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Periodical volume

Full text: Kommunale Bürgerumfrage Issue 2011

Zufriedenheit mit den Radverkehrsbedingungen

Kommunale Bürgerumfrage 2011 - Ergebnisbericht

(Qualität und Angebot der Radverkehrsanlagen, Angebot an Abstellmöglichkeiten)

Leben in Leipzig 2011

Kommunale Bürgerumfrage 2011
Ergebnisbericht

Veröffentlichungen
Statistisches Jahrbuch der Stadt Leipzig (jährlich) (je 25,- €)
Statistischer Quartalsbericht (vierteljährlich) (je 7,- €)

LEIPZIGER STATISTIK UND STADTFORSCHUNG

2012

Kommunale Bürgerumfrage 2011 - Ergebnisbericht [7/12]
Herausgeberin:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Verantwortlich:
Dr. Ruth Schmidt, Leiterin des Amtes für Statistik und Wahlen
Autorinnen und Autoren: Falk Abel, Johannes Heinemann,
Kerstin Lehmann, Dr. Andrea Schultz
Verlag:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Druckerei:
Stadt Leipzig, Hauptamt
Redaktionsschluss:
12.07.2012

Gebühr:

15,- € (zuzüglich Versandkosten)

Die Daten werden auf Nachfrage für die einzelnen Kapitel in Dateiform zur Verfügung
gestellt.
Alle Rechte vorbehalten.
Es ist nicht gestattet, ohne ausdrückliche Genehmigung des Amtes für Statistik und Wahlen
diese Veröffentlichung oder Teile daraus für gewerbliche Zwecke zu vervielfältigen oder in
elektronische Systeme einzuspeichern. Die Vervielfältigung dieser Veröffentlichung oder von
Teilen daraus ist für nicht gewerbliche Zwecke mit Angabe der Quelle gestattet.

Kommunale Bürgerumfrage 2011 - Schnellbericht (15,- €)
Frauen und Männer in Leipzig 2011 (15,- €)

2011
Jugend in Leipzig – Ergebnisse einer Befragung 2010 (15,- €)
Fördergebietskatalog (15,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2010 - Ergebnisbericht (15,- €)
Straßenabschnittsverzeichnis 2011 (7,50 €)
Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Direktbezug:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

Die statistischen Veröffentlichungen stehen unter statistik.leipzig.de zum kostenlosen Download
zur Verfügung.
Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur
Einsicht aus, ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen, des Statistischen Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages
und andere. Statistische Auskünfte erhalten Sie unter:
Fon 0341 123-2847, Fax 0341 123-2845 bzw. E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de

Lust auf mehr? Dann besuchen Sie das Leipzig-Informationssystem LIS:
statistik.leipzig.de

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Stadt Leipzig
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(0341) 123 2847
(0341) 123 2845
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Internet www.leipzig.de/statistik
www.leipzig.de/wahlen

Zeichenerklärung:
0
= Ergebnis gleich Null oder Zahl ist kleiner als die Hälfte der verwendeten
Einheiten
.
= zu geringe Fallzahl der Teilgruppe
davon
= Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)
darunter = nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)
D
= arithmetisches Mittel

Hier finden Sie stets aktuelle statistische Daten zu wichtigen Bereichen der Leipziger
Stadtentwicklung in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten sowie
die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen.

Inhaltsverzeichnis

Seite

Ausgewählte Ergebnisse..........................................................................................................3
Methodische Vorbemerkungen ................................................................................................5

Analyse .................................................................................................................................. 11
1. Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht ........................................................................... 13
2. Wohnen und Umziehen ................................................................................................... 19
3. Kommunalpolitik und kommunale Lebensbedingungen................................................... 29
4. Verhältnis Deutsche und Ausländer................................................................................. 41
5. Einkommen und wirtschaftliche Situation ........................................................................ 51
6. Einkaufen und Einkaufsmöglichkeiten ............................................................................. 59
7. Weiterbildung................................................................................................................... 67
8. Ehrenamt und Sport......................................................................................................... 77
9. Verkehr und Umwelt ........................................................................................................87

Anhang
Tabellenverzeichnis ............................................................................................................. 105
Abbildungsverzeichnis ......................................................................................................... 107
Fragebögen Kommunale Bürgerumfrage 2011....................................................................109

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

1

2

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Bürgerumfrage 2002 - Ergebnisübersicht

Ausgewählte Ergebnisse der kommunalen Bürgerumfrage 2011
Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht
 2011 gab es eine geringfügige Abnahme der Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht im Vergleich zu
2010, dennoch zeichnet sich Leipzig nach wie vor als eine Stadt mit generell hoher Lebenszufriedenheit aus. Leipziger Frauen sind zufriedener als Leipziger Männer.
 Befragte zwischen 18 und 34 Jahren sind mit ihrem Leben am zufriedensten. Drei Viertel der jungen
Erwachsenen schauen optimistisch in die Zukunft.
Wohnen und Umziehen
 Leipzig ist eine Mieterstadt, 87 Prozent der befragten Haushalte wohnen zur Miete. Sie zahlen im
Durchschnitt 5,00 Euro je m² für die Grund- und 7,08 Euro je m² für die Gesamtmiete (Median).
 Die durchschnittliche Wohnungsgröße Leipziger Haushalte ist mit gut 69 m² ungefähr auf Vorjahresniveau verblieben.
 17 Prozent der Leipziger Haushalte verfügen über einen oder mehrere Brandmelder. Wohneigentümer besitzen häufiger Brandmelder als Mieter.
 Zwei Drittel der Leipzigerinnen und Leipziger schätzen die Entwicklung ihres Wohnviertels als
attraktiv ein („war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert“ und „ist nach wie vor ein
attraktives Wohnviertel“).
 38 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger planen in den nächsten zwei Jahren (möglicherweise)
einen Umzug. Damit liegt das so genannte Umzugspotenzial auf Vorjahresniveau. Drei Viertel der
Umzugswilligen, die ihr Umzugsziel schon kennen, wollen innerhalb der Stadt Leipzig umziehen.
Kommunale Lebensbedingungen und Kommunalpolitik
 Die Wirtschaftsförderung steht für die Leipziger Bürgerschaft nach wie vor an oberster Stelle bei der
Betrachtung der Wichtigkeit kommunalpolitischer Aufgaben.
 Nicht gespart werden soll bei Schulen, KiTas, Straßenbau, Angeboten für Kinder und Jugendliche
sowie Wirtschaftsförderung. Sparpotenzial sehen die Bürgerinnen und Bürger im kulturellen Bereich.
 Für 41 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger sind der Straßenzustand und die Kriminalität und
Sicherheit die größten städtischen Probleme. Insbesondere die ältere Bevölkerung sorgt sich um ihre
Sicherheit. Fehlende Arbeits- und Ausbildungsplätze haben in der Problemwahrnehmung erneut
einen Bedeutungsrückgang erfahren, 26 Prozent betrachten sie 2011 noch als großes Problem.
 Die Zufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger mit den Natur- und Umweltbedingungen ist nach
wie vor sehr groß, insbesondere die „Angebote an öffentlichen Grünanlagen und Parks“ und der
„Ausbau der Naherholungsgebiete“ weisen die höchsten Zufriedenheitswerte aus.
 55 Prozent aller Befragten sehen in ihrem Ortsteil Investitionsbedarf, vor allem beim Zustand der
Straßen, Fuß- und Radwege.
Verhältnis Deutsche und Ausländer
 55 Prozent der Befragten haben in unterschiedlichen Lebensbereichen regelmäßige Kontakte zu
Ausländerinnen und Ausländern. Meistens bestehen die Kontakte über die Arbeit.
 Die bestehenden Kontakte werden von 64 Prozent als positiv wahrgenommen.
 Befragte mit Kontakten zu Ausländern äußern tendenziell auch positivere Einstellungen gegenüber
dieser Bevölkerungsgruppe.
Einkommen und wirtschaftliche Situation
 Im Jahr 2011 liegt das persönliche monatliche Nettoeinkommen (Median) der Leipzigerinnen und
Leipziger bei 1 066 Euro und damit um 30 Euro höher als 2010. Die Selbstständigen konnten an der
positiven Entwicklung nicht teilhaben, ihr persönliches Einkommen sinkt erneut - auf 1 085 Euro.
 Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen beträgt 2011
1 414 Euro. Das Nettoäquivalenzeinkommen ist 2011 auf Vorjahresniveau verblieben. Die Situation von Alleinerziehenden und
alleinstehenden Renterinnen und Rentnern hat sich verbessert. Dennoch ist die Einkommenssituation
vieler Alleinerziehender nach wie vor prekär.
 Die Schere zwischen den einkommensstärksten und einkommensschwächsten 20 Prozent hat sich
2011 nicht vergrößert.
 Der Anteil an Haushalten, die ihren Lebensunterhalt durch Erwerbseinkommen bestreiten, steigt
erneut an und liegt nunmehr bei 56 Prozent.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

3

Einkaufen und Einkaufsmöglichkeiten
 Am häufigsten kaufen die Leipzigerinnen und Leipziger Waren des täglichen Bedarfs in Wohnnähe
ein und erledigen dies dann auch meist zu Fuß oder mit dem Fahrrad. In den Ortsteilen des
Stadtrands wird seltener in Wohnnähe eingekauft und die Mehrzahl nutzt für den Einkauf das Auto.
 Kleidung, Sportartikel oder Unterhaltungselektronik kaufen die Leipzigerinnen und Leipziger am
häufigsten in Geschäften der Innenstadt.
 Leipziger Einkaufszentren außerhalb des Stadtzentrums, wie zum Beispiel das Paunsdorf Center
oder das Allee-Center in Grünau, werden von einem Viertel der Leipzigerinnen und Leipziger
mindestens einmal pro Monat frequentiert. Einkaufszentren außerhalb Leipzigs, wie zum Beispiel
Nova Eventis, oder Geschäfte in anderen Städten spielen für die Leipzigerinnen und Leipziger beim
Kauf von Kleidung, Sportartikeln oder Unterhaltungselektronik kaum eine Rolle.
 Werden große Leipziger Einkaufszentren außerhalb der Innenstadt angesteuert, dann meist aufgrund
der Vielzahl des Handelsangebots.
Weiterbildung
 Weiterbildung hat im Prinzip einen hohen Stellenwert, fast zwei Drittel der Leipzigerinnen und
Leipziger äußern sich in dieser Weise. Mit zunehmenden Erwerbsalter schwindet der Stellenwert der
Weiterbildung.
 40 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger haben in den letzten drei Jahren an beruflichen
Weiterbildungen teilgenommen. Bei Erwerbstätigen wird in drei Viertel aller Fälle die Weiterbildung
vom Arbeitgeber finanziert.
 Jeder Dritte hat in den letzten drei Jahren Veranstaltungen zur allgemeinen Weiterbildung besucht.
Hoch im „Kurs“ stehen die Bereiche Gesundheit/ Prävention und Sport sowie Fremdsprachen.
 5 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger nutzen die Angebote der Volkshochschule, weitere 25
Prozent haben es vor. Junge Erwachsene stellen nach Abschluss ihrer Ausbildung eine wichtige
potenzielle Zielgruppe für die Leipziger Volkshochschule dar.
Ehrenamt und Sport
 16 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger über 18 Jahre üben eine ehrenamtliche Funktion aus. Im
Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 5 Prozentpunkten. Frauen sind mehr im sozialen
Bereich und für Kinder engagiert, Männer häufiger für Sport und Geselligkeit. Das Potenzial für
weitere ehrenamtliche Tätigkeit ist groß; jeder vierte Nicht-Aktive zeigt sich interessiert.
 Insgesamt betrachtet treibt die Hälfte der Leipzigerinnen und Leipziger mindestens einmal in der
Woche Sport, egal ob im Verein, bei einem kommerziellen Anbieter oder selbst organisiert. In den
Sportvereinen trainiert knapp jede/r Vierte mindestens einmal wöchentlich.
Verkehr und Umwelt
 Das Flugangebot am Leipziger Flughafen kann nur knapp die Hälfte der Leipziger beurteilen.
Diejenigen, die sich ein Urteil erlauben, bewerten es auf einer Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 5 =
„sehr unzufrieden“ mit einer 2,7.
 64 Prozent der Leipziger Haushalte haben mindestens einen privaten PKW, 8 Prozent einen FirmenWagen. In 6 Prozent aller Haushalte steht mindestens ein Motorad oder Moped zur Verfügung.
 In drei von vier Leipziger Haushalten steht mindestens ein Fahrrad zur Verfügung. Fast jede/r dritte
Befragte fährt mehrmals in der Woche mit dem Fahrrad; bei Schülern und Studenten sogar 60 Prozent. Am liebsten nutzen die Leipzigerinnen und Leipziger separate, baulich getrennte Radwege
neben der Straße. Mit der Qualität der Radverkehrsanlagen, deren baulichem Zustand und der Verständlichkeit der Führung und Wegweisung sind die Leipzigerinnen und Leipziger im Mittel (noch) zufrieden (Mittelwert 2,9 bis 3,0 auf einer Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 5 = „sehr unzufrieden“). In
den Ortsteilen von Leipzig-Grünau werden die Qualität der und das Angebot an Radverkehrsanlagen
am besten beurteilt.
 Die Lärmbelästigung in der Wohnung bzw. der Wohnumgebung wird von den Bürgerinnen und
Bürgern nicht als besonders hoch eingeschätzt. Am ehesten fühlen sie sich durch
Straßenverkehrslärm belästigt.
 Umweltfreundlich handeln die Leipzigerinnen und Leipziger, wenn es um die Abfallentsorgung geht.
97 Prozent der Befragten geben an, die Blaue Tonne immer zu nutzen. Einen ähnlich hohen
Nutzungsgrad erfährt die Gelbe Tonne mit 95 Prozent. Etwas seltener werden hingegen
Glassammelcontainer genutzt - 83 Prozent der Befragten geben dies an.

4

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Methodische Vorbemerkungen
Seit 1991 befragt die Stadtverwaltung im Jahresrhythmus jeweils mehrere Tausend per Zufall ausgewählte Leipzigerinnen und Leipziger zu ihrer Lebenssituation sowie ihren Meinungen und Einstellungen zu verschiedenen Themenbereichen. Das Hauptziel dieser Befragungen ist die Versorgung des
Stadtrates und der Stadtverwaltung mit entsprechenden Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen
und die auf anderem Wege nicht beschafft werden können. Die Kommunalen Bürgerumfragen fungieren
somit auch als ein Instrument des Dialogs zwischen Bürgerschaft sowie Rat und Verwaltung und können
daher als eine Form der Bürgerbeteiligung angesehen werden.
Rechtliche Grundlage der Befragungen bildet die am 18. September 1996 vom Leipziger Stadtrat
beschlossene „Satzung über die kommunalen Erhebungen der Stadt Leipzig zur wirtschaftlichen und
sozialen Lage der Bevölkerung", zuletzt geändert am 17. November 2011.
Inhaltliche Schwerpunkte
Sie ergeben sich vorrangig aus den Informationsbedürfnissen der Stadtverwaltung auf der Grundlage
der oben genannten kommunalen Satzung. Von den folgenden Ämtern, Dezernaten und Eigenbetrieben
der Stadt Leipzig wurden spezielle Fragestellungen eingebracht, die der Tabelle entnommen werden
können:
Einrichtung

Amt für Umweltschutz
Amt für Stadterneuerung und
Wohnungsbauförderung
Dezernat Jugend, Soziales,
Gesundheit und Schule
Referat für Migration und
Integration
Arbeitsgruppe „Lernen vor Ort“
Amt für Wirtschaftsförderung
Stadtplanungsamt

Themen

Lärmbelästigung, Modal Split
Wohnen und Umziehen

Auswertbar für
GesamtOrtsteile
stadt
x
x
x

Ehrenamt
Verhältnis zwischen Deutschen und
Ausländern, Positionen zu Ausländern
Weiterbildung, Kenntnis von
Bildungsberatung, Ruhestandskompass
und Familienfreundlichkeitspreis
Flugangebot
Einkaufsverhalten, Wohnen und
Umziehen, Ehrenamt (nur für die
Gesamtstadt)

x
x

x

x
x
x

x

x

Abfallentsorgung
Ausstattung und Nutzung von
Verkehrsmitteln, Modal Split, Radverkehr
und Radverkehrsbedingungen
Weiterbildung, Nutzung und Interesse
von Angeboten der VHS

x

x

x

x

Dezernat Finanzen

Investitionsbedarf im Ortsteil

x

Amt für Sport

Sporttreiben innerhalb und außerhalb
von Vereinen

Stadtreinigung
Verkehrs- und Tiefbauamt
Volkshochschule Leipzig

x
x
x

Weitere Schwerpunkte sind die allgemeine Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht, Zufriedenheit mit
diversen Lebensbedingungen in Leipzig sowie die alljährlich abgefragten Themen zur Soziodemografie
und Einkommenssituation der Befragten und der Haushalte. Viele dieser Daten werden überdies für
andere Analysen – wie den Sozialreport – benötigt.
Auf Grund der Fülle an gewünschten Themen mussten die Fragen auf drei Fragebogenvarianten (A, B
und C) aufgeteilt werden, die jeweils einen Umfang von acht Seiten aufweisen. Die Angaben zur
Soziodemografie und –ökonomie sowie alle ortsteilbezogenen Fragestellungen sind in allen drei
Varianten vorhanden.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

5

Grundgesamtheit und Stichprobe
Grundlage für die Stichprobenziehung bildeten alle zum 31. August 2011 in der Stadt Leipzig mit Hauptwohnsitz gemeldeten deutschen und ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 18 bis
85 Jahren. Diese Grundgesamtheit wurde vom Ordnungsamt als Dateiabzug aus dem Einwohnerregister
der Stadt Leipzig zur Verfügung gestellt und bestand aus 432 439 Datensätzen.
Die Stichprobenziehung erfolgte mittels Zufallsgenerator gleichverteilt über die Grundgesamtheit und
umfasste insgesamt 16 000 Personen (Bruttostichprobe); das entspricht einem Anteil von 3,7 Prozent.
Zeitlicher Ablauf
Am 6. Oktober 2011 startete die Bürgerumfrage mit einer Pressemitteilung. Parallel dazu erfolgte der
Versand der Fragebögen einschließlich eines Anschreibens des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig
und eines Umschlags zum portofreien Rückversand an die ausgewählten Personen durch die Deutsche
Post AG. Gleichzeitig wurde zwecks Einsparung von Rückporto der Fragebogen auch über das
Internetportal der Stadt Leipzig verfügbar gemacht. Mittels eines Zugangscodes wurde gewährleistet,
dass nur die Antworten der ausgesuchten Probanden in die Auswertung eingingen.
Zur Erhöhung der Rücklaufquote startete am 28. Oktober 2011 eine Erinnerungsaktion, wobei nochmals
die kompletten Erhebungsunterlagen (Anschreiben, Fragebogen und Rücksendeumschlag) verschickt
wurden. Einbezogen waren gut 9 000 Personen, die bis dahin noch nicht geantwortet hatten. Mit
Posteingang vom 23. Januar 2012 und Berücksichtigung der bis zu diesem Datum eingetroffenen
Internet-Antworten wurde die Rücknahme abgeschlossen.
Abb. 0-1: Rücklauf der drei Fragebogenvarianten A, B und C nach Datum
3 500

3 000
2 500
Erinnerung

2 000

Variante A
Variante B

1 500

Variante C
1 000

500

6

23.01.12

16.01.12

09.01.12

02.01.12

26.12.11

19.12.11

12.12.11

05.12.11

28.11.11

21.11.11

14.11.11

07.11.11

31.10.11

24.10.11

17.10.11

10.10.11

0

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Ausschöpfung der Stichprobe und Anpassungswichtung
Für die Auswertung liegen insgesamt 8 731 Datensätze vor. Darunter sind 543 (6,2 Prozent) im Internet
ausgefüllt. Unter Berücksichtigung von 726 stichprobenneutralen Ausfällen (Empfänger nicht erreichbar)
ergibt sich daraus eine Ausschöpfungsquote von 57 Prozent. Damit wurde im Vergleich zu den
Vorjahren eine sehr gute Ausschöpfungsquote erreicht.
Tab. 0-1: Rücklaufquoten
Bruttostichprobe
Variante A
Variante B
Variante C
gesamt

5 334
5 333
5 333
16 000

Ausfälle (z.B.
unzustellbar)
257
249
220
726

Nettostichprobe
5 077
5 084
5 113
15 274

auswertbare Fragebögen
darunter: per
Gesamt
Internet
2 901
189
2 923
182
2 907
172
8 731
543

Rücklaufquote
57,1
57,5
56,9
57,2

Da sich nicht alle Personen an der Befragung beteiligten und die Rücklaufquoten erwiesenermaßen
auch von demografischen Merkmalen abhängig sind, weicht die Struktur der auswertbaren Stichprobe
hinsichtlich der beiden wichtigen Eigenschaften Alter und Geschlecht erwartungsgemäß von der
Grundgesamtheit ab:
Tab: 0-2: Vergleich der Altersstruktur von Grundgesamt und auswertbarer Stichprobe
Grundgesamtheit
auswertbare Stichprobe
Alter
männlich
weiblich
Gesamt
männlich
weiblich
Gesamt
Prozent
Prozent
18-24
5
5
10
3
4
7
25-34
11
10
21
7
9
16
35-44
8
7
15
7
7
13
45-54
8
8
16
8
9
17
55-64
7
7
14
7
10
17
65-74
7
8
15
9
10
19
75-85
4
6
10
5
6
11
Gesamt
49
51
100
46
54
100
Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass in den zusammengefassten Altersgruppen von 18 bis unter
45 Jahre die Rücklaufquoten meist unter- und danach meist überdurchschnittlich sind, wobei Frauen in
der Regel noch öfter antworten als Männer. Auch hinsichtlich des Bildungsstandes (höchste berufliche
Qualifikation) gibt es solche Abweichungen, wenn man entsprechende Daten aus dem letzten
Mikrozensus des Statistischen Landesamtes Sachsen für die Stadt Leipzig 2010 zum Vergleich nimmt.
Mittels eines iterativen Verfahrens wurden personenbezogene Wichtungsfaktoren berechnet, die diese
Unterschiede bestmöglich kompensieren.
Bei den haushaltsbezogenen Auswertungen (Fragen, die den gesamten Haushalt betreffen) ist zu
beachten, dass größere Haushalte auch eine größere Chance haben, in die Stichprobe einbezogen zu
werden. Diese unterschiedlichen Auswahlwahrscheinlichkeiten werden durch zusätzliche haushaltsbezogene Wichtungsfaktoren berücksichtigt. Weiterhin erfolgt hinsichtlich des Merkmals Haushaltsgröße
ebenfalls eine Anpassung an die Ergebnisse des Mikrozensus 2010 für Leipzig.
Die Anzahl der auswertbaren Fragebögen und die erfolgten Anpassungswichtungen garantieren zuverlässige Ergebnisse, die für die Gesamtgruppe sowie bezüglich der Merkmale Alter, Geschlecht, Haushaltsgröße und berufliche Qualifikation als repräsentativ für die Grundgesamtheit der Leipzigerinnen und
Leipziger im Alter von 18 bis 85 Jahren betrachtet werden können.
Lesehinweise
Bei den haushaltsbezogenen Auswertungen wird zum Teil nach Haushaltstypen unterschieden. Diese
sind wie folgt definiert:
Singles sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter bis 64 Jahre. Ausgenommen hiervon sind
Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als
Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Alleinerziehende sind Haushalte mit einer Person ab 18 Jahren und mindestens einem Kind unter
18 Jahren.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

