedoch
mit Problemen wie Raumnot und Bevölkerungsrückgang zu kämpfen.

In vier Veranstaltungen an vier Standorten im
Mittelrheintal sollten Themen rund um das Welterbe Oberes Mittelrheintal behandelt und in
informellen, jedoch fundierten und fachbezogenen Talkrunden diskutiert werden. Die TalkReihe wird mit Publikum unter Livebedingungen
aufgezeichnet.

Im Jahr 2014 hat die Entwicklungsagentur gemeinsam mit der Rhein-Zeitung und der Generaldirektion Kulturelles Erbe das Projekt Burgenblogger
ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, die
Region nachhaltig zu stärken, indem ihre Entwicklungspotenziale ermittelt und kommunale
Infrastrukturen ausgebaut werden.

Die erste Veranstaltung fand am 9. Juni 2015 in der
Stadthalle Boppard statt. Das Thema der Sendung
war „Gastlichkeit und Angebote im Welterbetal“.

Die erste Burgenbloggerin, die sich unter 724
weiteren BewerberInnen durchgesetzt hat, war
die Journalistin Jessica Schober.

Laufzeit: 2015 – 2016

Jessica Schober hat von Mai bis August 2015 in
der Burg Sooneck im Mittelrheintal gewohnt.
Ihre Tätigkeit bestand im Wesentlichen darin,
die Region zu erkunden, ihre BewohnerInnen
kennenzulernen und täglich in ihrem Blog www.
burgenblogger.de ihre Eindrücke und Erlebnisse
zu dokumentieren.

Region: Welterbe Oberes Mittelrheintal

Jessica Schober war insgesamt vier Monate lang
digitale Reporterin im Mittelrheintal und hat die
Region durch ihre Berichterstattung dauerhaft
belebt. Durch ihre Tätigkeit begründete sie eine
neue Tal-Gemeinschaft, die unter anderem zu
der Einrichtung der Facebook-Gruppe „Du weißt,
Du kommst vom Mittelrhein…“ führte.
Dank des Projektes Burgenblogger gewann die
Region Oberes Mittelrheintal sowohl überregionale als auch mediale Aufmerksamkeit. Im Mai
2016 wird das Projekt fortgesetzt.
Laufzeit: Seit 2014
Region: Welterbe Oberes Mittelrheintal

› www.burgenblogger.de
› www.ea.rlp.de/regionalentwicklung/

22

› www.ea.rlp.de/projekte/regionalentwicklung/

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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3.3	KOMMUNALENTWICKLUNG

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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KOMMUNALENTWICKLUNG
Digitale Dörfer in Rheinland-Pfalz

Projekt Digitale Dörfer
Aufbau von zwei Testregionen in Rheinland-Pfalz, in denen Politik, Kommunen, Forschung und Wirtschaft gemeinsam an digitalen Lösungen für die Zukunft ländlicher Räume
arbeiten und diese erproben
Rheinland-Pfalz ist das Land der Dörfer. In einem
technologischen Zukunftskonzept für Rheinland-Pfalz müssen die ländlichen Räume mit
ihren Besonderheiten berücksichtigt werden.
Informations- und Kommunikationstechnologien werden entscheidende Faktoren sein, um das
Leben in den Dörfern und kleinen Städten langfristig attraktiv zu machen.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der sinkenden Bevölkerungszahlen auf
dem Land, bietet die fortschreitende Digitalisierung ein großes Potenzial, ländliche Regionen für
die Zukunft zu entwickeln. Die meisten Kommunen sind sich dieses Potenzials jedoch kaum
bewusst. Auch die Wirtschaft muss erst den
Markt entdecken, der durch Digitalisierung jenseits der Großstädte entstehen kann.
Ziel des Projektes ist es deshalb, dass Politik,
Kommunen, Forschung und Wirtschaft mit vereinten Kräften an digitalen Lösungen für die
Zukunft ländlicher Räume arbeiten. Dadurch soll
das Leben in den Dörfern und kleinen Städten
künftig erstrebenswerter werden und demografische Defizite überwunden werden.
Für das Projekt wurden zwei Testregionen in
Rheinland-Pfalz ausgewählt. Zu untersuchen
gilt, wie das Potenzial im Bereich Mobilität und
Logistik gewinnbringend mit „smarter“ (softwaregestützter) Technologie zusammengebracht
werden kann. Die Entwicklungsagentur arbeitet
dabei in Kooperation mit dem Ministerium des
Innern, für Sport und Infrastruktur und dem

Fraunhofer Institut für Experimentelles Software
Engineering (IESE).
Durch den Einsatz intelligenter Informationsund Kommunikationstechnologien wird versucht,
folgende Herausforderungen im ländlichen Raum
zu überwinden:
	Mobilität und Logistik – durch Anwendungen, die das Pendeln oder die Nahversorgung
erleichtern und neue Geschäftsmodelle für
den Handel aufzeigen
	Infrastruktur und Gebäudemanagement –
durch eine effiziente Nutzung bestehender
öffentlicher Infrastruktur und Gebäude
	Neue Arbeitsmodelle für den ländlichen
Raum – durch Telearbeitsplätze und neue
Technologien und Organisationsmodelle
Die teilnehmenden Kommunen können durch
das Projekt die Lebensqualität ihrer BewohnerInnen erhöhen. Ebenso besteht für sie die Chance,
sich als innovativen Standort für Unternehmen
und BürgerInnen jeden Alters zu positionieren.
Dabei gilt es, Szenarien zu prüfen, wie modernste Informations- und Kommunikationstechnologien die Zukunftsfähigkeit und Versorgung ihrer
Verbandsgemeinde verbessern können. Es sollen
effektive Strategien und IT-Lösungen entwickelt
und umgesetzt werden.
Laufzeit: 2015 – 2018
Region: Verbandsgemeinden Betzdorf im Landkreis Altenkirchen, Eisenberg und Göllheim im
Donnersbergkreis

› w ww.iese.fraunhofer.de/de/innovation_trends/sra/
digitale_doerfer.html
› www.digitale-doerfer.de/
Projekt Digitale Dörfer wird auf der CEBIT 2016 vorgestellt

26

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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KOMMUNALENTWICKLUNG
Machbarkeitsstudie zur Sicherung der Nahversorgung im
ländlichen Raum am Beispiel des Hunsrück-Nahe-Raumes
Projekt Mobile Nahversorgung SooNahe
Machbarkeitsstudie zur effektiven und ressourcenschonenden Nahversorgung
Der demografische Wandel, sozioökonomische
Veränderungen und die zunehmende Bedeutung
des Online-Handels führen dazu, dass der stationäre Einzelhandel in ländlichen Gebieten schwindet. Bereits heute ist die Versorgung mit Gütern
des täglichen Bedarfs in den ländlichen Räumen
von Rheinland-Pfalz vielerorts problematisch
und damit insbesondere für ältere, wenig mobile Menschen häufig schwierig zu bewältigen. Die
koordinierte Einbindung des Online-Handels
sowie neuer Formen des „Dorfladens“ in die vorhandenen Nahversorgungsstrukturen wird künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen
auf weitere ländliche Gebiete in Rheinland-Pfalz
übertragen werden. Das Konzept wird zunächst
in den Verbandsgemeinden Herrstein und Rhaunen im Landkreis Birkenfeld pilothaft umgesetzt.
Dort soll 2016 ein Aktionsbündnis gegründet und
erste Maßnahmen umgesetzt werden. Von dieser
Kernzelle aus soll das Aktionsbündnis wachsen
und mehr Verbandsgemeinden miteinbeziehen.
Die örtliche Projektbearbeitung wurde 2015
abgeschlossen, der Endbericht mit den Ergebnissen und Handlungsansätzen liegt zur Veröffentlichung vor.
Laufzeit: 01/2015 – 10/2015
Region: Hunsrück-Nahe-Raum

Die Entwicklungsagentur hat deshalb mit dem
Regionalbündnis Soonwald-Nahe e.V. eine
Machbarkeitsstudie beauftragt. Sie soll mögliche
Handlungsansätze aufzeigen, wie eine effektive
und ressourcenschonende Nahversorgung auch
in entlegeneren Ortsgemeinden aufrechterhalten werden kann.
Am Beispiel einer Modellregion mit 20 bis 30
Ortsgemeinden innerhalb der Landkreise Bad
Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück-Kreis
wurde zunächst die aktuelle Ausgangssituation
dokumentiert und analysiert. Die darauf aufbauende Strategie zur Verbesserung der Nahversorgungssituation beinhaltet die beiden Teilaspekte:
	Einrichtung eines Aktionsbündnisses Nahversorgung, welches Politik, Verwaltung und
Nahversorgungsakteure vernetzt,
	Erhalt und Weiterentwicklung bestehender
Strukturen zur langfristigen Sicherung der
Nahversorgung.

› www.regionalbuendnis.de/
› www.soonahe.de/
› www.ea.rlp.de/projekte/kommunalentwicklung/
Nahversorgung im ländlichen Raum muss stationär und mobil konkurrenzfähig sein. Soo Nahe entwickelt sich immer weiter.

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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KOMMUNALENTWICKLUNG
Unser Dorf für Alle –
barrierefrei und altersgerecht
Projekt Unser Dorf für alle
Modellhafte Entwicklung von Aktionsplänen
und Durchführung von Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in
drei Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz
Eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe
für Menschen mit Beeinträchtigungen in allen
rheinland-pfälzischen Kommunen erhöht den
dörflichen und städtischen Lebensstandard und
entspricht der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Vor dem Hintergrund einer
immer älter und immobiler werdenden Bevölkerung gewinnt das Thema der Barrierefreiheit im
öffentlichen Raum außerdem stetig an Bedeutung. Eine flächenhafte Erstellung, Umsetzung
und Fortschreibung kommunaler Aktionspläne
zur Gleichstellung beeinträchtigter Menschen ist
somit erstrebenswert.

Durch das Zusammenführen der Erkenntnisse
aus den Modellgebieten sowie durch eine Evaluierung des Gesamtprozesses entstehen Best
Practice-Beispiele, die anderen Gebieten des
Landes Lösungen aufzeigen können. Im Zuge
der Erstellung eines allgemeinen Handlungsleitfadens werden Erfolgsfaktoren herausgearbeitet und eine praktische Hilfestellung für lokale
Akteure erstellt.
Laufzeit: 2015 – 2016
Region: Verbandsgemeinden Kastellaun, Otterbach-Otterberg und Zweibrücken-Land

Ziel des von der Entwicklungsagentur initiierten
Modellprojektes ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung auf kommunaler Ebene als Querschnittsthema zu etablieren.
Hierbei sollen die strategischen Schnittstellen im
Zusammenhang mit dem demografischen Wandel
und den damit verbundenen Ansprüchen an eine
„altersgerechte Kommune“ aufgezeigt werden.
Das Projekt begleitet drei Verbandsgemeinden
mit ihren Ortsgemeinden dabei, die komplexe Aufgabenstellung auf der örtlichen Ebene zu
konkretisieren. Ein Planungsbüro unterstützt die
Durchführung von Beteiligungsworkshops und
die Aufstellung und Umsetzung kommunaler
Aktionspläne. Die ProjektpartnerInnen kooperieren mit Herrn Matthias Rösch, dem Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen.

