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Periodical volume

Full text: Kommunale Bürgerumfrage Issue 2013

Kommunale Bürgerumfrage 2013 - Ergebnisbericht

Leben in Leipzig 2013

Kommunale Bürgerumfrage 2013
Ergebnisbericht

LEIPZIGER STATISTIK UND STADTFORSCHUNG
Kommunale Bürgerumfrage 2013 - Ergebnisbericht [4/14]
Herausgeberin:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Verantwortlich:
Dr. Ruth Schmidt, Leiterin des Amtes für Statistik und Wahlen
Autorinnen und Autoren: Dr. Andrea Schultz, Johannes Heinemann, Falk Abel,
Kerstin Lehmann, Kay Vogelsang, Nils Kamann
Verlag:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Druckerei:
Stadt Leipzig, Hauptamt
Redaktionsschluss:
15.10.2014

Gebühr:

15,- € (zuzüglich Versandkosten)

Die Daten werden auf Nachfrage für die einzelnen Kapitel in Dateiform zur Verfügung
gestellt.
Alle Rechte vorbehalten.
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Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Statistischer Auskunftsdienst:

Fon
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Stadt Leipzig
Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

(0341) 123 2847
(0341) 123 2845
statistik-wahlen@leipzig.de

Internet www.leipzig.de/statistik
www.leipzig.de/wahlen

Zeichenerklärung:
0
= Ergebnis gleich Null oder Zahl ist kleiner als die Hälfte der verwendeten
Einheiten
.
= zu geringe Fallzahl der Teilgruppe
davon
= Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)
darunter = nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)
D
= arithmetisches Mittel
r
= korrigierte Zahl

Inhaltsverzeichnis

Seite

Ausgewählte Ergebnisse ......................................................................................................... 3
Methodische Vorbemerkungen ................................................................................................ 5

Analyse .................................................................................................................................. 11
1. Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht ........................................................................... 13
2. Einkommen und wirtschaftliche Situation ........................................................................ 19
3. Wohnen und Umziehen ................................................................................................... 31
4. Lebensphasen ................................................................................................................. 49
5. Umwelt............................................................................................................................. 59
6. Verkehr ............................................................................................................................ 73
7. Gesundheit und Sport...................................................................................................... 85
8. Volkshochschule, Hochschul- und Forschungseinrichtungen.......................................... 92
9. Kultur ............................................................................................................................... 99
10. Kommunalpolitik und Dienstleistungen der Stadt .......................................................... 108

Anhang ................................................................................................................................ 119
Tabellenverzeichnis ............................................................................................................. 121
Abbildungsverzeichnis ......................................................................................................... 123
Fragebögen Kommunale Bürgerumfrage 2013 ................................................................... 127

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

1

2

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Bürgerumfrage 2002 - Ergebnisübersicht

Ausgewählte Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfrage 2013
Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht
− Die allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger ist im Vergleich zum Vorjahr
erneut gestiegen. Drei Viertel der Befragten sind „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“.
− Im Vergleich zu 2011 steigt der Anteil zufriedener Bewohner in 43 der 63 Leipziger Ortsteile an.
− Auch der Blick in die Zukunft ist optimistischer als noch 2011. 62 Prozent aller Befragten sind
„optimistisch“ und „sehr optimistisch“, wenn es um ihre eigene Zukunft geht.
− Im Vergleich zu 2011 steigt der Anteil an Optimisten in 52 der 63 Leipziger Ortsteile an.
Einkommen und wirtschaftliche Situation
− Im Jahr 2013 liegt das mittlere persönliche Nettoeinkommen in Leipzig bei 1 152 Euro. Im Vergleich
zum Vorjahr liegt das Einkommen damit lediglich um 17 Euro höher. Der Einkommensunterschied
zwischen Männern und Frauen beträgt 283 Euro und bleibt damit ähnlich hoch wie 2012.
− Kleinräumig liegt der Median des persönlichen Nettoeinkommens zwischen 789 Euro in Volkmarsdorf
und 1 558 Euro im Zentrum-Nordwest.
− Ein Leipziger Haushalt hat 2013 ein mittleres monatliches Einkommen von 1 549 Euro zur Verfügung
und damit rund 46 Euro mehr als noch im Jahr 2012. Das größte mittlere Einkommen haben mit
2 877 Euro Paare mit Kind(ern), das niedrigste alleinstehende Rentner (1 126 Euro).
− Haupteinkommensquelle der Leipziger Haushalte ist das Erwerbseinkommen. 58 Prozent (Vorjahr
56 Prozent) aller Haushalte generieren ihr Einkommen vorrangig aus Erwerbstätigkeit.
Wohnen und Umziehen
− Die Zufriedenheit mit dem eigenen Wohnviertel ist zwar leicht gesunken, aber noch immer sind drei
Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger mit ihrem Wohnviertel „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“.
Unterdurchschnittlich ist die Zufriedenheit im Leipziger Osten, überdurchschnittlich am Stadtrand.
− Attraktivitätsgewinne werden vor allem in Lindenau, Altlindenau und Schönau wahrgenommen.
− Die Nähe zu Grünflächen ist 9 von 10 Befragten „eher wichtig“ und „sehr wichtig“. Die Nähe zu
Gewässern nur 4 von 10 Befragten.
− Der Großteil der Leipziger Haushalte wohnt nach wie vor zur Miete. Leipziger Wohnungen sind im
Schnitt 71,8 Quadratmeter groß (Vorjahr: 70,1) und verteilen sich auf 2,8 Räume. Am Stadtrand
wohnt man tendenziell eher im Eigentum und hat größere Wohnungen.
− Die durchschnittliche Nettokaltmiete beträgt 5,08 Euro je qm, die Gesamtmiete 7,23 Euro je qm.
− Die Leipziger Haushalte geben rund ein Drittel ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aus.
Am geringsten ist die Mietbelastung für Paare mit Kind(ern) und am höchsten für Single-Haushalte
und alleinstehende Rentner.
− Die Umzugsneigung für die kommenden zwei Jahre liegt etwa auf dem gleichen Niveau wie 2012.
4 von 10 der Befragten wollen oder müssen innerhalb dieses Zeitraumes möglicherweise ihren
Wohnort wechseln. Die meisten Umzugswilligen suchen einen neuen Wohnstandort innerhalb der
Stadtgrenzen.
Lebensphasen
− 91 Prozent der Eltern mit Kindern bis zu 7 Jahren haben Elternzeit in Anspruch genommen. Bei
Selbstständigen liegt dieser Anteil nur bei 83 Prozent. Durchschnittlich nehmen Mütter 15 Monate,
Väter 3 Monate Elternzeit.
− Die Qualität der Kindertageseinrichtungen in Leipzig wird insgesamt gut bewertet. Auch mit dem
Essen in den Kitas sind zwei Drittel der Eltern „zufrieden“ und „sehr zufrieden“. Bei der Qualität des
Mittagessens in der Schule liegt der Anteil zufriedener Eltern hingegen nur bei 48 Prozent.
− Jeder zehnte Befragte kennt das Seniorenbüro in seinem Stadtbezirk.
Umwelt
− Gut 3 von 4 Befragten ist es wichtig, dass in Leipzig eine möglichst große biologische Vielfalt existiert.
Rund zwei Drittel der Leipzigerinnen und Leipziger befürchten, dass der weltweite Klimawandel in den
kommenden Jahren auch negativen Folgen für die Stadt haben wird.
− Die Klimaschutz-Kampagnen der Stadt sind etwas bekannter als 2012. Mit 42 Prozent (Vorjahr:
35 Prozent) steigt der Anteil der Befragten, die angeben, dass die Stadt mehr für den Klimaschutz tun
sollte. Knapp 3 von 4 Befragten wünschen sich z.B. eine Unterstützung der Stadt bei Investitionen auf
dem Gebiet erneuerbarer Energien. Auch bei der Förderung der Elektromobilität tut die Stadt aus
Sicht der Befragten momentan eher zu wenig.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

3

− Jedem Zweiten ist es „wichtig“ und „sehr wichtig“, dass sein Strom aus lokal verfügbaren, alternativen
Energieträgern gewonnen wird.
− In innenstadtnahen Ortsteilen ist die Zufriedenheit mit der Luftqualität niedriger als am Stadtrand.
55 Prozent der Befragten geben an, dass die Einführung der Umweltzone keine sinnvolle Maßnahme
zur Verbesserung der Luftqualität war und nur bei 8 Prozent hat sich durch die Einführung der
Umweltzone das Mobilitätsverhalten geändert.
− Im Leipziger Auwald sehen die Befragten vor allem ein Erholungsgebiet, für dessen Erhalt sich vor
allem die Stadt und die Forstbetriebe einsetzen sollten.
− Im Vergleich zu 1999 hat sich der Anteil der Nutzer von Blauer und Gelber Tonne erhöht. Glassammelcontainer werden hingegen etwas weniger genutzt.
Verkehr
− In 63 Prozent aller Leipziger Haushalte ist mindestens ein Privat-Pkw vorhanden. Die Parkplatzsituation in der Innenstadt wird nur von jedem Fünften der Befragten als „gut“ oder „sehr gut“ beurteilt.
Die Parkplatzsituation im eigenen Wohnumfeld wird in den Stadtrandgebieten besser beurteilt.
− Der Pkw dominiert nach wie vor als Verkehrsmittel der Wahl beim Weg zur Arbeit und zum Einkaufen.
− Leihsysteme für Fahrzeuge werden momentan sehr selten genutzt.
− Die Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr steigt im Vergleich zu 2011 in 53 der 63
Leipziger Ortsteile an.
Gesundheit und Sport
− Die durchschnittliche Leipziger Frau hat einen BMI von 24,8, der Leipziger Mann von 26,0.
Arbeitslose und Frührentner sind überdurchschnittlich häufig adipös.
− 63 Prozent der Befragten schätzen ihren eigenen Gesundheitszustand als „gut“ oder „sehr gut“ ein.
− Gut jeder zweite Befragte treibt mindestens einmal pro Woche Sport. 73 Prozent der Leipzigerinnen
und Leipziger haben in den letzten 5 Jahren eine Schwimmhalle genutzt.
− Die Zufriedenheit mit dem Angebot an Sportstätten ist in der Regel etwas höher als die Zufriedenheit
mit dem Ausstattungszustand der Sportstätten.
Volkshochschule, Hochschul- und Forschungseinrichtungen
− 5 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger sind Nutzer der Volkshochschulangebote, weitere 21 Prozent planen einen Kurs in der Volkshochschule zu besuchen.
− Am häufigsten interessieren die Befragten Sprachkurse und Kurse zum Gesundheitswissen.
− Das Interesse an öffentlichen und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen in Hochschul- und
Forschungseinrichtungen ist vergleichsweise niedrig: jeder Achte interessiert sich dafür „sehr stark“
oder „stark“. 7 Prozent der Befragten haben die „Lange Nacht der Wissenschaften“ bereits besucht.
Kultur
− Gut die Hälfte der Befragten hat bereits vom Jubiläum „1000 Jahre Leipzig“ gehört.
− Das Motto „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ gefällt 51 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger „gut“ und „sehr gut“. Anlässlich des Jubiläums stößt die Festwoche mit dem Leipziger Stadtfest
auf das größte Interesse.
− Jeder fünfte Befragte interessiert sich „stark“ und „sehr stark“ für klassische Musik“. 5 Prozent
besuchen häufiger als sechsmal pro Jahr klassische Musikkonzerte in Leipzig.
Kommunalpolitik und Dienstleistungen der Stadt
− Das größte Problem in der Stadt ist für die Leipzigerinnen und Leipziger der Bereich Kriminalität und
Sicherheit, gefolgt vom Straßenzustand. Die Finanzsituation der Stadt sowie Arbeits- und
Ausbildungsplätze werden weit weniger als Probleme wahrgenommen als in den Vorjahren.
− Gespart werden soll nach Ansicht der Befragten nicht bei Schulen und Kindertagesstätten, sondern
eher bei Museen und Ausstellungen.
− Circa drei Viertel der Befragten kennen das Bürgertelefon. Diejenigen, die es bereits genutzt haben,
sind damit mehrheitlich auch zufrieden.
− 71 Prozent der Befragten wissen, dass Termine im Ordnungsamt und den Bürgerämtern vorab im
Internet reserviert werden können. 65 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger wünschen sich die
Ausweitung der Online-Terminreservierung für weitere Ämter.
− Die eigene Arbeitsperspektive in Leipzig wird von 46 Prozent, die eigene Verdienstperspektive
allerdings nur von 29 Prozent als „gut“ und „sehr gut“ eingeschätzt.
− 29 Prozent der Befragten, deren Arbeitgeber ein Jobticket anbietet, nutzen dieses auch.
4

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Methodische Vorbemerkungen
Seit 1991 befragt die Stadtverwaltung im Jahresrhythmus jeweils mehrere Tausend per Zufall ausgewählte Leipzigerinnen und Leipziger zu ihrer Lebenssituation sowie ihren Meinungen und Einstellungen zu verschiedenen Themenbereichen. Das Hauptziel dieser Befragungen ist die Versorgung des
Stadtrates und der Stadtverwaltung mit entsprechenden Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen
und die auf anderem Wege nicht beschafft werden können. Die Kommunalen Bürgerumfragen fungieren
somit auch als ein Instrument des Dialogs zwischen Bürgerschaft sowie Rat und Verwaltung und können
daher als eine Form der Bürgerbeteiligung angesehen werden.
Rechtliche Grundlage der Befragungen bildet die am 18. September 1996 vom Leipziger Stadtrat
beschlossene „Satzung über die kommunalen Erhebungen der Stadt Leipzig zur wirtschaftlichen und
sozialen Lage der Bevölkerung", zuletzt geändert am 17. November 2011.
Die Kommunale Bürgerumfrage 2013 ist zum fünften Mal nach den Jahren 2000, 2003, 2006, 2008 und
2011 so angelegt, dass Ergebnisse sowohl für die Gesamtstadt (und darunter für diverse soziodemografische und ökonomische Merkmale) als auch für ihre Ortsteile ausgewiesen werden können. Gleichwohl
muss darauf hingewiesen werden, dass die Sicherheit der Ergebnisse für die Ortsteile auf Grund der
geringen Umfänge der Einzelstichproben (in der Regel etwa 100 auswertbare Fragebögen je Ortsteil)
geringer ist als die der Ergebnisse für die Gesamtstadt. Weitere Hinweise zur Beschaffenheit der Stichproben sind nachfolgend aufgeführt.
Inhaltliche Schwerpunkte
Sie ergeben sich vorrangig aus den Informationsbedürfnissen der Stadtverwaltung auf der Grundlage
der oben genannten kommunalen Satzung. Von den folgenden Ämtern, Dezernaten und Eigenbetrieben
der Stadt Leipzig wurden spezielle Fragestellungen eingebracht, die der Tabelle entnommen werden
können:
Einrichtung

Themen

Amt für Sport
Amt für Umwelt
Amt für Stadtgrün und
Gewässer
Amt für Wirtschaftsförderung
Hauptamt
Dezernat Finanzen

Eigenes Sporttreiben, Sportstätten
Klimaschutz, energetische Sanierung

FDP-Fraktion
Gesundheitsamt
Gewandhaus
Referat Gleichstellung
Referat Wissenspolitik
Sozialamt
Stadtplanungsamt
Stadtreinigung
Verkehrs- und Tiefbauamt
Volkshochschule

Grünanlagen, Gewässer, Auwald
Arbeits-, Verdienstperspektive, erneuerbare Energien, Jobticket
Bürgertelefon
1000 Jahre Leipzig
Kinderbetreuung, Parkplätze, Besuch von Kultureinrichtungen
Größe, Gewicht, Sporttreiben
Klassische Musik
Elternzeit, Wohndauer in Leipzig
Kenntnis von Leipziger Forschungseinrichtungen
Kenntnis Seniorenbüro, altenfreundliche Wohnung,
energetische Sanierung
Wohnen, Umziehen
Müllentsorgung
Fahrzeugausstattung, Modal Split, Fahrradverkehr,
ÖPNV
Nutzung VHS-Angebote

Auswertbar für
GesamtOrtsteile
stadt
x
x
x

x
x
x
x

x

x

x

x
x
x
x

x

x
x

x
x

x

x

x

x

Weitere Schwerpunkte sind die allgemeine Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht und die alljährlich
abgefragten Themen zur Soziodemografie und Einkommenssituation der Befragten und der Haushalte.
Viele dieser Daten werden auch für andere Analysen – wie den Sozialreport – benötigt.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

5

Grundgesamtheit und Stichprobenverfahren
Grundlage für die Stichprobenziehung bildeten alle zum 31. September 2013 in der Stadt Leipzig mit
Hauptwohnsitz gemeldeten deutschen und ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von
18 bis 85 Jahren. Diese Grundgesamtheit wurde vom Ordnungsamt als Dateiabzug aus dem Einwohnerregister der Stadt Leipzig zur Verfügung gestellt und bestand aus 447 673 Datensätzen.
Wie schon bei den letzten ortsteilbezogenen Bürgerumfragen wurde wieder ein zweistufiges Stichprobenverfahren verwendet, um gesicherte Ergebnisse sowohl für die Gesamtstadt als auch für jeden einzelnen Ortsteil zu erzielen.
Angestrebt war, für jeden der 63 Leipziger Ortsteile etwa 100 auswertbare Fragebögen zur Verfügung zu
stellen. Auf Basis der mittleren ortsteilbezogenen Rücklaufquoten der Jahre 2008 und 2011, die zwischen 32 Prozent und 56 Prozent streuten, und der Annahme einer weiteren Verschlechterung des Gesamtrücklaufs wurde für jeden Ortsteil eine individuelle Stichprobenhöhe zwischen 210 und 440 festgelegt.
Für die Hauptstichprobe wurden solange Datensätze aus der Grundgesamtheit nach dem Zufallsprinzip
gezogen, bis für den ersten Ortsteil das vorgegebene Soll erreicht war. Durch das gewählte Verfahren
erstreckt sich diese Stichprobe gleichmäßig über das Stadtgebiet und eignet sich für gesamtstädtische
Auswertungen. Die Hauptstichprobe hatte einen Umfang von 9 222 Datensätzen, das entspricht zwei
Prozent der Grundgesamtheit.
Das weitere Auffüllen der Ortsteile bis zum jeweiligen festgelegten Stichprobenumfang erfolgte ebenfalls
nach dem Zufallsverfahren und ergab die Gesamtstichprobe. Dafür wurden zusätzlich zur Hauptstichprobe noch einmal 6 778 Datensätze benötigt, so dass die Gesamtstichprobe insgesamt 16 000
Datensätze umfasste. In den Ortsteilen variierte die Auswahl zwischen 2,2 Prozent (Südvorstadt) und
18,8 Prozent (Hartmannsdorf-Knautnaundorf). Weil somit in der Gesamtstichprobe kleinere Ortsteile
gegenüber größeren überrepräsentiert sind, wird diese nur für die ortsteilbezogenen Auswertungen
genutzt.
Die Stichproben waren jeweils zu einem Drittel auf die drei Fragebogenvarianten aufgeteilt.
Zeitlicher Ablauf
Abb. 0-1: Rücklauf nach Datum

6

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Am 14. November 2013 startete die Bürgerumfrage mit einer Pressemitteilung. Parallel dazu erfolgte der
Versand der Fragebögen einschließlich eines Anschreibens des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig
und eines Umschlags zum portofreien Rückversand an die ausgewählten Personen durch die Deutsche
Post AG. Gleichzeitig wurde zwecks Einsparung von Rückporto der Fragebogen auch über das Internetportal der Stadt Leipzig verfügbar gemacht. Mittels eines Zugangscodes wurde gewährleistet, dass nur
die Antworten der ausgesuchten Probanden in die Auswertung eingingen.
Zur Erhöhung der Rücklaufquote startete am 10. Dezember 2013 eine Erinnerungsaktion, wobei nochmals die kompletten Erhebungsunterlagen (Anschreiben, Fragebogen und Rücksendeumschlag) verschickt wurden. Einbezogen waren ca. 9 710 Personen, die bis dahin noch nicht geantwortet hatten. Mit
Posteingang vom 20. Januar 2014 und Berücksichtigung der bis zu diesem Datum eingetroffenen
Internet-Antworten wurde die Rücknahme abgeschlossen.
Abb. 0-2: Rücklaufquoten nach Ortsteilen

Stadtbezirk Mitte:
00 Zentrum
01 Zentrum-Ost
02 Zentrum-Südost
03 Zentrum-Süd
04 Zentrum-West
05 Zentrum-Nordwest
06 Zentrum-Nord
Stadtbezirk Nordost:
10 SchönefeldAbtnaundorf
11 Schönefeld-Ost
12 Mockau-Süd
13 Mockau-Nord
14 Thekla
15 Plaußig-Portitz

Stadtbezirk Ost:
20 Neustadt-Neuschönefeld
21 Volkmarsdorf
22 Anger-Crottendorf
23 Sellerhausen-Stünz
24 Paunsdorf
25 Heiterblick
26 Mölkau
27 Engelsdorf
28 Baalsdorf
29 Althen-Kleinpösna
Stadtbezirk Südost:
30 Reudnitz-Thonberg
31 Stötteritz
32 Probstheida
33 Meusdorf

34 Liebertwolkwitz
35 Holzhausen

55 HartmannsdorfKnautnaundorf

Stadtbezirk Süd:
40 Südvorstadt
41 Connewitz
42 Marienbrunn
43 Lößnig
44 Dölitz-Dösen

Stadtbezirk West:
60 Schönau
61 Grünau-Ost
62 Grünau-Mitte
63 Grünau-Siedlung
64 Lausen-Grünau
65 Grünau-Nord
66 Miltitz

Stadtbezirk Südwest:
50 Schleußig
51 Plagwitz
52 Kleinzschocher
53 Großzschocher
54 KnautkleebergKnauthain

Stadtbezirk Alt-West:
70 Lindenau
71 Altlindenau
72 Neulindenau
73 Leutzsch

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

74 Böhlitz-Ehrenberg
75 BurghausenRückmarsdorf
Stadtbezirk Nordwest:
80 Möckern
81 Wahren
82 Lützschena-Stahmeln
83 Lindenthal
Stadtbezirk Nord
90 Gohlis-Süd
91 Gohlis-Mitte
92 Gohlis-Nord
93 Eutritzsch
94 Seehausen
95 Wiederitzsch

7

Ausschöpfung der Stichprobe und Anpassungswichtung
Für die Auswertung lagen insgesamt 7 107 Datensätze vor. Darunter waren 579 (8,1 Prozent) im Internet ausgefüllt. Unter Berücksichtigung von 702 stichprobenneutralen Ausfällen (Empfänger nicht
erreichbar) ergibt sich daraus eine Ausschöpfungsquote von 46,5 Prozent. Sie liegt um 5 Prozentpunkte
unter dem Vorjahreswert.
Da sich nicht alle Personen an der Befragung beteiligten und die Rücklaufquoten erwiesenermaßen
auch von demografischen Merkmalen abhängig sind, weicht die Struktur der auswertbaren Stichprobe
hinsichtlich der beiden wichtigen Eigenschaften Alter und Geschlecht erwartungsgemäß von der Grundgesamtheit ab (Tabelle 0-1).
Tab: 0-1: Vergleich der Altersstruktur von Grundgesamtheit und auswertbarer Stichprobe
Grundgesamtheit
auswertbare Stichprobe
Alter

männlich

weiblich

Gesamt

männlich

Prozent

weiblich

Gesamt

Prozent

18 bis 24

4

5

10

2

3

5

25 bis 34

11

11

22

8

10

18

35 bis 44

8

7

15

6

7

13

45 bis 54

8

8

16

9

9

18

55 bis 64

7

7

14

7

10

17

65 bis 74

6

7

13

9

10

18

75 bis 85

4

6

10

5

6

10

Gesamt

49

51

100

46

54

100

Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass in den zusammengefassten Altersgruppen von 18 bis unter
45 Jahre die Rücklaufquoten meist unter- und danach meist überdurchschnittlich sind, wobei Frauen in
der Regel noch öfter antworten als Männer. Auch hinsichtlich des Bildungsstandes (höchste berufliche
Qualifikation) gibt es solche Abweichungen, wenn man entsprechende Daten aus dem letzten Mikrozensus des Statistischen Landesamtes Sachsen für die Stadt Leipzig 2012 zum Vergleich heranzieht. Mittels eines iterativen Verfahrens wurden personenbezogene Wichtungsfaktoren berechnet, die diese
Unterschiede bestmöglich kompensieren.
Bei den haushaltsbezogenen Auswertungen (Fragen, die den gesamten Haushalt betreffen) ist zu
beachten, dass größere Haushalte auch eine größere Chance haben, in die Stichprobe einbezogen zu
werden. Diese unterschiedlichen Auswahlwahrscheinlichkeiten werden durch zusätzliche haushaltsbezogene Wichtungsfaktoren berücksichtigt. Weiterhin erfolgt hinsichtlich des Merkmals Haushaltsgröße
ebenfalls eine Anpassung an die Ergebnisse des Mikrozensus 2012 für Leipzig.
Die Anzahl der auswertbaren Fragebögen und die erfolgten Anpassungswichtungen garantieren zuverlässige Ergebnisse, die für die Gesamtgruppe sowie bezüglich der Merkmale Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße und berufliche Qualifikation als repräsentativ für die Grundgesamtheit der Leipzigerinnen und
Leipziger im Alter von 18 bis 85 Jahren betrachtet werden können.
Lesehinweise
Bei den haushaltsbezogenen Auswertungen wird zum Teil nach Haushaltstypen unterschieden. Diese
sind wie folgt definiert:
Singles sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter bis 64 Jahre. Ausgenommen hiervon sind
Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als
Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Alleinerziehende sind Haushalte mit einer Person ab 18 Jahren und mindestens einem Kind unter
18 Jahren.
Paare mit Kind(ern) sind Haushalte mit einem Ehepaar oder in Lebensgemeinschaft zusammenlebenden Personen mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und keiner weiteren Person ab 18 Jahren.

8

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Paare ohne Kind(er) sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft
zusammenleben. Das Paar ist jünger als 65 Jahre. Ausgenommen hiervon sind Haushalte, in denen die
befragte Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Alleinstehende Rentner sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter ab 65 Jahren sowie
alleinlebenden Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im
Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Rentnerpaare sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft zusammenleben. Das Paar ist 65 Jahre oder älter. Einbezogen sind weiterhin Haushalte, in denen die befragte
Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als
Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Darüber hinaus verbleibt noch eine Gruppe von Haushalten, die keiner der aufgeführten Kategorien
zugeordnet werden kann.
Um Aussagen zur Einkommenssituation treffen zu können, wurde sowohl das persönliche als auch
das Haushaltsnettoeinkommen erfragt. Die Auswertung der beiden Einkommenswerte erfolgt in Kapitel 2
je nach Fragestellung. Die Betrachtung des Nettoeinkommens des gesamten Haushaltes ist sinnvoll, da
der Haushalt eine wirtschaftliche Einheit bildet. Ein Nachteil der haushaltsbezogenen Betrachtung ist,
dass die spezifische Haushaltsgröße nicht berücksichtigt wird. Mehrpersonenhaushalte, bei denen mehrere Personen zum gesamten Haushaltsnettoeinkommen beitragen, werden daher im Vergleich zu Einpersonenhaushalten bevorteilt. Außerdem tragen Änderungen der Haushaltsgrößen und –strukturen auf
gesamtstädtischer Ebene unweigerlich zu einer Änderung der Haushaltsnettoeinkommen bei. Eine Normierung, die die Einkommen von Haushalten mit unterschiedlicher Größe vergleichbar macht, findet
durch die Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens statt. Die Berechnung erfolgt nach der neuen
OECD-Skala, gemäß derer jedem Haushaltsmitglied je nach Alter ein bestimmtes Bedarfsgewicht
zugesprochen wird. Der Haushaltsvorstand erhält ein Bedarfsgewicht von 1,0, jede weitere Person über
14 Jahre ein Bedarfsgewicht von 0,5. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren gehen mit einem
Bedarfsgewicht von 0,3 in die Berechnungen ein. Eine vierköpfige Familie mit zwei Erwachsenen und
zwei Kindern unter 14 Jahren hat somit ein Bedarfsgewicht von 2,1 (1+0,5+0,3+0,3). Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 2 500 Euro beliefe sich das Nettoäquivalenzeinkommen für jedes bedarfsgewichtete Haushaltsmitglied auf ca. 1 190 Euro.
Bei einigen Fragestellungen wurde die Kategorie „weiß nicht“ aus der Analyse ausgeklammert. Dies ist
an den entsprechenden Stellen gekennzeichnet.
Obwohl die Ergebnisermittlung bei allen erhobenen Merkmalen mit hoher Genauigkeit erfolgt, sind die
angeführten Werte in der Regel durch nachfolgende Rundung entstanden. Deswegen können bei der
Addition von Einzelwerten in Tabellenzeilen oder -spalten, wo die Gesamtsumme 100 Prozent ergeben
müsste, formal Abweichungen von 100 auftreten. Gleiches gilt für Zwischensummen. In Diagrammen,
die ebenfalls auf den genau berechneten Ergebnissen basieren, können (in Folge der Rundung
scheinbar) gleiche Werte durch unterschiedlich große Balken oder Kreissegmente dargestellt sein.
Bei Fragen mit Mehrfachnennungen ergibt die Addition der Einzelwerte in der Regel nicht 100 Prozent.
Wenn die Summe der Fallzahlen von Teilgruppen nicht den Umfang der Gesamtgruppe ergibt, ist das
auf fehlende Antworten (missing values) bei den Merkmalen zurückzuführen, die die Teilgruppen
abgrenzen.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

9

Ausgewählte soziodemografische Merkmale
Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben, die
Partnerschaftsbeziehung sowie den höchsten schulischen Abschluss der Befragten. Weiterhin wird die
Verteilung der oben definierten Haushaltstypen dargestellt.
Tab. 0-2: Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben
Eigenschaft
Selbstständige/-r, einschließlich mithelfende/-r Familienangehörige/-r
leitende/-r Angestellte/-r, Beamte/-r höherer Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r, Beamte/-r gehobener/mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r, Beamte/-r einfacher Dienst
Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/-in im erlernten Beruf
ungelernte/-r / angelernte/-r, berufsfremd tätige/-r Arbeiter/-in
Auszubildende/-r
etwas anderes (z.B. Wehr-/Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)

Prozent
9
1
8
19
31
13
8
8

Tab. 0-3: Partnerschaftsbeziehung
mit Partner lebend
ohne Partner lebend

Eigenschaft

Prozent
66
34

Tab. 0-4: Höchster schulischer Abschluss
Eigenschaft
Allgemeine Hochschulreife/Abitur
Fachhochschulreife/Fachabitur
10. Klasse (Realschulabschluss)
8. oder 9. Klasse (Hauptschule)
(noch) keinen schulischen Abschluss
Sonstiger

Prozent
33
7
40
18
1
1

Tab. 0-5: Haushaltstyp
Eigenschaft
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner/-innen
Rentnerpaare
Sonstige

10

Prozent
35
3
11
14
13
10
13

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Analyse
Inhaltsverzeichnis
Seite
1.

Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht ............................................................... 13

1.1.

Lebenszufriedenheit .................................................................................................. 13

1.2.

Zukunftssicht ............................................................................................................. 16

2.

Einkommen und wirtschaftliche Situation ............................................................ 19

2.1.

Persönliches Einkommen und wirtschaftliche Situation ............................................ 19

2.2.

Monatliches Haushaltsnettoeinkommen.................................................................... 22

2.3.

Nettoäquivalenzeinkommen ...................................................................................... 24

2.4.

Hauptquelle des Lebensunterhalts der Leipziger Haushalte ..................................... 25

2.5.

Kleinräumige Betrachtungen zur wirtschaftlichen Situation....................................... 26

3.

Wohnen und Umziehen........................................................................................... 31

3.1.

Bewertung des Wohnviertels .................................................................................... 31

3.2.

Wichtigkeit von Grünflächen und Gewässern im Wohnviertel................................... 34

3.3.

Wohnungssituation, Wohnungsgröße, energetische Sanierung ............................... 36

3.4..

Miete und Mietbelastung ........................................................................................... 41

3.5.

Umzugsabsichten ...................................................................................................... 43

3.5.1.

Umzugspotential, Umzugsziele und -gründe ............................................................. 43

3.5.2.

Anforderungen an die zukünftige Wohnung .............................................................. 47

4.

Lebensphasen ......................................................................................................... 49

4.1.

Betreuung.................................................................................................................. 49

4.1.1.

Elternzeit ................................................................................................................... 49

4.1.2.

Kinderbetreuungsangebote ....................................................................................... 50

4.1.3.

Häusliche Pflege ....................................................................................................... 53

4.2.

Senioren: Kenntnis der Seniorenbüros, altenfreundliche Wohnung ......................... 54

5.

Umwelt ..................................................................................................................... 59

5.1.

Klimaschutz und biologische Vielfalt in Leipzig ......................................................... 59

5.2.

Städtische Aktivitäten zum Klimaschutz .................................................................... 60

5.1.2.

Persönliche Aktivitäten zum Klimaschutz .................................................................. 62

5.2.

Luftqualität und Umweltzone ..................................................................................... 64

5.3.

Beurteilung der Gewässer und Grünanlagen in Leipzig ............................................ 66

5.4

Der Leipziger Auwald ................................................................................................ 69

5.5.

Abfallentsorgung ....................................................................................................... 70

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

11

Seite
6.

Verkehr ..................................................................................................................... 73

6.1.

Ausstattung der Haushalte mit Verkehrsmitteln ....................................................... 73

6.2.

Beurteilung der Parkplatzsituation ............................................................................ 74

6.3.

Verkehrsmittelwahl – Modal Split .............................................................................. 76

6.4.

Nutzung von Leihsystemen für verschiedene Verkehrsmittel.................................... 77

6.5.

Verkehrsmittel Fahrrad .............................................................................................. 78

6.5.1.

Ausstattung der Haushalte und Nutzung des Fahrrads............................................. 78

6.5.2.

Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr und
Bewertung des Radverkehrs in den Ortsteilen .......................................................... 80

7.

Gesundheit und Sport............................................................................................. 85

7.1.

Gewicht, Größe, BMI und Gesundheitszustand der Leipzigerinnen und Leipziger ... 85

7.2.

Welcher Sport wird wo betrieben? ............................................................................ 88

7.3.

Zufriedenheit mit dem Angebot sowie dem Bau- und Ausstattungszustand
der Sportstätten in Leipzig......................................................................................... 91

8.

Volkshochschule, Hochschul- und Forschungseinrichtungen........................... 92

8.1.

Nutzung der Volkshochschule ................................................................................... 92

8.2.

Kenntnis Leipziger Hochschul- und Forschungseinrichtungen und
Interesse an Veranstaltungen dieser Einrichtungen .................................................. 95

8.3.

„Lange Nacht der Wissenschaften“ ........................................................................... 97

9.

Kultur ........................................................................................................................ 99

9.1.

Kenntnis und Einstellungen zum Stadtjubiläum ........................................................ 99

9.2.

Interesse für klassische Musik ................................................................................ 105

9.3.

Besuch von Leipziger Kultureinrichtungen .............................................................. 107

10.

Kommunalpolitik und und Dienstleistungen der Stadt ...................................... 108

10.1.

Die größten Probleme in der Stadt Leipzig ............................................................. 108

10.2.

Sparen – Nichtsparen? ........................................................................................... 111

10.3.

Kenntnis und Nutzung des Bürgertelefons .............................................................. 113

10.4.

Online-Terminreservierung bei städtischen Ämtern ................................................ 114

10.5.

Beurteilung der Arbeits- und Verdienstperspektive in Leipzig ................................. 116

10.6.

Nutzung des Jobtickets ........................................................................................... 118

12

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

1.

Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht

Der Anteil (sehr) zufriedener und optimistischer Leipzigerinnen und Leipziger
ist 2013 deutlich gestiegen. Die Lebenszufriedenheit erreicht damit den
höchsten Stand seit 1992. Zugleich schauten noch nie so viele Einwohnerinnen und Einwohner so optimistisch in die Zukunft wie 2013.
1.1. Lebenszufriedenheit
Gut drei Viertel aller Leipzigerinnen und Leipziger sind mit ihrem Leben „sehr
zufrieden“ bzw. „zufrieden“. Wie aus Abbildung 1-1 hervorgeht, haben sich in
den letzten 21 Jahren noch nie so viele Leipziger so zufrieden mit ihrem
Leben gezeigt. Gleichzeitig stieg der Anteil der Zufriedenen im Vergleich zu
2012 um beachtliche 5 Prozentpunkte auf nunmehr 76 Prozent.

Die Lebenszufriedenheit
der Leipzigerinnen und
Leipziger steigt erneut

Abb. 1-1: Entwicklung der Lebenszufriedenheit* (1992 bis 2013) und Zukunftssicht** (2008 bis 2013)
(in Prozent)
100 %
90 %
76

80 %
68

70 %
59
60 %
50 %

52
47

52

63

51

55

55

58
53

70

73

69

71

64

53
55

57

57 62
55

49

40 %
30 %

Lebenszufriedenheit
20 %

Zukunftssicht
10 %
0%
1992 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013

* Anteile „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“
** Anteile „optimistisch“ oder „eher optimistisch“

Weitere 18 Prozent der Einwohnerschaft geben an, mit ihrem Leben zumindest teilweise zufrieden zu sein. Lediglich 6 Prozent der Befragten sind mit
ihrem Leben „unzufrieden“ bzw. „sehr unzufrieden“.
Unterschiede lassen sich insbesondere nach der Stellung im Erwerbsleben
ausmachen: so haben Arbeitslose eine deutlich geringere Lebenszufriedenheit. Zudem hat die Höhe des persönlichen Nettoeinkommens einen großen
Einfluss auf die Lebenszufriedenheit (vgl. Tabelle 1-1).
Allerdings steigt die Lebenszufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr bei
Befragten aller Einkommensklassen. So sind 2013 92 Prozent aller Leipzigerinnen und Leipziger mit einem persönlichen Nettoeinkommen von 2 000 Euro
und mehr „zufrieden“ und „sehr zufrieden“ – ein Anstieg im Vergleich zu 2012
um immerhin 4 Prozentpunkte. Aber auch bei den Befragten mit geringem
Einkommen (unter 800 Euro) stieg der Anteil der (sehr) Zufriedenen um
3 Prozentpunkte.
Betrachtet man die Entwicklung der Lebenszufriedenheit in unterschiedlichen
Altersgruppen in den letzten 10 Jahren (vgl. Abbildung 1-2), so fällt zunächst
auf, dass vor allem die 18- bis 34-Jährigen und die 65- bis 85-Jährigen
Leipzigerinnen und Leipziger jeweils überdurchschnittlich zufrieden mit ihrem
Leben sind. Demgegenüber waren die mittleren Altersjahrgänge lange Zeit
(deutlich) unterdurchschnittlich zufrieden. Im Vergleich zu den Vorjahren lässt
sich in 2013 allerdings eine interessante Veränderung beobachten: die
Abstände zwischen den Altersgruppen sind nun deutlich kleiner geworden.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

13

Tab. 1-1: Allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger

Befragte
Anzahl
Gesamt 2013:
4085
davon:
1855
männlich
2134
weiblich
davon:
928
18 bis 34 Jahre
831
35 bis 49 Jahre
1072
50 bis 64 Jahre
1142
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
2047
Erwerbstätige
163
Arbeitslose
1231
Rentner/Pensionäre
162
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
945
unter 800 €
1366
800 bis unter 1400 €
832
1400 bis unter 2000 €
624
2000 € und mehr
Gesamt 2012:
1445

1
sehr
zufrieden

2
zufrieden

3
teils/teils

4
unzufrieden

5
sehr
unzufrieden

MW
1-5

11

65

Prozent
18

5

1

2,2

11
12

64
66

18
17

5
4

1
1

2,2
2,2

15
14
8
7

64
63
62
72

16
17
22
18

5
5
6
3

1
1
2
1

2,1
2,2
2,3
2,2

14
3
6
19

67
34
70
66

15
38
19
12

4
21
4
3

0
4
1
1

2,1
2,9
2,2
2,0

8
9
12
24
10

55
66
74
68
61

25
20
11
7
21

9
5
3
1
7

2
0
0
0
2

2,4
2,2
2,1
1,9
2,3

Lediglich die 50 bis 64-Jährigen sind unterdurchschnittlich zufrieden mit ihrem
Leben. Innerhalb dieser Altersgruppe sind es vor allem die knapp unter 60jährigen Befragten, die unterdurchschnittlich zufrieden sind.
Abb. 1-2: Entwicklung der Lebenszufriedenheit* (2003 bis 2013) nach Altersgruppen (in Prozent)
90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

40 %

Gesamt

18-34 Jahre

35-49 Jahre

50 bis 64 Jahre

65 bis 85 Jahre

30 %
2003
*

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Anteile „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“

Wie ein Vergleich der Jahre 2003 und 2013 zeigt, ist von der unterdurchschnittlichen Lebenszufriedenheit jeweils ein gewisser Altersjahrgang betroffen. Diese Kohorte war im Jahr 2003 zwischen 46 und 56 Jahren und ist
nun, 10 Jahre später, zwischen 52 und 61 Jahre alt (vgl. Abbildung 1-3,
jeweils schraffierte Bereiche). Möglicherweise wirken in diesen Altersjahrgängen, die von Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich häufig betroffen waren,
14

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Zeiten der Arbeitslosigkeit ab 1989 bis heute nach und führen daher zu einer
kritischeren Bilanzierung als bei den übrigen Altersjahrgängen.
Aber auch bei dieser Kohorte zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Lebenszufriedenheit in den letzten 10 Jahren. Interessant wird sein zu beobachten,
ob bei diesen Altersjahrgängen mit dem Eintritt in das Rentenalter die
Lebenszufriedenheit ansteigt oder ob materielle Engpässe durch Zeiten von
Arbeitslosigkeit hier nicht zu einer Annäherung an die durchschnittliche
Lebenszufriedenheit führen.
Abb. 1-3: Entwicklung der Lebenszufriedenheit* (2003 und 2013) nach Alter (in Prozent)

90%
80%

Lebenszufriedenheit

70%
60%
50%
40%
30%
20%
10%
0%
45

46

47

48

49

50

2003

*

51

52

53

54

55 56 57
Alter
Gesamt 2003
2013

58

59

60

61

62

63

64

65

Gesamt 2013

Anteile „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“

Die Kommunale Bürgerumfrage 2013 ist so konzipiert, dass eine Reihe von
Ergebnissen bis auf Ortsteilebene ausgewertet werden können. Die „Landkarte der Lebenszufriedenheit“ ist in Abbildung 1-4 dargestellt.
Wie schon 2011, fällt auf, dass sich die Ortsteile mit einer hohen Lebenszufriedenheit von Nord nach Süd entlang des Grünen Gürtels der Stadt anordnen. Östlich und westlich davon sind Ortsteile zu finden, in denen Menschen
mit einer eher unterdurchschnittlichen Lebenszufriedenheit wohnen.
Die zufriedensten Einwohner hat allerdings Baalsdorf (Anteil „zufrieden“ und
„sehr zufrieden“ von 92 Prozent), gefolgt von Burghausen-Rückmarsdorf
(88 Prozent) und Probstheida (87 Prozent). In allen drei Ortsteilen stieg der
Anteil der mit ihrem Leben Zufriedenen im Vergleich zu 2011 auch um jeweils
mehr als 15 Prozentpunkte deutlich an.

Im Vergleich zu 2011 ist
die Lebenszufriedenheit
der Leipzigerinnen und
Leipziger in 43 von 63
Ortsteilen angestiegen

Volkmarsdorf (57 Prozent), Grünau-Mitte (59 Prozent) und Anger-Crottendorf
(62 Prozent) sind hingegen die Ortsteile mit dem niedrigsten Anteil
Zufriedener.
Veränderungen im Vergleich zu 2011 sind vor allem in folgenden Ortsteilen zu
verzeichnen: Zentrum-Nordwest (Anteil sinkt um 9 Prozentpunkte auf immer
noch überdurchschnittliche 82 Prozent), Eutritzsch (Anteil sinkt von 74 auf
67 Prozent) und Grünau-Mitte (Anteil Zufriedener sinkt von 64 auf 59 Prozent).

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

15

Abb. 1-4: Lebenszufriedenheit in den Ortsteilen im Zeitvergleich 2011 und 2013

1.2. Zukunftssicht

Auch der Blick in die
Zukunft ist optimistischer

16

Mit der allgemeinen Lebenszufriedenheit hängt die Sicht auf die Zukunft eng
zusammen. Wie aus Abbildung 1-1 hervorgeht, verlaufen beide Kurven sehr
ähnlich. Vor allem in den mittleren Altersjahrgängen besteht eine hohe
Korrelation zwischen beiden Fragen. Bei jüngeren Befragten steht häufig einer
optimistischen Zukunftssicht eine etwas verhaltene Einschätzung der
Lebenszufriedenheit entgegen. Befragte im Rentenalter sind mit ihrem Leben
zufrieden, blicken aber wohl auch wegen möglicher gesundheitlicher
Einschränkungen im Alter weniger optimistisch in die Zukunft.
Der Anteil der Befragten, die „optimistisch“ und „eher optimistisch“ in die
Zukunft blicken, hat sich im Jahr 2013 erneut erhöht. Im Vergleich zu 2012 ist
hier ein Anstieg um 5 Prozentpunkte zu verzeichnen. Mittlerweile geben
62 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger an, dass sie „(eher) optimistisch“
in die Zukunft blicken.
Dabei gilt: je jünger, desto optimistischer. Während nur 45 Prozent der 65- bis
85-Jährigen „(eher) optimistisch“ in die Zukunft blicken, beträgt dieser Anteil
bei den 18- bis 34-Jährigen 75 Prozent.
Noch stärker wirkt sich lediglich das Einkommen aus. Nur 53 Prozent der
Befragten mit einem persönlichen Nettoeinkommen unter 800 Euro sind
„(eher) optimistisch“. In der höchsten Einkommensklasse mit 2 000 Euro und
mehr beträgt dieser Anteil hingegen 83 Prozent.
Aber auch die eigene Arbeitslosigkeit hängt mit einer besonders negativen
Zukunftssicht zusammen. Nur 36 Prozent der Arbeitslosen geben an, „(eher)
optimistisch“ in die Zukunft zu blicken.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tab. 1-2: Allgemeine Zukunftssicht der Leipzigerinnen und Leipziger
1
optimistisch
Befragte
Anzahl
20
Gesamt 2013:
4072
davon:
1850
männlich
21
2126
weiblich
20
davon:
926
18 bis 34 Jahre
29
830
35 bis 49 Jahre
21
1069
50 bis 64 Jahre
14
1136
65 bis 85 Jahre
12
darunter Stellung im Erwerbsleben:
2044
Erwerbstätige
24
163
Arbeitslose
11
1223
Rentner/Pensionäre
11
162
Studenten/Schüler
33
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
941
unter 800 €
16
1365
800 bis unter 1400 €
16
829
1400 bis unter 2000 €
22
624
37
2000 € und mehr
16
Gesamt 2012:
1440

2
eher
optimistisch

3
weder noch

4
eher
pessimistisch

5
pessimistisch

MW
1-5

42

Prozent
28

9

1

2,3

42
42

27
28

8
9

2
1

2,3
2,3

46
47
38
33

19
21
32
43

5
8
13
11

1
1
3
1

2,0
2,2
2,5
2,6

47
25
33
50

22
34
42
13

6
25
12
4

1
5
2
0

2,1
2,9
2,6
1,9

37
41
49
46
41

30
32
24
15
31

14
10
5
1
10

2
1
1
0
2

2,5
2,4
2,1
1,8
2,4

Auch für die Frage nach der Sicht auf die Zukunft lassen sich Ergebnisse bis
auf Ortsteilebene auswerten. Wie aus der Karte in Abbildung 1-5 hervorgeht,
unterscheiden sich die Ergebnisse auf Ortsteilebene relativ stark. Ein dunkles
Blau, das für eine optimistische Einwohnerschaft steht, findet sich vor allem im
Zentrum und den angrenzenden Ortsteilen im Süden und Westen.
Der Ortsteil mit der am positivsten eingestellten Bewohnerschaft ist allerdings
Baalsdorf (Anteil „optimistisch“ und „eher optimistisch“ bei 81 Prozent), gefolgt
vom Zentrum (76 Prozent) und Zentrum-Ost (76 Prozent).
Ortsteile mit einer weniger optimistischen Einwohnerschaft sind Grünau-Mitte
(42 Prozent), Grünau-Ost (44 Prozent) und Schönefeld-Ost (47 Prozent) – die
beiden letzteren sind gleichzeitig Ortsteile mit einem vergleichsweise hohen
Durchschnittsalter.
Insgesamt gibt es nur 4 Ortsteile, in denen der Anteil der optimistischen und
sehr optimistischen Bewohner im Vergleich zu 2011 um mehr als 2 Prozentpunkte sinkt. Dies sind Seehausen (-8 Prozentpunkte), Zentrum-Nordwest und
Holzhausen (je -4 Prozentpunkte) und Schleußig (-3 Prozentpunkte).
Eine besonders starke Zunahme ist hingegen in Burghausen-Rückmarsdorf
(+28 Prozentpunkte), Baalsdorf (+25 Prozentpunkte) und Probstheida
(+22 Prozentpunkte) zu verzeichnen.
Der Zusammenhang zwischen Alter und Zukunftssicht lässt sich allerdings nur
teilweise nachweisen. Ortsteile mit einer besonders jungen Einwohnerschaft
schneiden bei der Sicht auf die Zukunft nicht durchgängig besonders positiv
ab. In solchen Ortsteilen hängt die Zukunftssicht demnach weniger stark vom
Lebensalter ab, sondern von anderen soziodemografischen Faktoren.
Ortsteile, auf die dies zutrifft, sind z.B. Grünau-Mitte oder Grünau-Nord.
Betrachtet man die Lebenszufriedenheit und die Zukunftssicht auf Ortsteilebene im Zusammenhang, so sind folgende Ortsteile durch einen hohen
Anteil an Lebenszufriedenen und optimistisch in die Zukunft blickenden
Einwohnerinnen und Einwohner geprägt: Baalsdorf, Zentrum-West und
Zentrum-Ost. In Grünau-Mitte, Volkmarsdorf und Paunsdorf ist die Bewohnerschaft hingegen unterdurchschnittlich zufrieden und auch seltener
optimistisch.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Im Vergleich zu 2011
steigt der Anteil der
Optimisten in 52 der 63
Leipziger Ortsteile

17

Abb. 1-5: Zukunftssicht in den Ortsteilen im Zeitvergleich 2011 und 2013

18

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

2.

Einkommen und wirtschaftliche Situation

Im folgenden Kapitel wird die wirtschaftliche Situation Leipziger Bürgerinnen
und Bürger sowie der Leipziger Haushalte betrachtet. Hierfür sollen das
persönliche Nettoeinkommen, das Haushaltsnettoeinkommen sowie das
Nettoäquivalenzeinkommen und die Quelle des Lebensunterhalts untersucht
werden.
Die Erhebung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens orientiert
sich an der Definition des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen, wonach dieses Einkommen der Summe aller Nettoeinkünfte aus
Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension, öffentlichen
Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II –„Hartz IV“ –,
Sozialgeld, Kosten der Unterkunft, Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld,
Elterngeld, BAFöG) sowie Einkommen aus Vermietung und Verpachtung entspricht. Nachfolgend wird dieses vorrangig zum Vergleich von Bevölkerungsgruppen mit demografischen (Geschlecht, Alter) und soziografischen
(Familienstand, Stellung im Erwerbsleben, Beruf) Unterscheidungsmerkmalen
herangezogen.
Haushalte können einerseits durch alleinlebende Personen und andererseits
durch Personengemeinschaften gebildet werden. Für Personengemeinschaften sind die Kriterien des gemeinsamen Wohnens und Wirtschaftens, bei
alleinlebenden Personen die des eigenständigen Wirtschaftens vorausgesetzt. Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen entspricht demnach der
Summe aller persönlichen monatlichen Nettoeinkommen der in einem Haushalt lebenden Personen. Die Erhebung des Haushaltsnettoeinkommens dient
in erster Linie dem Vergleich unterschiedlicher Haushaltstypen (siehe Lesehinweise S. 8). Die spezifische Haushaltsgröße wird hierbei jedoch nicht
berücksichtigt.
Mittels des Nettoäquivalenzeinkommens wird schließlich das Haushaltseinkommen zur Haushaltsgröße ins Verhältnis gesetzt (siehe Lesehinweise
S. 9). Dadurch werden Struktureffekte ausgeschaltet und Einspareffekte bei
einer gemeinsamen Haushaltsführung berücksichtigt. Das Nettoäquivalenzeinkommen berechnet sich aus dem Haushaltseinkommen dividiert durch
eine von der OECD herausgegebene Äquivalenzgröße. Das so errechnete
Einkommen ermöglicht zudem Aussagen über die Einkommensarmut.
Danach gelten Haushalte mit einem nach Haushaltsmitgliedern bedarfsgewichteten Nettoeinkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoäquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung als armutsgefährdet.

Nettoeinkommen von
Einzelpersonen

Nettoeinkommen von
Haushalten

Nach Haushaltsmitgliedern
bedarfsgewichtetes Haushaltsnettoeinkommen

Haushalte mit weniger als
60 Prozent des mittleren
Nettoäquivalenzeinkommens sind armutsgefährdet

2.1. Persönliches Einkommen und wirtschaftliche Situation
Im Jahr 2013 liegt das mittlere persönliche Nettoeinkommen (Median) in
Leipzig bei 1 152 Euro (siehe Tabelle 2-1). Der Einkommenszuwachs seit
2009 setzte sich damit 2013 kaum noch fort (siehe Abbildung 2-1). Im
Vergleich zum Vorjahr liegt das persönliche Monatsnettoeinkommen (Median)
der Einwohnerinnen und Einwohner 2013 lediglich um 17 Euro höher.
Die Einkommensentwicklung in Abhängigkeit vom Geschlecht lässt keine
interpretierbaren Veränderungen erkennen. Sowohl bei Männern als auch bei
Frauen stagnieren die persönlichen Monatsnettoeinkommen. Der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen bleibt somit gleich.

