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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Wettbewerb

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle
Lew-Tolstoi-Schule
Berlin Lichtenberg
Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Bewerbergemeinschaften aus
Architekten und Landschaftsarchitekten
Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule
(Grundschule), Standort der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB)
Berlin Lichtenberg

Ergebnisprotokoll

Berlin, März 2016

Gesamtkoordination
Lars Brink, M.A. Historische Urbanistik
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat II D - Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Koordination der Vorprüfung
Norbert Giebels
Vorprüfung
Architektur / Städtebau
Norbert Giebels
Ulrike Kurz
Ulrike Lickert
Energieeffizienz
sol • id • ar Architekten und Ingenieure
Dr. Günther Ludewig
Kosten
WohnWertPlan GmbH
Otmar Gerono
Matthias Gwodz
Mitarbeiter der Vorprüfung
Dennis Kraft
Annika Schäpel
Modellfotos
Hans-Joachim Wuthenow
Abbildung Titelseite
AFF Architekten Berlin
1. Preis
Druck
A&W Digitaldruck Berlin

Inhaltsverzeichnis
1.

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 03. März 2016

1.1

Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit ......................................................... 5

1.2

Konstituierung des Preisgerichts ......................................................................... 5

1.3

Eröffnung der Preisgerichtssitzung

1.4

Bericht der Vorprüfung

........................................................................................ 6

1.5

Informationsrundgang

......................................................................................... 7

1.6

Erster Wertungsrundgang

1.7

Kriteriendiskussion

1.8

Zweiter Wertungsrundgang ................................................................................. 8

1.9

Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl ...................................... 8

..................................................................... 6

................................................................................... 7

.............................................................................................. 7

1.10 Festlegung der Rangfolge
Verteilung der Preise ......................................................................................... 12
1.11 Empfehlung des Preisgerichts ........................................................................... 13
1.12 Öffnung der Verfassererklärungen

.................................................................... 13

1.13 Abschluss der Sitzung ....................................................................................... 13
1.14 Protokollfreigabe

............................................................................................... 14

1.15 Anwesenheitsliste .............................................................................................. 15
1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs ............................................................................. 19
2.

Bericht der Vorprüfung

2.1

Vorlauf

2.2

Einlieferung der Arbeiten ................................................................................... 25

2.3

Anonymisierung ................................................................................................. 25

2.4

Vollständigkeit der Arbeiten ............................................................................... 26

2.5

Vorprüfung ......................................................................................................... 26

............................................................................................................... 25

Verfahren ........................................................................................................... 26
Prüfung der qualitativen Daten .......................................................................... 27
Prüfung der quantitativen Daten ........................................................................ 28
Anmerkungen zur Kostenprüung ....................................................................... 28
Anmerkungen zur Prüfung der Energieeffizienz und Tageslicht ......................... 29
Sachverständige ................................................................................................ 30
Tabelle Planungsdaten ...................................................................................... 31
Balkendiagramme
2.6

............................................................................................. 34

Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten 1241 - 1258 .................................. 37

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

1.

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung
vom 03.März 2016

in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Berlin, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 (Alte Kantine).
9.00 Uhr - 17.20 Uhr

1.1

Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit

Herr Manfred Kühne, Abteilungsleiter Städtebau und Projekte bei der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, und Herr Dr.
Andreas Prüfer, Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung
des Bezirks Lichtenberg, begrüßen die Sitzungsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Namen des Auslobers. Herr Kühne stellt die Anwesenheit (s.
1.15 Anwesenheitsliste) sowie die Beschlussfähigkeit des Preisgerichts
fest.

1.2

Konstituierung des Preisgerichts

Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichterinnen und
Preisrichter wird Frau Hentschel einstimmig zur Vorsitzenden gewählt.
Herr José Mario Gutierrez Marquez hat seine Teilnahme am Preisgericht
abgesagt. Aus diesem Grund wird Frau Nadja Letzel zur stimmberechtigten Fachpreisrichterin.
Frau Carola Hüber, stellvertretende Leiterin des Schul- und Sportamtes
Lichtenberg, vertritt Frau Kerstin Beurich, Bezirksstadträtin und Leiterin
der Abteilung Bildung, Kultur, Soziales und Sport.
Zum ständig anwesenden stellvertretenden Fachpreisrichter wird Herr Andreas Gehrke benannt.
Das Preisgericht setzt sich wie folgt zusammen:
Stimmberechtigte Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter
Ingrid Hentschel
Architektin, Berlin
Nadja Letzel
Architektin, Berlin
Henrike Wehberg-Krafft
Landschaftsarchitektin, Berlin
Marc Richter
Architekt, Berlin

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Stimmberechtigte Sachpreisrichter
Carola Hüber
Stellvertretende Leiterin des Schul- und Sportamtes
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Dr. Andreas Prüfer
Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Manfred Kühne
Abteilungsleiter Städtebau und Projekte
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter
Andreas Gehrke
Architekt, Berlin

1.3

Eröffnung der Preisgerichtssitzung

Frau Hentschel übernimmt die Leitung der Sitzung. Sie bedankt sich für
das entgegengebrachte Vertrauen und lässt sich von den Mitgliedern des
Preisgerichts versichern, dass
- sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die
Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben und während der
Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden
- sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von den Wettbewerbsarbeiten
erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständige bei
der Vorprüfung mitgewirkt haben
- sie das Beratungsgeheimnis wahren werden
- die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist
- sie es unterlassen werden, Vermutungen über den Verfasser einer Wettbewerbsarbeit zu äußern.
Die Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin.
Sie bittet um eine objektive, allein an der Ausschreibung orientierte und
nachvollziehbare Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten.

1.4

Bericht der Vorprüfung

Die Vorprüfung hat einen schriftlichen Bericht verfasst, der dem Preisgericht vorliegt.
Herr Brink, Gesamtkoordinator des Wettbewerbs, fasst den Verfahrensablauf zusammen und erläutert den allgemeinen Bericht der Vorprüfung (s.
Teil 2, Bericht der Vorprüfung). Er berichtet über die Einhaltung der Verfahrensregelungen und über den Ablauf der Vorprüfung.
Im Anschluss daran gibt Herr Giebels als Koordinator der Vorprüfung einen
kurzen Überblick über die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabenstellung und die zu berücksichtigenden Planungsvorgaben.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

1.5

Informationsrundgang

Ab 9.30 Uhr stellen die Vorprüferinnen und der Vorprüfer für Architektur und
Städtebau die Wettbewerbsentwürfe in der Reihenfolge der Tarnzahlen
1241 bis 1258 anhand der Pläne, Modelle und der Prüfergebnisse aller
weiteren Vorprüfer (Kosten, Energieeffizienz) ausführlich und wertungsfrei
vor.
Der Informationsrundgang endet um 12.10 Uhr.
Das Preisgericht beschließt die 18 eingegangenen Wettbewerbsarbeiten
zur Beurteilung zuzulassen, da die Arbeiten den formalen Bedingungen
der Auslobung entsprechen, in den wesentlichen Teilen dem geforderten
Leistungsumfang entsprechen, termingemäß eingegangen sind und keinen absichtlichen Verstoß gegen den Grundsatz der Anonymität erkennen
lassen.

1.6

Erster Wertungsrundgang

Ab 12.15 Uhr findet der erste Wertungsrundgang statt. Die Vorsitzende
weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang die Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht
zugelassen.
Im ersten Wertungsrundgang werden die Arbeiten
1241
1242

1244
1245

1248
1250

1252
1254

1256

einstimmig ausgeschlossen. Das Preisgericht sieht in diesen Arbeiten keinen maßgeblichen Lösungsansatz für die weitere Bearbeitung der Entwurfsaufgabe.
Der erste Wertungsrundgang endet um 12.40 Uhr.
Zwischen 12:40 und 13.20 Uhr findet eine Mittagspause statt.

1.7

Kriteriendiskussion

Vor Beginn des 2. Wertungsrundgangs diskutiert das Preisgericht in
Kenntnis der Entwürfe und des Lösungsspektrums einzelne Aspekte der
Planungsaufgabe sowie dazu aufgezeigte Entwurfslösungen.
Im Einzelnen sind dies
- die Gebäudetypologien
- die Einbindung in den Stadtraum
- die Bedingungen der Erschließung betreffend Adressbildung, Wegeführung und Sicherheit
- funktionale und technische Bedingungen von Unterrichtsräumen, Verwaltung, Mensa und Sporthalle
- Umnutzungsvorschläge für Räume des Bestandsgebäudes bzw. Verlagerungen von Nutzungen aus dem Bestand in den Neubau

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

- konstruktive Fragen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Anschluss des Erweiterungsbaus an das Bestandsgebäude
- die Realisierbarkeit der Schulerweiterung unter der Voraussetzung eines laufenden Schulbetriebs.

1.8

Zweiter Wertungsrundgang

Im anschließenden zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren
verbliebenen 9 Wettbewerbsarbeiten nochmals einer ausführlichen und
kritischen Diskussion unterzogen. Die stimmberechtigten Preisrichterinnen und Preisrichter entscheiden im Anschluss unter Anlegung der Beurteilungskriterien der Ausschreibung über den Verbleib der Arbeit im Verfahren jeweils im Anschluss an die Besprechung.
Im zweiten Wertungsrundgang werden folgende 4 Arbeiten von der weiteren Beurteilung ausgeschlossen (Stimmenverhältnis für Verbleib : gegen
Verbleib im Verfahren):
Arbeit 1247 (2 : 5)
Arbeit 1255 (1 : 6)
Arbeit 1257 (1 : 6)
Arbeit 1258 (2 : 5)
Damit verbleiben folgende 5 Arbeiten im Verfahren und bilden die engere
Wahl:
Arbeit 1243
Arbeit 1246
Arbeit 1249
Arbeit 1251
Arbeit 1253
Der zweite Wertungsrundgang endet um 14:50 Uhr.

1.9

Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der
engeren Wahl

Vor der abschließenden Bewertung der Entwürfe und der Festlegung der
Rangfolge wird von den Preisrichterinnen und Preisrichtern ab 14.50 Uhr
eine schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl erstellt. Die
Texte fassen die Ergebnisse der bisherigen Besprechung zusammen.
Die Texte werden ab 16.15 Uhr vor den Arbeiten verlesen, diskutiert und in
der nachfolgenden Fassung verabschiedet.
Arbeit 1243
Die Arbeit setzt auf eine klare Trennung zwischen Neubau und Bestand.
Positiv hieran wird bewertet, dass die Errichtung des Neubaus unkompliziert realisierbar ist, was durch den weitestgehenden Erhalt des Nebenraumtraktes ermöglicht wird. Zudem werden die Eingriffe in den Bestand
in der gesamten Arbeit auf das Nötigste beschränkt.
Die Erschließungssituation lässt sowohl die Nutzung des bauzeitlichen

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Haupteinganges als auch den Eingang über den Hof zu. Der Zugang zum
Hof wird an der Straße durch eine Pergola markiert, was allerdings kritisch
gesehen wird. Zum einen entsteht dadurch eine gewisse Ambivalenz, was
den Hauptzugang betrifft. Zum anderen wird die Pergola auch in den Hof
weitergeführt und bildet dort eine Art Kolonadengang, der die geometrisch
ohnehin schon sehr vielfältigen Freiräume noch sehr stark weiter differenziert.
Beide Eingänge münden in einen Foyerbereich, dem es jedoch nicht gelingt, Alt und Neu zu verbinden - hier entstehen zwei Foyerbereiche nebeneinander. Kritisch gesehen wird zudem die ebenfalls über den Eingangsund Pausenhof geführte Anlieferung der Mensa.
Die Klassenräume im Neubau sind zweibündig organisiert. Der Tageslichtbezug der Flure wird hier über versetzt angeordnete „offene“ Gruppen- und
Betreuungsräume erreicht, die allerdings verglaste Flurwände erforderlich
machen. Durch die notwendige Brandschutzqualität stellen diese eine kostenintensive Lösung für Investition und Unterhaltung dar.
Die Fassaden sind sehr unaufgeregt gegliedert und lassen einen Bezug zu
den Fensterbändern des Bestandes erkennen. Eine ungewöhnliche und
etwas kostenintensivere, aber markante Lösung wird für die Südfassade
vorgeschlagen. Hier wird den Klassenräumen eine Loggia vorgelagert, die
einen zusätzlichen Außenraum für die Kinder und durch ihre Tiefe gleichzeitig einen wirksamen sommerlichen Wärmeschutz bietet. Die vorgeschlagene Innendämmung sollte überprüft werden.
Die Sporthalle wird von der Bauflucht an der Straße abgerückt, was aber
in Anbetracht des Gebäudevolumens und des Baumbestandes als stimmig
bewertet wird. Die Hallenhöhe von nur 8 m scheint zu gering. Es ist eine
gute Nutzbarkeit sowohl für die Schule als auch für die externen Nutzer
gegeben. Beiden Zugängen sind zudem angemessene Eingangsbereiche
zugeordnet.
Alles in allem eine ausgewogene, vernünftige Arbeit, die allerdings kaum
neue Impulse setzt.
Arbeit 1246
Der Baukörper der Schulerweiterung wird in überzeugender Weise als
drei- bis viergeschossiger Anbau an den bestehenden Nebenraumtrakt angeschlossen. Dadurch werden selbstverständlich gegliederte und gut proportionierte Freiräume definiert, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten
entwickelt und überzeugend ausgestaltet werden.
Die Erweiterung überzeugt durch eine gute Verteilung der Baumasse bei
vergleichsweise geringen Veränderungen des Bestandsgebäudes. Sie
behält die Geschossigkeit des Bestandes bei und ergänzt diesen mit einer eigenen Form- und Materialsprache. Der Entwurf besticht durch eine
konsequente und zugleich sensible Durcharbeitung. Diese zeigt sich insbesondere in der gelungenen Maßstäblichkeit des Erweiterungsgebäudes
sowie in der geschickten Erschließung und inneren Organisation.
Die horizontal gegliederte Ziegelfassade lehnt sich an die Maßstäblichkeit
des Bestandes an, betont dabei zugleich selbstbewusst den Charakter des
Neuen und stellt dadurch sicher, dass weder Bestand noch Neubau als
Anhängsel des anderen gelesen werden. Proportion und Anordnung der
Fenster und die vorgeschlagenen Raumzuschnitte lassen eine natürliche
Belüftung und Belichtung in idealer Weise umsetzbar erscheinen.
Der bestehende Hauptzugang wird als ‚Schulstraße‘ konsequent in die
Tiefe des Neubaus entwickelt und stellt dadurch eine klare Beziehung zum
Pausenhof her. Ein südlich gelegener, zusätzlicher Zugang verknüpft die-

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

se Schulstraße und das Foyer auf selbstverständliche Art mit den südlich
vorgelagerten Freibereichen. Die Schulstraße vermittelt zudem zwischen
den unterschiedlichen Höhenniveaus von Bestand und Neubau.
Funktionale Verteilung und Grundrissorganisation überzeugen. Die Mensa wird nachvollziehbar zum Pausenhof orientiert, Küche und Anlieferung
sind gut gelöst, die Verwaltungsräume sind an der Schulstraße ideal angeordnet. Die Obergeschosse bestechen durch eine geschickte polygonale
Organisation und lassen, insbesondere auch durch eine natürliche Belichtung der Flurbereiche und vielfältige Ausblicksmöglichkeiten, eine hohe
Aufenthaltsqualität erwarten.
Der Entwurf lässt eine wirtschaftliche Errichtung zu und verspricht mit bewährter Konstruktion und langlebigen Materialien einen dauerhaften Betrieb. Insbesondere der minimale Eingriff in die Struktur des Bestandsgebäudes trägt zur Wirtschaftlichkeit und zu geringstmöglichen Störungen
des Schulbetriebes bei
Das Sporthallenvolumen wird in einen massiven, mit einer Ziegelfassade
die Materialität des Schulneubaus fortschreibenden Sockel und einen aufgesetzten verglasten Hallenkörper gegliedert.
Die kurze Seite der Sporthalle orientiert sich zur Zwieseler Straße und
nimmt die Bauflucht der benachbarten Wohnhäuser auf.
Ein gemeinsames Foyer für Schüler und externe Nutzer ist günstig an der
südwestlichen Gebäudeecke angeordnet. In der dargestellten Form kann
das Foyer jedoch der Nutzung durch zwei verschiedene, aus entgegensetzten Richtungen kommenden Nutzergruppen nicht gerecht werden.
Die Lage der Umkleiden- und Waschräume ermöglicht eine natürliche Belüftung und Belichtung.
Arbeit 1249
Die Verfasser bieten eine längsseitig an den Bestandsbau angelegte Ergänzung an, die sich über Höhenstaffelungen geschickt mit dem
Vorhandenem zu einem Ensemble verbindet. Die in der Grundfläche
sparsame Lösung ermöglicht großzügige Aussenräume in robuster
Gliederung als Pausen- und Sportflächen.
Die Schulerweiterung wird als einhüftige Raumspange an die Flurzone
des Bestands angefügt. Der tiefer in den Hof eingeschobene eingeschosssig Foyerkörper schafft im Norden einen gut positionierten neuen
Schuleingang und einen für die Größe der Schule adäquaten Verteiler.
Die Grundrissfigur in den Obergeschossen ist eine klares Gegenüber von
Klassenräumen, die durch transparent gehaltene Gruppenbereiche zur
Hofseite aufgelockert werden. Die vorgeschlagene Zweigeschossigkeit
von Gruppenbereichen wird vom Brandschutz kritisch gesehen und könnte auf eingeschossige Lösungen reduziert werden.
Die Fassaden werden als langgestreckte Fensterbänder in eleganter
Maßstäblichkeit vorgestellt. Die vorgeschlagene Materialität (weiß geschlämmte Ziegelvorsatzschale) verspricht eine langlebige Ästhetik. Die
gesamte Haltung bei der Fügung der Baukörper überzeugt als ruhiges architektonisches Konzept mit homogener Wirkung im Zusammenspiel von
Alt und Neu .
Die Sporthalle wird dem Gesamtkonzept entsprechend längsseitig zur
Zwieseler Straße gesetzt. Hier sind die Abstandsflächen etwas knapp.
Die eingeschossige Grundrisslösung lässt eine robuste Benutzbarkeit erwarten. Die Belichtung der Halle entspricht den sportfachlichen Vorgaben.
Die Fassade wird in Analogie zur Schule mit Lichtbändern gegliedert.
Alles in allem eine ausgewogene Entwurfshaltung von großer Strahlkraft.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Der Entwurf hat seine Schwächen in der angedachten Baukonstruktion
und der baulichen Umsetzung. Die auf voller Länge vorgeschlagene
Ergänzung der Schule unter vollem Betrieb wird höchst kritisch gesehen,
weil erhebliche bauliche Eingriffe in die Substanz erforderlich sind. Auch
das 4. OG, das teilweise über den Bestandsbau abgelastet wird, erzeugt
eine komplexe Baustelle und ist für den Umbau unter Nutzung nicht zu
empfehlen.
Insofern werden zwar sparsame Flächenkennwerte erreicht, die
Umsetzung wird durch notwendige Auslagerungen und Interimsbauten jedoch als nicht weiter verfolgenswert gesehen.
Arbeit 1251
Der Verfasser verfolgt das Thema „Zubau“ mit Konsequenz. Auf Eingriffe
in den Bestand der SK-Schule wird fast vollständig verzichtet, der kompakte dreigeschossige Neubau wird mit einem „Glasgelenk“ an den
Nebenraumtrakt des Altbaus angedockt. Der pragmatische Ansatz mit
Verzicht auf Eingriffe in den Bestand ist Stärke und Schwäche der Arbeit:
Die Eingangssituation mit zwei voneinander unabhängiger Foyers kann
weder im Sinne einer Adressbildung noch gestalterisch und funktional
überzeugen. Geschossdecken von Neubau und Bestand sind jeweils um
ein halbes Geschoss versetzt angeordnet, woraus für die Mensa eine
unzureichende Geschosshöhe von nur 3,30m resultiert. Die Split-LevelVerbindung von Neu- und Altbau über das Haupttreppenhaus der SKSchule wirkt beengt und stellt keinen angemessenen Übergang zwischen
Bestand und Neubau dar. Bemängelt wird zudem die schlechte natürliche
Belichtung einiger innen liegender Räume in der Kernzone des Neubaus.
Die Sporthalle ist mit zwei gleichberechtigten Eingangsfoyers für
Schule und Besucher qualitätvoll erschlossen. Der Baukörper ist mit
Sockelgeschoss und Hallenkubus klar gegliedert, wobei die Verglasung
der Hallenstirnseite sportfunktional bemängelt wird.
Die Fassaden des Schulgebäudes und der Sporthalle zeigen im ruhigen
Wechsel geschlossener und verglaster Flächen eine klare und einfache
Gliederung. Schule und Sporthalle sind eindeutig als Neubauensemble
lesbar.
Die Freiflächen wirken in ihrer Untergliederung in kleine Funktionseinheiten zu stark strukturiert. Der ohnehin schwierige Zuschnitt der Freiflächen
zerfällt in einzelne Gesten.
Die Arbeit zeichnet sich durch ein günstiges Verhältnis BGF / NF, eine
hohe Wirtschaftlichkeit des Entwurfs und eine gute Realisierbarkeit bei
laufendem Betrieb aus.
Arbeit 1253
Der vorgeschlagene Erweiterungsbau schließt im Bereich des
Bestandstreppenhauses an den Altbau im Winkel an. Dabei wird der
Sanitär- und Treppenhaustrakt entkernt zugunsten einer großzügigen
Erschließung sowohl über den alten Eingang als auch über den Hof von
Norden. Das Foyer des Altbaus wird dabei mit dem des Neubaus über
Stufen und Sitzstufen gestalterisch ruhig und angemessen verbunden.
Die Gliederung des Baukörpers in einen Sockel mit aufgesetztem Kubus
wird aus gestalterischer Sicht kritisch gesehen.
Der Neubau ist als Dreibund ausgebildet mit Gruppen- bzw.
Gemeinschaftsräumen in der Mittelspange, die sich zu einem 3-geschossigen Luftraum orientieren, jedoch nicht ausreichend natürlich belichtet
erscheinen. Die Umsetzbarkeit in Hinblick auf den Brandschutz wird dis-

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

kutiert, aber als machbar beurteilt. Die Räume der Verwaltung werden
aus dem UG des Altbaus in das EG des Neubaus verlegt zugunsten einer
kompakten und gut auffindbaren Lage.
Die Sporthalle wird hinter die Gebäudeflucht an der Zwieseler Straße
zurückgesetzt, was im Hinblick auf die Dimension der benachbarten
Gebäude positiv bewertet wird. Auch die getrennte Erschließung, zum einen von der Schule, zum anderen von der Zwieseler Straße, ist gut gelöst. Die Belichtung der Sporthalle von vier Seiten wird sportfachlich kritisiert.
Als Material wird sowohl für den Schulanbau als auch für die Sporthalle
Klinker gewählt - in bewußtem Kontrast zum Bestand. Beim Schulanbau
setzt sich wie bei der Sporthalle der obere Gebäudeteil vom Sockel ab,
was zu einer gestalterischen Ruhe beiträgt. Die Fassaden sind klar und
fein strukturiert und deuten eine hohe Qualität im Detail an.
Die Freianlagen sind ruhig und angemessen strukturiert im Hinblick auf
den komplizierten Zuschnitt des Grundstücks. Die Bestandsbäume werden soweit wie möglich erhalten.