› www.ea.rlp.de/projekte/kommunalentwicklung/
Beteiligungsworkshop zur Barrierefreiheit in Kastellaun

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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KOMMUNALENTWICKLUNG
Anpassung des Wohnraumangebotes in
rheinland-pfälzischen Kleinstädten in Schrumpfungsregionen

KOMMUNALENTWICKLUNG
Lebenszykluskostenrechner bei Infrastrukturmaßnahmen

Projekt Wohnraumangebot in
Schrumpfungsregionen

Projekt Lebenszykluskostenrechner

Erarbeitung exemplarischer Handlungskonzepte zur zukunftsfähigen Anpassung des
Wohnraumangebotes in Schrumpfungsregionen am Beispiel von zwei rheinland-pfälzischen Kleinstädten
Der demografische und wirtschaftsstrukturelle
Wandel verändert die Ansprüche der Bevölkerung an Wohnungen, unter anderem in Bezug
auf Größe, Ausstattung, Lage, Barrierefreiheit
und Energieeffizienz. Das vom rheinland-pfälzischen Finanzministerium beauftragte Gutachten
zur „Qualitativen und quantitativen Wohnraumnachfrage in Rheinland-Pfalz bis zum Jahr 2030“
kündigt einen wachsenden Angebotsüberhang
und ausbleibende Investitionen in bestehende
Wohnungen für periphere sowie strukturschwache ländliche Räume an.

In den Modellstädten Rockenhausen und Bernkastel-Kues wurde die Erstellung eines entsprechenden Handlungskonzeptes mit konkreten
Maßnahmen angeleitet. Bis Ende 2016 werden
beide Gemeinden bei der Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen durch ein professionelles
Projektcoaching unterstützt.
Das Projekt wird aus Mitteln des „Experimentellen Wohnungs- und Städtebau“ gefördert.
Laufzeit: 2013 – 2016
Region: Stadt Rockenhausen, Stadt BernkastelKues

In Kooperation mit dem Ministerium des Innern,
für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz und
dem Finanzministerium Rheinland-Pfalz prüft die
Entwicklungsagentur, wie das bestehende Wohnraumangebot in Kleinstädten in Schrumpfungsregionen an die veränderte Nachfragesituation
angepasst werden kann.

Ermittlung von Lebenszykluskosten für kommunale Infrastrukturen in Rheinland-Pfalz im
Zeitraum 2014 bis 2016
Kommunale Infrastruktur (unter anderem Gebäude, Plätze, Straßen, Wasser- und Abwassersysteme sowie Versorgung mit Breitbandzugängen)
wird für Generationen geplant und meistens über
Jahrzehnte finanziert. Gleichzeitig überfordert die
Planung und Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen immer mehr Kommunen. Angesichts
der angespannten Haushaltslagen und des in
Kommunen absehbaren Bevölkerungsrückgangs
steigt die Notwendigkeit über ein umfassendes
Kostenbild zu verfügen. Bei Investitionsentscheidungen müssen langfristige finanzielle Verpflichtungen, die sogenannten Lebenszykluskosten
(Planen, Bauen, Betreiben, Finanzieren, und ggf.
Rückbau), berücksichtigt werden.
Aus diesen Gründen soll mit einem Lebenszykluskostenrechner ein unverbindliches Prognoseinstrument entwickelt werden, das insbesondere (ehrenamtlich tätigen) BürgermeisterInnen
und KommunalpolitikerInnen in kleinen Gemeinden als Entscheidungshilfe dient. Zudem soll der
Lebenszyklusrechner für Akteure und BürgerInnen die zukünftigen finanziellen Belastungen
einer geplanten Infrastrukturmaßnahme transparent darstellen.

› www.ea.rlp.de/projekte/kommunalentwicklung/

Die Entwicklungsagentur baut bei diesem Projekt
auf eine Vielzahl von PartnerInnen und ExpertInnen. In einem ersten Expertenworkshop am
28. Januar 2015 mit VertreterInnen der Kommunalaufsicht sowie verschiedener Ministerien und
Hochschulen wurden die Rahmenbedingungen
für ein Berechnungsmodell eines Lebenszykluskostenrechners erarbeitet:

	Der Lebenszykluskostenrechner soll als webbasiertes Berechnungsmodell aussagefähig,
überschaubar und einfach bedienbar sein.
	Die Kosten sollen als indexierte Bruttozeitwerte (auch pro EinwohnerIn) in einem Cash
Flow dargestellt werden.
	Barwert- bzw. Kapitalwertermittlungen
sowie die Darstellung von Einkünften werden
zunächst nicht einbezogen.
Die Entwicklungsagentur hat während der ersten
Jahreshälfte die Bandbreite, bestehende Datenstrukturen und verschiedene Darstellungsoptionen des Lebenszyklusrechners mit kommunalen
Akteuren auf Grundlage eines Demonstrationsbeispiels erörtert. An den Gesprächen beteiligten sich unter anderem der Ortsbürgermeister
der Gemeinde Carlsberg (Verbandsgemeinde
Hettenleidelheim) sowie VertreterInnen der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim (Landkreis Bad
Dürkheim) und der Kreisverwaltung Bad Dürkheim. Die im Berechnungsbeispiel integrierten
drei Szenarien über wirtschaftliche Rahmenbedingungen motivierten zum Diskurs über die
gesamte kommunale Infrastruktur.
Ergänzend zu den Gesprächsrunden in den Kommunen konnten Expertenmeinungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz zur weiteren
Entwicklung des Berechnungsmodells eingeholt
werden.
Laufzeit: 2014 – 2016
Region: Rheinland-Pfalz

› w ww.bauforum.rlp.de/projekte-und-preise/projekte/
wohnungsmarktgutachten-rheinland-pfalz/

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3. Aktivitäten

› w
 ww.ea.rlp.de/projekte/kommunalentwicklung/

3. Aktivitäten

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KOMMUNALENTWICKLUNG
Weiterentwicklung rheinland-pfälzischer Innenstädte

KOMMUNALENTWICKLUNG
(Um-)Nutzung von Freiflächen in Kleinstädten

Projekt Dialog Innenstadt

Projekt Freiflächen in Kleinstädten

Kooperative Gestaltung des Funktionswandels in Innenstädten und Entwicklung von
Handlungsempfehlungen für ein integriertes Standortmanagement in 17 rheinlandpfälzischen Innenstädten
Innenstädte sind Orte zum Arbeiten und Wohnen, für Versorgung und Handel sowie für Kultur und Freizeitgestaltung. Diese Multifunktionalität und die innerstädtische Baukultur machen
die Innenstadt zum Aushängeschild einer Stadt.
Angesichts des wirtschaftsstrukturellen und
demografischen Wandels ist die Zukunftsfähigkeit des Standortes Innenstadt jedoch vielerorts gefährdet. Einerseits wirken die Stadtkerne
gesichtsloser und austauschbarer, andererseits
bieten angespannte städtische Haushalte nur
sehr begrenzte Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund stehen
die Städte in Rheinland-Pfalz vor der Herausforderung der Entwicklung langfristig attraktiver
und zukunftsfähiger Innenstädte.
Beim Projekt Dialog Innenstadt arbeitet ein
Kooperationsnetzwerk im Auftrag der Entwicklungsagentur an einer Plattform für den Erfahrungsaustausch kommunaler und institutioneller
Akteure zu Themen der Innenstadtentwicklung.
Zudem erfolgt die Qualifizierung der Mitwirkenden durch einen wechselseitigen Wissenstransfer. Die regelmäßigen Arbeitstreffen der 17 Netzwerkstädte sind die Basis eines zielgerichteten
Dialogs. Die öffentliche Veranstaltung „Forum
Innenstadt“ machte die Belange der Städte

innerhalb des Landes bekannt. Am 29. September
2015 fand in Trier das 2. Forum Innenstadt Rheinland-Pfalz statt. Das Thema der Veranstaltung
lautete „Wohnen in der Innenstadt - Zielgruppen, Trends und Herausforderungen“. Im Fokus
standen aktuelle Entwicklungen zur Stärkung des
innerstädtischen Wohnens.
Seit Juni 2015 wird das modellhafte Planspiel
„Standort Innenstadt“ in den teilnehmenden
Kommunen durchgeführt und gibt weitere Impulse für die zukünftige Erneuerung der Innenstädte.
Die Ergebnisse des Wissenstransfers sollen in
einem Leitbild „Integriertes Standortmanagement Innenstadt“ zusammengefasst und entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Anschließend wird die modellhafte
Umsetzung konkreter Maßnahmen in ausgewählten Städten angestrebt.
Das Kooperationsprojekt wird gemeinsam mit 17
rheinland-pfälzischen Städten, dem Fachgebiet
Stadtumbau und Ortserneuerung der Technischen Universität Kaiserslautern und dem Beratungsbüro stadtimpuls durchgeführt.
Das Projekt Dialog Innenstadt Rheinland-Pfalz
wird als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes durch das Bundesministerium für Umwelt, Bau, Naturschutz und
Reaktorsicherheit gefördert.
Laufzeit: 2014 – 2016
Region: Rheinland-Pfalz

Entwicklung von Handlungsempfehlungen
für Freiflächen in drei rheinland-pfälzischen
Kleinstädten
Urbane Freiräume sind ein Faktor für die Lebensqualität des Menschen. Sie dienen der Erholung,
der Gesundheit und der Freizeitgestaltung aller
Generationen und sind damit ein verbindendes
soziales Element. Demografische Veränderungen sowie geänderte Lebensentwürfe stellen
neue Ansprüche an die Gestaltung von urbanen
Freiflächen.
Das im Sommer 2015 abgeschlossene Projekt
Freiflächen in Kleinstädten sollte zeigen, wie sich
die Anforderungen an die innerstädtischen Freiflächen verändern und mit welchen Mitteln deren
Funktionen für die Lebensqualität in Kleinstädten
ausgebaut werden können.

