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Full text: Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Lebensbedingungen in Leipzig seit der
Wiedervereinigung
Trendreport auf der Grundlage Kommunaler Bürgerumfragen von
1991 bis 2014 in der Stadt Leipzig

Inhaltsverzeichnis

Seite

Hauptaussagen ....................................................................................................................... 1
Lebensbedingungen im Wandel: Index zur wirtschaftlichen und sozialen Lage
der Stadtbevölkerung ............................................................................................................... 2

I. Personenbezogene Auswertungen .................................................................................. 3
Allgemeine Lebenszufriedenheit .............................................................................................. 4
Persönliche Zukunftserwartung ............................................................................................... 6
Persönliche wirtschaftliche Situation ........................................................................................ 8
Wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig ......................................................................... 10
Persönliches Nettoeinkommen .............................................................................................. 12
Nettoäquivalenzeinkommen ................................................................................................... 15
Stellung im Erwerbs- und Berufsleben ................................................................................... 16
Zufriedenheit mit dem Wohnviertel ........................................................................................ 17
Vorwiegend genutzte Verkehrsmittel ..................................................................................... 19
Lärmbelastung ....................................................................................................................... 21
Nutzung der Volkshochschule ............................................................................................... 23

II. Haushaltsbezogene Auswertungen .............................................................................. 24
Hauptquelle des Lebensunterhalts ........................................................................................ 25
Haushalts-Nettoeinkommen ................................................................................................... 27
Wohnstatus ............................................................................................................................ 30
Wohnfläche und Zahl der Wohnräume .................................................................................. 32
Wohnungsmiete und Mietbelastung ...................................................................................... 35
Umzugsverhalten in den nächsten 2 Jahren .......................................................................... 42

Zur Methodik .......................................................................................................................... 48

Der vorliegende Bericht zu den Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung stützt sich auf
die Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfragen, die vom Amt für Statistik und Wahlen im Auftrag des
Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig seit 1991 jährlich mit Ausnahme der Wahljahre 1994 und 2004
durchgeführt werden. Methodische Erläuterungen zu den Umfragen und zum Erhebungsdesign erfolgen
ab Seite 48.

Hauptaussagen
 Im Zeitvergleich hat sich die Lebenszufriedenheit der Leipziger Bevölkerung deutlich verbessert und
erzielt 2014 die besten Werte seit Anfang der 1990er Jahre. 78 Prozent geben 2014 an, mit ihrem
Leben „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ zu sein; 1992 waren es nur 47 Prozent.
 Auch die Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation erreicht im Jahr 2014 ihren
Höchstwert seit 1991. Aktuell geht es 57 Prozent der Befragten wirtschaftlich „sehr gut“ oder „gut“;
1991 gaben dies nur 25 Prozent der Leipziger/innen an.
 Das mittlere persönliche monatliche Nettoeinkommen lag 1991 umgerechnet bei 590 Euro.
Beginnend von diesem sehr niedrigen Niveau stiegen die Einkommen bis 1996 auf 971 Euro.
Anschließend stagnieren die Einkommen und sind nach der Jahrtausendwende sogar rückläufig. Seit
2009 steigen die persönlichen Nettoeinkommen wieder, 2014 auf den Spitzenwert von 1 207 Euro.
 In den Haupteinkommensquellen der Leipziger Privathaushalte spiegelt sich sowohl der
demografische Wandel sowie – in den letzten Jahren – auch die Bevölkerungszunahme bei jungen
Erwachsenen wider. Bis zur Phase des starken städtischen Wachstums nahm der Anteil derjenigen,
die ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus Renten bestreiten, von ca. 20 auf bis zu 35 Prozent
deutlich zu. Seit 2005 steigt durch die hohe Arbeits- und Ausbildungszuwanderung der Anteil der
Haushalte wieder, der sich durch Erwerbsarbeit finanziert und liegt aktuell bei knapp 60 Prozent.
 Leipzig ist eine Mieterstadt. Im Jahr 2014 leben 82 Prozent aller Haushalte in einer Mietwohnung oder
einem gemieteten Haus. Einen deutlichen Schub erhält der Anteil der Wohneigentümer durch den
Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern, besonders aber auch durch die Eingemeindungen zum 1.
Januar 1999. Besaßen 1992 nur 5 Prozent ein eigenes Haus, sind 2014 bereits 12 Prozent
Hausbesitzer. Paare mit Kind(ern) leben besonders häufig in den eigenen vier Wänden. Der Anteil
Wohneigentümer unter ihnen stieg von 7 Prozent (1992) auf aktuell 36 Prozent an.
 Die monatliche Grundmiete aller Haushalte hat sich von 72 Euro im Jahr 1992 auf 309 Euro im Jahr
2000 erhöht. Anschließend stagnierten die Grundmieten mit geringen Schwankungen bis 2013, um im
Jahr 2014 um 7 Prozent auf 320 Euro anzusteigen. Die mittlere Nettokaltmiete je m² betrug 1992
noch 1,07 Euro; 2014 liegt sie bei 5,38 Euro.

 44 Prozent der Erwerbstätigen fahren aktuell mit dem PKW zur Arbeit, das sind 5 Prozentpunkte
weniger als 1993. Während der Anteil PKW-fahrender Männer um 16 Prozentpunkte zurückging,
stieg der Anteil bei den Frauen im selben Zeitraum um 9 Prozentpunkte. Der Rückgang des
motorisierten Individualverkehrs (MIV) ist vor allem einem Zuwachs an Fahrradmobilität geschuldet.
So wird im Jahr 2014 bereits knapp jeder dritte Arbeitsweg umweltschonend mit dem Rad bzw. zu
Fuß zurückgelegt. Dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gelang es hingegen nicht, seine
Anteile an der Verkehrsmittelnutzung zu erhöhen.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

1

Lebensbedingungen im Wandel: Index zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der
Stadtbevölkerung
Viele der im Bericht dargestellten Zeitreihen unterliegen einer Zyklizität mit jeweils wiederkehrendem
Muster. Der Bericht ist somit ein in Zahlen gefasstes Spiegelbild der sich wandelnden Lebensbedingungen seit der Wiedervereinigung.
Zunächst zeichnet der Beginn der 1990er Jahre die Phase des Aufbaus Ost wider. Die Lebenszufriedenheit der Leipziger/innen steigt – ausgehend von einem geringen Niveau – stark an und auch die
Einkommen entwickeln sich sehr dynamisch. Durch den anschließenden Anstieg der Arbeitslosigkeit und
der deutlich zurückgehenden Erwerbsbeteiligung nimmt die Bevölkerung die Defizite des Aufholprozesses wahr. Insbesondere die Situation auf dem Arbeitsmarkt stellte sich seit dem Ende der 1990er
Jahre zunehmend schwieriger dar, am gesamtdeutschen wirtschaftlichen Aufschwung konnte Leipzig
seinerzeit nicht partizipieren. In Verbindung mit stagnierenden Einkommen waren eine steigende
Wegzugsneigung und ein schlechteres Stimmungsbild in der Stadtgesellschaft die Folge. Nur langsam
entwickelten sich viele der im Bericht aufgeführten Merkmale wieder positiver. Im Zuge einer sich
bessernden Arbeitsmarktlage stiegen mit zeitlicher Verzögerung auch die Einkommen an. Gleiches gilt
für das generelle Stimmungsbild der Bürgerschaft. Tendenzen, die Stadt und die Region zu verlassen,
nehmen deutlich ab. Gleichzeitig erfährt die Stadt einen sehr starken Zuzug von vornehmlich jungen
Erwachsenen. Die Veränderungen der Bewohnerstruktur beeinflussen ebenfalls die Ergebnisse der
Kommunalen Bürgerumfrage.
Um den beschriebenen Wandel der Lebensbedingungen abstrakt darzustellen, eignet sich ein Index.
Anhand der in den Bürgerumfragen erhobenen Merkmale1:
- allgemeine Lebenszufriedenheit
- Einschätzung der wirtschaftlichen Situation
- Entwicklung des persönlichen Monatsnettoeinkommen (Veränderungsrate)
- Erwerbsbeteiligung und Ausbildung
- Arbeitslosenquote (Bundesagentur für Arbeit) sowie
- überregionales Wegzugspotenzial
wurde ein Index zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Stadtbevölkerung gebildet.
Anhand dieses Indikators lassen sich folgende Phasen der Stadtentwicklung herausstellen:
1.
2.
3.
4.

Phase des Aufbruchs und des Aufbaus Ost (Anfang der 1990er Jahre)
Abschwächung des Aufholprozesses (Mitte bis Ende der 1990er Jahre)
Phase der Verunsicherung und Neuorientierung (von der Jahrtausendwende bis ca. 2007/2008)
Phase des starken städtischen Wachstums (seit ca. 2009)

Es ist empfehlenswert, die im Bericht zusammengestellten Zeitreihen jeweils im Zusammenhang mit
dem Index und den daraus abgeleiteten Phasen zu lesen und zu interpretieren.
Index und Phasen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadtgesellschaft
8,0
6,0

4,0

1 

Aufbruch und
Aufbau Ost

2

Abschwächung
des Aufholprozesses



3

Phase der
Verunsicherung und
Neuorientierung

 4

Phase des starken
städtischen
Wachstums

Punkte

2,0
0,0
-2,0
-4,0

-6,0
-8,0
1991 1992 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig
1

Die Werte wurden jeweils z-transformiert. Arbeitslosenquote und überregionales Wegzugspotenzial wurden umgepolt. Alle sechs Indikatoren
gingen gleichrangig in den Index ein. Nähere Erläuterungen zur z-Transformation siehe S. 49.
2
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Teil I
Lebensbedingungen der
Leipzigerinnen und Leipziger

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

3

Allgemeine Lebenszufriedenheit
Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

1

weder zufrieden/noch unzufrieden

2

unzufrieden

3

sehr unzufrieden

4

5

 Die Lebenszufriedenheit ist eine summarische Eigenschaft, die wirtschaftliche, gesundheitliche,
familiäre und rein persönliche Aspekte einschließt und damit durch die Kommunalpolitik nur bedingt
beeinflussbar ist. Der Anteil der Zufriedenen ist in Leipzig bereits seit jeher um ein Vielfaches
größer als der Teil der Unzufriedenen. 2013 und 2014 erreichen die Anteile der Zufriedenen jeweils
Höchstwerte. Im Jahr 2014 geben 78 Prozent an, mit ihrem Leben „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“
zu sein. Betrachtet man die Entwicklung seit 1992, so lässt sich bis zum Ende der 1990er Jahre
bereits eine Zunahme der Zufriedenheit verzeichnen. Dann sinkt der Anteil der Zufriedenen
zunächst und steigt vor allem seit 2010 an.
 Zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen zeigen sich deutliche Differenzierungen, welche
auch über die Jahre hinweg sichtbar bleiben. So wird die positive Stimmung in den letzten Jahren
vor allem von Schülern/Studenten und Erwerbstätigen getragen. Die Stellung im Erwerbsleben
beeinflusst das Lebensgefühl ziemlich stark, denn Arbeitslose sind im gesamten Zeitverlauf deutlich
unzufriedener. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die allgemeine Lebenszufriedenheit also
stark von der Verfügbarkeit über einen Arbeitsplatz abhängt. Eine Erwerbstätigkeit oder ein
Studium stärken die soziale Integration und die gesellschaftliche Anerkennung. Aber auch die
Zufriedenheit der Rentner hat in den letzten 10 Jahren zugenommen, wobei hierfür der Einfluss der
materiellen Sicherheit (insbesondere bei vorherigen Unsicherheiten im Erwerbsleben) oder die
gesundheitliche Versorgung herangezogen werden könnten.
 Zwischen den Geschlechtern gibt es hinsichtlich der Lebenszufriedenheit im Zeitverlauf kaum
Unterschiede, wohl aber zwischen den Altersstufen. Die jüngsten und ältesten Befragten erweisen
sich häufig zufriedener als diejenigen im mittleren Lebensabschnitt von 35 bis 64 Jahren. In den
1990er Jahren sind eher die 35- bis 49-Jährigen unterdurchschnittlich zufrieden. Die
Unsicherheiten bleiben in dieser Kohorte bestehen und schließlich zeigen ab 2005 die nunmehr 50bis 64-Jährigen die geringste Lebenszufriedenheit auf.
 Auch die Betrachtung nach dem beruflichen Abschluss zeigt Unterschiede auf: Befragte mit
Hochschulabschlüssen sind tendenziell am zufriedensten, Befragte mit einer Berufsausbildung sind
hingegen etwas unzufriedener mit ihrem Leben.
Allgemeine Lebenszufriedenheit
9

42

43

4

7

39

3
10

35

10

37

46

46

46

6

6

5

11

28

54

5

8

28

8

36

57

6

6

34

50

52

5

6

8

37

4
9

34

8

5

9

7

7

8

7

29

22

21

19

21

21

62

63

56

60

60

61

8

8

8

10

9

10

5

5

18

16

65

65

11

13

35

48

47

48

5

6

7

1992 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

sehr zufrieden
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

4

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

sehr unzufrieden
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Allgemeine Lebenszufriedenheit
Befragte

1992

Gesamt
2,6
davon:
männlich
2,6
weiblich
2,6
davon:
18-34 Jahre
2,5
35-49 Jahre
2,6
50-64 Jahre
2,7
65-85 Jahre
2,6
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,5
Arbeitslose
3,1
Rentner/Pensionär
2,6
Studenten/Schüler
2,4
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,7
Fachhochschule
2,6
Meister/Techniker/
2,6
Fachschule
Berufsausbildung
2,9

1993
2,5

1995
1996
1997
1998
1999
2000
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr zufrieden“… 5,0 = „sehr unzufrieden“ )
2,6
2,6
2,5
2,4
2,5
2,5

2003

2005

2,5

2,6

2,6
2,5

2,6
2,6

2,6
2,5

2,5
2,5

2,4
2,4

2,5
2,5

2,5
2,4

2,5
2,6

2,6
2,6

2,5
2,6
2,6
2,5

2,5
2,7
2,6
2,4

2,5
2,7
2,6
2,3

2,4
2,6
2,6
2,3

2,4
2,6
2,4
2,2

2,4
2,7
2,5
2,4

2,4
2,6
2,5
2,3

2,5
2,7
2,6
2,4

2,4
2,7
2,8
2,5

2,5
3,2
2,5
2,3

2,5
3,4
2,5
2,3

2,5
3,3
2,4
2,3

2,4
3,1
2,4
2,3

2,4
3,1
2,3
2,2

2,5
3,1
2,4
2,2

2,4
3,0
2,4
2,3

2,5
3,1
2,5
2,2

2,4
3,4
2,6
2,1

2,5
2,4

2,4
2,5

2,5
2,6

2,5
2,5

2,2
2,4

2,4
2,4

2,3
2,3

2,3
2,3

2,3
2,4

2,7

2,6

2,5

2,6

2,3

2,5

2,5

2,5

2,5

2,7

2,8

2,6

2,4

2,5

2,6

2,6

2,6

2,7

Allgemeine Lebenszufriedenheit - Fortsetzung
Befragte

2006

Gesamt
2,5
davon:
männlich
2,6
weiblich
2,5
davon:
18-34 Jahre
2,4
35-49 Jahre
2,6
50-64 Jahre
2,7
65-85 Jahre
2,4
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,5
Arbeitslose
3,3
Rentner/Pensionär
2,4
Studenten/Schüler
2,1
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,3
Fachhochschule
2,3
Meister/Techniker/
2,6
Fachschule
Berufsausbildung
2,6

2007

2008
2009
2010
2011
2012
2013
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr zufrieden“… 5,0 = „sehr unzufrieden“ )
2,4
2,4
2,3
2,3
2,3
2,3
2,2

2014
2,2

2,4
2,3

2,4
2,3

2,4
2,3

2,3
2,3

2,4
2,3

2,3
2,3

2,2
2,2

2,2
2,1

2,2
2,3
2,6
2,4

2,3
2,4
2,5
2,3

2,2
2,4
2,5
2,2

2,2
2,3
2,5
2,2

2,2
2,4
2,5
2,3

2,2
2,3
2,4
2,3

2,1
2,2
2,3
2,2

2,0
2,2
2,3
2,2

2,3
3,0
2,4
2,0

2,3
3,2
2,4
2,0

2,2
3,0
2,3
2,1

2,2
2,9
2,3
2,0

2,2
3,0
2,3
2,0

2,2
3,1
2,3
2,1

2,1
2,9
2,2
2,0

2,1
2,8
2,2
1,9

2,1
2,3

2,1
2,2

2,0
2,2

2,0
2,1

2,1
2,0

2,1
2,1

2,0
2,1

2,0
2,0

2,5

2,4

2,4

2,2

2,4

2,4

2,2

2,1

2,5

2,5

2,4

2,4

2,4

2,4

2,2

2,3

Allgemeine Lebenszufriedenheit nach Stellung im Erwerbsleben
(Mittelwerte 1,0 = „sehr zufrieden“ ... 5,0 = „sehr unzufrieden“)

1,5
2
2,5
3
3,5
4

1992 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Erwerbstätige
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Arbeitslose

Rentner

Studenten/Schüler
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

5

Persönliche Zukunftserwartung
Wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

1

weder optimistisch/noch pessimistisch

2

eher pessimistisch

3

pessimistisch

4

5

 Die emotional-optimistische Grundhaltung in den Nachwendejahren wich in der Folge zunächst
einem gewissen Maß an Objektivität und Ernüchterung. Im Jahr 1998 gab es ein kurzzeitiges
Zwischenhoch an Zukunftsoptimismus. Die Jahre nach der Jahrtausendwende waren zunächst von
hoher Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktreformen mit für manchen weitreichenden Folgen geprägt
und spiegelten sich folglich in einem deutlich gedämpften Optimismus wider. Den Tiefpunkt
markiert hier das Jahr 2005. Seitdem nimmt – mit leichten Dämpfern 2008 und 2011 – der Anteil
der Optimisten zu. Im Jahr 2014 blicken nun knapp vier von fünf Leipzigerinnen und Leipzigern
optimistisch in die Zukunft, der höchste Wert seit 1991.
 Ähnlich wie die Lebenszufriedenheiten sind die Zukunftserwartungen durch Gruppenspezifika
geprägt. Bei Schülern und Studenten ist der Optimismus seit Beginn der Befragungen mit Abstand
am stärksten ausgebildet und ist auch nur geringen Veränderungen unterworfen. Erwerbstätige
blicken seit Mitte der 2000er Jahre immer optimistischer in die Zukunft. Rentner haben hingegen
erst 2014 wieder das vergleichsweise optimistische Niveau der 1990er Jahre erreicht. Die größten
Veränderungen zeigen sich bei den Zukunftserwartungen der Arbeitslosen. Nach einem
Stimmungstief im Jahr 2005, als gesetzliche Neuregelungen, wie die Zusammenführung von
Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II (Hartz IV) auf einem Niveau unterhalb der
Sozialhilfe sowie die Reduzierung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I, zu deutlich
pessimistischeren Blicken in die Zukunft führten, verläuft auch hier die Entwicklung wieder
positiver.
 Erwartungsgemäß unterscheidet sich die Zukunftserwartung auch in Abhängigkeit vom Alter. Seit
1991 ist die Gruppe der 18- bis 34-Jährigen mit Abstand am optimistischsten. Dies ist wohl der
Tatsache geschuldet, dass Jüngere sich noch in der Ausbildung oder gerade am Beginn ihrer
beruflichen Laufbahn befinden und überdurchschnittlich optimistisch den weiteren Lebensjahren
entgegen blicken. Die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen stellt in den 1990er und 2000er Jahren die
pessimistischste Altersgruppe dar. Hier wirkt auf die Zukunftseinschätzung offensichtlich, dass
Arbeitslosigkeit, wenn sie in diesem Lebensabschnitt eintritt, meist nur sehr schwer revidierbar ist,
das Erreichen des Rentenalters andererseits noch in der Ferne liegt. Die sich seit Beginn der
2010er Jahre verbesserte Situation auf dem Leipziger Arbeitsmarkt wirkt sich möglicherweise in
dieser Altersgruppe auch positiv auf die Zukunftseinschätzung aus.
 Weiterhin lässt sich festhalten: Je höher der berufliche Abschluss ist, desto optimistischer sind die
Sichtweisen. Seit den 2000er Jahren hat sich der Abstand zwischen Hochschulabsolventen und
Befragten mit Berufsausbildung wieder vergrößert.
Persönliche Zukunftserwartung
Die Antwortkategorie „weder/noch“, welche ab 2008 zur Auswahl stand, wurde in dieser Grafik für beide
Berichtsjahre zu gleichen Teilen auf die Optimisten und Pessimisten verteilt.