1.10 Festlegung der Rangfolge
Verteilung der Preise
Nach ausführlicher, vergleichender und teilweise kontroverser Diskussion
der Arbeiten der engeren Wahl wird über die Rangfolge und die Verteilung
der Preise entschieden.
Zunächst wird der Antrag gestellt, den Arbeiten 1249 und 1251 je eine
gleichwertige Anerkennung zuzusprechen.
Der Antrag wird mit 7 : 0 Stimmen angenommen.
Da das Preisgericht innerhalb der damit als Preisgruppe ausgewählten drei
Arbeiten - 1243, 1246 und 1253 - einen deutlichen qualitativen Abstand
zwischen der Arbeit 1246 und den Arbeiten 1243 sowie 1253 sieht, wird
der Antrag gestellt, die in der Auslobung unter Punkt 1.12 vorgesehene
Preisverteilung zu ändern und einen 1. Preis sowie zwei 3. Preise (anstelle
eines 2. und 3. Preises) zu vergeben.
Der Antrag wird mit 7 : 0 Stimmen angenommen.
Es wird der Antrag gestellt, den Arbeiten 1243 und 1253 je einen gleichwertigen 3. Preis zuzusprechen.
Der Antrag wird mit 7 : 0 Stimmen angenommen.
Abschließend wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1246 den 1. Preis zuzusprechen.
Der Antrag wird mit 7 : 0 Stimmen angenommen.
Damit ergibt sich folgende Verteilung von Preisen und Anerkennungen:
1. Preis
3. Preis
3. Preis
Anerkennung
Anerkennung

Arbeit 1246
Arbeit 1243
Arbeit 1253
Arbeit 1249
Arbeit 1251

18.400 Euro
9.200 Euro
9.200 Euro
4.600 Euro
4.600 Euro

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1.11 Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober und Bauherren einstimmig, die
mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit 1246 der weiteren Bearbeitung der
Planungsaufgabe zugrunde zu legen mit dem Ziel der Realisierung.
Für die weitere Bearbeitung sind folgende Hinweise des Preisgerichts zu
beachten:
- Das Projekt sollte hinsichtlich der Einhaltung des Kostenrahmens überprüft werden, wobei das Fassadenmaterial in die Prüfung einebzogen
werden sollte.
- Zur Vermeidung von aufwändigen Brandschutzmaßnahmen sollte auf
die Deckenöffnung zwischen dem 1. und 2. Obergeschoss verzichtet
weden. Sie erscheint entbehrlich.
- Die Freianlagen des Eingangshofs der Schulerweiterung sollten im
Übergang zur Straße gestalterisch aufgewertet werden.
- Die Zugangssituation der Sporthalle für den Schul- und den Vereinssport
ist funktional zu überprüfen.
- Das Projekt ist im Bereich der Sporthalle hinsichtlich der Nachbarschaftbelange zu überprüfen, z.B. durch einen größenen Abstand der Sporthalle von der Zwieseler Straße.

1.12 Öffnung der Verfassererklärungen
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden geöffnet. Die Na-

men der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen (Namen der Verfasser:
s. 1.16, Teilnehmer des Wettbewerbs).

1.13 Abschluss der Sitzung
Frau Hentschel schließt die Sitzung um 17.20 Uhr mit Dank an die Preisrichterinnen und Preisrichter, Sachverständigen und Vorprüfer für die engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Die Vorprüfung wird mit Dank
entlastet.
Herr Kühne und Herr Dr. Prüfer danken im Namen des Auslobers und des
Bauherren allen am Verfahren Beteiligten, insbesondere der Vorsitzenden,
für ihre Mitwirkung.
Das Protokoll wurde von der Vorsitzenden des Preisgerichts durchgesehen und genehmigt.
Protokoll: Norbert Giebels
Ausstellung
Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer Ausstellung zu besichtigen sein.
Ort und Zeitraum der Ausstellung stehen noch nicht fest.

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1.14 Protokollfreigabe

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1.15 Anwesenheitsliste

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1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs
Preise
Arbeit 1246
1. Preis

AFF Architekten, Berlin
POLA Landschaftsarchitekten, Berlin

Verfasser /
Architekt

Sven Fröhlich

Mitarbeiter

Sascha Schulz, Julius Titze

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Jörg Michel

Mitarbeiter

Sander Walleys

Sonderfachleute /
Berater

Wärmeschutz, Tageslichtversorgung, Klimatechnik:
BBS Ingenieurbüro Gronau + Partner, Weimar
Dipl.-Ing. Uwe Gronau

Arbeit 1243
3. Preis

scholl architekten partnerschaft, Stuttgart
Philip Denkinger Landschaftsarchitekt, Stuttgart

Verfasser /
Architekt

Michael Walker
Dipl.-Ing. Freier Architekt BDA

Mitarbeiter

Sarah Dorn, Alexander Dziuk, Ann Kathrin Goerke,
Jovana Prokic, Chung Cen

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Philip Denkinger

Mitarbeiter

Thibaut Meyer

Sonderfachleute /
Berater

herp ingenieure GmbH & Co. KG, Salach

Arbeit 1253
3. Preis

Dierks Sachs Architekten BDA, Berlin
Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin

Verfasser /
Architekt

Norbert Sachs

Mitarbeiter

Thiele Nickau, Lukas Specks, Reidar Mester,
Stefana Drova

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Gerd Holzwarth

Mitarbeiter

Philipp Rösner, Dominikus Littel

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Anerkennungen
Arbeit 1249
Anerkennung

Schulz und Schulz Architekten, Leipzig
DÄRR Landschaftsarchitekten, Halle (Saale)

Verfasser /
Architekt

Ansgar Schulz
Benedikt Schulz

Mitarbeiter

Michael Weichler, Fritz Keuthen, Carsten Pesch,
T. Rohländer, F. Mata

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Matthias Därr

Mitarbeiter

Franziska Krüger

Arbeit 1251
Anerkennung

Heydorn Eaton Architekten, Berlin
Guba Sgard Landschaftsarchitekten, Berlin

Verfasser /
Architekt

Maud Heydorn
Thomas Eaton

Mitarbeiter

Julia Sohn, Zita Stephan-Walton

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Thomas Guba

Mitarbeiter

Alexander Roscher

2. Rundgang
Arbeit 1247
2. Rundgang

Heinle, Wischer und Partner
Freie Architekten,Berlin
ST raum a. Gesellschaft von
Landschaftsarchitekten mbH, Berlin

Verfasser /
Architekt

Edzard Schulz

Mitarbeiter

Stella Birda, Aleksandra Shulevska

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Tobias Micke

Mitarbeiter

Matthias Werner

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Arbeit 1255
2. Rundgang

h.s.d.architekten bda, Lemgo
Gruppe Freiraumplanung Ostermeyer
und Partner mbB, Langenhagen

Verfasser /
Architekt

Prof. André Habermann
Christian Decker

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Thomas Ostermeyer

Mitarbeiter

Jessica Schütte

Sonderfachleute /
Berater

Energiekonzept, Bauphysik:
Prof. Dipl.-Ing. Volker Huckemann,
Salzkotten-Verne
Beratung Brandschutz:
BE + P Nord, Ingenieurgeschellschaft für das
Bauwesen mbH, Werther (Westfalen)
Dr.-Ing. Dirk Hollmann

Arbeit 1257
2. Rundgang

architecture + aménagement s.a., Luxemburg
HDK Dutt & Kist GmbH, Landschaftsarchitekten
- Stadtplaner, Saarbrücken

Verfasser /
Architekt

Bertrand Schmit
Nadine Gutenstein
Hermann Esslinger

Mitarbeiter

Carsten Henschel, Antoine Iung

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Luca Kist

Mitarbeiter

Marco Piazza

Arbeit 1258
2. Rundgang

BAYER & STROBEL ARCHITEKTEN, Kaiserlautern
urbanegestalt PartGmbH, Köln

Verfasser /
Architekt

Gunther Bayer
Peter Strobel

Mitarbeiter

Artur Schäfer, Max Gottschalk

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Johannes Böttger

Mitarbeiter

Juan Enriquez Lage

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1. Rundgang
Arbeit 1241
1. Rundgang

ARGE fabrik°B Architekten GbR /
Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Berlin
p u k l a n d - ghosts, gardens & graphics, Berlin

Verfasser /
Architekt

ARGE fabrik°B Architekten GbR /
Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH

Mitarbeiter

Michael Porath, Christian Wolff,
Michaela Selz, Kristin Schott

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Maria Pegelow

Mitarbeiter

Kilian Löderbusch

Arbeit 1242
1. Rundgang

petersen pörksen partner architekten +
stadtplaner | bda, lübeck / Hamburg
Breimann & Bruun Landschaftsarchitekten
GmbH & Co. KG, Hamburg

Verfasser /
Architekt

Klaus-H. Petersen
Markus Kauper

Mitarbeiter

Lars Madsen, Arne Lösekann,
Claudia Schallert, Arrash Bueno

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Bertel Bruun

Mitarbeiter

Laika Alm, Ben Warnecke

Arbeit 1244
1. Rundgang

Haberland Architekten, Berlin
häfner jiménez betcke jarosch
landschaftsarchitektur gmbh, Berlin

Verfasser /
Architekt

Jost Haberland

Mitarbeiter

Robert Heimann, Martin Priess

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Thomas Jarosch

Mitarbeiter

Katja Welkisch

Sonderfachleute /
Berater

WTM Engineers Berlin
Markus Schoppe

22

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Arbeit 1245
1. Rundgang

Chestnutt_Niess Architekten BDA, Berlin
FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf

Verfasser /
Architekt

Prof. Rebecca Chestnutt
Prof. Robert Niess

Mitarbeiter

Dipl.-Ing. Kerstin Schumacher, MA Arch.
Lisa von Wroblewsky, Dipl.-Ing. Mathias Jakob,
BA Arch. (Kand.) Agathe Sautet

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Prof. Thomas Fenner / Dipl.-Ing. (FH)

Mitarbeiter

Gisela Stimpfl, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur

Sonderfachleute /
Berater

Tragwerksplanung:
Eisenloffel.Sattler + Partner, Berlin
Dipl.-Ing. Achim Sattler
Brandschutz:
Ilko-M. Mauruschat, Architekt, Berlin
Geprüfter Sachverständiger für vorbeugenden
Brandschutz (EIPOS)

Arbeit 1248
1. Rundgang

h4a Gessert + Randecker + Legner
Architekten GmbH, Düsseldorf
GTL Landschaftsarchitekten, Düsseldorf

Verfasser /
Architekt

Prof. Klaus Legner, Dipl.-Ing. Architekt

Mitarbeiter

Lisa Dicke, M.Sc. | Christina Meyer-Ricks, M.Sc. |
Judith Mischor, M.Sc.

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Markus Gnüchtel

Mitarbeiter

Yvonne Lütke

Arbeit 1250
1. Rundgang

PFP Planungs GmbH, Hamburg
Landschaftsarchitektur+, Hamburg

Verfasser /
Architekt

Prof. Jörg Friedrich

Mitarbeiter

Detlef Junkers, Friedrich Benter,
Michaela Infantino, Götz Schneider

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Felix Holzapfel-Herziger

Mitarbeiter

Jane Heidemann, Ayla Kutas, Melih Kös

23

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Arbeit 1252
1. Rundgang

SWS-ARCHITEKTEN
Strolz . Weisenburger . Scheidel, Karlsruhe
Ramthun Landschaftsarchitektur, Baden-Baden

Verfasser /
Architekt

Jürgen Strolz
Bruno Weisenburger

Mitarbeiter

Nadine Fechti

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Bernd Ramthun

Mitarbeiter

Eyleen Lorenzen, Alexander Münzel

Arbeit 1254
1. Rundgang

ARGE Beusterien + Eschwe Architekturbüro
und Eckert Negwer Suselbeek Architekten, Berlin
Landschafts.Architektur Birgit Hammer, Berlin

Verfasser /
Architekt

Dieter Eckert
Hubertus Negwer
Wouter Suselbeek

Mitarbeiter

Isabel Fischer

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Birgit Hammer

Mitarbeiter

Daniela Otto-Gräf

Arbeit 1256
1. Rundgang

Numrich Albrecht Klumpp
Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Hager Partner AG, Berlin

Verfasser /
Architekt

Arthur Numrich
Tiemo Klumpp
Grant Kelly

Mitarbeiter

Michael Filser, Ulrike Fenske, Lubimir Peytchev

Verfasser /
Landschaftsarchitekt

Guido Hager

Mitarbeiter

Pascal Posset, Andreas Kotlan, Ana Stifanic

24

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

2. Bericht der Vorprüfung
Bericht der Vorprüfung zur Preisgerichtssitzung am 03.März 2016.

2.1 Vorlauf
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung
im EU-Amtsblatt vom 21. September 2015 in einem vorgeschalteten
Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF)
durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium aus insgesamt 78 Bewerbungen 20 Bewerbergemeinschaften aus Architekten und
Landschaftsarchitekten ausgewählt.
Die Auslobungsunterlagen standen den Teilnehmern ab dem
25. November 2015 auf dem Server der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt Berlin zum Download bereit. Die
Auslobungsbroschüre wurde im Anschluss auf dem Postwege versandt.
Rückfragen zur Auslobung konnten bis zum 09. Dezember 2015 schriftlich gestellt werden. Die Beantwortung der eingereichten Rückfragen
erfolgte in Abstimmung mit dem Preisgericht. Das Protokoll mit der
Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung
wurde am 16. Dezember 2015 an die Teilnehmer versandt und ist zusammen mit den ebenfalls zu diesem Zeitpunkt verschickten zusätzlichen
Unterlagen (Allgemeine technische schulspezifische Anforderungen,
Baumkataster, Luftbilder mit Baumstandorten, korrigiertes Formblatt /
Raumprogramm, Modellbauunterlagen) Teil der Ausschreibung.

2.2 Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten
Der Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten war der 02. Februar 2016.
Die Modelle konnten bis zum 09. Februar 2016 abgegeben werden.
Bis spätestens 02. Februar 2016, 16.00 Uhr gingen 18 Arbeiten termingerecht bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Referat
II D, Brückenstraße 6, 10179 Berlin ein. Sie wurden entgegengenommen,
quittiert und Datum, Uhrzeit sowie Art und Umfang der Unterlagen wurden in einer Sammelliste erfasst. Die 18 Modelle wurden am 09. Februar
2016 ebenfalls fristgerecht bis spätestens 16.00 Uhr abgegeben.
Die 18 Wettbewerbsbeiträge und Modelle wurden ungeöffnet in die
Räume der Vorprüfung in der Württembergischen Straße 6, 10707 Berlin,
Raum 560 transportiert und dort ausgepackt.

2.3 Anonymisierung
Die Wettbewerbsarbeiten wurden in allen Teilen nach dem Zufallsprinzip
mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1241 bis 1258 gekennzeichnet. Die
Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen.
Verstöße gegen die geforderte Anonymität wurden nicht festgestellt.

25

26

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

2.4 Vollständigkeit der Arbeiten

Tarnzahl

Lageplan 1:500

Grundrisse 1:200

Ansichten 1:200

Schnitte 1:200

Fassadenschnitt 1:20

Prüfpläne 1:200

Berechnungen

Erläuteruungsbericht

Baubeschreibung

Verzeichnis Unterlagen

Verfassererklärung

Modell 1:500

Die Vollständigkeit der Wettbewerbsbeiträge wurde gemäß Punkt 1.10
der Wettbewerbsausschreibung überprüft, die Ergebnisse wurden in einer
Tabelle zusammengefasst.

1241

X

X

X

X 1)

X

X

X

X

X

X

X

X

1242

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1243

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1244

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1245

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1246

X

X 4)

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1247

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1248

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1249

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1250

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1251

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1252

X

X

X

X 2)

X

X

X

X

X

X

X

X

1253

X

X

X

X 1)

X

X

X

X

X

X

X

X

1254

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1255

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1256

X

X

X

X 1)

X

X

X

X

X

X

X

X

1257

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

X

1258

X

X

X

X 3)

X

X

X

X

X

X

X

X

X 1)
X 2)
X 3)
X 4)

Längsschnitt Sporthalle fehlt
Längsschnitt Schule fehlt
Längsschnitt Sporthalle und Querschnitt Schule fehlen
UG-Grundriss nur auf den Prüfplänen

Alle Arbeiten sind in den wesentlichen Teilen vollständig und prüfbar.
Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen, wurden nicht eingereicht.

2.5 Vorprüfung
Verfahren
Die Vorprüfung wurde vom 03. Februar bis zum 01. März 2016
in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin,
Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 durchgeführt.

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Grundlage der Vorprüfung war der nachstehende Kriterienkatalog, der auf
den in der Auslobung unter Punkt 3.11 genannten Beurteilungskriterien
des Preisgerichts aufbaut und die Vorgaben und Ziele der
Wettbewerbsaufgabe im Einzelnen berücksichtigt.
Zu jedem Wettbewerbsentwurf wurde ein Einzelbericht angefertigt, der
die Ergebnisse der Vorprüfung zusammenfasst.
Prüfung der qualitativen Daten
Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet
und finden sich entsprechend in den Einzelberichten wieder:
Städtebau
- Stadträumliche Einbindung
- Positionierung der neuen Baukörper
- Anordnung der Freiflächen
- Erschließung / Eingang / Zufahrt
Architektonische Gestaltung
Schule
- Baukörpergestaltung
- Architektonische Qualität der Innenräume / Schule
- Konstruktion / Material
- Orientierung zu den Außenräumen
Sporthalle
- Baukörpergestaltung
- Architektonische Qualität der Innenräume / Sporthalle
- Konstruktion / Material
- Orientierung zu den Außenräumen
Freiflächen
- Freiflächengestaltung
Funktionen
Schule
- Erschließung
- Funktionale Zuordnung
- Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung
Sporthalle
- Erschließung
- Funktionale Zuordnung
- Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung
Realisierbarkeit
- Programmerfüllung
- Genehmigungsfähigkeit
- Barrierefreiheit
- Realisierbarkeit im laufenden Betrieb
- Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
- Einhaltung des Kostenrahmens
- Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb
In den Einzelberichten wird die textliche Zusammenfassung der
Vorprüfergebnisse ergänzt durch ausschnittweise Plandarstellungen
(Ansichten, Erdgeschoss-Grundrisse) und ein Modellfoto.

27

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Prüfung der quantitativen Daten
Die in der Auslobung geforderten Berechnungen wurden nachgeprüft und
als Grundlage für die Kostenermittlung aufbereitet.
Folgende Werte wurden - getrennt für das Schülerweiterungsgebäude
und die Sporthalle - überprüft:
-

Nutzflächen NF gemäß Raumprogramm
Nutzflächen NF im Schulneubau
Technische Funktionsflächen TF
Bruttogrundflächen BGFa
Bruttorauminhalte BRI a (V)
Verhältnisse BGF a / NF
Verhältnisse BRIa / NF
Gebäudehüllflächen (A)
Verhältnisse A / V
Überbaute Flächen ÜF

Die Planungsdaten sind auszugsweise zu den Einzelberichten in einer
Tabelle dargestellt. Eine vergleichende tabellarische Zusammenstellung
aller ermittelten Planungsdaten sowie der Kosten ist den Einzelberichten
vorangestellt.
Zusätzlich werden folgende Daten in Balkendiagrammen dargestellt:
-

Nutzfläche NF Schulerweiterung
Bruttogrundfläche BGFa Schulerweiterung
Bruttorauminhalt BRIa (V) Schulerweiterung
Gebäudehüllfläche (A) Schulerweiterung
Verhältnis Gebäudehüllfläche / Bruttorauminhalt A / V
Kosten Schulerweiterung / Gesamtkosten brutto

Anmerkungen zur Kostenprüfung
Vor der Kostenermittlung wurden die Flächen der neu zu errichteten
Bauteile ermittelt. Dabei wurde unterschieden zwischen den Flächen der
Schulerweiterungen und den Flächen der Sporthallen. Um die Gebäude
vollständig zu erfassen wurden die Flächen bzw. Räume folgender
Bauteile bestimmt: Baugrube, Basisfläche, Horizontalflächen, Dachfläche,
Außen- und Innenwände – unterteilt in tragend und nichttragend.
Zur Ermittlung der Kosten wurden die aktuellen statistischen
Kostenkennwerte des Baukosteninformationszentrums (Stuttgart, 2015)
herangezogen. Grundlage der Kostenermittlung waren die Pläne und die
Baubeschreibungen der Wettbewerbsteilnehmer.
Während die Kosten der Baukonstruktion (KG 300) in aller Regel über
die erwähnten aufgenommenen Flächen / Räume der Bauteile errechnet
wurden, wurden für die Kosten der Technischen Ausrüstung (KG 400) die
Bruttoggrundflächen und die anzuwendenden prozentualen statistischen
Kennwerte für einen einfachen bis mittleren Standard zugrunde gelegt.
Die Berechnung der Kosten der Außenanlagen (KG 500) basiert auf den
unterschiedlichen Flächennutzungen entsprechend der Vorgaben des
Bedarfsträgers / Nutzers in Verbindung mit den Flächendarstellungen

28

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

der Wettbewerbsteilnehmer. Grundlage für die Ermittlung der
Kosten sind zum einen die Kennwerte des BKI und zum anderen die
Kostenpauschalen aus Listen des Bayrischen Landessportverbandes
zum Bau von Breitensportanlagen.
Kostenansätze für Unterfangungen, Abbruch- und Wiederherstellungsar
beiten, statische Ertüchtigungen am Bestandsgebäude, Provisorien und
Brandschutznotwendigkeiten sind enthalten.
Für die Erschließungskosten (KG 200) wurde bei allen Entwürfen der
gleiche Ansatz gerechnet, und zwar für Schulgebäude 50.000 € und für
die Sporthalle 75.000 €.
Für die Kosten der Ausstattung (KG 600) wurde bei allen Entwürfen der
gleiche Ansatz gerechnet, und zwar für Schulgebäude 335.000 € und für
die Sporthalle 100.000 €.
Als Baunebenkosten wurde bei allen Entwürfen ein prozentualer Ansatz
von 30% auf die Kosten des Entwurfes gem. KG 200 – 600 aufgeschlagen. Als Kosten für das Unvorhergesehene wurden 5% angesetzt.
Anmerkungen zur Prüfung Energieeffizienz und Tageslicht
1. Primärenergie / Energiekonzept
Alle Arbeiten sehen für die Wärmeversorgung - sofern überhaupt eine
Aussage getroffen wurde - bewährte, realisierbare Technik vor. Innovative
oder experimentelle Komponenten kommen nicht vor. Die Vorgabe, regenerative Energiequellen zu nutzen, wurde nicht immer erfüllt.
2. Wärmeschutzstandard / Hüllfläche
Alle Aussagen in den Vorprüfberichten beziehen sich auf die EnEV 2016.
Das Hüllflächen-Volumen-Verhältnis (A/V) wurde allein für die Neubauteile
ermittelt. Im Unterschied hierzu wurde bei der energetischen Betrachtung
die gesamte Hüllfläche des Schulgebäudes (ohne Sporthalle) einschließlich des Altbaus betrachtet, da die Heizsysteme oder das Heizsystem
Wärme für die gesamte Schule bereit stellen müssen.
3.Materialien / Ökologische Auswirkungen / Nachhaltigkeit
Eine belastbare Feststellung der ökologischen Auswirkungen und der
Nachhaltigkeit ist aufgrund der jeweils vorgenommenen Bearbeitungstiefe
nicht bei allen Arbeiten möglich. Insofern müssen sich die Berichte hauptsächlich auf die Benennung der verwendeten Materialien beschränken.
4. Tageslichtversorgung / Sonnenschutz
Die Vorprüfung hat die Tageslichtversorgung hauptsächlich der
Unterrichtsräume betrachtet und die Praktikabilität der vorgeschlagenen Sonnenschutzsysteme und Blendschutzsysteme geprüft - sofern die
Bearbeitungstiefe dieses zulässt.
5. Natürliche Lüftung / mechanische Entlüftung
Die vorgeschlagenen Lüftungssysteme entsprechen dem aktuellen
Stand der Technik und sind mit der EnEV 2106 vereinbar. Technische
Innovationen wurden nicht vorgeschlagen