Am 10. Juni 2015 fand die Abschlussveranstaltung mit VertreterInnen der Städte Baumholder,
Edenkoben und Mayen sowie den ProjektpartnerInnen der Technischen Universität Kaiserslautern
und der Entwicklungsagentur statt. Die Vorstellung von kostengünstig realisierbaren Nutzungsmöglichkeiten ausgewählter Flächen in den drei
Modellstädten stand dabei im Vordergrund,
ebenso der jeweilige Pflegeaufwand und die Folgekosten. Der Abschlussbericht mit Handlungsanleitungen für Gemeinden wurde den Modellstädten im August 2015 zur Verfügung gestellt.
Laufzeit: 10/2013 – 08/2015
Region: Stadt Mayen (Landkreis Mayen-Koblenz),
Stadt Edenkoben (Landkreis Südliche Weinstraße)
und Baumholder (Landkreis Birkenfeld)

Die Entwicklungsagentur beauftragte das Lehrund Forschungsgebiet Landschafts- und Freiraumentwicklung der Technischen Universität
Kaiserslautern mit der Untersuchung, wie rheinland-pfälzische Kleinstädte ihre innerstädtischen
Freiflächen in Zeiten finanzieller und personeller
Engpässe gestalten können, unter Einbeziehung
temporärer und bürgerschaftlich getragener
Bewirtschaftungsformen.
In Kooperation mit den drei Städten (3.000 bis
20.000 Einwohner) – Mayen, Edenkoben und
Baumholder – wurden praxistaugliche Handlungsempfehlungen für ausgewählte Freiflächen
entwickelt. Den teilnehmenden Städten bot sich
die Gelegenheit, neue Wege in der Freiflächenplanung zu gehen und damit ihre Standortattraktivität dauerhaft zu sichern.

› www.ea.rlp.de/projekte/kommunalentwicklung/
› www.dialog-innenstadt-rlp.de/

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3. Aktivitäten

› www.ea.rlp.de/projekte/kommmunalentwicklung/

3. Aktivitäten

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KOMMUNALENTWICKLUNG
Förderung der interkommunalen Kooperation im Projekt
der Zukunftsinitiative „Starke Kommunen – Starkes Land“
(SKSL)
Erarbeitung von demografiefesten und übertragbaren Lösungen für Kommunen im Zeitraum 2015 bis 2016
Rheinland-Pfalz muss sich frühzeitig mit den
Herausforderungen des demografischen Wandels, insbesondere in ländlichen Regionen, auseinandersetzen. In den meisten Regionen wird die
Bevölkerung „älter, bunter und weniger“.
Seit Anfang 2014 erproben 13 Verbandsgemeinden (VG) in sechs Modellräumen im Rahmen der
Zukunftsinitiative die praktische Umsetzung von
interkommunaler Kooperation mit Bürgerbeteiligung. Aus den Projektaktivitäten vor Ort sollen
neue Erkenntnisse für eine demografiefeste Kommunalentwicklung und für die Weiterentwicklung der Förderpolitik gewonnen werden. Das
Themenspektrum reicht dabei von Tourismus,
Gesundheit/Pflege und Mobilität über Migration/
Integration, Verwaltungskooperation bis hin zu
Wirtschaftsförderung. Jeder Modellraum erhält
projektbezogene Leistungen wie die Moderation
und Projektsteuerung sowie Kostenzuschüsse für
innovative Aktivitäten.

Es hat sich gezeigt, dass die Projektstrukturen
und die Arbeit des Projektteams die Basis für
die Aktivierung und Organisation der interkommunalen Kooperation bilden. Die Anerkennung
der Notwendigkeit von Kooperation ist nicht
selbstverständlich, sondern wächst in langfristigen Prozessen. Der gemeinsame Nutzen muss
zunächst herausgearbeitet und schnell erkennbar werden. Für die Kooperationsarbeit brauchen die Kommunen Ressourcen und fördernde
Rahmenbedingungen.

Region:
	 VG Alsenz-Obermoschel und VG Meisenheim
	VG Bad Hönningen, VG Linz am Rhein,
VG Waldbreitbach
	 VG Hagenbach und VG Kandel
	 VG Hahnstätten und VG Katzenelnbogen
	 VG Traben-Trarbach und VG Zell (Mosel)
	 VG Wallmerod und VG Westerburg

In den Kommunen konnte im Rahmen von SKSL
Potential für Kooperation und lokales Engagement freigesetzt werden. Als besondere Erfolgsfaktoren für die Kooperation haben sich die Ausund Weiterbildung des Verwaltungspersonals
sowie die Honorierung von Kooperationsprojekten im Rahmen der Förderung erwiesen. Die
Bereitschaft, voneinander zu lernen, wächst und
die Modellräume unterstützen und beraten sich
mittlerweile quer durchs Land.
Laufzeit: 2014 – 2016

› www.starkekommunen-rlp.de/

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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3.4	UMGANG MIT
IMMOBILIENLEERSTAND

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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UMGANG MIT IMMOBILIENLEERSTAND
Leerstandsrisiko-App – ein Tool zur bedarfsgerechten
Anpassung von Infrastrukturen
Projekt Leerstandsrisiko-App
Entwicklung eines web-basierten Anwendertools zur Unterstützung bei der Anpassung
kommunaler Infrastrukturen; Handreichung
konkreter Handlungsempfehlungen je nach
demografischer Bedarfsentwicklung
Gewerbe-Leerstand in Klein- und Mittelstädten

UMGANG MIT IMMOBILIENLEERSTAND
Ausstellung zur Entwicklung der Immobilienleerstände

Projekt Wanderausstellung Tatort_Leere
Sensibilisierung von Bevölkerung und VerantwortungsträgerInnen rund um das Thema
Innenentwicklung und Leerstandsbewältigung;
Anstoß lokaler Veränderungsprozesse
Die Zunahme des Gebäudeleerstands in Rheinland-Pfalz beeinträchtigt nicht nur das Ortsbild vieler Gemeinden und Städte, sondern hat
für immer mehr Menschen persönliche Konsequenzen. Die Voraussetzung für eine stärkere
Beschäftigung mit dem Immobilienleerstand in
Rheinland-Pfalz ist, sich über den Handlungsbedarf bewusst zu werden. Den Verantwortlichen und den EinwohnerInnen fehlen jedoch oft
genauere Kenntnisse im Umgang mit dieser Problematik. Vor diesem Hintergrund startete die
Entwicklungsagentur im Jahr 2012 mit der Wanderausstellung Tatort_Leere eine landesweite
Sensibilisierungskampagne.
Die Wanderausstellung Tatort_Leere hat zum
Ziel, das Thema Immobilienleerstand landesweit stärker in den Fokus zu rücken und vor Ort
Veränderungsprozesse anzustoßen. Durch eine

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kreative Inszenierung und Mitmach-Stationen
werden den BesucherInnen die Ursachen und
Konsequenzen der aktuellen Entwicklung nähergebracht. Sie erhalten umfangreiche Informationen, welche Möglichkeiten sich ihnen im Umgang
mit Leerständen bieten. In fachlichen Begleitveranstaltungen werden gute Handlungsansätze
und Erfahrungen im Umgang mit leerstehenden
Gebäuden diskutiert. Anfang 2013 wurde eine
Kompaktversion von Tatort_Leere entwickelt:
tatort_leere_kompakt.
Durch die Ausstellung ist das Thema Immobilienleerstand landesweit in den Fokus gerückt.
Die Problematik wird zunehmend erkannt und
verschiedene Lösungsansätze (z.B. Wallmeroder
Modell) angegangen. In einigen Gemeinden (u.a.
Pirmasens und Kyllburg) hat die Ausstellung Veränderungsprozesse angestoßen. Tatort_Leere ist
bis heute an 29 Standorten auch außerhalb von
RLP gezeigt worden.

Der demografische Wandel wird die Nachfrage
nach kommunalen Infrastrukturen und Dienstleistungen in Rheinland-Pfalz verändern. Der
Einwohnerrückgang und die stetig zunehmende Überalterung der Bevölkerung werden den
zukünftigen Bedarf an Einrichtungen der Daseinsvorsorge in Rheinland-Pfalz (z.B. Schulen, Kindergärten, Altersheime) erheblich beeinflussen. Vor
diesem Hintergrund hat die Entwicklungsagentur
die Entstehung einer web-basierten Datenbank,
die Leerstandsrisiko-App, initiiert.

Die Konzeption der Berechnungsmethodik sowie
der Aufbau und die Programmierung der Datenbank sind abgeschlossen. Im Oktober 2015 fand
in einem Dialogverfahren mit den Kommunen
ein kommunaler Praxistest zur Optimierung der
Anwenderfreundlichkeit der App statt. 2016
erfolgen die Erarbeitung einer Interpretationshilfe
und die Ausformulierung von ortsspezifischen
Handlungsempfehlungen.
Die Entwicklung der Anwendung findet an der
Technischen Universität Kaiserslautern im Fachbereich Raum- und Umweltplanung statt.
Laufzeit: 2012 – 2016
Region: Rheinland-Pfalz

Die Anwendung liefert kommunalpolitischen
EntscheidungsträgerInnen künftig städtebauliche Orientierungswerte, mit denen sie entsprechend planen können.
Auf Grundlage der Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, sollen künftige Bedarfsveränderungen, z.B. in den Bereichen Wohnen, Versorgung
bzw. Einzelhandel sowie soziale und technische
Infrastruktur, automatisch berechnet werden
können. Je nach demografischer Entwicklung
erhalten die Gemeinden konkrete Handlungsempfehlungen. Die Daten sind bis zur Verbandsgemeindeebene abrufbar.
› w ww.ea.rlp.de/projekte/
leerstand/

Laufzeit: 2011 – 2015
Region: Rheinland-Pfalz
› www.ea.rlp.de/projekte/leerstand/

3. Aktivitäten

› www.ea.rlp.de/projekte/leerstand/

3. Aktivitäten

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UMGANG MIT IMMOBILIENLEERSTAND
Umgang mit Leerstand ohne professionelles
Leerstandsmanagement
Projekt Kommunale ehrenamtliche
Leerstandslotsen
Handlungsansatz zur Bewältigung lokaler
Leerstandsproblematik durch ehrenamtliches
Engagement in kleinen Gemeinden
(unter 1.500 Einwohner)
In Zusammenarbeit mit Kommunalverwaltungen, Ortsgemeinden und engagierten BürgerInnen
hat die Entwicklungsagentur das Konzept der
„Leerstandslotsen“ erarbeitet. Im Rahmen einer
zweijährigen Modellphase (2012 – 2014) wurde es bereits in der kommunalen Praxis erprobt
und optimiert. Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe
von kommunalen ehrenamtlichen Leerstandslotsen kleine Gemeinden in Rheinland-Pfalz (unter
1.500 Einwohner) bei der Leerstandsvermeidung
und -bewältigung zu unterstützten.

Im Übergang vom Modellvorhaben zu einem
regelmäßigen Angebot wurden die weiteren
Schulungen und das örtliche Projektcoaching an
die Landesvereinigung für Ländliche Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz e.V. (LEB) übertragen.
Die Entwicklungsagentur leitete die Weiterführung des Lotsenansatzes an, begleitete den Fortbildungsträger weiterhin und wertete die Ergebnisse aus. Ferner betreute sie den Prozess und den
Projektabschluss lokal in der Verbandsgemeinde
Landstuhl und erstellte einen individualisierten
Lotsenflyer für teilnehmende Ortsgemeinden.
Laufzeit: 2012 – 2015
Region: Landkreis Neuwied, Landkreis Germersheim, Landkreis Südliche Weinstraße, Verbandsgemeinde Landstuhl.