24

76

26

74

30

32

33

70

68

67

23

77

27

73

27
38

39

35

62

61

64

72

27

74

29

27

30

28

24

22

33

71

73

70

72

76

78

67

1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Optimisten ("optimistisch" und "eher optimistisch")
Pessimisten ("eher pessimistisch" und "pessimistisch")

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

6

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Persönliche Zukunftserwartung
Befragte

1991

Gesamt
2,3
davon:
männlich
2,2
weiblich
2,5
davon:
18-34 Jahre
2,1
35-49 Jahre
2,2
50-64 Jahre
2,6
65-85 Jahre
2,5
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,3
Arbeitslose
2,6
Rentner/Pensionär
2,5
Studenten/Schüler
1,9
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,3
Fachhochschule
2,3
Meister/Techniker/
2,3
Fachschule
Berufsausbildung
2,3

1993
2,5

1995
1996
1997
1998
1999
2000
Mittelwerte ( 1,0 = „optimistisch“, 5,0 = „pessimistisch“ )
2,5
2,6
2,6
2,3
2,5
2,5

2003

2005

2,7

2,7

2,3
2,5

2,5
2,5

2,6
2,6

2,6
2,6

2,3
2,5

2,5
2,5

2,5
2,5

2,7
2,7

2,7
2,7

2,1
2,5
2,7
2,5

2,2
2,6
2,7
2,5

2,3
2,7
2,7
2,5

2,2
2,7
2,7
2,6

2,1
2,5
2,6
2,3

2,2
2,7
2,6
2,5

2,2
2,6
2,6
2,5

2,5
2,7
3,0
2,7

2,5
2,7
3,1
2,9

2,3
2,9
2,5
1,8

2,3
3,3
2,5
1,9

2,5
3,1
2,6
2,1

2,5
3,0
2,6
2,2

2,3
2,9
2,5
1,9

2,5
3,0
2,5
1,9

2,3
3,0
2,5
1,9

2,6
3,3
2,9
2,2

2,6
3,4
2,9
2,2

2,5
2,3

2,3
2,6

2,6
2,6

2,5
2,6

2,2
2,5

2,5
2,5

2,3
2,3

2,5
2,6

2,5
2,7

2,5

2,5

2,5

2,7

2,3

2,5

2,6

2,6

2,7

2,7

2,6

2,6

2,6

2,5

2,6

2,6

2,9

2,9

Persönliche Zukunftserwartung - Fortsetzung
Befragte

2006

Gesamt
2,6
davon:
männlich
2,7
weiblich
2,6
davon:
18-34 Jahre
2,2
35-49 Jahre
2,7
50-64 Jahre
3,0
65-85 Jahre
2,7
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,5
Arbeitslose
3,1
Rentner/Pensionär
2,9
Studenten/Schüler
2,1
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,3
Fachhochschule
2,3
Meister/Techniker/
2,7
Fachschule
Berufsausbildung
2,9

2007
2,5

2008
2009
2010
2011
2012
Mittelwerte ( 1,0 = „optimistisch“, 5,0 = „pessimistisch“ )
2,5
2,4
2,4
2,4
2,4

2013

2014

2,3

2,2

2,5
2,5

2,6
2,5

2,5
2,4

2,4
2,4

2,4
2,4

2,4
2,4

2,3
2,3

2,2
2,2

2,2
2,5
2,7
2,7

2,2
2,5
2,8
2,8

2,1
2,5
2,7
2,5

2,1
2,3
2,7
2,6

2,1
2,4
2,7
2,7

2,1
2,4
2,7
2,6

2,0
2,2
2,5
2,6

2,0
2,2
2,4
2,5

2,3
3,0
2,7
2,1

2,4
3,2
2,8
2,0

2,3
2,8
2,6
2,0

2,2
3,0
2,6
2,0

2,3
3,0
2,7
2,0

2,3
3,0
2,6
1,9

2,1
2,9
2,6
1,9

2,1
2,9
2,5
1,8

2,2
2,2

2,3
2,3

2,1
2,3

2,1
2,2

2,2
2,1

2,1
2,3

2,0
2,1

1,9
2,1

2,6

2,6

2,5

2,4

2,6

2,6

2,4

2,3

2,6

2,7

2,6

2,5

2,6

2,5

2,4

2,4

Persönliche Zukunftserwartung nach Stellung im Erwerbsleben
(Mittelwerte 1,0 = „optimistisch“ ... 5,0 = „pessimistisch“)
1,5

2

2,5

3

3,5

4
1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Erwerbstätige

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Arbeitslose

Rentner

Studenten/Schüler

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

7

Persönliche wirtschaftliche Situation
Wie beurteilen Sie allgemein Ihre gegenwärtige persönliche wirtschaftliche Lage?
sehr gut

gut

1

teils/teils
2

schlecht

3

sehr schlecht

4

5

 Die Leipzigerinnen und Leipziger schätzen ihre persönliche wirtschaftliche Situation im Jahr 2014
so gut wie nie zuvor seit 1991 ein. Nach anfänglich deutlicher Verbesserung stabilisierte sich ab
1993 die persönliche wirtschaftliche Lage aus Bürgersicht auf mittlerem Niveau, um in den Jahren
2003 bis 2006 negativer bewertet zu werden. Eine wieder etwas bessere, dennoch mäßige
Bewertung, folgt in den Jahren 2007 bis 2009. Für die Jahre 2012 und 2014 ist wiederum eine
leichte, schrittweise Verbesserung der Selbsteinschätzung zu konstatieren. Für den deutlichen
Bruch bei der Beurteilung der persönlichen wirtschaftlichen Situation vom Befragungsjahr 2000 zu
2003 kann der im Januar 2002 als neues Zahlungsmittel eingeführte Euro betrachtet werden. Die
Folgejahre sind geprägt von der weit verbreiteten Wahrnehmung, dass sich die Preise von Waren
und Dienstleistungen nach Einführung des Euro deutlich verteuert hätten und die Bürgerinnen und
Bürger sich mit einer gefühlt schlechteren finanziellen Lage konfrontiert sahen.
 Die Ergebnisse des Zeitvergleichs, insbesondere in den Jahren seit 2008, zeigen eine
kontinuierlich bessere Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation aus Sicht der
Bürgerinnen und Bürger. Im Jahr 2014 geht es mehr als der Hälfte der Befragten wirtschaftlich
„gut“ bis „sehr gut“. Entsprechend rückläufig fällt in diesem Zeitraum die negative Beurteilung aus
Bürgersicht aus. 9 Prozent der Bürgerschaft meinen, sich in einer „schlechten“ und nur 2 Prozent in
einer „sehr schlechten“ wirtschaftlichen Position zu befinden.
 Unterschiede in der Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Lage lassen sich am ehesten
anhand der Stellung im Erwerbsleben ausmachen. Erwerbstätige verharren diesbezüglich
zwischen 1991 bis 2009 im Durchschnitt auf einem mittleren Niveau. In den Jahren 2012 und 2014
verbessert sich ihre Selbsteinschätzung auf eine durchschnittlich gute Note. Arbeitslose hingegen
schätzen seit 1991 ihre wirtschaftliche Situation durchgängig als „schlecht“ ein. Vergleichsweise
dynamisch verläuft die Kurve der Rentnerinnen und Rentner um den Mittelwert 2,5; wobei für das
Jahr 2014 eine positive Entwicklung festzustellen ist. Studenten und Schüler bewerten ihre
wirtschaftliche Situation vergleichsweise günstig, wenngleich auch das Anspruchsniveau mit dem
der anderen Gruppen nicht vergleichbar sein dürfte.
 Die besten Bewertungen mit positiver Tendenz ergeben sich in den letzten Jahren vor allem für
Akademiker. Ab 2008 bewerten auch die Fachhochschulabsolventen ihre persönliche
wirtschaftliche Lage positiver, was auf die Personen mit Berufsausbildung ab 2009 zutrifft. Es bleibt
somit festzuhalten, dass höhere berufliche Abschlüsse nicht nur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt
verbessern, sondern auch Einfluss auf die Höhe des erzielten Einkommens und somit auf die
persönliche wirtschaftliche Situation haben.

Persönliche
wirtschaftliche
Situation
(in Prozent)
Persönliche
wirtschaftliche
Situation
5
15

3
9

3
12

3
11

3
13

3
11

3
11

3
11

40

39

42

38

36

37

38

4

5

5

15

14

15

44

42

40

4
13

3
10

10

37

40

42

38

42

41

40

45

5
12

9
33

55

45

44

41

44

46

46

46
35

36

37

51

24
5
5
4
4
4
3
3
3
3
3
3
3
1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2012 2014
sehr gut
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

8

gut

teils/teils

schlecht

sehr schlecht
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Persönliche wirtschaftliche Situation

Befragte

1991

1993

Gesamt
3,0
davon:
männlich
3,0
weiblich
3,0
davon:
18-34 Jahre
3,0
35-49 Jahre
2,9
50-64 Jahre
3,0
65-85 Jahre
2,9
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,8
Arbeitslose
3,6
Rentner/Pensionär
3,0
Studenten/Schüler
3,1
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,8
Fachhochschule
3,0
Meister/Techniker/
3,1
Fachschule
Berufsausbildung
3,2

2,7

1995
1996
1997
1998
1999
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr gut“, 5,0 = „sehr schlecht“ )
2,7
2,7
2,7
2,6
2,6

2000
2,6

2,6
2,7

2,7
2,7

2,7
2,7

2,7
2,7

2,6
2,6

2,7
2,6

2,7
2,6

2,6
2,7
2,7
2,5

2,7
2,8
2,8
2,6

2,7
2,7
2,7
2,5

2,7
2,8
2,8
2,4

2,7
2,8
2,6
2,3

2,7
2,7
2,7
2,3

2,7
2,7
2,6
2,4

2,5
3,6
2,6
2,4

2,6
3,7
2,6
2,7

2,6
3,5
2,6
2,8

2,6
3,5
2,5
2,7

2,6
3,5
2,4
2,6

2,6
3,5
2,4
2,7

2,6
3,4
2,5
2,8

2,5
2,5

2,5
2,6

2,4
2,6

2,5
2,6

2,3
2,6

2,4
2,5

2,4
2,5

2,8

2,8

2,6

2,8

2,5

2,6

2,7

2,9

2,8

2,8

2,8

2,8

2,8

2,8

Persönliche wirtschaftliche Situation - Fortsetzung

Befragte

2003

2005

Gesamt
2,8
davon:
männlich
2,9
weiblich
2,8
davon:
18-34 Jahre
2,9
35-49 Jahre
2,9
50-64 Jahre
2,9
65-85 Jahre
2,6
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,8
Arbeitslose
3,6
Rentner/Pensionär
2,6
Studenten/Schüler
2,8
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,5
Fachhochschule
2,5
Meister/Techniker/
2,7
Fachschule
Berufsausbildung
2,9

2,8

2006
2007
2008
2009
2012
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr gut“, 5,0 = „sehr schlecht“ )
2,8
2,7
2,7
2,7
2,6

2014
2,5

2,8
2,8

2,8
2,8

2,8
2,7

2,7
2,8

2,7
2,7

2,6
2,6

2,5
2,5

2,8
2,9
3,0
2,6

2,8
2,9
2,9
2,6

2,7
2,7
2,9
2,6

2,8
2,7
2,9
2,6

2,7
2,7
2,8
2,5

2,6
2,6
2,7
2,6

2,6
2,5
2,5
2,4

2,7
3,8
2,7
2,7

2,7
3,8
2,7
2,7

2,6
3,9
2,7
2,8

2,6
3,7
2,7
2,7

2,6
3,5
2,6
2,7

2,4
3,6
2,6
2,8

2,4
3,4
2,4
2,7

2,4
2,6

2,5
2,5

2,4
2,5

2,4
2,4

2,3
2,4

2,3
2,4

2,3
2,3

2,7

2,8

2,7

2,7

2,6

2,6

2,3

3,0

2,9

2,8

2,9

2,8

2,7

2,6

Persönliche
wirtschaftliche
nachStellung
Stellung
Erwerbsleben
Persönliche
wirtschaftliche Situation
Situation nach
im im
Erwerbsleben
(Mittelwerte
„sehr gut“
gut“...
...5,0
5,0==„sehr
„sehrschlecht“)
schlecht“)
(Mittelwerte 1,0 == „sehr

2

2,5

3

3,5

4

1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2012 2014
Erwerbstätige
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Arbeitslose

Rentner

Studenten/Schüler
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

9

Wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig
Wie beurteilen Sie allgemein die gegenwärtige wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig?
sehr gut

gut

1

teils/teils
2

schlecht

3

sehr schlecht

4

5

 Im Bericht 2009 wird noch konstatiert, dass Leipzigs wirtschaftliche Situation aus Bürgersicht nie
besonders gut war und auch in naher Zukunft wohl kaum als sorgenfrei zu betiteln sei. Die
wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Stadt sowie die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in
den letzten Jahren begründen jedoch ab 2009 eine deutliche Trendwende. Folgt man dem Urteil
der Leipziger Bürgerinnen und Bürger hat sich die wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig seit
2012 deutlich verbessert. Rückschläge in den Meinungen der Bürgerschaft in den Jahren 1996,
2000 sowie 2005/2006 konnten wieder ausgeglichen werden.
 Bewerten 1991 über drei Viertel aller Bürgerinnen und Bürger die wirtschaftliche Situation Leipzigs
mit "schlecht" oder "sehr schlecht", ist 1999 nur noch jeder Fünfte dieser Meinung. Ab 2000 steigt
die Zahl der Skeptiker deutlich an, um sich ab 2007/2008 kontinuierlich wieder zu verringern. 2009
schätzt circa jeder Vierte die städtische Wirtschaftslage negativ ein, im Jahr 2014 trifft dies nur
noch auf jeden Zehnten der Leipziger Bürgerschaft zu. Gleichzeitig ist bei aller positiven
Entwicklung dennoch festzuhalten, dass die meisten Leipzigerinnen und Leipziger dazu neigen, die
Lage mit dem unentschiedenen „teils/teils“ zu umschreiben.
 Die abgegebenen Bewertungen zur wirtschaftlichen Lage der Stadt Leipzig sind in sich recht
ausgewogen und werden von allen Altersklassen und sozialen Gruppen ähnlich eingeschätzt. So
unterscheidet sich das Meinungsbild der Akademiker kaum von dem der Arbeiter oder das der
Arbeitslosen kaum von dem der Erwerbstätigen. Jugendliche sind von jeher wohl etwas
optimistischer und geben noch die besten Noten für Leipzigs wirtschaftliche Lage. Insgesamt
gesehen reflektiert der Trend recht homogen die städtische Finanz- und Arbeitsmarktlage, die sich
im Zeitverlauf ab 2009 bis 2014 deutlich verbessert. Über alle Befragungsjahre hinweg zeigt sich
auch, dass die persönliche wirtschaftliche Lage günstiger eingeschätzt wird als die der Stadt.

Wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig

Wirtschaftliche Situation Leipzigs

7

3

6

18

30

29

28

3

4
25

19

5

7

7

18
51

28

4

3
12

23
31

5
24

9

21

31

48
52
57

48
53

61
54

61

56
54

52

53
48

55

57

48
39

19

3
1991

32

21

13
1993

1995

11

15

18

1996

1997

1998

sehr gut

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

10

19
1999
gut

21
2000
teils teils

15

14

13

2003

2005

2006

schlecht

19

16

18

3
2007

2008

2009

2012

2014

sehr schlecht

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig

Befragte

1991

Gesamt
4,0
davon:
männlich
4,0
weiblich
4,1
davon:
18-34 Jahre
4,1
35-49 Jahre
4,1
50-64 Jahre
4,0
65-85 Jahre
3,9
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
4,1
Arbeitslose
4,2
Rentner/Pensionär
3,9
Studenten/Schüler
4,1
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
4,1
Fachhochschule
4,1
Meister/Techniker/
4,0
Fachschule
Berufsausbildung
4,1

1993
3,3

1995
1996
1997
1998
1999
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr gut“, 5,0 = „sehr schlecht“ )
3,0
3,3
3,2
3,0
3,0

2000
3,0

3,3
3,2

3,0
3,0

3,3
3,3

3,2
3,1

3,1
3,0

3,1
3,0

3,1
3,0

3,2
3,3
3,3
3,2

2,9
3,0
3,1
3,1

3,1
3,3
3,4
3,2

3,1
3,2
3,3
3,0

3,0
3,1
3,0
2,9

3,0
3,1
3,1
2,9

2,9
3,1
3,1
2,9

3,2
3,5
3,4
2,9

3,0
3,3
3,0
2,7

3,3
3,5
3,3
3,0

3,2
3,3
3,1
2,9

3,1
3,1
2,9
3,0

3,0
3,2
2,9
2,8

3,0
3,1
3,0
2,8

3,2
3,2

3,0
3,1

3,2
3,3

3,2
3,1

3,1
3,0

3,1
3,1

3,1
3,1

3,3

3,0

3,2

3,2

3,1

3,0

3,1

3,3

3,0

3,3

3,2

3,1

3,0

3,0

Wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig - Fortsetzung

Befragte

2003

Gesamt
3,2
davon:
männlich
3,2
weiblich
3,2
davon:
18-34 Jahre
3,1
35-49 Jahre
3,3
50-64 Jahre
3,3
65-85 Jahre
3,2
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
3,2
Arbeitslose
3,4
Rentner/Pensionär
3,2
Studenten/Schüler
2,8
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
3,2
Fachhochschule
3,2
Meister/Techniker/
3,2
Fachschule
Berufsausbildung
3,3

2005
3,3

2006
2007
2008
2009
2012
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr gut“, 5,0 = „sehr schlecht“ )
3,3
3,1
3,2
3,1
2,8

