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Periodical volume

Full text: Kommunale Bürgerumfrage Issue 2014

Kommunale Bürgerumfrage 2014 - Ergebnisbericht

Leben in Leipzig

Kommunale Bürgerumfrage 2014
Ergebnisbericht

LEIPZIGER STATISTIK UND STADTFORSCHUNG
Kommunale Bürgerumfrage 2014 - Ergebnisbericht [7/15]
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Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Dr. Ruth Schmidt, Leiterin des Amtes für Statistik und Wahlen
Dr. Andrea Schultz
Falk Abel, Johannes Heinemann, Kerstin Lehmann
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Stadt Leipzig, Hauptamt
30.05.2015

Gebühr:

15,- € (zuzüglich Versandkosten)

Die Daten werden auf Nachfrage für die einzelnen Kapitel in Dateiform zur Verfügung
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(0341) 123 2847
(0341) 123 2845
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Internet www.leipzig.de/statistik
www.leipzig.de/wahlen
Zeichenerklärung:
0
= Ergebnis gleich Null oder Zahl ist kleiner als die Hälfte der verwendeten
Einheiten
.
= zu geringe Fallzahlen der Teilgruppe
davon
= Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)
darunter
= nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)
D
= arithmetisches Mittel
r
= korrigierte Zahl
x
= Aussage nicht sinnvoll

Inhaltsverzeichnis
Seite
Ausgewählte Ergebnisse ...................................................................................................... 3
Methodische Vorbemerkungen............................................................................................. 5
1.

Lebenszufriedenheit, Zukunftssicht und Einschätzung der
wirtschaftlichen Lage ............................................................................................... 9

1.1.
1.2.
1.3.
1.4.

Lebenszufriedenheit .................................................................................................... 9
Zukunftssicht ............................................................................................................. 11
Beurteilung der persönlichen wirtschaftlichen Situation ............................................ 13
Beurteilung der wirtschaftlichen Situation in der Stadt Leipzig .................................. 14

2.

Arbeitszeiten und Einkommen ............................................................................... 16

2.1.
2.2.
2.2.1.
2.2.2.
2.2.3.
2.2.4.

Arbeitszeiten ............................................................................................................. 16
Einkommen und wirtschaftliche Situation .................................................................. 17
Persönliches Einkommen und wirtschaftliche Situation ............................................ 17
Monatliches Haushaltsnettoeinkommen .................................................................... 20
Nettoäquivalenzeinkommen ...................................................................................... 22
Hauptquelle des Lebensunterhalts der Leipziger Haushalte ..................................... 23

3.

Wohnen und Umziehen ........................................................................................... 25

3.1.
3.2.
3.3.
3.4.
3.5.
3.6.
3.7.
3.8.
3.9.

Wohnstatus ............................................................................................................... 25
Wohnungsgröße........................................................................................................ 25
Miete ........................................................................................................................ 27
Mietbelastung ........................................................................................................... 27
Mieterhöhung ........................................................................................................... 28
Zahlungsrückstände ................................................................................................. 28
Zufriedenheit mit dem Wohnviertel ........................................................................... 29
Umzugsabsichten, Wohndauer ................................................................................. 29
Haus- und Wohnungssicherheit, Wohnungseinbruch ............................................... 32

4.

Verhältnis Deutsche und Ausländer ...................................................................... 35

4.1.
4.2.
4.3.

Kontakte zwischen Deutschen und Ausländern im täglichen Leben ......................... 35
Aussagen zum Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern .............................. 37
Problematisierung des Zusammenlebens mit Ausländern ........................................ 42

5.

Umwelt ..................................................................................................................... 44

5.1.
5.2.
5.3.
5.4.
5.5.

Einstellungen zum Klimaschutz ................................................................................ 44
Persönliche Aktivitäten zum Klimaschutz .................................................................. 45
Beurteilung der Luftqualität und Wirkung der Umweltzone ....................................... 49
Lärmbelastung in der Wohnumgebung ..................................................................... 52
Wildpark Leipzig ........................................................................................................ 53

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

1

Seite
6.

Verkehr ..................................................................................................................... 55

6.1.
6.2.
6.3.
6.4.
6.5.
6.5.1.
6.5.2.
6.5.3.

Ausstattung der Haushalte mit Verkehrsmitteln ....................................................... 55
Verkehrsmittelwahl (Modal Split) und Veränderungen der Verkehrsmittelwahl ......... 56
Nutzung der S-Bahn .................................................................................................. 57
Nutzung von Leihsystemen für verschiedene Verkehrsmittel .................................... 59
Fuß- und Radverkehr ................................................................................................ 60
Bewertung der Bedingungen für den Fußverkehr ..................................................... 60
Ausstattung der Haushalte und Nutzung des Fahrrads............................................. 61
Zufriedenehit mit den Bedingungen für den Radverkehr und
Bewertung der Förderung des Radverkehrs ............................................................. 63

7.

Katastrophen- und Bevölkerungsschutz .............................................................. 66

7.1.
7.2.

Hochwasser-Katastrophenalarm 2013 im Rückblick ................................................ 66
Verändertes Vorsorgeverhalten ................................................................................ 69

8.

Weiterbildung .......................................................................................................... 70

8.1.
8.2.
8.3.
8.4.

Stellenwert und Positionen ....................................................................................... 70
Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen ............................................................... 72
Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen ............................................................. 75
Informationsquellen zu beruflichen und allgemeinen Weiterbildungen ..................... 77

9.

Kommunalpolitik, kommunale Lebensbedingungen
und Dienstleistungen der Stadt ............................................................................. 79

9.1.
9.2.
9.3.
9.4.
9.5.
9.6.

Kommunalpolitische Schwerpunkte aus Bürgersicht................................................. 79
Die größten Probleme in der Stadt Leipzig ............................................................... 80
Zufriedenheit mit der Entwicklung kommunaler Lebensbedingungen ....................... 82
Stadtteilbezogene Bürgervereine: Kenntnis und Nutzung ......................................... 84
Kenntnis und Nutzung des Angebots des Bürgertelefons ......................................... 88
Kenntnis des Stadtjubiläums und Bewertung des Mottos ......................................... 90

Anhang
Tabellenverzeichnis ............................................................................................................... 93
Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................... 95
Fragebögen Kommunale Bürgerumfrage 2014 ..................................................................... 97

2

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Ausgewählte Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfrage 2014
Lebenszufriedenheit, Zukunftssicht und Einschätzung der wirtschaftlichen Lage
− Die allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger ist im Vergleich zum Vorjahr
erneut gestiegen. 8 von 10 Befragten sind „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“. Besonders hoch ist
die Lebenszufriedenheit bei jungen Erwachsenen. Auch der Blick in die Zukunft ist optimistischer als
im Vorjahr. 65 Prozent der Befragten sind „optimistisch“ oder „sehr optimistisch“.
− Die persönliche wirtschaftliche Lage wird von mehr als der Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger
mindestens als „gut“ eingeschätzt. Auch die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Stadt hat sich in
der Wahrnehmung der Bürgerschaft verbessert, 40 Prozent urteilen mindestens mit „gut“.
Arbeitszeiten und Einkommen
− Die durchschnittliche Arbeitszeit beträgt in Leipzig 38 Stunden, das sind ca. 3 Stunden mehr als im
Bundesdurchschnitt.
− Das mittlere persönliche Einkommen liegt 2014 mit 1 207 Euro um 55 Euro höher als im Vorjahr.
Einwohner mittleren Alters (34 bis 49 Jahre) erzielen deutliche Einkommenszuwächse.
− Das Haushaltsnettoeinkommen beträgt 2014 im Mittel 1 662 Euro, das sind 113 Euro mehr als im
Vorjahr. Paare mit Kind(ern) konnten 2014 ihr Einkommen deutlich steigern.
− Mithilfe des Nettoäquivalenzeinkommens (bedarfsgewichtetes Haushaltseinkommen) lässt sich nachweisen, dass sich die Einkommensdifferenz zwischen den 20 Prozent Einkommensstärksten und
20 Prozent Einkommensschwächsten weiter geöffnet hat. Die zunehmende Einkommensungleichheit
resultiert also aus einer überdurchschnittlichen Steigerung hoher Einkommen.
− 59 Prozent der Leipziger Haushalte bestreiten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch
Erwerbsarbeit, dieser Anteil ist in den letzten Jahren leicht, aber kontinuierlich angestiegen.
Wohnen und Umziehen
− Leipzig ist eine Mieterstadt. Die Wohneigentumsquote ist im Neubau (seit 1991 gebaut) am höchsten
und im Plattenbausegment am geringsten. Die mittlere Wohnfläche pro Person beträgt 45,6 m².
− Die Grund- und Gesamtmiete sind im Vergleich zum Vorjahr auf 5,38 Euro/m² bzw. 7,45 Euro/m²
gestiegen. Jeder vierte Haushalt hat in den letzten vier Jahren eine Mieterhöhung erhalten. Aufgrund
gestiegener Einkommen ist die Mietbelastung (Anteil Warmmiete am Haushaltsnettoeinkommen)
jedoch leicht gesunken.
− Die Zufriedenheit mit dem eigenen Wohnviertel ist auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr, drei
Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger geben an, mit ihrem Wohnviertel „zufrieden“ oder „sehr
zufrieden“ zu sein.
− Das Umzugspotenzial ist leicht gesunken, 24 Prozent der Befragten planen in den nächsten zwei
Jahren (möglicherweise) einen Umzug.
− 12 Prozent der Haushalte haben irgendwann (unabhängig vom jetzigen Wohnstandort) einen
Wohnungseinbruch bzw. einen Versuch desselben erlitten, weitere 2 Prozent sogar schon mehrmals.
Dabei sind Wohneigentümer mit 24 Prozent doppelt so häufig von Einbrüchen betroffen wie
Mieterhaushalte. Die am stärksten verbreitete Sicherheitsmaßnahme ist das Anbringen von
Beleuchtungen außerhalb der Wohnung bzw. des Hauses, es folgen spezielle Türsicherungen und
Bewegungsmelder.
Verhältnis Deutsche und Ausländer
− Die Kontakte zu Ausländern werden 2014 insgesamt positiver bewertet als 2011. Zwischen den
Generationen scheinen sich jedoch Polarisationstendenzen zu verstärken. Während die jungen
Erwachsenen 2014 die Kontakte zu Ausländern häufiger sehr positiv bewerten, lassen sich bei den
älteren Altersgruppen keine Bewertungsveränderungen feststellen.
− Auch anhand anderer Indikatoren lässt sich nachweisen, dass jüngere Befragte im Vergleich zu 2011
offener gegenüber Fremden eingestellt sind, ältere Befragte hingegen etwas distanzierter.
Umwelt
− Klimaschutz hat für fast zwei Drittel einen hohen Stellenwert. Die Sorge, der Klimawandel könnte
negative Auswirkungen auf die Region Leipzig haben, hat im Vergleich zu 2012 zugenommen.
− Die junge Generation ist häufiger bereit, selbst mehr für den Klimaschutz zu tun. Auch die Versorgung
mit lokal verfügbaren, alternativen Energien ist ihr wichtiger.
− Drei Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger gibt an, im Alltag bewusst CO2-Emissionen einzusparen,
das ist etwas weniger als noch 2012. Gespart wird vor allem durch Abfalltrennung/-vermeidung und

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

3

beim Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch; alles Bereiche, bei denen ein sparsames Verhalten
auch Kosten spart.
− Mit der Luftqualität im eigenen Wohnviertel sind 70 Prozent zufrieden. Das sind 6 Prozentpunkte
mehr als im Vorjahr. Zur Verbesserung der Luftqualität werden die Förderung und der Ausbau des
ÖPNV von den Bürgerinnen und Bürgern am häufigsten genannt.
− Die Lärmbelastung im Wohnquartier fällt aus Bürgersicht für sieben abgefragte Emittenten insgesamt
mittelmäßig bis schwach aus. Am stärksten ist die Belastung durch Kfz-Straßenlärm.
− 56 Prozent der Leipziger gehen mindestens einmal im Jahr in den Wildpark.
Verkehr
− In 59 Prozent aller Leipziger Haushalte ist mindestens ein Privat-Pkw vorhanden. Das sind 4 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2013.
− Jeder dritte Befragte hat innerhalb des letzten Jahres bei mindestens einem Reisezweck die
Verkehrsmittelwahl geändert. Bei 15 Prozent aller Verkehrsmittelwechsler war der City-Tunnel dafür
der Grund. Die Zunahme der S-Bahn-Nutzung geht zulasten der Straßenbahnnutzung.
− Mit den Bedingungen für den Fußverkehr sind die Befragten nur teilweise zufrieden. Kritik wird vor
allem bei der Qualität der Bürgersteige deutlich, 26 Prozent schätzen diese als „schlecht“ oder „sehr
schlecht“ ein.
− In 72 Prozent aller Leipziger Haushalte ist mindestens ein Fahrrad vorhanden. Es wird nach wie vor
deutlich häufiger von jungen Befragten genutzt. Die Zufriedenheit mit den Bedingungen für den
Radverkehr ist eher mittelmäßig ausgeprägt, die Bemühungen der Stadt Leipzig werden jedoch
zunehmend vom Bürger wahrgenommen.
Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
− Der Katastrophenalarm im Zuge des Juni-Hochwassers 2013 war 8 von 10 Leipzigerinnen und
Leipzigern zur Kenntnis gelangt.
− Die häufigsten Informationsquellen waren Radio und Fernsehen. Knapp 9 von 10 Bürgerinnen und
Bürgern fühlten sich ausreichend informiert; Informationsdefizite gab es dagegen überdurchschnittlich
häufig bei jungen Befragten, Arbeitslosen und Fremdsprachlern.
− Nach dem Juni-Hochwasser 2013 hat jeder 14. Bürger sein Vorsorgeverhalten geändert, insbesondere Wohneigentümer.
Weiterbildung
− Zwei Drittel aller Leipzigerinnen und Leipziger messen der Weiterbildung einen „sehr großen“ bzw.
„großen“ Stellenwert bei, das ist mehr als noch 2005.
− Über die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger hat in den letzten 3 Jahren an beruflichen
Weiterbildungen teilgenommen. Jeder zehnte Arbeitslose absolvierte eine Umschulung auf einen
anderen Beruf.
− Mehr als die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger hat in den letzten 3 Jahren an allgemeinen
Weiterbildungen teilgenommen. Besonders beliebt sind Kurse zu den Themen Gesundheit/Prävention
und Sport, Fremdsprachen sowie neue Medien (Computer, Internet, Handy).
Kommunalpolitik, kommunale Lebensbedingungen und Dienstleistungen der Stadt
− Wie schon in den Vorjahren darf es aus Bürgersicht keine Einsparungen in den Bereichen Schulen
und Kindertagesstätten sowie bei Straßenbaumaßnahmen geben.
− Das größte städtische Problem ist für die Leipzigerinnen und Leipziger der Bereich Kriminalität und
Sicherheit, der ganz besonders der älteren Bevölkerung Sorge bereitet. Straßenzustand, Straßenbaustellen und -umleitungen sowie Parkplätze stehen im Problembewusstsein der Befragten ebenfalls
weit oben.
− Am zufriedensten sind die Bürgerinnen und Bürger mit den Natur- und Umweltbedingungen in
Leipzig. Insbesondere dem Ausbau der Naherholungsgebiete, dem Angebot an öffentlichen
Grünanlagen und Parks und dem Zustand der Gewässer stellen sie gute Noten aus.
− 42 Prozent der Befragten haben Kenntnis von Bürgervereinen in ihrer Wohnumgebung. Wichtigste
Aufgabe der Bürgervereine sieht die Bevölkerung in der Betreuung der Senioren.
− Weit über die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger kennt das Bürgertelefon 0341/123-0; jeder
Vierte hat es schon einmal genutzt. Diejenigen, die das Bürgertelefon bereits genutzt haben, sind
mehrheitlich damit zufrieden.
− Knapp drei Viertel aller Leipzigerinnen und Leipziger wissen über das Stadtjubiläum Bescheid,
insbesondere die Seniorinnen und Senioren. Gut die Hälfte aller Befragten findet das Motto „1000
Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ gut.
4

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Methodische Vorbemerkungen
Seit 1991 befragt die Stadtverwaltung im Jahresrhythmus jeweils mehrere Tausend per Zufall ausgewählte Leipzigerinnen und Leipziger zu ihrer Lebenssituation sowie ihren Meinungen und Einstellungen zu verschiedenen Themenbereichen. Das Hauptziel dieser Befragungen ist die Versorgung des
Stadtrates und der Stadtverwaltung mit entsprechenden Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen
und die auf anderem Wege nicht beschafft werden können. Die Kommunalen Bürgerumfragen fungieren
somit auch als ein Instrument des Dialogs zwischen Bürgerschaft sowie Rat und Verwaltung und können
daher als eine Form der Bürgerbeteiligung angesehen werden.
Rechtliche Grundlage der Befragungen bildet die am 18. September 1996 vom Leipziger Stadtrat
beschlossene „Satzung über die kommunalen Erhebungen der Stadt Leipzig zur wirtschaftlichen und
sozialen Lage der Bevölkerung", zuletzt geändert am 17. November 2011.
Inhaltliche Schwerpunkte
Sie ergeben sich vorrangig aus den Informationsbedürfnissen der Stadtverwaltung auf der Grundlage
der oben genannten kommunalen Satzung. Von den folgenden Ämtern, Referaten und Dezernaten der
Stadt Leipzig wurden spezielle Fragestellungen eingebracht, die der Tabelle entnommen werden
können:
Einrichtung

Themen

Amt für Jugend, Familie und Bildung
Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung
Amt für Umweltschutz
Amt für Stadtgrün und Gewässer
Branddirektion
Hauptamt
Dezernat Finanzen
Ordnungsamt
Referat für Migration und Integration
Sozialamt
Stadtplanungsamt

Weiterbildung

Verkehrs- und Tiefbauamt

Wohn- und Lebensformen
Fuß- und Radverkehr, Klimaschutz, Lärm
Wildpark
Hochwasser-, Katastrophenvorsorge
Bürgertelefon, Bürgervereine
Stadtjubiläum
Wohnungseinbruch, Präventionsmaßnahmen
Verhältnis Deutsche-Ausländer
Wohnen, Mieterhöhung
Wohnen, Umziehen
Verkehrsmittelausstattung, Modal Split, S-Bahn, Radverkehr

Weitere Schwerpunkte sind die allgemeine Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht, Prioritäten beim
städtischen Haushalt und die alljährlich abgefragten Themen zur Soziodemografie und Einkommenssituation der Befragten und der Haushalte. Viele dieser Daten werden auch für andere Analysen – wie
den Sozialreport – benötigt.
Da die Themenkomplexe nicht auf einen achtseitigen Fragebogen passten, wurde in bewährter Weise
wieder mit zwei Varianten gearbeitet.
Grundgesamtheit und Stichprobenverfahren
Grundlage für die Stichprobenziehung bildeten alle zum 10. Oktober 2014 in der Stadt Leipzig mit Hauptwohnsitz gemeldeten deutschen und ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 18 bis
85 Jahren. Diese Grundgesamtheit wurde vom Ordnungsamt als Dateiabzug aus dem Einwohnerregister
der Stadt Leipzig zur Verfügung gestellt und bestand aus 455 279 Datensätzen.
Die Stichprobenziehung erfolgte mittels Zufallsgenerator gleichverteilt über die Grundgesamtheit und
umfasste insgesamt 6 000 Personen (Bruttostichprobe); das entspricht einem Anteil von 1,3 Prozent.
Die Stichprobe wurde auf beide Fragebogenvarianten aufgeteilt.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

5

Zeitlicher Ablauf
Abb. 0-1: Rücklauf nach Datum

Am 23. Oktober 2014 startete die Bürgerumfrage mit einer Pressemitteilung. Parallel dazu erfolgte der
Versand der Fragebögen einschließlich eines Anschreibens des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig
und eines Umschlags zum portofreien Rückversand an die ausgewählten Personen.
Zur Erhöhung der Rücklaufquote wurde am 25. November 2014 eine Erinnerungsaktion durchgeführt,
wobei nochmals die kompletten Erhebungsunterlagen (Anschreiben, Fragebogen und Rücksendeumschlag) verschickt wurden. Einbezogen waren ca. 3 800 Personen, die bis dahin noch nicht geantwortet
hatten. Mit Posteingang vom 20. Januar 2015 wurde die Rücknahme abgeschlossen.
Ausschöpfung der Stichprobe und Anpassungswichtung
Für die Auswertung lagen insgesamt 2 653 Datensätze vor. Unter Berücksichtigung von 218 stichprobenneutralen Ausfällen (Empfänger nicht erreichbar) ergibt sich daraus eine Ausschöpfungsquote
von 45,9 Prozent. Sie liegt damit auf demselben Niveau wie im Vorjahr.
Da sich nicht alle Personen an der Befragung beteiligten und die Rücklaufquoten erwiesenermaßen
auch von demografischen Merkmalen abhängig sind, weicht die Struktur der auswertbaren Stichprobe
hinsichtlich der beiden wichtigen Eigenschaften Alter und Geschlecht erwartungsgemäß von der Grundgesamtheit ab (Tabelle 0-1).
Tab: 0-1: Vergleich der Altersstruktur von Grundgesamtheit und auswertbarer Stichprobe
Grundgesamtheit
auswertbare Stichprobe
Alter

männlich

weiblich

Gesamt

männlich

Prozent

6

weiblich

Gesamt

Prozent

18 bis 24

4

5

9

2

3

5

25 bis 34

12

11

23

9

11

20

35 bis 44

8

7

15

6

7

13

45 bis 54
55 bis 64

8
7

8
7

16
14

8
7

8
9

15
17

65 bis 74

6

7

12

8

9

17

75 bis 85

4

6

10

6

7

12

Gesamt

49

51

100

46

54

100

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass in den zusammengefassten Altersgruppen von 18 bis unter
45 Jahren die Rücklaufquoten meist unter- und danach meist überdurchschnittlich sind, wobei Frauen in
der Regel noch öfter antworten als Männer. Auch hinsichtlich des Bildungsstandes (höchste berufliche
Qualifikation) gibt es solche Abweichungen, wenn man entsprechende Daten aus dem letzten Mikrozensus des Statistischen Landesamtes Sachsen für die Stadt Leipzig 2013 zum Vergleich heranzieht. Mittels eines iterativen Verfahrens wurden personenbezogene Wichtungsfaktoren berechnet, die diese
Unterschiede bestmöglich kompensieren.
Bei den haushaltsbezogenen Auswertungen (Fragen, die den gesamten Haushalt betreffen) ist zu beachten, dass größere Haushalte auch eine größere Chance haben, in die Stichprobe einbezogen zu
werden. Diese unterschiedlichen Auswahlwahrscheinlichkeiten werden durch zusätzliche haushaltsbezogene Wichtungsfaktoren berücksichtigt. Weiterhin erfolgt hinsichtlich des Merkmals Haushaltsgröße
ebenfalls eine Anpassung an die Ergebnisse des Mikrozensus 2013 für Leipzig.
Die Anzahl der auswertbaren Fragebögen und die erfolgten Anpassungswichtungen garantieren zuverlässige Ergebnisse, die für die Gesamtgruppe sowie bezüglich der Merkmale Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße und berufliche Qualifikation als repräsentativ für die Grundgesamtheit der Leipzigerinnen und
Leipziger im Alter von 18 bis 85 Jahren betrachtet werden können.
Lesehinweise
Bei den haushaltsbezogenen Auswertungen wird zum Teil nach Haushaltstypen unterschieden. Diese
sind wie folgt definiert:
Singles sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter bis 64 Jahre. Ausgenommen hiervon sind
Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als
Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Alleinerziehende sind Haushalte mit einer erwachsenen Person und mindestens einem Kind unter
18 Jahren.
Paare mit Kind(ern) sind Haushalte mit einem Ehepaar oder in Lebensgemeinschaft zusammenlebenden Personen mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und keiner weiteren Person ab 18 Jahren.
Paare ohne Kind(er) sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft
zusammenleben. Das Paar ist jünger als 65 Jahre. Ausgenommen hiervon sind Haushalte, in denen die
befragte Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Alleinstehende Rentner sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter ab 65 Jahren sowie
alleinlebenden Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im
Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Rentnerpaare sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft zusammenleben. Das Paar ist 65 Jahre oder älter. Einbezogen sind weiterhin Haushalte, in denen die befragte
Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als
Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Darüber hinaus verbleibt noch eine Gruppe von Haushalten, die keiner der aufgeführten Kategorien
zugeordnet werden kann.
Um Aussagen zur Einkommenssituation treffen zu können, wurde sowohl das persönliche als auch
das Haushaltsnettoeinkommen erfragt. Die Auswertung der beiden Einkommenswerte erfolgt in Kapitel 2
je nach Fragestellung. Die Betrachtung des Nettoeinkommens des gesamten Haushaltes ist sinnvoll, da
der Haushalt eine wirtschaftliche Einheit bildet. Ein Nachteil der haushaltsbezogenen Betrachtung ist,
dass die spezifische Haushaltsgröße nicht berücksichtigt wird. Mehrpersonenhaushalte, bei denen mehrere Personen zum gesamten Haushaltsnettoeinkommen beitragen, werden daher im Vergleich zu Einpersonenhaushalten bevorteilt. Außerdem tragen Änderungen der Haushaltsgrößen und –strukturen auf
gesamtstädtischer Ebene unweigerlich zu einer Änderung der Haushaltsnettoeinkommen bei. Eine Normierung, die die Einkommen von Haushalten mit unterschiedlicher Größe vergleichbar macht, findet
durch die Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens statt. Die Berechnung erfolgt nach der neuen
OECD-Skala, gemäß derer jedem Haushaltsmitglied je nach Alter ein bestimmtes Bedarfsgewicht zugesprochen wird. Der Haushaltsvorstand erhält ein Bedarfsgewicht von 1,0; jede weitere Person über
14 Jahre ein Bedarfsgewicht von 0,5. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren gehen mit einem BedarfsStadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

7

gewicht von 0,3 in die Berechnungen ein. Eine vierköpfige Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren hat somit ein Bedarfsgewicht von 2,1 (1+0,5+0,3+0,3). Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 2 500 Euro beliefe sich das Nettoäquivalenzeinkommen für jedes bedarfsgewichtete
Haushaltsmitglied auf ca. 1 190 Euro.
Bei einigen Fragestellungen wurde die Kategorie „weiß nicht“ aus der Analyse ausgeklammert. Dies ist
an den entsprechenden Stellen gekennzeichnet.
Obwohl die Ergebnisermittlung bei allen erhobenen Merkmalen mit hoher Genauigkeit erfolgt, sind die
angeführten Werte in der Regel durch nachfolgende Rundung entstanden. Deswegen können bei der
Addition von Einzelwerten in Tabellenzeilen oder -spalten, wo die Gesamtsumme 100 Prozent ergeben
müsste, formal Abweichungen von 100 auftreten. Gleiches gilt für Zwischensummen. In Diagrammen,
die ebenfalls auf den genau berechneten Ergebnissen basieren, können (in Folge der Rundung scheinbar) gleiche Werte durch unterschiedlich große Balken oder Kreissegmente dargestellt sein.
Bei Fragen mit Mehrfachnennungen ergibt die Addition der Einzelwerte in der Regel nicht 100 Prozent.
Wenn die Summe der Fallzahlen von Teilgruppen nicht den Umfang der Gesamtgruppe ergibt, ist das
auf fehlende Antworten (missing values) bei den Merkmalen zurückzuführen, die die Teilgruppen
abgrenzen.
Ausgewählte soziodemografische Merkmale
Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben, die
Partnerschaftsbeziehung sowie den höchsten schulischen Abschluss der Befragten. Weiterhin wird die
Verteilung der oben definierten Haushaltstypen dargestellt.
Tab. 0-2: Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben
Eigenschaft
Selbstständige/-r, einschließlich mithelfende/-r Familienangehörige/-r
leitende/-r Angestellte/-r, Beamte/-r höherer Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r, Beamte/-r gehobener/mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r, Beamte/-r einfacher Dienst
Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/-in im erlernten Beruf
ungelernte/-r / angelernte/-r, berufsfremd tätige/-r Arbeiter/-in
Auszubildende/-r
etwas anderes (z.B. Wehr-/Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)

Prozent
13
8
21
31
12
6
6
3

Tab. 0-3: Partnerschaftsbeziehung
mit Partner lebend
ohne Partner lebend

Eigenschaft

Prozent
66
34

Tab. 0-4: Höchster schulischer Abschluss
Eigenschaft
Allgemeine Hochschulreife/Abitur
Fachhochschulreife/Fachabitur
10. Klasse (Realschulabschluss)
8. oder 9. Klasse (Hauptschule)
(noch) keinen schulischen Abschluss
Sonstiger

Prozent
36
8
39
15
1
1

Tab. 0-5: Haushaltstyp
Eigenschaft
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner/-innen
Rentnerpaare
Sonstige
8

Prozent
37
3
12
15
15
11
7

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

1.

Lebenszufriedenheit, Zukunftssicht und Einschätzung der
wirtschaftlichen Lage

Der Anteil (sehr) zufriedener und optimistischer Leipzigerinnen und Leipziger
ist 2014 erneut angestiegen. Sowohl bei der Lebenszufriedenheit als auch bei
der Zukunftssicht werden damit erneut Höchstwerte erreicht.
1.1. Lebenszufriedenheit
Mehr als drei Viertel aller Leipzigerinnen und Leipziger sind mit ihrem Leben
„sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“. Wie aus Abbildung 1-1 hervorgeht, stieg der
Anteil der Zufriedenen im Vergleich zu 2013 um 2 Prozentpunkte auf nunmehr
78 Prozent.

Die Lebenszufriedenheit
der Leipzigerinnen und
Leipziger steigt erneut

Abb. 1-1: Entwicklung der Lebenszufriedenheit* (1992 bis 2014) und Zukunftssicht** (2008 bis 2014)
(in Prozent)
100
90
76

80
68

70
59
60
50

52
47

52

63

55

51

55

58
53

70

73 69

78

71

64

53

55

57

57 62

65

55

49

40
30

Lebenszufriedenheit
20

Zukunftssicht
10
0
1992 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

* Anteile „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“
** Anteile „optimistisch“ oder „eher optimistisch“

Weitere 16 Prozent der Einwohnerschaft geben an, mit ihrem Leben zumindest teilweise zufrieden zu sein. Lediglich 4 Prozent der Befragten sind mit
ihrem Leben „unzufrieden“ und nur jeder Hundertste ist „sehr unzufrieden“.
Wie schon in den Vorjahren lassen sich Unterschiede insbesondere nach der
Stellung im Erwerbsleben ausmachen: so haben Arbeitslose eine deutlich
geringere – Studenten/Schüler hingegen die mit Abstand höchste Lebenszufriedenheit. Zudem steigt die Lebenszufriedenheit mit der Höhe des persönlichen Nettoeinkommens (vgl. Tabelle 1-1).
Betrachtet man die Entwicklung der Lebenszufriedenheit in unterschiedlichen
Altersgruppen seit 2003 (vgl. Abbildung 1-2), so zeigt sich einmal mehr, dass
die positive Entwicklung bei der Lebenszufriedenheit vor allem von der Entwicklung bei den 18- bis 34-Jährigen getragen wird. Die Zufriedenheit der
jungen Erwachsenengeneration hat auch 2014 überdurchschnittlich zugenommen.

Die Lebenszufriedenheit
steigt besonders bei den
18- bis 34-Jährigen

Aber auch die Rentnerinnen und Rentner (65- bis 85 Jahre) sowie die
traditionell etwas weniger zufriedenen 50- bis 64-Jährigen sind 2014 wieder
etwas zufriedener mit ihrem Leben als noch vor Jahresfrist.
In der Gruppe der 35- bis 49-Jährigen ist hingegen erstmalig seit 2011 ein
Rückgang bei der Lebenszufriedenheit nachweisbar. Es bleibt abzuwarten, ob
sich diese Entwicklung fortsetzt.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

9

Tab. 1-1: Allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger

Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
2586
davon:
1181
männlich
1367
weiblich
davon:
646
18 bis 34 Jahre
536
35 bis 49 Jahre
616
50 bis 64 Jahre
736
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
1379
Erwerbstätige
136
Arbeitslose
861
Rentner/Pensionäre
139
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
516
unter 800 €
892
800 bis unter 1400 €
541
1400 bis unter 2000 €
455
2000 € und mehr
Gesamt 2013:
4085

1
sehr
zufrieden

2
zufrieden

3
teils/teils

4
unzufrieden

5
sehr
unzufrieden

D
1-5

13

65

Prozent
16

5

1

2,2

13
13

64
65

15
17

7
4

1
1

2,2
2,1

19
14
9
7

63
63
63
73

14
16
20
15

4
6
7
4

0
1
1
1

2,0
2,2
2,3
2,2

15
3
7
25

65
38
72
65

14
38
17
8

5
14
4
1

0
6
1
1

2,1
2,8
2,2
1,9

12
9
13
23
11

57
66
71
69
65

21
18
12
6
18

8
6
3
1
5

2
0
1
0
1

2,3
2,2
2,1
1,9
2,2

Abb. 1-2: Entwicklung der Lebenszufriedenheit* (2003 bis 2014) nach Altersgruppen (in Prozent)
100
90
80
70
60
50
40

30
20

Gesamt

18-34 Jahre

35-49 Jahre

50 bis 64 Jahre

65 bis 85 Jahre

10

0
2003

*

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Anteile „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“

Die Lebenszufriedenheit der Stadtgesellschaft insgesamt hat sich in den
letzten 3 Jahren von Jahr zu Jahr verbessert. Welche Gründe sind dafür
ausschlaggebend? Gibt es dabei Unterschiede im Zeitverlauf? Um diese
Fragen zu beantworten wurden für die Jahre 2000 bis 2014 jeweils
Regressionsmodelle gerechnet, in die dieselben Variablen mit denselben
Ausprägungen als Erklärung aufgenommen wurden.
Die zu erklärende (abhängige) Variable war dabei die Lebenszufriedenheit.
Die erklärenden (unabhängigen) Variablen waren: persönliches Einkommen,
Alter, Geschlecht, Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage und der
wirtschaftlichen Lage in der Stadt Leipzig, Kinder bis 14 Jahre im Haushalt,
Erwerbsstatus (Erwerbstätig, Student, Arbeitslosigkeit, Rentner).
10

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Für Regressionsmodelle lässt sich jeweils die Anpassungsgüte (Erklärte
Varianz) angeben. Sie gibt Aufschluss darüber, welchen Anteil die in das Modell aufgenommenen unabhängigen Variablen an der abhängigen Variablen
erklären. Im 2000 wurden beispielsweise 42 Prozent der Lebenszufriedenheit
durch die unabhängigen Variablen erklärt (vgl. Abbildung 1-3).
Erstaunlich ist nun, dass trotz leichter Schwankungen die Erklärungskraft der
Regressionsmodelle kontinuierlich abnimmt (die Trendlinie in Abbildung 1-3
verdeutlicht dies). Denn im Jahr 2014 werden nur noch 33 Prozent der
Lebenszufriedenheit durch die unabhängigen Variablen erklärt.
Das bedeutet: die Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger kann
immer weniger durch „harte Faktoren“ wie Einkommen, Erwerbstätigkeit, Alter
oder Geschlecht erklärt werden. Demzufolge scheint der Einfluss von relativ
schwer messbaren „weichen“ Faktoren (wie zum Beispiel das Lebensgefühl in
der Stadt) auf die Lebenszufriedenheit in den letzten Jahren zuzunehmen.
Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass das positive Lebensgefühl in der Stadt
auch durch die seit dem Jahr 2000 deutlich verbesserte Arbeitsmarktlage zu
einem generell positiven Stimmungsbild beiträgt.

Die Lebenszufriedenheit
wird immer weniger durch
Einkommen, Erwerbstätigkeit, Alter oder
Geschlecht erklärt

Abb. 1-3: Erklärte Varianz der Regressionsmodelle zur Lebenszufriedenheit*
50
Erklärte Varianz

48

Trendlinie (Linear)

Erklärte Varianz (in %)

46
44
42
40
38
36
34
32
30

2000

2003

2005

2007

2008

2009

2010

2012

2014

Jahr
* abhängige Variable Lebenszufriedenheit, unabhängige Variablen: persönliches Einkommen, Alter, Geschlecht,
Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage und der wirtschaftlichen Lage in der Stadt Leipzig, Kinder bis 14 Jahre im
Haushalt, Erwerbsstatus (Erwerbstätig, Student, Arbeitslosigkeit, Rentner)

1.2. Zukunftssicht
Auch die Erwartung an die Zukunft ist bei den Leipzigerinnen und Leipzigern
im Jahr 2014 erneut positiver als im Vorjahr (vgl. Abbildung 1-1). 65 Prozent
aller Befragten geben an, „optimistisch“ oder „eher optimistisch“ in die Zukunft
zu blicken.

Auch der Blick in die
Zukunft ist optimistischer

Wie aus Tabelle 1-2 hervorgeht, wird die Einschätzung der persönlichen
Zukunft maßgeblich durch das Alter, das Einkommen und den Erwerbsstatus
beeinflusst. Betrachtet man die Zukunftssicht in den Altersgruppen im Zeitverlauf (Abbildung 1-4), so zeigt sich ein ähnliches Muster wie bei der Lebenszufriedenheit: mit Ausnahme der Altersgruppe der 35 bis 49-Jährigen schätzen
alle Altersgruppen ihre Situation im Jahr 2014 besser ein als ein Jahr zuvor.
Insbesondere der Anteil der Optimisten unter den jungen Erwachsenen (18 bis
34 Jahre) hat sich im Jahresverlauf von 75 auf 81 Prozent deutlich erhöht. Der
Anstieg ist in dieser Altersgruppe damit doppelt so stark wie bei den 50- bis

Besonders stark wächst der
Anteil der Optimisten bei
den 18 bis 35-Jährigen

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

11

64-Jährigen bzw. den 65- bis 85-Jährigen (Anstieg um jeweils 3 Prozentpunkte im Jahresvergleich). Bei den 35 bis 49-Jährigen verharrt der Anteil der
Optimisten hingegen auf dem Niveau von 2013.
Tab. 1-2: Allgemeine Zukunftssicht der Leipzigerinnen und Leipziger
1
optimistisch

2
eher
optimistisch

Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
2596
21
davon:
1191
männlich
21
1367
weiblich
22
davon:
646
18 bis 34 Jahre
29
537
35 bis 49 Jahre
22
626
50 bis 64 Jahre
16
734
65 bis 85 Jahre
15
darunter Stellung im Erwerbsleben:
1390
Erwerbstätige
24
135
Arbeitslose
9
862
Rentner/Pensionäre
14
139
Studenten/Schüler
33
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
516
unter 800 €
21
899
800 bis unter 1400 €
18
541
1400 bis unter 2000 €
21
462
2000 € und mehr
31
20
Gesamt 2013:
4072

3
weder noch

4
eher
pessimistisch

5
pessimistisch

D
1-5

44

Prozent
26

8

1

2,2

46
42

24
28

8
8

1
1

2,2
2,2

52
47
39
34

14
22
31
42

4
8
13
8

1
1
1
1

2,0
2,2
2,4
2,5

49
25
34
57

20
38
42
6

6
23
9
3

1
5
1
1

2,1
2,9
2,5
1,8

37
41
51
53
42

28
31
22
14
28

12
8
7
2
9

2
1
0
0
1

2,4
2,3
2,2
1,9
2,3

Abb. 1-4: Entwicklung der Zukunftssicht* (2008 bis 2014) nach Altersgruppen (in Prozent)
100
90
80
70
60
50
40

30
20
10

Gesamt

18-34 Jahre

35-49 Jahre

50 bis 64 Jahre

65 bis 85 Jahre

0
2008

*

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Anteile „optimistisch“ oder „eher optimistisch“

Auch für die Zukunftssicht wurden für die Jahre ab 2000 Regressionsmodelle
mit der abhängigen Variable Zukunftssicht und den unabhängigen Variablen
persönliches Einkommen, Alter, Geschlecht, Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage und der wirtschaftlichen Lage in der Stadt Leipzig, Kinder
bis 14 Jahre im Haushalt und Erwerbsstatus berechnet. Dabei zeigen sich
ähnliche Effekte wie bei der Lebenszufriedenheit: Die Erklärungskraft der
unabhängigen Variablen nimmt (mit leichten Schwankungen) im Zeitverlauf ab
und zwar von 42 Prozent im Jahr 2000 bis auf 30 Prozent im Jahr 2014.

12

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Auch hier muss es also „weiche“ Einflussfaktoren geben, die in den letzten
Jahren in zunehmendem Maße die Sicht der Leipzigerinnen und Leipziger auf
die Zukunft bestimmen.
1.3. Beurteilung der persönlichen wirtschaftlichen Situation
Die Leipzigerinnen und Leipziger schätzen ihre eigene wirtschaftliche Lage im
Jahr 2014 so gut ein wie noch nie seit 1991. Auf einer Skala von „1 = sehr gut“
bis „5 = sehr schlecht“ vergeben sie nun eine 2,5 (vgl. Abbildung 1-5).
Nur noch 2 Prozent aller Leipzigerinnen und Leipziger bewerten 2014 ihre
ökonomische Situation als „sehr schlecht“ und weitere 9 Prozent als
„schlecht“. Im Vergleich zu 2008 hat der Anteil an Befragten mit (sehr)
schlechter wirtschaftlicher Lage um 6 Prozentpunkte abgenommen. Angestiegen ist dagegen der Anteil an Personen, die ihre wirtschaftliche Situation
mit „gut“ und „sehr gut“ beschreiben. Im Vergleich zu 2008 ein Plus von
12 Prozentpunkten (Abbildung 1-6).