Die Pilotphase wurde im Jahr 2014 vor Ort erfolgreich beendet. Aufgrund des anhaltenden kommunalen Interesses fanden im Jahr 2015 weiterhin
Schulungen auf Kreis- bzw. Verbandsgemeindeebene statt. Zusätzlich wurde ein prozessbegleitendes Projektcoaching zur strategischen Verankerung vor Ort zur Verfügung gestellt.
Treffen der kommunalen Leerstandslotsen in VG Landstuhl

› www.ea.rlp.de/projekte/leerstand/

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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3.5	 DEMOGRAFISCHER WANDEL

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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DEMOGRAFISCHER WANDEL
Demografiefeste Zukunftsstrategie

DEMOGRAFISCHER WANDEL
Unsere kleinsten 100 Dörfer

Projekt Demografie-Checks

Projekt Studie –
Die kleinsten 100 Dörfer in Rheinland-Pfalz

Entwicklung demografiefester Zukunftsstrategien; Anpassung des Changemanagements
rheinland-pfälzischer Verbandsgemeinden an
die demografischen Herausforderungen; Stabilisierung der Kooperationsbezüge zu den
Ortsgemeinden
Der demografische Wandel bringt langfristige
Auswirkungen für rheinland-pfälzische Kommunalverwaltungen mit sich. Sie müssen ihre Aufgabenwahrnehmung und ihr Handeln an die demografischen Entwicklungen anpassen.

Endprodukt des Prozesses ist ein „Fahrplan“, mit
dem eine Verbandsgemeinde langfristig die herausgearbeiteten Themen selbst behandeln kann
und so für künftige Aufgaben vorbereitet ist. Als
Projektabschluss wurde den teilnehmenden Verbandsgemeinden jeweils ein solcher „Fahrplan“
mit konkreten Handlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt.
Laufzeit: 07/2014 – 09/2015
Region: Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land,
Bitburg-Land, Altenkirchen

Im Rahmen des Pilotprojektes wurden für drei
rheinland-pfälzische Verbandsgemeinden (Zweibrücken-Land,
Bitburg-Land,
Altenkirchen)
„Demografie-Checks“ durchgeführt mit dem
Ziel, unter Beteiligung relevanter Schlüsselakteure, eine zukunftsfähige Strategie zu erarbeiten. Diese Strategie ermöglicht eine koordinierte Reaktion der Verbandsgemeinden auf die
Auswirkungen des demografischen Wandels in
bestimmten Handlungsfeldern.

DRheinland-Pfalz hat rund 2.200 Gemeinden.
Die zwei Kleinsten – Dierfeld (Landkreis Bernkastel-Wittlich) und Hisel (Eifelkreis Bitburg-Prüm) –
haben elf Einwohner. Jede Gemeinde, unabhängig
von ihrer Größe, verfügt über ein eigenes kommunalpolitisches Parlament, bestehend aus BürgermeisterIn und Gemeinderat oder -rätin.
Gesellschaftsstrukturelle Umbrüche, wie etwa
der demografische Wandel, können dieses System ins Wanken bringen und stellen seine Funktionalität in Frage. Gleichzeitig bieten unsere 100
kleinsten Dörfer ein besonders gutes Lernfeld im
Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels.
Die Entwicklungsagentur hat ein externes Unternehmen mit einer Studie beauftragt: Sie geht der
Frage nach, wie Kleinstgemeinden auf die Herausforderungen des demografischen Wandels
reagieren und was wir von ihnen in Zeiten des
demografischen Wandels lernen können.

Im Juli 2014 startete das Projekt mit Schlüsselgesprächen vor Ort. Neben einer Situationsanalyse
wurden der Inhalt und Ablauf mit den BürgermeisterInnen und VerwaltungsmitarbeiterInnen
festgelegt. Hierzu fanden verwaltungsinterne
Workshops statt. Die Ergebnisse der Workshops
wurden zudem durch gezielte Expertengespräche
ergänzt. Darauf aufbauend identifizierten VerwaltungsmitarbeiterInnen verschiedene Handlungsfelder, formulierten Ziele und erarbeiteten
erste Maßnahmen und Projekte. Im Rahmen
weiterer Workshops unter Beteiligung der OrtsbürgermeisterInnen und der Verbandsgemeinde-Rätinnen und -räte wurden die Vorschläge
konkretisiert.

Vor diesem Hintergrund wurden bis Ende des Jahres 2015 Leitfragen und Thesen formuliert und
ein entsprechender Fragebogen entwickelt und
getestet. Im Frühjahr 2016 findet die telefonische
Befragung der 100 BürgermeisterInnen statt.
Laufzeit: 08/2015 – 03/2016
Region: Rheinland-Pfalz
(100 kleinste Gemeinden)

› www.ea.rlp.de/projekte/demografischer wandel/

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Empirische Erkenntnisse über den Umgang der
kleinsten rheinland-pfälzischen Gemeinden
mit den Folgen des demografischen Wandels

3. Aktivitäten

› www.ea.rlp.de/projekte/demografischer wandel/

3. Aktivitäten

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3.6	 EUROPÄISCHE ANGELEGENHEITEN

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3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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EUROPÄISCHE ANGELEGENHEITEN
Auswertung der Projektaufrufe der
Europäischen Kommission

EUROPÄISCHE ANGELEGENHEITEN
Vorbereitung eines Folgeprojektes
zum EU-Projekt LIMES

Projekt Auswertung der Projektaufrufe der
Europäischen Kommission

Projekt Vorbereitung eines Folgeprojektes
zum EU-Projekt LIMES

Auswertung von Projektaufrufen (Calls) der
Europäischen Kommission
Die europäische Förderpolitik bietet vielfältige
Chancen für eine zukunftsweisende Entwicklung
der rheinland-pfälzischen Kommunen. Das breite
Spektrum an Fonds und Programmen der Europäischen Kommission ermöglicht die finanzielle
Unterstützung in vielen Themenbereichen der
Kommunalentwicklung.

Dem Projekt steht Frau Dr. Karin Drda-Kühn,
Geschäftsführerin der Media k GmbH und Europäische Botschafterin für weibliches Unternehmertum, beratend zur Seite. Durch das Projekt
werden spezifische Kompetenzen der Entwicklungsagentur zur europäischen Förderpolitik
sowie ein Netzwerk mit europäischen und nationalen PartnerInnen sukzessiv aufgebaut.
Das Projekt ist zeitlich nicht befristet.
Laufzeit: Seit 2014
Region: Rheinland-Pfalz

Die Entwicklungsagentur unterstützt die Nutzung
von EU-Förderprogrammen für die Kommunalund Regionalentwicklung in der Förderperiode
2014 - 2020 durch ein spezifisches Beratungsangebot. Ziel des Projektes ist es, EU-geförderte Projekte initiieren und durchführen zu können. Der Fokus der Entwicklungsagentur liegt
auf den kleinen Querschnittsprogrammen, wie
zum Beispiel COSME, ERASMUS+, ESPON oder
dem Europe for Citizens-Programm. Von Interesse sind dabei Themen mit kommunalpolitischem Hintergrund und Kooperationsprojekte
mit Niedrigschwellenländern.
In diesem Zusammenhang wertet die Entwicklungsagentur seit 2014 die Newsletter verschiedener Generaldirektionen der Europäischen
Kommission und deutscher Kontaktstellen zu
Förderprogrammen aus. Dabei konzentriert sich
die Entwicklungsagentur auf die Bereiche europäische Politik, Veranstaltungen und Projektaufrufe (Calls). Ergänzend werden regelmäßig die
Webseiten der Generaldirektionen und der deutschen Kontaktstellen analysiert.

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3. Aktivitäten

Expertise zur Prüfung der Rahmenbedingungen zur Vorbereitung eines Folgeprojektes
zum EU-Projekt LIMES unter Einbeziehung von
Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas
Das europäische LIMES-Projekt wurde 2011 bis
2013 unter der Koordination des Landes Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der österreichischen Region Donauland-Carnuntum und
der bulgarischen Stadt Ruse mit Unterstützung
der Europäischen Kommission durchgeführt.
Das Projekt hat gezeigt, welches wirtschaftliche,
kulturelle und politische Potenzial sich an der
Schnittstelle von Kulturerbe-Erhalt und Tourismus entfalten kann.

Zur Prüfung der Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zur Vorbereitung eines solchen Folgeprojektes wurde 2014 eine externe Expertise
beauftragt.
Als Teil des Vorklärungsprozesses wurde 2015
der Ansatz zur Entwicklung eines Folgeprojektes
LIMES der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU der Europäischen
Kommission vorgestellt. Von den weiteren Reaktionen der institutionellen EU-EntscheiderInnen
wird es abhängen, wie das Projekt 2016 weiterverfolgt wird.
Laufzeit: 2014 – 2016

Auf Initiative von Herrn Norbert Neuser, Mitglied des Europäischen Parlaments, haben im
Jahr 2014 die Vorarbeiten zu einem möglichen
europäischen Folgeprojekt begonnen, das auch
Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas einbezieht. Für die Limesregion in Rheinland-Pfalz
können sich durch ein solches Projekt Entwicklungschancen und Möglichkeiten einer erfolgreichen Zusammenarbeit auf unterschiedlichen
Ebenen ergeben.

3. Aktivitäten

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EUROPÄISCHE ANGELEGENHEITEN
Reise zum Hadrianswall in Großbritannien

Projekt Reise zum Hadrianswall
in Großbritannien

Kernziele der Reise waren somit:

Reise zum Hadrianswall zum Aufbau eines
Netzwerks und zur Förderung der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustausches
mit britischen PartnerInnen
Der Kulturtourismus ist einer der größten und
am schnellsten wachsenden globalen Tourismusmärkte. Insbesondere für ländliche Räume können sich hier eine Reihe von Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen eröffnen (z.B. Schaffung
von Arbeitsplätzen, Stärkung und Diversifizierung
der Tourismusprodukte, Erhalt der Bevölkerung,
externe Effekte für die lokale Wirtschaft). Unter
den Kulturangeboten in Rheinland-Pfalz kommt
den Welterbestätten eine große Bedeutung zu.
Sie besitzen besonders für internationale Gäste
eine herausragende touristische Anziehungskraft.
Der Hadrianswall in Großbritannien gehört zu
jenen Abschnitten des römischen Limes in Europa, deren Entwicklung und touristische Vermarktung erfolgreich gelungen ist. Im Jahr 2015 sind
MitarbeiterInnen der Entwicklungsagentur zum
Hadrianswall gereist. Diese Reise diente der
Erschließung der Welterbestätten Hadrianswall
und Antoninuswall: Die Kulturdenkmäler sollten
vor Ort kennengelernt und daraus Erkenntnisse
für die Entwicklung des Limes in Rheinland-Pfalz
abgeleitet werden. Darüber hinaus sollte die Reise den Aufbau von Kooperationen und die Initiierung gemeinsamer Projekte zur Entwicklung und
Vermarktung des Limes anstoßen.