Das mittlere Einkommen
liegt 2013 bei 1 152 Euro,
kaum höher als im Vorjahr

Einkommensunterschied
zwischen Männern und
Frauen bleibt gleich

Die Entwicklung des Durchschnittseinkommens hängt nicht nur von eventuellen Lohn- und Gehaltssteigerungen oder dem Rückgang von Arbeitslosigkeit ab. Auch Verschiebungen bei den Anteilen von Erwerbs- bzw. Bevölkerungsgruppen ziehen Änderungen oder Kompensationen des Durchschnittseinkommens nach sich. Daher sollte der Blick auf die Verhältnisse der
Erwerbsgruppen gerichtet werden. Im Vergleich zur Kommunalen Bürgerumfrage 2012 hat der Anteil von Rentnerinnen und Rentnern leicht
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

19

abgenommen. Rentnerinnen und Rentner haben ein leicht unterdurchschnittliches persönliches Nettoeinkommen (siehe Tabelle 2-1). Auch Arbeitslose mit vergleichsweise geringem Einkommensniveau waren 2013 etwas
weniger als noch 2012 vertreten. Demgegenüber haben sich die Anteile der
Studierenden (und Schüler) zuzugsbedingt erhöht und auch der Anteil der Erwerbstätigen ist leicht gestiegen. Studierende haben im Mittel ein sehr geringes Einkommen, Erwerbstätige ein überdurchschnittliches. Die stagnierende
Einkommensentwicklung bei gleichzeitig steigender Erwerbstätigkeit resultiert
also auch aus einer Verschiebung bei den Leipziger Bevölkerungsgruppen.
Abb. 2-1: Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens 1991 bis 2013 (Median in Euro)
1400 €
1200 €
1000 €
800 €
600 €
400 €
1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
200 €
Gesamt

männlich

weiblich

0€

Tab. 2-1: Persönliches monatliches Nettoeinkommen
bis unter
600 €
Anzahl
Befragte
Gesamt 2013:
3777
15
davon:
1732
männlich
13
1994
weiblich
18
davon:
889
18 bis 34 Jahre
25
791
35 bis 49 Jahre
9
1003
50 bis 64 Jahre
14
1042
65 bis 85 Jahre
9
darunter Stellung im Erwerbsleben:
1960
Erwerbstätige
8
140
Arbeitslose
48
1127
Rentner/Pensionäre
10
156
Studenten/Schüler
55
darunter Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
257
Selbstständige
17
260
leitende
2
Angestellte/Beamte
591
mittlere
2
Angestellte/Beamte
775
einfache
6
Angestellte/Beamte
307
Vorarbeiter/Facharbeiter
6
175
Ungelernte/Berufsfremde
26
131
Auszubildende
65
davon mit höchstem beruflichen Abschluss:
874
Hochschule/Universität
10
364
Fachhochschule
8
749
Meister/Techniker/Fachschule
6
Berufsausbildung/Teilfacharbeiter 142
12
1 (noch) ohne
164
58
Berufsausbildung
Gesamt 2012:
1293
15

20

600 bis
1000 bis
1600 bis
unter 1000 € unter 1600 € unter 2300 €
Prozent
25
34
18

2300 € und
mehr

Median
in €

8

1152

17
31

37
31

21
15

12
5

1292
1009

21
17
22
41

31
31
35
41

17
28
19
8

6
16
11
2

1063
1464
1202
1009

15
41
42
36

38
8
39
8

26
3
8
1

13
1
1
0

1412
610
979
556

15
5
6
21
23
41
29

29
18
29
48
47
26
5

21
32
41
21
20
5
1

19
43
22
4
4
1
0

1351
2145
1804
1261
1217
779
494

13
15
24
29
29

26
29
44
39
10

25
33
21
16
2

26
15
6
4
1

1625
1563
1268
1120
520

26

36

16

8

1135

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Obwohl es im Vergleich zu 2012 mehr Erwerbstätige gibt und deren
Einkommensverhältnisse sich positiv entwickelt haben (siehe nachfolgender
Absatz), hat sich das mittlere städtische Einkommen (1152 Euro) – durch den
Zuwachs der unteren Einkommensgruppen (Studierende) – nicht erhöht.
Diese Zusammenhänge sind bei der Bewertung der Einkommensentwicklung
zu berücksichtigen.
Abb. 2-2: Persönliches monatliches Nettoeinkommens (Median in Euro) nach Alter 2013
1600
1400
1200
1000
800
600
400
200

Die Entwicklung des monatlichen Nettoeinkommens im Altersverlauf (siehe
Abbildung 2-2) verdeutlicht, dass in den Altersjahren zwischen 20- und 30Jahren (Ausbildung und Berufseinstieg) ein kontinuierlicher Einkommenszuwachs stattfindet. Die Altersgruppe der Mitte-30-Jährigen erzielt im Mittel
die höchsten persönlichen Monatsnettoeinkommen. Anschließend sinkt das
persönliche Einkommen wieder etwas ab (Lebensphase der Familiengründungen). Die Altersgruppe Anfang/Mitte 40 erreicht schließlich einen
„zweiten Einkommenspeak“. Die persönlichen Einkommen der 50- bis Anfang
60-Jährigen liegen deutlich niedriger. Dies ist durch eine höhere Arbeitslosigkeit dieser Altersgruppe zu erklären. Mit Erreichen der Regelaltersgrenze
sinkt das persönliche Durchschnittseinkommen nochmals ab. Das Einkommensniveau der älteren Rentnerinnen und Rentner ist jedoch sichtlich
höher als das der heute in Rente gehenden Senioren, was teilweise aber
auch dadurch zu erklären ist, dass mit zunehmendem Rentenalter der Anteil
Witwenrentenbezieher (die zusätzlich zur eigenen Rente gezahlt wird) steigt.
Der Großteil (77 Prozent) der Befragten im Alter zwischen 18 und 34 Jahren
hat ein monatliches Nettoeinkommen, das unter 1 600 Euro liegt. Lediglich
6 Prozent dieser jungen Leipziger Erwachsenen haben monatlich 2 300 Euro
oder mehr zur Verfügung. Insgesamt liegt das Medianeinkommen hier bei
1 063 Euro. Dass die genannte Altersklasse eine hohe Heterogenität aufweist, zeigt sich bei der Unterscheidung zwischen dem Medianeinkommen
der 18- bis 24-Jährigen (620 Euro) und dem der 25- bis 34-Jährigen (1 226
Euro). Mit dem Einstieg ins Berufsleben findet ein entsprechender Einkommensanstieg statt. In der mittleren Altersklasse (35 bis 49 Jahre) steigt das
Einkommen nochmals deutlich auf 1 464 Euro (Median) an. Diese Altersgruppe kann als einzige ihre Einkommenssituation im Vergleich zum Vorjahr
deutlich verbessern. 2013 liegen die persönlichen Einkommen je Monat um
165 Euro höher als noch 2012. Dieser Zuwachs lässt sich zum kleineren Teil
mit echten „Lohnzuwächsen“ erklären, denn die persönlichen Einkommen der
Erwerbstätigen sind nur um 30 Euro gestiegen. Zum größeren Teil macht sich
hier bemerkbar, dass mehr Einwohnerinnen und Einwohner einer Erwerbstätigkeit nachgehen als noch im Jahr zuvor. 2012 gaben 83 Prozent der 34bis 49-Jährigen an, erwerbstätig zu sein; 2013 stieg ihr Anteil auf 90 Prozent.

82 - 84

79 - 81

76 - 78

73 - 75

70 - 72

67 - 69

64 - 66

61 - 63

58 - 60

55 - 57

52 - 54

49 - 51

46 - 48

43 - 45

40 - 42

37 - 39

34 - 36

31 - 33

28 - 30

25 - 27

22 - 24

18 - 21

0

Jahre

Die höchsten persönlichen
Einkommen werden von
der Altersgruppe der Mitte
30-Jährigen bzw. der Mitte
40-Jährigen erzielt

Einwohner mittleren Alters
(34 bis 49 Jahre) erzielen
als einzige Altersgruppe
deutliche Einkommenszuwächse

Die mittleren Einkommen der Rentner (65- bis 85-Jährige) sind im Vergleich
zu 2012 mit einem monatlichen Plus von 17 Euro nahezu konstant geblieben.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

21

Ein detaillierterer Blick auf die Berufstätigen: Leitende Angestellte und Beamte erzielen mit 2 145 Euro (Median) das höchste Einkommen (Vorjahr:
2 112 Euro) unter den erfragten Berufsgruppen. Es folgen mit 1 804 Euro
(Vorjahr: 1 776 Euro) die mittleren Angestellten/Beamten und die Selbstständigen mit 1 351 Euro (Vorjahr: 1 375 Euro). Nachdem das Selbstständigeneinkommen mehrere Jahre in Folge gesunken war, stieg es 2012 sprunghaft
Selbstständigen- an. 2011 lag das mittlere Selbstständigeneinkommen noch bei 1 086 Euro,
einkommen haben nun scheint es zu einer Stabilisierung gekommen zu sein. Bei den einfachen
sich stabilisiert Angestellten sind die mittleren Einkommen mit 1 261 Euro auf Vorjahresniveau verblieben. Die Vorarbeiter/Facharbeiter konnten ihr Monatsnettoeinkommen 2013 um 26 Euro auf 1 217 Euro steigern. Ungelernte oder
Berufsfremde mussten hingegen im Mittel Einbußen von 81 Euro verbuchen
und haben nunmehr ein mittleres Monatsnettoeinkommen von 779 Euro.

Leitende und mittlere
Angestellte sowie
Vorarbeiter/Facharbeiter
erzielen leichte
Einkommenszuwächse

Abb. 2-3: Monatliches Einkommen Selbstständiger (Median in Euro)
2008 bis 2013
1600
1400
1200

1261

1316

1375

1351

2012

2013

1160
1086

Euro

1000
800
600
400
200
0
2008

2009

2010

2011

Jahre

2.2. Monatliches Haushaltsnettoeinkommen
Das mittlere Haushaltsnettoeinkommen liegt aktuell bei 1 549 Euro (siehe Tabelle 2-2 und Abbildung 2-4) und damit nur geringfügig höher als im Vorjahr.
75 Prozent der Haushalte haben ein Einkommen, das 2 300 Euro nicht überschreitet. Dagegen haben 12 Prozent der Leipziger Haushalte – das sind
2 Prozentpunkte mehr als 2012 und 4 Prozentpunkte mehr als 2011 –
monatlich mehr als 3 200 Euro zur Verfügung. Betrachtet man die Haushaltsund Familienkonstellationen, haben Paare mit Kind(ern) mit 2 877 Euro das
höchste Einkommen, gefolgt von Paaren ohne Kind(er) (2 460 Euro). Alleinerziehende befinden sich häufig in einer schwierigen Einkommenssituation,
sie haben jedoch im Vergleich zu den Vorjahren ihr Haushaltsnettoeinkommen nennenswert steigern können (2011: 1 275 Euro, 2012: 1 283 Euro,
2013: 1 426 Euro).
Singles (unter 65 Jahre) und alleinstehende Rentner/innen haben, verglichen
mit den übrigen Haushaltstypen, monatlich das wenigste Geld in der Haushaltskasse. 2013 liegt das Haushaltseinkommen der Singles erstmals leicht
über dem der alleinlebenden Rentnerinnen und Rentner.
Arbeitslosenhaushalte
verfügen im Mittel über ein
Drittel des Einkommens
von Erwerbshaushalten

22

Haushaltseinkommen, die überwiegend durch Erwerbstätigkeit (2 006 Euro)
erwirtschaftet werden, liegen beinahe dreimal so hoch wie solche, die vorwiegend aus Arbeitslosenbezügen (680 Euro) generiert werden. Arbeitslose
leben häufig in kleinen Haushalten. Ein-Personen-Haushalte, deren Hauptquelle des Lebensunterhalts Arbeitslosenbezüge sind, erhalten im Mittel
659 Euro, Zwei-Personen-Haushalte verfügen im Mittel über 981 Euro.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tab. 2-2: Monatliches Haushaltsnettoeinkommen
unter 1100 €
Anzahl
Haushalte
Gesamt 2013:
3816
29
darunter:
578
Singles
46
88
Alleinerziehende
31
574
Paare mit Kind(ern)
3
907
Paare ohne Kind(er)
5
298
alleinstehende Rentner
47
870
Rentnerpaare
5
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
2200
Erwerbstätigkeit
14
199
Arbeitslosenbezüge
87
1191
Renten
31
davon:
877
1 Person
47
1963
2 Personen
9
521
3 Personen
8
363
4 und mehr Personen
5
Gesamt 2012:
1302
31

1100 bis
2300 bis
unter 2300 € unter 3200 €
Prozent
46
13

3200 € und
mehr

Median in €
2013

Median in €
2012

12

1549

1503

1162
1426
2877
2460
1126
1896

1066
1283
2730
2513
1085
1858

47
50
28
39
52
74

5
9
31
29
16

2
10
39
27
0
6

46
12
61

20
0
6

20
0
1

2006
680
1373

1874
681
1361

48
53
31
26
46

3
22
32
23
12

2
16
29
46
10

1148
2054
2581
3036

1074
2019
2490
3048
1503

x

Abb. 2-4: Haushaltsnettoeinkommen 2013 nach Bezugsgruppen
(Median in Euro)

nach Alter der
Bezugsperson

Gesamt

1549

18 bis 34 Jahre

1488

35 bis 54 Jahre

1969

ab 55 Jahre

1427

nach Haushaltstyp

Singles

1162

Alleinerziehende

1426

Paare mit Kind(ern)

2877

Paare ohne Kind(er)

2460

alleinstehende Rentner

1126

Rentnerpaare

1896

Abb. 2-5: Entwicklung des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens 2003 bis 2013
(in Prozent)
6
12

7
14

7
11

7
11

8
11

9
11

8
12

10
12

12

48

44

47

46

50

47

46

46

46

33

36

35

36

32

33

33

31

29

2003

2005

2006

2008

2009

2010

2011

2012

2013

bis unter 1100 €

1100 bis unter 2300 €

2300 bis unter 3200 €

13

3200 € und mehr

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

23

Der Anteil der Haushalte
mit mehr als 3 200 Euro
monatlichem Haushaltsnettoeinkommen steigt
auch 2013 weiter an

Die langfristige Entwicklung der Haushaltseinkommen ist in Abbildung 2-5
dargestellt. Der Anteil von Haushalten, die 3 200 Euro und mehr zur Verfügung haben, hat sich seit 2003 auf nunmehr 12 Prozent verdoppelt. Ein
Viertel aller Haushalte hat 2013 2 300 Euro und mehr zur Verfügung.
29 Prozent der Haushalte haben 2013 ein Einkommen unter 1 100 Euro zur
Verfügung. Somit ist im Bereich der geringen Haushaltseinkommen langfristig
ein leicht sinkender Trend zu erkennen.
2.3. Nettoäquivalenzeinkommen

Im Jahr 2013 liegt das
Nettoäquivalenzeinkommen bei 1 267 Euro

Die Einkommensschere
hat sich weiter geöffnet
.

Das monatliche Nettoäquivalenzeinkommen (siehe Lesehinweise, S. 9 und
Ausführungen auf S. 19) berücksichtigt im Gegensatz zum einfachen Haushaltseinkommen zusätzlich Anzahl und Alter der Haushaltsmitglieder. Es liegt
aktuell bei 1 267 Euro pro Monat und damit 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Für Deutschland liegt das mittlere Nettoäquivalenzeinkommen derzeit
(Stand 2012) bei 1 448 Euro pro Monat.1
Die Schere zwischen den einkommensstärksten und einkommensschwächsten 20 Prozent (siehe Abbildung 2-6) hat sich auch 2013 weiter geöffnet.
Dies ist vor allem auf die deutlichen Zugewinne der einkommensstarken
Leipzigerinnen und Leipziger zurückzuführen. Von 2011 zu 2012 stieg ihr
Nettoäquivalenzeinkommen bereits um 72 Euro an, 2013 gewannen diese
einkommensstarken Personen nochmals 126 Euro hinzu. Auch einkommensschwache Personen konnten ihr Nettoäquivalenzeinkommen steigern, jedoch
nur äußerst geringfügig um 9 Euro. Die wachsende Differenz zwischen
einkommensarmen und einkommensreichen Leipzigern ist somit den Zugewinnen der Gutsituierten geschuldet. 2013 lagen zwischen den 20 Prozent
Einkommensärmsten und den 20 Prozent Einkommensreichsten nunmehr
1 074 Euro. Zum Vergleich: 2008 betrug der Einkommensunterschied
zwischen diesen beiden Gruppen nur 853 Euro. Die zunehmende Einkommensungleichheit resultiert also aus einer Steigerung hoher Einkommen,
bei einem unterdurchschnittlichen Anstieg geringer Einkommen.
Abb. 2-6: Entwicklung des Nettoäquivalenzeinkommens 2008 bis 2013
(Median in Euro)

1678

1148

1141

741

752

771

2009

2010

2011

1616

1578 r

1093

1676

r

725 r

2008
Gesamt

1151

r

Einkommensschwächste 20 Prozent

1750

1876

1219

1267

793

2012

802

2013

Einkommensstärkste 20 Prozent

r = korrigierte Zahl

1&2

AMTLICHE SOZIALBERICHTERSTATTUNG: Tabelle A.2 Armutsgefährdungsschwelle in Euro nach
Bundesländern und Haushaltstyp; Abruf unter: www.amtliche-sozialberichterstattung.de;
Eigene Berechnungen

24

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Auf Basis des Äquivalenzeinkommens können zusätzlich Aussagen zur Armutsgefährdung getroffen werden. Als Maßstab hierfür dient die sogenannte
Armutsgefährdungsschwelle von 60 Prozent des Nettoäquivalenzeinkommens
für die Gesamtbevölkerung. Dieser Schwellenwert liegt für die Stadt Leipzig
derzeit bei 760 Euro (pro Kopf). Danach gelten Ein-Personen-Haushalte
aktuell als armutsgefährdet, wenn ihnen weniger als 760 Euro Einkommen zur
Verfügung stehen. Damit liegt die Armutsgefährdungsschwelle in Leipzig
immer noch deutlich unter dem gesamtdeutschen Wert von 869 Euro (2012)2.
Da sich jedoch nicht nur Einkommen, sondern auch Preise z. B. zwischen
städtischen und ländlichen Gebieten stark unterscheiden können, erweist sich
ein enger regionaler Bezugsrahmen für die Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens als sinnvoll3. Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren
gelten in Leipzig bei weniger als 988 Euro monatlich als einkommensarm,
Haushalte mit zwei Erwachsenen und einem Kind bei unter 1 368 Euro.
Paarhaushalte ohne Kind(er) erreichen bei einem Wert von unter 1 140 Euro
die Schwelle zur Armutsgefährdung. Im Vergleich zum Jahr 2012 haben sich
die Schwellenwerte 2013 für alle in Tabelle 2-3 dargestellten Haushaltskonstellationen erhöht.

Die Schwelle zur
Armutsgefährdung liegt
in Leipzig derzeit bei
760 Euro pro Kopf

Tab. 2-3: Armutsgefährdungsschwellen für ausgewählte Haushaltskonstellationen 2012 und 2013*
Bedarfsgewicht

2012

2013

1

731 €

760 €

1,3

951 €

988 €

1,6

1 170 €

1 216 €

1,8

1 317 €

1 368 €

zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 14 Jahren

2,1

1 536 €

1 596 €

zwei Erwachsene, drei Kinder unter 14 Jahren

2,4

1 755 €

1 824 €

zwei Erwachsene

1,5

1 097 €

1 140 €

Ein-Personen-Haushalt
ein/e Erwachsene/r, ein Kind unter 14 Jahren
(Alleinerziehende/r)
ein/e Erwachsene/r, zwei Kinder unter 14 Jahren
(Alleinerziehende/r)
zwei Erwachsene, ein Kind unter 14 Jahren

* 60% des Medians des auf der Basis der neuen OECD-Skala berechneten Äquivalenzeinkommens der Leipziger Bevölkerung multipliziert mit dem jeweiligen Bedarfsgewicht des Haushalts

2.4. Hauptquelle des Lebensunterhalts der Leipziger Haushalte
Haupteinkommensquelle der meisten Leipziger Haushalte ist das Einkommen
aus Erwerbstätigkeit (siehe Abbildung 2-7). Dieser Anteil liegt 2013 bei
58 Prozent und folgte in den vergangenen 6 Jahren – einhergehend mit den
Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – einem leicht positiven Trend. Parallel
sank der Anteil der Haushalte, der sich überwiegend aus Arbeitslosenbezügen (ALG I und ALG II) finanziert. Auch der Anteil von Haushalten, der
von Renten und Pensionen lebt, ist leicht rückläufig. Hintergrund dieser
Entwicklung ist die derzeit hohe Zuwanderung junger Personen nach Leipzig
sowie hoher Geburtenzahlen, die auch zu einer Verringerung der Altenquote
führen.

Der Anteil von Haushalten,
bei denen Erwerbsarbeit
als Haupteinkommensquelle dient, steigt leicht an

Wie Tabelle 2-4 veranschaulicht, finanzieren vor allem Paare mit Kind(ern)
(94 Prozent), aber auch solche ohne Kind(er) (90 Prozent) ihren
Lebensunterhalt überwiegend durch Erwerbseinkommen. Demgegenüber
sind Singles und Alleinerziehende überdurchschnittlich häufig auf die
Grundsicherung nach SGB II angewiesen. Der Anteil der Alleinerziehenden,
die ihren Lebensunterhalt durch Transferzahlungen auf Basis von ALG II
bestreiten, ist rückläufig (2011: 33 Prozent, 2012: 28 Prozent, 2013: 26 Prozent). 12 Prozent der 18- bis 34-Jährigen generieren ihr Haushaltseinkommen
3

EICHHORN, L./HUTER, J./SOYKA, D. (2006): Reichtum und Armut in Deutschland. In:
Stadtforschung und Statistik. Zeitschrift des Verbandes deutscher Städtestatistiker. Ausgabe
2/2006. Hannover.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

25

durch übrige Einkommen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um
Transferzahlungen auf Basis des Bundesausbildungsförderungsgesetzes
(BAföG) oder Unterstützungsleistungen der Eltern handeln.
Abb. 2-7: Hauptquelle des Lebensunterhalts 2008 bis 2013 (in Prozent)
2008

2009

56 56
53 51 54

2010

2011

2012

2013

58

31 32 30
29 30

12 12

9

27

11 10
9
4

Erwerbseinkommen

Arbeitslosenbezüge

Renten/Pensionen

4

7

4

4

5

übrige Einkommen

Tab. 2-4: Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haushalte
Erwerbseinkommen
Anzahl
Haushalte
3925
Gesamt 2013:
darunter:
580
Singles
94
Alleinerziehende
577
Paare mit Kind(ern)
917
Paare ohne Kind(er)
317
alleinstehende Rentner
896
Rentnerpaare
davon Alter der Bezugsperson:
898
18 bis 34 Jahre
1183
35 bis 54 Jahre
1770
55 bis 85 Jahre
davon mit Haushaltsnettoeinkommen:
558
unter 1100 €
1676
1100 bis unter 2300 €
733
2300 bis unter 3200 €
752
3200 € und mehr
Gesamt 2012:

1398

ALG I

ALG II
Prozent
8

Renten/
Pensionen

übrige
Einkommen

27

5

58

1

71
70
94
90
1
7

2
1
1
1
0
0

14
26
3
2
1
0

5
1
0
2
96
92

8
3
2
5
1
1

75
85
20

1
2
1

12
8
5

0
3
73

12
2
1

30
59
87
96

3
1
0
0

26
1
0
0

29
35
13
3

13
3
1
1

56

1

8

30

4

Erwartungsgemäß erzielen die meisten Haushalte mit einem vergleichsweise
guten Einkommen von 3 200 Euro und mehr ihre Einkünfte hauptsächlich
durch Erwerbsarbeit (96 Prozent). In der Gruppe der Haushalte mit vergleichsweise geringen Einkommen unter 1 100 Euro befinden sich in erster
Linie kleine Haushalte (Singles oder Alleinstehende). Als Hauptquelle des
Lebensunterhalts wird in dieser Einkommensgruppe zu nahezu gleichen Anteilen Erwerbsarbeit, Arbeitslosenbezüge und Renten/Pensionen angegeben.
Übrige Einkommen (häufig Studierende) stellen hier 13 Prozent der befragten
Haushalte.
2.5. Kleinräumige Betrachtungen zur wirtschaftlichen Situation
Auskunft über die Einkommenssituation der Bürgerinnen und Bürger bzw. der
Haushalte in den Ortsteilen geben die Tabellen 2-5 und 2-6 sowie die Abbildung 2-8. Bei der Betrachtung der persönlichen Nettoeinkommen, der Haushaltsnettoeinkommen und der Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haus26

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

halte werden auf Ortsteilebene kleinräumige Unterschiede sichtbar. Der Anteil
hoher Einkommen (persönliches Nettoeinkommen und Haushaltsnettoeinkommen) ist in Leipzig sowohl in einigen innerstädtischen Ortsteilen und in
Ortsteilen des Innenstadtrandes sowie in einigen eingemeindeten Ortsteilen
des Stadtrandes am höchsten.
Die persönlichen Monatsnettoeinkommen betragen im einkommensschwächsten Ortsteil (Volkmarsdorf: 789 Euro im Median) nur die Hälfte des
einkommensstärksten Ortsteils (Zentrum-Nordwest mit dem Waldstraßenviertel: 1 558 Euro). Auch im Ortsteil Neustadt-Neuschönefeld verfügt die
Mehrzahl der Bewohner über ein Einkommen von unter 900 Euro. In den drei
Lindenauer Ortsteilen (Lindenau, Altlindenau, Neulindenau) liegt das mittlere
persönliche Monatsnettoeinkommen jeweils unter 950 Euro. Für diese drei
Ortsteile lässt sich im Vergleich zu 2011 ein stagnierendes (Lindenau) bzw.
sogar sinkendes Einkommen (Alt- und Neulindenau) feststellen. Diese Ortsteile weisen gleichermaßen einen überdurchschnittlichen Einwohnerzuwachs,
bedingt durch Zuwanderungen, auf. Bei wachsenden Einwohnerzahlen sinkt
somit das Durchschnittseinkommen. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass in Alt- und Neulindenau der Anteil Studierender in den letzten
zwei Jahren meßbar angestiegen ist - in Altlindenau von 6 (2011) auf
13 Prozent und in Neulindenau von 0 auf 5 Prozent.
Neben dem persönlichen Einkommen ist es sinnvoll, den Blick auf die gesamte Einkommenssituation in den Haushalten zu richten. Ein Vergleich auf
Ortsteilebene ist jedoch aufgrund sehr unterschiedlicher Haushaltsgrößen
nicht sinnvoll. Üblicherweise sind die Haushalte im Bereich des Stadtrands
deutlich größer als in der Innenstadt bzw. in Wohngebieten des Innenstadtrands. Eine Methode, die das Haushaltseinkommen hinsichtlich der Mitglieder des Haushalts gewichtet, wird bei der Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens angewendet. Durch diese bedarfsgewichtete Einkommensgröße (siehe Vorbemerkungen, S. 9) lässt sich die Einkommenssituation in den Leipziger Ortsteilen gut vergleichen.
Das mit Abstand höchste Nettoäquivalenzeinkommen erzielen mit 1 685 Euro
die Bewohner des Ortsteils Wiederitzsch (1 732 Euro im Median). Ein ebenfalls hohes Einkommensniveau ließ sich für die Ortsteile LützschenaStahmeln, Gohlis-Mitte, Zentrum-Nordwest und Schleußig mit im Mittel jeweils
über 1 600 Euro feststellen.
Die Ortsteile mit dem niedrigsten Nettoäquivalenzeinkommen sind Ortsteile
des Leipziger Ostens und Westens: Volkmarsdorf, Grünau-Mitte und
Lindenau. Hier beträgt das Nettoäquivalenzeinkommen im Mittel weniger als
1 000 Euro. In Grünau-Nord, Neulindenau, Anger-Crottendorf, Altlindenau und
Neustadt-Neuschönefeld liegt es jeweils unter 1 050 Euro.
In Tabelle 2-6 ist zudem die Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haushalte
nach Ortsteilen ausgewiesen. In Gohlis-Süd, Schleußig und Zentrum-West ist
der Anteil der Haushalte, die ihr Einkommen vorrangig durch Erwerbsarbeit
erzielen, mit 78 bis 82 Prozent am höchsten, in Grünau-Mitte mit 33 Prozent
am geringsten. Der Anteil an Haushalten, die von Renten oder Pensionen
leben, fällt in Schönefeld-Ost, Mölkau, Lößnig, Mockau-Nord und Grünau-Ost
mit jeweils über 40 Prozent am höchsten aus.
Im Zentrum-Nord, Zentrum-Südost, Zentrum-Ost und Neustadt-Neuschönefeld ist der Anteil übriger Einkommen zur Sicherung des Lebensunterhalts im
stadtweiten Vergleich am höchsten. Diese Haushalte machen hier jeweils
einen Anteil von mehr als 15 Prozent aus. In der Regel ist hierfür ein
vergleichsweise hoher Anteil von Studierendenhaushalten verantwortlich,
teilweise aber auch ein nennenswerter Anteil von Beziehern von Sozialgeld
bzw. Grundsicherung im Alter. Im Zentrum-Südost betrifft dies 5 Prozent der
Haushalte, in Eutritzsch 7 Prozent, im Zentrum-Nord 6 Prozent.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

27

Tab. 2-5: Persönliches Monatsnettoeinkommen und Haushaltsnettoeinkommen 2011 und 2013 in Euro
Ortsteil
00
01
02
03
04
05
06
10
11
12
13
14
15
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
40
41
42
43
44
50
51
52
53
54
55
60
61
62
63
64
65
66
70
71
72
73
74
75
80
81
82
83
90
91
92
93
94
95

Zentrum
Zentrum-Ost
Zentrum-Südost
Zentrum-Süd
Zentrum-West
Zentrum-Nordwest
Zentrum-Nord
Schönef.-Abtnaund.
Schönefeld-Ost
Mockau-Süd
Mockau-Nord
Thekla
Plaußig-Portitz
Neust.-Neuschönef.
Volkmarsdorf
Anger-Crottendorf
Sellerhausen-Stünz
Paunsdorf
Heiterblick
Mölkau
Engelsdorf
Baalsdorf
Althen-Kleinpösna
Reudnitz-Thonberg
Stötteritz
Probstheida
Meusdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Südvorstadt
Connewitz
Marienbrunn
Lößnig
Dölitz-Dösen
Schleußig
Plagwitz
Kleinzschocher
Großzschocher
Knautkleeb.-Knauth.
Hartmannsd.-Knautn.
Schönau
Grünau-Ost
Grünau-Mitte
Grünau-Siedlung
Lausen-Grünau
Grünau-Nord
Miltitz
Lindenau
Altlindenau
Neulindenau
Leutzsch
Böhlitz-Ehrenberg
Burgh.-Rückmarsdorf
Möckern
Wahren
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Gohlis-Süd
Gohlis-Mitte
Gohlis-Nord
Eutritzsch
Seehausen
Wiederitzsch
< -15 %
-15 % bis < -10 %
-10 % bis < -5 %

28

Persönliches Monatsnettoeinkommen (Median)
2011
2013
Entwicklung
1119
1387
1266
1466
951
1036
1181
1198
1213
1442
1406
1558
1085
1294
975
1095
974
1055
972
1127
931
1066
1110
1107
1150
1239
797
893
760
798
1036
1008
966
1156
952
1153
1290
1181
1210
1303
1173
1278
1187
1329
1142
1278
854
1113
1050
1184
1107
1376
989
1125
1118
1198
1141
1252
1157
1195
1077
1150
1083
1158
1046
1074
1150
1412
1165
1360
1225
1093
961
1077
1096
1245
1151
1232
1097
1265
1045
1162
1064
989
929
1008
1199
1180
976
1090
895
950
1182
1120
894
926
1026
918
1077
924
1133
1194
1080
1151
1153
1242
994
1133
1111
1406
1108
1302
1147
1298
1164
1406
1240
1375
1158
1211
1171
1212
1216
1271
1182
1320
-5 % bis < 5 %

Monatliches Haushaltsnettoeinkommen (Median)
2011
2013
Entwicklung
1088
1506
1466
1625
1202
1285
1545
1640
1531
1610
2131
2425
1472
1495
1096
1443
1342
1525
1269
1532
1237
1362
1370
1336
1901
1964
1054
1160
1048
1121
1255
1235
1390
1495
1171
1339
1705
2019
1760
1595
1889
1837
2019
2203
2059
2100
1226
1589
1285
1352
1520
2183
1431
1387
1566
1645
1685
1478
1725
1811
1274
1599
1370
1671
1446
1618
1628
1808
2020
2278
1465
1266
1175
1329
1321
1692
2054
1789
1597
1788
1253
1725
1263
1256
1209
1227
1836
1886
1346
1587
1198
1172
1784
1673
1070
1192
1298
1329
1289
1096
1467
1694
1376
2005
1911
2075
1334
1514
1348
1589
1824
2301
1655
2280
1761
1939
1790
2113
1377
1525
1383
1470
1850
2022
1817
2364
5 % bis <10 %
10 % bis <15 %
> 15 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tab. 2-6: Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haushalte 2013 nach Ortsteilen
Ortsteil
00
01
02
03
04
05
06
10
11
12
13
14
15
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
40
41
42
43
44
50
51
52
53
54
55
60
61
62
63
64
65
66
70
71
72
73
74
75
80
81
82
83
90
91
92
93
94
95

Zentrum
Zentrum-Ost
Zentrum-Südost
Zentrum-Süd
Zentrum-West
Zentrum-Nordwest
Zentrum-Nord
SchönefeldAbtnaund.
Schönefeld-Ost

N
78
90
115
125
93
119
112
85
104

Mockau-Süd
85
Mockau-Nord
101
Thekla
98
Plaußig-Portitz
115
Neust.-Neuschönef. 94
Volkmarsdorf
80
Anger-Crottendorf
72
Sellerhausen-Stünz 100
Paunsdorf
122
Heiterblick
125
Mölkau
98
Engelsdorf
105
Baalsdorf
94
Althen-Kleinpösna
91
Reudnitz-Thonberg 150
Stötteritz
127
Probstheida
99
Meusdorf
93
Liebertwolkwitz
84
Holzhausen
97
Südvorstadt
172
Connewitz
169
Marienbrunn
110
Lößnig
120
Dölitz-Dösen
81
Schleußig
132
Plagwitz
123
Kleinzschocher
94
Großzschocher
103
Knautkleeb.-Knauth. 102
Hartmannsd.-Knautn. 89
Schönau
87
Grünau-Ost
102
Grünau-Mitte
116
Grünau-Siedlung
118
Lausen-Grünau
113
Grünau-Nord
91
Miltitz
106
Lindenau
112
Altlindenau
132
Neulindenau
71
Leutzsch
84
Böhlitz-Ehrenberg
112
Burgh.-Rückmarsd. 103
Möckern
126
99
Wahren
99
LützschenaStahmeln
100
Lindenthal
152
Gohlis-Süd
161
Gohlis-Mitte
112
Gohlis-Nord
117
Eutritzsch
90
Seehausen
117
Wiederitzsch

Erwerbseinkommen

Arbeitslosenbezüge

Renten/Pensionen

übrige Einkommen

16
19
20
24
14
14
21
15
43
33
41
33
33
14
20
13
34
21
36
41
25
23
27
17
24
35
27
21
30
13
19
40
41
23
10
12
16
34
17
29
32
40
35
32
35
30
29
14
10
20
15
27
34
28
26
33
23
14
19
35
28
22
23

4
16
16
5
7
1
17
1
2
0
5
11
0
15
6
13
1
13
0
0
0
1
3
11
13
3
7
2
1
11
10
7
1
6
6
1
2
1
8
2
0
5
2
0
6
1
0
7
11
2
10
1
4
0
0
1
3
3
7
0
10
0
5

Prozent

77
57
58
62
78
75
62
72
47
56
44
46
64
59
43
60
56
54
62
55
69
74
68
67
53
61
54
65
46
69
64
48
50
63
79
68
76
60
70
69
48
52
33
68
55
56
67
54
67
55
68
63
59
63
55
66
72
82
72
56
53
69
73

4
8
6
9
1
10
1
12
9
12
10
10
3
12
31
14
9
12
2
4
6
2
2
6
10
1
12
11
23
7
8
6
8
8
5
19
6
5
4
0
21
3
30
0
3
14
5
25
12
22
7
10
4
10
20
0
3
1
2
8
10
9
0

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

29

Abb. 2-8: Nettoäquivalenzeinkommen der Leipziger Ortsteile 2013

30

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

3.

Wohnen und Umziehen

3.1. Bewertung des Wohnviertels
Die überwiegende Mehrheit der Leipzigerinnen und Leipziger fühlt sich im
eigenen Wohnviertel wohl. Insgesamt geben 74 Prozent an, mit ihrem
Wohnviertel „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ zu sein, 2012 waren es noch
79 Prozent. 4 Prozent der Anwohner sind mit ihrem Wohnviertel „unzufrieden“
oder „sehr unzufrieden“. Dieser Wert liegt auf Vorjahresniveau. Besserverdienende äußern sich häufiger zufrieden als Befragte mit geringem Einkommen.
Studierende haben – ungeachtet eines meist geringen Einkommen – eine
hohe Zufriedenheit mit dem eigenen Wohnviertel. Unzufrieden mit dem Wohnviertel äußern sich überdurchschnittlich viele arbeitslose Leipzigerinnen und
Leipziger. Jeder 11. von ihnen fühlt sich im Wohnviertel nicht wohl. Auch kleinräumig gibt es Unterschiede.

Die Zufriedenheit mit dem
eigenen Wohnviertel ist
leicht gesunken

Tab. 3-1: Zufriedenheit mit dem Wohnviertel
1
sehr
zufrieden
Befragte
Anzahl
4087
Gesamt 2013:
davon:
928
18 bis 34 Jahre
834
35 bis 49 Jahre
1073
50 bis 64 Jahre
1142
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
2050
Erwerbstätige
163
Arbeitslose
1229
Rentner/Pensionäre
162
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
944
unter 800 €
1368
800 bis unter 1400 €
833
1400 bis unter 2000 €
625
2000 € und mehr
1436
Gesamt 2012:

2
zufrieden

23

52

21
28
22
23

49
48
54
57

25
16
22
24
19
22
24
33
26

3
teils/teils

4
unzufrieden

Prozent
21

5
sehr
unzufrieden

MW
1-5

3

1

2,1

25
20
20
17

3
3
3
3

1
1
1
1

2,1
2,0
2,1
2,0

50
53
57
54

22
22
17
18

3
7
3
3

1
2
1
1

2,0
2,3
2,0
2,0

51
54
51
50
53

25
20
21
14
17

4
3
3
3
4

1
1
1
1
1

2,2
2,1
2,1
1,9
2,0

Besonders hohe Zufriedenheitswerte mit dem Wohnviertel bestehen in vielen
Ortsteilen des Stadtrands, ebenso die Ortsteile der Nord-Süd-Achse, also entlang des Auwalds. Besonders hoch ist die Wohnviertelzufriedenheit in Baalsdorf, Burghausen-Rückmarsdorf, Heiterblick sowie im Zentrum-Nordwest
(Waldstraßenviertel), hier geben jeweils mehr als 90 Prozent der Befragten
an, mit dem eigenen Wohnviertel „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ zu sein
(siehe Abbildung 3-1).

In einigen Ortsteilen sind
mehr als 90 Prozent mit
ihrem Wohnviertel zufrieden

Die niedrigsten Zufriedenheitswerte werden in Volkmarksdorf (30 Prozent) und
Neustadt-Neuschönefeld (39 Prozent) erreicht. Auch in Anger-Crottendorf und
Altlindenau äußern sich weniger als die Hälfte mit ihrem Wohnviertel zufrieden. Zu dieser Bewertung können auch Sanierungsrückstände in den
Wohngebieten beigetragen haben.
Trotz insgesamt unterdurchschnittlicher Bewertung hat sich die Zufriedenheit
mit dem Wohnviertel in Altlindenau in den letzten fünf Jahren leicht positiv
entwickelt. Im benachbarten Ortsteil Lindenau, der unlängst eine deutlich
höhere Bevölkerungsdynamik verzeichnete, stiegen die Zufriedenheitswerte
noch stärker an. Sie liegen aber auch dort immer noch unter dem städtischen
Durchschnitt. Deutlich negativere Bewertungen als noch vor fünf Jahren
erhalten Neulindenau und Schönefeld-Ost. Aber auch Schleußig, ein Ortsteil
mit traditionell hohen Zufriedenheitswerten, hat in der Gunst der Bewohner
nachgelassen.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

31

Tab. 3-2:

Zufriedenheit mit dem Wohnviertel 2013 und 2008

Ortsteil
00
01
02
03
04
05
06
10
11
12
13
14
15
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
40
41
42
43
44
50
51
52
53
54
55
60
61
62
63
64
65
66
70
71
72
73
74
75
80
81
82
83
90
91
92
93
94
95

Zentrum
Zentrum-Ost
Zentrum-Südost
Zentrum-Süd
Zentrum-West
Zentrum-Nordwest
Zentrum-Nord
Schönef.-Abtnaund.
Schönefeld-Ost
Mockau-Süd
Mockau-Nord
Thekla
Plaußig-Portitz
Neust.-Neuschönef.
Volkmarsdorf
Anger-Crottendorf
Sellerhausen-Stünz
Paunsdorf
Heiterblick
Mölkau
Engelsdorf
Baalsdorf
Althen-Kleinpösna
Reudnitz-Thonberg
Stötteritz
Probstheida
Meusdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Südvorstadt
Connewitz
Marienbrunn
Lößnig
Dölitz-Dösen
Schleußig
Plagwitz
Kleinzschocher
Großzschocher
Knautkleeb.-Knauth.
Hartmannsd.-Knautn.

Schönau
Grünau-Ost
Grünau-Mitte
Grünau-Siedlung
Lausen-Grünau
Grünau-Nord
Miltitz
Lindenau
Altlindenau
Neulindenau
Leutzsch
Böhlitz-Ehrenberg
Burgh.-Rückmarsd.
Möckern
Wahren
Lützsch.-Stahmeln
Lindenthal
Gohlis-Süd
Gohlis-Mitte
Gohlis-Nord
Eutritzsch
Seehausen
Wiederitzsch

N
(2013)

78
91
117
128
96
119
117
89
109
91
107
103
118
97
87
74
104
133
128
104
114
99
95
162
130
107
99
87
103
180
173
112
127
83
134
131
97
112
106
90
93
105
122
123
119
99
110
111
134
75
91
115
106
133
102
102
101
158
165
112
120
94
125

Mittelwert (1 = sehr zufrieden … 5 = sehr unzufrieden)
2013
2008
2,0
1,9
2,1
2,1
2,0
2,2
2,0
1,7
1,7
1,8
1,6
1,4
1,9
2,1
2,5
2,6
2,3
2,1
2,4
2,4
2,1
2,1
2,0
2,0
1,8
2,0
2,7
3,0
3,1
3,1
2,7
2,9
2,3
2,4
2,4
2,5
1,8
1,9
1,8
1,9
1,9
2,0
1,6
1,8
2,1
2,6
2,2
2,4
1,9
2,2
1,8
1,9
1,8
1,8
1,9
2,0
2,0
1,9
1,8
1,7
2,0
2,2
1,8
1,7
2,0
1,9
1,9
2,0
1,8
1,6
2,0
2,0
2,3
2,6
1,9
2,1
1,8
1,9
2,2
2,3
2,0
2,3
2,0
2,1
2,4
2,2
2,0
1,9
2,2
2,3
2,3
2,2
1,8
1,9
2,4
2,8
2,6
2,9
2,3
2,1
2,2
2,1
1,9
1,8
1,7
1,9
2,3
2,4
2,1
2,3
1,9
2,0
1,8
1,8
2,0
2,0
2,0
1,9
1,9
2,0
2,1
2,0
2,2
2,3
1,9
1,9

< -15 Prozentpunkte
-15 bis < -10 Prozentpunkte
-10 bis < -5 Prozentpunkte

32

Anteil „sehr zufrieden“ und „zufrieden“ in Prozent
2013
2008
Entwicklung
78
86
81
68
78
74
85
91
87
90
92
98
80
80
58
50
64
80
66
68
76
79
82
81
88
85
39
39
30
36
42
44
64
68
56
60
91
86
86
84
87
81
93
92
78
54
67
64
77
74
87
90
87
91
84
87
77
86
86
90
73
75
86
97
76
83
80
82
87
97
76
81
64
62
87
83
87
81
67
69
76
71
84
85
61
76
82
90
75
70
70
67
88
89
61
41
46
41
67
87
70
76
82
93
92
85
7
63
69
65
74
79
85
87
91
78
77
83
88
86
89
72
84
71
71
85
91

-5 bis < 5 Prozentpunkte

5 bis <10 Prozentpunkte
10 bis <15 Prozentpunkte
> 15 Prozentpunkte

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 3-1: Zufriedenheit und Entwicklung mit dem Wohnviertel nach Ortsteilen (in Prozent)

Abb. 3-2:

Entwicklung des Wohnviertels in den letzten 5 Jahren (in Prozent)
Entwicklungsrichtung

2008
2011
2013

13

war schon immer attraktiv, hat sich
noch verbessert

19
13

26
aufsteigendes
Wohnviertel

13
13
13

war nicht attraktiv, hat sich jetzt aber
verbessert

10
9
11

war attraktiv, ist es jetzt nicht mehr

11
absteigendes
Wohnquartier

1
2
1

war nie attraktiv, hat sich noch verschlechtert

32
26

12
13

49
ist nach wie vor attraktiv

62

45
unverändert attraktiv
oder unattraktiv

50
13
11
11

war und ist nicht besonders attraktiv
0%

56
61

20 %

40 %

60 %

0%

20 %

Ein ähnlicher Aspekt wird mit der Einschätzung der Attraktivität des Wohnviertels und dessen Entwicklung in den letzten fünf Jahren erfragt. 63 Prozent
der Befragten bewerten ihr Wohnviertel als attraktiv („war schon immer attraktiv, hat sich noch verbessert“ und „ist nach wie vor attraktiv“), was dem Wert
von 2011 entspricht. Ebenfalls unverändert ist der Anteil unattraktiver Bewertungen („war und ist nicht besonders attraktiv“ und „war nie attraktiv, hat sich
noch verschlechtert“). Gruppiert man Bewertungen mit aufsteigender Entwicklungsrichtung (…,“hat sich verbessert“) und absteigendender Entwicklungsrichtung („.., ist es jetzt nicht mehr“, „…,hat sich noch verschlechtert“), können
Aussagen zur Dynamik der Wohngebiete getroffen werden. Am häufigsten bescheinigen Bewohner in Lindenau (63 Prozent), Altlindenau (53 Prozent) und
Schönau (52 Prozent) ihrem Wohnviertel Attraktivitätsgewinne. Eine absteigende Entwicklungsrichtung wird generell seltener geäußert. Am ehesten
nehmen Bewohner in Schönefeld-Abtnaundorf (39 Prozent), Schönefeld-Ost
(32 Prozent) und Seehausen (30 Prozent) eine Abstiegstendenz wahr.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

40 %

60 %
ohne „weiß nicht“

Attraktivitätsgewinne
werden vor allem in
Lindenau, Altlindenau
und Schönau
wahrgenommen

33

Mehr als 90 Prozent der
Bewohner im Waldstraßenviertel, in Schleußig und
Marienbrunn finden ihr
Wohnviertel attraktiv

Eine generell hohe Attraktivität, unabhängig von der Entwicklungsrichtung,
erreichen Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel), Schleußig und Marienbrunn. Dort geben jeweils mehr als 90 Prozent an, das Wohnviertel sei „schon
immer attraktiv und hat sich noch verbessert“ bzw. sei „nach wie vor attraktiv“.
3.2. Wichtigkeit von Grünflächen und Gewässern im Wohnviertel

Die Nähe zu Grünflächen ist
9 von 10 Bewohnern sehr
wichtig oder wichtig

Für 87 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger sind Grünflächen im Wohnviertel „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Abgesehen von den jungen Erwachsenen
zwischen 18 und 25 Jahren (78 Prozent „sehr wichtig“ oder „wichtig“) äußern
alle Altersgruppen diese hohe Wichtigkeit. Für arbeitslose Leipziger scheinen
Grünflächen in Wohnungsnähe etwas seltener eine hohe Relevanz zu
besitzen.

Abb. 3-3: Wichtigkeit von Grünflächen in Wohnungsnähe (in Prozent)
Gesamt

54

erwerbstätig

33

56

arbeitslos

35
53

Schüler, Student
10%

sehr wichtig

20%

2
2

40%

teils/teils

50%

60%

eher nicht wichtig

3

11

33

30%

eher wichtig

9
18

33

55
0%

2

32

44

Rentner

11

1

9

70%

80%

90%

100%

überhaupt nicht wichtig

Die Nähe zu Grünflächen wird in allen Leipziger Ortsteilen von der Mehrheit
der Bevölkerung als wichtig angesehen. Auch in der Leipziger City (Zentrum
und Zentrum-Ost) geben immerhin mehr als zwei Drittel der Befragten an, die
Nähe zu Grünflächen sei „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Vielfach besitzt für Bewohner von Ortsteilen mit hohem Anteil an Wald bzw. Erholungsfläche die
Grünfläche auch besonders häufig eine entsprechende Wichtigkeit (siehe
Abbildung 3-5).
Nähe zu Gewässern ist im
Gegensatz zu Grünflächen
nicht ganz so wichtig

Die Nähe zu Gewässern wird insgesamt seltener für wichtig erachtet. Nur
39 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen ein Gewässer in der Nähe der
Wohnung „wichtig“ oder „sehr wichtig“ sei (siehe Abbildung 3-4). Zwischen
den Betrachtungsgruppen bestehen nur geringe Unterschiede. Größer fallen
hingegen die kleinräumigen Meinungsunterschiede aus. Bewohner mit Gewässern in Wohnungsnähe messen diesen auch deutlich häufiger eine entsprechende Wichtigkeit bei (siehe Abbildung 3-5).

Abb. 3-4: Wichtigkeit von Gewässern in Wohnungsnähe (in Prozent)
Gesamt

13

erwerbstätig

13

arbeitslos

26

28

14

Rentner

0%

10%

20%
sehr wichtig

34

30%

40%

50%
teils/teils

8

31

32

eher wichtig

4

18

27

27

6

22

40

23

10

23

33

19

12

Schüler, Student

32

7

27
60%

70%

eher nicht wichtig

80%

3
90%

100%

überhaupt nicht wichtig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 3-5: a) Wichtigkeit von Nähe zu Grünflächen (in Prozent)

b) Wichtigkeit von Nähe zu Gewässern (in Prozent)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

35

3.3. Wohnsituation, Wohnungsgröße, energetische Sanierung
86 Prozent der Haushalte
in Leipzig wohnen zur
Miete

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Leipziger Haushalte, die in einer
Mietwohnung leben, nahezu unverändert geblieben: 86 Prozent der Haushalte
leben 2013 zur Miete. Der Anteil Wohneigentum, also Eigentumswohnungen
und eigene Häuser, verbleibt ebenfalls auf Vorjahresniveau. Dies lässt aber
nicht den Schluss zu, dass keine oder kaum Wohneigentumsbildung stattfindet. Das derzeit hohe Zuzugsvolumen nach Leipzig konzentriert sich vornehmlich auf Mietwohnungen. Eine konstante Wohneigentumsquote heißt
also faktisch, dass die Wohneigentumsbildung mit den Zuzugsgewinnen nahezu mithält.
Entsprechend hat sich der Anteil der Singles, die in Mietwohnungen wohnen,
leicht erhöht. 2012 waren es noch 92 Prozent; 2013 ist der Wert um 3 Prozentpunkte auf 95 Prozent gestiegen. Paare mit Kind(ern) wohnen nach wie
vor am häufigsten im Wohneigentum. Ein Viertel von ihnen wohnt im eigenen
Haus oder in einer Eigentumswohnung.

Tab. 3-3: Wohnstatus der Leipziger Haushalte
Haus/ Wohnung
zur Miete
Haushalte
Anzahl
4083
Gesamt 2013:
darunter:
607
Singles
97
Alleinerziehende
532
Paare mit Kind(ern)
938
Paare ohne Kind(er)
323
alleinstehende Rentner
912
Rentnerpaare
davon mit Haushaltsnettoeinkommen:
584
unter 1100 €
1722
1100 bis unter 2300 €
745
2300 bis unter 3200 €
759
3200 € und mehr
1434
Gesamt 2012:

Die Höhe des Haushaltseinkommens bestimmt
wesentlich die
Wohneigentumsquote

Eigentumswohnung

eigenes Haus

woanders

Prozent
86

3

10

1

95
86
74
83
91
76

1
6
6
5
3
5

3
6
19
13
5
19

1
2
0
0
0
0

95
89
81
58
85

1
2
5
11
2

3
8
14
30
11

1
0
1
1
2

Wohneigentum: Mit steigendem Haushaltseinkommen steigt die Wohneigentumsquote. Leben nur 4 Prozent der Leipziger Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1 100 Euro in den eigenen Vier-Wänden, sind es bereits
41 Prozent bei Haushalten, die ein Einkommen von 3 200 Euro oder mehr aufzuweisen haben. Abbildung 3-6 zeigt detailliert die Wohneigentumsquote mit
steigendem Haushaltseinkommen. Bis zu einem Haushaltsnettoeinkommen
von circa 2 000 Euro im Monat leben nur sehr wenige im Wohneigentum. Bei
höheren Einkommensbeziehern steigt die Eigentumsquote sichtbar an.