29

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Sachverständige
Bei der Vorprüfung haben folgende Sachverständige beratend mitgewirkt:
Dietlind Tessin, Hartmut Körner, Miriam Pettersson, Matthias Radtke,
Christian Fröhlich, Margina Bleil, Karl-Heinz Urban, Annette Thimm, Uwe
Dechène, Inge Schmidt-Rathert, Lars Brink

Berlin, den 02.03.2016

30

31

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Wettbewerbsarbeit

1241

1242

1243

1244

1245

1246

Flächen und Rauminhalte
Schulerweiterung
NF Raumprogramm - Soll

m²

1.693

1.693

1.693

1.693

1.693

1.693

NF Raumprogramm - Ist

m²

1.737

1.723

1.716

1.722

1.744

1.728

NF Neubau

m²

1.868

1.831

1.713

1.778

1.807

1.808

TF

m²

0

5

67

0

68

91

BGFa

m²

3.267

2.715

3.056

2.161

3.180

3.061

BRIa (V)

m³

12.806

10.548

11.457

8.610

13.370

11.891

BGFa / NF Neubau

1,75

1,48

1,78

1,22

1,76

1,69

BRIa / NF Neubau

6,86

5,76

6,69

4,84

7,40

6,58

3.267

2.933

3.093

3.473

3.664

3.690

0,26

0,28

0,27

0,40

0,27

0,31

m²

1.595

1.463

1.514

1.400

1.822

1.732

NF - soll

m²

1.236

1.236

1.236

1.236

1.236

1.236

NF - ist

m²

1.261

1.253

1.245

1.254

1.250

1.267

TF

m²

9

39

22

19

26

16

BGFa

m²

1.566

1.490

1.554

1.504

1.549

1.540

BRIa (V)

m³

12.063

12.025

10.862

11.358

12.083

11.714

1,24

1,19

1,25

1,20

1,24

1,22

Hüllfläche (A)

m²

A/V
ÜF (einschl. Bestandsbau)
Sporthalle

BGFa / NF
BRIa / NF

9,57

9,60

8,72

9,06

9,67

9,25

Hüllfläche

m²

4.465

4.206

4.352

4.250

4.530

4.396

A/V

m²

0,37

0,35

0,40

0,37

0,37

0,38

ÜF

m²

1.566

1.490

1.554

1.504

1.549

1.540

Kosten brutto
Gesamtkosten - Soll

€

10.500.000 10.500.000 10.500.000 10.500.000 10.500.000 10.500.000

Gesamtkosten - Ist

€

11.322.480

Verhältnis zum Soll (100 %)

10.238.748 10.976.732 10.692.451 10.704.904

11.055.403

107,83%

97,51%

104,54%

101,83%

101,95%

105,29%

Kosten Schulgebäude - Soll

€

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

Kosten Schulgebäude - Ist

€

6.573.736

5.829.511

6.439.187

6.142.547

6.536.889

6.430.364

128,14%

113,63%

125,52%

119,73%

127,42%

125,34%

Verhältnis zum Soll (100 %)
Kosten Sporthalle - Soll

€

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

Kosten Sporthalle - Ist

€

3.677.903

3.301.513

3.432.738

3.452.383

3.068.823

3.525.326

84,59%

75,94%

78,96%

79,41%

70,59%

81,08%

Verhältnis zum Soll (100 %)
Kosten Außenanlagen - Soll

€

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

Kosten Außenanlagen - Ist

€

1.070.841

1.107.723

1.104.808

1.097.521

1.099.192

1.099.712

104,76%

108,37%

108,09%

107,37%

107,54%

107,59%

Verhältnis zum Soll (100 %)

32

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Wettbewerbsarbeit

1247

1248

1249

1250

1251

1252

Flächen und Rauminhalte
Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm - Soll

m²

1.693

1.693

1.693

1.693

1.693

1.693

NF Raumprogramm - Ist

m²

1.668

1.838

1.746

1.817

1.699

1.662

NF Neubau

m²

1.912

2.208

1.758

2.011

1.725

1.758

TF

m²

116

125

32

90

3

195

BGFa

m²

3.947

3.891

2.833

3.828

2.788

2.982

BRIa (V)

m³

15.294

13.521

10.919

12.920

9.162

10.778

BGFa / NF Neubau

2,06

1,76

1,61

1,90

1,62

1,70

BRIa / NF Neubau

8,00

6,12

6,21

6,42

5,31

6,13

4.536

3.362

3.755

3.886

3.340

3.512,

0,30

0,25

0,34

0,30

0,36

0,33

m²

1.735

1.562

1.512

1.571

1.757

1.489

NF - soll

m²

1.236

1.236

1.236

1.236

1.236

1.236

NF - ist

m²

1.300

1.299

1.250

1.306

1.265

1.263

TF

m²

25

29

14

8

28

55

BGFa

m²

1.498

1.733

1.582

1.724

1.576

1.806

BRIa (V)

m³

11.039

12.215

11.799

13.113

11.023

12.130

BGFa / NF

1,15

1,33

1,27

1,32

1,25

1,43

BRIa / NF

8,49

9,40

9,44

10,04

8,71

9,60

Hüllfläche (A)

m²

A/V
ÜF (einschl. Bestandsbau)
Sporthalle

Hüllfläche

m²

4.393

4.051

4.516

4.158

4.395

4.200

A/V

m²

0,40

0,33

0,38

0,32

0,40

0,35

ÜF

m²

1.499

1.386

1.582

1.412

1.576

1.341

Kosten brutto
Gesamtkosten - Soll

€

10.500.000 10.500.000 10.500.000 10.500.000 10.500.000 10.500.000

Gesamtkosten - Ist

€

12.804.346 12.384.648

Verhältnis zum Soll (100 %)

11.238.094

12.877.451 10.170.330 11.599.972

121,95%

117,95%

107,03%

122,64%

96,86%

110,48%

Kosten Schulgebäude - Soll

€

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

Kosten Schulgebäude - Ist

€

8.202.429

7.472.653

6.437.968

7.677.117

5.300.458

6.494.615

159,89%

145,66%

125,49%

149,65%

103,32%

126,60%

Verhältnis zum Soll (100 %)
Kosten Sporthalle - Soll

€

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

Kosten Sporthalle - Ist

€

3.505.749

3.786.160

3.695.680

4.097.731

3.768.522

3.988.071

80,63%

87,08%

85,00%

94,25%

86,68%

86,68%

Verhältnis zum Soll (100 %)
Kosten Außenanlagen - Soll

€

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

Kosten Außenanlagen - Ist

€

1.096.168

1.125.836

1.104.446

1.102.603

1.101.350

1.117.286

107,24%

110,14%

108,05%

107,87%

107,75%

109,31%

Verhältnis zum Soll (100 %)

33

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Wettbewerbsarbeit

1253

1254

1255

1256

1257

1258

Flächen und Rauminhalte
Schulerweiterung
NF Raumprogramm - Soll

m²

1.693

1.693

1.693

1.693

1.693

1.693

NF Raumprogramm - Ist

m²

1.796

1.679

1.723

1.681

1.695

1.704

NF Neubau

m²

1.914

1.696

1.641

1.722

1.879

1.745

TF

m²

0

75

17

0

106

53

BGFa

m²

2.957

3.291

3.355

3.295

3.075

3.348

BRIa (V)

m³

11.663

12.186

12.516

12.793

11.279

14.118

BGFa / NF Neubau

1,54

1,94

2,04

1,91

1,64

1,92

BRIa / NF Neubau

6,09

7,18

7,63

7,43

6,00

8,09

3.415

3.757

3.794

3.899

3.500

5.391

0,29

0,31

0,30

0,30

0,31

0,38

m²

1.829

1.336

1.729

1.672

1.843

2.300

NF - soll

m²

1.236

1.236

1.236

1.236

1.236

1.236

NF - ist

m²

1.257

1.263

1.254

1.255

1.269

1.246

TF

m²

10

25

15

20

27

15

BGFa

m²

1.443

1.546

1.539

1.581

1.581

1.514

BRIa (V)

m³

10.613

12.690

11.533

12.117

11.816

12.280

BGFa / NF

1,15

1,22

1,23

1,26

1,25

1,22

BRIa / NF

8,44

10,05

9,20

9,65

9,31

9,86

Hüllfläche (A)

m²

A/V
ÜF (einschl. Bestandsbau)
Sporthalle

Hüllfläche

m²

4.281

4.502

4.367

4.516

4.473

4.369

A/V

m²

0,40

0,35

0,38

0,37

0,38

0,36

ÜF

m²

1.443

1.546

1.539

1.581

1.581

1.514

Gesamtkosten - Soll

€

10.500.000

10.500.000

10.500.000 10.500.000 10.500.000 10.500.000

Gesamtkosten - Ist

€

10.928.407

12.346.394

11.796.518

11.950.591

104,08%

117,58%

112,35%

113,82%

112,67%

117,43%

Kosten brutto

Verhältnis zum Soll (100 %)

11.830.222 12.330.619

Kosten Schulgebäude - Soll

€

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

5.130.152

Kosten Schulgebäude - Ist

€

6.464.357

7.548.758

6.942.455

7.164.021

7.115.376

7.640.895

126,01%

147,14%

135,33%

139,65%

138,70%

148,94%

Verhältnis zum Soll (100 %)
Kosten Sporthalle - Soll

€

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

4.347.693

Kosten Sporthalle - Ist

€

3.364.046

3.691.037

3.756.809

3.686.340

3.608.259

3.604.247

77,38%

84,90%

86,41%

84,79%

82,99%

82,90%

Verhältnis zum Soll (100 %)
Kosten Außenanlagen - Soll

€

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

1.022.155

Kosten Außenanlagen - Ist

€

1.100.004

1.106.599

1.097.254

1.100.230

1.106.586

1.085.478

107,62%

108,26%

107,35%

107,64%

108,26%

106,20%

Verhältnis zum Soll (100 %)

1258

1257

1256

1255

1254

1253

1252

1251

1250
9.162

12.920

11.279

12.793

12.516

12.186

11.663

10.778

10.919

14.118

1258

1257

1256

1255

1254

1253

1252

1251

1250

1249

1.696

1.745

1.879

1.722

1.641

2.011

1.914

1.758

1.725

1.758

2.208

2.161

2.500

1248

1247

1.912

1.808

1.807

1.778

3.061

3.348

3.295

3.355

3.291

3.075

2.957

2.982

2.788

3.180

3.056

2.833

2.715

3.828

3.891

3.947

BGF [m²]

1249

13.521

15.294

1246

1245

1244

1.713

1.831

3.267

NF [m²]

1248

11.891

13.370

BRI [m³]

1247

1246

1245

8.610

10.000

1244

1243

1.639

11.457

1242

1.868

3.000

1243

12.000
10.548

1241

3.500

1242

14.000
12.806

2.000

1241

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll
34

Schulerweiterung

1.500

0

Schulerweiterung

0

3.500 - A/V 0,31

Hüllfläche [m²]
5.391 - A/V 0,38

Schulerweiterung

1258

1257

3.899 - A/V 0,30

3.794 - A/V 0,30

1255

1256

3.757 - A/V 0,31

3.415 - A/V 0,29

3.512 - A/V 0,33

3.340 - A/V 0,36

3.886 - A/V 0,30

3.755v - A/V 0,34

1254

1253

1252

1251

1250

1249

3.362 - A/V 0,25

1258

1257

1256

1255

1254

1253

1252

1251

1250

1249

1248

1247

1246

7.640.895

7.115.376

7.164.021

6.942.455

7.548.758

6.464.357

6.494.615

7.677.117

6.437.968

5.300.458

8.202.429

7.472.653

6.430.364

6.536.889

6.142.547

6.439.187

11.238.094

12.877.451

12.330.619

11.830.222

11.950.591

11.796.518

12.346.394

10.928.407

11.599.972

10.170.330

12.804.346

12.384.648

11.055.403

10.704.904

10.629.451

10.976.732

10.238.748

[€]

1248

4.536 - A/V 0,30

3.690 - A/V 0,31

1246

1245

1244

1243

10.0 Mio

1247

3.664 - A/V 0,27

0

1245

3.473 - A/V 0,40

3.093 - A/V 0,27

5.829.511

11.322480

Gesamtkosten

1244

3.000

1242

6.573.736

10.5 Mio

1243

3.500

2.933 - A/V 0,28

1241

12.5 Mio

1242

4.000

3.267 - A/V 0,26

7.5 Mio

1241

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll
35

Kosten Schulerweiterung [€]

5.0 Mio

0

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

2.6

Einzelberichte zu den Wettbewerbsarbeiten
1241 - 1258

37

ARGE fabrik°B Architekten / Dietrich Untertrifaller, Berlin | p u k l a n d - ghosts, gardens & graphics, Berlin | 1. Rundgang

Planungsdaten

1241

Soll

Ist

1.693

1.737

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.868

BGFa [m²]

3.267

BRIa [m³]

12.806

BGFa / NF Neubau

1,75

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.261

BGFa [m²]

1.566

BRIa [m³]

12.063

BGFa / NF

1,24

Gesamtkosten [€]

10.500.000

11.322.480

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Ostseitige Ergänzung des Bestands um einen in
Längsausdehnung und Höhe dem Altbau entsprechenden 4-geschossigen Neubauriegel, Tiefe ca.
14m.
- Integration des Nebenraumflügels. Verknüpfung Neubau-Altbau durch direkten Anschluss eines gebäudehohen Atriums mit Oberlichtern und verglasten Giebelseiten an den Längsflur des Bestandes.
- Sporthalle an der Zwieseler Straße, Hallenschmalseite zur Straße gerichtet, Aufnahme der Baufluchten
der Wohngebäude. Gebäudehöhe 9m. Flacher Nebenraumtrakt (H 3,8m) südlich vorgelagert.
- Sportflächen zwischen neuer und alter Sporthalle
- Schulhof unmittelbar östlich des Schulgebäudes.
Südlicher Grundstücksteil als Spielbereich.
- Weitgehender Erhalt der Baumbestands, Ergänzung
durch raumbildende Neupflanzungen.
- Hauptzugänge nördlich und südlich des Schulgebäudes, Wegeführung über den Schulhof zum NeubauFoyer. Bestandseingang für Personal. Anlieferung /
Entsorgung nördlich des Schulgebäudes.
- Erschließung Sporthalle: Foyer an der Zwieseler
Straße, westlicher Nebeneingang für Schulsport.
- Fahrradstellplätze an beiden Zugängen sowie vor der
Sporthalle. PKW-Stellplatz an der Sporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Erweiterungsbau als kompaktes Volumen mit linearen Konturen. Begrüntes Flachdach mit Oberlichtern
über dem Atrium sowie Fotovoltaikelementen.
- EG-Fassaden und Giebelseiten: farbige Faserbeton-Platten, bodentief verglaste Aluminium-PfostenRiegel-Konstruktionen. OG-Fassaden: Putzfassaden
(WDVS), Fensterbänder (Holz-Alumium), farbig abgesetzte Zwischenflächen.
- Sonnenschutz: außen liegende Lamellen-Jalousien
- Atrium (ca. 34 x 9m) mit Freitreppe / Sitzstufen im EG,
einläufigen Freitreppen zwischen den OG, „Brücken“
zwischen Alt- und Neubau, gebäudehohe Lufträume.
Flure des Altbaus als Galerien. Innenwände der Neubauräume zum Atrium verglast. Belichtung der Flure
über das Atrium.
- Brüstungshöhen in den OG ca. 0,9m.
- Konventionelles Stahlbeton-Tragwerk.
- Eingriffe in den Altbau: Öffnung der Ostwand, Umbau
des Nebenraumflügels.
Sporthalle
- Sockel mit Faserbeton-Fassaden analog zum Schulerweiterungsbau, Foyer mit Glas-Holz-Fassade,
Fensterbänder am Nebenraumtrakt.
- Hallenkubus oberhalb des Sockels mit Putzfassaden
(WDVS), Dachoberlichter.
- Tragwerk aus Stahlbeton und Holzbindern.
Freiflächen
- Klare geometrische Fassung der Freiflächen: Schulhof, Spielbereich, Sporthof, Vorplatz an der Sporthalle. Spiellandschaft als Intarsie im Schulhof.
- Nutzungsabhängig unterschiedliche Beläge: Betonpflaster, Rasen. Sportfeld und Laufbahnen mit Kunststoffbelägen.
- Überlagerung von Laufbahn und Weitsprunganlage
nicht funktionsgerecht.

1241

Funktionen
Schule
- Haupteingang / Foyer / Pausenhalle zum Schulhof
orientiert. Übergang auf das Niveau des Bestands
(Differenz 1,05m) über Freitreppe / Sitzstufenanlage.
- Zentrale Vertikalerschließung (1. bis 3. OG) über
Freitreppen im Atrium, Anschluss der Neubauräume
in den OG an die Bestandsflure über Brücken. Neuer
Treppenraum mit Aufzug im Neubau (Nordseite). Erhalt der Bestandstreppenräume.
- Alt- und Neubau in den OG ebenengleich.
- Lineare Aufreihung der Räume in den Neubau-OG.
Aufgrund der Anbindung Neubau-Altbau über Brücken gefangene Räume hinter Nebenraumflügel.
- EG: Atrium / Pausenhalle, Mensa, Erzieher. Aus Bestand: Gemeinschaftsräume, Bibliothek. Im EG / Bestand: Zusammenfassung der Verwaltungsräume.
- In den OG beiderseits des Atriums Stammklassen,
Gruppenräume, Fachräume und Betreuungsräume.
- Geschosshöhen: EG ca. 4,35m, OG 3,3m.
- Lichte Raumtiefen in den Unterrichtsräumen ca.
7,3m. Ost-Orientierung aller Räume.
Sporthalle
- Foyer der Sporthalle an der Straße, externe Erschließung ohne Betreten des Schulgeländes.
- Räumliche Organisation funktionsgerecht.
- Raumzuschnitte funktionsgerecht. Natürliche Belichtung der Halle ausschließlich über Dachoberlichter,
aus sportfachlicher Sicht ungünstig. Umkleiden / Sanitärräume mit Fenstern.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Sportflächen: Laufbahn und Anlauf-Weitsprung überlagert.
Keine Technikfläche im Neubau.
- Genehmigungsfähigkeit: offener 4-geschossiger Hallenraum hinsichtlich Brandschutz / Verrauchung /
Rettungswegen problematisch.
- UG / Bestand nicht barrierefrei erschlossen.
- Bauabschnitte / Realisierung im laufenden Betrieb:
erhebliche Störungen bzw. Einschränkungen des
Schulbetriebs.
- Erweiterung der bestehenden Gas-betriebenen
BHKW-Anlage plus Eigenstrom durch PV ohne Einbindung in das Heizsystem, dezentrale Gasheizung
für Sporthalle, FBH/ HK/ Einzelraumregelung. Deckenstrahlungsheizung in Sporthalle (Standard).
- Schule und Sporthalle: EnEV 2016 realisierbar (Passivhausstandard angestrebt).
- Hüllfläche des Baukörpers gut.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton/ WDVS/ Holz-Alu-Fenster, jedoch kaum
nachwachsende Rohstoffe.
- Tageslichtversorgung / Sonnenschutz / Blendschutz:
durch Tageslichtlenkung, Sonnenschutz und indirekte Belichtung über Atrium sehr gut. Belichtung der
Sporthalle nur von oben.
- Natürliche Lüftung über Atrium im Sommer sehr gut.
Anforderungen an Einbruchschutz. Zusätzlich zentrale Lüftungsanlagen für Klassen (CO2-gesteuert).
- Kostenrahmen wird um 8% überschritten.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

petersen pörksen partner, Lübeck / Hamburg | Breimann & Bruun Landschaftsarchitekten, Hamburg | 1. Rundgang

Planungsdaten

1242

Soll

Ist

1.693

1.723

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.831

BGFa [m²]

2.715

BRIa [m³]

10.548

BGFa / NF Neubau

1,48

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.253

BGFa [m²]

1.490

BRIa [m³]

12.025

BGFa / NF

1,19

Gesamtkosten [€]

10.500.000

10.238.748

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Viergeschossiger Schulneubau dockt rechtwinklig
zum Bestand über transparente Erschließungsfuge
an Nebenraumtrakt an. Gebäudelänge ca. 38m, Breite ca. 18,4m, Höhe ca. 15,5m
- Sporthalle mit Querseite ca. 8,5m von Zwieseler Str.
zurückgesetzt. Höhe ca. 8,5m, südlicher 1-gesch.
Nebenraumtrakt als Teil des Sockels Höhe ca. 3,5m.
- Dreiteilung der Freiflächen in „Steinerner Hof“ innerhalb des dreiseitig gefassten Hofraums, südl. „Wilder
Garten“ und „Sportpark“ zwischen Sporthallen.
- Kleinspielfeld mit nördlicher Sitzstufenanlage und
vorgelagerter Weitsprunganlage, Laufbahn (91m)
verbindet als „Boulevard“ Pausenhofteile miteinander. Gymnastikwiese nicht ausgewiesen.
- Bäume weitgehend erhalten. Baumreihe westl. der
Sporthalle und im Neubaubereich entfallen.
- Zugang auf Schulgelände von Nordwesten, Haupteingang über Pausenhof von Norden in gläsernen,
durchgesteckten Erschließungstrakt mit südlichem
Hofzugang. Anbindung an südwestlichen Bestandseingang für Lehrer / Verwaltung.
- Fahrradstellplätze entlang Römerweg und nördlich
des Pausenhofes sowie südlich der Sporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Lochfassade mit gleichmäßig angeordneten, liegenden Fensterelementen mit einzelnen Öffnungsflügeln, Leibung wechselweise seitlich angeschrägt und
unterschiedlich farbig gestaltet. BRH ca.90cm. Außenliegende perforierte Wetterschutzlamellen.
- Ostfassade zusätzlich mit vertikalem Fensterband
vor Treppenhaus.
- EG Mensafassade mit geschosshoher Verglasung,
durch vorgesetzte Wandscheiben gegliedert, die
auch als Sonnenschutz dienen.
- Thermowände aus Betonfertigteilen mit Kerndämmung. Natürliche, sandfarbene Färbung des Betons
aus Weißzement mit Kalksteinzuschlägen.
- Im EG tragende Wandscheiben aus grauem Sichtbeton. Dazwischen zurückgesetzte Pfosten-Riegel-Fassade, Aluminumfenster mit Öffnungsflügeln.
- Extensives Gründach.
- Klassenräume mit Orientierung nach Norden, Süden
und Osten.
- Teilunterkellerung unter Foyer für Treppe.
Sporthalle
- Horizontale Teilung des Baukörpers in massiven 1gesch. Sockel mit Nebenraumtrakt und Hauptzugang
von Süden und einem aufgesetzten transluzenten
Hallenbaukörper aus Profilglas mit transparenter
Wärmedämmung, beide durch umlaufend abgesetzte
Fuge getrennt.
- Sockel aus Betonfertigteilen mit Kerndämmung und
Prallwand aus Sperrholzplatten.
Freiflächen
- „Steinerner Hof“ als Tobe- und Rennfläche mit überdimensionalem, aufgemaltem „Käsekästchen“ oder
Brettspiel in Form eines gelben Rasters.
- Südlicher, introvertierterer „Wilder Garten“ mit farbiger Rennbahn zwischen Bestandsbäumen. Umkleidung des Trafos zum Kletterberg.
- „Sportpark“ mit nördlich abschließenden Sitzstufen.

