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Auslobung

Full text: Auslobung

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Bewerbergemeinschaften aus
Architekten und Landschaftsarchitekten
Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule (Grund­
schule), Standort der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB)
Berlin Lichtenberg
Auslobung

Berlin, November 2015

Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat IID – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Wettbewerbsauslobung
Lars Brink, M.A. Historische Urbanistik,
Referat IID – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
mit
Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur
Digitale Bearbeitung
Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur
Titelbild
Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur
Druck
A&W Digitaldruck, Berlin
Disclaimer
Die in der Auslobung gewählte männliche Form bezieht gleichermaßen
weibliche Personen ein. Auf eine Doppelbezeichnung wurde in der Regel
aufgrund besserer Lesbarkeit verzichtet.

Inhaltsverzeichnis
Anlass und Ziel ........................................................................................7

Teil 1	

Verfahren....................................................................................9


1.1	
1.2	
1.3	
1.4	
1.5	
1.6	
1.7	
1.8	
1.9	
1.10	
1.11	
1.12	
1.13	
1.15	
1.16	
1.17	
1.18	

Auslober, Bauherr .......................................................................9

Art des Verfahrens ......................................................................9

Richtlinien für Wettbewerbe ......................................................10

Wettbewerbsteilnehmer.............................................................10

Preisgericht und Vorprüfung...................................................... 11

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................13

Abgabe der Wettbewerbsarbeit.................................................13

Ortsbesichtigung und Rückfragen.............................................14

Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................15

Geforderte Leistungen ..............................................................15

Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................17

Preise und Anerkennungen.......................................................18

Weitere Bearbeitung..................................................................18

Verfassererklärung ....................................................................19

Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........19

Haftung und Rückgabe .............................................................19

Zusammenfassung der Termine................................................20


Teil 2	

Situation und Planungsvorgaben..........................................21


2.1	
2.2	
2.3	
2.4	
2.5	
2.6	
2.7	
2.8	
2.9	

Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................21

Historische Entwicklung ............................................................24

Der Wettbewerbsbereich...........................................................26

Technische Infrastruktur ............................................................30

Vorhandene Bebauung .............................................................30

Schulbautyp SK Berlin ..............................................................31

Erschließung und Verkehr.........................................................32

Technische Infrastruktur ............................................................33

Lew-Tolstoi-Schule (Grundschule), Standort der Staatlichen 

Europaschule Berlin (SESB) .....................................................34


Teil 3 	 Wettbewerbsaufgabe ..............................................................35

3.1	
3.2	
3.3	
3.4	
3.5	
3.6	
3.7	
3.8	
3.9	
3.10	
3.11	

Planungsumfang .......................................................................35

Städtebaulich-architektonische Zielsetzung..............................36

Funktionale Anforderungen .......................................................36

Erschließung / Stellplätze..........................................................40

Freiflächen	/	Außenanlagen ......................................................41

Nachhaltigkeit / Ökologische Zielsetzung .................................42

Baukosten / Wirtschaftlichkeit ...................................................43

Barrierefreies Bauen .................................................................44

Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................45

Raumprogramm ........................................................................45

Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................47


Teil 4	

Anhang.....................................................................................49


4.1	
4.2	

Digitale Anlagen .......................................................................49

Quellenangaben........................................................................53


Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule

6

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Anlass und Ziel

Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbes ist die bauliche Erweiterung der Lew­
Tolstoi-Schule (Grundschule), Standort der Staatlichen Europaschule
Berlin (SESB), am Standort Römerweg 120, 10318 Berlin Lichtenberg,
Ortsteil Karlshorst.
Um den Schulstandort von Zwei- auf Vierzügigkeit auszubauen, soll
das vorhandene Schulgebäude, ein zum größten Teil sanierter serieller
Schulbautyp (SK 68 Berlin), baulich erweitert und teilumgebaut werden.
Darüber hinaus soll am Standort eine neue Zweifeld-Sporthalle geplant
werden.	 Die	 Aufenthalts-	 und	 Sportaußenflächen	 sollen	 im	 Rahmen	 des	
Wettbewerbs ebenfalls neu gestaltet werden.
Derzeit	befinden	sich	auf	dem	ca.	18.000	qm	großen	Schulgrundstück	ne­
ben den Pausenbereichen für die Schüler das Bestandsgebäude sowie
eine 1-Feld-Sporthalle. Beide Baukörper wurden 1968 zur DDR-Zeit am
Standort errichtet und sollen erhalten bleiben.
Ziel des Wettbewerbs ist es, einen städtebaulich und architektonisch an­
spruchsvollen Entwurf für die Schulerweiterung und den Sporthallenneubau
zu erhalten. Außerdem soll die Planung den Schulstandort funktional auf­
werten,	neu	strukturieren	und	qualitativ	verbessern.	
Das Raumprogramm für die Schulerweiterung umfasst eine GesamtNutzfläche	von	ca.	1.700	qm.	Die	Zweifach-Sporthalle	wird	eine	Nutzfläche	
von	ca.	1.235	qm	haben.	Die	Größe	der	zu	planenden	Freiflächen	beträgt	
10.500	qm	inkl.	der	Sportaußenanlagen.	
Für die Baumaßnahmen sind Gesamtbaukosten nach DIN 276 mit einer
Kostenobergrenze von 10.500.000,- Euro (brutto) vorgesehen. Es ist gep­
lant, die Baumaßnahmen in mindestens zwei Bauabschnitten ab 2017 zu
realisieren.
Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein Entwurf unter dem Aspekt des
energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und ko­
steneffizienten	Gebäudekonzeptes	nach	gültiger	EnEV	erwartet.

7

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule

8

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

Teil 1 Verfahren
1.1

Auslober, Bauherr

Auftraggeber, Bauherr
Land Berlin, vertreten durch den
Bezirk Lichtenberg von Berlin
Abteilung Bürgerdienste, Ordnungsangelegenheiten und Immobilien
Serviceeinheit Facility Management
Fachbereich Baumanagement
Alt-Friedrichsfelde 60
10315 Berlin
Dietlind Tessin, FM B L
Tel.:
+49 (0)30 90296 5570
Fax: +49 (0)30 90269 5579
E-Mail: dietlind.tessin@lichtenberg.berlin.de
Bedarfsträger
Land Berlin, vertreten durch den
Bezirk Lichtenberg von Berlin
Abteilung für Bildung, Kultur, Soziales und Sport
Schul- und Sportamt
Große-Leege-Str. 103
13055 Berlin
Christian Fröhlich, SchulSport D
Tel.:
+49 (0)30 90269 3830
Fax: +49 (0)30 90269 773830
E-Mail: christian.froehlich@lichtenberg.berlin.de
Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat IID – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Lars Brink, II D 13
Tel.:
+49 (0)30 9025 2428
Fax: +49 (0)30 9025 2535
E-Mail: lars.brink@senstadtum.berlin.de

1.2

Art des Verfahrens

Die Auslobung erfolgt als nichtoffener Wettbewerb für Architekten in
Bewerbergemeinschaft mit Landschaftsarchitekten. Das gesamte Verfah­
ren ist bis zum Abschluss anonym.
Kommunikation
Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teil­
nehmern erfolgt über E-Mail.

9

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

1.3

Richtlinien für Wettbewerbe

Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW
2013) sowie der Leitfaden zur Durchführung von Wettbewerben gemäß
IV 150 der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung
von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau – ABau) zugrunde, soweit
nachstehend nichts anderes ausgeführt ist.
Die Architektenkammer Berlin wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb
beratend mit; sie registrieren den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird
bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen.
Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2013,
§ 9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer
Berlin unter der Registrier-Nr. AKB-2015-24 geführt.
Einverständnis
Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast er­
klärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den
vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2013
einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und
während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Ver­
öffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senats­
verwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – II D – abgegeben werden.
Datenschutz
Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auf­
tragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren
ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g.
Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung
gemäß § 6 des novellierten Bundesdatenschutzgesetzes ist auf der Ver­
fasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen
werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wett­
bewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss
des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch
Vermerk auf der Verfassererklärung bzw. durch Mitteilung an den Auslober).
Vergabekammer
Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU verge­
ben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die
öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der
Vergabekammer des Landes Berlin geführt.
Vergabekammer des Landes Berlin
Martin-Luther-Str. 105
10825 Berlin
Tel. +49(030) 9013 8316
Fax +49(030) 9013 7613

1.4

Wettbewerbsteilnehmer

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung
im EU-Amtsblatt vom 21.09.2015 in einem vorgeschalteten Bewerbungs­

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

verfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom
Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 20 Bewerbergemeinschaften
aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt.

1.5

Preisgericht und Vorprüfung

Fachpreisrichter

Ingrid Hentschel
Architektin, Berlin
Marc Richter
Architekt, Berlin

	

	

	

	

José	Mario	Gutierrez	Marquez
Architekt, Berlin
Henrike Wehberg-Krafft
Landschaftsarchitektin, Berlin

Stellvertretende
Fachpreisrichter

Nadja Letzel
Architektin, Berlin
Andreas Gehrke
Architekt, Berlin

Sachpreisrichter

Kerstin Beurich
Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung
Bildung, Kultur, Soziales und Sport
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Dr. Andreas Prüfer
Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Bürger­
dienste, Ordnungsangelegenheiten und Immobilien
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Manfred Kühne
Abteilungsleiter Städtebau und Projekte
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin

Stellvertretende
Sachpreisrichter

Carola Hüber
stellv. Leitung Schul- und Sportamt
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Wilfried Nünthel
Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung
Stadtentwicklung
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Peter Ostendorff
Referatsleiter Architektur, Stadtgestaltung,
Wettbewerbe
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

Sachverständige	

Dietlind Tessin
Facility Management - Baumanagement
Fachbereichsleiterin Baumanagement
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Monika Kuhnert
Leiterin des Stadtentwicklungsamtes
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Hartmut Körner
Fachbereich Hochbau
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Miriam Pettersson
Fachbereich Stadtplanung
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Matthias Radtke
Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin

	

	

	

	

Karin Müller
Straßen-	und	Grünflächenamt
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Christian Fröhlich
Schul- und Sportamt
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Birgit Herlitze
Bezirksbeauftragte für Menschen mit
Behinderung
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Margina Bleil
Rektorin
Lew-Tolstoi-Schule
Bernd Wolff
Abteilung Sport
Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin
Karl-Heinz Urban
Abteilung Sport
Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin
Uwe Dechène
technische / wirtschaftliche Prüfung und
Genehmigung im Hochbau
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

Annette Thimm
technische / wirtschaftliche Prüfung und
Genehmigung im Hochbau
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin
Inge Schmidt-Rathert
Gruppenleiterin Hochbau
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin
Lars Brink
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt Berlin
Vorprüfung

N.N. Architekt
Architektur und Städtebau
N.N. Kostenplaner/ -prüfer
Baukosten

Kammervertretung

Peter Kever
Referent für Wettbewerb und Vergabe
Architektenkammer Berlin
Andreas Butzke
Mitglied Ausschuss Wettbewerb und Vergabe
Architektenkammer Berlin

Gäste

1.6

Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung
Lichtenberg von Berlin

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

Der Auslobungstext und die digitalen Anlagen stehen zum Download be­
reit. Den Teilnehmern wird das Passwort per Email ab dem 25. November
2015 zugesandt.
Die gedruckte Auslobungsbroschüre wird am 27. November 2015 an die
Wettbewerbsteilnehmer versendet.
Die Modelleinsatzplatte wird im Zusammenhang mit der Beantwortung der
Rückfragen versendet.

1.7

Abgabe der Wettbewerbsarbeit

Die Arbeiten müssen bis zum 2. Februar 2016 um 16 Uhr in der

13

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Raum 4.026
eingegangen sein. Es gilt nicht das Datum des Poststempels. Die Wett­
bewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern.
Das Modell ist bis zum 9. Februar 2016 um 16 Uhr an gleicher Stelle ein­
zureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wieder verwendbarer
Verpackung abzuliefern.
Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen
am 2. Februar 2016 bzw. am 9. Februar 2016 (Modell) vorliegen.
Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlos­
senem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser,
aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Wettbewerb Schulerweiterung
und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule“ im angegebenen Raum ein­
zureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger
als Absender anzugeben.
Kennzeichnung der Arbeiten
Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlau­
tende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu
bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt
und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen.
Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift
in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen
Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet
hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzuge­
ben. Die Verfassererklärung ist nicht in digitaler Form einzureichen.