Abb. 3-6: Anteil von Wohneigentum nach monatlichem Haushaltsnettoeinkommen
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%
unter 400- 500- 600- 700- 900- 1100- 1300- 1500- 1700- 2000- 2300- 2600- 2900- 3200- 3600
400 500 600 700 900 1100 1300 1500 1700 2000 2300 2600 2900 3200 3600 und
mehr
von ... bis unter ... Euro

36

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Ab einem Haushaltseinkommen von ungefähr 3 000 Euro nimmt die
Eigentumsquote nochmals einen deutlichen Sprung nach oben. Der weitere
Verlauf bei den sehr gut situierten Haushalten ist nicht abbildbar, da diese
hohen Einkommen nicht weiter aufgeschlüsselt erfragt wurden. Aber auch in
der Gruppe dieser Gutverdiener (> 3 600 Euro) leben insgesamt nicht mehr
als 43 Prozent im Wohneigentum.
Baualtersklassen: Angaben zur Baualtersklasse des eigenen Wohngebäudes
können 85 Prozent der befragten Wohnhaushalte machen. Nachfolgend
werden die Antworten derjenigen Haushalte analysiert, die ihrem Wohngebäude eine Baualtersklasse zuordnen können. Die Antwort „weiß nicht“ wird
also ausgeklammert.
In Abhängigkeit von der Wohnform (Miete oder Eigentum) unterscheidet sich
die Verteilung der Wohnungen auf die Baualtersklassen, wie in Abbildung 3-7
angegeben. Wohnungen in Plattenbauten werden nahezu ausschließlich zur
Miete bewohnt. Auch in Gründerzeitgebäuden leben 9 von 10 Haushalten zur
Miete. Die höchste Wohneigentumsquote ist in neuen Wohngebäuden, die
nach 2002 gebaut wurden, zu verzeichnen.
Abb. 3-7: Wohnungsart nach Baualtersklassen (in Prozent)
vor 1919 (Gründerzeit)

89

1919 bis 1960

82

2

1961 bis 1990 (Plattenbau)

6

15

99

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

80

1991 bis 2001

18

68

ab 2002

Mietwohnung

4

38

gemietetes Haus

3
1 7

11

17

54

Eigentumswohnung

eigenes Haus

woanders

Abb. 3-8: Haushaltstypen nach Baualtersklassen (in Prozent)
vor 1919 (Gründerzeit)

43

1919 bis 1960

37

1961 bis 1990 (Plattenbau)

38

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

1991 bis 2001

ab 2002

Singles

Paare ohne Kind(er)

19

17

10

3

4

41

Alleinerziehende

18

16

3

6

9

14

1

8

10

17

17

12

23

30

alleinstehende Rentner

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

7

13

26

7

Paare mit Kind(ern)

19

16

20

29

27

4

18

9

11

Rentnerpaare

37

In Wohnungen der Gründerzeit leben überdurchschnittlich viele Singles sowie
Paare ohne Kind(er). Familien bewohnen dagegen häufig neugebaute Wohnungen bzw. Häuser (nach 2001). Plattenbauten sowie Wohnungen bzw.
Häuser, die nach der Wende (1991 bis 2001) gebaut wurden, werden zu über
40 Prozent durch Rentner bewohnt. In diesen beiden Segmenten ist somit
zukünftig mit einem größeren Generationenwechsel zu rechnen.

In Gründerzeitwohnungen
leben vornehmlich Singles
und kinderlose Paare

Wohnfläche: Die durchschnittliche Wohnfläche der Leipziger Wohnungen
beträgt 71,8 qm; pro Kopf ergibt sich daraus eine durchschnittliche Wohnfläche von 47,6 qm. Im Vergleich zum Vorjahr ist somit eine leichte Steigerung
der Wohnflächen feststellbar. Singlewohnungen sind 2013 im Durchschnitt
59,5 qm² groß; 2012: 57,4 qm. Überdurchschnittlich große Wohnungen
befinden sich vornehmlich in Wohngebäuden der Gründerzeit. Hier beträgt die
durchschnittliche Wohnfläche 78 qm. In Nachwendebauten (1991 bis 2001)
fällt die durchschnittliche Wohnfläche mit 85 qm nochmals größer aus. Die
größten Wohnungen (ø 100 qm) befinden sich in Wohngebäuden, die nach
2002 gebaut wurden. In diesem Segment ist die Wohneigentumsquote ebenfalls überdurchschnittlich hoch (62 Prozent). Kleine Wohnungen dominieren im
Plattenbau, hier beträgt die durchschnittliche Wohnfläche 56 qm.

Die durchschnittliche
Leipziger Wohnung ist
72 qm groß und verfügt
über 2,8 Wohnräume

Abb. 3-9: Wohnfläche nach Haushaltsgröße
120
Wohnfläche der Wohnung

Wohnfläche pro Person

Wohnfläche in qm

100
91,7
(90,4)

80

60

40

110,9
(113,2)

76,4
(77,1)

71,8
(70,1)
47,6
(47,0)

59,5
59,5
(57,4)
(57,4)
38,2
(38,5)

20

30,6
(30,1)

26,5
(27,1)

0
Gesamt

1 Person

2 Personen
Personen im Haushalt

3 Personen

4 und mehr
Personen
Wert von 2012 in ()

Anzahl Wohnräume: Im Durchschnitt verfügen die Leipziger Wohnungen über
2,8 Räume (außer Küche und Bad). Die durchschnittliche Singlewohnung verfügt über 2,2 Räume, Zwei-Personenhaushalte über 3,1 und VierpersonenHaushalte über 3,6 Räume. Große Wohnungen befinden sich oftmals im
Neubau. Wohnungen in Häusern, die nach 2002 gebaut wurden, haben im
Durchschnitt 3,6 Räume.
Am Stadtrand findet
man mehr große
Wohnungen und mehr
Wohneigentum

38

In Abbildung 3.10 werden Wohneigentumsquote, Baualtersklassen und durchschnittliche Wohnungsgröße auf Ortsteilebene dargestellt. Im Prinzip nimmt
der Anteil Wohneigentum zum Stadtrand hin zu (außer randstädtische Ortsteile mit gebietsprägenden Großwohnsiedlungen). Dementsprechend ist in
diesen Ortsteilen auch die Grundfläche der Wohnung (bzw. des Hauses) vergleichsweise groß. Weiterhin fällt in Ortsteilen mit vielen Gründerzeitwohnungen die Wohnfläche eher groß aus. In Ortsteilen mit vorwiegend
Plattenbauwohnungen, aber beispielsweise auch im Zentrum oder in den
Ortsteilen des Leipziger Ostens leben Haushalte in Wohnungen mit kleiner
Wohnfläche.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 3-10: Anteil Wohneigentum, Wohnungsgröße und Verteilung der
Haushalte nach Baualtersklassen auf Ortsteilebene

Energetische Sanierung: Mit der Wärmeschutzverordnung 1995 wurden für
die neuen Bundesländer erstmalig bautechnische Anforderungen an energieeffiziente Gebäude formuliert. Wie viele Gebäude mittlerweile saniert sind,
wäre wissenswert, jedoch gibt es zu den Sanierungsständen der Leipziger
Gebäude keine zuverlässige bzw. umfassende Datenquelle. Daher wurde in
der Bürgerumfrage 2013 der Versuch unternommen, einen Überblick über die
Größenordnung sanierter bzw. unsanierter Gebäude zu erlangen, indem das
Wissen der Bewohnerschaft erfragt wurde. In vielen Leipziger Haushalten
herrscht jedoch Unkenntnis, ob und wann Sanierungsmaßnahmen am Wohngebäude stattgefunden haben. 35 Prozent der Befragten können zu keiner der
erfragten Sanierungsmaßnahmen Auskunft geben (Mieter von Mietwohnungen: 38 Prozent, Eigenheimbesitzer: 5 Prozent). Diese hohe Unkenntnis ist
bei der Interpretation der Ergebnisse zu Sanierungsmaßnahmen und –zeiträumen zu berücksichtigen. Auch wenn sich die folgenden Ergebnisse nur auf
die „wissenden“ Bewohner beziehen, ist zu vermuten, dass Sanierungen
möglicherweise aus Unkenntnis auch fälschlicherweise verneint bzw. falsch
eingeschätzt wurden. Bei Fassadendämmungen (insbesondere im Gründerzeitbereich) wäre zu hinterfragen, ob eine echte energetische Sanierung
stattgefunden hat oder ob die Fassade nur optisch erneuert wurde. Das kann
von Mietern mitunter schwer eingeschätzt werden. Zudem ist die Frage nach
durchgeführten Sanierungen nicht für neu errichtete Gebäude relevant. Wohngebäude mit Baujahr nach 2002 werden daher in der Analyse nicht berücksichtigt.

Gut ein Drittel der
Befragten ist über den
Sanierungsstand des
Wohnhauses nicht
informiert

Zwischen 80 und 90 Prozent der befragten Haushalte geben an, Fenster- und
Heizungssanierungen bzw. –erneuerungen hätten am bzw. im Gebäude
stattgefunden. In der überwiegenden Mehrzahl fand die letzte Sanierung nach
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

39

1995 statt (60 bzw. 68 Prozent). Auch Dach- und Außenwanddämmungen
sind in rund drei Viertel der Wohngebäude ertüchtigt worden. Auch hier
erfolgte die letzte Sanierung meistens nach 1995. Eine Kellerdeckensanierung
wurde verhältnismäßig selten vorgenommen. 44 Prozent der befragten Haushalte geben an, dass diese Maßnahme bisher noch nicht ergriffen wurde.
Differenziert nach Baualtersklassen ergibt sich folgendes Bild: Bei 96 Prozent
der bewohnten Wohnungen in Gründerzeitgebäuden wurden die Fenster
saniert oder ausgetauscht, bei 77 Prozent fand die letzte Sanierung nach
1995 statt. Bei Plattenbauwohnungen betrifft dies 86 Prozent. Auch für
45 Prozent der Wohnungen mit einem Gebäudealter zwischen 1991 und 2001
geben die Befragten an, dass die Fenster mittlerweile erneuert wurden. Bei
97 Prozent der Haushalte von Gründerzeitgebäuden ist die Heizung saniert
oder ausgetauscht. Vergleichbar ist die Situation bei Wohnungen von
Gebäuden, die zwischen 1919 und 1960 gebaut wurden. In der Mehrzahl fand
die letzte Sanierung nach 1995 statt. Dachdämmungen sind in ungefähr
80 Prozent der bewohnten Wohnungen der Gründerzeit, des Plattenbaus
sowie der Baualtersklasse zwischen 1919 und 1960 vorhanden.
Tab. 3-4: Letzte energetische Sanierungsmaßnahme am Wohngebäude nach Auskunft der
Befragten (ohne Gebäude, die nach 2002 erbaut wurden)
weiß nicht
Haushalte

Außenwanddämmung
Dachdämmung
Fenstersanierung
Heizungssanierung
Kellerdeckensanierung
sonstige energetische Sanierung
Bei 2 Prozent der
Haushalte in
Gründerzeitgebäuden
wurden noch gar keine
Sanierungsmaßnahmen
durchgeführt

Ein Zwei-Personenhaushalt verbraucht im
Mittel 2200 kWh

40

Anzahl

Prozent

1229
1224
1246
1235
1147
1081

38
45
34
38
54
67

Sanierung…
vor 1995
1995 und später bisher noch keine
Prozent (ohne „weiß nicht“)

18
18
21
20
15
10

54
60
68
66
41
42

28
22
11
14
44
48

Insgesamt betrachtet geben 2 Prozent der Haushalte in Gründerzeitgebäuden
an, dass noch gar keine der aufgeführten Sanierungsmaßnahmen stattgefunden habe. Bei Haushalten der Baualtersklasse zwischen 1960 und 1991
trifft dies noch auf ein Prozent zu, im Plattenbau auf 6 Prozent.
Energieverbrauch: Der Jahresstrom- und Wärmeverbrauch wurde erstmalig in
der Kommunalen Bürgerumfrage erfragt. Bei vielen Befragten herrscht jedoch
Unkenntnis hinsichtlich des eigenen Energieverbrauchs. Während noch
56 Prozent der befragten Haushalte Angaben zum Stromverbrauch machen
können, sind es beim Wärmeverbrauch weniger als 20 Prozent. Für den
Wärmeverbrauch liegen somit insgesamt nur 229 auswertbare Antworten vor.
Eine sinnvolle Darstellung der Energieverbräuche erfordert jedoch mindestens
die Betrachtung nach Haushaltsgröße, die bei diesen geringen Fallzahlen sehr
eingeschränkt möglich ist. In der Regel beziehen sich die Angaben zum
Strom- und Wärmeverbrauch auf das Jahr 2012 bzw. 2012/2013.
Jahresstromverbrauch: Im Mittel verbraucht ein Leipziger Haushalt 2000 kWh
im Jahr. In Abhängigkeit von der Haushaltsgröße staffelt sich der mittlere
Stromverbrauch von 1200 für einen Ein-Personenhaushalt, 2200 kWh für
einen Zwei-Personenhaushalt bis zu 3100 kWh für einen 4-Personenhaushalt.
In Abhängigkeit von den Baualtersklassen der Wohngebäude fällt der Stromverbrauch unterschiedlich aus. Sicherlich sind Unterschiede nicht nur auf
bauliche Spezifika der Baualtersklassen zurückzuführen, sondern auch auf die
Bewohnerstruktur und entsprechende Verhaltensunterschiede. Generell lässt
sich feststellen, dass Haushalte (hier: Zwei-Personenhaushalte) in Gebäuden,
die zwischen 1919 und 1960 gebaut wurden, den höchsten Stromverbrauch
haben, wobei die angegebenen Stromverbräuche recht stark streuen.
Ebenfalls überdurchschnittliche Stromverbräuche geben Haushalte in nach
1990 gebauten Gebäuden an. Die im Mittel geringsten Stromverbräuche
geben die befragten Haushalte in Plattenbauten an. Hier streuen die
angegebenen Verbräuche auch am geringsten.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tab. 3-5: Jahresstromverbrauch der Leipziger Haushalte nach Haushaltsgröße und Baualtersklasse
des Wohngebäudes
Mittelwert
Haushalte
Anzahl
718
Gesamt 2013:
darunter mit Haushaltsgröße:
122
1 Person
430
2 Personen
87
3 Personen
56
4 Personen
darunter nach Zahl der Wohnräume:
170
2-Raum-Wohnung
299
3-Raum-Wohnung
140
4-Raum-Wohnung
51
5-Raum-Wohnung
darunter nach Baualtersklasse:
(1-Personen-Haushalt)
30
1919 bis 1960
33
1961 bis 1990 (Plattenbau)
darunter nach Baualtersklasse:
(2-Personen-Haushalt)
72
vor 1919 (Gründerzeit)
119
1919 bis 1960
97
1961 bis 1990 (Plattenbau)
104
1991 bis heute
darunter nach Baualtersklasse:
(3-Personen-Haushalt)
31
vor 1919 (Gründerzeit)

2000

25. Perzentil
Kilowattstunden (gerundet auf 100)
1200

75. Perzentil
2400

1200
2200
2500
3100

900
1500
1900
2200

1500
2500
3200
3700

1500
1900
2700
3100

900
1200
2000
2500

1800
2200
3400
4000

1200
1100

800
900

1500
1400

2000
2600
1800
2300

160
1400
1500
1600

2400
2700
2200
2900

2300

1800

2800

Jahreswärmeverbrauch: Der mittlere Jahreswärmeverbrauch der befragten
Haushalte beträgt ca. 11 700 kWh. Ein-Personenhaushalte verbrauchen im
Mittel 8 300 kWh. Die Unterschiede sind jedoch beträchtlich. Ein Viertel der
Ein-Personenhaushalte benötigt weniger als 1 200 kWh. Andererseits
verbraucht jeder vierte Ein-Personenhaushalt mehr als 19 900 kWh. Im
Vergleich dazu benötigt ein Zwei-Personenhaushalt im Mittel mit fast 14 000
kWh deutlich mehr Energie zur Wärmeerzeugung. Bei den größeren
Haushalten steigt der Jahreswärmeverbrauch jedoch nicht weiter an, sondern
sinkt in der Tendenz sogar leicht.
Tab. 3-6: Jahreswärmeverbrauch der Leipziger Haushalte nach Haushaltsgröße und Baualtersklasse
des Wohngebäudes
Mittelwert
Haushalte
Gesamt 2013:
darunter mit Haushaltsgröße:

Anzahl
229

31
1 Person
132
2 Personen
32
3 Personen
darunter nach Zahl der Wohnräume:
47
2-Raum-Wohnung
71
3-Raum-Wohnung
54
4-Raum-Wohnung
32
5-Raum-Wohnung

3.4.

11700

25. Perzentil
Kilowattstunden (gerundet auf 100)
2400

75. Perzentil
16900

8300
14000
12800

1200
3300
4100

16900
17000
18300

9200
9000
17100
15300

1200
2700
6500
9200

10000
12500
22000
20100

Miete und Mietbelastung

Die Entwicklung der Netto-Kaltmieten fügt sich 2013 in den langjährigen Trend
mit nur schwach steigenden Mieten ein. Die Nettokaltmieten liegen 2013 im
Durchschnitt bei 5,08 Euro je qm (Median). Der Anstieg der Betriebskosten ist
in den letzten Jahren etwas höher ausgefallen. Die durchschnittliche Gesamtmiete (Median) beträgt 2011 7,23 Euro je qm (siehe Abbildung 3-11). Im
Durchschnitt zahlt somit ein Leipziger Mieterhaushalt 300 Euro an NettoKaltmiete (Median) bzw. 425 Euro Warmmiete (Median). Die durchschnittliche
Miete differiert dabei u.a. in Abhängigkeit von der Haushaltsstruktur.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Die durchschnittliche
Nettokaltmiete beträgt
5,08 Euro

41

Abb. 3-11: Grund- und Gesamtmiete je qm 2007 bis 2013
8,00 EUR
7,00 EUR
6,90

6,92

6,95

7,08

7,12

7,20

7,23

6,00 EUR
5,00 EUR
4,00 EUR

4,83

4,98

4,98

5,12

5,00

5,08

5,15

3,00 EUR
Grundmiete je qm

Gesamtmiete je qm

2,00 EUR
1,00 EUR
0,00 EUR
2007

Alleinlebende und
Alleinerziehende
wenden fast 40 Prozent
ihres Einkommens für
die Warmmiete auf

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Singles zahlen mit 260 Euro vergleichsweise weniger Miete, schließlich bewohnen sie mit 60 qm auch kleine Wohnungen. Ähnlich sieht die Situation bei
alleinstehenden Rentnern aus. Alleinerziehende leben mit ihrem Kind/ihren
Kindern auf durchschnittlich 78 qm und zahlen dafür im Mittel 332 Euro (Median). Oftmals herrscht hier auch eine problematische Einkommenssituation
(siehe Kapitel 2) vor. Dadurch ist auch die Mietbelastung für diese Haushalte
vergleichsweise hoch. Singles, alleinstehende Rentner/-innen und Alleinerziehende wenden für das Wohnen fast 40 Prozent des Haushaltseinkommens
auf. In Haushalten, bei denen in der Regel zwei Personen zum Haushaltseinkommen beitragen, also bei Paaren mit und ohne Kind(ern) sowie Rentnerpaaren fällt die durchschnittliche Mietbelastung um gut 10 Prozentpunkte
geringer aus. Neben den Kostenvorteilen, die also gemeinsames Wohnen und
Wirtschaften in Paarhaushalten mit sich bringt, haben gutsituierte Haushalte
eine deutlich geringere Mietbelastung als einkommensschwache Haushalte.
Aus Tabelle 3-7 geht auch hervor, wie mit steigendem Haushaltseinkommen
der Anteil, der für das Wohnen aufgewendet wird, geringer wird.

Tab. 3-7: Grundmiete, Gesamtmiete und Mietbelastung
Grundmiete

Gesamtmiete
Euro

Euro/m²

425

7,23

Mietbelastung
(Anteil der Gesamtmiete am
Haushaltsnettoeinkommen
in Prozent)
35

367
460
600
500
400
460

7,19
6,77
7,33
7,31
7,33
7,34

39
38
25
27
39
28

450
335
420

7,26
6,77
7,30

29
57
35

341
435
561
697

7,02
7,20
7,39
7,83

55
29
21
18

420

7,20

34

Median
Euro
Euro/m²
Haushalte
Gesamt 2013:
300
5,08
darunter:
Singles
260
5,00
Alleinerziehende
332
4,77
Paare mit Kind(ern)
431
5,15
Paare ohne Kind(er)
360
5,22
alleinstehende Rentner
283
5,10
Rentnerpaare
330
5,14
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle aus:
Erwerbstätigkeit
320
5,14
Arbeitslosenbezüge
226
4,77
Renten
298
5,13
darunter mit Haushaltsnettoeinkommen:
unter 1100 €
239
4,88
1100 bis unter 2300 €
310
5,08
2300 bis unter 3200 €
410
5,31
3200 € und mehr
500
5,66
Gesamt 2012:
300
5,15

42

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 3-12: Mittlere Grundmiete pro qm auf Ortsteilebene (Median)

* zu geringe Fallzahlen

Kleinräumige Mietpreisunterschiede sind Abbildung 3-12 zu entnehmen. In
innerstädtischen Ortsteilen sowie in westlich und südlich an den Stadtbezirk
Mitte anschließenden Ortsteilen liegt das Mietpreisniveau deutlich über dem
städtischen Durchschnitt. Die höchsten mittleren Mietpreise (Median der
Nettokaltmiete je qm) werden mit über 6 Euro im Zentrum und Zentrum-Ost
erzielt. In allen Ortsteilen des Stadtbezirks Mitte liegt die mittlere Nettokaltmiete je qm bei 5,38 Euro und mehr. In Schleußig werden im Mittel
5,66 Euro gezahlt, in der Südvorstadt 5,57 Euro. Die geringsten Quadratmetermieten sind dagegen im Leipziger Osten (Volkmarsdorf: 4,17 Euro,
Neustadt-Neuschönefeld: 4,50 Euro und Schönefeld-Abtnaundorf: 4,52 Euro)
zu finden. Auch in Grünauer Ortsteilen (Grünau-Mitte: 4,28 Euro, Grünau-Ost:
4,52 Euro, Grünau-Nord: 4,59 Euro und Schönau: 4,63 Euro) fällt das
Mietpreisniveau vergleichsweise günstig aus.
3.5. Umzugsabsichten
3.5.1 Umzugspotenzial, Umzugsziele und -gründe
12 Prozent der Befragten haben die Absicht geäußert, innerhalb der nächsten
zwei Jahre umzuziehen. Weitere 27 Prozent wollen dies möglicherweise tun.
Damit ist das Umzugspotenzial (Umzugsabsicht „ja“ und „möglicherweise“)
minimal um 2 Prozentpunkte höher als 2012. Getragen wird das Um- und
Fortzugspotenzial vor allem durch die junge Bevölkerung, und die Realisierung der Absichtsbekundungen bestätigt sich in den amtlichen Wanderungszahlen. Gemäß den Ausführungen der Kommunalen Bürgerumfrage planen
62 Prozent der unter 35-Jährigen in den nächsten zwei Jahren (möglicherweise) einen Umzug. Am höchsten ist das Umzugspotenzial bei den
Studierenden und Schülern, fast drei Viertel von ihnen erwägen in den nächsten zwei Jahren einen Umzug. Das Umzugspotenzial von Erwerbstätigen und
Arbeitslosen ist auf gleichem Niveau und auch die Umzugsgründe variieren
nur unbedeutend.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Hinweis: Umzugsentscheidungen werden vom
gesamten Haushalt oder
auch von einzelnen
Mitgliedern eines Haushalts getroffen. Bezugsgröße für die nachfolgende
Analyse sind Personen.

43

In vielen Ortsteilen der
Innenstadt und des
Innenstadtrandes wollen
mehr als 50 Prozent in
den nächsten zwei Jahren
(möglicherweise)
umziehen

Ein hohes Umzugspotenzial herrscht vor allem in innerstädtischen Ortsteilen
sowie Ortsteilen des Innenstadtrandes vor. Das höchste Umzugspotenzial
haben jene Ortsteile, die in den letzten Jahren die höchsten Zuwanderungsgewinne erzielten. Im Zentrum-Südost, Lindenau, Anger-Crottendorf und im
Zentrum-Süd planen mehr als 60 Prozent der Befragten, in den nächsten zwei
Jahren umzuziehen. Gering ist das Umzugspotenzial dagegen am Stadtrand.
In Baalsdorf planen beispielsweise nur 13 Prozent der Befragten einen Umzug, in Knautkleeberg-Knauthain 15 Prozent und in Plaußig-Portitz 16 Prozent.
Tab. 3-8: Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei
Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja
Anzahl
Befragte
Gesamt 2013:
4019
davon:
920
18 bis 34 Jahre
825
35 bis 49 Jahre
1054
50 bis 64 Jahre
1119
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
2025
erwerbstätig
156
arbeitslos
1209
Rentner
162
Schüler, Student
davon nach ununterbrochener Wohndauer:
590
bis 5 Jahre
336
6 bis zu 10 Jahre
2938
seit 11 Jahren und länger
Gesamt 2012:
1406

12

möglicherweise
Prozent
27

nein

24
11
6
2

38
28
21
15

38
60
73
83

15
9
3
32

29
35
16
41

56
56
81
27

24
19
9
12

37
32
24
25

39
49
68
63

60

Abb. 3-13: Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer
jetzigen Wohnung auszuziehen? (in Prozent)

44

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 3-14: Umzugsziele der Befragten (in Prozent)
in einem anderen der
neuen Bundesländer
4%

in einem der alten
Bundesländer 2%
im Ausland 2%
im selben Stadtbezirk
22%

in Sachsen 2%
in der näheren
Umgebung
Leipzigs 8%
Leipzig
60%

im selben Wohnviertel
wie bisher 17%
weiß ich
noch nicht 22%
in einem anderen
Stadtbezirk Leipzigs
21%

Die meisten potenziellen Umzügler planen einen innerstädtischen Umzug.
Umzüge über weitere Distanzen, und zwar über die Grenzen des Leipziger
Umlands hinweg, planen nur noch wenige. Ein Viertel der Befragten kann das
Umzugsziel jedoch noch nicht näher definieren.
Das Umzugspotenzial ist bei Personen, die erst seit wenigen Jahren in Leipzig
wohnen, überdurchschnittlich hoch. 61 Prozent der Leipziger, die erst seit
maximal 5 Jahren hier wohnen, planen einen erneuten Umzug. Vielfach handelt es sich um junge Erwachsene, die üblicherweise eine höhere Umzugsbereitschaft haben. Die Mehrheit von ihnen sucht den nächsten Wohnstandort
jedoch innerhalb der Stadtgrenzen. 53 Prozent der seit 2008 Zugezogenen mit
erneuter Umzugsabsicht suchen eine neue Wohnung innerhalb Leipzigs. Nur
17 Prozent planen einen erneuten Fortzug über die Grenzen des Leipziger
Umlands hinaus. Knapp ein Viertel ist sich hinsichtlich des Umzugsziels noch
unsicher (siehe Tabelle 3-9).

Die meisten Umzugswilligen suchen einen
neuen Wohnstandort
innerhalb der Stadtgrenzen

Tab. 3-9: Umzugsabsicht und Umzugsziele nach Wohndauer in Leipzig

Wohnhaft in Leipzig seit:
maximal 5 Jahren
6 bis maximal 10 Jahren
11 Jahren und länger

davon mit Umzugsziel:
Umzugs- im selben
in der näheren
innerhalb
potenzial Wohnviertel
Umgebung
weiter weg
Leipzigs
wie bisher
Leipzigs
Prozent
Anzahl Befragte
167
83
441

61
51
33

13
16
19

41
43
44

6
21
6

Die Gründe für die anstehenden Umzugsentscheidungen werden nachfolgend
anhand des angegebenen Hauptgrunds analysiert. Insgesamt betrachtet überwiegen wohnungsbezogene Gründe. Ein Drittel der Befragten gibt diese als
Hauptgrund für den (möglicherweise) bevorstehenden Umzug an. Bei 15 Prozent der Befragten erweist sich die Wohnung als zu klein. 10 Prozent möchten
Wohneigentum erwerben und bei 6 Prozent bestehen Mängel in der Wohnung
bzw. am Gebäude. Weiteren 2 Prozent ist die aktuelle Wohnung zu groß.

17
5
9

weiß ich
noch nicht

24
15
23

Bei einem Drittel aller
Umzugswilligen sind
wohnungsbezogene
Gründe ausschlaggebend

An zweiter Stelle in der Rangliste der Hauptumzugsgründe stehen berufliche
Gründe, dann folgen familiäre Gründe. Kostengründe, die eng mit wohnungsbezogenen Gründen verbunden sind, stellen bei 14 Prozent der Befragten den
Hauptgrund dar. Wohnumfeldbezogene Gründe sind für 11 Prozent ausschlaggebend.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

45

Abb. 3-15: Hauptgründe für den Umzug nach Umzugsziel (in Prozent)
33

wohnungsbezogene Gründe

(z.B. Erwerb Wohneigentum, Wohnung zu
klein oder mit Mängeln)

16

berufliche Gründe
(auch Aufnahme eines Studiums,
einer Ausbildung)

familiäre Gründe

14

(z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)

14

Kostengründe
(z.B. zu hohe Miete, Überschreitung KdU)

11

wohnumfeldbezogene Gründe
(z.B. zu laut, anderes Wohnviertel attraktiver)

gesundheitliche Gründe

5

(Wohnung ist nicht alten- bzw.
behindertengerecht)

7

anderer Grund
0%

5%

10 %

15 %

20 %

im selben Wohnviertel wie bisher innerhalb Leipzigs in der näheren Umgebung Leipzigs

25 %

30 %

35 %

weiter weg weiß ich noch nicht

Tab. 3-10: Umzugsgründe (Hauptgrund) nach Alter der Befragten und Wohndauer in Leipzig
wohnungsbezogene
Gründe
Befragte
Gesamt 2013:
davon:
18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre
davon nach Wohndauer:
maximal 5 Jahre
6 bis maximal 10 Jahre
11 Jahren und länger

berufliche
Gründe

familiäre
Gründe

Anzahl
469

33

16

14

174
119
92
71

35
35
34
23

27
7
4
2

16
17
7
7

106
58
291

32
51
31

28
11
12

11
22
13

Kostengründe
Prozent
14

wohnumfeldbezog.
Gründe

gesundheitliche
Gründe

anderer
Grund

11

5

7

7
23
21
15

10
13
13
11

0
1
7
35

6
4
14
7

12
4
17

14
4
12

0
1
8

4
7
7

In Abhängigkeit vom Alter der Befragten und der Wohndauer in Leipzig
dominieren bestimmte Umzugsgründe. Wohnungsbezogene Gründe dominieren in allen Altersgruppen – mit Ausnahme der Senioren. Werden berufliche
Gründe vor allem von Personen unter 35 Jahren angebracht, geben
Seniorinnen und Senioren häufig gesundheitliche Gründe an.
Bei Personen, die vor 6 bis 10 Jahren nach Leipzig gezogen sind, besitzen
wohnungsbezogene Umzugsgründe eine herausragende Relevanz. Während
bei fast jedem dritten Zugezogenen, der seit maximal 5 Jahren in Leipzig lebt,
noch berufliche Gründe für den beabsichtigten Umzug ausschlaggebend sind,
treten diese bei längerer Verweildauer in den Hintergrund. Nach 6 bis 10
Jahren haben sich die Zuzügler offensichtlich in vielen Fällen beruflich (und
privat) in der Stadt etabliert, sodass eine den momentanen Ansprüchen
gerecht werdende Wohnung gesucht wird. Familiäre Gründe werden von
dieser Gruppe ebenfalls überdurchschnittlich häufig genannt.

46

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

3.5.2. Anforderungen an die zukünftige Wohnung
Angesichts des hohen Umzugspotenzials stellt sich die Frage, welche
Wünsche an die zukünftige Wohnung gestellt werden.
Abb. 3-16: Gewünschte Wohnfläche der neuen Wohnung (in Prozent)
Gesamt

6

18-24 Jahre

25

23

19

25-34 Jahre

3

16

35-49 Jahre

4

15

50-64 Jahre

5

65-85 Jahre

7
0%

bis 45 m²

22

22

19

26

21

27

46 bis 60 m²

12

60%

61 bis 75 m²

76 bis 90 m²

69 (74)

13

22

40%

91 (77)

34

60
20%

91 (72)

31

30

43

78 (78)

19

24

17

D (D - aktuelle Whg.*)
83 (74)

25

10

80%

1

62 (67)

100%

91 und mehr m²
* nur Umzugswillige und bezogen auf Personen

Die größte Gruppe der Umzugswilligen (39 Prozent) sucht eine Drei-Raumwohnung, weitere 25 Prozent eine Vier-Raumwohnung und 21 Prozent eine
Zwei-Raumwohnung. In der umzugsaffinen Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sucht jeder zweite Umzugswillige (49 Prozent) nach einer Drei-Raumwohnung. Bei den 25- bis 34-Jährigen suchen 37 Prozent nach einer Drei-Raumwohnung, 31 Prozent nach einer Vier-Raumwohnung.
Im Durchschnitt soll die Wohnfläche der neuen Wohnung um knapp 10 qm
größer sein als die bisherige. Wobei eine Wohnungsvergrößerung hauptsächlich Befragte im jungen und mittleren Erwachsenenalter betrifft. Ältere
Befragte wünschen meist eine etwas kleinere Wohnung.

Die neue Wohnfläche
soll im Durchschnitt
knapp 10 qm größer
sein…

Durchschnittlich sollte die maximale Gesamtmiete der Umzugswilligen
616 Euro nicht überschreiten. Für eine Zwei-Raumwohnung sind die Umzugswilligen im Mittel bereit, maximal 425 Euro zu zahlen, für eine Drei-Raumwohnung 562 Euro und für eine Vier-Raumwohnung 748 Euro.

… und darf 100 Euro
mehr kosten

Tab. 3-11: Falls Sie Ihre neue Wohnung mieten: Was würden Sie maximal an Miete zahlen?
Befragte
Anzahl
402
Gesamt 2013:
darunter nach gewünschter Zahl der Wohnräume:
87
2-Raum-Wohnung
162
3-Raum-Wohnung
96
4-Raum-Wohnung
davon nach Alter des Befragten:
154
18 bis 34 Jahre
104
35 bis 49 Jahre
76
50 bis 64 Jahre
60
65 bis 85 Jahre

Mittelwert
25. Perzentil
75. Perzentil
Gesamtmiete (inkl. Heizungs- und Betriebskosten) in Euro
616
450
700
425
562
748

350
480
600

500
600
850

647
659
505
502

450
500
400
400

750
800
600
600

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

47

Der anvisierte maximale Mietpreis liegt ungefähr um 100 Euro über der aktuell
gezahlten Gesamtmiete. Höhere Mieten werden vor allem von der jungen umzugswilligen Bevölkerung eingeplant. Zahlen 18- bis 24-jährige Mieter aktuell
im Mittel 448 Euro (warm), dürfen es nach dem Umzug im Mittel 646 Euro
sein. Bei den älteren Befragten liegen die neue maximale Miethöhe und die
aktuelle Miete näher beieinander oder sogar darunter. Die 50- bis 64-jährigen
Umzugswilligen zahlen aktuell im Mittel eine Gesamtmiete von 513 Euro.
Nach dem Umzug sollten es im Mittel maximal 505 Euro sein. Umzugswillige
Senioren (65 und älter) zahlen aktuell 489 Euro, als maximale Gesamtmiete
nach dem Umzug wird im Mittel 502 Euro angegeben.
Hinsichtlich des gewünschten Bautyps des Wohngebäudes äußern die Befragten ein differenziertes Meinungsbild. Es fällt auf, dass die neue Wohnung
oftmals in einem Wohngebäude derselben Baualtersklasse gesucht wird.
Generell ist der Anteil unentschlossener bzw. unwissender Umzugswilliger
hoch. Jeder zweite Umzugswillige konnte bzw. wollte (noch) keine Angaben
zu einer bevorzugten Baualtersklasse machen.
Tab. 3-12: Bevorzugte Baualtersklasse der neuen Wohnung
weiß nicht
Befragte
Anzahl
434
Gesamt 2013:
49
davon mit Baualtersklasse der jetzigen Wohnung:
weiß nicht
76
71
vor 1919 (Gründerzeit)
110
34
1919 bis 1960
109
49
1961 bis 1990 (Plattenbau)
64
52
ab 1991
50
30

48

vor 1919
(Gründerzeit)

1919 bis
1960

1961 bis
1961 bis
1990 (Plat- 1990 (kein
tenbau)
Plattenbau)
Prozent

17

11

3

6

4

10

7
43
13
5
6

5
6
24
6
12

0
2
2
17
1

8
4
3
10
4

2
3
4
2
15

7
9
5
7
32

1991 bis
2001

ab 2002

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

4.

Lebensphasen

4.1.

Betreuung

4.1.1. Elternzeit
Am 1. Januar 2007 trat das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) in
Kraft. Mit diesem Gesetz werden Familien mit Kindern darin unterstützt, ihre
Familie und den Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Das BEEG regelt
insbesondere die Bestimmungen zur Elternzeit und zum Elterngeld.
Die Kommunale Bürgerumfrage richtet sich erstmals an Leipzigerinnen und
Leipziger mit Kindern bis zu 7 Jahren (Geltungsbeginn des BEEG) mit der
Frage, inwieweit sie selbst oder der/die Partner/in Elternzeit in Anspruch genommen haben. Bei 91 Prozent der Befragten hat mindestens ein Elternteil in
der Elternzeit ein Kind zu Hause betreut. 9 Prozent geben an, dass keiner der
beiden Partner die Elternzeit in Anspruch genommen hat. Erwartungsgemäß
bleiben die Mütter häufiger zu Hause als die Väter. 92 Prozent aller Mütter
und 38 Prozent aller Väter geben an, Elternzeit genommen zu haben.

91 Prozent der befragten
Eltern geben an, Elternzeit
entweder selbst oder durch
den Partner in Anspruch
genommen zu haben

Abb. 4-1: Inanspruchnahme der Elternzeit von Eltern mit Kindern bis
7 Jahren (in Prozent)

männlich

38

weiblich

92
ja, ich selbst

Abb. 4-2: Inanspruchnahme der Elternzeit von Eltern mit Kindern bis
7 Jahren nach Stellung im Berufsleben (in Prozent)

In Abhängigkeit von der Stellung im Berufsleben variiert die Inanspruchnahme
von Elternzeit. Selbstständige (befragte Person) nehmen überdurchschnittlich
häufig keine Elternzeit in Anspruch. Jeder fünfte befragte Selbstständige gibt
an, dass weder er selbst noch der Partner bzw. die Partnerin Elternzeit
nehmen bzw. genommen haben. Bei leitenden Angestellten ist der Anteil
derjenigen, die keine Elternzeit nehmen, mit 9 Prozent ungefähr doppelt so
hoch wie bei mittleren und einfachen Angestellten. Bei Studierenden und
Arbeitslosen deutet sich ebenfalls an, dass die Inanspruchnahme von
Elternzeit unterdurchschnittlich ist. Für den Ausweis genauer Anteilswerte
liegen jedoch nicht ausreichend Fallzahlen vor.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

49

Auch die Dauer der Elternzeit variiert in Abhängigkeit vom Geschlecht und der
ausgeübten Stellung im Berufsleben. Die nachfolgenden Ausführungen
beziehen sich jeweils auf Eltern, die Elternzeit in Anspruch genommen haben.

Bei Selbstständigen fällt
die Dauer der Elternzeit
kürzer aus
Auch Eltern mit
Hochschulabschluss
steigen meist wieder
schnell in den Beruf ein

52 Prozent dieser Mütter geben an, genau 12 Monate Elternzeit zu nehmen
bzw. genommen zu haben. Das entspricht in der Regel der möglichen
Höchstdauer für den Bezug von Elterngeld. Im Durchschnitt liegt die Dauer
der genommenen Elternzeit von Müttern bei 15 Monaten. Bei Aufteilung der
Elternzeit auf beide Eltern verlängert sich die Dauer des Elterngeldanspruchs
um zwei Monate. Wenn Väter Elternzeit in Anspruch nehmen, werden meist
diese zwei Monate ausgeschöpft, denn 66 Prozent der befragten Väter geben
eine zweimonatige Elternzeitdauer an. Im Durchschnitt legen die befragten
Leipziger Väter (wenn sie Elternzeit nehmen) eine Elternzeitpause von 3 Monaten ein. Bei 92 Prozent der Väter, die Elternzeit nehmen bzw. genommen
haben, beträgt die familienbedingte Auszeit nicht mehr als ein halbes Jahr.
Bei Selbstständigen ist die Dauer der Elternzeit vergleichsweise gering. Im
Mittel werden nur 8 Monate genommen. Jeder zweite Selbstständige, der
Elternzeit in Anspruch nimmt, steigt nach einem halben Jahr wieder in seinen
Job ein. Bei Eltern mit formal hohen beruflichen Abschlüssen ist die Elternzeitdauer ebenfalls unterdurchschnittlich.

Tab. 4-1: Dauer der Elternzeit bei Eltern mit Kindern bis 7 Jahren
bis 6 Monate
Befragte
Anzahl
318
Gesamt 2013:
27
davon:
81
männlich
92
233
weiblich
5
darunter Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben
31
Selbstständige
48
32
leitende Angestellte
28
92
mittlere Angestellte
35
102
einfache Angestellte
19
davon mit höchstem beruflichem Abschluss:
122
Hochschule, Universität
33
53
Fachhochschule
46
101
Vorarbeiter/Facharbeiter
19

7 bis 12 Monate
Prozent
49

12 und mehr Monate

Mittelwert

24

12

8
62

0
33

3
15

42
62
43
56

10
10
21
26

8
10
12
12

50
32
54

17
22
27

10
11
13

4.1.2. Kinderbetreuungsangebote
Die Stadt Leipzig verwirklicht eine Vielzahl von Initiativen, um eine kinder- und
familienfreundliche Stadt zu sein - und die langfristig angelegten Aktivitäten
zeigen positive Wirkungen. Denn während Leipzig im Vergleich von über
400 bundesdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten im Handlungsfeld
von Familie und Beruf im Jahr 2007 an 22. Stelle rangierte, steht die Stadt
Leipzig in diesem Vergleich 2012 an 7. Stelle.1
Ein entscheidender Aspekt hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und
Beruf ist eine Unterbringungsmöglichkeit der Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen. Grund genug, im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage
Leipziger Mütter und Väter zur Qualität der Betreuungsangebote zu befragen.
Die Qualität der Kindertageseinrichtungen und der
Tagespflege in Leipzig wird
von den Eltern mit „gut“
bewertet

Insgesamt betrachtet wird die Qualität der Betreuungsangebote von den
Befragten, die Kinder im Alter von bis zu 11 Jahren haben, durchgehend mit
gut bewertet (Mittelwert 2,0). Prozentual betrachtet bedeutet das, dass jeweils
drei Viertel der Befragten mit der Qualität des Angebots in der genutzten
Kinderbetreuungseinrichtung „sehr zufrieden“ und „zufrieden“ sind. Messbare
Unterschiede zwischen Kinderkrippe/Tagesmutter, Kindergarten und Hort
bestehen nicht. Die Unzufriedenheit, die im einstelligen Prozentbereich liegt,
fällt zudem verhältnismäßig gering aus.

1

BUNDESMINISTERIUM FÜR FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND: „Familienatlas 2007“, Berlin 2008, Seite 8; „Familienatlas 2012“,
Berlin, 2012, Seite 16

50

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 4-3: Zufriedenheit mit der Qualität des Betreuungsangebots (in Prozent)
Kindekrippe/Tagesmutter/-vater

Kindergarten

32

30

Hort

sehr zufrieden

44

zufrieden

46

33

44

teils/teils

Gründe für die Unzufriedenheit mit dem
Angebot der Kinderbetreuung:

unzufrieden

14

6 3

17

5 2

14

7 2

sehr unzufrieden

Plätze/Lage/Kosten

50

Betreuungsinhalt/Personal

24

Betreuungsschlüssel

19

Räumlichkeiten/Bauzustand der
Einrichtung

19

Betreuungszeit

6

Mittagsverpflegung

1

Wer mit den genutzten Angeboten der Kinderbetreuung unzufrieden ist, hatte
die Gelegenheit, im Rahmen einer sogenannten „offenen Frage“, die auftretenden Probleme zu schildern.
Die mit Abstand größten Kritikpunkte beziehen sich auf fehlende und zu teure
Plätze in Kindertageseinrichtungen. 50 Prozent der unzufriedenen Eltern bemängeln die Punkte: zu wenige Plätze, zu weite Anfahrtswege oder zu hohe
Kosten. Insbesondere von Eltern eines einzigen (bzw. eines ersten) Kindes
wird die Platzsituation stark kritisiert. Während bei den unzufriedenen Eltern
mit zwei oder mehr Kindern nur jeder Dritte den Bereich „Plätze, Lage,
Kosten“ anspricht, sind es bei Eltern mit einem ersten Kind 59 Prozent.
Folgende Ausführungen der Eltern sollen dies beispielhaft unterlegen:
„zu wenig Krippenplätze, Geschwisterkinder werden immer noch bevorzugt“
„suche seit 1,5 Jahren einen Kindergartenplatz für meinen Sohn“
„Unzufrieden mit Entfernung, da täglich 73 km für den Weg Wohnung-Kita-Arbeit-KitaWohnung“
„wohnungsnahe Betreuung unmöglich; nicht genug Plätze“

Auf Rang zwei der genannten Problembereiche rangieren Nennungen hinsichtlich des Betreuungsinhalts und des Personals. 24 Prozent der unzufriedenen Eltern thematisieren derartige Gründe:
„Erzieherin oft krank, häufig andere Ansprechpersonen“
„zu wenig Kreativangebote bzw. Ausfall der Angebote“
„Personelle Engpässe wirken sich negativ auf Arbeit mit Kindern aus.
“schlecht ausgebildetes Personal“

Auf Rang 3 landet Kritik zum Betreuungsschlüssel. Diese Statements werden
von 19 Prozent der unzufriedenen Eltern benannt.

→

„Personalschlüssel in Krippe
2 Erzieherinnen auf 18 Kinder“
„sehr große Gruppen (23 Kinder: 1-2 Erzieher)“

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

51

Die Räumlichkeiten und der Bauzustand der Kindertagesstätten und Horte
werden ebenfalls von knapp jedem fünften unzufriedenen Elternteil kritisiert.
Probleme bezüglich der Betreuungszeit und der Mittagsverpflegung werden
nur von wenigen benannt.
Einen separaten Fragekomplex bildet das in den verschiedenen Kinderbetreuungseinrichtungen angebotene Mittagessen für die Kinder. Zunächst wurde
dabei gefragt, ob die betreuten Kinder überhaupt ein Mittagessen in der
entsprechenden Einrichtung erhalten. Dies ist überwiegend der Fall, in
Kinderkrippe bzw. Kindergarten noch häufiger als in der Schule.
Abb. 4-4: Erhält/erhalten Ihr Kind/Ihre Kinder das Mittagessen in einer der
folgenden Einrichtungen? (in Prozent)
100
ja

80
81

nein
72

60
40
20
19

28

0
Kinderkrippe/Kindergarten
Die meisten Kinder
erhalten in ihrer Kita
Mittagessen

Das Mittagessen in der
Kinderkrippe bzw. bei
Tagesmutter/Tagesvater
bewerten die Eltern
besser als das in der
Schule

Schule

Circa jedes fünfte Kinderkrippen- bzw. Kindergartenkind erhält sein Mittagessen offensichtlich zu Hause. Bei den Schulkindern geben 28 Prozent der
Eltern an, dass ihr Kind nicht in der Schule zu Mittag isst. Ein Grund dafür
könnte die Qualität des Mittagessens sein. Daher wurden die Eltern auch
danach befragt, wie zufrieden sie mit dem Mittagessen in ihrer Kindereinrichtung sind. Das Ergebnis liegt mit einem Mittelwert von 2,3 bei Kinderkrippe/Kindergarten noch knapp im guten Bereich und erreicht mit 2,6 in der
Schule nur ein befriedigend. Insgesamt gesehen wird damit die Qualität des
Mittagessens in Kinderkrippe/Kindergarten positiver eingeschätzt als das
Essen in der Schule. Zwei Drittel der Befragten, deren Kinder eine Kinderkrippe bzw. einen Kindergarten besuchen, geben an, mit der Qualität des
Mittagessens „zufrieden“ bzw. „sehr zufrieden“ zu sein. In der Schule trifft dies
auf knapp jeden Zweiten zu. Hier geben sogar 4 Prozent an, „sehr unzufrieden“ mit der Essensqualität zu sein.
Die Essensversorgung in Kindertageseinrichtungen und Schulen steht im
Spannungsfeld, die Mahlzeiten einerseits zu einem möglichst erschwinglichen
Preis anzubieten, andererseits auch gesund, vitaminreich und schmackhaft zu
sein. Es ist anzunehmen, dass bei einem höheren finanziellen Beitrag auch
eine bessere Qualität angeboten werden kann. Daher die Frage an die Eltern:
„Wenn sich die Qualität des Mittagessens (zum Beispiel geringere Warmhaltezeiten, regionale Erzeugnisse, mehr Saisonalität) verbessern ließe,
wären Sie bereit, mehr dafür zu zahlen?“
Die Antwort fällt ambivalent aus: Gut jeder Fünfte ist mit der Essensversorgung zufrieden und sieht somit keinen Handlungsbedarf.

Zwei Drittel der befragten Elternteile würden für
ein besseres Mittagessen mehr bezahlen. 15 Prozent der
Eltern können sich ein
teureres Essen jedoch
nicht leisten

52

Zwei Drittel der Befragten würden zugunsten der Essensqualität für ihre
Kinder tiefer ins Portemonnaie greifen, 37 Prozent auf jeden Fall und circa
jeder Vierte setzt eine Kostengrenze von höchstens 50 Cent pro Essen mehr
an. Das würde für die Familien monatliche Mehrkosten von ungefähr 11 bis
12 Euro pro Kind nach sich ziehen. Ungeachtet dieser hohen Bereitschaft der
Eltern, für ein qualitativ hochwertigeres Essen auch mehr zu bezahlen, muss
beachtet werden, dass für 15 Prozent eine Kostenerhöhung nicht leistbar ist.
Das entspricht jedem siebenten befragten Elternteil. Diese Eltern können kein
höheres Essensgeld finanzieren, obwohl prinzipiell ein Verbesserungsbedarf
gesehen wird.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 4-5: Zufriedenheit mit der Qualität des Mittagessens (in Prozent)
Mittelwert

Kinderkrippe/Kindergarten

Schule

sehr zufrieden

zufrieden

14

52

10

24

38

teils/teils

35

unzufrieden

10

2,3

13 4

2,6

sehr unzufrieden

Abb. 4-6: Bereitschaft, mehr für das Mittagessen der Kinder zu zahlen,
wenn sich die Qualität verbessern ließe (in Prozent)
40
37
30
27
20

22
15

10
0
Ja, auf jeden Fall.

Ja, aber höchstens
50 Cent pro Essen
mehr.

Nein, ich kann mir
Nein, die Qualität
das nicht leisten. des Mittagessens ist
in Ordnung.

4.1.3. Häusliche Pflege
Die aktuelle Erhebung des Statistischen Landesamtes zur Pflegebedürftigkeit
in Sachsen2 zeigt den Trend einer steigenden Anzahl Pflegebedürftiger auf.
Dabei erfolgt die Pflege für diejenigen, die nicht stationär, sondern zu Hause
gepflegt werden, oftmals ganz oder teilweise durch Angehörige bzw.
Privatpersonen. In diesem Zusammenhang wird nicht unterschieden, ob der
Pflegende und der Gepflegte im selben oder in getrennten Haushalten leben.
Um hierzu genauere Angaben auszuweisen, wurden die Leipzigerinnen und
Leipziger in der aktuellen Kommunalen Bürgerumfrage danach gefragt, ob
eine pflegebedürftige Person (unabhängig vom Alter) im eigenen Haushalt
lebt. 4 Prozent aller Befragten beantworten diese Frage mit „ja“, bei den 65bis 85-Jährigen sind es doppelt so viele.

4 Prozent der Leipzigerinnen
und Leipziger geben an, in
Ihrem Haushalt eine pflegebedürftige Person zu
betreuen

Abb. 4-7: Pflegebedürftige Angehörige im Haushalt und (mindestens teilweise) Übernahme der Pflege
(in Prozent)

Eine pflegebedürftige Person lebt im Haushalt:

Die Pflege wird (teilweise) übernommen:

0%

1%

2%
männlich

2

3%

4%

5%

weiblich

STATISTISCHES LANDESAMT DES FREISTAATES SACHSEN: „Statistisch betrachtet – Pflege in Sachsen“, Kamenz, 2014

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

53

Diejenigen, die mit „ja“ geantwortet haben, übernehmen dabei zu 86 Prozent
(zumindest teilweise) die Pflege dieser Person selbst. Meist handelt es sich
dabei um die/den Ehe- bzw. Lebenspartner/in, teilweise um Kinder. Eine
genaue Quantifizierung ist aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht möglich. Die
im gemeinsamen Haushalt lebenden männlichen Angehörigen übernehmen
genauso oft die Pflege wie die weiblichen Angehörigen (Abbildung 4-7). Die
Intensität der ausgeübten Pflegeleistungen wurde nicht erfragt.
4.2.

Senioren: Kenntnis der Seniorenbüros, altenfreundliche
Wohnung

Seniorenbüros gelten seit vielen Jahren in Leipzig als Anlaufstelle für kostenlose und qualifizierte Beratung und Information zu allen Themen des Älterwerdens. Darüber hinaus bestehen ihre Aufgaben darin, Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine mit vielen Angeboten der Geselligkeit,
Unterhaltung, Bildung, Kultur und für bürgerschaftliches Engagement zu sein.
Abb. 4-8: Kenntnis des Seniorenbüros im eigenen Stadtbezirk (in Prozent)

Jeder Zehnte der
Leipzigerinnen und
Leipziger kennt das
Seniorenbüro in seinem
Stadtbezirk

Seit 2013 sind in allen 10 Stadtbezirken Seniorenbüros etabliert.
Jeder zehnte Befragte hat schon vom Seniorenbüro in seinem eigenen Stadtbezirk gehört. Erwartungsgemäß kennen Seniorinnen und Senioren am häufigsten das wohnortnahe Seniorenbüro. Weit überdurchschnittlich gibt jeder
Fünfte der Altersgruppe der 65- bis 85-Jährigen und jeder Vierte der Altersgruppe der 75- bis 85-Jährigen diesbezüglich Auskunft.
Abbildung 4-8 verdeutlicht das Antwortverhalten, ausgewiesen nach Stadtbezirken. Demnach ist der Kenntnisstand der Leipziger Bürgerinnen und
Bürger zum Seniorenbüro im Stadtbezirk West in der Stuttgarter Allee mit
23 Prozent am höchsten. Es folgen die Seniorenbüros im Stadtbezirk AltWest (Saalfelder Straße 12), im Stadtbezirk Nordost (Kieler Straße 63-65), im
Stadtbezirk Südwest (Dieskaustraße 138) und im Stadtbezirk Mitte
(Johannisplatz 2).
Gefragt, woher diejenigen, die mit „ja“ geantwortet haben, das Seniorenbüro
in ihrem Stadtbezirk kennen, antwortet jeder Zehnte, das Angebot bereits

54

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

selbst genutzt zu haben. Hierbei handelt es sich somit um Personen, die
durch den Besuch von Veranstaltungen in der Begegnungsstätte oder
Beratungen zu altersspezifischen Themen, über ganz persönliche Erfahrungen mit den Seniorentreffpunkten in ihrem Stadtbezirk verfügen. Abbildung 4-9 stellt die Ergebnisse dar, wobei die Befragten Mehrfachantworten
abgeben konnten. Aus diesem Grund ergibt die Addition der Einzelwerte auch
mehr als 100 Prozent.
Abb. 4-9: Woher kennen Sie das Seniorenbüro in Ihrem Stadtbezirk?
(in Prozent) (Nur Befragte, die das Seniorenbüro im Stadtbezirk kennen)
Mehrfachnennungen

Am häufigsten sind die Medien Multiplikator für die Offerten der Seniorenbüros. Jeder Dritte erhält Informationen durch Verwandte, Bekannte oder
andere Institutionen und knapp jeder Dritte gibt „Sonstiges“ an. Frauen kommunizieren diesbezüglich besonders häufig im Verwandten- und Bekanntenkreis.