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	das Netzwerken mit den wichtigsten Interessensgruppen und BetreiberInnen entlang
des Hadrianswalles;
	Gespräche zu den Chancen und Voraussetzungen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung entlang des Weltkulturerbes Limes;
	das Kennenlernen erfolgreicher Projekte und
relevanter Stätten;
	die Ermittlung von Kooperationsmöglichkeiten bei der touristischen Erschließung und
Vermarktung des Welterbes Limes (unter
anderem bei der Initiierung und Durchführung EU-geförderter Projekte).
Im Jahr 2016 soll eine Limeskonferenz am Weltkulturerbe Obergermanisch-Raetischer Limes in
Rheinland-Pfalz durchgeführt werden. Die bei
der Reise gewonnenen Erkenntnisse sollen dort
analysiert und konkrete Ansätze der Zusammenarbeit mit AkteurInnen am Hadrianswall entwickelt werden. Dazu sollen auch VertreterInnen
des Hadrianswalles eingeladen werden.

Innenminister Lewentz beim Besuch des Tullie House Museums in Carlisle am 5/8/2015

Laufzeit: 2015 – 2016
Region: Limes (Rheintal, Westerwald, Taunus)

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

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EUROPÄISCHE ANGELEGENHEITEN
Förderantrag für das geplante
EU-Projekt Roman Future

EUROPÄISCHE ANGELEGENHEITEN
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Projekt Förderantrag für das geplante
EU-Projekt Roman Future

Projekt Mitarbeit in der LAG-AG Border
Futures – Zukunftsfähigkeit grenzüberschreitender Kooperationen

Neben der Entwicklungsagentur beteiligen sich am
Projekt folgende Unternehmen und Institutionen:

Bewerbung um die Förderung “ROMAN
FUTURE – Collaboration of Three Roman
Routes for Sustainable Global Tourism Market Access” der Europäischen Kommission im
Jahr 2014, in Kooperation mit Unternehmen
und Institutionen aus Italien, Österreich, Bulgarien und den Niederlanden
Das geplante EU-Projekt Roman Future bezieht
sich auf die Ausschreibung der Europäischen
Kommission aus dem Jahr 2014 mit dem Titel
„Transnational cultural tourism products and
Tourism and accessibility for all“. Die Bewerbung
bezieht sich auf das Thema A: “Cooperation projects to support transnational tourism based on
European cultural and industrial heritage“. Das
Projekt soll dazu beitragen, die Themenrouten
Limes, Via Claudia Augusta und die Römische
Kaiserroute gemeinsam zu nutzen und für internationale Tourismusmärkte vorzubereiten. Dabei
sollen bereits bestehende Angebote verbunden
und weiterentwickelt werden sowie vorhandenes
Know-how ausgetauscht und Aktivitäten nachhaltig vernetzt werden.

54

	 Naturparkregion Reutte/Österreich,
	 INI-Novation Bulgaria OOD/Bulgarien,
	 Consorzio Turistico Dolomiti Prealpi/Italien,
	Regio August Tourismus GmbH/Deutschland
sowie die
	Stichting Romeinse Limes Nederland/
Niederlande.
Die Naturparkregion Reutte ist dabei als Projektkoordinator vorgesehen.
Die Europäische Kommission hat im Juni 2015
mitgeteilt, dass der Förderantrag die notwenige
Punktzahl vorerst nicht erreicht hat. Sie hat die
Antragsteller jedoch aufgefordert, den Antrag zu
überarbeiten und erneut einzureichen. Deshalb
sollen 2016 die Möglichkeiten und Chancen einer
erneuten Einreichung des Förderantrages Roman
Future geprüft und genutzt werden.
Laufzeit: 2014 – 2015
Region: Rheinland-Pfalz

3. Aktivitäten

Beitrag der Entwicklungsagentur zur LAG-AG
(2014 – 2016) zum Thema: „Kulturerbe als
touristische Entwicklungsressource von
Grenzregionen“
Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland der Akademie
für Raumforschung und Landesplanung (ARL)
hat 2014 die Arbeitsgruppe „Border Futures –
Zukunftsfähigkeit grenzüberschreitender Kooperationen“ gebildet. Diese hat sich zum Ziel
gesetzt, die grenzüberschreitende Kooperation
im europäischen Kontext im Rahmen der Grenzraumforschung zu analysieren. Die Erkenntnisse sollen für Grenzregionen im Gebiet der LAG
verwendet werden. Thematisiert werden Fragen
zu neuen räumlichen Funktionalitäten und Planungsinstrumenten sowie die Möglichkeiten, die
die Programmperiode 2014 - 2020 der EU-Strukturpolitik für Grenzregionen bietet.

des Kulturerbes thematisiert. In den Grenzregionen wurden die institutionellen Voraussetzungen
zur grenzüberschreitenden Entwicklung des Kulturtourismus, die bestehenden Vermarktungsansätze sowie die kulturhistorischen Potenziale
des Kulturerbes ermittelt und diskutiert. Daraus leitete die Entwicklungsagentur Ziel- und
Handlungsempfehlungen zur Inwertsetzung und
Erschließung des kulturellen Erbes für die zwei
Grenzregionen ab.
Im Jahr 2015 fanden drei Sitzungen der Arbeitsgruppe statt. Die Beiträge der Mitglieder wurden
im Rahmen eines Planerforums der LAG am 9.
Oktober 2015 vorgestellt und diskutiert. Die Beiträge werden voraussichtlich 2016 durch die Akademie für Raumforschung und Landesplanung
veröffentlicht.
Laufzeit: 2014 – 2016
Region: Welterbe Oberes Mittelrheintal, Großregion und Metropolregion Oberrhein

Der Beitrag der Entwicklungsagentur zur Arbeitsgruppe hat die Nutzung des Kulturerbes als Entwicklungsressource zum Gegenstand. Seit 2014
befasst sich die Entwicklungsagentur mit den
bestehenden Rahmenbedingungen zur touristischen Nutzung des kulturellen Erbes in den beiden Grenzregionen Großregion und Trinationale
Metropolregion Oberrhein (TMO). Dabei wurden
die Programme und Initiativen der Europäischen
Union zum Schutz, zur Erhaltung und zur Nutzung

3. Aktivitäten

55

3.7	WISSENSMANAGEMENT

56

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

57

WISSENSMANAGEMENT
Online-Umfrage an Hochschulen zur Zusammenarbeit
und zum Wissenstransfer zwischen Hochschulen und
Kommunen in Rheinland-Pfalz

WISSENSMANAGEMENT
Erfassung studentischer Abschlussarbeiten
zu kommunalen Themen und Handlungsfeldern

Projekt Online-Umfrage an Hochschulen zur
Zusammenarbeit und zum Wissenstransfer
zwischen Hochschulen und Kommunen in
Rheinland-Pfalz

Projekt Erfassung studentischer Abschlussarbeiten zu kommunalen Themen und
Handlungsfeldern

Auswertung der 2014 durchgeführten OnlineBefragung an rheinland-pfälzischen Hochschulen zur Zusammenarbeit zwischen Hochschulen
und Kommunen in Rheinland-Pfalz
Mit der Gründung von Hochschulen war die
Erwartung verbunden, dadurch auch die Entwicklung von Kommunen und Regionen nachhaltig und
gezielt zu fördern. Angesichts des demografischen
Wandels und den damit verbundenen kommunalen Herausforderungen werden diese Erwartungen
an die Hochschulen im politischen und gesellschaftlichen Diskurs eine wichtige Rolle spielen.

Bedeutung der Zusammenarbeit mit Kommunen in
Rheinland-Pfalz für die sich an der Befragung beteiligten
Fachgebiete von Hochschulen:

sehr hohe
Bedeutung

31,88 %

hohe
Bedeutung

27,54 %

Im Jahr 2014 hat die Entwicklungsagentur eine
Online-Umfrage an den Hochschulen in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Ziel der Befragung war
es, ein Bild über die Zusammenarbeit und den
Wissenstransfer zwischen Hochschulen und
Kommunen in Rheinland-Pfalz zu bekommen,
um so entsprechende Empfehlungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit abzuleiten.
Dazu wurden alle Fachgebiete an Hochschulen (Universitäten, Fachhochschulen) in Rheinland-Pfalz angeschrieben, die sich nach aktuellem Erkenntnisstand in Lehre und Forschung
mit kommunalrelevanten Themen und Handlungsfeldern befassen. Die Befragung erfolgte im
Zeitraum vom 17. Oktober 2014 bis 6. Dezember 2014. Die Ergebnisse wurden im Jahr 2015
ausgewertet.
Im Juni 2015 haben Vertreter der Hochschulen, Kommunen und des Kultusministeriums die
Ergebnisse der Befragung und die daraus abgeleiteten Beschlüsse ausgewertet.
Die Diskussion soll 2016 fortgeführt werden.
Zusammen mit den ExpertInnen sollen konkrete Initiativen zur Förderung des Wissenstransfers
zwischen Hochschulen und Kommunen entwickelt und angestoßen werden. Die Befragungsergebnisse werden 2016 auf der Homepage der
Entwicklungsagentur veröffentlicht.
Laufzeit: 2014 – 2016

mittlere
Bedeutung

geringe
Bedeutung

Studentische Abschlussarbeiten können wichtige Beiträge zur Kommunalentwicklung in Rheinland-Pfalz leisten. Voraussetzung dafür ist, dass
sie aktuelle kommunale Herausforderungen thematisieren, in Zusammenarbeit mit Kommunen
modellhafte Lösungsansätze entwickeln und so
Ideen, Konzeptvorschläge und Handlungsansätze
für die kommunale Praxis liefern.
Ziel des Projektes ist es, studentische Abschlussarbeiten (primär Master-, Magister-, Diplom- und
Examensarbeiten), die kommunalrelevante Themen behandeln, steckbriefartig zu erfassen und
die erfassten Informationen den Kommunen kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Das Projekt ist
zeitlich nicht befristet.
Die bundesweite Erfassung der Studienarbeiten
erfolgte im Jahr 2014 über die Webseiten von
Fachgebieten an Hochschulen, Hochschulbibliotheken und Datenbanken und durch die direkte Befragung von Fachgebieten an Hochschulen in Rheinland-Pfalz. Die Auswertung hat im
Jahr 2014 begonnen und wurde im Jahr 2015
abgeschlossen.

	eine Übersicht über Studienarbeiten nach
kommunalen Handlungsfeldern, einschließlich einer steckbriefartigen Vorstellung der
Studienarbeiten (Thema und Autor, Art der
Studienarbeit, Erscheinungsjahr, Bezugsmöglichkeit, Download-Möglichkeit, usw.);
	Hinweise, wie über die Hochschulbibliotheken in Rheinland-Pfalz Studienarbeiten zu
kommunalrelevanten Themen und Handlungsfeldern recherchiert werden können;
	eine Auflistung der Fachgebiete von Hochschulen, auf deren Webseiten studentische
Abschlussarbeiten zu kommunalrelevanten
Themen veröffentlicht werden.
Die Übersicht soll 2016 aktualisiert werden.
Laufzeit: Seit 2014
Region: Rheinland-Pfalz