7

Paare mit Kind(ern) sind Haushalte mit einem Ehepaar oder in Lebensgemeinschaft zusammenlebenden Personen mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und keiner weiteren Person ab
18 Jahren.
Paare ohne Kind(er) sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft
zusammenleben. Das Paar ist jünger als 65 Jahre. Ausgenommen hiervon sind Haushalte, in denen die
befragte Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Alleinstehende Rentner sind Haushalte mit alleinlebenden Personen im Alter ab 65 Jahren sowie
alleinlebenden Personen im Alter von 60 bis 64 Jahren, die sich bei der Frage nach der Stellung im
Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft haben.
Rentnerpaare sind Zwei-Personen-Haushalte, die in Form einer Ehe oder Lebensgemeinschaft
zusammenleben. Das Paar ist 65 Jahre oder älter. Einbezogen sind weiterhin Haushalte, in denen die
befragte Person im Alter von 60 bis 64 Jahren ist und sich bei der Frage nach der Stellung im Erwerbsleben als Rentner/Pensionär eingestuft hat.
Darüber hinaus verbleibt noch eine Gruppe von Haushalten, die keiner der aufgeführten Kategorien
zugeordnet werden kann.
Für das Kapitel 4 zum Verhältnis von Deutschen und Ausländern wurden die Antworten der Befragten
berücksichtigt, die nur die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Befragte ab 75 Jahren mit deutscher
Staatsangehörigkeit und Geburtsort außerhalb Deutschlands wurden entsprechend der Angabe ihres
Geburtsortes ebenfalls als Deutsche gezählt und in die Auswertung einbezogen.
Um Aussagen zur Einkommenssituation treffen zu können, wurde sowohl das persönliche als auch das
Haushaltsnettoeinkommen erfragt. Die Auswertung der beiden Einkommenswerte erfolgt in Kapitel 5 je
nach Fragestellung. Die Betrachtung des Nettoeinkommens des gesamten Haushaltes ist sinnvoll, da
der Haushalt eine wirtschaftliche Einheit bildet. Ein Nachteil der haushaltsbezogenen Betrachtung ist,
dass die spezifische Haushaltsgröße nicht berücksichtigt wird. Mehrpersonenhaushalte, bei denen
mehrere Personen zum gesamten Haushaltsnettoeinkommen beitragen, werden daher im Vergleich zu
Einpersonenhaushalten bevorteilt. Außerdem tragen Änderungen der Haushaltsgrößen und –strukturen
auf gesamtstädtischer Ebene unweigerlich zu einer Änderung der Haushaltsnettoeinkommen bei. Eine
Normierung, die die Einkommen von Haushalten mit unterschiedlicher Größe vergleichbar macht, findet
durch die Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens statt. Die Berechnung erfolgt nach der neuen
OECD-Skala, gemäß derer jedem Haushaltsmitglied je nach Alter ein bestimmtes Bedarfsgewicht
zugesprochen wird. Der Haushaltsvorstand erhält ein Bedarfsgewicht von 1,0, jede weitere Person über
14 Jahre ein Bedarfsgewicht von 0,5. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahre gehen mit einem
Bedarfsgewicht von 0,3 in die Berechnungen ein.
Bei einigen Fragestellungen wurde die Kategorie „weiß nicht“ aus der Analyse ausgeklammert. Dies ist
an den entsprechenden Stellen gekennzeichnet.
Obwohl die Ergebnisermittlung bei allen erhobenen Merkmalen mit hoher Genauigkeit erfolgt, sind die
angeführten Werte in der Regel gerundet. Deswegen können bei der Addition von Einzelwerten in
Tabellenzeilen oder -spalten, wo die Gesamtsumme 100 Prozent ergeben müsste, formal Abweichungen
von 100 auftreten. In Diagrammen, die ebenfalls auf den genau berechneten Ergebnissen basieren,
können (in Folge der Rundung scheinbar) gleiche Werte durch unterschiedlich große Balken oder
Kreissegmente dargestellt sein.
Bei Fragen mit Mehrfachnennungen ergibt die Addition der Einzelwerte in der Regel nicht 100 Prozent.
Wenn die Summe der Fallzahlen von Teilgruppen nicht den Umfang der Gesamtgruppe ergibt, ist das
auf fehlende Antworten (missing values) bei den Merkmalen zurückzuführen, die die Teilgruppen
abgrenzen.

8

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Ausgewählte soziodemografische Merkmale
Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben, die
Partnerschaftsbeziehung sowie den höchsten schulischen Abschluss der Befragten. Weiterhin wird die
Verteilung der oben definierten Haushaltstypen dargestellt.
Tab. 0-3: Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben
Eigenschaft
Selbstständige/-r, einschließlich mithelfende/-r Familienangehörige/-r
leitende/-r Angestellte/-r, Beamte/-r höherer Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r, Beamte/-r gehobener/mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r, Beamte/-r einfacher Dienst
Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter/-in im erlernten Beruf
ungelernte/-r / angelernte/-r, berufsfremd tätige/-r Arbeiter/-in
Auszubildende/-r
etwas anderes (z.B. Wehr-/Zivildienstleistende/-r)

Prozent
12
8
18
29
15
8
7
4

Tab. 0-4: Partnerschaftsbeziehung
Eigenschaft
Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft und zusammenlebend
verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaft
gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft
ohne Partner lebend

Prozent
50
13
2
36

Tab. 0-5: Höchster schulischer Abschluss
Eigenschaft
Allgemeine Hochschulreife/Abitur
Fachhochschulreife/Fachabitur
10. Klasse (Realschulabschluss)
8. oder 9. Klasse (Hauptschule)
(noch) keinen schulischen Abschluss
Sonstiger

Prozent
30
7
40
21
1
1

Tab. 0-6: Haushaltstyp
Eigenschaft
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner/-innen
Rentnerpaare
Sonstige

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Prozent
37
3
10
14
16
11
9

9

Abb. 0-2: Leipziger Ortsteile

Stadtbezirk Mitte:
00 Zentrum
01 Zentrum-Ost
02 Zentrum-Südost
03 Zentrum-Süd
04 Zentrum-West
05 Zentrum-Nordwest
06 Zentrum-Nord
Stadtbezirk Nordost:
10 SchönefeldAbtnaundorf
11 Schönefeld-Ost
12 Mockau-Süd
13 Mockau-Nord
14 Thekla
15 Plaußig-Portitz

10

Stadtbezirk Ost:
20 NeustadtNeuschönefeld
21 Volkmarsdorf
22 Anger-Crottendorf
23 SellerhausenStünz
24 Paunsdorf
25 Heiterblick
26 Mölkau
27 Engelsdorf
28 Baalsdorf
29 Althen-Kleinpösna
Stadtbezirk Südost:
30 ReudnitzThonberg
31 Stötteritz
32 Probstheida

55 HartmannsdorfKnautnaundorf

75 BurghausenRückmarsdorf

Stadtbezirk Süd:
40 Südvorstadt
41 Connewitz
42 Marienbrunn
43 Lößnig
44 Dölitz-Dösen

Stadtbezirk West:
60 Schönau
61 Grünau-Ost
62 Grünau-Mitte
63 Grünau-Siedlung
64 Lausen-Grünau
65 Grünau-Nord
66 Miltitz

Stadtbezirk
Nordwest:
80 Möckern
81 Wahren
82 LützschenaStahmeln
83 Lindenthal

Stadtbezirk
Südwest:
50 Schleußig
51 Plagwitz
52 Kleinzschocher
53 Großzschocher
54 KnautkleebergKnauthain

Stadtbezirk Alt-West:
70 Lindenau
71 Altlindenau
72 Neulindenau
73 Leutzsch
74 Böhlitz-Ehrenberg

33 Meusdorf
34 Liebertwolkwitz
35 Holzhausen

Stadtbezirk Nord
90 Gohlis-Süd
91 Gohlis-Mitte
92 Gohlis-Nord
93 Eutritzsch
94 Seehausen
95 Wiederitzsch

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Analyse
Inhaltsverzeichnis
Seite

1.

Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht................................................................ 13

1.1.

Entwicklung von Lebenszufriedenheit ....................................................................... 13

1.2.

Entwicklung der Zukunftssicht ................................................................................... 15

1.3.

Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht in den Ortsteilen .......................................... 16

2.

Wohnen und Umziehen........................................................................................... 19

2.1.

Wohnsituation............................................................................................................ 19

2.2.

Miete und Mietbelastung ........................................................................................... 22

2.3.

Exkurs: Ausstattung der Wohnung mit Brandmeldern............................................... 23

2.4.

Attraktivität des Wohnviertels .................................................................................... 24

2.5.

Umzugsneigung und Umzugsgründe ........................................................................ 26

3.

Kommunalpolitik und kommunale Lebensbedingungen ..................................... 29

3.1.

Kommunalpolitische Schwerpunkte aus Bürgersicht ................................................. 29

3.2.

Die größten Probleme in der Stadt Leipzig................................................................ 32

3.3.

Zufriedenheit mit der Entwicklung kommunaler Lebensbedingungen ....................... 33

3.4.

Investitionswünsche in den Ortsteilen ....................................................................... 38

3.5.

Kenntnis Leipziger Initiativen..................................................................................... 40

4.

Verhältnis Deutsche und Ausländer ...................................................................... 41

4.1.

Kontaktmöglichkeiten zwischen Deutschen und Ausländern im täglichen Leben...... 41

4.2.

Aussagen zum Verhältnis von Deutschen und Ausländern ....................................... 42

4.3.

Kontakt als Erklärung für Einstellungen zu Ausländern ............................................. 47

4.4.

Bewertung des Verhältnisses zwischen Deutschen und Ausländern ........................ 48

5.

Einkommen und wirtschaftliche Situation ............................................................ 51

5.1.

Persönliches monatliches Nettoeinkommen.............................................................. 51

5.2.

Haushaltsnettoeinkommen ........................................................................................ 53

5.3.

Hauptquelle des Lebensunterhalts der Leipziger Haushalte ..................................... 55

5.4.

Nettoäquivalenzeinkommen ...................................................................................... 56

5.5.

Nettoäquivalenzeinkommen in den Leipziger Ortsteilen............................................ 57

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

11

Seite
6.

Einkaufen und Einkaufsmöglichkeiten.................................................................. 59

6.1.

Waren des täglichen Bedarfs .................................................................................... 59

6.2.

Langlebige Gebrauchsgüter ...................................................................................... 62

6.3.

Gründe für den Besuch von großen Einkaufszentren................................................ 65

7.

Weiterbildung .......................................................................................................... 67

7.1.

Stellenwert und Positionen ........................................................................................ 67

7.2.

Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen ............................................................... 69

7.3.

Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen.............................................................. 71

7.4.

Informationsquellen zur allgemeinen und beruflichen Weiterbildung......................... 73

7.5.

Nutzung von Weiterbildungsangeboten der Volkshochschule Leipzig....................... 74

8.

Ehrenamt und Sport................................................................................................ 77

8.1.

Aktives Engagement und Interesse am Ehrenamt .................................................... 77

8.2.

Sportliche Betätigung und Mitgliedschaft in Sportvereinen........................................ 82

8.2.1.

Häufigkeit des Sporttreibens und Mitgliedschaft in Sportvereinen............................. 82

8.2.2.

Ausgeübte Sportarten ............................................................................................... 84

9.

Verkehr und Umwelt................................................................................................ 87

9.1.

Verkehr...................................................................................................................... 87

9.1.1.

Bewertung des Flugangebots des Flughafens Leipzig/Halle ..................................... 87

9.1.2.

Ausstattung der Haushalte mit Verkehrsmitteln......................................................... 88

9.1.3.

Verkehrsmittelwahl – Modal Split .............................................................................. 90

9.2.

Verkehrsmittel Fahrrad.............................................................................................. 90

9.2.1.

Nutzung des Fahrrads............................................................................................... 90

9.2.2.

Beurteilung der Qalität und des Angebots an
Radverkehrsanlagen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ...................................92

9.2.3.

In welchem Ortsteil lässt es sich am besten Rad fahren? ......................................... 95

9.2.4.

Nutzung der Kombination von ÖPNV und Rad.......................................................... 97

9.3.

Wahrnehmung von Lärm und Lärmbelästigung......................................................... 98

9.4.

Abfallentsorgung .......................................................................................................99

12

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

1.

Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht

1.1. Entwicklung von Lebenszufriedenheit
Die allgemeine Lebenszufriedenheit als ein genereller „Stimmungsindikator“
der Leipziger Bevölkerung wird im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage
bereits seit 1992 erhoben.
Bei der aktuellen Befragungswelle beurteilen die Leipzigerinnen und Leipziger
ihre allgemeine Lebenszufriedenheit erneut gut. Wie aus Tab. 1-1 hervorgeht,
bezeichnen sich 69 Prozent als „zufrieden“ bzw. „sehr zufrieden“. Im Detail
zeigen sich erneut geringe Unterschiede nach Alter und Geschlecht der
Befragten. So liegt die Lebenszufriedenheit der Frauen abermals höher als
die der Männer: 72 Prozent der Frauen geben an „(sehr) zufrieden“ zu sein.
Bei den Männern liegt dieser Wert bei 67 Prozent. Im Vergleich zum Jahr
2010, in dem die Differenz zwischen Männern und Frauen lediglich 3 Prozentpunkte betrug, sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in 2011
damit wieder etwas größer geworden.
Betrachtet man die Lebenszufriedenheit nach dem Alter der Befragten, dann
sind die Leipzigerinnen und Leipziger zwischen 18 und 34 Jahren am zufriedensten. Knapp jeder siebte Befragte (14 Prozent) aus dieser Altersgruppe
gibt an, mit seinem Leben „sehr zufrieden“ zu sein, weitere 64 Prozent
bezeichnen sich als „zufrieden“. Hier spielen neben dem Gefühl, das Leben
noch vor sich zu haben, vermutlich auch die besser werdenden Ausbildungsund Berufschancen – bedingt durch die demografische Entwicklung – eine
wesentliche Rolle. Wie schon in den Vorjahren sind auch die Befragten zwischen 65 und 85 Jahren mit ihrem Leben insgesamt zufrieden: 70 Prozent der
Befragten in diesem Alter geben an, „zufrieden“ bzw. „sehr zufrieden“ zu sein.

Die Lebenszufriedenheit
der Bürger ist erneut sehr
hoch

Frauen sind nach wie vor
zufriedener als Männer

Befragte zwischen 18 und
34 Jahren sind mit ihrem
Leben am zufriedensten

Etwas unzufriedener als der Durchschnittsleipziger sind nach wie vor die
Befragten zwischen 35 und 49 bzw. 50 und 64 Jahren. In der Altersspanne
zwischen 35 und 49 Jahren wird die Lebenszufriedenheit vermutlich teilweise
auch durch die Doppelbelastung von Berufsleben und Kindererziehung etwas
beeinträchtigt. In der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren gibt jeder
siebte Befragte an, mit seinem Leben „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“
zu sein. Da in dieser Altersgruppe auch der mit Abstand höchste Anteil an
Arbeitslosen zu verzeichnen ist und Arbeitslose eine besonders negative
Lebenszufriedenheit aufweisen, verwundert dieser Befund kaum.
Tab. 1-1: Allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger

Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3947
davon:
männlich
1806
weiblich
2121
davon:
18-34 Jahre
881
35-49 Jahre
855
50-64 Jahre
993
65-85 Jahre
1204
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1854
Arbeitslose
279
Rentner/Pensionäre
1323
Studenten/Schüler
162
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
1072
800 bis unter 1400 Euro
1468
1400 bis unter 2000 Euro
655
2000 und mehr Euro
408
Gesamt 2010:
2996

1
sehr
zufrieden

2
zufrieden

3
teils/teils

4
unzufrieden

5
sehr
unzufrieden

D
1-5

9

60

Prozent
21

8

2

2,3

10
9

57
63

23
20

9
7

2
1

2,4
2,3

14
11
7
4

64
56
52
66

15
23
27
23

6
9
11
6

1
2
3
1

2,2
2,4
2,5
2,3

12
2
5
19

61
35
64
68

20
30
24
8

6
27
6
5

1
6
1
0

2,2
3,0
2,3
2,0

7
6
12
20
10

53
61
69
68
63

25
24
15
9
19

12
9
3
2
7

3
1
1
0
1

2,5
2,4
2,1
1,9
2,3

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

13

In Abhängigkeit von der beruflichen Stellung und dem persönlichen Nettoeinkommen
sind
die
Unterschiede
in
den
Bewertungen
der
Lebenszufriedenheit wie auch in den vorangegangenen Jahren etwas größer.
Die mit Abstand zufriedenste Gruppe nach der Stellung im Berufsleben sind
nach wie vor die Studenten/ Schüler. 87 Prozent der Befragten aus dieser
Gruppe bezeichnen sich als „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“. Erwerbstätige
sowie Rentner/ Pensionäre folgen im „Zufriedenheitsranking“ der Leipziger
Stadtbevölkerung. Arbeitslose sind mit ähnlich niedrigen Werten wie in den
Vorjahren hingegen die Bevölkerungsgruppe mit der niedrigsten Zufriedenheit.
Der Einfluss des persönlichen Einkommens auf die Lebenszufriedenheit zeigt
sich auch in diesem Jahr wieder recht eindrücklich. Der (fast lineare) Zusammenhang ist in Abb. 1-1 dargestellt: Befragte mit höherem Einkommen
sind mit ihrem Leben insgesamt auch zufriedener.

1

2

3

Lebenszufriedenheit
Zukunftssicht
4

mehr als 3600

3600

3200

2900

2600

2300

2000

1700

1500

1300

1100

900

700

500

300

5
unter 150

Mittelwert
1 = "sehr zufrieden" ... 5 = "sehr unzufrieden"
1 = "optimistisch" ... 5 = "pessimistisch"

Abb. 1-1: Entwicklung von Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht nach dem
persönlichen Einkommen

Euro

Langfristig lässt sich ein
klarer Trend zu einer
höheren Lebenszufriedenheit feststellen

Betrachtet man die Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger in
den vergangenen fast 20 Jahren, so verdeutlicht die Zeitreihe (siehe Abb. 12), dass im langfristigen Trend deutliche Verbesserungen bei der Bewertung
der Lebenszufriedenheit zu konstatieren sind. Waren im Jahr 1992 nur 47
Prozent der befragten Leipziger mit ihrem Leben „sehr zufrieden“ oder
„zufrieden“, so bewegt sich dieser Wert mittlerweile im Bereich um
70 Prozent. Wie in Abb. 1-2 dargestellt, wird dieser langfristige Trend
allerdings auch durch zeitweise Rückgänge in der Lebenszufriedenheit
gekennzeichnet. So sank der Wert von 1998 zu 1999 um 8 Prozentpunkte,
vom Jahr 2000 zum Jahr 2003 um 5 Prozentpunkte. In den Folgejahren
folgten dann wiederum Anstiege.
Betrachtet man diese Entwicklung und zieht gleichzeitig in Betracht, dass
sowohl die persönlichen Einkommen, als auch die Haushaltseinkommen der
Leipzigerinnen und Leipziger in diesem Jahr erneut angestiegen sind, so verwundert auf den ersten Blick die geringfügige Abnahme der Lebenszufriedenheit im Vergleich zu 2010. Es ist zu vermuten, dass dieser Rückgang eher
exogene Ursachen hat. So waren während der Feldzeit der kommunalen Bürgerumfrage (Oktober 2011 bis Januar 2012) Krisen (Eurokrise, Wirtschaftskrise) das vorherrschende Thema in den Medien, wovon auch die Einschätzung der Zukunftssicht und der Lebenszufriedenheit beeinflusst sein dürfte.

14

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abb. 1-2: Entwicklung der Lebenszufriedenheit (1992 bis 2011) und
Zukunftssicht (2008-2011)

80 %
68
70 %
59

50 %
40 %
30 %
20 %

52

52

73
69

64

63

60 %

70

55

58

51

53

53

55

47
55

57

55

49

Lebenszufriedenheit
Zukunftssicht
Lebenszufriedenheit: Anteil "sehr zufrieden" und "zufrieden"
Zukunftssicht: Anteil "optimistisch" und "eher optimistisch"

10 %
0%
1992 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

1.2. Entwicklung der Zukunftssicht
Ähnlich wie die allgemeine Lebenszufriedenheit erreicht auch die Zukunftssicht im Jahr 2011 einen guten Wert. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Einwohner Leipzigs blickt „optimistisch“ oder „eher optimistisch“ in die Zukunft.
Männer und Frauen sind sich in ihrer Bewertung weitgehend einig. Die jungen
Erwachsenen bewerten ihre Zukunftsaussichten erwartungsgemäß am
besten. Im Vergleich zum Jahr 2010 haben sich die Einschätzungen der 50bis 64-Jährigen und der 65- bis 85-Jährigen weitgehend angenähert.