1242

Funktionen
Schule
- Verlagerung des Haupttreppenhauses in den Neubau
als offene Treppe in 4-gesch., verglastem Foyer mit
angrenzendem Durchladeraufzug, Anbindung an Bestand im EG zusätzlich mit Ausgleichsstufen.
- Zweibündiger Neubau mit innenliegendem Flur, mit
festmöblierten Nischen, Breite ca. 3,3m wird über
Glaswände zu Betreuungsräumen belichtet.
- Flur schließt nach O mit abgeschl. Treppenhaus ab.
- Mensa belegt EG mit angrenzender, nordöstlicher
Küche und Anlieferungsmöglichkeit von Osten. Mögliche Nutzung als Veranstaltungsraum durch festes
Bühnenpodest am Übergang zum Foyer gegeben.
Mensa öffnet über Ganzglasfassade zwischen Wandscheiben nach Süden und Norden zu Pausenflächen.
- Im EG zusätzlich Gemeinschaftsraum aus Bestand.
- Verwaltung im EG und SG Bestand untergebracht.
- Einzelne Jahrgänge belegen die 3 oberen Ebenen.
Es soll jeweils ein Jahrgang mit Klassen- und Differenzierungsräumen pro Alt- und pro Neubaugeschoss
untergebracht werden, hierfür Flächenaustausch, 4
neue Betreuungsräume im Bestand und 5 Bestandsklassenräume im Neubau angeordnet.
- Geschosshöhen EG 4,5m, OG 3,3m.
- Neubauraumtiefen 7,5m nach Süden und Norden,
8m nach Osten.
Sporthalle
- Mittiger, eingerückter Hauptzugang mit Windfang von
Süden. Flur des zweibündigen Nebenraumtrakts mit
Nebenzugängen von Ost und West.
- Funktionale Anordnung der Nebenräume, Geräteund Schiedsrichterräume öffnen zur Halle, Umkleide/Sanitärräume nach Süden über schmale Oberlichter
belichtet und belüftet.
- Halle ab ca. 4m über OKFF über umlaufende, transluzente Fassade belichtet. Aus sportfunktionaler Sicht
unerwünscht.
- Belüftung über Dachklappen.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen nachgewiesen.
Beh.-WC nicht dargestellt. Technikfl. Schule nur 5m²
- Abstandsflächen eingehalten. Schule: 2. Rettungsweg über Erschließungshalle, im EG nicht abgeschlossen dargestellt.
- Realisierung im laufenden Betrieb denkbar.
- Keine Aussage zu Primärenergie/ Energiekonzept.
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche Schule ungünstig.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Keine
nachwachsenden Rohstoffe.
- Südfassade mit Sonnenschutzbehängen führt zu
Konflikt mit Tageslichtversorgung.
- Natürliche Lüftung im Sommer möglich. Einbruchschutz vorh. durch Lochblech. Mechanische Lüftungsanlagen mit WRG nur in Essenausgabe und
Küche.
- Kostenrahmen wird um 2% unterschritten.
- Unterdurchschnittliche Nutzungskosten.

1243

scholl architekten partnerschaft, Stuttgart | Philip Denkinger Landschaftsarchitekt, Stuttgart | 3. Preis

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.716

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.713

BGFa [m²]

3.056

BRIa [m³]

11.457

BGFa / NF Neubau

1,78

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.245

BGFa [m²]

1.554

BRIa [m³]

10.862

BGFa / NF

1,25

Gesamtkosten [€]

10.500.000

10.976.732

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 4-geschossiger Baukörper dockt rechtwinklig in Mittelachse des bestehenden Nebentraktes mit einer
Gebäudetiefe von 20,40 m an.
- Gebäudelänge: 36,40 m, Höhe 13,70 m.
- Witterungsgeschützte Verbindung zwischen Bestands-Schule / -Sporthalle / Neubau und Rahmung
des Schulhofes durch arkadenartiges Dach.
- Sporthalle giebelständig zur Zwieseler Straße, ca. 14
m zurückgesetzt mit Rücksicht auf Nachbarbebauung, Gebäudehöhe ca. 8 m, 1-geschossiger Nebentrakt als Schiene südlich bündig vorgelagert, ca. 4 m
hoch.
- Sportplatz in Nord-Süd-Ausrichtung zwischen den
Ost-West ausgerichteten Neubauten.
- Erhalt der bestehenden Laufbahn. Weitsprunganlage
westlich an Sportplatz, Gymnastikwiese östlich.
- Erhalt der Bäume entlang der Grundstücksränder.
- Zugang auf das Schulgelände von Nord-Westen über
Pausenhof, Fahrradstellplätze unter Pergola.
- Haupteingang durchgesteckt von Nord nach Süd am
Pausenhof, durch breiten Flur angebunden an Bestandseingang im Westen.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Fassaden aus hellem Sichtbeton mit mineralischer
Innendämmung. Innere Wandbekleidung aus Holzwerkstoff furniert mit Akustikperforierung.
- Fensterbänder, runde Lochung im Bereich der Treppenhäuser; EG-Zone als Pfosten-Riegel-Fassade.
- Nach Süden vorgelagerte Fassadenschicht als halboffene Loggia, vertikal gegliedert durch außenliegende 2 m breite Wandscheiben und textile Vorhänge,
Glasbrüstung; innenliegende Fassadenschicht aus
raumhohen Holz-Alu-Schiebeelementen mit Lüftungsregistern im Sturzbereich.
- Nach Norden ca. 50 cm tiefe Leibungen mit ca. 60 cm
hoher Brüstung, Festverglasung, 2 m breite Lüftungsflügel hinter Holzlammellenbekleidung als vertikale
Fassaden-Gliederung und Absturzsicherung.
- Großes Vordach am Eingang im Norden als nahtlose
Erweiterung des Arkadengangs.
- Sonnenschutz im Süden baulich durch Loggia und
textile Vorhänge.
- Klassenräume mit Nord- und Süd-Orientierung.
Sporthalle
- Horizontale Teilung des Volumens in 1-geschossigen
Sockel mit anthrazitfarbenem Rauputz auf Mineralfaser-Dämmung und aufgesetztem transluzentem
Körper aus Profilglas mit Glasgewebeeinlage für den
Sonnenschutz.
- Hallentragwerk aus BSH-Einfeldträgern und einer
Decke aus Brettsperrholzplatten, Prallwände aus
weißlasierten horizontalen Holzlamellen.
- Einschnitte im Westen und Süden mit weißem Glasmosaik markieren die überdachten Eingänge.
Freiflächen
- Differenzierte Außenraumgestaltung, steinerne Vorplätze und Schulhof im Wechsel mit landschaftlich
gestalteten Freiflächen; Vielzahl überdachter Außenbereiche.
- Kyrillische Schriftzüge in der Außenraumgestaltung,
Umgestaltung des Trafos in eine „russische Isba“.

1243

Funktionen
Schule
- Ebenerdiger Zugang vom Pausenhof, durchgesteckt
nach Süden, Foyer mit Treppen-Sitzstufen / Tribüne
und Höhenausgleich zum Bestand, Aufzug / Durchlader, mobile Trennwand Foyer / Mensa.
- Verlagerung des Haupttreppenhauses in den Neubau, Schaffung einer axialen Verbindung in den Bestand, Fluchttreppenhaus im Osten des Neubaus.
- Neuordnung der Sanitäranlagen, Behinderten-WCs
je Etage, Verlagerung Gemeinschaftsraum und Bibliothek Bestand im EG des Neubaus.
- Zweihüftige Raumorganisation mit 2 m breitem Flur
und Aufweitungen mit Aufenthaltsqualität, belichtet
über Stirnseite und Treppenhaus.
- EG mit Mensa und Außensitzbereich nach Süden,
Gemeinschafts-, Gruppenraum u. Bibliothek (aus Bestand).
- 1. OG mit Verwaltung am Treppenhaus, 2 Klassen-,
Betreuungs-, Gruppenräume und Fachleistungsdifferenzierung, Lehrer- /Erzieher- /Konferenz.
- Einzelarbeit und Ruheraum im UG-Bestand für ehem.
Speiseraum.
- 2. OG mit 4 Klassen-, 2 Betreuungsräumen und Fachleistungsdifferenzierung.
- 3. OG mit 6 Klassen- und 2 Betreuungsräumen.
- Geschosshöhen EG: 4,40 m, OG: 3,30 m.
- Raumtiefen ca. 7 m zuzüglich Schranknischen, Belüftung über opake Flügel bzw. Zuluftregister über GlasSchiebetüren.
- Teilunterkellerung im Bereich des Übergangs zum
Bestand für Technik.
Sporthalle
- Überdachte Zugänge, von Süden in Foyer oder von
Westen, Längsflur belichtet über Oberlichter, alle
Funktionen ebenerdig.
- Zwei unterschiedliche Raumblöcke für Umkleiden,
den Hallenteilen zugeordnet, natürliche Belichtung /
Belüftung über Oberlichter.
- Halle umlaufend belichtet / belüftet über transluzente
„Laterne“.
Realisierbarkeit
- Programm erfüllt. 2 Umkleiden je ca. 6 m² zu klein.
- Sporthalle mit geringer BRI, Hallenhöhe 8 m.
- Brandlasten in den Fluren durch Aufenthaltsbereiche.
- Realisierung im laufenden Betrieb denkbar.
- Dezentrale gasbetriebene Wärmepumpen. WW über
Solarthermie mit Frischwasserstation + PV optional.
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers ungünstig.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung, Ausbau-Baustoffe recycelbar, jedoch kaum nachwachsende Rohstoffe.
- Abluftanlage mit Nachströmung über Fassadenöffnungen machbar, aber energetisch nachteilig.
- Raum-zu-Raum-Lüftung mit Nacherhitzung und WRG
in der Sporthalle minimiert Energiebedarf.
- Kostenrahmen wird um 5% überschritten.
- Sehr hoher Fensteranteil.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

Haberland Architekten, Berlin | häfner jiménez betcke jarosch landschaftsarchitektur, Berlin | 1. Rundgang

Planungsdaten

1244

Soll

Ist

1.693

1.722

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.778

BGFa [m²]

2.161

BRIa [m³]

8.610

BGFa / NF Neubau

1,22

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.254

BGFa [m²]

1.504

BRIa [m³]

11.358

BGFa / NF

1,20

Gesamtkosten [€]

10.500.000

10.692.451

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Ostseitige Ergänzung des Bestands („Aufdoppelung“) um ein kompaktes, in Längsausdehnung und
Höhe (einschl. UG) dem Altbau entsprechendes Neubauvolumen, Tiefe ca. 7,5m. Integration des Nebenraumflügels. 1-geschossiger Mensa- / Foyer-Anbau
im Süden.
- Verknüpfung Neubau-Altbau durch unmittelbaren Anschluss an den Längsflur des Bestandes.
- Sporthalle an der Zwieseler Straße, Hallenlängsseite
straßenseitig. Aufnahme der Baufluchten, Gebäudehöhe 8,7m. Nebenraumtrakt westlich, Höhe 4m.
- Außensportflächen zwischen neuer und alter Sporthalle, Laufbahn parallel zur südlichen Grundstücksgrenze.
- Großflächiger Pausenhof unmittelbar östlich des
Schulgebäudes. Spielbereich im Süden belassen.
- Fahrradstellplätze an nördlicher Grundstücksgrenze
und Sporthalle. PKW-Stellplatz an der Sporthalle.
- Weitgehender Erhalt des Baumbestands an den
Grundstücksrändern, ergänzende Neupflanzungen.
- Hauptzugänge über den bestehenden Haupteingang
sowie vom Hof. Nebeneingang von Norden. Anlieferung und Entsorgung südlich des Schulgebäudes.
- Sporthalle: Foyer an der Zwieseler Straße für Externe, Nebeneingang für Schulsport.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Erweiterungsbau als kompaktes Volumen mit linearen Konturen. Vordach an Mensa und hofseitigem
Foyer. Begrüntes Flachdach mit Fotovoltaikanlagen
(optional).
- Lochfassaden mit regelhaft geordneten, unterschiedlich breiten Fensteröffnungen, liegende Formate. Faserzementplatten-Bekleidung. Aluminium-Fenster mit
Lüftungsflügeln. Raumhoch verglaste Pfosten-Riegel-Fassaden bei Mensa und Hoffoyer.
- Sonnenschutz: außen liegende Metall-Raffstores.
- Brüstungshöhen in den OG ca. 0,9m.
- Mensa mit Außenzone, als Mehrzweckraum nutzbar.
- Flure ca. 2,5m breit, nur kopfseitig belichtet.
- Konventionelles Stahlbeton-Tragwerk. Tragende
Wandscheiben.
- Eingriffe in den Altbau: Öffnung der gesamten Ostwand, Umbau des Nebenraumflügels (u.a. Aufzugeinbau).
Sporthalle
- Faserzementplatten-Fassaden analog zum Schulerweiterungsbau mit Fensterbändern (AluminiumFenster) im oberen Bereich der Längswände sowie
des Umkleidetraktes. Foyer mit Glasfassaden. Sonnenschutz durch außen liegende Metall-Raffstores.
Begrünte Flachdächer.
- Umkleiden und Sanitärräume an der Westseite. 1,8m
breiter Innenflur, kopfseitig belichtet.
- Stahlbeton-Tragwerk.
Freiflächen
- Pausenhof mit einheitlichem Betonpflaster-Belag,
Möblierung mit Holz-Beton-Sitzelementen.
- Sportflächen nutzungsabhängig mit Kunststoffbelägen (Sportfeld und Laufbahn) bzw. Rasen (Gymnastik). Rasentribüne an nördlicher Grundstücksgrenze.
- Überlagerung von Laufbahn und Weitsprunganlage.

1244

Funktionen
Schule
- Hauptzugänge der Schule über den bestehenden
Haupteingang sowie vom Hof, zwei über Treppen und
Aufzug verknüpfte Foyers.
- Gemeinsame Vertikalerschließung für Alt- und Neubau über die Bestandstreppen, zusätzlich 1 Aufzug
- Horizontalerschließung über den Bestandsflur.
- Eingangshalle, Mensa / Küche im EG.
- In den Geschossen EG bis 3. OG regelhafte räumliche Organisation analog zum Bestand. Nördlich des
Nebenraumflügels Klassen- und Betreuungsräume,
südlich des Nebenraumflügels Gruppenräume.
- Verwaltungsräume im UG in Zuordnung zu den bestehenden Verwaltungsbereichen.
- 5 Büroräume, Werkstatt, Gemeinschaftsraum, Bibliothek aus dem Bestand in den Neubau verlagert.
Erzieherstützpunkt, Ruheräume und Lehrer-Einzelarbeitsraum im Bestand .
- Geschosshöhen: EG ca. 4,5m, OG 3,3m.
- Lichte Raumtiefen in den Unterrichtsräumen ca.
6,8m, in den Gruppenräumen ca. 5,8m. Natürliche
Belichtung gegeben, natürliche Belüftung möglich.
Sporthalle
- Foyer der Sporthalle direkt an der Straße, externe
Erschließung. Anbindung an die Außensportflächen
bzw. an das Schulgebäude über das Foyer.
- Räumliche Organisation funktionsgerecht. Halle teilbar.
- Raumzuschnitte funktionsgerecht. Natürliche Belichtung der Halle und der Umkleiden, natürliche Belüftung möglich.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm überwiegend nachgewiesen. Flächendefizite bei 2 Klassenräumen (9m²), 1 Betreuungsraum (12m²), dem Einzelarbeitsraum (14m²),
dem Konferenzraum (47m²) und der Küche (13m²).
Keine Technikfläche im Neubau.
- Genehmigungsfähigkeit: keine grundsätzlichen Mängel erkennbar, Treppenräume müssten rauchdicht
abgetrennt werden.
- Barrierefreiheit: Behinderten-WC in Sporthalle fehlt.
- Bauabschnitte / Realisierung im laufenden Betrieb:
erhebliche Störungen bzw. Einschränkungen des
Schulbetriebs.
- Gasbetriebene Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage
plus Spitzenlast-Gas-Brennwertgerät plus Eigenstrom durch PV ohne Einbindung in das Heizsystem,
Wärmeverteilung einfach mit Hk (Standard).
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar
(Nullheizenergie- bzw. Plusenergiestandard angestrebt).
- Hüllfläche des Baukörpers sehr gut.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Höherer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton plus Zinkfassade/ WDVS/ Alu-Fenster, jedoch keine nachwachsenden Rohstoffe.
- Sonnenschutz gut, Tageslichtlenkung,
- Fensterlüftung in Schulhaus alt und neu. Lüftungsanlage für Sporthalle mit WRG.
- Kostenrahmen wird um 2% überschritten.
- Unterdurchschnittliche Nutzungskosten.

1245

Chestnutt_Niess Architekten, Berlin | FSWLA Landschaftsarchitektur, Düsseldorf | 1. Rundgang

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.744

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.807

BGFa [m²]

3.180

BRIa [m³]

13.370

BGFa / NF Neubau

1,76

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.250

BGFa [m²]

1.549

BRIa [m³]

12.083

BGFa / NF

1,24

Gesamtkosten [€]

10.500.000

10.704.904

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Dreigeschossiger Schulneubau schließt an südöstl.
Gebäudeecke an Bestand an und schafft hiermit Lförmige Konfiguration. Durch leichte Verschiebung
des Anbaus aus südl. Bauflucht soll Einheit aus zwei
eigenständigen Baukörpern geschaffen und Blick auf
neuen Schuleingang freigegeben werden.
- Gebäudelänge 51,2m, Breite 22,4m, Höhe 12,3m.
- Sporthalle, Höhe 9,4m mit Querseite zur Zwieseler
Str. ausgerichtet mit Abstand von 7,5m. Auskragendes Vordach zur Zwieseler Str. auf Höhe der südlich
vorgelagerten Nebenraumschiene, Höhe 3,8m nimmt
Bezug zur Nachbarbebauung in Maßstab und Bauflucht auf. Gebäudelänge 45,2m, Breite 35,1m.
- Freiflächen gegliedert in südl., grünen Freiraum, in
durch Neubaupositionierung gefassten Pausenhof u.
Sportanlagen zwischen Sporthallen.
- Erhalt der bestehenden Laufbahn. Weitsprunganlage
an Westgrenze, zwischen Neubausporthalle u. Weitsprunganlage liegt Kleinspielfeld u. Gymnastikwiese,
zweigeteilt durch schrägverlaufenden Weg.
- Bäume weitgehend erhalten. Baumgruppe westl. der
Sporthalle und im Bereich Neubau entfallen.
- Pergola südl. der Schule führt westl. vom Römerweg
zum neuen, gemeinsamen Haupteingang von Südwesten. Trafostation in Pergola integriert.
- Fahrradstellplätze unter südl. Pergola, nördl. des Bestands und östl. von Sporthalle unter Vordach.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Lochfassade mit spielerischer Anordnung von Fenstern in zwei unterschiedlichen Größen und Formaten
- Hohe Holz-Aluminium-Fenster mit BRH 40cm sichern
Belichtung, je nach Himmelsrichtung mit Lüftungsklappen und außenliegendem Sonnenschutz.
- Quadratische, kleinere „Nischenfenster“ als außenbündiges Holzfenster bilden „Raum in Raum“. Innenliegendes Sonnenschutzrollo. BRH 35cm.
- EG BRH 90cm.
- Rückbau des südwestlichen Bestandeingangs zum
Glaserker für Bibliothek.
- Neubaumaterialiät soll sich bewusst von Bestand absetzten. Außenwände aus gegossenem Leichtbeton,
innenseitig vollverklebte Calziumsilikatplatten. Unterer Spritzwasserbereich aus Betonfertigteilen.
- Extensives Gründach.
- Teilunterkellerung für Technikraum im Südosten.
Sporthalle
- Südl. Nebenraumtrakt mit Reihung von quadratischen
Holzfenstern.

- Sockelbereich Stahlbeton, Dämmung, vorgehängte, hinterlüftete Lärchenholz-Brettschichttafeln.

- Gurtgesims aus Betonfertigteilen schließt Sockelbereich ab und wird als Vordach nach O weitergeführt.
- Hallenbaukörper mit geschlossenen, gedämmten
Paneelen, an Längsseiten Belichtung über großflächige Öffnungen mit Öffnungsflügeln als Holz-AluPfosten-Riegel-Konstruktion aus mattiertem Glas.
Umlaufend vorgehängten, vertikalen Holzlamellen.

Kunststofflichtkuppeln. Gründach.

- Holzleimbinder mit dazwischen gespannter Sparrendachkonstruktion lagern auf schlanken Stahlstützen
und auf Betonwänden in Hallenlängsrichtung.