Die meisten Befragten
erfahren die Offerten des
Seniorenbüros in ihrem
Stadtbezirk über die
Medien

Ein weiterer Fragekomplex zum Thema befasst sich mit der sogenannten
„altenfreundlichen Wohnung“. In Leipzig wurde im Technischen Rathaus in
der Prager Straße eine zentrale Anlaufstelle zur Unterstützung für ältere und
behinderte Menschen eingerichtet. Dort können sich die Bürgerinnen und
Bürger zu Anpassungsmaßnahmen in der Wohnung, zu einem eventuell
notwendigen Umzug, dem Einsatz von Hilfsmitteln oder auch niedrigschwelligen Hilfsangeboten informieren. Darüber hinaus können Interessenten eine Musterausstellung zur alters- und behindertengerechten Gestaltung von Küchen und Bädern anschauen.
Um Informationen über altengerechte Wohnungen in Leipzig zu erhalten,
wurden die Leipzigerinnen und Leipziger unter Verwendung von sieben vorgegebenen Merkmalen gefragt, ob für ihre eigene Wohnung entsprechende
Eigenschaften zutreffen.
Abbildung 4-10 zeigt die Ergebnisse für die Gesamtstadt. Auf den beiden folgenden Seiten sind die Ergebnisse jeweils nach Stadtbezirken für alle Befragten von 18 bis 85 Jahren (Abbildung 4-11) und für die Altersgruppe der 50- bis
85-Jährigen (Abbildung 4-12) dargestellt, also für diejenigen, für die es möglicherweise schon heute wichtig ist, ihr Wohnumfeld altenfreundlich zu
gestalten.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

55

Einkaufsmöglichkeiten
und die Entfernung zum
ÖPNV-Anschluss sind für
die meisten Befragten gut
zu erreichen

Infrastrukturelle Aspekte, wie Einkaufsmöglichkeiten und Anschluss an den
ÖPNV im Umkreis von 300 Metern, treffen auf die überwiegende Mehrheit der
Wohnungen zu. Insbesondere im Stadtbezirk Mitte sind die Wege diesbezüglich kurz. Im Stadtbezirk Nordwest muss allerdings circa jeder zweite ältere
Mitbürger einen weiteren Weg zum Einkauf bzw. zur Haltestelle zurücklegen.
Umfangreiche Sanierungsarbeiten und Wohnungsneubauten in den vergangenen Jahren haben sicherlich dazu beigetragen, zunehmend auf altersgerechte Belange im Wohnungsbau zu achten und entsprechend baulich umzusetzen. So geben im Stadtbezirk Mitte 93 Prozent der 50- bis 85-Jährigen an,
ihre Wohnung gut erreichen zu können, zum Beispiel über einen Aufzug.
Auch verfügen die Wohnungen der 50- bis 85-Jährigen überdurchschnittlich
häufig über Wechselsprechanlage, Türspion bzw. Knauf. Gleiches gilt für den
Stadtbezirk West (weitgehend Grünau).
Abb. 4-10: Vorhandensein von Merkmalen einer altengerechten Wohnung*
(in Prozent)
Einkaufsmöglichkeit und Haltestelle des ÖPNV
im Umkreis von 300 Metern erreichbar

80

gute Erreichbarkeit der Wohnung: EG, 1. OG
oder Aufzug

63

Abstellfläche für Hilfsmittel vorhanden

60

Schwellenfreiheit innerhalb der Wohnung

58

genügend Bewegungsraum in der ganzen
Wohnung

56

Wohnungstür: Wechselsprecheinrichtung,
Türspion, Knauf
Badausstattung: bodengleiche Dusche,
Vorhandensein/Möglichkeit zum Einbau von
Hilfsmitteln

54

27

*Dargestellt ist der Anteil derjenigen Befragten, deren Wohnung das Merkmal aufweist.

Nachholbedarf gibt es bei
der Badausstattung,
Abstellmöglichkeiten für
Hilfsmittel sowie der
Schwellenfreiheit und
genügend
Bewegungsraum in der
Wohnung

Nachholbedarf gibt es hingegen bei der Badausstattung. Bodengleiche
Duschen und das Vorhandensein bzw. die Möglichkeit zum Einbau von Hilfsmitteln wie Badewannenlift sowie Halte- und Stützgriffe sind in den meisten
Wohnungen nicht vorhanden, laut eigenen Aussagen in denen der 50- bis 85Jährigen aber schon etwas mehr als in denen der Gesamtgruppe.
Auch Abstellmöglichkeiten für Hilfsmittel (nicht nur in der Wohnung) fehlen in
vielen Fällen, und ebenso ist die Schwellenfreiheit innerhalb der Wohnung
noch zu häufig nicht gewährleistet. Dabei handelt es sich hier um ein Bauelement, das in allen neugebauten Wohnungen (nicht nur in altersgerechten)
zugunsten der Barrierefreiheit vermieden werden sollte.
Das Thema altenfreundliche Wohnung wird in den folgenden Jahren eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Die Einwohnerentwicklung Leipzigs zeigt,
dass der Anteil an älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern an der Gesamtbevölkerung weiter ansteigen wird3.

3

STADT LEIPZIG, AMT FÜR STATISTIK UND W AHLEN: „Bevölkerungsvorausschätzung 2013“, Leipzig 2013

56

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 4-11: Vorhandensein von Merkmalen einer altengerechten Wohnung für die Altersgruppe der
18- bis 85-Jährigen* (in Prozent)
Einkaufsmöglichkeit und Haltestelle des ÖPNV im Umkreis
von 300 Metern erreichbar

Gute Erreichbarkeit der Wohnung: EG, 1. OG oder Aufzug

10 0

10 0

80

90
77

60

76

81

84

80

80

79

82

79

60

77

57
40

40

20

20

0

M NO O SO

S SW W Alt-W NW N

0

66

69

59

M NO O SO

59

62

65

57

50

S SW W Alt-W NW N

Abstellfläche für Hilfsmittel vorhanden (nicht zwingend in
der Wohnung)

Schwellenfreiheit innerhalb der Wohnung (auch mittels
Rampe)

10 0

10 0

80

80

60

65

63

65

50

40

56

54

59

57

65
50

60

20

0

0

S SW W Alt-W NW N

Genügend Bewegungsraum in der ganzen Wohnung

10 0

80

80

60

60

53

51

52

61

57

54

54

60

49

59
40

20

20

0

0

M NO O SO

49

54

M NO O SO

63

64

68

66
51

44

S SW W Alt-W NW N

Wohnungstür: Wechselsprecheinrichtung, Türspion, Knauf
(Vorhandensein aller drei Merkmale)

10 0

40

58

40

20

M NO O SO

63

60

S SW W Alt-W NW N

74
57

60

57

48

M NO O SO

53

52

50

51

37

S SW W Alt-W NW N

Badausstattung: bodengleiche Dusche, Vorhandensein bzw.
Möglichkeit zum Einbau von Hilfsmitteln (Badewannenlift,
Halte- und Stützgriffe)
10 0

80

60

40

20

0

35
23

30

23

M NO O SO

18

26

32

34

26

27

S SW W Alt-W NW N

*Dargestellt ist der Anteil derjenigen Befragten, deren
Wohnung das entsprechende Merkmal aufweist.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

57

Abb. 4-12: Vorhandensein von Merkmale einer altengerechten Wohnung für die Altersgruppe der
50- bis 85-Jährigen (in Prozent)
Einkaufsmöglichkeit und Haltestelle des ÖPNV im Umkreis
von 300 Metern erreichbar

Gute Erreichbarkeit der Wohnung: EG, 1. OG oder Aufzug

100

100

87

80

80

75

60

76

82

80

77

79

49

20

0

0

O

SO

SO

SW

W Alt-W NW

73

70

71

69

SO

SW

W Alt-W NW

59

70

68

73

40

20

NO

68

60

40

M

93

81

79

N

M

NO

O

SO

N

Abstellfläche für Hilfsmittel vorhanden (nicht zwingend in der
Wohnung)

Schwellenfreiheit innerhalb der Wohnung (auch mittels
Rampe)

100

100

80

80

82

75

60

67
55

54

40

58

58

66

68

76
60

60

20

20

0

0

M

NO

O

SO

SO

SW

W Alt-W NW

N

Genügend Bewegungsraum in der ganzen Wohnung

M

100

80

80

79

78
65

60

59

60

62

57

59

40

54

NO

45

O

74
56

65

42

SO

SO

SW

W Alt-W NW

N

Wohnungstür: Wechselsprecheinrichtung, Türspion, Knauf
(Vorhandensein aller drei Merkmale)

100

62

51

40

60

57

67

60

73

62

79
66

56

63

40

20

66
55

62

62

20

0

0

M

NO

O

SO

SO

SW

W Alt-W NW

N

M

NO

O

SO

SO

SW

W Alt-W NW

N

Badausstattung: bodengleiche Dusche, Vorhandensein bzw.
Möglichkeit zum Einbau von Hilfsmitteln (Badewannenlift,
Halte- und Stützgriffe)
60

40

41

46

43
34

35

33

45

44

33

20

20
0

M

58

NO

O

SO

SO

SW

W Alt-W NW

N

*Dargestellt ist der Anteil derjenigen Befragten, deren
Wohnung das entsprechende Merkmal aufweist.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

5.

Umwelt

5.1. Klimaschutz und biologische Vielfalt in Leipzig
Auch in der Kommunalen Bürgerumfrage 2013 wurden den Leipzigerinnen
und Leipzigern eine Reihe von Fragen zum Thema Umwelt und Klimaschutz
gestellt.

Biologische Vielfalt ist für
73 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger wichtig

Zunächst ist in Abbildung 5-1 dargestellt, wie wichtig den Befragten die biologische Vielfalt im Lebensraum Leipzig ist. Knapp drei von vier Befragten
(73 Prozent) ist biologische Vielfalt in Leipzig demnach „sehr wichtig“ und
„eher wichtig“. Mehr Frauen als Männer geben „sehr wichtig“ an. Zudem ist
die biologische Vielfalt den 35- bis 49-Jährigen und den 65- bis 85-Jährigen
etwas häufiger „sehr wichtig“ als der jungen Altersgruppe und den 50- bis 64Jährigen.
Abb. 5-1: Wichtigkeit von „Biologischer Vielfalt“ im Lebensraum Leipzig* (in Prozent)
Gesamt

32

männlich

29

weiblich

19
43

31

35 bis 49 Jahre

65 bis 85 Jahre

30

25

Arbeitslose

31

Rentner/Pensionäre

34

Studenten/Schüler

18
18

35

29
43

38
eher wichtig

19
17

eher nicht wichtig

2
4
6

42
teils/teils

4
4

45
46

3
4

15

41

35

Erwerbstätige

5

19
45

30

4

19

45

35

50 bis 64 Jahre

19

45

35

18 bis 34 Jahre

sehr wichtig

44

4
2

überhaupt nicht wichtig

* nur Befragte, denen die Begrifflichkeit „Biologische Vielfalt“ bekannt ist

Wie im vergangenem Jahr wurde auch 2013 wieder gefragt, ob man die
Befürchtung hat, dass sich der Klimawandel negativ auf die Region Leipzig
auswirken könnte. Wie aus der Abbildung 5-2 zu entnehmen ist, befürchtet
dies nur ein kleiner Teil der Befragten. Allerdings ist im Vergleich zum Vorjahr
die Furcht, dass es eindeutig negative Auswirkungen gibt, von 9 auf 13 Prozent gestiegen.

Negative Auswirkungen
des Klimawandels werden
etwas häufiger befürchtet
als 2012

Abb. 5-2: Negative Auswirkungen des Klimawandels für die Region Leipzig (in Prozent)
2013
Gesamt

13

männlich

13

weiblich

13

ja

54

47

61

möglicherweise

2012
34

40

27

9

10

56

50

9

62

35

41

29

nein

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

59

5.2.
Die Kampagnen der Stadt
Leipzig zum Klimaschutz
sind etwas bekannter als
noch 2012

Städtische Aktivitäten zum Klimaschutz

Die Kenntnis von Klimaschutz-Aktivitäten der Stadt Leipzig wurde 2013 erneut
abgefragt. 20 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Kampagnen der
Stadt zum Thema Klimaschutz kennen. Im Vergleich zum Vorjahr steigt dieser
Wert um 4 Prozentpunkte.
Die konkreten Aktivitäten kennt allerdings nur eine sehr geringe Zahl an
Leipzigerinnen und Leipzigern. Das „Klima-Bündnis e.V.“ und die Internetseite
sind jeweils 7 Prozent der Befragten bekannt. Den „European Energy Award“
kennt lediglich jeder 20. Befragte. Im Vergleich zu 2012 sind diese Werte
nahezu unverändert.
Abb. 5-3: Kenntnis der Klimaschutz-Aktivitäten der Stadt Leipzig 2013 und
2012 (in Prozent)
20

Klimaschutz-Kampagnen der Stadt Leipzig

16
7

Klima-Bündnis e.V.

5
2013

7
7

Internetseite www.leipzig.de/klimaschutz

2012

5
5

European Energy Award

Knapp jeder zweite Befragte wünscht sich mehr Informationen über
Bemühungen der Stadt Leipzig zum Klimaschutz.
Rundfunk, Zeitung und Fernsehen sind dabei die Medien, über die man vorzugsweise unterrichtet werden möchte. Informationsbroschüren (19 Prozent)
und die Internetseite der Stadt (17 Prozent) werden etwas seltener genannt.
Ein E-Mail Newsletter wird nur von 4 Prozent der Befragten als Informationsquelle gewünscht. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt das Interesse an Informationsbroschüren, während der Anteil der Befragten wächst, der Informationen
im Internet auf www.leipzig.de wünscht.
Abb. 5-4: Würden Sie gern mehr Informationen zu den Bemühungen der
Stadt Leipzig im Klimaschutz erhalten?
(Mehrfachnennungen; in Prozent)
ja, über die Medien (Rundfunk,
Zeitung, Fernsehen)

48

ja, durch Informationsbroschüren

19

ja, im Internet auf www.leipzig.de

17

ja, auf sonstigem Weg
ja, per E-Mail Newsletter
nein

9
4
32

Soll die Stadt nun mehr für den Klimaschutz tun? Diese Frage wird noch
deutlicher als im Vorjahr mit „ja“ beantwortet. So sagen mittlerweile 42 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger, dass die Stadt Leipzig mehr für den
Klimaschutz tun sollte (vgl. Tabelle 5-1). Vor allem die Altersgruppe zwischen
65 und 85 Jahren stimmt binnen Jahresfrist deutlich häufiger der Aussage zu,
dass sich die Stadt Leipzig auf diesem Feld mehr engagieren sollte.
60

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tab. 5-1: Sollte die Stadt Leipzig Ihrer Meinung nach mehr für den Klimaschutz tun?

Befragte
Gesamt:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler

2013

2012

ja

möglicherweise

nein

ja

möglicherweise

nein

42

55

3

35

59

6

36
47

58
52

6
1

32
37

59
59

8
4

44
42
36
41

52
56
59
56

4
2
5
3

41
41
28
27

55
53
64
66

4
6
8
7

40
48
42
51

56
50
56
48

4
2
2
1

35
46
29
59

59
48
64
40

6
5
8
1

Prozent

Wie soll dieses Engagement der Stadt Leipzig im Bereich Klimaschutz
konkret aussehen? Hierzu wurden die Leipzigerinnen und Leipziger zur Rolle
der Stadt bei der Investitionsförderung im Bereich erneuerbarer Energien und
zur Förderung der Elektromobilität befragt.
Die Investitionen in erneuerbare Energien wie beispielsweise Windkraft- oder
Photovoltaikanlagen sollten laut der überwiegenden Mehrzahl (72 Prozent)
der Befragten durch die Stadt Leipzig stärker gefördert werden.
Wie aus Abbildung 5-5 hervorgeht, befürworten vor allem die jüngeren Leipzigerinnen und Leipziger eine Unterstützung von Investitionen in erneuerbare
Energien. Bei den älteren Befragten ab 50 Jahren sind zwar immer noch mehr
als die Hälfte der Befragten für eine Unterstützung entsprechender Investitionen, allerdings sinkt hier die Zustimmung auf 61 Prozent (Altersgruppe 50 bis
64 Jahre) bzw. 67 Prozent (65 bis 85 Jahre).

72 Prozent der Leipzigerinnen
und Leipziger sprechen sich
für eine Unterstützung von
Investitionen in erneuerbare
Energien durch die Stadt
Leipzig aus

Abb. 5-5: Möchten Sie, dass die Stadt Leipzig Investitionen auf dem Gebiet
der erneuerbaren Energien unterstützt? (in Prozent)
Gesamt

72

18 bis 34 Jahre

28
77

35 bis 49 Jahre

79

50 bis 64 Jahre

61

65 bis 85 Jahre

21
39

67
ja

23

33

nein

Zur Frage nach der Förderung der Elektromobilität können mehr als die Hälfte
der Befragten (54 Prozent) keine Einschätzung abgeben. Wie in Tabelle 5-2
dargestellt, ist das Meinungsbild zudem gespalten. So geben 30 Prozent der
Befragten an, dass die Stadt momentan „zu wenig“ bzw. „viel zu wenig“ in
dieser Richtung unternimmt. 11 Prozent finden den aktuellen Stand ausreichend und lediglich 6 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die
Stadt heute bereits „(viel) zu viel“ für die Förderung der Elektromobilität
unternimmt.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

61

Tab. 5-2: Wird in der Stadt Leipzig genügend für die Elektromobilität getan?

Anzahl
Befragte
Gesamt:
1293
davon:
618
männlich
651
weiblich
davon:
292
18 bis 34 Jahre
260
35 bis 49 Jahre
360
50 bis 64 Jahre
349
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
667
Erwerbstätige
57
Arbeitslose
395
Rentner/Pensionäre
50
Studenten/Schüler

viel zu viel

zu viel

genau
richtig

viel zu
wenig

nicht einschätzbar

1

5

11

21

9

54

1
0

4
5

12
10

22
20

11
6

49
59

0
1
2
0

7
4
5
2

15
11
10
7

24
19
20
20

8
13
8
6

46
52
55
66

2
0
1
0

5
4
2
9

12
17
7
15

20
25
22
22

10
14
5
1

52
39
63
53

zu wenig
Prozent

5.1.2. Persönliche Aktivitäten zum Klimaschutz
Neben einer Bewertung der Aktivitäten der Stadt zum Thema Klimaschutz
wurden die Leipzigerinnen und Leipziger auch zu ihren persönlichen Einstellungen und Aktivitäten in Sachen Klimaschutz gefragt.
Jedem Zweiten ist es
wichtig, dass sein Strom aus
erneuerbaren Energien
gewonnen wird

Wie wichtig ist es den Leipzigerinnen und Leipzigern nun, dass die in ihrem
Haushalt verbrauchte Energie vorrangig aus lokal verfügbaren, alternativen
Energieträgern und –quellen (Sonne, Wind, Erdwärme) stammt?
In Abbildung 5-6 ist die Beantwortung dieser Frage für die Befragten
insgesamt und für relevante Teilgruppen dargestellt.

Abb. 5-6: Wichtigkeit, mit der die im Haushalt verbrauchte Energie vorrangig aus lokal
verfügbaren, alternativen Energieträgern gewonnen wird (in Prozent)
Gesamt

19

männlich

19

weiblich

19

18 bis 34 Jahre

20

35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre

20

sehr wichtig

34
28

28

eher wichtig

teils/teils

eher nicht wichtig

4
6
4

4

32
34

11

13
32

32

5

20
33

34

1

8

19

31
31

14

12

29

31

Arbeitslose

9

36

30

5

14
32

30

13

13

32
35

17

19

Studenten/Schüler

32

26

23

Erwerbstätige

Rentner/Pensionäre

31

9

19
25

5

4
9

4

überhaupt nicht wichtig

Der Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger ist es demnach „wichtig“ und
„sehr wichtig“, dass die in ihrem Haushalt verbrauchte Energie aus lokal
verfügbaren, alternativen Energieträgern gewonnen wird. Als „eher nicht
wichtig“ bzw. „überhaupt nicht wichtig“ betrachten dies 18 Prozent der
Befragten. Jüngeren Befragten ist es tendenziell wichtiger, dass die von ihnen
verbrauchte Energie auch aus lokal verfügbaren, alternativen Energieträgern
62

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

gewonnen wird. Vor allem Personen zwischen 35 und 49 Jahren, und hier
insbesondere Mütter und Väter mit Kindern, legen darauf großen Wert.
Besonders große Unterschiede zeigen sich zwischen Rentnern/Pensionären
und Studenten/Schülern. Bei den Studenten/Schülern liegt der Anteil der
Befragten, denen es „sehr wichtig“ ist, mit 28 Prozent doppelt so hoch wie bei
den Rentnern/Pensionären.
Wenn es um eigene Investitionen in erneuerbare Energien geht, sind die
Leipzigerinnen und Leipziger eher zurückhaltend. 24 Prozent sind grundlegend bereit, in eine solche Art der Energiegewinnung zu investieren. Vor
allem bei den Jüngeren ist die Investitionsbereitschaft höher.

Nur knapp ein Viertel der
Befragten würde selbst in
erneuerbare Energien
investieren

Abb. 5-7: Bereitschaft, selbst in erneuerbare Energien zu investieren
(in Prozent)
Gesamt

24

18 bis 34 Jahre

30

35 bis 49 Jahre

70

36

50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre

76

64

13

87

6

94
ja

nein

30 Prozent der 18 bis 34-Jährigen können sich vorstellen, in erneuerbare
Energien zu investieren. Bei den 35 bis 39-Jährigen beträgt dieser Anteil
36 Prozent. Bei älteren Befragten ist die Bereitschaft allerdings deutlich
geringer (vgl. Abbildung 5-7).
Auch die energetische Sanierung von Wohngebäuden trägt über die dadurch
erzielten Einspareffekte bei Heizkosten zum Klimaschutz bei. Für einen Großteil der Befragten sind dabei allerdings die Kosteneinsparungen ausschlaggebend.

Wenn es sich wirtschaftlich lohnt, sind viele bereit
eine energetische Sanierung vorzunehmen

Tab. 5-3: Ist Ihnen energetische Sanierung wichtig?
Ja, ist mir wichtig, wenn die
dadurch erreichten Einsparungen die Kosten decken.
Befragte

Anzahl

Gesamt:

981

davon:
451
männlich
516
weiblich
davon:
260
18 bis 34 Jahre
217
35 bis 49 Jahre
261
50 bis 64 Jahre
225
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
551
Erwerbstätige
37
Arbeitslose
257
Rentner/Pensionäre
47
Studenten/Schüler

Ja, ist mir wichtig,
auch wenn die
Kosten nicht
gedeckt sind.

Nein, das
ist mir nicht
wichtig.

Prozent
80

12

8

78
82

12
13

10
6

77
80
83
82

14
13
8
11

9
6
8
7

80
69
84
76

12
23
11
11

8
8
5
13

Wie in Tabelle 5-3 dargestellt ist, geben 80 Prozent der Leipzigerinnen und
Leipziger an, dass ihnen energetische Sanierung zwar wichtig ist, dass die
Kosten dafür allerdings durch die Einsparungen gedeckt sein müssen. Nur für
jeden Achten (12 Prozent) ist energtische Sanierung auch dann wichtig, wenn
die Kosten dafür nicht vollständig durch die Einsparungen bei Energie
gedeckt sind. Zwischen den verschiedenen Altersgruppen gibt es dabei kaum
Unterschiede.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

63

5.2. Luftqualität und Umweltzone
Mit der Luftqualität im
eigenen Wohnviertel sind
62 Prozent zufrieden

Eine schlechte oder sehr
schlechte Luftqualität
wird von 6 Prozent der
Bewohner wahrgenommen

62 Prozent der Befragten geben an, dass die Luftqualität in ihrem Wohnungsumfeld mindestens gut ist, darunter 7 Prozent sehr gut. Vergleichswerte aus
früheren Jahren existieren nicht. 2011 wurden die Bürger jedoch gebeten, die
Sauberkeit der Luft für die Gesamtstadt zu bewerten. Zwei Jahre zuvor gaben
54 Prozent an, mit der Sauberkeit der Luft in Leipzig mindestens zufrieden zu
sein. Die heutige Einschätzungen der Bürger in den Wohnvierteln fallen somit
etwas besser aus als für die Stadt insgesamt.
Eine schlechte und sehr schlechte Luftqualität im eigenen Wohnviertel
attestieren 2013 6 Prozent der Befragten. Weitere 28 Prozent bewerten die
Luftqualität weder gut noch schlecht.

Abb. 5-8: Zufriedenheit mit der Luftqualität nach Ortsteilen (in Prozent)

Anteil: „sehr gut“ und „gut“, ohne „nicht einschätzbar“

55 Prozent beurteilen die
Effekte auf die Luftqualität
durch die Einführung der
Umweltzone kritisch

64

In innerstädtischen und innenstadtnahen Ortseilen empfinden die Bewohner
häufiger die Luftqualität als nicht gut. Fast zwei Drittel der Bewohner in Volkmarsdorf bewerten die Luftqualität nicht besser als teils/teils. Im Zentrum-Süd
trifft dies auf 59 Prozent der Befragten zu, in Lindenau auf 55 Prozent,
Neustadt-Neuschönefeld 53 Prozent, im Zentrum 52 Prozent und in Neulindenau 50 Prozent. In allen anderen Ortsteilen empfindet die Mehrheit der
Bewohner die Luftqualität mindestens als gut. In vielen Ortsteilen des Stadtrands sowie in Marienbrunn und Lößnig wird die Luftqualität von mehr als
80 Prozent mit gut und sehr gut bewertet.
Eine Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität stellt die Einführung einer
Umweltzone dar. In Leipzig wurde die Umweltzone am 1. März 2011 eingerichtet. Wie ist nun das subjektive Empfinden der Leipzigerinnen und
Leipziger? Hat sich durch die Einführung der Umweltzone ihrer Meinung nach
die Luftqualität in der Stadt verbessert?

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gibt an, dass die Einführung der
Umweltzone aus ihrer Sicht keine sinnvolle Maßnahme zur Verbesserung der
Luftqualität ist. Männer bezweifeln die Maßnahme deutlich häufiger als
Frauen. Überzeugt von der Umweltzone ist jedoch die Mehrheit der
Studierenden.
Wie aus Abbildung 5-9 ersichtlich, sind Befragte, in deren Haushalt ein Pkw
zur Verfügung steht, ebenfalls kritischer in der Beurteilung der Umweltzone.
Abb. 5-9: War die Einführung der Umweltzone aus Ihrer Sicht eine sinnvolle Maßnahme zur
Verbesserung der Luftqualität? (in Prozent)
Gesamt

55

32

männlich

26

62

weiblich

12
49

39

18 bis 34 Jahre

37

35 bis 49 Jahre

26

65 bis 85 Jahre

33

Erwerbstätige

31

Arbeitslose

11

65

9

54

13

58

11

40

45

36

ja

8

60

31

kein Privat-PKW im Haushalt

12
39

53

mind. ein Privat-PKW im Haushalt

17

56

32

Studenten/Schüler

14

58

42

Rentner/Pensionäre

13

49

31

50 bis 64 Jahre

12

nein

9
19

ist mir egal

Insgesamt 8 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger geben an, dass sich
mit der Einführung der Umweltzone ihr Mobilitätsverhalten verändert hat (vgl.
Abbildung 5-10). Zwischen den Altersgruppen gibt es kaum Unterschiede.
Abb. 5-10: Hat sich Ihr Mobilitätsverhalten seit Einführung der Umweltzone
verändert? (in Prozent)
Gesamt

8

92

18 bis 34 Jahre

6

94

35 bis 49 Jahre

7

93

50 bis 64 Jahre

8

92

65 bis 85 Jahre

13

87
ja

nein

Gefragt wurden die Leipzigerinnen und Leipziger zudem, ob ihrer Meinung
nach weitere Maßnahmen ergriffen werden sollten, um die Luftqualität in der
Stadt zu verbessern.
Wie aus Abbildung 5-11 hervorgeht, ist hier insgesamt kein eindeutiges
Meinungsbild erkennbar: 44 Prozent der Befragten geben an, dass weitere
Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen werden sollten,
42 Prozent sind dagegen. Männer lehnen weitere Maßnahmen häufiger ab als
Frauen. Eher ablehnend sind zudem 50- bis 64-Jährige, Erwerbstätige und
Personen, die einen Privat-Pkw im Haushalt haben.
Betrachtet man die Ergebnisse nach Stadtbezirken, so geben im Zentrum
57 Prozent der Befragten an, dass weitere Maßnahmen zur Verbesserung der
Luftqualität ergriffen werden sollten. In den übrigen Stadtbezirken liegen die
Anteile der Befürworter jeweils unter 50 Prozent.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

65

Abb. 5-11: Sollten mehr Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen werden?
(in Prozent)
Gesamt

44

männlich

42

40

46

weiblich

49

18 bis 34 Jahre

48

35 bis 49 Jahre

46

12
17

44

39

46
53

ja

7

32

41

kein Privat-PKW im Haushalt

18
17

61

mind. ein Privat-PKW im Haushalt

Tab. 5-4:

17

65

Studenten/Schüler

Große Zufriedenheit mit
dem Zustand der
Gewässer in Leipzig

12

37

Arbeitslose

5.3.

9

51

42

Rentner/Pensionäre

16

47

46

Erwerbstätige

14

36

36

65 bis 85 Jahre

14
37

44

50 bis 64 Jahre

14

13

30

nein

17

ist mir egal

Beurteilung der Gewässer und Grünanlagen in Leipzig

Mit dem Zustand der Gewässer in der Stadt sind die Befragten insgesamt
zufrieden. Drei Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger sind demnach „sehr
zufrieden“ oder „zufrieden“. Zwischen den verschiedenen Altersgruppen gibt
es dabei kaum Unterschiede. In Tabelle 5-4 sind außerdem die Meinungen
der Befragten wiedergegeben, ob sich der Zustand der Gewässer in den
letzten fünf Jahren verbessert oder verschlechtert hat.

Zufriedenheit mit dem Zustand der Gewässer in der Stadt und Veränderungen des
Zustands der Gewässer in den letzten fünf Jahren (jeweils ohne Anteile „weiß nicht“)
Zufriedenheit mit dem Zustand der
Gewässer in der Stadt
(sehr)
zufrieden
1+2

Anzahl
Befragte
Gesamt:
3888
davon:
1800
männlich
2026
weiblich
davon:
918
18 bis 34 Jahre
821
35 bis 49 Jahre
1037
50 bis 64 Jahre
1034
65 bis 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
2019
Erwerbstätige
156
Arbeitslose
1128
Rentner/Pensionäre
157
Studenten/Schüler

teils/teils
3

(eher) unzuMittelwert
frieden
1-5
4+5

Veränderung des Zustands
der Gewässer in den
letzten fünf Jahren
verbessert

Prozent

weder/
noch

verschlechtert

Prozent

74

22

5

2,2

50

43

6

77
71

19
24

3
5

2,1
2,2

52
49

43
43

5
8

72
75
76
74

23
21
20
22

6
3
2
3

2,2
2,1
2,2
2,2

46
53
52
53

45
42
43
42

9
5
4
3

76
60
76
64

20
32
21
30

2
7
4
6

2,1
2,4
2,2
2,3

52
39
53
36

42
49
42
56

6
13
5
8

Auch hier überwiegen die positiven Meinungen. Die Hälfte der Befragten
attestiert eine Verbesserung, weitere 43 Prozent geben an, dass der Zustand
gleich geblieben ist und lediglich 6 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger
66

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

sagen, dass sich der Zustand der Gewässer in der Stadt in den letzten fünf
Jahren verschlechtert hat.
Neben den Gewässern wurde auch das Angebot und der Zustand der
Grünanlagen in der Stadt insgesamt bzw. im eigenen Wohnviertel beurteilt. In
Abbildung 5-12 sind die entsprechenden Ergebnisse für die Stadt insgesamt
wiedergegeben.
81 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger sind mit dem Angebot an
Grünanlagen „(sehr) zufrieden“. Auch die Beurteilung im Zeitvergleich fällt
positiv aus. Zwar sagen mehr als die Hälfte (59 Prozent), dass das Angebot
an Grünanlagen in den letzten 5 Jahren unverändert ist, 32 Prozent sehen
hier allerdings eine Verbesserung und lediglich 8 Prozent geben an, dass sich
das Angebot in den letzten 5 Jahren verschlechtert hätte.
Der Zustand der Grünanlagen wird etwas kritischer, aber immer noch
überwiegend positiv beurteilt. 64 Prozent geben an, dass sie mit dem Zustand
der Grünanlagen „zufrieden“ bzw. „sehr zufrieden“ sind. Ein gutes Viertel
(26 Prozent) der Befragten, die hierzu eine Aussage treffen können, geben
an, dass sich der Zustand der Grünanlagen in der Stadt Leipzig in den letzten
5 Jahren verbessert hat. Die Mehrheit (60 Prozent) sehen keine Veränderungen und lediglich 13 Prozent der Befragten geben an, dass sich der
Zustand der Grünanlagen aus ihrer Sicht in den letzten 5 Jahren
verschlechtert hat.
Abb 5-12: Zufriedenheit mit Angebot und Zustand von Grünanlagen in der Stadt und Beurteilung von
Veränderungen bei Angebot und Zustand in den letzten 5 Jahren (jeweils ohne Anteile
„weiß nicht“) (in Prozent)
Zufriedenheit
Angebot an
Grünanlagen
Zustand der
Grünanlagen
(sehr) zufrieden

Beurteilung von Veränderungen

81

64
teils/teils

16

30

3

6

(sehr) unzufrieden

32

59

26
verbessert

60
weder/noch

8

13
verschlechtert

Auch Angebot und Zustand der Grünanlagen im eigenen Wohnviertel sollten
beurteilt werden. Die Ergebnisse sind in Abbildung 5-13 dargestellt.
Jeweils mehr als 90 Prozent der Einwohner folgender Ortsteile sind demnach
mit dem Angebot an Grünanlagen in ihrem Wohnviertel „zufrieden“ bzw. „sehr
zufrieden“: Lößnig, Schleußig, Grünau-Ost, Zentrum-West, Zentrum-Nordwest. Vergleichsweise unzufrieden mit dem Angebot an Grünanlagen sind
demgegenüber Bewohner aus dem Zentrum, Altlindenau, Volkmarsdorf und
Neustadt-Neuschönefeld.
Der Zustand der Grünanlagen im eigenen Wohnviertel wird besonders positiv
(jeweils mehr als 80 Prozent „zufrieden“ und „sehr zufrieden“) in Baalsdorf,
Meusdorf und Lützschena-Stahmeln bewertet. Negative Urteile bezüglich des
Zustandes fällen hingegen Bewohner aus dem Zentrum, Lindenau und
Altlindenau.
Kombiniert man die Bewertungen von Angebot und Zustand der Grünanlagen,
so sind die Bewohner aus den folgenden Ortsteilen insgesamt besonders
zufrieden mit den Grünanlagen in ihrem Wohnviertel: Zentrum-Nordwest,
Meusdorf und Lößnig. Besonders unzufrieden sind hingegen Bewohner im
Zentrum, Altlindenau und Lindenau.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

67

Abb. 5-13: Zufriedenheit mit Angebot und Zustand der Grünanlagen im eigenen Wohnviertel
(Anteile „sehr zufrieden“ und „zufrieden“; ohne „weiß nicht“) und Beurteilung von
Veränderungen in den letzten 5 Jahren (in Prozent)
Zufriedenheit mit
Angebot an Grünanlagen

Zustand der Grünanlagen

Beurteilung von Veränderungen in den letzten 5 Jahren
Angebot an Grünanlagen*
Zustand der Grünanlagen*

*Saldo aus Anteilen „verbessert“ minus Anteilen

68

„verschlechtert“; ohne „weiß nicht“

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

e

In Abbildung 5-13 ist im unteren Teil auch dargestellt, wie die Befragten die
Veränderungen im Angebot an Grünanlagen und den Zustand der Grünanlagen in ihrem Wohnviertel einschätzen.
Verbesserungen im Angebot an Grünanlagen werden demnach in 39 von 63
Ortsteilen konstatiert. Am positivsten ist der Eindruck in Paunsdorf, Schönau
und Grünau-Nord, also in Ortsteilen mit überwiegendem Plattenbaubestand.
Lediglich in 4 Ortsteilen werden per Saldo Verschlechterungen im Angebot
gesehen, dies sind: Lindenthal, Großzschocher, Möckern und Miltitz.
Auch bei Veränderungen im Zustand der Grünanlagen überwiegen positive
Wahrnehmungen. In 46 Ortsteilen ist der entsprechende Saldo positiv. Am
positivsten werden Veränderungen im Zentrum-Südost, Kleinzschocher und
Sellerhausen-Stünz beurteilt. In fünf Ortsteilen werden hingegen im Saldo
Verschlechterungen im Zustand der Grünanlagen konstatiert, dies sind:
Knautkleeberg-Knauthain, Großzschocher, Holzhausen, Miltitz und GrünauSiedlung.
Insgesamt überwiegen sowohl bei der Beurteilung des Angebots und des
Zustandes von Grünanlagen, als auch bei der Beurteilung von Veränderungen im Zeitverlauf also positive Einschätzungen. Betrachtet man den in
Kapitel 3 dargestellten hohen Stellenwert, den Grünanlagen für die Leipzigerinnen und Leipziger haben, so trägt deren guter Zustand sicherlich nicht unwesentlich zu der hohen Lebensqualität in der Stadt bei.
5.4.

Der Leipziger Auwald

Der Auwald bietet eine Vielzahl von Funktionen für die Stadt Leipzig und
deren Bewohner. In der Kommunalen Bürgerumfrage sollten die Leipzigerinnen und Leipziger angeben, welche aus ihrer Sicht die wichtigsten
Funktionen des Auwaldes sind.
In Tabelle 5-5 sind die Ergebnisse dargestellt. Die wichtigste Funktion des
Auwaldes ist demnach die eines Erholungsgebietes. 69 Prozent der Befragten
geben dies an. Je älter die Befragten sind, desto wichtiger ist ihnen diese
Erholungsfunktion. Bei seiner Funktion als Lebensraum für Tiere ist es
erstaunlicherweise umgekehrt: jüngere Befragte geben dies häufiger an als
ältere Befragte.
Tab. 5-5: Funktionen des Auwaldes aus Sicht der Befragten (Mehrfachantworten)
Erholungsgebiet
für die
Leipziger
Anzahl
Befragte
Gesamt:
1394
69
davon:
655
männlich
69
715
weiblich
70
davon:
335
18 bis 34 Jahre
66
282
35 bis 49 Jahre
66
361
50 bis 64 Jahre
70
386
65 bis 85 Jahre
78
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
720
68
Arbeitslose
53
75
Rentner/Pensionäre 397
78
Studenten/Schüler 59
59

Verringerung
von Treibhausgasen

Ort für
Umweltbildung

dient der
Verbesserung der
Wasserqualität

40

12

10

7

54
47

37
43

11
12

10
10

7
6

57
66
54
58

45
57
54
48

39
39
45
39

12
8
13
14

11
10
8
9

6
4
9
8

61
53
55
61

52
39
51
50

40
36
40
40

9
21
13
19

9
14
9
11

5
14
7
9

Lebensraum für
Tiere

Verbesserung
des Stadtklimas

Raum zur
Hochwasserregulierung

60

59

50

59
61

60
57

67
57
59
56
64
58
54
51

Schutzgebiet für
Pflanzen

Prozent

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

69

Zur Verbesserung des Stadtklimas dient der Auwald immerhin noch für
59 Prozent aller Befragten. Seine Funktion als natürliches Überflutungsgebiet
wird etwas häufiger von Männern als von Frauen, insgesamt von jedem
zweiten Befragten genannt. Als Schutzgebiet für Pflanzen sehen den Auwald
wiederum etwas häufiger Frauen.
Seine Funktion als Verringerer von Treibhausgasen, als Ort der Umweltbildung und als Verbesserer der Wasserqualität wird hingegen deutlich
seltener genannt.
Vor allem die Stadt und
die Forstbetriebe sollten
sich nach Meinung der
Leipziger für den Erhalt
des Auwaldes einsetzen

Mit seinen wichtigen Funktionen steht der Auwald unter einer besonderen
Schutzbedürftigkeit. Für den Erhalt und die Pflege der Auenlandschaft ist aus
Sicht der Mehrheit der Befragten (77 Prozent) vorrangig die Stadt Leipzig
zuständig. Weitere wichtige Akteure sind dann Land- und Forstwirtschaft
sowie Umwelt- und Naturschutzverbände.
Bei den Bürgerinnnen und Bürgern selbst sehen nur 19 Prozent der Befragten
eine vorrangige Verantwortung, wenn es um den Erhalt und die Pflege der
Auenlandschaft geht. 52 Prozent der Befragten geben allerdings an, dass sich
die Bürgerinnen und Bürger hier zumindest nachrangig engagieren sollten
(vgl. Tabelle 5-6).

Tab. 5-6: Wer sollte sich für Erhalt und Pflege der Auenlandschaft engagieren?
ja,
vorrangig

ja,
nachrangig

Anzahl

Befragte

nein

weiß nicht

Prozent

1177
1166
1137
1049

77
68
62
44

17
23
30
38

2
4
3
10

4
5
5
8

der Staat (Bundesrepublik)

958

22

32

31

15

Unternehmen und Industrie
Bürgerinnen und Bürger

992
988

21
19

38
52

26
18

16
11

die Kommune (Stadt Leipzig)
Land- und Forstwirtschaft
Umwelt- und Naturschutzverbände
das Land (Sachsen)

5.5.

Abfallentsorgung

Bereits seit mehreren Jahren wird die Kenntnis verschiedener Angebote der
Stadtreinigung in der Kommunalen Bürgerumfrage abgefragt.
In Abbildung 5-4 sind die entsprechenden Werte für 2013 dargestellt. Die
höchste Bekanntheit haben demnach die verschiedenen Entsorgungsarten.
Im Vergleich zum Vorjahr ist bei der Sperrmüll- und Elektrogeräteentsorgung
sowie bei der Schadstoffsammlung der Anteil der Leipzigerinnen und
Leipziger, die das entsprechende Angebot kennen und auch bereits genutzt
haben, jeweils leicht gestiegen.
Abb. 5-14: Kenntnis verschiedener Angebote der Stadtreinigung Leipzig (in Prozent)

Den größten Anstieg konnte die Nutzung der Schadstoffsammlung verbuchen. Gaben im Jahr 2012 noch 37 Prozent der Befragten an, dieses Angebot
bereits genutzt zu haben, so sind es im Jahr 2013 nunmehr 41 Prozent.
Schadstoffe können in Leipzig auf verschiedene Art und Weise entsorgt
werden. Die Stadtreinigung Leipzig betreibt hierzu das Schadstoffmobil und
70

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

eine stationäre Sammelstelle. Diese Möglichkeiten wurden von ungefähr
jedem dritten Befragten (34 Prozent) bereits mehrmals genutzt. Weitere
18 Prozent haben die Möglichkeiten der Schadstoffsammlung zumindest
schon einmal genutzt. 48 Prozent der Befragten geben an, diese Möglichkeiten bisher noch nicht genutzt zu haben. Im Vergleich zu 2011, als noch
52 Prozent Nichtnutzer waren, ist dieser Anteil etwas gesunken.
Die Nutzung der Schadstoffentsorgung ist auch abhängig vom Wohnort. Wie
aus Abbildung 5-15 hervorgeht, ist der Anteil an Nutzern in den Ortsteilen am
Stadtrand höher, in Zentrumsnähe hingegen deutlich geringer. So liegt der
Nutzeranteil mit 79 Prozent in Knautkleeberg-Knauthain am höchsten, während er in Lindenau mit 28 Prozent am geringsten ist.
Abb. 5-15: Nutzung der Schadstoffentsorgung in den Ortsteilen
(Anteil von Befragten, die mindestens einmal Schadstoffe am
Schadstoffmobil oder in den stationären Sammelstellen abgegeben haben) (in Prozent)

Das Schadstoffmobil und
die stationäre Sammelstelle
werden von Bewohnern
des Stadtrandes häufiger
genutzt

Die Nutzung der Biotonne hat im Vergleich zum Vorjahr etwas zugenommen.
54 Prozent (Vorjahr 51 Prozent) der Befragten geben an, die Biotonne immer
zu nutzen, weitere 20 Prozent (Vorjahr 21 Prozent) immerhin noch manchmal.
Die Nutzung der Biotonne ist sehr stark von der jeweiligen Wohnform und
damit auch vom Ortsteil abhängig. Anschaulich wird dies in Abbildung 5-16.
So ist der Nutzeranteil in den Eigenheimgebieten am Stadtrand deutlich
niedriger als in den zentrumsnahen Ortsteilen mit überwiegendem Mietwohnungsbestand. Eine Ausnahme bildet hier der Ortsteil Zentrum, in dem
die Biotonne selten genutzt wird.
Der Anteil der Befragten, die ihre Bio-Abfälle selbst kompostieren, ist
folgerichtig besonders hoch in den Ortsteilen am Stadtrand, in denen auch
deutlich häufiger Eigenheime stehen (vgl. Abbildung 5-16). Spitzenreiter ist
Hartmannsdorf-Knautnaundorf, dort kompostieren 80 Prozent der Befragten
selbst.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Die Biotonne wird im
Vergleich zum Vorjahr
häufiger verwendet

71

Abb. 5-16: Nutzer der Biotonne (Anteile „ja, immer“ und „ja, manchmal“) und Anteile Selbst
kompostierer in den Ortsteilen (in Prozent)
Anteile
Nutzer Biotonne

Selbstkompostierer

Neben der Nutzung der Biotonne wurden die Leipziger erneut gefragt, wie
häufig sie Blaue und Gelbe Tonne, sowie Glassammelcontainer nutzen.
Abb. 5-17: Nutzung von Wertstoffbehältern im Vergleich zu 1999 (in Prozent)
Anteile „ja, immer“ im Jahr 1999
92
88
89

In Abbildung 5-17 sind die entsprechenden Ergebnisse, sowie ein Vergleich
zu den Angaben aus der Kommunalen Bürgerumfrage 1999 dargestellt. 1999
wurde diese Frage erstmalig gestellt.
Die höchste Akzeptanz hat demnach die Blaue Tonne zum Sammeln von
Papier und Pappe: 98 Prozent der Befragten geben an, sie immer zu nutzen.
Auch die Gelbe Tonne wird von fast allen Befragen (95 Prozent) immer
genutzt. Lediglich Glas wird etwas seltener in den entsprechenden Wertstoffbehälter geworfen: 86 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger geben an,
immer einen Glassammelcontainer zu nutzen.
Im Vergleich zu den Ergebnissen von 1999 zeigt sich, dass die Nutzung von
Blauer und Gelber Tonne zugenommen hat. Beide Wertstoffbehälter sind
üblicherweise im oder am Haus vorhanden. Die Nutzung von Glassammelcontainern ist im Vergleich zu 1999 allerdings leicht rückläufig.
72

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

6.

Verkehr

6.1.

Ausstattung der Haushalte mit Verkehrsmittel

Die Ausstattung Leipziger Haushalte mit Verkehrsmitteln ist von Jahr zu Jahr
nur sehr geringfügigen Änderungen unterworfen.
Der Ausstattungsgrad mit Pkw und Motorrad/Moped ist Tabelle 6-1 zu
entnehmen. Demnach ist in 63 Prozent der Leipziger Haushalte ein PrivatPkw vorhanden. Rein statistisch verfügt ein Leipziger Haushalt demnach über
0,7 Privat-Pkw, ein Wert, der auch im Jahr 2012 ermittelt wurde.
Die Ausstattung unterscheidet sich allerdings nach Haushaltstyp und dem
Haushaltseinkommen zum Teil deutlich. So haben Paare (mit oder ohne Kind)
im Mittel sogar mehr als einen Privat-Pkw im Haushalt, während nur jeder
dritte Haushalt von alleinstehenden Rentnern einen Privat-Pkw besitzt.

Der Ausstattungsgrad der
Haushalte mit Privat-Pkw
ist im Vergleich zu 2012
unverändert

Die Ausstattung mit Firmen-Pkw und Motorrad/Moped ist im Vergleich zum
Vorjahr unverändert: in 8 Prozent aller Haushalte steht demnach ein FirmenPkw, in 6 Prozent ein Motorrad/Moped zur Verfügung.
Wie sieht die Entwicklung nun im langjährigen Vergleich aus? In Tabelle 6-1
sind auch die Werte aus der Kommunalen Bürgerumfrage 2003 dargestellt.
Demnach hat die Zahl der Haushalte, in denen ein Privat-Pkw zur Verfügung
steht, in den letzten 10 Jahren von 73 Prozent auf 63 Prozent abgenommen.
Entsprechend ist auch die durchschnittliche Zahl der Privat-Pkws pro
Haushalt von 0,9 auf 0,7 zurückgegangen.
Tab. 6-1: Ausstattungsgrad der Haushalte mit Pkw und Motorrad/Moped
Privat-Pkw
nicht
vorhanden

1 Pkw

2 und
mehr Pkw

Prozent
Gesamt 2013:
darunter:
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner
Rentnerpaare

Firmen-Pkw
Anzahl
nicht vorPrivat-Pkw handen
Mittelwert

Motorrad/Moped

nicht vorvorhanden
handen
Prozent

vorhanden

37

53

10

0,7

92

8

94

6

48
43
17
18
66
13

50
54
58
58
33
80

2
3
25
24
0
7

0,5
0,6
1,1
1,1
0,3
0,9

94
91
83
85
100
98

6
9
17
15
0
2

94
98
88
91
99
99

6
2
12
9
1
1

26
66
62
56
52
62

1
5
25
31
9
11

0,3
0,8
1,1
1,2
0,7
0,9

99
95
88
73
92
92

1
5
12
27
8
8

97
94
90
90
94

3
6
10
10
6

davon mit Haushaltseinkommen:
unter 1100 €
1100 bis unter 2300 €
2300 bis unter 3200 €
3200 € und mehr
Gesamt 2012:
Gesamt 2003:

72
29
13
13
38
27

Innerhalb des Stadtgebietes variiert der Anteil der Haushalte, die mindestens
einen Privat-Pkw besitzen, stark. Wie aus Abbildung 6-1 hervorgeht, ist der
Anteil der Haushalte mit Pkw in den zentrumsnahen Ortsteilen vergleichsweise gering und nimmt zum Stadtrand tendenziell immer weiter zu. So
variiert der Anteil der Haushalte mit mindestens einem Privat-Pkw von 40 Prozent (Neustadt-Neuschönefeld) bzw. 43 Prozent (Zentrum) bis 89 Prozent
(Knautkleeberg-Knauthain) bzw. 88 Prozent (Lützschena-Stahmeln).
Im Stadtzentrum fallen Zentrum-West (71 Prozent) und Schleußig (74 Prozent) auf, beides Ortsteile die trotz ihrer zentralen Lage einen relativ hohen
Anteil an Haushalten mit mindestens einem Privat-Pkw aufweisen.
Auch die oben bereits beschriebene Tendenz eines rückläufigen Ausstattungsgrades mit Privat-Pkw im Vergleich zu 2003 lässt sich kleinräumig in
Abbildung 6-1 belegen. Von den 63 Leipziger Ortsteilen sank zwischen 2003
und 2013 in 57 Ortsteilen der Anteil der Haushalte, die mindestens einen
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

73

Privat-Pkw zur Verfügung haben (am stärksten in Neustadt-Neuschönefeld)
von 68 auf 40 Prozent). In einem Ortsteil blieb dieser Anteil konstant und in
fünf Ortsteilen stieg der Anteil (am stärksten in Schleußig von 68 auf 74 Prozent).
Der sinkende Anteil von Haushalten mit einem Privat-Pkw sollte jedoch nicht
darüber hinwegtäuschen, dass die absolute Zahl der zugelassenen PrivatPkw in Leipzig kontinuierlich ansteigt. Ein sinkender Ausstattungsgrad ist
demnach sowohl auf sinkende Haushaltsgrößen, als auch auf Bevölkerungszuwächse insbesondere in jüngeren Altersgruppen (die seltener einen Pkw
besitzen) zurückzuführen.
Abb. 6-1: Anteile der Haushalte mit mindestens einem Privat-Pkw 2003 und 2013 (in Prozent)
2003

6.2
Mit der Parkplatzsituation
in der Innenstadt sind die
Befragten unzufrieden

2013

Beurteilung der Parkplatzsituation

Die Parkplatzsituation in der Innenstadt wird von den Befragten kritisch
eingeschätzt. 29 Prozent beurteilen sie „schlecht“, weitere 17 Prozent „sehr
schlecht“. Das Geschlecht, das Lebensalter und auch der Umstand, ob im
eigenen Haushalt ein Pkw zur Verfügung steht, beeinflussen dieses Urteil
kaum (vgl. Abbildung 6-2). Nur etwa jeder fünfte Befragte schätzt die
Parkplatzsituation demnach als „gut“ oder „sehr gut“ ein.
Die Zufriedenheit mit der Parkplatzsituation im eigenen Wohnumfeld ist
demgegenüber – wenig überraschend – sehr stark von der Lage im Stadtgebiet abhängig. In Abbildung 6-3 sind die Anteile der Befragten in den
Ortsteilen dargestellt, die die Parkplatzsituation im eigenen Wohnumfeld mit
„sehr gut“ und „gut“ einschätzen.
Besonders zufrieden sind dabei die Bewohner des Stadtrandes. So vergeben
84 Prozent der Befragten in Hartmannsdorf-Knautnaundorf ein „sehr gut“ oder
„gut“, Burghausen-Rückmarsdorf (83 Prozent) und Meusdorf (82 Prozent)
folgen auf den Plätzen. Ganz anders fällt das Urteil im Stadtzentrum aus: im
Zentrum-Nordwest (8 Prozent), Schönefeld-Abtnaundorf (9 Prozent), Zentrum
(10 Prozent) und Schleußig (11 Prozent) ist der Anteil an Leipzigerinnen und
Leipzigern, die die Parkplatzsituation in ihrem Wohnumfeld „sehr gut“ oder
„gut“ einschätzen, besonders niedrig.