Mehr als die Hälfte der
Leipzigerinnen und
Leipziger blickt optimistisch in die Zukunft

Erneut (wie in allen kommunalen Bürgerumfragen seit 1991) bestätigt sich der
Befund, dass Studenten und Schüler diejenige Gruppe sind, die am optimistischsten in die Zukunft blickt. Diese Gruppe ist optimistisch, dass sich ihr
Leben zukünftig positiv entwickeln wird. Diese Einschätzung teilen sie (wenn
auch nicht in vollem Umfang) mit den Personen, die momentan in
Erwerbstätigkeit sind. Die Zukunftsaussichten der Arbeitslosen bewegen sich
allerdings nach wie vor auf einem relativ niedrigem Niveau. Diese
Personengruppe projiziert (so legen es zumindest die fast identischen
Bewertungen für die aktuelle Lebenszufriedenheit und die Zukunftssicht nahe,
siehe Tab. 1-1 und Tab. 1-2) ihre aktuelle persönliche Situation in die Zukunft
und sieht aus diesem Grund auch deutlich pessimistischer in die Zukunft als
der Durchschnitt der Bevölkerung.
Ähnlich wie schon bei der Lebenszufriedenheit ist auch die Beurteilung der
persönlichen Zukunft vom Einkommen abhängig. Diesen Zusammenhang
verdeutlicht Abbildung 1-1.
Betrachtet man die Entwicklung der Einschätzung der persönlichen Zukunft
im Zeitverlauf (dargestellt sind für die Zukunftssicht nur die Werte ab 2008, da
in diesem Jahr die Skala durch die Hinzunahme einer mittleren Antwortkategorie geändert wurde), so lässt sich feststellen, dass beide Kurven einen
fast identischen Verlauf nehmen. Auch bei der Zukunftssicht ergibt sich in
2011 ein leichter Rückgang. Da es auf Basis der kommunalen Bürgerbefragung und der amtlichen Statistik keinen Anhaltspunkt dafür gibt, dass
sich zwischen 2010 und 2011 bei den Lebensbedingungen der Einwohner
Leipzigs Verschlechterungen ergeben haben, liegt auch hier der Schluss
nahe, dass die leicht eingetrübten Zukunftsaussichten ein Ergebnis der
allgemeinen Krisenrhetorik sind.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

15

Tab. 1-2: Allgemeine Zukunftssicht der Leipzigerinnen und Leipziger
1
optimistisch
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3938
davon:
männlich
1804
weiblich
2114
davon:
18-34 Jahre
882
35-49 Jahre
857
50-64 Jahre
987
65-85 Jahre
1198
darunter Stellung im
Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1853
Arbeitslose
277
Rentner/Pensionäre
1318
Studenten/Schüler
162
davon mit persönlichem
Nettoeinkommen:
unter 800 €
1071
800 bis unter 1400 €
1467
1400 bis unter 2000 €
654
2000 und mehr €
406
Gesamt 2010:
2989

2
eher
optimistisch

3
weder noch

4
eher
pessimistisch

5
pessimistisch

D
1-5

17

38

Prozent
31

12

2

2,4

18
16

37
39

30
32

13
11

2
2

2,4
2,4

23
18
13
11

51
40
28
28

20
30
35
43

5
11
20
16

1
2
4
2

2,1
2,4
2,7
2,7

20
7
12
29

45
26
28
49

26
34
42
18

9
26
16
4

1
8
2
0

2,3
3,0
2,7
2,0

14
15
21
29
18

33
37
43
50
39

34
34
30
18
31

17
13
6
3
11

3
1
1
0
1

2,6
2,5
2,2
2,0
2,4

1.3. Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht in den Ortsteilen
In welchen Leipziger Ortsteilen leben nun die zufriedensten Menschen? Die
diesjährige Bürgerumfrage erlaubt auch hierzu Aussagen.
Im Ortsteil Zentrum-Nordwest geben 91 Prozent der Befragten an, dass sie
„sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ mit ihrem Leben sind. Damit hat dieser
Ortsteil den mit Abstand höchsten Anteil an zufriedenen Befragten. Mit etwas
Abstand folgen Knautkleeberg-Knauthain (80 Prozent) und Schleußig (79
Prozent).
Schlusslichter in dieser Rangfolge sind die 3 Ortsteile Probstheida,
Volkmarsdorf und Grünau-Nord. Hier geben jeweils nur 55 Prozent der
Befragten an, dass sie mit ihrem Leben im Großen und Ganzen „sehr
zufrieden“ bzw. „zufrieden“ sind. Einen ähnlich niedrigen Anteil an Befragten,
die mit ihrem Leben „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ sind hat zudem noch
Paunsdorf, mit einem entsprechenden Anteil von 57 Prozent (siehe Abb. 1-3).
Ein Blick auf die zeitliche Entwicklung der Lebenszufriedenheit in den
Ortsteilen verdeutlicht, dass sich in fast allen Leipziger Ortsteilen die
Lebenszufriedenheit in den letzten drei Jahren nochmals verbessert hat.
Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Ortsteilbevölkerung in
ihrer Zusammensetzung zwischenzeitlich geändert hat.
Besonders positiv hat sich die Lebenszufriedenheit in Seehausen (+16
Prozentpunkte), Zentrum-Nordwest (+15 Prozentpunkte) und Altlindenau (+14
Prozentpunkte) entwickelt.
Eine im gleichen Zeitraum negative Entwicklung haben hingegen die Ortsteile
Probstheida (-13 Prozentpunkte), Marienbrunn (-9 Prozentpunkte), ZentrumSüdost, Böhlitz-Ehrenberg, Lützschena-Stahmeln und Lindenthal (jeweils –7
Prozentpunkte) zu verzeichnen.

16

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abb. 1-3: Lebenszufriedenheit in den Ortsteilen und Vergleich zu 2008

Auch bei der persönlichen Zukunftssicht gibt es zum Teil deutliche
Unterschiede zwischen den Leipziger Ortsteilen (siehe Abb. 1-4). Gleichzeitig
sind allerdings auch Parallelen zwischen der Lebenszufriedenheit und der
Zukunftssicht erkennbar. So wohnen im Ortsteil Zentrum-Nordwest nicht nur
aktuell die zufriedensten Leipzigerinnen und Leipziger, hier gibt es auch den
größten Anteil an Befragten, die „optimistisch“ bzw. „eher optimistisch“ in die
Zukunft blicken: mit 74 Prozent immerhin knapp 3 von 4 Befragten in diesem
Ortsteil. Einen ähnlich hohen Anteil erreichen Schleußig (72 Prozent) und
Zentrum-Ost (70 Prozent).

In Ortsteilen mit hoher
Lebenszufriedenheit
schaut man auch
überwiegend optimistisch
in die Zukunft

Wie schon bei der Lebenszufriedenheit bildet Grünau-Nord auch bei der
Einschätzung der persönlichen Zukunftssicht das Schlusslicht. In diesem
Ortsteil beträgt der Anteil an Befragten, die „optimistisch“ bzw. „eher
optimistisch“ in die Zukunft blicken lediglich 39 Prozent. Auch in
Großzschocher (40 Prozent) und Mockau-Nord (41 Prozent) wohnen
vergleichsweise wenige Leipzigerinnen und Leipziger, die optimistisch in die
Zukunft blicken.
Im Vergleich zu 2008 hat sich der Anteil der Befragten, die „optimistisch“ und
„sehr optimistisch“ in die Zukunft blicken insgesamt erhöht. Ortsteile mit einer
besonders positiven Entwicklung in dieser Beziehung sind: SchönefeldAbtnaundorf (+23 Prozentpunkte), Zentrum und Böhlitz-Ehrenberg (jeweils
+17 Prozentpunkte). Negativ war hingegen die Entwicklung in BurghausenRückmarsdorf (-11 Prozentpunkte), Miltitz (-6 Prozentpunkte), Probstheida,
Südvorstadt, Grünau-Mitte und Wiederitzsch (jeweils -4 Prozentpunkte).
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

17

Abb. 1-4: Zukunftssicht in den Ortsteilen und Vergleich zu 2008

Die kleinräumigen Unterschiede bei der Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht, so lässt sich zusammenfassend festhalten, spiegeln auch die
soziodemografischen und sozioökonomischen Strukturen in den Ortsteilen
wider. Wie in Kap. 1.1 und 1.2 gezeigt und in vergangenen Umfragewellen
bereits nachgewiesen, haben beispielsweise das Alter und die Stellung im
Erwerbsleben
einen
nennenswerten
Erklärungswert
für
die
Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht. Demografisch junge und durch
studentisches Wohnen geprägte Ortsteile stellen sich in den Karten (siehe
Abb. 1-3 und Abb. 1-4) auch als Ortsteile mit vergleichsweise
überdurchschnittlich zufriedener und optimistischer Bevölkerung dar.

18

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

2.

Wohnen und Umziehen

2.1. Wohnsituation
Leipzig ist eine Mieterstadt,
87 Prozent der Haushalte
wohnen zur Miete

Leipzig ist eine Mieterstadt, 2011 lebten 87 Prozent der befragten Haushalte
in Mietwohnungen oder gemieteten Häusern (siehe Tab. 2-1). Zum Vergleich:
deutschlandweit beträgt der Anteil 46 Prozent (Mikrozensus 2010). Generell
ist der Mieteranteil in Großstädten höher als auf dem Land, im Osten
Deutschlands höher als im Westen. So leben beispielsweise in Stuttgart 69
Prozent der Haushalte zur Miete (Mikrozensus 2010), in Dresden 86 Prozent
(Kommunale Bürgerumfrage Dresden 2010).
Im Zeitverlauf hat der Anteil von Haushalten mit Wohneigentum in Leipzig
zunächst sukzessive zugenommen. 1993 betrug er gerade 6 Prozent und
stieg zunächst an, seit Ende der 1990er Jahre hat sich der Eigentumsanteil
nur noch wenig verändert.
Im Eigentum leben in Leipzig vorrangig Mehrpersonen- bzw. Paarhaushalte:
23 Prozent der Paare mit Kind(ern) leben im eigenen Heim, aber nur 6
Prozent der Alleinerziehenden. Bei Singles ist die Eigentumsquote mit 3
Prozent am geringsten.
Die Höhe des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens hat maßgeblichen
Einfluss darauf, ob ein Haushalt im Eigentum oder zur Miete wohnt (Tab. 2-1
und Abb. 2-1). Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen
von 3 200 Euro und mehr leben zu 38 Prozent im Wohneigentum und somit
fast viermal so häufig wie Haushalte mit einem Einkommen zwischen 1 100
und 2 300 Euro.

Paarhaushalte und gut
situierte Haushalte wohnen
überdurchschnittlich häufig
im Eigentum

Tab. 2-1: Wohnstatus der Leipziger Haushalte
Mietwohnung;
gemietetes Haus
Haushalte
Anzahl
Gesamt 2011:
3908
darunter:
Singles:
633
Alleinerziehende
77
Paare mit Kind(ern)
507
Paare ohne Kind(er):
879
alleinstehende Rentner
376
Rentnerpaare
916
davon mit Haushaltsnettoeinkommen:
unter 1100 Euro
675
1100 bis unter 2300 Euro
1774
2300 bis unter 3200 Euro
633
3200 Euro und mehr
465
Gesamt 2010:

Eigentumswohnung

eigenes Haus
Prozent
10

woanders

87

2

2

95
92
77
82
90
78

1
2
3
3
2
3

2
4
20
15
7
18

2
2
0
1
2
1

95
89
78
60
86

0
2
3
7
2

3
8
18
31
11

2
1
2
3
1

Abb. 2-1: Anteil von Wohneigentum nach monatlichem Haushaltsnettoeinkommen
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%
600 700

700 900

900 1100

1100 1300

1300 1500

1500 1700

1700 2000

2000 2300

2300 2600

von .... Euro bis unter ... Euro

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

2600 2900

2900 3200

3200 3600

3600
und
mehr

19

Am häufigsten leben Wohneigentümer in Gebäuden, die ab 1991 erbaut
wurden (siehe Abb. 2-2). Im Eigenheimbereich nimmt die Baualtersklasse der
Zwischen- und Nachkriegszeit (1919 bis 1960) einen gleich großen
Stellenwert ein. Im Bereich der Eigentumswohnungen lebt jeder Dritte in
Gründerzeitgebäuden. Jede dritte Wohnung aus Mietwohnungsbeständen
befindet sich im Plattenbau, hier spielt Wohneigentum kaum eine Rolle.
Abb. 2-2: Baualtersklassen nach Wohnstatus der Haushalte
20

Gesamt

29
39

13

eigenes Haus

12

20

Mietwohnung; gemietetes Haus

20 %

1919 bis 1960

6 3

42
6

31
40 %

1961 bis 1990 (Plattenbau)

18

39

29

0%
vor 1919 (Gründerzeit)

9

38

Eigentumswohnung

6

27

60 %

15

80 %

100 %

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

ab 1991

ohne Kategorie „weiß nicht“

In den Plattenbaubeständen leben häufig
Rentnerhaushalte, Paare
mit Kind(ern) präferieren
Gründerzeitwohnungen

Die Leipziger Wohnungsbestände unterscheiden sich hinsichtlich ihrer
Bewohnerstruktur in den einzelnen Baualtersklassen. In den Beständen der
1960er, 1970er und 1980er Jahre (meist Plattenbau) gibt es überdurchschnittlich viele Rentnerhaushalte. Hier steht ein Generationenwechsel also demnächst bevor bzw. ist bereits im Gange. Bei der Attraktion neuer Bewohner für
diese Quartiere werden Paare mit Kind(ern) eine untergeordnete Rolle
spielen, sie leben sehr häufig in (den in der Regel großzügig geschnittenen)
Gründerzeitwohnungen. Bei Singles und Alleinerziehenden entsprechen Plattenbauten etwas häufiger den gewählten Wohnstandorten (siehe Abb. 2-3).

Abb. 2-3: Baualtersklassen nach Haushaltstypen
20

Singles

31

23

Alleinerziehende

0%
vor 1919 (Gründerzeit)

15

33

12
11
10 %

20 %

1919 bis 1960

8
29

28

21

Paare ohne Kind(er)

Rentnerpaare

31
31

Paare mit Kind(ern)

alleinstehende Rentner

26

20

15
7

9

4

22

6

21

25

37

5

21

27

35

7

20

30 %

40 %

50 %

1961 bis 1990 (Plattenbau)

60 %

70 %

80 %

90 %

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

100 %
ab 1991

ohne Kategorie „weiß nicht“

Die Haushalte in Leipzig verfügen im Durchschnitt über eine Wohnfläche von
69 m², die auf 2,7 Wohnräume verteilt ist. Das entspricht etwa dem
Vorjahresniveau. Pro Kopf ergeben sich damit eine Fläche von 46,3 m² und
1,9 Wohnräumen. Je größer der Haushalt, desto größer fällt in der Regel
auch die Wohnung aus. Ein-Personen-Haushalte leben im Durchschnitt auf
56 m². Haushalte mit vier und mehr Personen haben insgesamt etwa die
doppelte Wohnfläche zur Verfügung. Dennoch sinkt mit zunehmender
Haushaltsgröße die Wohnfläche pro Kopf (siehe Abb. 2-4).
20

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abb. 2-4: Wohnfläche nach Haushaltsgröße
120
Wohnfläche der Wohnung

Wohnfläche je Person

Wohnfläche in m²

100
89,8

80
60

111,9

Die durchschnittliche Wohnungsgröße beträgt 69 m²,
variiert aber stark in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße

75,4

68,6
56,1 56,1

40

46,3
37,7
29,9

20

26,4

0
Gesamt

1 Person

2 Personen

3 Personen

Personen im Haushalt

4 und mehr
Personen

Die Wohneigentumsquote, die Baustruktur (nach Baualter) und die
durchschnittliche Wohnungsgröße stellen sich auf Ortsteilebene räumlich
differenziert dar (siehe Abb. 2-5). Im Prinzip nimmt der Anteil Wohneigentum
zum Stadtrand hin zu (außer randstädtische Ortsteile mit gebietsprägenden
Großwohnsiedlungen). Dementsprechend ist in diesen Ortsteilen auch die
Grundfläche der Wohnung (bzw. des Hauses) vergleichsweise groß.
Weiterhin fällt in Ortsteilen mit gebietsprägenden Gründerzeitwohnungen die
Wohnfläche eher groß aus. In Ortsteilen mit vorwiegend Plattenbauwohnungen, aber beispielsweise auch in den Ortsteilen des Leipziger Ostens
leben Haushalte in Wohnungen mit unterdurchschnittlich großer Wohnfläche.
Abb. 2-5: Anteil Wohneigentum, Wohnungsgröße und Verteilung der
Haushalte nach Baualtersklassen auf Ortsteilebene

Mehr Wohneigentum am
Stadtrand
Große Wohnungen in
Gebieten mit viel Eigentum
sowie in Gründerzeitvierteln

ohne Angabe „weiß ich nicht“

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

21

2.2. Miete und Mietbelastung
Die Entwicklung der Netto-Kaltmieten fügt sich 2011 in den langjährigen

Die Netto-Kaltmieten sind
in den letzten Jahren Trend ein. Im Vergleich zu den letzten fünf Jahren lässt sich ein schwacher
schwach angestiegen Anstieg erkennen. Die Nettokaltmieten liegen 2011 im Durchschnitt bei 5,00

Euro je m² (Median). Der Anstieg der Betriebskosten ist in den letzten Jahren
etwas höher ausgefallen. Die durchschnittliche Gesamtmiete (Median) beträgt
2011 7,08 Euro je m² (siehe Abb. 2-6).
Abb. 2-6: Grund- und Gesamtmiete je m² 2007 bis 2011
8,00 €

6,90

6,92

6,95

4,83

4,98

4,98

5,12

5,00

2007

2008

2009

2010

2011

7,12

7,08

6,00 €

4,00 €

2,00 €

0,00 €
Gesamtmiete je qm

Grundmiete je qm

Im Durchschnitt zahlt somit ein Leipziger Mieterhaushalt 299 Euro an NettoKaltmiete (Median) bzw. 416 Euro Warmmiete (Median). Die durchschnittliche
Miete differiert dabei u.a. in Abhängigkeit von der Haushaltsstruktur. Singles
zahlen vergleichsweise weniger Miete, schließlich bewohnen sie mit 55 m²
auch kleine Wohnungen. Ähnlich sieht die Situation bei alleinstehenden RentIm Durchschnitt zahlt ein nern aus. Alleinerziehende leben mit ihrem Kind/ihren Kindern auf durchLeipziger Mieterhaushalt schnittlich 73 m² und zahlen dafür im Mittel 300 Euro (Median), was vorwie299 Euro Netto-Kaltmiete gend mit ihrer oftmals problematischen Einkommenssituation (siehe Kap. 4)
zu erklären ist. Dennoch ist die Mietbelastung für diese Haushalte vergleichsweise hoch. Singles, alleinstehende Rentner/-innen und Alleinerziehende
wenden für das Wohnen mehr als ein Drittel des Haushaltseinkommens auf.
In Haushalten, bei denen in der Regel zwei Personen zum Haushaltseinkommen beitragen, also bei Paaren mit und ohne Kind(ern) sowie Rentnerpaaren
fällt die durchschnittliche Mietbelastung um circa 10 Prozentpunkte geringer
aus.
Neben den Kostenvorteilen, die also gemeinsames Wohnen und Wirtschaften
in Paarhaushalten mit sich bringt, haben gutsituierte Haushalte eine deutlich
geringere Mietbelastung als einkommensschwache Haushalte. Abb. 2-7 zeigt,
Tab. 2-2: Grundmiete, Gesamtmiete und Mietbelastung
Grundmiete
Median
Haushalte

Anzahl

Gesamt 2011:
darunter:
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner
Rentnerpaare
darunter nach Baualtersklasse:
vor 1919 (Gründerzeit)
1919 bis 1960
1961 bis 1990 (Plattenbau)
1961 bis 1990 (kein Plattenbau)
ab 1991
Gesamt 2010:

22

Gesamtmiete
Median

Mietbelastung

(Anteil der
Gesamtmiete am
Haushaltsnettoeinkommen in %)

Euro

Euro pro m²

Euro

Euro pro m²

3965

299

5,00

416

7,08

33

638
79
509
893
385
929

255
300
422
330
280
326

4,97
4,74
5,00
4,99
4,96
5,10

350
460
580
476
391
460

7,08
6,66
7,07
7,00
7,14
7,28

37
35
27
26
39
28

646
978
863
199
711
577

350
300
250
264
375
310

5,00
5,00
4,60
5,14
5,71
5,12

491
420
379
400
500
421

7,16
7,04
6,73
6,89
7,93
7,12

----------34

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abb. 2-7: Durchschnittliche Mietbelastung nach Höhe des Haushaltsnettoeinkommens
80 %

60 %

40 %

20 %

3600 und mehr

3200-3600

2900-3200

2600-2900

2300-2600

2000-2300

1700-2000

1500-1700

1300-1500

1100-1300

900-1100

700-900

600-700

500-600

400-500

0%

von ... bis unter ... Euro

wie mit steigendem Haushaltseinkommen der Anteil, der für das Wohnen
aufgewendet wird, nahezu linear geringer wird.
2.3. Exkurs: Ausstattung der Wohnung mit Brandmeldern
17 Prozent der Leipziger Haushalte sind 2011 mit mindestens einem
elektronischen Brandmelder ausgestattet, das entspricht circa jeder sechsten
Wohnung. Im Vergleich zu 2008 und 2007 hat sich somit der Anteil der
Haushalte mit Brandmeldern nicht verändert. Gibt es Brandmelder in der
Wohnung, dann sind im Durchschnitt 2,1 Geräte vorhanden. Auch dieser Wert
ist im Vergleich zu 2008 konstant geblieben.

Der Ausstattungsgrad mit
Brandmeldern stagniert
seit 2008

Eine überdurchschnittlich gute Ausstattung mit elektronischen Brandmeldern
ist bei Paarhaushalten mit Kind(ern) und Rentnerpaarhaushalten gegeben.
Jeweils 27 Prozent geben an, mindestens einen Brandmelder in der Wohnung
zu haben. Während bei Paaren mit Kind(ern) der Ausstattungsgrad seit 2008
zurückgegangen ist (2008: 34 Prozent), ist er bei Rentnerhaushalten in den
vergangenen drei Jahren leicht angestiegen (2008: 24 Prozent). EinPersonenhaushalte und Alleinerziehende haben vergleichsweise selten
elektronische Brandmelder.
Abb. 2-8: Anteil Haushalte mit mindestens einem elektronischen Brandmelder
17

Gesamt

Paare mit Kind(ern)

27

Rentnerpaare

27
20

Paare ohne Kind(er)
15

alleinstehende Rentner
Singles

10

Alleinerziehende

10

46

eigenes Haus
26

Eigentumswohnung
Mietwohnung; gemietetes Haus
0%

13
10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

23

Wohneigentümer besitzen
häufiger Brandmelder

Der Ausstattungsgrad mit elektronischen Brandmeldern variiert im Stadtgebiet
recht stark. Generell lässt sich feststellen, dass die Wohnungen in Ortsteilen
mit hoher Eigentumsquote auch einen höheren Ausstattungsgrad an
Brandmeldern haben. Denn nur in 13 Prozent der Mietwohnungen (und
gemieteten Häusern) sind Brandmelder vorhanden, aber in fast der Hälfte
aller Eigenheime. Dabei sollen Brandmelder in erster Linie Menschenleben
und erst in zweiter Linie das Eigentum schützen.
2.4. Attraktivität des Wohnviertels
Städtische Quartiere unterliegen Veränderungsprozessen, die von den
Bewohnern wahrgenommen und bewertet werden. Angesichts von Sanierungstätigkeit und seit 2000 anhaltend positiver Bevölkerungsentwicklung sind
Wahrnehmungsänderungen der Bewohner, ob ihr Wohnviertel eher ein aufoder absteigendes ist, zu erwarten.
Fast zwei Drittel der Leipzigerinnen und Leipziger schätzen die Entwicklung
ihres Wohnviertels als dauerhaft attraktiv ein („war schon immer attraktiv und
hat sich noch verbessert“ und „ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel“).
Jeder Fünfte meint sogar, dass sich sein ohnehin attraktives Wohnviertel in
den letzten fünf Jahren noch weiter verbessert hat. Im Zeitvergleich ist die
Einschätzung des Wohnviertels somit sukzessive besser geworden. 2003 hat
noch jeder Fünfte sein Wohngebiet als aufstrebend bewertet (war nicht
attraktiv, hat sich aber gebessert). Aktuell wird diese Bewertung seltener
vorgenommen. Somit wird von den Befragten heute weniger Dynamik bei der
Entwicklung des Wohnviertels empfunden, was vor allem dazu führt, dass
Wohngebiete häufiger als „schon immer attraktiv“ angesehen werden. Als
absteigend („war attraktiv, ist es jetzt aber nicht mehr“ bzw. „war nie attraktiv
und hat sich noch verschlechtert“) bewerten aktuell 11 Prozent der Befragten
ihr Wohngebiet. Im Zeitverlauf ist die Wahrnehmung vom Abstieg des eigenen
Wohnquartiers seltener geworden.
Abb. 2-9: Entwicklung des Wohnviertels in den letzten 5 Jahren
2003 bis 2011*
war schon immer attraktiv und hat sich
noch verbessert

14
13
13

19
44
47
49
45

ist nach wie vor ein attraktives
Wohnviertel
war attraktiv, ist jetzt aber nicht mehr
attraktiv
war nicht attraktiv, hat sich aber
verbessert

war und ist nicht besonders attraktiv
2
war nie attraktiv und hat sich noch 2
1
verschlechtert
2

9
12
10
9
15
13
13
11
12
13
11

19

2003
2006
2008
2011**

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 %
*angegeben sind jeweils die Bewertung für die zurückliegenden 5 Jahre in den jeweiligen
Befragungsjahren 2003, 2006, 2008 und 2011
** ohne Kategorie „weiß nicht“

24

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Auf Ortsteilebene geben die Bewertungen der Bewohner Auskunft darüber,
wie die einzelnen Quartiere wahrgenommen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Wohnquartiere nicht durch die entsprechenden administrativen Grenzen der Ortsteile begrenzt sind. Gleichfalls sind Ortsteile mitunter
heterogen und beinhalten mehrere sehr unterschiedlich wahrgenommene
Wohnquartiere. Ambivalente Wohnviertelbewertungen auf Ortsteilebene
können somit entweder daher rühren, dass die Bewohnerschaft
unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe anlegt oder dass der Ortsteil in sich
kleinteilig unterschiedliche Strukturen aufweist.
Zunächst ein Blick auf Ortsteile mit homogenem Meinungsbild: Ein
eindeutiges Votum ihrer Bewohner erhalten die Ortsteile Zentrum-Süd,
Marienbrunn, Schleußig und Zentrum-West. Jeweils mehr als 90 Prozent der
Befragten dieser Ortsteile halten ihr Wohnviertel für attraktiv („war schon
immer attraktiv und hat sich noch verbessert“ und „ist nach wie vor attraktiv“).
Auch drei Jahre zuvor erhielten diese Ortsteile ähnlich positive Bewertungen.