1.8

Ortsbesichtigung und Rückfragen

Ortsbesichtigung
Am 1. Dezember 2015	findet	um 12.30 Uhr eine Ortsbesichtigung für die
Wettbewerbsteilnehmer statt.
Treffpunkt:
Lew-Tolstoi-Schule
Haupteingang
Römerweg 120
10318 Berlin
Rückfragen
Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen
bis zum 9. Dezember 2015 bis 17:00 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse
eingegangen sein:
lars.brink@senstadtum.berlin.de.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung,
auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen.
Ein	 Rückfragenkolloquium	 findet	 nicht	 statt.	 Die	 Beantwortung	 der	 Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung
aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung werden den Beteiligten
am 16. Dezember 2015 per E-Mail zugesandt und sind Bestandteil der
Auslobung.

1.9

Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen

Unterlagen des Wettbewerbs sind:
–	
die vorliegende Auslobung
–	
die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung
–	
digitale Daten zum Download (vollständiges Verzeichnis siehe Teil
4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und
Dokumente:
– Übersichts- und Lageplan, u.a. als .dxf-Datei
– Arbeitsplan, u.a. als .dxf-Datei
– Lageplan des Vermessers, u.a. als .dxf-Datei
– Raum- und Funktionsprogramm als .pdf- und .xls- Datei
– Fotodokumentation
– Luftbild 2014
Hinweis
Jeder	 Teilnehmer	 des	 Verfahrens	 verpflichtet	 sich,	 die	 vorliegenden	 digi­
talisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nut­
zen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfal­
len und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss
des Wettbewerbes zu löschen.

1.10

Geforderte Leistungen

Geforderte Leistungen in Papierform
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet:
1.	 Lageplan mit städtebaulichem Konzept im M 1:500 und Darstellung
der Gesamtsituation, Baukörper, Erschließung, Ver- und Entsorgung,
erforderlicher Rettungszufahrten, PKW-Stellplätze für Mobilitäts­
behinderte,	Fahrradabstellplätze,	Stellflächen	für	Müllbehälter	so­
wie Darstellung der Freiraumgestaltung und der nachzuweisenden
Sportaußenanlagen, genordet.
2.	 EG-Grundriss der Schulerweiterung und der Sporthalle mit Darstel­
lung	der	angrenzenden	Freiflächen	und	der	äußeren	Erschließung	
sowie alle weiteren Grundrisse im M 1:200. Die Räume sind gemäß
dem Raumprogramm in den Grundrissen zu bezeichnen.
3.	 Alle erforderlichen Ansichten der Schulerweiterung und der Sport­
halle M 1:200.
4.	 Mindestens ein Längs- und ein Querschnitt der Schulerweiterung
und der Sporthalle M 1:200.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

5.	

Fassaden- bzw. Systemschnitt der Schulerweiterung und der
Sporthalle im M 1:20 mit Teilansicht – der Informationsgehalt die­
ses Schnittes soll annähernd dem eines Schnittes im Maßstab
1:50 entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität,
Gestaltqualität	und	zur	Ermittlung	der	Kosten.
6.	 Prüfpläne im M 1:200 (gefaltet)
ein Satz der verlangten Grundrisse, Ansichten und Schnitte mit
Eintragung
– der Raumbezeichnungen (entsprechend der Formblätter)
– der für die Berechnung notwendigen Maße
– der Raumgrößen
7.	 Berechnungen auf Formblättern (Formblatt A Raumprogramm
(Flächenermittlung), Formblatt B Gebäudekennwerte, s. 4.1.6
Formblätter). Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvoll­
ziehbar auf den Prüfplänen darzustellen.
– Überbaute Fläche
– GRZ
– GFZ
–	Brutto-Grundfläche	BGF	a
– Brutto-Rauminhalt BRI a (V)
–	Gebäudehüllfläche	(A)
–	Nutzfläche	(NF)	in	der	Aufschlüsselung	gem.	Raumprogramm
–	Technische	Funktionsflächen	(TF)
–	Verhältnis	Brutto-Grundfläche	a	/	Nutzfläche	(BGF	a	/	NF)
– Verhältnis A/V
8.	 Erläuterungsbericht (max. 4 DIN A4 Seiten, getrennt von den
Plänen) mit Aussagen zu folgenden Aspekten:
– Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts
– Aussagen zu Konstruktion und Materialien
– Aussagen zur Wirtschaftlichkeit
–	Aussagen	zur	Nachhaltigkeit	und	Energieeffizienz
– Angaben zum barrierefreien Bauen
9.	 Baubeschreibung mit Gliederung gemäß DIN 276 (Neu) zu den
Kostengruppen KGr 300, 400 und 500.
10.	 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen
11.	 Verfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, 4.1.6 Formblätter)
12.	 Modell im M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen
Modelleinsatzplatte
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form
Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu
erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung):
–	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in ei­
ner	Auflösung	von	bevorzugt	300dpi	(ggf.	LZW-komprimiert)	
–	 die Präsentationspläne als .pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixel­
darstellungen	in	einer	Auflösung	von	bevorzugt	300dpi.
–	 die geforderten Leistungen nach Nr. 6 (Prüfpläne) als CAD-Datei im
Format .dwg oder .dxf;
–	 die unter Nr. 7 bis 10 aufgeführten geforderten Leistungen
Hinweise zu den zusätzlich geforderten digitalen Leistungen
Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der
auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die
darauf gespeicherten Dateien dürfen ebenfalls nur mit der sechsstelligen

16

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

Kennzahl gekennzeichnet werden und dürfen keine Hinweise auf die Ver­
fasser enthalten. Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt
benannt werden:
Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach
folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt
von der Formatangabe, z.B. „tif“.
Beispiele:
–
Lageplan:
–
Grundriss:
–
Schnitt:
–
Prüfplan:

123456_lageplan.tif
123456_grundriss_01.pdf
123456_schnitt_01.pdf
123456_pruefplan_01.dwg

In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen.
Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen.
Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck.
Allgemeine Hinweise
Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß
RPW 2013 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der
Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende
Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert.
Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten steht pro Wettbewerbs­
teilnehmer max. zwei 2 m hohe Rolltafeln	mit	einer	Hängefläche	von	1,96	
m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung
gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzu­
stellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden.
Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben
Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne
der Innovation und des Wettbewerbsgedankens auf folgende grundsätz­
liche Anforderungen begrenzt:
Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2013 § 5 Abs. 1
und § 6 Abs. 2 formuliert.
Wettbewerbe, die während der Laufzeit des Wettbewerbs veröffentlicht
werden, verstoßen gegen die im § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2013
geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.

1.11

Beurteilungsverfahren und Vorprüfung

Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2013 dar­
gestellt. Ergänzend gilt folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden
mit Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser
Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer
hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vor­
prüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der
Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten (siehe unter Punkt 3.11 /
Beurteilungskriterien des Preisgerichts).

17

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

1.12

Preise und Anerkennungen

Die Wettbewerbssumme (RPW 2013 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis der
HOAI §§ 35 und 40 ermittelt. Für Preise und Anerkennungen stehen ins­
gesamt 46.000 Euro (netto) zur Verfügung.
Es ist folgende Aufteilung vorgesehen:
1. Preis
18.400,– Euro
2. Preis
11.500,– Euro
3. Preis
6.900,– Euro
1. Anerkennung
4.600,– Euro
2. Anerkennung
4.600,– Euro
Über die Preise und Anerkennungen hinaus ist eine Kostenerstattung nicht
vorgesehen. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts un­
ter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstim­
mig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die
Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht ent­
halten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.

1.13

Weitere Bearbeitung

Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bear­
beitung der Wettbewerbsaufgabe.
Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen
des Preisgerichts einer der Preisträger mindestens mit den Leistungsphasen
2 bis 9 gemäß §§ 34 und 39 beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer
Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem
Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (RPW 2013
§ 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten
Arbeit innerhalb der Kostenobergrenze möglich ist.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Beauftragung der jeweils näch­
sten Stufe kann nur beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Vorausset­
zungen gem. ABau Teil III, Punkt 130 erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf
Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht.
Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits
erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zu­
erkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in
seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrun­
de gelegt wird (RPW 2013 § 8 Absatz 2).
Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen
Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des
Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem er­
sten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln.
Für Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind,
gilt § 6 Bau- und Architektenkammergesetz in der neuesten Fassung
(http://www.akberlin.de/publicity/ak/internet.nsf/tindex/de_berufsrecht.

18

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

htm). Bei ausländischen Wettbewerbsteilnehmern wird die Hinzuziehung
eines Kontaktbüros für die weitere Bearbeitung empfohlen.

1.14 Eigentum und Urheberrecht
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten Wettbe­
werbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und
das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhal­
ten (RPW 2013 § 8 Absatz 3).
Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten
nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentie­
ren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der
Verfasser werden dabei genannt.

1.15	

Verfassererklärung

Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe­
werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbei­
ten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer
Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und
termingerechten Durchführung in der Lage sind.
Die	Verfassererklärung	befindet	sich	als	Formblatt	in	den	digitalen	Anlagen	
unter 4.1.6 Formblätter.

1.16	

Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung
der Arbeiten

Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der
Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis
oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Ent­
scheidung des Preisgerichts, allen anderen durch Übersendung des Preis­
gerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse be­
kanntgegeben sowie angekündigt unter:
www.stadtentwicklung.berlin.de/städtebau/baukultur/wettbewerbe
Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den
Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen
und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preis­
gerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Aus­
stellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt ge­
geben (RPW 2013 § 8 Absatz 1).

1.17	

Haftung und Rückgabe

Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet
der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht
prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem

19

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 1 Verfahren

Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umwelt – II D – abgeholt werden.
Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wettbe­
werbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt, ob Interesse an einer
Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung er­
folgt nur dann, wenn die Unterlagen in transportgerechter und wiederver­
wendbarer Verpackung (eckige Versandbox) eingereicht wurden.
Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefor­
dert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer
das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgegeben
haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben verfah­
ren.

1.18

Zusammenfassung der Termine

Ausgabe der Auslobung per E-Mail/
Planunterlagen zum Download
Versand der gedruckten
Auslobungsbroschüre
Ortsbesichtigung
Rückfragen per E-Mail bis
Versand des Rückfragenprotokolls
Abgabe der Wettbewerbsarbeit
Abgabe des Modells
Preisgerichtssitzung

25. November 2015
26. November 2015
1. Dezember 2015, 12.30 Uhr
9. Dezember 2015, 17.00 Uhr
16. Dezember 2015
2. Februar 2016, bis 16.00 Uhr
9. Februar 2016, bis 16.00 Uhr
3. März 2016

20

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
2.1

Städtebauliche Rahmenbedingungen

Lage im Stadtgebiet
Der Schulstandort liegt in Karlshorst, dem südlichsten Ortsteil des Bezirks
Lichtenberg, südlich des ca. 160 ha großen Tierparks und eines den Ortsteil
begrenzenden S-Bahndamms sowie östlich der Treskow-Allee, einer in
Nord-Süd-Richtung verlaufenden übergeordneten Straßenverbindung.

Abb. 1

Schwarzplan mit Darstellung des Wettbewerbsbereiches

In	 der	 näheren	 Umgebung	 befinden	 sich	 südlich	 an	 der	 Zwieseler	 Straße	
das Gebäudeensemble der ehemaligen Pionierschule aus den Jahren
1936–1938, dass zu einer Eigentumswohnanlage umgebaut wurde, sowie
östlich das Naturschutzgebiet Biesenhorster Sand.
Baustruktur der Umgebung
Der Wettbewerbsbereich liegt in einem Gebiet mit hohem Grünanteil, das
hauptsächlich durch Wohnnutzungen unterschiedlicher Jahrzehnte ge­
prägt ist. In der vorherrschenden kleinteiligen Baustruktur der Umgebung
befinden	 sich	 jedoch	 auch	 großmaßstäblichere	 Strukturen.	 So	 schließen	
sich nördlich der Robert-Siewert-Straße viergeschossige Zeilenbauten an,
die nach Westen vom evangelischen Friedhof Karlshorst begrenzt wer­
den.	Südlich	des	Schulgrundstücks	befinden	sich	großflächige	Lager-	und	
Garagenbereiche, ein Hochschulkomplex und das Gebäudeensemble der
ehemaligen Pionierschule.
Unmittelbar	 östlich	 grenzt	 derzeit	 noch	 eine	 Freifläche,	 die	 zur	 Bebauung	
mit Einfamilienhäusern vorgesehen ist, an. Über diese öffnet sich der
Stadtraum	 nach	 Osten	 hin	 zu	 einer	 etwa	 100	 ha	 großen	 Grünfläche,	
dem Bieshorster Sand, einem ehemaligen Militär- und Bahngelände. Die
Straßenräume	werden	teilweise	durch	Straßenbäume	beidseitig	flankiert.