11,59 %

sehr geringe
Bedeutung

2,90 %
0 %

58

Region: Rheinland-Pfalz

26,09 %

Auswertung der 2014 erfassten studentischen Abschlussarbeiten zu kommunalen
Themen und Handlungsfeldern und Information der Kommunen über die Ergebnisse

Die Ergebnisse wurden im August 2015 auf der
Webseite der Entwicklungsagentur veröffentlicht. Damit hat die Entwicklungsagentur den
Kommunen folgende Informationsgrundlagen
zur Verfügung gestellt:

10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

› www.ea.rlp.de/projekte/wissenstransfer/

3. Aktivitäten

› www.ea.rlp.de/projekte/wissenstransfer/

3. Aktivitäten

59

WISSENSMANAGEMENT
Vergütung von Studienarbeiten

Projekt Vergütung von Studienarbeiten
Vergütung von Leistungen zur Förderung der
Kommunalentwicklung im Rahmen studentischer Abschlussarbeiten an Hochschulen in
Rheinland-Pfalz
Die Entwicklungsagentur vergütet seit 2015 herausragende Leistungen und Beiträge zur Kommunalentwicklung im Rahmen studentischer
Abschlussarbeiten, vorrangig Diplom-, Masterund Magisterarbeiten. Damit sollen Arbeiten zu
kommunalrelevanten Handlungsfeldern angeregt und die Zusammenarbeit und der Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Kommunen
in Rheinland-Pfalz gefördert werden.
Alle Hochschulleitungen sowie die Fachbereiche,
Fachgebiete, Studentenvertretungen und Vertretungen des Allgemeinen Studentenausschusses
(ASTA) an den Hochschulen in Rheinland-Pfalz
wurden über das Projekt informiert und gebeten,
Studierende auf das Projekt hinzuweisen.

WISSENSMANAGEMENT
Recherche von Good Practice-Projekten
zu kommunalen Handlungsfeldern
Berücksichtigung der Neuordnung des
Loreleyplateaus;
	Evaluation des Projektes „Virtueller
Dolmetscherpool“;
	Förderung von Innovationen in urbanen Räumen – Handlungsempfehlungen für ein nachhaltiges Stadtmanagement;
	Auswirkung der aktuellen Immigrationsdynamik auf die kommunale Wohnraumsituation des saarländischen Mittelzentrums
„Neunkirchen“.

Die in den Studienarbeiten gewonnenen Ergebnisse zur Kommunalentwicklung werden im Frühjahr 2016 auf der Homepage der Entwicklungsagentur veröffentlicht und so allen Kommunen
in Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. Auch
2016 sollen geeignete Studienarbeiten vergütet
werden.
Laufzeit: Seit 2015
Region: Rheinland-Pfalz

Im Jahr 2015 wurden sieben Abschlussarbeiten
mit folgenden Themenstellungen vergütet:
	Herausforderung Fachkräftemangel: Eine
Strukturuntersuchung neuer Möglichkeiten
der Mitarbeitergewinnung und -bindung –
Dual Career Couples in der Metropolregion
Rhein-Neckar;

Projekt Recherche von Good PracticeProjekten zu kommunalen Handlungsfeldern
Recherche und Sammlung von Good PracticeProjekten zu kommunalen Handlungsfeldern,
um Kommunen bei der Bewältigung kommunaler Herausforderungen zu unterstützen
Ziel des Projektes ist es, gute Projektbeispiele
zu kommunalrelevanten Handlungsfeldern zu
ermitteln und steckbriefartig vorzustellen, um
damit die Kommunen bei der Bewältigung der
bestehenden kommunalen Herausforderungen
zu unterstützen.
Die Recherche und Sammlung von Projektbeispielen erfolgt seit 2014 über die Analyse von
Webseiten zahlreicher Institutionen auf Bundesund Landesebene sowie über die Auswertung
von Datenbanken und Wettbewerben. Ergänzend
werden Institutionen (u.a. Hochschulinstitute) zu
Good Practice-Projekten befragt. Zunächst wurden 2014 für 30 kommunalrelevante Handlungsfelder Good Practice-Projekte ausgewählt und
steckbriefartig darstellt. 2015 wurde die Zusammenstellung an Projektbeispielen aktualisiert
und um Projektbeispiele für das Handlungsfeld
Flüchtlingsmanagement ergänzt.

AnsprechpartnerInnen. Die Steckbriefe ermöglichen es Kommunen, sich schnell über geeignete
Projekte zu informieren und bei Bedarf weitergehende Informationen einzuholen. Eine Übersicht
über die herangezogenen Quellen erleichtert es,
weiterführende Recherchen durchzuführen.
Das Projekt ist zeitlich nicht befristet. Die 2015
aktualisierte und ergänzte Zusammenstellung an
Steckbriefen für Good Practice-Projekte sowie
die Übersicht der herangezogenen Quellen für
die Recherche werden 2016 auf der Homepage
der Entwicklungsagentur veröffentlicht und so
den Kommunen zur Verfügung gestellt. Eine weitere Differenzierung und Aktualisierung der kommunalen Handlungsfelder und Projektbeispiele
ist in 2016 vorgesehen.
Laufzeit: Seit 2014
Region: Rheinland-Pfalz

Die Steckbriefe beinhalten eine kurze Projektvorstellung (Projekttitel mit Ortsangabe, Laufzeit,
Anlass und Zielsetzung, Vorgehensweise, Ergebnisse), Hinweise auf die zugrundeliegende Quelle, weiterführende Informationen (unter anderem Downloadmöglichkeit von Berichten) sowie

	Städtebauliche Gebote, bezogen auf das
Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot, Rückbaugebot sowie Baugebot am
Beispiel des ehemaligen Café Benz in Bingen
am Rhein;
	Sicherstellung der Grund- und Nahversorgung im ländlichen Raum;
	Entwicklung eines Verkehrsmanagementsystems für das UNESCO Weltkulturerbe
Oberes Mittelrheintal unter besonderer
› www.ea.rlp.de/projekte/wissenstransfer/

60

3. Aktivitäten

› www.ea.rlp.de/projekte/wissenstransfer/

3. Aktivitäten

61

WISSENSMANAGEMENT
Zusammenarbeit und Wissenstransfer zwischen
Hochschulen und Kommunen
Projekt Ansprechpartner und Einrichtungen
zu kommunalen Handlungsfeldern an Hochschulen in Rheinland-Pfalz
Fortschreibung einer Übersicht von AnsprechpartnerInnen und Einrichtungen an Hochschulen in Rheinland-Pfalz zu kommunalen
Handlungsfeldern
Im Zusammenhang mit den Herausforderungen,
vor denen Kommunen durch den demografischen Wandel stehen, kommt dem Wissens- und
Erfahrungsaustausch zwischen Hochschulen und
Kommunen eine große Bedeutung zu.
Ziel des Projektes war es vor diesem Hintergrund,
Verantwortlichen und allen Akteuren auf kommunaler Ebene, die Information zur Verfügung zu
stellen, an welche Hochschulen und Fachgebiete
in Rheinland-Pfalz sie sich zur wissenschaftlichen
Unterstützung wenden können.

Die Übersicht macht deutlich, dass sich die Hochschulen in Rheinland-Pfalz mit einer Vielzahl
kommunalrelevanter Themen und Fragestellungen befassen und deshalb wichtige Beiträge zur
Bewältigung der kommunalen Herausforderungen leisten können. Sie ermöglicht es den Kommunen, gezielt Fachgebiete in Fragen der nachhaltigen Kommunalentwicklung zu konsultieren
und in ihre Projekte einzubinden.
Auf der Webseite der Entwicklungsagentur kann
die Übersicht kostenlos heruntergeladen werden.
Laufzeit: 2014 – 2015
Region: Rheinland-Pfalz

Die erstellte Übersicht listet die Fachgebiete an
den Hochschulen in Rheinland-Pfalz auf, die aufgrund ihrer Forschungsprofile und Lehrangebote
die Kommunen unterstützen können. Die Auflistung erfolgt nach kommunalen Handlungsfeldern. Neben den Kontaktdaten werden spezifische
Beiträge zu den kommunalen Handlungsfeldern
aufgeführt. Die Fortschreibung basiert auf einer
2014 durchgeführten Online-Umfrage an Hochschulen in Rheinland-Pfalz.

› www.ea.rlp.de/projekte/wissenstransfer/

62

3. Aktivitäten

3. Aktivitäten

63

BEIRAT FÜR KOMMUNALENTWICKLUNG
RHEINLAND-PFALZ

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Der im Jahr 2003 gegründete Beirat für Kommunalentwicklung ist eine unabhängige Beratungseinrichtung der Landesregierung Rheinland-Pfalz,
die vom Ministerium des Innern, für Sport und
Infrastruktur Rheinland-Pfalz finanziert wird.

Im Jahr 2015 stand bei der Öffentlichkeitsarbeit
unter anderem der Ausbau der Webseite und der
Social Media-Auftritte der Entwicklungsagentur
im Fokus. Die digitale Präsenz wird auch im kommenden Jahr im Vordergrund stehen.

Die Mitglieder vertreten fachlich die Bereiche
Infrastrukturentwicklung, Regionalentwicklung,
Raumplanung, Ökonomie, Geografie, Bauingenieurwesen, Kommunalpolitik und Verwaltung.
Neben der Erstellung von Grundsatzpapieren für
die Landesregierung setzt der Beirat Impulse und
liefert Grundlagen für mögliche Modellprojekte
der Entwicklungsagentur.
Der Beirat wird aufgrund von Beratungsgesuchen/-aufträgen der Landesregierung unmittelbar tätig, entfaltet seine Beratungstätigkeit aber
auch in Eigeninitiative.
Die Entwicklungsagentur organisiert die halbjährlich stattfindenden Beiratstreffen und führt
geschäftsführende Aufgaben aus.
Im Jahr 2015 haben die BeiratsmitgliederInnen
auf der ersten Arbeitstagung am 23. und 24. April
2015 in Kaiserslautern über die Handlungsfelder
und das Arbeitsprogramm der Entwicklungsagentur beraten. Dabei stand die Verstetigung
der Projektaktivitäten der Zukunftsinitiative
Rheinland-Pfalz „Starke Kommunen – Starkes
Land“ (SKSL) im Vordergrund. Die BeiratsteilnehmerInnen informierten sich ebenso über die
Vielzahl von weiteren deutschland- und europaweiten Modellvorhaben und entwarfen Leitsätze zur Verstetigung der SKSL-Aktivitäten. Darüber hinaus legte der Beirat den Fokus seines
Schwerpunktthemas „Stadt-Umland-Beziehungen“ auf die Auseinandersetzung mit der Wohnraumsituation in Rheinland-Pfalz und befasste
sich mit Prognosen der quantitativen und qualitativen Wohnraumnachfrage des Landes bis
zum Jahr 2030.