2014
2,7

3,3
3,3

3,3
3,3

3,1
3,1

3,2
3,2

3,1
3,1

2,8
2,9

2,6
2,7

3,2
3,4
3,4
3,3

3,1
3,4
3,4
3,3

3,0
3,1
3,3
3,2

3,0
3,2
3,3
3,2

3,0
3,2
3,2
3,0

2,7
2,9
2,9
2,9

2,6
2,7
2,7
2,8

3,3
3,5
3,3
3,0

3,4
3,4
3,3
3,0

3,1
3,0
3,2
3,0

3,2
3,3
3,2
2,9

3,1
3,2
3,0
3,0

2,8
3,0
2,9
2,6

2,6
2,7
2,8
2,4

3,3
3,4

3,3
3,4

3,1
3,0

3,2
3,2

3,0
3,0

2,9
2,8

2,6
2,8

3,4

3,4

3,2

3,2

3,0

2,9

2,7

3,4

3,4

3,2

3,2

3,1

2,8

2,7

Wirtschaftliche
Situation
nachnach
Stellung
im im
Erwerbsleben
Wirtschaftliche
Situation
in derLeipzigs
Stadt Leipzig
Stellung
Erwerbsleben
(Mittelwerte
= „sehr
„sehr gut“
gut“ ...
...5,0
5,0==„sehr
„sehrschlecht“)
schlecht“)
(Mittelwerte 1,0
1,0 =

2
2,5
3
3,5
4
4,5
1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2012 2014
Erwerbstätige
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Arbeitslose

Rentner

Studenten/Schüler
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

11

Persönliches Nettoeinkommen
Wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?
unter 150 €

1

700 bis < 900 €

5

1500 bis < 1700 €

9

2600 bis < 2900 €

13

150 bis < 300 €

2

900 bis < 1100 €

6

1700 bis < 2000 €

10

2900 bis < 3200 €

14

300 bis < 500 €

3

1100 bis < 1300 €

7

2000 bis < 2300 €

11

3200 bis < 3600 €

15

500 bis < 700 €

4

1300 bis < 1500 €

8

2300 bis < 2600 €

12

3600 und mehr €

16

 Zu Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991 liegen die mittleren monatlichen Nettoeinkommen der
Leipzigerinnen und Leipziger bei 590 Euro. Bis 1996 erhöhen sie sich deutlich, um danach bis
1999 bei 971 Euro zu stagnieren. Im Jahr 2000 erreichen die monatlichen persönlichen Einkommen mit 1 023 Euro zunächst einen zwischenzeitlichen Höchststand, der für die kommenden
Jahre Bestand hat, denn in den Folgejahren sinken die Nettoeinkommen, ab 2003 auch wieder
deutlich unter 1 000 Euro. Erst seit 2010 ist erneut ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen, der im Jahr 2014 zum bisher höchsten durchschnittlichen persönlichen Nettoeinkommen
von 1 207 Euro führt. Woraus resultiert diese Entwicklung? Zunächst steigen Anfang der 1990er
Jahre die Arbeitseinkommen und die Renten sehr stark an. Jedoch führt dieser Anstieg nur teilweise zur Kaufkrafterhöhung, da insbesondere die Wohnkosten im gleichen Zeitraum eine ebenso
deutliche Aufwärtsentwicklung verzeichnen (vgl. auch Abschnitte Haushalts-Nettoeinkommen
sowie Wohnungsmiete und Mietbelastung). Nach einem Tiefpunkt im Jahr 2009, verursacht durch
die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise, ist in den letzten Jahren durch die positive
Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung in Leipzig ein kräftiger Aufschwung zu verzeichnen.
 Die geschlechterspezifische Betrachtung der persönlichen Einkommen zeigt über den gesamten
Zeitraum kaum interpretierbare Veränderungen. Im Durchschnitt liegt der Abstand im Zeitvergleich
bei 221 Euro zugunsten der Männer.
 Betrachtet nach Altersgruppen führen die mittleren Jahrgänge (35 bis 49 Jahre) die Einkommensentwicklung an. Seit 2013 können sie einen immensen Einkommenszuwachs verzeichnen. Die 50bis 64-Jährigen durchlaufen eine Entwicklung, die geprägt ist von wiederkehrenden Phasen der
Einkommenszuwächse und Einkommensverluste. Zu vermuten ist, dass diese Gruppe sehr stark
den Trends am Arbeitsmarkt unterlegen ist und stärker von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit als
andere Altersgruppen betroffen ist. Sehr homogen verläuft dagegen die Einkommenskurve der
älteren Leipziger Bevölkerung. Nach jahrelanger relativer Stagnation ist erst seit 2013 ein leichter
Einkommensanstieg zu vermerken. Alternierend verläuft im Zeitvergleich die Einkommensentwicklung der 18- bis 34-Jährigen. Der spätere Eintritt ins Erwerbsleben durch längere Ausbildungszeiten, geringere Einstiegsgehälter für Berufsanfänger, befristete Verträge oder Arbeitslosigkeit
nach Abschluss der Ausbildung werden bei den Jüngeren die Ursachen sein. Seit 2009 steigen
jedoch auch die Einkommen der jungen Erwachsenen kontinuierlich an.
 Die Stellung im Erwerbsleben ist ein Prädiktor für das persönliche Nettoeinkommen. Die
Einkommenskurve der Erwerbstätigen verläuft in den 1990er Jahren recht heterogen, verharrt in
den 2000er Jahren zunächst bei circa 1 200 Euro, um ab 2008 kontinuierlich anzusteigen, 2014 auf
1 487 Euro. Arbeitslose verfügen dagegen über ein vergleichsweise niedriges persönliches
Einkommen, im Durchschnitt etwa die Hälfte dessen, was Erwerbstätige monatlich verdienen. Nach
einem deutlichen Anstieg bis Ende der 1990er Jahre bleiben die Renten infolge nur geringer
Rentenerhöhungen oder gar gesetzlicher Nullrunden in den Folgejahren auf relativ gleichem
Niveau um 900 Euro. Erst ab 2013 steigen die Renten wieder und erreichen 2014 mit 1 034 Euro
den bisherigen Spitzenwert.
 Die berufliche Qualifikation dient ebenfalls als Prädiktor für das persönliche Nettoeinkommen. Im
Zeitverlauf ist eine kontinuierliche Erhöhung über alle beruflichen Qualifikationen hinweg zu
beobachten. Bis 2008 bleiben dabei auch die Abstände zwischen den Abschlüssen im Wesentlichen bestehen. Ab 2009 nähern sich jedoch die Einkommen der Fachhochschulabsolventen
denen der universitären Hochschulabsolventen an. Circa 10 Jahre nach Unterzeichnung des
Bologna-Prozesses (1999) liegt kaum mehr ein finanzieller Einkommensunterschied bei den
höheren Berufsabschlüssen vor.

12

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Persönliches Nettoeinkommen

Befragte

1991

1993

1995

1996

1997
1998
Median in Euro

1999

2000

2001

2002

590
859
Gesamt
davon:
männlich
665
971
weiblich
496
767
davon:
18-34 Jahre
562
846
35-49 Jahre
665
1023
50-64 Jahre
557
818
65-85 Jahre
409
723
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
639
1023
Arbeitslose
403
511
Rentner/Pensionär
409
695
Studenten/Schüler
258
358
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
767
1293
Fachhochschule
767
1136
Meister/Techniker/
665
967
Fachschule
Berufsausbildung
542
818

942

971

971

971

971

1023

1017

1000

1032
818

1042
869

1023
844

1056
844

1052
869

1074
895

1074
881

1087
859

920
1109
888
780

920
1125
920
869

869
1023
920
1019

837
1074
971
1023

844
1074
944
990

869
1165
971
1023

818
1125
1023
971

874
1100
915
1000

1074
614
767
358

1125
634
820
409

1074
649
897
425

1125
614
913
435

1092
614
910
440

1125
665
920
460

1204
620
869
514

1200
600
900
460

1313
1137

1328
1125

1278
1074

1396
1125

1380
1176

1432
1212

1508
1265

1500
1200

996

1012

1009

1023

1023

1023

1023

1100

869

869

869

869

877

902

906

970

2005

2006

2008

2009
2010
Median in Euro

2011

2012

2013

2014

980
969
Gesamt
davon:
männlich
1050
1100
weiblich
817
800
davon:
18-34 Jahre
756
650
35-49 Jahre
1100
1200
50-64 Jahre
941
979
65-85 Jahre
1000
990
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1200
1200
Arbeitslose
620
495
Rentner/Pensionär
950
900
Studenten/Schüler
500
495
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
1500
Hochschule/Universität
1500
1400
Fachhochschule
1300
Meister/Techniker/
1169
1100
Fachschule
914
Berufsausbildung
947

980

1005

977

1036

1066

1135

1152

1207

1100
800

1130
893

1059
900

1152
915

1162
964

1289
1011

1292
1009

1333
1117

700
1152
997
987

869
1249
1005
958

826
1233
938
982

914
1272
1017
980

973
1314
1079
998

1089
1299
1241
992

1063
1464
1202
1009

1071
1600
1228
1076

1200
600
900
500

1238
575
908
512

1246
572
937
448

1262
592
924
398

1295
668
949
562

1382
634
926
476

1412
610
979
556

1487
699
1034
563

1592
1400

1510
1380

1434
1463

1476
1472

1581
1494

1615
1596

1625
1563

1658
1664

1050

1095

1129

1082

1155

1140

1268

1349

900

954

927

1000

1004

1099

1120

1149

Persönliches Nettoeinkommen - Fortsetzung

Befragte

2003

Persönliches
nachGeschlecht
Geschlecht
(Median)
PersönlichesNettoeinkommen
Nettoeinkommen nach
(Median)
1.400 €
1.200 €
1.000 €
800 €
600 €

Gesamt
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Männer

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1991

400 €

Frauen
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

13

Persönliches Nettoeinkommen nach Altesrgruppen (Median)
Persönliches Nettoeinkommen nach Altersgruppen (Median)
1.700 €
1.500 €
1.300 €
1.100 €
900 €
700 €
500 €

18 bis 34 Jahre

35 bis 49 Jahre

50 bis 64 Jahre

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1991

1993

300 €

65 bis 85 Jahre

Persönliches Nettoeinkommen nach Stellung im Erwerbsleben (Median)
Persönliches Nettoeinkommen nach Stellung im Erwerbsleben (Median)
1.600 €
1.400 €
1.200 €
1.000 €
800 €
600 €
400 €

2014
2014

2012

2011

2010

2009

2013

Rentner

2008

2006

2005

2003

2002

Arbeitslose

2013

Erwerbstätige

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1991

200 €

Studenten/Schüler

Persönliches Nettoeinkommen nach beruflicher Qualifikation (Median)
Persönliches Nettoeinkommen nach beruflicher Qualifikation (Median)
1.800 €
1.600 €
1.400 €
1.200 €
1.000 €
800 €
600 €

Hochsch./Universität
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

14

Fachhochschule

Meister,Techniker,Fachschule

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1991

400 €

Berufsausbildung

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Nettoäquivalenzeinkommen
Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher
Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension, öffentliche
Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft, Wohngeld,
Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 300 €

1

1100 bis < 1300 €

6

2300 bis < 2600 €

11

4000 bis < 4500 €

16

300 bis < 500 €

2

1300 bis < 1500 €

7

2600 bis < 2900 €

12

4500 bis < 5000 €

17

500 bis < 700 €

3

1500 bis < 1700 €

8

2900 bis < 3200 €

13

5000 bis < 5500 €

18

700 bis < 900 €

4

1700 bis < 2000 €

9

3200 bis < 3600 €

14

5500 bis < 6000 €

19

900 bis < 1100 €

5

2000 bis < 2300 €

10

3600 bis < 4000 €

15

6000 und mehr €

20

 Um das Wohlstandsniveau von Personen unabhängig von Größe und Zusammensetzung ihres Haushalts zu beschreiben, wird das Haushaltsnettoeinkommen durch Bedarfsgewichte geteilt. Mit dem so
genannten Nettoäquivalenzeinkommen werden sowohl altersspezifische Bedarfe als auch Einsparungen gegenüber einem Einpersonenhaushalt berücksichtigt. Das Nettoäquivalenzeinkommen
berechnet sich aus dem Haushaltseinkommen dividiert durch eine von der OECD herausgegebene
Äquivalenzgröße. So wird jedem Haushaltsmitglied je nach Alter ein bestimmtes Bedarfsgewicht
zugesprochen. Der Haushaltsvorstand erhält ein Bedarfsgewicht von 1,0; jede weitere Person über
14 Jahre ein Bedarfsgewicht von 0,5. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren gehen mit einem
Bedarfsgewicht von 0,3 in die Berechnungen ein. Eine vierköpfige Familie mit zwei Erwachsenen und
zwei Kindern unter 14 Jahren hat somit ein Bedarfsgewicht von 2,1 (1+0,5+0,3+0,3). Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 2 500 Euro beliefe sich das Nettoäquivalenzeinkommen für jedes bedarfsgewichtete Haushaltsmitglied auf ca. 1 190 Euro.
 Die Entwicklung der Nettoäquivalenzeinkommen zeigt eine zunehmende Dynamik spätestens seit
dem Jahr 2011. Von den Steigerungen beim Nettoäquivalenzeinkommen profitieren dabei überdurchschnittlich Paare mit Kind(ern) und Paare ohne Kinder. Diese Entwicklung lässt sich allerdings bereits
seit Beginn der 2000er-Jahre beobachten: Einer unterdurchschnittlichen Entwicklung bei Alleinerziehenden, alleinstehenden Rentnern und Singles steht eine deutliche Verbesserung der Einkommenssituation bei Paaren mit und ohne Kind(ern) gegenüber. In der Konsequenz führt dies zu
einer Spreizung der Einkommenssituation bei den betrachteten Haushaltstypen.
Nettoäquivalenzeinkommen nach Haushaltstypen (Median)
1.800 €

1.600 €
1.400 €
1.200 €
1.000 €
800 €
600 €
2001

2002

2003

2005

2006

2008

2009

2010

2011

Gesamt

Singles

Paare mit Kind(ern)

Alleinstehende Rentner

Rentnerpaare

Alleinerziehende

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2012

2013

2014

Paare ohne Kind

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Befragte

2001

2002

2003

2005

2006

2010

2011

2012

2013

2014

1067

2008
2009
Median in Euro
1093
1151

Gesamt
darunter:
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner
Rentnerpaare

1075

1168

1080

1077

1148

1141

1219

1267

1314

1000
841
1099
1280
1000
1133

1021
818
1196
1293
1022
1200

900
800
1153
1333
1025
1200

800
792
1161
1295
1000
1230

900
890
1099
1333
1003
1200

.
857
1176
1370
1030
1171

1074
878
1327
1477
1046
1209

1036
906
1279
1590
1088
1164

1075
.
1426
1707
1087
1233

1152
1026
1461
1671
1138
1240

1240
1057
1585
1716
1151
1317

1060
.
1212
1438
1105
1186

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

15

Stellung im Erwerbs- und Berufsleben
Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu?
Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehr- bzw. Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)
beschäftigt in einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme (z. B. „1-Euro-Job“, Kommunal-Kombi, Bürger-arbeit),
in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt (z. B. Mutterschutz, Elternzeit)

1
2

Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer Umschulungsmaßnahme befindlich

3

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente)

4

Student/-in oder Schüler/-in

5

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

6

Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?
Selbständige/-r

1

mithelfende/-r Familienangehörige/-r

2

Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/in im erlernten
Beruf
ungelernte/-r, angelernte/-r, berufsfremd tätige/-r
Arbeiter/-in

leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer Dienst

6
7

3

Auszubildende/-r

8

mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter gehobener/ mittlerer
Dienst

4

etwas anderes (z. B. Wehr- bzw.
Bundesfreiwilligendienst)

9

einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher Dienst

5

 Mit dem Zusammenbruch des ostdeutschen Arbeitsmarktes nach der Wiedervereinigung sinkt der
Anteil Erwerbstätiger kontinuierlich und erreicht 2005 mit 45 Prozent seinen Tiefstand. Seither steigt
der Erwerbstätigenanteil wieder moderat an. Umgekehrt entwickelt sich der Anteil Arbeitsloser: er
steigt noch bis 2002 und hat sich seitdem mehr als halbiert. Der Anteil der Rentner/Pensionäre hat
sich durch den starken Zuzug junger Erwerbsfähiger in den letzten Jahren leicht verringert.
 Anhand der Entwicklung der beruflichen Stellung der Leipzigerinnen und Leipziger werden die
Bildungsexpansion und der Wandel der Arbeitswelt sichtbar. So nimmt der Anteil an Facharbeitern in
den letzten 23 Jahren deutlich ab. Andererseits steigt der Anteil Selbstständiger und liegt aktuell mit
13 Prozent leicht über dem deutschen Durchschnitt.
Stellung im Erwerbsleben

24

24

25

27

8

11

18

9

9

12

11

10

4

4

3

5

4

8

9

9

6

7

6

6

5

7

8

24

23

32

33

31

28

30

29

30

29

29

30

26

27

10

12

6

6

10

10

5

12

8

8

12

8

6

14

45

45

46

51

51

50

54

54

57

58

45

56

4

4

3

6

5

7

4

3

6

4

7

2011

21

17

4

5

2010

5

2009

60

6

9

4

2008

8

5

9

8

2007

20

5

9

7

2006

3

3

4

2005

80

3

2003

100

56

57

57

54

53

2000

2001

56

1999

58

1998

56

1997

58

1995

66

1993

40
20

Erwerbstätige

Arbeitslose, Arbeitssuchende

Rentner, Pensionär

Student, Schüler

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2014

2013

2012

2002

1996

1992

1991

0

Sonstige

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stellung im Berufsleben
Befragte

1993 1995 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

darunter:
Selbstständige/-r, einschließlich
8
mithelfende/-r Familienangeh.
leitende/-r Angestellte/-r, Beamte/-r
7
höherer Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r, Beamte/-r
21
gehobener/mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r, Beamte/-r
28
einfacher Dienst
Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/31
in im erlernten Beruf
ungelernte/-r / angelernte/-r,
5
berufsfremd tätige/-r Arbeiter/-in
1
Auszubildende/-r

16

7

10

11

13

12

11

13

11

13

12

12

12

11

12

12

12

10

13

7

8

10

8

10

8

5

5

5

6

6

7

5

7

8

7

8

8

23

24

22

22

20

19

17

18

18

16

18

20

20

19

18

17

19

21

28

28

30

25

29

30

26

27

22

23

24

32

31

28

29

29

31

31

21

19

19

21

17

19

22

19

19

19

16

14

11

16

15

18

13

12

7

10

8

10

7

7

9

10

10

9

8

6

11

7

8

8

8

6

6

1

1

2

5

6

6

7

9

10

12

6

7

7

7

7

8

6

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Zufriedenheit mit dem Wohnviertel
Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie ganz allgemein mit dem Wohnviertel, in dem Sie leben?
sehr zufrieden

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

sehr unzufrieden

4

5

 Die Wohnzufriedenheit hängt sehr eng mit der Wohnumgebung zusammen. Dabei spielen
räumliche Aspekte wie zum Beispiel die Freizeitinfrastruktur und Naherholungsmöglichkeiten im
Viertel sowie deren Wahrnehmung und Bewertung, aber auch persönliche Affinitäten wie Lebensstile und Wertvorstellungen eine Rolle. Ein befriedigendes Wohnumfeld kann durch die Stadt
geschaffen werden, wenn Faktoren, die zur Abwertung von Wohnvierteln führen, lokalisiert und
abgestellt werden, und anschließend kontinuierlich an der Aufwertung dieser Wohngegenden
gearbeitet wird.
 Die Zufriedenheit mit der Wohnumgebung verläuft anfangs noch leicht diskontinuierlich. Erst ab
2008 pegelt sich der Wert zur Wohnumfeldzufriedenheit bei einem Anteil von mehr als drei Viertel
zufriedener Leipzigerinnen und Leipziger ein, mit einem Spitzenwert von 81 Prozent im Jahr 2009.
In den Jahren 2013 und 2014 geben wiederum jeweils drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger an,
mit ihrer Wohnumgebung „sehr zufrieden“ und „zufrieden“ zu sein. Nur 4 bzw. 6 Prozent sind in
diesen beiden Jahren mit ihrem direkten Wohnumfeld unzufrieden. Zu berücksichtigen bleibt, dass
sich die Ergebnisse innerhalb Leipzigs zwischen den Stadtbezirken und Ortsteilen zum Teil
deutlich unterscheiden und vom Gesamtstadtergebnis abweichen.
 Die 65- bis 85-jährigen Leipzigerinnen und Leipziger sind im Vergleich zu den anderen Teilgruppen
am zufriedensten mit ihrer Wohnumgebung. Es ist zu vermuten, dass ältere Bürger (Rentner und
Pensionäre) aufgrund meist längerer Wohndauer im Viertel ohnehin stärker mit ihrem Wohnviertel
verbunden sind, oftmals ein persönliches Netzwerk in der Nachbarschaft aufbauen konnten und
das Wohnumfeld so insgesamt besser bewerten. Aber auch die jüngeren Leipzigerinnen und
Leipziger sind nunmehr deutlich zufriedener mit ihrem Wohnumfeld, als dies noch in den 1990er
Jahren der Fall war. Sie stellen, ebenso wie die mittleren Altersjahrgänge, der Wohnumgebung
durchschnittlich gute Noten aus.