Die persönliche
wirtschaftliche Situation
wird so gut eingeschätzt
wie noch nie seit 1991

Traditionell wird die eigene wirtschaftliche Situation besser bewertet als die
wirtschaftliche Lage in der Stadt insgesamt.
Abb. 1-5: Beurteilung der wirtschaftlichen Situation im Zeitverlauf

Mittelwert
5 = "sehr schlecht"... 1 = "sehr gut"

2,0

2,6

2,5

2,7

2,7

2,7

2,6

2,6

2,6

2,7

2,8

2,8

2,8

2,7

2,7

2,7

2,7

3,0

2,8

3,0
3,0

3,0

3,3

3,3

3,5

3,0

3,0

3,2

3,2

3,1
3,3

3,3

3,2

3,1

2,5

2,7

3,2

Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Situation

4,0
Beurteilung der wirtschaftlichen Situation in der Stadt Leipzig

4,0
4,5

1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2012 2014

Abb. 1-6: Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation 2008 bis 2014 (in Prozent)
3

4

5

5

5

41

40

44

45

51
1: sehr gut
2: gut
3: teils/teils

40

13
4
2008

42

10
3
2009

36

13
3
2010

4: schlecht
38

10
2
2012

33

5: sehr schlecht

9
2
2014

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

13

Tab. 1-3: Beurteilung der persönlichen wirtschaftlichen Situation
1
sehr gut
Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
2580
5
davon:
1183
männlich
6
1362
weiblich
5
davon:
649
18 bis 34 Jahre
5
527
35 bis 49 Jahre
7
619
50 bis 64 Jahre
5
734
65 bis 85 Jahre
4
darunter Stellung im Erwerbsleben:
1380
Erwerbstätige
7
131
Arbeitslose
1
859
Rentner/Pensionäre
4
139
Studenten/Schüler
2
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 €
504
3
800 bis unter 1400 €
898
2
1400 bis unter 2000 €
541
4
2000 € und mehr
459
19
5
Gesamt 2012:
1375

Vor allem Rentner/
Pensionäre beurteilen ihre
persönliche wirtschaftliche
Situation besser

Ein geringes Einkommen
geht nicht immer einher mit
einer schlechten Beurteilung
der persönlichen wirtschaftlichen Situation

2
gut

3
teils/teils

4
schlecht

5
sehr
schlecht

weiß nicht

D
1-5

51

Prozent
33

8

2

1

2,5

50
51

32
34

9
8

2
1

0
1

2,5
2,5

47
51
49
58

34
31
35
33

13
8
8
4

1
3
3
1

1
1
0
0

2,6
2,5
2,5
2,4

54
11
56
42

30
44
34
43

7
33
5
10

1
10
1
1

0
1
0
2

2,4
3,4
2,4
2,7

32
49
68
64
45

43
39
25
14
38

17
10
3
1
10

5
1
0
1
2

1
0
0
0
-

2,9
2,6
2,3
2,0
2,6

Deutlich bessere Einschätzungen als noch 2012 äußern vor allem die älteren
Befragten bzw. Rentner/Pensionäre. Während im Jahr 2012 noch 50 Prozent
der Rentner/Pensionäre ihre persönliche wirtschaftliche Situation mit „sehr
gut“ oder „gut“ einschätzten, steigt dieser Wert im Jahr 2014 auf 60 Prozent
an. Auch objektiv scheint diese Einschätzung berechtigt zu sein, stieg das
persönliche Nettoeinkommen von Rentnern/Pensionären in diesen 2 Jahren
doch um 11,7 Prozent an.
Deutlich stärker, nämlich um 23 Prozent, stieg im selben Zeitraum das persönliche Einkommen der 35- bis 49-Jährigen, und zwar jeweils gleichmäßig von
2012 zu 2013 bzw. von 2013 zu 2014. Die persönliche wirtschaftliche
Situation schätzt diese Altersgruppe 2014 im Vergleich zu 2012 zwar auch
deutlich besser ein (Anteil „sehr gut“ und „gut“ +9 Prozentpunkte), allerdings
nicht in dem Maße, wie die hohen Zuwächse im Einkommen dies nahelegen
würden.
Zwischen der absoluten Höhe des Haushaltseinkommens und der Beurteilung
der eigenen wirtschaftlichen Lage besteht zwar ein Zusammenhang, dieser
gilt jedoch nicht uneingeschränkt. Am deutlichsten wird das divergierende Meinungsbild bei den Arbeitslosen und den Studenten/Schülern. Während beide
Gruppen durch sehr geringe persönliche Einkommen charakterisiert sind,
gehen die Bewertungen der wirtschaftlichen Situation deutlich auseinander.
Das Nettoäquivalenzeinkommen von Arbeitslosen beträgt 795 Euro. Studenten und Schüler leben in Haushalten mit einem bedarfsgewichteten Einkommen von 850 Euro. Dennoch schätzen Studenten und Schüler ihre wirtschaftliche Situation deutlich besser ein. Der größte Anteil von ihnen befindet
seine Lage für mindestens gut (45 Prozent). Bei den Arbeitslosen tun dies nur
12 Prozent. In der Gesamtbewertung ihrer wirtschaftlichen Situation weichen
Studenten und Schüler im Mittel – trotz ihrer oftmals prekären Einkommenssituation – kaum von den Bewertungen der Erwerbstätigen oder der Rentner
ab.
1.4. Beurteilung der wirtschaftlichen Situation in der Stadt Leipzig

Die wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig
wird so gut eingeschätzt
wie noch nie seit 1991
14

Auch die wirtschaftliche Situation in der Stadt Leipzig wird 2014 besser
eingeschätzt als in den Vorjahren und erreicht damit ebenfalls den besten
Wert seit 1991 (vgl. Abbildung 1-5). Auf einer Skala von 1 = „sehr gut“ bis 5 =
„sehr schlecht“ erhielt die wirtschaftliche Situation Anfang der 1990er Jahre im
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Urteil der Bürgerinnen und Bürger noch die Note 4,0. Anschließend hat sich
die Einschätzung der Bürger relativiert. In der Erhebungswelle 2010 erhielt der
Indikator die Note 3,2. 2014 vergeben die Befragten im Mittel eine 2,7. Das
Gesamturteil rückt also zaghaft in Richtung „gut“, wobei sehr gute und sehr
schlechte Bewertungen nur selten vorkommen. Fast jeder Zweite schätzt die
wirtschaftliche Situation weder gut noch schlecht ein, sondern kreuzte die
ambivalente Antwortmöglichkeit „teils/teils“ an. 4 von 10 Befragten urteilen mit
„gut“.

40 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger
schätzen die wirtschaftliche Lage in der Stadt
mindestens als gut ein

Vergleicht man hier die Ergebnisse der Befragung von 2012 mit den aktuellen
Zahlen, so zeigt sich eine positivere Einschätzung der wirtschaftlichen
Situation in der Stadt Leipzig bei allen Alters-, Erwerbs- und Einkommensgruppen.
Deutlich verbessert hat sich das Urteil von arbeitslosen Leipzigern. Vergaben
sie 2012 im Durchschnitt noch eine 3,0, so verbesserte sich ihre Einschätzung
2014 auf einen durchschnittlichen Wert von 2,7; der zudem exakt dem
Mittelwert aller Befragten entspricht.
Während die Rentner/Pensionäre - wie oben dargestellt - ihre eigene wirtschaftliche Situation überwiegend positiv betrachten, sind sie bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Situation in der Stadt Leipzig diejenigen, die hier am
negativsten urteilen. Vermutlich wirkt bei ihnen die Erfahrung vom Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaft und der De-Industrialisierung in Leipzig aus
den 1990er Jahren nach.
Tab. 1-4: Beurteilung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation in der Stadt Leipzig
1
sehr gut
Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
2611
3
davon:
1200
männlich
3
1373
weiblich
2
davon:
647
18 bis 34 Jahre
4
537
35 bis 49 Jahre
3
631
50 bis 64 Jahre
1
743
65 bis 85 Jahre
2
darunter Stellung im Erwerbsleben:
1395
Erwerbstätige
3
134
Arbeitslose
2
871
Rentner/Pensionäre
2
139
Studenten/Schüler
6
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
518
unter 800 €
4
900
800 bis unter 1400 €
2
551
1400 bis unter 2000 €
2
460
2000 € und mehr
4
1
Gesamt 2012:
1428

2
gut

3
teils/teils

4
schlecht

5
sehr
schlecht

weiß nicht

D
1-5

37

Prozent
45

8

1

6

2,7

39
35

43
47

9
8

1
1

5
7

2,6
2,7

41
39
35
30

40
44
46
52

8
9
9
8

1
2
1
1

6
3
7
8

2,6
2,7
2,7
2,8

40
33
30
42

43
43
51
40

9
10
8
2

1
2
1
0

4
9
8
11

2,6
2,7
2,8
2,4

32
38
39
40
32

47
44
45
47
52

7
9
10
7
12

1
1
1
0
2

9
6
4
1
nicht erfragt

2,7
2,7
2,7
2,6
2,8

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

15

2.

Arbeitszeiten und Einkommen

2.1. Arbeitszeiten
Die durchschnittliche
Arbeitszeit beträgt in
Leipzig 38 Stunden, das
sind ca. 3 Stunden mehr
als im Bundesdurchschnitt

Ältere Frauen arbeiten
überdurchschnittlich häufig
in Teilzeit

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von Erwerbstätigen beträgt in
Leipzig im Durchschnitt 38 Stunden und liegt damit über dem deutschen
Durchschnitt von 35,3 Stunden (Statistisches Bundesamt 2013). Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit. Jede neunte Frau arbeitet weniger als 25 Stunden
in der Woche, weitere 27 Prozent weniger als 38 Stunden (insgesamt 38 Prozent). Bei den Männern arbeiten dagegen nur 15 Prozent der Erwerbstätigen
weniger als 38 Stunden.
Teilzeitarbeitsverhältnisse können auf Wunsch des Angestellten geschlossen
werden, sie können aber auch eine Folge des Arbeitsangebotes sein. Interessant scheint in diesem Zusammenhang, dass der Anteil von Frauen mit Teilzeitbeschäftigung in Altersjahrgängen, in die typischerweise Kindererziehungszeiten fallen, sogar unterdurchschnittlich ist. Am höchsten ist der Teilzeitanteil bei erwerbstätigen Frauen ab 50 Jahren. Mehr als die Hälfte dieser
Frauen arbeitet weniger als 38 Stunden. Bei älteren, erwerbstätigen Männern
liegt dieser Anteil nur bei 11 Prozent.
Tatsächlich ist die durchschnittliche Arbeitszeit von Frauen mit Kind(ern) zwar
unterdurchschnittlich. Männer mit Kind(ern) arbeiten dagegen überdurchschnittlich lange. Dennoch haben ältere erwerbstätige Frauen häufiger Teilzeitarbeitsverträge mit weniger als 25 Stunden als junge Mütter. 15 Prozent
der erwerbstätigen Frauen ab 50, aber nur 11 Prozent der erwerbstätigen
Frauen mit Kind(ern) im Krippen- oder Kindergartenalter arbeiten weniger als
25 Stunden.

Tab. 2-1: Wöchentliche Arbeitszeit
unter 25
Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
680
7
davon:
327
männlich
4
343
weiblich
11
davon 18 bis 34 Jahre:
114
männlich
7
119
weiblich
9
davon 35 bis 49 Jahre:
113
männlich
1
124
weiblich
10
davon 50 bis 64 Jahre:
96
männlich
1
96
weiblich
15
darunter Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
87
Selbstständige
10
64
leitende Angestellte/Beamte
2
170
mittlere Angestellte/Beamte
4
213
einfache Angestellte/Beamte
6
68
Vorarbeiter/Facharbeiter
1
37
Ungelernte/Berufsfremde
23
darunter mit höchstem beruflichen Abschluss:
192
Hochschule/Universität
13
92
Fachhochschule
7
367
Meister/Techniker/Fachschule
5
davon mit monatlichen Nettoeinkommen:
79
unter 800 EUR
30
200
unter 1400 EUR
8
173
unter 2000 EUR
2
199
2000 und mehr EUR
1
darunter mit Kind(ern) unter 15 Jahren im Haushalt:
92
männlich
4
98
weiblich
12
darunter mit Kind(ern) unter 7 Jahren im Haushalt:
69
männlich
1
57
weiblich
11

16

25 bis unter 38

38 bis unter 43

43 Stunden und
länger

Prozent

D
in Stunden

19

57

16

38

11
27

63
52

22
10

40
36

15
19

63
67

14
5

38
37

8
30

62
47

29
13

42
36

10
37

65
34

24
14

41
35

19
5
14
27
18
30

31
53
63
60
74
34

40
39
18
8
7
14

42
44
39
37
38
33

10
20
21

52
52
59

25
22
15

39
39
38

34
24
16
10

28
55
68
59

8
12
13
31

30
37
39
42

7
39

65
40

24
8

41
35

10
41

70
41

18
7

41
35

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Neben dem Alter und dem Geschlecht bestimmt die berufliche Stellung die
Arbeitszeit. Bei Selbstständigen und Erwerbstätigen mit Leitungstätigkeit fällt
die Arbeitszeit mit durchschnittlich 42 bzw. 44 Stunden am längsten aus. In
beiden Erwerbsgruppen arbeiten circa 40 Prozent 43 Stunden und mehr in
der Woche. Personen mit Hochschulabschluss sind überdurchschnittlich
häufig in Beschäftigungsverhältnissen unter 25 Stunden beschäftigt,
andererseits arbeiten sie aber auch häufiger 43 Stunden und länger. Typische
Vollzeiterwerbstätigkeiten (38 bis unter 43 Stunden) kommen am häufigsten
bei Meistern, Technikern und Fachschulabsolventen vor.
2.2. Einkommen und wirtschaftliche Situation
Nachfolgend wird die wirtschaftliche Situation Leipziger Bürgerinnen und
Bürger sowie der Leipziger Haushalte betrachtet. Hierfür sollen das persönliche Nettoeinkommen, das Haushaltsnettoeinkommen sowie das Nettoäquivalenzeinkommen und die Quelle des Lebensunterhalts untersucht
werden.
Die Erhebung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens orientiert
sich an der Definition des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen, wonach dieses Einkommen der Summe aller Nettoeinkünfte aus
Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension, öffentlichen Nettoeinkommen von
Unterstützungen (zum Beispiel Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II –„Hartz Einzelpersonen
IV“ –, Sozialgeld, Kosten der Unterkunft, Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld,
Elterngeld, BAFöG) sowie Einkommen aus Vermietung und Verpachtung entspricht. Nachfolgend wird dieses vorrangig zum Vergleich von Bevölkerungsgruppen mit demografischen (Geschlecht, Alter) und sozioökonomischen
(Familienstand, Stellung im Erwerbsleben, Beruf) Unterscheidungsmerkmalen
herangezogen.
Haushalte können einerseits durch alleinlebende Personen und andererseits
durch Personengemeinschaften gebildet werden. Für Personengemeinschaften sind die Kriterien des gemeinsamen Wohnens und Wirtschaftens, bei
alleinlebenden Personen die des eigenständigen Wirtschaftens vorausgesetzt. Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen entspricht demnach der Nettoeinkommen von
Summe aller persönlichen monatlichen Nettoeinkommen der in einem Haus- Haushalten
halt lebenden Personen. Die Erhebung des Haushaltsnettoeinkommens dient
in erster Linie dem Vergleich unterschiedlicher Haushaltstypen (siehe Lesehinweise S. 7). Die spezifische Haushaltsgröße wird hierbei jedoch nicht
berücksichtigt.
Um das Wohlstandsniveau von Personen unabhängig von Größe und Zusammensetzung ihres Haushalts zu beschreiben, wird das Haushaltsnettoeinkommen durch Bedarfsgewichte geteilt. Mit dem so genannten Nettoäquivalenz- Nettoäquivalenzeinkommen
einkommen (siehe Lesehinweise S. 7) werden sowohl altersspezifische
Bedarfe als auch Einsparungen gegenüber einem Einpersonenhaushalt
berücksichtigt. Das Nettoäquivalenzeinkommen berechnet sich aus dem
Haushaltseinkommen dividiert durch eine von der OECD herausgegebene
Äquivalenzgröße. Das so errechnete Einkommen ermöglicht zudem
Aussagen über die Einkommensverteilung.
2.2.1. Persönliches Einkommen und wirtschaftliche Situation
Im Jahr 2014 liegt das mittlere persönliche Nettoeinkommen (Median) in Das mittlere Einkommen liegt
Leipzig bei 1 207 Euro (siehe Tabelle 2-2). Der leichte, aber stetige Ein- 2014 bei 1 207 Euro, um 55
kommenszuwachs seit 2009 setzte sich somit auch 2014 fort (siehe Abbil- Euro höher als im Vorjahr
dung 2-1). Im Vergleich zum Vorjahr liegt das persönliche Monatsnettoeinkommen (Median) der Einwohnerinnen und Einwohner nun um 55 Euro
höher.
Die Einkommensentwicklung in Abhängigkeit vom Geschlecht lässt kaum
interpretierbare Veränderungen erkennen. Sowohl bei Männern als auch bei
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

17

Einkommensunterschied
zwischen Männern und
Frauen verkleinert sich
nur wenig

Einwohner mittleren Alters
(34 bis 49 Jahre) erzielen
deutliche Einkommenszuwächse

Frauen steigen die persönlichen Monatsnettoeinkommen leicht an, bei Frauen
etwas stärker als bei Männern. Der Einkommensunterschied zwischen
Männern und Frauen ist etwas geringer als im Vorjahr. Die Einkommensdifferenz lässt sich teilweise durch ein unterschiedliches Erwerbsverhalten
erklären. Die Erwerbsbeteiligung ist bei Männern höher als bei Frauen.
69 Prozent der Leipziger Frauen (18 bis unter 65 Jahre) sind erwerbstätig, bei
den Männern sind es 75 Prozent. Außerdem arbeiten Frauen häufiger in
Teilzeit. Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit liegt bei Leipziger
Frauen bei 36 Stunden, bei Männern sind es 40 Stunden (siehe Kapitel 2.1).
Für viele in Tabelle 2-2 abgebildeten Bevölkerungsgruppen gibt es 2014
einen kleinen Einkommensanstieg. Deutliche Einkommenszuwächse gibt es
in der Altersgruppe zwischen 35 und 49 Jahren. Von 1 464 im Vorjahr stieg
ihr persönliches Monatsnettoeinkommen auf 1 600 Euro. Für die Altersgruppe
von 18 bis 34 Jahren, die sehr heterogen ist und in die Auszubildende,
Studierende, Berufsanfänger und Familiengründungszeiten fallen, lassen sich
kaum Einkommensveränderungen feststellen. Auch die Einkommen der
leitenden Angestellten stagnieren. Einkommensrückgänge lassen sich für die
Selbstständigen feststellen.
.

Abb. 2-1: Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens 1991 bis 2014
(Median in Euro)
1400 €
1200 €
1000 €
800 €
600 €
400 €

Gesamt

männlich

weiblich

200 €
0€
2000

2001

2002

2003

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Abb. 2-2: Persönliches monatliches Nettoeinkommens (Median in Euro) nach Alter

18

82 und älter

78 bis 81

74 bis 77

70 bis 73

66 bis 69

62 bis 65

58 bis 61

54 bis 57

50 bis 53

46 bis 49

42 bis 45

38 bis 41

34 bis 37

30 bis 33

26 bis 29

22 bis 25

18 bis 21

2000
1800
1600
1400
1200
1000
800
600
400
200
0

Jahre

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Tab. 2-2: Persönliches monatliches Nettoeinkommen
bis unter
600 €
Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
2464
12
davon:
1135
männlich
10
1303
weiblich
13
davon:
628
18 bis 34 Jahre
21
523
35 bis 49 Jahre
5
585
50 bis 64 Jahre
11
690
65 bis 85 Jahre
5
darunter Stellung im Erwerbsleben:
1346
Erwerbstätige
5
120
Arbeitslose
28
812
Rentner/Pensionäre
7
137
Studenten/Schüler
55
darunter Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
224
Selbstständige
12
170
leitende Angestellte/Beamte
0
429
mittlere Angestellte/Beamte
1
500
einfache Angestellte/Beamte
7
182
Vorarbeiter/Facharbeiter
6
87
Ungelernte/Berufsfremde
22
68
Auszubildende
50
davon mit höchstem beruflichen Abschluss:
631
Hochschule/Universität
9
280
Fachhochschule
4
365
Meister/Techniker/Fachschule
2
Berufsausbildung/Teilfacharbeiter994
9
(noch) ohne Berufsausbildung
121
49
Gesamt 2013:
3777
15

600 bis
1000 bis
1600 bis
unter 1000 € unter 1600 € unter 2300 €
Prozent
25
34
19

2300 € und
mehr

Median
in €

11

1 207

21
28

32
36

22
17

16
6

1 333
1 117

24
13
25
37

30
32
31
44

17
26
22
12

7
24
11
2

1 071
1 600
1 228
1 076

14
51
40
37

36
17
41
5

27
5
11
2

18
0
2
0

1 487
699
1 034
563

25
5
8
17
18
37
39

24
24
26
45
51
29
10

16
28
35
28
15
11
0

23
43
30
3
9
1
1

1 275
2 137
1 875
1 303
1 300
882
600

14
12
22
29
29
25

24
31
40
39
19
34

22
30
27
18
2
18

30
24
8
5
2
8

1 658
1 664
1 349
1 149
609
1 152

Zu den Altersgruppen im Einzelnen: Die Entwicklung des monatlichen Nettoeinkommens im Altersverlauf (siehe Abbildung 2-2) verdeutlicht, dass in den
Altersjahren zwischen 20 und 30 Jahren (Ausbildung und Berufseinstieg) ein
kontinuierlicher Einkommenszuwachs stattfindet. In der Altersgruppe der Anfang/Mitte-30-Jährigen lässt der Einkommensanstieg etwas nach (Phase der
Familiengründungen). Die Altersgruppe Ende 30/Anfang 40 erreicht schließlich die höchsten Einkommen. Die persönlichen Einkommen der 50- bis Anfang 60-Jährigen liegen deutlich niedriger. Dies ist durch eine höhere Arbeitslosigkeit und mehr Teilzeitarbeitsverhältnissen (bei den Frauen) sowie geringfügige Beschäftigung in dieser Altersgruppe zu erklären. Mit Erreichen der
Regelaltersgrenze sinkt das persönliche Durchschnittseinkommen nochmals
ab. Das Einkommensniveau der älteren Rentnerinnen und Rentner ist jedoch
wieder höher als das der heute in Rente gehenden Senioren. Diese Einkommensunterschiede innerhalb der Rentnergeneration lassen sich einerseits
dadurch erklären, dass Frühverrentungen nur noch mit Abschlägen möglich
sind und sich längere Zeiten von Arbeitslosigkeit negativ auf den Rentenbezug auswirken. Anderseits steigert auch der zunehmende Anteil von
Witwen und Witwern durch den Bezug von Witwenrente bei älteren Senioren
zunehmend das persönliche Einkommen. Insgesamt konnten für die Rentnerinnen und Rentner 2014 leicht steigende Einkommen festgestellt werden.
Im Mittel (Median) stieg das Rentnereinkommen von 979 Euro in 2013 auf
1 034 in 2014.

Die höchsten persönlichen
Einkommen werden von der
Altersgruppe Ende 30 bis
Anfang 40 erzielt

Die ältere Rentnergeneration verfügt über ein
höheres persönliches
Einkommen als heute in
Rente gehende Senioren

Der Großteil (76 Prozent) der Befragten im Alter zwischen 18 und 34 Jahren
hat ein monatliches Nettoeinkommen, das unter 1 600 Euro liegt. Lediglich
7 Prozent dieser jungen Leipziger Erwachsenen haben monatlich 2 300 Euro
oder mehr zur Verfügung. Insgesamt liegt das Medianeinkommen hier bei
1 071 Euro. Dass die genannte Altersklasse eine hohe Heterogenität aufweist, zeigt sich bei der Unterscheidung zwischen dem Medianeinkommen
der 18- bis 24-Jährigen (665 Euro) und dem der 25- bis 34-Jährigen
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

19

Im mittleren Erwerbsalter (35 bis 44 Jahre)
ist die Erwerbsbeteiligung am höchsten

Selbstständigeneinkommen weisen
die höchsten
Schwankungen auf

(1 290 Euro). Mit dem Einstieg ins Berufsleben findet ein entsprechender
Einkommensanstieg statt. Während bei den unter 25-Jährigen 45 Prozent
einer Erwerbstätigkeit nachgehen, steigt der Anteil bei den 25 bis 34-Jährigen
auf 74 Prozent an. In der Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren ist der Anteil Erwerbstätiger mit 88 Prozent am höchsten.
Ein detaillierterer Blick auf die Berufstätigen: Leitende Angestellte und Beamte erzielen mit 2 137 Euro (Median) das höchste Einkommen (Vorjahr:
2 145 Euro) unter den erfragten Berufsgruppen. Es folgen mit 1 875 Euro
(Vorjahr: 1 804 Euro) die mittleren Angestellten/Beamten und die Selbstständigen mit 1 275 Euro (Vorjahr: 1 351 Euro). Nachdem das Selbstständigeneinkommen mehrere Jahre in Folge gesunken war, stieg es 2012 sprunghaft
an. 2011 lag das mittlere Selbstständigeneinkommen noch bei 1 086 Euro.
Generell lässt sich bei den Selbstständigen die höchste Dynamik bei der
Einkommensentwicklung feststellen. Wie Abbildung 2-3 verdeutlicht, schwanken die Selbstständigeneinkommen im Zeitverlauf recht deutlich.
Bei den einfachen Angestellten haben sich die mittleren Einkommen auf
1 303 Euro leicht erhöht. Die Vorarbeiter/Facharbeiter konnten ihr Monatsnettoeinkommen 2014 um 83 Euro auf 1 300 Euro steigern. Bei ungelernt
oder berufsfremd Tätigen stieg das monatliche Nettoeinkommen um gut
100 Euro auf 882 Euro.
Abb. 2-3: Monatliches Einkommen Selbstständiger (Median in Euro)
2008 bis 2014
1600
1400
1200

1261

1160

1000

Euro

1375

1316

1351

1275

1086

800
600

400
200
0
2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014
Jahre

2.2.2. Monatliches Haushaltsnettoeinkommen

Das Haushaltsnettoeinkommen beträgt 2014
im Mittel 1 662 Euro

Paare mit Kind(ern)
konnten 2014 ihr
Einkommen deutlich
steigern

Das mittlere Haushaltsnettoeinkommen liegt aktuell bei 1 662 Euro (siehe Tabelle 2-2 und Abbildung 2-4) und damit 113 Euro höher als im Vorjahr.
Dennoch haben immer noch 71 Prozent der Haushalte ein Einkommen, das
2 300 Euro nicht überschreitet. 13 Prozent der Leipziger Haushalte verfügen
monatlich jedoch über mehr als 3 200 Euro. Die Verteilung der Haushaltseinkommen hat sich somit zum Vorjahr nicht verändert. Betrachtet man die
Haushalts- und Familienkonstellationen, haben Paare mit Kind(ern) mit
3 118 Euro das höchste Einkommen, gefolgt von Paaren ohne Kind(er)
(2 547 Euro). Paare mit Kind(ern) konnten ihr Haushaltsbudget im Vergleich
zum Vorjahr deutlich um 241 Euro steigern. Alleinerziehende befinden sich
häufig in einer schwierigen Einkommenssituation, sie haben jedoch im
Vergleich zu den Vorjahren auch nennenswerte Einkommensgewinne erzielt
(2012: 1 283 Euro, 2013: 1 426 Euro, 2014: 1 555 Euro).
Singles (unter 65 Jahre) und alleinstehende Rentner/innen haben, verglichen
mit den übrigen Haushaltstypen, monatlich das wenigste Geld in der Haushaltskasse.

20

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Haushaltseinkommen, die überwiegend durch Erwerbstätigkeit (2 087 Euro)
erwirtschaftet werden, liegen zweieinhalb mal so hoch wie solche, die vorwiegend aus Arbeitslosenbezügen (822 Euro) generiert werden. Arbeitslose
leben jedoch auch überdurchschnittlich häufig in kleinen Haushalten. EinPersonen-Haushalte, deren Hauptquelle des Lebensunterhalts Arbeitslosenbezüge sind, erhalten im Mittel 755 Euro, Zwei-Personen-Haushalte verfügen
im Mittel über 1 113 Euro.
Tab. 2-3: Monatliches Haushaltsnettoeinkommen
unter 1100 €
Anzahl
Haushalte
Gesamt 2014:
2474
26
darunter:
403
44
Singles
60
18
Alleinerziehende
420
2
Paare mit Kind(ern)
571
5
Paare ohne Kind(er)
222
45
alleinstehende Rentner
594
4
Rentnerpaare
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
1447
12
Arbeitslosenbezüge
134
77
Renten
796
30
davon Personen im Haushalt :
1 Person
627
44
2 Personen
1249
6
3 Personen
344
2
4 und mehr Personen
254
2
Gesamt 2013:
3816
29

1100 bis
2300 bis
unter 2300 € unter 3200 €
Prozent
46
15

3200 € und
mehr

Median in €
2014

Median in €
2013

13

1 662

1 549

47
63
22
37
55
66

7
12
29
30
1
25

2
7
47
28
0
5

1 199
1 555
3 118
2 547
1 154
1 993

1 162
1 426
2 877
2 460
1 126
1 896

45
22
58

21
1
10

22
0
2

2 087
822
1 436

2 006
680
1 373

49
50
32
20
46

5
26
28
30
13

2
17
39
48
12

1 181
2 158
2 857
3 153
x

1 148
2 054
2 581
3 036
1 549

Abb. 2-4: Haushaltsnettoeinkommen 2014 nach Bezugsgruppen
(Median in Euro)

nach Alter der
Bezugsperson

Gesamt
18 bis 34 Jahre

1606

35 bis 54 Jahre

Die Einkommenssituation
von Alleinerziehenden hat
sich in den letzten Jahren
zwar stetig verbessert,
dennoch hat jede/r fünfte
Alleinerziehende weniger
als 1 100 Euro für die
Familie zur Verfügung

2079

ab 55 Jahre
Singles

nach Haushaltstyp

1662

1502

1199

Alleinerziehende

1555

Paare mit Kind(ern)

3118

Paare ohne Kind(er)

alleinstehende Rentner
Rentnerpaare

2547
1154
1993

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

21

Abb. 2-5: Entwicklung des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens 2003 bis 2014
(in Prozent)
6
12

48

7
14

44

7
11

7
11

46

47

8
11

50

9
11

47

8
12

46

10

12

13

12

13

15

46

46

46

33

36

35

36

32

33

33

31

29

26

2003

2005

2006

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

bis unter 1100 €
Der Anteil der Haushalte
mit mehr als 3 200 Euro
monatlichem Haushaltsnettoeinkommen steigt
auch 2014 weiter an

1100 bis unter 2300 €

2300 bis unter 3200 €

3200 € und mehr

Die langfristige Entwicklung der Haushaltseinkommen ist in Abbildung 2-5
dargestellt. Der Anteil von Haushalten, die 3 200 Euro und mehr zur Verfügung haben, hat sich seit 2003 mehr als verdoppelt und liegt nun bei
13 Prozent. 28 Prozent der Haushalte haben 2014 2 300 Euro und mehr zur
Verfügung. Nur noch 26 Prozent der Haushalte haben 2014 ein Einkommen,
das unter 1 100 Euro liegt. Das sind 3 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.
Somit ist im Bereich der geringen Haushaltseinkommen langfristig ein leicht
sinkender Trend zu erkennen.
2.2.3. Nettoäquivalenzeinkommen

Im Jahr 2014 liegt das
Nettoäquivalenzeinkommen bei 1 314 Euro

Die Einkommensschere
hat sich weiter geöffnet
.

Das monatliche Nettoäquivalenzeinkommen (siehe Lesehinweise, S. 7 und
Ausführungen auf S. 17) liegt aktuell bei 1 314 Euro pro Monat und damit
4 Prozent über dem Vorjahreswert. Für Deutschland liegt das mittlere
Nettoäquivalenzeinkommen derzeit (Stand 2013) bei 1 487 Euro pro Monat.1
Die Schere zwischen den einkommensstärksten und einkommensschwächsten 20 Prozent (siehe Abbildung 2-6) hat sich auch 2014 weiter geöffnet.
Dies ist vor allem auf die deutlichen Zugewinne der einkommensstarken
Leipzigerinnen und Leipziger zurückzuführen. Von 2012 zu 2013 stieg ihr
Nettoäquivalenzeinkommen bereits um 126 Euro an, 2014 gewannen diese
einkommensstarken Personen nochmals 86 Euro hinzu. Auch einkommensschwache Personen konnten ihr Nettoäquivalenzeinkommen steigern, zuletzt
um 57 Euro. Die wachsende Differenz zwischen einkommensarmen und
einkommensreichen Leipzigern ist somit den Zugewinnen der Gutsituierten
geschuldet. 2014 lagen zwischen den 20 Prozent Einkommensärmsten und
den 20 Prozent Einkommensreichsten nunmehr 1 103 Euro. Zum Vergleich:
2008 betrug der Einkommensunterschied zwischen diesen beiden Gruppen
nur 853 Euro. Die zunehmende Einkommensungleichheit resultiert also aus
einer Steigerung hoher Einkommen, bei einem unterdurchschnittlichen
Anstieg geringer Einkommen.

1

AMTLICHE SOZIALBERICHTERSTATTUNG: Abruf unter: www.amtliche-sozialberichterstattung.de;
Eigene Berechnungen

22

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Abb. 2-6: Entwicklung des Nettoäquivalenzeinkommens 2008 bis 2014
(Median in Euro)
1962
1578

1093

725

2008
Gesamt

1750

1876

1219

1267

1314

771

793

802

859

2011

2012

2013

1616

1676

1678

1151

1148

1141

741

752

2009

2010

Einkommensschwächste 20 Prozent

2014

Einkommensstärkste 20 Prozent

Da beim Nettoäquivalenzeinkommen die wirtschaftliche Situation des Haushalts auf die Personen heruntergebrochen werden, ergibt sich für die betrachteten Bevölkerungsgruppen ein etwas anderes Bild als bei der Betrachtung
der persönlichen Einkommen. Für Bevölkerungsgruppen, die häufiger in Partnerschaft bzw. in größeren Haushalten leben, stellt sich die ökonomische
Situation besser dar. Insbesondere sei an dieser Stelle auf Studierende verwiesen (die mitunter noch bei den Eltern leben). Während auf Ebene der persönlichen Einkommen die Studierendeneinkünfte unterhalb der Arbeitsloseneinkommen liegen, verkehrt sich die Situation bei Betrachtung der Nettoäquivalenzeinkommen.
Tab. 2-4: Monatliches Nettoäquivalenzeinkommen
bis unter
600 €
Anzahl
Befragte
Gesamt 2014:
2474
davon:
männlich
1140
weiblich
1311
davon:
18 bis 34 Jahre
614
35 bis 49 Jahre
529
50 bis 64 Jahre
594
65 bis 85 Jahre
705
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1341
Arbeitslose
132
Rentner/Pensionäre
829
Studenten/Schüler
124
Gesamt 2013:

3659

4

600 bis
1000 bis
1600 bis
unter 1000 € unter 1600 € unter 2300 €
Prozent
25
36
22

2300 € und
mehr

Median
in €

12

1 314

5
3

25
26

33
40

23
22

15
9

1 328
1 299

7
2
4
2

30
19
29
22

30
29
30
56

23
26
24
17

10
23
13
2

1 253
1 562
1 271
1 220

2
9
2
21

16
78
25
48

33
9
54
21

29
3
17
7

20
0
2
3

1 569
795
1 209
850

8

24

37

20

11

1 267

2.2.4. Hauptquelle des Lebensunterhalts der Leipziger Haushalte
Haupteinkommensquelle der meisten Leipziger Haushalte ist das Einkommen
aus Erwerbstätigkeit (siehe Abbildung 2-7). Dieser Anteil liegt 2014 bei
59 Prozent und folgte in den vergangenen Jahren – einhergehend mit den
Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – einem positiven Trend. Parallel sank
der Anteil der Haushalte, der sich überwiegend aus Arbeitslosenbezügen
(ALG I und ALG II) finanziert. Auch der Anteil von Haushalten, der von Renten
und Pensionen lebt, ist leicht rückläufig. Hintergrund dieser Entwicklung ist die
derzeit hohe Zuwanderung junger Personen nach Leipzig.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Mehr Haushalte finanzieren sich hauptsächlich
durch Erwerbsarbeit

23

Abb. 2-7:

Hauptquelle des Lebensunterhalts 2010 bis 2014 (in Prozent)

56
54 56

58 59
2010

2011

2012

30 29 30

9

Erwerbseinkommen

11 10

9

2013

27 28

8

Arbeitslosenbezüge

2014

7

Renten/Pensionen

4

4

5

4

übrige Einkommen

Tab. 2-5: Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haushalte
Erwerbseinkommen
Anzahl
Haushalte
Gesamt 2014:
2631
darunter:
Singles
418
Alleinerziehende
60
Paare mit Kind(ern)
433
Paare ohne Kind(er)
606
alleinstehende Rentner
233
Rentnerpaare
637
davon Alter der Bezugsperson:
655
18 bis 34 Jahre
746
35 bis 54 Jahre
1184
55 bis 85 Jahre
davon mit Haushaltsnettoeinkommen:
318
unter 1100 €
1074
1100 bis unter 2300 €
544
2300 bis unter 3200 €
534
3200 € und mehr
Gesamt 2013:

95 Prozent der Paare mit
Kind(ern) sichern ihren
Lebensunterhalt
hauptsächlich durch
Erwerbsarbeit

3925

ALG I

ALG II

Renten/
Pensionen

übrige
Einkommen

Prozent
59

1

7

28

5

72
71
95
87
0
8

1
7
1
1
0
0

14
18
2
3
0
1

5
0
0
2
99
89

8
4
2
7
1
1

77
85
21

1
2
1

7
9
6

0
3
72

15
1
1

29
58
81
96
58

2
1
0
0
1

23
3
0
0
8

32
35
17
3
27

14
3
1
1
5

Wie Tabelle 2-5 veranschaulicht, finanzieren vor allem Paare mit Kind(ern)
(95 Prozent), aber auch solche ohne Kind (87 Prozent) ihren Lebensunterhalt
überwiegend durch Erwerbseinkommen. Demgegenüber sind Singles und
Alleinerziehende überdurchschnittlich häufig auf die Grundsicherung nach
SGB II angewiesen. Der Anteil der Alleinerziehenden, die ihren Lebensunterhalt durch Transferzahlungen auf Basis von ALG II bestreiten, ist rückläufig.
15 Prozent der 18- bis 34-Jährigen generieren ihr Haushaltseinkommen durch
übrige Einkommen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Transferzahlungen
auf Basis des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) oder Unterstützungsleistungen der Eltern handeln.
Erwartungsgemäß erzielen die meisten Haushalte mit einem vergleichsweise
guten Einkommen von 3 200 Euro und mehr ihre Einkünfte hauptsächlich
durch Erwerbsarbeit (96 Prozent). In der Gruppe der Haushalte mit vergleichsweise geringen Einkommen unter 1 100 Euro befinden sich in erster
Linie kleine Haushalte (Singles oder Alleinstehende). Als Hauptquelle des
Lebensunterhalts wird in dieser Einkommensgruppe zu ähnlichen Größenordnungen Erwerbsarbeit, Arbeitslosenbezüge und Renten/Pensionen angegeben. Übrige Einkommen (häufig Studierende) stellen hier 14 Prozent der
befragten Haushalte.

24

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

3.

Wohnen und Umziehen

3.1

Wohnstatus

Die Beschaffenheit einer Wohnung wird vornehmlich durch die während
bestimmter Zeitperioden übliche Bauweise charakterisiert. Eine diesbezügliche Frage nach der Baualtersklasse der Wohnung können 86 Prozent der
Haushalte beantworten.
Der überwiegende Teil der Leipzigerinnen und Leipziger wohnt zur Miete. Die Leipzig ist eine Mieterstadt
Wohneigentumsquote ist in den Baualtersklassen sehr unterschiedlich ausgeprägt, wie die folgenden Diagramme zeigen:
Abb. 3-1: Wohneigentumsquoten nach Baualtersklassen (in Prozent)
Gründerzeit (vor 1919)

Altbau (1919 bis 1990*)
1

16

21

78

84

Plattenbau (1961 bis
1990)

Neubau (ab 1991)
2

2

Die Wohneigentumsquote
ist in Neubauten am
höchsten und in Plattenbauten am niedrigsten

39
60
98

Mieter

Eigentümer

Heimbewohner, Untermieter, …

*) ohne Plattenbau

In Gründerzeithäusern entspricht die Eigentumsquote annähernd dem
gesamtstädtischen Durchschnitt. In Plattenbauten leben dagegen nur zwei
Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden. Am größten ist die
Eigentumsquote in Wohnungen, die nach der Wende errichtet wurden. Hier
nennen fast vier von zehn Haushalten das Haus oder die Wohnung ihr Eigen.
3.2

Wohnungsgröße

Die Leipzigerinnen und Leipziger wohnen durchschnittlich in einer knapp
70 m² großen Wohnung. Damit hat sich die durchschnittliche Wohnfläche im
Vergleich zum Vorjahr um zwei m² reduziert. Das könnte am Zuzug junger
Singles oder Paare, die zunächst in eher kleinere – und damit preiswertere Wohnungen ziehen, liegen. Dadurch ist auch die mittlere Wohnfläche pro
Person um zwei auf 45,6 m² gesunken. Bei Paaren mit Kindern bzw. größeren
Haushalten mit mindestens vier Personen hat sich hingegen die zur
Verfügung stehende Wohnfläche auf 114 bzw. 106 m² vergrößert.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Durchschnittliche
Wohnfläche hat sich leicht
reduziert

25

In Plattenbauten verfügen die (zumeist kleineren) Haushalte durchschnittlich
über eine Fläche von 52 m². In Gründerzeit- und Neubauten stehen über
30 m² mehr zur Verfügung. Das größte Spektrum an Wohnflächen bieten die
Neubauten (ab 1991) (siehe Abbildung 3-2). Hier erreicht die Wohnungsgröße
vereinzelt auch die 200-m²-Grenze. Am kleinsten ist der Wohnflächenbereich
dagegen im Plattenbau. Wohnungen über 100 m² sind dort eher selten; einen
deutlichen Peak gibt es bei 60 m², der dort am häufigsten bewohnten Fläche.
Abb. 3-2: Verteilung der Wohnflächen nach Baualtersklassen

*) ohne Plattenbau

Die Unterschiede bei der Wohnfläche treffen im Prinzip auch auf die Anzahl
der Wohnräume zu, die im Durchschnitt bei 2,7 liegt. Denn größere Wohnungen bedeuten in der Regel auch mehr Wohnräume.