21

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

2.2

Historische Entwicklung

Die erste urkundliche Erwähnung Karlshorsts erfolgte am 11. September
1825 im Zusammenhang mit einem als „Carlshorst“ benannten Vorwerk
an der heutigen Waldowallee. Namengeber war Carl von Treskow, dem
Besitzer des Ritterguts Friedrichsfelde, der das Vorwerk auf seinem Grund
anlegte und nach Horst, einem symbolischen Flurnamen.
Anfang des 19. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Karlshorst völ­
lig unbebaut und Teil eines ausgedehnten Waldgebiets nordwestlich der
Wuhlheide, der „Spreeheide“. Erst nach dem Bau der NiederschlesischMärkischen Eisenbahn 1842 begann die Besiedlung des Terrains.
Auf dem Vorwerk Carlshorst wurden seit 1862 Armee-Jagd-Rennen durch­
geführt. Die hierfür genutzte Rennbahn diente auch als Ausweichparcours
für die in Charlottenburg vorhandene Hindernisbahn. 1884 fand in
Karlshorst das erste öffentliche Pferderennen statt. Die eigentliche
Rennbahn Karlshorst entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf
einem etwa 1,2 Quadratkilometer großen Gelände an der Treskowallee,
unmittelbar südlich des S-Bahnhofs Karlshorst.
Als eigentliches Gründungsdatum gilt jedoch der 25. Mai 1895, als mit der
„Colonie Carlshorst“ die ersten Wohnhäuser, unter anderem in der heu­
tigen Lehndorffstraße, errichtet wurden. Die nachfolgende Bebauung ent­
lang der früheren Straße nach Cöpenick vollzog sich nach den grundle­
genden Vorstellungen von Oscar Gregorovius über mehrere Jahrzehnte je
nach der Finanzlage der Grundstückskäufer. Die Schreibweise Karlshorst
wurde	am	24.	Juni	1901	offiziell	festgelegt.
Mit der Fertigstellung des Bahnhofs Berlin-Karlshorst im Jahr 1902 war
Berlin als auch das Naherholungsgebiet um den Müggelsee in Cöpenick
schnell erreichbar geworden, sodass die Villenkolonie zu einem beliebten
Hauptstadtvorort wurde.

Abb. 4

Übersichtsplan von Karlshorst, 1911

24

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Zwischen 1898 und 1910 entstanden zwei große Volksschulen, 1914
Lyzeum und Gymnasium, das nach 1920 eine der bedeutendsten Höhe­
ren Schulen Preußens wurde. Die erste wissenschaftliche Einrichtung war
seit 1900/1901 das Laboratorium für die Portland-Cement-Industrie.
Karlshorst war bis 1920 Bestandteil der Gemeinde Friedrichsfelde. Mit dem
Inkrafttreten des Groß-Berlin-Gesetzes wurde Karlshorst am 1. Oktober
1920 ein Ortsteil des Bezirks Lichtenberg.
Nach Plänen des Architekten Peter Behrens entstand zwischen 1919 und
1921 südwestlich der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahnstrecke die
Waldsiedlung mit zweigeschossigen Ein- bis Vierfamilienhäusern sowie
Hausgärten und Stallungen für Kleintierhaltung.
Ab 1924 entstand die Industrieanlage der Furnierfabrik Mamlok, Messow
& Hirschfeldt. 1951 als VEB Holzveredelung umbenannt wurde der Betrieb
1991 stillgelegt. Des Weiteren siedelten sich 1964 mit dem VEB Möbelwerke
Karlshorst und in den 1970er-Jahre mit dem VEB Maschinenbauhandel
weitere Großbetriebe am Blockdammweg an.
Der prägendste Betrieb vor Ort war und ist aber das Kraftwerk Klingenberg
an der Köpenicker Chaussee westlich von Karlshorst, welches 1925 als
größtes Großkraftwerk Europas auf Steinkohlebasis erbaut wurde. Das
Kraftwerk wurde zum Vorbild einer neuen Generation von Großkraftwerken
und war neben einem funktionalen Gebäudekomplex auch ein Meisterwerk
der Industriearchitektur. Neben dem erzeugten Strom wurde der an­
fallende Dampf für eine Gewächshausanlage genutzt, in der Gurken,
Auberginen, spanischer Pfeffer, Tomaten und Weintrauben angebaut
wurden. Zudem erwärmte das über ein Schwimmbecken zurückgeleite­
te Kühlwasser das Badewasser. Das Flussbad umfasste eine Fläche von
50.000 Quadratmetern mit einem Sandstrand, einem Sprungturm so­
wie vier Schwimmbecken. Wegen Kriegsschäden wurde das Bad in den
1950er Jahren geschlossen.
Am	8.	Mai	1945	wurde	im	Offizierskasino	der	Festungspionierschule,	dem	
heutigen Deutsch-Russischen Museum, die Urkunde der bedingungs­
losen Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet, womit der II.
Weltkrieg in Europa sein Ende nahm. Einschneidend für Karlshorst war
zudem, dass der erste Berliner Stadtkommandant Nikolai Bersarin sein
Quartier im Ortsteil nahm und das gesamte Wohngebiet zu beiden Seiten
der Treskowallee zum Sperrgebiet erklärt wurde.
Zwischen 1945 und 1962 blieb der nördliche Bereich von Karlshorst zu groß­
en Teilen sowjetisches Sperrgebiet, konnte jedoch ab 1949 von deutschen
Bewohnern betreten werden. 1994 wurden gemäß den Bestimmungen des
Zwei-plus-Vier-Vertrages die letzten russischen Soldaten aus Karlshorst
abgezogen.
Heute ist Lichtenberg der elfte Verwaltungsbezirk von Berlin und hat rund
260.000 Einwohner. Er entstand 2001 durch die Fusion der bis dahin ei­
genständigen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen. Alle Ortsteile
des heutigen Bezirks gehören seit der Gründung von Groß-Berlin im Jahr
1920 zum Berliner Stadtgebiet, darunter der namensgebende Ortsteil
Lichtenberg.

25

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Abb. 6

Skizze zur Teilung der Flurstücke 100 und 101

Eigentum
Der	Wettbewerbsbereich	befindet	sich	im	Fachvermögen	des	Schulamtes	
des Bezirks Lichtenberg von Berlin. Die ebenfalls zum Wettbewerbsbereich
gehörenden	 Flurstücke	 82	 und	 199	 befinden	 sich	 derzeit	 noch	 im	 Privateigentum, ein Ankauf durch den Bezirk wird zur Zeit betrieben.
Baugrund
Der vorgesehene Baubereich liegt im Talsandbereich des jungpleistozänen
Warschau-Berliner-Urstromtals.	 Der	 oberflächennahe	 Schichtenaufbau	
des Urstromtals besteht im Allgemeinen aus mehrere Meter mächtigen
glazifluviatilen	 Sanden	 (rhythmische	 Ablagerungen	 –	 Talbildungen	 durch	
eiszeitliche Gletscherschmelzwässer); die überwiegend eine feine bis
mittlere Korngrößenzusammensetzung aufweisen und lagenweise gele­
gentlich Einschaltungen von grobsandigen bis kiesigen Schichten aufzei­
gen	 können.	 Im	 Baugebiet	 zeigen	 die	 oberflächennahen	 Schichten	 lokal	
schwach	schluffige	bis	schluffige	und	z.T.	humose	Feinsande	auf.
Der beigefügte Lageplan der Bohransatzpunkte kombiniert mit dem
Auszug aus der lng.-Geol. Karte gibt eine Prognose über die Verteilung
und	 Mächtigkeiten	 der	 anzutreffenden	 oberflächennahen	 Schichtenverhältnisse. Die Darstellung der geologischen Schichten erfolgt ab der
Geländeoberfläche	bis	in	max.	10	m	Tiefe;	Anthropogene	Auffüllungen	un­
ter 5 m Mächtigkeit bleiben dabei unberücksichtigt.
Im	 Baubereich	 werden	 demnach	 oberflächennah	 weichselkaltzeitliche	
Urstromtalsande mit Mächtigkeiten über 10 m angetroffen.
Örtliche Abweichungen der Sedimentausbildung Schichtenabfolge und
-mächtigkeit, sind möglich; Die Darstellung des Untergrundes in den
Schichtenverzeichnissen entbinden nicht von projektbezogenen geolo­
gischen Untersuchungsarbeiten.
Präzise Werte für die zulässige Bodenpressung bzw. bodenmechanische
Kennziffern liegen nicht vor. Bodenmechanische Kennziffern sind anhand
von	Bohr-	oder	Schürfproben	von	einer	Fachfirma	zu	ermitteln.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Grundwasser
Das Grundstück liegt im Wasserschutzgebiet (Zone III B) und im Absen­
kungsbereich von Brunnenanlagen der Wasserwerke Wuhlheide und
Kaulsdorf (Inbetriebnahme 1914 und 1916), die den aktuellen Grund­
wasserstand	in	diesem	Bereich	beeinflussen.
Das Grundwasser des Hauptgrundwasserleiters steht im Baubereich in
freiem (ungespanntem) Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe entspricht
der	 Grundwasseroberfläche.	 Der	 zu	 erwartende	 höchste	 Grundwasserstand* (zeHGW) beträgt im Baubereich etwa 35,6 m ü. NHN im Norden/
NO und etwa 35,5 m ü. NHN im Süden/SW.
Der angegebene Wert wurde mit Hilfe eines Grundwassermodells auf
der Basis umfangreicher Daten nach gegenwärtigem wissenschaftlichem
Kenntnisstand ermittelt (Stand 2014).
Die	 Ermittlung	 des	 aktuellen	 beeinflussten	 Grundwasserstandes	 beruht	
auf	der	flächenhaften	Interpolation	von	Grundwasserstandswerten,	die	an	
Messstellen in der Umgebung des Grundstücks festgestellt wurden (siehe
hierzu auch den Lageplan der Bohransatzpunkte, digitale Anlagen, 4.1.2
Weitere Planungsgrundlagen). Im März 2015 lag der aktuelle, durch die
Wasserwerksförderung	beeinflusste	Grundwasserstand	im	Baubereich	bei	
etwa 33,5 m ü. NHN (N/NO) und etwa 33,3 m ü. NHN (S/SW).
Eine Reduzierung der aktuellen Grundwasserforderung oder eine Still­
legung der Wasserwerke führt zu einem Anstieg des Grundwassers.
Die	 aktuelle	 Grundwasserfließrichtung	 des	 beeinflussten	 Hauptgrundwasserleiters ist im Baubereich entsprechend der Grundwasserisohypsen
von	 etwa	 N	 nach	 S	 gerichtet.	 Im	 Baugebiet	 können	 lokal	 oberflächen­
nah	 bindige	 Sedimentschichten	 vorkommen	 (schluffige	 Feinsande);	 Die	
Verbreitung	dieser	Schichten	kann	aufgrund	der	oberflächennah	kleinräu­
mig wechselnden geologischen Verhältnisse nicht genau angegeben wer­
den.
Im	Baugebiet	ist	oberflächennahes	schwebendes	Grundwasser	zu	erwar­
ten, wenn diese bindigen Bodenschichten oberhalb des Grundwassers an­
stehen. Das schwebende Grundwasser wird stark von den meteorischen
Verhältnissen	beeinflusst.
Bindige Sedimente, wie z.B. Geschiebemergel/-lehme oder Tone, stellen
wegen ihres geringen nutzbaren Porenraumes Grundwasserhemmer dar;
Sie	verzögern	oder	stauen	den	Grundwasserfluss	sehr	stark.	Kommen	bin­
dige	 Sedimente	 oberflächennah	 vor,	 kann	 sich	 hier	 nach	 Niederschlägen	
zeitweilig	 oberflächennahes	 Grundwasser	 (sog.	 Schichtenwasser)	 bil­
den: Das Regenwasser kann wegen der bindigen (relativ schlecht durch­
lässigen) Schichten nicht so schnell versickern und führt zu zeitweiligen
Vernässungserscheinungen	 an	 der	 Geländeoberfläche	 und	 an	 nicht	 bzw.	
schlecht isolierten Gebäudefundamenten.
Schichtenwasser ist im bautechnischen Sinne drückendes Wasser und bei
einer Bauwerksabdichtung entsprechend zu berücksichtigen. Im Rahmen
einer Baugrunduntersuchung auf dem Grundstück selbst sollte die Frage
nach dem möglichen Auftreten von Schichtenwasser abgeklärt werden.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Topographie
Der gesamte Wettbewerbsbereich weist kaum nennenswerte Höhenunter­
schiede auf. Abgesehen von einer halbkreisförmig angelegten wallartigen
Erhöhung auf den Flurstücken 97, 100, 507 und 534 (zwischen 37,81 m
NHN und 38,29 m NHN), die als Begrenzung eines Fußballfeldes dienen
soll, liegen alle Höhenkoordinaten zwischen 37,61 m NHN und 36,39 m
NHN. Die jeweiligen exakten Höhenlagen der Geländepunkte sind dem
Lageplan des Vermessers zu entnehmen (siehe digitale Anlagen 4.1.2
Weitere Planungsgrundlagen).
Altlasten
Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf schädliche
Bodenverunreinigungen und Altlasten für den Wettbewerbsbereich.
Kampfmittel
Nach gegenwärtigem Kenntnisstand kann das Vorhandensein von Kampfmitteln im vorgesehenen Planungsbereich nicht ausgeschlossen werden.
Sollte sich bei der Durchführung der Bauarbeiten ein Verdacht auf das
Vorhandensein von Kampfmittelvorkommen ergeben, sind diese sofort zu
unterbrechen und Maßnahmen zur Kampfmittelberäumung einzuleiten.
Im nordwestlichen und nördlichen Wettbewerbsbereich sind ehemalige
Erdlöcher verzeichnet (siehe digitale Anlagen 4.1.2 Weitere Planungs­
grundlagen).
Freiflächen
Die	Freiflächen	des	Wettbewerbsbereichs	weisen	unterschiedliche	Qualitäten auf. Während sich über den westlichen Grundstücksbereich eine durch
das Schulgebäude und die Sporthalle sowie vereinzeltem Baumbestand
umrahmte	 Pausenhoffläche	 befindet,	 schließt	 sich	 östlich	 der	 Sporthalle	
ein Fußballfeld (Bolzplatz) an. Dieses wird nach Osten durch eine halb­
kreisförmig angelegte Aufschüttung begrenzt.
Der südwestliche Grundstücksbereich hin zur Alberstraße und der öst­
liche Grundstücksbereich zwischen Aufschüttung und Zwieseler Straße ist
durch	Freiflächen	mit	unterschiedlichen	Spielgeräten	geprägt.
An	 der	 nördlichen	 Grundstücksgrenze	 befindet	 sich	 eine	 Laufbahn	 mit	
Sprunggrube. Das gesamte Schulgrundstück ist eingezäunt.
Baumbestand
Der gesamte Wettbewerbsbereich ist durch eine heterogene Vegetations­
struktur geprägt, hauptsächlich in Form kleiner Gehölzgruppen sowie
vereinzeltem	 Baumbestand	 unterschiedlichster	 Art	 und	 Größe.	 So	 befin­
det sich an den Grundstücksgrenzen, vor allem entlang der Arber-straße
im Südwesten und der Zwieseler Straße im Osten sowie der nördlichen
Grundstücksgrenze altersmäßig gemischter Laubbaumbewuchs.
Östlich der halbkreisförmig angelegten wallartig erhöhten Begrenzung des
Fußballfeldes	befindet	sich	eine	weitere	Gehölzgruppe	aus	Laubbäumen.
Genauer Informationen zur Lage und Stammumfang sind dem Lageplan
des Vermessungsbüros (siehe digitalen Anlagen, 4.1.2 Weitere Planungs­
grundlagen) zu entnehmen. Es gilt die Baumschutzverordnung von Berlin.