Zentrum-Süd, Marienbrunn, Schleußig und Zentrum-West bewerten mehr
als 90 Prozent der Bewohner als dauerhaft
attraktiv

Demgegenüber gibt es in Leipzig keine Ortsteile, die einhellig als
„absteigende“ Wohnquartiere wahrgenommen werden. Selbst in Ortsteilen,
die auffällig oft als unattraktiv empfunden werden („war und ist nicht
besonders attraktiv“ und „war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert“),
wie es bei Volkmardorf und Neustadt-Neuschönefeld von fast der Hälfte der
Befragten empfunden wird, ist das Gesamturteil nicht einhellig. Denn viele
betrachten ihr Wohnviertel durchaus als attraktiv oder als aufstrebend. Die
Bewohner scheinen gespalten zu sein. In Volksmarsdorf nehmen 20 Prozent
der Befragten Verbesserungen des Wohnumfeldes wahr („war nicht attraktiv,
hat sich aber verbessert“), genauso viele bewerten das Gebiet als absteigend
(„war attraktiv, ist es jetzt aber nicht mehr“).
Zudem werden – wie bereits angedeutet – nicht wenige Ortsteile sehr
ambivalent bewertet. In den Ortsteilen, die in Abb. 2-10 dargestellt sind,
halten sich Bewohner, die ihr Wohnviertel als dauerhaft attraktiv wahrnehmen
mit denen, die es dauerhaft als unattraktiv bewerten, die Waage.
Abb. 2-10: Ortsteile mit ambivalenter Bewertung zur Entwicklung des Wohnviertels*
45 %

dauerhaft attraktiv**

dauerhaft unattraktiv***

40 %
35 %

41

41
38
36

30 %

36

35

34

34
31

25 %

25
22

20 %

18

15 %
10 %
5%
0%
AngerCrottendorf

Altlindenau

Lindenau

HartmannsdorfKnautnaundorf

Mockau-Süd

SchönefeldAbtnaundorf

* ohne Kategorie „weiß nicht“
** „war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert“ sowie „ ist nach wie vor attraktiv“
*** „war und ist nicht besonders attraktiv“ sowie „war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert“

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

25

2.5. Umzugsneigung und Umzugsgründe

38 Prozent der Leipziger
planen in den nächsten
zwei Jahren (möglicherweise) einen Umzug

13 Prozent der Befragten haben die Absicht geäußert, innerhalb der nächsten
zwei Jahre umzuziehen. Weitere 25 Prozent wollen dies möglicherweise tun.
Damit ist das Umzugspotenzial (Umzugsabsicht „ja“ und „möglicherweise“)
auf Vorjahresniveau verblieben. Männer und Frauen sind gleichermaßen
umzugsaffin. Getragen wird das Um- und Fortzugspotenzial vor allem durch
die junge Bevölkerung und die Realisierung der Absichtsbekundungen
bestätigt sich in den amtlichen Wanderungszahlen. Fast zwei Drittel der unter
35-Jährigen planen in den nächsten zwei Jahren einen Umzug (möglicherweise) ein. Am höchsten ist das Umzugspotenzial bei den Studierenden und
Schülern, fast zwei Drittel von ihnen erwägen in den nächsten zwei Jahren
einen Umzug. Das Umzugspotenzial von Erwerbstätigen und Arbeitslosen ist
auf gleichem Niveau und auch die Umzugsgründe variieren nur unbedeutend.
Beruflich intendierte Umzüge werden von beiden Gruppen gleichermaßen
häufig in Erwägung gezogen. Einzig die Wohnkosten (allgemein zu hohe
Miete oder Betriebskosten bzw. Überschreiten der Mietobergrenze) sind für
Arbeitslose deutlich häufiger von Relevanz. Dafür initiieren wohnumfeldbezogene Gründe (anderes Wohnviertel ist attraktiver und Wohnviertel ist zu
laut bzw. dicht bebaut) bei Erwerbstätigen häufiger einen Umzug.
Mit zunehmendem Alter sinkt die Umzugsbereitschaft, denn die beruflichen
und privaten Lebensumstände haben sich meist konsolidiert. Unter den
Senioren (65 bis 85) planen nur noch 18 Prozent („ja“ oder „möglicherweise“)
einen Umzug. Einen Umzug fest ins Auge gefasst haben nur 3 Prozent der
älteren Bevölkerungsgruppe (siehe Tab. 2-3).

Tab. 2-3: Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen
Wohnung auszuziehen?
ja
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3809
davon:
männlich
1745
weiblich
2046
davon:
18-34 Jahre
871
35-49 Jahre
832
50-64 Jahre
945
65-85 Jahre
1149
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1802
Arbeitslose
276
Rentner/Pensionäre
1256
Studenten/Schüler
160
Gesamt 2010:
986

In vielen zentralen
Ortsteilen ist das
Umzugspotenzial
besonders hoch

26

nein

13

möglicherweise
Prozent
25

14
13

26
24

61
62

26
13
7
3

35
25
20
15

39
62
72
82

16
15
4
27
11

28
29
15
37
28

56
56
81
36
61

61

Auf Ortsteilebene wird die Spannbreite des Umzugspotenzials innerhalb
Leipzigs deutlich. Der Anteil Umzugswilliger reicht von 15 Prozent in Knautkleeberg-Knauthain und Baalsdorf bis hin zu 61 Prozent in Neustadt-Neuschönefeld. Ortsteile mit geringem Umzugspotenzial zeichnen sich häufig
– aber nicht immer – durch eine hohe Wohneigentumsquote aus. Ausnahmen
stellen hierbei die Ortsteile Seehausen und Lützschena-Stahmeln dar. Anderseits unterliegen die zentralen Ortsteile und die links und rechts des
Stadtzentrums liegenden Gebiete einer hohen Dynamik. Diese Gebiete sind
in den letzten Jahren durch hohe Wanderungsgewinne geprägt, dienen aber
eher als „Durchgangsstationen“ denn als dauerhafte Wohnquartiere. Denn der
Anteil umzugswilliger Bewohner ist hier ausgesprochen hoch. Da sich das
Umzugspotenzial vornehmlich aus jungen Bewohnern zusammensetzt, kann
eher nicht auf Verdrängungseffekte geschlossen werden. Vielmehr wohnt hier
eine hochmobile Bevölkerung, was durch den vergleichsweise hohen Anteil
von Studierenden in diesen Quartieren untermauert wird.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abb. 2-11: Umzugspotenzial in den Ortsteilen*

Ortsteile mit hoher
Wohneigentumsquote
haben meist ein geringeres
Umzugspotenzial
Ortsteile mit hohen
Wanderungsgewinnen,
studentische Quartiere
sowie der Leipziger Osten
haben ein hohes Umzugspotenzial

* Anteil „ja“ und „möglicherweise“ auf die Frage, ob die Befragten beabsichtigen in den
nächsten zwei Jahren aus ihrer Wohnung auszuziehen

Nicht nur die Umzugsbereitschaft, auch die Umzugsentfernung sinkt mit den
Lebensjahren. Von den Senioren (65 bis 85), die angeben, bestimmt oder
möglicherweise umziehen zu wollen und ihr Umzugsziel schon kennen,
möchten fast drei Viertel im selben Wohnviertel oder Stadtbezirk wohnen
bleiben; bei den 18- bis 34-Jährigen sind dies 45 Prozent.

Im späteren Lebensalter
sinken Umzugsbereitschaft
und Umzugsdistanz

Tab. 2-4: Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen?*
im selben
in einem in der näim selben
Wohnvieranderen heren UmStadttel wie
Stadtbezirk gebung
bezirk
bisher
Leipzigs
Leipzigs
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
26
1212
davon:
männlich
23
560
weiblich
29
647
davon:
18-34 Jahre
21
498
35-49 Jahre
26
287
50-64 Jahre
30
236
65-85 Jahre
44
187
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
24
691
Arbeitslose
27
105
Rentner/Pensionäre 215
41
Studenten/Schüler
19
95
Gesamt 2010:
28
322
* ohne Antwortmöglichkeit „weiß nicht“

in
Sachsen

(außer Leipzig
und Umgebung)

in einem
and. neuen Bundesland

in einem
alten Bundesland

im
Ausland

(mit Berlin)

Prozent
27

22

11

4

4

4

2

29
25

22
23

12
10

3
4

4
3

5
3

2
3

24
31
31
28

27
21
17
14

12
11
12
6

4
3
3
2

6
2
2
2

4
5
3
3

3
1
3
1

28
35
26
20
24

25
13
14
23
17

12
11
9
0
10

3
1
4
6
4

3
2
1
15
3

3
9
3
10
9

2
2
2
7
5

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

27

Abb. 2-12: Gründe* für den Umzug nach Umzugsziel
Wohnung
Wohnung ist
ist zu
zu klein
klein

20
18

anderes Wohnviertel ist attraktiver
Wohnviertel ist zu laut bzw. zu dicht bebaut

15

familiäre Gründe (z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)

Bei Umzugsgründen, die
die Wohnung betreffen,
liegt das Umzugsziel bei
einem Drittel im selben
Wohnviertel

14

Wohnung/Gebäude ist in schlechtem Zustand bzw. mit
Wohnung/Gebäude in schlechtem Zustand/mit Mängeln
Mängeln behaftet

13

allgemein zu hohe Miete bzw. Betriebskosten

11

berufliche
Gründe
Aufnahme
einesAusbildung
Studiums,
berufliche
Gründe
bzw.bzw.
Aufnahme
Studium/
einer Ausbildung

8

Wohnung ist zu groß

Bei wohnumfeldbezogenen
Gründen möchte mehr als
die Hälfte in einen anderen
Stadtbezirk ziehen

6

Erwerb von Haus-/Wohneigentum

6

gesundheitl. Gründe (Wohnung nicht alten/behindertengerecht)
Überschreiten
Überschreiten der
der Miet-Obergrenze
Miet-Obergrenze für
für ALG-IIALG-II- und
und
Sozialhilfeempfänger
Sozialhilfeempfänger

Bei beruflich intendierten
Umzügen überwiegen
Wanderungen über die
Stadtgrenzen

5
3

Entmietung, Abriss eigenes oder
benachbarter Gebäude

1

andererGrund
Grund
anderer

10

0%
Umzugsziel:

selber Stadtbezirk

5%

anderer Stadtbezirk

Sachsen

10 %

15 %

weiter weg

20 %

25 %

zu geringe Fallzahl

* Mehrfachnennungen

Abb. 2-13: Kategorisierte Hauptumzugsgründe nach Umzugsziel
26

Gesamt

27
33

wohnungsbezogene Gründe
7

wohnumfeldbezogene Gründe

12

34

9

6

39

gesundheitliche Gründe
0%

17

24

9

20 %

11

21
33

40 %

1 4 1
6

60 %

80 %

2 3 1
6 1 11

18
16

4 2
1 11 2

10

42
15

4

15

38

berufliche Gründe

4

54

20

Kostengründe

11
21

24

17

familiäre Gründe

8
8

11 2
100 %

im selben Wohnviertel wie bisher

im selben Stadtbezirk

in einem anderen Stadtbezirk Leipzigs

in der näheren Umgebung Leipzigs

in Sachsen

in einem anderen der neuen Bundesländer

in einem der alten Bundesländer

im Ausland

Drei Viertel der
Umzugswilligen wollen im
Stadtgebiet verbleiben

28

22

Zudem stehen die Umzugsziele eng mit den Umzugsgründen im Zusammenhang (siehe Abb. 2-12/Abb. 2-13). Insgesamt wollen drei Viertel der Umzugswilligen im Stadtgebiet verbleiben. Während bei beruflich intendierten Umzügen regionale und Fernziele überwiegen, sind Umzüge, die die Wohnsituation
betreffen, vorwiegend Nahwanderungen. Stehen Gründe im Vordergrund, die
die Beschaffenheit der Wohnung oder des Gebäudes, die gesundheitliche
Situation oder die Wohnkosten betreffen, wird oftmals sogar im selben Wohnviertel ein neuer Wohnstandort gesucht. Bei wohnumfeldbezogenen Gründen
gibt mehr als die Hälfte an, den Stadtbezirk wechseln zu wollen.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

3.

Kommunalpolitik und kommunale Lebensbedingungen

3.1. Kommunalpolitische Schwerpunkte aus Bürgersicht
Ein großer Fragenkomplex der Erhebung widmet sich kommunalpolitischen
Themen. Welche Aufgabenschwerpunkte setzt eine Stadt wie Leipzig, um der
überregionalen Wahrnehmung gerecht zu werden und eine hohe Lebensqualität zu sichern. Wie sollen die kommunalen Mittel aus Sicht der Leipzigerinnen
und Leipziger eingesetzt werden? Wo gibt es Sparpotenzial? Wo sehen die
Bürgerinnen und Bürger die größten Probleme? Und nicht zuletzt ist die Frage
nach der Zufriedenheit mit verschiedenen kommunalen Aspekten Gegenstand
der Fragestellungen.
Abb. 3-1: Bedeutsamkeit zentraler kommunalpolitischer Aufgaben
Wirtschaftsförderung
Grundsicherung
Bedürftige
Grundsicherung
für für
Bedürftige
Elementare Daseinsvorsorge

55
37
32

26

15 3

32

25

40

Pflege von
Erhaltung undErhaltung
Pflege vonund
Leistungen
und
21
37
kulturellen
Leistungen
Werken aus Kunst, Kultur und Architektur
vergangener Jahrhunderte
0 % 20 % 40 %
sehr wichtig eher wichtig teils/teils eher nicht wichtig

4

23
31

4
9

60 % 80 % 100 %
überhaupt nicht wichtig

Von den zentralen kommunalpolitischen Aufgaben besitzt für 81 Prozent der
Leipziger Befragten die „Wirtschaftsförderung, Ansiedlung von Investoren,
Unternehmern und Existenzgründern“ eine hohe Priorität, weit mehr als die
Hälfte davon sehen diese städtische Aufgabe sogar als „sehr wichtig“ an. Der
finanziellen und materiellen Unterstützung der Ansiedlung von Unternehmen
in der Region und die damit einhergehende tatsächliche und erhoffte Zunahme von Beschäftigungsplätzen, Steuermehreinnahmen und Wirtschaftskraft
für die Stadt messen somit die meisten Leipzigerinnen und Leipziger eine
hohe Wichtigkeit zu – und unterstützen mit ihrer Meinung sehr deutlich das
erste strategische Ziel der Kommunalpolitik der Stadt Leipzig für die Haushaltsplanung.

Die Wirtschaftsförderung
steht für die Leipziger
Bürgerschaft nach wie vor
an oberster Stelle bei Betrachtung der Wichtigkeit
kommunalpolitischer
Aufgaben

Tab. 3-1 zeigt für die Gesamtgruppe bei dieser städtischen Aufgabe zwar
einen leichten Bedeutungsrückgang der Bürgermeinung im Vergleich zu den
Ergebnissen 2010, bei Betrachtung nach Altersgruppen bzw. Stellung im Erwerbsleben, zeigen sich jedoch Differenzierungen. Hier wird insbesondere aus
Sicht der 35- bis 49-Jährigen sowie der 65- bis 85-Jährigen bzw. der Rentner/
Pensionäre im Vergleich zu 2010 ein Bedeutungszuwachs erkennbar.
Die „Grundsicherung für bedürftige Menschen“, wozu Sozialhilfe, Jugendhilfe
oder Wohngeld zählen, werden von mehr als zwei Drittel der Gesamtgruppe
als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ erachtet. Hier ist die Bürgermeinung in der
Gesamtgruppe im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die 65- bis 85-jährigen
Rentner/Pensionäre bescheinigen dieser Kommunalaufgabe jedoch eine
sichtbar höhere Relevanz als im Vorjahr und auch für die 50- bis 64-Jährigen
ist diese Kommunalaufgabe wichtiger geworden.
Die „Elementare Daseinsvorsorge“, das heißt die Bereiche Katastrophenschutz, Straßenbau, Ver- und Entsorgung (Wasser/Abwasser, Strom) oder
Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen, schätzen insgesamt knapp drei
Viertel aller Befragten als „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“ ein. Mit 32 Prozent ist
jedoch der Anteil derjenigen, die diese städtische Aufgabe als „sehr wichtig“
wahrnehmen im Vergleich zum Vorjahr (38 Prozent) deutlich geringer.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

29

Der Pflege des kulturellen und baulichen Erbes - hierzu zählen die „Erhaltung
und Pflege von Leistungen und Werten vergangener Jahrhunderte aus Kunst,
Kultur und Architektur“ - wird 2011 von 58 Prozent Wichtigkeit beigemessen,
jeder fünfte Befragte ist der Meinung, dass der kulturelle Bereich als Standortfaktor „sehr wichtig“ einzuschätzen ist. Aber auch hier ist ein prozentualer
Rückgang zu verzeichnen, denn 2010 plädierte dafür noch reichlich jeder
Vierte der Leipziger Bürgerschaft.
Tab. 3-1: Bedeutsamkeit von Wirtschaftsförderung, Grundsicherung für Bedürftige, elementare
Daseinsvorsorge und Erhaltung und Pflege von Leistungen vergangener Jahrhunderte
1
Wirtschaftsförderung
Anzahl

Befragte
Gesamt:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
Rentner/Pensionäre

Bürgerinnen und Bürger
positionieren sich zu
16 Aufgaben, die für
die Verwaltung relevant
sind

2
Grundsicherung

3
elementare
Daseinsvorsorge
Anteil „sehr wichtig“ in Prozent
2010
2011
2010
2011
36
37
38
32

1236

2010
58

2011
55

622
609

59
56

54
55

32
40

33
40

36
40

303
300
301
327

57
49
64
62

46
53
61
64

28
41
44
37

27
35
47
44

632
368

60
60

54
62

28
40

29
47

4
Pflege des Erbes
2010
28

2011
21

31
33

28
27

20
22

24
38
41
53

18
35
40
42

28
28
25
30

17
21
24
27

30
50

29
40

25
29

20
27

Basierend auf den strategischen Zielen der Kommunalpolitik der Stadt Leipzig
ist es von großer Bedeutung, in welchem Maße die zur Verfügung stehenden
finanziellen Mittel für die städtischen Aufgaben eingesetzt werden. Und so
hatten auch 2011 die Leipzigerinnen und Leipziger die Möglichkeit, aus
16 kommunalen Aufgaben drei Bereiche auszuwählen, in denen aus ihrer
Sicht entweder gespart oder nicht gespart werden soll. Abb. 3-2 stellt die Ergebnisse dar.
Die Leipzigerinnen und Leipziger sind nach wie vor der Meinung, dass im Kinder- und Jugendbereich sowie bei Straßenbau und –sanierung nicht gespart
werden soll, im kulturellen Bereich hingegen eher Sparpotenzial vorhanden
ist.