Zufriedenheit
dem Wohnviertel
Zufriedenheit
mit demmit
Wohnviertel
(in Prozent)
7

7

15

18

3
10
26

3
7
26

6
22

7

6

5

26

23

23

4

18

5
23

4

7

7

5

4

3

5

19

14

11

15

17

21

19

47

55

55

54

53

52

54

24

26

23

21

27
32
48
46

48

15

16

53

51

49

54

21

16

49

41
37

10

6

18

15

29

21

28

22

26

1991 1993 1995 1997 1998 1999 2002 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2012 2013 2014
sehr zufrieden
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

sehr unzufrieden
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

17

Zufriedenheit mit dem Wohnviertel
Befragte

1991

Gesamt
2,7
davon:
männlich
2,7
weiblich
2,7
davon:
18-34 Jahre
2,9
35-49 Jahre
2,8
50-64 Jahre
2,5
65-85 Jahre
2,5
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,8
Arbeitslose
2,7
Rentner/Pensionär
2,5
Studenten/Schüler
2,7
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,8
Fachhochschule
2,7
Meister/Techniker/
2,7
Fachschule
Berufsausbildung
2,8

1993

1995
1997
1998
1999
2002
2003
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr zufrieden“, 5,0 = „sehr unzufrieden“ )

2005

2,8

2,4

2,3

2,2

2,3

2,2

2,2

2,0

2,9
2,8

2,4
2,4

2,4
2,3

2,2
2,2

2,3
2,2

2,2
2,1

2,2
2,2

2,0
2,0

3,0
3,0
2,6
2,6

2,6
2,5
2,2
2,2

2,5
2,4
2,2
2,1

2,3
2,3
2,1
2,1

2,3
2,3
2,3
2,1

2,3
2,3
2,1
1,9

2,2
2,3
2,3
2,1

2,1
2,0
2,0
1,9

2,9
2,9
2,6
2,9

2,5
2,3
2,2
2,5

2,4
2,5
2,2
2,3

2,3
2,2
2,1
2,0

2,3
2,3
2,2
2,5

2,2
2,2
2,0
2,6

2,2
2,4
2,2
2,1

2,0
2,1
1,9
2,0

2,9
2,8

2,4
2,4

2,4
2,4

2,0
2,3

2,2
2,2

2,1
2,0

2,1
2,1

1,9
2,0

2,9

2,5

2,3

2,2

2,3

2,1

2,2

2,0

2,7

2,3

2,3

2,3

2,3

2,2

2,3

2,0

Zufriedenheit mit dem Wohnviertel - Fortsetzung
Befragte

2006

Gesamt
2,2
davon:
männlich
2,2
weiblich
2,1
davon:
18-34 Jahre
2,3
35-49 Jahre
2,2
50-64 Jahre
2,1
65-85 Jahre
2,1
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2,2
Arbeitslose
2,4
Rentner/Pensionär
2,1
Studenten/Schüler
2,1
darunter mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
2,0
Fachhochschule
2,1
Meister/Techniker/
2,2
Fachschule
Berufsausbildung
2,2

2007
2008
2009
2010
2012
2013
Mittelwerte ( 1,0 = „sehr zufrieden“, 5,0 = „sehr unzufrieden“ )
2,1
2,1
2,0
2,0
2,0
2,1

2014
2,1

2,1
2,1

2,2
2,1

2,1
2,0

2,1
2,0

2,0
2,0

2,1
2,1

2,1
2,1

2,0
2,1
2,1
2,0

2,2
2,1
2,1
2,0

2,1
2,0
2,1
1,9

2,0
2,1
2,1
1,9

2,1
2,0
2,1
1,9

2,1
2,0
2,1
2,0

2,0
2,2
2,2
2,0

2,1
2,2
2,0
2,1

2,1
2,3
2,0
2,0

2,0
2,1
1,9
2,0

2,0
2,3
1,9
2,2

2,0
2,3
1,9
2,0

2,0
2,3
2,0
2,0

2,1
2,4
2,1
1,9

1,8
2,0

2,0
2,0

1,9
2,0

2,0
2,1

1,9
2,0

1,9
2,0

2,0
2,0

2,2

2,1

2,0

2,1

2,2

2,1

2,0
2,1

2,0
2,1

2,0
2,1

2,2
2,1

Zufriedenheit
mit dem
nachnach
Altersgruppen
Zufriedenheit
mitWohnviertel
dem Wohnviertel
Altersgruppen
(Mittelwerte
1,0
=
„sehr
zufrieden“
...
5,0
=
„sehr
(Mittelwerte 1,0 = „sehr zufrieden“ ... 5,0 = unzufrieden“)
„sehr unzufrieden“)
1,5

2,0

2,5

3,0

3,5
1991 1993 1995 1997 1998 1999 2002 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2012 2013 2014
18 bis 34 Jahre
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

18

35 bis 49 Jahre

50 bis 64 Jahre

65 bis 85 Jahre

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Vorwiegend genutzte Verkehrsmittel
Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für welchen Reisezweck?
Ich benutze überwiegend für Wege ...
a) zur Arbeit

Straßenbahn

Bus

Pkw/Krad

Eisen-/ S-Bahn

Fahrrad

gehe zu Fuß

b) zur Ausbildung
c) zu Einkäufen
d) in der Freizeit/zur Erholung
e) in die Leipziger Innenstadt, allgemein

 Die Pkw-Nutzung bei Wegen zur Arbeit unterliegt zwischen 1993 und 2014 interessanten
Veränderungen. Während der Anteil der Männer, die einen Pkw für den Weg zur Arbeit nutzen, in
dieser Zeit von 63 Prozent auf 47 Prozent fällt (-16 Prozentpunkte), steigt der Anteil bei den Frauen
im selben Zeitraum von 33 Prozent auf 42 Prozent (+9 Prozentpunkte). Insgesamt ergibt sich für
diesen Zeitraum bei der Pkw-Nutzung für Arbeitswege ein leichter Rückgang um 5 Prozentpunkte.
 Für die Wege zum Einkauf erweist sich der Pkw in allen Altersklassen weiterhin unangefochten als
Verkehrsmittel Nr. 1. Der in den letzten Jahren beobachtbare Rückgang beim motorisierten
Individualverkehr (MIV) für Fahrten in die Leipziger Innenstadt und zur Arbeit ist vor allem einem
Zuwachs an Fahrradmobilität geschuldet. Während der Anteil an Fußgängern im Wesentlichen
konstant bleibt, ist für die Fahrradnutzung und folglich für den Anteil des nicht motorisierten
Individualverkehrs (NMIV) insgesamt eine ansteigende Tendenz feststellbar, welche wohl in den
nächsten Jahren weiter anhalten dürfte. So wird im Jahr 2014 bereits knapp jeder dritte Arbeitsweg
und mehr als jeder dritte Weg ins Stadtzentrum umweltschonend mit dem Rad bzw. zu Fuß zurückgelegt. Gründe hierfür sind u.a. ein konsequenter Ausbau des Leipziger Radwegenetzes, ein
vermutlich im Zeitverlauf gestiegenes Umweltbewusstsein sowie die Parkplatz- und Kostenfrage.
Insbesondere junge Leute (Studenten und Schüler) setzen auf Fahrradmobilität.
 Dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gelang es hingegen nicht, seine Anteile an der
Verkehrsmittelnutzung zu erhöhen. Zwar bleibt die Straßenbahn für Wege in die Innenstadt nach
wie vor das am häufigsten frequentierte Verkehrsmittel, konnte aber hier im Zeitverlauf keine Bedeutungsgewinne erzielen und verliert hingegen, auch bei den Wegen zur Arbeit und zu Einkäufen,
gegenüber den 1990er Jahren leicht an Stellenwert.

Pkw-Nutzung für den Weg zur Arbeit nach Geschlecht

80
70
60
50
40

30
20
10
0
1993 1995 1996 1998 1999 2000 2002 2003 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Frauen
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Männer

Gesamt
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

19

Nutzung der Verkehrsmittel (Modal Split) nach dem Reisezweck
Wege zur Arbeit

17

34

49

16

33

51

14

14

16

32

33

31

54

53

53

18

18

28

18

29

34

54

20

24

27

29

52

47

22

26

24
29

53

52

47

45

21

23

30

28

49

30

24

49

46

25

31

24
24

51

44

1993 1995 1996 1998 1999 2000 2002 2003 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
PKW/Krad

24

25

27

28

24

15

15

17

25

31

16

Straßenbahn/Bus/Zug
Einkaufswege

29

33

14

11
22

51

58

59

57

59

57

56

45

Fahrrad/zu Fuß

33

34

32

33

34

34

37

14

12

10

12

12

13

10

53

54

57

55

54

53

53

33

10

56

36

12

53

1993 1995 1996 1998 1999 2000 2002 2003 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
PKW/Krad

Straßenbahn/Bus/Zug

Fahrrad/zu Fuß

Wege in die Leipziger Innenstadt

17

18

30

54

47

21

23

47

51

24

50

52

27

51

30

46

32

31

46

46

29
41

45

32

44
43

41

29

35

31

28

18
1995

1998

1999

2000

2003
Pkw/Krad

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

20

27

22

23

23

23

26

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Straßenbahn/Bus/Zug

38

17
2012

24

20

2013

2014

Fahrrad/zu Fuß
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Lärmbelastung
Werden Sie in Ihrer Wohnung bzw. Wohnumgebung durch Lärm gestört? Geben Sie bitte an, wie stark Sie sich durch
folgende Lärmarten belästigt fühlen.
sehr stark
stark
mittel
schwach überhaupt nicht
a) Kfz-Straßenlärm
1
2
3
4
5
b) Straßenbahnverkehrslärm
c) Eisenbahnverkehrslärm
d) Flugverkehrslärm
e) Baustellenlärm
f) Industrie-/Gewerbelärm
g) anderer Lärm (z.B. Freizeit, Sport, Veranstaltungen)

 Die Einschätzung der Lärmbelastung wird in der Kommunalen Bürgerumfrage seit dem Jahr 2001
für unterschiedliche Lärmquellen erhoben. Im Erhebungszeitraum gibt es für 3 Lärmquellen
stärkere Veränderungen.
 So nimmt der Anteil der Befragten, die eine „sehr starke“ und „starke“ Lärmbelastung durch den
Straßenverkehr wahrnehmen, leicht zu. Betrachtet man nun das erste Erhebungsjahr 2001 und das
letzte Erhebungsjahr 2014, so ist die Steigerung mit +3 Prozentpunkten allerdings sehr moderat.
 Gleichzeitig sinkt die Lärmbelastung durch den Schienenverkehr in den letzten beiden Jahren. Da
hier allerdings auch das Fragemodell leicht abgeändert wurde, bleibt abzuwarten, ob sich die als
gering empfundene Lärmbelastung durch den Schienenverkehr auch in den kommenden Jahren so
darstellt.
 Von einem insgesamt sehr niedrigen Niveau bis 2006 steigt der Anteil der Befragten, die eine „sehr
starke“ und „starke“ Lärmbelastung durch den Flugverkehr wahrnehmen, seit Inbetriebnahme des
DHL Luftdrehkreuzes an.
 Für die übrigen Lärmarten (Baustellenlärm, Industrie-/Gewerbelärm und anderer Lärm) ist in den
Jahren 2001 bis 2014 kaum eine Veränderung festzustellen. Relativ wenige Bürgerinnen und
Bürger sind (sehr) stark von Industrie-/Gewerbelärm betroffen. Ähnlich verhält es sich mit dem
Baustellenlärm: zwischen 5 und 8 Prozent der Befragten geben an, sich durch Baustellenlärm „sehr
stark“ oder „stark“ belastet zu fühlen.

Lärmbelastung (sehr stark und stark) nach Lärmquellen
25

20

15

10

5

0
2001
Straßenverkehr

2005

2006
Schienenverkehr

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2007

2008

Flugverkehr

2010
Baustellen

2011

2012

Industrie/Gewerbe

2014
anderer Lärm

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

21

Lärmbelastung durch Straßenverkehr
2001

2005

2006

2007

2008
in Prozent

2010

2011

2012

2014

sehr stark

8

7

8

7

6

8

7

9

8

stark

10

8

13

13

11

11

11

13

13

mittel

28

26

27

28

26

30

27

30

25

schwach

36

36

33

35

35

35

36

34

36

überhaupt nicht

18

24

19

17

22

16

20

15

18

Belastung

Lärmbelastung durch Schienenverkehr (ab 2012 Mittelwert aus Straßenbahnverkehrslärm und Eisenbahnverkehrslärm)
2001

2005

2006

2007

2008
in Prozent

2010

2011

2012

2014

sehr stark

5

3

5

4

4

4

5

2

3

stark

6

6

8

7

8

7

7

4

4

mittel

14

16

16

16

17

20

16

12

10

schwach

27

27

28

31

27

28

27

25

23

überhaupt nicht

48

48

43

42

43

42

45

55

59

2001

2005

2006

2007

2008
in Prozent

2010

2011

2012

2014

sehr stark

1

0

1

2

3

3

2

3

2

stark

2

2

1

4

6

6

4

7

5

mittel

12

11

9

10

16

16

13

13

12

schwach

36

29

32

35

32

35

31

32

30

überhaupt nicht

49

58

57

49

44

41

51

44

51

2001

2005

2006

2007

2008
in Prozent

2010

2011

2012

2014

sehr stark

2

3

2

2

2

3

2

3

3

stark

3

3

4

4

3

4

4

4

5

mittel

11

10

10

12

10

12

10

13

15

schwach

24

19

25

26

24

30

26

28

28

überhaupt nicht

59

64

58

57

61

51

58

52

49

Belastung

Lärmbelastung durch Flugverkehr
Belastung

Lärmbelastung durch Baustellen
Belastung

Lärmbelastung durch Industrie/Gewerbe
2001

2005

2006

2007

2008
in Prozent

2010

2011

2012

2014

sehr stark

1

0

1

0

1

1

1

1

1

stark

1

1

1

1

1

2

1

1

1

Belastung

mittel

3

3

4

2

4

3

4

5

4

schwach

10

10

12

14

12

14

11

15

15

überhaupt nicht

85

85

82

82

83

79

83

78

80

Lärmbelastung durch anderen Lärm
2001

2005

2006

2007

2008
in Prozent

2010

2011

2012

2014

sehr stark

2

2

2

2

2

2

2

3

2

stark

4

4

4

2

4

4

5

3

4

mittel

9

11

12

10

10

13

11

11

10

schwach

22

22

28

27

25

28

27

27

28

überhaupt nicht

64

62

54

59

58

53

55

56

57

Belastung

22

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Nutzung der Volkshochschule
Die Stadt Leipzig ist Träger der Volkshochschule. Nutzen Sie gegenwärtig Angebote der Volkshochschule?
ja

nein, habe es aber vor

1

nein, habe es auch nicht vor

2

3

 Seit 2005 wird im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage in unregelmäßigen Abständen auch die
Nutzung der Volkshochschule Leipzig erfragt. Seither hat es beim Nutzeranteil keine Veränderungen
gegeben: Sowohl 2005, als auch 2010, 2011 und 2013 gaben 5 Prozent aller Leipzigerinnen und
Leipziger an, gegenwärtig Angebote der Volkshochschule zu nutzen.
 Berücksichtigt man den Bevölkerungszuwachs den Leipzig in den letzten Jahren zu verzeichnen hat,
so bedeuten konstante Anteilswerte allerdings eine Zunahme der Nutzerschaft. Daneben hat sich im
Zeitraum von 2005 (2314 Veranstaltungen der Volkshochschule) zu 2013 (2640 Veranstaltungen)
auch die Zahl der Kurse erhöht.
 Zu beachten ist außerdem, dass der auf die Einwohnerzahl hochgerechnete Anteil nicht der
gesamten Nutzerzahl der VHS entspricht, da auch Personen aus dem Umland die Angebote der
Volkshochschule nutzen.
 Leipziger Frauen nutzen Volkshochschulkurse häufiger als Männer. Das geschlechterspezifische
Nutzerverhalten ist in diesem Zeitraum nahezu unverändert.
 Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich 2013 jedoch der Anteil an potentiellen Nutzern verringert.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt bei der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen. Diese
Altersgruppe ist von Studierenden (und Schülern) dominiert. Unter den Studierenden (und Schülern)
hat sich der Anteil der Befragten, die den Besuch eines Volkshochschulkurses planen, von
50 Prozent im Jahr 2005 auf 24 Prozent im Jahr 2013 halbiert.
2005

2010

2011

2013

in Prozent

Befragte

ja

5
Gesamt
davon:
3
männlich
6
weiblich
davon:
4
18-34 Jahre
7
35-49 Jahre
4
50-64 Jahre
2
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
6
Erwerbstätige
2
Arbeitslose
3
Rentner/Pensionär
4
Studenten/Schüler

24

nein,
habe
es
auch
nicht
vor
71

24
25

73
69

3
7

21
30

75
62

3
6

23
26

73
68

3
7

19
23

77
70

38
32
18
6

58
61
77
92

3
8
7
6

37
27
22
12

60
65
71
83

4
6
4
5

32
29
22
10

64
64
74
85

5
6
6
4

25
27
20
8

70
67
74
88

30
26
8
50

64
72
89
45

5
8
7
0

31
21
14
47

64
71
79
53

5
2
5
0

32
14
11
40

63
84
83
60

6
5
5
6

26
22
9
24

69
72
86
70

nein,
habe
es
aber
vor

ja

nein,
habe
es
aber
vor

5

26

nein,
habe
es
auch
nicht
vor
69

ja

nein,
habe
es
aber
vor

5

25

nein,
habe
es
auch
nicht
vor
71

ja

nein,
habe
es
aber
vor

5

21

nein,
habe
es
auch
nicht
vor
74

Nutzung der Volkhochschule Leipzig
80

74

71

69

71

24

26

25

5

5

5

5

2005

2010

2011

2013

60
40
20

21

0
ja
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

nein, habe es aber vor

nein, habe es auch nicht vor
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