29

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

2.4

Technische Infrastruktur

Der Verlauf der derzeit vorhandenen Leitungen sowie die Lage der Schächte
und Anschlussmöglichkeiten sind den Leitungsplänen im digitalen Anhang
unter Punkt 4.1.2 Weitere Planungsgrundlagen zu entnehmen.
Stromversorgung
Aus dem Niederspannungsnetz der Vattenfall AG steht derzeit eine Strom­
versorgung entlang des Römerwegs, der Alberstraße und der Zwieseler
Straße zur Verfügung. Das Schulgebäude wird über einen Stich, der
vom	 Römerweg	 abgeht,	 versorgt.	 Südlich	 des	 Schulgebäudes	 befindet	
sich eine Netzstation, dessen Leitungen über das Schulgrundstück nach
Westen zur Alberstraße verlaufen.
Gasversorgung
Entlang des Römerwegs sowie der Zwieseler Straße verlaufen Gasleitungen
der GASAG Berliner Gaswerke AG. Östlich des Schulgebäudes verläuft
parallel zum Römerweg von der Robert-Siewert-Straße im Norden bis
zur Alberstraße im Süden eine Niederdruckleitung (300), über die das
Schulgebäude versorgt wird.
Fernwärme
Im örtlichen Bereich steht kein Anlagenbestand zur Wärmeversorgung
über das Fernwärmenetz der Vattenfall AG zur Verfügung.
Trinkwasser / Abwasser / Regenwasser
Anlagebestände des Trinkwassernetzes der Berliner Wasserbetriebe be­
finden	sich	im	östlichen	Gehwegbereich	des	Römerwegs	(Trinkwasserversorgungsleitung Asbestzementrohr DN 100, Schmutzwasserleitung DN
200) sowie westlich der Zwieseler Straße (Trinkwasserversorgungsleitung
Grauguss DN 150, Schmutzwasserleitung DN 200, Abwasserleitung Grau­
guss DN 600).
In dem von der Zwieseler Straße als Stichstraße abgehenden östlichen
Römerweg	befindet	sich	eine	Schmutzwasserleitung	DN	200.
Telekommunikation
Im westlichen Gehwegbereich des Römerwegs verlaufen TK-Linien der
Telekom Deutschland GmbH. Über einen Stich ist das Schulgebäude da­
ran angeschlossen.

2.5

Vorhandene Bebauung

Das	Schulgelände	befindet	sich	in	einem	baulich	heterogenen	Stadtgebiet,	
dessen Bebauung hauptsächlich in den 30er-80er Jahren entstanden ist.
Östlich / südöstlich an den Standort grenzt die „Gartenstadt Karlshorst“
an. Dieses Neubaugebiet mit 750 geplanten Wohneinheiten wird aus ei­
ner baulichen Mischung aus Doppel-, Reihen-, und freistehenden Einfa­
milienhäusern sowie Stadtvillen bestehen, dessen Fertigstellung in einem
ersten Bauabschnitt bis 2015/16 vorgesehen ist.
Die bestehenden Gebäude der Lew-Tolstoi-Schule wurden 1968 im
westlichen Bereich des Schulgrundstücks errichtet, das Schulgebäude

30

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

als Schulbautyp SK 68 Berlin parallel zum nach Norden abknickenden
Römerweg und die 1-Feld-Halle in Sonderbauweise im rückwärtigen
Grundstücksbereich.
Das Schulgebäude ist viergeschossig mit einem Souterraingeschoß. Hier­
durch sowie durch die fast durchgängigen Abgrabungen an der Vorderund Rückseite wird die erforderliche Belichtung des Souterraingeschosses
sichergestellt. Die Grundrisse sind einhüftig organisiert und die vertikale
Erschließung erfolgt durch zwei Treppenhäuser. Nahezu alle Aufenthaltsräume sind nach Westen orientiert, die seitlich belichteten durchgehenden
Flure sind nach Osten orientiert.
Dem südlichen Treppenhaus, dass der Haupterschließung aus Richtung des
Römerwegs dient, sind zwei Sanitärkerne zugeordnet. An beiden Treppen­
häusern sind Ausgänge zur rückwärtigen, östlich des Schulgebäudes gele­
genen	Schulhoffläche	vorhanden.
1998 wurden die Dächer der Gebäude erneuert. In den nachfolgenden
Jahren wurde das Schulgebäude sukzessive saniert, u.a. wurden 2009 ein
BHKW im Kellergeschoss eingebaut sowie die Fenster erneuert und eine
Wärmedämmung auf die Fassaden aufgebracht. Der Bestandsbau erfüllt
die Anforderungen der EnEV 2009. Die Anforderungen an die Barriere­
freiheit werden im Bestand nicht erfüllt.
Südlich des Schulgebäudes und der südlichen Zuwegung des Schulgrund­
stücks	befindet	sich	ein	Trafohäuschen	des	Stromversorgers	Vattenfall.

2.6

Schulbautyp SK Berlin

Das ehemalige Schulgebäude entstand als Typenbau der Serie SK Berlin.
Dieser Typ wurde in den späten 1960er Jahren aus der Typenserie 66 ent­
wickelt, dem Musterbautyp für den DDR-Schulbau.
Als eine der regionalen Weiterentwicklungen der Typenserie 66 wur­
de in Berlin ab den späten 1960er Jahren der Typ SK Berlin als Stan­
dardbautyp für Polytechnische Oberschulen in großer Anzahl realisiert.
Seine Grundkonstruktion basiert nicht, wie bei der Typenserie 66, auf ei­
ner Wandmontagebauweise. Vielmehr wurde hier eine Stahlbetonskelett­
bauweise (SK) mit Fertigteilen angewandt, die jedoch mit den vorgefertig­
ten Wandbauteilen der Typenserie 66 kombiniert wurde.
Möglich wurde die Kombination beider Bausysteme, da die Bauteilsorti­
mente auf dem gleichen Flächenraster beruhten. Grundsätzlich basierten
sie auf einem horizontalen Grundraster von 1,20 m, als Geschosshöhen
kamen für „Gebäude mit wohnähnlichem Charakter“ 2,80 m, für Gesell­
schaftsbauten 3,30 m bis 4,80 m und für Flachbauten (Sporthallen,
Schwimmhallen etc.) 7,20 m zum Einsatz.
Durch die Skelettkonstruktion erlaubt der Typ SK Berlin eine höhere Flexi­
bilität als die starren Systeme mit Massivwänden. Der Gebäudetyp wurde
bis 1977 viergeschossig mit Kellergeschoß erstellt, ab 1978 fünfgeschos­
sig ohne Unterkellerung gebaut und hat eine Geschosshöhe von je 3,30 m.

31

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Die Erschließung erfolgt über zwei Treppenhäuser und natürlich belich­
tete Flure, über deren Deckenkanäle eine indirekte Querlüftung der Unter­
richtsräume	erfolgt.	Die	Fachräume	befinden	sich	an	den	Giebelseiten.
	
Das Grundraster beträgt innerhalb des Gebäudes 3,6 m und 4,8 m als
Längsraster sowie 7,2 m und 2,4 m als Ouerraster, in der Längsachse
sind drei Stützenreihen angeordnet. Die Hauptträger verlaufen in der
Längsachse, wobei auf den äußeren Stützenreihen Einzelriegel und auf
der	 inneren	 Stützenreihe	 zwei	 Riegel	 aufliegen.	 Die	 Deckenplatten	 mit	
0,24 m Dicke und einem Fußbodenaufbau von 0,075 m liegen auf den
Hauptträgern auf.
Die Außenwände bestehen an den Längsseiten im Brüstungsbereich aus
vorgehängten Stahlbetonfertigteilen mit einer kassettenartigen Struktur mit
Systemlängen von 3,6 m und 4,8 m. Die Giebelwände bestehen aus vor­
gehängten, geschosshohen Stahlbetonfertigteilen mit einem Systemmaß
von 1800 mm. Alle Fassadenelemente bestehen aus einer außenliegenden
Leichtbeton-Tragschicht und einer innenseitigen HWL-Plattendämmung.

2.7

Erschließung und Verkehr

Übergeordnete Erschließung
Der Wettbewerbsbereich liegt am Römerweg, der in westlicher Richtung
in die Treskowallee, eine der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden überge­
ordneten Straßenverbindungen im östlichen Teil Berlins, mündet. Die ge­
samte Treskowallee weist neben zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung einen
Mittelstreifen für die Straßenbahn auf.
Über die Treskowallee kann nach Norden in Verlängerung der Straße Am
Tierpark die Straße Alt-Friedrichsfelde (B1/B5) erreicht werden, eine vom
Alexanderplatz ausgehende großräumige Verbindungsstraße und Radiale
und wichtigste Verbindung zwischen dem östlichem Stadtzentrum und den
im Osten Berlins gelegenen Bezirken sowie der A10 (Berliner Ring). In
südlicher Richtung kann in Verlängerung der Edinson- und Siemensstraße
die Landstraße / Adlergestell (B 96a) erreicht werden.
Erschließung des Schulgrundstückes
Der	Haupteingang	der	Schule	befindet	sich	am	nach	Norden	abknickenden	
Römerweg, kurz bevor dieser in die Robert-Siewert-Straße mündet.
Die Zufahrt für den motorisierten Verkehr zur Ver- und Entsorgung des
Schulgebäudes	und	der	Sporthalle	sowie	zur	Materialanlieferung	befindet	
sich nördlich des Schulgebäudes am Römerweg. Ein weiterer Zugang be­
steht südlich des Schulgebäudes.
PKW und LKW
Die derzeitige Zufahrt zum bestehenden Schulgelände liegt nördlich des
Schulgebäudes am Römerweg.
Fahrrad
22	Fahrradbügel	befinden	sich	im	nördlichen	Pausenhofbereich
	
	zwischen	
Schulgebäude und Turnhalle. Weitere 7 Fahrradbügel sind beidseitig des
rückwärtigen Ausgangs des südlichen Treppenhauses angeordnet.