Die mittlere Wohnfläche
pro Person beträgt
45,6 m²

Je mehr Personen sich eine Wohnung teilen, umso kleiner wird die jedem
Haushaltmitglied zur Verfügung stehende Wohnfläche und Raumanzahl. In
Haushalten mit vier oder mehr Personen steht pro Kopf mit 27 m² nur halb so
viel Fläche zur Verfügung wie in Einpersonenhaushalten (Tabelle 3-1).
Dass in älteren Haushalten die Wohnfläche und die Raumanzahl pro Person
größer sind als in jüngeren, dürfte daran liegen, dass einerseits mit zunehmendem Alter die Zahl der Haushaltsmitglieder oftmals wieder kleiner
wird, zum Beispiel in Folge des Wegzugs der Kinder oder Tod des Partners,
und andererseits die ursprüngliche Wohnung beibehalten wird.
Tab. 3-1: Wohnfläche und Anzahl der Wohnräume (Mittelwerte)
Befragte
Gesamt 2014:
davon Personen im Haushalt:
1 Person
2 Personen
3 Personen
4 und mehr Personen
davon Alter der Bezugsperson:
18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre
Gesamt 2013:

26

Wohnfläche
Gesamt
pro Person
m²
69,7
45,6

Anzahl Wohnräume
Gesamt
pro Person
2,7

1,8

54,1
77,2
99,6
113,7

54,1
38,6
33,2
27,2

2,2
3,1
3,7
4,4

2,2
1,5
1,2
1,0

64,0
82,5
70,6
64,0
71,8

40,1
46,1
47,6
50,4
47,6

2,5
3,1
2,9
2,7
2,8

1,5
1,8
1,9
2,1
1,8

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

3.3

Miete

Die durchschnittliche Grundmiete beträgt 2014 in Leipzig 5,38 Euro pro m²
(Median) und liegt damit deutlich über den Vorjahreswerten. Das bedeutet
auch eine höhere Gesamtmiete, für die im Durchschnitt 7,45 Euro pro m²
(Median) gezahlt werden. Bei den Durchschnittsmieten spielen die Baualtersklasse und die Lage der Wohnung im Stadtgebiet eine Rolle (Tabelle 3-2):
Während im Stadtbezirk West mit überwiegendem Anteil an Plattenbauten
4,59 Euro pro m² entrichtet werden, sind es im Stadtbezirk Mitte 6,16 Euro pro
m² (jeweils Median).

Grund- und Gesamtmiete
gestiegen

Insgesamt muss ein Leipziger Haushalt durchschnittlich 320 bzw. 450 Euro für
die Grund- respektive Gesamtmiete im Monat aufwenden (jeweils Median).
Tab. 3-2: Grund- und Gesamtmiete (Durchschnitte)
Befragte
Gesamt 2014:
davon Baualtersklasse:
Gründerzeit
Altbau bis 1990
Plattenbau 1961 bis 1990
Neubau ab 1991
davon Stadtbezirk:
Mitte
Nordost
Ost
Südost
Süd
Südwest
West
Altwest
Nordwest
Nord
Gesamt 2013:

3.4

Grundmiete
Gesamtmiete
Gesamt
pro m²
Gesamt
pro m²
Median in Euro
320
5,38
450
7,45
365
330
257
359

5,47
5,35
4,92
6,04

538
449
380
509

7,64
7,40
7,17
8,33

346
275
300
330
336
320
233
318
297
362
300

6,16
4,78
5,02
5,20
5,42
5,58
4,59
5,39
4,90
5,49
5,08

460
380
411
454
470
434
346
472
397
503
425

8,14
7,21
7,05
7,30
7,68
7,45
6,88
7,33
7,01
7,69
7,23

Mietbelastung

Höhere Mieten bedeuten aber nicht in jedem Fall automatisch eine höhere
Mietbelastung, also einen größeren Anteil der Gesamtmiete am Haushaltsnettoeinkommen. Knapp ein Drittel des Einkommens müssen die Haushalte
nunmehr für die Wohnkosten aufbringen, das ist etwas weniger als ein Jahr
zuvor. Also werden die gestiegenen Wohnkosten durch die ebenfalls
gewachsenen Einkommen mehr als ausgeglichen.

Mietbelastung leicht
gesunken

Abb. 3-3: Mietbelastung (Gesamt- und Grundmiete) nach Einkommensklassen (in Prozent)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

27

Dass Haushalte mit geringerem Einkommen einen höheren Anteil davon für
die Miete aufbringen müssen, ist eine logische Konsequenz. Bei Haushalten
mit einem Nettoeinkommen unter 1 100 Euro entfallen 45 Prozent davon auf
die Miete einschließlich Nebenkosten; einkommensstarke Haushalte (ab
3 200 Euro) benötigen dafür weniger als ein Fünftel (Abbildung 3-3).
3.5
Die Grundmiete ist in
jedem vierten Haushalt in
den letzten vier Jahren
gestiegen

Mieterhöhung

Ein Viertel der Mieterhaushalte gibt an, dass die Kaltmiete in den letzten vier
Jahren erhöht wurde. Besonders stark waren Mieter in Plattenbauten und
entsprechend ihrer Bewohnerstruktur viele Rentnerinnen und Rentner
betroffen. Von diesen Haushalten wurde mehr als jeder dritte mit einer
Mieterhöhung konfrontiert.
Ein Drittel der Mieterhöhungen wurde vollständig oder teilweise mit Modernisierungsmaßnahmen begründet. In Plattenbauten beträgt dieser Anteil
38 Prozent.
Zwölf Prozent der Mieterhaushalte erwarten binnen eines Jahres eine Mieterhöhung, weitere 46 Prozent rechnen möglicherweise damit. Derartige
Befürchtungen sind zudem in einkommensschwächeren Haushalten stärker
ausgeprägt.
Eine fiktive Erhöhung der Kaltmiete um 20 Prozent – die sogenannte Kappungsgrenze - würde sechs von zehn Haushalten vor Probleme stellen, verständlicherweise noch stärker die einkommensschwachen Haushalte (80 Prozent bei Nettoeinkommen unter 1 100 Euro), bei denen die Mietbelastung
bereits überdurchschnittlich ist. Von den Haushalten, die eine fiktive Mieterhöhung problematisch sehen, würden 40 Prozent umziehen, 31 Prozent sind
sich noch unschlüssig, 28 Prozent würden einen Mietzuschuss beantragen
und 21 Prozent andere Ausgaben reduzieren. (Bei dieser Frage waren Mehrfachantworten zugelassen.)
3.6

Zahlungsrückstände

Abb. 3-4: Anteil Haushalte mit Miet- bzw. Energiezahlungsrückständen nach Hauptquelle des
Lebensunterhaltes und Baualtersklasse der Wohnung (in Prozent)
29
Mietzahlungsrückstände *)

Energiezahlungsrückstände

19

13
8

7
5

5
2
Erwerbseinkommen

8

Arbeitslosengeld

5

0

3

Renten,
Pensionen

übrige
Einkommen

9
1

2
Gründerzeit

Altbau bis
1990

Plattenbau

1

Neubau ab
1991

*) nur Mieterhaushalte

Jeder 20. Mieterhaushalt konnte in den letzten vier Jahren die Miete nicht
immer pünktlich bezahlen. Von den Haushalten, die überwiegend von Arbeitslosenbezügen leben, ist fast jeder fünfte betroffen. In Haushalten mit einem
Mindesteinkommen von 3 200 Euro sowie Rentnerhaushalten kommen
Mietzahlungsrückstände praktisch nicht vor.
Größere Haushalte haben Der Anteil von Schuldnern bei Energiezahlungen ist etwas höher und betrifft
häufiger Rückstände bei 7 Prozent aller Leipziger Haushalte. Auch hier sind es erwartungsgemäß
Energiezahlung wieder die einkommensschwachen Haushalte, die weit über dem Durchschnitt
28

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

liegen. Außerdem sind größere Haushalte mit vier oder mehr Personen, die
einen höheren Gesamtenergiebedarf haben, häufiger betroffen.
3.7

Zufriedenheit mit dem Wohnviertel

Die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld ist auf ähnlich hohem Niveau wie im
Vorjahr: Erneut geben drei Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger an, sich in
ihrem Wohnviertel „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ zu fühlen. Nur sechs Prozent sind „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“. Einer von fünf Befragten
äußert sich diesbezüglich ambivalent.

Die Wohnviertelzufriedenheit ist weiterhin auf
hohem Niveau

Die Wohnzufriedenheit hängt von der Wohnlage ab. Die Bewohnerinnen und
Bewohner des Stadtbezirkes Mitte sind – wie schon im Vorjahr - am zufriedensten. Der Stadtbezirk West mit überwiegendem Anteil an Plattenbauten ist in
diesem Ranking auf den letzten Platz gerutscht.
Auch persönliche Merkmale scheinen Einfluss auf die Wohnviertelzufriedenheit zu haben: Im Unterschied zu Erwerbstätigen und Rentnern, die kaum von
der Durchschnittszufriedenheit abweichen, fühlen sich Studierende im Wohnviertel noch wohler. Im Gegensatz dazu äußern Arbeitslose eine stärkere Unzufriedenheit mit dem Wohnumfeld (Tabelle 3-3). Allerdings sind die Unterschiede nicht ganz so gravierend wie bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit.
Tab. 3-3: Zufriedenheit mit dem Wohnviertel
1
sehr zufrieden
Befragte
Anzahl
1301
Gesamt 2014:
darunter Stellung im Erwerbsleben:
686
Erwerbstätige
69
Arbeitslose
436
Rentner/Pensionäre
75
Studenten/Schüler
davon Stadtbezirk:
143
Mitte
112
Nordost
162
Ost
143
Südost
145
Süd
118
Südwest
108
West
112
Altwest
74
Nordwest
178
Nord
4087
Gesamt 2013:

3.8

2
zufrieden

21

54

21
14
18
34

51
45
62
44

31
11
14
28
27
25
14
18
13
21
23

50
57
50
51
50
53
48
55
57
64
52

3
teils/teils

4
unzufrieden

Prozent
19

5
sehr unzufrieden

MW
1-5

5

1

2,1

21
28
15
19

5
8
4
3

1
4
0
0

2,1
2,4
2,1
1,9

14
26
26
19
20
18
23
16
23
14
21

4
5
7
3
3
4
12
4
6
1
3

1
1
3
0
0
0
2
7
0
0
1

1,9
2,3
2,3
2,0
2,0
2,0
2,4
2,3
2,2
2,0
2,1

Umzugsabsichten, Wohndauer

Leipzig ist eine Stadt mit hoher Bevölkerungsdynamik. Laut Einwohnerregister
haben 2014 über 80 000 Bürgerinnen und Bürger in Leipzig ein neues
Zuhause gefunden, sind also um- oder zugezogen, und im Gegenzug haben
über 20 000 der Stadt den Rücken gekehrt.
Aus den Umfrageergebnissen folgt, dass sich zumindest die Zahl der Um- und
Wegzüge in naher Zukunft kaum erhöhen dürfte. Denn zwei Drittel der Befragten geben mittlerweile an, dass sie in den nächsten zwei Jahren nicht vorhaben, aus ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen. Damit hat sich das Umzugspotenzial gegenüber den Vorjahren verringert: 24 Prozent der Leipzigerinnen
und Leipziger wollen nunmehr binnen zwei Jahren möglicherweise umziehen
und weitere 10 Prozent auf jeden Fall (2013: 27 bzw. 12 Prozent).

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Leipziger sind sesshafter
geworden

29

Abb. 3-5: Umzugspotenzial und Umzugsziel (in Prozent)
Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen … auszuziehen?

Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen?

Selbst bei Schülern und Studenten, der mobilsten Bevölkerungsgruppe, ist der
Anteil der „Sesshaften“ im Vergleich zum Vorjahr von 27 auf 45 Prozent
gestiegen. Bei Rentnern mit einer ohnehin eher geringen Umzugsneigung hat
sich dieser Anteil dagegen nur um 4 Prozentpunkte auf 85 Prozent erhöht.
Die meisten
Umzugswilligen
verbleiben in Leipzig

Sechs von zehn Umzugswilligen möchten innerhalb der Stadtgrenzen verbleiben (Abbildung 3-5), und ein Viertel weiß noch nicht, wo es nach dem Umzug
wohnen möchte.
Häufige Ursache für einen Wohnungswechsel sind finanzielle
Restriktionen (zu hohe Miete bzw. Betriebskosten oder Überschreiten der
Mietobergrenze bei Transferleistungsempfängern) mit insgesamt 18 Prozent.
Weiterhin werden eine zu kleine Wohnung, familiäre Gründe (zum Beispiel
Haushaltsgründung, Scheidung) sowie berufliche Gründe (einschließlich
Aufnahme eines Studiums oder einer Ausbildung) häufiger angeführt. Die
Umzugsgründe ändern sich im Laufe des Lebens (Abbildung 3-7): Während
bei jungen Leuten berufliche und familiäre Veränderungen sowie die
Vergrößerung der Wohnfläche einen Umzug erforderlich machen, sind ältere
Personen aus gesundheitlichen Gründen mehr auf der Suche nach einer
alten- bzw. behindertengerechten oder aber preiswerteren (eventuell auch
kleineren) Wohnung.

Abb. 3-6: Gebäudetyp vor und nach (eventuellem) Umzug (in Prozent)

30

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Die Umzugsabsichten sind gemeinhin mit mehr oder weniger konkreten
Vorstellungen über die künftige Wohnung verbunden. Mit 87 m² bzw. 3,5
Räumen liegt die Größe der angestrebten Wohnung deutlich über der gegenwärtig genutzten. Bei älteren Befragten (ab 65 Jahre) ist es genau umgekehrt.
Diese Ergebnisse stehen in Einklang mit den Umzugsmotiven.

Neue Wohnung soll
größer sein als bisherige

Für die neue (und in der Regel größere) Mietwohnung würde man 600 Euro
(Median) Gesamtmiete bezahlen, also eindeutig mehr als bisher.
Nur 5 Prozent der umzugsbereiten Befragten würden (wieder) in eine Plattenbauwohnung ziehen (Abbildung 3-6). Beliebt sind eher Neubauten. Allerdings
ist es 41 Prozent egal, welcher Art das Gebäude mit der zukünftigen Wohnung
sein soll.
Abb. 3-7: Hauptgründe für einen (eventuellen) Umzug nach Altersgruppen (in Prozent)
Wohnung zu klein (15)
0

19

10
11

familiäre Gründe (14)
5

12
allgemein zu hohe Wohnkosten (14)

berufliche Gründe (12)

16

12

23
21

2

1
0

10
Erwerb von Haus-/Wohneigentum (9)
0

1

3

13
5

Wohnviertel zu laut, zu dicht bebaut (5)

6

0

8

0
1

9

9

0

0
0

18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre
Gesamt
9
9

4
anderer Grund (7)

15

4
4
3
3

anderes Wohnviertel attraktiver (4)

47

8

3

Überschreiten der Miet-Obergrenze (5)

Wohnung zu groß (2)

17

2

gesundheitliche Gründe (8)

Wohnung/Gebäude schlecht/mit Mängeln
(5)

20

14

7

9

14
12

Für die Auswahl der künftigen Wohnung ist die Wärmedämmung bzw. Energieeffizienz ein wichtiges Kriterium (Abbildung 3-8). Neun von zehn Umzugskandidaten ist dieses Merkmal „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Auch den Balkon
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

31

möchten nur Wenige an der neuen Wohnung missen. Für Rentnerinnen und
Rentner ist der Aufzug noch wichtiger als der Balkon und steht auf der
Wunschliste auf Rang zwei.
Abb. 3-8: Ausstattungsmerkmale der neuen Wohnung (Anteile „sehr wichtig“ und „wichtig“)
(in Prozent)
Wärmedämmung, Energieeffizienz

91

Balkon

83

Parkett bzw. Laminat

59

Aufzug

31

Schwellenfreiheit

26

Einbauküche

25

seniorengerechte/-freundliche Ausstattung

21

Sonstiges

81

Erwachsene wohnen im Im Durchschnitt wohnen die erwachsenen Leipzigerinnen und Leipziger 11,3
Schnitt 11,3 Jahre in ihrer Jahre in ein und derselben Wohnung. Neben dem Umzugspotenzial zeigt
Wohnung

auch der Indikator Wohndauer, dass die Mobilität mit zunehmendem Alter
geringer wird. Während die unter 35-Jährigen im Schnitt drei Jahre in ihrer
derzeitigen Wohnung leben, ist es bei Rentnerinnen und Rentner bereits ein
Viertel Jahrhundert.
3.9

Haus- und Wohnungssicherheit, Wohnungseinbruch

Kriminalität und Sicherheit werden von der Mehrheit der Leipzigerinnen und
Leipziger als größtes Problem ihrer Stadt gesehen, was vor dem Hintergrund
einer stetig steigenden Zahl von Straftaten nicht verwundert. Besorgniserregend ist dabei die Zunahme der Wohnungseinbrüche. Dieser Entwicklung
soll verstärkt durch geeignete Präventionsmaßnahmen, wie den Einbau
spezieller Sicherheitstechnik, gegengesteuert werden.
Eine potenzielle Täter abschreckende Beleuchtung außerhalb der Wohnung
bzw. des Hauses ist in mehr als jedem zweiten Haushalt vorhanden. (Wobei
diese Beleuchtung sicher auch noch anderen Zwecken dient.) Am zweithäufigsten sind spezielle Türsicherungen vorhanden. Es folgen Bewegungsmelder
und spezielle Fenstersicherungen. In Plattenbauwohnungen bzw. Rentnerhaushalten stehen Türsicherungen an erster Stelle (65 bzw. 60 Prozent).
Weniger verbreitet sind Alarmanlagen und Videotechnik außerhalb oder
innerhalb der Wohnung.
Mietwohnungen sind
schlechter gesichert als
Wohnungen von
Eigentümern

Meist sind die Wohnungen von Eigentümern deutlich besser abgesichert als
die von Mietern (Abbildung 3-9), wofür es verschiedene Ursachen gibt. In
Mietwohnungen muss in der Regel bei Umbauten der Vermieter seine Zustimmung geben und die Frage der Finanzierung geklärt sein. Außerdem ist
Wohneigentum stärker von Einbrüchen betroffen (siehe Abbildung 3-10).
Jeder achte Haushalt beabsichtigt den Einbau von (weiterer) Sicherheitstechnik, unter den Wohnungseigentümern ist es – trotz bisher schon besserer
Ausstattung - jeder dritte. Als Auslöser für diese geplanten Präventionsmaßnahmen werden hauptsächlich die Erhöhung des Sicherheitsgefühls (74 Prozent) und Empfehlungen der Polizei bzw. Aufklärungskampagnen (22 Prozent)
genannt.
Diejenigen, die keine (weitere) Sicherheitstechnik einbauen möchten, sollten
auch die Gründe für diese Entscheidung darlegen. Jeder dritte Haushalt
denkt, dass die Wohnung bzw. das Haus schon sicher genug ist. Für 32 Pro-

32

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

zent wäre der Einbau zu teuer und 27 Prozent haben noch gar nicht über dieses Thema nachgedacht. In jedem neunten Haushalt, der keine (weitere)
Sicherheitstechnik einbaut, lässt der Vermieter solche Ein- bzw. Umbauten
nicht zu.
Abb. 3-9: Ausstattung mit Sicherheitstechnik nach Mieter- und Eigentümerhaushalten (in Prozent)
57

Beleuchtung außerhalb der Wohnung/des Hauses,
z.B. im Garten (57)

62
43

Spezielle Sicherung an der Tür (46)

57
22

Bewegungsmelder (28)

52
9

Spezielle Sicherung an Fenstern (13)

28

Alarmanlage (5)

3
13

Videokamera(s) außerhalb der Wohnung/des
Hauses (4)

4

Videokamera(s) innerhalb der Wohnung/des
Hauses (3)

3

Sonstige Sicherheitstechnik (10)

Mieter
Eigentümer
Gesamt

5

2
10
10

12 Prozent der Haushalte haben irgendwann einmal einen Einbruch bzw.
einen Versuch desselben erlitten (unabhängig vom jetzigen Wohnstandort),
weitere 2 Prozent sogar schon mehrmals. Dabei sind Haushalte, die im
eigenen Haus bzw. der Eigentumswohnung leben, mit 24 Prozent doppelt so
häufig von Einbrüchen betroffen wie Mieterhaushalte (Abbildung 3-10). Also
könnte auch die stärkere Betroffenheit von Einbrüchen ein Grund sein, warum
Eigentümerhaushalte besser mit Sicherheitstechnik ausgestattet sind als
Mieterhaushalte.

Eigentümerhaushalte
sind stärker von
Wohnungseinbrüchen
betroffen als
Mieterhaushalte

Am seltensten von Wohnungseinbrüchen betroffen ist man im Stadtbezirk
West. In diesem überwiegend von Plattenbauten geprägten Gebiet geben
95 Prozent der Haushalte an, noch nie einen Wohnungseinbruch bzw. einen
Versuch desselben erlitten zu haben. Im Stadtbezirk Nord liegt dieser Anteil
hingegen nur bei 80 Prozent.
55 Prozent der Leipziger Haushalte haben sich speziell über Möglichkeiten zur
Verhinderung von Einbrüchen informiert. Überdurchschnittlich viele (74 Prozent) sind es bei den Haushalten, die in den eigenen vier Wänden wohnen.
Das verwundert insofern nicht, da sie auch sonst mehr für ihre Wohnungssicherheit tun (siehe oben).
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

33

Abb. 3-10:

Anteil ein- oder mehrmals von Wohnungseinbruch oder versuchtem Wohnungseinbruch betroffener Haushalte nach Stadtbezirk, Baualtersklasse und Eigentumsform
der Wohnung (in Prozent)

mehrmals

2

einmal
5
2

5

1
2

3

4
1

1
16
0
11

17
0

10
7

Mitte

Nordost

2

14

Südost

Süd

Südwest

West

17

Nordwest

11

10

8

Nord

22

0

7

Altwest

2

13

10

5
Ost

15

1

Gründer- Altbau Platten- Neubau
zeit
bau
bis
ab
1990
1991

Mieter Eigentümer

Eine Überprüfung der Wohnungssicherheit durch eine Firma haben bislang
8 Prozent der Haushalte mindestens einmal durchführen lassen. Auch hier liegen Eigentümerhaushalte mit einem Anteil von 17 Prozent deutlich über dem
Durchschnitt.

Eigene Betroffenheit von
Einbrüchen beeinflusst
Präventionsaktivitäten

Es wird ersichtlich, dass die verschiedenen Bemühungen zur Verhinderung
von Wohnungseinbrüchen durch die potenziellen Opfer stark davon abhängen, ob es sich um Mieter- oder Eigentümerhaushalte handelt. Andererseits
kann man vermuten, dass die Präventionsaktivitäten durch einen zuvor erlittenen Wohnungseinbruch oder Einbruchsversuch verstärkt werden, wie die folgende Tabelle zeigt.

Tab. 3-4: Vorbeugung von Wohnungseinbrüchen
Haben Sie sich jemals über
Möglichkeiten zur Verhinderung von Einbrüchen
informiert?
ja
nein
ja
nein
Prozent
Haushalte gesamt
13
87
55
45
darunter von Wohnungseinbruch oder Einbruchsversuch betroffen:
ja
30
70
74
26
nein
11
89
52
48
Haben Sie vor, (weitere)
Sicherheitstechnik einzubauen?

Haben Sie schon einmal von
einer Handwerksfirma die
Sicherheit Ihrer Wohnung/
Ihres Hauses prüfen lassen?
ja
nein
8

92

22
6

78
94

Ob das Wohnen in den eigenen vier Wänden oder ein bereits erlittener Wohnungseinbruch bzw. Einbruchsversuch einen größeren Einfluss auf Aktivitäten
zur Prävention von Wohnungseinbrüchen haben, lässt sich mittels logistischer
Regression analysieren. Dabei zeigt sich, dass Wohneigentum die Absicht
zum (weiteren) Einbau von Sicherheitstechnik mehr befördert als eigene Einbruchsbetroffenheit. Hinsichtlich des Erkundigens über Möglichkeiten zur Verhinderung von Einbrüchen oder der Überprüfung der Wohnung auf Sicherheitsmängel wirken beide Einflussfaktoren fast gleich stark.

34

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

4.

Verhältnis Deutsche und Ausländer

Der Stadtrat hat mit der Agenda 21 bereits 2001 seine Ziele für die städtische
Integrationsarbeit folgendermaßen formuliert: „Leipzig soll als weltoffene und
tolerante Stadt für Migrantinnen und Migranten ein lebenswerter Ort sein. Die
Integration der Migrantinnen und Migranten und ein möglichst konfliktarmes
Zusammenleben ist eine Dauer- und Querschnittsaufgabe nachhaltiger Stadtentwicklung.“ Um das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern in der
Stadt zu ermitteln und Veränderungstendenzen festzustellen, wurden nach
2011 auch 2014 Aspekte des Zusammenlebens und fremdenfeindliche Einstellungen in der Stadtgesellschaft ermittelt.
4.1. Kontakte zwischen Deutschen und Ausländern im täglichen Leben
Die Leipzigerinnen und Leipziger haben im Vergleich zu 2011 häufiger regelmäßige Kontakte zu Ausländern: 62 Prozent geben an, regelmäßig auf unterschiedliche Art und Weise Kontakt zu haben (vgl. Abbildung 4-1).
Allerdings gibt auch im Jahr 2014 noch mehr als jeder dritte Befragte in
Leipzig an, regelmäßig keinen Kontakt zu Ausländern zu haben. Zieht man
Vergleichswerte (Allbus 2012) heran, so zeigt sich außerdem, dass die
Leipzigerinnen und Leipziger im Vergleich zu den Ostdeutschen insgesamt
(56 Prozent aller Ostdeutschen haben regelmäßige Kontakte zu Ausländern)
etwas häufiger Kontakte mit Ausländern haben.

Im öffentlichen Sprachgebrauch werden die
Begriffe Ausländer,
Migrant, Zuwanderer oder
Person mit Migrationshintergrund verwendet,
ohne dass sie scharf
voneinander abgegrenzt
werden. Im Sinne eines
einfacheren sprachlichen
Verständnisses wird in der
Befragung der Begriff
Ausländer benutzt. Es ist
anzunehmen, dass in der
Bevölkerung jedoch nicht
nur das Verhältnis zu
Ausländern bewertet
wurde, sondern mitunter
der weiter gefasste Kreis
der Migranten gemeint ist.

Am ehesten finden Kontakte am Arbeitsplatz statt. Im Vergleich zu 2011
haben Kontakte in diesem Lebensbereich auch am stärksten zugenommen –
sicherlich eine Folge der seither gestiegenen Erwerbsbeteiligung, insbesondere auch der ausländischen Bevölkerung. So gingen zum Stichtag
30.06.2011 4 631 Ausländer einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Zum 30.06.2014 waren dies bereits 7 532 Ausländer. Auch im
Freundes- und Bekanntenkreis haben die Kontakte seither zugenommen.
In der Nachbarschaft werden im Vergleich zu 2011 hingegen weniger Kontakte geknüpft als noch vor 3 Jahren. Bei den übrigen Lebensbereichen gibt es
kaum Unterschiede im Dreijahresvergleich.
Abb. 4-1: Lebensbereiche, in denen Ausländer und Deutsche miteinander Kontakt haben 2011 und
2014 (Mehrfachnennungen, in Prozent)
36
31

am Arbeitsplatz
25
22

im Freundes- oder Bekanntenkreis
18

in der Nachbarschaft

21

in der eigenen Familie oder näheren
Verwandtschaft

12
10
11
10
10
9
9

in der Schule, beim Studium, bei der Ausbildung
in einem Verein (z.B. Sport- oder Gartenverein)

woanders

2014
2011

5

habe keine regelmäßigen Kontakte

Die Beurteilung der bestehenden Kontakte – die nach 2011 auch 2014 wieder
abgefragt wurde – ist Abbildung 4-2 zu entnehmen. Dabei zeigen sich
geringe Unterschiede im Zeitvergleich.
Knapp 70 Prozent aller Befragten bewerten ihre Kontakte demnach positiv,
lediglich 5 Prozent negativ. Im Vergleich zu 2011 hat der Anteil der Befragten
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

38
43

Die Kontakte zu
Ausländern werden 2014
positiver bewertet als 2011

35

etwas zugenommen, der die Kontakte sehr positiv bewertet. Dies lässt sich
auch an den Mittelwerten ablesen. Wie bereits im Jahr 2011, so sind auch
aktuell die Unterschiede in der Beurteilung der Kontakte vom Lebensalter
abhängig. Tendenziell beurteilen jüngere Leipzigerinnen und Leipziger ihre
Kontakte zu Ausländern besser als Ältere.
Zusammengefasst heißt das, dass negative und sehr negative Bewertungen
der Ausländerkontakte auf dem Niveau von 2011 geblieben sind. Unverändert
beurteilen 5 Prozent der Stadtbevölkerung die Kontakte zu Ausländern als
„negativ“ oder „sehr negativ“. Zwischen den Generationen scheinen sich
zudem Polarisationstendenzen zu verstärken. Während die jungen Erwachsenen 2014 die Kontakte häufiger sehr positiv bewerten, lassen sich bei den
älteren Altersgruppen keine Bewertungsveränderungen feststellen. Angesichts islamkritischer Stimmungen scheint sich die junge Leipziger Generation
häufiger sehr positiv zu Kontakten mit Ausländern zu positionieren.
Abb. 4-2: Beurteilung der Kontakte zu Ausländern (in Prozent)
Mittelwerte 1-5
2014
2011

Gesamt

24

18 bis 34 Jahre

44
33

35 bis 49 Jahre

39

21

50 bis 64 Jahre

16

65 bis 85 Jahre

16

27
22

47

26

45

positiv

2,2

2,3

42

2,0

2,2

23

2,2

2,2

22

2,3

2,3

51

2,2

2,2

35
55

sehr positiv

32

23

teils/teils

negativ

sehr negativ

Abb. 4-3: Zusammenhang zwischen Lebensalter, Kontakten zu Ausländern und
Bewertung dieser Kontakte
(nur Befragte zwischen 25 und 75 Jahren; geglättete Werte)
100 %

1

80 %

Anteil Kontakte

60 %
3
40 %
4

Bewertung der Kontakte

2

20 %
regelmäßige Kontakte zu Ausländern (Anteil "ja")

Bewertung der Kontakte (MW 1-5)
0%

5
25

30

35

40

45

50
Jahre

55

60

65

70

75

Neben der Beurteilung der Kontakte hängt insbesondere der Umstand, ob
man überhaupt Kontakt zu Ausländern hat, sehr stark vom Alter ab. Die
entsprechenden Zusammenhänge sind Abbildung 4-3 zu entnehmen. Jeweils
mehr als 80 Prozent der Befragten bis zu einem Lebensalter von circa
35 Jahren geben demnach an, Kontakte zu Ausländern zu haben. Im
36

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

mittleren Lebensalter (35 und ca. 50 Jahre) liegt dieser Wert zwischen 70 und
80 Prozent. Ab dem 50. Lebensjahr nimmt der Anteil von Befragten mit
Kontakten zu Ausländern ab und sinkt ab 60 Jahren nochmals stärker.
Die Bewertung der Kontakte bleibt bei den älteren Befragten allerdings
weitestgehend konstant. Das ist ein Indiz dafür, dass mit zunehmendem Alter
nicht bewusst Kontakte vermieden werden, sondern eher mit dem
Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess weniger Gelegenheiten für Kontakte
gegeben sind.

Ältere Leipzigerinnen und
Leipziger haben deutlich
seltener Kontakt zu
Ausländern als Jüngere

Wie die gelbe Linie in Abbildung 4-3 verdeutlicht, fallen die Bewertungen der
Kontakte zu Ausländern bei den 40- bis 50-Jährigen verhaltener aus, obwohl
diese Gruppe deutlich mehr Kontakte hat als die älteren Befragten und nur
etwas weniger Kontakt als die jüngeren Leipzigerinnen und Leipziger.
4.2 Aussagen zum Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern
Die Zustimmung und Ablehnung zu insgesamt sechs Aussagen zum Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern soll fremdenfeindliche bzw.
weltoffene und tolerante Einstellungen messbar machen (vgl. Tabellen 4-1 bis
4-6). Damit ergibt sich die Möglichkeit eines Zeitvergleichs für die sechs
Einzelaussagen. Fasst man die Ergebnisse auf Befragtenebene zusammen,
so kann auch ermittelt werden, wie sich das ausländerfreundliche bzw.
ausländerfeindliche Potential in Leipzig seit dem Jahr 2011 entwickelt hat.
Die Ergebnisse für die erste Aussage „Die in Leipzig lebenden Ausländer sind
eine kulturelle Bereicherung für unsere Stadt.“ zeigen, dass es insgesamt
kaum Veränderungen im Vergleich zu 2011 gibt. Stimmten 2011 noch 33 Prozent der Befragten dieser Aussage zu – und äußerten sich demzufolge positiv
über das Zusammenleben – liegt dieser Wert 2014 mit 36 Prozent geringfügig
höher. Veränderungen im Zeitvergleich sind jedoch sichtbar, wenn man
einzelne Gruppen im Detail betrachtet.

Gut ein Drittel der
Befragten empfinden
Ausländer als kulturelle
Bereicherung für Leipzig

Tab. 4-1: Zustimmung zur Aussage „Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle
Bereicherung für unsere Stadt.“
1
voll und
ganz
Befragte
Anzahl
15
Gesamt 2014:
1237
davon:
männlich
15
579
weiblich
14
645
davon:
18 bis 34 Jahre
21
309
35 bis 49 Jahre
17
272
50 bis 64 Jahre
10
298
65 bis 85 Jahre
8
331
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
16
695
Arbeitslose
18
63
Rentner/Pensionäre
8
384
Studenten/Schüler
28
64
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
14
222
800 bis unter 1400 Euro
13
433
1400 bis unter 2000 Euro
13
281
2000 und mehr Euro
23
239
Gesamt 2011:
3471
14

2
eher

3
teils/teils

21

Prozent
41

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

17

7

2,8

21
20

37
45

19
15

8
7

2,8
2,8

25
26
16
13

35
36
46
50

13
14
20
22

6
6
9
7

2,6
2,7
3,0
3,1

22
8
14
37

39
45
50
27

18
8
21
7

6
22
8
0

2,8
3,1
3,1
2,1

21
17
20
29
19

42
41
44
33
44

12
21
17
14
17

11
7
5
2
6

2,9
2,9
2,8
2,4
2,8

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

37

So sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen im Vergleich zu 2011
größer geworden: während die jüngeren Leipzigerinnen und Leipziger der
Aussage 2014 eher zustimmen (46 Prozent) als 2011 (41 Prozent), sinkt die
Zustimmung in der Gruppe der 65 bis 85-Jährigen im selben Zeitraum: 2014
stimmen hier 21 Prozent der Aussage zu, im Jahr 2011 waren es noch 23
Prozent.
Kulturelle Vorbehalte
empfinden eher Ältere,
Arbeitslose und
Geringverdiener

Im Vergleich zu 2011
stimmen im Jahr 2014
etwas mehr Befragte der
Aussage zu, dass sie sich
durch die Ausländer in
Leipzig als Fremder in
ihrer Stadt fühlen

Eine deutliche Polarisierung hat zudem bei den Arbeitslosen stattgefunden.
Genau wie im Jahr 2011 stimmen auch 2014 30 Prozent der Arbeitslosen
dieser Aussage nicht zu. Allerdings steigt der Anteil der Befragten, die das
Statement explizit ablehnen und sich damit Vorteile einer multikulturellen
Gesellschaft negieren (Skalenwert 5), von 10 Prozent auf nun 22 Prozent.
Neben den kulturellen Vorbehalten, die Ausländern eher von Älteren, Arbeitslosen und Geringverdienern entgegengebracht werden, soll die Aussage
„Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich zunehmend als Fremder
in seiner Stadt.“ als Maßstab dafür dienen, ob sich durch die Ausländer ein
Fremdheitsgefühl einstellt. Im Vergleich zu 2011 (20 Prozent Zustimmung)
zeigt sich, dass 2014 mit 23 Prozent etwas mehr Leipzigerinnen und Leipziger
dieser Aussage zustimmen. Zwischen dem 31.12.2010 und dem 31.12.2013
stieg in der Stadt Leipzig sowohl der Ausländeranteil von 4,9 auf 6,1 Prozent
als auch der Migrantenanteil von 8,0 auf 10,0 Prozent. Damit hat auch
objektiv der Anteil von Migranten bzw. Ausländern zugenommen.
Gleichwohl scheinen sich bestimmte Gruppen in der Stadtgesellschaft
subjektiv mehr Sorgen vor dieser Entwicklung zu machen als Andere. So
lassen sich die oben bereits skizzierten Alterseffekte auch bei dieser Aussage
nachweisen: jüngere Leipzigerinnen und Leipziger stimmen der Aussage im
Vergleich zu 2011 weniger häufig zu. Bei Studenten und Schülern sind derartige Ängste statistisch kaum messbar. Die Zustimmung zu der Aussage ist
bei älteren Befragten deutlich höher und sie nimmt im Zeitvergleich auch zu.
Außerdem steigt die Zustimmung zu der Aussage vor allem bei Arbeitslosen
und Geringverdienern im Zeitvergleich an.

Tab. 4-2:

Zustimmung zur Aussage „Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich zunehmend
als Fremder in seiner Stadt.“

Befragte
Anzahl
1238
Gesamt 2014:
davon:
582
männlich
644
weiblich
davon:
309
18 bis 34 Jahre
272
35 bis 49 Jahre
297
50 bis 64 Jahre
333
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
694
Erwerbstätige
63
Arbeitslose
386
Rentner/Pensionäre
64
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
224
unter 800 Euro
433
800 bis unter 1400 Euro
280
1400 bis unter 2000 Euro
240
2000 und mehr Euro
Gesamt 2011:
3450

38

1
voll und
ganz

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

10

13

Prozent
21

30

26

3,5

12
9

12
13

19
22

32
29

26
27

3,5
3,5

11
7
14
8

8
17
16
10

16
16
22
30

31
30
27
33

34
29
21
19

3,7
3,6
3,3
3,4

10
20
9
0

12
23
12
4

18
16
31
12

30
24
31
36

29
16
17
49

3,5
2,9
3,4
4,3

14
10
10
4
8

15
13
12
8
12

16
23
23
19
23

30
30
31
32
33

26
24
24
38
24

3,4
3,4
3,5
3,9
3,5

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Während die ersten beiden Aussagen eher eine kulturelle Nähe bzw. Distanz
zwischen Deutschen und Ausländern messen, ist die Aussage „Ausländer
nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.“ ein Indikator für befürchtete
ökonomische Folgen von Migration. Die Zustimmung zu dieser Aussage ist Die Sorge vor einer
insgesamt sehr gering. Lediglich 6 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger Konkurrenz am
stimmen der Aussage, dass Ausländer in Leipzig Arbeitsplätze wegnehmen Arbeitsmarkt nimmt ab
„voll und ganz“ bzw. „eher“ zu. Im Vergleich zu 2011 ist das ein Rückgang um
3 Prozentpunkte. Interessant ist, dass Rentnerinnen und Rentnern (die bereits
aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind) Befürchtungen vor einer
Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt äußern, während die Befragten zwischen
18 und 34 Jahren (die ihr Arbeitsleben noch vor sich haben) hier tendenziell
die geringsten Sorgen äußern.
Möglicherweise ist die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust als Nachwirkung der
großen Arbeitsplatzverluste in den 1990er Jahren eine spezifisch ostdeutsche
Angst, die sich in den Köpfen der Älteren nach wie vor hartnäckig hält. Neben
Rentnern stimmen der Aussage noch am ehesten Arbeitslose zu: 15 Prozent
der Befragten aus dieser Gruppe stimmen „voll und ganz“ oder „eher zu“. Vor
3 Jahren betrug dieser Anteil unter den Arbeitslosen allerdings noch 20 Prozent.
Tab. 4-3: Zustimmung zur Aussage „Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.“
1
voll und
ganz
Befragte
Anzahl
1224
Gesamt 2014:
davon:
männlich
575
weiblich
638
davon:
18 bis 34 Jahre
307
35 bis 49 Jahre
273
50 bis 64 Jahre
300
65 bis 85 Jahre
319
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
692
Arbeitslose
64
Rentner/Pensionäre
373
Studenten/Schüler
64
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
224
800 bis unter 1400 Euro
428
1400 bis unter 2000 Euro
276
2000 und mehr Euro
238
Gesamt 2011:
3300

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

2

4

Prozent
16

39

38

4,1

1
2

5
4

16
16

39
40

38
39

4,1
4,1

1
2
1
2

4
5
4
4

14
15
20
18

32
37
40
53

50
41
34
22

4,3
4,1
4,0
3,9

1
4
2
0

4
11
4
0

16
22
20
7

37
27
51
31

42
36
23
62

4,1
3,8
3,9
4,6

2
1
1
1
5

6
5
4
1
4

19
16
17
13
19

33
43
40
36
39

40
35
37
49
34

4,0
4,0
4,1
4,3
3,9

Die vierte Aussage: „Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der
Deutschen anpassen.“ zeigt im Ergebnis nur geringe Unterschiede im Zeitvergleich. Mit diesem Statement wird eine Lebensstilanpassung gefordert,
was nicht unbedingt eine Diskriminierung oder Ausgrenzung von Ausländern
bedeutet. Folglich kann eine Zustimmung zum Statement nicht als ausländerfeindlich, sondern eher als distanziert bewertet werden.
Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) und damit etwas weniger als
2011 (52 Prozent) stimmen einer Lebensstilanpassung zu. Die Zustimmung
zu der entsprechenden Forderung steigt mit dem Alter und ist tendenziell
auch höher bei Befragten mit einem niedrigeren Einkommen.
Ein im Vergleich zu den übrigen Aussagen eher schwer zu interpretierendes
Statement folgt an fünfter Stelle: „Die Ausländer machen die Arbeit, die die
Deutschen nicht erledigen wollen.“ Dieser Aussage stimmen 17 Prozent aller
Befragten zu, exakt der gleiche Wert, der auch 2011 gemessen wurde.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

39

Die Unterschiede zwischen den Alters-, Erwerbs- und Einkommensgruppen
sind vergleichsweise gering. Lediglich die arbeitslosen Befragten stimmen der
Aussage häufiger zu als die übrigen Leipzigerinnen und Leipziger.
Tab. 4-4: Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der Deutschen
anpassen.“

Befragte
Anzahl
1259
Gesamt 2014:
davon:
585
männlich
662
weiblich
davon:
307
18 bis 34 Jahre
271
35 bis 49 Jahre
305
50 bis 64 Jahre
346
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
695
Erwerbstätige
66
Arbeitslose
403
Rentner/Pensionäre
64
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
229
unter 800 Euro
444
800 bis unter 1400 Euro
281
1400 bis unter 2000 Euro
240
2000 und mehr Euro
Gesamt 2011:

3583

1
voll und
ganz

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

23

26

Prozent
38

9

4

2,5

25
21

25
26

36
40

10
8

4
5

2,4
2,5

17
18
29
32

18
23
31
34

44
43
32
30

14
11
5
3

7
5
3
1

2,8
2,6
2,2
2,1

20
36
33
4

23
29
33
16

41
23
30
56

11
5
4
14

4
7
1
11

2,6
2,2
2,1
3,1

29
24
26
9
27

22
28
24
26
25

36
37
37
45
38

8
8
8
14
7

5
3
4
6
4

2,4
2,4
2,4
2,8
2,4

D
1-5

Tab. 4-5: Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht
erledigen wollen.“
1
voll und ganz
Befragte
Anzahl
1230
Gesamt 2014:
davon:
männlich
575
weiblich
643
davon:
18 bis 34 Jahre
307
35 bis 49 Jahre
270
50 bis 64 Jahre
299
65 bis 85 Jahre
327
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
689
Arbeitslose
64
Rentner/Pensionäre
383
Studenten/Schüler
63
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
225
800 bis unter 1400 Euro
431
1400 bis unter 2000 Euro
280
2000 und mehr Euro
237
Gesamt 2011:
3364

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

3

14

Prozent
44

28

11

3,3

3
3

15
14

43
45

27
28

13
10

3,3
3,3

3
3
3
3

18
13
11
14

44
42
44
47

23
30
31
28

13
12
11
8

3,2
3,3
3,4
3,2

2
13
3
0

13
19
13
24

41
44
48
50

30
18
26
22

13
6
10
4

3,4
2,8
3,3
3,1

3
3
3
3
4

20
12
12
15
13

47
46
41
39
41

22
26
34
30
30

8
13
10
13
11

3,1
3,3
3,4
3,3
3,3

Im Vergleich zu 2011 (Zustimmung: 14 Prozent) urteilen die Befragten bei
dem letzten Statement „Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung
in Deutschland untersagen.“ im Jahr 2014 (Zustimmung: 17 Prozent) etwas
restriktiver. Auch hier zeigt sich das bereits bei den ersten beiden Statements
beobachtete Bild: jüngere Leipzigerinnen und Leipziger stimmen der Aussage
im Vergleich zu 2011 weniger häufig zu – geben sich im Zeitverlauf also
40

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

liberaler, während die Zustimmung bei älteren Befragten im Zeitvergleich
zunimmt – man hier also eher restriktiver wird. Außerdem steigt auch bei
dieser Aussage die Zustimmung vor allem bei Arbeitslosen und Geringverdienern im Zeitvergleich an.
Insgesamt lässt die rein deskriptive Auswertung folgende Schlussfolgerungen
zu: ökonomische Ängste, die vor allem in den 1990er und frühen 2000er
Jahren weit verbreitet waren, verlieren bei der Einschätzung des Zusammenlebens mit Ausländern zunehmend an Bedeutung. Bei den älteren und
ökonomisch deprivierten Bevölkerungsgruppen lässt sich allerdings eine
Zunahme von Ängsten feststellen, die eher kulturelle Aspekte betreffen.
Für junge und ökonomisch besser gestellte Bevölkerungsgruppen lässt sich
hingegen auch bei kulturellen Fragen keine Zunahme, sondern eher eine
Abnahme von Ängsten gegenüber Ausländern feststellen. Von der jungen
Erwachsenengeneration, insbesondere von Studenten, werden in hohem und
zunehmendem Maße tolerante und weltoffene Einstellungen zum Ausdruck
gebracht, während unter Älteren, Geringverdienenden oder Arbeitslosen
zunehmend fremdenfeindliche Einstellungen messbar sind.