23

Teil II
Lebensbedingungen der
Leipziger Haushalte

24

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Hauptquelle des Lebensunterhalts
Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushalts?
Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Bundesfreiwilligendienstvergütung, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)
Arbeitslosengeld I
Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)
Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII
Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)
Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)

 Die Haupteinkommensquelle der Leipziger Privathaushalte hat in den letzten gut 20 Jahren eine
gewisse Dynamik entfaltet und spiegelt sowohl den demografischen Wandel sowie – in den letzten
Jahren – auch die Bevölkerungszunahme bei jungen Erwachsenen wider. 1993 finanzierten sich
60 Prozent der Haushalte hauptsächlich durch Erwerbstätigkeit und jeder elfte von Arbeitslosenbezügen. Bis zur Phase des starken städtischen Wachstums nahm der Anteil derjenigen, die ihren
Lebensunterhalt vorwiegend aus Renten bestreiten, von ca. 20 auf bis zu 35 Prozent deutlich zu.
Dies ist auf die bis etwa 1995 relativ hohe Zahl an Vorruheständlern sowie durch die generelle
Alterung der Stadt (demografischer Wandel) zurückzuführen, die seinerzeit ein prägender
demografischer Prozess war. Die ab 2002 erfolgte Einbeziehung der 76- bis 85-Jährigen wirkt
verstärkend auf die Befunde.
 Seit 2005 steigt durch die hohe Zuwanderung und durch einen Beschäftigungsaufschwung die Zahl
der Haushalte wieder, die sich durch Erwerbsarbeit finanziert. Aktuell ist dieser Anteil wieder
deutlich – auf knapp 60 Prozent – gestiegen. Erfreulich ist zudem, dass sich der Anteil der
Leipziger Haushalte, deren Hauptquelle des Unterhalts Arbeitslosenbezüge sind, in den letzten
10 Jahren fast halbiert hat.
 Die Einkommensstrukturen der einzelnen Haushaltstypen unterscheiden sich deutlich. So ist der
Anteil der Paare mit Kind(ern), die hauptsächlich von Arbeitseinkommen leben, mit meist über
90 Prozent überdurchschnittlich hoch. Das ist in der Regel gegeben, wenn mindestens ein Elternteil vollbeschäftigt ist. Seit 2010 steigt bei diesem Haushaltstyp der Anteil derer, die ein Erwerbseinkommen als Haupteinkommensquelle des Haushaltes angeben. Gleichzeitig sind Arbeitslosenbezüge bei Paaren mit Kind(ern) immer seltener die Hauptquelle des Lebensunterhaltes.
 Mit 71 Prozent (Alleinerziehende) bzw. 72 Prozent (Singles) ist der Anteil derjenigen Haushalte, die
sich hauptsächlich durch Erwerbseinkommen finanzieren im Jahr 2014 auf neue Höchststände geklettert bzw. hat diese wieder erreicht. Von den Alleinerziehenden und Singles muss jedoch auch
ein weit höherer Anteil von den Zahlungen der Arbeitsagenturen leben als bei anderen Haushaltstypen. Allerdings gehen diese Anteile bei beiden Haushaltstypen in den letzten Jahren zurück. Bei
den Singles betrifft dies 2014 noch 15 Prozent, bei den Alleinerziehenden immerhin noch jeden
vierten Haushalt. Anzumerken ist, dass die Sozialhilfe als Pendant zum aktuellen Arbeitslosengeld
II bis 2005 den sonstigen Einkommen zugeordnet wurde.

5

7

7

8

6

4

4

7

4

4

5

5

21

27

29

29

27

31

30

26

35

34

32

32

34

31

32

30

29

30

27

28

9

5

8

9

8

8

9

10

9

8

11

12

9

15

11

11

10

12

9

10

50

49

47

50

49

53

51

54

56

56

58

59

2003

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

57

60

59

58

59

58

58

58

2001

6

2000

4

1999

3

1998

6

1997

4

1996

4

1995

8

1993

13

2002

Hauptquelle des Lebensunterhalts

Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Arbeitslosenbezüge

Renten/Pensionen

alle übrigen Einkommen

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

25

Hauptquelle des Lebensunterhalts nach ausgewählten Haushaltstypen

5
11

92

91

92

89

86

91

88

85

2005

2007

2008

2009

Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit

7

6

5

4

3

91

92

93

94

95

Arbeitslosenbezüge

2014

5
8

2013

7

2012

4
9

2011

7
5

2010

5

2003

1995

1993

3
6

2001

96
85

6

1999

8
7

1997

Paare mit Kindern

sonstige Einkommen

22

11

20

17

19

14

21

7

10

7

6

37

27

33

32

63

60

62

2011

7

2010

Alleinerziehende

26

18
18

20

18

18

33

4

4

27

25

70

71

Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit

Arbeitslosenbezüge

2014

56

2013

2003

2000

51

53

2012

61

2008

63

1998

63

1997

62

1996

71

1995

1993

71

2006

23

sonstige Einkommen

Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

26

66

67

22

59

Arbeitslosenbezüge

13

13

21

18

16

15

67

69

68

71

72

2014

22

12

2013

52

23

10

2012

61

11

2011

65

29

11

2010

69

21

19

2009

65

16

19

2007

17

18

2005

66

1995

1993

67

21

18

2003

11

14

2001

11

14

1999

23

1997

22

2008

Singles
18
15

sonstige Einkommen
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Haushalts-Nettoeinkommen
Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher
Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension,
öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft,
Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 300 €

1

1100 bis < 1300 €

6

2300 bis < 2600 €

11

4000 bis < 4500 €

16

300 bis < 500 €

2

1300 bis < 1500 €

7

2600 bis < 2900 €

12

4500 bis < 5000 €

17

500 bis < 700 €

3

1500 bis < 1700 €

8

2900 bis < 3200 €

13

5000 bis < 5500 €

18

700 bis < 900 €

4

1700 bis < 2000 €

9

3200 bis < 3600 €

14

5500 bis < 6000 €

19

900 bis < 1100 €

5

2000 bis < 2300 €

10

3600 bis < 4000 €

15

6000 und mehr €

20

 Bei der Erhebung des Haushalts-Nettoeinkommens erfolgt ab 2002 eine Gewichtung an Eckwerte
des Mikrozensus hinsichtlich der Verteilung beruflicher Bildungsabschlüsse, was eine leichte
Absenkung der durchschnittlichen Einkommen bewirkt.
 Die Entwicklung der Haushalts-Nettoeinkommen ist im ersten Jahrzehnt des Betrachtungszeitraums durch eine Phase des von der Tarif- und Rentenpolitik geprägten starken Anstiegs von
1 099 Euro im Jahr 1992 auf 1 483 Euro im Jahr 1995 und eine praktische Stagnation seit 1996
gekennzeichnet. Ab 2002, der oben erwähnten Anpassung, sinken die Haushaltseinkommen
zunächst deutlich, um im Jahr 2008 mit 1 379 Euro einen Tiefpunkt zu erreichen. Die wirtschaftliche Entwicklung Leipzigs und die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt bewirken ab 2012 eine
kontinuierliche Steigerung der Haushaltseinkommen auf den bisherigen Spitzenwert im Jahr 2014
in Höhe von 1 662 Euro.
 Tendenziell verlaufen die Kurven für das Haushalts-Nettoeinkommen nach vorwiegender Erwerbstätigkeit für die drei ausgewiesenen Teilgruppen zwar auf unterschiedlichem Niveau aber relativ
gleichförmig. Ab 2013 ist eine leicht steigende Tendenz in allen drei Teilgruppen feststellbar.
Größere Haushalte, in der Regel solche mit Kind(ern), verfügen im Mittel über die höchsten
Einkommen, im Jahr 2014 über mehr als 3 100 Euro. Paare mit Kind(ern) haben auch den mit
Abstand höchsten Einkommenszuwachs in den vergangenen zehn Jahren zu verzeichnen
(zwischen 2005 und 2014 eine Steigerung um circa 750 Euro). Alleinerziehende befinden sich
dagegen häufig in einer prekären Einkommenssituation. Im Vergleich zu den Vorjahren haben
jedoch auch sie nennenswerte Einkommensgewinne erzielt (2010: 1 258 Euro, 2014: 1 555 Euro).
Die verbesserte Arbeitsmarktsituation und der Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten können
dafür Ursachen sein.
 Haushalte, die von Arbeitslosenbezügen leben müssen, verfügen dagegen im Mittel über ein Haushalts-Nettoeinkommen (2014: 822 Euro), das deutlich unter dem Einkommensniveau von Erwerbstätigen-Haushalten (2014: 2 087 Euro) bleibt. Damit stehen Arbeitslosen im Mittel nur etwa 40 Prozent dessen zur Verfügung, was in Haushalten mit dominierenden Erwerbseinkünften vorhanden
ist. Arbeitslose und Rentner müssen im Verlauf der letzten zehn Jahre mit jeweils circa 150 Euro
den geringsten Einkommenszuwachs hinnehmen. Bei Rentnerhaushalten, egal ob Rentnerpaare
oder alleinstehende Rentner, sind die Ursachen in nur geringen Rentenerhöhungen oder gesetzlichen Nullrunden zu finden. Und selbst moderate Rentenerhöhungen wurden meist durch konträre
Entwicklungen, wie Abschläge durch Altersteilzeit oder unstetige Arbeitsverläufe mit Zeiten von
Arbeitslosigkeit, wieder aufgehoben.
Haushalts-Nettoeinkommen (Median)
1.800 €

1662

1.600 €

1483

1380

1.400 €
1.200 €

1534 1508 1534 1519 1540 1534
1500

1436 1450

1503

1549

1400 1379 1427 1414 1414

1099

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

1.000 €

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

27

Nettoeinkommen der Haushalte
Befragte

1992

1993

Gesamt
1099
1380
darunter:
Singles
665
895
Alleinerziehende
971
1191
Paare mit Kind(ern)
1432
2030
Paare ohne Kind(er)
1099
1585
alleinstehende Rentner
665
767
Rentnerpaare
971
1350
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
.
1790
Arbeitslosenbezüge
.
1028
Renten
.
1087
davon:
1 Person
665
834
2 Personen
1099
1403
3 Personen
1432
1876
4 und mehr Personen
1687
2112

1995

1996

1999

2000

2001

2002

1534

1997
1998
Median in Euro
1508
1534

1483

1519

1540

1534

1500

920
1124
2045
1789
869
1534

964
1227
2147
1841
888
1585

892
1234
2045
1790
971
1738

951
1216
2158
1841
1033
1687

920
1278
2224
1892
971
1713

927
1371
2321
1943
1023
1789

1023
1344
2255
1962
1023
1738

1021
1151
2354
1942
1022
1800

1790
798
1227

1889
818
1214

1790
791
1329

1810
767
1380

1790
774
1329

1892
818
1406

1841
767
1380

1904
806
1331

910
1534
1979
2147

920
1687
2045
2218

920
1687
1953
2270

991
1738
2004
2270

920
1738
2173
2326

971
1789
2234
2454

1023
1790
2130
2414

1021
1800
2154
2498

2006

2008

2011

2012

2013

2014

1400

1379

2009
2010
Median in Euro
1427
1414

1414

1503

1549

1662

900
1254
2108
2000
1003
1800

945
1203
2460
2115
1030
1796

1060
.
2290
2102
1105
1776

1074
1258
2552
2218
1046
1811

1033
1275
2485
2253
1087
1827

1066
1283
2730
2513
1085
1858

1162
1426
2877
2460
1126
1896

1199
1555
3118
2547
1154
1993

1800
690
1300

1732
673
1295

1790
746
1382

1801
657
1277

1785
707
1308

1874
681
1361

2006
680
1373

2087
822
1436

971
1800
2015
2400

983
1827
2371
2605

1081
1835
2298
2436

1062
1872
2346
2830

1051
1881
2292
2662

1074
2019
2490
3048

1148
2054
2581
3036

1181
2158
2857
3153

Nettoeinkommen der Haushalte - Fortsetzung
Befragte

2003

2005

Gesamt
1436
1450
darunter:
Singles
900
800
Alleinerziehende
1156
1205
Paare mit Kind(ern)
2300
2376
Paare ohne Kind(er)
2000
1943
alleinstehende Rentner
1025
1000
Rentnerpaare
1800
1845
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
1800
1890
Arbeitslosenbezüge
740
666
Renten
1379
1499
davon:
1 Person
995
890
2 Personen
1800
1800
3 Personen
2154
2200
4 und mehr Personen
2382
2400

Haushalts- Nettoeinkommen (Median) nach vorwiegender
Einkommensquelle

Haushalts-Nettoeinkommen (Median) nach vorwiegender Einkommensquelle
2.500 €

2.000 €

1.500 €

1.000 €

500 €

Erwerbstätigkeit
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

28

Arbeitslosenbezüge

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

0€

Renten

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Haushalts-Nettoeinkommen (Median)

Haushalts- Nettoeinkommen
(Median) nach Haushaltstypen
nach Haushaltstypen
3.500 €

3.000 €

2.500 €

2.000 €

1.500 €

1.000 €

500 €

Paare mit Kind(ern)

Paare ohne Kind

Renterpaare

Alleinerziehende

Alleinstehende Rentner

Singles

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

0€

Haushalts-Nettoeinkommen (Median) nach Haushaltsgröße
nach Haushaltsgröße

3.500 €

3.000 €

2.500 €

2.000 €

1.500 €

1.000 €

500 €

1 Person
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2 Personen

3 Personen

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

0€

4 und mehr Personen
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

29

Wohnstatus
In was für einer Wohnung wohnen Sie zur Zeit?
Mietwohnung oder gemietetes Haus
Eigentumswohnung

eigenes Haus
woanders (z.B. Heim, Untermiete)

 Leipzig ist eine Mieterstadt. Auch im Jahr 2014 leben 82 Prozent aller Haushalte in einer Mietwohnung oder in einem gemieteten Haus. Gleichwohl gibt es auch hier Veränderungen. Betrachtet
man die Entwicklung in den letzten 22 Jahren, so nimmt der Anteil der Mieterhaushalte ab. Von
95 Prozent im Jahr 1992 sinkt dieser Anteil bis zum Jahr 2014 um 13 Prozentpunkte. Einen
deutlichen Schub durch den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern, besonders aber auch
durch die Eingemeindungen zum 1. Januar 1999, erhält der Anteil der Wohneigentümer und
darunter vor allem der Eigenheimbesitzer. Besaßen 1992 noch 5 Prozent ein eigenes Haus, sind
2014 bereits 12 Prozent Hausbesitzer. Über Eigentumswohnungen verfügen seit Beginn der
Befragungen maximal 5 Prozent der Leipziger Haushalte. Insgesamt betrachtet besitzt von den
befragten Haushalten heute etwa jeder sechste (17 Prozent) ein eigenes Haus oder eine
Eigentumswohnung. Der bundesweite Durchschnitt ist aber immerhin dreimal so hoch. Ob die
momentan sehr günstigen Finanzierungsmöglichkeiten trotz gestiegener Immobilienpreise zu einer
weiteren Verschiebung vom Mieter in Richtung Wohneigentümer führen, wird zu beobachten sein.
Langfristig könnte sich diese Entwicklung außerdem durch eine zunehmende Bedeutung des
Wohneigentums als Altersvorsorge weiter fortsetzen.
 Die langfristige Entwicklung zu mehr Wohneigentum zeigt sich auch bei einzelnen Haushaltstypen.
Während zu Beginn der Befragungen im Jahr 1992 lediglich 7 Prozent der Paare mit Kind(ern) im
Wohneigentum wohnen, steigt dieser Anteil ab etwa Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich an und
pendelt bis zum Jahr 2013 zwischen 20 und 30 Prozent. Eine deutliche Zunahme des Eigentümeranteils bei Paaren mit Kind(ern) ist dann wieder im Jahr 2014 zu verzeichnen. Bei dieser Gruppe
ist der Eigentümeranteil also mittlerweile mehr als doppelt so hoch wie unter den Leipzigern
insgesamt.
Auch bei den Rentnerpaaren lässt sich in den letzten 22 Jahren eine deutliche Zunahme der
Wohneigentümerquote feststellen. Von einem Wert unter 10 Prozent in den 1990er-Jahren über
Werte zwischen 10 und 20 Prozent in den 2000er-Jahren hat sich der Anteil der Eigentümer
spätestens ab den 2010er-Jahren deutlich über die 20 Prozent-Marke verschoben. So leben im
Jahr 2014 26 Prozent aller Rentnerpaare im eigenen Haus oder in einer Eigentumswohnung.

Wohnstatus der Haushalte
5

6

5

7

11

11

10

11

12

12

11

10

11

10

12

85

84

86

2003

2006

2008

2009

2010

Mietwohnung oder gemietetes Haus

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

30

Eigentumswohnung

Eigenes Haus

87

85

86

82

2014

86

2013

86

2012

88

2011

86

2001

91

1997

93

1995

94

1993

1992

95

1999

5

Sonstiges (Heim, Untermiete, etc.)

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Wohnstatus ausgewählter Haushaltstypen
Paare mit Kindern
7

5

7

8

10

12

20

23

23

23

27

27

26

25

22

26

25
36

93

95

92

92

90

88

80

76

76

77

73

73

75

74

77

74

75

Mietwohnung oder gemietetes Haus

Wohneigentum

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2003

2001

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

63

Sonstiges (Heim, Untermiete, etc.)

Mietwohnung oder gemietetes Haus

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Wohneigentum

21

21

21

23

24

26

79

79

78

78

77

76

74

2010

2011

2012

2013

2014

84

21

2008

85

16

2007

85

15

2006

88

14

2003

85

13

2001

93

15

1999

91

7

1998

94

9

1997

94

7

1996

94

6

1995

1992

92

6

1993

8

2009

Rentnerpaare

Sonstiges (Heim, Untermiete, etc.)