32

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

Fußgänger
Das	Schulgelände	kann	fußläufig	über	den	Haupteingang	am	Römerweg	so­
wie über die Grundstückszugänge nördlich und südlich des Schulgebäudes
betreten werden.
ÖPNV
In	fußläufiger	Entfernung	zum	Wettbewerbsbereich	befindet	sich	die	Bushaltestelle Kötztinger Straße bzw. Neuwieder Straße der Buslinie 296
(Taktung: 10 min.), die den Standort mit dem S-Bahnhof Karlshorst (10
Minuten entfernt) und dem S+U-Bahnhof Lichtenberg (17 Minuten ent­
fernt) verbindet. In westlicher Richtung ist die nächste Tramhltestelle die
Treskowallee/HTW. Hier besteht Anschluss an die Straßenbahnlinien
M17, 27 und 37. Die zweigleisige Trasse der Straßenbahn führt die ge­
samte Treskowallee entlang, in deren südlichen Verlauf der Regional- und
S-Bahnhof Karlshorst (S3, RE7, RB14) in 3 Minuten und im nördlichen
Verlauf der U-Bahnhof Tierpark (U5) in 2 Minuten erreicht werden kann.

2.8

Technische Infrastruktur

Flächennutzungsplan
Der Flächennutzungsplan (FNP) von Berlin in der Fassung der Neube­
kanntmachung vom 5. Januar 2015 stellt bis auf einen östlichen Bereich
das	Schulgrundstück	als	Wohnbaufläche	W	3	(GFZ	bis	0,8)	dar.	Der	östliche	
Grundstücksbereich	entlang	der	Zwieseler	Straße	wird	als	Wohnbaufläche	
W 2 (GFZ bis 1,5) dargestellt. Eine Kennzeichnung des Schulgrundstücks
als Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung Schule ist nicht dargestellt.
Bereichsentwicklungsplan
Der Bereichsentwicklungsplan für Alt-Lichtenberg von Berlin in der ak­
tualisierten Fassung vom Mai 2005 stellt das Schulgrundstück als
Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung Schule dar.
Gemäß Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt sind die Angaben der
Bereichsentwicklungsplanung für die Bebaubarkeit des Grundstücks zu­
grunde zu legen.
Planungsrecht
Für das Gebiet existiert kein Bebauungsplan. Die Zulässigkeit des Vorha­
bens wird nach §34 BauGB entschieden.
Die zum Wettbewerbsbereich gehörenden Teilbereiche der Flurstücke
82	 und	 199	 befinden	 sich	 derzeit	 noch	 in	 Privatbesitz,	 sollen	 aber	 vom	
Bezirksamt erworben und dem Fachvermögen des Schulamtes zugeord­
net werden. Bei der Planung ist von einem zusammenhängenden / durch­
gängigen Wettbewerbsbereich auszugehen.
Die	 Abstandsflächen	 auf	 dem	 Grundstück	 dürfen	 sich	 nicht	 überschnei­
den	und	es	ist	die	baurechtliche	Vorgabe	von	H	x	0,4	für	Abstandsflächen	
einzuhalten.
Bauordnungsrecht
Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch das Bezirksamt
Lichtenberg von Berlin. Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin
in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.

33

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
3.1

Planungsumfang

Mit der Erweiterung des Schulstandortes am Römerweg 120 soll die Lew­
Tolstoi-Schule zu einer 4-zügigen gebundenen Ganztagsschule ausge­
baut werden. Dazu sollen auf dem Schulgrundstück ein Erweiterungsbau
des Schulgebäudes und eine Zweifeld-Sporthalle entstehen sowie die
Freianlagen	und	Sportaußenflächen	neu	konzipiert	werden.	
Der Planungsumfang für die Erweiterung des Schulgebäudes umfasst
eine	Nutzfläche	(NF)	von	ca.	1.700	qm	auf	der	Grundlage	des	bewilligten	
Bedarfsprogramms. Die Schulerweiterung soll unter Einbeziehung der be­
stehenden	 Verkehrsflächen	 und	 Erschließungsbereiche	 des	 Bestandsgebäudes erfolgen. Bei der Planung sind die örtlichen Gegebenheiten wie
die Haupterschließung vom Römerweg über die südliche Zuwegung und
der Erhalt der Stil-Eiche zwischen Schul- und Sporthallengebäude zu be­
rücksichtigen. Die notwendigen Rettungswege und Feuerwehrzufahrten
zum Römerweg sind sicherzustellen.
Die	 zu	 realisierenden	 Erweiterungsflächen	 sehen	 neben	 Räumen	 des	
allgemeinen Unterrichts sowie Betreuungs- und Gruppenräumen mit ca.
1.250	qm	und	Verwaltungsräumen	mit	ca.	190	qm	auch	eine	Mensa	/Küche/	
Essensausgabe	mit	ca.	255	qm	vor.	Zudem	ist	im	Zuge	der	Erweiterungsplanungen das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1968 entsprechend der
funktionalen Anforderungen anzupassen und ggf. umzubauen.
Der Sporthallenneubau soll im östlichen Planungsbereich unter Berücksich­
tigung	 der	 vorhandenen	 straßenseitigen	 Bauflucht	 geplant	 werden.	 Die	
notwendigen Rettungswege und Feuerwehrzufahrten im Bereich der
Zwieseler Straße sind sicherzustellen. Darüber hinaus sind die Belange
der Anwohner hinsichtlich des Lärmschutzes sowie die funktionalen Zu­
sammenhänge zwischen Sporthallen, Schulgebäude am Römerweg und
Sportaußenflächen	zu	berücksichtigen.
Der	 Planungsumfang	 für	 die	 Zweifeld-Sporthalle	 umfasst	 eine	 Nutzfläche	
(NF)	von	1.235,50	qm	auf	der	Grundlage	des	bewilligten	Bedarfsprogramms.	
Die Zweifeld-Sporthalle mit den Abmaßen 22 x 44 m soll auch für den ex­
ternen Vereinssport zur Verfügung stehen.
Die Außenanlagen für den gesamten Schul- und Sportbereich sind barri­
erefrei neu zu planen. Altersgemäße Pausenbereiche mit hoher Aufent­
haltsqualität	sollen	ausgebildet	werden.	Ein	Spielfeld,	eine	Gymnastikwiese	
sowie eine 75m-Laufbahn und Weitsprunganlage sollen in der Nähe der
Sporthallen geplant werden.
Die Gesamtbaukosten nach DIN 276 betragen für die Schulerweiterung,
den notwendigen Umbau des Bestandes, den Sporthallenneubau sowie
für	die	Sportaußenflächen	und	Außenanlagen	zusammen	max.	10.500.000	
Euro (brutto). Diese Kosten sind zwingend einzuhalten.
Es ist geplant, die Baumaßnahmen ab 2017 in mindestens zwei Bauab­
schnitten unter laufendem Schulbetrieb zu realisieren, die Fertigstellung ist
für 2018/19 angestrebt.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

3.2

Städtebaulich-architektonische Zielsetzung

Ziel des Wettbewerbs ist der Entwurf einer Erweiterung des bestehen­
den Schulgebäudes und der Entwurf einer Zweifachsporthalle. Der Erwei­
terungsneubau sollte einen direkten Anschluss an das Bestandsgebäude
haben und architektonisch auf das Umfeld angemessen reagieren. Die
Erschließung des Schulgeländes soll weiterhin über den bestehenden
südlichen Erschließungsbereich am Römerweg erfolgen.
Für den Schulerweiterungsbau sowie für den Sporthallenneubau wird
ein städtebaulich und architektonisch anspruchsvoller Entwurf unter dem
Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen ener­
gie-	 und	 kosteneffizienten	 Gebäudekonzeptes	 nach	 dann	 gültiger	 EnEV	
erwartet.
Der Neubau der Zweifeld-Sporthalle soll eine eindeutige Adresse zur
Zwieseler	 Straße	 formulieren.	 Bei	 der	 Positionierung	 ist	 die	 Bauflucht	 an	
der Zwieseler Straße zu beachten. Die Belange der Anwohner hinsicht­
lich des Lärmschutzes sowie die funktionalen Zusammenhänge zwischen
Sporthallen,	 Schulgebäude	 am	 Römerweg	 und	 Sportaußenflächen	 sind	
hierbei zu berücksichtigen.
Bei der Planung der Sporthalle ist auf eine von der Schule unabhängige
Erschließung zu achten, da diese nach Unterrichtsschluss auch außer­
schulischen Nutzungen wie dem Vereinssport zur Verfügung steht. Der
Eingang soll eine gute Orientierung und Nutzbarkeit für Sportler außerhalb
der Schulzeiten gewährleisten.
Der Schulerweiterungs- und Sporthallenneubau sind so zu positionieren,
dass ein möglichst optimal nutzbarer Außenraum entsteht und die neuen
Sportaußenflächen	sinnvoll	eingebunden	werden.	

3.3

Funktionale Anforderungen

Schulerweiterung
Die Schulerweiterung der Lew-Tolstoi-Schule wird neben dem Erweite­
rungsneubau auch aus Eingriffen in das Bestandsgebäude bestehen.
Diese Eingriffe sollten aus Kosten- sowie logistischen Gründen hinsicht­
lich des Aufrechterhaltens des Schulbetriebes während der Bauzeit auf
das Notwendigste beschränkt werden.
Die vorgesehene Erweiterung sollte möglichst nur Änderungen an der öst­
lichen Fassade des Bestandsbaus umfassen, da in den letzten Jahren das
Gebäude saniert und die Fassaden erneuert wurden.
Alle Räume, im Bestand sowie im Erweiterungsbau, haben vom
Musterraumprogramm der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Wissenschaft abweichende Raumgrößen. Für die Planungen am Standort
gelten die funktionalen Anforderungen sowie das Raumprogramm der
Auslobung. Sofern Änderungen in der Belegung des Bestandsgebäudes
vorgenommen werden, sind die betroffenen Räume entsprechend der
Bestandsfläche	nachzuweisen.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Allgemeine Unterrichtsräume
Die im Erweiterungsbau zu planenden allgemeinen Unterrichtsräume sind
entsprechend vorgegebenem Raumprogramm unterzubringen. Insgesamt
sind weitere dreizehn Stammklassenräume in unterschiedlicher Raum­
größe im Erweiterungsneubau zu planen.
Die Räume für die Fachleistungsdifferenzierung, 6 Betreuungs- und 3
Gruppenräume sowie ein Erzieherstützpunkt sind im Erweiterungsneubau
nachzuweisen.
Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass die Raumzuschnitte und Fen­
sterteilungen eine natürliche Belüftung gewährleisten.
Mensa/Küche/Essensgabe
Es	 ist	 eine	 Küche/Essensausgabe	 von	 63,80	 qm	 sowie	 eine	 Mensa	 von	
191,80	qm	im	Erweiterungsneubau	zu	planen.	Die	Mensa/Küche	sollte	mög­
lichst einen separaten Zugang und eine direkte Anlieferungsmöglichkeit
aufweisen. Für die Küche ist eine lufttechnische Anlage vorzusehen.
Verwaltung
Der Raum für den Konrektor 2 ist in der Nähe der Schulleitung zu planen.
Sporthalle
Die zu planende Sporthalle soll dem Schul-, Vereins- und Breitensport
dienen. Bei dem Hallentyp handelt es sich um eine 2-fach-Sporthalle mit
einem	lichten	Raumprofil	von	mindestens	22	m	x	44	m	und	einer	Höhe	von	
mindestens 7 m. Der Hallenbaukörper soll mittels eines Trennvorhangs in
2 Einheiten à 22 m x 22 m unterteilt werden können.
Jeder Hallenteil muss separat vom Nebenraumtrakt zugänglich sein und
aus jedem Hallenteil ist ein zweiter Rettungsweg nachzuweisen.
Zum Transport von größeren Sportgeräten in die und aus der Halle muss
ein Tor vom mindestens 2,50 m x 2,2 m (Breite x Höhe) vorgesehen wer­
den.
Planungsgrundlage sind u.a. die DIN 18032, die DIN 18040-1 sowie die
UVV-Vorschriften.
Der	Neubau	ist	kompakt	und	flächensparend	zu	konzipieren.	Dabei	ist	das	
Musterraum- und Grundausstattungsprogramm (siehe digitale Anlagen
4.1.3) für diesen Hallentyp der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Wissenschaft bei der Planung verbindlich zugrunde zu legen.
Das Hallendach ist so zu planen, dass es hinsichtlich der nutzbaren Größe
und Stabilität für eine spätere Nachrüstung mit einer Solaranlage geeig­
net ist, sofern dieses nicht schon durch den Entwurf berücksichtigt wurde.
Hinsichtlich der Hörsamkeit in Sporthallen ist auf akustische Maßnahmen
an den Stirnseiten zu achten.
Belichtung
Die Sporthalle ist im notwendigen Umfang natürlich zu belichten, insbeson­
dere für den Nebenraumtrakt. Eine Belichtung über die Längsseiten ist ab
2 m über Oberkante Sporthallenboden anzustreben. Aus Kostengründen