Jüngere Befragte urteilen
auch bei Fragen zur
politischen Betätigung von
Ausländern liberaler, ältere
Befragte hingegen
restriktiver als noch 2011

Ökonomische Ängste
treten in den Hintergrund,
kulturelle Ängste nehmen
hingegen bei Älteren und
bei deprivierten
Bevölkerungsgruppen zu

Tab. 4-6: Zustimmung zur Aussage „Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in
Deutschland untersagen.“
1
voll und
ganz
Befragte
Anzahl
1229
Gesamt 2014:
davon:
männlich
579
weiblich
638
davon:
18 bis 34 Jahre
307
35 bis 49 Jahre
270
50 bis 64 Jahre
295
65 bis 85 Jahre
330
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
690
Arbeitslose
61
Rentner/Pensionäre
384
Studenten/Schüler
64
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
224
800 bis unter 1400 Euro
430
1400 bis unter 2000 Euro
275
2000 und mehr Euro
241
Gesamt 2011:
3399

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

10

7

Prozent
24

25

34

3,7

11
8

7
7

22
27

26
25

35
33

3,7
3,7

6
6
13
15

5
6
8
9

14
22
31
34

24
29
24
22

50
37
23
19

4,1
3,9
3,3
3,2

8
19
14
0

7
8
9
2

20
30
36
14

28
10
23
18

37
33
18
66

3,8
3,3
3,2
4,5

14
9
9
5
9

6
8
9
3
5

26
27
24
19
25

19
23
28
30
28

35
34
30
44
34

3,6
3,7
3,6
4,0
3,7

Um diesen ersten Eindruck zu prüfen, wurde auf Befragtenebene ein Index
gebildet, für den die Angaben zu den Statements 1 bis 4 und 6 auf Befragtenebene addiert wurden1. Da jede Frage fünf Antwortmöglichkeiten (von 1 =
„stimme voll und ganz zu“ bis 5 = „stimme überhaupt nicht zu“) enthält, ergibt
sich eine Spannweite von 5 (negativste Einstellung gegenüber Ausländern)
bis 25 (positivste Einstellung gegenüber Ausländern) für einen Gesamtindex
weltoffener bzw. fremdenfeindlicher Einstellungen. Der Skalenmittelpunkt von
15 steht für eine mittlere, distanzierte Haltung.
Wie aus Tabelle 4-7 hervorgeht, liegt der Mittelwert im Jahr 2014 bei 16,6.
Tendenziell überwiegt daher in Leipzig eine positive Einstellung gegenüber
Ausländern. Im Vergleich zu 2011 (Mittelwert 16,5) hat sich an den Einstellungen der Leipzigerinnen und Leipziger gegenüber Ausländern zudem
kaum etwas geändert.
1

Damit alle Statements die gleiche Richtung haben, wurde das Statement 1
umkodiert
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

41

ab. 4-7:

Einstellung gegenüber Ausländern bzw. Migranten auf einer Skala von „sehr negativ“ bis
„sehr positiv“ Anteile und Mittelwert 2014 und 2011
negativste
Einstellung
gegenüber
Ausländern
Index:
5 bis
unter 9

Befragte
Anzahl
1183
Gesamt 2014:
davon:
männlich
559
weiblich
613
davon:
18 bis 34 Jahre
304
35 bis 49 Jahre
268
50 bis 64 Jahre
289
65 bis 85 Jahre
298
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
683
Arbeitslose
59
Rentner/Pensionäre
348
Studenten/Schüler
64
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
212
800 bis unter 1400 Euro
415
1400 bis unter 2000 Euro
267
2000 und mehr Euro
236
Gesamt 2011:
3156

Insgesamt sind jüngere
Befragte im Vergleich zu
2011 etwas freundlicher
Fremden gegenüber
eingestellt, ältere Befragte
hingegen etwas negativer

Index:
9 bis
unter 13

Index:
17 bis
unter 21

positivste
Einstellung
gegenüber
Ausländern
Index:
21 bis
unter 25

Mittelwert
Index
(5-25)
2014

47

9

16,6

MittelWert
Index
(5-25)
2011

0

12

Index:
13 bis
unter 17
Prozent
33

1
0

13
10

31
34

47
46

8
9

16,5
16,7

16,5
16,6

0
0
1
1

11
9
14
12

20
32
42
44

55
49
38
40

13
10
6
3

17,4
16,9
15,9
15,8

17,0
16,6
16,1
16,0

0
0
1
0

11
27
12
1

29
33
46
18

50
32
38
59

9
8
3
22

16,8
15,3
15,8
18,6

16,7
15,3
16,1
18,6

1
0
1
0
1

17
11
12
5
10

30
34
33
27
29

40
47
46
56
53

11
8
7
13
9

16,3
16,5
16,4
17,6
x

16,3
16,3
16,8
17,6
16,5

x

Vergleicht man die Mittelwerte beider Jahre für die dargestellten Gruppen, so
zeigen sich allerdings auch hier feine Unterschiede. So sind jüngere Befragte
im Jahr 2014 etwas fremdenfreundlicher eingestellt als 2011. Bei älteren
Befragten lässt sich im selben Zeitraum das Gegenteil beobachten: Ihre
Einstellungen zu Ausländern werden eher distanzierter.
Auch für das aktuelle Jahr 2014 sind die Unterschiede zwischen einzelnen
Gruppen recht deutlich und bestätigen das Bild, das sich bei der Analyse der
Einzelstatements bereits ergeben hatte. So äußern Rentner/Pensionäre und
Arbeitslose eher Vorbehalte gegenüber Ausländern als Studenten/Schüler
und Erwerbstätige. Mit steigendem Einkommen nehmen zudem distanzierte
Einstellungen gegenüber Ausländern ab.
4.3 Problematisierung des Zusammenlebens mit Ausländern
Die Analyse der größten städtischen Probleme ist Bestandteil des Kapitels 9.
Ein Aspekt der Fragestellung ist das Zusammenleben mit Ausländern, daher
wird das Item an dieser Stelle separat betrachtet.
Im Zeitvergleich ergeben sich dabei interessante Effekte, die in Abbildung 4-4
dargestellt sind. Auch hier lassen sich die drei oben beschriebenen Zusammenhänge gut herausstellen:

Die Problematisierung des
Zusammenlebens mit
Ausländern nimmt 2014
deutlich zu

42

1. Die Problematisierung des Zusammenlebens mit Ausländern ist 2014
vor allem einer veränderten Wahrnehmung der älteren Leipzigerinnen
und Leipziger zuzurechnen.
2. Ein sich daraus ergebener Effekt ist, dass 2014 junge Erwachsene (18
und 34 Jahre) im Vergleich der dargestellten Altersgruppen die
wenigsten Probleme im Zusammenleben mit Ausländern haben. Seit
2003 ist dies erstmalig zu verzeichnen.
3. Der Anstieg in der Problemartikulation für das Zusammenleben mit
Ausländern verläuft konträr zu einer positiven Arbeitsmarktwicklung
und leicht steigendem Ausländeranteil in Leipzig.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Abb. 4-4: Einschätzung des Zusammenlebens mit Ausländern als Problem im Zeitvergleich
25,0

30

20,0
25
15,0

20
15

10,0

10
5,0
5

0

0,0
2003
Gesamt

2005

50-64 Jahre

2006

2010
18-34 Jahre

2011

2013
2014
35-49 Jahre

65-85 Jahre

Arbeitslosenquote, Ausländeranteil in Leipzig

Anteile "Zusammenleben mit Ausländern" ist ein
Problem

35

Arbeitslosenquote in Leipzig

Ausländeranteil

Untersucht man die Antworten auf die Frage zum „Zusammenleben mit
Ausländern“ im Detail für 2014, so zeigen sich ähnliche Zusammenhänge wie
bei den oben untersuchten Statements: ältere Befragte und solche mit
mittlerem bis niedrigen Einkommen sowie Befragte mit mittlerer beruflicher
Ausbildung und Tätigkeiten als Vor- bzw. Facharbeiter empfinden das Zusammenleben mit Ausländern häufiger als Problem als andere Leipzigerinnen
und Leipziger.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

43

5.

Umwelt

5.1. Einstellungen zum Klimaschutz
Klimaschutz hat für fast zwei
Drittel einen hohen Stellenwert

Für knapp zwei Drittel der Leipzigerinnen und Leipziger besitzt der Klimaschutz einen „sehr hohen“ oder einen „hohen“ Stellenwert. Die Unterschiede
zwischen den betrachteten Bevölkerungsgruppen (Abbildung 5-1) sind vergleichsweise gering. Für den Klimaschutz, der ein schutzbedürftiges globales
Allgemeingut darstellt, gibt es also in breiten Bevölkerungsschichten eine hohe Sensibilität.
Älteren Befragten und Hochqualifizierten ist die Bedeutung des Klimaschutzes
nochmals häufiger bewusst, sodass bei diesen Gruppen etwas mehr als in
anderen Bevölkerungsgruppen ein (sehr) hoher Stellenwert zum Ausdruck
gebracht wird.

Geschlecht

Abb. 5-1: Stellenwert des Klimaschutzes aus Bürgersicht (in Prozent)
Gesamt

18

46

männlich

17

47

weiblich

18

Alter

18 bis 34

15

35 bis 54

18

55 bis 85

19

beruflicher Abschluss

Hochschule, Universität

Stellung im
Erwerbsleben

erwerbstätig
arbeitslos

46
46

13

46
45

12

55
18
20
18

Student/ Schüler

18

sehr hohen Stellenwert

44

47

19

Rentner

Die Sorge, der Klimawandel
könnte negative Auswirkungen haben, hat zugenommen

43

25

Meister, Techniker

ohne bzw. noch ohne

45

27

Fachhochschule

Berufsausbildung

44

45
38
48
44

hohen Stellenwert

Die Sorge, der Klimawandel könnte in den kommenden Jahren negative Auswirkungen für die Region Leipzig haben, hat in den letzten drei Jahren zugenommen. Befürchteten 2012 nur 9 Prozent der Befragten negative Auswirkungen für die Region, sind es 2014 schon 16 Prozent. Die Mehrzahl der Befragten hält negative Auswirkungen zumindest für möglich. Keine negativen
Auswirkungen des Klimawandels für die Leipziger Region erwarten 2014 nur
noch 27 Prozent, 2012 waren es noch 35 Prozent. Die Sensibilität für und die
Sorge um den Klimawandel nimmt also stetig zu. Bei jungen Erwachsenen
und der älteren Seniorengeneration (75 und älter) sind Befürchtungen leicht
überdurchschnittlich ausgeprägt. Insgesamt sind die Unterschiede zwischen
den Generationen jedoch gering.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Abb. 5-2: Negative Auswirkungen des Klimawandels für die Region Leipzig (in Prozent)

35

41

56

50

9

10

29

34

27

27

33

61

57

51

13

16

17

40

62

54

47

9

13

13

23

nein

möglicherweise

63

ja

15

Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
2012

2013

2014

Klimaschutz ist nicht nur eine öffentliche Aufgabe, sondern jeder kann (bzw.
sollte) selbst dazu beitragen. Jeder sechste Befragte (17 Prozent) ist sich
seiner Verantwortung bewusst und gibt an, auf jeden Fall bereit zu sein, mehr
für den Klimaschutz zu tun. Weitere 36 Prozent (zusammen 53 Prozent) sind
eher bereit, und weitere 36 Prozent (zusammen 89 Prozent) würden teilweise
etwas tun. Insgesamt sind also 9 von 10 Leipzigern bereit, (zumindest zum
Teil) selbst etwas zum Klimaschutz beizutragen, zum Beispiel durch Verhaltsveränderungen. Frauen sind generell etwas häufiger als Männer zum klimaschonenden Verhalten bereit. Auch zwischen den Generationen gibt es Unterschiede. 95 Prozent der U 25-Generation sind (zumindest teilweise) bereit,
mehr für den Klimaschutz zu tun. In der Generation der best-ager (55 bis
64 Jahre) geben dies jedoch nur 83 Prozent an.

Die junge Generation ist
häufiger bereit, mehr für den
Klimaschutz zu tun

Tab. 5-1: Sind Sie bereit, mehr für den Klimaschutz zu tun?
ja, auf
jeden Fall
Befragte

Anzahl

Gesamt 2014:
1287
davon:
männlich
603
weiblich
672
davon:
18 bis 34 Jahre
312
35 bis 49 Jahre
273
50 bis 64 Jahre
311
65 bis 85 Jahre
360
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
703
Arbeitslose
66
Rentner/Pensionäre
419
Studenten/Schüler
64

5.2.

ja, eher

teils/teils

nein, eher nein, auf
nicht
keinen Fall

MW

Prozent

17

36

36

10

1

2,4

15
18

36
36

36
35

11
9

2
1

2,5
2,4

18
20
12
16

39
39
35
29

33
32
37
42

9
8
14
10

0
1
2
3

2,3
2,3
2,6
2,5

17
20
15
22

38
26
30
50

36
39
41
16

9
13
12
12

1
2
2
0

2,4
2,5
2,6
2,2

Persönliche Aktivitäten zum Klimaschutz

Die energetische Sanierung von Wohngebäuden trägt über die dadurch erzielten Einspareffekte bei der Heizenergie zur CO2-Reduktion bei. Für den
Großteil der Leipzigerinnen und Leipziger ergibt sich die Bedeutung für energetische Sanierungen jedoch vielmehr aus den eingesparten Energiekosten.
Knapp drei Viertel der Befragten geben an, dass ihnen die energetische Sanierung ihres Wohngebäudes wichtig ist, aber nur wenn durch die erreichten
Einsparungen die Sanierungskosten gedeckt werden (Tabelle 5-2). Nur
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

45

13 Prozent wünschen eine energetische Sanierung auch bei unzureichender
Kostendeckung. In den jungen Altersgruppen sind Kostenaspekte etwas weniger stark verbreitet als bei den älteren.
86 Prozent der Bürger wünschen sich eine energetische
Sanierung, die meisten fordern jedoch eine Kostendeckung

Jeder Siebente gibt demgegenüber an, das Thema sei ihm nicht wichtig. Im
Vergleich zu 2013 hat sich die Bedeutung von energetischer Sanierung bei
den Leipziger Bürgerinnen und Bürgern somit etwas verringert. Über die Ursachen liegen keine Erkenntnisse vor. Es kann nur vermutet werden, dass zu
den beiden Erhebungszeiträumen (Herbst 2013 und Herbst 2014) das öffentliche Interesse oder die mediale Berichterstattung unterschiedlich waren und
dadurch auch die Sensibilität der Bürgerschaft. Zudem könnten ein stetig
steigender Sanierungsstand oder auch die Sorge um entsprechende Mieterhöhungen Einfluss auf das Antwortverhalten haben. Alle drei Thesen können
jedoch mit den vorliegenden Daten nicht verifiziert werden.

Tab. 5-2: Ist Ihnen energetische Sanierung wichtig?
Ja, ist mir wichtig, wenn
die dadurch erreichten
Einsparungen die Kosten decken.
Anzahl
Befragte
Gesamt 2014:
1260
davon:
männlich
590
weiblich
657
davon:
18 bis 34 Jahre
306
35 bis 49 Jahre
270
50 bis 64 Jahre
307
65 bis 85 Jahre
345
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
694
Arbeitslose
67
Rentner/Pensionäre
403
Studenten/Schüler
63
Gesamt 2013:
981

Ja, ist mir wichtig, auch
wenn die Kosten nicht
gedeckt sind.

Nein, das ist mir nicht
wichtig.

Prozent
73

13

14

72
73

14
12

14
15

69
70
78
74

16
15
10
10

14
15
12
16

72
68
76
60
80

13
11
9
28
12

14
21
14
12
8

Zunehmend wichtiger wird dagegen die Versorgung der Haushalte mit Energie aus lokal verfügbaren, alternativen Energieträgern, also zum Beispiel Photovoltaik, Biogas und Windenergie. Für die Selbstversorgung von Haushalten,
Die Versorgung mit lokal vor allem in Neubauten, gewinnt auch die Geothermie an Bedeutung.
verfügbaren, alternativen
Energieträgern wird den
Bürgern zunehmend wichtiger

Für 25 Prozent der Befragten ist die Versorgung mit Energie aus diesen
Energieträgern „sehr wichtig“. 2012 äußerten noch 19 Prozent diese Meinung.
Für weitere 30 Prozent ist 2014 die Versorgung mit lokal verfügbaren, alternativen Energieträgern „eher wichtig“. Insgesamt bringt also mehr als die Hälfte
der Bürgerschaft eine Relevanz für dieses Thema zum Ausdruck.
Männer und Frauen messen der lokalen, alternativen Energieversorgung einen ähnlich hohen Stellenwert bei. Zwischen den Generationen gibt es jedoch
Unterschiede. Für die jüngeren und mittleren Altersgruppen besitzt das Thema eine höhere Relevanz als für die Seniorinnen und Senioren.
Die höchste Bedeutung messen Studenten und Schüler der Energieversorgung mit lokal verfügbaren, alternativen Energieträgern bei. Für 36 Prozent ist
diese Art der Haushaltsenergieversorgung „sehr wichtig“, für weitere 27 Prozent „eher wichtig“ (insgesamt 63 Prozent).

46

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Abb. 5-3: Wichtigkeit, mit der die im Haushalt verbrauchte Energie vorrangig
aus lokal verfügbaren, alternativen Energieträgern gewonnen wird
(in Prozent)
Gesamt

25

30

19
männlich

31
27

28

19
weiblich

26
23

31

19
18 bis 34 Jahre

35
27

31

20
35 bis 49 Jahre

30
30

27

23
50 bis 64 Jahre

34

23

31

17
65 bis 85 Jahre

30

20
13

Gesamt
0

Dass der Haushaltsstrom
lokal aus alternativen Energieträgern gewonnen wird,
ist besonders der jungen
Generation wichtig

29
31

132014:
17
1923
19
2
20
0
23
25
2730sehr wichtig31 26
3029
31
3035
31
3134
30
2831
27
eher
wichtig
10
20
30
40
2012:
sehr wichtig
eher wichtig

50

60

70

Einen eigenen Betrag zum Klimawandel kann jeder auch durch ein bewusstes
Umweltverhalten leisten.
74 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger geben an, im Alltag bewusst
Ressourcen und CO2-Emissionen einzusparen, 2012 achteten noch 81 Prozent bewusst darauf.
Am stärksten achten Seniorinnen und Senioren auf ein ressourcenschonenes
Alltagsverhalten. Während 84 Prozent der Vorkriegsgeneration (75 Jahre und
älter) im Alltag darauf achten, Ressourcen und somit CO2 einzusparen, sind
es bei den jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) lediglich 65 Prozent. In der
Generation junger Familien (35 bis 44 Jahre) ist die Sensibilität für ein ressourcenschonendes Verhalten wiederum etwas höher ausgeprägt, während
die jungen Alten, also die „best ager“ (55 bis 64 Jahre), seltener bewusst
Ressourcen einsparen (Abbildung 5-4).

Drei Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger
geben an, im Alltag bewusst CO2-Emissionen
einzusparen, das ist etwas weniger als noch
2012

Befragte, die in den kommenden Jahren auch Auswirkungen des Klimawandels für die Region Leipzig befürchten, achten deutlich häufiger auf das eigene ressourcenschonende Verhalten; 90 Prozent sparen bewusst CO2 ein.
„Klimawandel-Skeptiker“, die regionale Auswirkungen negieren, achten seltener auf Einsparungen, aber auch innerhalb dieser Gruppe geben gut 60 Prozent an, CO2 bewusst einzusparen.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

47

Abb. 5-4: Bewusstes ressourcen- und CO2-sparendes Verhalten
im Alltag nach Alter (in Prozent)
84

80

Die mittlere Generation (junge Familien) und Senioren
achten häufiger auf ein bewusstes ressourcenschonendes Alltagsverhalten

76

78

70
67

65

18 bis 24 25 bis 34 35 bis 44 45 bis 54 55 bis 64 65 bis 74 75 bis 85

Tab. 5-3:

Achten Sie im Alltag bewusst darauf, Ressourcen und CO2Emissionen einzusparen?

ja
Anzahl
Befragte
Prozent
Gesamt 2014:
74
1271
davon:
männlich
72
593
weiblich
76
665
davon:
18 bis 34 Jahre
67
310
35 bis 49 Jahre
77
274
50 bis 64 Jahre
73
308
65 bis 85 Jahre
80
347
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
73
701
Arbeitslose
70
66
Rentner/Pensionäre
80
407
Studenten/Schüler
74
64
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
74
232
800 bis unter 1400 Euro
73
455
1400 bis unter 2000 Euro
73
282
2000 Euro und mehr
80
240
darunter Befragte, die regionale Auswirkungen des Klimawandels:
189
befürchten
90
344
nicht befürchten
62
Gesamt 2013:
1407
81

Ressourcenschonendes
Verhalten wird häufiger praktiziert, wenn damit Kosteneinsparungen verbunden
sind

48

nein
26
28
24
33
23
27
20
27
30
20
26
26
27
27
20
10
38
19

Obwohl zunehmend mehr Bürgerinnen und Bürger regionale Auswirkungen
des Klimawandels befürchten, hat bewusstes CO2-sparendes Verhalten im
Vergleich zu 2012 abgenommen. Diejenigen, die angeben, bewusst CO2 einzusparen, tun dies weniger konsequent. Von den 7 vorgegeben Bereichen
gaben 2012 die Befragten für durchschnittlich 4,7 Bereiche an, CO2 einzusparen. 2014 bezog sich das bewusste Einsparen im Mittel nur noch auf 4,2 von
7 Bereichen. Die Reihenfolge der Bereiche, in denen bevorzugt CO2 eingespart wird, hat sich indessen kaum geändert. Auf Stromverbrauch und Abfalltrennung/-vermeidung wird auch 2014 am häufigsten geachtet. Auch der
Wärme- und Wasserverbrauch ist prädestiniert für Einsparungen. Auf den
ersten vier Rängen der Einsparungsmöglichkeiten landen demnach ausschließlich Bereiche, in der die CO2-Einsparung mit einer Kosteneinsparung
für den Verbraucher verbunden ist (abgesehen von der Verwendung von so
genanntem Ökostrom).
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Bei allen anderen Bereichen ist eine automatische Kostensenkung nicht
zwangsläufig zu erwarten; teilweise wird sogar mit Kostensteigerungen für
den Verbraucher zu rechnen sein (insbesondere Ernährungsverhalten). Zudem erfordern diese Bereiche eher umfangreiche Verhaltensveränderungen
(insbesondere Verkehrsmittenutzung). Bei der Verkehrsmittelnutzung sowie
dem Konsum- und Ernährungsverhalten wird also selbst bei den bewussten
CO2-Einsparern 2014 seltener als noch 2012 auf einen ressourcenschonenden Umgang geachtet.
Abb. 5-5:

Bereiche, in denen bewusst Ressourcen und CO2-Emissionen eingespart werden* Mehrfachnennungen (in Prozent)

2014 sparen 76 Prozent aller Befragten bewusst CO2 ein, 2012 gaben dies noch
81 Prozent an. Diejenigen die jeweils auf Einsparungen achten, tun dies bei:
79

Abfalltrennung/-vermeidung

85

75

82

77

82

76

77

81

79

69

69

77

71

62

68

73

75

56

53

42

37

44

49

41

39

41

39

27

31

4

5

5

4

78

Stromverbrauch/-versorgung

86
72

Wärmeverbrauch/-versorgung

81
70

Wasserverbrauch

80
47

Verkehrsmittelnutzung

59
43
42

Konsumverhalten
34
36

Ernährungsverhalten

Sonstiges

Alter (in Jahren) 2014
18 - 34 35 - 49 50 - 64 65 - 85

Abf… 80
79
85
78
86
72
81
70
Ver…
47
59
43
42
34
36
58

2014

5
8

2012

* nur Befragte, die angeben, bewusst CO2-Emissionen einzusparen

Die leicht rückläufige Sensibilität für ein bewusstes, ressourcenschonendes
Verhalten mag möglicherweise auch daran liegen, dass ein entsprechendes
Verhalten heute bereits viel stärker praktiziert wird als noch in der Vergangenheit. Beispielsweise ist in Sachsen der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch von 139,7 Litern (1990) auf 86,3 Liter (2013) pro Tag zurückgegangen
(Statistisches Landesamt Sachsen).
5.3. Beurteilung der Luftqualität und Wirkung der Umweltzone
70 Prozent der Befragten geben an, dass die Luftqualität in ihrem Wohnungsumfeld mindestens gut ist. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem
Zuwachs von 6 Prozentpunkten. Nur jeder 20. leidet im Wohnviertel unter
einer schlechten oder sehr schlechten Luftqualität.
In Abhängigkeit von der Lage im Stadtgebiet variiert die Bewertung der Luftqualität. Am besten fällt das Urteil in den Stadtbezirken West (Grünau) und
Süd aus. Jeweils 78 Prozent der Befragten empfinden die Luftqualität dort als
„gut“ oder „sehr gut“. Höhere Belastungen werden in den Stadtbezirken Mitte,
Nordwest und Nord wahrgenommen. Im Stadtbezirk Nordwest bewertet jeder
Siebente die Luft sogar als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Im Stadtbezirk
Mitte trifft dies auf jeden Zehnten zu.

Mit der Luftqualität im
eigenen Wohnviertel sind
70 Prozent zufrieden. Das
sind 6 Prozentpunkte mehr
als im Vorjahr

Eine schlechte oder sehr
schlechte Luftqualität
wird von 5 Prozent der
Bewohner wahrgenommen

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Luftqualität in der inneren Stadt
schlechter empfunden wird. Am Stadtrand ist der Anteil guter und sehr guter
Bewertungen circa 10 Prozentpunkte höher als im Innenstadtrand (ringförmiger Gürtel um den Stadtbezirk Mitte). In der Innenstadt (Stadtbezirk Mitte)
empfinden nur 61 Prozent die Luftqualität als „gut“ oder „sehr gut“.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

49

Tab. 5-4: Wie bewerten Sie die Luftqualität in Ihrem Wohnumfeld?*
sehr gut
Befragte
Gesamt 2014:
davon Stadtbezirk:
Mitte
Nordost
Ost
Südost
Süd
Südwest
West
Altwest
Nordwest
Nord
davon Lagetyp:
Innenstadt
Innenstadtrand
Stadtrand 1
Stadtrand 2
Gesamt 2013:

gut

Anzahl
1260

8

62

146
91
172
140
146
141
124
112
77
159

7
7
8
7
9
10
10
8
6
5

54
59
67
60
69
62
68
65
57
57

140
7
617
6
291
11
194
8
4041
7
*ohne „weiß nicht“

54
60
67
69
57

teils/teils
Prozent
25

schlecht

sehr schlecht

4

1

30
31
24
28
19
22
19
20
24
30

8
2
0
5
2
5
2
6
9
6

2
2
0
1
0
0
1
1
5
2

30
28
18
20
30

8
5
3
2
5

2
1
1
1
1

Von der Bewertung der Luftqualität im Wohnviertel hängt wesentlich die Forderung nach weiteren Maßnahmen zur Luftverbesserung ab. Befragte, die die
Luftqualität als „schlecht“ und „sehr schlecht“ empfinden, plädieren zu 77 Prozent für weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung, wie zum Beispiel die Reduzierung des Verkehrsaufkommens. Befragte, die die Luftqualität im Wohnumfeld hingegen als sehr gut betrachten, stellen diese Forderung deutlich seltener (15 Prozent).
Insgesamt stimmt jeder dritte Leipziger für weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Am stärksten fällt das Votum wiederum in den belasteten Stadtbezirken aus, wie Mitte (41 Prozent). Die Forderung nach weiteren
Maßnahmen ist zudem in Bevölkerungsteilgruppen recht verschieden. Am
stärksten sprechen sich Studenten/Schüler für weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung aus. 45 Prozent von ihnen geben ein derartiges Votum ab.

Zur Verbesserung der Luftqualität werden die Förderung und der Ausbau des
ÖPNV von den Bürgern am
häufigsten genannt

Ein Viertel der Befragten hat eigene Vorschläge zur Verbesserung der Luftqualität. Ganz vorn steht dabei die Förderung und der Ausbau des ÖPNV, vor
allem durch preiswertere oder kostenlose Tickets, aber auch kürzere Taktzeiten und die Ausweitung der Kapazitäten werden genannt. 19 Prozent der Befragten mit Verbesserungsvorschlägen benennen Aspekte der ÖPNV-Förderung. An zweiter Stelle mit 16 Prozent werden städtische Begrünungen genannt. Durch die Speicherung und Aufnahme von Schadstoffen verbessern
Begrünungen nachweislich die Luftqualität. Auf den weiteren Rängen folgen
die allgemeine Forderung nach einer Reduzierung des motorisierten (Individual-)verkehrs, die Förderung des Radverkehrs und neuer bzw. alternativer
Verkehrsmittel. Verkehrliche Maßnahmen, die den Verkehrsfluss optimieren
und somit Immissionen reduzieren, werden an sechster Stelle genannt. Es
folgt die Forderung nach einem Verbot von Feuerstellen, Kaminen bzw. einer
Reduzierung oder Kontrolle solcher Anlagen. Alle weiteren vorgeschlagenen
Aspekte sind der Zusammenfassung in Tabelle 5-5 zu entnehmen.
Männer und Frauen haben unterschiedliche Vorschläge zur Verbesserung der
Luftreinhaltung. So fordern Frauen mit 21 Prozent deutlich häufiger mehr
städtische Begrünungen (Männer: 12 Prozent). Männer plädieren mit 11 Prozent deutlich stärker als Frauen (2 Prozent) für den stärkeren Einsatz von
neuen/alternativen Verkehrsmitteln. Auch die Reduzierung, die Kontrolle oder
das Verbot von Feuerstellen, Kaminen und Öfen wird von Männern deutlich
häufiger gefordert (Männer: 10 Prozent, Frauen: 2 Prozent).

50

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Sollten mehr Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen werden?
(in Prozent)

Geschlecht

Abb. 5-6:

Gesamt

31

52

17

männlich

30

55

15

weiblich

32

Stellung im
Erwerbsleben

erwerbstätig

50

30

arbeitslos

56

34

Rentner

28

28

50

22

45

Mitte

46

41

20

61

Ost

21

59

20
56

37

Südwest

12

47

20

14

58

Altwest

32

Nordwest

31

Nord

13

51

39

West

15

18

31

Süd

9

44

Nordost

Südost
Stadtbezirk

14

38

Schüler

Luftqualität in der
Wohnumgebung

18

21
49

19

55

34

15

47

sehr schlecht und schlecht

19

77

teils/teils

15

53

gut

29

21

sehr gut

18

63

15
0

8

16

79
10

20

30

ja

40

nein

50

6
60

70

80

90

10
0

ist mir egal

Tab. 5-5: Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität aus Bürgersicht
Maßnahme

Prozent Maßnahme

ÖPNV fördern, ausweiten

19

Begrünung

16

Motorisierten Verkehr generell verringern

14

Fahrradverkehr fördern

8

Neue/alternative Verkehrsmittel

7

Verkehrsfluss optimieren

6

Reduzierung, Kontrolle oder Verbot von privaten Feuerstellen, Öfen, Kaminen
Immissionsvermindernde Maßnahmen hinsichtlich Auto,
Kanalisation, Mülltonnen, Tankstellen, Feuerwerk,
Laubpuster etc.
Fahrverbote, Durchfahrtsverbote für best. Fahrzeuge
(Schwerlastverkehr, Doppelstockbusse…)

6

Prozent

Autofreie Tage, autofreie Zonen
Kontrollen in Industriebetrieben, immissionsmindernde
Maßnahmen in Industriebetrieben, z.B. Brauereien
Tempolimit/Tempokontrollen
Verkehrsberuhigung in Wohngebieten, bestimmten
Stadträumen
Straßenausbau, Umgehungen
Motorisierten Verkehr in der Innenstadt reduzieren, verbieten
Kontrolle zur Einhaltung der Umweltzone, Umweltzone
erweitern

6
5
5
5
4
3
3

6

Flugverkehr verringern, Nachtflugverbot, Immissionskon2
trolle

6

Straßenreinigung

2

Sonstiges

4

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

51

Nur 2 Prozent der Männer und 3 Prozent der Frauen mit Verbesserungsvorschlägen benennen Aspekte, die die Umweltzone betreffen. Dennoch ist die
Kenntnis zur Umweltzone und ihren Auswirkungen recht hoch. Zwei Drittel der
Befragten geben an, über die Wirkungen der Umweltzone informiert zu sein.
5.4. Lärmbelastung in der Wohnumgebung
Die Lärmbelastung im Wohnquartier fällt aus Bürgersicht für sieben abgefragte Emittenten insgesamt mittelmäßig bis schwach aus. Am stärksten ist die
Kfz-Lärm belastet die Bürger Belastung durch Kfz-Straßenlärm. 8 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger
im Wohnquartier am ehesten fühlen sich durch ihn „sehr stark“, weitere 13 Prozent „stark“ belastet (insgesamt 20 Prozent). Auf Rang 2 folgt die Belastung durch Straßenbahnlärm.
Fluglärm wird von 7 Prozent der Befragten als „stark“ oder „sehr stark“ empfunden. Der Flugverkehr ist somit nach den Baustellen Emittent Nummer 4.
Im Zeitverlauf gibt es hinsichtlich der Lärmbelastung keine eindeutigen
Trends. Vielmehr wird die Lärmbelastung in den Wohnquartieren relativ konstant bewertet.
Tab. 5-6: Lärmbelastung in Wohnumfeld
Kfz
Erhebungsjahr
2014
2012
2011
1999

3,4
3,3
3,5
3,3

StraßenFlugverIndustrieEisenbahn
Baustelle
bahn
kehr
/Gewerbe
Mittelwerte Skala: 1 = „sehr stark“ bis 5 = „überhaupt nicht“
4,1
4,0

4,5
4,4

nicht abgefragt

nicht abgefragt

4,2
4,1
4,2
4,3

4,1
4,2
4,3
4,1

4,7
4,7
4,7
4,8

anderer
Lärm
4,3
4,3
4,3
4,5

Abb. 5-7: Lärmbelastung nach Emittenten (in Prozent)
Kfz

20

Straßenbahn

11

Baustelle

8

Flugverkehr

7

anderer Lärm (Freizeit, Sport, Veranstaltung)

5

Eisenbahn
Industrie-/Gewerbe

4
2

Anteil Befragte mit Lärmbelastung „sehr stark“ und „stark“

Wohnquartiere in den Stadtbezirken Mitte und Nordwest
sind am stärksten von Lärm
betroffen

Für die zehn Leipziger Stadtbezirke lassen sich hingegen Unterschiede feststellen. Die Belastung durch Kfz-Straßenlärm ist im Stadtbezirk Mitte mit 3,0
am höchsten. Eine 3,0 bedeutet, dass die Bewohner im Durchschnitt eine
mittlere Lärmbelastung feststellen. Dennoch leidet gut jeder Dritte (37 Prozent) im Stadtbezirk Mitte unter einer (sehr) starken Lärmbelastung durch Kfz.
Am geringsten leiden die Bewohner Grünaus (Stadtbezirk 6) unter Kfz-Lärm.
Nur jeder Elfte (9 Prozent) äußert dort eine (sehr) starke Belastung. Auch
beim Straßenbahnlärm werden im Stadtbezirk Mitte die höchsten Belastungen
empfunden. 26 Prozent beklagen eine „sehr starke“ oder „starke“ Belastung.
Dennoch lassen sich über alle Emittenten hinweg die höchsten Belastungen
für den Stadtbezirk Nordwest feststellen. Denn in diesem Stadtraum sind die
Bürger vergleichsweise stark durch Fluglärm und Eisenbahnlärm beeinträchtigt. 31 Prozent geben an, durch Flugverkehr unter „sehr starkem“ oder „starkem“ Lärm zu leiden. 18 Prozent geben dies auch für den Eisenbahnverkehrslärm an.

52

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Abb. 5-8: Lärmbelastung nach Emittenten und Stadtbezirken

Je höher die Säule, desto stärker die Lärmbelastung.

5.5. Wildpark Leipzig
Über die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger (56 Prozent) geht mindes- 56 Prozent der Leipziger
tens einmal im Jahr in den Wildpark. Angesichts einer Einwohnerzahl von gehen mindestens einmal im
Jahr in den Wildpark
circa 550 000 eine beträchtliche Anzahl.
Der Einzugsbereich des Wildparks erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet. Denn selbst aus entlegeneren Stadtbezirken wie Nordost, Nordwest oder
Ost unternehmen zwischen 39 und 55 Prozent der Bewohner mindestens
einmal im Jahr einen Ausflug in den Wildpark. In den angrenzenden Stadtbezirken (Süd und Südwest) liegt der Besucheranteil bei 73 bzw. 78 Prozent.
Besonders beliebt ist der Wildpark bei Familien. 80 Prozent der Leipziger Eltern (Kinder unter 14 Jahre im Haushalt) geben an, mindestens einmal im
Jahr den Wildpark zu besuchen. Jeder fünfte Befragte mit Kind(ern) geht sogar mindestens einmal im Monat in den Wildpark (Abbildung 5-9). Auch von
Studenten und Schülern wird der Wildpark vergleichsweise viel aufgesucht.
70 Prozent besuchen ihn, 13 Prozent sogar regelmäßig einmal im Monat oder
häufiger.
Unterdurchschnittlich wird der Park hingegen von mittleren und älteren Altersgruppen aufgesucht. Bei der Altersgruppe ab 45 Jahren nimmt die Frequentierung ab.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

53

Abb. 5-9: Wie oft besuchen Sie den Wildpark Leipzig? (in Prozent)
Gesamt

11

18 bis 24

45

15

25 bis 34

Alter

45

7

55 bis 64

6

Stellung im Erwerbsleben
Kind(er) unter
14 Jahre

31

39

55

39

56

44

6

54

40

erwerbstätig

54

14

arbeitslos

47

9

39

33

4

58

42

Studtenten/Schüler

54

13

ja

56

23

8

30

57

42

mindestens einmal monatlich

54

29

54

65 bis 74 2

nein

51

15

45 bis 54

Rentner

40

20

35 bis 44

75 bis 85

44

mindestens einmal jährlich

20

50

seltener bzw. nie

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

6.

Verkehr

6.1.

Ausstattung der Haushalte mit Verkehrsmittel

Der Ausstattunsgrad Leipziger Haushalte mit Pkw ändert sich von Jahr zu
Jahr nur relativ geringfügig. Eine Betrachtung im Zeitvergleich zeigt allerdings,
dass der Anteil der Haushalte mit einem Privat-Pkw in den letzten Jahren
leicht rückläufig ist, da die Anzahl der Haushalte schneller steigt als die der
zugelassenen Pkw (vgl. Abbildung 6-1). Wie Tabelle 6-1 wiedergibt, besitzen
58 Prozent der Leipziger Haushalte einen Privat-Pkw, 41 Prozent besitzen
keinen. Im Vergleich zu 2013 nimmt damit der Anteil der Haushalte, die
keinen Privat-Pkw besitzen um 4 Prozentpunkte zu. Vor allem in Haushalten
von alleinstehenden Rentnern, Singles und Alleinerziehenden ist der Besitz
von Privat-Pkw unterdurchschnittlich.