Nicht gespart werden soll
bei Schulen, Kindertagesstätten, Straßenbau, Angeboten für Kinder und
Jugendliche sowie Wirtschaftsförderung

Sparpotenzial sehen die
Bürgerinnen und Bürger
im kulturellen Bereich

Schaut man sich die einzelnen Aufgaben detailliert an, ergibt sich folgendes
Bild. Mit großem Abstand darf aus Bürgersicht bei „Schulen und Kindertagesstätten“ nicht gespart werden. Es folgen „Straßenbau und –sanierung“,
„Wirtschaftsförderung“, „Angebote für Kinder und Jugendliche“ sowie die
„Unterstützung sozial Benachteiligter“.
Während die Bürgermeinung Nicht-Sparen im Vergleich zum Vorjahr bei
„Schulen und Kindertagesstätten“ (69 Prozent 2011; 70 Prozent 2010) sowie
„Wirtschaftsförderung“ (52 Prozent 2011; 53 Prozent 2010) auf etwa gleichem
Niveau verbleibt, rückt „Straßenbau und –sanierung“ (60 Prozent 2011;
48 Prozent 2010) weit nach vorn auf der Prioritätenliste. Der Zustand der
Leipziger Straßen bleibt also nach wie vor ein Dauerthema, das die
Leipzigerinnen und Leipziger bewegt und dem sie eine besonders große
Bedeutung beimessen. Auch bei der „Unterstützung sozial Benachteiligter“
und den „Öffentlichen Verkehrsmitteln“ sehen die Befragten weniger
Sparpotenzial als noch vor einem Jahr.
Wie bereits angeführt, sieht die Bürgerschaft eher Sparmöglichkeiten im kulturellen
Bereich,
also
bei
„Museen/Ausstellungen“,
„Soziokultur“,
„Oper/Gewandhaus/Schauspiel“ und bei der „Gewährung von Ermäßigungen“,
und dies zum Teil noch stärker als 2010.
Bei Betrachtung der Differenz der Prozente aus Nicht-Sparern und Sparern,
bilden sich die größten Überschüsse bei den Nicht-Sparern in den Aufgaben-

30

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

bereichen „Schulen und Kindertagesstätten“ (+67 Prozentpunkte), „Straßenbau und –sanierung“ (+51; 2010 +37), „Angebote für Kinder und Jugendliche“
(+37), „Wirtschaftsförderung“ (+30) sowie „Unterstützung sozial Benachteiligter“ (+29; 2010 +24).
Auf Sparer-Seite sind die größten Überschüsse in den Aufgabenbereichen
„Museen/Ausstellungen“ (-27; 2010 -19), „Soziokultur“ (-24; 2010 -20) sowie
„Städtischen Bibliotheken“(-15; 2010 -7) zu verzeichnen.
Abb. 3-2: Sparen oder Nicht-Sparen?
69

Schulen und Kindertagesstätten

60

Straßenbau und -sanierung
Wirtschaftsförderung

52

48
53

c) S
h) S
a) W

Angebote für Kinder und Jugendliche

42

42

e) A

Unterstützung sozial Benachteiligter

42

39

p)

Naherholung, Grünanlagen, Parks

33

Öffentliche Verkehrsmittel

33

29

d) Ö

Ver- und Entsorgung

31

33

i) V

30

32

Schwimmbäder, Sportanlagen

30

31

28

Oper, Gewandhaus, Schauspiel

24

Angebote für Senioren

24

Städtische Bibliotheken

17

Museen, Ausstellungen

16

2
11

18

l) S

21

o) S

18

m)

19

5

Angebote für Kinder und Jugendliche

e) A

9

Straßenbau und -sanierung

h) S

Unterstützung sozial Benachteiligter

p)

Ver- und Entsorgung

i) V

18
20

Schwimmbäder, Sportanlagen

k) S

21

20

Naherholung, Grünanlagen, Parks

j) N

Wirtschaftsförderung

a) W

23

Brand- und Katastrophenschutz

b)

23

Öffentliche Verkehrsmittel

d) Ö

Angebote für Senioren

f) A

Gewährung von Ermäßigungen

g) G

22

17
29
29
34

25
33

28

35

Städtische Bibliotheken

l) S

37

36

Oper, Gewandhaus, Schauspiel

n) O

Soziokultur

o) S

Museen, Ausstellungen

m)

38

60 %

f) A

22

14

20

38

n) O

c) S

13

16

SPAREN

g) G

Schulen und Kindertagesstätten

2

5

27

NICHT b)
SPARENk) S

23

20

Soziokultur

j) N

32

Brand- und Katastrophenschutz

Gewährung von Ermäßigungen

80 %

70

41
44

40 %

20 %

0%

20 %

40 %

60 %

80 %

Rechts bzw. links neben dem Balken ist der Vorjahreswert zum Vergleich angegeben.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

31

Schüler und Studenten
sehen im kulturellen
Bereich kein
Sparpotenzial

Im Bereich Kultur lohnt ein Blick auf die soziodemografischen Teilgruppen.
Denn gerade die jüngeren Befragten, die Schüler und Studenten, möchten
eher nicht, dass dort der “Rotstift“ angesetzt wird. Der Saldo zwischen NichtSparen und Sparen beträgt für diese Teilgruppe bei „Städtischen Bibliotheken“
+15, bei „Oper/Gewandhaus/Schauspiel“ +11 und hält sich bei der „Soziokultur“ die Waage.
Es bleibt also nach wie vor eine sehr schwierige Aufgabe, die begrenzt vorhandenen finanziellen Ressourcen umsichtig für die vielfältigen kommunalen
Aufgaben einzusetzen und gleichzeitig die Interessen der Bürgerinnen und
Bürger ausgewogen zu berücksichtigen.
3.2. Die größten Probleme in der Stadt Leipzig
Auch 2011 konnten die Leipzigerinnen und Leipziger ihre Meinung zu den
größten Problemen in Leipzig äußern. Dazu erhielten Sie die Möglichkeit, aus
22 vorgegebenen Problemfeldern zu wählen und das aus ihrer Sicht größte,
zweit- und drittgrößte Problem zu benennen. Das Ergebnis ist in Abb. 3-3
dargestellt.

Abb. 3-3: Die größten Probleme in der Stadt Leipzig im Zeitvergleich
Straßenzustand

35

Kriminalität, Sicherheit
26

Armut
23

Finanzsituation, Verschuldung der Stadt
Kindertagesstätten

13

Sauberkeit auf Straßen und Plätzen
Baustellen in der Innenstadt
Wohnkosten
Parkplätze
Schulen
Lärmbelastung

7

8

Zusammenleben mit Ausländern

5

Wohnungsleerstand

5
5
4
4

Öffentlicher Nahverkehr

Freizeitangebote für Senioren

2011
2010

10

2
2
2
3
2
1
1
1
0%

32

9

7
7

Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche

Freizeitangebote für Familien

35

15

12
11
12
12
12
10
10
8
8

Ärztliche Versorgung

Zustand der Sportanlagen

35

25
25

15
15
14
15

Straßenbaustellen, Umleitungen

Umweltbelastung

41

29

Arbeits- und Ausbildungsplätze

41

5%

10 %

15 %

20 %

25 %

30 %

35 %

40 %

45 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Die größten Probleme in der Stadt sehen die Bürgerinnen und Bürger mit Abstand bei „Straßenzustand“ und „Kriminalität, Sicherheit“. Der „Straßenzustand“ stand auch im vergangenen Jahr mit 35 Prozent in der Problemwahrnehmung ganz vorn. Jetzt hat sich der Anteil der Befragten, die hierin das
größte Problem sehen, auf 41 Prozent erhöht. Eine deutliche Verschiebung im
Vergleich zum Vorjahr gibt es auf den weiteren Plätzen. Stand im vergangenen Jahr „Kriminalität, Sicherheit“ mit 29 Prozent an vierter Stelle, zieht dieser
Problembereich 2011, ebenfalls 41 Prozent, mit dem „Straßenzustand“ gleich.
Diese beiden Indikatoren werden also von den Bürgerinnen und Bürgern wesentlich stärker als Problem wahrgenommen als noch im vergangenen Jahr.
Die Situation bei den „Arbeits- und Ausbildungsplätzen“ sowie die „Finanzsituation, Verschuldung der Stadt“ werden von ca. jedem vierten Befragten als
Probleme betrachtet, und damit deutlich seltener als 2010. Insbesondere bei
den „Arbeits- und Ausbildungsplätzen“ hat es in den letzten Jahren sichtbare
positive Veränderungen gegeben. 2011 wird dieser Indikator von 26 Prozent
der Befragten als Problem benannt, 2010 waren es 35 Prozent und im Jahr
2005 sogar noch 65 Prozent. Die Verbesserungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt spiegeln sich somit deutlich im Problembewusstsein der Leipziger Bürgerschaft wider. Die „Armut“ in der Stadt wird, wie bereits im letzten
Jahr, von jedem Vierten weiterhin mit Sorge beobachtet.
Im Problem-Ranking folgen „Kindertagesstätten“ und „Straßenbaustellen, Umleitungen“ mit jeweils 15 Prozent sowie die „Sauberkeit auf Straßen und Plätzen“ (14 Prozent). Jeweils 12 Prozent verweisen auf die „Baustellen in der
Innenstadt“, die „Wohnkosten“ sowie die „Parkplätze“. Bei den letztgenannten
sechs Indikatoren bewegt sich die Bürgermeinung in etwa auf Vorjahresniveau.
Eine positive Entwicklung ist beim Indikator „Zusammenleben mit Ausländern“
festzustellen. Hat 2010 noch jeder zehnte Befragte dies als Problem angegeben, ist es 2011 nur noch jeder Zwanzigste. Auch die weiteren vorgegebenen
Problemfelder liegen im unteren Prozentbereich. Dazu gehören zum Beispiel
„Lärmbelastung“, „Ärztliche Versorgung“, „Freizeitangebote für Kinder und
Jugendliche“ oder der „Öffentliche Nahverkehr“.
Schaut man sich die Ergebnisse in Bezug auf einzelne Teilgruppen an, ergeben sich weitere Präzisierungen. So sind die 65- bis 85-Jährigen bezüglich der
„Kriminalität, Sicherheit“ in besonderer Sorge, denn 63 Prozent von ihnen sehen darin das größte Leipziger Problem. Von den 18- bis 34-Jährigen trifft dies
nur auf 27 Prozent zu. Für die Arbeitslosen stellen sich die Situation bei den
„Arbeits- und Ausbildungsstellen“, die „Armut“ und die „Wohnkosten“ als besonders große städtische Probleme dar. Die eigene Erfahrung bzw. aktuelle
Betroffenheit spielt bei der Meinungsbildung hinsichtlich der einzelnen Indikatoren ganz offensichtlich eine Rolle. So ist es auch nicht verwunderlich, dass
von den 25-bis 34-Jährigen jeder Dritte die „Kindertagesstätten“ als Problem
thematisiert.

Die größten Probleme in
der Stadt sehen die Leipzigerinnen und Leipziger
beim Straßenzustand und
der Kriminalität/Sicherheit

„Lärmbelastung“, „Ärztliche Versorgung“, „Freizeitangebote für Kinder
und Jugendliche“ sowie
der „Öffentliche Nahverkehr“ werden kaum als
Probleme wahrgenommen

Die 65- bis 85-Jährigen
sorgen sich besonders um
die Kriminalität und
Sicherheit

3.3. Zufriedenheit mit der Entwicklung kommunaler Lebensbedingungen
Liegt ein Überblick über die Einschätzung der kommunalen Aufgaben und die
städtischen Problemfelder vor, ist es nur folgerichtig, auch die Zufriedenheiten
der Leipziger Bürgerinnen und Bürger mit verschiedenen kommunalen
Lebensbedingungen näher zu beleuchten. Und so war auch 2011 die
Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit mit 13 verschiedenen Lebensaspekten
Bestandteil der Erhebung, und zwar in der gleichen Formulierung wie in den
vergangenen Jahren, um Zeitreihen und Trendentwicklungen nachvollziehen
zu können. Auf einer Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 5 = „sehr unzufrieden“
konnten die Befragten ihre Meinung zu jedem einzelnen Indikator bekunden.
Wer sich nicht äußern konnte, hatte die Möglichkeit mit „weiß ich nicht“ zu
antworten.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

33

Besonders junge Leute
sind mit den Grünanlagen
und Parks sowie den
Naherholungsgebieten
zufrieden

Die Zufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger mit den Natur- und Umweltbedingungen ist nach wie vor am größten, insbesondere die „Angebote an
öffentlichen Grünanlagen und Parks“ und der „Ausbau der Naherholungsgebiete“ weisen die höchsten Zufriedenheitswerte aus. Mit dem „Zustand der
Gewässer“ sowie der „Sauberkeit der Luft“ sind ebenfalls die meisten der
Befragten zufrieden – allerdings weniger als noch vor zehn Jahren, bei der
„Sauberkeit der Luft“ sind es 10 Prozentpunkte weniger. Die besten Werte für
die Angebote an Parks und Naherholungsgebieten bescheinigen die
Studenten/ Schüler, die offensichtlich gern ihre Freizeit im Grünen verbringen.

Abb. 3-4: Zufriedenheit mit kommunalen Lebensbedingungen im Zeitvergleich
78

Angebot an öffentlichen
Angebote an öffentlichen Grünanlagen und Parks
Grünanlagen und Parks

74
77
76

Ausbau der Naherholungsgebiete
65
67

Zustand
Zustand der
der Gewässer
Gewässer
56

Sauberkeit der Luft

66
43
46

Angebot an
Angebote an Freizeitsportanlagen
Freizeitsportanlagen

40

Versorgung mit Alten- und Pflegeheimen

54

Sauberkeit der Straßen und
Sauberkeit der Straßen und öffentlichen Plätze
öffentlichen Plätze
Angebote an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen

29
26
28
5
19

Angebot an
Angebote an Kindereinrichtungen
Kindereinrichtungen

2011

35
17

Angebote an Jugendfreizeiteinrichtungen

2001

10

Öffentliche
Öffentliche Sicherheit, Schutz
vor Kriminalität
Sicherheit/Schutz
vor
Kriminalität

16
19
15

Angebote an Arbeitsplätzen

5

Straßenzustand
Straßenzustand

6

0%

18
20 %

40 %

60 %

80 %

Dargestellt ist der Anteil der Antworten „sehr zufrieden“ und „zufrieden“, ohne Anteil „weiß ich nicht“.
Trotz positiver Entwicklung
ist die Mehrheit der
Befragten unzufrieden mit
der Situation auf dem
Arbeits- und
Ausbildungsmarkt

34

Einen Zufriedenheitszuwachs gibt es bei den Arbeitsmarktaspekten zu konstatieren. Im Vergleich zu 2001 hat sich die Zufriedenheit mit dem Angebot an
Arbeitsplätzen verdreifacht, mit dem Angebot an Ausbildungsplätzen sogar
fast versechsfacht. Auch im Vergleich zum Vorjahr gibt es einen leichten Zufriedenheitszuwachs. Diese positive Entwicklung darf allerdings nicht darüber
hinwegtäuschen, dass 41 Prozent der Gesamtgruppe (ohne „weiß ich nicht“)
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

mit dem Angebot an Arbeitsplätzen „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“ ist,
von den Arbeitslosen sind es zwei Drittel (ohne „weiß ich nicht“).
Ein Blick auf die folgenden Grafiken, in denen die Zufriedenheit mit dem Angebot an Arbeits- bzw. Ausbildungsplätzen nach verschiedenen Teilgruppen als
Mittelwerte dargestellt ist, belegt dies. Insgesamt ist die Zufriedenheit mit dem
Angebot an Ausbildungsplätzen besser als mit dem Angebot an Arbeitsplätzen. Besonders hohe Werte der Unzufriedenheit mit den Arbeitsplatzangeboten ergeben sich aus den Meinungen der Arbeitslosen, der Ungelernten/Berufsfremden sowie der älteren Befragten. Nicht gut, aber im Vergleich zu den
anderen Teilgruppen etwas zufriedener, äußern sich die mittleren und leitenden Angestellten sowie die Auszubildenden und Studenten.
Abb. 3-5: Zufriedenheit mit dem Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen nach Altersgruppen,
Stellung im Erwerbsleben und Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben
(Mittelwerte auf einer Skala von: 1 = „sehr zufrieden“ bis 5 = „sehr unzufrieden“), ohne „weiß nicht“
5

5

4

4
3,9

3
2

3,6

3,3

3,2 2,9

3,1

3,3

3
2

2,8

3,2

3,3
2,8

3,5

3,1

3,2

3,5
3,0

1

1
Erwerbstätige

Arbeitslose

18-34
Jahre

Rentner/ Studenten/
Pensionäre
Schüler

35-49
Jahre

50-64
Jahre

65-85
Jahre

5
4
3
2

3,3

3,1

3,0

2,8

3,2

2,8

3,3

3,4
3,0

3,6
3,0

3,2

3,0

2,6

1
AuszuSelbstSelbstständige leitende mittlere
Angestellte/einfache
Vorarbeiter/ Ungelernte/ Auszubildende
mittlere
bildende
ständige Angestellte/ Angestellte/
Beamte
BerufsFachAngestellte/ Facharbeiter
fremde
arbeiter
Beamte
Beamte
Beamte
Angebot an Arbeitsplätzen

Angebot an Ausbildungsplätzen

Zurück zur Abb. 3-4. Unzufriedener sind die Leipzigerinnen und Leipziger im
Zeitvergleich zu 2001 mit der „Versorgung mit Alten- und Pflegeheimen“,
„Öffentlicher Sicherheit, Schutz vor Kriminalität“, „Angeboten an Kindereinrichtungen“ und insbesondere mit dem „Straßenzustand“. War 2001 noch ca. jeder Fünfte mit dem „Straßenzustand“ zufrieden, so ist es zehn Jahre später
nur noch ca. jeder Siebzehnte.

Am unzufriedensten sind
die Leipzigerinnen und
Leipziger nach wie vor mit
dem Straßenzustand

Auch die Zufriedenheit mit dem „Angebot an Kindereinrichtungen“ ist zurück
gegangen. Die sehr erfreuliche Situation der Geburtenentwicklung in Leipzig,
zieht einen größeren Bedarf an entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtungen nach sich. Und hier gibt es sichtlich Handlungsbedarf, was der Zufriedenheitswert, insbesondere der 18- bis 34-Jährigen (Mittelwert 3,5) verdeutlicht.
Die Zufriedenheit mit dem „Angebot an Alten- und Pflegeheimen“ ist ebenfalls
zum Vergleichsjahr 2001 rückläufig. Dennoch geben in der aktuellen Befragung 40 Prozent an, mit dem Angebot „sehr zufrieden“ und „zufrieden“ zu
sein. Vor 10 Jahren waren es noch 54 Prozent. Die 65- bis 85-Jährigen
beurteilen die Angebotssituation nochmals kritischer.

Nur jede/r dritte Senior/in
ist mit dem Angebot an
Alten- und Pflegeheimen
„sehr zufrieden“ oder
„zufrieden“

Öffentliche Sicherheit und Schutz vor Kriminalität sind weitere wichtige Aspekte, die vornehmlich von älteren Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Wahrnehmung erhalten. Drei Viertel (ohne „weiß ich nicht“) der 65- bis 85-Jährigen sind
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

35

mit der öffentlichen Sicherheit in Leipzig unzufrieden. Im vergangenen Jahr
waren es 64 Prozent dieser Altersgruppe. Die 18- bis 34-Jährigen sehen diese
Situation nicht ganz so kritisch, von ihnen verleihen 2011 37 Prozent ihrer
diesbezüglichen Unzufriedenheit Ausdruck.
Tab. 3-2: Zufriedenheit mit ausgewählten Lebensbedingungen

Befragte
Gesamt 2011:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler
Gesamt 2001:

Zufriedenheit mit dem/den...
Angebot an
Angebot an Aus- Angebot an KinAlten- und
Arbeitsplätzen
bildungsplätzen
dereinrichtungen
Pflegeheimen
Anteil „sehr zufrieden“ und „zufrieden“ in Prozent (ohne „weiß ich nicht“)
15
28
19
40
18
12

28
27

22
16

40
40

21
15
9
10

37
24
16
26

16
16
21
29

48
41
39
33

18
5
9
20
5

29
21
23
41
5

13
18
30
30
35

43
45
36
59
54

noch zu Tab. 3-2: Zufriedenheit mit ausgewählten Lebensbedingungen

Befragte
Gesamt 2011:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler
Gesamt 2001:

Zufriedenheit mit dem/den...
JugendfreizeitFreizeitsportZustand der
Naherholungseinrichtungen
anlagen
Gewässer
gebieten
Anteil „sehr zufrieden“ und „zufrieden“ in Prozent (ohne „weiß ich nicht“)
17
43
65
77
18
15

41
46

65
65

75
78

21
15
14
13

47
39
45
41

68
67
63
60

76
80
74
75

17
20
12
28
10

41
46
45
61
46

67
62
62
73
67

79
74
74
78
76

noch zu Tab. 3-2: Zufriedenheit mit ausgewählten Lebensbedingungen

Befragte
Gesamt 2011:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler
Gesamt 2001:

36

Zufriedenheit mit dem/den/der...
Grünanlagen
Sauberkeit der Sauberkeit der
StraßenSchutz vor
und Parks
Luft
Straßen/Plätze
zustand
Kriminalität
Anteil „sehr zufrieden“ und „zufrieden“ in Prozent (ohne „weiß ich nicht“)
78
56
29
6
16
77
79

58
53

29
28

6
7

17
16

84
77
74
71

58
58
57
49

43
30
19
11

8
8
4
4

29
16
10
5

80
76
74
88
74

60
59
50
56
66

33
38
14
49
26

6
10
3
16
18

18
21
5
45
19

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Gleichzeitig waren die Befragten gebeten anzugeben, ob sich im Verlauf der
vergangenen fünf Jahre ihrer Meinung nach Verbesserungen oder
Verschlechterungen hinsichtlich der vorgegebenen Lebensbedingungen in
Leipzig ergeben haben.
Tab. 3-3: Verbesserungen bzw. Verschlechterungen im Hinblick auf die Lebensbedingungen
Arbeitsplätze
Verbesserung
Befragte

Verschlechterung

Ausbildungsplätze

Kindereinrichtungen

Verbesserung

VerVerVerschlech- besserung schlechterung
terung
Prozent (ohne „weiß ich nicht“)
45
32
10
23

Gesamt 2011:
29
21
davon:
33
44
32
männlich
22
10
24
24
46
32
weiblich
20
11
22
davon:
29
42
38
18-34 Jahre
15
8
18
29
44
35
35-49 Jahre
22
9
18
28
43
30
50-64 Jahre
27
15
25
35
55
38
65-85 Jahre
26
14
18
darunter Stellung im Erwerbsleben:
31
47
36
Erwerbstätige
19
10
19
43
30
33
Arbeitslose
4
9
15
32
50
39
Rentner/Pensionäre
22
12
16
30
41
38
Studenten/Schüler
9
11
19
Dargestellt ist der prozentuale Anteil von „verbessert“ und „verschlechtert“, ohne „weiß ich
nicht“; der größere Wert ist „fett“ markiert. Die Differenz zu 100 Prozent ergibt den Anteil von
„weder noch“.

Alten- und
Pflegeheime
Verbesserung

Verschlechterung

51

10

49
53

9
10

49
46
54
55

8
15
8
7

50
36
56
58

8
26
7
5

noch zu Tab. 3-3: Verbesserungen bzw. Verschlechterungen im Hinblick auf die Lebensbedingungen

Befragte

Jugendfreizeiteinrichtungen
VerVerbesserung schlechterung

Freizeitsportanlagen

Zustand der
Gewässer
VerVerVerVerbesserung schlech- besserung schlechterung
terung
Prozent (ohne „weiß ich nicht“)
34
67
14
6

Gesamt 2010:
33
15
davon:
31
31
69
männlich
16
16
6
35
37
65
weiblich
14
12
7
davon:
30
39
60
18-34 Jahre
18
16
7
38
26
68
35-49 Jahre
15
15
6
30
37
71
50-64 Jahre
11
7
5
31
33
73
65-85 Jahre
14
19
7
darunter Stellung im Erwerbsleben:
33
31
67
Erwerbstätige
16
13
7
33
49
62
Arbeitslose
17
21
8
31
37
71
Rentner/Pensionäre
16
17
7
26
50
57
Studenten/Schüler
10
11
3
Dargestellt ist der prozentuale Anteil von „verbessert“ und „verschlechtert“, ohne „weiß ich
nicht“; der größere Wert ist „fett“ markiert. Die Differenz zu 100 Prozent ergibt den Anteil von
„weder noch“.