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

31

Wohnfläche und Zahl der Wohnräume
Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung (Gesamtfläche)? Wie viele Wohnräume hat sie (ohne Bad, Flur und Küche)?
a) Wohnfläche:

_________ m²

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

 Die durchschnittliche Wohnfläche Leipziger Haushalte ist im Jahr 2014 erstmalig seit knapp
10 Jahren wieder kleiner geworden. Verantwortlich dafür könnte der Zuzug junger Singles sein,
denn in dieser Gruppe sinkt die Wohnfläche deutlich. Zuvor ist sie für die Stadt insgesamt von
2005 bis 2013 bis auf 71,8m² kontinuierlich angestiegen. In den 1990er Jahren hatte sich hingegen
noch kein einheitlicher Trend abgezeichnet – die Wohnfläche wurde zunächst größer, zum Ende
des Jahrzehnts dann wieder kleiner. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch bei der durchschnittlichen Zahl der Wohnräume nachzeichnen. Während die Entwicklung hier bis 2005 nicht
einheitlich verläuft – sich Zuwächse und Schrumpfungen abwechselten – findet von 2007 bis 2012
eine Vergrößerung der Zahl der Wohnräume statt. Seit 2012 sinkt der Durchschnittswert hier und
liegt mittlerweile bei 2,7 Wohnräumen. Auch hierfür wird der Zuzug von jungen Personen verantwortlich sein, die vorrangig kleinere Wohnungen nachfragen.
 Einige Unterschiede zeigen die Differenzierungen nach Haushaltstypen. So sind es vor allem die
Haushalte mit Kind(ern), die jetzt deutlich geräumigere Wohnungen bewohnen als noch zu Beginn
der 1990er Jahre. Das bezieht sich auf die Wohnfläche, die Wohnfläche pro Person sowie auf die
Anzahl der Räume. So teilte sich eine Familie 1992 noch 76,9m², 2014 sind es bereits 106,5m².
Aber auch kinderlose Paare gehören zu den Wohnraumgewinnern. Sie verfügen aktuell über
durchschnittlich 11m² mehr als noch 1992. Paare mit Kind(ern) haben im Schnitt 27m² mehr
Wohnraum als Paare ohne Kind.
 Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person zeigt zwischen 1993 und 2014 nur sehr geringe
Zuwächse bei alleinstehenden Rentnern und Singles. Bei Mehrpersonenhaushalten [Paare ohne
Kinder, Rentnerpaare und Paare mit Kind(ern)] sind die Zuwächse im selben Zeitraum hingegen
größer. Bei Paaren mit Kind(ern) steigt die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf am stärksten von 22,5m² im Jahr 1993 auf 30,5m² im Jahr 2014.
 Die Entwicklung der Wohnfläche hängt in starkem Maße auch von der Einkommensquelle der
Haushalte ab. Haushalte mit Erwerbstätigkeit als vorwiegender Einkommensquelle weisen
gegenüber 1993 einen leichten stetigen Zuwachs an durchschnittlicher Wohnraumfläche auf.
Rentenempfänger verzeichnen keine größeren Veränderungen – sie halten im Wesentlichen das
Ausgangsniveau von 1993. Deutliche Abstriche müssen hingegen Bezieher von Arbeitslosenbezügen hinnehmen. Ihnen standen in den vergangenen fünf Jahren deutlich weniger Wohnfläche
und Wohnräume zur Verfügung als noch in den 1990er Jahren.
Durchschnittliche Zahl der Wohnräume und durchschnittliche Wohnfläche der Haushalte

2,8

2,8

69

2,8

2,85

2,8
2,8 2,8

2,7

68

2,7

2,7

2,7

2,8

2,75

70,1

68,6

68,2

67,9

67,7

66,9

66,5

2,6
68,5

69,6

68,7
66,4

65,8

68,6

65

67,7

66
64

2,7

2,65
2,6

2,55

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2005

2003

2001

2000

1999

1997

2,45
1995

62
1993

2,5

1992

63

Wohnfläche in m²

32

2,7

2,7

2,7

67

66,5

Wohnfläche in m²

70

2,9

69,7

71

71,8

72

2,95

2,9 2,9

2,9

Wohnräume

73

Wohnräume
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Wohnfläche der Haushalte
Befragte

1992

1993

Gesamt
66,5
67,7
darunter:
Singles
52,4
51,5
Alleinerziehende
68,4
68,3
Paare mit Kind(ern)
76,9
78,1
Paare ohne Kind(er)
68,7
66,8
alleinstehende Rentner
52,7
56,5
Rentnerpaare
65,7
67,4
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
69,8
Arbeitslosenbezüge
65,6
Renten
63,2

1995

2002

2003

2005

68,6

1997
1999
2000
2001
Durchschnittliche Wohnfläche in m²
65,8
66,4
68,7
69,6

67,8

68,5

66,5

52,9
77,2
80,8
68,5
60,0
66,3

51,8
.
80,5
67,1
54,1
64,5

52,4
.
82,4
70,3
50,2
66,6

52,2
73,8
91,8
72,6
54,2
66,5

54,8
73,0
89,2
75,5
52,2
68,9

56,3
.
90,9
70,6
55,6
63,3

53,9
73,1
92,1
77,4
54,8
67,8

51,6
.
92,3
71,9
55,1
68,6

72,8
63,4
63,6

70,1
60,6
60,1

71,9
56,9
59,8

74,8
58,4
61,0

74,9
63,8
62,0

75,5
60,8
59,9

76,9
57,1
61,0

74,7
57,2
61,9

Wohnfläche der Haushalte - Fortsetzung
Befragte

2006

2007

Gesamt
68,0
66,9
darunter:
Singles
54,7
52,6
Alleinerziehende
75,2
.
Paare mit Kind(ern)
91,3
98,1
Paare ohne Kind(er)
77,6
80,0
alleinstehende Rentner
58,2
56,4
Rentnerpaare
67,5
68,0
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
75,6
76,8
Arbeitslosenbezüge
57,9
53,0
Renten
62,4
60,8

2008
67,7

2009
2010
2011
Durchschnittliche Wohnfläche in m²
67,9
68,2
68,6

2012

2013

2014

70,1

71,8

69,7

53,2
73,7
100,5
77,2
57,7
72,5

55,6
.
94,5
79,7
54,9
71,1

56,3
.
97,9
79,1
54,1
70,6

54,9
73,1
99,0
78,6
58,9
73,2

56,4
67,7
101,8
82,0
60,0
74,4

59,9
77,9
98,5
80,0
58,6
74,1

52,6
.
106,5
79,6
57,6
74,8

74,0
53,2
64,2

75,3
55,3
62,8

75,3
60,6
60,9

74,8
52,3
64,2

77,0
54,2
64,9

78,0
64,3
64,1

77,3
52,4
62,5

Anzahl der Wohnräume
Befragte

1992

1993

Gesamt
2,8
2,9
darunter:
Singles
2,1
2,1
Alleinerziehende
2,9
3,0
Paare mit Kind(ern)
3,3
3,4
Paare ohne Kind(er)
2,8
2,9
alleinstehende Rentner
2,2
2,3
Rentnerpaare
2,8
2,8
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
3,0
Arbeitslosenbezüge
2,8
Renten
2,7

1995
1997
1999
2000
2001
2002
Durchschnittliche Zahl der Wohnräume (Mittelwert)
2,8
2,7
2,9
2,9
2,8
2,7

2003

2005

2,8

2,7

2,2
3,0
3,7
3,2
2,4
3,1

2,1
.
3,3
2,8
2,2
2,8

2,2
.
3,6
3,0
2,1
2,9

2,1
3,1
3,8
3,0
2,3
2,9

2,0
3,2
3,7
3,0
2,2
2,9

2,2
.
3,7
2,8
2,2
2,9

2,1
3,1
3,7
3,0
2,3
2,8

1,9
.
3,6
2,8
2,3
3,0

3,3
2,6
2,8

2,9
2,6
2,5

3,1
2,6
2,6

3,1
2,6
2,7

3,0
2,6
2,5

3,0
2,5
2,5

3,0
2,4
2,6

2,9
2,3
2,6

Anzahl der Wohnräume - Fortsetzung
Befragte

2006

2007

Gesamt
2,8
2,6
darunter:
Singles
2,1
2,0
Alleinerziehende
3,0
.
Paare mit Kind(ern)
3,7
3,8
Paare ohne Kind(er)
3,1
2,9
alleinstehende Rentner
2,5
2,3
Rentnerpaare
2,9
2,9
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
3,0
2,9
Arbeitslosenbezüge
2,4
2,0
Renten
2,7
2,5

2008
2009
2010
2011
2012
Durchschnittliche Zahl der Wohnräume (Mittelwert)
2,7
2,7
2,7
2,7
2,8

2013

2014

2,8

2,7

2,1
3,1
3,8
3,0
2,4
3,1

2,1
.
3,7
3,1
2,3
3,0

2,2
.
3,8
3,1
2,3
3,0

2,1
3,1
3,8
3,1
2,5
3,1

2,2
3,0
3,8
3,1
2,5
3,2

2,1
3,3
3,8
3,1
2,4
3,1

2,1
.
3,9
3,1
2,4
3,2

2,9
2,2
2,7

2,9
2,2
2,6

2,9
2,5
2,6

2,9
2,2
2,7

3,0
2,2
2,7

2,9
2,2
2,7

3,0
2,0
2,6

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

33

Durchschnittliche Wohnfläche der Haushalte
nach ausgewählten Haushaltstypen
110

Wohnfläche in m²

100
90
80
70
60
50

2013

2014
2014

2012

2011

2010

2009

2007

2006

Paare ohne Kind
Singles

2013

Paare mit Kind(ern)
Alleinstehende Rentner

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

1992

40

Rentnerpaare

pro Person
100
90

Wohnfläche in m²

80
70

60
50
40

30
20
10

Alleinstehende Rentner

Singles

Paare ohne Kind

Rentnerpaare

2012

2011

2010

2009

2007

2006

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

0

Paare mit Kind(ern)

nach vorwiegender Einkommensquelle
100
90

Wohnfläche in m²

80
70
60

50
40
30
20
10

Erwerbstätigkeit
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

34

Arbeitslosenbezüge

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

2002

2000

1999

1997

1995

1993

0

Renten
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Wohnungsmiete und Mietbelastung
Nur für Mieter: Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?
a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten = Kaltmiete)

________________ Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

 Der durch eine Reihe gesetzlicher Maßnahmen seit 1991 flankierte sukzessive Übergang von der
subventionierten zur kostendeckenden Miete in den neuen Bundesländern führt in den 1990er
Jahren zu einer grundlegenden Veränderung der Ausgabenstruktur der Privathaushalte. So
entwickelt sich die monatliche Grundmiete aller Haushalte von ehemals symbolischen 72 Euro
1992 auf 309 Euro im Jahr 2000. Seitdem stagniert die Grundmiete bis zum Jahr 2013 mit
geringen Schwankungen auf einem Niveau von 300 Euro. 2014 ist ein Anstieg um 7 Prozent auf
320 Euro zu verzeichnen.
 Gesamtmieten von weniger als 150 Euro, wie sie im Jahre 1992 noch für die Hälfte der Leipziger
Haushalte üblich waren, gibt es heute praktisch nicht mehr. Die Leipziger Privathaushalte müssen
2000 bereits durchschnittlich 414 Euro monatliche Gesamtmiete bezahlen. Bis zum Jahr 2013, in
dem die mittlere Gesamtmiete 425 Euro beträgt, verharrt der Betrag mit leichten Schwankungen
auf diesem Niveau. 2014 steigt die Gesamtmiete um 6 Prozent auf 450 Euro pro Monat. Stellt die
Grundmiete 1992 noch 55 Prozent der Gesamtmiete, steigt diese Quote in den Nachwendejahren
sprunghaft an und pendelt sich im letzten Jahrzehnt bei etwa 70 Prozent ein.
 Im Mittel zahlt ein Leipziger Haushalt Ende 2014 für den Quadratmeter Wohnfläche 5,38 Euro Kaltmiete und 7,45 Euro Gesamtmiete (einschließlich Heiz- und sonstiger Betriebskosten). In den
letzten zehn Jahren ist somit die Kaltmiete um durchschnittlich 0,71 Euro/m² und die Gesamtmiete
um 0,92 Euro/m² angestiegen.
 Die durchschnittliche Miete differiert jedoch u.a. nach der überwiegenden Einkommensquelle oder
der Haushaltsstruktur. So zahlen bis zur Jahrtausendwende Haushalte mit überwiegender
Einkommensquelle aus Erwerbstätigkeit die höchsten Grund- und Gesamtmieten pro Quadratmeter. Ab 2005 sind dies häufig die Rentenbezieher. Alleinstehende Rentner geben 2014 mit
durchschnittlich 7,60 Euro Gesamtmiete pro Quadratmeter so viel wie kein anderer Haushaltstyp
für ihre Wohnung aus. Während Rentnerpaare im gleichen Jahr mit 7,23 Euro 37 Cent weniger
aufbringen müssen.

Entwicklung von durchschnittlicher Grund- und Gesamtmiete

291

425

310

307

310

314

310

299

300

300

2013

306

420

2012

299

416

2011

309

421

2010

271

291

433

2009

217

405

431

2008

257

407

429

2007

300 €

390

427

2006

366

414

2003

400 €

414

2001

500 €

450

320

200 €
130
170

100 €

140
72

Gesamtmiete
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2014

2005

2000

1999

1997

1995

1993

1992

0€

Grundmiete
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

35

Grundmiete der Haushalte
Befragte

1992

1993

1995

Gesamt
72
140
darunter:
Singles
64
108
Alleinerziehende
72
133
Paare mit Kind(ern)
82
164
Paare ohne Kind(er)
71
139
alleinstehende Rentner
58
115
Rentnerpaare
71
142
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
.
146
Arbeitslosenbezüge
.
134
Renten
.
131

170

1997
1999
2000
2001
Durchschnittliche Grundmiete in Euro
271
291
309
299

2003

2005

306

291

146
183
197
169
147
169

229
.
333
286
231
242

239
.
368
306
220
310

244
318
406
335
244
316

240
337
384
332
240
296

249
333
398
348
267
318

226
.
397
328
240
301

179
157
161

300
228
233

324
223
254

338
253
280

334
251
258

336
259
291

328
247
271

2009
2010
2011
2012
Durchschnittliche Grundmiete in Euro
314
310
299
300

2013

2014

300

320

Grundmiete der Haushalte - Fortsetzung
Befragte

2006

2007

2008

Gesamt
310
307
darunter:
Singles
250
249
Alleinerziehende
332
.
Paare mit Kind(ern)
412
449
Paare ohne Kind(er)
346
375
alleinstehende Rentner
291
291
Rentnerpaare
320
343
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
337
340
Arbeitslosenbezüge
259
237
Renten
299
304

310
252
324
440
355
285
343

267
.
411
377
273
343

287
.
420
350
283
347

255
300
422
330
280
326

260
320
415
370
280
331

260
332
431
360
283
330

275
.
477
370
295
331

333
238
305

337
268
301

320
266
300

309
230
295

320
225
300

320
226
298

345
228
300

1997
1999
2000
2001
Durchschnittliche Gesamtmiete in Euro
257
366
390
414
407

2003

2005

414

405

210
262
299
266
215
260

298
.
452
384
304
354

322
.
479
410
305
415

324
433
545
452
335
427

320
457
522
457
332
412

334
451
540
469
357
434

315
.
546
458
359
425

271
229
239

397
316
327

426
322
351

447
356
383

446
346
367

453
357
390

447
358
389

2009
2010
2011
2012
Durchschnittliche Gesamtmiete in Euro
431
433
421
416
420

2013

2014

425

450

351
453
617
499
391
478

364
.
573
518
382
481

380
.
581
470
380
461

350
460
580
476
391
460

365
447
580
505
400
454

367
460
600
500
400
460

365
.
650
520
400
478

467
338
423

464
372
423

440
395
413

440
339
420

461
330
410

450
335
420

476
340
433

Gesamtmiete der Haushalte
Befragte

1992

1993

Gesamt
130
217
darunter:
Singles
100
177
Alleinerziehende
135
210
Paare mit Kind(ern)
160
251
Paare ohne Kind(er)
129
218
alleinstehende Rentner
103
167
Rentnerpaare
125
212
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
.
230
Arbeitslosenbezüge
.
202
Renten
.
195

1995

Gesamtmiete der Haushalte - Fortsetzung
Befragte

2006

2007

Gesamt
427
429
darunter:
Singles
349
355
Alleinerziehende
447
.
Paare mit Kind(ern)
565
594
Paare ohne Kind(er)
481
512
alleinstehende Rentner
387
379
Rentnerpaare
458
474
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
465
481
Arbeitslosenbezüge
368
340
Renten
412
411

36

2008

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Entwicklung der durchschnittlichen Gesamtmiete
nach Haushaltstyp
700 €
600 €
500 €
400 €
300 €
200 €

Singles
Paare ohne Kind

Alleinerziehende
Alleinstehende Rentner

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

1992

100 €

Paare mit Kind(ern)
Rentnerpaare

nach vorwiegender Einkommensquelle
500 €
450 €
400 €
350 €
300 €
250 €
200 €

2012

2013

2014

2013

2014

2011

2010

2009

2008

2007

Arbeitslosenbezüge

2012

Erwerbstätigkeit

2006

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

150 €

Renten

nach Haushaltsgröße
800 €

700 €
600 €

500 €
400 €
300 €
200 €

1 Person
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2 Personen

3 Personen

2011

2010

2009

2008

2007

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

1992

100 €

4 und mehr Personen
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

37

Grundmiete (pro m²) der Haushalte
Befragte

1992

1993

1995

Gesamt
1,07
2,13
darunter:
Singles
1,07
2,13
Alleinerziehende
1,08
2,11
Paare mit Kind(ern)
1,07
2,13
Paare ohne Kind(er)
1,08
2,15
alleinstehende Rentner
1,07
2,08
Rentnerpaare
0,98
2,11
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
2,15
Arbeitslosenbezüge
2,12
Renten
2,11

2,52

1997
1999
2000
Grundmiete pro m² in Euro (Median)
3,71
4,51
4,76

2001

2003

2005

4,73

4,82

4,67

2,49
2,49
2,76
2,61
2,37
2,40

3,95
.
3,74
3,72
3,27
3,61

4,48
.
4,60
4,46
4,34
4,89

4,81
4,76
4,88
4,80
4,59
4,77

4,79
4,61
4,71
4,73
4,85
4,56

4,71
4,74
4,73
4,92
4,94
4,84

4,61
.
4,48
4,81
4,88
4,84

2,59
2,41
2,48

3,85
3,81
3,24

4,79
3,90
4,26

4,89
4,47
4,65

4,88
4,46
4,60

5,00
4,50
4,83

4,77
4,67
4,88

2012

2013

2014

5,15

5,08

5,38

Grundmiete (pro m²) der Haushalte - Fortsetzung
Befragte

2006

2007

2008

Gesamt
4,86
4,83
darunter:
Singles
4,85
4,68
Alleinerziehende
4,99
.
Paare mit Kind(ern)
4,87
5,00
Paare ohne Kind(er)
4,79
5,07
alleinstehende Rentner
5,04
5,20
Rentnerpaare
4,91
5,12
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
4,91
4,76
Arbeitslosenbezüge
4,58
4,66
Renten
5,00
5,11

4,98

2009
2010
2011
Grundmiete pro m² in Euro (Median)
4,98
5,12
5,00

4,94
4,64
4,79
4,91
5,08
5,00

5,00
.
4,89
4,89
5,00
4,88

5,19
.
5,00
5,08
5,28
5,09

4,97
4,74
5,00
4,99
4,96
5,10

5,09
5,10
5,00
5,21
5,17
5,17

5,00
4,77
5,15
5,22
5,10
5,14

5,43
.
5,50
5,41
5,57
5,07

4,99
4,65
5,00

5,00
4,73
5,00

5,11
4,23
5,24

5,00
4,81
5,00

5,15
4,82
5,16

5,14
4,77
5,13

5,46
4,57
5,39

1997
1999
2000
2001
Gesamtmiete pro m² in Euro (Median)
4,16
5,62
6,31
6,39
6,39

2003

2005

6,53

6,53

3,93
3,82
4,40
4,15
4,36
3,32

5,68
.
5,61
5,59
5,64
5,60

6,54
.
6,29
6,21
6,08
6,42

6,40
6,06
6,48
6,48
6,20
6,49

6,28
6,46
6,39
6,41
6,70
6,48

6,48
6,34
6,47
6,59
6,62
6,62

6,48
.
6,54
6,63
6,53
6,67

4,26
3,89
4,25

5,65
5,45
5,61

6,39
5,89
6,26

6,48
6,20
6,39

6,49
6,11
6,57

6,60
6,33
6,61

6,61
6,42
6,58

2009
2010
2011
2012
Gesamtmiete pro m² in Euro (Median)
6,92
6,95
7,12
7,08
7,20

2013

2014

7,23

7,45

6,89
6,69
6,85
6,84
7,00
7,04

6,80
.
6,80
7,00
7,09
7,21

7,15
.
7,05
7,22
7,09
7,25

7,08
6,66
7,07
7,00
7,14
7,28

7,20
6,48
7,13
7,34
7,25
7,19

7,19
6,77
7,33
7,31
7,33
7,34

7,45
.
7,56
7,41
7,60
7,23

6,94
6,56
6,99

6,93
6,70
7,14

7,15
6,58
7,20

7,08
6,76
7,20

7,17
6,89
7,24

7,26
6,77
7,30

7,45
7,07
7,50

Gesamtmiete (pro m²) der Haushalte
Befragte

1992

1993

Gesamt
1,94
3,13
darunter:
Singles
1,87
3,17
Alleinerziehende
1,87
3,03
Paare mit Kind(ern)
1,80
3,20
Paare ohne Kind(er)
1,81
3,70
alleinstehende Rentner
1,94
2,82
Rentnerpaare
1,72
2,93
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
3,57
Arbeitslosenbezüge
3,09
Renten
2,90