1245

Freiflächen

- Südl. der Pergola grünes Klassenzimmer mit
Schul- und Lehrgärten.
- Geschützter Pausenhof mit altersgerechten Spielangeboten und Rückzugsbereichen.
Funktionen
Schule
- Durchgestecktes Foyer von N nach S erschließt beidseitig Pausenflächen. Vordächer u. eingerückte, verglaste Einschnitte schaffen überdachte Zugänge.
- Treppe, Sitzstufen und Durchladeraufzug schaffen im
EG Übergang zum Bestand, in OGs ebenengleiche
Anbindung.
- Abgeschlossenes Treppenhaus an Südostfassade.
- Offene, einläufige Treppe führt als „Himmelsleiter“ in
Lufträumen von Foyer ins 1.OG u. im Flurbereich weiter vom 1. ins 2.OG. Mit Oberlicht.
- Zweibündiger Neubau, Flurbreite 5,8m, Belichtung
über Oberlichter im Treppenbereich, farbige Nischen
mit Sitzbänken vor den meisten Klassenraumtüren.
- Geschosshöhen EG 4,75m, OG 3,6m, UG 2,8m.
- EG mit Mensa, die zu nördl. Pausenhof öffnet, kann
mit angrenzendem Bewegungsraum zusammengeschaltet werden, Küche im Südosten mit Anlieferung
von Süden. Südl. Gemeinschaftsraum aus Bestand.
- 1.OG 7 Stammklassen, 1 Betreuungs- u. 1 Gruppenraum u. Konferenz (auch aus Bestand). Dafür Konrektor, Lernmittel u. Einzelarbeit im 1. OG Bestand.
- 2.OG für 6 Stammklassen, 4 Betreuungs- und 1 Gruppenraum, ein Raum für AU aus Bestand.
- Zusätzlich im Bestand angeordnet 2 Ruheräume, 1
Diff.-raum im SG, 1 Gruppen- u. 1 Diff.-raum im EG.
- Klassenräume nach S, O und N, Raumtiefen 7,6m.
- Südl. Bestandssanitärkern entfällt zugunsten eines
breiten Übergangs zum Bestand, neue Sanitäreinheit
im EG. Beh. WCs am Übergang zum Bestand.
- Sporthalle

- Zweibündiger Nebenraumtrakt. Mittelflur zwischen
westl. eingerückten Schulzugang u östl. externem
Zugang unter Vordach, mittiger Hallenzugang.
- Funktionsgerechte Anordnung der Nebenräume.
Geräte- und Lehrerräume öffnen zur Halle, Umkleide/Sanitärräume an Südfassade, natürlich belichtet und belüftet. Hallenbelichtung aus sportfunktionaler Sicht ungünstig.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen nachgewiesen.
- Abstandsflächen eingehalten. Schule: offene Treppe
im Neubauflur problematisch.
- Realisierung im laufenden Betrieb denkbar.
- Keine genaue Festlegung zu Primärenenergie/ Energiekonzept. Erweiterung BHKW-Anlage durch Wärmepumpe aus Geothermie u. evt. Solarthermie
- EnEV 2016 bei Sporthalle realisierbar, bei Schule
aufwändig. Wärmebrücken in Detailausbildung.
- Hüllfläche Schule ungünstig.
- Empfindliche Konstruktion für Grundschule bedingt
geeignet. Höherer Energieeinsatz zur Herstellung.
Kaum nachwachsende Rohstoffe
- Lüftungsanlage mit WRG.
- Kostenrahmen wird um 2% überschritten
- durchschnittliche Nutzungskosten

1246

AFF Architekten, Berlin | POLA Landschaftsarchitekten, Berlin | 1. Preis

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.728

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.808

BGFa [m²]

3.061

BRIa [m³]

11.891

BGFa / NF Neubau

1,69

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.267

BGFa [m²]

1.540

BRIa [m³]

11.714

BGFa / NF

1,22

Gesamtkosten [€]

10.500.000

11.055.403

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Polygonaler, abgewinkelter Baukörper schließt bündig an bestehenden Nebentrakt 4-geschossig an,
Staffelung nach Osten auf 3 Geschosse.
- Differenzierte, durch Baukörperausbildung räumlich
gefasste Vorplatzbereiche.
- Gebäudehöhe 14,65 m bzw. 11,65 m. Gebäudetiefen
15 m und max. 21 m.
- Sporthalle giebelständig zur Zwieseler Straße, ca. 5
m zurückgesetzt, Gebäudehöhe 9 m, Nebentraktschiene südlich vorgelagert, ca. 4 m hoch.
- Sportplatz westlich in Flucht der Halle in West-OstAusrichtung. Erhalt bestehende Laufbahn. Weitsprunganlage westlich am Sportplatz, Gymnastikwiese im
Süden.
- Erhalt der Bäume entlang der Grundstücksgrenzen.
- Räumlich gefasster Vorplatz im Südwesten mit ebenerdigem Haupteingang in breite Schulstraße, durchgesteckt nach Osten und Westen, Erhalt / Anbindung
des bestehenden Eingangs im Südwesten.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Fassade aus vorgehängtem Ziegelmauerwerk, horizontale Gliederung durch versetzte Steinanordnung,
Fensterbänder aus Holz-Alu innen bündig in tiefen
Leibungen, geteilt in stehende Formate, massive
Brüstungen ca. 70 cm hoch, Lüftungsflügel.
- Einbindung des bestehehenden Nebentraktes in Fassadenhülle aus Ziegelmauerwerk.
- Stahlbetonkonstruktion mit Kerndämmung.
- EG in den Eingangsbereichen großflächig verglast.
Rücksprünge am Haupteingang und im Bereich der
Mensa als überdachter Außensitzbereich.
- Klassenräume mit Orientierung nach Norden, Süden
und Westen.
Sporthalle
- Horizontale Teilung der Volumina in eingeschossigen
Sockel mit Ziegelmauerwerk analog zum Schulneubau und aufgesetztem transluzenten Hallenkörper
aus Profilbauglas.
- Nebentrakt mit schmalem Band perforierter Ziegelverkleidung, dahinter Fenster für Umkleidetrakt.
- Hallentragwerk aus Leimholzbinder, Decke aus Brettschichtelementen, Prallwand aus Nadelholz.
- Großflächige Verglasung im Südwesten markiert Eingang in großen Windfang.
Freiflächen
- Klar strukturierte Außenräume mit orthogonalen Rasenflächen.
- Pausenplätze vor und hinter dem Neubau, den Zugängen angelagert aus eingefärbtem Ortbeton (gestrahlte Oberfläche) als Flächenintarsien, weitere
Pausen- und Erschließungsflächen aus hellgrauem
Betonpflasterstein, Fugen und Rasenmulden für Versickerung.
- Fahrräder im Norden am Pausenhof, am neuen
Haupteingang. 1 Behinderten-Stellplatz an der Zieseler Straße.
Funktionen
Schule
- Ebenerdiger Zugang von Süden in 6,5 m breite Schulstraße, durchgesteckt nach Osten und zum Bestand

1246

mit Treppenhaus. Weiteres neues Treppenhaus im
Südosten des Neubaus.
- Zusätzliche, offene Treppe auf Bestandsniveau, Entkernung des südlichen Nebentraktes für Flurverbindung an Bestandsflur und -eingang. Verlagerung der
Nutzungen Bibliothek und Gemeinschaftsraum.
- Neuschaffung von WCs im Neubau. Je 1 Behinderten-WC je Geschoss.
- EG mit zusammengefasster Verwaltung nach Norden, zusammenhängende Raumschiene mit Konferenz, Einzelarbeit und Besprechung (ehem. Bestand
1. OG) mit gefangenen Lehrer-WCs im EG; Mensa
nach Norden orientiert mit überdachten Außensitzplätzen.
- Obergeschosse mit vielfältigen Flursituationen mit
Aufenthaltsqualität und Außenbezügen, Aufweitungen, Belichtungen, einhüftiger Trakt mit Flur nach
Süden führt in Mittelflur, durchgesteckt und mit zentralem, polygonalen Luftraum über alle Obergeschosse.
- 1. und 2. OG mit Klassenräumen mit angelagerten
Gruppen- / Betreuungsräumen.
- 3. OG mit Fachleistungsdifferenzierungen.
- Einige flächenneutrale Verlagerungen von Räumen
Bestand / Neubau.
- Geschosshöhen EG: 4,35 m, OG: 3,30 m.
- Raumtiefen ca. 7 bis 7,40 m, Belüftung über Fensterlüftungsflügel, Absturzsicherung nicht gezeigt.
- Teilunterkellerung im Bereich des Übergangs zum
Bestand für Technik und Werkstatt.
Sporthalle
- Zugang von Südwesten in großen Windfang, Längsflur, ebenerdige Anordnung aller Funktionen.
- Lineare Anordnung der Umkleiden und Waschräume
im Süden.
- Zentraler Raumblock für Schiedsrichter, Lehrer.
Sportler-WC. 2 Hallenzugänge.
- Halle belichtet über umlaufende, transluzente „Laterne“. Umkleiden an perforierter Außenwand natürlich
belichtet / belüftet.
Realisierbarkeit
- Programm erfüllt. Zusätzliche Lehrmittelräume im 1.
und 2. OG (je 12,5 m²).
- Sportler-WCs nicht behindertengerecht, PP fehlt, jedoch ein behindertengerechtes Unisex-WC. Zugang
zu WCs durch Duschraum.
- Luftraum im Rettungsweg problematisch.
- Realisierung im laufenden Betrieb möglich.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Gas-Brennwert zur
Abdeckung von Spitzenlasten, BUS-gesteuerte Hk,
Eigenstromerzeugung durch PV, Wärmeverteilung
mit eigener Nahwärmeleitung zur Sporthalle.
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
Wärmebrücke im Sonnenschutzdetail zu korrigieren.
- Hüllfläche des Baukörpers ungünstig.
- Langlebige Konstruktion, geringer Wartungsaufwand.
Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung, jedoch kaum
nachwachsende Rohstoffe.
- Sonnenschutz außen, jedoch kein Blendschutz.
- Lüftungsanlage mit WRG, Sensor gesteuert.
- Kostenrahmen wird um 5% überschritten.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten, Berlin | ST raum a. Landschaftsarchitekten, Berlin | 2. Rundgang

Planungsdaten

1247

Soll

Ist

1.693

1.668

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.912

BGFa [m²]

3.947

BRIa [m³]

15.294

BGFa / NF Neubau

2,06

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.300

BGFa [m²]

1.498

BRIa [m³]

11.039

BGFa / NF

1,15

Gesamtkosten [€]

10.500.000

12.804.346

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Ostseitige Ergänzung des Bestands um einen kompakten, in Längsausdehnung und Höhe dem Altbau
entsprechenden, um ca. 16m nach Süden verschobenen 4-geschossigen (+UG) Neubauriegel, Tiefe ca.
17,5m.
- Abriss des Nebenraumflügels. Verknüpfung Neubau-Altbau durch direkten Anschluss einer gläsernen
„Verbindungshalle“ an den Längsflur des Bestandes.
- Sporthalle an der Zwieseler Straße, Ausrichtung mit
der Hallenschmalseite zur Straße, Abstand zur Straße ca. 14m. Gebäudehöhe 9m. 1-geschossiger Nebenraumtrakt (H 4m) südlich vorgelagert.
- Sportflächen zwischen neuer und alter Sporthalle.
- Schulhof unmittelbar östlich des Schulgebäudes.
Schulgarten und Grünes Klassenzimmer südlich anschließend.
- Weitgehender Erhalt der Baumbestands an den
Grundstücksrändern, Ergänzung durch umfangreiche
raumbildende Neupflanzungen
- Hauptzugang von einem Vorplatz am Römerweg in
das Foyer des Neubauteils. Anlieferung und Entsorgung nördlich des Schulgebäudes (Wirtschaftshof).
- Erschließung Sporthalle: Foyer an der Zwieseler
Straße, westlicher Nebeneingang für Schulsport.
- Fahrradstellplätze auf dem Schulvorplatz und vor der
Sporthalle. PKW-Stellplatz an der Sporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Kompaktes Volumen mit linearen Konturen. Flachdach mit Oberlicht über der Verbindungshalle.
- Verbindungshalle (Grundfläche ca. 51m x 5,5m) mit
Freitreppen / Stegen zwischen Alt- und Neubau sowie
an die Stege angebundene Gruppenraumboxen in einem gebäudehohem Luftraum. Angrenzende Flure
des Alt- und Neubaus als Galerien.
- Helle Sichtbeton-Fassaden mit regelhaft dimensionierten und bandförmig geordneten Fensteröffnungen, Holz-„Setzkasten“-Fenster mit seitlichen Lüftungsflügeln. Geschosshoch verglaste Pfosten-Riegel-Fassaden im EG.
- Sonnenschutzverglasung.
- Brüstungshöhen in den OG ca. 0,7m.
- Zusammenfassung von Mensa, Pausenhalle / Foyer
und Verbindungshalle. Flure über die Halle belichtet.
- Konventionelles Stahlbeton-Skelett-Tragwerk.
- Eingriffe in den Altbau: Öffnung der Ostwand, Abriss
des Nebenraumflügels.
Sporthalle
- Sockel mit Sichtbetonfassaden analog zum Schulerweiterungsbau, Foyer mit Glas-Holz-Fassade.
- Hallenkubus oberhalb des Sockels mit Profil-Bauglas-Fassaden.
- Umkleiden und Sanitärräume ohne Befensterung. Innenflur, 1,4m breit, kopfseitig belichtet.
- Tragwerk aus Stahlbeton und Brettschichtbindern.
Freiflächen
- Klare geometrische Fassung der Freiflächen: Schulhof, Spielbereich, Sporthof. Nutzungsabhängig unterschiedliche Beläge: Betonpflaster, Rasen. Sportfeld
und Laufbahnen mit Kunststoffbelägen.
- Möblierung des Schulhofs mit Sitzbänken, Sitzmaueren, Podesten sowie Spielgeräten.

1247

Funktionen
Schule
- Haupteingang / Foyer / Pausenhalle zum Vorplatz
bzw. Römerweg orientiert.
- Zentrale Vertikalerschließung über Freitreppen in
der Verbindungshalle zwischen Bestand und Neubau, Übergang zum Bestandsflur (Höhendifferenz
ca. 1,2m) über 12m breite Freitreppe mit Sitzstufen. 2
Aufzüge im Neubauteil. 2 (Flucht-) Treppenräume im
Neubau, Erhalt des nördlichen Bestandstreppenraumes.
- Alt- und Neubau in den OG ebenengleich.
- Spiegelung der einbündigen Grundrissfigur des Bestands im Neubau. Im Altbau Öffnung des Gemeinschaftsraums zur Halle, funktionale Ordnung im Wesentlichen unverändert.
- EG: Eingangshalle, Mensa, Bibliothek (aus dem Bestand).
- In den OG Reihung der AU-Räume am Längsflur
(Breite ca. 3m). Betreuungsräume mit Glaswänden
oder mobilen Trennwänden zu den Fluren. Gruppenräume in verglasten Boxen in der Halle.
- Verwaltungsräume in Zuordnung zu den vorhanden
Verwaltungsräumen im Bestandsbau (EG und UG),
Ausnahme: Erzieherstützpunkt im 1. OG Neubau.
- Geschosshöhen: ca. EG 4,5m, OG 3,3m
- Lichte Raumtiefen in den Unterrichtsräumen ca. 8m.
Ost-Orientierung aller Räume.
Sporthalle
- Foyer der Sporthalle direkt an der Straße, externe Erschließung ohne Betreten des Schulgeländes.
- Räumliche Organisation funktionsgerecht.
- Raumzuschnitte im Wesentlichen funktionsgerecht.
Umlaufende Verglasung aus sportfachlicher Sicht ungünstig. Umkleiden ohne Fenster.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. 2 Betreuungsräume ca. 10m² zu klein. Umkleide- / Sanitärzone der Sporthalle zu klein (Fläche, Banklänge).
- Offener Hallenraum hinsichtlich Brandschutz / Rettungswegen problematisch.
- Barrierefreiheit: gegeben.
- Bauabschnitte / Realisierung im laufenden Betrieb:
erhebliche Störungen bzw. Einschränkungen.
- Wärmepumpe zu 100%, Eigenstromerzeugung durch
PV, Fbh in Schulhaus, Fbh plus Deckenstrahlheizung
in Sporthalle.
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers gut.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung.
Normalbeton / Kerndämmung / Erhöhung der Wärmespeicherkapazität durch PCM, Holz-Alu-Fenster,
jedoch kaum nachwachsenden Rohstoffe.
- Sonnenschutz durch Sonnenschutzverglasung - nicht
steuerbar, Blendschutz innenseitig.
- Lüftungsanlage ohne WRG in Mensa und Pausenhalle plus passiv-thermische Auftriebslüftung im Atrium.
Klassenräume: Motorisch betriebene Fensterlüftung,
CO2-Sensor gesteuert.
- Kostenrahmen wird um 22% überschritten.
- Überdurchschnittliche Nutzungskosten.

h4a Gessert+Randecker+Legner Architekten, Düsseldorf | GTL landschaftsarchitekten, Düsseldorf | 1. Rundgang

Planungsdaten

1248

Soll

Ist

1.693

1.838

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

2.208

BGFa [m²]

3.891

BRIa [m³]

13.521

BGFa / NF Neubau

1,76

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.299

BGFa [m²]

1.733

BRIa [m³]

12.215

BGFa / NF

1,33

Gesamtkosten [€]

10.500.000

12.384.648

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 4-gesch., Neubau ergänzt östlich Bestandsschule zu
einem kompakten, dreibündigen Quader. Neubauergänzung mit Höhe von 14m und Gebäudelänge ca.
66,5m geringfügig höher und länger als Bestand. Gesamtgebäudetiefe ca. 23,5m.
- 2-gesch. Sporthalle nimmt mit ca. 6m Abstand zur
Zwieseler Str. mit Querseite Bauflucht der Nachbarbebauung auf. Gebäudehöhe 8,65m.
- Dreiteilung der Freianlagen in südl. ruhigen Schulgarten, zentral gelegenen Pausenhof mit Freiluftatelier
und Sportflächen zwischen den Sporthallen.
- Erhalt der bestehenden Laufbahn, Kleinspielfeld,
Weitsprunganlage und Gymnastikwiese zwischen
Sporthallen. Zusätzliche 110m Laufbahn parallel zu
Spontanbewegungsband.
- Weitgehender Erhalt der Bäume bis auf Baumreihe
westl. der Sporthalle.
- Barrierefreier Schulhauptzugang von Straße über
Hublift ins EG und Rampe ins UG. Durchgesteckte
Eingangshalle zu bestehendem, südöstlichem Zugang. Weiterer, ebenengleicher Zugang über Pausenhof, Freiluftatelier in Mensa.
- Fahrradstellplätze nördlich und südlich von Schule,
weitere Stellplätze an Sporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Zentraler, langgestreckter Luftraum mit Oberlicht verbindet alle Ebenen und schafft Blickverbindungen
- Zentrales Forum im EG bindet über Sitzstufen, Treppe und Durchladeraufzug an tieferliegende Mensa
bzw. Aula an und schafft so ebenerdigen, mittigen
Zugang zum Pausenhof.
- Um Neubau umlaufend, horizontal strukturierte Lamellenfassade in weiß, gelb, rot, orangen Farbtönen.
Horizontale Fensterbänder mit Bezug zu Bestand in
versetzter Anordnung. BRH ca. 75 cm. Zusätzlich Absturzsicherung durch vorgesetzte Lamellen.
- Vertikales Fensterband im Bereich Bestandsflur markiert Übergang zwischen Alt- u. Neubau.
- Konventionelle Massivbauweise aus Stahlbetonscheiben. Vorgehängte, kalthinterlüftete Lamellenfassade,
im Verkehrsbereich bis 2,5m flächenbündige Fugen.
Außenliegende Sonnenschutzaluminiumraffstores in
Farbigkeit der Fassade. Gründach.

Sporthalle

- Kompakter, zweigeschossiger Baukörper, südwestlicher Gebäudeunterschnitt für überdachten Zugang.
- Fassadengestaltung analog zum Schulneubau, im
Hallenbereich dreiseitiges, durchgehendes, horizontales Fensterband ab ca. 3,5m OK Hallenboden.
- Zweigeschossige Nebenraumschiene schafft Zuschauergalerie im 1.OG.

Freiflächen

- Zentraler Pausenhof mit Freiluftatelier zwischen 2
„activity trees“. Kletterwand und Spielwandregal für
Spielutensilien an Bestandssporthalle.
- „Spontansportband“ und „rotes“ 100m-Laufband entlang südl. Grundstücksgrenze verknüpft Sporthallen.
Nördliche Laufbahn bleibt bestehen, zwischen den
Sporthallen liegen Weitsprunganlage, Spielfeld und
Gymnastikwiese.