74

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 6-2: Beurteilung der Parkplatzsituation in der Innenstadt (ohne Anteil „nicht einschätzbar“)
(in Prozent)
Gesamt 2

17

35

29

17

männlich 2

17

36

28

17

weiblich 2

16

18 bis 34 Jahre 1

16

35 bis 49 Jahre 2

16

65 bis 85 Jahre 1

16

kein Privat-PKW im Haushalt

3

30
37

30

35
36

13

32
gut

teils/teils

17
19

25

37

18

sehr gut

30

33

19

50 bis 64 Jahre 2

mind. ein Privat-PKW im Haushalt 1

34

16
15

33

16

27

17

35
schlecht

16
sehr schlecht

Sofern die Befragten die Parkplatzsituation in der Innenstadt bzw. im eigenen
Wohnumfeld mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“ beurteilten, waren sie
gebeten, Gründe für diese Einschätzung anzugeben.
Dabei zeigt sich, dass sich die Gründe für negative Urteile in der Innenstadt
bzw. im eigenen Wohnumfeld deutlich unterscheiden. Während im eigenen
Wohnumfeld in erster Linie die mangelnde Zahl an Parkplätzen insgesamt
negativ beurteilt wird, sind in der Innenstadt auch die Kosten für das negative
Urteil verantwortlich (vgl. Abbildung 6-4).
Abb. 6-3: Beurteilung der Parkplatzsituation im eigenen Wohnumfeld
(Anteil „sehr gut“ und „gut“; ohne Anteil „nicht einschätzbar“)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

75

In der Innenstadt missfällt zudem die mangelnde Zahl an kostenfreien
Parkplätzen insgesamt. 62 Prozent der Befragten, die die Parkplatzsituation in
der Innenstadt kritisieren, geben zudem an, dass die Parkgebühren zu hoch
sind.
Abb. 6-4: Gründe für die negative Beurteilung der Parkplatzsituation (nur Befragte, die die
Parkplatzsituation im eigenen Wohnumfeld bzw. in der Innenstadt „schlecht“ oder
„sehr schlecht“ beurteilen) (in Prozent)

89

zu wenig Parkplätze insgesamt

45
15

zu wenig kostenfreie Parkplätze
Parkplätze sind zu weit entfernt
Parkgebühren sind zu hoch
bekomme keinen
Anwohnerparkausweis
sonstiger Grund

74
7
12

im Wohnumfeld

6

in der Innenstadt
62

6

8
2
Mehrfachnennungen

6.3.

Das Auto dominiert nach
wie vor beim Weg zur
Arbeit und zu Einkäufen

Verkehrsmittelwahl – Modal Split

Welche Verkehrsmittel die Leipzigerinnen und Leipziger in Abhängigkeit vom
zurückgelegten Weg nutzen, wird in der Kommunalen Bürgerumfrage
standardmäßig abgefragt. Die Ergebnisse sind in Abbildung 6-5 dargestellt.
Demnach wird der motorisierte Individualverkehr (Pkw/Krad) nach wie vor bei
Wegen zur Arbeit und zu Einkäufen von der Mehrheit der Befragten genutzt.
Straßenbahn und Bus werden vor allem bei Wegen in die Leipziger Innenstadt, aber auch zur Ausbildung und zur Arbeit verwendet.
Das Fahrrad wird von 36 Prozent der Befragten in der Freizeit, bei 28 Prozent
für den Weg zur Ausbildung und 18 Prozent für den Arbeitsweg genutzt.
Einkäufe werden hingegen (wenn sie nicht mit dem Auto erledigt werden) von
23 Prozent der Befragten zu Fuß erledigt.
Ein Vergleich der Ergebnisse mit den Befragungen der Vorjahre zeigt, dass
sich im Mobilitätsverhalten der Leipzigerinnen und Leipziger kaum Veränderungen feststellen lassen.

Abb. 6-5: Verkehrsmittelnutzung nach Art des Weges (in Prozent)
7
18

7
23
28
10
10

22
33

zu Fuß

15

Fahrrad
Eisenbahn

14

27

76

36

17

43

56

51

zur Arbeit

13

zur Ausbildung zu Einkäufen

36

24

S-Bahn
Straßenbahn,
Bus
Pkw/Krad

in der Freizeit, in die Leipziger
zur Erholung
Innenstadt

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Die Erwerbstätigen wurden zudem gefragt, wo sich ihre Arbeits-/Ausbildungsstelle befindet. Wie aus Abbildung 6-6 hervorgeht, arbeiten knapp
drei von vier Erwerbstätigen in Leipzig, 16 Prozent außerhalb Leipzigs und
weitere 11 Prozent der erwerbstätigen Leipzigerinnen und Leipziger haben
eine Arbeits- bzw. Ausbildungsstätte an verschiedenen Orten.
Erwartungsgemäß unterscheidet sich die Verkehrsmittelwahl auf dem Weg
zur Arbeit je nach Lage des Arbeitsortes. Liegt der Arbeitsplatz in Leipzig,
nutzen 44 Prozent der Befragten ein Pkw/Krad. Liegt der Arbeitsplatz hingegen außerhalb Leipzigs, nutzen 81 Prozent der Befragten für den Arbeitsweg ein Auto/Krad. Umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Straßenbahn, Bus
oder Fahrrad werden hingegen deutlich häufiger von denjenigen Befragten
genutzt, die in Leipzig arbeiten.
Abb. 6-6:

Ort der Arbeits-/Ausbildungsstelle und Verkehrsmittelnutzung
für Wege zur Arbeit nach Arbeits-/Ausbildungsstelle
(nur Erwerbstätige, in Prozent)

73

16

11

innerhalb Leipzigs
außerhalb Leipzigs
ich arbeite/lerne an verschiedenen Orten

51
Gesamt

22
2
25
44

innerhalb Leipzigs

25
0
31
81

außerhalb Leipzigs

7
10
3

Pkw/Krad
66

ich arbeite/lerne an
verschiedenen Orten

6.4.

13
3
18

Straßenbahn, Bus
S-Bahn/Eisenbahn
Fahrrad/ zu Fuß

Nutzung von Leihsystemen für verschiedene Verkehrsmittel

Die weit überwiegende Zahl der Leipzigerinnen und Leipziger nutzt bei Verkehrsmitteln keine Leihsysteme. Wie Tabelle 6-2 zu entnehmen ist, beträgt
der Anteil der Nutzer von Autovermietungen 8 Prozent, bei Car-Sharing
3 Prozent und bei Leihfahrrädern sogar nur 1 Prozent.
Relevante Nutzerzahlen erzielen Autovermietungen und Car-Sharing-Anbieter
nur bei jüngeren Befragten. Car-Sharing scheint zudem eher ein Angebot für
besser verdienende, umweltbewusste Befragte zu sein.
Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich kaum Änderungen. Die Nutzergruppe
von Leihsystemen im Verkehrsbereich ist nach wie vor vergleichsweise
überschaubar.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

8 Prozent der Befragten
nutzen Autovermietungen,
3 Prozent Car-Sharing

77

Tab. 6.2: Nutzung von Leihsystemen
Autovermietung
mehrmals
pro Monat
seltener
nie
und
häufiger
Befragte
Anzahl
Gesamt 2013:
1327
1
davon:
617
männlich
0
690
weiblich
1
davon:
329
18 bis 34 Jahre
1
274
35 bis 49 Jahre
0
346
50 bis 64 Jahre
1
354
65 bis 85 Jahre
0
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
305
unter 800 €
2
455
800 bis unter 1400 €
1
268
1400 bis unter 2000 €
0
204
2000 € und mehr
0
Gesamt 2012:
1412
0

6.5.

Car-Sharing
mehrmals
pro Monat
seltener
und
häufiger
Prozent

nie

Leihfahrräder
mehrmals
pro Monat
seltener
und
häufiger

nie

8

92

1

2

97

0

1

99

10
6

90
93

1
1

4
1

95
98

0
0

1
1

99
99

11
9
4
3

87
91
95
97

1
2
0
0

5
2
1
0

94
96
99
100

0
0
0
0

1
2
1
0

99
98
99
100

10
6
5
13

88
93
95
87

1
0
1
1

2
2
4
4

97
98
95
95

0
0
0
0

0
0
4
1

100
100
96
99

10

90

1

3

96

1

2

97

Verkehrsmittel Fahrrad

6.5.1. Ausstattung der Haushalte und Nutzung des Fahrrads
71 Prozent der Haushalte
verfügen über mindestens
ein Fahrrad

Das Fahrrad ist nach wie vor ein sehr beliebtes Verkehrsmittel der
Leipzigerinnen und Leipziger. So ist in 71 Prozent der Haushalte in der Stadt
ein Fahrrad vorhanden (vgl. Tab. 6-3). Sowohl das Haushaltseinkommen, als
auch der Umstand, ob Kinder im Haushalt wohnen, hat einen Einfluss auf die
Zahl der Fahrräder im Haushalt. So haben Paarhaushalte mit Kind(ern) rein
statistisch 2,7 Fahrräder, wohingegen in nicht einmal jedem zweiten Haushalt
von alleinstehenden Rentnern ein Fahrrad vorhanden ist.

Tab. 6.3: Zahl der Fahrräder im Haushalt
Fahrräder mit
Elektrounterstützung
(E-Bike, Pedelec)

Herkömmliche Fahrräder
nicht vorhanden
Haushalte

1

2

Anzahl

3

4

5 und
mehr

Prozent

Anzahl
herkömml.
Fahrräder
Mittelwert

nicht vorhanden

1 und
mehr

Prozent

Gesamt 2013:
3943
29
darunter:
Singles
594
26
Alleinerziehende
94
20
Paare mit Kind(ern)
586
11
Paare ohne Kind(er)
931
17
alleinstehende Rentner 276
65
Rentnerpaare
880
37
davon mit Haushaltseinkommen:
unter 1100 €
539
38
1100 bis unter 2300 € 1664
30
2300 bis unter 3200 € 735
19
3200 € und mehr
754
11

33

23

8

4

3

1,3

99

1

57
21
8
20
29
17

12
39
28
49
4
37

2
13
24
9
0
5

1
6
18
4
0
2

1
1
11
1
0
0

1,0
1,7
2,7
1,7
0,4
1,2

99
98
99
99
99
98

1
2
1
1
1
2

48
37
16
11

10
24
39
35

3
5
16
17

0
3
7
16

1
1
4
12

0,8
1,2
1,9
2,5

99
99
99
98

1
1
1
2

Gesamt 2012:

34

25

9

5

2

1,4

99

1

78

1426

26

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Auch kleinräumig lassen sich Unterschiede in der Ausstattung der Haushalte
mit Fahrrädern gut darstellen. In Abbildung 6-7 sind die Anteile der Haushalte
mit mindestens einem Fahrrad im Haushalt abgebildet. Der Ortsteil mit der
geringsten Haushaltsausstattung an Fahrrädern ist demnach Schönau: hier
haben lediglich 55 Prozent der Haushalte ein Fahrrad. Auch in Mölkau
(56 Prozent) und Zentrum-Ost (57 Prozent) ist die Ausstattung gering.
Ortsteile mit hohen Anteilen sind Knautkleeberg-Knauthain (94 Prozent),
Kleinzschocher (88 Prozent), Plagwitz (86 Prozent) und Schleußig (86 Prozent).

In vielen Ortsteilen des
Stadtbezirks Südwest ist
der Ausstattungsgrad mit
Fahrrädern sehr hoch

Abb. 6-7: Anteil der Haushalte mit mindestens einem Fahrrad im Haushalt

In der Stadt Leipzig fahren rund 16 Prozent der Befragten (fast) täglich mit
16 Prozent der Befragten
dem Fahrrad, weitere 14 Prozent mehrmals in der Woche. Immerhin 24 Pronutzen das Fahrrad (fast)
zent der Leipzigerinnen und Leipziger nutzen hingegen nie ein Fahrrad (vgl. täglich
Abbildung 6-8). Erwartungsgemäß hängt die Nutzungshäufigkeit des Fahrrads
sehr stark vom Alter ab: während nur 15 Prozent der Befragten zwischen 18
und 34 Jahren nie mit dem Rad fahren, sind dies bei den Befragten zwischen
65 und 85 Jahren knapp die Hälfte (49 Prozent). Auch Männer nutzen
tendenziell häufiger das Fahrrad als Frauen. Bei Studenten/Schülern ist die
Nutzungshäufigkeit allerdings mit Abstand am größten: 46 Prozent der
Befragten aus dieser Gruppe nutzen das Rad (fast) täglich.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

79

Abb. 6.8: Häufigkeit der Fahrradnutzung (in Prozent)
Gesamt

16

männlich

17

weiblich

15

18 bis 34 Jahre

14
12

10

13

65 bis 85 Jahre

8

14
14

arbeitslos

14

18

Schüler, Student
(fast) täglich

15

34

13

33

26

19

49

22

34

15
9

15

29

24
9

16

29

17

18

erwerbstätig

19

30

13

50 bis 64 Jahre

24
29

15
16

17

8

29
19

16

23

35 bis 49 Jahre

Rentner

17

46
mehrmals/Woche

15

24

29

21

47
18

6

mehrmals/Monat

18
seltener

12
nie

6.5.2 Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr und
Bewertung der Förderung des Radverkehrs in den Ortsteilen
Die Leipzigerinnen und Leipziger sollten wie bereits im Jahr 2011 angeben,
wie zufrieden sie mit der Qualität und dem Angebot an Radverkehrsanlagen
sowie den Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in ihrem Ortsteil sind. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6-4 dargestellt. Für die drei abgefragten Kriterien gibt
es teilweise erhebliche Unterschiede in der Zufriedenheit in den Ortsteilen.

In Schleußig ist die Zufriedenheit mit der Qualität der
Radverkehrsanlagen besonders niedrig

Die Qualität der Radverkehrsanlagen im eigenen Ortsteil wird demnach in
Probstheida, Heiterblick und Meusdorf am besten bewertet. Jeweils mehr als
70 Prozent geben an, „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ zu sein.
Mit Abstand am schlechtesten urteilen hingegen die Befragten aus Schleußig:
nur 18 Prozent der Befragten sind hier „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ mit
der Qualität der Radverkehrsanlagen im eigenen Ortsteil.
Das Angebot an Radverkehrsanlagen wird am besten in Grünau-Ost und
Probstheida beurteilt: hier geben jeweils 71 Prozent der Befragten an, „sehr
zufrieden“ bzw. „zufrieden“ damit zu sein. Am niedrigsten ist die Zufriedenheit
mit dem Angebot in Holzhausen (14 Prozent „sehr zufrieden“ bzw.
„zufrieden“), Baalsdorf (19 Prozent) und wiederum Schleußig (19 Prozent).
Mit den Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind die Bewohner von GrünauOst am zufriedensten: 71 Prozent geben an, in ihrem Ortsteil damit „sehr
zufrieden“ bzw. „zufrieden“ zu sein. Unzufrieden sind hingegen die Befragten
in Mockau-Süd (19 Prozent „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“) und Wahren
(22 Prozent).
Wie schon im Jahr 2011 wurden die drei abgefragten Einzelkriterien für Analysezwecke zusammengefasst (die Angaben zu den Einzelkriterien wurden
dafür auf Befragtenebene addiert, durch drei geteilt und anschließend auf
ganze Zahlen gerundet). Dabei wurden nur diejenigen Befragten berücksichtigt, die zu allen drei Kriterien eine Aussage machen konnten.
Die Ergebnisse sind in Abbildung 6-9 wiedergegeben. Ortsteile, in denen die
Einwohner mit den Bedingungen besonders zufrieden sind, sind in der Karte
grün gekennzeichnet, Ortsteile mit geringer Zufriedenheit rot. Zudem sind die
Veränderungen im Vergleich zu 2011 markiert. Stieg die Zufriedenheit an, ist
der entsprechende Ortsteil mit einem Pfeil nach oben markiert. Bei ähnlichen
Werten wie 2011 zeigt der Pfeil seitwärts. Sank die Zufriedenheit, so ist der
entsprechende Ortsteil mit einem Pfeil nach unten gekennzeichnet.

80

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tab. 6-4: Beurteilung der Qualität und des Angebots an Radverkehrsanlagen und Abstellmöglichkeiten für
Fahrräder im eigenen Ortsteil (nur Befragte, die jeweils eine Einschätzung abgeben können)
1
sehr zufrieden

OTNr.
00
01
02
03
04
05
06
10
11
12
13
14
15
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
40
41
42
43
44
50
51
52
53
54
55
60
61
62
63
64
65
66
70
71
72
73
74
75
80
81
82
83
90
91
92
93
94
95

Ortsteil-Name

2
3
4
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
Qualität der Radverkehrsan- Angebot an Radverkehrsanlagen
lagen
Anzahl
Anzahl
Anteil
D
Anteil
D
1+2 in %
1-5
1+2 in %
1-5

Zentrum
Zentrum-Ost
Zentrum-Südost
Zentrum-Süd
Zentrum-West
Zentrum-Nordwest
Zentrum-Nord
Schönefeld-Abtnaundorf
Schönefeld-Ost
Mockau-Süd
Mockau-Nord
Thekla
Plaußig-Portitz
Neustadt-Neuschönefeld
Volkmarsdorf
Anger-Crottendorf
Sellerhausen-Stünz
Paunsdorf
Heiterblick
Mölkau
Engelsdorf
Baalsdorf
Althen-Kleinpösna
Reudnitz-Thonberg
Stötteritz
Probstheida
Meusdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Südvorstadt
Connewitz
Marienbrunn
Lößnig
Dölitz-Dösen
Schleußig
Plagwitz
Kleinzschocher
Großzschocher
Knautkleeberg-Knauthain
Hartmannsdorf-Knautnaundorf
Schönau
Grünau-Ost
Grünau-Mitte
Grünau-Siedlung
Lausen-Grünau
Grünau-Nord
Miltitz
Lindenau
Altlindenau
Neulindenau
Leutzsch
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen-Rückmarsdorf
Möckern
Wahren
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Gohlis-Süd
Gohlis-Mitte
Gohlis-Nord
Eutritzsch
Seehausen
Wiederitzsch

53
61
84
90
75
94
84
57
67
58
73
56
85
72
56
49
60
87
81
73
84
80
76
121
105
80
66
69
80
154
143
83
78
55
119
106
75
80
94
73
56
66
72
96
83
72
84
92
104
53
67
87
81
94
76
80
77
120
118
83
86
79
98

54
48
54
31
41
59
53
35
47
24
42
32
28
36
42
27
37
55
71
27
38
32
38
57
41
75
71
49
28
32
40
49
54
26
18
31
34
38
54
53
66
67
57
56
60
61
50
33
39
30
25
38
57
58
44
59
66
45
48
44
55
63
53

2,4
2,7
2,6
3,1
2,7
2,5
2,5
3,0
2,6
3,1
2,9
3,2
3,3
2,7
2,8
3,0
2,8
2,4
2,2
3,3
2,9
3,1
2,9
2,7
2,8
2,2
2,3
2,5
3,2
3,0
2,8
2,7
2,5
3,2
3,4
3,1
3,0
3,0
2,6
2,7
2,3
2,3
2,5
2,6
2,4
2,5
2,6
3,0
3,0
3,0
3,3
2,9
2,5
2,4
2,7
2,4
2,3
2,7
2,7
2,6
2,5
2,3
2,5

48
57
78
87
69
94
80
49
59
55
66
54
76
67
50
48
52
74
74
72
78
78
71
114
93
76
57
61
65
147
136
74
77
53
114
99
68
66
87
68
52
54
66
91
66
59
67
85
92
45
64
85
76
80
73
72
71
115
112
75
76
68
88

52
44
55
34
46
55
60
29
40
30
24
19
22
32
40
26
38
58
65
21
37
19
28
40
29
71
68
38
14
27
39
47
47
32
19
20
33
32
48
48
63
71
52
43
58
50
47
34
29
28
24
26
44
45
44
63
53
39
36
34
47
50
49

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

2,5
2,8
2,6
2,9
2,8
2,6
2,4
3,0
2,9
3,0
3,1
3,3
3,5
2,9
2,8
3,0
2,9
2,4
2,3
3,4
3,0
3,4
3,2
2,9
3,0
2,3
2,4
2,7
3,4
3,1
2,9
2,7
2,6
3,1
3,3
3,3
2,9
3,2
2,8
2,8
2,4
2,3
2,6
2,7
2,4
2,6
2,7
3,0
3,1
3,1
3,2
3,1
2,7
2,7
2,7
2,4
2,5
2,8
2,8
2,8
2,6
2,5
2,6

5
sehr unzufrieden
Abstellmöglichkeiten für
Fahrräder
Anzahl
Anteil
D
1+2 in %
1-5
52
59
75
86
71
92
80
49
63
58
65
54
70
70
50
48
53
76
72
62
77
65
65
114
92
74
60
64
63
145
131
74
76
49
113
101
67
68
84
67
47
59
65
88
72
58
66
84
101
44
61
86
71
74
64
69
65
112
112
78
74
63
87

53
46
50
38
45
48
48
41
47
19
32
42
27
32
42
22
57
34
57
37
37
38
31
35
37
57
53
33
31
35
39
37
44
28
42
32
27
33
42
44
42
71
47
40
39
33
30
38
24
45
39
32
49
30
22
50
45
36
44
35
36
28
45

2,5
2,7
2,7
2,9
2,8
2,7
2,6
3,0
2,7
3,1
3,0
2,9
3,1
3,0
2,9
3,1
2,6
2,8
2,5
2,9
2,9
2,9
3,1
2,9
3,0
2,5
2,6
2,9
3,1
3,0
2,7
2,9
2,6
3,1
2,8
3,0
3,2
2,9
2,8
2,7
2,7
2,3
2,8
2,7
2,7
2,9
2,7
2,9
3,1
2,7
2,9
3,1
2,6
3,0
3,2
2,7
2,7
2,9
2,8
2,9
3,0
3,1
2,8

81

In 53 Ortsteilen ist die
Zufriedenheit mit den
Bedingungen für den
Radverkehr im Vergleich
zu 2011 gestiegen

Abb. 6.9:

Betrachtet man die Abbildung 6-9, so zeigt sich eine insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung: in 53 der 63 Leipziger Ortsteile ist die Zufriedenheit mit den
Radverkehrsbedingungen demnach zwischen 2011 und 2013 angestiegen. In
7 Ortsteilen ist die Zufriedenheit gleich geblieben und lediglich in drei Ortsteilen (Grünau-Mitte, Grünau-Siedlung und Lausen-Grünau) sank die
Gesamtzufriedenheit. Allerdings sind in diesen drei Ortsteilen immer noch
mehr als 50 Prozent der Befragten „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ – mithin
ein Rückgang auf hohem Niveau.
Die mit Abstand positivste Entwicklung attestieren die Befragten aus Möckern
ihrem Ortsteil: Waren 2011 nur 16 Prozent hier „sehr zufrieden“ bzw.
„zufrieden“ mit den Bedingungen für den Radverkehr, stieg dieser Anteil auf
nunmehr 58 Prozent.
Insgesamt ist die Gesamtzufriedenheit mit den Radverkehrsbedingungen
hoch. Wie aus der Abbildung hervorgeht, gibt es nur noch einen Ortseil, in
dem weniger als 20 Prozent „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ sind: Schleußig.
Im Vergleich zu 2011 ist die Einschätzung hier auch gleichbleibend schlecht.

Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr in den Ortsteilen im
Zeitvergleich 2011 und 2013

Verknüpft man nun die Angaben der Befragten zur Zufriedenheit mit den
Radverkehrsbedingungen in ihrem Ortsteil mit der Einschätzung, ob nach
ihrer Meinung in der letzten Zeit in ihrem Ortsteil genügend für den Radverkehr getan wurde, so erhält man Angaben über den kleinräumigen
Handlungsbedarf.
Die Ergebnisse dieser Analyse sind in Abbildung 6-10 dargestellt. Demnach
besteht geringer Handlungsbedarf in den Grünauer Ortsteilen, im Nordwesten
Leipzigs, in Paunsdorf, Heiterblick, Probstheida, Meusdorf, Seehausen und
Zentrum-Ost. Auch im Stadtbezirk Nord sehen die Bewohner vergleichsweise
geringen Handlungsbedarf. Hohen Handlungsbedarf sehen die Befragten
hingegen in einzelnen Ortsteilen des Westens, Nordostens und in
82

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

zentrumsnahen Ortsteilen, wie Neustadt-Neuschönefeld oder SellerhausenStünz und in Althen-Kleinpösna.
Wie bereits bei den Bedingungen für den Radverkehr, so sind auch bei der
Einschätzung des Handlungsbedarfs die Schleußiger besonders kritisch:
mehr als die Hälfte der Befragten geben hier an, dass in ihrem Ortsteil in der
letzten Zeit „wenig“ oder „viel zu wenig“ für den Radverkehr getan wurde.
Abb. 6.10: Handlungsbedarf bei den Bedingungen für Radfahrer aus Sicht
der Ortsteilbewohnerschaft (in Prozent)

Radverkehr und öffentlicher Personennahverkehr können kombiniert genutzt
werden. Von diesen Möglichkeiten machen bisher jedoch nur wenige
Leipzigerinnen und Leipziger Gebrauch. Wie aus Tabelle 6-5 hervorgeht, Jeder 6.Befragte nimmt ab
nutzen nur 16 Prozent der Befragten zumindest ab und zu die Möglichkeit, ein und zu sein Fahrrad im
Fahrrad im ÖPNV mitzunehmen. Auch „Bike and Ride“, also Fahrradabstell- Personennahverkehr mit
möglichkeiten im Haltestellenbereich und Weiterfahrt mit dem ÖPNV, wird nur
von 13 Prozent der Befragten genutzt.
Bei der Betrachtung einzelner Teilgruppen lässt sich allerdings feststellen,
dass die Fahrradmitnahme im ÖPNV vom Alter abhängig ist. Jüngere nutzen
dies erwartungsgemäß etwas häufiger als ältere Befragte.
Studenten/Schüler und Arbeitslose sowie insgesamt Befragte mit geringerem
Einkommen sind häufiger Nutzer dieser Kombinationsmöglichkeit.
Bei der Nutzung von „Bike and Ride“ lassen sich hingegen nur geringe Unterschiede zwischen den einzelnen Teilgruppen feststellen. Noch am ehesten
sind auch hier Arbeitslose und Studenten/Schüler Nutzer dieses Angebotes.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

83

Tab. 6-5: Nutzung Kombination Fahrrad und ÖPNV
Fahrradmitnahme im ÖPNV
mehrmals
pro Monat
und
häufiger

seltener

Befragte
Gesamt 2013:
2
davon:
männlich
3
weiblich
1
davon:
18 bis 34 Jahre
3
35 bis 49 Jahre
2
50 bis 64 Jahre
2
65 bis 85 Jahre
0
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
2
Arbeitslose
5
Rentner/Pensionäre
1
Studenten/Schüler
6
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 €
3
800 bis unter 1400 €
2
1400 bis unter 2000 €
1
2000 € und mehr
3

84

Fahrradabstellmöglichkeit im
Haltestellenbereich und Weiterfahrt mit
dem ÖPNV (Bike and Ride)

mehrmals
pro Monat
nie
und
häufiger
Prozent

seltener

nie

14

84

3

10

87

14
14

83
85

3
3

11
9

86
88

19
13
12
8

78
85
86
92

3
3
4
2

11
11
10
6

86
86
86
92

14
22
8
30

84
73
91
64

3
5
3
2

10
16
7
14

87
79
90
84

18
12
13
13

79
86
86
84

4
3
2
2

12
9
9
9

84
88
89
88

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

7.

Gesundheit und Sport

7.1.

Gewicht, Größe, BMI und Gesundheitszustand der
Leipzigerinnen und Leipziger

Um Präventionsangebote bedarfsgerecht und bürgernah planen zu können,
hat das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig Fragen zu Größe und Gewicht der
Leipzigerinnen und Leipziger in den Fragebogen der Kommunalen Bürgerumfrage eingebracht. In Tabelle 7-1 ist der aus diesen Erhebungsdaten ermittelte
sogenannte Body-Mass-Index ermittelt worden. Er berechnet sich folgendermaßen:
Körpergewicht (in kg)
(Körpergröße (in m))²
Der BMI ist ein Körpermaßindex zur Beurteilung des Körpergewichts. Die
WHO (Stand 2008) klassifiziert das Körpergewicht anhand folgender
Grenzwerte:
Untergewicht:
unter 18,5
Normalgewicht: 18,5 bis unter 25
Übergewicht:
25 bis unter 30
Adipositas:
mehr als 30
Die durchschnittliche Leipziger Frau hat eine Größe von 166 cm, ein Gewicht
von 68 kg und einen Body-Mass-Index (BMI) von 24,8. Der durchschnittliche
Leipziger Mann ist mit 179 cm knapp 13 cm größer und wiegt 83 kg. Sein BMI
beträgt im Mittel 26,0. Der BMI Leipziger Männer liegt damit leicht über dem
der Leipziger Frauen (siehe Tabelle 7-1). Jedoch ist entsprechend der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu berücksichtigen, dass Männer
häufig einen höheren Anteil Muskelmasse haben. Insbesondere für stark
trainierte Männer eignet sich der BMI zur Gewichtsklassifikation daher nicht.
Tabelle 7-1 stellt die Verteilung der Gewichtsklassifikationen (anhand BMI)
sowie den durchschnittlichen BMI für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen
dar. Tendenziell steigt der Anteil übergewichtiger und adipöser Personen mit
zunehmendem Alter. Während bei Studierenden Adipositas statistisch kaum
messbar ist, gilt jeder fünfte Leipziger Rentner als adipös. Auch der Vergleich
von erwerbstätiger und arbeitsloser Bevölkerung zeigt nennenswerte Unterschiede auf. Jeder zehnte Erwerbstätige ist als adipös einzustufen, bei von
Arbeitslosigkeit Betroffenen ist es aber jeder fünfte.

Der Body-Mass-Index zur
Beurteilung des
Körpergewichts

Mit steigendem Alter
nimmt der Anteil adipöser
Personen zu

Tab. 7-1: Klassifikation des Körpergewichts mittels BMI
Untergewicht
Befragte
Anzahl
3901
2
Gesamt 2013:
davon:
1804
männlich
1
2031
weiblich
2
davon:
890
18 bis 34 Jahre
3
808
35 bis 49 Jahre
1
1031
50 bis 64 Jahre
1
1100
65 bis 85 Jahre
1
darunter Stellung im Erwerbsleben:
1973
Erwerbstätige
2
153
Arbeitslose
3
1186
Rentner/Pensionäre
1
157
Studenten/Schüler
4
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
904
unter 800 €
3
1323
800 bis unter 1400 €
1
803
1400 bis unter 2000 €
1
613
2000 € und mehr
1
davon mit höchstem beruflichen Abschluss:
885
Hochschule/Universität
2
371
Fachhochschule
2
Meister/Techniker/Fachschule 774
1
Berufsausb./Teilfacharbeiter 1461
1
(noch) ohne Berufsausbildung 175
4

Normalgewicht
Übergewicht
Prozent
52
33

Adipositas
13

Mittelwert
BMI
25,4

47
58

38
29

14
11

26,0
24,8

72
55
39
33

20
33
41
47

6
11
19
20

23,6
25,2
26,8
27,1

58
49
33
79

31
29
45
15

10
19
21
1

24,9
25,9
27,2
22,7

54
50
53
56

30
34
34
35

13
15
12
9

25,2
25,7
25,3
25,0

61
58
45
47
68

30
31
40
36
20

7
10
14
16
8

24,4
24,8
26,1
26,0
23,7

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

85

Arbeitslose und
Frührentner sind
überdurchschnittlich
häufig adipös

Da Arbeitslosigkeit im älteren Erwerbsalter häufiger auftritt, ist eine Berücksichtigung des Lebensalters der Befragten für den direkten Vergleich erforderlich (siehe Tabelle 7-2). Von Arbeitslosigkeit Betroffene weisen in allen betrachteten Altersgruppen einen höheren Anteil von Adipositas auf. Selbst unter
den jungen Erwachsenen (18 bis 34 Jahre) ist bei Erwerbslosen Adipositas
um 5 Prozentpunkte mehr vertreten als bei Erwerbstätigen. Bei Personen im
mittleren Erwachsenenalter (35 bis 49 Jahre) steigt der Anteil adipöser Erwerbsloser auf 24 Prozent. Das entspricht jedem Vierten Arbeitslosen. Unter
den Erwerbstätigen ist dagegen jeder zehnte als adipös zu bezeichnen.
Tab. 7-2: Anteil adipöser Personen nach Erwerbsstatus und Altersgruppen
Altersgruppe
18 bis 34
35 bis 49
50 bis 64
65 bis 85

Erwerbstätige
6
10
17
.

Arbeitslose

Rentner

Anteil Adipositas in Prozent
11
.
24
.
25
26
.
20

Studierende,
Schüler
1
.
.
.

Auch unter Frührentnern (Personen, die mit unter 65 Jahren in Rente gehen)
ist Adipositas vergleichsweise stark vertreten. Unter Frührentnern ist der Anteil
adipöser mit 26 Prozent sogar höher als unter den Personen, die die Regelaltersgrenze überschritten haben.
Abb. 7-1: Anteil adipöser Bewohner und Durchschnittsalter in den Leipziger
Ortsteilen (in Prozent)

86

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Auf Ortsteilebene gibt die Gewichtsklassifikation auf der Grundlage des BodyMass-Index Aufschluss zur kleinräumigen Situation. Da das Alter einen
wesentlichen Einfluss auf die Gewichtsklassifizierung hat, ist in Abbildung 7-1
auch das Durchschnittsalter der Ortsteilbevölkerung angegeben. Ortsteile, die
unabhängig von ihrer Altersstruktur einen vergleichsweise niedrigen Anteil
adipöser Bewohner aufweisen sind: Zentrum-Nordwest und Liebertwolkwitz. In
Grünau-Nord, Grünau-Ost und Schönefeld-Ost ist der Anteil adipöser Bewohner – unabhängig vom Alter- hingegen vergleichsweise hoch.

Kleinräumige Unterschiede
des BMI werden vielfach
durch die Altersstruktur in
den Ortsteilen erklärt

Zusätzlich sollten die Befragten angeben, wie sie ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand einschätzen.
In Tabelle 7-3 ist die Selbsteinschätzung zum Gesundheitszustand dargestellt.
Erwartungsgemäß zeigen sich auch hier starke Zusammenhänge mit dem
Alter: während 80 Prozent der 18- bis 34-Jährigen ihren Gesundheitszustand
als „sehr gut“ oder „gut“ einschätzen, beträgt dieser Anteil bei den 65- bis 85Jährigen lediglich 38 Prozent.
Ähnlich stark sind die Zusammenhänge auch beim Einkommen: je höher das
Einkommen, desto gesünder fühlen sich die Befragten. Auch der Unterschied
zwischen Erwerbstätigen und Arbeitslosen ist sehr groß: 76 Prozent der
Erwerbstätigen, aber nur 46 Prozent der Arbeitslosen schätzen ihre eigene
Gesundheit als „sehr gut“ oder „gut“ ein.
Ein positiver Zusammenhang zwischen Sporttreiben und der Selbsteinschätzung des eigenen Gesundheitszustandes lässt sich ebenfalls anhand der
Tabelle 7-3 zeigen: 80 Prozent der Befragten, die angeben, mehrmals pro
Woche Sport zu treiben, aber nur 40 Prozent der Befragten, die dies nie tun,
geben an ihr Gesundheitszustand sei „sehr gut“ oder „gut“.
Auch zwischen dem BMI und der Selbsteinschätzung zur Gesundheit besteht
ein Zusammenhang. So haben Befragte, die ihren eigenen Gesundheitszustand als „sehr gut“ einschätzen, einen mittleren BMI von 23,2. Die Gruppe,
die ihren eigenen Zustand hingegen als „sehr schlecht“ eingeschätzt, weißt
einen BMI von 29,0 auf.
Tab. 7-3: Selbsteinschätzung zum Gesundheitszustand
1
sehr gut
Befragte
Anzahl
12
Gesamt 2013:
4024
davon:
1830
männlich
14
2114
weiblich
11
davon:
920
18 bis 34 Jahre
23
828
35 bis 49 Jahre
13
1057
50 bis 64 Jahre
5
1122
65 bis 85 Jahre
2
darunter Stellung im Erwerbsleben:
2033
Erwerbstätige
15
160
Arbeitslose
7
1211
Rentner/Pensionäre
2
162
Studenten/Schüler
35
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
933
unter 800 €
13
1350
800 bis unter 1400 €
9
825
1400 bis unter 2000 €
13
620
2000 € und mehr
21
davon Sport wird getrieben:
1089
mehrmals/Woche
25
1006
einmal/Woche
11
1235
seltener
7
592
nie
3
BMI
23,2

2
gut

3
teils/teils

4
schlecht

5
sehr schlecht

51

Prozent
29

7

1

2,3

51
52

27
30

7
7

1
1

2,3
2,4

57
59
51
36

17
23
35
47

2
5
9
13

0
1
1
2

2,0
2,2
2,5
2,8

61
39
37
48

21
34
46
14

3
17
14
3

0
3
2
0

2,1
2,7
2,8
1,8

42
50
59
61

33
34
23
16

10
7
4
2

2
1
0
0

2,5
2,4
2,2
2,0

55
58
51
37
24,8

16
27
35
41
26,9

4
4
7
16
28,0

0
0
1
3
29,0

2,0
2,3
2,4
2,8
x

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

MW
1-5

87

Um die Einflussgrößen auf die Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes
eindeutig zu bestimmen, wurde ein Regressionsmodell berechnet, in das als
mögliche Einflussgrößen auf die Selbsteinschätzung folgende Variablen eingingen: Alter, BMI, persönliches Einkommen, Arbeitslosigkeit und Sport
treiben.
Die Einschätzung des
eigenen Gesundheitszustandes ist vor allem
abhängig vom Lebensalter

Als Ergebnis zeigt sich, dass den größten Einfluss auf die Einschätzung des
eigenen Gesundheitszustands erwartungsgemäß das eigene Alter hat. Die
Zusammenhänge für alle in Tabelle 7-4 dargestellten Koeffizienten mit dem
Gesundheitszustand sind signifikant. Neben dem Alter haben demnach die
größten Effekte auf den Gesundheitszustand (in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit): eigener BMI, persönliches Einkommen, der Umstand, ob man selbst
Sport treibt, und die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit (vgl. Tabelle 7-4). Auch
die Richtung der Zusammenhänge ist intuitiv: mit steigendem Alter, steigendem BMI und Betroffenheit von Arbeitslosigkeit verschlechtert sich die Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes signifikant. Mit steigendem
Einkommen und eigenem Sporttreiben verbessert sich die Einschätzung des
eigenen Gesundheitszustandes hingegen signifikant.
Das in Tabelle 7-4 widergegebene Modell erklärt mit den unabhängigen
Variablen ein Viertel (24,7 Prozent) der Varianz (Streuung) in der Einschätzung des Gesundheitszustandes. Es muss also andere, nicht in diesem
Modell enthaltene Merkmale geben, die ebenfalls einen hohen Erklärungswert
haben. Dies könnten z. B. Persönlichkeitsmerkmale, aber auch bereits vorliegende Erkrankungen sein.
Tab. 7-4: Welche Merkmale haben Einfluss auf die Selbsteinschätzung
zum Gesundheitszustand*? – Lineares Regressionsmodell
Betrachtete Merkmale
standardisierte
(Unabhängige Variablen)
Beta-Koeffizienten
Alter

-0,305

BMI

-0,183

Persönliches monatliches Nettoeinkommen

0,166

Sporttreiben**

0,152

Arbeitslosigkeit**

-0,075

Erklärte Varianz (R2)

24,7%

*umkodiert zu 1=sehr schlecht bis 5=sehr gut; ** 0=nein, 1=ja

7.2.

Welcher Sport wird wo betrieben?

Ein weiterer umfangreicher Themenbereich in der Kommunalen Bürgerumfrage 2013 widmet sich dem Thema Sport und Sportstättennutzung.
Zunächst sollten die Befragten angeben, wie häufig sie Sport treiben. Wie aus
Abbildung 7-2 hervorgeht, geben 27 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger
52 Prozent der Leipzigerinnen an, mehrmals pro Woche Sport zu treiben, weitere 25 Prozent mindestens
und Leipziger treiben einmal pro Woche. Insgesamt treiben also mehr als die Hälfte der Befragten
mindestens einmal pro (52 Prozent) mindestens einmal pro Woche Sport. Der Anteil der Befragten,
Woche Sport die angeben nie Sport zu treiben liegt bei 15 Prozent.
Zwischen Männern und Frauen bestehen dabei kaum Unterschiede. 60 Prozent der jüngeren Befragten (18 bis 34 Jahre) geben an, mindestens einmal
pro Woche Sport zu treiben. Im Vergleich der Altersgruppen 50 bis 64 Jahre
bzw. 65 bis 85 Jahre fällt auf, dass der Anteil der jeweiligen Befragten, die

88

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

mindestens einmal pro Woche Sport treiben, konstant bleibt. Mit dem Alter
nimmt dann allerdings der Anteil der Personen zu, der nie Sport treibt.
Personen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, treiben zudem häufiger Sport
als Arbeitslose. Die sportlich aktivste Gruppe sind Studenten/Schüler. Zwei
Drittel von ihnen geben an, mindestens einmal pro Woche Sport zu treiben.
Abb. 7-2: Häufigkeit, mit der die Befragten Sport treiben (in Prozent)
Gesamt

27

männlich
weiblich

29
25

18 bis 34 Jahre
35 bis 49 Jahre

22

32

16

32
25

25

65 bis 85 Jahre

23

23

36

27

27
33

16

23

12
17

27

32

11

32

24

21

28

43

26

24

mehrmals/ Woche

9

36

29

Arbeitslose

15
31

27
25

Studenten/Schüler

15

35

22

Rentner

32

28

50 bis 64 Jahre

Erwerbstätige

25

27

einmal/Woche

seltener

6
nie

Auch der Ort, an dem der Sport ausgeübt wird, wurde erfragt. In Abbildung 7-3
sind die wichtigsten Ergebnisse dazu dargestellt.
Am häufigsten wird demnach Sport selbstorganisiert im öffentlichen Raum betrieben. Etwa gleich häufig werden kommerzielle Anbieter und Einrichtungen
von Vereinen (Vereinsgelände, Sporthallen, Schwimmhallen) genutzt.
Abb. 7-3: Häufigkeit, mit der Sport an unterschiedlichen Orten betrieben wird (in Prozent)
insgesamt

im Verein auf dem Vereinsgelände, in Sporthallen
und Schwimmhallen

im Verein, im öffentlichen Raum

bei kommerziellen Anbietern (z. B. Fitnessstudios,
Bowlinghallen, Soccerworld)

selbstorganisiert im öffentlichen Raum

27

25

10

16

4 7

13

9

15

mehrmals/ Woche

32

21

15

54

76

12

22

18
einmal/Woche

56

30

37
seltener

nie

Die Stadt Leipzig betreibt verschiedene Sportstätten. In Abbildung 7-4 ist dargestellt, wie häufig die Leipzigerinnen und Leipziger städtische Sportstätten in
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

89

den letzten 5 Jahren genutzt haben. Sportstätten zum Schwimmen, Baden
und für Sport auf dem Wasser sind am beliebtesten.
Mit Abstand am häufigsten werden demnach die städtischen Schwimmhallen
genutzt. Knapp 3 von 4 Leipzigerinnen und Leipzigern haben in den letzten
5 Jahren eine Schwimmhalle besucht. Freibäder wurden von 40 Prozent und
Wassersportanlagen immerhin von 29 Prozent der Befragten genutzt. Es
folgen Sportplätze, die immerhin knapp jeder vierte Befragte in den letzten
5 Jahren bereits besucht hat. Am seltensten werden Sporthallen genutzt.
Lediglich 14 Prozent (Zwei- und Drei-Feld-Sporthallen) bzw. 13 Prozent (EinFeld-Sporthallen) geben an, diese Sportstätten genutzt zu haben.
Abb. 7-4: Nutzung städtischer Sportstätten in den letzten 5 Jahren
(in Prozent)
Schwimmhalle

73

Freibad (ohne Badeseen)

40

Wassersportanlage (Bootssteg,
Bootshaus)

29

Sportplatz

23

Zwei- und Drei-Feld-Sporthalle

14

Ein-Feld-Sporthalle

13

Abb. 7-5: Nutzung unterschiedlicher Räume für verschiedene Sportarten (in Prozent)
Inlineskating, Skateboarding

96

Sportliches Radfahren

94

Jogging, Walking, sportliches Wandern

91

Segeln, Windsurfen, Kiteboarding

89

31 5
4 3 10
9

Schwimmen

80

6

Paddeln, Rudern

77

4 6

Basketball Streetball

75

Volleyball, Beachvolleyball

55

Klettern, Bouldern

46

Yoga, Gymnastik

Fitness, Kraftsport

21

38
29

55
12

27
11

18
42

03

40

14

21

16

4 5

12

20

11

8

7 2

7

11

7

67

Bowling, Kegeln

andere Sportarten

2

68

Fußball, Bolzen

90

211

8

36
29

18

58

im öffentlichen Raum, vereinsunabhängig,
selbstorganisiert

im öffentlichen Raum, mit Vereinsmitgliedschaft

auf dem Vereinsgelände

bei privaten Anbietern

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Je nach Sportart nutzen die Befragten unterschiedliche Räume für ihre sportlichen Aktivitäten. Wie in Abbildung 7-5 ersichtlich, wird die überwiegende
Mehrzahl der betriebenen Sportarten im öffentlichen Raum, vereinsunabhängig und selbstorganisiert betrieben. Lediglich Klettern/Bouldern (Kletterhalle)
bzw. Fitness/Kraftsport (Fitnessstudio) sind Sportarten, die jeweils eine Mehrheit bei privaten Anbietern betreibt.
7.3.

Zufriedenheit mit dem Angebot sowie dem Bau- und
Ausstattungszustand der Sportstätten in Leipzig

Eine Frage zur Zufriedenheit mit dem Angebot und dem Bau- und Ausstattungszustand von Sportstätten und Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum
in Leipzig rundet den Themenkomplex zum Thema Sport und Gesundheit ab.
Abb. 7-6: Zufriedenheit* mit dem Angebot und dem Bau- und Ausstattungszustand von Sportstätten
bzw. Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum in Leipzig (in Prozent)
Angebot
Sportmöglichkeiten auf Flüssen
und Seen

Bau- und Ausstattungszustand

73

80

Jogging-, Walkingstrecken

63

73

Freibad (ohne Badeseen)

55

57

Schwimmhalle

50

52

Sportplatz

47

sportgeeignete Radwege

43

Zwei- und Drei-Feld- Sporthalle

42

Ein-Feld-Sporthalle

41

Inlineskatingstrecken

40

42
48
40
33
55

Plätze für Ballspiele

35

33

Fitness- und Bewegungsparcours

31

36

* Basis sind Befragte, die das jeweilige Angebot bzw. den Bau- und Ausstattungszustand einschätzen können;
jeweils Anteile für 1=“sehr zufrieden“ und 2=“zufrieden“ auf einer 5er-Skala.

Abbildung 7-6 zeigt die Ergebnisse. Besonders zufrieden sind die Leipzigerinnen und Leipziger demnach mit dem Angebot an Sportmöglichkeiten auf
Flüssen und Seen. 80 Prozent der Befragten, die dies einschätzen können,
sind mit dem Angebot „sehr zufrieden“ und „zufrieden“. Mit dem Bau- und
Ausstattungszustand der Sportmöglichkeiten auf Flüssen und Seen sind
73 Prozent der Befragten, die das einschätzen können, „sehr zufrieden“ und
„zufrieden“.
Im Allgemeinen ist die Zufriedenheit mit dem Angebot etwas höher als die
Zufriedenheit mit dem Bau- und Ausstattungszustand, außer bei sportgeeigneten Radwegen, Inlineskatingstrecken und Fitness- und Bewegungsparcours.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

91

8.

Volkshochschule, Hochschul- und Forschungseinrichtungen

8.1. Nutzung der Volkshochschule
Wie bereits in den vergangenen Jahren nutzen 5 Prozent der befragten Leipzigerinnen und Leipziger die Angebote der Volkshochschule. Weitere 21 Prozent haben vor, an Weiterbildungsangeboten dieser kommunalen Einrichtung
teilzunehmen. Im Vergleichsjahr 2011 lag die Häufigkeit der potenziellen
Volkshochschulnutzer noch um 4 und 2010 um 5 Prozentpunkte höher.
Insgesamt umfasst die Zielgruppe der Volkshochschule 2013 reichlich ein
Viertel der Leipziger Erwachsenenbevölkerung (unter 85 Jahre).
Mehr als doppelt so viele
Frauen wie Männer nutzen
Angebote der Leipziger
Volkshochschule

Frauen nutzen gegenwärtig mehr als doppelt so häufig wie Männer die Angebote der Volkshochschule. Auch der Umfang potenzieller Nutzerinnen ist
größer als der der Männer. Demgegenüber geben circa zwei Drittel der
Männer an, dass sie auch nicht vorhaben, die Volkshochschule zu besuchen.
Unabhängig vom Alter bewegt sich die Nutzung der Volkshochschulangebote
auf etwa gleichem Niveau. Das Potenzial nimmt mit zunehmendem Alter
deutlich ab, was dennoch im Umkehrschluss bedeutet, dass circa jeder Achte
der älteren Leipzigerinnen und Leipziger die Angebote nutzt bzw. vorhat, sie
zu nutzen. Befragte der jüngeren und mittleren Altersjahrgänge nehmen die
Angebote der Volkshochschule durchschnittlich an, stellen aber mit jeweils
circa einem Viertel ein noch zu gewinnendes Potenzial für die Volkshochschule dar. Denn bei ihnen herrscht das größte Interesse.

Tab. 8-1: Nutzung der Angebote der Volkshochschule Leipzig
ja
Befragte
Anzahl
Gesamt 2013:
3674
davon:
1677
männlich
1928
weiblich
davon:
867
18-34 Jahre
794
35-49 Jahre
974
50-64 Jahre
962
65-85 Jahre
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
1949
Erwerbstätige
143
Arbeitslose
1052
Rentner/Pensionäre
152
Studenten/Schüler
darunter nach höchstem beruflichem Abschluss:
880
Universität, Hochschule
365
Fachhochschule
713
Meister, Fachschule
1361
Facharbeiter
159
(noch) ohne Abschluss
darunter nach Einkommen:
835
unter 800 €
1233
800 bis unter 1 400 €
776
1 400 bis unter 2 000 €
599
2 000 € und mehr
Fachhochschulabsolventen
nutzen überdurchschnittlich die Angebote
der Volkshochschule; gut
verdienende Leipzigerinnen
und Leipziger stellen ein
hohes Potential dar
92

nein, habe es aber vor

nein, habe es auch
nicht vor

Prozent
5

21

74

3
7

19
23

77
70

5
6
6
4

25
27
20
8

70
67
74
88

6
5
5
6

26
22
9
24

69
72
86
70

9
10
6
3
5

27
28
22
17
25

64
61
72
79
70

4
5
7
7

20
18
23
29

76
77
70
64

Im Jahr 2013 geben 26 Prozent der Erwerbstätigen und 24 Prozent der
Studenten/Schüler an, zukünftig die Volkshochschule besuchen zu wollen.
Hier ist ein deutlicher Rückgang zum Vergleichsjahr 2011 zu verzeichnen,
lagen doch die Werte vor drei Jahren noch bei 32 bzw. 40 Prozent. Fachhochschul- bzw. Universitäts-/Hochschulabsolventen nutzen überdurchschnittlich
häufig die Möglichkeiten, sich über die Volkshochschule zusätzliches Wissen
anzueignen. Darüber hinaus besteht ein deutlich größeres Potenzial bei
Personen, die 2 000 € und mehr verdienen.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Auf Ortsteilebene betrachtet, werden die Angebote der Volkshochschule
gegenwärtig mit 15 Prozent am häufigsten von Bewohnerinnen und Bewohnern aus Leutzsch (15 Prozent) und Zentrum-Nord (12 Prozent) genutzt.
Aber auch jede/-r Zehnte, die/der im Zentrum-West und in Heiterblick wohnt,
nutzt gegenwärtig die Angebote der Leipziger Volkshochschule.
Abb. 8-1: Nutzung der Angebote der Volkshochschule Leipzig nach Ortsteilen (in Prozent)

Interessante Aufschlüsse gibt ein Blick auf die Themenvielfalt und deren
Buchung durch diejenigen, die Kurse der Volkshochschule besuchen bzw. es
vorhaben (Mehrfachantworten waren möglich). Abbildung 8-2 verdeutlicht:
Nach wie vor stehen Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch)
bei den gegenwärtigen und den potenziellen Nutzern an erster Stelle auf der
Beliebtheitsskala der Kurse. Ob für private oder berufliche Weiterbildung, die
Hälfte von ihnen, Frauen und Männer gleichermaßen, nutzen oder würden
derartige Kursangebote nutzen.