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

(ballwurfsichere	 Glasflächen,	 Blendschutzeinrichtungen,	 Reinigungsaufwand	 etc.)	 sollen	 die	 Glasflächen	 auf	 das	 zur	 Belichtung	 und	 Belüftung	
notwendige Minimum beschränkt bleiben. In jedem Fall sind geeignete
Blendschutzmaßnahmen zu treffen.
Belüftung / Schallschutz
Die Sporthalle ist mit einer Lüftungsanlage zu versehen. Dies ist neben en­
ergetischen Gesichtspunkten vor allem schallschutztechnisch erforderlich,
da	 sich	 die	 Sporthalle	 in	 einem	 Wohngebiet	 befindet	 und	 eine	 Nutzung	
durch den Vereinssport auch außerhalb der Schulzeiten (bis ca. 22:00 Uhr)
stattfinden	 wird.	 Die	 Lüftungsanlage	 ist	 mit	 einer	 Wärmerückgewinnung	
auszustatten.
Geräteräume
Die zwei Geräteräume sind in Längsrichtung an den Hallenlängsseiten anzu­
ordnen. Jedem Hallenteil ist ein Geräteraum zuzuordnen. Die Geräteräume
sollen auf ganzer Länge (bis auf konstruktiv notwendige Stützen) zu öffnen
sein. Die lichte Höhe muss 2,50 m, im Durchgangsbereich (Schwingtor)
mindestens 2,20 m betragen. Die Geräteräume müssen eine Mindesttiefe
von 4,50 m aufweisen. Die Breite von jeweils 10,5 m ist einzuhalten, um die
notwendige Sportgeräteausstattung nach Musterausstattungsprogramm
unterbringen zu können.
Lehrer-/Schiedsrichterraum
Bei der Planung sind zwei Lehrerräume vorzusehen. Ein Lehrer-/Schieds­
richterraum, der zugleich Sanitäts- (Erste Hilfe) und Regieraum ist, soll
möglichst hallenmittig auf Hallenebene angeordnet werden. In diesem
Raum sind die Schaltung für die Beleuchtung und Beschallung zu integrie­
ren. Eine Blickverbindung (Fenster) zur Halle ist erforderlich, die Fensterunterkante soll 1 m über Oberkante Fertigboden liegen. Eine leichte
Auffindbarkeit	 und	 Erreichbarkeit	 für	 die	 Feuerwehr/	 die	 Rettungsdienste	
muss gewährleistet sein.
Für die schulische Nutzung ist es aus Sicherheitsgründen notwendig, dass
derr 2. Lehrerraum den Umkleideräumen direkt zugeordnet ist.
Die Räume sind jeweils mit einer Dusche und einem Handwaschbecken
auszustatten, der Lehrer-/Schiedsrichter-/Sanitätsraum ist zudem mit ei­
nem	Defibrillator	mit	verschließbarer	Wandhalterung	auszurüsten.	Die	lich­
te Höhe beträgt jeweils 2,50 m.
Umkleideräume
Jeweils zwei Umkleideräume sind einem Wasch-/Duschraum zuzuord­
nen. In den Umkleideräumen muss die Möglichkeit der Aufstellung von
insgesamt 12 m nutzbarer Banklänge (Umkleidebank) nachgewiesen wer­
den.	Die	Verkehrsflächen	sollen	mindestens	1,50	m	breit	sein	bzw.	1,80	m,	
wenn der Raum zwischen den gegenüberliegenden Bänken als einziger
Durchgang dient.
Es sind insgesamt vier Umkleideräume für eine getrennt geschlechtliche
Nutzung erforderlich. Die Verbindung der Umkleideräume zu den Hallenteilen	 soll	 über	 einen	 zentralen	 Erschließungsflur	 erfolgen.	 Eine	 strikte	
Trennung zwischen „Straßenschuhgang“ und „Turnschuhgang“ wird nicht
gewünscht.

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Alle Umkleideräume sollen möglichst natürlich belichtet sowie natürlich beund entlüftet werden können.
Aus Gründen der Orientierung und Aufsicht (Schulbetrieb) wird einer Zu­
ordnung der Umkleideräume zu den einzelnen Hallenteilen der Vorzug
gegenüber einer zentralen (z.B. stirnseitigen) Anordnung aller Umkleide­
räume gegeben.
Die Umkleideräume sollen auch die Nutzung für rollstuhlgebundene Per­
sonen ermöglichen, d.h. ausreichende Türöffnungen und Bewegungs­
flächen	sind	vorzusehen	(vgl.	DIN	18040-1).	Die	lichte	Höhe	der	Umkleideräume soll mindestens 2,50 m betragen.
Wasch-/Duschräume
Wasch-/Duschräume sind mit jeweils sechs Duschen, sechs Waschplätzen
sowie einem WC (ohne Vorraum und Handwaschbecken; lichtes Innenmaß:
B: 1,51 m, T: 1,61 m, Türaufschlag nach außen) auszustatten. Der Zugang
sollte ausschließlich vom Umkleideraum her erfolgen.
Es sind mindestens je zwei Wasch- und Duschräume für eine getrennt ge­
schlechtliche Nutzung erforderlich.
Bei	 gegenüberliegenden	 Waschstellen	 ist	 einschließlich	 der	 Stehfläche	
eine Gangbreite von 1,80 m zu beachten. Bei einseitig angeordneten
Waschstellen	 ist	 einschließlich	 der	 Stehfläche	 eine	 Gangbreite	 von	 1,35	
m erforderlich.
Bei gegenüberliegenden Brausen ist eine Gangbreite von 1,50 m, bei ein­
seitig angeordneten Brausen von 1,10 m erforderlich. Die lichte Höhe des
Dusch-Waschbereichs beträgt mindestens 2,50 m. Die Räume einschließ­
lich WC sind barrierefrei zu gestalten.
Die Wasch-/Duschräume sowie die Umkleideräume werden mechanisch
be- und entlüftet, zusätzlich ist eine natürliche Be- und Entlüftung vorzu­
sehen.
Toilettenanlage
Zusätzlich zu den Toiletten in den Wasch-/Duschräumen ist jeweils eine
Toilette für Sportler auf Hallenebene für Damen und Herren erforderlich.
Diese sollte jeweils mit einem WC-Sitz ausgestattet sein, für Herren zu­
sätzlich mit einem Urinal. Die Toilette ist gemäß DIN 18040-1 barrierefrei
auszubilden.
Reinigungsgeräteraum
Der Reinigungsgeräteraum soll zentral und möglichst nahe der Halle an­
geordnet sein. Die lichte Türdurchgangsbreite muss mindestens 85 cm be­
tragen (Reinigungsmaschinen). Der Raum ist mit Warm- und Kaltwasser­
anschluss und einem Ausgussbecken auszustatten, die lichte Höhe soll
2,50 m betragen.
Außengeräteraum
Der Außengeräteraum muss auf gleicher Ebene mit den Außenanlagen lie­
gen.	Er	erhält	eine	Doppelflügeltür	mit	den	Maßen	B:	1,70	m,	H:	2,20	m	und	
soll befahrbar vorgesehen werden. Er dient als Unterstellraum für Garten-,

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Pflege-	 und	 Schneegeräte.	 Der	 Raum	 ist	 mit	 einem	 Kaltwasseranschluss	
und einem Ausgussbecken auszustatten.
Technikraum
Die Lage und Größe der Technikräume richtet sich nach den örtlichen
Gegebenheiten.
Barrierefreiheit
Die Sporthalle inklusive aller Nebenräume soll nutzungsgerecht für behin­
derte Sportler und Besucher, primär für Rollstuhl gebundene Personen,
barrierefrei nach DIN 18040-1, erschlossen sein. Dies ist am einfachsten
zu erreichen, wenn alle Bereiche auf einer Ebene (stufenlos) angeordnet
werden.
Die	Sportflächen	sind	wie	die	Umkleide-/Wasch-/Duschräume	und	die	an­
deren Nebenräume (vgl. Raumprogramm) auch für rollstuhlgebundene
Personen erreichbar zu planen.
Soweit entwurfsbedingt eine Aufzugsanlage erforderlich wird, ist diese
so anzuordnen, dass die Sicherheit für die erforderlichen Rettungswege
(Bildung von Brandabschnitten, Stauräume etc.) nicht beeinträchtigt wird.
Dabei sind Brandabschnitte durch eine gemeinsame Wegeführung zu ver­
binden.

3.4

Erschließung / Stellplätze

Erschließung
Die Lage der Haupterschließung des Sporthallenbaukörpers ist entwurfs­
abhängig zu lösen. Der Neubau soll über einen zentralen Eingang verfügen,
der sowohl eine Anbindung an die Schulnutzungen auf dem Schulgelände
als	 auch	 eine	 gut	 auffindbare	 Zugänglichkeit	 nach	 einer	 Schließung	 des	
Schulgeländes gewährleistet.
Bei der Planung ist darauf zu achten, dass der Funktionsbereich der Schule
fußläufig	 mit	 dem	 Hallenneubau	 vernetzt	 wird.	 Hierbei	 ist	 auf	 eine	 direkte	
Wegeführung und auf Maßnahmen zur Erleichterung der Orientierung zu
achten.
Die derzeitige Ver- und Entsorgung des Schulgebäudes sowie die Material­
anlieferung auf das Schulgrundstück durch motorisierten Verkehr sind
bei der Planung der Schulerweiterung und der Außenanlagen so nach­
zuweisen,	 dass	 hiervon	 keine	 signifikanten	 Störungen	 ausgehen	 und	
die Sicherheit der Schüler/innen gewährleistet wird. Die erforderlichen
Anlieferungszonen sind gestalterisch in das Schulgelände einzufügen. Die
Zugänge sollten klar ablesbar ausgebildet werden.
Feuerwehrzufahrt
Es sind zwei Feuerwehrzufahrten auf dem Schulhofgelände nachzuwei­
sen, eine vom Römerweg für das Schulgebäude und die Bestandsturnhalle
sowie eine von der Zwieseler Straße für den Sporthallenneubau. Die er­
forderlichen	 Aufstell-	 und	 Bewegungsflächen	 für	 die	 Feuerwehr	 sind	 zu	
berücksichtigen sowie weitere Anforderungen der Musterrichtlinien über
Flächen für die Feuerwehr zu entnehmen (siehe digitale Anlagen 4.1.5).

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Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Für die zu planende Schulerweiterung sowie für den Sporthallenneubau
gilt die Bauordnung des Landes Berlin in der aktuellen Fassung.
PKW-Stellplätze
Es ist ein KFZ-Stellplatz für mobilitätseingeschränkte Personen dem Hal­
lenneubau zuzuordnen.
Der PKW-Stellplatz soll sowohl dem Zugang zum Schulgrundstück von
der Zwieseler Straße zugeordnet als auch in der Nähe des Zugangs zur
Sporthalle angeordnet werden.
Fahrradstellplätze
Derzeit	 befinden	 sich	 22	 Fahrradbügel	 im	 Bereich	 der	 bestehenden	 Pausenhoffläche
	
	 östlich	 des	 Schulgebäudes	 direkt	 am	 Eingangsbereich	 (7	
Bügel á 2 Stellplätze) sowie im nördlichen Bereich zwischen Schule und
Bestandssporthalle (15 Bügel á 2 Stellplätze). Diese stehen dem Schulbetrieb zur Verfügung und können entwurfsabhängig versetzt werden.
Im Bereich des Schulgebäudes/ der Bestandssporthalle sind darüber hi­
naus weitere ca. 80 Stellplätze (4 Züge x 26 Kinder x 6 Jahrgangsklassen /
1 Stellplatz je 5 Kinder) sowie im Bereich des Hallenneubaus mindestens 10
Stellplätze (1 je 20 Besucher) in möglichst platzsparender Aufstellung vor­
zusehen (siehe Ausführungsvorschriften zu §50 der Bauordnung für Berlin
(BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte
und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (AV
Stellplätze)).
Die Stellplätze im Bereich des Hallenneubaus stehen dem schul- und außer­
schulischen Hallenbetrieb zur Verfügung, sodass auf eine Zugänglichkeit
außerhalb des Schulbetriebs zu achten ist.