Der Ausstattungsgrad der
Haushalte mit Privat-Pkw
ist im Vergleich zu 2013
leicht rückläufig

Unverändert ist die Ausstattung mit Firmen-Pkw. Nur in knapp jedem
13. Haushalt steht demnach ein entsprechendes Fahrzeug zur Verfügung.
Noch geringer ist die Ausstattung mit Motorrädern/Mopeds. Ein solches Zweirad gibt es nur in jedem 20. Leipziger Haushalt.
Tab. 6-1: Ausstattungsgrad der Haushalte mit Pkw und Motorrad/Moped
Privat-Pkw
nicht
vorhanden
Gesamt 2014:
41
darunter:
56
Singles
44
Alleinerziehende
17
Paare mit Kind(ern)
19
Paare ohne Kind(er)
66
alleinstehende Rentner
18
Rentnerpaare
davon mit Haushaltseinkommen:
76
unter 1100 €
39
1100 bis unter 2300 €
17
2300 bis unter 3200 €
14
3200 € und mehr
Gesamt 2013:

37

1 Pkw

Firmen-Pkw

2 und
mehr Pkw

Anzahl
nicht vorPrivat-Pkw handen
Mittelwert
0,7
92

Motorrad/Moped

nicht vorvorhanden
handen
Prozent
8
95

vorhanden

Prozent
49

10

43
56
58
58
32
73

1
0
25
23
2
8

0,4
0,6
1,1
1,0
0,4
0,9

97
100
79
82
99
98

3
0
21
18
1
2

98
100
87
92
98
97

2
0
13
8
2
3

23
57
57
63

1
5
25
24
10

0,3
0,7
1,1
1,1

99
96
88
70

98
97
94
85

2
3
6
15

0,7

92

1
4
12
30
8

94

6

53

5

Abb. 6-1: Ausstattungsgrad der Haushalte mit Privat-Pkw im Zeitvergleich
100
Anteil in %

90
80
70

59

58

2006

2007

61

61

2008

2010

65

62

62

2012

2013

58

60
50
2011

2014

Jahr
Anteil der Haushalte mit mindestens einem Privat-Pkw

Mit Beginn des starken Bevölkerungswachstums zu Beginn der 2010er Jahre,
das vor allem von jungen Menschen getragen wird, sinkt der Ausstattungsgrad der Leipziger Haushalte mit Privat-Pkw und erreicht im Jahr 2014 mit
58 Prozent den gleichen Stand wie 2007. Abzuwarten bleibt, ob der in
Abbildung 6-1 sichtbare Trend auch in den kommenden Jahren anhält.
Nahezu unverändert ist in den letzten Jahren die durchschnittliche Zahl der
Privat-Pkw in Leipziger Haushalten. Sie verharrt seit dem Jahr 2006 rein
statistisch betrachtet bei 0,7 Privat-Pkw pro Leipziger Haushalt.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Die durchschnittliche Zahl
der Privat-Pkw in Leipziger Haushalten bleibt
unverändert bei 0,7 Pkw
pro Haushalt

55

6.2. Verkehrsmittelwahl (Modal Split) und Veränderungen der Verkehrsmittelwahl
Der Modal Split beschreibt das Mobilitätsverhalten der Leipzigerinnen und
Leipziger für ausgewählte Wege. Für die Wege zur Arbeit, zur Ausbildung und
zu Einkäufen wird am häufigsten Pkw/Krad genutzt. In der Freizeit führt
hingegen das Fahrrad die Rangliste an (vgl. Abbildung 6-2).
Abb. 6-2: Verkehrsmittelnutzung nach Art des Weges (in Prozent)
9

9

22

27

20

23
13
11

28
44

zur Arbeit

11

19

36

18

37

S-Bahn

20

Straßenbahn,
Bus
Pkw/Krad

53
35

zur Ausbildung zu Einkäufen

Fahrrad
Eisenbahn

15

29

zu Fuß

in der Freizeit, in die Leipziger
zur Erholung
Innenstadt

Abb. 6-3: Verkehrsmittelnutzung vor einem Jahr nach Art des Weges (in Prozent)
8

8

20

25

21
14

18

zu Fuß

35

18

Fahrrad

11

23

Eisenbahn
16

33

41

S-Bahn

21

Straßenbahn,
Bus
Pkw/Krad

53

45
28
zur Arbeit

10

zur Ausbildung zu Einkäufen

37
in der Freizeit, in die Leipziger
zur Erholung
Innenstadt

56

aktuell

vor einem Jahr

Abb. 6-4: Hauptsächlich genutztes Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit (in Prozent)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil der Befragten, die überwiegend
das Fahrrad für Wege in der Freizeit nutzen mehr als verdoppelt, während der
Anteil den Pkw/Krad an Freizeitwegen haben zurückgeht.
Die Befragten wurden zusätzlich auch gefragt, welches Verkehrsmittel sie vor
einem Jahr für den entsprechenden Weg genutzt haben (Abbildung 6-3). Ziel
war es herauszufinden, ob der Citytunnel bzw. das Mitteldeutsche SBahnnetz einen Einfluss auf die Verkehrsmittelnutzung bei unterschiedlichen
Wegen haben. Insgesamt geben 34 Prozent der Befragten an, bei mindestens
einem Weg bzw. Reisezweck innerhalb eines Jahres ein anderes
Verkehrsmittel zu nutzen (vgl. Abbildung 6-5).

Für den Wechsel des
Verkehrsmittels innerhalb
des letzten Jahres ist bei
15 Prozent aller Wechsler
der City-Tunnel verantwortlich

Betrachtet man die Gründe für den Wechsel von Verkehrsmitteln innerhalb
eines Jahres, so werden an erster Stelle persönliche Gründe wie Umzug,
Arbeitsplatz- oder Kita-/Schulwechsel genannt. Finanzielle, gesundheitliche
und zeitliche Gründe folgen in der Rangfolge. 15 Prozent aller Wechsler
geben an, dass der neue City-Tunnel für ihren Verkehrsmittelwechsel
verantwortlich ist.
Die Veränderungen in der Verkehrsmittelwahl haben jedoch lediglich bei
Wegen in die Leipziger Innenstadt eine Größenordnung angenommen, die
aus den Abbildungen 6-2 und 6-3 ablesbar ist. Für Wege in die Innenstadt
konnte die S-Bahn als Verkehrsmittel zulegen und wird nun von 5 Prozent der
Leipzigerinnen und Leipziger für diesen Weg genutzt. Ein Jahr zuvor waren
es nur 2 Prozent.

Die Zunahme der Nutzung der S-Bahn geht
zulasten der Straßenbahnnutzung

Diese Zugewinne gehen vor allem auf Kosten der Straßenbahn, denn dieses
Verkehrsmittel wird von den Befragten aktuell bei Wegen zur Arbeit, zur
Ausbildung und in die Leipziger Innenstadt weniger genutzt als vor einem
Jahr. Eine detaillierte Auswertung zeigt, dass beispielsweise mehr als 50
Prozent der Befragten, die angeben bei Wegen in die Innenstadt heute die SBahn zu nutzen, diesen Weg vor einem Jahr mit der Straßenbahn oder dem
Bus zurückgelegt haben. Auch bei den anderen Wegen (ausgenommen
Wege zur Arbeit), die die Befragten heute mit der S-Bahn zurücklegen, war
vor einem Jahr noch Straßenbahn/Bus das dominierende Verkehrsmittel.

Abb. 6-5: Wechsel des Verkehrsmittels innerhalb des letzten Jahres und Gründe für den
Verkehrsmittelwechsel (nur Befragte, bei denen sich für mindestens einen Weg das
Verkehrsmittel geändert hat, in Prozent)
Wechsel des Verkehrsmittels im letzten
Jahr bei mindestens einem Weg

Grund für den Wechsel des Verkehrsmittels
(Mehrfachnennungen möglich)
Wechsel von Wohnort,
Arbeitsplatz oder Kita/Schule

22

aus finanziellen Gründen

34

66

aus gesundheitlichen
Gründen

16

aus zeitlichen Gründen

15

wegen neuem S-Bahn-Netz
(City-Tunnel)

15

sonstiger Grund

nein

ja

18

aus Umweltgründen
keine Angabe

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

13
10
22

57

6.3. Nutzung der S-Bahn
Welchen Effekt hat der City-Tunnel und das erweiterte S-Bahn-Netz nun im
Detail auf die Nutzungsgewohnheiten der S-Bahn in Leipzig? Um diese Frage
beantworten zu können, widmete sich ein Fragenblock dieser Thematik im
Detail.
Wie aus Abbildung 6-6 hervorgeht, haben 40 Prozent der Leipzigerinnen und
Leipziger insgesamt auch vor der Eröffnung des City-Tunnels bereits die SBahn genutzt. 22 Prozent aller Befragten geben jedoch an, die S-Bahn vor
der Inbetriebnahme des City-Tunnels seltener genutzt zu haben.
Nach der Inbetriebnahme von City-Tunnel und erweitertem S-Bahn-Netz
geben 57 Prozent der Befragten an, die S-Bahn genutzt zu haben – im
Vergleich zu den 40 Prozent, die die S-Bahn vor der Eröffnung des CityTunnels genutzt haben also durchaus eine beachtliche Steigerung. Auch
wenn der Anteil der Befragten relativ hoch ist, die die S-Bahn im letzten Jahr
nur sporadisch nutzten (vielleicht nur einmal gefahren sind, um den CityTunnel kennenzulernen), so zeigt sich doch, dass das Nachverkehrsnetz mit
dieser Infrastrukturmaßnahme an Attraktivität gewonnen hat.
Abb. 6-6: Fragen zum City-Tunnel und zur S-Bahn (in Prozent)
Haben Sie vor der City-Tunnel-Eröffnung die S-Bahn (auch) schon genutzt?
3

15

22

ja, mehr
ja, genau so oft
ja, aber weniger
nein, gar nicht

60

Haben Sie in diesem Jahr schon einmal die S-Bahn genutzt?
24

11

40

täglich
mehrmals pro Woche
mehrmals pro Monat
seltener
nie

43

Wenn ja, wohin sind Sie überwiegend gefahren?

37

26

in die Leipziger
Innenstadt
zu einem anderen Ziel
innerhalb Leipzigs
zu einem Ort außerhalb
Leipzigs

36

Nutzen Sie im Zusammenhang mit diesen S-Bahn-Fahrten auch ein anderes Verkehrsmittel?
ja

65

35
nein

Wenn ja, welches Verkehrsmittel haben Sie genutzt?

80

30

17

auch Straßenbahn,
Bus oder Zug
auch Rad
auch Pkw

58

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Die Ziele bei Fahrten mit der S-Bahn zeigen zudem, dass die Leipziger
Innenstadt und Orte außerhalb Leipzigs gleichermaßen häufig angesteuert
werden. 65 Prozent aller S-Bahn-Nutzer kombinieren zudem die S-BahnFahrt mit der Benutzung eines anderen Verkehrsmittels. Am häufigsten sind
dies Straßenbahn, Bus oder Zug bzw. das Fahrrad.
Aber haben das neue S-Bahn-Netz und der City-Tunnel der S-Bahn nun
tatsächlich neue Fahrgäste beschert? Einen Hinweis darauf, dass dies tatsächlich – wenn auch in geringem Umfang – stattgefunden hat, liefert
Abbildung 6-6.
Werden nur die vormaligen Nicht-Nutzer der S-Bahn betrachtet, so zeigt sich,
dass 39 Prozent von ihnen im Jahr 2014 die S-Bahn genutzt haben. Immerhin
4 Prozent dieser vormaligen Nicht-Nutzer geben an, die S-Bahn nun mehrmals pro Woche zu nutzen. Weitere 6 Prozent immerhin mehrmals pro Monat.

Knapp 40 Prozent der
bisherigen Nicht-Nutzer
der S-Bahn sind mit Inbetriebnahme des CityTunnels mindestens einmal mit der S-Bahn gefahren

Insgesamt haben das vergrößerte Mitteldeutsche S-Bahn-Netz, das
mittlerweile von 55 000 Fahrgästen täglich genutzt wird, und der City-Tunnel
Leipzig also tatsächlich zu einer Ausweitung der S-Bahn-Nutzung auch bei
den Leipzigerinnen und Leipzigern geführt, die sich allerdings in nicht
unerheblichem Maße auch aus ehemaligen Straßenbahn/Bus-Nutzern
rekrutiert.
Abb. 6-7: Nutzung der S-Bahn vor und nach der Eröffnung des City-Tunnels (in Prozent)
Nutzung der S-Bahn vor der Eröffnung des
City-Tunnels

Nutzung der S-Bahn im Jahr 2014
4
6
29

40

mehrmals pro Woche
mehrmals pro Monat

60

seltener
61

ja

nie

nein

6.4. Nutzung von Leihsystemen für verschiedene Verkehrsmittel
Der Nutzungsgrad von Leihsystemen für verschiedene Verkehrsmittel ist in
Leipzig auf niedrigem Niveau überaus stabil. Für die abgefragten Leihsysteme
Autovermietung (Nutzeranteil 9 Prozent), Car-Sharing (4 Prozent) und
Leihfahrräder (2 Prozent) ergeben sich weder im Jahres- noch im ZweiJahresvergleich nennenswerte Veränderungen (vgl. Tabelle 6-2).
Nach wie vor sind es vor allem jüngere Befragte und Besserverdienende, die
etwas häufiger Nutzer der abgefragten Leihsysteme sind.
Leihsysteme werden außerdem nach wie vor - wenn überhaupt - nur sehr
selten genutzt. Der Anteil der Leipzigerinnen und Leipziger, die die abgefragten Leihsysteme mehrmals pro Monat oder seltener nutzen, ist nach wie vor
kaum meßbar.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Leihsysteme für Verkehrsmittel sind nach wie
vor ein Nischenthema

59

Tab. 6.2: Nutzung von Leihsystemen
Autovermietung
mehrmals
pro Monat
seltener
nie
und
häufiger
Befragte
Gesamt 2014:
0
davon:
männlich
0
weiblich
1
davon:
18 bis 34 Jahre
0
35 bis 49 Jahre
0
50 bis 64 Jahre
0
65 bis 85 Jahre
1
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 €
1
800 bis unter 1400 €
0
1400 bis unter 2000 €
0
2000 € und mehr
0
Gesamt 2013:
1
Gesamt 2012:
0

Car-Sharing
mehrmals
pro Monat
seltener
und
häufiger
Prozent

Leihfahrräder
mehrmals
pro Monat
seltener
und
häufiger

nie

nie

9

91

1

3

96

0

2

98

12
5

88
94

1
1

4
2

95
98

0
0

2
1

98
98

11
14
8
2

89
86
92
97

1
1
1
0

5
4
2
0

94
95
98
100

0
1
0
0

3
2
1
0

97
97
99
100

9
8
4
16

91
92
95
84

1
0
0
2

2
3
2
7

97
97
98
91

1
0
0
1

1
1
2
2

99
99
98
97

8
10

92
90

1
1

2
3

97
96

0
1

1
2

99
97

6.5. Fuß- und Radverkehr
Neben den Standardfragen zur Nutzung des Fahrrades und zur Zufriedenheit
mit den Bedingungen für den Radverkehr sollten die Leipzigerinnen und
Leipziger erstmalig auch Auskunft über ihre Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Fußverkehr geben.
6.5.1. Bewertung der Bedingungen für den Fußverkehr
Mit den Bedingungen für
den Fußverkehr sind die
Befragten nur teilweise
zufrieden

Mit den Bedingungen für den Fußverkehr sind die Befragten nur teilweise
zufrieden. Indikatoren für die Messung der Fußverkehrsbedingungen sind:
Aufenthaltsqualität, Möglichkeiten zur Begegnung und zum Verschnaufen,
Querungsmöglichkeiten und die Qualität der Bürgersteige.

Abb. 6-8: Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Fußverkehr in Leipzig (in Prozent und Mittelwert)
Gesamt

Gesamt

Alter in Jahren
18-34 35-54 55-85
Mittelwert* 1-5

Aufenthaltsqualität wie Begrünung

9

Möglichkeiten zur Begegnung

6

45
41

Querungsmöglichkeiten von Straßen 3

39

Möglichkeiten zum Verschnaufen

34

6

Qualität der Bürgersteige (baulicher
3
Zustand, Führung)

sehr zufrieden

zufrieden

teils/teils

33

27

unzufrieden

31

8 23

2,5

2,4

2,5

2,5

2,5

2,4

2,6

2,5

2,7

2,7

2,7

2,7

17 3 8

2,8

2,6

2,8

2,8

18

3,0

2,9

3,0

3,1

6 2 14

42
32
43

sehr unzufrieden

11 23

82

nicht einschätzbar

*auf einer Skala von 1=„sehr zufrieden“ bis 5=„sehr unzufrieden“

60

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Wie Abbildung 6-8 zu entnehmen ist, schneidet dabei die Aufenthaltsqualität
am besten ab: Hiermit sind immerhin noch 54 Prozent aller Befragten „sehr
zufrieden“ oder „zufrieden“. Mit der Qualität der Bürgersteige sind hingegen
nur 30 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“.
Die Urteile fallen in den unterschiedlichen Altersgruppen vergleichsweise einheitlich aus. Lediglich bei den Möglichkeiten zum Verschnaufen und der Qualität der Bürgersteige – beides Themen, die für die älteren Befragten sicherlich
auch eine höhere Relevanz besitzen – ist das Urteil der älteren Leipzigerinnen und Leipziger etwas kritischer.
Die vergleichsweise kritischen Urteile über einzelne Aspekte des Fußverkehrs
in Leipzig spiegeln sich auch in der Einschätzung der Befragten wider, ob in
Leipzig in letzter Zeit genügend für die Belange der Fußgänger getan wird.
37 Prozent aller Befragten antworten hier mit „wenig“ oder „viel zu wenig“.
Demgegenüber geben nur 8 Prozent an, in Leipzig wird „viel zu viel“ bzw.
„viel“ für den Fußverkehr getan. Auch über die betrachteten Altersgruppen ist
das Meinungsbild sehr ähnlich (vgl. Abbildung 6-9).

Tendenziell sehen die
Befragten bei den Maßnahmen für den Fußverkehr Nachholbedarf

Abb. 6-9: Wird in Leipzig genügend für den Fußverkehr getan?
(in Prozent und Mittelwert)
Mittelwert 1-5

Gesamt 1 7
18 bis 34 Jahre

6

32
36

35 bis 54 Jahre 1 8

30

55 bis 85 Jahre 1 7

29

viel zu viel

viel

28

genau richtig

9

27

8

33

9

25
wenig

24

10

viel zu wenig

3,5

22

3,5

20

3,5

28

3,5

nicht einschätzbar

6.5.2. Ausstattung der Haushalte und Nutzung des Fahrrads
In 72 Prozent aller Leipziger Haushalte ist mindestens ein Fahrrad vorhanden
(Tabelle 6-3). Statistisch gesehen stehen einem Haushalt 1,3 Fahrräder zur
Verfügung. Damit wurden 2014 ähnliche Werte ermittelt wie in den Vorjahren.
Tab. 6.3: Zahl der Fahrräder im Haushalt
Fahrräder mit
Elektrounterstützung
(E-Bike, Pedelec)

Herkömmliche Fahrräder
0=nicht
vorhanden
Haushalte
Anzahl
Gesamt 2014:
1331
28
darunter:
Singles
213
28
Alleinerziehende
32
25
Paare mit Kindern
224
7
Paare ohne Kinder
305
18
alleinstehende Rentner 103
58
Rentnerpaare
328
32
davon mit Haushaltseinkommen:
unter 1100 €
145
45
1100 bis unter 2300 € 561
26
2300 bis unter 3200 € 280
18
3200 € und mehr
266
12
Gesamt 2013:

3943

29

1

2

3

4

5 und
mehr

Prozent

Anzahl
0=nicht
1 und
herkömml.
vorhanden
mehr
Fahrräder
Mittelwert
Prozent

32

23

9

5

3

1,3

98

2

58
14
6
12
31
18

12
41
25
50
8
40

2
17
28
12
1
5

1
2
23
5
1
4

0
0
12
2
0
1

0,9
1,6
2,9
1,8
0,6
1,4

99
100
99
98
97
96

1
0
1
2
3
4

42
39
20
7

12
23
34
32

0
8
16
20

1
3
9
17

0
1
3
12

0,7
1,3
1,9
2,7

99
98
97
99

1
2
3
1

33

23

8

4

3

1,3

99

1

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

61

Auch bei der Ausstattung mit Elektro-Fahrrädern gibt es nur sehr geringe
Veränderungen. Elektro-Fahrräder sind nach wie vor nur in jedem 50. Haushalt vorhanden. Auffällig ist, dass dieses Verkehrsmittel tendenziell am ehesten in Haushalten von Rentnerpaaren vorhanden ist, was nicht verwunderlich
ist, können Ältere mit der Unterstützung eines Elektromotors doch länger mobil bleiben.
Das Fahrrad wird nach
wie vor deutlich häufiger
von jungen Befragten
genutzt

Betrachtet man die Häufigkeit der Fahrradnutzung (Abbildung 6-10), so wird
dieses Verkehrsmittel jedoch nach wie vor deutlich häufiger von den jüngeren
Leipzigerinnen und Leipzigern genutzt. So nutzen die Befragten zwischen 18
und 34 Jahren mit 29 Prozent fast viermal so häufig das Fahrrad (fast) täglich,
wie die Senioren (65 bis 85 Jahre).
Abb. 6-10: Häufigkeit der Fahrradnutzung (in Prozent)
Gesamt

18

männlich

19

weiblich

17

11

12

erwerbstätig

19

14

arbeitslos

21

5 6

Rentner

7

10

13

Schüler, Student

26

mehrmals/Woche

30
21

20

16

32

12

35

31

21

49

19

31

17

30

39

22

48

49

(fast) täglich

21

17

13

8

26

27

18

13
7

18
16

18

50 bis 64 Jahre

27

13

29

35 bis 49 Jahre

16

16
12

18 bis 34 Jahre

65 bis 85 Jahre

14

13

21
mehrmals/Monat

8

seltener

9
nie

Die Radfahrerinnen und Radfahrer haben sehr klare Präferenzen, wenn es
um die Wege geht, die sie am liebsten nutzen. In Abbildung 6-11 kann man
erkennen, dass Befragte aller Altersgruppen „separate, baulich getrennte
Radwege neben der Straße“ bevorzugen.
Abb. 6-11: Wege, die Radfahrer am liebsten nutzen, nach Altersgruppen (in Prozent)
18-34

60

61

72

63

46

60

54

39

30

19

16

23

19

7

7

5

6

0

1

2

3

separate, baulich getrennte
Radwege neben der Straße
separate Wege abseits von
Straßen (z.B. durch Grün- oder
Parkanlagen)

47

markierte Radfahr- bzw.
Schutzstreifen auf der Straße
Gehwege (z.B. bei schlechten
oder gefährlichen Straßen)
Straßen ohne spezielle Radwege
oder Markierungen für Radfahrer 1

62

Alter (in Jahren)
35-49 50-64 65-85

Gesamt
Anteil „nutze ich am liebsten“

19

6

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

„Separate Wege abseits von Straßen (z. B. durch Grün- oder Parkanlagen)“
werden von den Leipzigerinnen und Leipzigern am zweitliebsten genutzt.
Damit stehen Wege, die eine klare räumliche Trennung vom motorisierten
Verkehr vorsehen, in der Gunst der Befragten deutlich höher, als z. B. „markierte Radfahr- bzw. Schutzstreifen auf der Straße“, die nur von 19 Prozent
der Leipzigerinnen und Leipziger am liebsten genutzt werden.
Die Kombination von Radverkehr und ÖPNV wird nach wie vor nur von einer
geringen Anzahl der Leipzigerinnen und Leipziger genutzt (vgl.
Abbildung 6-12). 80 Prozent geben demnach an, ihr Fahrrad nie im ÖPNV
mitzunehmen. Lediglich 4 Prozent nutzen diese Kombinationsmöglichkeit
mehrmals pro Monat und häufiger.
Auch die Nutzung von Bike and Ride, also die Fahrt zur Bahn- oder Bushaltestelle mit dem Fahrrad und das dortige Abstellen desselben wird von 4 Prozent aller Leipzigerinnen und Leipziger mehrmals pro Monat und häufiger
genutzt.

Die Kombination von
Radverkehr und ÖPNV
wird von der überwiegenden Zahl der Leipzigerinnen und Leipziger nicht
genutzt

Abb. 6-12: Nutzung von Kombinationen zwischen Radverkehr und ÖPNV (in
Prozent)

Nutzung
Fahrradmitnahme im
ÖPNV
Nutzung Bike and
Ride

4

16

80

4 11

85

mehrmals pro Monat und häufiger

seltener

nie

6.5.3. Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr und Bewertung der Förderung des Radverkehrs
Die Zufriedenheit mit den Radverkehrsbedingungen fällt moderat aus und
unterliegt im Zeitvergleich nur geringen Veränderungen (Abbildung 6-13).
Abb. 6-13: Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr in
Leipzig im Zeitvergleich (in Prozent)

10
3
23

11
3
27

14
4
30

2011

37
11
3
22

2
18

36

33

14
3
25

15
5
27

sehr zufrieden
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
sehr unzufrieden
nicht einschätzbar

Abstellmöglichkeiten für
Fahrräder

30

2
21

Angebot an
Radverkehrsanlagen

37

2
26

Qualität der
Radverkehrsanlagen

40

Abstellmöglichkeiten für
Fahrräder

2
21

Angebot an
Radverkehrsanlagen

1
21

Qualität der
Radverkehrsanlagen

2
22

2014

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

63

Von den drei abgefragten Aspekten wird die Qualität der Radverkehrsanlagen
demnach am besten beurteilt: 28 Prozent der Befragten äußern sich damit
„sehr zufrieden“ und „zufrieden“ – ähnliche Zufriedenheitswerte wurden auch
2011 ermittelt.
Mit dem Angebot an Radverkehrsanlagen äußern sich aktuell 23 Prozent, mit
dem Angebot an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder 20 Prozent der Befragten
„sehr zufrieden“ und „zufrieden“. Auch hier liegen die Werte auf dem Niveau
von 2011.

Die Zufriedenheit mit den
Bedingungen für den
Radverkehr in Leipzig ist
eher mittelmäßig ausgeprägt

Tab. 6-4:

In Tabelle 6-4 sind die Zusammenhänge für 2014 auch nach Altersgruppen
dargestellt. Dabei werden zwei Dinge deutlich: Betrachtet man die jeweiligen
Mittelwerte - lässt man also die Befragten außer Acht, die kein Urteil abgeben
können - so zeigt sich, dass über alle Altersgruppen hinweg ein sehr ähnliches Meinungsbild vorherrscht: die Zufriedenheit mit den Bedingungen für
den Radverkehr in der Stadt ist insgesamt nur mittelmäßig.
Je älter die Befragten, desto schlechter können sie die Bedingungen für den
Radverkehr in Leipzig einschätzen. In der Altersgruppe ab 65 Jahre kann etwa die Hälfte der Befragten zu den abgefragten Aspekten keine Angabe machen.

Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr in Leipzig nach Altersgruppen
Zufriedenheit mit der Qualität der Radverkehrsanlagen
(baulicher Zustand, Verständlichkeit der Führung und Wegweisung)
sehr
zufrieden

Befragte
Gesamt:
davon:
18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

sehr
unzufrieden

nicht einschätzbar

MW*

Anzahl
1251

2

26

37

11

3

22

2,8

311
273
296
343

2
2
2
0

32
27
24
16

38
45
35
28

14
10
10
8

4
3
3
1

10
13
26
47

2,8
2,8
2,8
2,9

Prozent

Zufriedenheit mit dem Angebot an Radverkehrsanlagen (Dichte des Fahrradnetzes)
sehr
zufrieden
Befragte
Gesamt:
davon:
18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

sehr
unzufrieden

nicht einschätzbar

MW*

Anzahl
1244

2

21

36

14

3

25

2,9

310
273
296
336

3
2
2
0

26
23
18
13

39
39
39
24

15
20
10
8

3
4
3
1

13
13
28
54

2,9
3,0
2,9
2,9

sehr
unzufrieden

nicht einschätzbar

MW*

Prozent

Zufriedenheit mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
sehr
zufrieden
Befragte
Gesamt:
davon:
18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

Anzahl
1245

2

18

33

15

5

27

3,0

311
270
296
338

4
2
2
0

19
21
16
12

40
38
30
22

18
15
15
10

6
6
5
2

13
17
32
53

3,0
3,0
3,1
3,0

Prozent

*Mittelwert von 1=„sehr zufrieden“ bis 5=„sehr unzufrieden“

Während die Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr in den
letzten Jahren vergleichsweise ähnlich bewertet wird, hat sich die Bewertung
des städtischen Handelns (ob in letzter Zeit genügend für den Radverkehr
getan wird) sukzessive verbessert. Auf einer Skala von 1=„viel zu viel“ bis
5=„viel zu wenig“, wurde 2014 ein Mittelwert von 3,2 ermittelt, der verbalisiert
fast einem „genau richtig“ entspricht (vgl. Abbildung 6-14).

64

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Betrachtet man die Entwicklung im Zeitverlauf, so zeigt sich, dass die Anstrengungen der städtischen Akteure zur Förderung des Radverkehrs von den
Bürgern erkannt und positiv bewertet werden.
Diese Entwicklung lässt sich auch für die drei betrachteten Altersgruppen
feststellen. Im Vergleich etwas kritischer sind dabei die jungen Erwachsenen
(18 bis 34 Jahre). Dies ist auch die Altersgruppe, die das Fahrrad besonders
häufig nutzt. Aus Sicht dieser Leipzigerinnen und Leipziger könnte in Leipzig
noch etwas mehr für den Radverkehr getan werden.
Abb. 6-14: Wird in Leipzig genügend für den Radverkehr getan? (in Prozent und Mittelwert)

Gesamt

6

12

24

18 bis 34 Jahre 2 11

26

8

12

23

55 bis 85 Jahre

8

11

23

viel

genau richtig

7

30

35 bis 54 Jahre

viel zu viel

24

wenig

29
16

27

2012:
Mittelwert 1-5

2011:

3,2

3,3

3,5

9

21

3,4

3,5

3,6

7

22

3,2

3,4

3,5

3,0

3,1

3,4

5

37

viel zu wenig

2014:

nicht einschätzbar

Aus dem Vergleich der Bewertungen zu Fuß- und Radverkehr leitet sich ein
stärkerer Handlungsbedarf für den Fußverkehr ab (vgl. Abbildung 6-4 und
Abbildung 6-14). Der Mittelwert beim Fußverkehr (3,5) zeigt an, dass hier eher in Richtung „wenig“ bzw. „zu wenig“ geurteilt wird als beim Radverkehr.
Die städtischen Anstrengungen für den Radverkehr wurden in den letzten
Jahren mehr und mehr in Richtung „genau richtig“ eingeschätzt.

Beim direkten Vergleich
sehen die Befragten eher
Handlungsbedarf bei der
Verbesserung der Bedingungen für den Fuß- als
für den Radverkehr

Abb. 6-15: Bekanntheit öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen zur Förderung
des Radverkehrs in Leipzig – Mehrfachnennungen (in Prozent)
20

Stadtradeln
14

Faltblatt zu Fahrradstraßen in
Leipzig
Faltblatt zum Fahrradparken
Postkarte als Werbung für
Fahrradbügel
Faltblatt „Mit dem Fahrrad zum
Technischen Rathaus"

10
10

2014

2
3

2012

2
2

2
2

Die öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in
Leipzig sind nur einer Minderheit der Befragten bekannt. Mit Ausnahme der
Initiative „Stadtradeln“, die in den letzten Jahren in Leipzig sehr öffentlichkeitswirksam begleitet wurde und dadurch auch einen Bekanntheitsgewinn
verbuchen kann, ist die Bekanntheit der übrigen Maßnahmen gering und auf
einem ähnlichen Niveau wie bereits im Jahr 2012 (vgl. Abbildung 6-15).

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Die öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur
Förderung des Radverkehrs kennen nur sehr
wenige Befragte

65

7.

Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

Die angespannte Hochwasserlage im Frühsommer 2013 führte dazu, dass die
Stadt Leipzig am 03.06.2013 Katastrophenalarm auslöste. Große Wassermassen in der Weißen Elster ließen befürchten, dass Teile des Stadtgebietes
überschwemmt werden könnten. Als besonders hochwassergefährdet gelten
für diesen Fall Areale, die sich einen Kilometer von den Ufern der Weißen
Elster und der Luppe entfernt befinden, außerdem auch die Gebiete rund um
die Parthe im Nordosten der Stadt. Für den weiteren Hochwasser-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz der Stadt wurden die Erfahrungen und
Meinungen der Leipzigerinnen und Leipziger zum Juni-Hochwasser 2013
ermittelt.
7.1
78 Prozent geben an,
2013 Kenntnis von der
Auslösung des
Katastrophenalarms
gehabt zu haben

Hochwasser-Katastrophenalarm 2013 im Rückblick

Zunächst wurde gefragt, ob die Leipzigerinnen und Leipziger überhaupt
Kenntnis von der Auslösung des Katastrophenalarms im Zuge des Juni-Hochwassers 2013 hatten. Mehr als drei Viertel aller Befragten geben an zu
wissen, dass 2013 Katastrophenalarm wegen des Hochwassers ausgelöst
wurde (Abbildung 7-1).
Tab. 7-1:

Kenntnis von der Auslösung des Katastrophenalarms
ja

Befragte
Anzahl
1296
Gesamt 2014:
davon:
587
männlich
696
weiblich
davon:
343
18 bis 34 Jahre
266
35 bis 49 Jahre
316
50 bis 64 Jahre
361
65 bis 85 Jahre
davon gesprochene Sprache zu Hause:
1231
deutsch
36
andere Sprache
darunter Stellung im Erwerbsleben:
692
Erwerbstätige
70
Arbeitslose
428
Rentner/Pensionäre
77
Studenten/Schüler

Am häufigsten wurden
Radio und Fernsehen als
Informationsquellen
genutzt

nein
Prozent

78

22

77
79

23
21

79
78
79
78

21
22
21
22

79
44

21
56

82
69
77
76

18
31
23
24

Der Informationsgrad ist in allen Altersgruppen ähnlich. Informationsdefizite
gibt es explizit in der Gruppe der Arbeitslosen und bei Fremdsprachlern. Aus
dieser Gruppe weiß weniger als die Hälfte von der Auslösung des Katastrophenalarms. Unabhängig von dem Wissen um die konkrete Auslösung des
Katastrophenalarms 2013 sollten die Befragten auch angeben, wie sie sich
während des Hochwassers zum Beispiel über die getroffenen Maßnahmen
informiert haben. Aus Abbildung 7-1 wird ersichtlich, dass Radio und Fernsehen mit Abstand die wichtigste Informationsquelle waren. Dies gilt auch für
die Befragten aller Altersgruppen. Zeitungen waren – betrachtet man die Befragten insgesamt – die zweitwichtigste Informationsquelle zum Hochwasser
2013. Allerdings sind hier entsprechend des allgemeinen Mediennutzungsverhaltens sehr deutliche Altersunterschiede sichtbar. Die entsprechenden
Werte liegen zwischen 34 Prozent bei den 18- bis 24-Jährigen bis 71 Prozent
bei den 75- bis 85-Jährigen. Sehr große Unterschiede bestehen außerdem bei
den Online-Informationsquellen. So geben mehr als die Hälfte der jungen
Erwachsenen an, Soziale Netzwerke im Internet genutzt zu haben, bei den
75- bis 85-Jährigen beträgt dieser Anteil unter einem Prozent.
Im Durchschnitt nutzten die Leipzigerinnen und Leipziger 2,2 Informationsquellen. War die Auslösung des Katastrophenalarms bekannt, wurde auch auf
mehr Informationsquellen zurückgegriffen (durchschnittlich 2,4). Die Befragten, die keine Kenntnis vom Katastrophenalarm hatten, nutzten durch-

66

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

schnittlich auch nur 1,6 Informationsquellen, um sich über den Verlauf des
Hochwassers zu informieren.
Das vor allem altersspezifisch unterschiedliche Informationsverhalten macht
deutlich, dass Informationen im Katastrophenfall möglichst breit gestreut
werden müssen, um tatsächlich alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen.
Abb. 7-1: Informationsquellen zur Hochwasserkatastrophe und den getroffenen
Maßnahmen nach Bekanntheit des Katastrophenalarms 2013 (Mehrfachnennungen, in Prozent und durchschnittliche Zahl der Quellen)
87
89

Radio/Fernsehen

78
54
59

Zeitung
33
22
24

andere Internetseite(n)
14

21
23

Nachbarn/Freunde/Bekannte

Gesamt (Ø 2,2)

15
Soziale Netzwerke (Facebook,
Twitter o. ä.)
direkt vor Ort
www.leipzig.de
Sonstiges

Katastrophenalarm 2013
bekannt (Ø 2,4)
Katastrophenalarm 2013
nicht bekannt (Ø 1,6)

21
22
16
13
14
8
9
11
1
5
4
9

Unabhängig von den genutzten Informationsquellen sollten die Leipzigerinnen
und Leipziger auch angeben, ob sie sich ausreichend über die (Hochwasser-)
Situation und die getroffenen Maßnahmen informiert fühlten.
Tab. 7-2:

Empfanden Sie sich ausreichend über die Situation und die
getroffenen Maßnahmen informiert?
ja

Befragte
Anzahl
1233
Gesamt 2014:
davon:
572
männlich
649
weiblich
davon:
336
18 bis 34 Jahre
259
35 bis 49 Jahre
304
50 bis 64 Jahre
325
65 bis 85 Jahre
davon gesprochene Sprache zu Hause:
1176
deutsch
33
andere Sprache
darunter Stellung im Erwerbsleben:
671
Erwerbstätige
67
Arbeitslose
394
Rentner/Pensionäre
75
Studenten/Schüler
davon Kenntnis über Katastrophenalarm 2013:
1002
ja
247
nein

nein
Prozent

89

11

88
91

12
9

87
89
88
95

13
11
12
5

90
72

10
28

90
73
94
89

10
27
6
11

93
74

7
26

Knapp neun von zehn Befragten und damit die überwiegende Mehrzahl fühlte
sich demnach ausreichend über das Hochwasser und die getroffenen MaßStadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

67

Knapp neun von zehn nahmen informiert. Unterdurchschnittlich informiert fühlen sich jüngere BeBefragten fühlten sich fragte, Arbeitslose und Fremdsprachler (Tabelle 7-2).
ausreichend über die das
Befragte die angeben, nicht ausreichend über die Hochwassersituation und
Hochwasser informiert

die getroffenen Maßnahmen informiert gewesen zu sein, hatten im Fragebogen die Möglichkeit anzugeben, welche Informationen sie konkret vermisst
haben. Die häufigsten Nennungen bezogen sich dabei auf den Wunsch nach
zeitigeren und aktuelleren Informationen. Vermisst wurden außerdem kleinräumige Informationen und eine Informationsverbreitung über bestimmte
Medien (zum Beispiel Polizeilautsprecher, Handzettel oder Anrufe).

Jeder 20. Leipziger war
von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen

Wie viele Leipzigerinnen und Leipziger waren nun von den Sicherheitsmaßnahmen (zum Beispiel Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, zeitwiese Evakuierung von Angehörigen aus gefährdeten Alten- und Pflegeheimen) direkt betroffen? Aus Abbildung 7-2 wird deutlich, dass das Hochwasser
für die meisten Leipzigerinnen und Leipziger keine Auswirkungen hatte. So
waren 95 Prozent der Befragten nicht von den Sicherheitsmaßnahmen
betroffen. In den Stadtbezirken entlang der Weißen Elster und der Luppe ist
der Anteil Betroffener teilweise doppelt so hoch (zum Beispiel Stadtbezirk
Nordwest: 12 Prozent, Südwest: 9 Prozent).
Abb. 7-2: Betroffenheit von den Sicherheitsmaßnahmen anlässlich des
Hochwassers 2013 (in Prozent)
Gesamtstadt
5
ja
nein

95

85 Prozent der
Betroffenen schätzen
die getroffenen
Sicherheitsmaßnahmen
als angemessen ein

Stadtbezirk
Mitte
Nordost
Ost
Südost
Süd
Südwest
West
Altwest
Nordwest
Nord

Anteil Betroffener
6
5
3
2
5
9
3
6
12
2

Diejenigen Befragten, die von den Sicherheitsmaßnahmen zum Hochwasser
2013 betroffen waren, sollten auch angeben, ob sie die getroffenen Maßnahmen als angemessen empfanden oder nicht. Die überwiegende Mehrheit
(85 Prozent) der von den Sicherheitsmaßnahmen Betroffenen schätzt demnach die getroffenen Maßnahmen als angemessen ein (Abbildung 7-3).
Abb. 7-3: Einschätzung der getroffenen Maßnahmen als
angemessen (nur Befragte, die von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen waren, in Prozent)

15

85

ja

68

nein

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

7.2. Verändertes Vorsorgeverhalten
Auch wenn das Juni-Hochwasser 2013 zu keinen nennenswerten Schäden in
Leipzig geführt hat, könnte doch der ausgerufene Katastrophenalarm sowie
die Öffnung des Nahle-Auslassbauwerks mit der Flutung der Burgaue im
Nordwesten der Stadt Auswirkungen auf das Vorsorgeverhalten der
Bürgerinnen und Bürger haben.
Tatsächlich haben jedoch nur 7 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger ihr
Vorsorgeverhalten nach dem Hochwasser bzw. dem Starkregenereignis
überdacht. Waren Personen von den getroffenen Sicherheitsmaßnahmen
(zeitweise Evakuierung, Schulschließungen usw.) betroffen, hat dies zu einem
erhöhten Vorsorgeverhalten geführt. 17 Prozent der betroffenen Bürgerinnen
und Bürger geben an, anschließend Maßnahmen zur Vorsorge ergriffen zu
haben. Auch bei etlichen Hauseigentümern hat sich das Vorsorgeverhalten
verändert. Ebenfalls 17 Prozent geben an, anlässlich des Juni-Hochwassers
2013 Maßnahmen getroffen zu haben.

Jeder 14. Bürger hat nach
dem Juni-Hochwasser
sein Vorsorgeverhalten
geändert.

Abb. 7-4: Veränderung des Vorsorgeverhaltens nach dem
Juni-Hochwasser 2013 (in Prozent)

7

Mietwohnung

5

eigenes Haus

17

ja

17

Betroffen von
Sicherheitsmaßnahmen

Wohnstatus

Gesamt

nein

6

Angesichts dessen, dass nur relativ wenige ihr Vorsorgeverhalten geändert
haben, machen nur entsprechend wenige Befragte Angaben zu den getroffenen Vorsorgemaßnahmen. Am häufigsten wird das Einholen von Informationen zur eigenen Hochwassergefährdung von 3 Prozent aller Bürgerinnen
und Bürger genannt. Nur ein Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger halten
durch das Juni-Hochwasser 2013 nun Sandsäcke vor. Bei den Hauseigentümern sind es 5 Prozent. Auch den Abschluss einer Elementarversicherung
haben Hauseigentürmer etwas häufiger getätigt. 4 Prozent von ihnen haben
nach dem Hochwasser eine Elementarversicherung abgeschlossen. 7 Prozent
der Hauseigentümer haben zudem (nicht weiter spezifizierte) sonstige
Maßnahmen ergriffen.
Tab. 7-3:

5 Prozent der Hauseigentümer haben anlässlich
des Hochwassers eine
Elementarschädenversicherung
abgeschlossen

Getroffene Maßnahmen für ein besseres Vorsorgeverhalten

Befragte
Gesamt 2014:
darunter mit Wohnstatus:
Mietwohnung
eigenes Haus

Anzahl
1216
900
221

Einholen von InMaterielle Vorsorge
Abschluss einer
formationen zur ei(z. B. Vorhaltung von Versicherung gegen
genen HochwasSandsäcken)
Elementarschäden
sergefährdung
Prozent
3
1
1
2
6

1
5

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

1
4

Sonstiges

3
2
7

69

Weiterbildung besitzt
für die Leipzigerinnen
und Leipziger im Jahr 2014
einen höheren Stellenwert als noch 2005

8

Weiterbildung

8.1.