Sprachen sowie
Gesundheits- und SportKurse stehen auf der
Beliebtheitsskala der
Volkshochschulangebote
ganz oben

An zweiter Stelle rangieren Kurse, die Gesundheit und sportliche Betätigung,
aber auch Entspannung, zum Inhalt haben. Hier ist circa die Hälfte der nutzenden oder potenziell nutzenden Leipziger Frauen aktiv oder interessiert. Von
den Männern ist es im Vergleich dazu circa jeder Dritte. Frauen interessieren
sich darüber hinaus überdurchschnittlich für Kurse, in denen sie selbst kreativ
agieren können, sowie für Themen, bei denen gesunde Ernährung und
Kochen im Mittelpunkt stehen. Männer sind vergleichsweise häufiger in Kursen über Politik/Geschichte, Länder und Völker, Leipzig oder Umweltthemen
eingeschrieben oder könnten sich vorstellen, dies zu tun.
Drei Viertel aller Leipzigerinnen und Leipziger geben an, nicht vorzuhaben,
Kunden der Leipziger Volkshochschule zu werden. Worin liegen die Gründe?
Wie in den vorangegangenen Jahren auch, ist das zu geringe Zeitbudget mit
Abstand der Hauptgrund dafür, Angebote der Volkshochschule nicht zu
nutzen. Vor allem auf Personen mit einem hohen Einkommen, Erwerbstätige
bzw. Erwachsene im Alter von 35 bis 49 Jahren trifft dieser Grund zu.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Vor allem Zeitmangel
hindert die Leipzigerinnen
und Leipziger daran,
Volkshochschulkurse zu
besuchen

93

Abb. 8-2: Kursinteresse von Nutzern und potenziellen Nutzern der
Leipziger Volkshochschule (in Prozent)
50
51
50

Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch,
Italienisch)
42

Gesundheitswissen, Gymnastik, Bewegung,
Entspannung, Persönlichkeit

32
30

Kunst, Musik, Tanz, Literatur, Rhetorik
Gesunde Ernährung, Kochen
Computer, Internet, Neue Medien
Länder und Völker, Leipzig, Umwelt

16

Politik, Geschichte

23

18

10

27
16
17
14

Pädagogik, Philosophie, Religionen

Gesamt

10
11
9

andere Sprachen

etwas anderes

35

26

20
18

Berufliche Weiterbildung, Schlüsselkompetenzen

Grundbildung (Lesen, Rechnen, Schreiben)

22
25
27
22
23
22
25
20

49

weiblich

3

männlich

4
5
3

6

Tab. 8-2: Gründe dafür, die Angebote der Volkshochschule nicht zu nutzen
keine
Zeit

kein
Verankenne
Anfühle Interesse staltungsAngebote
mich zu
an
zeiten für gebote
für
alt
Weiter- mich un- der VHS mich zu
bildung
günstig
nicht
teuer

Befragte
Anzahl
44
Gesamt 2013:
915
davon:
45
464
männlich
42
437
weiblich
davon:
57
210
18-34 Jahre
64
169
35-49 Jahre
44
227
50-64 Jahre
8
290
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
63
441
Erwerbstätige
12
38
Arbeitslose
8
299
Rentner/Pensionäre
55
43
Studenten/Schüler
darunter nach höchstem beruflichem Abschluss:
55
196
Universität, Hochschule
51
73
Fachhochschule
32
182
Meister, Fachschule
43
368
Facharbeiter
50
40
(noch) ohne Abschluss

nutze
Angebote
anderer
Weiterbildungseinrichtungen

Prozent
20

18

15

15

14

14

17
23

22
13

12
19

17
13

12
16

14
14

0
12
23
51

18
15
22
17

17
25
14
6

27
14
10
3

16
10
14
13

21
13
8
9

7
20
50
0

18
19
19
19

21
13
6
14

19
27
4
21

10
32
15
22

16
12
8
24

7
9
29
23
9

9
27
13
19
21

10
14
9
19
15

12
21
9
16
23

8
7
13
17
17

25
14
12
11
11

23
25
14
4

20
18
14
14

12
15
19
17

19
14
17
12

22
16
6
1

10
12
22
20

darunter nach Einkommen:
unter 800 €
800 bis unter 1 400 €
1 400 bis unter 2 000 €
2 000 € und mehr
94

219
332
169
127

34
43
48
74

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tabelle 8-2 gibt einen Überblick über ausgewählte weitere Gründe. Demnach
fühlt sich jeder fünfte Leipziger zu alt für Volkshochschulkurse, was erwartungsgemäß vorrangig auf die 65- bis 85-Jährigen zutrifft. Zeitliche und finanzielle Gründe sind für diese Altersgruppe weniger relevant. Ungünstige Veranstaltungszeiten bemängelt hingegen insbesondere die mittlere Erwachsenengruppe der 35- bis 49-Jährigen und die Erwerbstätigen. Hier kollidieren
offensichtlich Beruf und freizeitliche Fort- und Weiterbildung. Weniger bekannt
sind die Angebote der Volkshochschule bei den 18- bis 34-Jährigen, den
Arbeitslosen sowie bei den Personen (noch) ohne Berufsabschluss. Bei
Jüngeren könnte die Ursache darin liegen, dass sie auch andere Weiterbildungsangebote nutzen, wie dies zum Beispiel auch Studenten/Schüler
angeben. Für ein Drittel der Arbeitslosen sind die Offerten zu teuer. Dies
geben aber auch Studenten/Schüler an bzw. diejenigen, die weniger als 800 €
Budget im Monat zur Verfügung haben.
8.2. Kenntnis Leipziger Hochschul- und Forschungseinrichtungen und
Interesse an Veranstaltungen dieser Einrichtungen
Erstmals wurden die Leipzigerinnen und Leipziger danach gefragt, welche
ortsansässigen Hochschul- und Forschungseinrichtungen sie kennen und wie
stark sie sich für öffentliche bzw. populärwissenschaftliche Veranstaltungen
dieser Einrichtungen interessieren. Und so lag es nahe, zunächst ganz allgemein zu fragen: „Welche Hochschul- und Forschungseinrichtungen kennen
Sie, wenn auch nur dem Namen nach?“ Diese Frage wurde als sogenannte
„offene Frage“ gestellt, d.h. es erfolgten in diesem Fall keine Antwortvorgaben.
Die Befragten antworteten aus eigenem Wissen und Ermessen. Diejenigen,
die diese Frage beantwortet haben, notierten im Durchschnitt 3 Einrichtungen.
Abb. 8-3: Welche Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Leipzig kennen Sie?
Spontane Nennungen (Anteil an allen Nennungen in Prozent)
Universität Leipzig

53

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

39

Max-Planck-Institut/ -Gesellschaft

16

Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy"
Leipzig

14

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

11

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

10

HHL Leipzig Graduate School of Management

8

Fraunhofer-Institut/ Gesellschaft

5

Hochschule für Telekommunikation Leipzig

4

BIO CITY

4

DHfK

3

Am häufigsten wird die Universität Leipzig spontan genannt. Über die Hälfte
der Leipzigerinnen und Leipziger haben diese größte Leipziger Hochschuleinrichtung und zweitälteste Universität auf deutschem Gebiet angegeben. Die
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) folgt mit
39 Prozent auf dem zweiten Platz und Institute der Max-Planck-Gesellschaft
mit Abstand auf dem dritten Platz. Von den Hochschul-/Universitätsabsolventen nennen circa drei Viertel die Universität Leipzig und auch von den
Studenten/Schülern wird mit 68 Prozent die Universität überdurchschnittlich
häufig angegeben. Auch bei der HTWK sind die häufigsten Nennungen mit
68 Prozent von den Studenten/Schülern und 63 Prozent von den Hochschul/Universitäts-Absolventen zu verzeichnen. Im Vergleich dazu, und auch zu
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Die Universität Leipzig ist
mit Abstand die bekannteste Leipziger Hochschuleinrichtung, gefolgt von der
Hochschule für Technik,
Wirtschaft und Kultur

95

allen anderen soziodemografischen Teilgruppen, benennt nur jeder Vierte der
Arbeitslosen die Universität Leipzig und jeder Sechste die HTWK. Eine geringere Kenntnis ist daraus nicht ohne weiteres abzuleiten, möglichweise
fühlten sich von Arbeitslosigkeit Betroffene auch weniger von der Fragestellung angesprochen.
Die Leipziger Kunsthochschulen sind ebenfalls am häufigsten bei den beiden
o.g. Teilgruppen benannt: die Hochschule für Grafik und Buchkunst wird vorrangig von den Studenten/Schülern (33 Prozent) und die Hochschule für
Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ von den Hochschul-/Universitätsabsolventen (30 Prozent) spontan angegeben.
Jeweils jeder Fünfte der leitenden Angestellten/Beamten und der Hochschul-/
Universitätsabsolventen geben darüber hinaus auch die erste deutsche
private Hochschule für Betriebswirtschaft, die HHL Leipzig Graduate School of
Management sowie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ an.
Auf die Frage „Wie stark interessieren Sie sich für öffentliche bzw. populärwissenschaftliche Veranstaltungen in Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Leipzig?“ konnten die Befragten auf einer Skala von „1 = sehr stark“ bis
„5 = überhaupt nicht“ ihre Einschätzung abgeben.

Geschlecht

.

Abb. 8-4: Interesse an öffentlichen und populärwissenschaftlichen
Veranstaltungen in Hochschul- und Forschungseinrichtungen
(in Prozent)
12

männlich

11

weiblich

13

18 bis 34 Jahre

Alter

Studenten/Schüler sind am
stärksten an öffentlichen
und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen
interessiert

Gesamt

19

35 bis 49 Jahre
50 bis 64 Jahre

8
6

65 bis 85 Jahre

11

Stellung im
Erwerbsleben

Erwerbstätige
Arbeitslose

10
6

Rentner

11

Studenten/Schüler

41

höchster beruflicher
Bildungsabschluss

Hochschule/Universität
Fachhochschule

14

Meister/Fachschule
Facharbeiter/ Vorarbeiter
(noch) ohne Abschluss

96

33

9
6
18

Anteil „sehr stark“ und „stark“

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

12 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger sind an öffentlichen und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen stark oder sehr stark interessiert. Das größte Interesse zeigen mit
Abstand Studenten/Schüler, von denen 41 Prozent angeben, sich „sehr stark“
(20 Prozent) und „stark“ (21 Prozent) dafür zu interessieren. Von den Hochschul-/Universitätsabsolventen ist jeder Dritte „sehr stark“ und „stark“ an
entsprechenden Veranstaltungen interessiert, von den leitenden Angestellten
jeder Vierte und von den Selbstständigen knapp jeder Vierte.
8.3. „Lange Nacht der Wissenschaften“
Die vielfältige Leipziger Forschungslandschaft kann in der „Langen Nacht der
Wissenschaften“ von interessierten Leipzigerinnen und Leipzigern sowie den
Gästen der Stadt entdeckt werden. Angelegt im 2-Jahres-Turnus, hatte zum
Zeitpunkt der Befragung die „Lange Nacht der Wissenschaften“ bereits 3-mal
stattgefunden.
Die Frage an die Umfrageteilnehmer lautete: Kennen Sie die „Lange Nacht
der Wissenschaften“? Abbildung 8.5 stellt die Ergebnisse dar: circa die Hälfte
aller Leipzigerinnen und Leipziger kennt die „Lange Nacht der Wissenschaften“, 7 Prozent haben sie auch schon besucht.

Die Hälfte aller
Leipzigerinnen und Leipziger
kennen die „Lange Nacht der
Wissenschaften“

Abb. 8-5: Kenntnis der „Langen Nacht der Wissenschaften“ (in Prozent)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

97

Vor allem Studenten/Schüler zeigen großes Interesse an erforschtem Wissen
durch Vorträge, Experimente und Entdeckertouren. 89 Prozent von ihnen
kennen die „Lange Nacht der Wissenschaften“ und circa jeder Fünfte hat
diese Veranstaltung selbst erlebt. Nur jedem neunten Studenten/Schüler ist
sie unbekannt. Ähnlich sieht es bei den Hochschul-/Universitätsabsolventen
aus. Von ihnen hat jeder Sechste die „Lange Nacht der Wissenschaften“
bereits besucht, 67 Prozent dieser Teilgruppe kennen sie, haben sie aber
noch nicht besucht.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, welche Informationsquellen für die
Suche nach öffentlichen und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen von
den Interessenten genutzt werden. Mehr als die Hälfte aller Befragten finden
Informationen dazu in der Tagespresse, 45 Prozent surfen dafür im Internet
und 40 Prozent hören Radio.
Wichtige Zielgruppen
informieren sich über
wissenschaftliche
Veranstaltungen
im Internet

Tab. 8-3:

Von besonderer Bedeutung ist die Gruppe der Studierenden und Personen
mit Hochschulabschluss. Denn diese beiden Gruppen haben das größte
Interesse an öffentlichen bzw. populärwissenschaftlichen Veranstaltungen.
Über das Internet können beide Gruppen am besten erreicht werden. Jeweils
mehr als zwei Drittel nutzen dieses Medium als Informationsquelle. Knapp die
Hälfte der Personen mit Hochschulabschluss informiert sich über die
Tagespresse. Studierende und Schüler sind kaum noch über die Tagespresse
zu erreichen. Zwei Drittel erlangen Veranstaltungsinformationen über Mundpropaganda, gut die Hälfte der Studierenden und Schüler informiert sich über
Handzettel, Flyer oder Plakate. Stadtmagazine, wie z.B. Frizz oder Kreuzer,
stellen für jeden dritten Studierenden/ Schüler eine entsprechende Informationsquelle dar.

Informationsquellen über öffentliche bzw. populärwissenschaftliche Veranstaltungen in
Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Leipzig
Tageszeitung

Stadt
magazin

Befragte
Anzahl
52
12
Gesamt 2013:
1224
davon:
54
12
570
männlich
51
11
630
weiblich
davon:
27
19
284
18-34 Jahre
48
14
237
35-49 Jahre
70
5
322
50-64 Jahre
79
4
354
65-85 Jahre
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
47
13
620
Erwerbstätige
48
5
44
Arbeitslose
81
4
365
Rentner/Pensionäre
15
33
56
Studenten/Schüler
darunter nach höchstem beruflichem Abschluss:
47
22
Universität, Hochschule 301
60
16
114
Fachhochschule
67
9
250
Meister, Fachschule
52
7
431
Facharbeiter
31
18
47
(noch) ohne Abschluss
darunter nach Einkommen:
43
11
282
unter 800 €
58
10
411
800 bis unter 1 400 €
52
13
245
1 400 bis unter 2 000 €
55
20
193
2 000 € und mehr

98

Radio

Fernsehen

Internet

Handzettel/
Flyer/
Plakat

Freundes- u.
Bekanntenkreis

Sonstiges

Prozent
40

30

45

23

30

9

37
42

26
33

50
40

22
24

32
29

8
11

34
32
42
53

11
12
39
62

67
50
32
20

35
27
12
12

47
29
18
18

11
11
9
7

35
49
51
32

20
39
60
1

53
50
23
73

24
15
13
53

32
15
19
65

10
8
6
12

33
35
47
41
38

17
21
41
32
16

65
53
34
39
62

36
21
18
19
36

42
29
25
28
37

9
3
8
10
18

41
45
34
35

31
35
24
15

42
38
55
63

27
19
27
24

27
26
38
41

8
11
10
6

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

9.

Kultur

Fragen zu kulturellen Themen sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der
Kommunalen Bürgerumfrage, ganz gleich, ob sie immer wiederkehrende
Kulturereignisse oder einmalige prägnante Jubiläen im Geschehen unserer
Stadt betreffen. Im Jahr 2013 widmet sich die Kommunale Bürgerumfrage
dem bevorstehenden Stadtjubiläum „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“,
der urkundlichen Ersterwähnung Leipzigs, dem Interesse der Leipzigerinnen
und Leipziger an klassischer Musik sowie allgemeinen Fragen zum Besuch
von Kultureinrichtungen.
9.1. Kenntnis und Einstellungen zum Stadtjubiläum
Mehr als die Hälfte aller Leipzigerinnen und Leipziger haben über das Stadtjubiläum „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ etwas gehört, gesehen oder
gelesen. Insbesondere die Seniorinnen und Senioren sind gut informiert. Drei
Viertel von ihnen wissen über das Stadtjubiläum Bescheid. Nachholbedarf in
Sachen Werbung besteht dagegen bei den jüngeren Bürgerinnen und Bürgern. Von den 18- bis 34-Jährigen hat knapp jeder Dritte von dieser Großveranstaltung etwas gehört, gesehen oder gelesen, von den 18- bis 24-Jährigen
ist es nur jeder Vierte.
Tab. 9-1:

Mehr als die Hälfte der
Leipzigerinnen und Leipziger wissen über das
Stadtjubiläum Bescheid,
insbesondere die Seniorinnen und Senioren

Kenntnis vom Jubiläum 1000 Jahre Ersterwähnung von Leipzig
ja

Befragte
Anzahl
1307
Gesamt 2013:
davon:
562
männlich
711
weiblich
davon:
296
18-34 Jahre
286
35-49 Jahre
338
50-64 Jahre
351
65-85 Jahre
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
651
Erwerbstätige
48
Arbeitslose
384
Rentner/Pensionäre
53
Studenten/Schüler

nein
Prozent

53

47

56
51

44
49

30
53
66
77

70
47
34
23

49
42
75
31

51
58
25
69

Große öffentliche Veranstaltungen stehen in der Regel unter einem Motto, mit
dem auf das Ereignis regional und überregional aufmerksam gemacht werden
soll. Das Leipziger Jubiläum 2015, das als Fest der Leipziger für die Leipziger
und ihre Gäste realisiert wird, wirbt mit dem Slogan: „1000 Jahre Leipzig. Wir
sind die Stadt“. Auf der Grundlage einer Ausschreibung des Vereins Leipzig
2015 e. V. favorisierte eine Jury diese Wortmarke. Die Organisatoren des
Großereignisses wollten nun wissen, wie dieses Motto unter den Leipzigerinnen und Leipzigern ankommt. Die Abbildung 9-1 stellt die Ergebnisse dar.
Demnach gefällt dieser Slogan mehr als der Hälfte der Leipzigerinnen und
Leipziger ganz persönlich „sehr gut“ bzw. „gut“. Die älteren Mitbürgerinnen
und Mitbürger meinen am häufigsten, dass ihnen dieses Motto „gut“ bzw.
„sehr gut“ gefällt. Allerdings schaut auch insgesamt jeder Sechste der
Befragten kritisch auf den Werbeslogan. Insbesondere Studenten/Schüler
erweisen sich als die größten Kritiker. Jedem Vierten von ihnen gefällt das
Motto „schlecht“ oder „sehr schlecht“.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Gut die Hälfte findet das
Motto „1000 Jahre
Leipzig. Wir sind die
Stadt“ gut

99

Abb. 9-1: Gefallen des Mottos „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“

„Leipzig als Messestadt“
sollte als Thema nach
Wunsch der Leipzigerinnen und Leipziger am
stärksten hervorgehoben
werden

100

Wichtig für die Veranstalter sind natürlich auch Aussagen der Bevölkerung
über inhaltliche Schwerpunkte bei der Realisierung dieses lang vorbereiteten
Großprojektes. Zunächst wurden dafür den Befragten insgesamt 14 verschiedene Epochen und Ereignisse vorgegeben. Maximal drei Kreuze durften
vergeben werden. Das Ergebnis ist eindeutig: zwei Drittel und damit mit
Abstand die meisten Leipzigerinnen und Leipziger favorisieren die Thematik
„Leipzig als Messestadt“. Mit der Leipziger Messe, die im Jahr 2015 ihr mittlerweile 850-jähriges Jubiläum begeht, und damit eine der ältesten Messestandorte der Welt ist, identifiziert sich die Leipziger Bevölkerung offensichtlich nach
wie vor am häufigsten.
Die Themen „Leipzig als Stadt der Musik“ (41 Prozent), „Leipzigs Entstehungsgeschichte“ (38 Prozent), „Leipzig zur Zeit der Friedlichen Revolution“
(36 Prozent) und „Leipzig als Stadt des Buches“ (35 Prozent) folgen auf etwa
gleichem Niveau. Neben dem wichtigen Aspekt der historisch gewachsenen
Handelsstadt werden somit insbesondere kulturelle Synonyme wie Musikbzw. Buchstadt angegeben, ebenso wie die Entstehungsgeschichte Leipzigs
und die weltverändernden Ereignisse zur Zeit der Friedlichen Revolution.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 9-2: Epochen und Ereignisse, die im Jubiläumsjahr besonders heraus
gestellt werden sollten (Mehrfachnennungen)
in Prozent
65

Leipzig als Messestadt
Leipzig als Stadt der Musik

41

Leipzigs Entstehungsgeschichte

38

Leipzig zur Zeit der Friedlichen Revolution

36

Leipzig als Stadt des Buches

35
22

Leipzig als Stadt des Sports
Leipzig in der Zeit zwischen 1949 und 1989 (DDR)
Industriegeschichte Leipzigs

17
14

Sozialgeschichte Leipzigs

5

Leipzig zwischen den Weltkriegen

5

Leipzig in der Zeit des Nationalsozialismus

5

Leipzig im Zeitraum von 1871 bis 1918

4

Geschichte der Vereine und Institutionen Leipzigs

4

etwas anderes

2
0

50

100

Tabelle 9-2 stellt die Ergebnisse nach verschiedenen soziodemografischen
Teilgruppen dar. Hierbei werden hinsichtlich der verschiedenen vorgegebenen
Ereignisse und Epochen sichtbare Unterschiede bei der Betrachtung nach
Alter, Geschlecht oder Stellung im Erwerbsleben deutlich.
Während Männer und die älteren Leipzigerinnen und Leipziger die Thematik
„Leipzig als Messestadt“ für das Stadtjubiläum favorisieren, äußern sich
Studenten/Schüler diesbezüglich unterdurchschnittlich. Dennoch sehen sie
dieses Thema im Vergleich zu den weiteren angegebenen Epochen und
Ereignissen an erster Stelle. Männer möchten im Vergleich zu Frauen häufiger, dass „Leipzig zur Zeit der Friedlichen Revolution“ und „Leipzig als Stadt
des Sports“ besonders herausgestellt werden. Auch die „Industriegeschichte
Leipzigs“ wünschen sie etwas häufiger als Frauen.
Auch für Frauen steht „Leipzig als Messestadt“ ganz vorn auf der Bedeutungsskala, für sie folgen aber auf den Plätzen zwei und drei deutlich stärker als für
Männer die „schöngeistigen“ Bereiche „Leipzig als Stadt der Musik“ und
„Leipzig als Stadt des Buches“.
Ereignisse der neueren Geschichte wie „Leipzig zur Zeit der Friedlichen
Revolution“ möchten mehr als ein Drittel der Leipziger Bevölkerung besonders
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

101

hervorgehoben haben. Insbesondere die Altersjahrgänge, die diese Zeit als
Kinder oder junge Erwachsene erlebt haben, die also heute zwischen 35 und
64 Jahre alt sind, wünschen diese gesellschaftliche Umbruchphase explizit
dargestellt. Im Vergleich dazu ist diese Zeit offensichtlich für die Mehrzahl der
jüngeren Jahrgänge weniger interessant. Von denjenigen, die in den 1980er
Jahren oder nach der Wende geboren wurden, geben nur jeweils reichlich ein
Viertel an, dieses historische Zeitereignis im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen besonders darzustellen.
„Leipzig als Stadt des Sports“ sollte für circa jeden fünften Befragten im
Rahmen des Jubiläumsjahres besonders hervorgehoben werden. Insbesondere Männer plädieren häufiger dafür als Frauen.
Tab. 9-2: Ausgewählte Epochen und Ereignisse, die nach Meinung der Leipzigerinnen und Leipziger
im Jubiläumsjahr 2015 besonders herausgestellt werden sollten (maximal drei Nennungen)
Leipzig
als
Messestadt
Befragte
Anzahl
65
Gesamt 2013:
1285
davon:
70
554
männlich
61
701
weiblich
davon:
63
290
18-34 Jahre
65
279
35-49 Jahre
65
332
50-64 Jahre
70
352
65-85 Jahre
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
64
640
Erwerbstätige
62
45
Arbeitslose
69
386
Rentner/Pensionäre
55
52
Studenten/Schüler

Leipzig
als
Stadt
der
Musik

Leipzig
Leipzigs zur Zeit Leipzig
Entsteder
als
hungs- FriedliStadt
gechen
des
schichte Revolu- Buches
tion
Prozent

Leipzig
als
Stadt
des
Sports

Leipzig
in der
InZeit
dustriezw.1949
geund
schichte
1989
Leipzigs
(DDR)

41

38

36

35

22

17

14

35
46

36
40

41
32

28
42

27
18

17
16

16
12

40
39
39
46

39
39
40
33

29
42
41
35

28
37
41
40

23
26
18
20

21
16
12
16

9
12
18
18

41
36
45
44

40
36
36
42

38
35
36
27

33
41
42
39

21
18
20
22

19
17
17
11

13
15
19
5

Über das gesamte Jubiläumsjahr 2015 hinaus finden rund 100 Veranstaltungen statt. Nach Themengruppen sortiert, waren den Befragten sieben verschiedene Veranstaltungsarten vorgegeben, unter denen sie auswählen
konnten, für welche dieser Veranstaltungen ihr Interesse am stärksten ist.
Abbildung 9-3 auf der folgenden Seite gibt einen Überblick über die
Ergebnisse.
Auf größtes Interesse
stößt bei den Leipzigerinnen und Leipzigern die
„Festwoche mit dem
Leipziger Stadtfest“

Mit großem Abstand stößt die „Festwoche mit dem Leipziger Stadtfest“ bei der
überwiegenden Mehrzahl der Leipzigerinnen und Leipziger auf Interesse.
60 Prozent von ihnen geben an, sich für diesen zentralen Höhepunkt des
Jubiläumsjahres, der Anfang Juni stattfindet, „sehr stark“ zu interessieren. Und
dieses sehr starke Interesse ist auch unabhängig von Altersgruppen und
Geschlecht etwa auf gleich hohem Niveau ausgeprägt.
Auch der „Festumzug mit der Darstellung der Leipziger Geschichte“ stößt
insgesamt bei den Leipzigerinnen und Leipzigern auf sehr großes Interesse.
Hier allerdings zeigen sich Unterschiede bei der Bewertung durch die einzelnen Teilgruppen. So sind Frauen wesentlich stärker an diesem Festprogrammpunkt interessiert als Männer und die ab 50-Jährigen stärker als die
unter 50-Jährigen. Bei Frauen stehen auch die „Festtage in verschiedenen
kulturellen Einrichtungen Leipzigs“ überdurchschnittlich hoch in der Gunst.
Von April bis Oktober 2015 findet erstmals das „Längste Stadtfest der Region“
im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in Leipzig statt. Alle Ortsteil- und
Stadtbezirksfeste des Jahres 2015 werden unter dem Dach „1000 Jahre

102

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Leipzig“ gefeiert. Circa jeder Dritte aller Befragten ist an diesem stadtumspannenden Event „sehr stark“ interessiert. Und hier sind es eher die 18- bis
34-jährigen Leipzigerinnen und Leipziger, die sehr starkes Interesse an
diesem Programmpunkt bekunden.
Schaut man sich die Ergebnisse für die Gesamtgruppe hinsichtlich einzelner
Stadtteile diesbezüglich genauer an, besteht überdurchschnittlich starkes
Interesse in den Stadtteilen Südost (42 Prozent), Nordost (38 Prozent),
Altwest (36 Prozent) und Südwest (35 Prozent).
Abb. 9-3: Interesse an folgenden Veranstaltungen zum Stadtjubiläum
in Prozent
Festwoche mit dem Leipziger Stadtfest

60

Festumzug mit der Darstellung der Leipziger Geschichte

43

Festtage in verschiedenen kulturellen Einrichtungen Leipzigs

9

41

36

Wettbewerb "Längstes Stadtfest der Welt"

Offizieller Festakt der Stadt Leipizg

31

16

47

31

46

20

57

17

24

22

Veranstaltungen der Partnerstädte der Stadt Leipzig

14

54

31

Öffentliche Fachtagung zur wissenschaftlichen Stadtgeschichte

13

54

33

0%
sehr stark

50%
wenig

100%
gar nicht

Die „Öffentliche Fachtagung zur wissenschaftlichen Stadtgeschichte“, die im
Herbst 2015 stattfindet, stößt bei jedem Achten aller Befragten auf „sehr
starkes“ Interesse. Ein Blick auf ausgewählte soziodemografische Teilgruppen
zeigt, dass möglicherweise das stadthistorisch interessierte Fachpublikum in
dieser Veranstaltung einen Höhepunkt sieht, denn überdurchschnittlich geben
sehr gut Gebildete an, sich für diesen wissenschaftlichen Veranstaltungsteil
„sehr stark“ zu interessieren.
Für den „Offiziellen Festakt der Stadt Leipzig“ interessiert sich jeder fünfte
Befragte und die „Veranstaltungen der Partnerstädte der Stadt Leipzig“ stoßen
bei jedem Siebenten auf starkes Interesse.
Abbildung 9-4 stellt die Ergebnisse der Frage nach dem Interesse an einzelnen Veranstaltungsschwerpunkten für den Antwortanteil „sehr stark“ für die
Gesamtstadt, nach Geschlecht und Altersgruppen dar.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

103

Abb. 9-4: Interesse an folgenden Veranstaltungen zum Stadtjubiläum nach
Geschlecht und Altersgruppen
Anteil „sehr stark“
in Prozent
60
43
36
Gesamt

31
20

Festwoche mit dem
Leipziger Stadtfest

14
13
60
40
31
32

männlich

Festumzug mit der
Darstellung der Leipziger
Geschichte

19
14
14
61
46
41
weiblich

30

Festtage in verschiedenen
kulturellen Einrichtungen
Leipzigs

22
15
13
61
36
37
37

18 bis 34 Jahre

Wettbewerb "Längstes
Stadtfest der Welt" (alle
Ortsteil- und
Stadtbezirksfeste des
Jahres 2015 werden

22
11
15
63
39
40
35 bis 49 Jahre

Offizieller Festakt der Stadt
Leipzig

33
18
14
11
58

Veranstaltungen der
Partnerstädte der Stadt
Leipzig

50
35
50 bis 64 Jahre

27
19
19
13
Öffentliche Fachtagung zur
wissenschaftlichen
Stadtgeschichte

58
53
33
65 bis 85 Jahre

21
22
16
13
0

104

10

20

30

40

50

60

70

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

9.2. Interesse an klassischer Musik
Einen eigenen Fragekomplex der diesjährigen Umfrage bildet die Frage nach
dem Interesse der Leipzigerinnen und Leipzigern an klassischer Musik. Dabei
stellt sich heraus, dass sich jeder Fünfte „sehr stark“ und „stark“ für diese
Musikrichtung interessiert. Überdurchschnittlich hoch ist die Liebe zur klassischen Musik bei Hochschul-/Universitätsabsolventen und den 65- bis 85Jährigen. Im Geschlechtervergleich pendelt die Waage zugunsten der Frauen,
von denen sich jede Vierte für klassische Musik interessiert, während es bei
den Männern jeder Sechste ist.
Tab. 9-3: Interesse an klassischer Musik
sehr stark
Befragte
Anzahl
1306
7
Gesamt 2013:
davon:
560
6
männlich
712
8
weiblich
davon:
295
4
18-34 Jahre
284
4
35-49 Jahre
336
6
50-64 Jahre
355
15
65-85 Jahre
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
647
4
Erwerbstätige
48
5
Arbeitslose
387
15
Rentner/Pensionäre
53
6
Studenten/Schüler
darunter nach höchstem beruflichem Abschluss:
283
17
Universität, Hochschule
134
12
Fachhochschule
262
8
Meister, Fachschule
478
3
Facharbeiter
57
4
(noch) ohne Abschluss

stark

mittel

schwach

überhaupt
nicht

Mittelwert

Prozent
15

35

26

17

3,3

12
17

29
39

34
20

19
15

3,5
3,2

12
15
15
17

33
35
36
37

31
31
21
20

20
15
22
10

3,5
3,4
3,4
2,9

14
9
16
20

35
22
37
37

28
38
20
26

18
26
13
11

3,4
3,7
3,0
3,1

22
19
18
11
12

40
40
41
32
32

18
25
22
31
23

4
5
12
22
29

2,7
2,9
3,1
3,6
3,6

Tab. 9-4: Häufigkeit des Besuchs klassischer Musikkonzerte in Leipzig
häufiger als
sechsmal im
Jahr
Befragte
Anzahl
5
Gesamt 2013:
1302
davon:
557
4
männlich
712
5
weiblich
davon:
294
2
18-34 Jahre
284
2
35-49 Jahre
335
6
50-64 Jahre
354
9
65-85 Jahre
darunter nach Stellung im Erwerbsleben:
648
3
Erwerbstätige
48
2
Arbeitslose
385
9
Rentner/Pensionäre
53
5
Studenten/Schüler
darunter nach höchstem beruflichem Abschluss:
284
11
Universität, Hochschule
132
5
Fachhochschule
261
7
Meister, Fachschule
478
2
Facharbeiter
56
4
(noch) ohne Abschluss

vier- bis
sechsmal im
Jahr

zwei- bis
dreimal im
Jahr
Prozent

einmal pro
Jahr oder
seltener

nie

5

15

33

42

5
6

11
18

31
34

49
37

3
4
5
10

12
15
17
16

35
36
27
32

47
42
45
34

4
1
10
7

15
11
15
22

37
19
29
34

42
66
37
33

15
4
8
2
5

22
22
20
11
10

35
48
35
30
32

18
21
30
55
48

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

105

Stellt man die Frage nach dem Interesse an klassischen Konzerten, schließt
sich folgerichtig die Frage nach der Häufigkeit des Besuchs klassischer Musikkonzerte in Leipzig an. Dabei wird grundsätzlich deutlich, dass die Besuchshäufigkeit mit steigendem Alter und höherem Bildungsstand zunimmt.
Abb. 9-5: Kauf von Karten für klassische Konzerte, die in Leipzig stattfinden
(Mehrfachantworten)
in Prozent
Gesamt

20

13

7
7

62

32

10

männlich

21

11

5
6

59

32

10

weiblich

15

8
7

64

31

20

10
33

5
4

18 bis 34 Jahre

58

44

9

35 bis 49 Jahre
4

18
15

9

62

44

9

50 bis 64 Jahre
5

11

65

28

15
17

11
9
65 bis 85 Jahre

64
12

6

19
17

11
0

10

20

an der Vorverkaufsstelle
an der Abendkasse
per E-Mail
schriftlich per Post

Eintrittskarten für klassische Konzerte in Leipzig
werden überwiegend im
Vorverkauf erworben

106

30

40

50

60

70

im Onlineshop
telefonisch
habe ein Abonnement
Sonstiges

Auf die Frage „Wo“ bzw. „Wann“ Karten für klassische Konzerte, die in Leipzig
stattfinden, gekauft werden, waren acht Antwortkategorien vorgegeben und
Mehrfachantworten möglich.
Die meisten Leipzigerinnen und Leipziger planen den Besuch eines klassischen Konzerts in Leipzig längerfristig und kaufen ihre Karten vorrangig in den
Vorverkaufsstellen. Überdurchschnittlich trifft dies auf Frauen und die 50- bis
85-Jährigen zu. Jeder Dritte der Befragten wickelt seinen Kartenkauf über den
Onlineshop ab, hier sind es vor allem die 18- bis 49-Jährigen. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Art des Kartenkaufs jedoch deutlich ab.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Jeder fünfte Befragte gehört zu den Kurzentschlossenen und kauft an der
Abendkasse sein Ticket für klassische Konzerte. Überdurchschnittlich trifft
dies auf jeden Dritten der 18- bis 34-Jährigen zu, bei den 65- bis 85-Jährigen
jedoch nur noch auf jeden Achten.
Ein Konzertabonnement ist besonders bei den Seniorinnen und Senioren beliebt. Jeder Sechste von ihnen weiß damit bereits weit im Voraus, wann
welches klassische Konzert stattfindet. 18- bis 34-Jährige nutzen diese Option
kaum.
Was die Vorausplanung betrifft, kaufen die meisten Leipzigerinnen und
Leipziger ihre Eintrittskarten 1 bis 3 Monate vor den klassischen Konzerten.
Langfristig über ein halbes Jahr sichern sich nur wenige ihr gewünschtes
Konzerterlebnis. Dies trifft vor allem auf die ältere Generation zu. Dagegen
agiert jeder Zehnte spontan und besorgt die Karten erst am Konzertabend.
Und dies wiederum trifft vorrangig auf die jüngeren Befragten zu.
Tab. 9-5: Wie lange im Voraus kaufen Sie üblicherweise Karten für klassische Konzerte in Leipzig?
mehr als 6
Monate im
Voraus
Befragte
Gesamt 2013:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre

3 bis 6
Monate im
Voraus

1 bis 3
Monate im
Voraus

2 bis 4
weniger als
Wochen im 2 Wochen
Voraus
im Voraus

kaufe am
Konzerttag/
Konzertabend

Anzahl
755

6

11

28

23

22

10

290
448

5
6

9
13

30
28

21
23

22
22

13
8

162
171
194
209

2
2
6
13

12
8
14
11

26
36
28
25

21
23
25
20

23
21
21
22

15
9
6
9

Prozent

9.3. Besuch von Leipziger Kultureinrichtungen
Tabelle 9-6 zeigt auf, in welcher Häufigkeit die Leipzigerinnen und Leipziger
ausgewählte Kultureinrichtungen in den 12 Monaten vor der Befragung besucht haben. Von den Einzeleinrichtungen wurde das Gewandhaus mit Abstand am häufigsten genannt. Bei den Einrichtungen, die für mehrere genrebezogene Häuser stehen (Kino, Soziokulturelle Zentren und Kabaretts), nennen die Befragten die Leipziger Kinos besonders häufig. In diesem Zusammenhang muss jedoch angemerkt werden, dass es sich hierbei um eine sehr
allgemein verstandene Abfrage zur Besuchshäufigkeit kultureller Einrichtungen in Leipzig handelt.
Tab. 9-6: Häufigkeit des Besuchs folgender Leipziger Kultureinrichtungen in den letzten 12 Monaten
häufiger als
sechsmal
Nennungen
1312
Gewandhaus
Oper
Musikalische Komödie
Schauspielhaus
Theater der Jungen Welt
Museum für Angewandte Kunst
(Grassi-Museum)
Naturkundemuseum
Stadtgeschichtliches Museum
Museum der bildenden Künste
Kinos in Leipzig
Soziokulturelle Zentren
Kabaretts

vier- bis
sechsmal

3
0
0
0
0

4
1
1
1
1

0

1

0
1
1
15
8
2

zwei- bis
dreimal
Prozent
11
7
5
4
3

einmal

gar nicht

25
19
13
10
8

58
72
80
85
88

7

22

70

1
1
2

3
7
7

18
21
19

77
70
72

19
7
5

27
12
17

12
12
22

27
62
55

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

107

10.

Kommunalpolitik und Dienstleistungen der Stadt

10.1 Die größten Probleme in der Stadt Leipzig
Regelmäßig erhalten die Leipzigerinnen und Leipziger in der Kommunalen
Bürgerumfrage die Möglichkeit, die ihrer Meinung nach drei größten Probleme
der Stadt zu benennen. Dazu kann aus mittlerweile 22 Items ausgewählt
werden. Das Ergebnis ist in Abbildung 10-1 im Zeitvergleich dargestellt. Die
Darstellung zeigt: bei einzelnen Problemfeldern sind in den vergangenen drei
Jahren deutliche Veränderungen festzustellen.
Das größte Problem in der
Stadt ist für die Leipzigerinnen und Leipziger der
Bereich „Kriminalität,
Sicherheit“

Mit Abstand das größte Problem in der Stadt sehen die Leipzigerinnen und
Leipziger nach wie vor bei „Kriminalität, Sicherheit“. Im Betrachtungszeitraum
2010, 2011 und 2013 muss für diesen Problembereich eine kontinuierliche
Steigerung konstatiert werden. Haben 2010 noch 29 Prozent der Leipziger
Bevölkerung darin ein großes Problem gesehen (was in jenem Jahr Rang 4
bedeutete), sind es 2013 mit 47 Prozent 18 Prozentpunkte mehr und Rang 1.
Fast jeder Zweite schätzt „Kriminalität, Sicherheit“ damit als größtes Problem
in der Stadt ein.
Etwas anders stellt sich die Problemwahrnehmung der Bürgerinnen und
Bürger zum „Straßenzustand“ dar. Dieses Problemfeld steht zwar mit 38 Prozent an zweiter Stelle des Rankings, es ist jedoch ein leichter Rückgang zum
Vergleichsjahr 2011 um 3 Prozentpunkte zu verzeichnen.
Circa jeder Vierte der Befragten sieht in der „Armut“ in der Stadt ein großes
Problem. Auch wenn sich dieser Problembereich prozentual auf gleichem
Niveau wie 2010 und 2011 bewegt, rückt die „Armut“ in der Rangfolge vom
5. Rang in 2010 auf den nunmehr 3. Rang vor.

„Finanzsituation, Verschuldung der Stadt“ und
„Arbeits- und Ausbildungsplätze“ werden von den
Leipzigern weit weniger
als Probleme wahrgenommen als in den Vorjahren

Deutlich seltener als zuvor werden die „Finanzsituation, Verschuldung der
Stadt“ und auch die „Arbeits- und Ausbildungsplätze“ als Problem wahrgenommen. Bei den Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist im Vergleich zu 2010
ein Rückgang um 18 Prozentpunkte zu verzeichnen. Die deutlichen Verbesserungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt spiegeln sich somit
deutlich im Problembewusstsein der Leipziger Bürgerschaft wider.
Im Problem-Ranking folgen „Straßenbaustellen, Umleitungen“ und „Kindertagesstätten“ mit jeweils 17 Prozent, was einer leichten Verschlechterung zum
Vergleichsjahr 2011 gleichkommt. In jenem Jahr lag die Problemwahrnehmung bei jeweils 15 Prozent. Auch der Bereich „Wohnkosten“ (14 Prozent)
wird etwas kritischer als in den Vorjahren (jeweils 12 Prozent) eingeschätzt.
Die Entwicklung auf dem Leipziger Wohnungsmarkt zeigt offensichtlich in der
Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger erste Auswirkungen.
Das „Zusammenleben mit Ausländern“ sieht die Bevölkerung ebenfalls negativer als in den beiden Vergleichsjahren. Der Anteil an Ausländern in der Stadt
ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch die zunehmende
Anzahl von Flüchtlingen, die nach Leipzig kommen, wird offensichtlich mit Sorge beobachtet.
„Wohnungsleerstand“, „Umweltbelastung“, „Zustand der Sportanlagen“ sowie
Freizeitangebote für Senioren und Familien werden kaum als Probleme in der
Stadt wahrgenommen. Hier bewegt sich das Antwortverhalten der Befragten
im unteren Prozentbereich und auch auf gleichem Niveau wie in den
Vorjahren.
Die Problemwahrnehmung ist in Abbildung 10-2 nach ausgewählten Bevölkerungsgruppen, die sich in unterschiedlichen Lebensphasen befinden,
ausgewertet. Für die junge Generation „U25“ stehen auch die „Kriminalität und
Sicherheit“ an erster Stelle der Rangfolge. Sie benennen zudem das
„Zusammenleben mit Ausländern“ überdurchschnittlich häufig, sodass dieser
Problembereich Rang 3 belegt. Arbeits- und Ausbildungsplätze rangieren

108

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 10-1: Die größten Probleme in der Stadt Leipzig im Zeitvergleich (in Prozent)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

109

Abb. 10-2: Die größten Probleme in der Stadt Leipzig nach Bevölkerungsgruppen (in Prozent)
Junge Erwachsene unter 25 Jahre

Familien
(Befragte mit Kindern unter 15 Jahren im Haushalt)

Kriminalität, Sicherheit
43
Straßenzustand
33
Zusammenleben mit Ausländern
27
Arbeits-/Ausbildungsplätze
23
23
Wohnkosten
23
Armut
16
Kindertagesstätten
15
Baustellen in der Innenstadt
13
Finanzsituation/Verschuldung der Stadt
11
Sauberkeit auf Straßen/Plätzen
10
Straßenbaustellen, Umleitungen
10
ärztliche Versorgung
9
Öffentlicher Nahverkehr
9
Parkplätze
9
Schulen
9
Lärmbelastung
7
Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
6
Wohnungsleerstand
Umweltbelastung 3
Freizeitangebote für Senioren 1
Zustand der Sportanlagen 0
Freizeitangebote für Familien 0

37
Kindertagesstätten
34
Straßenzustand
34
Kriminalität, Sicherheit
23
Schulen
22
Armut
Finanzsituation/Verschuldung der Stadt
20
Arbeits-/Ausbildungsplätze
19
Wohnkosten
17
Baustellen in der Innenstadt
13
Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
13
Straßenbaustellen, Umleitungen
12
Zusammenleben mit Ausländern
11
Sauberkeit auf Straßen/Plätzen
9
Parkplätze
9
6
Zustand der Sportanlagen
ärztliche Versorgung 5
Lärmbelastung 4
Öffentlicher Nahverkehr 3
Freizeitangebote für Familien 2
Umweltbelastung 2
Wohnungsleerstand
1
Freizeitangebote für Senioren
1

Seniorinnen und Senioren (55 bis 85 Jahre)
Kriminalität, Sicherheit
Straßenzustand
Sauberkeit auf Straßen/Plätzen
25
Finanzsituation/Verschuldung der Stadt
20
Armut
18
17
Straßenbaustellen, Umleitungen
12
ärztliche Versorgung
Wohnkosten
12
Baustellen in der Innenstadt
11
Arbeits-/Ausbildungsplätze
11
Lärmbelastung
9
8
Parkplätze
8
Zusammenleben mit Ausländern
Kindertagesstätten
7
Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche 5
Wohnungsleerstand 5
Umweltbelastung 4
Schulen 4
Öffentlicher Nahverkehr 3
Freizeitangebote für Senioren 3
Zustand der Sportanlagen 1
Freizeitangebote für Familien
0

66
42

Die Problemwahrnehmung fällt in Bevölkerungsteilgruppen
durchaus unterschiedlich aus

auf Rang 4 im oberen Bereich. Die „Wohnkosten“, die insgesamt auf Rang 9
rangieren, werden von der jungen Generation deutlich stärker problematisiert.
Fast jeder Vierte benennt sie als Problem.
Für Familien sind „Kindertagesstätten“ das Problem Nr. 1. Auch „Schulen“
werden deutlich häufiger benannt und landen auf Rang 4 der Problemfolge.
Somit wird die „Kriminalität und Sicherheit“ etwas aus dem Problembewusstsein der Familien verdrängt. Nur jeder Dritte gibt dieses Problem an.
Für Seniorinnen und Senioren ist die „Kriminalität und Sicherheit“ das mit
großem Abstand dringlichste Problem in der Stadt. Zwei von drei Befragten
benennen es. Während der „Straßenzustand“ in allen Gruppen auf Rang 2
110

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

landet, problematisieren die Senioren die „Sauberkeit auf Straßen und
Plätzen“ verstärkt.
10.2 Sparen – Nichtsparen?
Das Meinungsbild der Leipziger Bevölkerung zur Finanzsituation und Verschuldung der Stadt hat sich im Laufe der vergangenen vier Jahre deutlich
verbessert. Dennoch bleiben die Entscheidungen, in welchem Maße die zur
Verfügung stehenden finanziellen Mittel für die städtischen Aufgaben eingesetzt werden, wichtiger Bestandteil der Kommunalpolitik. Die Befragten
können aus 16 kommunalen Aufgaben drei Bereiche auszuwählen, in denen
aus ihrer Sicht gespart oder nicht gespart werden soll. Der Saldo zwischen
Sparen und Nicht-Sparen ist in Abbildung 10-3 dargestellt. Im Kinder- und
Jugendbereich sowie beim Straßenbau soll demnach nicht gespart werden, im
kulturellen Bereich werden hingegen eher Kürzungen hingenommen.
Abb. 10-3: Saldo zwischen Sparen und Nicht-Sparen
Schulen und Kindertagesstätten
Straßenbau und -sanierung

63
41

Angebote für Kinder und Jugendliche
Unterstützung sozial Benachteiligter
Naherholung, Grünanlagen, Parks
Brand- und Katastrophenschutz
Schwimmbäder, Sportanlagen
Ver- und Entsorgung

28
22
18
12
11
10

(67)

( 51)

( 37)

( 29)
( 13)

(7)
( 10)

NICHT
SPAREN

( 13)

Wirtschaftsförderung
( 30)
Öffentliche Verkehrsmittel 5 (10)
(-2)
Angebote für Senioren
-3
-8 Gewährung von Ermäßigungen
(-4)
Städtische Bibliotheken
-14
(- 15)
8

SPAREN

(- 24)
(-11)
(- 27)

-16
-18

-22

Soziokultur
Oper, Gewandhaus, Schauspiel
Museen, Ausstellungen

Rechts bzw. links neben dem Balken ist der Wert in () aus 2011 zum Vergleich angegeben.

Mit großem Abstand darf aus Bürgersicht bei „Schulen und Kindertagesstätten“ nicht gespart werden. Dieser Wert liegt nur 4 Prozentpunkte unter
dem Vergleichswert von 2011. Obwohl „Straßenbau und –sanierung“ immer
noch sehr stark im Problembewusstsein der Bürgerschaft steht, ist das Votum
zum „Nicht-Sparen“ deutlich um 10 Prozentpunkte zurückgegangen. Bei der
„Wirtschaftsförderung“ plädierten die Befragten traditionell immer für ein deutliches Nicht-Sparen. Angesichts einer positiven Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung in Leipzig landet dieser städtische Aufgabenbereich 2013 nur
noch knapp im Bereich Nicht-Sparen. Bei der Daseinsvorsorge und auch bei
der „Unterstützung sozial Benachteiligter“ votieren die Bürgerinnen und Bürger
ebenfalls dafür in diesen Bereichen nicht zu sparen. Während bei Kindern und
Jugendlichen eindeutig nicht gespart werden soll, tendiert das Meinungsbild
bei „Angeboten für Senioren“ zum Sparen.

Prozentpunkte

Auf keinen Fall soll bei
Schulen und Kindertagesstätten sowie
beim Straßenbau gespart
werden

Es bleibt also nach wie vor eine sehr schwierige Aufgabe, die begrenzt vorhandenen finanziellen Ressourcen umsichtig für die vielfältigen kommunalen
Aufgaben einzusetzen und gleichzeitig die Interessen der Bürgerinnen und
Bürger ausgewogen zu berücksichtigen. In Abbildung 10-4 ist zudem das
Meinungsbild, in welchen Bereich gespart werden kann und in welchen nicht,
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

111

Abb. 10-4: Saldo zwischen Sparen und Nicht-Sparen nach Bevölkerungsgruppen
Junge Erwachsene unter 25 Jahre

Im Vergleich zu den
anderen Gruppen
sprechen sich junge
Erwachsene häufiger für
die Unterstützung sozial
Benachteiligter aus

69
Schulen und Kindertagesstätten
24
Unterstützung sozial Benachteiligter
18
Angebote f. Kinder und Jugendliche
18
Naherholung, Grünanlagen, Parks
18
Straßenbau und -sanierung
Ver- und Entsorgung 12
Öffentliche Verkehrsmittel 2
-1 Schwimmbäder, Sportanlagen
-3 Brand- und Katastrophenschutz
-5 Wirtschaftsförderung
-9 Soziokultur
-15
Museen, Ausstellungen
-15
Angebote für Senioren
-17
Gewährung von Ermäßigungen
-19
Oper, Gewandhaus, Schauspiel
-22
Städtische Bibliotheken

NICHT
SPAREN

SPAREN

Prozentpunkte

Familien
(Befragte mit Kindern unter 15 Jahren im Haushalt)

Das Votum gegen
Einsparungen bei Schulen
und Kindertagesstätten ist
eindeutig. Obwohl die
Eltern bei Angeboten für
Kinder- und Jugendliche
kein Einsparpotenzial
sehen, geht die Bewertung
bei den städtischen
Bibliotheken in Richtung
„Sparen“.

Schulen und Kindertagesstätten
Angebote f. Kinder und Jugendliche
28
Straßenbau und -sanierung
26
Unterstützung sozial Benachteiligter
22
Naherholung, Grünanlagen, Parks
Schwimmbäder, Sportanlagen
16
Brand- und Katastrophenschutz 6

86
42

NICHT
SPAREN

-1

Wirtschaftsförderung
Ver- und Entsorgung
-7 Städtische Bibliotheken
-11
Gewährung von Ermäßigungen
-11
Angebote für Senioren
-11 Öffentliche Verkehrsmittel
-12 Soziokultur
-21
Museen, Ausstellungen
-25
Oper, Gewandhaus, Schauspiel
-1

SPAREN

Prozentpunkte

Seniorinnen und Senioren (55 bis 85 Jahre)
Senioren plädieren für den
Einsatz städtischer Mittel
bei Straßenbau und sanierung. Bei Angeboten
für Senioren sieht nur die
knappe Mehrheit kein
Einsparpotenzial. Dafür
plädieren auch Senioren
deutlich dafür, beim
Kinder- und Jugendbereich
nicht zu sparen.

52
24

Angebote f. Kinder und Jugendliche
Brand- und Katastrophenschutz

24
14

Öffentliche Verkehrsmittel
Wirtschaftsförderung
Naherholung, Grünanlagen, Parks

12

Unterstützung sozial Benachteiligter
Ver- und Entsorgung

10

Schwimmbäder, Sportanlagen
Angebote für Senioren
Gewährung von Ermäßigungen
-12

SPAREN

-17
-23
-28

112

52

Straßenbau und -sanierung
Schulen und Kindertagesstätten

12
12

NICHT
SPAREN

9
7
1

Oper, Gewandhaus, Schauspiel
Städtische Bibliotheken
Soziokultur
Museen, Ausstellungen

Prozentpunkte

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

für die ausgewählten Bevölkerungsgruppen ausgewertet. Bei „Schulen und
Kindertagesstätten“ herrscht über alle Gruppen hinweg Einigkeit, dass hier
nicht gespart werden sollte. Senioren sehen zudem bei „Straßenbau und
-sanierung“ kein Einsparpotenzial. Auch in den Bereichen der Daseinsvorsorge sollte aus Sicht der Senioren nicht gespart werden. Bei den Familien
wird im Bereich „Öffentliche Verkehrsmittel“ und „Ver- und Entsorgung“
dagegen Sparpotenzial gesehen. Einigkeit in allen Gruppen herrscht wiederum dahingehend, dass im kulturellen Bereich am ehesten die Möglichkeit von
Einsparungen gesehen wird, wobei die Reihenfolge der angegebenen
kulturellen Einrichtungen bzw. Angebote in den Gruppen variiert.
10.3 Kenntnis und Nutzung des Bürgertelefons
Knapp drei Viertel der Leipzigerinnen und Leipizgier kennen das Bürgertelefon
der Stadtverwaltung 0341/123-0, circa jeder Vierte hat es bereits mindestens
einmal genutzt.
Abb. 10-5: Kenntnis des Bürgertelefons 0341/123-0 (in Prozent)

Gesamt

12

14

45

17

11

männlich

11

15

45

16

13

weiblich

13

14

45

18 bis 34 Jahre

9

35 bis 49 Jahre

13

65 bis 85 Jahre

Erwerbstätige

15

Arbeitslose

15

Rentner

9
6
0%

42

16

49

19

11

53

14

8

20

21

17

18

50 bis 64 Jahre

Schüler, Studenten

39

10

15

18

45

17

15

43

16

16

51
30

20%

11

18

16

7
7
7

11
9
7

45

19
40%

Circa drei Viertel der
Leipzigerinnen und
Leipziger kennen das
Bürgertelefon
0341/123-0, jeder
Vierte hat es schon
einmal genutzt

60%

80%

100%

ja, kenne ich und habe es bereits mehrfach genutzt
ja, kenne ich und habe es schon einmal genutzt
ja, kenne ich, habe es aber noch nicht genutzt
nein, kenne ich nicht, habe es auch noch nicht genutzt, interessiert mich aber
nein, kenne ich nicht, habe es auch noch nicht genutzt, interessiert mich auch nicht

Geht man davon aus, dass das Bürgertelefon erst vor 2 Jahren als zusätzliches Kommunikationsmittel zwischen Bürger und Stadtverwaltung installiert
wurde, kann man durchaus von einem gelungenen, positiven Start sprechen.
Ein Blick auf Abbildung 10-5 zeigt, dass zwischen Männern und Frauen kaum
Unterschiede hinsichtlich der Nutzung des Bürgertelefons vorliegen. Anders
sieht es dagegen bei der Betrachtung nach Alter und Erwerbstätigkeit aus.
Personen im mittleren Erwachsenenalter kennen überdurchschnittlich häufig
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

113

das Bürgertelefon und haben es schon einmal genutzt. Circa zwei Drittel der
Studenten/Schüler kennen es dagegen nicht und nur 6 Prozent von ihnen
haben das Bürgertelefon schon einmal genutzt.
Abb. 10-6: Zufriedenheit mit dem Bürgertelefon derjenigen, die es bereits
genutzt haben (in Prozent)
Diejenigen, die das
Bürgertelefon bereits
genutzt haben, sind
mehrheitlich damit
zufrieden

3 2
sehr zufrieden

16

27
eher zufrieden
teils/teils
eher unzufrieden
sehr unzufrieden
53

Mit 80 Prozent ist die überwiegende Mehrzahl derjenigen, die das Bürgertelefon bereits genutzt haben, zufrieden. Nur 4 Prozent der Nutzer sind unzufrieden und jeder sechste Nutzer beantwortet die Frage nach der Zufriedenheit
mit „teils/teils“.
Die Unzufriedenen
bemängeln zu lange
Wartezeiten und
ungelöste Anliegen

Um Ursachenforschung zu betreiben, wurden nach den Gründen für die Unzufriedenheit gefragt, wobei 4 Antwortmöglichkeiten vorgegeben und Mehrfachantworten möglich waren. „Zu lange Wartezeiten“ und „mein Anliegen blieb
ungelöst“ bilden mit jeweils 44 Prozent die Hauptgründe für die Unzufriedenheit der betreffenden Bürgerinnen und Bürger. Unfreundliche Mitarbeiter
stellen für 28 Prozent einen Grund zur Unzufriedenheit dar.