64

Auf ihrer zweiten Arbeitstagung am 05. und 06.
November in Trier konzipierten die BeiratsmitgliederInnen ihre Leitsätze zur Verstetigung des
Vorhabens „Starke-Kommunen-Starkes Land“
(SKSL) und entwickelten erste Maßnahmen zur
Umsetzung. Auf Basis des auf der ersten Halbjahrestagung erörterten Gutachtens zur Wohnraumnachfrage des Landes bis 2030 erarbeitete
der Beirat eine Stellungnahme. Darüber hinaus
befassten sich die BeiratsmitgliederInnen im
Rahmen des Schwerpunktthemas „Zukunftsfähige Wirtschaftsräume“ mit dem Projekt „Smart
Rural Areas“ des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) und der
Entwicklungsagentur. Als weiterer Ansatz zur
Stärkung des Wirtschaftsraums und Technologiestandorts Kaiserlautern wurde dem Beirat das
von der technischen Universität Kaiserslautern
initiierte Forschungsnetzwerk „Science Alliance“
vorgestellt. Der Forschungsverbund nutzt die
Potenziale interdisziplinärer Forschung und strebt
ihre praktische Anwendung an. Davon profitieren
die Stadt Kaiserslautern, die wissenschaftlichen
Einrichtungen und die ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen gleichermaßen.

Webseite
Auf der aktuellen Webseite sind alle Informationen zu Terminen, Veranstaltungen, Projekten
sowie der Newsletter der Entwicklungsagentur
und vieles mehr übersichtlich aufgeführt. Alle
Dokumente, wie z.B. die Abschlussberichte der
Projekte sowie alle Jahresberichte der Entwicklungsagentur, sind hier veröffentlicht und können
kostenlos heruntergeladen werden.

4. Beirat für Kommunalentwicklung Rheinland-Pfalz

Im Jahr 2015 hat die Entwicklungsagentur die regelmäßige Herstellung kurzer Videoproduktionen zu
verschiedenen Themen und Projekten initiiert.
Die Filme erläutern und visualisieren verschiedene Initiativen und Projekte der Entwicklungsagentur. Sie erscheinen auf dem YouTube-Kanal sowie
auf der Webseite der Entwicklungsagentur. Im
Jahr 2015 erschienen Videoproduktionen zu den
Themenbereichen:
	Kommunikation mit Bürgern,
	Flüchtlingshilfe,
	BUGA 2031,
	Demografischer Wandel,

Newsletter

	Umgang mit Immobilienleerstand,

Seit August 2014 hat der Newsletter der Entwicklungsagentur wöchentlich rund 2.000 Empfänger.
Dieser enthält jeweils drei kurze Textblöcke, die
Informationen zu anstehenden Veranstaltungen
sowie zu aktuellen Projekten, Themen und Publikationen liefern und auf weiterführende Webseiten
verweisen. Der Newsletter wird in HTML programmiert und über eine CRM-Software versendet.

	Entwicklung der Region Welterbe
Oberes Mittelrheintal

Social Media

› w ww.ea.rlp.de/arbeitsbereiche

Videos

Die Entwicklungsagentur ist auf den Social MediaKanälen Facebook, Twitter, YouTube und Xing präsent. Im Jahr 2014 wurde die Facebook-Präsenz
erheblich ausgebaut. Regelmäßig veröffentlicht die
Entwicklungsagentur hier Inhalte zu ihren Projekten,
kündigt Veranstaltungen an und stellt aktuelle Nachrichten zur Kommunal- und Regionalentwicklung in
Rheinland-Pfalz bereit. Die Leserzahl auf Facebook
erhöhte sich im Jahr 2015 auf rund 4.800. Die Twitter-Seite der Entwicklungsagentur ist mit Facebook
verknüpft und veröffentlicht parallel die gleichen
Inhalte. Seit 2014 verfügt die Entwicklungsagentur
über einen eigenen YouTube-Kanal. Am 02. Januar
2015 wurde dort das erste Video veröffentlicht.

	sowie zu den Aktivitäten und dem
Newsletter der Entwicklungsagentur.
Presse und Publikationen
Im Jahr 2015 erschien die Entwicklungsagentur in
zahlreichen Pressebeiträgen, insbesondere im Kontext der Flüchtlingsunterbringung. Darüber hinaus
initiierte die Entwicklungsagentur im Zusammenhang mit unterschiedlichen Projekten die Erscheinung verschiedener Flyer und Druckproduktionen.
Im Rahmen der Flüchtlingshilfe beauftragte die Entwicklungsagentur den Reportagefotografen Herbert Piel mit einer Fotostrecke, die die Ankunft der
Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz dokumentiert und
Impressionen aus Flüchtlingsunterkünften zeigt.
Veranstaltungen
Zu einzelnen Projekten fanden Veranstaltungen
statt.
› www.ea.rlp.de
› www.facebook.com/entwicklungsagentur/

5. Öffentlichkeitsarbeit

65

MITARBEITER DER ENTWICKLUNGSAGENTUR

VERANSTALTUNGEN UND TERMINE

Januar
Am 31. Dezember 2015 waren bei der Entwicklungsagentur folgende Mitarbeiter beschäftigt:

Studentische Aushilfen

Strategiegespräch mit dem Institut
für Technologie und Arbeit (ITA)
e.V., Technische Universität
Kaiserslautern zur Bewerbung um
die Fördermaßnahme „Kommunen
innovativ“ des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung (BMBF)

Kaiserslautern

07.01.2015

Jour fixe mit dem Beirat für
kommunale Entwicklung RheinlandPfalz (BKE)

Kaiserslautern

07.01.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch mit Vertretern des Ministeriums der Finanzen (FM)

Mainz

13.01.2015

Projekt Demografie-Checks:
Projektvorstellung in der Stadtratssitzung Kyllburg

Verbandsgemeinde Bitburger-Land,
Eifelkreis Bitburg-Prüm

15.01.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch mit der Deutschen Stadtund Grundstücksentwicklungs
GmbH (DSK) und dem Ministerium
der Finanzen (FM)

Mainz

19.01.2015

Projekt Mobile Nahversorgung im
ländlichen Raum: 1. Jour fixe

Entwicklungsagentur RLP, Mainz

22.01.2015

Projekt Leerstandsrisiko-App:
Abstimmungsgespräch mit Projektpartnern der TU Kaiserslautern

Kaiserslautern

26.01.2015

Projekt Demografie-Checks:
Workshop mit MitarbeiterInnen der
Verbandsgemeinde Bitburger-Land

Kyllburg, Eifelkreis Bitburg-Prüm

	 Kolhey, Sascha

	 Bauer, Markus

	 Leonhardt, Denise

	 Bruch, Dr. Jörg

	 Melzer, Andrea

	 Felgenheier, Nadja

	 Reckenthäler, Andrea

	 Gläser, Alessi

	 Wind, Christina

	 Happ, Borislava
	 Lenssen, Ariane

06.01.2015

Ausgeschieden

	 Lowak, Bettina
	 Öchsner, Wilfried

	 Böhm, Samuel

	 Shabani, Laureta

	 Eberlein, Manfred

	 Schafranski, Dr. Franz

	 Vogel, Annika

	 Schnepf-Orth, Marita
	 Stiller, Monika
	 Tschirschky, Susanne
	 Zeimentz, Rainer

Zur Entwicklungsagentur abgeordnet
(Projekt Flüchtlingshilfe)
	 Braje, Tobias
	 Gödderz, Günther
	 Huppert, Patrick

66

6. Mitarbeiter der Entwicklungsagentur

7. Veranstaltungen und Termine

67

27.01.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch mit der Deutschen Stadtund Grundstücksentwicklungs
GmbH (DSK) und dem Ministerium
der Finanzen (FM)

Mainz

28.01.2015

Projekt Lebenszykluskostenrechner:
Expertenworkshop

Mainz

29.01.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch Stadtverwaltung Rockenhausen

Rockenhausen, Donnersbergkreis

31.01.2015

Projekt Wanderausstellung Tatort_
Leere: Ausstellungseröffnung

Martinshöhe, Landkreis Kaiserslautern

02.02.2015

Workshop zur digitalen Entwicklung
im ländlichen Raum

Mainz

10.02.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch Stadtverwaltung BernkastelKues

Bernkastel-Kues,
Landkreis Bernkastel-Wittlich

Projekt Leerstandsrisiko-App:
Präsentation der Zwischenergebnisse
und Jour fixe der Projektpartner

Mainz

08.03.2015

Projekt Wanderausstellung
Tatort_Leere: Ausstellung im Rahmen der „Demographie-Konferenz
auf dem Maifeld“

Münstermaifeld,
Landkreis Mayen-Koblenz

09.03.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheiland-pfälzischen
Kleinstädten: Projektvorstellung im
Gemeinderat Bernkastel-Kues

Bernkastel-Kues, Landkreis
Bernkastel-Wittlich

10.03.2015

Projekt Leerstandsrisiko-App: Abstimmungsgespräch mit Vertretern
der Landesplanung: Ministerium für
Wirtschaft, Klimaschutz, Energie
und Landesplanung (MWKEL) und
Ministerium des Innern, für Sport
und Infrastruktur (ISIM)

Mainz

10.03.2015

Projekt Kommunale Aktionspläne
Barrierefreiheit: 1. Projektbegleitkreistreffen

Ministerium für Soziales, Arbeit,
Gesundheit und Demografie
(MSAGD), Mainz

12.03.2015

Projekt Lebenszykluskostenrechner:
Projektpräsentation und Strategiegespräch

Verbandsgemeinde Hettenleidelheim, Landkreis Bad Dürkheim

17.03.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch mit der Deutschen Stadtund Grundstücksentwicklungs
GmbH (DSK) und dem Ministerium
der Finanzen (FM)

Mainz

25.03.2015

Projekt Demografie-Checks:
Ergebnispräsentation im Verbandsgemeinderat

Altenkirchen, Landkreis Altenkirchen

4. Sitzung der Arbeitsgruppe „Border
Futures – Zukunftsfähigkeit grenzüberschreitender Kooperationen“ der
Landesarbeitsgemeinschaft (LAG)
Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland der
Akademie für Raumforschung und
Landesplanung (ARL)

Kaiserslautern

Februar

11.02.2015

März

68

03.03.2015

Projekt Mobile Nahversorgung im
ländlichen Raum: 2. Jour fixe

Entwicklungsagentur RLP, Mainz

04.03.2015

Projekt Demografie-Checks:
Zukunftsworkshop mit der
Bürgerschaft Verbandsgemeinde
Bitburger-Land