29 Prozent der Antwortenden der Gesamtgruppe sehen beim Angebot an Arbeitsplätzen eine Verbesserung in den vergangenen fünf Jahren, während
21 Prozent eine Verschlechterung wahrnehmen. Während die städtische Gesamtbevölkerung also die positiven Entwicklungen des Leipziger Arbeitsmarktes wahrnimmt, überwiegt bei den Arbeitslosen (43 Prozent) die Bewertung
„Verschlechterung“. Dass sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt in den
vergangenen fünf Jahren verbessert hat, bestätigen 45 Prozent der Befragten
mit ihren Antworten, während nur jeder Zehnte eine Verschlechterung wahrnimmt. Bei den Kindereinrichtungen empfinden vor allem die 18- bis 49-Jährigen eine Verschlechterung, nur knapp jeder Fünfte von ihnen stellt eine
Verbesserung fest. Aus Sicht der 65- bis 85-Jährigen kehrt sich das Verhältnis
um. 38 Prozent von ihnen sehen Verbesserungen und nur knapp jeder Fünfte
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Ausbau der
Naherholung
VerVerbesserung schlechterung
80

2

78
82

2
2

77
81
81
81

2
1
3
2

82
69
81
73

2
6
2
2

Das Angebot an Arbeitsund Ausbildungsplätzen
hat sich nach Meinung
der Befragten in den
letzten fünf Jahren eher
verbessert

37

Verschlechterungen. Im Bereich der Alten- und Pflegeheime überwiegt in allen
Teilgruppen die Verbesserung gegenüber der Verschlechterung deutlich.
Die Jugendfreizeiteinrichtungen haben sich aus
Bürgersicht in den
vergangenen fünf Jahren
verschlechtert

Bei den Jugendfreizeiteinrichtungen dominieren bei allen Teilgruppen die Verschlechterungen gegenüber den Verbesserungen. Was sich bei den Freizeitsportanlagen genau umgekehrt darstellt. Dort werden deutliche Verbesserungen von den Leipzigerinnen und Leipziger konstatiert, insbesondere von den
jüngeren Befragten. Auch beim Zustand der Gewässer und beim Ausbau der
Naherholungsgebiete, den Grünanlagen und Parks sowie der Sauberkeit der
Luft überwiegen bei Weitem laut Bürgermeinung die Verbesserungen gegenüber den Verschlechterungen.

noch zu Tab. 3-3: Verbesserungen bzw. Verschlechterungen im Hinblick auf die Lebensbedingungen
Grünanlagen/
Parks
VerVerbesse- schlechrung
terung
Befragte

Sauberkeit der
Luft
VerVerbesse- schlechrung
terung

Sauberkeit Straßen und Plätze
VerVerbesse- schlechrung
terung

Straßenzustand
Verbesserung

Verschlechterung

Schutz vor
Kriminalität
VerVerbesse- schlechrung
terung

Prozent (ohne „weiß ich nicht“)

Gesamt 2010:
47
40
25
62
51
5
8
19
10
7
davon:
42
39
25
64
51
männlich
5
7
18
8
5
52
41
25
60
53
weiblich
5
9
20
13
8
davon:
49
27
20
60
42
18-34 Jahre
1
9
14
13
9
44
39
22
61
45
35-49 Jahre
8
4
20
10
8
48
50
35
63
59
50-64 Jahre
6
8
18
9
4
46
51
38
65
66
65-85 Jahre
6
11
14
8
5
darunter Stellung im Erwerbsleben:
49
39
63
49
Erwerbstätige
5
6
21
21
10
7
41
47
34
57
42
Arbeitslose
11
11
25
17
9
45
49
37
64
65
Rentner/Pensionäre
6
9
15
8
5
36
21
11
54
22
Studenten/Schüler
0
12
9
15
12
Dargestellt ist der prozentuale Anteil von „verbessert“ und „verschlechtert“, ohne „weiß ich
nicht“; der größere Wert ist „fett“ markiert. Die Differenz zu 100 Prozent ergibt den Anteil von
„weder noch“.

Sichtbare Verbesserungen sehen die Leipzigerinnen und Leipziger bei
Grünanlagen und Parks
sowie Sauberkeit der Luft
Verschlechterungen werden bei Straßenbau und
Schutz vor Kriminalität
wahrgenommen

Bei der Sauberkeit der Straßen und Plätze wird in der Gesamtgruppe von jedem Vierten eine Verschlechterung wahrgenommen. Nach Altersgruppen betrachtet, gehen die Meinungen auseinander. So vermerken die 18- bis 49Jährigen Verbesserungen, während die 50- bis 85-Jährigen deutliche Verschlechterungen in den letzten fünf Jahren diesbezüglich beanstanden. Ein
Problemfeld ist und bleibt der Straßenzustand. Auch in diesem Bereich sieht
die überwiegende Mehrheit der Leipziger Bürgerschaft eine Verschlechterung
während der letzten fünf Jahre, und dies unabhängig von Geschlecht, Alter
oder der Stellung im Erwerbsleben. Nur jeder Zehnte empfindet eine Verbesserung hinsichtlich des Straßenzustands. Und auch beim Schutz vor Kriminalität werden von den meisten Befragten sichtbare Verschlechterungen vermerkt, insbesondere von den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
3.4. Investitionswünsche in den Ortsteilen
In der diesjährige Bürgerbefragung wurden die Leipzigerinnen und Leipziger

Die meisten Befragten
halten Investitionen in
ihrem Ortsteil für
notwendig

erstmalig danach gefragt, ob es etwas in ihrem Stadtteil bzw. Ortsteil gibt, bei
dem die Stadt Leipzig in nächster Zeit unbedingt investieren müsste.
55 Prozent aller Befragten sagen „ja“, es sind Investitionen notwendig,
45 Prozent antworten mit “nein“. Die Notwendigkeit von Investitionen wird in
den Ortsteilen sehr unterschiedlich betrachtet und reicht von 29 Prozent
(Investitionsbedarf „ja“) in Heiterblick bis 75 Prozent in Schleußig.

Auf Ebene der Gesamtstadt wird am häufigsten Investitionsbedarf in den Bereichen Straßenzustand (34 Prozent der Befragten), Fuß-/Radwege (12 Prozent) sowie Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche (10 Prozent) gesehen.
38

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Tab. 3-4: Investitionswunsch und Art der gewünschten Investition im Ortsteil
OT
Nr. Ortsteil-Name
00 Zentrum
01 Zentrum-Ost
02 Zentrum-Südost
03 Zentrum-Süd
04 Zentrum-West
05 Zentrum-Nordwest
06 Zentrum-Nord
10 Schönefeld-Abtnaundorf
11 Schönefeld-Ost
12 Mockau-Süd
13 Mockau-Nord
14 Thekla
15 Plaußig-Portitz
20 Neustadt-Neuschönefeld
21 Volkmarsdorf
22 Anger-Crottendorf
23 Sellerhausen-Stünz
24 Paunsdorf
25 Heiterblick
26 Mölkau
27 Engelsdorf
28 Baalsdorf
29 Althen-Kleinpösna
30 Reudnitz-Thonberg
31 Stötteritz
32 Probstheida
33 Meusdorf
34 Liebertwolkwitz
35 Holzhausen
40 Südvorstadt
41 Connewitz
42 Marienbrunn
43 Lößnig
44 Dölitz-Dösen
50 Schleußig
51 Plagwitz
52 Kleinzschocher
53 Großzschocher
54 Knautkleeberg-Knauthain
55 Hartmannsd.-Knautnaund.
60 Schönau
61 Grünau-Ost
62 Grünau-Mitte
63 Grünau-Siedlung
64 Lausen-Grünau
65 Grünau-Nord
66 Miltitz
70 Lindenau
71 Altlindenau
72 Neulindenau
73 Leutzsch
74 Böhlitz-Ehrenberg
75 Burghausen-Rückmarsd.
80 Möckern
81 Wahren
82 Lützschena-Stahmeln
83 Lindenthal
90 Gohlis-Süd
91 Gohlis-Mitte
92 Gohlis-Nord
93 Eutritzsch
94 Seehausen
95 Wiederitzsch
* für Kinder- und Jugendliche

Invest.wunsch
Anz. Prozent
41
116
56
112
54
114
59
133
56
137
65
115
53
110
55
119
43
115
57
123
53
124
44
117
53
146
51
111
62
117
55
118
52
101
43
136
29
118
58
115
72
122
61
117
70
136
55
144
56
135
38
119
39
97
63
123
72
123
62
170
66
144
50
114
43
129
62
108
75
141
62
129
62
129
51
129
68
109
73
126
44
122
36
122
59
125
53
123
43
144
45
110
52
97
66
95
64
104
57
115
69
118
55
136
60
120
64
140
65
115
62
105
52
112
68
141
59
156
53
120
44
143
74
108
63
110

am häufigsten genannte
Investition
Parkplätze
Fuß-, Radwege
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Parkplätze
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Freizeitmöglichk.*
Straßensanierung
Straßensanierung
Nahversorgung
Nahversorgung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Freizeitmöglichk.*
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
ÖPNV
Straßensanierung
ÖPNV
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Schulen
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Nahversorgung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung
Straßensanierung

(17)
(18)
(16)
(40)
(27)
(33)
(20)
(32)
(21)
(31)
(42)
(31)
(39)
(42)
(28)
(39)
(25)
(23)
(26)
(51)
(51)
(32)
(32)
(29)
(35)
(23)
(30)
(33)
(67)
(39)
(29)
(28)
(31)
(44)
(50)
(41)
(41)
(51)
(17)
(39)
(47)
(32)
(25)
(53)
(23)
(33)
(45)
(28)
(35)
(52)
(32)
(42)
(28)
(22)
(36)
(41)
(29)
(38)
(43)
(37)
(37)
(37)
(31)

am zweithäufigsten
genannte Investition
Investition (Prozent)
Freizeitmöglichk.* (13)
Straßensanierung (17)
Nahversorgung
(11)
Fuß-, Radwege
(21)
Parkplätze
(17)
Straßensanierung (16)
Fuß-, Radwege
(19)
Grünanlagen
(10)
Fuß-, Radwege
(13)
Fuß-, Radwege
(17)
Freizeitmöglichk.* (11)
Fuß-, Radwege
(23)
Fuß-, Radwege
(25)
Grünanlagen
(9)
Freizeitmöglichk.* (12)
Sauberkeit
(18)
Schulen
(18)
Schulen
(19)
Grünanlagen
(13)
Fuß-, Radwege
(24)
Freizeitmöglichk.* (12)
Straßensanierung (29)
Straßensanierung (14)
Fuß-, Radwege
(16)
Sauberkeit
(18)
Schulen
(19)
Straßensanierung (18)
Fuß-, Radwege
(18)
Fuß-, Radwege
(22)
Fuß-, Radwege
(17)
Fuß-, Radwege
(14)
Fuß-, Radwege
(20)
Schulen
(11)
Nahversorgung
(20)
Parkplätze
(44)
Fuß-, Radwege
(15)
Wohnungsbau
(8)
Freizeitmöglichk.* (18)
Nahversorgung
(15)
Fuß-, Radwege
(34)
Freizeitmöglichk.* (10)
ÖPNV
(18)
Straßensanierung (23)
Fuß-, Radwege
(9)
Straßensanierung (19)
Freizeitmöglichk.* (18)
Freizeitmöglichk.* (22)
Sauberkeit
(17)
Wohnungsbau
(12)
Fuß-, Radwege
(8)
Freizeitmöglichk.* (11)
Straßensanierung (26)
Freizeitmöglichk.* (21)
Lärmschutz
(15)
Lärmschutz
(14)
Lärmschutz
(14)
Lärmschutz
(27)
Parkplätze
(20)
Fuß-, Radwege
(17)
Parkplätze
(18)
Kitas
(12)
Lärmschutz
(15)
Fuß-, Radwege
(24)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

am dritthäufigsten
genannte Investition
Beenden Baust.
Parkplätze
Schulen
Lärmschutz
Fuß-, Radwege
Fuß-, Radwege
Sicherheit
Wohnungsbau
Nahversorgung
Freizeitmöglichk.*
Winterdienst
Nahversorgung
Lärmschutz
Fuß-, Radwege
Sauberkeit
Fuß-, Radwege
Nahversorgung
Grünanlagen
Kitas
Freizeitmöglichk.*
Kitas
Fuß-, Radwege
Lärmschutz
Parkplätze
Freizeitmöglichk.*
Parkplätze
Schulen
Freizeitmöglichk.*
Freizeitmöglichk.*
Kitas
Sauberkeit
Schulen
Grünanlagen
Fuß-, Radwege
Fuß-, Radwege
Parkplätze
Fuß-, Radwege
Fuß-, Radwege
Kitas
Nahversorgung
Grünanlagen
Schulen
Sauberkeit
ÖPNV
Schulen
ÖPNV
Grünanlagen
Kitas
Fuß-, Radwege
Sauberkeit
Fuß-, Radwege
Fuß-, Radwege
Sportanlagen
Freizeitmöglichk.*
Fuß-, Radwege
Straßensanierung
Freizeitmöglichk.*
Fuß-, Radwege
Parkplätze
Kitas
Freizeitmöglichk.*
Fuß-, Radwege
Lärmschutz

(11)
(16)
(11)
(7)
(15)
(15)
(14)
(9)
(10)
(12)
(9)
(22)
(9)
(9)
(12)
(11)
(13)
(16)
(10)
(8)
(9)
(23)
(13)
(7)
(17)
(10)
(16)
(11)
(5)
(10)
(12)
(13)
(10)
(16)
(18)
(13)
(8)
(13)
(13)
(15)
(8)
(7)
(8)
(8)
(12)
(11)
(11)
(13)
(12)
(7)
(10)
(10)
(21)
(12)
(9)
(11)
(14)
(11)
(15)
(9)
(12)
(10)
(19)

39

Auf Ortsteilebene unterscheiden sich die Investitionsbedarfe. So stehen im
Zentrum und im Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel) die Parkplätze auf
Rang 1 der Bürgernennungen. In Baalsdorf, Althen-Kleinpösna und
Lützschena-Stahmeln meinen die Bürgerinnen und Bürger, dass dringend in
die Nahversorgung investiert werden müsste. In Heiterblick und Meusdorf
vermissen die Ortsteilbewohner Freizeitangebote. Die Schulen (Sanierung,
Neubau, Erhalt) thematisieren die Befragten vor allem im Zentrum-Südost, in
Sellerhausen-Stünz, Paunsdorf, Meusdorf, Probstheida, Lößnig, Marienbrunn,
Lausen-Grünau und Böhlitz-Ehrenberg. Für Investitionen im Bereich
Kindertagesstätten plädieren die Bewohner/innen in Heiterblick, Engelsdorf,
der Südvorstadt, Gohlis-Nord und Eutritzsch sowie in KnautkleebergKnauthain. Mehr oder schönere Grünanlagen sollte es aus Bürgersicht in den
Ortsteilen Schönefeld-Abtnaundorf, Neustadt-Neuschönefeld und Heiterblick
sowie Paunsdorf, Lößnig und Miltitz geben. Investitionen im Bereich
Öffentlicher Personennahverkehr erachten die Befragten in den Grünauer
Ortsteilen für unbedingt notwendig. Lärmschutz ist für die Bewohner des
Leipziger Nordostens (Einflugschneise des Flughafens) von großer
Bedeutung.
3.5. Kenntnis Leipziger Initiativen
Die Leipzigerinnen und Leipziger wurden auch danach gefragt, ob sie die
Leipziger Bildungsberatung, den Leipziger Ruhestandskompass sowie den
Familienfreundlichkeitspreis der Stadt Leipzig kennen. In Abb. 3-7 sind diese
Initiativen und die Antwortergebnisse nach verschiedenen Teilgruppen dargestellt. Die Leipziger Bildungsberatung, die seit Februar 2011 allen Leipziger
Erwachsenen, die die Schule bereits verlassen haben, Informationen über
Weiterbildung, Lernen und Beruf bietet, kennt in diesem kurzen Zeitraum
bereits jeder zehnte Befragte. Der Leipziger Ruhestandskompass, initiiert im
Januar 2011, ist ein Angebot der Stadtverwaltung an ältere Bürgerinnen und
Bürger, das Möglichkeiten aufzeigt, die Übergangsphase vom Beruf in den
Ruhestand und die nachberufliche Phase bewusst zu planen und durch
lebenslanges Lernen den Ruhestand sinnvoll zu gestalten. Seine Bekanntheit
ist – auch unter Senioren – noch sehr gering. Und schließlich wird seit 2009
durch den Leipziger Oberbürgermeister jährlich am 15. Mai, dem Weltfamilientag, der Familienfreundlichkeitspreis der Stadt Leipzig an Einzelpersonen oder
Teams für besonderes familienfreundliches Engagement verliehen. Ihn kennt
jeder zehnte Erwachsene zwischen 18 und 49 Jahren.
Abb. 3-6: Kenntnis verschiedener Leipziger Initiativen (in Prozent)
Leipziger
Bildungsberatung
Gesamt
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler

Gesamt

12

18-34 Jahre

4

12
11

Arbeitslose

Arbeitslose

4

Rentner/Pensionäre

13

Studenten/Schüler

5%

10 %

Studenten/Schüler

15 %

65-85 Jahre

Arbeitslose

3

4

10
4
4

Rentner/Pensionäre

2
0%

7

Erwerbstätige

1

Rentner/Pensionäre

10

50-64 Jahre

1

Erwerbstätige

10

35-49 Jahre

3

65-85 Jahre

Erwerbstätige

8

18-34 Jahre

2

50-64 Jahre

Familienfreundlichkeitspreis
der Stadt Leipzig
Gesamt

2

35-49 Jahre

11

50-64 Jahre

2

1

18-34 Jahre

13

35-49 Jahre

0%

40

10

Gesamt

65-85 Jahre

Leipziger
Ruhestandskompass

11

Studenten/Schüler

5%

10 %

15 %

0%

5%

10 %

15 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

4.

Verhältnis Deutsche und Ausländer

Aufgrund der niedrigen Zahl ausgefüllter Fragebögen von Einwohnern mit
Migrationshintergrund wurden für die Auswertung des Fragenkomplexes zum
Verhältnis Deutsche und Ausländer (gesamtes Kapitel 4) nur die Ergebnisse
von Leipzigerinnen und Leipzigern mit ausschließlich deutscher Staatsangehörigkeit (ca. 93 Prozent der Befragten insgesamt) dargestellt.
4.1. Kontaktmöglichkeiten zwischen Deutschen und Ausländern im
täglichen Leben
Das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern ist immer wieder ein
Thema, bei dem weniger rationale Argumente und Ansichten die Debatten
beherrschen, sondern Mutmaßungen, Annahmen und Vorurteile über den
jeweils Anderen. Der Schlüssel zum gegenseitigen Verstehen der Sitten,
Bräuche und der jeweiligen Kultur liegt allerdings im konkreten Kontakt, denn
nur so können sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit
unterschiedlichen kulturellen Hintergründen besser kennenlernen und
verstehen. Ausgehend von dieser Überlegung kann demzufolge die folgende
Hypothese formuliert werden: häufiger Kontakt zwischen Deutschen und
Ausländern führt zum Abbau von Vorurteilen und hat deshalb positivere
Einstellungen gegenüber Ausländern zur Folge. Um diese Hypothese zu
prüfen wurde den Befragten bei der aktuellen Bürgerumfrage daher zunächst
die Frage gestellt, in welchen Lebensbereichen sie Kontakt mit dem jeweils
Anderen haben. 55 Prozent der Befragten haben in unterschiedlichen
Lebensbereichen regelmäßige Kontakte zu Ausländern (siehe Abb. 4-1).

Im öffentlichen Sprachgebrauch werden die
Begriffe Ausländer,
Migrant, Zuwanderer oder
Person mit Migrationshintergrund verwandt,
ohne dass sie scharf
voneinander abgegrenzt
werden. Im Sinne eines
einfacheren sprachlichen
Verständnisses wurde in
der Befragung der Begriff
Ausländer benutzt. Es ist
anzunehmen, dass in der
Bevölkerung jedoch nicht
nur das Verhältnis zu
Ausländern bewertet
wurde, sondern mitunter
der weiter gefasste Kreis
der Migranten gemeint ist.

Abb. 4-1: Lebensbereiche, in denen Ausländer und Deutsche miteinander Kontakt haben
(nur Deutsche ohne Migrationshintergrund); Mehrfachnennungen
am Arbeitsplatz

29 %

im Freundes- oder Bekanntenkreis

20 %

in der Nachbarschaft

19 %

in der Schule, beim Studium, bei der Ausbildung

10 %

in der eigenen Familie oder näheren
Verwandtschaft

8%

in einem Verein (z.B. Sport- oder Gartenverein)

8%

woanders

5%

habe keine regelmäßigen Kontakte

45 %

Dieser recht geringe Anteil erstaunt bei einem (für deutsche Großstädte
vergleichsweise niedrigen) Ausländeranteil von 5 Prozent nicht. Zum
Vergleich: in Ostdeutschland haben durchschnittlich 46 Prozent (ALLBUS
2010) und in Westdeutschland 80 Prozent (ALLBUS 2010) Kontakte zu in
Deutschland lebenden Ausländern.
Bei den Leipziger Befragten, die angeben regelmäßig Kontakt mit Ausländern
zu haben, bieten sich Kontaktmöglichkeiten einerseits im schulisch/ beruflichen Umfeld: neben den 29 Prozent, die angeben Kontakte am Arbeitsplatz
zu haben, geben weitere 10 Prozent an, in der Schule, beim Studium oder bei
der Ausbildung regelmäßig mit Ausländern Kontakt zu haben.
Selbst gewählte Kontaktmöglichkeiten im privaten Umfeld bieten sich
andererseits fast ebenso häufig im Freundes- und Bekanntenkreis (20 Prozent), in der eigenen Familie oder näheren Verwandtschaft (8 Prozent) bzw.
in einem Verein (8 Prozent).
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Regelmäßige Kontakte zu
Ausländern sind noch
keine Selbstverständlichkeit - sie finden am
häufigsten am Arbeitsplatz statt

41

Befragte ab 65 Jahren
bewerten ihre Kontakte
mit Ausländern etwas
positiver als jüngere
Befragte

Darüber hinaus hat auch das Wohnumfeld einen Einfluss auf direkte Kontaktmöglichkeiten: für 19 Prozent der Befragten insgesamt ergeben sich Kontaktmöglichkeiten (auch) in der Nachbarschaft.
Um die Qualität dieser Kontakte zu bewerten, wurden die Leipzigerinnen und
Leipziger, die angeben regelmäßig Kontakte zu haben, gefragt, wie sie diese
Kontakte beurteilen. Wie in Abb. 4.2 dargestellt ist, werden die Kontakte von
knapp zwei Drittel der Befragten als (sehr) positiv eingeschätzt. Nur 5 Prozent
der Befragten, die Kontakte haben, beurteilen diese als negativ oder sehr
negativ. Bezogen auf das Alter der Befragten zeigen sich nur geringe
Unterschiede. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass (betrachtet
man die Anteile für „sehr positiv“ und „positiv“) die Befragten ab 65 Jahren,
die Kontakte mit Ausländern haben, diese am positivsten einschätzen.
Abb. 4-2: Bewertung der Kontakte nach Lebensalter
(nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
Gesamt
18-34 Jahre
35-49 Jahre