3.5	

Freiflächen	/	Außenanlagen

Im Rahmen des Entwurfs für den Neubau der Schulerweiterung und den
Neubau	 der	 Sporthalle	 der	 Lew-Tolstoi-Schule	 soll	 die	 Freifläche	 des	
Wettbewerbsgrundstücks neu gestaltet und barrierefrei ausgeführt wer­
den. Die Gebäudevolumen sind so zu positionieren, dass ein möglichst
optimal	 nutzbarer	Außenraum	 entsteht	 und	 die	 neuen	 Sportaußenflächen	
sinnvoll eingebunden werden. Zudem sind die Flächen so anzuordnen,
dass eine mögliche Lärmbelastung für die umgebende Wohnnutzung mi­
nimiert wird.
Die Zugangszone zur Schule soll durch eine differenzierte Freiraum­
gestaltung unterstrichen werden. Durch die Gestaltung der Zugangsbereiche
soll die Orientierung unterstützt werden.
Der Zugang zur Sporthalle soll von der Zwieseler Straße aus erfolgen und
soll von der Schule unabhängig nutzbar sein. Besonders im Hinblick auf
die langen Nutzungszeiten der Sporthalle bis in die späten Abendstunden
ist auf die Übersichtlichkeit der Außenräume und die Schaffung von angst­
freien Räumen zu achten.

41

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Die	 ungedeckten	 Schulsportflächen	 sind	 den	 Sporthallen	 zuzuordnen.	
Neben einem Spielfeld 27m x 45m sind drei 75-m Laufbahnen, eine Weit­
sprunganlage	mit	3	Bahnen	sowie	eine	Gymnastikwiese	mit	400	qm	vorzu­
sehen. Bei der Planung der Außenanlagen ist das Kinderspielplatzgesetz
zu beachten.
Es ist eine Einfriedung des gesamten Schulgeländes vorzusehen.
Die	 Freiflächen	 sind	 zum	 Pausenhof	 so	 auszubilden,	 dass	 harmonische	
Übergänge	 zwischen	 den	 Sportfunktionen	 und	 der	 Schulhoffläche	 bei	 ei­
ner späteren Gestaltung des Schulhofes entstehen können.
Die	geforderten	Pausenflächen	sollen	altersgemäß	mit	hoher	Aufenthaltsqualität	gestaltet	werden.	Insgesamt	sind	3.120	qm	als	Pausenfläche
	
	(624	
Schüler	x	5	qm	je	Schüler)	nachzuweisen.

3.6

Nachhaltigkeit / Ökologische Zielsetzung

Nachhaltigkeit
Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit
anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomi­
scher und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der
Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen:
–	 Langfristige	Nutzungsqualität	
–	 Kosteneffizienz	der	Baukosten	
–
Minimierung des Wartungsaufwands
Ökologische Planungskriterien
Prinzipien des ökologischen Bauens sind in „Bausteine der Nachhaltigkeit“
beschrieben (siehe digitale Anlagen 4.1.4).
Für die Konstruktion und Bauausführung sollen demnach nur Materialien
und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung,
Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheitsund Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Das	 Gebäude	 ist	 besonders	 unter	 dem	Aspekt	 der	 Energieeffizienz	 so	 zu	
planen, dass die Anforderungen der dann gültigen EnEV eingehalten wer­
den. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nach­
haltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer,
ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich
der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen:
-	
-	
-	

Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagen­
technik)
Optimierung der Tageslichtnutzung
sehr gute akustische Raumeigenschaften und
Sprachverständlichkeit
langfristige	und	flexible	Nutzungsqualität
Kosteneffizienz	bei	Baukosten
Minimierung der Betriebskosten
bedarfsgerechte natürliche Lüftung bzw.
bedarfsgerechte	hocheffiziente	Lüftungsanlagen	(wo	erforderlich)	

42

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

-

Reduktion von Immissionen und Emissionen
Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und Zonierung der Nutzungsbereiche
hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie
Konstruktionen der Gebäudehülle
Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien
Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung (Duschwasser,
Heizungsunterstützung, Strom)
Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung

Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen
Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln.
Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehal­
ten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Die
Einleitung in die Kanalisation ist nach Möglichkeit zu vermeiden.

3.7

Baukosten / Wirtschaftlichkeit

Bei der Umsetzung des Raumprogramms wird eine wirtschaftliche und
funktionale	Lösung	angestrebt.	Auch	wenn	sich	die	Flächeneffizienz	nicht	
unbegrenzt optimieren lässt, soll jedoch unter Berücksichtigung der gesetz­
lichen	 Rahmenbedingungen	 (z.B.	 Verkehrsflächen	 oder	 Anforderungen	
an	 die	 Barrierefreiheit)	 eine	 möglichst	 effiziente	 und	 wirtschaftliche	 Ausnutzung	von	Nutzfläche	zu	Bruttogrundfläche	(BGF/NF-Verhältnis)	erreicht	
werden.
Lebenszykluskosten
Nach	der	Landeshaushaltsordnung	ist	der	Bauherr	verpflichtet,	seine	Mittel
	 	
sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Ge­
bäudeentwurfes sowie die Realisierung des Gebäudeentwurfes innerhalb
des vorgegebenen Kostenrahmens sind daher entscheidende Kriterien bei
der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf:
–	 Baukosten
–	 Instandhaltungskosten
–	 Kosten des laufenden Betriebs
Baukosten
Zur Beurteilung der architektonischen und konstruktiven Konzeption un­
ter Berücksichtigung der genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen
werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet.
Es sollen die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption im
Rahmen des Erläuterungstextes beschrieben werden. Es sind Aussagen
zu folgenden Bauteilen zu machen:
–	 Konstruktion, Tragsystem, Ausbau
–	 Gebäudehülle (Fassade, Dach)
–	 technische Gebäudeausrüstung (Heizen, Lüften,
Wärmerückgewinnung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung)
Für die Umsetzung der Maßnahme ist ein maximaler Gesamtbaukostenrahmen nach DIN 276 von 10.500.000,00 Euro brutto einschließlich Mehr­
wertsteuer und einem Ansatz für Unvorhergesehenes vorgegeben und
zwingend einzuhalten.

43

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Für die Maßnahme wurden folgende Kosten genehmigt
(brutto einschließlich MWSt. und Ansatz UV):
Schulerweiterungsbau
KG 300 Bauwerk – Baukonstruktion
KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen

ca. 3.197.000,– Euro

Umbau Bestandsschulbau
KG 300 Bauwerk – Baukonstruktion
KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen

ca. 483.000,– Euro

Sporthallenneubau
KG 300 Bauwerk – Baukonstruktion
KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen

ca. 3.270.000,– Euro

Außenanlagen
KG 500 Bauwerk – Außenanlagen	

ca. 810.000,– Euro

Betriebs- und Instandhaltungskosten
Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe
verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden
(die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt sind zu beachten, siehe Anhang).
Durch bauliche und technische Maßnahmen ist ein optimiertes Verhältnis
von Baukosten zu Betriebs- und Instandhaltungskosten anzustreben.
Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens über den
gesamten Lebenszyklus zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu
berücksichtigen:
–	 kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation;
–	 Reduzierung	der	Verkehrsfläche	auf	ein	notwendiges	Maß;
–	 natürliche Belichtung der Räume;
–	 natürliche Belüftung der Räume (wo möglich);
–	 Verzicht auf aufwendige Konstruktionen;
–	 Minimierung	der	Oberfläche,	Kompaktheit;
–	 Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener
Fassadenfläche;
–	 Reduktion der Materialwahl, hohe Instandsetzungsfähigkeit, gute
Alterungsfähigkeit und Dauerhaftigkeit der Materialen;
–	 geringe Energiekosten über einen reduzierten Energiebedarf und
eine optimierte Energiebedarfsdeckung;
–	 Reinigungs-	und	Instandhaltungsfreundlichkeit	der	Oberflächen;	
–	 Vermeidung wartungsintensiver Gebäudetechnik.

3.8

Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung ge­
mäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen
in Berlin“ und des Handbuches „Design for all – Öffentlicher Freiraum
Berlin“ (siehe digitale Anlagen 4.1.4) im Wettbewerb umzusetzen.

44

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Für den Wettbewerbsentwurf sind diese Vorgaben im besonderen Maße zu
berücksichtigen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen
hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung
finden.
Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens
konsequent	 anzuwenden.	 Für	 die	 Erschließung	 ist	 eine	 barrierefreie	
Konzeption nach DIN 18040-1 erforderlich.

3.9

Baurechtliche Vorschriften, Normen und
Richtlinien

Der Planung sind insbesondere folgende Vorschriften, Normen und Richt­
linien in der aktuellsten Fassung zugrunde zu legen:
–
Baugesetzbuch (BauGB)
–
Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften (BauOBerlin)
–
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das
Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung (BauVerfVO)
–
Energieeinspar-Verordnung (EnEV)
–
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)
–
Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (EnEG)
–
Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energie-spa­
rende Anlagentechnik bei Gebäuden (EnEV)
–
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)
–
DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen
–
DIN 18032 - Grundlage für Sporthallen
–
DIN 18035 Sportplätze
–
Betriebs-Verordnung (BetrVO)
–
GUV-V S 1 – Unfallverhütungsvorschrift Schulen
–
Leitfaden „Ökologisches Bauen – Anforderungen an
Baumaßnahmen“
–
Baumschutzverordnung Berlin (BaumSchVO)
–
Musterrichtlinien über Flächen für die Feuerwehr
Des Weiteren sind die im Anhang aufgeführten Vorschriften und Richtlinien
zu beachten.

3.10

Raumprogramm

AU

Allgemeiner Unterricht

Flächenbedarf
in qm gesamt

Nutzung / Raumbezeichnung

Flächenbedarf
in qm pro Raum

Raum-Nr.

Anzahl der Räume

Raumprogramm für die Schulerweiterung / den Teilumbau des Bestandgebäudes

1.504,00

AU

1.1-9

Stammklassen

9

58,90

530,10

AU

1.10-11

Stammklassen

2

56,00

112,00

AU

1.12

Stammklasse

1

59,90

59,90

45

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

AU

Allgemeiner Unterricht

Flächenbedarf
in qm gesamt

Nutzung / Raumbezeichnung

Flächenbedarf
in qm pro Raum

Raum-Nr.

Anzahl der Räume

Raumprogramm für die Schulerweiterung / den Teilumbau des Bestandgebäudes

AU

1.13

Stammklasse

1

64,50

64,50

AU

2.1

Fachleistungsdifferenzierung

1

57,00

57,00

AU

2.2

Fachleistungsdifferenzierung

1

58,90

58,90

AU

3.1

Betreuungsraum

1

38,00

38,00

AU

3.2

Betreuungsraum

1

40,00

40,00

AU

3.3-5

Betreuungsraum

3

49,00

147,00

AU

3.6

Betreuungsraum

1

55,50

55,50

AU

4.1

Gruppenraum

1

18,00

18,00

AU

4.2-3

Gruppenraum

2

22,60

45,20

AU

5.1

Erzieherstützpunkt

1

22,30

22,30

AU

6.1

Küche/Essensausgabe

1

63,80

63,80

AU

7.1

Mensa

1

191,80

191,80

V

Verwaltung

189,00

V

1.1

Konrektor 2

1

21,00

21,00

V

2.1

Lehrer, Erzieher, Konferenz
(Erweiterung	zu	den	60qm	im	Bestand)

1

27,30

27,30

V

3.1

Ruheraum

1

14,50

14,50

V

3.1

Ruheraum

1

12,80

12,80

V

4.1

Einzelarbeit

1

69,40

69,40

V

5.1

Lehr-, Lernmittel

1

44,00

44,00

Nutzfläche	Schulerweiterung	gesamt	(ohne	WC,	Technik	und	Wirtschaftsräume)

1.693,00

Flächenbedarf
in qm pro Raum

SP

1.1

Sporthalle 22m x 44m (x 7m lichte
Höhe) mit 1 doppelschaligen
Trennvorhang

1

968,00

968,00

SP

2.1-2

Geräteraum, hallenlängsseitig (lichte
Höhe: 2,5 m): 10,5m x 4,5m

2

47,25

94,50

SP

3.1

Lehrer-/Schiedsrichterraum, zugleich
Sanitäts-/Regieraum, auf Hallenebene,
möglichst hallenmittig, mit 1 Dusche
und 1 Handwaschbecken

1

12,00

12,00

SP

4.1

Lehrer-/Schiedsrichterraum auf der
Ebene der Umkleideräume mit einer
Dusche und einem Handwaschbecken

1

9,00

9,00

SP

5.1-4

4

23,00

92,00

Raum-Nr.