Stellenwert und Positionen

Zwei Drittel aller Leipzigerinnen und Leipziger messen der Weiterbildung
einen „sehr großen“ bzw. „großen“ Stellenwert bei. Abbildung 8-1 zeigt, dass
dieser Anteil im dargestellten Zeitvergleich kontinuierlich angestiegen ist, seit
2005 um 14 Prozentpunkte. Umgekehrt ist der Anteil derer, die einen
„geringen“ oder „überhaupt keinen“ Wert in der Weiterbildung sehen, sukzessive gesunken, seit 2005 um 13 Prozentpunkte. Für jeweils jeden fünften Befragten besitzt Weiterbildung eine „mittlere“ Bedeutung. Die Ausweisung des
Mittelwertes verdeutlicht den Trend entsprechend.
Abb. 8-1: Stellenwert von Weiterbildung im Zeitvergleich (in Prozent)
Mittelwert
2014

26

2010

25

2005

23
0%

10%

sehr großen

39

21

36

21

28
20%

30%

großen

20
40%

8

50%

mittleren

60%

geringen

8

12
70%

80%

7

2,3

10

2,4

16
90%

2,7
100%

überhaupt keinen

In Tabelle 8-1 ist der Stellenwert von Weiterbildung nach verschiedenen
soziodemografischen Teilgruppen dargestellt, Abbildung 8-2 zeigt den Stellenwert nach der Stellung im Erwerbsleben im Zeitvergleich. Und dabei sind
deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Befragungsgruppen auszumachen.
Tab. 8-1: Stellenwert von Weiterbildung
1
sehr
großen
Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
1208
26
davon:
618
männlich
27
704
weiblich
25
davon:
307
18 bis 34 Jahre
37
267
35 bis 49 Jahre
24
290
50 bis 64 Jahre
18
317
65 bis 85 Jahre
17
darunter nach beruflichem Abschluss:
334
Universität, Hochschule
41
136
Fachhochschule
27
178
Meister, Fachschule
24
481
Facharbeiter
17
56
(noch) ohne Abschluss
38
darunter nach persönlichem Nettoeinkommen:
216
unter 800 €
30
426
800 bis unter 1 400 €
20
273
1 400 bis unter 2 000 €
26
234
2 000 € und mehr
32
Gesamt 2012:
1359
21
70

2
großen

3
mittleren

4
geringen

5
überhaupt
keinen

39

Prozent
21

8

7

2,3

37
41

21
21

9
6

6
7

2,3
2,3

43
42
34
35

17
26
27
14

3
7
12
10

0
1
8
24

1,9
2,2
2,6
2,9

40
39
40
37
45

14
24
21
26
10

3
7
5
11
3

2
3
10
9
4

1,9
2,2
2,4
2,6
1,9

34
42
37
43
36

19
20
25
20
22

9
9
8
5
8

8
10
4
1
13

2,3
2,5
2,3
2,0
2,6

D
1-5

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Für fast jeden Studenten/Schüler besitzt Weiterbildung eine „sehr große“ bzw.
„große“ Priorität und hat im Zeitverlauf seit 2005 um 10 Prozentpunkte zugenommen. Dies verwundert nicht, befindet sich dieser Personenkreis in der Regel im Schul- und Ausbildungsprozess bzw. am Beginn der beruflichen Karriere und weiß, dass heutige Berufsbiografien nicht homogen und ohne Weiterbildungsmaßnahmen verlaufen. Keiner der Studenten/Schüler gibt an, dass
Weiterbildung „überhaupt keinen“ Stellenwert besitzt und 3 Prozent von ihnen
messen ihr nur „geringen“ Wert bei.

Junge Erwachsene
messen der Weiterbildung
einen wesentlich höheren
Stellenwert bei als ältere
Generationen

Mit zunehmendem Alter nimmt die Wertigkeit von Weiterbildung kontinuierlich
ab. Insofern ist ein deutlicher Unterschied zwischen dem Antwortverhalten
durch die verschiedenen Generationen festzustellen. So sind von der Erwerbsgruppe mittleren Alters (35 bis 49 Jahre) zwei Drittel von der Wichtigkeit
der Weiterbildung überzeugt, während es von den älteren Erwerbsfähige
(50 bis 64 Jahre) nur noch circa jeder Zweite ist. Dies stimmt insofern
bedenklich, steht die letztgenannte Altersgruppe in der Regel noch mitten im
Berufsleben und muss sich dem in ständigem Wandel befindlichen
Anforderungen im Berufsalltag und auf dem Arbeitsmarkt stellen.
Abb. 8-2:

Stellenwert von Weiterbildung nach der Stellung im Erwerbsleben (in Prozent)
2005
Gesamt
Gesamt

23

Erwerbstätige
Erwerbstätige

25

Arbeitslose
Arbeitslose

25

28
35
18

2010

20
12 162010:
Gesamt

25

24 9 8
Erwerbstätige

27

25

20 12
Arbeitslose

Rentner/Pensionä

Rentner/Pensionä
11 20 15 17
37
re
Studenten/Schüle
Studenten/Schüle
49
32 9 7 5
Studenten/Schüler
r
r

Rentner/Pensionäre
re

0%

50%
sehr großen

14

100% 0%
großen

Gesamt
2014
21 8 10

26

39

21 8 7

39 Erwerbstätige
25 7

25

41

25 7

22Arbeitslose
11 9

29

30

36

19

39
29
47

2014

Rentner/Pensionä
19 13 25
re
Studenten/Schüle
43
53
r

50%
mittleren

18

100% 0%
geringen

35
50

25

98

15 11 22
41

73

50%
100%
überhaupt keinen

Dies trifft analog auf die untersuchten Teilgruppen der Erwerbstätigen und der
Arbeitslosen zu. Zwei Drittel der Erwerbstätigen sind davon überzeugt, dass
Weiterbildung einen großen Stellenwert besitzt: 2005 lag dieser Wert um
6 Prozentpunkte niedriger. Qualifizierung als Voraussetzung beruflicher Entwicklung und Karriere wird also immer weniger infrage gestellt. Gleichzeitig
bedeutet dies für 2014 jedoch, dass ein Drittel der Erwerbstätigen nicht dieser
Meinung ist.

Für zwei Drittel der
Erwerbstätigen besitzt
Weiterbildung einen
großen Stellenwert, von
den Arbeitslosen trifft dies
Auch bei Arbeitslosen ist ein Wandel im Meinungsbild zum Stellenwert von auf weit über die Hälfte zu

Weiterbildung festzustellen. 2014 liegt der ausgewiesene Wert um 16 Prozentpunkte höher als noch im Jahr 2005. Dennoch darf nicht übersehen werden,
dass 41 Prozent der Arbeitslosen eine ablehnende Haltung zu Weiterbildung
zum Ausdruck bringen. Eine Tatsache, die möglicherweise auf Resignation
und geringes Vertrauen in den Erfolg von Weiterbildung hinweist, denn gerade
Langzeitarbeitslose absolvieren oftmals mehrere Ausbildungsofferten ohne im
Anschluss in ein Arbeitsverhältnis zu gelangen. Für eine angestrebte Rückkehr auf den Arbeitsmarkt eine fatale Situation.
Von den Seniorinnen und Senioren sind über die Hälfte davon überzeugt,
dass Weiterbildung einen „sehr großen“ bzw. „großen“ Stellenwert besitzt,
2005 war ein Drittel der älteren Befragten dieser Meinung. In der Regel aus
dem Arbeitsprozess bereits ausgeschieden, wissen ältere Befragte aus eigener Erfahrung um die Notwendigkeit ständiger Wissenserweiterung für den
Berufsalltag.
Abbildung 8-3 zeigt eine Übersicht über fünf verschiedene Aussagen zum
Thema Weiterbildung, zu denen sich die Befragten positionieren konnten.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

71

Abb. 8-3: Positionen zum Thema
5,0 Weiterbildung
4,0
3,0(in Prozent)
2,0

0,0

1,6
1,6
1,6
1,3

Wer im Beruf erfolgreich sein will, muss
sich weiterbilden.

1,6
1,7
1,7
1,5

Jeder sollte bereit
sein, sich regelmäßig
weiterzubilden.
2,2
2,4
2,6
2,3

Durch Weiterbildung kann
man nette Menschen
kennenlernen.

2,2
2,4
2,2

Weiterbildung ist eine
wichtige Hilfe für den
Alltag.
Weiterbildung ist mit einer
guten Ausbildung nicht
erforderlich.

1,0

1,8
18 bis 34 Jahre

4,2
4,2
4,0

35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre

3,6

5,0
4,0
Mittelwert
1 = "voll und ganz"...5 = "überhaupt nicht"

3,0

2,0

65 bis 85 Jahre
1,0
0,0
Gesamt

„Wer im Beruf erfolgreich sein will, muss sich weiterbilden.“ und „Jeder sollte
bereit sein, sich ständig weiterzubilden.“ sind zwei Positionen, denen die Leipzigerinnen und Leipziger „voll und ganz“ bzw. „eher“ zustimmen. Dieses sehr
positive Ergebnis untermauert die vorher erläuterten Aussagen zum Stellenwert von Weiterbildung aus Sicht der Befragten. Besonders große Zustimmung äußern Seniorinnen und Senioren, die dies, wie oben bereits bemerkt,
aus eigenen langjährigen Erfahrungen um die Bedeutung von Weiterbildung
wissen. Aber auch die drei jüngeren Altersgruppen stimmen den vorgegebenen Aussagen sehr homogen zu. Ältere Befragte sehen in Weiterbildungsangeboten auch eine wichtige Hilfe, um im Alltag besser zurecht zu kommen.
Der Aussage „Weiterbildung ist mit einer guten Ausbildung nicht erforderlich“
wird kaum zugestimmt.
8.2.

Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen

Im voran gegangenen Kapitel wird festgestellt, dass Weiterbildung einen hohen Stellenwert besitzt, insbesondere für die berufliche Karriere. Die nächste
zu beantwortende Frage betrifft die Art der beruflichen Weiterbildung, die die
Befragten in den letzten drei Jahren absolviert haben bzw. gegenwärtig absolvieren. Dazu erhielten sie fünf Antwortvorgaben, wobei Mehrfachantworten
möglich waren. In Tabelle 8-2 sind die Ergebnisse dargestellt.
Über die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger hat
in den letzten 3 Jahren an
beruflichen Weiterbildungen
teilgenommen

Über die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger hat in den vergangenen drei
Jahren an beruflichen Weiterbildungen teilgenommen, wobei am häufigsten
„sonstige Lehrgänge/Kurse der beruflichen Weiterbildung“ belegt wurden.
Berufliche Weiterbildung dient aber auch der Einarbeitung in neue Aufgaben
und der beruflichen Karriere. Während Männer öfter als Frauen „Kurse zur
Einarbeitung in neue Aufgaben“ wahrgenommen haben, absolvieren überdurchschnittlich viele leitende Angestellte und besser Verdienende karrierebewusst „Lehrgänge/Kurse für den beruflichen Aufstieg“.
Nach der Stellung im Erwerbsleben betrachtet, qualifizieren sich erwartungsgemäß Erwerbstätige vergleichsweise häufig. Arbeitslose haben dagegen in

72

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

den letzten 3 Jahren nur halb so oft wie Erwerbstätige an beruflichen Fortbildungen teilgenommen. „Umschulung auf einen anderen Beruf“, von den anderen Teilgruppen kaum angegeben, absolvierte jedoch jeder zehnte Arbeitslose.

Jeder zehnte Arbeitslose
absolvierte eine
Umschulung auf einen
anderen Beruf

Tab. 8-2: Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen (Mehrfachnennungen)
Umschulung
auf einen
anderen Beruf

Befragte

Lehrgänge
/Kurse für
den
beruflichen
Aufstieg

Anzahl

Gesamt 2014:
1124
3
16
davon:
522
männlich
3
16
593
weiblich
2
16
davon:
296
18 bis 34 Jahre
5
26
269
35 bis 49 Jahre
2
18
293
50 bis 64 Jahre
1
9
239
65 bis 85 Jahre
1
1
darunter nach beruflichem Abschluss:
326
Universität, Hochschule
3
21
124
Fachhochschule
2
20
161
Meister, Fachschule
1
20
443
Facharbeiter
4
12
51
(noch) ohne Abschluss
0
12
darunter Stellung im Erwerbsleben:
686
Erwerbstätige
2
22
66
Arbeitslose
10
9
285
Rentner/Pensionäre
1
1
56
Studenten/Schüler
2
9
darunter nach Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
118
Selbstständige
2
13
83
leitende Angestellte/Beamte
0
39
mittlere Angestellte/Beamte 219
3
26
261
einfache Angest./Beamte
3
16
79
Vorarbeiter/Facharbeiter
2
15
37
Ungelernte/Berufsfremde
2
9
36
Auszubildende
6
19
darunter nach persönlichem Nettoeinkommen:
201
unter 800 €
2
6
373
800 bis unter 1 400 €
4
11
254
1 400 bis unter 2 000 €
2
24
233
2 000 € und mehr
1
28
Gesamt 2012:
19
42

Sonstige
Lehrgänge
/Kurse der
beruflichen
Weiterbildung

habe in den
letzten 3
Jahren an
keiner
beruflichen
Weiterbildung
teilgenommen

19

38

47

21
18

35
39

47
47

20
29
20
2

38
55
41
3

41
25
47
94

26
24
21
17
12

50
46
41
33
22

29
33
45
53
66

26
11
2
17

51
19
4
32

29
63
93
58

20
22
30
22
21
16
24

50
53
54
45
45
13
33

39
25
25
36
43
71
43

12
17
22
31
47

20
31
44
64
57

70
55
35
18
41

Lehrgänge
/Kurse zur
Einarbeitung in
neue
Aufgaben
Prozent

Weiterbildung kostet Geld. Wer die Kosten für berufliche Weiterbildung trägt,
ist Abbildung 8-4 zu entnehmen. Arbeitgeber sind an guten fachlich ausgebildeten und sich weiterbildenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessiert.
Drei Viertel der Kosten von beruflicher Qualifizierung, und damit den Hauptanteil, tragen daher die Arbeitgeber. Bei Angestellten und Beamten liegt dieser
Anteil weit über dem Durchschnitt. Mit circa einem Drittel beteiligen sich
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer selbst an Weiterbildungskosten. Bei den
Angestellten steigt der Eigenanteil mit zunehmender beruflicher Verantwortung. Selbstständige, die ja in der Regel im Eigenauftrag arbeiten, finanzieren ihre berufliche Weiterbildung hauptsächlich selbst. Jeder vierte Selbstständige wird jedoch von einem Arbeit- bzw. Auftraggeber finanziell unterstützt. Insgesamt gesehen gibt darüber hinaus jeder achte Befragte an, dass
es neben dem Arbeitgeber und der Eigenbeteiligung auch andere Kostenträger für die berufliche Fortbildung gibt.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Berufliche Weiterbildung
finanziert hauptsächlich
der Arbeitgeber,
ein Drittel der Befragten
trägt zumindest einen Teil
der Kosten selbst

73

Abb. 8-4 Kostenträger beruflicher Weiterbildungen
(Mehrfachnennungen, in Prozent)
35
Gesamt

73
13
34

Erwerbstätige gesamt

78
9
80

Selbstständige/-r

28
7

Selbstständige finanzieren
ihre berufliche Weiterbildung vorrangig selbst

leitende/-r Angestellte/-r,
Beamtin/Beamter höherer
Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r,
Beamtin/Beamter
gehobener/mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r,
Beamtin/Beamter einfacher
Dienst
Vorarbeiter/-in, Polier/-in,
Facharbeiter/-in im erlernten
Beruf
ich selbst

42
84
10
33
88
5
28
80
12
8
80
16

0
20 40
mein Arbeitgeber

60

80 100
andere

Falls sie in den letzten drei Jahren nicht an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen haben, waren die Befragen gebeten, die Ursachen
dafür zu benennen. Es waren neun Antwortmöglichkeiten vorgegeben und
Mehrfachantworten möglich. Tabelle 8-3 stellt die Ergebnisse dar.
Die Hälfte aller Befragten gibt „andere Gründe“ als die Vorgegebenen an. Da
dies insbesondere auf Rentner/Pensionäre zutrifft, ist zu vermuten, dass für
sie das Alter und damit das Ausgeschiedensein aus dem Berufsleben Gründe
sind.

Die Mehrheit der Erwerbstätigen, die Weiterbildung
nutzen, gibt an, in den
letzten drei Jahren keine
berufliche Weiterbbildung
benötigt zu haben

Arbeitslose geben häufig
an, keine passenden
Angebote gefunden zu
haben

74

Erwerbstätige, die keine Weiterbildung nutzen, schätzen hauptsächlich ein,
dass für ihre Arbeit berufliche Weiterbildung nicht notwendig sei. Für circa
jeden fünften Erwerbstätigen sind die Kosten zu hoch und jeder Sechste gibt
an, keine passenden Angebote gefunden zu haben. Als weitere Gründe
werden auch fehlende Zeit und keine Freistellung vom Arbeitgeber angegeben.
Dass berufliche Weiterbildung für ihren Arbeitsbereich nicht notwendig ist,
schätzen auch überdurchschnittlich ältere Erwerbsfähige (50 bis 64 Jahre) für
sich ein sowie jeweils ein Drittel der Erwerbsfähigen mittleren Alters (35 bis
49 Jahre) und der Besserverdienenden, von denen im Übrigen jeder Elfte
auch schlechte Erfahrungen mit beruflichen Weiterbildungen gemacht hat.
Bei den Arbeitslosen liegen auch andere Gründe als die bisher hauptsächlich
genannten vor. Zwar sind auch für jeden vierten Arbeitslosen, der keine
Weiterbildung nutzt, die Kosten für berufliche Weiterbildung zu hoch und circa
jeder Fünfte findet keine passenden Angebote, aber wesentlich häufiger als
alle anderen Befragten geben Arbeitslose an, keine Vorbildung zu haben und
sich inhaltlich überfordert zu fühlen. Jeder elfte Arbeitslose gibt an, schlechte
Erfahrungen gemacht zu haben.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

8.3.

Veranstaltungszeiten sind für mich
ungünstig.

Habe keine
passenden Angebote
gefunden.

Mir fehlt die Vorbildung / Inhalte
überfordern mich.

Kann mich nicht
entscheiden.

Habe schlechte
Erfahrungen
gemacht.

andere Gründe

Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
507
26
13
davon:
257
männlich
28
11
246
weiblich
24
15
davon:
111
18 bis 34 Jahre
23
20
71
35 bis 49 Jahre
33
22
132
50 bis 64 Jahre
43
9
177
65 bis 85 Jahre
7
3
darunter nach beruflichem Abschluss:
100
Universität, HS
18
13
46
Fachhochschule
22
8
80
Meister, Fachschule
11
5
233
Facharbeiter
34
14
34
(noch) ohne Abschl.
24
19
darunter Stellung im Erwerbsleben
206
Erwerbstätige
42
18
40
Arbeitslose
15
26
210
Rentner/Pensionäre
9
3
35
Studenten/Schüler
13
5
darunter nach persönlichem Nettoeinkommen:
134
unter 800 €
24
17
197
800 bis unter 1 400 €
27
10
1 400 bis unter 2 000 € 99
27
10
51
2 000 € und mehr
34
14
Gesamt 2012:
550
24
15

Mein Arbeitgeber
stellt mich nicht frei./
Keine Zeit dafür.

Kosten sind zu hoch.

Gründe für die Nichtteilnahme an beruflichen Weiterbildungen in den letzten drei Jahren
(Mehrfachnennungen)
Ist für meine Arbeit
nicht notwendig.

Tab. 8-3:

7

6

Prozent
11

2

1

3

50

7
8

5
7

13
9

2
2

1
1

3
4

47
54

12
15
5
0

9
9
5
1

12
21
11
4

2
5
1
1

0
0
1
2

2
7
3
1

47
26
35
84

7
15
5
8
2

10
9
5
6
3

14
8
12
12
4

1
0
0
3
3

2
4
0
1
0

4
0
4
4
0

52
48
74
42
53

14
3
0
3

10
3
1
7

17
22
3
2

1
10
1
0

1
0
1
0

4
9
1
1

23
45
84
76

6
6
10
8
11

2
5
6
17
7

10
10
8
16
11

4
1
1
3
2

0
0
3
2
2

2
3
2
9
1

54
55
50
23
52

Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen

Reichlich die Hälfte aller Leipzigerinnen und Leipziger hat in den letzten drei
Jahren an allgemeinen Weiterbildungen teilgenommen. Abbildung 8-5 zeigt
die Rangfolge verschiedener vorgegebener Bereiche allgemeiner Weiterbildungsangebote insgesamt und nach Geschlecht, Alter und Erwerbstätigkeit.
In Tabelle 8-3 werden die Ergebnisse nach Stellung der Erwerbstätigen im
Berufsleben und persönlichem Nettoeinkommen ergänzt, Mehrfachnennungen
waren möglich.
Die Leipzigerinnen und Leipziger sind gesundheitsbewusst. Für diejenigen,
die an allgemeinen Weiterbildungen teilnehmen, stehen die Themenbereiche
Gesundheit/Prävention und Sport an vorderster Stelle. Aber auch Fremdsprachen und neue Medien (Computer, Internet, Handy) interessieren sehr,
jeweils jeder neunte aller Befragten gibt dies zumindest an.

Mehr als die Hälfte der
Leipzigerinnen und
Leipziger hat in den letzten
3 Jahren an allgemeinen
Weiterbildungen
Frauen bevorzugen häufiger als Männer Kurse zu Gesundheit/Prävention, teilgenommen

Sport und Fremdsprachen, Männer dagegen neue Medien, Rechtsfragen und
Verbraucherschutz sowie Politik, Gesellschaft, Zeitgeschehen. Auch familienbezogene und künstlerisch-musische Kurse werden von Frauen häufiger
belegt als von Männern.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

75

Abb. 8-5: Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen in den letzten drei Jahren
(Mehrfachnennungen, in Prozent)
Gesamt/
nach Geschlecht

nach Alter

16

18
Gesundheit/Prävention
Gesundheit/Prävention

Sport

Sport

Fremdsprachen
Fremdsprachen

13

nach Erwerbstätigkeit

14
13
15

Sport

11
10
13

Fremdsprachen

19
12
9
16
15
12
9
8

Sport

Kunst, Kultur, Kreativität
Kunst, Kultur, Kreativität

Kunst, Kultur, Kreativität

7
5
6
9

11
6
17
38

Fremdsprachen

11
7
8
32

7
11
Neue Medien
7 (Computer, Internet, Handy)
neue
Medien
(Computer,
Internet,
Handy)
neue
Medien
e Medien (Computer,
Internet,
Handy)
13
(Computer, Internet,
16
9
18
Handy)

6
5
8

18
14
20
21

21 Gesundheit/Prävention
19
19

Gesundheit/Prävention
23

Kunst, Kultur, Kreativität

9
14
18
10
5
6
9
13

4
6
4
Rechtsfragen,
Verbraucherschutz Rechtsfragen,
Verbraucherschutz
Rechtsfragen,
Verbraucherschutz Rechtsfragen,
7
7
Verbraucherschutz
4
8

6
0
8
6

8
6
4 Gesellschaft, Zeitgeschehen
Politik,
Politik, Gesellschaft,
Politik, Gesellschaft,
Zeitgeschehen
8 Gesellschaft, ZeitgeschehenPolitik,
4
Zeitgeschehen
4
7

5
1
7

5
Erziehung/Familie
2
Erziehung/Familie
7

Erziehung/Familie

4
Musik 3
6

Musik

Musik

7
8
1
1

Erziehung/Familie

5
4
4
4

Musik

Sonstiges

Sonstiges

Sonstiges

6
6
1
8
4
4
4
12

5
4
Naturwissenschaften,
3
Naturwissenschaften,
Technik, Umwelt
Naturwissenschaften,
Technik, Umwelt
aturwissenschaften,
Technik, Umwelt
7
4
Technik, Umwelt
1
4

7
5
9

16

4
5
5

Sonstiges
17

4
0
5
8
5
6
14
5

60
60
46
51
habe50
in
letzten 3anJahren
habe in den letzten 3 Jahren48an keiner
habe in den letzten 3 Jahren
be in den letzten
3 Jahren
keiner
49an keiner
56
53 allgemeinen Weiterbildung teilgenommen
50
an keiner allg.
Weiter52
44
allgemeinen Weiterbildung
teilgenommen
emeinen Weiterbildung
teilgenommen
43
40 teilgenommen
44
21
bildung
40
30
20
40
60
0
20
40
60
0
20
40
60 0
18
bis
34
Jahre
20
Erwerbstätige
Gesamt
30

10
0

an

Sonstiges

n

76

männlich
20
weiblich
10

35 bis 49 Jahre

Arbeitslose

50 bis 64 Jahre

Rentner/Pensionäre

65 bis 85 Jahre

Studenten/Schüler

Wie0 bereits in vorangegangenen Bürgerumfragen festgestellt, sind insbesonhabe in den letzten 3
Sonstiges
dere jüngere
ältere Befragte überdurchschnittlich an allgemeinen
Jahrenund
an keiner
Weiterbildungen
beteiligt. Jüngere Erwachsene belegen vor allem Kurse in
allgemeinen Weiterbildung
teilgenommen
den Bereichen
Sport und Fremdsprachen sowie bei Themen zu Politik,
Gesellschaft, Zeitgeschehen, auch familienrelevante Themen interessieren
sie.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Auch die Rentnergeneration partizipiert an allgemeinen Weiterbildungen.
Wobei sie sich neben Gesundheit/Prävention und Sport überdurchschnittlich
in neue Medien wie Computer, Internet und Handy einführen lassen bzw. sich
in diesem Metier weiterbilden. Der letztgenannte Bereich trifft gleichermaßen
auf die älteren Erwerbsfähigen (50 bis 64 Jahre) zu.

Ältere Jahrgänge belegen
überdurchschnittlich
Computer-, Internet- und
Handykurse

Gesundheitsbewusst sind auch Erwerbstätige, die angeben, im Rahmen
allgemeiner Weiterbildung Sport zu treiben und darüber hinaus erlernt jeder
Neunte von ihnen fremde Sprachen.

Rechtsfragen,
Verbraucherschutz

an keiner Weiterbildung
teilgenommen

Politik, Gesellschaft,
Zeitgeschehen

18

11

Prozent
11
6

4

6

6

7

48

16
30
18
17
14
29

22
12
13
7
7
18

14
11
7
8
19
9

7
4
10
3
1
7

6
7
4
2
2
4

10
2
7
2
2
12

8
3
7
6
6
0

4
6
7
7
2
0

38
41
44
56
61
40

19
18
17
18

15
8
9
17

8
11
12
10

9
7
5
5

4
3
6
4

8
4
5
7

4
4
9
7

5
9
7
4

46
48
53
45

Sonstiges

Naturwissenschaften,
Technik, Umwelt

Kunst, Kultur, Kreativität

neue Medien (Computer,
Internet, Handy)

Fremdsprachen

Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
945
4
5
14
darunter Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
103
Selbstständige
4
7
11
79
leitende Angestellte
9
1
13
180
mittlere Angestellte
5
7
16
213
einfache Angestellte
2
5
10
63
Vor- u. Facharbeiter
0
0
12
34 14
Auszubildende
11
31
davon mit persönlichem Nettoeinkommen
168
unter 800 €
6
4
19
303
800 bis unter 1400 €
4
5
15
1400 bis unter 2000 € 220
2
5
10
207
2000 € und mehr
6
4
14

Gesundheit/Prävention

Sport

Erziehung/Familie

Musik

Tab. 8-4: Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen (Mehrfachnennungen)

Betrachtet man die Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben, sind es vor
allem die Selbstständigen, die 2014 an allgemeinen Weiterbildungen teilgenommen haben. Sie haben vor allem, vermutlich aus beruflichen Gründen,
Fremdsprachenkenntnisse aufgefrischt oder erworben. Weiterhin lässt sich
ablesen, dass mit höherer beruflicher Stellung auch die Häufigkeit der Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungsmaßnahmen steigt. Auffallend ist daher,
dass Vor- und Facharbeiter am seltensten allgemeine Weiterbildungen absolviert haben.
8.4.

Informationsquellen zu beruflichen und allgemeinen
Weiterbildungen

In Abbildung 8-6 wird ein Überblick darüber gegeben, welche Informationsquellen für alle, die bereits Angebote der beruflichen und allgemeinen Weiterbildung absolviert haben, in Frage kommen. Die Rolle des Internets als
Informationsquelle für Weiterbildungsangebote hat sich im Laufe der vergangenen 2 Jahre um 14 Prozentpunkte erhöht und bleibt damit das am
meisten genutzte Medium. Zwei Drittel der Leipzigerinnen und Leipziger
informiert sich im Netz, Männer etwas häufiger als Frauen. Mit zunehmendem
Alter sinkt der Anteil der Internetnutzer. Auch verschiedene Printmedien
werden gern und häufiger als noch 2012 von den Befragten herangezogen,
insbesondere von den älteren Bürgerinnen und Bürgern sowie von
Arbeitslosen. Beratungsgespräche und Informationsveranstaltungen werden
dagegen deutlich weniger in Anspruch genommen als im Vergleichsjahr,
überdurchschnittlich jedoch noch immer von den älteren Erwerbsfähigen (50
bis 65 Jahre) und Arbeitslosen.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Das Internet hat als
Informationsquelle für
allgemeine und berufliche
Weiterbildungen seine
Bedeutung erhöht und
bleibt das am häufigsten
genutzte Medium

77

Abb. 8-6: Informationsquellen zu beruflichen und allgemeinen Weiterbildungen im Zeitvergleich (Mehrfachnennungen, in Prozent)
0

10

20

30

40

19
18
21
17

Zeitung/Zeitschrift
6
7

Messe

13

Plakat/ Aushang/ Flyer

Informationsveranstaltung
woanders

70

51

gedruckter Angebotskatalog

Beratung

60

65

Internet

TV-/Kino-Spot

50

2014

8

2012

3
0

15
25
13
16
14
26

78

Zeitung/
Zeitschrift

Messe

Plakat/Aushang/
Flyer

TV-/Kino-Spot

Beratung

Informationsveranstaltung

woanders

Anzahl
Befragte
Gesamt 2014:
752 65
davon:
334 67
männlich
409 64
weiblich
davon:
215 80
18 bis 34 Jahre
192 70
35 bis 49 Jahre
189 53
50 bis 64 Jahre
139 39
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
486 68
Erwerbstätige
38 64
Arbeitslose
166 42
Rentner/Pensionäre
43 86
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
123 65
unter 800 €
225 61
800 bis unter 1400 €
182 66
1400 bis unter 2000 €
186 72
2000 € und mehr
Gesamt 2012:
832 51

gedruckter
Angebotskatalog

Internet

Tab. 8-5: Informationsquellen zu beruflichen und allgemeinen Weiterbildungen - Mehrfachnennungen

19

21

6

Prozent
13

3

15

13

14

17
21

22
19

9
4

12
15

2
3

17
14

16
10

13
15

9
29
22
18

12
18
25
41

8
4
6
10

18
12
14
7

2
0
3
6

12
13
21
16

13
9
14
15

16
12
14
17

22
9
18
8

16
30
42
11

5
5
11
8

13
15
8
32

1
7
6
1

16
21
16
1

12
17
15
13

13
15
17
19

14
19
25
20
18

24
24
14
17
17

9
5
8
4
7

23
16
10
7
8

5
3
2
0
0

14
17
12
16
25

9
13
15
13
16

16
14
12
16
26

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

9.

Kommunalpolitik, kommunale Lebensbedingungen und
Dienstleistungen der Stadt

9.1.

Kommunalpolitische Schwerpunkte aus Bürgersicht

Die Stadt Leipzig steht wie viele andere deutsche Städte und Gemeinden
jedes Jahr vor der schwierigen Aufgabe, die vorhandenen finanziellen Mittel
sowohl für die Sicherung der zahlreichen kommunalen Pflichtaufgaben als
auch für die Finanzierung umfangreicher freiwilliger Leistungen, die von besonders identitätsstiftender Bedeutung für die Leipzigerinnen und Leipziger
sind, einzusetzen. Die Bürgermeinung spielt dabei für die Entscheidungsträger
eine besondere Rolle.
Wiederum waren die Leipzigerinnen und Leipziger gebeten, aus 16 kommunalen Aufgaben drei Bereiche auszuwählen, bei denen aus ihrer Sicht gespart
oder nicht gespart werden soll. Der Saldo zwischen Sparen und Nicht-Sparen
und die Veränderungen im Meinungsbild der Bürgerschaft im Zeitvergleich
von 2005, 2010 und 2014 sind in Abbildung 9-1 dargestellt.
Abb. 9-1: Saldo zwischen Sparen und Nicht-Sparen im Zeitvergleich
73
68
66

Schulen und Kindertagesstätten
37
37

Straßenbau und -sanierung
13
32

37
34

Angebote für Kinder und Jugendliche
23
23

Unterstützung sozial Benachteiligter
-1

NICHT
SPAREN

15
15

Brand- und Katastrophenschutz
5

15

Wirtschaftsförderung

33

Leipzigerinnen und
Leipziger positionieren
sich zu 16 kommunalen
Aufgabenbereichen

44
Öffentliche Verkehrsmittel

15
0
-8

Naherholung, Grünanlagen, Parks

9
11

2014

2
8

2010

17

Schwimmbäder, Sportanlagen

6
7

Ver- und Entsorgung

2005

15

9
-2
-7
-5
-8
-7

Angebote für Senioren
Gewährung von Ermäßigungen

-25

SPAREN

-10
-7
-11
-15
-14
-12
-15
-20
-5
-23
-19

Städtische Bibliotheken
Oper, Gewandhaus, Schauspiel
Soziokultur
Museen, Ausstellungen

-33
-40

-20

0

20

40

60

80

Prozentpunkte

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

79

Unabhängig von den einzelnen Bereichen: In allen drei Erhebungsjahren
haben zusammengenommen mehr Bürgerinnen und Bürger für „Nicht Sparen“
votiert als für “Sparen“. 2014 wird sich nochmals deutlich stärker für das
„Nicht-Sparen“ positioniert als noch 2005. Einsparungen werden also immer
seltener von der Stadtverwaltung erwartet.

Nach wie vor darf es aus
Bürgersicht keine
Einsparungen in den
Bereichen Schulen und
Kindertagesstätten sowie
bei Straßenbaumaßnahmen geben

Mit großem Abstand zu den weiteren Problembereichen sprechen sich die
Leipzigerinnen und Leipziger gegen Einsparungen im Bereich „Schulen und
Kindertagesstätten“ aus. Im Zeitvergleich von 2005 zu 2014 hat dieses Votum
um weitere 7 Prozentpunkte zugenommen.
An zweiter Stelle folgt „Straßenbau und –sanierung“, wobei hier der Zuwachs
für „Nicht-Sparen“ im Jahresvergleich 2005 zu 2014 sogar 24 Prozentpunkte
beträgt. Für Straßenbaumaßnahmen sehen die Leipzigerinnen und Leipziger
absolut kein Sparpotential mehr.
Eine starke Veränderung in der Bürgermeinung in umgekehrter Richtung ist
bei der „Wirtschaftsförderung“ festzustellen. Zwar soll in diesem Bereich nach
wie vor nicht gespart werden, doch der ermittelte Wert liegt 2014 um 29 Prozentpunkte niedriger als noch 2005. Möglicherweise ist dies auch Ausdruck
der gezielten Förderung des Wirtschaftsstandorts Leipzig in den vergangenen
Jahren. Die Bevölkerung, selbst Teil dieser Entwicklung, sieht offensichtlich
den ortsansässigen Wirtschaftssektor schon sehr gut aufgestellt.
Sensibilisiert zeigen sich die Leipzigerinnen und Leipziger bei der „Unterstützung sozial Benachteiligter“. Hier beträgt der Unterschied zum Vergleichsjahr 2005 ebenfalls 24 Prozentpunkte zugunsten des „Nicht-Sparens“. Auch
bei den „Öffentlichen Verkehrsmitteln“ hat sich das Meinungsbild der Bürgerschaft in den letzten 10 Jahren gewandelt. Stand dieser Bereich 2005 noch
auf der „Sparen“-Seite, sprechen sich 2014 die Befragten deutlich dafür aus,
den Rotstift im öffentlichen Nahverkehr nicht anzusetzen.

Finanzielle Kürzungen
nehmen die Leipzigerinnen und Leipziger eher
im kulturellen Bereich in
Kauf

Gespart werden sollte hingegen aus Sicht der Leipzigerinnen und Leipziger
nach wie vor im kulturellen Bereich, wobei die Reihenfolge der angegebenen
kulturellen Einrichtungen bzw. Angebote variiert. Während im Zeitvergleich bei
Museen und Ausstellungen grundsätzlich am ehesten die Möglichkeit von Einsparungen gesehen wird, liegen in den Bereichen „Soziokultur“ und „Gewährung von Ermäßigungen“ die größten Meinungsschwankungen der Bevölkerung vor. Liegt das Sparpotential laut Bürgermeinung bei der „Soziokultur“ im
Jahr 2014 deutlich höher als 2005, sollte umgekehrt nach Auffassung der
Bürgerinnen und Bürger bei der „Gewährung von Ermäßigungen“ zwar nach
wie vor gespart werden, jedoch wesentlich weniger als noch 2005.
9.2.

Aus 22 vorgegebenen
Problemfeldern waren
die Leipzigerinnen und
Leipziger gebeten, die
größten kommunalen
Probleme zu benennen

Die größten Probleme in der Stadt Leipzig

Die Befragten erhielten auch 2014 die Möglichkeit, von 22 vorgegebenen
Problemen/Problembereichen die ihrer Meinung nach größten städtischen
Probleme zu benennen. Dabei konnten sie aus allen Items ohne Beschränkung mehrfach antworten. Da in den vorangegangenen Bürgerumfragen
jeweils nur bis zu drei Problemfelder angegeben werden sollten, ist eine Vergleichbarkeit mit früheren Umfrageergebnissen nur eingeschränkt möglich.
Abbildung 9-2 stellt die größten Probleme in Leipzig aus Sicht der Gesamtbevölkerung und nach der Stellung im Erwerbsleben dar. Demnach ist das
größte Problem für die Leipzigerinnen und Leipziger der Bereich „Kriminalität,
Sicherheit“. 56 Prozent aller Befragten sehen mit Sorge die Situation in der
Stadt in Bezug auf diese komplexe Problematik. Insbesondere die älteren
Mitbürgerinnen und Mitbürger betrachten dies als das dringlichste Problem.
Für drei Viertel von ihnen steht „Kriminalität, Sicherheit“ mit großem Abstand
an erster Stelle. Von den jungen Befragten trifft dies dagegen nur auf circa
jeden Dritten zu.

80

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Abb. 9-2: Die größten Probleme in Leipzig aus Bürgersicht
(Mehrfachnennungen, in Prozent)
Das größte städtische
Problem ist für die Leipzigerinnen und Leipziger
der Bereich „Kriminalität,
Sicherheit“, der ganz
besonders der älteren
Bevölkerung Sorge
bereitet

56
50
Kriminalität, Sicherheit

57
77
30
46
46
43
46
45

Straßenzustand

34
43
Kindertagesstätten

30
18
28
30
32

Straßenbaustellen, Umleitungen

„Straßenzustand“, „Straßenbaustellen- und umleitungen“ sowie „Parkplätze“ stehen im
Problembewusstsein der
Befragten ebenfalls weit
oben

22
27
31
26
31

Gesamt

Schulen

21
13

Erwerbstätige

35
28
30

Arbeitslose
Rentner/Pensionäre

Parkplätze

16
29
14

Studenten/Schüler

28
25
Armut

49

29
23
26
25
21

Finanzsituation, Verschuldung der Stadt

31
19
24
25
24
27

Zusammenleben mit Ausländern

14
18
22
14
13
12
18
19

Baustellen in der Innenstadt

Für arbeitslose Befragte
stellen „Armut“, „Arbeitsund Ausbildungsplätze“
und „Wohnkosten“ große
Leipziger Probleme dar

Arbeits- und Ausbildungsplätze

43
11
19
18
18

Wohnkosten

35
13
13
23
18
21

Sauberkeit auf Straßen und Plätzen

38
13
15
15
18
17
9

ärztliche Versorgung
0

10

20

30

40

50

60

70

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

80

81

Auch die vorgegebenen Bereiche zur Situation der Straßen in Leipzig werden
sehr kritisch von der Bürgerschaft wahrgenommen, und zwar gleichermaßen
von der Gesamtgruppe und den dargestellten Teilgruppen. Fast die Hälfte
aller Befragten sieht große Probleme beim „Straßenzustand“ und circa jeder
Dritte bei „Straßenbaustellen und –umleitungen“. Vor allem Erwerbstätige, die
ihre Wege zur Arbeit zurücklegen müssen, mahnen Besserungen an. Von
ihnen schätzt auch jeder Dritte die Parkplatzsituation sehr negativ ein. Seniorinnen und Senioren beobachten darüber hinaus häufiger als andere Befragte
die „Sauberkeit auf Straßen und Plätzen“, die „Finanzsituation, Verschuldung
der Stadt“ und das „Zusammenleben mit Ausländern“ sorgenvoll. „Kindertagesstätten“ und „Schulen“ benennen überdurchschnittlich häufig ebenfalls
Erwerbstätige als großes Leipziger Problem. Für sie ist die Betreuung ihrer
Kinder in den Kitas und Schulen während ihrer Berufstätigkeit tagsüber ein
wichtiges Anliegen. Zunehmende Zuzüge und steigende Geburtenzahlen in
den vergangenen Jahren stellen die Kommune dabei vor große Herausforderungen.
Freizeitangebote für
Familien und Senioren
sowie der Zustand der
Sportanlagen wird von den
Leipzigerinnen und
Leipzigern als nicht
problematisch angesehen

Weit überdurchschnittlich sieht jeder zweite Arbeitslose nach „Kriminalität,
Sicherheit“ in der „Armut“ das größte Problem in Leipzig. Es verwundert nicht,
dass für diese Befragten auf den weiteren Plätzen die Problemfelder „Arbeitsund Ausbildungsplätze“ und „Wohnkosten“ folgen, hängen diese Themenbereiche doch explizit mit der Lebenssituation arbeitsloser Menschen zusammen.
Freizeitangebote für Familien und Senioren werden jeweils nur von jedem 25.
und der „Zustand der Sportanlagen“ von jedem 17. Befragten als Problem gesehen.
9.3.