Abb. 10-7: Gründe für die Unzufriedenheit bei der Nutzung des Bürgertelefons
(in Prozent)
22 Prozent der Nutzer des Bürgertelefons sind nur teilweise zufrieden oder unzufrieden. Die
Gründe dafür sind:

zu lange Wartezeit

44

mein Anliegen blieb ungelöst

44

Mitarbeiter sind unfreundlich

28

sonstiger Grund

18
0

10

20

30

40

50

10.4 Online-Terminreservierung bei städtischen Ämtern
Erwerbstätige, die mittleren Altersjahrgänge
sowie Schüler und
Studenten kennen die
Möglichkeit, im
Ordnungsamt und in
den Bürgerämtern,
Termine per Internet
zu reservieren
114

Ein weiterer Service der Stadtverwaltung besteht in der Möglichkeit, Termine
im Ordnungsamt bei der Zulassungs- und Führerscheinstelle sowie bei allen
Bürgerämtern im Internet vorab zu reservieren. Zwei Drittel aller Befragten ist
dieser Service bekannt. Insbesondere Erwerbstätige, die mittleren Altersjahrgänge von 35 bis 64 Jahre sowie Schüler und Studenten kennen überdurchschnittlich häufig dieses Angebot der Verwaltung zur Zeitoptimierung.
Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahre kennen dieses Angebot seltener.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abb. 10-8: Kenntnis über Online-Terminreservierung in der Zulassungs- und
Führerscheinstelle sowie bei allen Bürgerämtern (in Prozent)
Gesamt

12

14

45

17

11

männlich

11

15

45

16

13

weiblich

13

14

45

18 bis 34 Jahre

9

35 bis 49 Jahre

8

15

Arbeitslose

15

Schüler, Studenten

9
6

20
16

42

19

11

49

14

Erwerbstätige

Rentner

17

13

18

53

15

15

45

17

16

43

16

16

51
30

11

21

39

18

50 bis 64 Jahre
65 bis 85 Jahre

10

18

19

0%
20%
40%
ja, kenne ich und habe es bereits mehrfach genutzt

7
7
7

11
9
7

45
60%

80%

100%

ja, kenne ich und habe es schon einmal genutzt
ja, kenne ich, habe es aber noch nicht genutzt
nein, kenne ich nicht, habe es auch noch nicht genutzt, interessiert mich aber
nein, kenne ich nicht, habe es auch noch nicht genutzt, interessiert mich auch nicht

Die Online-Terminreservierung wird sehr positiv aufgenommen. 76 Prozent
aller bisherigen Nutzer wünschen sich die Ausweitung dieses Angebots auf
weitere Bereiche. Insgesamt betrachtet wünschen sich zwei Drittel der
Leipzigerinnen und Leipziger, dass Online-Reservierungen auch auf andere
Ämter ausgeweitet werden (siehe Abbildung 10-9).

Die überwiegende
Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger wünscht
sich den Ausbau der
Terminreservierung per
Internet auch auf
Männer wünschen sich diese Option noch häufiger als Frauen. Insbesondere andere städtische Ämter

sind es jedoch Personen im jungen und mittleren Erwachsenenalter, die per
Internet ihre Ämtertermine abwickeln möchten. Aber auch unter Seniorinnen
und Senioren, die eine unterdurchschnittliche Internetaffinität haben, möchte
jeder Dritte über die bereits bestehenden Möglichkeiten online mit der
Stadtverwaltung Termine vereinbaren.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

115

Abb. 10-9: Wunsch nach Online-Terminreservierung für weitere Ämter
(in Prozent)
Gesamt

65

männlich

6

71

weiblich

29

4

61

25

7

18 bis 34 Jahre

32

80

35 bis 49 Jahre

3

75

50 bis 64 Jahre

7

63

65 bis 85 Jahre

32

Erwerbstätige

6
10

58

4

70

Rentner

37

Schüler, Studenten

7
9

73
0%

20%
ja

18
31

75

Arbeitslose

17

40%
nein

21
22

54
10
60%
ist mir egal 80%

17
100%

10.5 Beurteilung der Arbeits- und Verdienstperspektive in Leipzig
Anhand der Einschätzung der eigenen Arbeits- und Verdienstperspektive
geben die Bürgerinnen und Bürger eine Bewertung des Wirtschaftsstandorts
ab.
Insgesamt betrachtet wird die eigene Arbeitsperspektive von allen Befragten
etwas positiver als die eigene Verdienstperspektive eingeschätzt. Ausgeschlossen von den folgenden Ausführungen sind die 65- bis 85-Jährigen bzw.
Rentnerinnen und Rentner. Sie beantworten diese Frage mit „trifft nicht zu“, da
sie sich in der Regel nicht mehr im Arbeitsprozess befinden. Dies betrifft
allerdings auch jeden Vierten 50- bis 64-Jährigen.
Jeder Zweite im
mittleren Erwerbsalter
schätzt seine Arbeitsperspektive als gut
oder sehr gut ein

Arbeitsperspektive: Von denen, die eine Bewertung abgeben, schätzt jeder
zweite seine Arbeitsperspektive als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Mit zunehmendem Alter steigt zunächst die Einschätzung der eigenen Arbeitsperspektive.
Nur jeder dritte der unter 25-Jährigen sieht eine gute Arbeitsperspektive. In
den folgenden Altersjahrgängen scheint sich die Verunsicherung hinsichtlich
der beruflichen Perspektive abzubauen und jeder zweite beurteilt die eigene
Arbeitsperspektive mit „gut“ oder „sehr gut. Die Generation ab 55+, die noch
erwerbsfähig ist, beurteilt ihre Situation wieder etwas schlechter, jedoch immer
noch besser als die Generation U25.
Zwei Drittel der arbeitslosen Bevölkerung bewertet ihre Arbeitsperspektive als
„schlecht“ oder „sehr schlecht“. Bei Erwerbstätigen hängt die Beurteilung der
Arbeitsperspektive recht stark von der jeweiligen Stellung im Berufsleben ab.
Die positivsten Einschätzungen geben mittlere und leitende Angestellte ab.
Bei den leitenden Angestellten bewertet sogar jeder Sechste seine Arbeitsperspektive mit „sehr gut“. Auch unter den Selbstständigen ist die Stimmung
vielfach gut. Mehr als die Hälfte beurteilt ihre Arbeitsperspektive als „gut“ oder
„sehr gut“.

116

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Tab. 10-1: Beurteilung der eigenen Arbeitsperspektive in Leipzig*
1
sehr gut

2
gut

Befragte
Anzahl
Gesamt 2013:
7
39
1300
davon:
554
männlich
8
39
713
weiblich
7
40
davon:
73
18-24 Jahre
6
27
223
25-34 Jahre
10
40
177
35-44 Jahre
6
44
231
45-54 Jahre
6
42
220
55-64 Jahre
4
38
darunter Stellung im Erwerbsleben:
655
Erwerbstätige
9
43
49
Arbeitslose
3
14
53
Schüler/Studenten
0
38
darunter nach Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
88
Selbstständige
10
43
91
leitende Angestellte
17
36
212
mittlere Angestellte
13
46
250
Einfache Angestellte
4
46
124
Vorarbeiter/Facharbeiter
5
37
56
Ungelernte/Berufsfremde
3
33
53
Auszubildende
5
34
* ohne trifft nicht zu

3
teils/teils

4
schlecht

Prozent
37

5
sehr
schlecht

Mittelwert
1-5

13

4

2,7

37
36

12
14

4
4

2,6
2,7

51
35
37
33
31

15
13
10
11
18

1
3
3
7
8

2,8
2,6
2,6
2,7
2,9

37
19
45

9
39
14

3
25
2

2,5
3,7
2,8

35
37
31
36
35
28
49

8
9
9
10
19
26
10

3
1
2
3
4
10
2

2,5
2,4
2,4
2,6
2,8
3,1
2,7

Verdienstperspektive: Die eigene Verdienstperspektive wird von den Leipzigerinnen und Leipzigern wesentlich kritischer eingeschätzt als die eigene
Arbeitsperspektive. Während der Mittelwert der Arbeitsperspektive bei 2,7
liegt, beträgt er für die Verdienstperspektive 3,1. Zwischen den Altersgruppen
bestehen Unterschiede, die sind jedoch geringer ausgeprägt als bei der
Beurteilung der Arbeitsperspektive. Es gilt jedoch auch: Personen im mittleren
erwerbsfähigen Alter schätzen ihre Verdienstperspektive noch am besten ein,
während die sehr jungen Erwerbsfähigen und die älteren Erwerbsfähigen ab
55 eine schlechtere Bewertung abgeben.

Die Verdienstperspektiven sehen die Leipzigerinnen und Leipziger
kritischer als ihre
Arbeitsperspektiven

Tab. 10-2: Beurteilung der eigenen Verdienstperspektive in Leipzig*
1
sehr gut
Befragte

Gesamt 2013:
davon:

Anzahl
1300

3

2
gut
26

554
männlich
3
27
713
weiblich
2
27
davon:
73
18-24 Jahre
3
15
223
25-34 Jahre
2
27
177
35-44 Jahre
2
26
231
45-54 Jahre
4
33
220
55-64 Jahre
3
28
darunter Stellung im Erwerbsleben:
655
Erwerbstätige
3
30
49
Arbeitslose
0
2
53
Schüler/Studenten
0
17
darunter nach Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
88
Selbstständige
6
35
91
leitende Angestellte
6
31
212
mittlere Angestellte
5
36
250
Einfache Angestellte
1
29
124
Vorarbeiter/Facharbeiter
1
22
56
Ungelernte/Berufsfremde
0
16
53
Auszubildende
3
14

3
teils/teils

4
schlecht

Prozent
39

5
sehr
schlecht

Mittelwert
1-5

24

3

3,1

38
40

24
24

3
2

3,1
3,1

48
37
42
35
33

32
27
22
17
23

3
2
2
4
3

3,1
3,1
3,1
3,0
3,1

39
20
51

22
42
24

3
0
0

3,0
4,1
3,2

30
45
35
39
38
42
48

23
16
17
24
29
21
31

7
1
6
6
11
21
4

2,9
2,8
2,8
3,0
3,3
3,5
3,2

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

117

Bei Betrachtung nach der Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben
schätzen leitende und mittlere Angestellte sowie Selbstständige ihre Verdienstperspektive positiver ein als die anderen Teilgruppen.
10.6 Nutzung des Jobtickets
Das Jobticket ist ein Tarifangebot des MDV für Unternehmen, mit dem die
Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Arbeitsweg gefördert wird und das
gegenüber den Normaltarifen preisermäßigt ist.
13 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber ein Jobticket
anbietet. Alle anderen Befragten stehen entweder nicht mehr im Berufsleben
oder ihr Arbeitgeber bietet kein Jobticket an.
Wird ein Jobticket
angeboten, nutzen
es 29 Prozent der
Befragten auch

Besteht die Möglichkeit, ein Jobticket in Anspruch zu nehmen, nutzen
29 Prozent diese Möglichkeit. Weitere 16 Prozent nutzen es nicht, haben aber
Interesse daran. Mehr als die Hälfte nimmt also das Angebot eines Jobtickets
nicht in Anspruch. Für sie ist dieses Angebot also grundsätzlich nicht relevant,
weil vorwiegend alternative Möglichkeiten für die Zurücklegung ihres Arbeitswegs genutzt werden. 55 Prozent von ihnen fahren mit dem Pkw zur Arbeit,
23 Prozent fahren mit dem Fahrrad und 17 Prozent gehen zu Fuß.

Abb. 10-10:

Nutzung des Jobtickets (in Prozent)
Wird Jobticket vom Arbeitgeber
angeboten?

Nutzen Sie dieses Jobticket?

ja
29 %

nein oder trifft
nicht zu
87 %

nein, habe aber
Interesse 16 %
ja
13 %
nein, habe auch
kein Interesse
55 %

118

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Anhang

Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Fragebögen Kommunale Bürgerumfrage 2013

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

119

120

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Bürgerumfrage 2001 - Ergebnisübersicht

Tabellenverzeichnis
Seite

Methodische Vorbemerkungen
Tab. 0-1
Tab. 0-2
Tab. 0-3
Tab. 0-4
Tab. 0-5
1.
Tab. 1-1
Tab. 1-2
2.
Tab. 2-1
Tab. 2-2
Tab. 2-3
Tab. 2-4
Tab. 2-5
Tab. 2-6
3.

Vergleich der Altersstruktur von Grundgesamtheit und auswertbarer Stichprobe ................ 8
Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben ...................................................................... 10
Partnerschaftsbeziehung ................................................................................................... 10
Höchster schulischer Abschluss ........................................................................................ 10
Haushaltstyp...................................................................................................................... 10
Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht
Allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger ................................. 14
Allgemeine Zukunftssicht der Leipzigerinnen und Leipziger ............................................ 17
Einkommen und wirtschaftliche Situation
Persönliches monatliches Nettoeinkommen .................................................................... 20
Monatliches Haushaltsnettoeinkommen .......................................................................... 23
Armutsgefährdungsschwellen für ausgewählte Haushaltskonstellationen
2012 und 2013 ................................................................................................................ 25
Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haushalte ........................................................... 26
Persönliches Monatsnettoeinkommen und Haushaltsnettoeinkommen 2011 und 2013 .. 28
Hauptquelle des Lebensunterhalts der Haushalte 2013 nach Ortsteilen ......................... 29
Wohnen und Umziehen

Tab. 3-1
Tab. 3-2
Tab. 3-3
Tab. 3-4

Zufriedenheit mit dem Wohnviertel.................................................................................. 31
Zufriedenheit mit dem Wohnviertel 2013 und 2008 ......................................................... 32
Wohnstatus der Leipziger Haushalte............................................................................... 36
Letzte energetische Sanierungsmaßnahme am Wohngebäude
nach Auskunft der Befragten ........................................................................................... 40
Tab. 3-5 Jahresstromverbrauch der Leipziger Haushalte nach Haushaltsgröße
und Baualtersklasse des Wohngebäudes ....................................................................... 41
Tab. 3-6 Jahreswärmeverbrauch der Leipziger Haushalte nach Haushaltsgröße
und Baualtersklasse des Wohngebäudes ....................................................................... 41
Tab. 3-7 Grundmiete, Gesamtmiete und Mietbelastung ............................................................... 42
Tab. 3-8 Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren
aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen? ..................................................................... 44
Tab. 3-9 Umzugsabsicht und Umzugsziele nach Wohndauer in Leipzig........................................ 45
Tab. 3-10 Umzugsgründe (Hauptgrund) nach Alter der Befragten und Wohndauer in Leipzig ........ 46
Tab. 3-11 Falls Sie Ihre neue Wohnung mieten: Was würden Sie maximal an Miete zahlen?......... 47
Tab. 3-12 Bevorzugte Baualtersklasse der neuen Wohnung ........................................................... 48
4.
Tab. 4-1
5.
Tab. 5-1
Tab. 5-2
Tab. 5-3
Tab. 5-4
Tab. 5-5
Tab. 5-6

Lebensphasen
Dauer der Elternzeit bei Eltern mit Kindern bis 7 Jahren ................................................. 50
Umwelt
Sollte die Stadt Leipzig Ihrer Meinung nach mehr für den Klimaschutz tun? ................... 61
Wird in der Stadt Leipzig genügend für die Elektromobilität getan? ................................ 62
Ist Ihnen energetische Sanierung wichtig? ...................................................................... 63
Zufriedenheit mit dem Zustand der Gewässer in der Stadt und Veränderungen
des Zustands der Gewässer in den letzten 5 Jahren ....................................................... 66
Funktionen des Auwaldes aus Sicht der Befragten ......................................................... 69
Wer sollte sich für Erhalt und Pflege der Auenlandschaft engagieren? ........................... 70

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

121

Seite

6.
Tab. 6-1
Tab. 6-2
Tab. 6-3
Tab. 6-4
Tab. 6-5
7.
Tab. 7-1
Tab. 7-2
Tab. 7-3
Tab. 7-4

8.
Tab. 8-1
Tab. 8-2
Tab. 8-3

9.
Tab. 9-1
Tab. 9-2
Tab. 9-3
Tab. 9-4
Tab. 9-5
Tab. 9-6

10.

Verkehr
Ausstattungsgrad der Haushalte mit Pkw und Motorrad/Moped ...................................... 73
Nutzung von Leihsystemen ............................................................................................. 78
Zahl der Fahrräder im Haushalt....................................................................................... 78
Beurteilung der Qualität und des Angebots an Radverkehrsanlagen und
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im eigenen Ortsteil ................................................... 81
Nutzung Kombination Fahrrad und ÖPNV....................................................................... 84
Gesundheit und Sport
Klassifikation des Körpergewichts mittels BMI................................................................. 85
Anteil adipöser Personen nach Erwerbsstatus und Altersgruppe .................................... 86
Selbsteinschätzung zum Gesundheitszustand ................................................................ 87
Welche Merkmale haben Einfluss auf die Selbsteinschätzung
zum Gesundheitszustand? .............................................................................................. 88

Volkshochschule, Hochschul- und Forschungseinrichtungen
Nutzung der Angebote der Volkshochschule Leipzig ...................................................... 92
Gründe dafür, die Angebote der Volkshochschule nicht zu nutzen.................................. 94
Informationsquellen über öffentliche und populärwissenschaftliche Veranstaltungen
in Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Leipzig ................................................... 98
Kultur
Kenntnis vom Jubiläum 1000 Jahre Ersterwähnung von Leipzig ..................................... 99
Ausgewählte Epochen und Ereignisse, die nach Meinung der Leipzigerinnen
und Leipziger im Jubiäumsjahr 2015 besonders herausgestellt werden sollten............. 102
Interesse an klassischer Musik ..................................................................................... 105
Häufigkeit des Besuchs klassischer Musikkonzerte in Leipzig ...................................... 105
Wie lange im Voraus kaufen Sie üblicherweise Karten für klassische Konzerte
in Leipzig? ..................................................................................................................... 107
Häufigkeit des Besuchs folgender Leipziger Kultureinrichtungen in den letzten
12 Monaten ................................................................................................................... 107
Kommunalpolitik und Dienstleistungen der Stadt

Tab. 10-1 Beurteilung der eigenen Arbeitsperspektive in Leipzig .................................................. 117
Tab. 10-2 Beurteilung der eigenen Verdienstperspektive in Leipzig .............................................. 117

122

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Abbildungsverzeichnis
Seite

Methodische Vorbemerkungen
Abb. 0-1
Abb. 0-2

Rücklauf nach Datum ........................................................................................................ 6
Rücklaufquoten nach Ortsteilen ........................................................................................ 7

1.

Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht

Abb. 1-1

Entwicklung der Lebenszufriedenheit (1992 bis 2013) und Zukunftssicht
(2008 bis 2013) ............................................................................................................... 13
Entwicklung der Lebenszufriedenheit (2003 bis 2013) nach Altersgruppen ..................... 14
Entwicklung der Lebenszufriedenheit (2003 bis 2013) nach Alter ................................... 15
Lebenszufriedenheit in den Ortsteilen im Zeitvergleich 2011 und 2013 ........................... 16
Zukunftssicht in den Ortsteilen im Zeitvergleich 2011 und 2013 ...................................... 18

Abb. 1-2
Abb. 1-3
Abb. 1-4
Abb. 1-5
2.

Einkommen und wirtschaftliche Situation

Abb. 2-1
Abb. 2-2
Abb. 2-3
Abb. 2-4
Abb. 2-5
Abb. 2-6
Abb. 2-7
Abb. 2-8
3.

Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens 1991 bis 2013 ............... 20
Persönliches monatliches Nettoeinkommen nach Alter 2013 .......................................... 21
Monatliches Einkommen Selbstständiger 2008 bis 2013 ................................................. 22
Haushaltsnettoeinkommen 2013 nach Bezugsgruppen................................................... 23
Entwicklung des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens 2003 bis 2013 ...................... 23
Entwicklung des Nettoäquivalenzeinkommens 2008 bis 2013......................................... 24
Hauptquelle des Lebensunterhalts 2008 bis 2013 ........................................................... 26
Nettoäquivalenzeinkommen der Leipziger Ortsteile 2013 ................................................ 30
Wohnen und Umziehen

Abb. 3-1
Abb. 3-2
Abb. 3-3
Abb. 3-4
Abb. 3-5
Abb. 3-6
Abb. 3-7
Abb. 3-8
Abb. 3-9
Abb. 3-10
Abb. 3-11
Abb. 3-12
Abb. 3-13
Abb. 3-14
Abb. 3-15
Abb. 3-16
4.
Abb. 4-1
Abb. 4-2
Abb. 4-3
Abb. 4-4

Zufriedenheit und Entwicklung mit dem Wohnviertel nach Ortsteilen .............................. 33
Entwicklung des Wohnviertels in den letzten 5 Jahren .................................................... 33
Wichtigkeit von Grünflächen in Wohnungsnähe .............................................................. 34
Wichtigkeit von Gewässern in Wohnungsnähe ............................................................... 34
Wichtigkeit von Nähe zu Grünflächen und Gewässern.................................................... 35
Anteil von Wohneigentum nach monatlichem Haushaltsnettoeinkommen ....................... 36
Wohnungsart nach Baualtersklassen .............................................................................. 37
Haushaltstypen nach Baualtersklassen ........................................................................... 37
Wohnfläche nach Haushaltsgröße .................................................................................. 38
Anteil Wohneigentum, Wohnungsgröße und Verteilung der Haushalte
nach Baualtersklassen auf Ortsteilebene ........................................................................ 39
Grund- und Gesamtmiete je qm 2007 bis 2013 ............................................................... 42
Mittlere Grundmiete pro qm auf Ortsteilebene................................................................. 43
Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren
aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen? ..................................................................... 44
Umzugsziele der Befragten ............................................................................................. 45
Hauptgründe für den Umzug nach Umzugsziel ............................................................... 46
Gewünschte Wohnfläche der neuen Wohnung ............................................................... 47

Lebensphasen
Inanspruchnahme der Elternzeit von Eltern mit Kindern bis 7 Jahren.............................. 49
Inanspruchnahme der Elternzeit von Eltern mit Kindern bis 7 Jahren
nach Stellung im Berufsleben .......................................................................................... 49
Zufriedenheit mit der Qualität des Betreuungsangebots.................................................. 51
Erhält/erhalten Ihr Kind/Ihre Kinder das Mittagessen in einer der folgenden
Einrichtungen? ................................................................................................................ 52

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

123

Seite
Abb. 4-5
Abb. 4-6

Zufriedenheit mit der Qualität des Mittagessens ............................................................. 53
Bereitschaft, mehr für das Mittagessen der Kinder zu zahlen, wenn sich die Qualität
verbessern ließe.............................................................................................................. 53
Abb. 4-7 Pflegebedürftige Angehörige im Haushalt und (mindestens teilweise) Übernahme
der Pflege ....................................................................................................................... 53
Abb. 4-8 Kenntnis des Seniorenbüros im eigenen Stadtbezirk ...................................................... 54
Abb. 4-9 Woher kennen Sie das Seniornbüro in Ihrem Stadtbezirk? ............................................. 55
Abb. 4-10 Vorhandensein von Merkmalen einer altengerechten Wohnung ..................................... 56
Abb. 4-11 Vorhandensein von Merkmalen einer altengerechten Wohnung
für die Altersgruppe der 18- bis 85-Jährigen ................................................................... 57
Abb. 4-12 Vorhandensein von Merkmalen einer altengerechten Wohnung
für die Altersgruppe der 50- bis 85-Jährigen ................................................................... 58
5.

Umwelt

Abb. 5-1
Abb. 5-2
Abb. 5-3
Abb. 5-4
Abb. 5-5
Abb. 5-6
Abb. 5-7
Abb. 5-8
Abb. 5-9
Abb. 5-10
Abb. 5-11
Abb. 5-12
Abb. 5-13

Abb. 5-14
Abb. 5-15
Abb. 5-16
Abb. 5-17
6.

Wichtigkeit von „Biologischer Vielfalt“ im Lebensraum Leipzig ........................................ 59
Negative Auswirkungen des Klimawandels für die Region Leipzig .................................. 59
Kenntnis der Klimaschutz-Aktivitäten der Stadt Leipzig 2013 und 2012 .......................... 60
Würden Sie gern mehr Informationen zu den Bemühungen der Stadt Leipzig
im Klimaschutz erhalten? ................................................................................................ 60
Möchten Sie, dass die Stadt Leipzig Investitionen auf dem Gebiet der erneuerbaren
Energien unterstützt? ...................................................................................................... 61
Wichtigkeit, mit der die im Haushalt verbrauchte Energie vorrangig aus lokal
verfügbaren, alternativen Energieträgern gewonnen wird ............................................... 62
Bereitschaft, selbst in erneuerbare Energien zu investieren ............................................ 63
Zufriedenheit mit der Luftqualität nach Ortsteilen ............................................................ 64
War die Einführung der Umweltzone aus Ihrer Sicht eine sinnvolle Maßnahme zur
Verbesserung der Luftqualität? ....................................................................................... 65
Hat sich Ihr Mobilitätsverhalten seit Einführung der Umweltzone verändert? .................. 65
Sollten mehr Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen werden? ............. 66
Zufriedenheit mit Angebot und Zustand von Grünanlagen in der Stadt und
Beurteilung von Veränderungen bei Angebot und Zustand in den letzten 5 Jahren ........ 67
Zufriedenheit mit Angebot und Zustand von Grünanlagen im eigenen
Wohnviertel und Beurteilung von Veränderungen bei Angebot und Zustand
in den letzten 5 Jahren .................................................................................................... 68
Kenntnis verschiedener Angebote der Stadtreinigung Leipzig......................................... 70
Nutzung der Schadstoffentsorgung in den Ortsteilen ...................................................... 71
Nutzer der Biotonne und Anteile Selbstkompostierer in den Ortsteilen............................ 72
Nutzung von Wertstoffbehältern im Vergleich zu 1999 .................................................... 72

Verkehr

Abb. 6-1
Abb. 6-2
Abb. 6-3
Abb. 6-4
Abb. 6-5
Abb. 6-6

Anteile der Haushalte mit mindestens einem Privat-Pkw 2003 und 2013 ........................ 74
Beurteilung der Parkplatzsituation in der Innenstadt ....................................................... 75
Beurteilung der Parkplatzsituation im eigenen Wohnumfeld ........................................... 75
Gründe für die negative Beurteilung der Parkplatzsituation ............................................. 76
Verkehrsmittelnutzung nach Art des Weges ................................................................... 76
Ort der Arbeits-/Ausbildungsstelle und Verkehrsmittelnutzung für Wege
zur Arbeit nach Arbeits-/Ausbildungsstelle ...................................................................... 77
Abb. 6-7 Anteil der Haushalte mit mindestens einem Fahrrad im Haushalt ................................... 79
Abb. 6-8 Häufigkeit der Fahrradnutzung ........................................................................................ 80
Abb. 6-9 Zufriedenheit mit den Bedingungen für den Radverkehr in den Ortsteilen
im Zeitvergleich 2011 und 2013 ...................................................................................... 82
Abb. 6-10 Handlungsbedarf bei den Bedingungen für Radfahrer aus Sicht
der Ortsteilbewohnerschaft ............................................................................................. 83

124

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Seite
7.

Gesundheit und Sport

Abb. 7-1
Abb. 7-2
Abb. 7-3
Abb. 7-4
Abb. 7-5
Abb. 7-6

8.

Anteil adipöser Bewohner und Durchschnittsalter in den Leipziger Ortsteilen ................. 86
Häufigkeit, mit der die Befragten Sport treiben ................................................................ 89
Häufigkeit, mit der Sport an unterschiedlichen Orten betrieben wird ............................... 89
Nutzung städtischer Sportstätten in den letzten 5 Jahren................................................ 90
Nutzung unterschiedlicher Räume für verschiedene Sportarten ...................................... 90
Zufriedenheit mit dem Angebot und dem Bau- und Ausstattungszustand
von Sportstätten bzw. Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum in Leipzig .................... 91
Volkshochschule, Hochschul- und Forschungseinrichtungen

Abb. 8-1
Abb. 8-2
Abb. 8-3
Abb. 8-4

Nutzung der Angebote der Volkshochschule Leipzig nach Ortsteilen .............................. 93
Kursinteresse von Nutzern und potentiellen Nutzern der Leipziger Volkshochschule ...... 94
Welche Hochschul-und Forschungseinrichtungen in Leipzig kennen Sie? ...................... 95
Interesse an öffentlichen und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen
in Hochschul- und Forschungseinrichtungen ................................................................... 96
Kenntnis der „Langen Nacht der Wissenschaften“ .......................................................... 97

Abb. 8-5
9.

Kultur

Abb. 9-1
Abb. 9-2

Gefallen des Mottos „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“ ....................................... 100
Epochen und Ereignisse, die im Jubiläumsjahr besonders herausgestellt
werden sollten ............................................................................................................... 101
Interesse an folgenden Veranstaltungen zum Stadtjubiläum ......................................... 103
Interesse an folgenden Veranstaltungen zum Stadtjubiläum nach Geschlecht
und Altersgruppen ......................................................................................................... 104
Kauf von Karten für klassische Konzerte, die in Leipzig stattfinden ............................... 106

Abb. 9-3
Abb. 9-4
Abb. 9-5
10.

Kommunalpolitik und Dienstleitungen der Stadt

Abb. 10-1
Abb. 10-2
Abb. 10-3
Abb. 10-4
Abb. 10-5
Abb. 10-6
Abb. 10-7
Abb. 10-8

Die größten Probleme in der Stadt Leipzig im Zeitvergleich .......................................... 109
Die größten Probleme in der Stadt Leipzig nach Bevölkerungsgruppen ........................ 110
Saldo zwischen Sparen oder Nicht-Sparen ................................................................... 111
Saldo zwischen Sparen oder Nicht-Sparen nach Bevölkerungsgruppen ....................... 112
Kenntnis des Bürgertelefons 0341/123-0 ...................................................................... 113
Zufriedenheit mit dem Bürgertelefon derjenigen, die es bereits genutzt haben ............. 114
Gründe für die Unzufriedenheit bei der Nutzung des Bürgertelefons............................. 114
Kenntnis über Online-Terminreservierung in der Zulassungs- und
Führerscheinstelle sowie in allen Bürgerämtern ............................................................ 115
Abb. 10-9 Wunsch nach Online-Terminreservierungen für weitere Ämter ..................................... 116
Abb. 10-10 Nutzung des Jobtickets ................................................................................................. 118

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013

125

126

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2013]

Leben in Leipzig
Kommunale Bürgerumfrage 2013 - A
Die Bearbeitung des Fragebogens ist einfach. Sie können zwei Möglichkeiten nutzen:
A: Wenn Sie über einen Internet-Anschluss verfügen, können Sie den Fragebogen unter www.leipzig.de/buergerumfrage
im Internet aufrufen und gleich online beantworten. Dazu benötigen Sie die achtstellige Kontrollnummer, die im Adressfeld
des beiliegenden Anschreibens des Oberbürgermeisters enthalten ist (außerdem auch im Adressfeld des beiliegenden
Rücksende-Kuverts). Nur bei Angabe dieser Nummer werden Ihre Antworten bei der Auswertung der repräsentativen
Stichprobe berücksichtigt.
B: Wenn Sie den Fragebogen lieber handschriftlich bearbeiten möchten, kreuzen Sie bitte im Fragebogen an
oder
tragen Text bzw. Ziffern ein. Den Fragebogen schicken Sie dann in dem beiliegenden Umschlag portofrei zurück. Sie
können natürlich den Umschlag auch in jedem Bürgeramt der Stadt abgeben.
Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig unter folgenden Telefonnummern:
123 2826
123 2824
123 2827
Zu Beginn zwei allgemeine Fragen:
Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

1

weder zufrieden/noch unzufrieden

2

unzufrieden

3

1

sehr unzufrieden

4

5

Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

1

weder optimistisch/noch pessimistisch

2

eher pessimistisch

3

2

pessimistisch

4

5

Nun folgen Fragen zu Ihrer Wohnung und zu eventuellen Umzugsabsichten.
Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie ganz allgemein mit dem Wohnviertel, in dem Sie leben?
sehr zufrieden

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

3

sehr unzufrieden

4

5

In was für einer Wohnung wohnen Sie?

4

Mietwohnung

1

eigenes Haus

3

Eigentumswohnung

2

gemietetes Haus

4

woanders (z. B. Heim, Untermiete)

5

Wann wurde das Haus errichtet, in dem sich Ihre Wohnung befindet?

5

vor 1919 (Gründerzeit)

1

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

4

1919 bis 1960

2

1991 bis 2001

5

1961 bis 1990 (Plattenbau)

3

ab 2002

6

weiß ich nicht

0

Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung? Wie viele Wohnräume hat sie?
a) Wohnfläche:

_________ m²

6

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

Nur für Mieter: Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?

7

a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

Wie wichtig sind Ihnen folgende Merkmale in der Umgebung Ihrer Wohnung?
sehr wichtig
a) Nähe zu Grünflächen

eher wichtig

1

teils/teils

2

8
eher nicht wichtig

3

überhaupt nicht wichtig

4

5

b) Nähe zu Gewässern
Wie hat sich Ihr Wohnviertel in den letzten 5 Jahren entwickelt? Mein Wohnviertel ... (Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!)
war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert.
ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel.

9

1

war und ist nicht besonders attraktiv.

5

2

war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert.

6

war attraktiv, ist jetzt aber nicht mehr attraktiv.

3

Das weiß ich nicht.

0

war nicht attraktiv, hat sich aber verbessert.

4

1

10

Wie bewerten Sie die Luftqualität in Ihrem Wohnumfeld?
sehr gut
gut
teils/teils
1

11

2

schlecht

3

sehr schlecht

4

nicht einschätzbar

5

0

Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

möglicherweise

1

nein

2

3

Jetzt geht es um die Nutzung von Verkehrsmitteln, den Radverkehr in Leipzig und die Fahrzeuge in Ihrem Haushalt:

12

13

14

Nur für Erwerbstätige: Wo befindet sich Ihre Arbeits-/Ausbildungsstelle? (siehe Karte auf Rückseite des Anschreibens)
1

innerhalb Leipzigs

bitte Ortsteilnummer angeben:

2

außerhalb Leipzigs

bitte Ort angeben:

3

Ich arbeite/lerne an verschiedenen Orten.

_______________________
_______________________

Stehen in Ihrem Haushalt folgende fahrtüchtige Fahrzeuge zur Verfügung? Wenn ja, geben Sie bitte auch jeweils an, wie viele
dieser Fahrzeuge im Haushalt vorhanden sind.
ja
nein
a) Privat-Pkw

Anzahl: ___________

b) Dienst-/Firmen-Pkw

Anzahl: ___________

c) Motorrad, Moped

Anzahl: ___________

d) Fahrrad ohne Elektrounterstützung

Anzahl: ___________

e) Fahrrad mit Elektrounterstützung (E-Bike, Pedelec)

Anzahl: ___________

Wie beurteilen Sie die Parkplatzsituation in Ihrem Wohnumfeld und in der Innenstadt?
sehr gut
a) in meinem Wohnumfeld

gut

1

teils/teils

schlecht

3

4

2

sehr schlecht nicht einschätzbar
5

0

b) in der Innenstadt

15

Sofern Sie die Parkplatzsituation in der Innenstadt oder in Ihrem Wohnumfeld als schlecht oder sehr schlecht beurteilen, was
sind die Gründe dafür? (Mehrfachantworten möglich)
in der Innenstadt
in meinem Wohnumfeld
a) zu wenig Parkplätze insgesamt
b) Parkplätze sind zu weit entfernt
c) zu wenig kostenfreie Parkplätze
d) bekomme keinen Anwohnerparkausweis
e) Parkgebühren sind zu hoch
f) Sonstiger Grund, und zwar:
________________________________________________

16

Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für welchen Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile nur einmal ankreuzen!)
Pkw/
Straßengehe zu
S-Bahn
Eisenbahn
Fahrrad
bahn, Bus
Fuß
Ich benutze überwiegend für Wege ...
Krad
a) zur Arbeit

1

2

3

4

5

6

b) zur Ausbildung
c) zu Einkäufen
d) in der Freizeit/zur Erholung
e) in die Leipziger Innenstadt, allgemein

16.1

Nutzen Sie Leihsysteme für Verkehrsmittel in Leipzig?
täglich
a) Autovermietung

mehrmals pro mehrmals pro
Woche
Monat

1

2

3

seltener

nie

4

5

b) Car-Sharing
c) Leihfahrräder

17

Und wie oft fahren Sie in Leipzig mit dem Rad?
(fast) täglich
mehrmals pro Woche
1

2

mehrmals pro Monat
3

seltener
4

nie
5

2

Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit den folgenden Bedingungen für den Radverkehr in Ihrem Ortsteil?
sehr
zufrieden

zufrieden

teils/teils

1

2

3

a) Qualität der Radverkehrsanlagen
(baulicher Zustand, Verständlichkeit
der Führung und Wegweisung)
b) Angebot an Radverkehrsanlagen
(Dichte des Fahrradnetzes)

sehr
unzufrieden
unzufrieden
4

18

nicht einschätzbar

5

0

c) Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
Wird Ihrer Meinung nach in Ihrem Ortsteil in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr getan?
viel zu viel

viel

1

genau richtig
2

wenig

3

viel zu wenig

4

19

nicht einschätzbar

5

0

Nutzen Sie die folgenden Kombinationen zwischen Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in Leipzig?
(fast)
mehrmals
mehrmals
seltener
nie
täglich
pro Woche pro Monat
a) Fahrradmitnahme im ÖPNV

1

2

3

4

20
5

b) Fahrradabstellmöglichkeit im Haltestellenbereich und
Weiterfahrt mit dem ÖPNV (Bike and Ride)
Die nächsten Fragen beschäftigen sich mit den Themen Gesundheit und Sport.
Wie würden Sie Ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand beschreiben?
sehr gut

gut

1

21

teils/teils
2

schlecht

3

4

Wie groß sind Sie?

Wie viel wiegen Sie?

a) Größe in cm _________

b) Gewicht in kg __________

Wie häufig treiben Sie Sport?
mehrmals pro Woche

einmal pro Woche

1

sehr schlecht
5

22

seltener

2

23

nie

3

4

Leipzig ist reich an Grünanlagen und Gewässern. Hier nun ein Fragenkomplex zu dieser Thematik.
Bitte geben Sie an, wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit jedem Einzelnen der folgenden Aspekte sind. Außerdem geben
Sie bitte an, ob sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre Ihrer Meinung nach eher Verbesserungen oder
Verschlechterungen ergeben haben.
Hier bitte ankreuzen,
wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit dem
jeweiligen Aspekt sind.
sehr
zufrieden

zufrieden

1

2

a) Zustand der Gewässer
Angebot an Grünanlagen:
b) in der Stadt Leipzig insgesamt

teils/
teils
3

unzufrieden

sehr
unzufrieden

4

5

24

Hier bitte ankreuzen,
ob Verbesserungen oder Verschlechterungen eingetreten sind.

weiß
nicht

verbessert
0

1

weder/
noch

verschlechtert

2

3

weiß
nicht
0

c) in Ihrem Wohnviertel
Zustand der Grünanlagen:
d) in der Stadt Leipzig insgesamt
e) in Ihrem Wohnviertel
Mitten durch Leipzig zieht sich eines der größten Auwaldgebiete Mitteleuropas. Hier 3 Fragen zum Auwald:
Welche sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Funktionen des Leipziger Auwaldes? Bitte kreuzen Sie maximal drei Kästchen an!
a) Lebensraum für Tiere

e) Verringerung von Treibhausgasen

b) Verbesserung des Stadtklimas

f) Schutzgebiet für Pflanzen

c) Erholungsgebiet für die Leipziger

g) dient der Verbesserung der Wasserqualität

d) Raum zur Hochwasserregulierung

h) Ort für Umweltbildung

25

3

26

Wer sollte sich Ihrer Meinung nach für den Erhalt und die Pflege der Auenlandschaft in Leipzig engagieren?
ja, vorrangig
a) Unternehmen und Industrie

ja, nachrangig

1

nein

2

weiß nicht

3

0

b) Land- und Forstwirtschaft
c) Bürgerinnen und Bürger
d) der Staat (Bundesrepublik)
e) das Land (Sachsen)
f) die Kommune (Stadt Leipzig)
g) Umwelt- und Naturschutzverbände

27

Wie wichtig ist Ihnen „Biologische Vielfalt“ im Lebensraum Leipzig?
sehr wichtig

eher wichtig

1

2

teils/teils

eher unwichtig

3

überhaupt nicht
wichtig

4

der Begriff ist mir
nicht bekannt

5

0

Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der
wirtschaftlichen Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.

28

Welchen Familienstand haben Sie?
verheiratet und zusammenlebend oder eingetragene Lebenspartnerschaft und zusammenlebend

29

weiter mit Frage 30

1

verheiratet und getrennt lebend

2

verwitwet oder eingetragene/-r Lebenspartner/-in verstorben

3

geschieden oder eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben

4

ledig

5

Leben Sie in einer Lebensgemeinschaft / in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner

1

ja, mit Partnerin

nein

2

3

30

Wie alt sind Sie? ___________ Jahre

31

Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu? Wenn Sie mit einer (Ehe-)Partnerin bzw. mit einem (Ehe-)
Partner zusammenleben: Was trifft auf diesen zu? (in jeder Spalte nur eine Antwort möglich)

Sind Sie

männlich

1

oder weiblich?

Sie selbst

32

2

(Ehe-)Partner/-in

Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehrbzw. Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)

1

1

beschäftigt in einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme (z. B. „1-Euro-Job“,
Kommunal-Kombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt (z. B. Mutterschutz,
Elternzeit)

2

2

Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer Umschulungsmaßnahme befindlich

3

3

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente)

4

4

Student/-in oder Schüler/-in

5

5

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

6

6

Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?

Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?

allgemeine Hochschulreife/Abitur

1

Hochschul-/Universitätsabschluss

1

Fachhochschulreife/Fachabitur

2

Fachhochschulabschluss

2

10. Klasse (Realschulabschluss)

3

Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR

3

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

4

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger
Fachschulabschluss

4

(noch) keinen

5

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter/-in

5

Sonstigen

.6

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

6

4

Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?

33

Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/-in im
erlernten Beruf
ungelernte/-r, angelernte/-r, berufsfremd tätige/-r
Arbeiter/-in

Selbständige/-r

1

mithelfende/-r Familienangehörige/-r

2

leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer Dienst

3

Auszubildende/-r

8

mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter gehobener/
mittlerer Dienst

4

etwas anderes (z. B. Wehr- bzw.
Bundesfreiwilligendienst)

9

einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher Dienst

5

6
7

Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension,
öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft,
Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

1

700 bis unter 900 €

5

1500 bis unter 1700 €

9

2600 bis unter 2900 €

13

400 bis unter 500 €

2

900 bis unter 1100 €

6

1700 bis unter 2000 €

10

2900 bis unter 3200 €

14

500 bis unter 600 €

3

1100 bis unter 1300 €

7

2000 bis unter 2300 €

11

3200 bis unter 3600 €

15

600 bis unter 700 €

4

1300 bis unter 1500 €

8

2300 bis unter 2600 €

12

3600 € und mehr

16

Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?

35

Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Bundesfreiwilligendienstbezüge, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)

1

Arbeitslosengeld I

2

Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)

3

Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII

4

Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)

5

Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)

6

Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet?
(Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und wirtschaftet.)
Wie viele davon sind:

36

________ Personen

d) 11 bis 14 Jahre

_____

Personen

h) 36 bis 44 Jahre

_____ Personen

a) unter 3 Jahre

____

Personen

e) 15 bis 17 Jahre

_____

Personen

i) 45 bis 64 Jahre

_____ Personen

b)

3 bis 6 Jahre

____

Personen

f) 18 bis 25 Jahre

_____

Personen

j) 65 bis 85 Jahre

_____ Personen

c) 7 bis 10 Jahre

____

Personen

g) 26 bis 35 Jahre

_____

Personen

k) über 85 Jahre

_____ Personen

In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)
im eigenen Haushalt.
im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

34

37

1

in einer Wohngemeinschaft (WG).

3

2

woanders.

4

Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?

38

unter 150 €

1

500 bis unter 600 €

5

1200 bis unter 1400 €

9

2000 bis unter 2300 €

13

150 bis unter 300 €

2

600 bis unter 800 €

6

1400 bis unter 1600 €

10

2300 bis unter 2600 €

14

300 bis unter 400 €

3

800 bis unter 1000 €

7

1600 bis unter 1800 €

11

2600 bis unter 3000 €

15

400 bis unter 500 €

4

1000 bis unter 1200 €

8

1800 bis unter 2000 €

12

3000 € und mehr

16

Seit wann haben Sie ununterbrochen Ihren Hauptwohnsitz in Leipzig oder in einem der seit 1990 eingemeindeten Ortsteile?

39

Seit dem Jahr: _________
Nun folgen Fragen an Eltern mit Kindern im Haushalt:
Zunächst an die Eltern mit Kindern bis 7 Jahre: Nahmen oder nehmen Sie oder Ihr/-e Partner/-in Elternzeit?
beide nicht

1

ja, ich selbst _______ Monate

40

ja, mein/-e Partner/-in _______ Monate
5

41

Falls Sie Kinder im Alter von bis zu 11 Jahren haben: Bitte geben Sie das Alter des Kindes bzw. der Kinder an und ob Sie
derzeit folgende Angebote der Kinderbetreuung nutzen. Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des genutzten Angebots?
Falls genutzt, wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des
Betreuungsangebots?

wird
wird
nicht genutzt
genutzt

Alter
Kind
(Jahre)

Art der
Kinderbetreuung

____
____

a) Kinderkrippe/
Tagesmutter/-vater
b) Kindergarten

____

c) Hort

sehr zufrieden
1

2

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

sehr
unzufrieden

4

5

42

Sofern Sie mit dem/den von Ihnen genutzten Angebot/en der Kinderbetreuung unzufrieden oder sehr unzufrieden sind: Bitte
geben Sie an, warum Sie mit dem Angebot unzufrieden sind.

43

Erhält Ihr Kind/Ihre Kinder das Mittagessen in einer der folgenden Einrichtungen? Wenn ja, wie zufrieden sind Sie mit der
Qualität dieses Mittagessens?
nein

a) Kinderkrippe/
Kindergarten

Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des Mittagessens in der Einrichtung?
sehr zufrieden
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
sehr
unzufrieden

ja

1

2

1

2

3

4

5

b) Schule

44

Wenn sich die Qualität des Mittagessens (z. B. geringere Warmhaltezeiten, regionale Erzeugung, mehr Saisonalität)
verbessern ließe, wären Sie bereit, mehr dafür zu zahlen?
a) Ja, auf jeden Fall.

c) Nein, ich kann mir das nicht leisten.

b) Ja, aber höchstens 0,50 Cent pro Essen mehr.

d) Nein, die Qualität des Mittagessens ist in Ordnung.

Hier schließen sich 4 Fragen zu Senioren bzw. Pflegebedürftigkeit an:

45

Kennen Sie das Seniorenbüro in Ihrem Stadtbezirk?
ja

nein

1

weiter mit Frage 46

2

Woher kennen Sie das Seniorenbüro in Ihrem Stadtbezirk? (Mehrfachantworten möglich)
a) Ich habe das Angebot des Seniorenbüros bereits selbst genutzt.
b) Ich habe aus den Medien davon erfahren.
c) Ich habe durch Verwandte/Bekannte/andere Institutionen davon erfahren.
d) Sonstiges

46

Treffen folgende Merkmale einer altenfreundlichen Wohnung auf Ihre Wohnung zu?
ja
a) gute Erreichbarkeit der Wohnung: EG, 1. OG oder Aufzug

nein
1

2

b) genügend Bewegungsraum in der ganzen Wohnung (für eine Nutzung mit Hilfsmitteln)
c) Wohnungstür: Wechselsprecheinrichtung, Türspion, Knauf (nur wenn alle 3 vorhanden
sind mit ‚ja’ antworten)
d) Abstellfläche für Hilfsmittel vorhanden (nicht zwingend innerhalb der Wohnung)
e) Badausstattung: bodengleiche Dusche, Vorhandensein bzw. Möglichkeit zum Einbau von
Hilfsmitteln (Badewannenlift, Halte- und Stützgriffe)
f) Schwellenfreiheit innerhalb der Wohnung (auch mittels Rampe)
g) Einkaufsmöglichkeit und Haltestelle des ÖPNV im Umkreis von 300 Metern erreichbar

47

Lebt eine pflegebedürftige Person in Ihrem Haushalt?
ja

1

nein

2

nein

2

weiter mit Frage 48

Übernehmen Sie (auch teilweise) die Pflege dieser Person selbst?
ja

1

6

Leipzig ist eine Universitätsstadt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Welche Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Leipzig kennen Sie, wenn auch nur dem Namen nach?

48

Wie stark interessieren Sie sich für öffentliche bzw. populärwissenschaftliche Veranstaltungen in Hochschul- und
Forschungseinrichtungen in Leipzig?

49

sehr stark

stark

1

mittel
2

schwach
3

überhaupt nicht

4

5

Kennen Sie die „Lange Nacht der Wissenschaften“?
Ja, habe ich bereits besucht.

50

Ja, habe ich aber noch nicht besucht.

1

Nein, kenne ich nicht.

2

3

Wo informieren Sie sich über öffentliche bzw. populärwissenschaftliche Veranstaltungen in Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Leipzig? (Mehrfachantworten möglich)
a) Tageszeitung (z.B. LVZ, Bild)

e) Internet

b) Stadtmagazin (z.B. Frizz, Kreuzer)

f) Handzettel/Flyer/Plakate

c) Radio

g) im Freundes- und Bekanntenkreis

d) Fernsehen

h) Sonstiges

51

Es folgen 3 Fragen zum Besuch der Volkshochschule Leipzig.
Die Stadt Leipzig ist Träger der Volkshochschule. Nutzen Sie gegenwärtig Angebote der Volkshochschule?
ja

1

nein, habe es aber vor

52

nein, habe es auch nicht vor

2

3

Wer eben mit 1 oder 2 geantwortet hat: Welche Themen interessieren Sie besonders? Sie können mehrfach ankreuzen.
a) Politik, Geschichte
b) Länder und Völker, Leipzig, Umwelt

g) Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch)
h) andere Sprachen: ___________________________

c) Pädagogik, Philosophie, Religionen

i) Berufliche Weiterbildung, Schlüsselkompetenzen

d) Kunst, Musik, Tanz, Literatur, Rhetorik
e) Gesundheitswissen, Gymnastik, Bewegung,
Entspannung, Persönlichkeit
f) Gesunde Ernährung, Kochen

j) Computer, Internet, Neue Medien

53

k) Grundbildung (Lesen, Rechnen, Schreiben)
l) etwas anderes: ______________________________

Wer in Frage 52 mit 2 oder 3 geantwortet hat: Welche Gründe halten Sie zur Zeit davon ab, die Volkshochschule zu
besuchen bzw. warum wollen Sie die Volkshochschule prinzipiell nicht besuchen? Sie können mehrfach ankreuzen.

b) kenne die Angebote der Volkshochschule nicht

g) nutze die Angebote anderer
Weiterbildungseinrichtungen
h) habe bisher keinen passenden Kurs gefunden

c) Angebote sind mir zu teuer

i) ich fühle mich zu alt

d) Veranstaltungszeiten sind für mich ungünstig

j) mein Gesundheitszustand erlaubt es nicht

e) Veranstaltungsorte sind für mich ungünstig

k) andere Gründe: ____________________________

a) kein Interesse an Weiterbildung

54

f) keine Zeit
Nun geht es um Dienstleistungen der Stadt Leipzig hinsichtlich der Abfallentsorgung:
Sind Ihnen in diesem Zusammenhang die folgenden Angebote bekannt?
ja, kenne ich und
habe es bereits
genutzt
a) das Bürgertelefon „Abfall“ (Tel. 6571-111)

1

ja, kenne ich, habe
es aber noch nicht
genutzt
2

nein,
interessiert
mich aber
3

nein,
interessiert
mich auch nicht
4

b) Möglichkeiten der Sperrmüllentsorgung
c) Möglichkeiten der Elektrogeräteentsorgung
(Fernsehgeräte, Waschmaschinen u. ä.)
d) Möglichkeiten der Schadstoffsammlung
7

55

56

Wie oft haben Sie bisher Schadstoffe (z. B. Haushaltchemikalien, Farbreste, Leuchtstoffröhren) am Schadstoffmobil oder in
der stationären Sammelstelle abgegeben?
gar nicht

57

einmal

1

3

Nutzen Sie zur Entsorgung von kompostierbaren Abfällen die Biotonne?
ja, immer

ja, manchmal

1

58

mehrmals

2

nein, gibt es nicht an
unserem Haus

2

nein, obwohl es solche
Behälter gibt

3

nein, ich kompostiere
selbst

4

5

Nutzen Sie folgende Wertstoffbehälter?
ja, immer
a) die Gelbe Tonne für Verpackungen mit dem Grünen
Punkt sowie andere Kunststoffe und Metalle
b) die Blaue Tonne für Papier, Pappe und Kartonagen

ja, manchmal nein, gibt es nicht
nein, obwohl es
in der Nähe
solche Behälter gibt

1

2

3

4

c) die Glassammelcontainer zur Entsorgung von Glas
Jetzt geht es noch einmal um die Stadt Leipzig:

59

Wo gibt es Ihrer Meinung nach die größten Probleme in der Stadt Leipzig? Nachfolgend sind einige Bereiche genannt. Tragen
Sie die zutreffenden Buchstaben für das aus Ihrer Sicht größte, zweit- und drittgrößte Problem bitte in der rechten Spalte ein.
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K

ärztliche Versorgung
Arbeits-/Ausbildungsplätze
Armut
Baustellen in der Innenstadt
Finanzsituation/Verschuldung der Stadt
Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
Freizeitangebote für Familien
Freizeitangebote für Senioren
Kindertagesstätten
Kriminalität, Sicherheit
Lärmbelastung

L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V

Öffentlicher Nahverkehr
Parkplätze
Sauberkeit auf Straßen/Plätzen
Schulen
Straßenbaustellen, Umleitungen
Straßenzustand
Umweltbelastung
Wohnkosten
Wohnungsleerstand
Zusammenleben mit Ausländern
Zustand der Sportanlagen

1. _______

2. _______

3. _______

Wenn Sie noch auf ein anderes Problem aufmerksam machen möchten, so können Sie das in den folgenden Zeilen tun.