19
21

15

65-85 Jahre

17

sehr positiv

31

43

19

50-64 Jahre

0%

45

29

45

35
54

positiv

4 3

32

45

20 %

32

40 %
teils/teils

32
24

60 %
negativ

22

80 %

32
100 %
sehr negativ

4.2. Aussagen zum Verhältnis von Deutschen und Ausländern
In der empirischen Sozialforschung werden Einstellungen vor allem über die
Zustimmung oder Ablehnung von bestimmten Aussagen gemessen. So ist es
üblich, die Einstellung zu Ausländern über die Zustimmung oder Ablehnung
von Aussagen über Ausländer zu ermitteln. In der kommunalen Bürgerumfrage wurden den Befragten daher 6 Aussagen präsentiert. Im Folgenden
sollen diese Ergebnisse vorgestellt werden.
Wahrnehmung von Ausländern als kulturelle Bereicherung:
„Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle Bereicherung für
unsere Stadt.“
Die Wahrnehmung von Ausländern als kulturelle Bereicherung für das
städtische Leben hängt in hohem Maße auch von den eigenen Chancen und
Ressourcen ab. Wie Tab. 4-1 zu entnehmen ist, zeigen sich nach dem
Geschlecht keine und nach den Altersgruppen nur geringe Unterschiede.
Tendenziell sind ältere Einwohner eher skeptischer und halten Ausländer
eher seltener für eine kulturelle Bereicherung der Stadt.
Die mit Abstand liberalste und in dieser Frage den Ausländern gegenüber
aufgeschlossenste Bevölkerungsgruppe stellen die Schüler bzw. Studenten
dar. 70 Prozent dieser Befragten stimmen der Aussage voll und ganz bzw.
eher zu und halten Ausländer damit für eine kulturelle Bereicherung der Stadt.
Erwerbstätige, Arbeitslose und Rentner/ Pensionäre bewerten die Aussage
etwas zurückhaltender, wobei Arbeitslose die schlechtesten Bewertungen
abgeben.
Ähnliche Unterschiede zeigen sich dann auch, wenn man das persönliche
Nettoeinkommen betrachtet. Bis auf die unterste Einkommensgruppe bis
800 Euro (in der sich besonders viele Studenten befinden), steigt die
Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer sind eine kulturelle Bereicherung für
unsere Stadt“ mit steigendem persönlichem Nettoeinkommen deutlich an. So
stimmen der Aussage nur 27 Prozent der Befragten mit einem persönlichen
Nettoeinkommen zwischen 800 und 1 400 Euro zu. Bei den Befragten mit
einem Einkommen von 2 000 Euro und mehr liegt dieser Anteil mit 52 Prozent
fast doppelt so hoch.
42

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Tab. 4-1: Zustimmung zur Aussage „Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle
Bereicherung für unsere Stadt.“ (nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
1
voll und ganz
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
13
3227
davon:
männlich
14
1509
weiblich
11
1703
davon:
18-34 Jahre
15
807
35-49 Jahre
14
758
50-64 Jahre
9
821
65-85 Jahre
10
828
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
12
1686
Arbeitslose
9
228
Rentner/Pensionäre
10
930
Studenten/Schüler
33
140
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
14
810
800 bis unter 1400 Euro
10
1208
1400 bis unter 2000 Euro
12
585
2000 und mehr Euro
21
386

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

19

Prozent
44

17

7

2,9

D
1-5

19
19

41
48

18
17

8
5

2,9
2,9

24
18
16
13

38
46
47
51

15
16
21
19

8
5
6
7

2,8
2,8
3,0
3,0

21
11
14
37

43
47
51
24

18
22
19
6

6
11
6
0

2,9
3,1
3,0
2,0

17
17
20
31

45
45
45
34

17
20
17
12

7
7
6
2

2,9
3,0
2,8
2,4

Sorge sich als Fremder in seiner Stadt zu fühlen:
„Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich zunehmend als
Fremder in seiner Stadt.“
Mit dieser Aussage sollte gemessen werden, ob die Ausländer ein
Fremdheitsgefühl bei den Deutschen auslösen.
Insgesamt ist die Sorge, sich als Fremder in seiner Stadt zu fühlen, nur gering
ausgeprägt (siehe Tab. 4-2). Betrachtet man die beiden Endpunkte der Skala,
so zeigt sich, dass lediglich 9 Prozent der Befragten der Aussage voll und
ganz zustimmen, während 23 Prozent dieser Aussage überhaupt nicht und
weitere 33 Prozent eher nicht zustimmen. Demzufolge hat die Mehrheit der
Leipzigerinnen und Leipziger keine Sorge, sich aufgrund von Ausländern in
Leipzig fremd zu fühlen. Verglichen mit Befragungsergebnissen auf Bundesebene machen sich die Einwohner der Stadt in diesem Punkt demnach
(deutlich) weniger Sorgen als die bundesdeutsche Bevölkerung insgesamt.

Die Mehrheit der
Leipzigerinnen und
Leipziger hat keine Sorge,
sich durch Ausländer
fremd in der eigenen
Stadt zu fühlen

Tab. 4-2: Zustimmung zur Aussage „Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich zunehmend
als Fremder in seiner Stadt.“ (nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
1 - voll und
ganz
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3222
davon:
männlich
1515
weiblich
1694
davon:
18-34 Jahre
807
35-49 Jahre
759
50-64 Jahre
827
65-85 Jahre
818
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1689
Arbeitslose
226
Rentner/Pensionäre
920
Studenten/Schüler
141
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
814
800 bis unter 1400 Euro
1198
1400 bis unter 2000 Euro
591
2000 und mehr Euro
377

2 - eher

3 - teils/teils 4 - eher nicht

5 - überhaupt nicht

D
1-5

9

12

Prozent
23

10
7

13
11

22
25

31
35

24
22

3,4
3,5

9
8
11
7

13
12
12
10

20
21
26
29

32
36
33
33

27
22
18
22

3,5
3,5
3,4
3,5

8
20
7
2

12
16
10
6

23
29
28
5

35
20
34
42

22
16
21
45

3,5
3,0
3,5
4,2

12
10
5
3

13
13
12
7

25
26
21
14

29
33
40
37

22
19
23
38

3,4
3,4
3,6
4,0

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

33

23

3,5

43

Trifft dieses Ergebnis nun gleichermaßen für alle Leipzigerinnen und Leipziger
zu? Während sich (ähnlich wie schon bei der Frage zur kulturellen Bereicherung durch Ausländer) kaum Unterschiede nach Geschlecht und Alter ergeben, gibt es wiederum die größten Unterschiede nach der Stellung im
Erwerbsleben. Während gut jeder dritte Arbeitslose dieser Aussage zustimmt,
ist dies bei den Erwerbstätigen und den Rentnern/ Pensionären nur etwa
jeder Fünfte bis Sechste. Die Schüler und Studenten äußern die geringste
Sorge, sich durch Ausländer als Fremder in der Stadt zu fühlen. Sie schätzen
vielmehr die Vielfalt, die Ausländer in die Stadt bringen und haben deshalb
auch keine Ängste vor einer Entfremdung durch eine solchermaßen
geänderte Bevölkerungsstruktur.
Betrachtet man nun die Zustimmung bzw. Ablehnung der Aussage nach dem
persönlichen Nettoeinkommen (als Indikator für den Lebensstandard), so
zeigen sich auch bei der Sorge, sich als Fremder in seiner Stadt zu fühlen,
deutliche Unterschiede. Befragte mit einem niedrigeren Einkommen äußern
insgesamt auch häufiger die Sorge, dass sie sich durch Ausländer fremd in
ihrer Stadt fühlen.
Sorge vor Arbeitsplatzverlust durch Ausländer:
„Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.“

Nur eine Minderheit der
Befragten äußert die
Sorge vor einem Arbeitsplatzverlust durch
Ausländer

Ein in den letzten Jahren seltener gehörtes Argument der politischen
Rechten, dass Ausländer den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen, wird
in der empirischen Sozialforschung als Indikator für fremdenfeindliche Einstellungen verwendet. Verglichen mit der Sorge, sich durch Ausländer fremd
in der eigenen Stadt zu fühlen, ist die Sorge vor der Konkurrenzsituation mit
Ausländern auf dem Arbeitsmarkt deutlich geringer ausgeprägt: nur jeder 20.
Befragte stimmt der Aussage voll und ganz zu, während knapp dreiviertel der
Befragten dieser Aussage eher nicht bzw. überhaupt nicht zustimmen (siehe
Tab. 4-3). Erwartungsgemäß zeigen sich hier – wenn auch nur geringe –
Unterschiede nach dem Lebensalter. Jüngere Befragte stimmen der Aussage
seltener zu als ältere Befragte.

Tab. 4-3: Zustimmung zur Aussage „Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.“
(nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
1
voll und
ganz
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3069
davon:
männlich
1439
weiblich
1617
davon:
18-34 Jahre
798
35-49 Jahre
752
50-64 Jahre
795
65-85 Jahre
713
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1663
Arbeitslose
220
Rentner/Pensionäre
812
Studenten/Schüler
140
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
762
800 bis unter 1400 Euro
1134
1400 bis unter 2000 Euro
574
2000 und mehr Euro
374

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

5

4

Prozent
19

40

32

3,9

6
4

4
4

18
20

37
43

35
29

3,9
3,9

4
4
7
4

4
4
4
3

16
16
22
25

37
42
38
46

39
33
29
22

4,0
3,9
3,8
3,8

4
13
4
0

4
8
4
2

18
25
24
4

42
29
45
28

34
23
23
65

4,0
3,4
3,8
4,6

7
4
3
1

6
4
3
2

21
21
16
8

37
41
47
33

30
28
32
56

3,8
3,9
4,0
4,4

Besonders große Unterschiede zeigen sich zudem nach der Stellung im Erwerbsleben. So stimmen 93 Prozent der Studenten und Schüler der Aussage
eher nicht bzw. überhaupt nicht zu, was vor allem mit den eigenen positiven
Berufsaussichten zusammenhängt. Auch die Befragten, die aktuell im Erwerbsprozess stehen, äußern vergleichsweise selten die Sorge, dass Aus44

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

länder den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen: gut drei Viertel der
befragten Erwerbstätigen stimmen der Aussage nicht zu. Bei den Rentnern
und Pensionären sinkt dieser Anteil auf 68 Prozent. Befragte, die aktuell von
Arbeitslosigkeit betroffen sind, haben bei dieser Aussage die mit Abstand
höchsten Zustimmungsraten: gut jeder fünfte Befragte aus dieser Gruppe
stimmt der Aussage zu. Sicher spiegelt sich hinter der Zustimmung zu der
Aussage in dieser Gruppe nur eine diffuses Gefühl wider, denn es ist anzunehmen, dass hinter dem eigenen Arbeitsplatzverlust kaum die Verdrängung
durch Ausländer steht, allerdings sind genau diese diffusen Wahrnehmungen
häufig auch der Nährboden für fremdenfeindliches Gedankengut.
Wie schon bei den anderen beiden Aussagen hat das persönliche
Nettoeinkommen einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Zustimmung zu
fremdenfeindlichen Aussagen: mit steigendem persönlichen Nettoeinkommen
sinkt auch die Zustimmung zu der Aussage, dass Ausländer den Deutschen
die Arbeitsplätze wegnehmen.
Forderung nach Anpassung des Lebensstils:
„Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der Deutschen
anpassen.“
Spätestens mit der Debatte um eine (vermeintliche) deutsche Leitkultur sind
die teilweise unterschiedlichen Lebensstile von Deutschen und Ausländern in
den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Ohne definieren zu können,
wie der Lebensstil der Deutschen genau aussieht, dient auch die in der
Bürgerumfrage präsentierte Aussage „Die Ausländer sollten ihren Lebensstil
an den der Deutschen anpassen“ dazu, Einstellungen gegenüber Ausländern
messbar zu machen.
Wie bei anderen vergleichbaren Studien (z.B. ALLBUS 2010), bei denen
diese Frage gestellt wurde, stimmen auch bei der Bürgerumfrage mehr als die
Hälfte der Befragten dieser Forderung zu (siehe Tab. 4-4).
Tab. 4-4: Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der Deutschen
anpassen.“ (nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
1
voll und ganz
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3338
davon:
männlich
1549
weiblich
1774
davon:
18-34 Jahre
802
35-49 Jahre
763
50-64 Jahre
842
65-85 Jahre
919
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1695
Arbeitslose
225
Rentner/Pensionäre
1025
Studenten/Schüler
138
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
854
800 bis unter 1400 Euro
1249
1400 bis unter 2000 Euro
601
2000 und mehr Euro
379

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

27

25

Prozent
38

7

4

2,4

27
27

25
24

36
40

8
5

4
4

2,4
2,3

19
21
30
42

24
26
23
27

42
41
38
28

9
8
6
2

6
3
3
2

2,6
2,5
2,3
2,0

22
34
40
4

25
26
26
18

41
31
30
56

8
6
3
12

4
4
2
10

2,5
2,2
2,0
3,1

30
29
22
14

25
25
25
24

34
36
43
50

6
6
8
9

5
4
2
3

2,3
2,3
2,4
2,6

Dabei ist die Zustimmung zu dieser Aussage in erster Linie altersabhängig.
Vor allem den älteren Befragten ist die Anpassung der Ausländer an deutsche
Sitten und Bräuche wichtig, wohingegen jüngere Befragte bei dieser Aussage
toleranter urteilen: eine (nur einseitige) Anpassung des Lebensstils der
Ausländer an den der Deutschen ist ihnen vergleichsweise weniger wichtig.
Besonders augenscheinlich wird dieser Unterschied auch bei der Betrachtung
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

5
überhaupt
nicht

D
1-5

Vor allem älteren Befragten ist eine Anpassung des Lebensstils von
Ausländern an den der
Deutschen wichtig
45

der Gruppe der Studenten und Schüler. Hier liegt der Anteil der Befragten, die
dieser Aussage eher bzw. voll und ganz zustimmen bei nur 22 Prozent. Die in
dieser Lebensspanne besonders heterogenen Lebensstile führen
möglicherweise dazu, dass der Lebensstil der Deutschen für diese Personen
schwer zu definieren ist und daraus für diese Befragten auch keine Forderung
nach einer Anpassung an einen Lebensstil abgeleitet werden kann.
Wer macht welche Arbeit:
„Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht erledigen
wollen.“
Als vorletzte Aussage wurde den Befragten ein Statement zum Verhältnis von
Deutschen und Ausländern präsentiert, das in der sozialwissenschaftlichen
Literatur ebenfalls häufig verwendet wird und misst, welche Vorteile man darin
sieht, dass Ausländer hier leben.
Tab. 4-5: Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht
erledigen wollen.“ (nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
1
voll und ganz
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3128
davon:
männlich
1464
weiblich
1651
davon:
18-34 Jahre
797
35-49 Jahre
754
50-64 Jahre
801
65-85 Jahre
765
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1672
Arbeitslose
216
Rentner/Pensionäre
863
Studenten/Schüler
139
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
778
800 bis unter 1400 Euro
1165
1400 bis unter 2000 Euro
577
2000 und mehr Euro
379

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

4

13

Prozent
41

31

11

3,3

3
4

13
12

40
43

33
30

11
11

3,4
3,3

3
3
3
6

15
12
10
12

43
40
38
43

27
34
37
30

12
11
12
10

3,3
3,4
3,5
3,3

3
3
6
1

13
10
12
22

39
45
42
46

33
30
30
20

12
13
10
11

3,4
3,4
3,3
3,2

3
5
2
2

12
12
14
14

45
39
41
41

28
34
32
33

13
11
11
10

3,3
3,3
3,4
3,4

Wie Tab. 4-5 zeigt, sind die Urteile der Leipzigerinnen und Leipziger unabhängig von Geschlecht, Alter, beruflicher Stellung und persönlichem Nettoeinkommen vergleichsweise einheitlich. So stimmen über fast alle betrachteten
Gruppen etwa 40 Prozent der Befragten dieser Aussage eher nicht bzw.
überhaupt nicht zu. Lediglich die Studenten/ Schüler weichen etwas stärker
von den restlichen Befragten ab: einerseits geben sie besonders häufig die
Mittelkategorie teils/teils an, andererseits werden in dieser Gruppe auch die
höchsten Anteile der Zustimmung zu dieser Aussage gemessen.
Zur politischen Betätigung von Ausländern:
„Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in Deutschland
untersagen.“
Diese Aussage polarisiert die Leipzigerinnen und Leipziger wieder etwas
mehr. Während die Befragten insgesamt diese Aussage mehrheitlich
ablehnen, zeigen sich hier in den in Tab. 4-6 dargestellten Gruppen die auch
schon bei den ersten 4 Aussagen analysierten Unterschiede. Ältere Befragte
stehen einer politischen Betätigung von Ausländern demnach kritischer
gegenüber, jüngere Befragte – und hier insbesondere Studenten und Schüler
– sind in diesem Punkt (deutlich) liberaler eingestellt. Wiederum sind es auch
bei dieser Aussage die Arbeitslosen, von denen knapp ein Viertel voll und
ganz bzw. eher zustimmen und damit einer politischen Betätigung von
Ausländern in Deutschland besonders kritisch gegenüberstehen.
46

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Tab. 4-6: Zustimmung zur Aussage „Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in
Deutschland untersagen.“ (nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
1
voll und
ganz
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
3166
davon:
männlich
1494
weiblich
1658
davon:
18-34 Jahre
800
35-49 Jahre
751
50-64 Jahre
806
65-85 Jahre
799
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
1673
Arbeitslose
218
Rentner/Pensionäre
900
Studenten/Schüler
141
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
794
800 bis unter 1400 Euro
1179
1400 bis unter 2000 Euro
581
2000 und mehr Euro
378

2
eher

3
teils/teils

4
eher nicht

5
überhaupt
nicht

D
1-5

9

6

Prozent
25

28

33

3,7

11
7

6
5

22
27

27
29

35
31

3,7
3,7

5
8
12
13

5
5
6
6

18
24
30
30

27
29
28
28

44
34
23
23

4,0
3,7
3,4
3,4

7
16
13
0

6
7
6
0

23
29
31
5

29
22
27
25

34
26
24
69

3,8
3,3
3,4
4,6

11
10
5
4

5
6
6
3

25
28
23
15

24
29
31
33

34
28
35
46

3,7
3,6
3,8
4,1

4.3. Kontakt als Erklärung für Einstellungen zu Ausländern
Entsprechend der eingangs dargestellten Überlegung stellt sich nun die
Frage, ob es Unterschiede in der Einschätzung von Ausländern bzw. zum
Zusammenleben zwischen Deutschen und Ausländern auch in Abhängigkeit
vom persönlichen Kontakt gibt. Um diese Frage zu beantworten, gibt Tab. 4-7
in einem Zwischenschritt zunächst Auskunft über die Unterschiede anhand
wichtiger soziodemografischer Variablen. Die Ergebnisse zeigen, dass
Rentner (nach Arbeitslosen) die Gruppe sind, die am seltensten regelmäßigen
Kontakt mit Ausländern hat. Außerdem wächst mit steigendem persönlichem
Nettoeinkommen
auch
die
Kontaktquote
(in
der
niedrigsten
Einkommensgruppe ist dieser Befund durch den hohen Anteil an Studenten
etwas weniger deutlich ausgeprägt).
Tab. 4-7: Regelmäßiger Kontakt zu Ausländern
(nur Deutsche ohne Migrationshintergrund)
regelmäßiger Kontakt
kein regelmäßiger Kontakt
Befragte
Anzahl
Prozent
Gesamt 2011:
55
45
3542
davon:
männlich
57
43
1638
weiblich
54
46
1888
davon:
18-34 Jahre
76
24
815
35-49 Jahre
63
37
788
50-64 Jahre
47
53
911
65-85 Jahre
27
73
1014
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
66
34
1755
Arbeitslose
48
52
238
Rentner/Pensionäre
28
72
1131
Studenten/Schüler
89
11
141
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
55
45
917
800 bis unter 1400 Euro
50
50
1327
1400 bis unter 2000 Euro
60
40
619
2000 und mehr Euro
69
31
389

Ebenso wird in dieser Tabelle bereits deutlich, dass Jüngere deutlich häufiger
Kontakte mit Ausländern haben als Ältere. Dieser Zusammenhang ist in Abb.
4-3 noch einmal etwas deutlicher dargestellt. So bestimmt insbesondere das
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

47

Jüngere haben deutlich
häufiger Kontakt mit
Ausländern als Ältere

Lebensalter die Kontaktchance mit Ausländern: während bei den jüngeren
Befragten bis 35 Jahren jeweils mehr als 70 Prozent der Befragten angeben,
regelmäßig Kontakt zu Ausländern zu haben, sinkt dieser Anteil mit dem
Lebensalter deutlich: bei den Einwohnern ab 65 Jahren geben nur noch
zwischen 30 und 40 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger an, regelmäßig
Kontakt mit Ausländern zu haben (siehe Abb. 4-3).
Abb. 4-3: Anteil der Befragten mit regelmäßigem Kontakt zu Ausländern nach
Lebensalter (nur Deutsche ohne Migrationshintergrund, geglättete Werte)
100 %
80 %
60 %
40 %
regelmäßige Kontakte zu
Ausländern

20 %
0%
15

20

25

30

35

40

45

50 55
Jahre

60

65

70

75

80

4.4. Bewertung des Verhältnisses zwischen Deutschen und Ausländern
In einem weiteren Schritt soll nun die eingangs aufgestellte Hypothese zum
Zusammenhang zwischen Kontakt und Einstellungen zu Ausländern näher
untersucht werden. Sollte sich diese Hypothese bestätigen, so müssten
Befragte, die einen regelmäßigen Kontakt mit Ausländern haben, diesen
gegenüber auch positivere Einstellungen aufweisen.
Abb. 4-4: Aussagen zum Zusammenleben von Deutschen und Ausländern (nur Deutsche ohne
Migrationshintergrund)
2,9
2,7

Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle
Bereicherung für unsere Stadt

3,2
3,5
3,6
3,3

Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich
zunehmend als Fremder

3,9
4,0
3,7

Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg

2,4
2,5
2,2

Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der
Deutschen anpassen
3,3
3,3
3,4

Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht
erledigen wollen

Gesamt
3,7
3,9

Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in
Deutschland untersagen
5

48

mit Kontakt
3,4

4

ohne Kontakt

3
2
Mittelwert
1 = "voll und ganz" . . . 5 = "überhaupt nicht"

1

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Wie Abb. 4-4 zeigt, gibt es tatsächlich für alle 6 präsentierten Aussagen zum
Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern Unterschiede zwischen Befragten, die angeben regelmäßigen Kontakt mit Ausländern zu haben, und
Befragten, die angeben, keinen regelmäßigen Kontakt mit Ausländern zu
haben. Dabei urteilen die Leipzigerinnen und Leipziger, die regelmäßige
Kontakte mit Ausländern haben, bei allen Aussagen toleranter als Befragte
ohne entsprechende regelmäßige Kontakte.