Zufriedenheit mit der Entwicklung kommunaler
Lebensbedingungen

Um Aussagen über die Zufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger über
verschiedene Aspekte städtischer Lebensbedingungen zu erhalten, konnten
die Befragten aus 13 vorgegebenen Bereichen auf einer Skala von 1 = „sehr
zufrieden“ bis 5 = „sehr unzufrieden“ wählen. Darüber hinaus waren sie aufgefordert einzuschätzen, inwieweit sich im Verlauf der zurückliegenden fünf Jahre hinsichtlich der betrachteten Lebensbedingungen Veränderungen ergeben
haben. Hier reicht die Skala von 1 = „verbessert“ bis 3 = „verschlechtert“. Wer
sich nicht äußern konnte, hatte auch die Möglichkeit jeweils mit „weiß ich
nicht“ zu antworten. Diese Aussagen sind nicht Bestandteil der Berechnung
der jeweiligen Mittelwerte. Die Ergebnisse sind in Abbildung 9-3 dargestellt.

Die Befragten konnten ihre
Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit mit kommunalen Lebensbedingungen
anhand von 13 vorgegebenen Aspekten zum
Ausdruck bringen Am zufriedensten sind die Bürgerinnen und Bürger mit den Natur- und Um-

weltbedingungen in Leipzig. Insbesondere dem „Ausbau der Naherholungsgebiete“, dem „Angebot an öffentlichen Grünanlagen und Parks“ und dem Zustand der Gewässer“ stellen sie gute Noten aus. Mehrheitlich positiv äußern
sie sich auch zur „Sauberkeit der Luft“ und den Angeboten an Ausbildungsplätzen und Freizeitsportanlagen. Während jedoch die Zufriedenheit mit der
„Sauberkeit der Luft“ auf relativ gleichem Niveau über die verschiedenen
Altersgruppen verteilt ist, sehen die jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre)
das „Angebot an Ausbildungsplätzen“ wesentlich entspannter als die Befragten ab 55 Jahren. Auch das „Angebot an Freizeitsportanlagen“ wird von
den Jüngeren, darunter vornehmlich von Studenten und Schülern, positiver
bewertet als von den älteren Altersgruppen. Die Rentnerinnen und Rentner
(65 und älter) als potentiell Betroffene wiederum äußern ihre Unzufriedenheit
mit der „Versorgung mit Alten- und Pflegeheimen“, obwohl dieser Aspekt von
der Gesamtgruppe eine eher positive Bewertung bescheinigt bekommt. Die
„Sauberkeit auf Straßen und öffentlichen Plätzen“ wird insgesamt „befriedigend“ benotet. Aber auch hier klafft die Schere zwischen Jung (18- bis 24Jährige - Mittelwert 2,6) und Alt (65- bis 74-Jährige – Mittelwert 3,4) weit
auseinander.
82

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Die Zufriedenheit mit dem „Angebot an Arbeitsplätzen“ bewegt sich für die
Mehrzahl der Leipzigerinnen und Leipziger im positiven Bereich. Für Arbeitslose trifft dies erwartungsgemäß nicht zu. Der Mittelwert von 3,5 spiegelt
deutlich die Unzufriedenheit der Betroffenen mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt wider.
Abb. 9-3: Zufriedenheit mit kommunalen Lebensbedingungen und
Verbesserungen/Verschlechterungen im Verlauf der vergangenen
fünf Jahre (Mittelwerte)
Zufriedenheit

-1,5
-1,5

unzufrieden

-1,0

-0,5

-1,0

-0,5

teils/teils
0,0

0,5

1,0

0,0

0,5

1,0

zufrieden

1,5
1,5

Angebot an öffentlichen
Grünanlagen und Parks
Ausbau der Naherholungsgebiete

Zustand der Gewässer
Sauberkeit der Luft
Angebot an Ausbildungsplätzen
Angebot an Freizeitsportanlagen

Hinsichtlich des „Ausbaus
der Naherholungsgebiete“
hat sich die Zufriedenheit
der Bürgerinnen und
Bürger deutlich erhöht,
während sie sich bei der
„öffentlichen Sicherheit/
Kriminalität“ sichtbar
verschlechtert hat

Versorgung mit Alten- und
Pflegeheimen
Sauberkeit der Straßen
und öffentlichen Plätze
Angebot an Arbeitsplätzen
Angebot an Jugendfreizeiteinrichtungen

Angebot an
Kindereinrichtungen
öffentliche Sicherheit/
Schutz vor Kriminalität
Straßenzustand

verschlechtert

weder/noch

verbessert

Verschlechterung/Verbesserung

Unzufriedenheit drücken die Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der befragten Aspekte „Straßenzustand“ und „öffentliche Sicherheit/Schutz vor Kriminalität“ aus. Insbesondere die Seniorinnen und Senioren bringen ihre ausdrückliche Unzufriedenheit mit diesen beiden kommunalen Lebensbedingungen zum
Ausdruck. Denn während zum Beispiel ihr Urteil über „öffentliche Sicherheit/
Schutz vor Kriminalität“ einen Mittelwert von 4,0 ergibt, beträgt das Ergebnis
der 18- bis 34-Jährigen im Mittel 3,2.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

83

Deutlich im hinteren Bereich beim Zufriedenheits-Ranking liegen die Meinungen der Gesamtbevölkerung beim „Angebot an Kindereinrichtungen“. Hier ist
es jedoch die relevante Altersgruppe (25 bis 34 Jahre), die besondere Unzufriedenheit zum Ausdruck bringt.
Interessanter Weise geben die Rentnerinnen und Rentner (65 bis 85 Jahre)
an, besonders unzufrieden mit dem „Angebot an Jugendfreizeiteinrichtungen“
zu sein (Mittelwert 3,5), während die 18- bis 34-Jährigen diesem Angebot
etwas günstigere Zufriedenheitswerte attestieren (Mittelwert 3,0).
Die von den Befragten wahrgenommenen Verbesserungen oder Verschlechterungen der ausgewiesenen städtischen Lebensbedingungen innerhalb der
vergangenen fünf Jahre sind in Abbildung 9-3 durch gelbe Balken dargestellt.
Überwiegend positive Entwicklungen werden aus Bürgersicht demzufolge
beim „Angebot an Arbeitsplätzen“, der „Versorgung mit Alten- und Pflegeheimen“ und dem „Angebot an Kindereinrichtungen“ festgestellt. Überwiegend
negativ betrachtet wird die Entwicklung bei der „öffentlichen Sicherheit/Schutz
vor Kriminalität“ und dem „Straßenzustand“, aber auch beim „Angebot an
Jugendfreizeiteinrichtungen“.
9.4.

Stadtteilbezogene Bürgervereine: Kenntnis und Nutzung

In Leipzig gibt es eine Vielzahl von stadtteilbezogenen Bürgervereinen, die in
und für ihren Stadtteil Aufgaben, die in ihrem Interesse liegen, ehrenamtlich
wahrnehmen und erfüllen. Solche Aufgaben können zum Beispiel die Durchführung von stadtteilbezogenen Veranstaltungen, wie Bürgerforen und Gesprächsrunden zur Förderung der Bürgerbeteiligung, die Entwicklung des
stadtteilbezogenen Bürgerengagements, zum Beispiel durch Informationen
der Bürger über kommunale Entscheidungen, die Beteiligung und Mitarbeit an
bzw. die Begleitung von Projekten der Stadtverwaltung im Stadtteil und an
Stadtteilkonzepten oder auch die Mitwirkung an der Verbesserung des
kulturellen und sozialen Lebens im Stadtteil sein.
Tab. 9-1:

Kenntnis eines oder mehrerer stadtteilbezogener Bürgervereine
in der Wohnumgebung
ja

42 Prozent der Befragten
haben Kenntnis von
Bürgervereinen in ihrer
Wohnumgebung, vor
allem Höhergebildete sind
informiert

84

Befragte
Anzahl
Gesamt 2014:
1318
davon:
616
männlich
688
weiblich
davon:
313
18 bis 34 Jahre
275
35 bis 49 Jahre
318
50 bis 64 Jahre
379
65 bis 85 Jahre
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
710
Erwerbstätige
68
Arbeitslose
438
Rentner/Pensionäre
64
Studenten/Schüler
darunter nach beruflichem Abschluss:
349
Universität, Hochschule
147
Fachhochschule
192
Meister, Fachschule
529
Facharbeiter
59
(noch) ohne Abschluss
darunter nach persönlichem Nettoeinkommen:
238
unter 800 €
461
800 bis unter 1 400 €
290
1 400 bis unter 2 000 €
243
2 000 € und mehr

nein
Prozent

42

58

43
40

57
60

35
43
47
44

65
57
53
56

41
43
45
32

59
57
55
68

51
39
47
40
27

49
61
53
60
73

39
44
40
45

61
56
60
55

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Tabelle 9-1 gibt einen Überblick darüber, inwieweit die Leipzigerinnen und
Leipziger einen oder mehrere Bürgervereine in ihrer Wohnumgebung kennen.
42 Prozent der Gesamtbevölkerung beantworten diese Frage mit „ja“, überdurchschnittlich häufig die Universitäts- und Hochschulabsolventen. Männer
kennen Bürgervereine etwas häufiger als Frauen, während dies bei den
jungen Leuten nur auf circa jeden Dritten zutrifft. Gleichzeitig bedeutet dies
jedoch, dass 58 Prozent der Gesamtbefragten keinen stadtteilbezogenen
Bürgerverein kennen.
Abb. 9-4: Kenntnis eines oder mehrerer stadtteilbezogener Bürgervereine in der Wohnumgebung
nach Stadtbezirken (in Prozent)
60

50

53

51
40

42

41

38

44

45

Südwest

West

49
40

39

30

27

20

10

0

Gesamt

Mitte

Nordost

Ost

Südost

Süd

Altwest Nordwest

Wie groß ist nun die Kenntnis der Leipzigerinnen und Leipziger über Bürgervereine in ihrem Stadtteil? Abbildung 9-4 gibt Aufschluss darüber. Demnach
sind deutliche Unterschiede im Antwortverhalten festzustellen. So kennen die
Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtbezirks Alt-West (Lindenau, Alt- und
Neulindenau, Leutzsch, Böhlitz-Ehrenberg, Burghausen-Rückmarsdorf) den
oder die Bürgervereine in ihrem Wohnumfeld vergleichsweise am besten.
Aber auch in den Stadtbezirken Nordost (Schönefeld-Abtnaundorf, Schönefeld-Ost, Mockau-Süd und -Nord, Thekla, Plaußig-Portitz) und Nordwest
(Möckern, Wahren, Lützschena-Stahmeln, Lindenthal) weiß circa die Hälfte
der Befragten, dass es Bürgervereine im Wohngebiet gibt. Am wenigsten
bekannt scheinen Bürgervereine im Stadtbezirk Süd zu sein (Südvorstadt,
Connewitz, Marienbrunn, Lößnig, Dölitz-Dösen). Hier gibt nur ca. jeder Vierte
an, den Bürgerverein im Wohnviertel zu kennen.
Neben der Kenntnis der Bürgervereine ist es wichtig, auch die Nutzung und
das Nutzungspotential der Angebote stadtteilbezogener Bürgervereine zu
erfragen, um die Bedeutung dieser Einrichtungen bewerten zu können. Die
Ergebnisse zur Nutzung von Angeboten der Bürgervereine resultieren aus den
Antwortmöglichkeiten „regelmäßig“, „selten“ und „nie“. Die Abbildungen 9-5
und 9-6 geben entsprechende Auskunft. Ein Viertel der Leipziger Bevölkerung
nutzt die Angebote der stadtteilbezogenen Bürgervereine mehr oder weniger,
Frauen jedoch häufiger als Männer. Neben dem Geschlecht spielen offensichtlich auch Alter und Bildungsabschluss eine Rolle, denn sowohl mit zunehmendem Alter als auch mit zunehmend höherer Bildung steigt der Anteil
derjenigen, die angeben, die wohnortnahen Angebote der ehrenamtlichen
Bürgervereine zu besuchen. Auffallend ist, dass auch circa jeder dritte geringverdienende Nutzer der Bürgervereinsangebote ist. Von den jungen Befragten
nimmt nur jeder Vierte die Angebote der wohnortbezogenen Bürgervereine an.

Nord

Insbesondere in den
Stadtteilen Alt-West, NordOst und Nord-West sind
die Bürgervereine bekannt

Jeder Vierte der Leipziger
Bevölkerung nutzt die
Angebote der stadtteilbezogenen Bürgervereine

Ehrenamtliche Tätigkeit spielt im gesellschaftlichen Leben einer Stadt eine
bedeutende Rolle. Sehr viele Leipzigerinnen und Leipziger übernehmen regelmäßig in ihrer Freizeit gemeinnützige Aufgaben in ganz unterschiedlichen Bereichen. In der aktuellen Umfrage wurde daher auch gefragt, wie groß das
Potential interessierter Mitbürgerinnen und Mitbürger ist, ebenfalls in einem
Bürgerverein ehrenamtliche Tätigkeiten auszuüben. Circa jeder achte der BeStadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

85

fragten kann sich durchaus vorstellen, in der Freizeit aktiv in einem wohnortnahen Bürgerverein zu engagieren. Bemerkenswert ist, dass unter Arbeitslosen eine erhebliche Bereitschaft signalisiert wird: jeder vierte Arbeitslose gibt
an, sich für die Mitarbeit in einem Bürgerverein zu interessieren. Vielleicht
kann gemeinnützige Arbeit eventuell eine zeitweilige Ausgrenzung aus dem
Arbeitsmarkt kompensieren. Auch von den Studenten/Schülern und den
Befragten mit hohem Bildungsabschluss kann sich jeder Fünfte gemeinnützige
Arbeit im Bürgerverein vorstellen. Dies ist ein beträchtliches Potential.
Abb. 9-5: Nutzung von Angeboten stadtteilbezogener Bürgervereine
(in Prozent)
Gesamt

3

männlich

2

weiblich

3

3

bis 85 Jahre

4

rwerbstätige

3

15

22

50- bis50
64bis
Jahre
64 Jahre
65- bis65
85bis
Jahre
85 Jahre

15

25
26

2

/Fachschule

3

27

28
24
17

24
8
19

unter 800unter
€
800€
800 bis unterunter
1 4001400€
€

12

1 400 bis unter
2 000
€
unter
2000€

12

17

24
24

13

Meister/Facharbeiter
Meister/Fachschule

13

3

19

e Abschluss

2

21

(noch)
ohne
Abschluss
(noch)
ohne
Abschluss

regelmäßig

20

25

30

35

40

19

Fachhochschule
Fachhochschule

Facharbeiter

15

15

Hochschule/Universität
Hochschule/Universität

30

10

14

2000 € und mehr
ab 2000€

21

5

6

Studenten/Schüler
Studenten/Schüler

Facharbeiter
Facharbeiter

0

16

Rentner/Pensionäre
Rentner

26

4

hhochschule

16

Arbeitslose
Arbeitslose

20

2

e/Universität

11

Erwerbstätige
Erwerbstätige

20

unter 1400 € 4
unter 2000 € 2
ab 2000 € 3

13

18- bis18
34bis
Jahre
34 Jahre
35- bis35
49bis
Jahre
49 Jahre

5

unter 800 €

Gesamt

24
18

Rentner 3
nten/Schüler 1

Bereitschaft zur ehrenamtlichen
Mitarbeit in einem Bürgerverein
in der Freizeit (in Prozent)

männlich männlich
weiblich weiblich

21

bis 64 Jahre

Arbeitslose

Gesamt

22

bis 34 Jahre 1
bis 49 Jahre 3

Abb. 9-6:

11
16
0

5

10

15

20

25

30

selten

Bürgervereine engagieren sich in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Den Befragten wurden sechs Betätigungsfelder der Vereinsarbeit vorgegeben, um deren Bedeutung aus eigener Sicht einzuschätzen.
Abbildung 9-7 zeigt die Ergebnisse für die Gesamtbevölkerung und Abbildung
9-8 ausgewiesen nach Altersgruppen. Alle genannten Bereiche werden von
den Befragten überwiegend als „sehr wichtig“ und „eher wichtig“ eingeschätzt,
allen voran die „Seniorenbetreuung“. Fast drei Viertel der Leipziger Bevölkerung sehen hierin einen wichtigen Aufgabenbereich der wohnortnahen Bürgervereine. Unsere Bevölkerung wird immer älter. Oftmals wohnen Angehörige
zu weit weg oder können und wollen aus ganz unterschiedlichen Gründen die
Betreuung ihrer älteren Angehörigen nicht wahrnehmen. Hier sind soziale
Netzwerke im Wohngebiet von besonderer Bedeutung, um der Einsamkeit im
Alter entgegenzuwirken. Wohnortnahen Bürgervereinen messen die Befragten
86

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

dafür eine wichtige Bedeutung zu, erwartungsgemäß insbesondere die Seniorinnen und Senioren. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Einschätzung
der Wichtigkeit dieser Bürgervereinsaufgabe zu.
Abb. 9-7: Bedeutung von Bürgervereinen in folgenden Bereichen
(in Prozent)
Seniorenbetreuung

36

36

20

7

Ordnung und Sauberkeit

32

31

23

12

Stadtentwicklung/Baumaßnahmen

29

35

23

11

Feste und andere kulturelle
Veranstaltungen

26

43

Ortsteilgeschichte

24

Publikationen über den Ortsteil

sehr wichtig

eher wichtig

41

22
0%

10%

teils/teils

25

30%

40%

6

25

42
20%

9

27
50%

60%

eher unwichtig

70%

80%

Wichtigste Aufgabe der
Bürgervereine sieht die
Bevölkerung in der
Betreuung der Senioren

8
90%

100%

sehr unwichtig

Abb. 9-8: Bedeutung von Bürgervereinen in folgenden Bereichen nach
Altersgruppen
2,3
Seniorenbetreuung

2,4
2,4

Ordnung und Sauberkeit

2,1

2,1

2,3
2,3
2,2

Stadtentwicklung/Baumaßnahmen

Feste und andere kulturelle
Veranstaltungen

1,9
1,8

1,7

2,0
2,0
2,0

2,2
2,3
2,4
2,1
2,2
2,2
2,4
2,2
2,2
2,2

Ortsteilgeschichte

Publikationen über den Ortsteil
3,0

2,5

18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre
2,0

1,5

1,0

Mittelwert
1 = "sehr wichtig" ... 5 = "sehr unwichtig"

Auch für die Ausrichtung von „Festen und anderen kulturellen Veranstaltungen“ sieht die überwiegende Mehrheit der Befragten im Bürgerverein einen
Ansprechpartner. In vielen Stadtteilen ist es zur Tradition geworden, Stadtteilund Heimatfeste, häufig in Form von Straßen- und Parkfesten, zu realisieren.
Nicht selten werden diese Feste zu Höhepunkten im Jahreskalender des jeweiligen Stadtteils, besteht doch auch hier die Möglichkeit, Netzwerke zu
knüpfen, über Vereinsarbeit zu informieren, aber auch einfach gesellig miteinander ins Gespräch zu kommen. Hierfür besteht stärkeres Interesse bei den
jüngeren als den älteren Jahrgängen.
„Ortsteilgeschichte“ und „Publikationen über den Ortsteil“ sind aus Bürgersicht
ebenfalls wichtige Betätigungsfelder eines Bürgervereins. Insbesondere ab
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

87

dem mittleren Erwachsenenalter nimmt die Einschätzung, dass diese Aufgaben wichtig sind, deutlich zu, um in den nachfolgenden Altersgruppen auf
etwa gleichem Niveau zu verbleiben.
Obwohl „Ordnung und Sauberkeit“ auch von allen Befragten überdurchschnittlich häufig als wichtig eingeschätzt wird, sind es insbesondere die Rentner, die
hierin eine Aufgabe durch den Bürgerverein benennen. Sie sehen auch häufiger als alle anderen Altersgruppen Informationsveranstaltungen über „Stadtentwicklung/Baumaßnahmen“ im Aufgabenspektrum der Bürgervereine.
9.5.

Kenntnis und Nutzung des Angebots des Bürgertelefons

„Kennen Sie das Angebot des Bürgertelefons (0341/123-0) der Stadtverwaltung Leipzig?“ Weit über die Hälfte der Befragten beantwortet dies mit „ja“,
circa jeder Vierte hat es bereits mindestens einmal genutzt. Jeder Dritte gibt
an, das Bürgertelefon zu kennen, aber noch nicht genutzt zu haben und
44 Prozent kennen das Bürgertelefon nicht.
Abb. 9-9:

Weit über die Hälfte
der Leipzigerinnen und
Leipziger kennen das
Bürgertelefon
0341/123-0, jeder
Vierte hat es schon
einmal genutzt

Kenntnis des Angebots des Bürgertelefons 0341/123-0
(in Prozent)

Gesamt

10

14

32

26

18

männlich

10

13

33

25

19

weiblich

9

15

31

27

18

18 bis 34 Jahre

8

35 bis 49 Jahre

10

24

15

50 bis 64 Jahre

9

65 bis 85 Jahre

7

Erwerbstätige

7

Rentner

6

41

14

30

24

800 bis unter 1400 €

9

14

1400 bis unter 2000 €

9

14

41

24

17

17
17
24

30

30

22

25

22

39
20%

19

23

27

17
10%

18

42

12

13

20

35

26

9

11

25

17

12

unter 800 €

0%

26

38

12

Studenten/Schüler 2 6

2000 € und mehr

25

28

15

12

Arbeitslose

33

20

25

33
30%

40%

12

25
50%

60%

70%

12
80%

90%

100%

ja, kenne ich und habe es bereits mehrfach genutzt
ja, kenne ich und habe es schon einmal genutzt
ja, kenne ich, habe es aber noch nicht genutzt
nein, kenne ich nicht, habe es auch noch nicht genutzt, interessiert mich aber

Ein Blick auf Abbildung 9-9 zeigt, dass zwischen Männern und Frauen kaum
Unterschiede hinsichtlich der Nutzung des Bürgertelefons wahrnehmbar sind.
Anders sieht es dagegen bei der Betrachtung nach Alter, Erwerbstätigkeit und
persönlichem Einkommen aus. Personen im mittleren Erwachsenenalter, aber
auch Arbeitslose und Besserverdienende kennen überdurchschnittlich häufig
das Bürgertelefon und haben es schon einmal genutzt. Bei Studenten und
88

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Schülern ist es dagegen kaum bekannt und nur 8 Prozent von ihnen haben
beim Bürgertelefon schon einmal angerufen.
Abb. 9-10: Zufriedenheit mit dem Bürgertelefon derjenigen, die es bereits
genutzt haben (in Prozent)
Diejenigen, die das
Bürgertelefon bereits
genutzt haben, sind
mehrheitlich damit
zufrieden

4 2

24

16

sehr zufrieden
eher zufrieden
teils/teils
eher unzufrieden
sehr unzufrieden

55

Die überwiegende Mehrzahl derjenigen, die das Bürgertelefon bereits genutzt
haben, geben an, damit zufrieden zu sein, jeder Vierte ist sogar sehr zufrieden. Nur 6 Prozent der Nutzer sind unzufrieden und jeder sechste Nutzer
beantwortet die Frage nach der Zufriedenheit mit „teils/teils“. Damit liegen die
Zufriedenheitswerte in etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.
Um Ursachenforschung zu betreiben, wurde nach den Gründen für die Unzufriedenheit gefragt, wobei 4 Antwortmöglichkeiten vorgegeben und Mehrfachantworten möglich waren. „Mein Anliegen blieb ungelöst“ bildet mit 38 Prozent
den Hauptgrund für die Unzufriedenheit der betreffenden Bürgerinnen und
Bürger. Aber auch „Mitarbeiter sind unfreundlich“ und „zu lange Wartezeiten“
stellen für jeweils 28 Prozent einen Grund zur Unzufriedenheit dar.

Die Unzufriedenen
bemängeln
hauptsächlich, dass ihr
Anliegen nicht gelöst
wurde

Abb. 9-11: Gründe für die Unzufriedenheit bei der Nutzung des Bürgertelefons
(Mehrfachnennungen, in Prozent)
Jeweils 22 Prozent der Nutzer des Bürgertelefons 2013 und 2014 sind nur teilweise zufrieden oder unzufrieden.
Die Gründe dafür lauten:
2013

2014

18
44

mein Anliegen blieb
ungelöst

26

mein An
ungelös

38

zu lange Wartezeit

Mitarbe
unfreun

Mitarbeiter sind
unfreundlich

zu lange

28

28

sonstige

sonstiger Grund
44

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

28

89

9.6.

Knapp drei Viertel aller
Leipzigerinnen und Leipziger wissen über das
Stadtjubiläum Bescheid,
insbesondere die Seniorinnen und Senioren

Kenntnis des Stadtjubiläums und Bewertung des Mottos

Im Jahr 2015 begeht die Stadt Leipzig das 1000-jährige Jubiläum ihrer Ersterwähnung. Bereits 2013 wurden die Leipzigerinnen und Leipziger im Rahmen
der Kommunalen Bürgerumfrage gefragt, ob sie vom Jubiläum „1000 Jahre
Leipzig. Wir sind die Stadt“ schon einmal etwas gehört, gesehen oder gelesen
haben. Tabelle 9-2 stellt das Antwortverhalten nach verschiedenen Teilgruppen und im Zeitvergleich 2013 und 2014 dar.
Demnach hat der Kenntnisstand aller Befragten innerhalb eines Jahres um
insgesamt 18 Prozentpunkte zugenommen. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig,
dass circa jeder Dritte noch nichts vom Jubiläum gehört, gesehen oder gelesen hat. Insbesondere Seniorinnen und Senioren sind überdurchschnittlich
gut und auch am besten im Vergleich zu allen anderen Teilgruppen über das
Jubiläum informiert. Eine deutliche Kenntnissteigerung um jeweils 21 Prozentpunkte ist bei den 18- bis 49-Jährigen, den Erwerbstätigen sowie den Arbeitslosen festzustellen. Dennoch ist insbesondere bei den jüngeren Leipzigerinnen und Leipzigern der Kenntnisstand des Jubiläums wesentlich geringer als
bei den älteren Vergleichsgruppen. Nur circa die Hälfte aller 18- bis 34-Jährigen bzw. Studenten/Schülern hat schon von dieser Großveranstaltung etwas
gehört, gesehen oder gelesen.
Tab. 9-2:

Kenntnis des Jubiläums 1000 Jahre Ersterwähnung von Leipzig
im Zeitvergleich 2013 und 2014
2013
ja

Befragte
Gesamt:
53
davon:
männlich
56
weiblich
51
davon:
18 bis 34 Jahre
30
35 bis 49 Jahre
53
50 bis 64 Jahre
66
65 bis 85 Jahre
77
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
49
Arbeitslose
42
Rentner/Pensionäre
75
Studenten/Schüler
31

Gut die Hälfte der
Befragten findet das
Motto „1000 Jahre
Leipzig. Wir sind die
Stadt“ gut

2014
nein

ja

nein

47

71

29

44
49

72
69

28
31

70
47
34
23

51
74
80
84

49
26
20
16

51
58
25
69

70
63
84
48

30
37
16
52

Prozent

Mit „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ hat die Stadt ihre Aktivitäten im
Festjahr unter ein Motto gestellt. Nach 2013 wurde auch 2014 ermittelt, wie
den Bürgerinnen und Bürgern dieser Slogan gefällt. Damit ist auch hinsichtlich
dieser Fragestellung eine Vergleichbarkeit mit dem Antwortverhalten vom
Vorjahr möglich. Abbildung 9-12 stellt die Ergebnisgrafiken nebeneinander.
Das Gefallen des Mottos „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ ist im
Jahresvergleich um 4 Prozentpunkte gestiegen. Dieser Slogan gefällt nunmehr weit mehr als der Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger ganz persönlich „sehr gut“ bzw. „gut“. Der Anteil der „teils/teils“ Antwortenden ist gleichzeitig um 5 Prozentpunkte gesunken. Allerdings schaut auch insgesamt jeder
Sechste der Befragten kritisch auf den Werbeslogan.
Nach wie vor meinen die Seniorinnen und Senioren am häufigsten, dass ihnen
dieses Motto „gut“ bzw. „sehr gut“ gefällt und sie bewegen sich damit auf
gleichem Antwortniveau wie im Vorjahr. Auch wenn den 18- bis 34-Jährigen
das Jubiläumsmotto nach wie vor am wenigsten im Vergleich zu den anderen
Altersgruppen gefällt, ist bei ihnen dennoch ein Gefallenszuwachs von 5 Prozentpunkten zu registrieren. Besonders auffallend ist, dass 2014 jedem neunten Arbeitslosen der Slogan sogar „sehr gut“ gefällt, was 2013 nur auf jeden

90

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Hundertsten zutraf. Als größte Kritiker erweisen sich wie bereits 2013
Studenten/Schüler. Zwar gibt es von ihnen keinen mehr, der das Motto als
„sehr schlecht“ beurteilt, aber der Anteil derjenigen, denen es „schlecht“
gefällt, ist auf circa jeden Vierten angestiegen. Da das Motto auch Bezug zur
Friedlichen Revolution 1989 nimmt, haben möglicherweise mittlere und ältere
Altersgruppen eine höhere Affinität dazu.
in Prozent
Abb. 9-12:
Gefallen des Mottos „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ im Zeitvergleich (in Prozent)
Gesamt
10
41
33
12 4
2013
2014

Gesamt

10

männlich

10

weiblich

10

bis 34 Jahre

9

bis 49 Jahre

10

bis 64 Jahre

12

bis 85 Jahre

10

werbstätige

11

Arbeitslose
Rentner

ten/Schüler

39
44

37

7

10
12 4

34Jahre
18 bis 34

13
9 4

35 bis 49 Jahre
32

10
11 3

50 bis 64 Jahre

12

65 bis 85 Jahre
35

10
16 4

18 Jahre
bis 34 Jahre
18 bis 34

8

33
Erwerbstätige

14
11 4

35 bis 49
35 Jahre
bis 49 Jahre

348

Arbeitslose
1 7 5
34

50 bis
59 64
50 Jahre
bis 64 Jahre

11 30

65 bis51
85
65 Jahre
bis 85 Jahre

10

39
43

Rentner
53
28
Studenten/Schüler

37
34
Hochschule/Universität
59

10

männlich
33
weiblich

41

Fachhochschule
30

Gesamt Gesamt 349

10

10
8
7

14
9 4

44

männlich männlich

weiblich
39

13
46
32

37

43
16

weiblich 339

53

32

4

48 9 2

30

53

9

29

27

19

4

27

18

4

29

8 2

11

29

8

9

1944

42
35
Studenten/Schüler
Studenten/Schüler
37
37
39
40%
teils/teils

12

5

4314

43
Arbeitslose
Arbeitslose 2611

60%
80%
100%
0%schlecht20%
schlecht sehr
sehr gut
gut

3

8 2

16

10

16

28

43

35

48
Rentner/Pensionäre
Rentner

14 3

29

4

7
28

Erwerbstätige
Erwerbstätige
34
32

28

4

14
49
34

37

4

11 3

35 9

43

99

Meister/Fachschule
10
51
30
8
Facharbeiter
12
32
35
16
9
(noch) ohne Abschluss
8

0%
20%
40%
sehr gut gut teils/teils

39

28

7

1648

6

14

23

9 5
52

4

16
29

8

10 2
35

10

27

6

0%
20%
40%
60%
80%
100%
60%
80% teils/teils
100%schlecht sehr schlecht
sehr gut gut
schlecht
sehr schlecht

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

91

92

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Tabellenverzeichnis
Seite
Methodische Vorbemerkungen
Tab. 0-1
Tab. 0-2
Tab. 0-3
Tab. 0-4
Tab. 0-5
1.
Tab. 1-1
Tab. 1-2
Tab. 1-3
Tab. 1-4
2.
Tab. 2-1
Tab. 2-2
Tab. 2-3
Tab. 2-4
Tab. 2-5
3.
Tab. 3-1
Tab. 3-2
Tab. 3-3
Tab. 3-4
4.
Tab. 4-1
Tab. 4-2
Tab. 4-3
Tab. 4-4
Tab. 4-5
Tab. 4-6
Tab. 4-7

Vergleich der Altersstruktur von Grundgesamtheit und auswertbarer Stichprobe ................ 6
Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben ........................................................................ 8
Partnerschaftsbeziehung ..................................................................................................... 8
Höchster schulischer Abschluss .......................................................................................... 8
Haushaltstyp........................................................................................................................ 8
Lebenszufriedenheit, Zukunftssicht und Einschätzung der wirtschaftlichen Lage
Allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger ................................. 10
Allgemeine Zukunftssicht der Leipzigerinnen und Leipziger ............................................ 12
Beurteilung der persönlichen wirtschaftlichen Situation ................................................... 14
Beurteilung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation in der Stadt Leipzig ................ 15
Arbeitszeiten und Einkommen
Wöchentliche Arbeitszeit ................................................................................................. 16
Persönliches monatliches Nettoeinkommen .................................................................... 19
Monatliches Haushaltsnettoeinkommen .......................................................................... 21
Monatliches Nettoäquivalenzeinkommen ........................................................................ 23
Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haushalte ........................................................... 24
Wohnen und Umziehen
Wohnfläche und Anzahl der Wohnräume ........................................................................ 26
Grund- und Gesamtmiete ................................................................................................ 27
Zufriedenheit mit dem Wohnviertel .................................................................................. 29
Vorbeugung von Wohnungseinbrüchen .......................................................................... 34
Verhältnis Deutsche und Ausländer
Zustimmung zur Aussage „Die in Leipzig lebenden Ausländer sind
eine kulturelle Bereicherung für unsere Stadt.“ ............................................................... 37
Zustimmung zur Aussage „Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich
zunehmend als Fremder in seiner Stadt.“........................................................................ 38
Zustimmung zur Aussage „Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.“ ........... 39
Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der
Deutschen anpassen.“ .................................................................................................... 40
Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen
nicht erledigen wollen.“.................................................................................................... 40
Zustimmung zur Aussage „Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung
in Deutschland untersagen.“ ........................................................................................... 41
Einstellung gegenüber Ausländern bzw. Migranten ......................................................... 42

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

93

Seite
5.
Tab. 5-1
Tab. 5-2
Tab. 5-3
Tab. 5-4
Tab. 5-5
Tab. 5-6
6.
Tab. 6-1
Tab. 6-2
Tab. 6-3
Tab. 6-4
7.
Tab. 7-1
Tab. 7-2
Tab. 7-3
8.
Tab. 8-1
Tab. 8-2
Tab. 8-3
Tab. 8-4
Tab. 8-5
9.
Tab. 9-1
Tab. 9-2

94

Umwelt
Sind Sie bereit, mehr für den Klimaschutz zu tun? .......................................................... 45
Ist Ihnen energetische Sanierung wichtig? ...................................................................... 46
Achten Sie im Alltag bewußt darauf, Ressourcen und CO2-Emissionen einzusparen?.... 48
Wie bewerten Sie die Luftqualität in Ihrem Wohnumfeld? ............................................... 50
Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität aus Bürgersicht ..................................... 51
Lärmbelastung im Wohnumfeld ...................................................................................... 52
Verkehr
Ausstattungsgrad der Haushalte mit Pkw und Motorrad/Moped ...................................... 55
Nutzung von Leihsystemen ............................................................................................. 60
Zahl der Fahrräder im Haushalt....................................................................................... 61
Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr in Leipzig nach Altersgruppen .. 64
Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Kenntnis von der Auslösung des Katastrophenalarms .................................................... 66
Empfanden Sie sich ausreichend über die Situation und die getroffenen
Maßnahmen informiert? .................................................................................................. 67
Getroffene Maßnahmen für ein besseres Vorsorgeverhalten .......................................... 69
Weiterbildung
Stellenwert von Weiterbildung ......................................................................................... 70
Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen ..................................................................... 73
Gründe für die Nichtteilnahme an beruflichen Weiterbildungen in den letzten
drei Jahren ...................................................................................................................... 75
Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen.................................................................... 77
Informationsquellen zu beruflichen und allgemeinen Weiterbildungen ............................ 78
Kommunalpolitik, kommunale Lebensbedingungen und Dienstleistungen der Stadt
Kenntnis eines oder mehrerer stadtteilbezogener Bürgervereine
in der Wohnumgebung .................................................................................................... 84
Kenntnis des Jubiläums 1000 Jahre Ersterwähnung von Leipzig
im Zeitvergleich 2013 und 2014 ...................................................................................... 90

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Abbildungsverzeichnis
Seite
Methodische Vorbemerkungen
Abb. 0-1
1.
Abb. 1-1
Abb. 1-2
Abb. 1-3
Abb. 1-4
Abb. 1-5
Abb. 1-6
2.
Abb. 2-1
Abb. 2-2
Abb. 2-3
Abb. 2-4
Abb. 2-5
Abb. 2-6
Abb. 2-7
3.

Rücklauf nach Datum ........................................................................................................ 6
Lebenszufriedenheit, Zukunftssicht und Einschätzung der wirtschaftlichen Lage
Entwicklung der Lebenszufriedenheit (1992 bis 2014) und Zukunftssicht.......................... 9
Entwicklung der Lebenszufriedenheit (2003 bis 2014) nach Altersgruppen ..................... 10
Erklärte Varianz der Regressionsmodelle zur Lebenszufriedenheit ................................. 11
Entwicklung der Zukunftssicht (2008 bis 2014) nach Altersgruppen................................ 12
Beurteilung der wirtschaftlichen Situation im Zeitverlauf.................................................. 13
Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation 2008 bis 2014 ........................ 13
Arbeitszeiten und Einkommen
Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens 1991 bis 2014 ............... 18
Persönliches monatliches Nettoeinkommen nach Alter ................................................... 18
Monatliches Einkommen Selbstständiger 2008 bis 2014 ................................................. 20
Haushaltsnettoeinkommen 2014 nach Bezugsgruppen................................................... 21
Entwicklung des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens 2003 bis 2014 ...................... 22
Entwicklung des Nettoäquivalenzeinkommens 2008 bis 2014......................................... 23
Hauptquelle des Lebensunterhalts 2010 bis 2014 ........................................................... 24
Wohnen und Umziehen

Abb. 3-1
Abb. 3-2
Abb. 3-3
Abb. 3-4

Wohneigentumsquote nach Baualtersklassen ................................................................ 25
Verteilung der Wohnflächen nach Baualtersklassen ....................................................... 26
Mietbelastung (Gesamt- und Grundmiete) nach Einkommensklassen ............................ 27
Anteil Haushalte mit Miet- und Energiezahlungsrückständen nach Hauptquelle des
Lebensunterhalts und Baualtersklasse der Wohnung ..................................................... 28
Abb. 3-5 Umzugspotenzial und Umzugsziel................................................................................... 30
Abb. 3-6 Gebäudetyp vor und nach (eventuellem) Umzug ............................................................ 30
Abb. 3-7 Hauptgründe für einen (eventuellen) Umzug nach Altersgruppen ................................... 31
Abb. 3-8 Ausstattungsmerkmale der neuen Wohnung .................................................................. 32
Abb. 3-9 Ausstattung mit Sicherheitstechnik nach Mieter- und Eigentümerhaushalten .................. 33
Abb. 3-10 Anteil ein- oder mehrmals von Wohnungseinbruch oder versuchtem
Wohnungseinbruch betroffener Haushalte nach Stadtbezirk, Baualtersklasse und
Eigentumsform der Wohnung ......................................................................................... 34
4.
Abb. 4-1
Abb. 4-2
Abb. 4-3
Abb. 4-4
5.
Abb. 5-1
Abb. 5-2
Abb. 5-3
Abb. 5-4
Abb. 5-5
Abb. 5-6
Abb. 5-7
Abb. 5-8
Abb. 5-9

Verhältnis Deutsche und Ausländer
Lebensbereiche, in denen Ausländer und Deutsche miteinander Kontakt haben 2011
und 2014 ......................................................................................................................... 35
Beurteilung der Kontakte zu Ausländern ......................................................................... 36
Zusammenhang zwischen Lebensalter, Kontakten zu Ausländern und Bewertung
dieser Kontakte ............................................................................................................... 36
Einschätzung des Zusammenlebens mit Ausländern als Problem im Zeitvergleich ......... 43
Umwelt
Stellenwert des Klimaschutzes aus Bürgersicht .............................................................. 44
Negative Auswirkungen des Klimawandels für die Region Leipzig .................................. 45
Wichtigkeit, mit der die im Haushalt verbrauchte Energie vorrangig aus lokal
verfügbaren, alternativen Energieträgern gewonnen wird ............................................... 47
Bewusstes ressourcen- und CO2-sparendes Verhalten im Alltag nach Alter ................... 48
Bereiche, in denen bewusst Ressourcen und CO2-Emissionen eingespart werden......... 49
Sollten mehr Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen werden? ............. 51
Lärmbelastung nach Emittenten ...................................................................................... 52
Lärmbelastung nach Emittenten und Stadtbezirken ........................................................ 53
Wie oft besuchen Sie den Wildpark Leipzig? .................................................................. 54

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

95

Seite
6.