1995

Gesamtmiete (pro m²) der Haushalte - Fortsetzung
Befragte

2006

2007

Gesamt
6,76
6,90
darunter:
Singles
6,77
6,84
Alleinerziehende
6,76
.
Paare mit Kind(ern)
6,67
6,84
Paare ohne Kind(er)
6,67
6,94
alleinstehende Rentner
6,83
7,03
Rentnerpaare
6,87
7,22
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
6,77
6,86
Arbeitslosenbezüge
6,53
6,65
Renten
6,84
7,02

38

2008

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Entwicklung von Grund- und Gesamtmiete pro m² (Median)
8€
6,76
6,31 6,39 6,39 6,53 6,53

7€

6,9

7,20 7,23 7,45
6,92 6,95 7,12 7,08

5,62

6€
5€

4,16

4€

5,38
5,12 5,00 5,15 5,08
4,76 4,73 4,82 4,67 4,86 4,83 4,98 4,98
4,51

3,13

3€

3,71
1,94

2€
2,13

1€

Gesamtmiete

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2001

2000

1999

1997

1993

1995

1,07

1992

0€

2,52

Grundmiete

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Entwicklung der Gesamtmiete pro m² (Median)
nach ausgewählten Haushaltstypen
9€
8€

7€
6€

5€
4€
3€
2€
1€

Singles

Paare mit Kind(ern)

Paare ohne Kind

Alleinstehende Rentner

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2001

2000

1999

1997

1995

1993

1992

0€

Rentnerpaare

nach vorwiegender Einkommensquelle
9€
8€

7€
6€
5€
4€
3€
2€
1€

Erwerbstätigkeit
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Arbeitslosenbezüge

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2001

2000

1999

1997

1995

1993

0€

Renten

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

39

 Da die Mieten im Betrachtungszeitraum weitaus schneller gestiegen sind als die Haushalts-Nettoeinkommen, hat sich die durchschnittliche Gesamtmietbelastung (also der Anteil am monatlichen
Haushalts-Nettoeinkommen, den ein Privathaushalt durchschnittlich zur Gesamtmietzahlung aufzuwenden hat) entsprechend erhöht. Flossen 1992 nur knapp 14 Prozent des Einkommens dem
Vermieter zu, sind es im Jahr 2014 mit 32 Prozent mehr als doppelt so viel. Damit muss aktuell der
Leipziger Durchschnittsmieterhaushalt ein Drittel seines Nettoeinkommens für Wohnung und
Betriebskosten bezahlen. Berücksichtigt man, dass zu diesen Kosten noch die Ausgaben für Energie,
Telefon, Fernsehen, Hausratversicherung und anderes hinzukommen, steigt die Belastung durch
Wohnkosten nochmals deutlich an.
 Die Mietbelastung unterscheidet sich sehr stark nach den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen
und Haushaltsgrößen, wobei die Belastung ausnahmslos tendenziell ansteigt. Ein-PersonenHaushalte sind deutlich stärker belastet als Mehr-Personen-Haushalte. Überdurchschnittlich hohe
Belastungen finden sich bei Singles, Alleinerziehenden, alleinstehenden Rentnern sowie bei
Haushalten, die vorwiegend von Arbeitslosenbezügen leben. Arbeitslose müssen mittlerweile fast die
Hälfte ihres Einkommens für die Miete bezahlen. Dabei ist anzumerken, dass für Arbeitslosengeld II Empfänger die Kosten der Unterkunft zum Teil oder gänzlich übernommen werden. Für Paare mit und
ohne Kind(er) stellen die Wohnkosten aufgrund hoher Nettoverdienste noch die geringste Belastung
dar.

2001

2003

2005

33

2008

2000

33

2007

29

33

2006

29

30

31

29

1999

Mittlere Gesamtmietbelastung (Miethöhe zum Haushalts-Nettoeinkommen)

34

33

32

34

35
32

27

19

17

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2014

2013

2012

2011

2010

2009

1997

1995

1993

1992

14

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Mittlere Gesamtmietbelastung nach Haushaltstypen
50
45
40

Mietbelastung in %

35
30
25
20
15
10
5

Singles
Paare ohne Kind(er)
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

40

Alleinerziehende
Alleinstehende Rentner

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

0

Paare mit Kind(ern)
Rentnerpaare
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Gesamtmietbelastung der Haushalte
Befragte

1992

1993

1995
1997
1999
2000
2001
Mittlere Gesamtmietbelastung in Prozent
19
27
29
29
29

Gesamt
14
17
darunter:
Singles
16
21
Alleinerziehende
17
18
Paare mit Kind(ern)
11
14
Paare ohne Kind(er)
12
15
alleinstehende Rentner
18
22
Rentnerpaare
17
16
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
15
Arbeitslosenbezüge
24
Renten
19

2003

2005

30

31

24
24
16
16
25
18

32
.
21
22
32
22

36
.
23
24
33
26

34
32
25
24
34
25

33
37
25
24
35
25

34
37
26
25
34
24

36
.
27
26
34
25

17
28
21

24
37
27

26
38
29

26
39
29

26
41
30

27
41
30

28
41
30

2013

2014

35

32

Gesamtmietbelastung der Haushalte – Fortsetzung
Befragte

2006

2007

2008
2009
2010
2011
2012
Mittlere Gesamtmietbelastung in Prozent
33
32
34
33
34

Gesamt
33
33
darunter:
Singles
37
36
Alleinerziehende
37
.
Paare mit Kind(ern)
29
27
Paare ohne Kind(er)
27
26
alleinstehende Rentner
39
36
Rentnerpaare
26
28
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
29
28
Arbeitslosenbezüge
45
45
Renten
34
33

36
36
27
26
39
27

36
.
27
27
36
27

37

40
33
26
25
36
27

39
38
25
27
39
28

35

28
26
38
28

37
35
27
26
39
28

29
44
34

28
45
32

29
44
35

29
43
35

28
47
34

29
57
35

27
48
34

24
25
37
27

Mittlere Gesamtmietbelastung
nach vorwiegender Einkommensquelle

Mietbelastung in %

60

50
40
30
20

10

Erwerbstätigkeit

Arbeitslosenbezüge

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

0

Renten

nach Haushaltsgröße

Mietbelastung in %

50

40
30
20
10

1 Person
Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2 Personen

3 Personen

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2005

2003

2001

1999

1997

1995

1993

0

4 und mehr Personen
Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

41

Umzugsverhalten in den nächsten 2 Jahren
Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

möglicherweise

nein

Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen?
im selben Wohnviertel wie bisher

in Sachsen (außer Leipzig und näherer Umgebung)

im selben Stadtbezirk

in einem anderen der neuen Bundesländer (mit Berlin)

in einem anderen Stadtbezirk Leipzigs

in einem der alten Bundesländer

in der näheren Umgebung Leipzigs

im Ausland

Warum wollen oder müssen Sie umziehen? Kreuzen Sie bitte in der Spalte 1 einen (den Haupt-) Grund und in der Spalte 2
alle weiteren für Sie zutreffenden Gründe an!
Hauptweitere
Hauptweitere
grund
Gründe
grund
Gründe
a) Erwerb von Haus-/Wohneigentum
g) Wohnung ist zu klein/groß
b) berufliche Gründe bzw. Aufnahme
eines Studiums/einer Ausbildung
c) familiäre Gründe (z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)
d) Wohnung/Gebäude ist in schlechtem
Zustand bzw. mit Mängeln behaftet
e) allgemein zu hohe Miete bzw.
Betriebskosten
f) Überschreiten der Miet-Obergrenze
für ALG-II- und Sozialhilfeempfänger

h) anderes Wohnviertel ist attraktiver
i) Wohnviertel ist zu laut bzw. zu dicht
bebaut
j) gesundheitliche Gründe (Wohnung ist
nicht alten-/behindertengerecht)
k) Entmietung, Abriss des eigenen Gebäudes oder benachbarter Gebäude
l) anderer Grund:
________________________________

 Umzugsabsichten können als Frühindikator sowohl für die künftige Bevölkerungsentwicklung als
auch für die innerstädtischen Wanderungen angesehen werden. Der Anteil der Leipzigerinnen und
Leipziger, der bei den Befragungen seit 1991 angibt, in den nächsten zwei Jahren einen Umzug zu
planen, bewegt sich zwischen 35 und 45 Prozent. Im Jahr 2014 sinkt dabei der Anteil der Befragten, die angeben sicher umziehen zu wollen, auf 9 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit
1991. Gleichzeitig steigt der Anteil der Leipzigerinnen und Leipziger, die keinesfalls umziehen
möchten, auf 65 Prozent und ist damit so hoch, wie zuletzt im Jahr 2003. Möglicherweise wird
damit eine Entwicklung hin zu einer tendenziell niedrigeren Umzugsneigung eingeläutet.
 Als mobilste Gruppe erweisen sich in den letzten 23 Jahren jeweils die Singlehaushalte. Allerdings
geht in den letzten 5 Jahren auch bei ihnen die Umzugsneigung zurück. Eine überdurchschnittlich
hohe Umzugsneigung haben zudem Paare mit Kind(ern) und Paare ohne Kinder. Rentenbezieher
zeigen über alle Jahre die geringsten Umzugsambitionen. Bei Rentnerpaaren sinkt die Umzugsneigung in den letzten beiden Jahren zudem: nur noch knapp jedes achte Rentnerpaar plante demnach im Jahr 2014 einen Umzug.
 Das wichtigste Ziel der umzugswilligen Leipzigerinnen und Leipziger ist die eigene Stadt. Während
in den 1990er Jahren noch unter 70 Prozent eine andere Wohnung innerhalb der Stadtgrenzen
suchten, bewegen sich diese Werte seit Beginn der 2000er Jahre regelmäßig zwischen 70 und 80
Prozent. Die Attraktivität der Stadt auch für die eigenen Bewohner hat also eindeutig zugenommen.
Besonders für Familien und Rentnerpaare kommen Umzüge innerhalb Leipzigs stärker als früher in
Frage. Das Bestreben, sich im Leipziger Umland anzusiedeln, verlor hingegen ab der Jahrtausendwende an Bedeutung, wobei an die Eingemeindungen zum 1.1.1999 erinnert sei. Zuvor gaben in
der Spitze bis zu 25 Prozent aller Haushalte den Wunsch an, sich außerhalb des Stadtrands von
Leipzig niederzulassen. Die Gebietsänderung wurde vom generellen Rückgang des Suburbanisierungsprozesses zeitlich flankiert.
 Tendenziell immer weniger Haushalte wollen Sachsen verlassen. Seit 2011 geben nur noch jeweils
um die 10 Prozent der umzugswilligen Haushalte an, in ein anderes Bundesland oder ins Ausland
ziehen zu wollen. Bei Paaren mit Kind(ern) liegen die entsprechenden Anteile noch einmal deutlich
niedriger. Höher waren diese Werte noch in den 2000er Jahren, als noch zwischen 15 und 20 Prozent der umzugswilligen Haushalte Sachsen verlassen wollten.
 Als Hauptumzugsgründe kristallisieren sich in den letzten Jahren vor allem vier Aspekte heraus: die
Wohnungsgröße, familiäre Gründe, zu hohe Miete und berufliche Gründe. Seit Beginn der 2000er
Jahre nehmen vor allem berufliche Gründe deutlich zu. Erst in den letzten beiden Jahren ist hier
ein Rückgang zu verzeichnen. Immer seltener ist der schlechte Zustand der eigenen Wohnung
bzw. des Wohngebäudes ein Umzugsgrund.
42

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

25

25

27

26

25

24

22

25

29

27

28

27

13

16

16

16

15

12

15

14

12

13

13

12

12

unbedingt/ja

möglicherweise

63

59

28

25

25

29

15

11

13

12

11

9

2014

22

61

2013

22

61

2012

58

2011

59

2010

62

2009

59

2007

61

2006

65

2005

64

2003

61

2002

59

2001

61

2000

1993

60

1999

10

59

1998

14

1991

28

62

1997

31

62

1996

62

1995

55

2008

Umzugsabsichten in den nächsten zwei Jahren

65

26

keinesfalls/nein

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Umzugsabsichten der Haushalte
Befragte

1991

1993

1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
Anteil Umzugswilliger (sicherer und möglicher Umzug) in Prozent
38
38
41
40
39
41
39

Gesamt
45
38
darunter:
Singles
58
46
Alleinerziehende
54
49
Paare mit Kind(ern)
51
47
Paare ohne Kind(er)
37
29
alleinstehende Rentner
27
21
Rentnerpaare
16
13
darunter:
1 Person
47
39
2 Personen
37
29
3 Personen
48
44
4 und mehr Personen
52
49
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
44
Arbeitslosenbezüge
45
Renten
17

2002

2003

36

35

44
49
49
37
24
19

48
61
49
34
32
17

58
.
44
39
20
20

54
45
41
36
24
28

55
.
46
36
24
20

60
55
42
38
21
21

54
50
34
36
24
21

54
.
36
33
17
14

48
44
40
32
18
14

37
34
41
46

39
31
45
48

46
35
43
47

46
35
37
44

45
32
44
43

48
36
41
36

47
34
32
39

38
31
38
45

36
28
43
41

45
45
21

45
43
20

48
38
23

45
35
27

49
41
21

48
48
23

46
37
21

43
47
18

43
39
16

Umzugsabsichten der Haushalte - Fortsetzung
Befragte

2005

2006

2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
Anteil Umzugswilliger (sicherer und möglicher Umzug) in Prozent
39
41
42
39
38
37
41

Gesamt
38
41
darunter:
Singles
57
58
Alleinerziehende
.
.
Paare mit Kind(ern)
40
44
Paare ohne Kind(er)
39
40
alleinstehende Rentner
12
18
Rentnerpaare
17
16
darunter:
1 Person
42
45
2 Personen
32
34
3 Personen
43
44
4 und mehr Personen
36
44
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
43
50
Arbeitslosenbezüge
54
49
Renten
17
20

2014
35

52
.
46
42
17
13

54
50
49
45
23
15

57
.
44
47
20
17

51
.
42
37
21
16

52
.
43
40
18
19

46
55
40
38
16
19

51
58
43
43
20
17

45
.
39
39
19
13

40
32
46
44

44
34
48
45

45
36
42
45

42
32
45
48

42
34
45
44

38
33
47
33

42
36
48
40

37
30
38
39

48
53
15

50
53
20

53
55
19

44
67
18

48
45
19

44
47
19

46
51
21

40
48
18

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

43

Umzugsabsichten (sicherer und möglicher Umzug) in den nächsten zwei Jahren
nach ausgewählten Haushaltstypen
70
60
50

40
30

20
10

Singles

Paare mit Kind(ern)

Paare ohne Kind(er)

Alleinstehende Rentner

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1997

1995

1991

1993

0

Rentnerpaare

nach vorwiegender Einkommensquelle
80
70
60
50
40
30

20
10

Erwerbstätigkeit

Arbeitslosenbezüge

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1993

0

Renten

nach Haushaltsgröße
60
50
40
30
20
10

1 Person

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

44

2 Personen

3 Personen

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2002

2000

1999

1997

1995

1993

1991

0

4 und mehr Personen

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Umzugsziele von Umzugswilligen (sicherer und möglicher Umzug)
10
7
15
16

5

5

6

5

7

6
21

25

24

8
12

18

16

17

26

22
22

12

11

13

13

18

10

23

22

22

21

20

22

20

1998

1999

2000

2001

2003

27

8

7
6

7

22

28

22

9

21

22

5
8

4

3

6

6
10

5

8

8

28

26

24
22

19
18

26

25

5
12

8

25

27

9
8

6

26

23
22

11

25

23
26

6

8
6

7

22

30

26

24
27

25

2011

30

22

29

2014

29

2013

28

2012

28

2010

21

2009

2006

im selben Wohnviertel
in einem anderen Stadtbezirk
in Sachsen (außer Leipzig und Umgebung)
in einem der alten Bundesländer

27

2008

23

2007

26

2005

16

1997

1993

1992

18

1996

43
27

im selben Stadtbezirk
in der näheren Umgebung Leipzigs
in einem (anderen) der neuen Bundesländer
im Ausland

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Umzugsziele der Haushalte
1992
Umzugsziel
Im selben Wohnviertel wie
bisher
Im selben Stadtbezirk
In einem anderen Stadtbezirk
Leipzigs
In der näheren Umgebung
Leipzigs
In Sachsen (außer Leipzig
und näherer Umgebung)
In einem anderen der neuen
Bundesländer (mit Berlin)
In einem der alten
Bundesländer
Im Ausland

1993
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2003
2005
Anteil Umzugswilliger (sicherer und möglicher Umzug) nach Umzugszielen in Prozent

27

43

-

18

16

22

21

20

22

20

26

23

12

40

26

22

23

23

22

27

27

21

16

8

16

18

22

22

26

25

18

26

25

15

21

30

25

24

17

16

13

13

10

6

-

6

5

3

3

3

3

3

1

3

3

7

3

3

2

4

3

4

3

3

4

5

10

5

4

5

6

7

5

11

12

7

6

3

2

2

2

2

3

3

4

3

4

8

Umzugsziele der Haushalte - Fortsetzung
2006
Umzugsziel
Im selben Wohnviertel wie
bisher
Im selben Stadtbezirk
In einem anderen Stadtbezirk
Leipzigs
In der näheren Umgebung
Leipzigs
In Sachsen (außer Leipzig
und näherer Umgebung)
In einem anderen der neuen
Bundesländer (mit Berlin)
In einem der alten
Bundesländer
Im Ausland

2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Anteil Umzugswilliger (sicherer und möglicher Umzug) nach Umzugszielen in Prozent

23

27

21

28

28

29

30

22

29

22

25

25

26

22

26

30

27

24

22

22

28

19

18

22

24

28

26

8

8

7

9

8

10

6

8

8

3

3

2

3

5

4

2

3

3

5

4

6

5

3

4

2

6

3

11

9

7

8

12

4

3

2

5

6

3

4

2

5

2

4

2

2

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

45

Ausgewählte Umzugsziele
von Paaren mit Kind(ern)
100
90

80
70

60
50

40
30
20
10

Stadt Leipzig

Leipziger Umland

alte Bundesländer

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2001

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

0

Ausland

von Singles
100
90
80
70
60

50
40
30
20

10

Stadt Leipzig

Leipziger Umland

alte Bundesländer

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2001

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

0

Ausland

von Rentnerpaaren
100
90
80
70

60
50
40
30
20
10

Stadt Leipzig

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

46

Leipziger Umland

alte Bundesländer

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2006

2005

2003

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

0

Ausland

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Ausgewählte Hauptumzugsgründe der Haushalte
Hauptumzugsgrund
Erwerb von Haus-/
Wohneigentum
zu hohe Miete bzw.
Betriebskosten
Familiäre Gründe (z.B.
Haushaltsgründung,
Scheidung)
berufliche Gründe
bzw. Aufnahme
Studium/Ausbildung
Wohnungsgröße (zu
klein oder zu groß)
Wohnung/Gebäude in
schlechtem Zustand/
mit Mängeln behaftet