Kyllburg, Eifelkreis Bitburg-Prüm

7. Veranstaltungen und Termine

April
13.04.2015

7. Veranstaltungen und Termine

69

13.04.2015

Projekt Lebenszykluskostenrechner:
Projektpräsentation und Strategiegespräch

Kreisverwaltung Bad Dürkheim

Projekt Kommunales DemografieKonzept: Strategiegespräch mit
Stadt Ingelheim

Ingelheim, Landkreis Mainz-Bingen

20.04.2015

Projekt Dialog Innenstadt:
Arbeitstreffen der kommunalen
Projektpartner

Unkel, Landkreis Neuwied

23. – 24.04.2015

Arbeitstagung des Beirates für
Kommunalentwicklung (BKE)

Kaiserslautern

28.04.2015

Projekt Demografie-Checks:
Abstimmungsgespräch in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land

Zweibrücken,
Landkreis Südwestpfalz

14.04.2015

Mai
01.05.2015

Projektstart „Burgenblogger“

05.05.2015

Projekt Kommunale Leerstandslotsen: Netzwerktreffen Leerstandslotsen

Verbandsgemeinde Landstuhl,
Landkreis Kaiserslautern

07.05.2015

3. Gesprächskreis Demografie der
Kreisverwaltung Kaiserslautern

Bürgerhaus Gemünden,
Landkreis Rhein-Hunsrück

12.05.2015

Projekt Machbarkeitsstudie:
Mobile Nahversorgung im ländlichen Raum: Beteiligungsworkshop
„Dörfer stärken – Nahversorgung
sichern“

Bürgerhaus Gemünden,
Landkreis Rhein-Hunsrück

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch mit der Deutschen Stadtund Grundstücksentwicklungs
GmbH (DSK) und dem Ministerium
der Finanzen (FM)

Mainz

Projekt Leerstandsrisiko-App:
Kommunale Expertenrunde

Entwicklungsagentur RLP,
Kaiserslautern

12.05.2015

27.05.2015

70

7. Veranstaltungen und Termine

Juni
01.06.2015

Öffentlicher Projektstart
„Willkommenskultur – Virtueller
Dolmetscherpool“

Online und Printmedien

02.06.2015

Projekt Burgenblogger:
Arbeitsgespräch

Burg Sooneck

03. – 06.06.2015

Exkursion zur Regional- und
Kommunalentwicklung in der
„BUGA Havelregion“

Länder Sachsen-Anhalt und
Brandenburg

08.06.2015

Projekt Digitale Dörfer:
Strategiesitzung (Arbeitsrunde)

Kaiserslautern

09.06.2015

Projekt Kommunales DemografieKonzept: Strategiegespräch mit
Stadt Ingelheim

Ingelheim, Landkreis Mainz-Bingen

09.06.2015

1. Talkrunde Treffpunkt Welterbe:
„Gastlichkeit und Angebote im
Welterbetal

Stadthalle Boppard,
Landkreis Rhein-Hunsrück

10.06.2015

Projekt Freiflächen in Kleinstädten:
Abschlussveranstaltung

Baumholder, Landkreis Birkenfeld

23.06.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Projektpräsentation
im Expertenbeirat der Deutschen
Stadt- und Grundstücksentwicklungs GmbH (DSK)

DSK, Mainz

24.06.2015

Projekt Dialog Innenstadt: Testlauf
des Planspiels „Standort Innenstadt“ mit Studierenden

Technische Universität
Kaiserslautern

26.06.2015

5. Sitzung der Arbeitsgruppe „Border
Futures – Zukunftsfähigkeit grenzüberschreitender Kooperationen“ der
Landesarbeitsgemeinschaft (LAG)
Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland der
Akademie für Raumforschung und
Landesplanung (ARL)

Kaiserslautern

7. Veranstaltungen und Termine

71

27.06.2015

Regionalkonferenz zum Umsetzungskonzept Masterplan Welterbe
Oberes Mittelrheintal

Stadthalle Boppard,
Landkreis Rhein-Hunsrück

29.06.2015

Kommunalkongress „Kommunen
wagen neue Wege“ des Projektes
der Zukunftsinitiative „Starke
Kommunen – Starkes Land“ (SKSL)

Ministerium für Soziales, Arbeit,
Gesundheit und Demografie, Mainz

29.06.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch mit der Deutschen Stadtund Grundstücksentwicklungs
GmbH (DSK) und dem Ministerium
der Finanzen (FM)

Mainz

Projekt Demografie-Checks:
Vertiefungsworkshop Verbandsgemeinde Bitburger-Land

Kyllburg, Eifelkreis Bitburg-Prüm

30.06.2015

05.-07.08.2015

Reise an die Welterbestätte
Hadrianswall mit Innenminister
Roger Lewentz und VertreterInnen
aus der Limesregion in RheinlandPfalz und Erfahrungsaustausch mit
kulturwirtschaftlichen Akteuren
vor Ort

Grafschaften Cumbria und
Northumberland, England

10.-11.08.2015

Workshop „Digitale Dörfer“

Verbandsgemeinde Betzdorf,
Landkreis Altenkirchen

20.08.2015

Aufsichtsratssitzung der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.
und Mitgliederversammlung

Kaiserslautern

24.08.2015

Projekt Burgenblogger: Strategiesitzung mit dem Projektpartner
Rhein-Zeitung

Koblenz

01. – 02.09.2015

Workshop „Digitale Dörfer“

Verbandsgemeinde Eisenberg,
Donnersbergkreis

09.09.2015

Projekt Bundesgartenschau (BUGA)
2031: Sitzung des Zweckverbands
Welterbe Oberes Mittelrheintal zu
einer BUGA-Bewerbung 2031

Koblenz

10.09.2015

Diskussionsveranstaltung der RheinZeitung zu einer Bundesgartenschau
(BUGA) 2031

Stadthalle Boppard

21.09.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Erstbelegung der kurzzeitigen Erstunterkunft „Alarmhalle“ Trier

Trier

25.09.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Belegung der Aufnahmeeinrichtung
„Außenstelle Luxemburger Straße“

Trier

29.09.2015

Projekt Dialog Innenstadt:
2. Forum Innenstadt „Wohnen
in der Innenstadt – Zielgruppen,
Trends und Herausforderungen“

Trier

September

Juli

72

August

02.07.2015

Projekt Digitale Dörfer: Ortstermin

Betzdorf

02.07.2015

Projekt Kommunale Aktionspläne
Barrierefreiheit: örtliche Strategiesitzung

Verbandsgemeinde ZweibrückenLand, Landkreis Südwestpfalz

09.07.2015

Projekt Digitale Dörfer: Ortstermin

Eisenberg

13.07.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Abstimmungsgespräch mit der Deutschen Stadtund Grundstücksentwicklungs
GmbH (DSK)

DSK, Wiesbaden

14.07.2015

Gesprächskreis „Demografische
Anpassungen in Kommunen“

Kaiserslautern

16.07.2015

Projekt Kommunale Aktionspläne
Barrierefreiheit: örtliche Strategiesitzung

Kaiserslautern

7. Veranstaltungen und Termine

7. Veranstaltungen und Termine

73

Oktober
01.10.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Erstbelegung der kurzzeitigen Erstunterkunft „Alarmhalle“ Bitburg

Bitburg

02.10.2015

Projekt Leerstandsrisiko-App:
Kommunaler Praxistest mit BürgermeisterInnen sowie Landrätinnen
und Landräten

Technische Universität
Kaiserslautern

Forum der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Hessen/RheinlandPfalz/Saarland der Akademie für
Raumforschung und Landesplanung
(ARL): „Zukunftsfähigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit“

Mannheim

14.10.2015

Projekt Anpassung des Wohnraumangebotes in rheinland-pfälzischen
Kleinstädten: Bürgerversammlung
Bernkastel-Kues

Bernkastel-Kues,
Landkreis Bernkastel-Wittlich

15.10.2015

Projekt Kommunale Aktionspläne
Barrierefreiheit: Beteiligungsworkshop

Verbandsgemeinde Kastellaun,
Landkreis Rhein-Hunsrück

09.10.2015

04.11.2015

7. Seniorenkongress RheinlandPfalz, Ministerium für Soziales,
Arbeit, Gesundheit und Demografie
(MSAGD) und Staatskanzlei

Rheingoldhalle Mainz

05. – 06.11.2015

Arbeitstagung des Beirates für
Kommunalentwicklung (BKE)

Trier

12.11.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Erstbelegung der Aufnahmeeinrichtung Wittlich

Wittlich,
Landkreis Bernkastel-Wittlich

12.11.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Übergabe des 1. Bauabschnitts der
Aufnahmeeinrichtung in KoblenzBubenheim

Ehemalige Diensthundeschule der
Bundeswehr, Koblenz

13.11.2015

Durchführung der Ideenwerkstatt
„Leben im Jahr 2015“ in Kooperation
mit der Rhein-Zeitung und dem
Zukunftsinstitut Workshop

Druckhaus, Koblenz

18.11.2015

Projekt Kommunale Aktionspläne
Barrierefreiheit: Beteiligungsworkshop „Unser Dorf für Alle – altersgerecht und barrierefrei“ Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land

Dorfgemeinschaftshaus Bechhofen,
Landkreis Südwestpfalz

19.11.2015

Projekt Kommunale Aktionspläne
Barrierefreiheit: Beteiligungsworkshop Verbandsgemeinde OtterbachOtterberg

Mehrgenerationenhaus Otterbach,
Landkreis Kaiserslautern

28.11.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Erstbelegung der Aufnahmeeinrichtung Kastellaun

Ehemalige Standortverwaltung der
Bundeswehr, Kastellaun, Landkreis
Rhein-Hunsrück

November
01.11.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte: Erst- Zweibrücken
belegung der Aufnahmeeinrichtung
Zweibrücken-Hotel

01.11.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte: Erst- Mainz
belegung der Aufnahmeeinrichtung
Mainz-Layenhof
Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Ehemaliges Landschulheim
Übergabe der Aufnahmeeinrichtung Herschbach, Westerwaldkreis
in Herschbach

03.11.2015

04.11.2015

74

Projekt Dialog Innenstadt: DurchNeustadt an der Weinstraße
führung Planspiel „Standort Innenstadt“ mit den Städten Neustadt an
der Weinstraße und Ludwigshafen

7. Veranstaltungen und Termine

7. Veranstaltungen und Termine

75

Dezember
04.12.2015

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Belegung des 1. Bauabschnitts der
Aufnahmeeinrichtung MainzRheinallee

Dienstleistungszentrum

15.12.2015

Aufsichtsratssitzung und Mitgliederversammlung

Kaiserslautern,
Landkreis Kaiserslautern

Projekt Flüchtlingsunterkünfte:
Erstbelegung der Aufnahmeeinrichtung Schifferstadt

Gewerbehalle in Schifferstadt,
Landkreis Rhein-Pfalz

22.12.2015

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März 2016

76

7. Veranstaltungen und Termine

8. Impressum

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