Verkehr

Abb. 6-1
Abb. 6-2
Abb. 6-3
Abb. 6-4
Abb. 6-5
Abb. 6-6
Abb. 6-7
Abb. 6-8
Abb. 6-9
Abb. 6-10
Abb. 6-11
Abb. 6-12
Abb. 6-13
Abb. 6-14
Abb. 6-15

7.
Abb. 7-1
Abb. 7-2
Abb. 7-3
Abb. 7-4
8.
Abb. 8-1
Abb. 8-2
Abb. 8-3
Abb. 8-4
Abb. 8-5
Abb. 8-6
9.

Ausstattungsgrad der Haushalte mit Privat-Pkw im Zeitvergleich .................................... 55
Verkehrsmittelnutzung nach Art des Weges ................................................................... 56
Verkehrsmittelnutzung vor einem Jahr nach Art des Weges ........................................... 56
Hauptsächlich genutztes Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit ..................................... 56
Wechsel des Verkehrsmittels innerhalb des letzten Jahres und Gründe für den
Verkehrsmittelwechsel .................................................................................................... 57
Fragen zum City-Tunnel und zur S-Bahn ........................................................................ 58
Nutzung der S-Bahn vor und nach der Eröffnung des City-Tunnels ................................ 59
Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Fußverkehr in Leipzig.................................. 60
Wird in Leipzig genügend für den Fußverkehr getan? ..................................................... 61
Häufigkeit der Fahrradnutzung ........................................................................................ 62
Wege, die Radfahrer am liebsten nutzen nach Altersgruppen ........................................ 62
Nutzung von Kombinationen zwischen Radverkehr und ÖPNV ....................................... 63
Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr in Leipzig im Zeitvergleich ........ 63
Wird in Leipzig genügend für den Radverkehr getan? .................................................... 65
Bekanntheit öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs
in Leipzig ......................................................................................................................... 65

Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Informationsquellen zur Hochwasserkatastrophe und den getroffenen Maßnahmen
nach Bekanntheit des Katastrophenalarms 2013 ............................................................ 67
Betroffenheit von den Sicherheitsmaßnahmen anlässlich des Hochwassers 2013.......... 68
Einschätzung der getroffenen Maßnahmen als angemessen .......................................... 68
Veränderung des Vorsorgeverhaltens nach dem Juni-Hochwasser 2013 ....................... 69
Weiterbildung
Stellenwert von Weiterbildung im Zeitvergleich ............................................................... 70
Stellenwert von Weiterbildung nach der Stellung im Erwerbsleben ................................. 71
Positionen zum Thema Weiterbildung ............................................................................. 72
Kostenträger beruflicher Weiterbildungen ....................................................................... 74
Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen in den letzten drei Jahren ........................... 76
Informationsquellen zu beruflichen und allgemeinen Weiterbildungen im Zeitvergleich .. 78
Kommunalpolitik, kommunale Lebensbedingungen und Dienstleitungen der Stadt

Abb. 9-1
Abb. 9-2
Abb. 9-3

Saldo zwischen Sparen und Nicht-Sparen im Zeitvergleich ............................................. 79
Die größten Probleme in Leipzig aus Bürgersicht............................................................ 81
Zufriedenheit mit kommunalen Lebensbedingungen und
Verbesserungen/Verschlechterungen im Verlauf der vergangenen fünf Jahre ................ 83
Abb. 9-4 Kenntnis eines oder mehrerer stadtteilbezogener Bürgervereine
in der Wohnumgebung nach Stadtbezirken .................................................................... 85
Abb. 9-5 Nutzung von Angeboten stadtteilbezogener Bürgervereine ............................................. 86
Abb. 9-6 Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit in einem Bürgerverein in der Freizeit ............. 86
Abb. 9-7 Bedeutung von Bürgervereinen in folgenden Bereichen.................................................. 87
Abb. 9-8 Bedeutung von Bürgervereinen in folgenden Bereichen nach Altersgruppen .................. 87
Abb. 9-9 Kenntnis des Angebots des Bürgertelefons 0341/123-0 .................................................. 88
Abb. 9-10 Zufriedenheit mit dem Bürgertelefon derjenigen, die es bereits genutzt haben ............... 89
Abb. 9-11 Gründe für die Unzufriedenheit bei der Nutzung des Bürgertelefons............................... 89
Abb. 9-12 Gefallen des Mottos „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ im Zeitvergleich ............... 91

96

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2014]

Seite 1 von 8

Leben in Leipzig - Kommunale Bürgerumfrage 2014 (A)
Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer,
dieser Bogen wird maschinell ausgewertet. Markieren Sie eine Antwort bitte in der folgenden Weise:
.
Wenn Sie eine Antwort korrigieren möchten, füllen Sie bitte den falsch markierten Kreis und noch etwas darüber
hinaus aus, ungefähr so:
.
Ziffern sollen ungefähr so aussehen:

; Korrekturen so:

1. Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

weder zufrieden/noch
unzufrieden

unzufrieden

sehr unzufrieden

eher pessimistisch

pessimistisch

2. Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

weder optimistisch/
noch pessimistisch

3. Wie beurteilen Sie allgemein die gegenwärtige wirtschaftliche Situation?
sehr gut

gut

teils/teils

schlecht

sehr schlecht

weiß nicht

a) in der Stadt Leipzig
b) Ihre persönliche Lage
4. Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie ganz allgemein mit dem Wohnviertel, in dem Sie leben?
sehr zufrieden

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

sehr unzufrieden

5. Wann wurde das Haus errichtet, in dem sich Ihre Wohnung befindet?
vor 1919 (Gründerzeit)

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

1919 bis 1960

1991 bis 2001

1961 bis 1990 (Plattenbau)

ab 2002

weiß ich nicht

6. In was für einer Wohnung wohnen Sie?
Mietwohnung

eigenes Haus

Eigentumswohnung

gemietetes Haus

woanders (z. B. Heim, Untermiete)

7. Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung? Bitte tragen Sie die Wohnfläche in qm
ein.
8. Wie viele Wohnräume hat die von Ihnen genutzte Wohnung? Bitte tragen Sie die
Anzahl der Wohnräume ein.

9. Seit wann wohnen Sie in der derzeitigen Wohnung? Bitte tragen Sie das Jahr ein.

Fragen 10 bis 16 nur an Mieter.
10. Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?
a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten), in Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten), in Euro

11. Ist Ihre Kaltmiete in den letzten vier Jahren erhöht worden?
ja

nein -> weiter mit Frage 13

1.1

Seite 2 von 8

12. Wurde die letzte Mieterhöhung mit einer Modernisierungsmaßnahme begründet?
ja, vollständig

ja, teilweise

nein

13. Rechnen Sie innerhalb des nächsten Jahres mit einer Mieterhöhung?
ja

möglicherweise

nein

14. Stellen Sie sich vor, Ihr Vermieter erhöht die Kaltmiete um 20 Prozent. Was würde das für Sie bedeuten?
Ich kann die Miete problemlos weiter bezahlen. -> weiter mit Frage 16
Ich kann die Miete nicht problemlos weiter bezahlen.
15. Für den Fall, dass eine solche Mieterhöhung für Sie ein Problem darstellt. Was würden Sie tun?
(Mehrfachantworten möglich.)
einen Mietzuschuss (z.B. Wohngeld) beantragen

Sonstiges

auf andere Ausgaben (z.B. Urlaub) verzichten

Das weiß ich noch nicht.

Umzug in eine andere Wohnung
16. Hatten Sie in den letzten vier Jahren Mietzahlungsrückstände?
ja

nein

Ab hier wieder an alle Befragten.
17. Hatten Sie in den letzten vier Jahren Energiezahlungsrückstände?
ja

nein

18. Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

möglicherweise

nein -> weiter mit Frage 25

19. Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen? Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!
im selben Wohnviertel wie bisher

in einem anderen der neuen Bundesländer (mit Berlin)

im selben Stadtbezirk

in einem der alten Bundesländer

in einem anderen Stadtbezirk Leipzigs

im Ausland

in der näheren Umgebung Leipzigs

Das weiß ich noch nicht.

in Sachsen (außer Leipzig und näherer Umgebung)
20.1 Falls Sie umziehen wollen: Warum wollen oder müssen Sie umziehen? Nachfolgend sind einige Umzugsgründe
angeführt. Bitte markieren Sie mit einem Kreuz den Hauptgrund.
(A) Erwerb von Haus-/Wohneigentum

(H) Wohnung ist zu groß

(B) berufliche Gründe bzw. Aufnahme eines Studiums, einer
Ausbildung

(I) Wohnung/Gebäude ist in schlechtem Zustand bzw. mit
Mängeln behaftet

(C) familiäre Gründe (z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)

(J) gesundheitliche Gründe (Wohnung ist nicht alten- bzw.
behindertengerecht)

(D) allgemein zu hohe Miete bzw. Betriebskosten

(K) Wohnviertel ist zu laut bzw. zu dicht bebaut

(E) Überschreiten der Miet-Obergrenze für ALG-II- und
Sozialhilfeempfänger

(L) Entmietung, Abriss des eigenen Gebäudes oder
benachbarter Gebäude

(F) anderes Wohnviertel ist attraktiver

(M) anderer Grund

(G) Wohnung ist zu klein
20.2 Gibt es neben diesem Hauptgrund weitere Gründe für Ihren Umzug? Wenn ja, tragen Sie
für diese weiteren Gründe bitte rechts die fett markierten Kennbuchstaben ein.
(Mehrfachantworten möglich.)

1.2

Seite 3 von 8

21. Falls Sie umziehen wollen: Wie soll Ihre künftige Wohnung bzw. Ihr künftiges Haus beschaffen sein?
a) Welche Wohnfläche (in qm) soll die Wohnung/das Haus haben?

b) Wie viele Wohnräume soll die Wohnung/das Haus haben?

22. Falls Sie Ihre neue Wohnung mieten: Was würden Sie maximal an Miete zahlen?
maximale Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten), in Euro

23. Falls Sie umziehen wollen: Welcher Art soll das Gebäude sein, in dem sich Ihre künftige Wohnung befindet?
vor 1919 (Gründerzeit)

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

1919 bis 1960

1991 bis 2001

1961 bis 1990 (Plattenbau)

ab 2002

egal

24. Wie wichtig sind Ihnen folgende Ausstattungsmerkmale der neuen Wohnung bzw. des neuen Wohngebäudes?
sehr wichtig

eher wichtig

teils/teils

eher nicht wichtig

überhaupt nicht
wichtig

Balkon
Aufzug
Schwellenfreiheit
seniorengerechte/-freundliche Ausstattung
Wärmedämmung, Energieeffizienz
Einbauküche
Parkett bzw. Laminat
Sonstiges, und zwar (bitte nennen):
Welche sonstigen Ausstattungsmerkmale sind das? Bitte in die nächste Zeile eintragen.

Es folgen Fragen zur Haus- und Wohnungssicherheit.
25. Kreuzen Sie bitte die Sicherheitstechnik an, die gegenwärtig auf Ihre Wohnung/Eigenheim zutrifft.
(Mehrfachantworten möglich.)
Spezielle Sicherung an der Tür

Videokamera(s) innerhalb der Wohnung/des Hauses

Spezielle Sicherung an Fenstern

Beleuchtung außerhalb der Wohnung/des Hauses, z.B. im
Garten

Alarmanlage

Bewegungsmelder

Videokamera(s) außerhalb der Wohnung/des Hauses

Sonstige Sicherheitstechnik

26. Haben Sie vor, (weitere) Sicherheitstechnik einzubauen?
ja

nein -> weiter mit Frage 28

27. Warum möchten Sie weitere Sicherheitstechnik einbauen? (Mehrfachantworten möglich.)
damit ich mich selbst sicherer fühle

weil Nachbarn zusätzliche Sicherheitstechnik eingebaut
haben

weil mir die Versicherung dazu rät

weil Mitglieder des Haushalts dies wollen

weil mir Freunde/Bekannte/Familienangehörige dazu raten

sonstiger Grund

weil es in polizeilichen Informationen/Aufklärungskampagnen
geraten wird

1.3

Seite 4 von 8

28. Warum möchten Sie keine (weitere) Sicherheitstechnik einbauen? (Mehrfachantworten möglich.)
weil meine Wohnung bzw. mein Haus sicher genug ist

weil ich noch nicht darüber nachgedacht habe

weil mir das zu teuer ist

weil die Versicherung dies nicht fordert

weil es mir zu aufwendig ist, mich zu informieren

weil der Vermieter dies nicht zulässt

weil Sicherungstechniken meist nicht schön aussehen

sonstiger Grund

29. Haben Sie schon einmal einen Wohnungseinbruch erlitten, oder wurde bereits versucht bei Ihnen einzubrechen?
nein

ja, einmal

ja, mehrmals

30. Haben Sie sich jemals über Möglichkeiten zur Verhinderung von Einbrüchen informiert?
ja

nein

31. Haben Sie schon einmal von einer Handwerksfirma die Sicherheit Ihrer Wohnung/Ihres Hauses prüfen lassen?
nein

ja, einmal

ja, mehrmals

Nun geht es um verschiedene Wohnformen.
32. Können Sie sich vorstellen in Ihrer aktuellen oder auch in einer späteren Lebensphase, nicht nur allein oder mit
Partner/Familienangehörigen, sondern darüber hinaus mit anderen Menschen in einer gemeinschaftlichen Wohnform zu
leben?
ja

nein

weiß nicht

in der aktuellen Lebensphase
in einer späteren Lebensphase
Wenn eine gemeinschaftliche Wohnform aktuell oder später für Sie in Frage kommt, beantworten Sie bitte auch die
folgenden beiden Fragen.
33. Welche gemeinschaftlichen Wohn- und Lebensformen kommen für Sie in Frage? (Mehrfachantworten möglich.)
mit Freunden/Gleichgesinnten in Wohngemeinschaft/Hausgemeinschaft, ohne eigenständige Wohnung
mit Freunden/Gleichgesinnten in einem Haus, mit eigenständiger Wohnung
mit Freunden/Gleichgesinnten in gemeinsamen Bauprojekt, mit eigenem Haus
durch einen Projektträger organisierte gemeinschaftliche Wohnform für Jung und Alt, mit eigenständiger Wohneinheit
(Mehrgenerationenhaus)
durch einen Projektträger organisierte gemeinschaftliche Wohnform für Familien, mit eigenständiger Wohneinheit
durch einen Projektträger organisierte gemeinschaftliche Wohnform für Senioren, mit eigenständiger Wohneinheit
etwas anderes (z.B. Seniorenheim)
34. Unter Berücksichtigung Ihrer finanziellen Situation: Welche Bau- und Eigentumsform würden Sie für eine solche
Wohn- und Lebensform bevorzugen?
Mietwohnung
Haus zur Miete
Eigentumswohnung
Ein- oder Zweifamilienhaus, Reihenhaus
in Baugemeinschaft erworbene Eigentumswohnung
in Baugemeinschaft geplantes, neu errichtetes Haus
als Genossenschaftsmitglied in einer bestehenden Wohnungsgenossenschaft
in einer selbstorganisierten genossenschaftlichen Wohnform
etwas anderes, und zwar (bitte eintragen):

1.4

Seite 5 von 8

Nun einige Fragen zum Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.
35. Wissen Sie, dass im Jahr 2013 wegen des Hochwassers Katastrophenalarm ausgelöst wurde?
ja

nein

36. Wo haben Sie sich über die Hochwasserkatastrophe und die getroffenen Maßnahmen informiert?
(Mehrfachantworten möglich.)
Radio/Fernsehen

Soziale Netzwerke (Facebook, Twitter o. ä.)

Zeitung

andere Internetseite(n)

Nachbarn/Freunde/Bekannte

direkt vor Ort

www.leipzig.de

Sonstiges

37. Empfanden Sie sich ausreichend über die Situation und die getroffenen Maßnahmen informiert?
ja -> weiter mit Frage 39

nein

38. Wenn nein, welche Informationen haben Sie vermisst?

39. Waren Sie von den Maßnahmen (z. B. Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, zeitweise Evakuierung von
Angehörigen aus gefährdeten Alten- und Pflegeheimen) direkt betroffen?
ja

nein -> weiter mit Frage 41

40. Wenn ja, empfanden Sie die getroffenen Maßnahmen als angemessen?
ja

nein

41. Haben Sie Ihr Vorsorgeverhalten nach dem Hochwasser bzw. nach dem Starkregenereignis vom 20.06.2013
geändert?
ja

nein -> weiter mit Frage 43

42. Durch welche Maßnahmen haben Sie Ihr Vorsorgeverhalten geändert? (Mehrfachantworten möglich.)
Einholen von Informationen zur eigenen
Hochwassergefährdung

Abschluss einer Versicherung gegen Elementarschäden

Materielle Vorsorge (z. B. Vorhaltung von Sandsäcken)

Sonstiges

Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der
wirtschaftlichen Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.
43. Leben Sie in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner/in

nein, lebe allein

44. Wie alt sind Sie? Bitte geben Sie Ihr
Alter in Jahren an.

45. Sind Sie...

männlich

weiblich?

46. Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet? Bitte tragen
Sie die Zahl der Personen ein. (Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und
wirtschaftet.)

1.5

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47. Wie viele Personen aus der entsprechenden Altersgruppe (Sie selbst eingeschlossen) wohnen bei Ihnen im
Haushalt?
eine Person

zwei Personen

drei Personen

vier Personen

vier Personen
und mehr

unter 7 Jahre
7 bis 14 Jahre
15 bis 17 Jahre
18 bis 25 Jahre
26 bis 44 Jahre
45 bis 64 Jahre
65 Jahre und älter

48. In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)
im eigenen Haushalt.

im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

in einer Wohngemeinschaft (WG).

woanders.

49. Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu?
Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig
Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehr- bzw.
Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)

beschäftigt in einer öffentlich geförderten
Beschäftigungsmaßnahme (z. B. „1-Euro-Job“, KommunalKombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt
(z. B. Mutterschutz, Elternzeit)

Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer
Umschulungsmaßnahme befindlich

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und
Erwerbsunfähigkeitsrente)

Student/-in oder Schüler/-in

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

50. Für Erwerbstätige: Wie viele Stunden arbeiten Sie normalerweise pro Woche? Bitte tragen
Sie die Zahl der Stunden ein.

51. Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?
allgemeine Hochschulreife/Abitur

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

Fachhochschulreife/Fachabitur

(noch) keinen

10. Klasse (Realschulabschluss)

Sonstigen

52. Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?
Hochschul-/Universitätsabschluss

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter/-in

Fachhochschulabschluss

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

Meister-/Technikerausbildung oder Fachschulabschluss
(auch der ehem. DDR)

53. Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?
Selbstständige/-r

Vorarbeiter/-in, Polier/-in, Facharbeiter/-in im erlernten Beruf

mithelfende/-r Familienangehörige/-r

ungelernter/angelernter, berufsfremd tätige/-r Arbeiter/-in

leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer Dienst

Auszubildende/-r

mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter
gehobener/mittlerer Dienst

etwas anderes (z. B. Wehr- bzw. Bundesfreiwilligendienst)

einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher Dienst

1.6

Seite 7 von 8

54. Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge
sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente,
Pension, öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der
Unterkunft, Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

700 bis unter

900 €

1500 bis unter 1700 €

2600 bis unter 2900 €

400 bis unter 500 €

900 bis unter 1100 €

1700 bis unter 2000 €

2900 bis unter 3200 €

500 bis unter 600 €

1100 bis unter 1300 €

2000 bis unter 2300 €

3200 bis unter 3600 €

600 bis unter 700 €

1300 bis unter 1500 €

2300 bis unter 2600 €

3600 € und mehr

55. Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?
Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Bundesfreiwilligendienstvergütung, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)
Arbeitslosengeld I
Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)
Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII
Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)
Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)
56. Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?
unter 150 €

500 bis unter

600 €

1200 bis unter 1400 €

2000 bis unter 2300 €

150 bis unter 300 €

600 bis unter

800 €

1400 bis unter 1600 €

2300 bis unter 2600 €

300 bis unter 400 €

800 bis unter 1000 €

1600 bis unter 1800 €

2600 bis unter 3000 €

400 bis unter 500 €

1000 bis unter 1200 €

1800 bis unter 2000 €

3000 € und mehr

57. Welche Sprache sprechen Sie zu Hause am häufigsten?
deutsch

andere Sprache

Jetzt geht es um die Stadt Leipzig.
58. Die Stadt Leipzig muss genau überlegen, wo sie ihre Mittel konzentriert und wo sie weniger Mittel einsetzt. Was
meinen Sie: Wo sollte künftig gespart werden, wo nicht? Wählen Sie bitte jeweils drei Bereiche (aber nicht mehr) aus,
wo gespart und wo nicht gespart werden sollte.
sparen

Wirtschaftsförderung, Ansiedlung von Investoren, Unternehmen
Brand- und Katastrophenschutz
Schulen und Kindertagesstätten
Öffentliche Verkehrsmittel
Angebote für Kinder und Jugendliche
Angebote für Senioren
Gewährung von Ermäßigungen (z.B. Leipzig-Pass, Sozial-Ticket)
Straßenbau und –sanierung
Ver- und Entsorgung (Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Abfall)
Naherholung, Grünanlagen, Parks
Schwimmbäder, Sportanlagen
Städtische Bibliotheken
Museen, Ausstellungen
Oper, Gewandhaus, Schauspiel
Soziokultur (soziokulturelle Zentren, wie: ANKER, naTO, VILLA)
Unterstützung sozial benachteiligter Jugendlicher/ hilfebedürftiger Familien

1.7

nicht sparen

Seite 8 von 8

59. Wo gibt es Ihrer Meinung nach die größten Probleme in der Stadt Leipzig? (Mehrfachantworten möglich.)
ärztliche Versorgung

Öffentlicher Nahverkehr

Arbeits-/Ausbildungsplätze

Parkplätze

Armut

Sauberkeit auf Straßen/Plätzen

Baustellen in der Innenstadt

Schulen

Finanzsituation/Verschuldung der Stadt

Straßenbaustellen, Umleitungen

Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche

Straßenzustand

Freizeitangebote für Familien

Umweltbelastung

Freizeitangebote für Senioren

Wohnkosten

Kindertagesstätten

Wohnungsleerstand

Kriminalität, Sicherheit

Zusammenleben mit Ausländern

Lärmbelastung

Zustand der Sportanlagen

Die Zufriedenheit mit einer Stadt wie Leipzig wird durch viele Dinge beeinflusst. Deshalb bitten wir Sie um die
Beantwortung der folgenden Frage.
60. Bitte geben Sie zunächst an, wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit jedem einzelnen der folgenden Aspekte sind!
Außerdem geben Sie bitte an, ob sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre Ihrer Meinung nach eher Verbesserungen
oder Verschlechterungen ergeben haben.
Hier bitte ankreuzen, wie zufrieden Sie mit dem jeweiligen Aspekt Hier bitte ankreuzen, ob Verbesserungen
sind.
oder Verschlechterungen eingetreten sind.
weiß
weiß
versehr
verbesweder/
sehr
unzuich
ich
schlechzufrieden teils/teils
unzusert
noch
zufrieden
frieden
nicht
nicht
tert
frieden

Angebot an Arbeitsplätzen
Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen
Angebot an
Kindereinrichtungen
Versorgung mit Alten- und
Pflegeheimen
Angebot an
Jugendfreizeiteinrichtungen
Angebot an
Freizeitsportanlagen
Zustand der Gewässer
Ausbau der
Naherholungsgebiete
Angebot an öffentlichen
Grünanlagen und Parks
Sauberkeit der Luft
Sauberkeit der Straßen und
öffentlichen Plätze
Straßenzustand
öffentliche Sicherheit/ Schutz
vor Kriminalität
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

1.8

Seite 1 von 8

Leben in Leipzig - Kommunale Bürgerumfrage 2014 (B)
Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer,
dieser Bogen wird maschinell ausgewertet. Markieren Sie eine Antwort bitte in der folgenden Weise:
.
Wenn Sie eine Antwort korrigieren möchten, füllen Sie bitte den falsch markierten Kreis und noch etwas
darüber hinaus aus, ungefähr so:
.
Ziffern sollen ungefähr so aussehen:

; Korrekturen so:

1. Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

weder zufrieden/noch
unzufrieden

unzufrieden

sehr unzufrieden

eher pessimistisch

pessimistisch

2. Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

weder optimistisch/
noch pessimistisch

3. Wie beurteilen Sie allgemein die gegenwärtige wirtschaftliche Situation?
sehr gut

gut

teils/teils

schlecht

sehr schlecht

weiß nicht

a) in der Stadt Leipzig
b) Ihre persönliche Lage
4. 2015 jährt sich zum 1000sten mal die erste urkundliche Erwähnung Leipzigs.
Haben Sie von diesem Jubiläum schon einmal etwas gehört, gesehen oder gelesen?
ja

nein

5. Wie gut gefällt Ihnen persönlich das Motto „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“?
sehr gut

gut

teils/teils

schlecht

sehr schlecht

6. Kennen Sie in Ihrer Wohnumgebung einen oder mehrere stadtteilbezogene Bürgervereine?
ja

nein

7. Nutzen Sie die Angebote von stadtteilbezogenen Bürgervereinen?
regelmäßig

selten

nie

8. Würden Sie in Ihrer Freizeit gern ehrenamtlich in einem Bürgerverein arbeiten?
ja

nein

9. Die Bürgervereine engagieren sich in verschiedenen Bereichen. Welche Bedeutung haben Bürgervereine aus Ihrer
Sicht in den folgenden Bereichen?
sehr wichtig

eher wichtig

teils/teils

eher unwichtig

sehr unwichtig

Stadtentwicklung/Baumaßnahmen
Ordnung und Sauberkeit
Ortsteilgeschichte
Publikationen über den Ortsteil
Feste und andere kulturelle Veranstaltungen
Seniorenbetreuung

1.1

Seite 2 von 8

10. Stehen in Ihrem Haushalt folgende fahrtüchtige Fahrzeuge zur Verfügung? Bitte geben Sie jeweils an, wie viele
dieser Fahrzeuge im Haushalt vorhanden sind. Wenn kein Fahrzeug zur Verfügung steht, tragen Sie bitte eine 0 ein.
Privat-Pkw

Dienst-/Firmen-Pkw

Motorrad, Moped

Fahrrad ohne Elektrounterstützung

Fahrrad mit Elektrounterstützung (E-Bike, Pedelec)
11. Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für folgenden Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile nur einmal
ankreuzen!)
Straßenbahn,
Bus

Pkw/Krad

S-Bahn

Eisenbahn

Fahrrad

gehe zu Fuß

zur Arbeit
zur Ausbildung
zu Einkäufen
in der Freizeit/zur Erholung
in die Leipziger Innenstadt, allgemein
12. Welches Verkehrsmittel benutzten Sie vor einem Jahr überwiegend für folgenden Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile
nur einmal ankreuzen!)
Straßenbahn,
Bus

Pkw/Krad

S-Bahn

Eisenbahn

Fahrrad

gehe zu Fuß

zur Arbeit
zur Ausbildung
zu Einkäufen
in der Freizeit/zur Erholung
in die Leipziger Innenstadt, allgemein
13. Wenn sich die Wahl Ihre Verkehrsmittels verändert hat, was sind die Gründe dafür? (Mehrfachantworten möglich.)
wegen Wohnortwechsel, Arbeitsplatzwechsel oder Wechsel
KITA/Schule

aus gesundheitlichen Gründen

aus finanziellen Gründen

aus Umweltgründen

aus zeitlichen Gründen

wegen neuem S-Bahn-Netz (City-Tunnel)

sonstiger Grund (bitte nennen)
14. Haben Sie in diesem Jahr schon einmal die S-Bahn genutzt?
täglich

mehrmals pro Woche

mehrmals pro Monat

seltener

nie -> weiter mit
Frage 18

15. Wenn ja, wohin sind Sie dabei überwiegend gefahren?
in die Leipziger Innenstadt

zu einem anderen Ziel innerhalb
Leipzigs

zu einem Ort außerhalb Leipzigs

16. Nutzten Sie im Zusammenhang mit diesen S-Bahn-Fahrten auch ein weiteres Verkehrsmittel?
ja

nein -> weiter mit Frage 18

17. Wenn ja, welches Verkehrsmittel haben Sie auch genutzt? (Mehrfachantworten möglich.)
auch Straßenbahn, Bus oder Zug

auch Rad

auch Pkw

18. Haben Sie vor der City-Tunnel-Eröffnung die S-Bahn (auch) schon genutzt?
nein, gar nicht

ja, aber weniger

ja, genau so oft

ja, mehr

1.2

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19. Nutzen Sie Leihsysteme für Verkehrsmittel in Leipzig?
mehrmals pro
Woche

täglich

mehrmals pro
Monat

seltener

nie

Autovermietung
Car-Sharing
Leihfahrräder
20. Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit den folgenden Bedingungen für den Fußverkehr in der Stadt Leipzig?
sehr zufrieden

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

sehr
unzufrieden

nicht
einschätzbar

Qualität der Bürgersteige (baulicher Zustand,
Führung)
Querungsmöglichkeiten von Straßen
Aufenthaltsqualität wie Begrünung
Möglichkeiten zur Begegnung
Möglichkeiten zum Verschnaufen
21. Und wie oft fahren Sie in Leipzig mit dem Rad?
(fast) täglich

mehrmals pro Woche

mehrmals pro Monat

seltener

nie

22. Welche Wege nutzen bzw. würden Sie beim Radfahren in Leipzig nutzen?
nutze ich am liebsten

nutze ich gern

nutze ich nur ungern

nutze ich gar nicht

separate, baulich getrennte Radwege neben
der Straße
markierte Radfahr- bzw. Schutzstreifen auf der
Straße
Straßen ohne spezielle Radwege oder
Markierungen für Radfahrer
Gehwege (z.B. bei schlechten oder
gefährlichen Straßen)
separate Wege abseits von Straßen (z.B.
durch Grün- oder Parkanlagen
23. Nutzen Sie die folgenden Kombinationen zwischen Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in
Leipzig?
mehrmals pro
Woche

(fast) täglich

mehrmals pro
Monat

seltener

nie

Fahrradmitnahme im ÖPNV
Fahrradabstellmöglichkeit im
Haltestellenbereich und Weiterfahrt mit dem
ÖPNV (Bike and Ride)
24. Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit den folgenden Bedingungen für den Radverkehr in der Stadt Leipzig?
sehr zufrieden

zufrieden

teils/teils

unzufrieden

nicht
einschätzbar

sehr
unzufrieden

Qualität der Radverkehrsanlagen
(baulicher Zustand, Verständlichkeit
der Führung und Wegweisung)
Angebot an Radverkehrsanlagen
(Dichte des Fahrradnetzes)
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
25. Wird Ihrer Meinung nach in der Stadt Leipzig in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr bzw. den Fußverkehr
getan?
viel zu viel

viel

genau richtig

wenig

viel zu wenig

nicht
einschätzbar

für den Radverkehr
für den Fußverkehr

1.3

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26. Welche öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Leipzig sind Ihnen bekannt?
bekannt

nicht bekannt

Faltblatt zum Fahrradparken
Faltblatt zu Fahrradstraßen in Leipzig
Faltblatt „Mit dem Rad zum Technischen Rathaus“
Postkarte als Werbung zur Kostenübernahme für Fahrradbügel durch Geschäftsinhaber
Stadtradeln
27. Werden Sie in Ihrer Wohnung bzw. Wohnumgebung durch Lärm gestört? Geben Sie bitte an, wie stark Sie sich
durch folgende Lärmarten belästigt fühlen.
sehr stark

stark

mittel

schwach

überhaupt nicht

Kfz-Straßenlärm
Straßenbahnverkehrslärm
Eisenbahnverkehrslärm
Flugverkehrslärm
Baustellenlärm
Industrie-/Gewerbelärm
anderer Lärm (z.B. Freizeit, Sport, Veranstaltungen)
28. Sofern Sie sich in Leipzig sehr stark oder stark durch Kfz-Straßenlärm belästigt fühlen, geben Sie bitte die Straße
(ohne Hausnummer), den Straßenabschnitt, Kreuzung oder Platz an, wo das auftritt.

29. Sofern Sie sich in Leipzig sehr stark oder stark durch Schienenverkehrslärm belästigt fühlen, geben Sie bitte die
Straße (ohne Hausnummer), den Straßenabschnitt, Kreuzung oder Platz an, wo das auftritt.

30. Wie bewerten Sie die Luftqualität in Ihrem Wohnumfeld?
sehr gut

gut

teils/teils

schlecht

sehr schlecht

nicht
einschätzbar

31. Müssen Ihrer Meinung nach weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität (z.B. Reduzierung des
Verkehrsaufkommens) ergriffen werden?
ja

nein -> weiter mit Frage 33

ist mir egal -> weiter mit Frage 33

32. Bitte geben Sie an, welche weiteren Maßnahmen aus Ihrer Sicht zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen werden
müssen.

Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der
wirtschaftlichen Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.
33. Leben Sie in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner/in

nein, ich lebe allein

34. Wie alt sind Sie? Bitte geben Sie Ihr Alter in Jahren an.

35. Sind Sie...

männlich

weiblich?

36. Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet? Bitte tragen
Sie die Zahl der Personen ein. (Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und
wirtschaftet.)

1.4

Seite 5 von 8

37. Wie viele Personen aus der entsprechenden Altersgruppe (Sie selbst eingeschlossen) wohnen bei Ihnen im
Haushalt?
eine Person

zwei Personen

drei Personen

vier Personen

vier Personen
und mehr

unter 7 Jahre
7 bis 14 Jahre
15 bis 17 Jahre
18 bis 25 Jahre
26 bis 44 Jahre
45 bis 64 Jahre
65 Jahre und älter
38. In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)
im eigenen Haushalt.

im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

in einer Wohngemeinschaft (WG).

woanders.

39. Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu?
Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig
Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehr- bzw.
Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)

beschäftigt in einer öffentlich geförderten
Beschäftigungsmaßnahme (z. B. „1-Euro-Job“, KommunalKombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt
(z. B. Mutterschutz, Elternzeit)

Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer
Umschulungsmaßnahme befindlich

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und
Erwerbsunfähigkeitsrente)

Student/-in oder Schüler/-in

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

40. Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?
allgemeine Hochschulreife/Abitur

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

Fachhochschulreife/Fachabitur

(noch) keinen

10. Klasse (Realschulabschluss)

Sonstigen

41. Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?
Hochschul-/Universitätsabschluss

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter/-in

Fachhochschulabschluss

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

Meister-/Technikerausbildung oder Fachschulabschluss
(auch der ehem. DDR)
42. Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?
Selbstständige/-r

Vorarbeiter/-in, Polier/-in, Facharbeiter/-in im erlernten Beruf

mithelfende/-r Familienangehörige/-r

ungelernter/angelernter, berufsfremd tätige/-r Arbeiter/-in

leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer Dienst

Auszubildende/-r

mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter
gehobener/mittlerer Dienst

etwas anderes (z. B. Wehr- bzw. Bundesfreiwilligendienst)

einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher Dienst
43. Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge
sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente,
Pension, öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der
Unterkunft, Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

700 bis unter

900 €

1500 bis unter 1700 €

2600 bis unter 2900 €

400 bis unter 500 €

900 bis unter 1100 €

1700 bis unter 2000 €

2900 bis unter 3200 €

500 bis unter 600 €

1100 bis unter 1300 €

2000 bis unter 2300 €

3200 bis unter 3600 €

600 bis unter 700 €

1300 bis unter 1500 €

2300 bis unter 2600 €

3600 € und mehr

1.5

Seite 6 von 8

44. Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?
Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Bundesfreiwilligendienstvergütung, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)
Arbeitslosengeld I
Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)
Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII
Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)
Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)
45. Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?
unter 150 €

500 bis unter

600 €

1200 bis unter 1400 €

2000 bis unter 2300 €

150 bis unter 300 €

600 bis unter

800 €

1400 bis unter 1600 €

2300 bis unter 2600 €

300 bis unter 400 €

800 bis unter 1000 €

1600 bis unter 1800 €

2600 bis unter 3000 €

400 bis unter 500 €

1000 bis unter 1200 €

1800 bis unter 2000 €

3000 € und mehr

46. Welche Sprache sprechen Sie zu Hause am häufigsten?
deutsch

andere Sprache

Es folgen Fragen zum Klimaschutz.
47. Wie wichtig ist Ihnen eine energetische Sanierung Ihres Hauses/Ihrer Wohnung?
Ja, ist mir wichtig, wenn die dadurch erreichten Einsparungen die Kosten decken.
Ja, ist mir wichtig, auch wenn dadurch die Kosten nicht gedeckt sind.
Nein, das ist mir nicht wichtig.
48. Wie wichtig ist es Ihnen, dass die in Ihrem Haushalt verbrauchte Energie vorrangig aus lokal verfügbaren,
alternativen Energieträgern und -quellen (Sonne, Wind, Erdwärme) gewonnen wird?
sehr wichtig

eher wichtig

teils/teils

eher unwichtig

sehr unwichtig

49. Achten Sie im Alltag bewusst darauf, Ressourcen und CO2-Emissionen einzusparen?
ja

nein -> weiter mit Frage 51

50. In welchen Bereichen achten Sie bewusst darauf Ressourcen und CO2-Emissionen einzusparen? Sie können
mehrfach ankreuzen. (Mehrfachantworten möglich.)
Verkehrsmittelnutzung

Wasserverbrauch

Ernährungsverhalten

Stromverbrauch/-versorgung

Konsumverhalten

Sonstiges

Wärmeverbrauch/-versorgung

Abfalltrennung/-vermeidung

51. Welchen Stellenwert hat der Klimaschutz für Sie?
sehr hohen

hohen

teils/teils

geringen

sehr geringen

52. Befürchten Sie in den kommenden Jahren negative Auswirkungen des Klimawandels für die Region Leipzig?
ja

möglicherweise

nein

53. Sind Sie bereit, mehr für den Klimaschutz zu tun?
ja, auf jeden Fall

ja, eher

teils/teils

nein, eher nicht

nein, auf keinen Fall

54. Ist Ihnen etwas über die Wirkung der Umweltzone bekannt?
ja

nein

55. Wie oft besuchen Sie den Wildpark Leipzig?
mindestens einmal
wöchentlich

mindestens einmal
monatlich

mindestens einmal jährlich

seltener bzw. nie

1.6

Seite 7 von 8

Bei den folgenden drei Fragen geht es um das Verhältnis von Deutschen und Ausländern.
56. In welchen Lebensbereichen haben Sie regelmäßig Kontakte zu Ausländern (für Ausländer: zu Deutschen)?
(Mehrfachantworten möglich.)
in der eigenen Familie oder näheren Verwandtschaft

in der Schule, beim Studium, bei der Ausbildung

im Freundes- oder Bekanntenkreis

in einem Verein (z.B. Sport- oder Gartenverein)

in der Nachbarschaft

woanders

am Arbeitsplatz

habe keine regelmäßigen Kontakte

57. Wer Kontakte hat: Wie bewerten Sie diese Kontakte?
sehr positiv

positiv

teils/teils

negativ

sehr negativ

58. Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zum Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern in Leipzig zu?
voll und ganz

eher

teils/teils

eher nicht

überhaupt nicht

Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine
kulturelle Bereicherung für unsere Stadt.
Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt
man sich zunehmend als Fremder in seiner
Stadt.
Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig
weg.
Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den
der Deutschen anpassen.
Die Ausländer machen die Arbeit, die die
Deutschen nicht erledigen wollen.
Man sollte den Ausländern jede politische
Betätigung in Deutschland untersagen.
Nun drei Fragen zum Bürgertelefon der Stadt Leipzig.
59. Kennen Sie das Angebot des Bürgertelefons (0341/123-0) der Stadtverwaltung Leipzig?
Ja, kenne ich und
habe es bereits
mehrfach genutzt.

Ja, kenne ich und
habe es schon einmal
genutzt.

Ja, kenne ich, habe
es aber noch nicht
genutzt.

Nein, kenne ich nicht,
habe es auch noch
nicht genutzt,
interessiert mich aber.

Nein, kenne ich nicht,
habe es auch noch
nicht genutzt,
interessiert mich auch
nicht.

60. Wenn Sie das Bürgertelefon bereits genutzt haben: Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit dem Bürgertelefon?
sehr zufrieden

eher zufrieden

teils/teils

eher unzufrieden

sehr unzufrieden

61. Wenn Sie laut Frage 60 nur teilweise zufrieden oder unzufrieden sind: Warum sind Sie mit dem Bürgertelefon nicht
zufrieden? (Mehrfachantworten möglich.)
zu lange Wartezeit

Mitarbeiter sind unfreundlich

mein Anliegen blieb ungelöst

sonstiger Grund

Zum Abschluss folgen einige Fragen zum Thema Weiterbildung.
62. Welchen Stellenwert hat Weiterbildung für Sie?
sehr großen

großen

mittleren

geringen

überhaupt keinen

63. Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zur Weiterbildung zu?
voll und ganz

eher

teils/teils

eher nicht

überhaupt nicht

Jeder sollte bereit sein, sich regelmäßig
weiterzubilden.
Wer im Beruf erfolgreich sein will, muss sich
weiterbilden.
Durch Weiterbildung kann man nette
Menschen kennen lernen.
Weiterbildung ist eine wichtige Hilfe für den
Alltag.
Weiterbildung ist mit einer guten Ausbildung
nicht erforderlich.

1.7

Seite 8 von 8

64. Haben Sie in den letzten 3 Jahren an einer der folgenden beruflichen Weiterbildungen teilgenommen oder nehmen
gerade daran teil? (Mehrfachantworten möglich.)
Umschulung auf einen anderen Beruf

sonstige Lehrgänge/Kurse der beruflichen Weiterbildung

Lehrgänge/Kurse für den beruflichen Aufstieg

habe in den letzten 3 Jahren an keiner beruflichen
Weiterbildung teilgenommen

Lehrgänge/Kurse zur Einarbeitung in neue Aufgaben
65. Falls Sie in den letzten drei Jahren an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben oder gerade
teilnehmen: Wer beteiligt(e) sich an den Kosten dieser Weiterbildung? (Mehrfachantworten möglich.)
ich selbst

mein Arbeitgeber

andere, und zwar (bitte eintragen)
66. Falls Sie in den letzten drei Jahren an keiner beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben: Warum nicht?
(Mehrfachantworten möglich.)
Ist für meine Arbeit nicht notwendig.

Habe keine passenden Angebote gefunden.

Kosten sind zu hoch.

Mir fehlt die Vorbildung. / Inhalte überfordern mich.

Mein Arbeitgeber stellt mich nicht frei. / Keine Zeit dafür.

Kann mich nicht für ein Angebot / einen Anbieter
entscheiden.

Veranstaltungszeiten sind für mich ungünstig.

Habe mit Weiterbildungskursen schlechte Erfahrungen
gemacht.

andere Gründe (bitte eintragen)
67. Haben Sie in den letzten 3 Jahren an einer der folgenden allgemeinen Weiterbildungen teilgenommen oder nehmen
gerade daran teil? Gemeint ist hier nicht die berufliche Weiterbildung! (Mehrfachantworten möglich.)
habe in den letzten 3 Jahren an keiner allgemeinen
Weiterbildung teilgenommen

neue Medien (Computer, Internet, Handy)

Musik

Kunst, Kultur, Kreativität

Erziehung/Familie

Naturwissenschaften, Technik, Umwelt

Sport

Politik, Gesellschaft, Zeitgeschehen

Gesundheit/Prävention

Rechtsfragen, Verbraucherschutz

Fremdsprachen
Sonstiges (bitte eintragen)
68. Wenn Sie bereits allgemeine oder berufliche Weiterbildungsangebote genutzt haben: Wo haben Sie sich darüber
informiert? (Mehrfachantworten möglich.)
Internet

Plakat/ Aushang/ Flyer

gedruckter Angebotskatalog

TV-/Kino-Spot

Zeitung/Zeitschrift

Beratung

Messe

Informationsveranstaltung

woanders (bitte eintragen)
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

1.8

Veröffentlichungen
Statistisches Jahrbuch der Stadt Leipzig (jährlich) (je 25,- €)
Statistischer Quartalsbericht (vierteljährlich) (je 7,- €)

2015
Klimawandel in Leipzig 2014 - Ergebnisbericht (15,- €)
Umfrage zum Leipziger Neuseenland 2014 (10,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2014 - Schnellbericht (5,- €)
Ortsteilkatalog 2014 (25,- €)

2014
Kommunale Bürgerumfrage 2013 - Ergebnisbericht (15,- €)

Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Direktbezug:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur
Einsicht aus, ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen, des Statistischen Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages
und andere. Die statistischen Veröffentlichungen stehen auch unter statistik.leipzig.de zum
kostenlosen Download bereit. Statistische Auskünfte erhalten Sie unter:
Fon 0341 123-2847, Fax 0341 123-2845 bzw. E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de

Lust auf mehr? Dann besuchen Sie das Leipzig-Informationssystem LIS:
statistik.leipzig.de
Hier finden Sie stets aktuelle statistische Daten zu wichtigen Bereichen der Leipziger
Stadtentwicklung in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten.
        
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