1248

Funktionen
Schule
- Ebenerdiger Zugang von Pausenhof über Mensa.
- Südwestl. barrierefreier Bestandszugang von Str.
- Neues durchgehendes Treppenhaus an Nordostfassade.
- Geschosshöhen EG 4,5m, OG 3,3m.
- Dreibündige Organisation, in zentraler Kernzone Luftraum und Nebenräume.
- Herzstück ist großzügiges Forum mit Sitzstufenverbindung zu tieferliegender Mensa /Aula mit angrenzender Küche. Anlieferung von Südosten.
- Austausch von Flächen zwischen Bestand und Neubau, deutlich mehr Fläche im Neubau untergebracht.
- An nördlichen Kopfenden zusammenschaltbare Betreuungs- und Gruppenräume, im 1.OG zusätzlich
Bibliothek. An südlichen Kopfenden im EG Betreuungsraum, 1. und 2. OG Verwaltungs- und Personalräume, im 3.OG Gemeinschaftsraum.
- Klassen- und Differenzierungsräume an West- und
Ostfassade, Raumtiefen 6,8m.
- UG neuer Zugang südwestlich mit Rampenanschluss,
Neubauteilunterkellerung für Lager und Technik, teils
lichte Höhe 1,8m.
- Beh. WC in nördlicher Kernzone. Bestandssanitärblock südl. des Treppenhauses entfällt.
Sporthalle
- Westl., überdachter Eingang führt in zentralen, zweigeschossigen Luftraum mit Freitreppe, Aufzug und
Hallenzugang. Zweigeschossige Nebenraumschiene
schließt beidseitig mit Treppenhäusern ab.
- Schiedsrichterraum mit Einblick in einen Hallenteil.
- Geräteräume den Hallenteilen zugeordnet.
- Zwei Umkleide-/Sanitärtrakte im OG, natürlich belichtet und belüftet. Technik- und Reinigungsraum nur
über Geräteraum erschlossen.
- Belichtung von Halle aus sportfunktionaler Sicht unerwünscht.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt, zusätzlich
ca. 170m² Lagerfläche im UG und ca. 200m² in OGs.
- Abstandsflächen eingehalten. Schule: gebäudehoher
Luftraum problematisch, südl. Treppenhaus führt über
Eingangshalle ins Freie. Sporthalle: notwendiger Flur
im OG ohne Abtrennung zur Halle.
- Tragende Bestandsstützen im Bereich Luftraum nicht
dargestellt.
- Realisierung im laufenden Betrieb fragwürdig.
- Erweiterung der bestehenden Gasbetriebenen
BHKW-Anlage plus Eigenstrom durch PV, Präzise Aussagen fehlen: Optional Sonne/ Geothermie/
Nachtkühlung, Bauteilaktivierung.
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche Schule gut.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Keine
nachwachsenden Rohstoffe.
- Durch Tageslichtlenkung, Sonnenschutz und indirekte Belichtung über Atrium sehr gut.
- Natürliche Lüftung über Atrium möglich, jedoch keine
konzeptionellen Aussagen zur Lüftung.
- Kostenrahmen wird um 18% überschritten
- überdurchschnittliche Nutzungskosten

1249

Schulz und Schulz Architekten, Leipzig | DÄRR Landschaftsarchitekten, Halle (Saale) | Anerkennung

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.746

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.758

BGFa [m²]

2.833

BRIa [m³]

10.919

BGFa / NF Neubau

1,61

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.250

BGFa [m²]

1.582

BRIa [m³]

11.799

BGFa / NF

1,27

Gesamtkosten [€]

10.500.000

11.238.094

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Aufdoppelung des Schulgebäudes durch lineare Anlagerung einer 1-geschossigen und einer dazu verschobenen 5-geschossigen, 6,45m tiefen Schiene
östlich an Bestand. Ausbildung von Vor- und Rücksprüngen.
- Rückbau der Bestands-Ostfassade und Eingangsvorbauten im Westen und Osten. Einbindung des bestehenden Nebentraktes. Auflagerung des obersten
Neubaugeschosses auf Bestand.
- Gebäudehöhe 16,95 m, Länge 65 m.
- Sporthalle mit der Längsseite an der Zwieseler Straße, ca. 5 m zurückgesetzt, Gebäudehöhe 8,70 m,
westlich vorgelagerte 1-geschossige Nebentraktschiene nach Süden leicht aus der Hallenflucht herausgeschoben (in gestalterischer Analogie zum verschobenen Schul-Volumen), Höhe ca. 4,35 m.
- Sportplatz westlich der Halle in West-Ost-Ausrichtung. Laufbahn (ohne Start und Auslauf) und Weitsprunganlage nördlich des Sportplatzes, Gymnastikwiese im Osten zwischen Sportplatz und Halle.
- Erhalt der Bäume im Osten des Geländes und im Süden der Schule.
- Ebenerdiger Eingang im NW in 1-geschoss. Trakt,
durchgestecktes Foyer / Halle mit Anbindung des
Pausenhofs, beidseitig tiefe Gebäudeunterschnitte.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Vormauerschale aus weiß geschlämmtem Ziegel.
- Ortbetonwandscheiben, innenseitig gespachtelt und
gestrichen, Außenwand insgesamt 50 cm dick.
- Fensterbänder horizontal mittig in der Leibung, geteilt in Oberlichtband mit vorgelagerten Lamellen und
Öffnungsflügel, Festverglasung im unteren Bereich,
niedrige Brüstungshöhen.
- Integration des Bestands-Nebentraktes in neue Fassadenhülle, schmale Oberlichtbänder.
- EG mit großflächiger Pfosten-Riegel-Konstruktion /
Verglasung im Eingangsbereich und Mensa.
- Klassenräume mit Orientierung nach Osten.
Sporthalle
- Vormauerschale aus weißgeschlämmtem Ziegel,
Kerndämmung, Stahlbeton.
- Längsseiten mit Fensterbändern, im Hallenbereich
(ab +4,40 m) ca. 2,50 m hohe Festverglasung nach
Westen und Osten, im Bereich des Nebentraktes
schmales Fensterband, Stirnseiten bis auf Flurfenster
/ Notausgang im Nebentrakt geschlossen.
- Hallentragwerk mit Stahlbetonträger, Stahlbetondecke; Prallwand aus Multiplex mit Akustik-Rillung.
- Verglaster zurückspringender Eingang markiert die
Eingänge von Westen und Osten in Foyer.
Freiflächen
- Vorplatz im Nord-Westen durchgesteckt nach Osten
mit angelagertem Pausenhof.
- Pausenhof in Nord-Süd-Ausdehnung mit orthogonalen Flächen, differenzierte Spielangebote und Bewegungszonen, Ruhezonen im Süden.
- Mensaterrasse leicht erhöht als Funktionstrennung
und Bühne für Veranstaltungen.
- 60 Fahrradstellplätze an südl. Nebeneingang, wenige
am Haupteingang.

1249

Funktionen
Schule
- Ebenerdiger Eingang, Rampe und Treppenlauf auf
Bestandsniveau, Anbindung an nördliches BestandsTreppenhaus; südliches Bestands-Treppenhaus als
hofseitiger Nebeneingang.
- Nebentrakt im Süden entkernt / umgebaut für Aufzug
und verlagerte Nutzflächen.
- EG mit vielfältigen Raumsequenzen und Höhendifferenz an Längsflur, Mensa zentral als Aufweitung auf
Hofniveau mit besonderer Raumhöhe und Außensitzbereich; Verwaltung zusammengefasst in Eingangsnähe. 1 Klassenraum im ehem. Foyer.
- 1. bis 3. OG durch Anbau an Bestandsflur zweibündig, Freilegung der Flurenden zur Belichtung und als
Lernecken, „gezielte Aufbrüche“ als offene Bereiche:
im 1. OG zweigeschossiger Gemeinschaftsraum, offene Bibliothek im 3. OG.
- 1. OG mit 4 Klassen-, 1 Betreuungs- und 1 Gruppenraum. 1 Klassenraum im Bestand, Bestandsbesprechungsraum im 4. OG Neubau.
- 2. OG mit 4 Klassen- und 2 Betreuungsräumen.
- 3. OG mit 4 Klassen- und 1 Fl-Differenzierungsraum.
- 4. OG einhüftig mit Räumen für Lehrer- und Erzieher
(einschl. Verlagerung des Bestands), 2 Gruppen- und
1 Fl-Differenzierung als Raumblock im Süden.
- Betreuungs-/Klassen-/Gemeinschaftsräume z. Teil im
Bestand durch Flächentausch. Technik im UG.
- 1 Behinderten-WC im EG.
- Geschosshöhen EG: ca. 4,40 m, OG: 3,30 m, Gemeinschaftsraum 6,60 m.
- Raumtiefen ca. 6,50 m zuzüglich Schranknischen
0,60 m, Belüftung über Oberlichtflügel.
- Keine Unterkellerung.
Sporthalle
- Durchgesteckter Zugang mit Foyer von Westen und
Osten, ebenerdige Anordnung aller Funktionen.
- Lineare Anordnung der Umkleiden und Waschräume
im Westen an Außenwand.
- Zentraler Raumblock für Schiri, Lehrer, Sportler-WC,
2 zentrale, zusammenliegende Hallenzugänge.
- Halle belichtet über Fensterbänder ab + 4,40 m nach
Westen und Osten.
- Natürliche Belüftung und Belichtung der Umkleiden.
Realisierbarkeit
- Programm erfüllt.
- Abstand der Sporthalle im Norden ca. 3,20 m, Abstandsfläche knapp um ca. 40 cm überschritten.
- Luftraum offen zum Flur problematisch.
- Zusätzliche Lasten auf Bestands-Tragkonstruktion.
- Realisierung im laufenden Betrieb ist zu prüfen.
- Keine Aussage zum Energiekonzept.
- EnEV 2016 Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers sehr gut.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung, jedoch kaum nachwachsende Rohstoffe.
- Tageslichtversorgung durch Tageslichtlenkung in den
Fensteroberlichtern, außen liegender Sonnenschutz
gut.
- Keine Aussage zur Lüftung.
- Kostenrahmen wird um 7% überschritten.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

1250

PFP Planungs GmbH, Hamburg | Landschaftsarchitektur+, Hamburg | 1. Rundgang

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.817

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

2.011

BGFa [m²]

3.828

BRIa [m³]

12.920

BGFa / NF Neubau

1,90

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.306

BGFa [m²]

1.724

BRIa [m³]

13.113

BGFa / NF

1,32

Gesamtkosten [€]

10.500.000

12.877.451

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Ostseitige Ergänzung des Bestands um ein in Längsausdehnung und Höhe dem Altbau entsprechendes
Neubauvolumen, Tiefe ca. 14m.
- Verknüpfung Neubau-Altbau durch unmittelbaren Anschluss an den Längsflur des Bestandes.
- Sporthalle an der Zwieseler Straße, Ausrichtung mit
der Hallenlängsseite zur Straße, Aufnahme der Baufluchten. Gebäudehöhe 9m. Integration des 2-geschossigen Nebenraumtrakts in das Gebäudevolumen.
- Sportflächen zwischen neuer und alter Sporthalle.
- Schulhof unmittelbar östlich des Schulgebäudes.
Schulgarten im südlichen Grundstücksbereich.
- Fahrradstellplätze am Hauptzugang und vor der
Sporthalle. PKW-Stellplatz nicht dargestellt.
- Weitgehender Erhalt der Baumbestands, Ergänzung
durch Neupflanzungen (Bäume, Sträucher).
- Hauptzugang nördlich des Schulgebäudes über den
Schulhof zum Foyer des Neubauteils, Nebenzugang
im Süden. Anlieferung nördlich des Schulgebäudes.
- Sporthalle: Foyer an der Zwieseler Straße, gemeinsamer Zugang für externe Nutzer und Schulsport.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Kompaktes Volumen mit linearen Konturen. Unterschnitt an der Mensa. Begrüntes Flachdach mit Fotovoltaikanlagen. In allen OG 1- bzw. 2-geschossige
loggienartige, bis an den Bestandsflur reichende Einschnitte („Kerben“) in wechselnder Anordnung.
- Sichtbeton-Lochfassaden mit unterschiedlich dimensionierten Fensteröffnungen, Aluminium-Holz-Fenster mit Lüftungsflügeln. Geschosshoch verglaste
Pfosten-Riegel-Fassaden im EG (Mensa, Eingang)
und zu den Einschnitten.
- Unterschiedliche Brüstungshöhen in den OG.
- Bereiche der Einschnitte als Außenklassen o.ä. nutzbar. Mensa mit Außensitzzone. EG-Flur ca. 5m breit,
belichtet über die Mensa, OG-Flure über die Einschnitte belichtet.
- Konventionelles Stahlbeton-Tragwerk. Tragende Außenwände, Ostwand als Wandscheibe.
- Eingriffe in den Altbau: Öffnung der gesamten Ostwand, Umbau des Nebenraumflügels (u.a. Aufzugeinbau).
Sporthalle
- Sichtbetonfassaden analog zum Schulerweiterungsbau mit unterschiedlichen Fensteröffnungen. Westliche Längswand und Südwestecke der Halle mit vollverglaster Pfosten-Riegel-Fassade, Sonnenschutz
durch Holzlamellen, innenliegender Blendschutz. Zusätzlich Dachoberlichter. Begrüntes Flachdach.
- Umkleiden und Sanitärräume im OG, Ostseite. Bereichsweise Befensterung. Innenflur als Galerie zur
Halle.
- Tragwerk: Stahlbeton und Brettschichtholz-Träger.
Freiflächen
- Klare geometrische Fassung der Freiflächen. Nutzungsabhängig unterschiedliche Beläge: Betonplatten, Pflaster, wassergebundene Decken, Rasen.
Sportfeld und Laufbahnen mit Kunststoffbelägen.
- Möblierung des Schulhofs mit Sitzbänken und Spielgeräten.

1250

Funktionen
Schule
- Haupteingang / Foyer auf der Hofseite im Bereich des
südlichen Treppenraumes, Übergang zum erweiterten Bestandsflur über 6m breite Freitreppe.
- Gemeinsame Vertikalerschließung für Alt- und Neubau über die Bestandstreppen, zusätzlich 1 Aufzug.
- Horizontalerschließung über den mit Abzweigungen
und Aufweitungen modifizierten Bestandsflur.
- EG: Eingangshalle, Mensa, 1 Betreuungsraum, 1 Differenzierungsraum, Bibliothek (aus dem Bestand), 1
neue Stammklasse im Altbaubereich.
- Grundrissordnung in den OG mit einer außen liegenden Zone aus Klassen-, Betreuungs-, Differenzierungsräumen und einer dem Flur zugeordneten Zone
aus Gruppen- und Betreuungsräumen bzw. Verwaltungsräumen. Bildung von Raumgruppen.
- 4 Büroräume, 1 Erzieherraum sowie Bibliothek aus
dem Bestand in den Neubau verlegt (ca. 200m²).
- Geschosshöhen: EG ca. 4,5m, OG 3,3m.
- Lichte Raumtiefen in den Unterrichtsräumen ca. 7m
(Außenzone) bzw. ca. 4m bis 7min der Innenzone.
Sporthalle
- Foyer der Sporthalle direkt an der Straße, externe
Erschließung möglich. Anbindung an Außensportflächen und Schulgebäude über das Foyer.
- Räumliche Organisation funktionsgerecht, jedoch auf
2 Geschossebenen. 2 Treppenräume, 1 Aufzug.
- Raumzuschnitte im Wesentlichen funktionsgerecht.
Belichtung der Halle über die bodentief verglaste
Westfassade und Oberlichter, aus sportfachlicher
Sicht ungünstig. Umkleiden nur teilweise mit Fenstern.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Flächenüberschreitungen bei einigen Unterrichtsräumen. Küche und Mensa ca. 95m² zu groß.
- Grenzabstand der Sporthalle nicht ausreichend (soll
3,6m, ist 3,2m). OG-Flur der Sporthalle ohne Abtrennung zur Halle. Brandschutzmaßnahmen in der
Schule teilweise aufwändig (F90-Verglasungen).
- Barrierefreiheit: gegeben.
- Bauabschnitte / Realisierung im laufenden Betrieb:
Begrenzung von Störungen bzw. Einschränkung des
Schulbetriebs durch Einbau einer provisorischen OstAußenwand vorgeschlagen.
- Eigenstrom durch Hybrid-PV-Anlagen, Hauptwärmeerzeuger: keine Angabe.
- EnEV 2016 in Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers durch Auffächerung stark
erhöht.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand – abgesehen von innen liegender RR-Entwässerung. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton / Mauerwerk / Kerndämmung / Holz-AluFenster, partiell nachwachsende Rohstoffe.
- Außen liegender Sonnenschutz, ohne Blend- und
Sichtschutz bei den gegenüber liegenden Fassaden.
- Keine detaillierte Aussage zur Be- und Entlüftung.
- Kostenrahmen wird um 23% überschritten.
- Überdurchschnittliche Nutzungskosten.

1251

Heydorn Eaton Architekten, Berlin | Guba Sgard Landschaftsarchitekten, Berlin | Anerkennung

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.699

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.725

BGFa [m²]

2.788

BRIa [m³]

9.162

BGFa / NF Neubau

1,62

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.265

BGFa [m²]

1.576

BRIa [m³]

11.023

BGFa / NF

1,25

Gesamtkosten [€]

10.500.000

10.170.330

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Dreigeschossiges, kubisches Schulgebäude schließt
über gläsernes Gelenk an südöstlichen Bestandsnebentrakt an.
- Gebäudelänge 37,3m, Breite 26,8m, Höhe 10,5m.
- Nördliche Nebentrakterweiterung für Aufzug mit Fluranbindung.
- Sporthalle nimmt mit 5,2m Abstand zur Zwieseler
Str. die Bauflucht der Nachbarbebauung auf. Sporthalle Höhe 8,35m mit vorgelagerter, südlicher, eingeschossiger, zweibündiger Nebenraumschiene, Höhe
3,75m.
- Zweiteilung der Freiräume in Schul- und Sportbereich, trennbar durch Zaun- und Toranlage.
- Schulneubau gliedert in nördlichen Pausenhof und
südlichen Schulgarten und Sandspielbereich.
- Erhalt der bestehenden Laufbahn (90m). Weitsprunganlage, Spielfeld mit Ballzaun und Gymnastikwiese
liegen zwischen den Sporthallen.
- Bäume weitgehend erhalten. Baumreihe westlich der
Sporthalle und im Bereich des Neubaus entfallen.
- Hauptzugang über nördlichen Römerweg markiert
durch Mauerscheibe mit Schriftzug und Sitzbank führt
über Eingangshof zu Neubau in verglastes Foyer mit
nördlichem Zugang. Küchenanlieferung über südliche
Grundstückszufahrt.
- Fahrradstellplätze nördlich des Pausenhofs und südlich der Sporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Verglastes, durchgestecktes Foyer verbindet Pausenhof mit Schulgarten und erschließt Bestandsbau.
- Schulneubau öffnet im EG mit schräg zurückspringender Glasfassade vor Mensa nach Norden zum
Pausenhof und schafft somit überdachten Zugangsund Pausenbereich.
- Kernzone des Neubaus durch Lichthof gegliedert.
- Fassade mit horizontaler Betonung der Geschossdecken und dazwischen liegende, durch schmale Öffnungsflügel gegliederte, horizontale Fensterbänder.
BRH ca. 60 cm, vor Öffnungsflügeln zusätzlich horizontale Rundstreben.
- Stahlbetonkonstruktion, gedämmter Vorhangfassade
aus Faserzementpaneelen und Pfosten-Riegel-Fensterbändern. Außenliegender Sonnenschutz. Extensives Gründach.
Sporthalle
- Massiver Sockelbereich mit Nebenraumschiene als
Stahlbetonkonstruktion.
- Südl. Gebäudeecken transparent gestaltet mit eingerückten und somit überdachten Zugänge. Dazwischenliegender Fassadenabschnitt als farbiger Aluminium-Lamellenvorhang vor schmalen, horizontalen
Oberlichtstreifen geplant.
- Über Sockel umlaufend horizontale Fensterbänder
durch schmale Öffnungsflügeln gegliedert, analog
zur Schule. Stahl-Glas-Konstruktion. Dachtragwerk
als Holzbinderkonstruktion. Extensives Gründach.
Freiflächen
- Pausenhof mit Holzdecks und Tischtennisplatten.
- Geschützter südl. Schulgarten und Sandspielbereich
mit Hochbeeten, Holzstegen und Spielgeräten.

1251

Funktionen
Schule
- Offene Treppe im Eingangsfoyer und abgeschlossenes Treppenhaus in südöstlicher Gebäudeecke
erschließen dreibündigen Neubau mit Ringflur. Flurbelichtung über innenliegenden Lichthof.
- Anbindung an Bestand über Ausgleichsstufen, die auf
Treppenpodest des südwestlichen Bestandstreppenhauses führen. In Obergeschossen auch Anbindung
über Treppenpodeste an Bestand.
- Neuer Durchladeraufzug erschließt alle Ebenen.
- Geschosshöhen EG 3,3m, OG 3,3m.
- EG mit Mensa nach Norden und östl. vorgelagertem
Freisitz. Küche angrenzend in Kernzone, Belichtung
über Mensa. Anlieferung über südöstliches Treppenhaus. 3 Stammklassen nach Süden. Betreuungsraum
in Kernzone mit Belichtung über Lichthof.
- 1.OG ein Betreuungsraum und 3 Stammklassen nach
Süden, 1 Klasse nach Osten. Nach Norden Personalund Differenzierungsräume. In Kernzone weiterer Betreuungsraum und 2 Ruheräume mit Belichtung über
innenliegenden Lichthof.
- 2.OG je 3 Stammklassen und ein Betreuungsraum
nach Süden und Norden, 1 Klassenraum aus Bestand nach Osten. In Kernzone ein Betreuungsraum
und 2 Ruheräume mit Belichtung über innenliegenden Lichthof.
- Lehrer- und Konrektorzimmer im Bestand 1.OG angeordnet, dafür 1 Klassenraum im Neubau 2.OG.
- Raumtiefen der Klassenräume nach Norden und Süden 7,2m, nach Osten 6,7m.
Sporthalle
- Sporthalle mit zwei getrennten Zugängen, südwestlich für Schulnutzung, südöstlich für externe Nutzer.
Verglaste Eingänge durch Gebäudeeinschnitte markiert.
- Mittelflur der zweibündigen Nebenraumschiene verbindet die verglasten Eingangshallen, mittiger Hallenzugang.
- Umkleide-/Sanitärblöcke an Südfassade durch seitliche Oberlichtschlitze belichtet und belüftet.
- Schiedsrichterraum mit Einblick in nur eine Hallenhälfte.
- Hallenbelichtung aus sportfunktionaler Sicht unerwünscht.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen nachgewiesen, nur
1 Behinderten WC im EG. Technikfläche Schule nur
3m².
- Abstandsflächen eingehalten, südliche Bestandstreppe führt über Neubaufoyer ins Freie.
- Realisierung im laufenden Betrieb denkbar
- Keine Aussage zu Primärenergie/ Energiekonzept
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche Schule mittelmäßig.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung.