60

Die Stadt Leipzig muss genau überlegen, wo sie ihre Mittel konzentriert und wo sie weniger Mittel einsetzt. Was meinen Sie:
Wo sollte künftig gespart werden, wo nicht?
Wählen Sie bitte jeweils drei Bereiche (aber nicht mehr) aus, wo gespart und wo weniger gespart werden sollte.
sparen
a) Wirtschaftsförderung, Ansiedlung von Investoren, Unternehmen

1

nicht sparen
2

b) Brand- und Katastrophenschutz
c) Schulen und Kindertagesstätten
d) Öffentliche Verkehrsmittel
e) Angebote für Kinder und Jugendliche
f) Angebote für Senioren
g) Gewährung von Ermäßigungen (z. B. Leipzig-Pass, Sozial-Ticket)
h) Straßenbau und –sanierung
i) Ver- und Entsorgung (Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Abfall)
j) Naherholung, Grünanlagen, Parks
k) Schwimmbäder, Sportanlagen
l) Städtische Bibliotheken
m) Museen, Ausstellungen
n) Oper, Gewandhaus, Schauspiel
o) Soziokultur
p) Unterstützung sozial benachteiligter Jugendlicher/hilfebedürftiger Familien

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
8

Leben in Leipzig
Kommunale Bürgerumfrage 2013 - B
Die Bearbeitung des Fragebogens ist einfach. Sie können zwei Möglichkeiten nutzen:
A: Wenn Sie über einen Internet-Anschluss verfügen, können Sie den Fragebogen unter www.leipzig.de/buergerumfrage
im Internet aufrufen und gleich online beantworten. Dazu benötigen Sie die achtstellige Kontrollnummer, die im Adressfeld
des beiliegenden Anschreibens des Oberbürgermeisters enthalten ist (außerdem auch im Adressfeld des beiliegenden
Rücksende-Kuverts). Nur bei Angabe dieser Nummer werden Ihre Antworten bei der Auswertung der repräsentativen
Stichprobe berücksichtigt.
B: Wenn Sie den Fragebogen lieber handschriftlich bearbeiten möchten, kreuzen Sie bitte im Fragebogen an
oder
tragen Text bzw. Ziffern ein. Den Fragebogen schicken Sie dann in dem beiliegenden Umschlag portofrei zurück. Sie
können natürlich den Umschlag auch in jedem Bürgeramt der Stadt abgeben.
Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig unter folgenden Telefonnummern:
123 2826
123 2824
123 2827
Zu Beginn zwei allgemeine Fragen:
Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

1

weder zufrieden/noch unzufrieden

2

1

unzufrieden

3

sehr unzufrieden

4

5

Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

1

2

weder optimistisch/noch pessimistisch

2

eher pessimistisch

3

pessimistisch

4

5

Nun folgen Fragen zu Ihrer Wohnung und zu eventuellen Umzugsabsichten.
Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie ganz allgemein mit dem Wohnviertel, in dem Sie leben?
sehr zufrieden

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

3

sehr unzufrieden

4

5

In was für einer Wohnung wohnen Sie?

4

Mietwohnung

1

eigenes Haus

3

Eigentumswohnung

2

gemietetes Haus

4

woanders (z. B. Heim, Untermiete)

5

Wann wurde das Haus errichtet, in dem sich Ihre Wohnung befindet?

5

vor 1919 (Gründerzeit)

1

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

4

1919 bis 1960

2

1991 bis 2001

5

3

ab 2002

6

1961 bis 1990 (Plattenbau)

weiß ich nicht

0

Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung? Wie viele Wohnräume hat sie?
a) Wohnfläche:

_________ m²

6

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

Nur für Mieter: Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?

7

a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

Wie wichtig sind Ihnen folgende Merkmale in der Umgebung Ihrer Wohnung?
sehr wichtig
a) Nähe zu Grünflächen

eher wichtig

1

teils/teils

2

8
eher nicht wichtig

3

überhaupt nicht wichtig

4

5

b) Nähe zu Gewässern

9

Wie hat sich Ihr Wohnviertel in den letzten 5 Jahren entwickelt? Mein Wohnviertel ... (Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!)
war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert.
ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel.

1

war und ist nicht besonders attraktiv.

5
6
0

2

war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert.

war attraktiv, ist jetzt aber nicht mehr attraktiv.

3

Das weiß ich nicht.

war nicht attraktiv, hat sich aber verbessert.

4

9

10

Wie bewerten Sie die Luftqualität in Ihrem Wohnumfeld?
sehr gut

gut

1

11

2

schlecht

3

sehr schlecht

4

nicht einschätzbar

5

0

Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

11.1

teils/teils

möglicherweise

1

nein

2

3

weiter mit Frage 12

Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen? Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!
im selben Wohnviertel wie bisher

1

in einem anderen der neuen Bundesländer (mit Berlin)

6

im selben Stadtbezirk

2

in einem der alten Bundesländer

7

in einem anderen Stadtbezirk Leipzigs

3

im Ausland

8

in der näheren Umgebung Leipzigs

4

Das weiß ich noch nicht.

0

in Sachsen (außer Leipzig und näherer Umgebung)

5

11.2 Falls Sie umziehen wollen: Warum wollen oder müssen Sie umziehen? Nachfolgend sind einige Umzugsgründe angeführt.
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M

Erwerb von Haus-/Wohneigentum
berufliche Gründe bzw. Aufnahme eines Studiums, einer Ausbildung
familiäre Gründe (z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)
allgemein zu hohe Miete bzw. Betriebskosten
Überschreiten der Miet-Obergrenze für ALG-II- und Sozialhilfeempfänger
anderes Wohnviertel ist attraktiver
Wohnung ist zu klein
Wohnung ist zu groß
Wohnung/Gebäude ist in schlechtem Zustand bzw. mit Mängeln behaftet
gesundheitliche Gründe (Wohnung ist nicht alten- bzw. behindertengerecht)
Wohnviertel ist zu laut bzw. zu dicht bebaut
Entmietung, Abriss des eigenen Gebäudes oder benachbarter Gebäude
anderer Grund: ______________________________________________

Geben Sie bitte einen Hauptgrund und
eventuell weitere Gründe für Ihren Umzug
an. Tragen Sie dazu bitte die zutreffenden
Buchstaben aus der linken Spalte ein!

a) Hauptgrund:
(Kennbuchstabe)

_____

b) weitere Gründe:
(Kennbuchstaben) _____________

11.3 Falls Sie umziehen wollen: Wie soll Ihre künftige Wohnung bzw. Ihr künftiges Haus von der Größe her beschaffen sein?
a) Wohnfläche:

_________ m²

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

11.4 Falls Sie Ihre neue Wohnung mieten: Was würden Sie maximal an Miete zahlen?
maximale Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

_________ Euro

11.5 Falls Sie umziehen wollen: Welcher Art soll das Gebäude sein, in dem sich Ihre künftige Wohnung befindet?
vor 1919 (Gründerzeit)

1

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

4

1919 bis 1960

2

1991 bis 2001

5

3

ab 2002

6

1961 bis 1990 (Plattenbau)

weiß ich nicht

0

Jetzt geht es um die Nutzung von Verkehrsmitteln, den Radverkehr in Leipzig und die Fahrzeuge in Ihrem Haushalt:

12

Nur für Erwerbstätige: Wo befindet sich Ihre Arbeits-/Ausbildungsstelle? (siehe Karte auf Rückseite des Anschreibens)
1
2
3

13

innerhalb Leipzigs

bitte Ortsteilnummer angeben:

außerhalb Leipzigs

bitte Ort angeben:

_______________________
_______________________

Ich arbeite/lerne an verschiedenen Orten.

Stehen in Ihrem Haushalt folgende fahrtüchtige Fahrzeuge zur Verfügung? Wenn ja, geben Sie bitte auch jeweils an, wie viele
dieser Fahrzeuge im Haushalt vorhanden sind.
ja

nein

a) Privat-Pkw

Anzahl: ___________

b) Dienst-/Firmen-Pkw

Anzahl: ___________

c) Motorrad, Moped

Anzahl: ___________

d) Fahrrad ohne Elektrounterstützung

Anzahl: ___________

e) Fahrrad mit Elektrounterstützung (E-Bike, Pedelec)

Anzahl: ___________
10

Wie beurteilen Sie die Parkplatzsituation in Ihrem Wohnumfeld und in der Innenstadt?
sehr gut
a) in meinem Wohnumfeld

gut

1

14

teils/teils

schlecht

3

4

2

sehr schlecht

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Innenstadt
Sofern Sie die Parkplatzsituation in der Innenstadt oder in Ihrem Wohnumfeld als schlecht oder sehr schlecht beurteilen, was
sind die Gründe dafür? (Mehrfachantworten möglich)
in meinem Wohnumfeld

15

in der Innenstadt

a) zu wenig Parkplätze insgesamt
b) Parkplätze sind zu weit entfernt
c) zu wenig kostenfreie Parkplätze
d) bekomme keinen Anwohnerparkausweis
e) Parkgebühren sind zu hoch
f) Sonstiger Grund, und zwar:
________________________________________________
Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für welchen Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile nur einmal ankreuzen!)
Pkw/
Krad

Straßenbahn, Bus

Ich benutze überwiegend für Wege ...
a) zur Arbeit

1

S-Bahn

2

Eisenbahn

3

Fahrrad

4

16

gehe zu
Fuß

5

6

b) zur Ausbildung
c) zu Einkäufen
d) in der Freizeit/zur Erholung
e) in die Leipziger Innenstadt, allgemein
Und wie oft fahren Sie in Leipzig mit dem Rad?
(fast) täglich

mehrmals pro Woche

1

mehrmals pro Monat

2

seltener

3

17

nie

4

5

Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit den folgenden Bedingungen für den Radverkehr in Ihrem Ortsteil?

a) Qualität der Radverkehrsanlagen
(baulicher Zustand, Verständlichkeit
der Führung und Wegweisung)
b) Angebot an Radverkehrsanlagen
(Dichte des Fahrradnetzes)

sehr
zufrieden

zufrieden

teils/teils

1

2

3

sehr
unzufrieden
unzufrieden
4

nicht einschätzbar

5

18

0

c) Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
Wird Ihrer Meinung nach in Ihrem Ortsteil in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr getan?
viel zu viel

viel

1

genau richtig
2

wenig

3

viel zu wenig

4

nicht einschätzbar

5

0

Nutzen Sie die folgenden Kombinationen zwischen Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in Leipzig?
(fast)
täglich
a) Fahrradmitnahme im ÖPNV

1

mehrmals
pro Woche

mehrmals
pro Monat

2

3

19

seltener

20

nie

4

5

b) Fahrradabstellmöglichkeit im Haltestellenbereich und
Weiterfahrt mit dem ÖPNV (Bike and Ride)
Die nächsten Fragen beschäftigen sich mit den Themen Gesundheit und Sport.
Wie würden Sie Ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand beschreiben?
sehr gut
1

gut

teils/teils
2

21
schlecht

3

4

Wie groß sind Sie?

Wie viel wiegen Sie?

a) Größe in cm _________

b) Gewicht in kg __________

sehr schlecht
5

22
11

23

Wie häufig treiben Sie Sport?
mehrmals pro Woche

einmal pro Woche

1

seltener

2

nie

3

4

Leipzig ist reich an Grünanlagen und Gewässern. Hier nun ein Fragenkomplex zu dieser Thematik.

24

Bitte geben Sie an, wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit jedem Einzelnen der folgenden Aspekte sind. Außerdem geben
Sie bitte an, ob sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre Ihrer Meinung nach eher Verbesserungen oder
Verschlechterungen ergeben haben.
Hier bitte ankreuzen,
wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit dem
jeweiligen Aspekt sind.
sehr
zufrieden

zufrieden

teils/
teils

1

2

3

a) Zustand der Gewässer

unzufrieden

sehr
unzufrieden

4

Hier bitte ankreuzen,
ob Verbesserungen oder Verschlechterungen eingetreten sind.

weiß
nicht

5

verbessert

0

weder/
noch

1

verschlechtert

2

3

weiß
nicht
0

Angebot an Grünanlagen:
b) in der Stadt Leipzig insgesamt
c) in Ihrem Wohnviertel
Zustand der Grünanlagen:
d) in der Stadt Leipzig insgesamt
e) in Ihrem Wohnviertel
Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der
wirtschaftlichen Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.

25

26

Welchen Familienstand haben Sie?
verheiratet und zusammenlebend oder eingetragene Lebenspartnerschaft und zusammenlebend

weiter mit Frage 27

1

verheiratet und getrennt lebend

2

verwitwet oder eingetragene/-r Lebenspartner/-in verstorben

3

geschieden oder eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben

4

ledig

5

Leben Sie in einer Lebensgemeinschaft / in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner

1

ja, mit Partnerin

nein

2

3

27

Wie alt sind Sie? ___________ Jahre

28

Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?

Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?

allgemeine Hochschulreife/Abitur

1

Hochschul-/Universitätsabschluss

1

Fachhochschulreife/Fachabitur

2

Fachhochschulabschluss

2

10. Klasse (Realschulabschluss)

3

Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR

3

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

4

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger
Fachschulabschluss

4

(noch) keinen

5

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter/-in

5

.6

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

6

Sonstigen

29

Sind Sie

männlich

1

oder weiblich?

2

Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?
Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/in im
erlernten Beruf
ungelernte/-r, angelernte/-r, berufsfremd tätige/-r
Arbeiter/-in

Selbständige/-r

1

mithelfende/-r Familienangehörige/-r

2

leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer Dienst

3

Auszubildende/-r

8

mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter gehobener/
mittlerer Dienst

4

etwas anderes (z. B. Wehr- bzw.
Bundesfreiwilligendienst)

9

einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher Dienst

5

6
7

12

Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu? Wenn Sie mit einer (Ehe-)Partnerin bzw. mit einem (Ehe-)
Partner zusammenleben: Was trifft auf diesen zu? (in jeder Spalte nur eine Antwort möglich)
Sie selbst
Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehrbzw. Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)
beschäftigt in einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme (z. B. „1-Euro-Job“,
Kommunal-Kombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt (z. B. Mutterschutz,
Elternzeit)

30

(Ehe-)Partner/-in

1

1

2

2

Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer Umschulungsmaßnahme befindlich

3

3

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente)

4

4

Student/-in oder Schüler/-in

5

5

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

6

6

Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension,
öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft,
Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

1

700 bis unter 900 €

5

1500 bis unter 1700 €

9

2600 bis unter 2900 €

13

400 bis unter 500 €

2

900 bis unter 1100 €

6

1700 bis unter 2000 €

10

2900 bis unter 3200 €

14

500 bis unter 600 €

3

1100 bis unter 1300 €

7

2000 bis unter 2300 €

11

3200 bis unter 3600 €

15

600 bis unter 700 €

4

1300 bis unter 1500 €

8

2300 bis unter 2600 €

12

3600 € und mehr

16

Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?

32

Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Bundesfreiwilligendienstbezüge, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)

1

Arbeitslosengeld I

2

Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)

3

Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII

4

Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)

5

Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)

6

Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet?
(Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und wirtschaftet.)
Wie viele davon sind:

31

33

________ Personen

d) 11 bis 14 Jahre

_____

Personen

h) 36 bis 44 Jahre

_____ Personen

a) unter 3 Jahre

_____

Personen

e) 15 bis 17 Jahre

_____

Personen

i) 45 bis 64 Jahre

_____ Personen

b)

3 bis 6 Jahre

_____

Personen

f) 18 bis 25 Jahre

_____

Personen

j) 65 bis 85 Jahre

_____ Personen

c) 7 bis 10 Jahre

_____

Personen

g) 26 bis 35 Jahre

_____

Personen

k) über 85 Jahre

_____ Personen

In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)

34

im eigenen Haushalt.

1

in einer Wohngemeinschaft (WG).

3

im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

2

woanders.

4

Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?

35

unter 150 €

1

500 bis unter 600 €

5

1200 bis unter 1400 €

9

2000 bis unter 2300 €

13

150 bis unter 300 €

2

600 bis unter 800 €

6

1400 bis unter 1600 €

10

2300 bis unter 2600 €

14

300 bis unter 400 €

3

800 bis unter 1000 €

7

1600 bis unter 1800 €

11

2600 bis unter 3000 €

15

400 bis unter 500 €

4

1000 bis unter 1200 €

8

1800 bis unter 2000 €

12

3000 € und mehr

16

Seit wann haben Sie ununterbrochen Ihren Hauptwohnsitz in Leipzig oder in einem der seit 1990 eingemeindeten Ortsteile?

36

Seit dem Jahr: _________
Nun folgen Fragen an Eltern mit Kindern im Haushalt:
Zunächst an die Eltern mit Kindern bis 7 Jahre: Nahmen oder nehmen Sie oder Ihr/-e Partner/-in Elternzeit?
beide nicht

1

ja, ich selbst _______ Monate

37

ja, mein/-e Partner/-in _______ Monate
13

38

Falls Sie Kinder im Alter von bis zu 11 Jahren haben: Bitte geben Sie das Alter des Kindes bzw. der Kinder an und ob Sie
derzeit folgende Angebote der Kinderbetreuung nutzen. Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des genutzten Angebots?
Alter
Kind
(Jahre)

Falls genutzt, wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des
Betreuungsangebots?

wird
wird
nicht genutzt
genutzt

Art der
Kinderbetreuung

sehr zufrieden

____

a) Kinderkrippe/
Tagesmutter/-vater

____

b) Kindergarten

____

c) Hort

1

2

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

sehr
unzufrieden

4

5

39

Sofern Sie mit dem/den von Ihnen genutzten Angebot/en der Kinderbetreuung unzufrieden oder sehr unzufrieden sind: Bitte
geben Sie an, warum Sie mit dem Angebot unzufrieden sind.

40

Erhält Ihr Kind/Ihre Kinder das Mittagessen in einer der folgenden Einrichtungen? Wenn ja, wie zufrieden sind Sie mit der
Qualität dieses Mittagessens?
nein

Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des Mittagessens in der Einrichtung?

ja

sehr zufrieden
a) Kinderkrippe/
Kindergarten

1

2

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

sehr
unzufrieden

4

5

b) Schule

41

Wenn sich die Qualität des Mittagessens (z. B. geringere Warmhaltezeiten, regionale Erzeugung, mehr Saisonalität)
verbessern ließe, wären Sie bereit, mehr dafür zu zahlen?
a) Ja, auf jeden Fall.

c) Nein, ich kann mir das nicht leisten.

b) Ja, aber höchstens 0,50 Cent pro Essen mehr.

d) Nein, die Qualität des Mittagessens ist in Ordnung.

Nun eine Frage zur Volkshochschule Leipzig.

42

Die Stadt Leipzig ist Träger der Volkshochschule. Nutzen Sie gegenwärtig Angebote der Volkshochschule?
ja

nein, habe es aber vor

1

nein, habe es auch nicht vor

2

3

Bei den folgenden Fragen geht es um Dienstleistungen der Stadt Leipzig hinsichtlich der Abfallentsorgung:

43

Sind Ihnen in diesem Zusammenhang die folgenden Angebote bekannt?
ja, kenne ich und
habe es bereits
genutzt
a) das Bürgertelefon „Abfall“ (Tel. 6571-111)

ja, kenne ich, habe
es aber noch nicht
genutzt

1

nein,
interessiert
mich aber

2

nein,
interessiert
mich auch nicht

3

4

b) Möglichkeiten der Sperrmüllentsorgung
c) Möglichkeiten der Elektrogeräteentsorgung
(Fernsehgeräte, Waschmaschinen u. ä.)
d) Möglichkeiten der Schadstoffsammlung

44

Wie oft haben Sie bisher Schadstoffe (z. B. Haushaltchemikalien, Farbreste, Leuchtstoffröhren) am Schadstoffmobil oder in
der stationären Sammelstelle abgegeben?
gar nicht

45

einmal

1

mehrmals

2

3

Nutzen Sie zur Entsorgung von kompostierbaren Abfällen die Biotonne?
ja, immer

1

ja, manchmal

2

nein, gibt es nicht an
unserem Haus
3

nein, obwohl es solche
Behälter gibt
4

nein, ich kompostiere
selbst
5

14

Nutzen Sie folgende Wertstoffbehälter?
ja, immer

a) die Gelbe Tonne für Verpackungen mit dem Grünen
Punkt sowie andere Kunststoffe und Metalle

ja, manchmal

1

nein, gibt es nicht
nein, obwohl es
in der Nähe
solche Behälter gibt

2

3

46

4

b) die Blaue Tonne für Papier, Pappe und Kartonagen
c) die Glassammelcontainer zur Entsorgung von Glas
Nun kommen wir zu einigen kulturellen Fragekomplexen:
2015 jährt sich zum 1000sten Mal die erste urkundliche Erwähnung Leipzigs.
Haben Sie von diesem Jubiläum schon einmal etwas gehört, gesehen oder gelesen?
ja

47

nein

1

2

Wie gut gefällt Ihnen persönlich das Motto „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt“?
sehr gut

gut

1

teils/teils
2

schlecht

3

48

sehr schlecht

4

5

Welche Epochen und Ereignisse sollten im Jubiläumsjahr besonders heraus gestellt werden? Bitte kreuzen Sie maximal drei
Kästchen an!
a) Leipzig als Messestadt

h) Leipzigs Entstehungsgeschichte

b) Leipzig als Stadt der Musik

i) Leipzig im Zeitraum von 1871 bis 1918

c) Leipzig als Stadt des Buches

j) Leipzig zwischen den Weltkriegen

d) Leipzig als Stadt des Sports

k) Leipzig in der Zeit des Nationalsozialismus

e) Sozialgeschichte Leipzigs

l) Leipzig in der Zeit zwischen 1949 und 1989 (DDR)

f) Industriegeschichte Leipzigs

m) Leipzig zur Zeit der Friedlichen Revolution
n) etwas anderes (bitte eintragen):
_____________________________

g) Geschichte der Vereine und Institutionen Leipzigs

Im Jubiläumsjahr finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Wie stark ist Ihr Interesse an folgenden Veranstaltungen?
interessiert mich...
stark
wenig
gar nicht
a) Festumzug mit der Darstellung der Leipziger Geschichte

1

2

49

50

3

b) Offizieller Festakt der Stadt Leipzig
c) Festwoche mit dem Leipziger Stadtfest
d) Öffentliche Fachtagung zur wissenschaftlichen Stadtgeschichte
e) Festtage in verschiedenen kulturellen Einrichtungen Leipzigs
f) Wettbewerb „Längstes Stadtfest der Welt“ (alle Ortsteil- und
Stadtbezirksfeste des Jahres 2015 werden unter dem Dach von
„1000 Jahre Leipzig“ gefeiert.)
g) Veranstaltungen der Partnerstädte der Stadt Leipzig
Jetzt geht es um Ihr Interesse an klassischer Musik:
Wie stark interessieren Sie sich für klassische Musik?
sehr stark
stark
1

mittel

2

schwach
3

4

Wie häufig besuchen Sie klassische Musikkonzerte in Leipzig?
häufiger als sechsmal vier- bis sechsmal im
zwei- bis dreimal im
im Jahr
Jahr
Jahr
1

2

einmal pro Jahr oder
seltener

3

4

51

überhaupt nicht
5

52
nie

weiter mit
Frage 55
5

Wo/Wie kaufen Sie Karten für klassische Konzerte, die in Leipzig stattfinden? (Mehrfachantworten möglich)
a) an der Vorverkaufsstelle

e) per E-Mail

b) an der Abendkasse

f) schriftlich per Post

c) telefonisch

g) habe ein Abonnement

d) im Onlineshop

h) Sonstiges

53

Wie lange im Voraus kaufen Sie üblicherweise Karten für klassische Konzerte in Leipzig?
mehr als 6 Monate
im Voraus
1

3-6 Monate im
Voraus
2

1-3 Monate im
Voraus
3

2-4 Wochen im
Voraus
4

weniger als 2
Wochen im Voraus
5

kaufe ich am Konzerttag/
Konzertabend
6

15

54

Hier nun eine allgemeine Frage zum Besuch von Leipziger Kultureinrichtungen:

55

Wie oft haben Sie in den letzten 12 Monaten folgende Leipziger Kultureinrichtungen besucht?
häufiger als
sechsmal
a) Gewandhaus

vier- bis
sechsmal

1

zwei- bis
dreimal

2

einmal

3

gar nicht

4

5

b) Oper
c) Musikalische Komödie
d) Schauspielhaus
e) Theater der Jungen Welt
f) Museum für Angewandte Kunst (Grassi-Museum)
g) Naturkundemuseum
h) Stadtgeschichtliches Museum
i) Museum der bildenden Künste (Bildermuseum)
j) Kinos in Leipzig
k) soziokulturelle Zentren (z. B. Werk 2, Geyser Haus, naTo)
l) Kabaretts
Und abschließend Fragen zu verschiedenen Themen:

56

Kennen Sie das Bürgertelefon der Stadtverwaltung Leipzig - 0341/123-0?
Ja, kenne ich und habe Ja, kenne ich und habe
es bereits mehrfach
es schon einmal
genutzt.
genutzt.
1

57

2

59

sehr zufrieden

eher zufrieden

5

eher unzufrieden

3

sehr unzufrieden

4

5

Wenn Sie in Frage 57 mit 3, 4 oder 5 geantwortet haben: Warum sind Sie mit dem Bürgertelefon nicht zufrieden?
(Mehrfachantworten möglich)
a) zu lange Wartezeit

c) mein Anliegen blieb ungelöst

b) Mitarbeiter sind unfreundlich

d) sonstiger Grund

Ist Ihnen bekannt, dass Sie bei der Zulassungsstelle, der Führerscheinstelle und bei allen Bürgerämtern im Internet vorab
Termine reservieren können?
nein

1

2

Würden Sie sich wünschen, dass die Online-Terminreservierung auch für weitere Ämter eingeführt wird?
ja

61

4

teils/teils

2

ja

60

3

Wenn Sie das Bürgertelefon bereits genutzt haben: Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit dem Bürgertelefon?

1

58

Nein, kenne ich nicht,
habe es auch noch
nicht genutzt,
interessiert mich auch
nicht.

Nein, kenne ich nicht,
habe es auch noch
nicht genutzt,
interessiert mich aber.

Ja, kenne ich, habe es
aber noch nicht
genutzt.

nein

1

ist mir egal

2

3

Wie beurteilen Sie Ihre Arbeits- und Verdienstperspektive in Leipzig? Sofern dies für Sie nicht zutrifft, weil Sie z. B. Rentner/in
sind, kreuzen Sie bitte „trifft nicht zu“ an.
sehr gut
a) Arbeitsperspektive

1

gut

teils/teils
2

schlecht

3

sehr schlecht

4

trifft nicht zu

5

0

b) Verdienstperspektive

62

Bietet Ihr Arbeitgeber ein Jobticket für den ÖPNV in Leipzig an?
ja

63

nein

1

2

trifft nicht zu

Ende

3

Ende

Nutzen Sie dieses Jobticket?
ja

1

Nein, habe aber Interesse.

2

Nein, habe auch kein Interesse.

3

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
16

Leben in Leipzig
Kommunale Bürgerumfrage 2013 - C
Die Bearbeitung des Fragebogens ist einfach. Sie können zwei Möglichkeiten nutzen:
A: Wenn Sie über einen Internet-Anschluss verfügen, können Sie den Fragebogen unter www.leipzig.de/buergerumfrage
im Internet aufrufen und gleich online beantworten. Dazu benötigen Sie die achtstellige Kontrollnummer, die im Adressfeld
des beiliegenden Anschreibens des Oberbürgermeisters enthalten ist (außerdem auch im Adressfeld des beiliegenden
Rücksende-Kuverts). Nur bei Angabe dieser Nummer werden Ihre Antworten bei der Auswertung der repräsentativen
Stichprobe berücksichtigt.
B: Wenn Sie den Fragebogen lieber handschriftlich bearbeiten möchten, kreuzen Sie bitte im Fragebogen an
oder
tragen Text bzw. Ziffern ein. Den Fragebogen schicken Sie dann in dem beiliegenden Umschlag portofrei zurück. Sie
können natürlich den Umschlag auch in jedem Bürgeramt der Stadt abgeben.
Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig unter folgenden Telefonnummern:
123 2826
123 2824
123 2827
Zu Beginn zwei allgemeine Fragen:
Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden
zufrieden
weder zufrieden/noch unzufrieden
unzufrieden
1

2

3

4

Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch
eher optimistisch
weder optimistisch/noch pessimistisch
1

2

5

eher pessimistisch

3

1

sehr unzufrieden

2

pessimistisch

4

5

Nun folgen Fragen zu Ihrer Wohnung und zu eventuellen Umzugsabsichten.
Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie ganz allgemein mit dem Wohnviertel, in dem Sie leben?
sehr zufrieden

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

3

sehr unzufrieden

4

5

In was für einer Wohnung wohnen Sie?

4

Mietwohnung

1

eigenes Haus

3

Eigentumswohnung

2

gemietetes Haus

4

woanders (z. B. Heim, Untermiete)

5

Wann wurde das Haus errichtet, in dem sich Ihre Wohnung befindet? Wie viele Wohnungen befinden sich in dem Haus?
vor 1919 (Gründerzeit)

1

1991 bis 2001

5

1919 bis 1960

2

ab 2002

6

1961 bis 1990 (Plattenbau)

3

weiß ich nicht

0

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

4

5

Zahl der Wohnungen: _______________

Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung? Wie viele Wohnräume hat sie?
a) Wohnfläche:

_________ m²

6

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

Nur für Mieter: Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?

7

a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

8

Wie wichtig sind Ihnen folgende Merkmale in der Umgebung Ihrer Wohnung?
sehr wichtig
a) Nähe zu Grünflächen

eher wichtig

1

teils/teils

2

eher nicht wichtig

3

überhaupt nicht wichtig

4

5

b) Nähe zu Gewässern

9

Wie hat sich Ihr Wohnviertel in den letzten 5 Jahren entwickelt? Mein Wohnviertel ... (Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!)
war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert.

1

war und ist nicht besonders attraktiv.

5

ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel.

2

war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert.

6

war attraktiv, ist jetzt aber nicht mehr attraktiv.

3

Das weiß ich nicht.

0

war nicht attraktiv, hat sich aber verbessert.

4

17

10

Wie bewerten Sie die Luftqualität in Ihrem Wohnumfeld?
sehr gut
gut
teils/teils
1

11

2

schlecht

3

sehr schlecht

4

nicht einschätzbar

5

0

Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

möglicherweise

1

nein

2

3

Jetzt geht es um die Nutzung von Verkehrsmitteln, den Radverkehr in Leipzig und die Fahrzeuge in Ihrem Haushalt:

12

Nur für Erwerbstätige: Wo befindet sich Ihre Arbeits-/Ausbildungsstelle? (siehe Karte auf Rückseite des Anschreibens)
1
2
3

13

14

innerhalb Leipzigs

bitte Ortsteilnummer angeben:

außerhalb Leipzigs

bitte Ort angeben:

_______________________
_______________________

Ich arbeite/lerne an verschiedenen Orten.

Stehen in Ihrem Haushalt folgende fahrtüchtige Fahrzeuge zur Verfügung? Wenn ja, geben Sie bitte auch jeweils an, wie viele
dieser Fahrzeuge im Haushalt vorhanden sind.
ja
nein
a) Privat-Pkw
Anzahl: ___________
b) Dienst-/Firmen-Pkw

Anzahl: ___________

c) Motorrad, Moped

Anzahl: ___________

d) Fahrrad ohne Elektrounterstützung

Anzahl: ___________

e) Fahrrad mit Elektrounterstützung (E-Bike, Pedelec)

Anzahl: ___________

Wie beurteilen Sie die Parkplatzsituation in Ihrem Wohnumfeld und in der Innenstadt?
sehr gut
a) in meinem Wohnumfeld

gut

1

teils/teils

schlecht

3

4

2

sehr schlecht

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Innenstadt

15

Sofern Sie die Parkplatzsituation in der Innenstadt oder in Ihrem Wohnumfeld als schlecht oder sehr schlecht beurteilen, was
sind die Gründe dafür? (Mehrfachantworten möglich)
in meinem Wohnumfeld
in der Innenstadt
a) zu wenig Parkplätze insgesamt
b) Parkplätze sind zu weit entfernt
c) zu wenig kostenfreie Parkplätze
d) bekomme keinen Anwohnerparkausweis
e) Parkgebühren sind zu hoch
f) Sonstiger Grund, und zwar:

16

Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für welchen Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile nur einmal ankreuzen!)
Pkw/
Straßengehe zu
Ich benutze überwiegend für Wege ...
S-Bahn
Eisenbahn
Fahrrad
bahn, Bus
Fuß
Krad
a) zur Arbeit

1

2

3

4

5

6

b) zur Ausbildung
c) zu Einkäufen
d) in der Freizeit/zur Erholung
e) in die Leipziger Innenstadt, allgemein

17

Und wie oft fahren Sie in Leipzig mit dem Rad?
(fast) täglich
mehrmals pro Woche
1

18

2

mehrmals pro Monat
3

seltener
4

Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit den folgenden Bedingungen für den Radverkehr in Ihrem Ortsteil?
sehr
sehr
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden
a) Qualität der Radverkehrsanlagen
(baulicher Zustand, Verständlichkeit
1
2
3
4
5
der Führung und Wegweisung)
b) Angebot an Radverkehrsanlagen
(Dichte des Fahrradnetzes)

nie
5

nicht einschätzbar
0

c) Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
18

Wird Ihrer Meinung nach in Ihrem Ortsteil in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr getan?
viel zu viel
viel
genau richtig
wenig
viel zu wenig
1

2

3

4

19

nicht einschätzbar

5

0

Nutzen Sie die folgenden Kombinationen zwischen Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in Leipzig?
(fast)
mehrmals
mehrmals
seltener
nie
täglich
pro Woche pro Monat
a) Fahrradmitnahme im ÖPNV
b) Fahrradabstellmöglichkeit im Haltestellenbereich und
Weiterfahrt mit dem ÖPNV (Bike and Ride)

1

2

3

4

20
5

War die Einführung der Umweltzone in Leipzig aus Ihrer Sicht eine sinnvolle Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität?
ja

nein

1

ist mir egal

2

21

3

Hat sich Ihr Mobilitätsverhalten seit Einführung der Umweltzone verändert?
Ja, ich fahre vermehrt Rad, gehe zu Fuß
Nein, mein Mobilitätsverhalten wurde
1
oder nutze den ÖPNV.
dadurch nicht beeinflusst.

22
2

Müssen Ihrer Meinung nach weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität (z.B. Reduzierung des Verkehrsaufkommens) ergriffen werden?
ja

nein

1

ist mir egal

2

23

3

Wird Ihrer Meinung nach in der Stadt Leipzig genügend für die Förderung der Elektromobilität (Elektro- und Hybridautomobile,
Einsatz von Hybridbussen, Elektrofahrräder, Ladestationen etc.) getan?
viel zu viel

viel

1

genau richtig
2

wenig

3

viel zu wenig

4

24

nicht einschätzbar

5

0

Leipzig ist reich an Grünanlagen und Gewässern. Hier nun ein Fragenkomplex zu dieser Thematik.
Bitte geben Sie an, wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit jedem Einzelnen der folgenden Aspekte sind. Außerdem geben
Sie bitte an, ob sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre Ihrer Meinung nach eher Verbesserungen oder
Verschlechterungen ergeben haben.
Hier bitte ankreuzen,
Hier bitte ankreuzen,
wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit dem
ob Verbesserungen oder Verschlechterungen eingetreten sind.
jeweiligen Aspekt sind.
sehr
zufrieden

zufrieden

1

2

a) Zustand der Gewässer
Angebot an Grünanlagen:
b) in der Stadt Leipzig insgesamt

teils/
teils

unzufrieden

sehr
unzufrieden

4

5

3

weiß
nicht

verbessert
0

1

weder/
noch
2

verschlechtert

25

weiß
nicht

3

0

c) in Ihrem Wohnviertel
Zustand der Grünanlagen:
d) in der Stadt Leipzig insgesamt
e) in Ihrem Wohnviertel
Die nächsten Fragen beschäftigen sich mit den Themen Gesundheit und Sport:
Wie würden Sie Ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand beschreiben?
sehr gut
1

gut

teils/teils
2

schlecht

3

26

sehr schlecht

4

5

Wie groß sind Sie?

Wie viel wiegen Sie?

a) Größe in cm _________

b) Gewicht in kg __________

27

Sport kann man auf/in Sportstätten oder bei kommerziellen Anbietern betreiben, aber auch im öffentlichen Raum
Leipzigs, z. B. auf frei zugänglichen Bolz- und Spielplätzen, in Schwimmhallen, auf Seen und Flüssen, Wegen oder
Plätzen.
Wie häufig treiben Sie Sport?

28
mehrmals
pro Woche

a) insgesamt

1

einmal pro
seltener
Woche
2

3

nie
4

b) im Verein auf dem Vereinsgelände, in Sporthallen und Schwimmhallen
c) im Verein, im öffentlichen Raum
d) bei kommerziellen Anbietern (z. B. Fitnessstudios, Bowlinghallen, Soccerworld)
e) selbstorganisiert im öffentlichen Raum
19

29

30

Welche der folgenden städtischen Sportstätten haben Sie in den letzten 5 Jahren genutzt? (Mehrfachantworten möglich)
a) Schwimmhalle

d) Zwei- und Drei-Feld-Sporthalle

b) Freibad (ohne Badeseen)

e) Sportplatz

c) Ein-Feld-Sporthalle

f) Wassersportanlage (Bootssteg, Bootshaus)

Wo treiben Sie welchen Sport? (Mehrfachantworten möglich)
auf dem
Vereinsgelände
a) Jogging, Walking, sportliches Wandern

im frei zugänglichen öffentlichen Raum

bei privaten Anbietern

im Rahmen einer
vereinsunabhängig, (z.B. Fitnessstudios, KeVereinsmitgliedschaft
selbstorganisiert
gelhallen, Soccerworld)

1

2

3

4

b) Sportliches Radfahren
c) Inlineskating, Skateboarding
d) Yoga, Gymnastik
e) Volleyball, Beachvolleyball
f)

Fußball, Bolzen

g) Basketball, Streetball
h) Fitness, Kraftsport
i)

Bowling, Kegeln

j)

Klettern, Bouldern

k) Schwimmen
l)

Paddeln, Rudern

m) Segeln, Windsurfing, Kiteboarding
n) andere Sportart: ________________

31

Wie zufrieden sind Sie mit dem Angebot sowie dem Bau- und Ausstattungszustand der Sportstätten bzw. der
Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum in Leipzig?
Angebot
sehr
zufriezufrieden
den
a) Schwimmhalle

1

2

teils/
teils

3

Bau- und Ausstattungszustand

unzufrieden
4

sehr
nicht
sehr
unzueinzufriezufriefrie- schätzden
den
den
bar
5

0

1

2

teils/
teils

3

unzufrieden

sehr
unzufrieden

nicht
einschätzbar

4

5

0

b) Freibad (ohne
Badeseen)
c) Ein-Feld-Sporthalle
d) Zwei- und Drei-FeldSporthalle
e) Sportplatz
f) Sportmöglichkeiten auf
Flüssen und Seen
g) Jogging-,
Walkingstrecken
h) Inlineskatingstrecken
i) sportgeeignete
Radwege
j) Plätze für Ballspiele
k) Fitness- und
Bewegungsparcours
20

Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der wirtschaftlichen
Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.
Welchen Familienstand haben Sie?
verheiratet und zusammenlebend oder eingetragene Lebenspartnerschaft und zusammenlebend

32

weiter mit Frage 34

1

verheiratet und getrennt lebend

2

verwitwet oder eingetragene/-r Lebenspartner/-in verstorben

3

geschieden oder eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben

4

ledig

5

Leben Sie in einer Lebensgemeinschaft / in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner

ja, mit Partnerin

1

Wie alt sind Sie? ___________ Jahre

33
nein

2

Sind Sie

männlich

1

3

oder weiblich?

2

Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?

Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?

allgemeine Hochschulreife/Abitur

1

Hochschul-/Universitätsabschluss

1

2

Fachhochschulabschluss

2

3

Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR

3

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

4

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger
Fachschulabschluss

4

(noch) keinen

5

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter/-in

5

Sonstigen

.6

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

6

Fachhochschulreife/Fachabitur
10. Klasse (Realschulabschluss)

Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?
Selbständige/-r

1

mithelfende/-r Familienangehörige/-r

2

leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer Dienst

35

36

Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/-in im
erlernten Beruf
ungelernte/-r, angelernte/-r, berufsfremd tätige/-r
Arbeiter/-in

6
7

3

Auszubildende/-r

8

mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter gehobener/
mittlerer Dienst

4

etwas anderes (z. B. Wehr- bzw.
Bundesfreiwilligendienst)

9

einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher Dienst

5

Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu? Wenn Sie mit einer (Ehe-)Partnerin bzw. mit einem (Ehe-)
Partner zusammenleben: Was trifft auf diesen zu? (in jeder Spalte nur eine Antwort möglich)
Sie selbst

34

37

(Ehe-)Partner/-in

Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehrbzw. Bundesfreiwilligendienstleistende/-r)

1

1

beschäftigt in einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme (z. B. „1-Euro-Job“,
Kommunal-Kombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt (z. B. Mutterschutz,
Elternzeit)

2

2

Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer Umschulungsmaßnahme befindlich

3

3

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente)

4

4

Student/-in oder Schüler/-in

5

5

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

6

6

Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension,
öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft,
Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

1

700 bis unter 900 €

5

1500 bis unter 1700 €

9

2600 bis unter 2900 €

13

400 bis unter 500 €

2

900 bis unter 1100 €

6

1700 bis unter 2000 €

10

2900 bis unter 3200 €

14

500 bis unter 600 €

3

1100 bis unter 1300 €

7

2000 bis unter 2300 €

11

3200 bis unter 3600 €

15

600 bis unter 700 €

4

1300 bis unter 1500 €

8

2300 bis unter 2600 €

12

3600 € und mehr

16

21

38

39

In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)
im eigenen Haushalt.
im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

40

41

43

in einer Wohngemeinschaft (WG).

3

2

woanders.

4

Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?
Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Bundesfreiwilligendienstbezüge, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)
Arbeitslosengeld I

2

Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)

3

Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII

4

Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)

5

Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)

6

Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet?
(Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und wirtschaftet.)
Wie viele davon sind:

42

1

1

________ Personen

d) 11 bis 14 Jahre

_____

Personen

h) 36 bis 44 Jahre

_____ Personen

a) unter 3 Jahre

_____

Personen

e) 15 bis 17 Jahre

_____

Personen

i) 45 bis 64 Jahre

_____ Personen

b)

3 bis 6 Jahre

_____

Personen

f) 18 bis 25 Jahre

_____

Personen

j) 65 bis 85 Jahre

_____ Personen

c) 7 bis 10 Jahre

_____

Personen

g) 26 bis 35 Jahre

_____

Personen

k) über 85 Jahre

_____ Personen

Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?
unter 150 €

1

500 bis unter 600 €

5

1200 bis unter 1400 €

9

2000 bis unter 2300 €

13

150 bis unter 300 €

2

600 bis unter 800 €

6

1400 bis unter 1600 €

10

2300 bis unter 2600 €

14

300 bis unter 400 €

3

800 bis unter 1000 €

7

1600 bis unter 1800 €

11

2600 bis unter 3000 €

15

400 bis unter 500 €

4

1000 bis unter 1200 €

8

1800 bis unter 2000 €

12

3000 € und mehr

16

Seit wann haben Sie ununterbrochen Ihren Hauptwohnsitz in Leipzig oder in einem der seit 1990 eingemeindeten Ortsteile?
Seit dem Jahr: _________
Nun folgen Fragen an Eltern mit Kindern im Haushalt:

44

Zunächst an die Eltern mit Kindern bis 7 Jahre: Nahmen oder nehmen Sie oder Ihr/-e Partner/-in Elternzeit?
beide nicht

45

ja, ich selbst _______ Monate

1

ja, mein/-e Partner/-in _______ Monate

Falls Sie Kinder im Alter von bis zu 11 Jahren haben: Bitte geben Sie das Alter des Kindes bzw. der Kinder an und ob Sie
derzeit folgende Angebote der Kinderbetreuung nutzen. Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des genutzten Angebots?
wird
wird
nicht genutzt
genutzt

Alter
Kind
(Jahre)

Art der
Kinderbetreuung

____
____

a) Kinderkrippe/
Tagesmutter/-vater
b) Kindergarten

____

c) Hort

1

Falls genutzt, wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des
Betreuungsangebots?
sehr zufrieden

2

zufrieden

1

teils/teils

2

unzufrieden

3

sehr
unzufrieden

4

5

46

Sofern Sie mit dem/den von Ihnen genutzten Angebot/en der Kinderbetreuung unzufrieden oder sehr unzufrieden sind: Bitte
geben Sie an, warum Sie mit dem Angebot unzufrieden sind.

47

Erhält Ihr Kind/Ihre Kinder das Mittagessen in einer der folgenden Einrichtungen? Wenn ja, wie zufrieden sind Sie mit der
Qualität dieses Mittagessens?
nein
a) Kinderkrippe/
Kindergarten

Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität des Mittagessens in der Einrichtung?
sehr zufrieden
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
sehr
unzufrieden

ja

1

2

1

2

3

4

5

b) Schule
22

Wenn sich die Qualität des Mittagessens (z. B. geringere Warmhaltezeiten, regionale Erzeugung, mehr Saisonalität)
verbessern ließe, wären Sie bereit, mehr dafür zu zahlen?

48

a) Ja, auf jeden Fall.

c) Nein, ich kann mir das nicht leisten.

b) Ja, aber höchstens 0,50 Cent pro Essen mehr.

d) Nein, die Qualität des Mittagessens ist in Ordnung.

Jetzt geht es um den Besuch der Volkshochschule Leipzig.
Die Stadt Leipzig ist Träger der Volkshochschule. Nutzen Sie gegenwärtig Angebote der Volkshochschule?
ja

nein, habe es aber vor

1

49

nein, habe es auch nicht vor

2

3

Nun folgen Fragen zu Dienstleistungen der Stadt Leipzig hinsichtlich der Abfallentsorgung:
Sind Ihnen in diesem Zusammenhang die folgenden Angebote bekannt?
ja, kenne ich und
habe es bereits
genutzt
a) das Bürgertelefon „Abfall“ (Tel. 6571-111)

50

ja, kenne ich, habe
es aber noch nicht
genutzt

1

nein,
interessiert
mich aber

2

nein,
interessiert
mich auch nicht

3

4

b) Möglichkeiten der Sperrmüllentsorgung
c) Möglichkeiten der Elektrogeräteentsorgung
(Fernsehgeräte, Waschmaschinen u. ä.)
d) Möglichkeiten der Schadstoffsammlung
Wie oft haben Sie bisher Schadstoffe (z. B. Haushaltchemikalien, Farbreste, Leuchtstoffröhren) am Schadstoffmobil oder in
der stationären Sammelstelle abgegeben?
gar nicht

einmal

1

mehrmals

2

3

Nutzen Sie zur Entsorgung von kompostierbaren Abfällen die Biotonne?
ja, immer
1

ja, manchmal

52

nein, gibt es nicht an
unserem Haus

2

51

nein, obwohl es solche
Behälter gibt

3

nein, ich kompostiere
selbst

4

5

Nutzen Sie folgende Wertstoffbehälter?

53
ja, immer

a) die Gelbe Tonne für Verpackungen mit dem Grünen
Punkt sowie andere Kunststoffe und Metalle

ja, manchmal

1

nein, gibt es nicht
nein, obwohl es
in der Nähe
solche Behälter gibt

2

3

4

b) die Blaue Tonne für Papier, Pappe und Kartonagen
c) die Glassammelcontainer zur Entsorgung von Glas
An dieser Stelle folgt ein Fragenkomplex zum Klimaschutz:
Kennen Sie die nachfolgenden Klimaschutz-Aktivitäten der Stadt Leipzig?

54
ja

a) Internetseite www.leipzig.de/klimaschutz

nein
1

2

b) „Klima-Bündnis e.V.“
c) Teilnahme am „European Energy Award“
d) Klimaschutz-Kampagnen der Stadt Leipzig (z.B. Stadtradeln, Ein Klick entfernt)

Sollte die Stadt Leipzig Ihrer Meinung nach mehr für den Klimaschutz tun?

55

Ja, die Stadt Leipzig sollte mehr für den Klimaschutz tun.

1

Die Stadt Leipzig sollte für den Klimaschutz so viel tun wie heute auch schon.

2

Nein, die Stadt Leipzig sollte weniger für den Klimaschutz tun.

3

23

56

57

Würden Sie gern mehr Informationen zu den Bemühungen der Stadt Leipzig im Klimaschutz erhalten? (Mehrfachantworten
möglich.)
a) ja, über die Medien (Rundfunk, Zeitung, Fernsehen)

d) ja, durch Informationsbroschüren

b) ja, im Internet auf www.leipzig.de

e) ja, auf sonstigem Weg

c) ja, per E-Mail Newsletter

f) nein

Befürchten Sie in den kommenden Jahren negative Auswirkungen des Klimawandels für die Region Leipzig?
ja

58

nein

1

3

2

Möchten Sie zukünftig selbst in erneuerbare Energien als Investition oder zur finanziellen Vorsorge investieren?
ja

60

nein

2

Möchten Sie, dass die Stadt Leipzig Investitionen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, z. B. in Photovoltaik,
Solarthermie, Windkraft unterstützt?
ja

59

möglicherweise

1

nein

1

2

Wann wurden an dem Haus, in dem sich Ihre Wohnung befindet, die folgenden energetischen Sanierungsmaßnahmen zuletzt
vorgenommen?
vor 1995
a) Außenwanddämmung

1995 und
später

1

bisher noch keine
Sanierungsmaßnahmen

2

weiß nicht

3

0

b) Dachdämmung
c) Fenstersanierung
d) Heizungssanierung
e) Kellerdeckendämmung
f) sonstige energetische Sanierungsmaßnahmen

61

62

Wie wichtig ist Ihnen eine energetische Sanierung Ihres Hauses/Ihrer Wohnung?
Ja, ist mir wichtig, wenn die dadurch erreichten Einsparungen die Kosten decken.

1

Ja, ist mir wichtig, auch wenn dadurch die Kosten nicht gedeckt sind.

2

Nein, das ist mir nicht wichtig.

3

Wie wichtig ist es Ihnen, dass die in Ihrem Haushalt verbrauchte Energie vorrangig aus lokal verfügbaren, alternativen
Energieträgern und -quellen (Sonne, Wind, Erdwärme) gewonnen wird?
sehr wichtig
1

63

eher wichtig
2

teils/teils

eher unwichtig

3

4

sehr unwichtig
5

Wie hoch war Ihr letzter bekannter Jahresstromverbrauch? Wie hoch war Ihr letzter bekannter Jahreswärmeverbrauch?
a) Jahresstromverbrauch: _________ kWh im Abrechnungszeitraum: ___________

weiß nicht

0

b) Jahreswärmeverbrauch: _________ kWh im Abrechnungszeitraum: ___________

weiß nicht

0

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
24

Veröffentlichungen
Statistisches Jahrbuch der Stadt Leipzig (jährlich) (je 25,- €)
Statistischer Quartalsbericht (vierteljährlich) (je 7,- €)

2013
Bundestagswahl 2013 – Ergebnisse und Analysen (5,- €)
Brücken über Luppefließgewässer (8,- €)
Bevölkerungsvorausschätzung 2013 (5,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2012 - Ergebnisbericht (15,- €)
Sicherheit in Leipzig 2011 – Ergebnisbericht (15,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2012 - Schnellbericht (5,- €)
Oberbürgermeisterwahl 2013 in Leipzig (5,- €)
Straßenabschnittsverzeichnis 2013 (7,50 €)

Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Direktbezug:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur
Einsicht aus, ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen, des Statistischen Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages
und andere. Die statistischen Veröffentlichungen stehen auch unter statistik.leipzig.de zum
kostenlosen Download bereit. Statistische Auskünfte erhalten Sie unter:
Fon 0341 123-2847, Fax 0341 123-2845 bzw. E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de

Lust auf mehr? Dann besuchen Sie das Leipzig-Informationssystem LIS:
statistik.leipzig.de
Hier finden Sie stets aktuelle statistische Daten zu wichtigen Bereichen der Leipziger
Stadtentwicklung in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten.
        
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