1993 1995 1997 2001 2002 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Anteil Umzugswilliger (sicherer und möglicher Umzug) nach Hauptumzugsgründen in Prozent
11

13

10

8

4

8

6

4

7

5

8

8

8

7

7

7

7

12

12

16

11

20

18

16

19

15

8

8

12

12

13

13

10

11

9

15

16

14

13

20

21

21

18

13

17

14

15

14

5

6

8

15

17

19

19

19

21

20

20

20

14

18

16

13

17

21

18

16

13

17

21

21

20

14

14

16

16

18

14

16

8

8

11

12

7

9

9

11

11

8

8

4

5

4

5

4

Ausgewählte Hauptumzugsgründe der Umzugswilligen (sicherer und möglicher Umzug)
25

20

15

10

5

Erwerb von Wohneigentum

zu hohe Miete bzw. Betriebskosten

familiäre Gründe

berufliche Gründe

unpassende Wohnungsgröße

schlechter Gebäude-/Wohnungszustand

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2002

2001

1997

1995

1993

0

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

47

Zur Methodik
Zielstellung der Kommunalen Bürgerumfragen
Hauptziel der Kommunalen Bürgerumfragen ist seit jeher die Versorgung der Stadtverwaltung und des
Stadtrates sowie der interessierten Bürgerschaft mit aktuellen Informationen über die Lebenssituation
der Leipzigerinnen und Leipziger. Insbesondere beziehen sich die Fragestellungen in der Regel auf
Informationen über Lebensumstände, die in der erforderlichen Differenzierung nicht aus anderen
Quellen entnehmbar sind. Rechtliche Grundlage der Befragungen bildet seit 1996 die vom Leipziger
Stadtrat beschlossene „Satzung über die kommunalen Erhebungen der Stadt Leipzig zur wirtschaftlichen
und sozialen Lage der Bevölkerung".
Die Informationsbereitstellung erfolgt jährlich in Form eines Ergebnisberichtes und liefert so temporär
einen zeitaktuellen Querschnitt zur Lebenssituation der Leipziger Bevölkerung. Seit 2010 erscheint
darüber hinaus zeitnah nach der Datenauswertung ein Schnellbericht, der über erste ausgewählte
Ergebnisse informiert. Diese „Momentaufnahmen“ eignen sich hervorragend, um einen Überblick über
den jeweils gegenwärtigen Status Quo zu erhalten. Von nicht minderem Interesse ist es jedoch, die
einzelnen Berichtsjahre aneinander zu reihen und im Längsschnitt zu betrachten. Ziel der vorliegenden
Trenddarstellungen ist es demnach, über einen Zeitvergleich der Kommunalen Bürgerumfragen der
Jahre 1991 bis 2014 Entwicklungstendenzen und Wandlungsprozesse sichtbar zu machen. Hierbei wird
versucht, über zwei Jahrzehnte Lebensbedingungen in Leipzig mit Hilfe ausgewählter Befragungsergebnisse zu reflektieren. Diese ausgewählten Parameter können sich aus Fragen ergeben, die
regelmäßig sowie in gleicher Form gestellt wurden, und es so ermöglichen, Veränderungen und Entwicklungen zu beobachten (Monitoring). Dabei wird an einen Trendreport aus dem Jahre 2009 angeknüpft, welcher bereits wesentliche Indikatoren im Zeitvergleich abbildet.

Datengrundlage und Anpassungswichtungen
Der vorliegende Trendbericht ist als Sekundärdatenanalyse der Befragungsjahre 1991 bis 2014
konzipiert. Im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfragen wurden bis zum Jahr 2001 jeweils Personen
im Alter von 18 bis 75 Jahren mit gemeldetem Hauptwohnsitz in Leipzig zum Gebietsstand des jeweiligen Befragungszeitpunktes unter Nutzung des Einwohnerregisters in repräsentativen Stichproben
von ca. 1 bis 3 Prozent ausgewählt. Die Stichprobenziehung erfolgt mittels Zufallsgenerator gleichverteilt
über die Grundgesamtheit der Stadtbevölkerung, welche vom Ordnungsamt als Dateiabzug aus dem
Einwohnermelderegister der Stadt Leipzig zur Verfügung gestellt wird. Seit 2002 werden Personen im
Alter von 18 bis zu 85 Jahren einbezogen. Bei den personenbezogenen Auswertungen des vorliegenden
Berichts ist demnach zu beachten, dass die ausgewiesene Altersgruppe 65 bis 85 Jahre bis zum Jahr
2001 die bis 75-jährigen Personen enthält und in den Folgejahren jeweils zusätzlich die 76- bis 85Jährigen.
Den Befragten werden in allen Erhebungsjahren die zu beantwortenden Fragebögen einschließlich eines
Anschreibens des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig und eines Umschlags zum portofreien Rückversand postalisch zugestellt. Ab dem Jahr 2003 besteht die zusätzliche Möglichkeit, den Fragebogen
über das Internetportal der Stadt Leipzig auszufüllen. Jährlich stehen bei einer Rücklaufquote zwischen
38 und 62 Prozent etwa zwischen knapp 1000 und 8000 auswertbare Fragebögen zur Verfügung. In den
Jahren 2000, 2003, 2006, 2008, 2011 sowie 2013 ist die Ausgangsstichprobe in einer solchen Größe
und Struktur ausgewählt, dass neben den üblichen Ergebnissen für die Stadt Leipzig auch solche auf
der Ebene von Ortsteilen ausgewiesen werden konnte. Nur bei der Konzipierung der Bürgerumfrage auf
Ortsteilebene lagen mehr als 4000 Fragebögen zur Auswertung vor. Die stark schwankenden Rücklaufquoten können mit unterschiedlichen Fragebogenumfängen und -inhalten sowie den variierenden
Erinnerungsformen begründet werden. Eine nicht zu umfangreiche Fragebogenlänge und ein zweistufiges Erinnerungsverfahren, wobei der Fragebogen erneut mitgeschickt wird, bewirken die höchsten
Rücklaufquoten.
Da die Rücklaufquoten erwiesenermaßen auch von demografischen Merkmalen abhängig sind, weicht
die Struktur der auswertbaren Stichproben hinsichtlich der beiden wichtigen Eigenschaften Alter und
Geschlecht regelmäßig von der Grundgesamtheit ab. Die aus den Rückläufen gebildeten Datensätze
werden deshalb in den jeweiligen Befragungsjahren nachträglich mit personenbezogenen Wichtungsfaktoren versehen, um die durch Nicht-Beantworter verursachten Repräsentativitätsverzerrungen wieder
auszugleichen. Hinsichtlich Alter und Geschlecht erfolgt eine Anpassung an die Datengrundlage des
Einwohnermelderegisters der Stadt Leipzig und ab dem Jahr 2002 auch hinsichtlich des Bildungsstandes (höchste berufliche Qualifikation) an die entsprechenden Daten aus dem jeweils letzten Mikro48

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

zensus des Statistischen Landesamtes Sachsen für die Stadt Leipzig. Für haushaltsbezogene
Auswertungen werden die Datensätze hinsichtlich des Merkmals Haushaltsgröße mit zusätzlichen auf
Mikrozensusergebnissen für die Stadt Leipzig basierenden Wichtungsfaktoren versehen.
Ausschöpfungsquoten der Kommunalen Bürgerumfragen (in Prozent)
(bezogen auf die realisierbare Stichprobe)
70
60

61,6

50

52,3 53,8

40
30

44,9

48,2

39,6

57,2
51,5 52,1

51,4
46,0 44,6
39,2

48,2 46,1

38,2

52,0
42,6

50,3

46,4

46,5 45,9

20

10

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2014

2013

2012

2011***

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2003

2002**

2001

2000*

1999

1998

1997

1996

1995

1993

1992

1991

0

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

* Herbstferien im Befragungszeitraum; eine Erinnerungsaktion ohne Fragebogen
** Zwei Erinnerungsaktionen mit Fragebogen; Jahr der Leipziger Olympiabewerbung
*** Zensus 2011, der möglicherweise zu einem höheren Rücklauf führte

Anmerkungen zur Ergebnisübersicht und Lesehinweise
Im ersten Teil des Berichts werden einzelne Trendindikatoren personenbezogen ausgewertet. Dies sind
Fragestellungen, die im Wesentlichen auf Meinungen und Einstellungen abstellen oder auf andere
Weise die Einzelperson betreffen. Im zweiten Abschnitt erfolgt haushaltsbezogen die Auswertung
solcher Indikatoren, die sich auf Einschätzungen beziehen, welche den gesamten Haushalt betreffen
(können). Die Ergebnisse werden jeweils mittels Tabellen, Grafiken und ergänzenden Hauptaussagen
dargestellt. Im Allgemeinen beziehen sich Trendanalysen auf die Gesamtgruppe der Befragten. Im
vorliegenden Bericht werden jedoch zusätzlich auch Trends für soziodemografische Teilgruppen
abgebildet.
In den Hauptaussagen wird ein Index zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Stadt dargestellt. Dafür
ist eine Normierung der eingegangenen Indikatoren notwendig (sogenannte z-Transformation). Bei einer
z-Transformation werden Werte einer Variablen (hier: eines erfragten Items) so normiert, dass ihr Mittelwert = 0 und ihre Standardabweichung = 1 sind. Damit werden Variablen mit ganz unterschiedlichen
Wertebereichen1 in eine vergleichbare Form gebracht. Bei der Addition der z-transformierten Werte ist
somit sichergestellt, dass jede einzelne Variable mit dem gleichen Gewicht in die Indexberechnung
eingeht.
Im haushaltsbezogenen Auswertungsteil erfolgen in der Regel zusätzlich zur Gesamtgruppe
Aufschlüsselungen nach Haushaltstypen. Die Haushaltstypen sind dabei wie folgt definiert:
Singles sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter bis 64 Jahre. Ausgenommen hiervon sind
Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als
Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Alleinerziehende sind Haushalte mit einer Person ab 18 Jahren und mindestens einem Kind unter
18 Jahren.
Paare mit Kind(ern) sind Haushalte mit einem Ehepaar oder in Lebensgemeinschaft zusammenlebenden Personen mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und keiner weiteren Person ab 18 Jahren.
1

Ein Beispiel: der ursprüngliche Wertebereich bei der Lebenszufriedenheit (hier: Anteil "(sehr) zufrieden") reicht im
Betrachtungszeitrum von 44 bis 78 Prozent, beim überregionalen Wegzugspotenzial aber von 4 bis 10 Prozent.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

49

Paare ohne Kind(er) sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft
zusammenleben. Das Paar ist jünger als 65 Jahre. Ausgenommen hiervon sind Haushalte, in denen die
befragte Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Alleinstehende Rentner sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter ab 65 Jahren sowie
alleinlebenden Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im
Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Rentnerpaare sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft zusammenleben. Die befragte Person ist 65 Jahre oder älter. Einbezogen sind weiterhin Haushalte, in denen
die befragte Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im
Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Die Ergebnisse sind, wenn nicht ausdrücklich anders vermerkt, in Prozentwerten sowie in Mittelwerten –
Durchschnitt oder Median – ausgewiesen. (Ordnet man alle Werte eines Merkmals der Größe nach,
dann teilt z. B. das 25%-Perzentil diese Rangfolge so, dass 25 Prozent der Werte kleiner oder gleich
diesem Perzentil sind. Das 50%-Perzentil, also die Mitte der Rangfolge, wird als Median bezeichnet.)
Alle angeführten Werte sind auf ganze Zahlen bzw. bei Mittelwerten teilweise auf ein oder zwei
Kommastellen gerundet. Deswegen können bei der Addition von Einzelwerten in Tabellenspalten, wo die
Gesamtsumme 100 Prozent ergeben müsste, formal Abweichungen von 100 auftreten. In Diagrammen
können in Folge der Rundung gleiche Werte durch unterschiedlich große Balken dargestellt sein.
Da die Sicherheit der Aussagen mit kleiner werdenden Fallzahlen abnimmt, werden die Ergebnisse nur
für Teilgruppen mit einer Mindestbesetzung von 30 Fällen ausgewiesen. In allen anderen Fällen sind die
Ergebnisse ausgepunktet und auf eine grafische Darstellung muss verzichtet werden. In Ausnahmefällen
erfolgt dennoch die grafische Darstellung zur Herstellung eines sichtbaren Trendverlaufs.
,

Da infolge der begrenzten Fragebogenkapazitäten nicht alle trendrelevanten Fragen ständiger
Bestandteil des Umfrageprogrammes sein konnten, enthalten viele Zeitreihen Datenlücken. Für wenige
Indikatoren sind Daten erst ab den 2000er-Jahren verfügbar. In den aktuellen Bericht wurden Reihen mit
mindestens vier Messpunkten (in der Regel deutlich mehr), von denen der letzte nicht weiter als 2013
zurückliegt, aufgenommen. Ausgangsjahr ist je nach Datenlage bei den meisten Indikatoren das Jahr
1991 oder 1992. Auch ist zu beachten, dass in einigen Fällen sprachliche oder sogar inhaltliche Modifizierungen der Fragestellungen während des Befragungszeitraumes nur eine bedingte Vergleichbarkeit
zulassen. Die jeweils zu Eingang eines jeden Kapitels angegebenen Fragestellungen einschließlich des
Antwortmodells entsprechen dem Fragebogen, welcher den Indikator zuletzt erhoben hatte und daher
teilweise nicht dem exakten Wortlaut der Fragebögen vorangegangener Jahre.
,

Zu weiteren Fällen von methodisch-inhaltlichen Modifizierungen im Zeitverlauf erfolgen in der
nachfolgenden tabellarischen Übersicht die entsprechenden Vermerke. Die Ergebnisse des Erhebungsmerkmals „höchster allgemeinbildender Schulabschluss“ verdeutlichen, dass in der Kommunalen
Bürgerumfrage (freiwillige Auskunftserteilung) im Unterschied zum Mikrozensus (mit Pflichtauskunft per
Gesetz) höhere Bildungsabschlüsse leicht überrepräsentiert sind (siehe Abb. nächste Seite).
Veränderungen im
Vorkommnis und Anpassung
Zeitverlauf
Veränderte FrageDie Fragen zum persönlichen sowie Haushalts-Nettoeinkommen erfolgten bis
und Antwortmodelle 2006 als offene, ab dem Jahr 2007 als kategoriale Abfrage. Die Verweigerungsquote konnte bei dieser Frage damit deutlich reduziert werden. Die Ermittlung
des Medians erfolgte daraufhin aus den einzelnen Einkommensklassen.
Die Frage zur persönlichen Zukunftserwartung erfolgte bis 2007 als 4-stufiges,
ab dem Jahr 2008 als 5-stufiges Antwortmodell. Für den Trendbericht erfolgte
eine Transformierung der Werte auf die aktuelle 5-stufige Antwortskala.
Währungsumstellung Die Währungsumstellung von DM auf EURO zum 1.1.2002 wurde berücksichtigt,
indem die genannten DM-Beträge bei Miete und Einkommen für vorangegangene Befragungsjahre umgerechnet wurden.
Stadtgrenzen
In den 1990er Jahren bis zur Jahrtausendwende wurden 14 von derzeit 63
Ortsteilen nach Leipzig eingemeindet. Davon lag der Schwerpunkt auf dem
1.1.1999, als 12 Ortsteile eingemeindet wurden und Leipzig einen Bevölkerungszuwachs von etwa 50 000 Bewohnern erfuhr. Die erweiterten Stadtgrenzen
werden bei Ergebnisinterpretationen berücksichtigt.
50

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

Rechtliche
Anpassungen

Vorwiegende
Einkommensquelle

Im Rahmen von zwei Jahrzehnten ergaben sich zahlreiche Anpassungen der
Gesetzeslage. Für die Trendinterpretationen sind vor allem Veränderungen in der
Sozialgesetzgebung relevant, so beispielsweise das seit 1.1.2005 geltende
SGB II – Grundsicherung für Arbeitssuchende. Im Zuge der Sozial- und Arbeitsmarktreformen wurde 2005 die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum
Arbeitslosengeld II als Grundsicherung für Hilfebedürftige zusammengeführt. Für
die im Trendreport ausgewiesene Hauptquelle des Lebensunterhalts bzw. die
Ergebnisausweisung nach vorwiegender Einkommensquelle bei haushaltsbezogenen Kapiteln werden diese Veränderungen teilweise berücksichtigt.
Unter Erwerbstätigkeit als vorwiegender Einkommensquelle werden Einkommen
aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen gezählt sowie
Wehrsold, ehemals Zivildienstbezüge bzw. neu Bundesfreiwilligendienstvergütung, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld. Unter
Arbeitslosenbezüge werden Arbeitslosengeld I und II zusammengefasst (früher
auch Sozialhilfe). Renten beinhalten die gesetzliche Alters- Hinterbliebenen-,
Erwerbsunfähigkeitsrente, Pensionen, Ruhegeld.
Höchster schulischer Abschluss 2014

Kommunale Bürgerumfrage Leipzig

Mikrozensus für die Stadt Leipzig

41

44

36

39

22

15
2
8. oder 9. Klasse
(Hauptschule)

Realschule

Fachhochschul-/ (noch) kein oder
Hochschulreife
sonstiger
Schulabschluss

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen

2
Volks-/
Hauptschule

Realschule

Fachhochschul-/
Hochschulreife

(noch) kein
Schulabschluss

Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig

Zeichenerklärung:
0
= Ergebnis gleich Null oder Zahl ist kleiner als die Hälfte der verwendeten
Einheiten
.
= zu geringe Fallzahl der Teilgruppe
davon
= Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)
darunter = nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Lebensbedingungen in Leipzig seit der Wiedervereinigung

51

Veröffentlichungen
Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Direktbezug:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur Einsicht aus,
ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen, des Statistischen
Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages und andere. Die statistischen
Veröffentlichungen stehen auch unter statistik.leipzig.de zum kostenlosen Download bereit. Statistische
Auskünfte erhalten Sie unter:
Fon 0341 123-2847, Fax 0341 123-2845 bzw. E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de
Lust auf mehr? Dann besuchen Sie das Leipzig-Informationssystem LIS:
statistik.leipzig.de
Hier finden Sie stets aktuelle statistische Daten zu wichtigen Bereichen der Leipziger Stadtentwicklung in Form
von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten

Herausgeber: Stadt Leipzig
Amt für Statistik und Wahlen
Verantwortlich i.S.d.P.
Dr. Ruth Schmidt, Amtsleiterin
Redaktion:
Dr. Andrea Schultz
Autoren:
Falk Abel, Kerstin Lehmann
Fotonachweis: Titelbild:
Dirk Brzoska, www.maneda.de
Verlag: Stadt Leipzig,
Amt für Statistik und Wahlen [12/15]
Redaktionsschluss: 30.11.2015
Alle Rechte vorbehalten.
Es ist nicht gestattet, ohne ausdrückliche
Genehmigung des Amtes für Statistik und
Wahlen diese Veröffentlichung oder Teile
daraus für gewerbliche Zwecke zu vervielfältigen oder in elektronische Systeme einzuspeichern. Die Vervielfältigung dieser Veröffentlichung oder von Teilen daraus ist für nicht
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