Normalbeton, WDVS, Holz-Alu-Fenster, Alu-Türen,

kaum nachwachsende Rohstoffe.
- Lüftungsanlage nur in Sporthalle.
- Kostenrahmen wird um 3% unterschritten
- Unterdurchschnittliche Nutzungskosten

1252

SWS-Architekten, Karlsruhe | Ramthun Landschaftsarchitektur | Baden-Baden | 1. Rundgang

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.662

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.758

BGFa [m²]

2.982

BRIa [m³]

10.778

BGFa / NF Neubau

1,70

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.263

BGFa [m²]

1.806

BRIa [m³]

12.130

BGFa / NF

1,43

Gesamtkosten [€]

10.500.000

11.599.972

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Ausbildung einer versetzten H-Form durch Anordnung eines linearen 4-geschossigen Baukörpers im
Abstand von 12 m parallel und mit Verschiebung in
südliche Richtung zum Bestand. Gebäudehohe Anbindung m Bereich des Nebentraktes.
- Gebäudehöhe 15 m, Länge 62 m, Tiefe 11 m.
- Ausbildung eines EG-Luftgeschosses durch Baukörperaufständerung im nördlichen Bereich, Stützenstellung entlang der Fassaden.
- Sporthalle stirnseitig an der Zwieseler Straße in Bauflucht der benachbarten Gebäude, Gebäudehöhe
8,80 m, südlich bündig vorgelagerte 2-geschossige
Nebentraktschiene, Höhe ca. 7 m.
- Sportplatz westlich der Halle in Nord-Süd-Ausrichtung. Laufbahn im Norden, Weitsprunganlage westlich an Sportplatz angelagert, Gymnastikwiese zwischen Halle und Sportplatz.
- Erhalt der Straßenbäume im Osten und entlang den
Grenzen.
- Zugang in Verlängerung des Römerwegs, Haupteingang im Süden mit dreiseitig gefasstem Vorhof in Foyer in Erweiterung des bestehenden Nebentraktes.
Nebeneingang vom Pausenhof im Osten.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Massive Betonkonstruktion, Verbindungsbau als
großverglaste Pfosten-Riegel-Konstruktion in Stahl /
Alu mit außenliegenden festinstallierten horizontalen
Lamellen als Sonnschutz.
- Verkleidung der massiven Bereiche mit durchgefärbten Faserzementplatten in liegendem Format.
- Hauptfassaden als Bandfassaden mit massivem Sturz
und Brüstung, Pfosten-Riegel in Holz-Alu, Festverglasung mit schmalen, stehenden Fensteröffnungsflügeln. Stirnseitig kleines Übereckfenster, ansonsten
geschlossene Ausbildung über EG.
- Außenliegender Sonnenschutz aus Alu-Raffstores.
- Klassenräume mit Orientierung nach Osten.
Sporthalle
- Hallensockel und Nebentrakt mit Faserzementverkleidung analog zur Schule.
- Hallenkörper dreiseitig verkleidet mit transluzenter
„perforierter Aluminiumwelle“, innenseitig PfostenRiegel-Konstruktion mit 3-fach-Verglasung.
- Hallentragwerk einschließlich opaker Wandbauteile als Holzkonstruktion. Träger als sichtbares Brettschichtholz, Prallwand aus Holzleisten, 2-geschossiger Nebentrakt als Betonkonstruktion.
- Lineare Gebäudeunterschnitte im Westen des Nebentraktes markieren die Eingangsbereich mit großflächiger Holz-Alu-Pfosten-Riegel-Konstruktion.
Freiflächen
- Nutzungs-, altersdifferenzierte und baulich definierte
Außenbereiche.
- Großzügige überdachte Pausenfläche durch Aufständerung des Neubaus geht nach Osten über in offenen, befestigten Pausenhof, nach Norden angelagerter Spielbereich mit der Eiche als Mittelpunkt.
- Topografisch modellierter Klettergarten im Südosten
mit Bäumen räumlich definiert.
- Große Mensa-Außenterrasse unter Bäumen.
- Landschaftlicher „Erlebnisgarten“ im SW mit kleinem

1252

Flusslauf, gleichzeitig Regenwasserversickerung.
- 50 Fahrradstellplätze an Hauptzugang, 10 Stück im
Bereich des Sporthalleneingangs.
Funktionen
Schule
- Ebenerdiger Eingang, Abbruch des südlichen Teils
des ehem. Nebentraktes und Erweiterung der bestehenden Treppe zu einer Scherentreppe mit breitem
Foyer / Flur und angelagertem Luftraum je Geschoss.
EG mit kurzer Treppe auf Bestandsniveau, alle OG
höhengleich angebunden. Aufzug als Durchlader.
- EG mit Mensa an Foyer rechtwinklig angelagert, große Terrasse im Osten, Nebenräume im Süden mit Anlieferung.
- Umbau westlicher Bestands-Eingang zur Bibliothek.
- Obergeschosse als einhüftige Anlage analog zum
Bestand mit Flur im Westen. Fluchttreppenhaus im
Norden des Neubaus.
- 1. OG mit 5 Klassen-, 2 Betreuungs- und 1 Gruppenraum, Raum mit 55 m² als Ersatzfläche für gebündelte Anordnung der Verwaltung und Konferenz im 1.
OG Bestand.
- 2. und 3. OG mit je 4 Klassen-, 2 Betreuungs- und
einem FL-Differenzierungsraum sowie 55 m² Ersatzfläche.
- Behinderten-WC im EG.
- Geschosshöhen EG: ca. 4,20 m, OG: 3,30 m.
- Raumtiefen ca. 7,60 m, Belüftung über Fensterlüftungsflügel, BRH ca. 1 m.
- Teil-UG für Technik, Bestand mit Gemeinschaftsraum
anstelle des Speiseraums.
Sporthalle
- Eingänge für Schüler und Vereine gegenüberliegend
mit Windfängen in gemeinsames zentrales Foyer mit
Luftraum, Zugang zu Sportler-WCs.
- Treppe, Aufzug, zwei zentrale Halleneingänge.
- OG mit Zuschauergalerie als Erschließung der linear
angeordneten Umkleiden mit Lehrerraum.
- Teil-UG für Technik.
- Dreiseitige Hallenbelichtung.
- Natürliche Belüftung und Belichtung der Umkleiden.
Realisierbarkeit
- Programm erfüllt. Einzelarbeit -16 m², Lehrmittel -21
m² zu klein im Bestand untergebracht.
- Schiedsrichterraum nicht für beide Hallenteile.
- Überschreitung der Schul-Stichflurlängen im Süden.
- Luftraum in offenem Treppenraum.
- Sporthalle OG ohne 2. baulichen Rettungsweg.
- Realisierung im laufenden Betrieb denkbar.
- Erweiterung der bestehenden Gas betriebenen
BHKW-Anlage durch zusätzliches BHKW, HK.
- EnEV 2016 für Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers ungünstig.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung.
- Sonnenschutz außen liegend, Blendschutz nicht dargestellt.
- Lüftungsanlage mit WRG in Küche und WCs.
- Kostenrahmen wird um 10% überschritten.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

1253

Dierks Sachs Architekten, Berlin | Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin | 3. Preis

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.796

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.914

BGFa [m²]

2.957

BRIa [m³]

11.663

BGFa / NF Neubau

1,54

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.257

BGFa [m²]

1.443

BRIa [m³]

10.613

BGFa / NF

1,15

Gesamtkosten [€]

10.500.000

10.928.407

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Kompakter 4-geschossiger Erweiterungsbau, ostseitig an den Nebenraumflügel angebunden. EG ca.
34m x 30m, OG 27,5m x 23,5m, Staffelung an der
Süd- und Ostseite. Gebäudehöhe: 14,9m.
- Verknüpfung Altbau-Neubau über den entkernten,
überwiegend mit Verkehrsflächen belegten Nebenraumflügel.
- Sporthalle an der Zwieseler Straße, Ausrichtung mit
der Hallenschmalseite zur Straße, 9,5m hinter den
Baufluchten. Gebäudehöhe 8,5m. Nebenraumtrakt
(h 3,4m) bzw. Vordach auf der Süd- und Ostseite.
- Sportflächen zwischen neuer und alter Sporthalle.
- Räumlich gefasster Schulhof unmittelbar an den
Schulgebäuden. Zusätzlich Schulgarten.
- Fahrradstellplätze am Hauptzugang und an der Sporthalle. PKW-Stellplatz an der Sporthalle.
- Nutzung der südlichen Freifläche nicht angegeben.
- Erhalt der Baumbestands an den Grundstücksrändern, ergänzende Neupflanzungen.
- Hauptzugang nördlich des Schulgebäudes über den
Schulhof zum Foyer des Neubauteils. Anlieferung
südlich des Schulgebäudes.
- Sporthalle: Foyer mit Zugang für externe Nutzer der
Sporthalle direkt von der Straße, zusätzlicher schulinterner Zugang.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Gestaffeltes Volumen mit linearen Konturen. Unterschnitt am Haupteingang (t ca. 7m). Flachdach.
- Bandfassaden, geschlossene Außenwandbereiche
an den Gebäudeecken. Verblendmauerwerk, in den
Fensterebenen mit „Zahnschicht“-Relief. Holz-Aluminium-Fenster. Im EG Pfosten-Riegel-Fassaden.
- Brüstungshöhe in den OG ca. 0,85m.
- Im EG Raumverbund von Foyer (ca. 160m²), Mensa
und Aufenthaltsraum (Gemeinschaftsraum) möglich.
- Zentraler Hallenbereich mit gebäudehohen, in den
OG seitlich offenen Lufträumen, Dachoberlichter.
- Dreibündige Grundrisse in den OG. Mittelzone mit
Lufträumen und verglasten Gruppenräumen. Unterrichtsräume nach Süden und Norden orientiert. Flure
über die Lufträume und die Ostfassade belichtet.
- Konventionelles Tragwerk aus Stahlbeton und Mauerwerk. Dachtragwerk des Foyers mit freier Spannweite über ca. 14m.
- Eingriffe in den Altbau: Entkernung und Öffnung der
Ost-Fassade des Nebenraumflügels.
Sporthalle
- Einfassung des Hallenkubus durch Nebenraumtrakt
bzw. Vordach, EG mit Verblendmauerwerk.
- Hallenfassaden oberhalb EG allseitig aus GussglasProfilen mit transluzenter Wärmedämmung.
- Umkleiden und Sanitärräume an der Südfassade.
Dachoberlichter, keine Befensterung. Innenflur.
- Stahlbeton-Tragwerk
Freiflächen
- Klare geometrische Fassung der Freiflächen. Nutzungsabhängig unterschiedliche Beläge: Betonplatten, Farbasphalt, wassergebundene Decken. Sportfeld mit Rollrasen, Laufbahnen mit Kunststoffbelag.
- Möblierung des Schulhofs mit kreisförmigen Sitzbänken. Östliche Pausenfläche mit Spielgeräten.

1253

Funktionen
Schule
- Großzügiges Foyer, Haupteingang von Norden, keine
Nebeneingänge im Neubau.
- Zentral angeordnete, für Alt- und Neubau gemeinsame Vertikalerschließung (Treppenraum mit integriertem Aufzug). 1 (Flucht-) Treppenraume an der Ostseite.
- EG: Eingangshalle, Mensa, Verwaltung (einschließlich von Verwaltungsräumen aus dem Bestand).
- 1. bis 3. OG: Klassenräume, Betreuungsräume,
Gruppenräume, Differenzierungsräume. Erzieherstützpunkt im 1. OG am Kern.
- 3 Stammklassen des Neubau-Raumprogramms im
Bestandsgebäude (EG, 1. OG). 2 Gemeinschaftsräume / Aufenthaltsräume, Bibliothek, Konferenzraum
und Verwaltungsräume sowie WCs aus dem Bestand
in den Neubau verlegt.
- In den OG dreibündige Grundrissstruktur, flexibel in
den Außenzonen.
- Geschosshöhen: ca. EG 4,5m, OG 3,3m.
- Klassenräume nach Norden und Süden orientiert.
Lichte Raumtiefen in den Unterrichtsräumen ca. 6,7m
(Nordseite) bzw. 7,2m (Südseite).
Sporthalle
- Foyer der Sporthalle direkt an der Straße, externe Erschließung ohne Betreten des Schulgeländes möglich. Anbindung an die Außensportflächen bzw. an
das Schulgebäude über Nebeneingang.
- Räumliche Organisation im Wesentlichen funktionsgerecht. Einblick in das zweite Hallenteil bei Teilung
nicht gegeben.
- Raumzuschnitte funktionsgerecht. Natürliche Belichtung der Halle über allseitige Verglasung, aus sportfachlicher Sicht ungünstig. Umkleiden mit Dachoberlichtern.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Küche jedoch ca. 16m² zu klein, Lehrmittel ca. 7m² zu groß.
TF im Bestand an Stelle des Speiseraums.
- Genehmigungsfähigkeit: Deckenöffnungen hinsichtlich Brandschutz problematisch, ansonsten keine
grundsätzlichen Mängel erkennbar.
- Barrierefreiheit: gegeben.
- Bauabschnitte / Realisierung im laufenden Betrieb:
relativ geringe Störung bzw. Einschränkung des
Schulbetriebs. WC und Treppe im Bestand entfallen.
- Wiederholung des Heizsystems: Gas-betriebene
BHKW-Anlage plus Gas-Brennwertgerät.
- EnEV 2016 in Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers ungünstig.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton / Kerndämmung/ Ziegelverblender / HolzAlu-Fenster / kaum nachwachsende Rohstoffe.
- Sonnenschutz außen liegend (Metall-Raffstores),
Blendschutz nicht dargestellt. Innen am Luftraum liegende Räume ohne direktes Tageslicht.
- Lüftungsanlage mit WRG nur in Küche und WC-Anlagen.
- Kostenrahmen wird um 4% überschritten.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

ARGE Beusterien+Eschwe und Eckert Negwer Suselbeek, Berlin | Birgit Hammer, Berlin | 1. Rundgang

Planungsdaten

1254

Soll

Ist

1.693

1.679

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.696

BGFa [m²]

3.291

BRIa [m³]

12.186

BGFa / NF Neubau

1,94

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.263

BGFa [m²]

1.546

BRIa [m³]

12.690

BGFa / NF

1,22

Gesamtkosten [€]

10.500.000

12.346.394

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Umklammerung des Bestandbaus durch Spiegelung
der Raumschiene nach W und Erweiterungen nach
Süden und N. Gebäudeenden im EG aufgeständert.
- Abriss des östlichen Nebenraumtrakts.
- Viergeschossige Gebäudeklammer nimmt Höhe des
Bestands auf, Gesamtlänge 77,7m und Breite 17,2m
- Sporthalle mit Längsseite um ca. 5m von Zwieseler
Str. zurückgesetzt. Höhe 9,75m. Westlich eingeschossiger Nebenraumtrakt Höhe 3,5m mit zentralem
Haupteingang öffnet zu Sportfeldern.
- Freianlagen durch orthogonales Wegenetz, den
Baumreihen u. -gruppen folgend, in Felder unterteilt.
- Kleinspielfeld westlich der Neubausporthalle. Laufbahn und Weitsprunganlage parallel zu südlicher
Grundstücksgrenze. Nördlich davon auf dreieckigem
Feld Gymnastikwiese ausgewiesen.
- Bäume weitgehend erhalten. Baumreihe nördlich der
Sporthalle entfällt.
- Zugänge auf Schulgelände von Südwesten und
Nordwesten von Römerweg. Anlieferung Küche von
Norden unter Aufständerung.
- Südwestlicher Zugang zu Bestand entfällt.
- Fahrradstellplätze nördlich und südlich des Schulbaus, weitere Stellplätze westlich der Sporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- West- und Ostfassaden schließen jeweils im Bereich
der Kopfenden mit geschl. Sichtbetonfassade mit abgesetzten Geschossdecken ab.
- Übrige Neubaufassaden mit vertikalen Lisenen und
Gesimsbänder aus Sichtbeton gegliedert, entstehenden Fassadenfelder mit Doppelfenstern und farblich abgesetzten Holzbrüstungselementen. BRH ca.
68cm. Konstruktion der selbsttragenden Fassade soll
sichtbar werden.
- Stahlbetonskelettkonstruktion, Brüstungselemente
aus Stahlbeton, Dämmung und hinterlüftete, lackierte Holztafelplatten. Holzfenster mit außenliegendem
Sonnenschutz.
- Neubaustützen ergänzt bestehendes Stützenraster,
Gebäudefuge zwischen Neubau und Bestand.
- Teilunterkellerung des Neubaus. Sockelgeschoss mit
westlichem Belichtungsgraben, Breite 2,2m.
Sporthalle
- Massiver, umlaufender Sockelbereich mit vereinzelten Türöffnungen, nach W mit eingerücktem, mittigem
Hauptzugang und schmalen Oberlichtbändern.
- Sockel aus Stahlbeton, Dämmung und vorgeblendeter, geschlemmter Mauerwerksschale.
- Hallenbaukörper mit senkrechten Holzstützen in Felder unterteilt, die wiederum im unteren Bereich durch
horizontale Holzschalung strukturiert und im oberen
Bereich vertikal gegliedert sind, an den Längsseiten
durch Fensteröffnungen mit vertikaler Unterteilung.
- Dachkonstruktion aus Holzfachwerkbindern mit mittigem Belichtungsstreifen unter Laterne.
- Hallenbaukörper über Prallwand als tragende, gedämmte Holztafelwand mit horizontaler, schuppenartig überlappender, hinterlüfteter Holztafelplattenschalung.

1254

Freiflächen
- Zentrale Pausenfläche in Felder unterteilt. Bestandseiche von Grünem Klassenzimmer umgeben. Auf
Pausenfläche Tischtennisplatten, eingelassene Trampolinfläche. Westlich des Sportfeldes abgegrenzter
Schulgarten. Südlich der Schule „Kosmonautenspielplatz“.
Funktionen
Schule
- Ebenengleiche Haupterschließung von Hof führt in
Foyer, über beidseitige Stufen u. Durchladeraufzug
gelangt man auf EG Bestandsebene.
- Nordwestl. Bestandstreppenhaus wird durch neues
abgeschlossenes, südwestl. Treppenhaus ergänzt.
- Mittelflur der zweibündigen Anlage wird geschossweise über östl. offenen Bereich mit Aufzug belichtet
- Austausch von Flächen. 7 Stammklassen und Küche
und Teile der Mensa (insg. 511m²) werden im Bestand untergebracht, 10 Büros, Gemeinschaftsraum,
Bibliothek, Sportraum, Lagerfläche aus dem Bestand
im Neubau vorgesehen (insg. 353m²).
- EG mit Mensa vor Belichtungsgraben, Zugang über
Flur, Küche gegenüberliegend im Bestand. 1 Gemeinschaftsraum, 1 Büro mit ungünstigem Zuschnitt.
- 1.OG Bibliothek, Verwaltung und an Kopfenden
Durchgangbüros.
- 2. u. 3.OG an Ostfassade Klassenräume, im Aufzugsbereich je 2 Gruppenräume, an Kopfenden Betreuungsräume. Im 3.OG beide Diff.-räume.
- Geschosshöhen EG 3,3 m und 4,45m, OG 3,4m.
Klassenräume nach Osten mit Raumtiefe 6,7m.
- Neue WC-Anlage südöstl., ohne Beh. WC.
Sporthalle
- Mittiger, westlicher, eingerückter Zugang. Zweibündiger Nebenraumtrakt, Flur ohne Tagesbelichtung erschließt mittig Halle.
- Geräte- und Schiedsrichterräume öffnen zur Halle,
Umkleide/Sanitärräume liegen an Westfassade, natürlich belichtet und belüftet über Oberlichtbänder.
- Hallenbau mit längsseitigen Oberlichtbändern. Belichtung aus sportfunktionaler Sicht unerwünscht.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt, Behinderten-WC nicht ausgewiesen
- Abstandsflächen im Bereich südl. Sporthalle um ca.
1m überschritten. Schule: Neubautreppenhaus führt
über SG u. Belichtungsgraben ins Freie. Ausgang
nördl. Bestandstreppenhaus im EG entfällt, neuer
Ausgang führt über nicht abgeschlossenen Flur im
SG in östl. Belichtungsgraben und Treppe ins Freie.
- Realisierung im laufenden Betrieb fragwürdig.
- Erweiterung der bestehenden Gas-betriebenen
BHKW-Anlage durch Gas-Brennwertgerät, HK in
Schulhaus; sep. BHKW für Sporthalle, Fbh.
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche Schule sehr gut.
- Langlebige Konstruktion, wenn regelmäßige Wartung
erfolgt. Mittlerer Energieeinsatz zur Herstellung. Anwendung von Holz- und Holzwerkstoffen.
- Keine Aussage zur Lüftung.
- Kostenrahmen wird um 18% überschritten.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

h.s.d.architekten, Lemgo | Gruppe Freiraumplanung Ostermeyer und Partner, Langenhagen | 2. Rundgang

Planungsdaten

1255

Soll

Ist

1.693

1.723

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.641

BGFa [m²]

3.355

BRIa [m³]

12.516

BGFa / NF Neubau

2,04

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.254

BGFa [m²]

1.539

BRIa [m³]

11.533

BGFa / NF

1,23

Gesamtkosten [€]

10.500.000

11.796.518

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 3- bis 4-geschossige bündige Ergänzung des Bestands im Osten. Ausbildung eines kleinen Innenhofes. Rückbau / Umnutzung der Bestands-Eingänge.
Rückbau Ostfassade.
- Gebäudehöhe 11,40 m, Tiefe 16,50 m.
- Sporthalle stirnseitig an der Zwieseler Straße in Bauflucht zu den benachbarten Gebäude, Gebäudehöhe
ca. 8,80 m, eingeschossiger, bündiger Nebentrakt im
Süden, Höhe ca. 3,80 m.
- Sportplatz westlich in Flucht der Halle in Ost-WestRichtung, Gymnastikwiese zwischen Halle und Platz,
Laufbahn im Norden, Weitsprung im Süden.
- Erhalt der Bäume entlang den Grenzen.
- Zugang von Norden auf das westliche Schulgrundstück, Haupteingang zentral von Hofseite.
- Ausrichtung der neuen Klassenräume nach Osten.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Stahlbetonkonstruktion, Elementbauweise „mit hohem Vorfertigungsgrad“.
- Rahmen aus vorgehängten, weiß-grau durchgefärbten Glasfaserbeton-Fertigteilen kennzeichnen die
Funktionsbereiche (Eingang / Mensa / Verwaltung,
etc.), Ausfachung durch Alu-Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Festverglasung im stehenden Format,
teilweise mit Öffnungsflügeln.
- EG Eingangsbereich und Mensa mit raumhoher Pfosten-Riegel-Glas-Konstruktion.
- Aufdopplung an Bestandsflur mit direkter Anbindung
auf Bestands-Tragkonstruktion.
- Außenliegender Sonnenschutz, Tageslichtlenkung.
- Klassenräume mit Orientierung nach Osten.
Sporthalle
- Stahlbetonstützenkonstruktion, Fertig- und Halbfertigteile, Hallentragwerk als Stahlbetonfertigbinder,
Stahlbetonflachdecken, Prallwand mit Holzverkleidung.
- Sockel umlaufend aus großformatigen Glasfaserbetonelementen, im Umkleidebereich schlitzartige
Fensterschiene mit Öffnungsflügel.
- Hallenverglasung ab +4,60 m als Pfosten-RiegelKonstruktion in gebäudelangem Betonrahmen, nach
Süden baulicher Sonnenschutz durch auskragenden
Rahmen, außenliegende Sonnenschutzlamellen.
- Rückspringende Eingänge an den Stirnseiten des
Umkleidetraktes.
Freiflächen
- „Repräsentatives Funktionsband“ von Norden nach
Süden entlang der Westfassade mit Pflanzungen,
Müll, Anlieferung, Feuerwehr, 140 Fahrräder. Im
Osten an der Zieselstraße analoger Freiraum-Abschluss.
- „Pausenband“ parallel zu Ostfassade mit differenzierten Angeboten, Holzdeck im Bereich der Eiche.
- „Sportband“ mit Trampolin, Tischtennis als Verbindung mit dem Schulsport.
- Erschließunglinien verknüpfen die Bänder, angelagerte Ruheinseln, Bodenmodellierungen.