Nutzung / Raumbezeichnung

Umkleideraum (mind. 12 lfd. m
Umkleidebank)

Flächenbedarf
in qm gesamt

Anzahl der Räume

Raumprogramm für den Neubau der Zweifeld-Sporthalle

46

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

Funktionen
–
Erschließung (außen und innen)
–
Funktionale Zuordnung
–
Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung
–
Orientierung zu den Außenräumen
–	 Freiflächen	für	Schule	und	Sportnutzung
Realisierbarkeit
–
Programmerfüllung
–	 Nachhaltigkeit	und	Energieeffizienz
–
Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb
–
Einhaltung des Kostenrahmens
–
Barrierefreiheit
–
Genehmigungsfähigkeit
Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.

48

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 4 Anhang

49

Teil 4 Anhang
4.1

Digitale Anlagen

4.1.0 Auslobung
– Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in
300dpi	Auflösung
00_auslobung_Lew-Tolstoi-Schule.pdf

4.1.1 Arbeitspläne
.pdf-Dateien
–	 Übersichts-/ Lageplan, Arbeitsplan
01_Lageplan_Lew-Tolstoi-Schule.pdf

(M 1:500)

02_Arbeitsplan_Lew-Tolstoi-Schule.pdf

(M 1:200)

CAD-Dateien
–	 Lageplan auf Grundlage der ALK und des Lageplans des öffentlich
bestellten Vermessungsingenieurs Dipl.-Ing. Andreas Zick in ver­
schiedenen Dateiformaten (maßstabunabhängig)
03_Lage_Arbeitsplan_Lew-Tolstoi-Schule.dwg/dxf

(vAutoCAD 2000)

4.1.2 Informationspläne
–	 Grundrisse/ Ansicht / Schnitt Bestandsgebäude Schule
01_GS-Lew-Tolstoi_Schule_UG.dwg


(vAutoCAD 2000)

02_GS-Lew-Tolstoi_Schule_EG.dwg


(vAutoCAD 2000)

03_GS-Lew-Tolstoi_Schule_1.OG.dwg


(vAutoCAD 2000)

04_GS-Lew-Tolstoi_Schule_2.OG.dwg


(vAutoCAD 2000)

05_GS-Lew-Tolstoi_Schule_3.OG.dwg


(vAutoCAD 2000)

06_GS-Lew-Tolstoi_Schule_Ansichten.dwg


(vAutoCAD 2000)

07_GS-Lew-Tolstoi_Schule_Schnitt.dwg


(vAutoCAD 2000)

–	 Grundrisse Bestandsgebäude Sporthalle
01_GS-Lew-Tolstoi_Sporthalle_EG.dwg
02_GS-Lew-Tolstoi_Sporthalle_1.OG.dwg

(vAutoCAD 2000)
(vAutoCAD 2000)

–	 Lageplan des öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs Dipl.-Ing.
Andreas Zick
01_lageplan_vermesser.pdf
02_lageplan_vermesser.dwg/.dxf

(M 1:250)
(vAutoCAD 2000)

03_Nutzungsberechnung_vermesser.pdf

–	 Skizzen zur Flurstücksteilung vom 1. Oktober 2015
01_Skizzen-Grenz-Abmarkierungstermin.pdf

(unmaßstäblich)

–	 Lagepläne von bestehenden Ver- und Entsorgungsleitungen als .pdfDateien
01_ltg_netzgesellschaft_gas.pdf

(M 1:500)

01a_ltg_netzgesellschaft_gas_legende.pdf
02_ltg_bwb.pdf

(M 1:500)

02a_ltg_bwb_legende.pdf
03_ltg_vattenfall_strom.pdf
03a_ltg_vattenfall_strom_legende.pdf
03b_ltg_vattenfall_strom_richtlinie.pdf
03c_ltg_vattenfall_strom_hinweise.pdf

(M 1:500)

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 4 Anhang

04_ltg_telekom.pdf

50

(M 1:500)

04_ltg_telekom_kabelschutzanweisung.pdf

–	 Schichtenverzeichnisse
01_Schichtenverzeichnisse.pdf

–	 Denkmalkarte
01a_denkmalkarte.pdf
01b_denkmalkarte_legende.tif

–	 Skizze der zur Präsentation zur Verfügung stehenden Rolltafeln

01_skizze-rolltafel.tif


–	 Schreiben über eventuelle Kampfmittelbelastung vom 07.07.2015
01_schreiben-kampfmittel_150707.pdf

–	 Unterlagen Modellbau
05_Modellbau.dxf/dwg

Die Unterlagen zum Modellbau (Einsatzplatte im M 1:500, Fotos des
Umgebungsmodells und CAD-Daten) werden im Zusammenhang
mit der Rückfragenbeantwortung versendet.
4.1.3 Funktionale Anforderungen - Raumprogramm
–	 Musterraumprogramm Zweifachsporthalle mit zwei Hallenteilen

01_musterraumprogramm-SpH-22x44-2HT ohne Zuschauer 2014-ü.pdf


–	 Mustergrundausstattung Zweifachsporthalle

02_mustergrundausstattung_zweifachhalle.pdf


–	 Mustergrundausstattung für Sportanlagen

03_grundausstattung-ungedeckte-sportanlagen.pdf


4.1.4 Funktionale Anforderungen
–	 Planungshandbuch Schulsporthallen – Schulentwicklungsplanung,
Senatsverwaltung Bildung Jugend und Wissenschaft, 2013
01_planungshandbuch_schulsporthallen.pdf

–	 Handbuch „Berlin - Design for all - Öffentlich zugängliche Gebäude“,
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2012
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/download/hand­
buch/BarrierefreiesBauen2012.pdf

–	 Handbuch „Berlin - Design for All - öffentlicher Freiraum“, Senatsver­
waltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2012
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/download/designfo­
rall/Handbuch-Design_for_all_2011_broschure.pdf

–	 Konzept barrierefrei, Anleitung

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch.

shtml#konzept


–	 Bausteine der Nachhaltigkeit, Senatsverwaltung für Stadtentwick­
lung und Umwelt, 2009
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/oekologisches_bauen/

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 4 Anhang

–	 Leitfaden Nachhaltiges Bauen, Bundesministerium für Umwelt und
Naturschutz, 2013
http://www.nachhaltigesbauen.de/leitfaeden-und-arbeitshilfen-veroeffentlichungen/leit­
faden-nachhaltiges-bauen-2013.html

–	 Leitfaden „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht“

http://www.vogelglas.info


–	 Unterlagen zur Einführung des Berliner Energiestandards bei 

Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich, Senatsverwaltung für 

Stadtentwicklung, 2010

02a_ArbeitsanweisungBlnEnergiestandard06012010_1.pdf 

02b_Arbeitsanweisung Anlage.pdf 

02c_Pflichtenheft_Berliner_Energiestandard.pdf

4.1.5 Rechtliche Grundlagen und Verordnungen
–	 Bauordnung für Berlin und ergänzende Vorschriften (BauOBln), in
der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

–	 Allgemeine Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von
Bauaufgaben Berlins (ABau), in der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/abau/

–	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –Prüfung
Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards, Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/projekte_hochbau.shtml

–	 Baugesetzbuch (BauGB), in der aktuellen Fassung

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bbaug/gesamt.pdf


–	 Leitfaden zum Baunebenrecht zur Anwendung in den bauaufsicht­
lichen Verfahren entsprechend der Bauordnung für Berlin, Senats­
verwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2014
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/leitfa­
den_baunebenrecht.pdf

–	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das
Verfahren im Einzelnen (BauVerfVO), Senatsverwaltung für Stadt­
entwicklung und Umwelt , 2013
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

–	 Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (BetrVO), Se­
natsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2010
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/BetrV.pdf

–	 Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen
(MSchulbauR) in der aktuellen Fassung
http://www.is-argebau.de/Dokumente/42312660.pdf

–	 Neue Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR), Bundesministeri­
um für Arbeit und Soziales (BMAS), in der aktuellen Fassung
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Arbeitsstaetten/ASR/ASR.html

51

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 4 Anhang

–	 DGUV Vorschrift 81 (bisher GUV-V S 1) - Unfallverhütungsvorschrift
Schulen mit Durchführungsanweisungen in der aktuellen Fassung
http://publikationen.dguv.de/dguv/udt_dguv_main.aspx?FDOCUID=24365

–	 Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (EnEG), in der
aktuellen Fassung
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/eneg/gesamt.pdf

–	 Energieeinsparverordnung (EnEV), in der aktuellen Fassung
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/enev_2007/gesamt.pdf

–	 Verordnung zur Durchführung der Energieeinsparverordnung in Ber­
lin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2010
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.
shtml#verordnungen

–	 Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), in der aktuellen
Fassung
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/eew_rmeg/gesamt.pdf

–	 Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates über die
Gesamtenergieeffizienz	von	Gebäuden,	2010
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2010:153:0013:0035:DE:PDF

–	 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (DSchG Bln), in der
aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/denkmal.shtml

–	 Musterrichtlinien über Flächen für die Feuerwehr (MRFIFw), 2009
http://www.is-argebau.de/verzeichnis.aspx?id=991&o=759O986O991

–	 Ausführungsvorschriften zu §50 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte
und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
(AV Stellplätze)
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/
bauen/20071129-AV-Stellpl.pdf

–	 Verordnung zum Schutz des Baumbestandes in Berlin (BaumSchVO), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/naturschutz/downloads/rechts­
grundlagen/landesvo/andere/baumschvo.pdf

–	 Verwaltungsvorschrift Beschaffenheit und Umwelt (VwVB), Senats­
verwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/beschaffung/

–	 Rundschreiben zu den Grundsätzen für die Betriebswassernutzung,
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2003
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/RS_
VI_C_01-2003.pdf

–	 Verwaltungsvorschrift für die Anwendung von Umweltschutzanforde­
rungen bei der Beschaffung von Liefer-, Bau- und Dienstleistungen

52

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 4 Anhang

(Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt – VwVBU)
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/beschaffung

–	 Gesetz über öffentliche Kinderspielplätze (Kinderspielplatzgesetz), in
der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gesetze/download/spielplg.pdf

4.1.6 Formblätter
–	 Verfassererklärung
(.pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und
danach ausgedruckt werden, das .pdf-Formular kann mit dem Acro­
bat-Reader nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_Lew-Tolstoi-Schule.pdf

–	 Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm (s. Teil
1 Pkt. 1.10) (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_Formblatt_A_Raumprogramm_Lew-Tolstoi-Schule.xls
000000_Formblatt_B_Gebaeudekennwerte_Lew-Tolstoi-Schule.xls

4.1.7 Bilddokumentation
–	 Fotodokumentation

01_Fotodokumentation_2015


–	 Luftbild

02_Luftbild_2014.tif


4.2

Quellenangaben

Literatur
–	 Quellen:	Kulturring	in	Berlin	e.V.:110	Jahre	Karlshorst,	Streiflichter	
der Geschichte eines Berliner Ortsteils, Berlin, 2005, Bezirksamt
Lichtenberg von Berlin (Hrg.): Fabrikstadt Lichtenberg Bergauf-Berg­
ab im Berliner Osten, Berlin, 1997
Internet
–	 Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de

–	 FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und 

Umwelt

–	 Internetseiten des Bezirksamtes Lichtenberg von Berlin

http://www.museum-lichtenberg.de

http://www.karlshorst-west.de/hintergruende/geschichte


–	 Internetseite der Lew-Tolstoi-Schule

http://www.lewtolstoi.cidsnet.de


Abbildungsnachweis
Abb. Umschlag, Lars Krokowski, Berlin; Abb. 1 - 3, 5, 7: Senatsverwaltung für Stadt­
entwicklung und Umwelt, Berlin; Abb. 4: Museum Lichtenberg; Abb. 6: Bezirksamt
Lichtenberg von Berlin; Fotodokumentation: Lars Krokowski, Berlin

53

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Schule | Teil 4 Anhang

54
        
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