1255

Funktionen
Schule
- Ebenerdiger Eingang mit langem, tiefem Gebäudeunterschnitt in zentrales Foyer, offene Treppe in gebäudehohem Luftraum, kurze Treppe auf Bestandsniveau.
- Aufdopplung zu einer Dreibundanlage mit breiter Erschließungs- und Kernzone, Luftraum, offener Innenhof und ringförmiger Flurerschließung unter Einbeziehung des Bestandsflurs, lineare Raumschienen nach
Osten und Westen. Erhalt des bestehenden Nebentraktes mit Treppenhaus, nördliche Erweiterung des
Kerns mit Aufzug, Schacht, WCs. Flucht-Treppenhaus im Süden.
- Mensa am Foyer, große Verglasung zum Schulhof
und zum Innenhof mit Außensitzflächen, im Osten
zum Teil durch Gebäuderücksprung überdacht.
- EG mit 3 Betreuungsräumen und einem Gemeinschaftsraum (aus Bestand), Fachleistungsdifferenzierung im Bestand (ehem. Eingang).
- 1. OG mit 5 Klassen- und 1 Betreuungsraum, Lehrmittel, Ruheraum, Einzelarbeit und Konrektor im SO.
- 2. OG mit 8 Klassen-, 1 Betreuungsraum und zwei
Gruppenräumen. Bibliothek innenliegend.
- 3. OG als Teilgeschoss mit verglaster Aufweitung der
Verkehrsfläche am Luftraum als „Lernorte“.
- Behinderten-WC in jedem Geschoss.
- Geschosshöhen EG: ca. 4,50 m, OG: 3,30 m.
- Raumtiefen ca. 7,30 m, Belüftung über Fensterlüftungsflügel, BRH ca. 0,60 m, Absturzsicherung nicht
gezeigt. Belichtung der Flurzonen über Innenhof.
Sporthalle
- Eingang für Schüler im Westen, für Vereine im Osten,
markiert und überdacht durch Gebäuderücksprung,
angelagerte Notausgänge, durchgesteckter Mittelflur.
Sportler-WCs zentral. Zwei mittige Zugänge zur Halle, Lehrerräume mit Sichtbezug.
- Umkleiden linear an Außenwand, natürlich belichtet
und belüftet über Fensteroberlichtband.
- Technik ebenerdig. Kein UG.
Realisierbarkeit
- Programm erfüllt.
- Luftraum mit offener Treppe über 3. OG problematisch.
- Zusätzliche Lasten auf Bestands-Tragkonstruktion.
- Realisierung im laufenden Betrieb ist zu prüfen.
- Erweiterung der bestehehenden Gas-BHKW-Anlage
mit Grundwasser-Wärmepumpe plus PV-Eigenstrom,
zusätzl. Spitzenlast-Gasbrennwert, Wandstrahlungsheizung.
- EnEV 2016 Schule und Sporthalle realisierbar, Passivhausstandard. Hüllfläche des Baukörpers gut.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Höherer Energieeinsatz zur Herstellung, jedoch kaum nachwachsende Rohstoffe.
- Sonnenschutz mit Tageslichtlenkfunktion sehr gut,
jedoch als Blendschutz wenig geeignet. Indirekte
Tageslichtversorgung über Atrium nicht ausgenutzt,
stattdessen innen liegende Räume ohne Tageslicht.
- Zentrale Lüftungsanlagen mit WRG (CO2-gesteuert).
- Kostenrahmen wird um 12% überschritten.
- Hoher Fensteranteil.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

1256

Numrich Albrecht Klumpp Architekten, Berlin | Hager Partner AG, Berlin | 1. Rundgang

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.681

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.722

BGFa [m²]

3.295

BRIa [m³]

12.793

BGFa / NF Neubau

1,91

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.255

BGFa [m²]

1.581

BRIa [m³]

12.117

BGFa / NF

1,26

Gesamtkosten [€]

10.500.000

11.950.591

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Schulerweiterungsbau als „Spiegelung“ des Bestandsgebäudes. 4-geschossiger Neubauriegel,
Grundfläche 56m x12m, Höhe 14,8m. Abstand zum
Bestandsbau ca. 12m.
- Verknüpfung von Alt- und Neubau über den nord- und
ostseitig ergänzten Nebenraumflügel sowie durch
eine 1-geschossige Eingangshalle.
- Sporthalle an der Zwieseler Straße. Aufnahme der
Baufluchten, Hallenschmalseite zur Straße gerichtet.
Gebäudehöhe 9,3m. L-förmiger Nebenraumtrakt (h
3,6m) auf der Süd- und Ostseite.
- Sportflächen zwischen neuer und alter Sporthalle.
Zwei räumlich klar definierte Pausenhöfe östlich und
südlich des Schulgebäudes. Zusätzlich Schulgarten.
- Hauptzugang nördlich des Schulgebäudes über einen Eingangshof zum Foyer des Neubauteils. Wirtschaftshof südlich des Schulgebäudes.
- Sporthalle: Foyer mit gemeinsamem Zugang für
Schulsport und externe Nutzer direkt an der Straße.
- Fahrradstellplätze am Hauptzugang und an der Sporthalle. PKW-Stellplatz an der Sporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Riegelbaukörper mit linearen Konturen. Unterschnitt
für Mensa-Außensitzbereich. Begrüntes Flachdach.
- EG-Zone mit Verblendmauerwerk, bodentiefe Fenster. OG mit Bandfassaden, Brüstungen mit Stahlblech-Bekleidungen, Holz-Aluminium-Fenster mit
Lüftungsflügeln im oberen Bereich.
- Raumverbund von Foyer, Mensa und Bestandsflur.
- Einbündige Grundrisse in den OG, natürlich belichtete Flure, Unterrichtsräume nach Osten orientiert.
- Flure zwischen Alt- und Neubau mit großzügigen Aufweitungen. Zuordnung einer Freitreppenanlage in einem gebäudehohen Luftraum, Dachoberlichter.
- Tragwerk aus Stahlbeton und Mauerwerk.
- Eingriffe in den Altbau: Öffnung der EG-Fassade zum
Foyer, Öffnung der Fassaden in den OG (2 Achsen)
für den Anschluss des Verbindungsbauteils.
Sporthalle
- Einfassung des Hallenkubus durch einen Nebenraumtrakt mit Ziegel-Vorsatzschale bzw. großformatiger Befensterung des südseitigen Flurs.
- Hallenkubus an den Schmalseiten geschlossen,
Stahlblechbekleidung. An den Längsseiten oberhalb
der Nebenraumtrakte ca. 2,5m hohe Hülle aus HolzAluminium-Fenstern (Nordseite) bzw. Bauglas-Profilen mit transluzenter Wärmedämmung (Südseite),
oberer Bereich mit Stahlblech-Bekleidung.
- Umkleiden und Sanitärräume an der Ostfassade, natürlich belichtet und natürlich belüftbar.
- Stahlbeton-Tragwerk, Dach mit Holzleimbindern.
Freiflächen
- Klare geometrische Fassung der Freiflächen. Nutzungsabhängig unterschiedliche Beläge: Betonplatten, Pflaster, wassergebundene Decken, Holzhäcksel- und Sandflächen, Sportfeld mit Kunststoffbelag.
- Erhalt der Baubestands an den Grundstücksrändern,
Ergänzung durch Neupflanzungen.
- Möblierung mit Sitzbänken an der Rändern und im
Bereich der Stieleiche (Eingangsplatz) sowie Sitzund Liegepodesten im Spielbereich.

1256

Funktionen
Schule
- Großzügiges Foyer, Haupteingang von Norden, Nebeneingänge bzw. Ausgänge zu den Pausenhöfen
im Süden. Freitreppe bzw. Sitzstufen am Übergang
Foyer - Bestand.
- Zentral angeordnete, für Alt- und Neubau gemeinsame Vertikalerschließung mit Freitreppenanlage und
Aufzug. Erhalt der Bestandstreppenräume. 2 FluchtTreppenräume an den Riegelenden.
- Relativ weite Wege und hoher Verkehrflächenanteil
aufgrund der einbündigen Grundrissstruktur.
- EG: Mensa, Differenzierungsräume, Erzieherstützpunkt AU 5.1 im Bestand.
- 1. OG: 3 Klassen-, 1 Betreuungsraum, Verwaltung
nahe der Freitreppe.
- 2. und 3. OG: Klassen- und Betreuungsräume.
- Gruppenräume im 1. bis 3. OG des Verbindungsbauteils.
- Geschosshöhen: EG 4,35m, OG 3,3m.
- Lichte Raumtiefen in den Unterrichtsräumen ca. 6,9m.
Brüstungen mit Holzbekleidung, ca. 0,45m hoch.
Sporthalle
- Foyer der Sporthalle direkt an der Straße für Externe
und Schulsport. Anbindung an die Außensportflächen
bzw. an das Schulgebäude weitläufig.
- Räumliche Organisation funktionsgerecht.
- Raumzuschnitte funktionsgerecht. Natürliche Belichtung der Halle der über Fensterbänder, zusätzlich
Dachoberlichter.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Einzelarbeit
ca. 12,5m² zu klein, Lehrmittel ca. 13,5m² zu groß,
Ruheräume zusammengefasst. Keine Technikfläche
im Neubau.
- Genehmigungsfähigkeit: Brandschutzprobleme (Rettungswege) aufgrund von Deckenöffnungen und
Brandlasten.
- Barrierefreiheit: gegeben.
- Bauabschnitte / Realisierung im laufenden Betrieb:
relativ geringe Störung bzw. Einschränkung des
Schulbetriebs.
- Geothermie mit Wärmepumpen in Kaskadenschaltung und Pufferspeicher, zusätzlich Gas-Brennwertgerät für Spitzenlast. Unverkleidete Gebäudemasse
wird passiv aktiviert, Hk. Zusätzlich Eigenstromerzeugung mit PV.
- EnEV 2016 in Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers ungünstig.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. Höherer Energieeinsatz zur Herstellung. Normalbeton plus Stahlblechfassade / WDVS bzw. Klinkerverblender und Kerndämmung / Holz-Alu-Fenster,
jedoch kaum nachwachsenden Rohstoffe.
- Fallarmmarkisen-Sonnenschutz
außen
liegend,
Blendschutz nicht dargestellt.
- Natürliche Lüftung über Oberlichter - Anforderungen
an Einbruchschutz. Lüftungsanlage in den WC-Räumen.
- Kostenrahmen wird um 14% überschritten.
- Hoher Fensteranteil.
- Durchschnittliche Nutzungskosten.

1257

architecture + aménagement s.a., Luxemburg | HDK Dutt & Kist, Saarbrücken | 2. Rundgang

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.695

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.879

BGFa [m²]

3.075

BRIa [m³]

11.279

BGFa / NF Neubau

1,64

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.269

BGFa [m²]

1.581

BRIa [m³]

11.816

BGFa / NF

1,25

Gesamtkosten [€]

10.500.000

11.830.222

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- Dreigeschossiger Neubauriegel bindet südöstl. in
den Obergeschossen an Bestand an. Im EG Bereich
schafft offener Durchgang in Nord-Südrichtung am
Übergang zum Bestand überdachte Zugänge zu beiden Baukörpern. Gebäudelänge 51,3m bzw. 45,2m,
Breite 22,8m, Höhe 12,1m.
- Schulgeländezugang von Südwesten über Vorplatz
zu besteh. westl Zugang und zur Durchgangshalle.
- Sporthalle, Höhe 9m mit Querseite mit ca. 5m Abstand zur Zwieseler Str. positioniert, erhält südl. vorgelagerten, eingesch. Nebenraumtrakt, Höhe 4m.
- Campuspromenade entlang südl. Grundstückgrenze
verbindet Neubau mit Sporthallenvorplatz.
- Schulhof zweigeteilt, in südl. des Trafogebäudes und
nördl. des Neubaus. Sportanlagen liegen zwischen
den Sporthallen.
- Erhalt der bestehenden Laufbahn, 75m ohne Anlauf.
Westl. der Neubausporthalle Gymnastikwiese und
Kleinspielfeld, südl. Abschluss mit Weitsprunganlage
- Bäume weitgehend erhalten, Baumreihe westl. der
Sporthalle und im Bereich des Neubaus entfallen.
- Fahrradstellplätze am südwestlichem Vorplatz am
Römerweg, auf südlichem Sporthallenvorplatz und
westlich der Bestandssporthalle.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Transparentes EG springt südlich schräg von Bauflucht zurück und damit öffnet Mensa mit überdachtem Außenbereich zum Vorplatz.
- Neubau mit zentralem Oberlichtstreifen.
- Massive Obergeschosse mit gleichmäßigen, horizontalen Fensterbändern über transparentem EG.
- EG Pfosten-Riegel-Konstruktion mit transparenten
und transluzenten Profilglaselementen.
- Obergeschosse zweischalig, Stahlbetonwände, Kerndämmung mit vorgesetzter, heller Klinkerfassade, außenliegender, textiler Sonnenschutz. BRH 1m.
- Östliche Teilunterkellerung mit Mülltonnenaufzug an
Ostfassade.
Sporthalle
- In Umkehrung zum Schulneubau, massives Sockelgeschoss und transparenter Hallenbaukörper.
- Einschnitte in Nebenraumschiene von Ost und West
schaffen überdachte Zugänge.
- Zusätzlich im Sockelbereich an nördl. Längsseite
großflächige Verglasung. Schmales, horizontales
Oberlichtband im Nebenraumbereich an Südseite.
- Sockel Stahlbeton, Kerndämmung, Klinkerfassade.
- Hallenbaukörper aus Profilbauglas, innenliegender,
transparenter Wärmedämmung, Aluminiumrahmen
für Lüftungsflügel. Extensives Gründach.
Freiflächen
- Freiflächen zusätzl. zu Sportanlagen und Pausenflächen gegliedert durch Rigolenanlagen, Bauminseln
u. großformatigen Holzdecks als Treff- und Kommunikationsorte, im Bereich Sportflächen als Zuschauertribüne, im Bereich Mensa als Außenmobiliar.
Funktionen
Schule
- Südwestl. Bestandszugang führt in nach Süden erweiterte Eingangshalle mit Anbindung an Neubau

1257

über Treppenstufen und Durchladeraufzug in Durchgangshalle.
- Ab 1.OG ebenengleiche Anbindung Bestand- Neubau. Geschosshöhen EG 4,5m, OG 3,3m.
- Abgeschlossenes Treppenhaus an Ostfassade.
- Zweibündige Organisation des Neubaus, Flurbreite
ca. 7,2m mit integrierter, einläufiger Treppe mit angrenzendem Luftraum und Oberlicht.
- Nischen entlang Flurwänden.
- EG für Mensa nach Süden, östl. angrenzende Küche.
Nach Norden 2 Betreuungsräume, Einzelarbeitsplätze und Gemeinschaftsraum aus Bestand.
- 1.OG 6 Stammklassen, 2 Betreuungs- und 1 Diff.raum, Lehrmittel, Ruheraum, Erzieherstützpunkt und
1 Büro aus Bestand an Außenfassaden. 2 Gruppenräume, innenliegend belichtet über angrenzenden
Luftraum mit Oberlicht. Lehrer-, Konrektor- und Ruheraum im Bestand.
- 2.OG 8 Klassenräume, davon 1 aus Bestand, 2 Betreuungs- und 1 Diff.-raum und Bibliothek aus Bestand
an Außenfassaden. 1 Gruppenraum, innenliegend
belichtet über angrenzenden Luftraum mit Oberlicht.
- Durch neuen Anbindungsflur an Bestand entfällt südl.
Bestandssanitärblock, Ersatz im Neubau im 1.OG an
Nordfassade, Beh. WC im 1. u. 2.OG neben Aufzug.
- Klassenräume Raumtiefen nach Norden und Süden
6,7m, nach Osten 6,1m.
Sporthalle
- Mittiger Flur verbindet westl. Zugang für Schulnutzung mit östl. Zugang für externe Nutzer. Beide Zugänge sind durch Einschnitte markiert und überdacht
- Funktionale Anordnung der Nebenräume, Geräteund Schiedsrichterräume öffnen zur Halle, Umkleide/Sanitärräume nach Süden über schmale Oberlichter
natürlich belichtet und belüftet.
- Belichtung Sporthalle über umlaufendes Profilglas
aus sportfunktionaler Sicht unerwünscht, zusätzl. erlaubt nördl. Seitenfenster unerwünschte Einblicke.
Realisierbarkeit
- Raumprogramm im Wesentlichen nachgewiesen. EG
ohne Behinderten WC.
- Abstandsflächen eingehalten. Schule: offene Treppe
u. Deckendurchbrüche in Neubauflur problematisch.
- Unstimmigkeiten Sporthalle zwischen Plänen.
- Realisierung im laufenden Betrieb denkbar.
- Grundwasser-Wärmepumpe plus Eigenstromerzeugung mit PV, Unterflurkonvektoren zur Frischlufttemperierung führt zu hohem Komfort. Unverkleidete Gebäudemasse wird passiv aktiviert.
- EnEV 2016 bei Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche Schule mittelmäßig.
- Langlebige Konstruktion mit geringem Wartungsaufwand. höherer Energieeinsatz zur Herstellung. Kaum
nachwachsende Rohstoffe.
- Vortemperierung der Frischluft über Erdwärmetauscher. Lüftungsanlage mit WRG und optional Taupunktkühlung.
- Nächtliche Querlüftung über Fenster - Überströmöffnungen - Atrium. Einbruchschutz beachten.
- Kostenrahmen wird um 13% überschritten.
- Durchschnittliche Nutzungskosten

1258

Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern | urbanegestalt PartGmbH, Köln | 2. Rundgang

Planungsdaten

Soll

Ist

1.693

1.704

Schulerweiterungsbau
NF Raumprogramm [m²]
NF Neubau [m²]

1.745

BGFa [m²]

3.348

BRIa [m³]

14.118

BGFa / NF Neubau

1,92

Sporthalle
NF [m²]

1.235,5

1.246

BGFa [m²]

1.514

BRIa [m³]

12.280

BGFa / NF

1,22

Gesamtkosten [€]

10.500.000

12.330.619

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule / Ergebnisprotokoll

Städtebau
- 2-geschossige Z-förmige Baukörperanordnung aus
zwei über einen Gang verbundene Baukörper, Anbindung südlich des bestehenden Nebentraktes rechtwinklig an Bestand mittels 4-geschossigem Verbindungstrakt. Rückbau und Umnutzung des bestehenden südwestlichen Eingangs.
- Gebäudehöhe 8,60 m, Baukörperabmessung: ca.
22,30 x 41,20 m und 19 x 31,60 m.
- Sporthalle stirnseitig an der Zwieseler Straße ca. 8 m
zurückgesetzt, Gebäudehöhe ca. 9 m, eingeschossiger, bündiger Nebentrakt im Süden, Höhe ca. 3,50
m.
- Sportplatz westlich in Ost-West-Richtung mit umliegender ringförmiger Laufbahn, Gymnastikwiese im
Süden angelagert, Weitsprung im Norden.
- Erhalt der Bäume entlang den Grenzen.
- Zugang von neuem baulich gefasstem Eingangshof
im Westen in durchgestecktes Foyer, Nebeneingang
von Hofseite und in die Mensa.
- Ausrichtung der neuen Klassenräume nach Norden
und Süden.
Architektonische Gestaltung
Schule
- Holzbauweise, „hoher Grad an Vorfabrikation“.
- Dunkelgrüne Putzfassade mit einheitlichen Bandfassaden
- Alu-Fenster, „perlmausgrau“. Öffenbare Fenster, Brüstungshöhe 42 cm.
- Wärmedämmsystem auf Holzweichfaserdämmung.
- EG Eingangsbereich, Mensa und Verbindungsgang
mit raumhoher Pfosten-Riegel-Glas-Konstruktion.
- Bunte Senkrecht-Markisen als außenliegender Sonnenschutz.
- Trafo in West-Ansicht im Eingangshof gestrichelt gezeigt.
Sporthalle
- Holzkonstruktion analog zur Schule.
- Hallenträger BSH, innenseitige Verkleidung Furniersperrholz.
- Sockel nach Süden und Norden großflächig verglast.
- Geschlossene grüngefärbte Putzfassade umlaufend
ab + 3,50 m.
- Hallenverglasung nach Norden über gesamte Längsseite als Kastenfenster, innenseitig VSG-Glas als
elastisch gelagerte Prallwand, Sonnenschutz zwischen den Scheiben.
Freiflächen
- Räumlich gefasste Außenräume im Südwesten als
Eingangshof und im Osten als Schulhof.
- Schulhof als zusammenhängende gepflasterte Fläche mit eingelegten Grün- und Spielbereichen.
- Gepflasterte mäandernde Wegeberbindung zur
Sporthalle.
- 16 Fahrradstellplätze überdacht an Haupteingang,
weitere 10 an der Sporthalle.
Funktionen
Schule
- Langgestreckter überdachter Weg führt von Westen
in ebenerdigen Haupteingang mit großem Foyer als
Verbinder der Flurerschließungen Bestand und Neubauten und Pausenhalle, kurze Treppe auf Niveau

1258

Bestand, OG Bestand / Neu ebenengleich.
- 2-geschossiger Verbindungsgang nach Süden zur
Mensa mit Außenbereich zum Eingangshof, mögl.
Nutzung Mensa auch außerhalb der Schulzeiten.
- Vielfältige Erschließungssituationen mit Aus- und Einblicken, westlicher Baukörper mit breitem Mittelflur
und offener einläufiger Treppe, südlicher Baukörper
mit Mittelflur, übereck angebunden an beidseitig belichtetem Verbindungsgang. Flurzonen mit Nischen
zum Sitzen.
- EG mit 2 Klassenräumen im Bestand durch Umbau
des Eingangs, Lehrer- / Verwaltungsbereich im nördlichen Baukörper mit umgelagerten Nutzungen aus
Bestand, 2 Betreuungsräume. Im südl. Baukörper die
Mensa.
- 1. OG im nördlichen Trakt 7 Klassen-, 1 Betreuungsund 1 FL-Differenzierungsraum, im südlichen Trakt 4
Klassen-, einen Betreuungs-, 1 Gruppen- und 1 FLDifferenzierungsraum. 2 weitere Betreuungsräume
im Bestand.
- Kleiner Anbau-Trakt im 1. OG mit 1 Erzieherraum, im
2. OG mit 1 weiterem Betreuungsraum.
- 1 Behinderten-WC je Geschoss.
- Geschosshöhen: EG ca. 4,20 m, OG: 3,30 m.
- Raumtiefen ca. 7 m zuzüglich 0,60 cm Schranknischen, Belüftung über Fensterflügel, Absturzsicherung nicht gezeigt. Belichtung der Flurzonen stirnseitig.
- Optionale Teilunterkellerung für Technik.
Sporthalle
- Zentraler Eingang von Süden, Zugang für Schüler im
Westen. Längsflur entlang südlicher Außenwand.
- Hallenzugänge nebeneinander in Mittelachse
- Umkleiden innenliegend ohne natürliche Belichtung
/ Belüftung linear angeordnet, parallel dazu der Nebentrakt der Hallenlängsseite zugewandt.
- Technik ebenerdig.
Realisierbarkeit
- Programm erfüllt, große Mensa (insgesamt ca. + 85
m²).
- Abstand an südöstlicher Ecke zur Grundstücksgrenze lediglich 2,50 m.
- 75 m Laufbahn um Sportplatz herum mit Kurven.
- Ein Gruppenraum innenliegend ohne natürliche Belichtung / Belüftung.
- Offene Treppe im Flur.
- Realisierung im laufenden Betrieb und Verkürzung
der Bauzeit durch Holzbauweise denkbar.
- Geothermie über Wärmepumpe und Eigenstromerzeugung mit PV.
- EnEV 2016 Schule und Sporthalle realisierbar.
- Hüllfläche des Baukörpers ungünstig.
- Langlebige Konstruktion mit Wartungsaufwand, niedriger Energieeinsatz zur Herstellung.
- Sonnenschutz außen liegend, Blendschutz im Scheibenzwischenraum.
- Vortemperierung der Frischluft über Erdwärmetauscher. Zentrale Lüftungsanlage mit WRG in Hybridoption mit Fensterlüftung.
- Kostenrahmen wird um 17% überschritten.
- Überdurchschnittliche Nutzungskosten.
        
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