Befragte mit regelmäßigen Kontakten zu
Ausländern urteilen
ausländerfreundlicher

Beim Vergleich der Mittelwerte zeigen sich in Abhängigkeit vom regelmäßigen
Kontakt dabei die größten Unterschiede bei der Einschätzung, ob Ausländer
eine kulturelle Bereicherung der Stadt sind, und bei der Beurteilung der
Forderung, dass Ausländern jede politische Betätigung in Deutschland
untersagt werden müsste.
Befragte mit regelmäßigen Kontakten zu Ausländern nehmen diese dabei
auch sehr viel häufiger als eine kulturelle Bereicherung für die Stadt Leipzig
wahr. Die kulturellen Unterschiede werden dabei als Bereicherung erlebt, die
das Leben in der Stadt interessant macht.
Außerdem billigen diejenigen Befragten, die regelmäßige Kontakte mit
Ausländern haben, diesen auch eher das Recht zu, sich in Deutschland
politisch zu betätigen. Hier geben Kontakte den Leipzigerinnen und Leipzigern
auch ein realistischeres Bild von den politischen Einstellungen der Ausländer.
Eine politische Betätigung von Ausländern wird dann weniger als Bedrohung
wahrgenommen, sondern als legitimes Recht dieser Mitbewohner.
Bei den übrigen Aussagen sind die Unterschiede etwas geringer bis zur fast
identischen Beurteilung des Statements „Die Ausländer machen die Arbeit,
die die Deutschen nicht erledigen wollen“.
Zusammenfassend zeigt sich, dass der persönliche Kontakt (neben anderen
Einflussfaktoren wie dem Einkommen und der Stellung im Erwerbsleben)
einen großen Einfluss auf die Einstellungen zu Ausländern hat. Tendenziell
gilt dabei: Kontakte zu Ausländern führen zu positiveren Einstellungen
gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

49

50

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

5.
Einkommen und wirtschaftliche Situation
In den folgenden Ausführungen werden das persönliche Einkommen, das
Haushaltsnettoeinkommen und das Nettoäquivalenzeinkommen dargestellt.
Je nach Fragestellung können die jeweiligen Einkommensarten die wirtschaftliche Situation der Leipzigerinnen und Leipziger unterschiedlich gut abbilden.
Das persönliche monatliche Nettoeinkommen erlaubt Aussagen über die
jeweilige Einkommenssituation der Leipzigerinnen und Leipziger zwischen 18
und 85 Jahren. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Gehalt oder Verdienst, da
in dieser Größe auch weitere Einkünfte, wie Kindergeld, Transferzahlungen
oder Einkünfte aus Kapitalerträgen enthalten sind. Das persönliche Einkommen kann für Aussagen zur Einkommensentwicklung bestimmter
Gruppen zum Beispiel Männer und Frauen, Erwerbstätige (Selbstständige,
Auszubildende) oder Seniorinnen und Senioren herangezogen werden.
Die Betrachtung der Einkommenssituation des gesamten Haushaltes ist dann
sinnvoll, wenn es darum geht, die wirtschaftliche Situation von gemeinsam
lebenden
und
wirtschaftenden
Personen
abzubilden.
Mit
dem
Haushaltsnettoeinkommen kann die wirtschaftliche Lebenssituation von
bestimmten Gruppen, zum Beispiel Paaren, Rentnern oder Alleinerziehenden
betrachtet werden. Ein Nachteil des Haushaltseinkommens ist, dass die
spezifische Haushaltsgröße nicht berücksichtigt wird. Mehrpersonenhaushalte, bei denen mehrere Personen zum gesamten Haushaltseinkommen
beitragen, haben im Durchschnitt ein höheres Haushaltseinkommen als
Einpersonenhaushalte. Somit sind Vergleiche zwischen Haushaltstypen nur
eingeschränkt
aussagekräftig.
Zudem
tragen
Änderungen
der
Haushaltsgrößen und -strukturen auf gesamtstädtischer Ebene zu einer
Änderung der Haushaltseinkommen bei.
Eine Normierung des Haushaltseinkommens anhand von Haushaltsgröße
(Anzahl der Mitglieder des Haushalts) und Haushaltsstruktur (Erwachsene,
Kinder) findet beim Nettoäquivalenzeinkommen statt. (siehe Lesehinweise,
S. 8). Dabei wird auch berücksichtigt, dass gemeinsames Wirtschaften
Kostenvorteile schafft. Das Nettoäquivalenzeinkommen ist also ein bedarfsgewichtetes Einkommen je Haushaltsmitglied, das unabhängig vom Haushaltstyp vergleichbar ist. Auf Grundlage des Nettoäquivalenzeinkommens
können somit auch Aussagen zur Einkommensarmut getroffen werden.
Üblicherweise wird dazu die 60-Prozentschwelle des Medians des Nettoäquivalenzeinkommens angesetzt. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren
Nettoäquivalenzeinkommens zur Verfügung hat, gilt demnach als
einkommensarm und armutsgefährdet.
5.1. Persönliches monatliches Nettoeinkommen
Das persönliche monatliche Nettoeinkommen der Leipzigerinnen und Leipziger hat seit dem Jahr 1991 deutlich zugenommen. Wie aus Abb. 5-1 hervorgeht, verläuft dieser Anstieg allerdings nicht kontinuierlich, sondern zyklisch.
Nach Phasen eines rasanten Wachstums zu Beginn der 1990er Jahre folgte
ab Mitte des Jahrzehnts bis zum Jahr 2000 eine Konsolidierungsphase mit
einem vorläufigen Höchststand im Jahr 2000. Anschließend sank das persönliche Nettoeinkommen bis zum Jahr 2005, um dann – leichten Schwankungen unterworfen – im Jahr 2008 ein zwischenzeitliches Hoch zu markieren
und im Krisenjahr 2009 erneut etwas zu sinken.
Seit 2009 steigt das persönliche Nettoeinkommen nun im zweiten Jahr in
Folge an, ein Umstand, der (wenn auch aktuell nicht mit der gleichen
Dynamik) zuletzt zu Beginn der 1990er Jahre zu beobachten war. Zu dieser
Zeit war dies allerdings in erster Linie ein Ergebnis der Anpassungseffekte der
ostdeutschen Einkommen.
Im Jahr 2011 lag das persönliche monatliche Nettoeinkommen (Median) der
Leipzigerinnen und Leipziger bei 1 066 Euro und damit um 30 Euro oder
2,9 Prozent höher als im Jahr 2010.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Das persönliche
Nettoeinkommen
steigt erneut an

51

Der Zuwachs geht dabei in erster Linie auf das Konto der Frauen. Sie konnten
ihre Einkommen um 49 Euro steigern, während die Einkommen der Männer
fast stagnierten. Wie in Abb. 5-1 dargestellt ist, hat sich im Vergleich zu 2010
aktuell auch die Einkommensdifferenz zwischen Männern und Frauen wieder
etwas verringert.
Abb. 5-1: Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens 1991 bis 2011 (Median)
1200 €

1000 €

800 €

600 €

Gesamt

männlich

weiblich

400 €
1991 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

So betrug das durchschnittliche persönliche Nettoeinkommen von Männern
im Jahr 2011 1 162 Euro und das der Frauen 964 Euro pro Monat. Die
Differenz von 198 Euro zwischen Männern und Frauen ist damit zwar nach
wie vor hoch, verglichen mit dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre, der bei
215 Euro liegt, allerdings etwas niedriger.
Tab. 5-1: Persönliches monatliches Nettoeinkommen
unter 800 €
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
31
3625
davon:
Männlich
24
1657
Weiblich
38
1951
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
16
1718
Arbeitslose
76
261
Rentner/Pensionäre
36
1224
Studenten/Schüler
81
150
darunter Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
Selbstständige
33
253
leitende Angestellte/Beamte
2
232
mittlere Angestellte/Beamte
6
485
einfache Angestellte/Beamte
16
729
Vorarbeiter/Facharbeiter
24
338
Ungelernte/Berufsfremde
46
168
Auszubildende
84
125
davon mit höchstem berufl. Abschluss:
Hochschule/Universität
15
684
Fachhochschule
16
246
Meister/Techniker/Fachschule
24
792
Berufsausbild./Teilfacharbeiter
32
1418
(noch) ohne Berufsausbildung
73
187
Gesamt 2010:
26
2795

800 bis unter
1400 bis unter
1400 €
2000 €
Prozent
40
18

2000
und mehr €

Median
in €

11

1066

42
40

19
16

15
7

1162
964

41
22
49
19

25
2
12
0

18
0
3
0

1295
668
948
561

33
24
30
51
54
49
14

14
27
32
25
19
4
2

20
47
31
8
3
1
0

1085
1936
1624
1189
1117
829
529

26
29
45
47
23
41

26
27
22
16
3
22

32
28
9
5
0
11

1581
1494
1155
1004
616
1036

Wie Tab. 5-1 zu entnehmen ist, hat insbesondere der Bildungsabschluss
einen großen Einfluss auf das persönliche Einkommen. So verfügen
Leipzigerinnen und Leipziger mit Hochschul- bzw. Universitätsabschluss über
ein persönliches monatliches Nettoeinkommen von 1 581 Euro. Befragte mit
Fachhochschulabschluss erzielen im Durchschnitt 87 Euro weniger Einkommen im Monat. Mit großem Abstand folgen dann Meister, Techniker und
Fachschulabsolventen und Befragte mit Berufsausbildung bzw. Teilfacharbei52

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

ter. Prekär sind die Einkommensverhältnisse bei Befragten ohne Berufsausbildung: knapp drei von vier Leipzigern ohne Berufsabschluss erzielen ein
persönliches monatliches Nettoeinkommen unter 800 Euro.
Die Höhe des Einkommens ist darüber hinaus in hohem Maße auch von der
beruflichen Stellung abhängig. Eine gewisse Sonderrolle nehmen dabei
allerdings die Selbstständigen ein. Mit durchschnittlich 1 085 Euro liegt deren
Einkommen zwischen dem der Ungelernten/Berufsfremden und Vorarbeiter/
Facharbeiter und damit (noch) etwas über dem durchschnittlichen persönlichen Nettoeinkommen der Leipzigerinnen und Leipziger.

Das Selbstständigeneinkommen ist erneut
gesunken

Abb. 5-2: Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens von Selbstständigen
2008 bis 2011 (Median)
1400 €
1200 €
1000 €
800 €

Gesamt

Selbstständige

600 €
400 €
2008

2009

2010

2011

Nach der Stellung im Berufsleben sind die Selbstständigen die einzige
Gruppe, die im Vergleich zu 2010 ein sinkendes persönliches Nettoeinkommen zu verzeichnen hatte.
Wie in Abb. 5-2 ersichtlich ist, schwankt das Einkommen der Selbstständigen
außerdem und entwickelt sich in den letzten 4 Jahren entgegengesetzt zum
durchschnittlichen Einkommen der Leipzigerinnen und Leipziger, was für die
letzten 3 Jahre zu einem sinkenden persönlichen Nettoeinkommen der
Selbstständigen führt. Die Inhomogenität dieser Gruppe wird allerdings auch
bei einem Blick auf die Spreizung des Einkommens deutlich. Während ein
Drittel der Selbstständigen weniger als 800 Euro pro Monat erzielt und damit
durchaus zur Gruppe der prekären Selbstständigen gezählt werden kann,
realisieren immerhin 20 Prozent der Selbstständigen ein persönliches
Nettoeinkommen von 2 000 Euro und mehr.
Eine geringere Spreizung weist das persönliche monatliche Nettoeinkommen
bei den übrigen Gruppen auf. Bei den leitenden und mittleren Angestellten/
Beamten verfügen drei Viertel bzw. fast zwei Drittel der Befragten über ein
persönliches Einkommen von 1 400 Euro und mehr. Die einfachen
Angestellten/ Beamten und Vorarbeiter/ Facharbeiter verfügen in der
Mehrzahl über persönliche Einkommen unter 1 400 Euro. Auszubildende
erzielen mit 529 Euro fast genau die Hälfte des durchschnittlichen
persönlichen Einkommens in Leipzig.
5.2. Haushaltsnettoeinkommen
Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen der Leipziger Haushalte ist
im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben und beläuft sich aktuell auf
1 414 Euro. Haushalte, die ihr Einkommen überwiegend aus Renten und
Arbeitslosenbezügen bestreiten, konnten im Vergleich zu 2010 über ein etwas
höheres Einkommen verfügen. Demgegenüber ist das Einkommen von
Haushalten, deren vorwiegende Einkommensquelle Erwerbstätigkeit ist,
etwas gesunken.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

53

Abb. 5-3: Monatliches Haushalts-Nettoeinkommen nach vorwiegender Einkommensquelle 2010 und
2011 (Median)
1414
1414

Gesamt

1785
1801

Erwerbstätigkeit

2011

707
657

Arbeitslosenbezüge

2010
1308
1277

Renten
0€

200 €

400 €

600 €

800 € 1000 € 1200 € 1400 € 1600 € 1800 € 2000 €

In Tab. 5-2 sind die Ergebnisse nach ausgewählten Teilgruppen dargestellt.
Unabhängig von ihrer vorwiegenden Einkommensquelle sind demnach
Singles und alleinstehende Rentner die Personengruppen, in denen jeweils
mehr als die Hälfte der befragten Haushalte unter 1 100 Euro pro Monat zur
Verfügung haben. Prekärer ist allerdings das Einkommensniveau der
Alleinerziehenden, denn obwohl sie ein etwas höheres Einkommen erzielen
können (im Durchschnitt 1 275 Euro), schlagen in ihrem Haushaltsbudget
zusätzliche Kosten für Kinder und Kindererziehung zu Buche.
Das Einkommen von
Alleinerziehenden ist 2011
leicht gestiegen, muss
allerdings häufig immer
noch als prekär
eingeschätzt werden

Erfreulich ist allerdings, dass das durchschnittliche Haushaltseinkommen von
Alleinerziehenden und von alleinstehenden Rentnern im Vergleich zu 2010
gestiegen ist. Vergleichsweise günstig (bei ebenfalls leicht gestiegenem Einkommen im Vergleich zu 2010) stellt sich auch die Einkommenssituation von
Rentnerpaaren dar. Lediglich 5 Prozent der Befragten aus dieser Gruppe verfügen über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von unter 1 100 Euro.
Mit 1 827 Euro (Median) liegt das Einkommen dieser Gruppe außerdem um
29 Prozent über dem durchschnittlichen Einkommen der Leipziger Haushalte.

Tab. 5-2: Monatliches Nettoeinkommen der Leipziger Haushalte 2010 und 2011
unter 1100 €
Haushalte
Anzahl
Gesamt 2011:
3583
darunter:
Singles
601
Alleinerziehende
79
Paare mit Kind(ern)
465
Paare ohne Kind(er)
808
alleinstehende Rentner
349
Rentnerpaare
862
darunter mit vorwiegender Einkommensquelle
aus:
Erwerbstätigkeit
1936
Arbeitslosenbezüge
272
Renten
1258
davon:
1 Person
950
2 Personen
1861
3 Personen
470
4 und mehr Personen
290
Gesamt 2010:
2814

54

33

1100 bis
2300 bis unter
unter 2300 €
3200 €
Prozent
46
12

3200
und mehr €

Median
in €
2010

8

Median
in €
2011
1414

55
26
2
10
51
5

38
70
41
42
47
78

4
4
32
28
2
14

2
0
26
20
0
4

1033
1275
2485
2253
1087
1827

1074
1258
2552
2218
1046
1811

20
82
34

48
17
59

18
0
6

14
0
1

1785
707
1308

1801
657
1277

54
11
4
2
33

41
58
46
37
47

4
19
29
27
11

2
12
20
34
9

1051
1881
2292
2662

1062
1872
2346
2830
1414

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Im Vergleich zu 2010 ebenfalls leicht angestiegen ist das Einkommen von
Paaren ohne Kind(er). Ihr Haushaltseinkommen lag 2011 im Durchschnitt bei
2 253 Euro pro Monat. Demgegenüber sind die Haushaltseinkommen von
Paaren mit Kind(ern) im Jahr 2011 im Vergleich zu 2010 leicht gesunken.
Diese Gruppe hat zwar von allen betrachteten Gruppen das höchste Haushaltsnettoeinkommen pro Monat zur Verfügung, trägt aber insbesondere im
Vergleich mit der Gruppe der Paare ohne Kind(er) auch eine (deutlich) höhere
finanzielle Belastung durch das Aufziehen der Kinder.
5.3. Hauptquelle des Lebensunterhalts der Leipziger Haushalte
Der Lebensunterhalt der Leipziger Haushalte wird von der Mehrzahl der
Haushalte durch Erwerbseinkommen bestritten. Im Vergleich zu 2010 stieg
der entsprechende Anteil von 54 Prozent auf nunmehr 56 Prozent zudem
leicht an. Wie Abb. 5-4 zeigt, setzt sich damit eine Entwicklung fort, die seit
dem Jahr 2005 anhält. Der Anteil der Haushalte, deren Hauptquelle für den
Lebensunterhalt Renten/ Pensionen sind, ist in den letzten beiden Jahren
leicht rückläufig.

Der Anteil von Haushalten,
die ihren Lebensunterhalt
durch Erwerbseinkommen
bestreiten, steigt erneut an

Diese Entwicklung ist einerseits eine Folge des in den letzten Jahren
stagnierenden Durchschnittsalters der Leipziger Stadtbevölkerung. Andererseits wird hier der Trend zu einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit
deutlich, der durch das Erschweren von Frühverrentung auch vom Gesetzgeber forciert wird.
Abb. 5-4: Hauptquelle des Lebensunterhalts 2002 bis 2011
80 %
70 %
60 %
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%
2002

2003

2005

2006

2007

2008

Erwerbs-/Berufstätigkeit
Renten/Pensionen

2009

2010

2011

Arbeitslosenbezüge
übrige Einkommen

Tab. 5-3: Hauptquelle des Lebensunterhalts
Haushalte
Anzahl
Gesamt 2011:
3890
darunter:
Singles:
621
Alleinerziehende
79
Paare mit Kind(ern)
505
Paare ohne Kind(er):
881
alleinstehende Rentner
379
Rentnerpaare
926
davon mit Haushaltsnettoeinkommen:
unter 1100 €
675
1100 bis unter 2300 €
1778
2300 bis unter 3200 €
636
3200 € und mehr:
469
Gesamt 2010:
2949

Erwerbseinkommen

ALG I

ALG II

Renten/
Pensionen

alle übrigen
Einkommen

56

1

Prozent
10

29

4

69
60
92
86
0
8

2
0
1
1
0
0

19
33
5
5
0
0

4
4
1
3
99
92

6
3
1
4
0
0

33
57
84
96
54

2
1
0
0
2

27
4
0
0
8

30
37
14
3
30

9
2
2
0
7

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

55

Tab. 5-3 gibt einen Überblick über die Hauptquellen des Lebensunterhalts
nach bestimmten Haushaltskonstellationen. Erwartungsgemäß bestreiten fast
alle Rentnerhaushalte ihren Lebensunterhalt vorrangig aus Renten/
Pensionen; Paare mit und ohne Kinder aus Erwerbseinkommen. Die Tabelle
gibt jedoch auch Hinweise auf prekäre Lebenslagen der Leipziger Haushalte.
So bestreitet jeder dritte Alleinerziehende seinen Lebensunterhalt vorrangig
mit Sozialleistungen im Rahmen des Arbeitslosengeldes II. Dieser Anteil ist im
Vergleich zum letzten Jahr, als „nur“ 26 Prozent der Alleinerziehenden auf
diese staatliche Unterstützung angewiesen waren, zudem wieder gestiegen.
Auch die Singles sind verglichen mit der Durchschnittsbevölkerung häufiger
auf Transferzahlungen angewiesen. Immerhin gut jeder fünfte Befragte, der
alleine lebt, bezieht Arbeitslosengeld I oder II.
5.4. Nettoäquivalenzeinkommen
In Abb. 5-5 ist die Entwicklung des Nettoäquivalenzeinkommens von 2008 bis
2011 dargestellt (siehe Lesehinweise, S. 8 und Ausführungen auf S. 51). Im
Jahresvergleich stagniert der Median des Nettoäquivalenzeinkommens und
liegt bei 1 141 Euro.
Abb. 5-5: Entwicklung des Nettoäquivalenzeinkommens 2008 bis 2011 (Median)
1800

1676

1600

1568

1616

1678

1400

Euro

1200

1154

1148

1141

1050

1000
800

760
600
400
2008
Gesamt

Die Einkommenslücke
zwischen einkommensstärksten und
einkommensschwächsten
Haushalten hat sich nicht
vergrößert

741

2009
Einkommensstärkste 20 Prozent

771

752

2010

2011

Einkommensschwächste 20 Prozent

Abb. 5-5 lässt außerdem Rückschlüsse auf die Einkommensungleichheit in
Leipzig zu. Wie aus der Abbildung ersichtlich ist, stagniert die
Einkommensungleichheit im Jahresvergleich. Die Einkommensschere
zwischen den einkommensstärksten und einkommensschwächsten 20 Prozent hat sich demnach im Jahr 2011 nicht weiter geöffnet. Wie die Kurve in
Abb. 5-5 verdeutlicht ist dies insbesondere darauf zurückzuführen, dass die
Zuwächse bei den einkommensschwächsten 20 Prozent höher waren als die
Zuwächse bei den einkommensstärksten 20 Prozent.
Die Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens wird unter anderem auch
dafür vorgenommen, um Aussagen zu relativer Einkommensarmut machen zu
können. Per Definition gelten jene Mitglieder von Haushalten als arm, deren
Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des Medians des
städtischen Nettoäquivalenzeinkommens beträgt. Angesichts der in Tab. 5-4
ausgewiesenen 1 141 Euro, liegt diese Grenze in Leipzig somit bei 684 Euro,
wohlgemerkt auf der Grundlage des städtischen Medians. Mitglieder von
Haushalten, deren Nettoäquivalenzeinkommen geringer ist, gelten somit als
relativ einkommensarm.

56

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Was bedeutet dies aber für die Leipziger Haushalte? In der folgenden Tabelle
werden für ausgewählte Haushaltskonstellationen die monatlichen Haushaltsnettoeinkommen berechnet, die nach dieser Definition die Grenze (60 Prozent
des städtischen Medians des Nettoäquivalenzeinkommens multipliziert mit
dem jeweiligen Bedarfsgewicht des Haushalts) zur Armutsgefährdung
darstellen. Man nennt diese Werte auch Armutsgefährdungsschwelle.
Tab. 5-4: Armutsgefährdungsschwelle für ausgewählte Haushaltskonstellationen 2011*
Einpersonenhaushalt
684 Euro
Familien:
ein/e Erwachsene/r, ein Kind unter 14 Jahren
889 Euro
(Alleinerziehende/r)
ein/e Erwachsene/r, zwei Kinder unter 14 Jahren
1 094 Euro
(Alleinerziehende/r)
zwei Erwachsene, ein Kind unter 14 Jahren
1 231 Euro
zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 14 Jahren
1 436 Euro
zwei Erwachsene, drei Kinder unter 14 Jahren
1 642 Euro
Paare ohne Kinder:
Zwei Erwachsene
1 026 Euro

Lesehilfe: ein Haushalt
mit zwei Erwachsenen
und zwei Kindern gilt
dann als einkommensarm, wenn das monatliche
Haushaltsnettoeinkommen (Summe der
Einkommen aller Haushaltsmitglieder) unter
1 436 Euro liegt.

* 60% des Medians des auf der Basis der neuen OECD-Skala berechneten
Äquivalenzeinkommen der Leipziger Bevölkerung multipliziert mit dem jeweiligen
Bedarfsgewicht des Haushalts (z.B. zwei Erwachsene, zwei Kinder: 2,1)

Nach dieser Definition gelten somit Singles mit weniger als 684 Euro als
einkommensarm. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind unter 14 Jahren läge
die Grenze zur Einkommensarmut somit bei einem monatlichen
Haushaltsnettoeinkommen von 889 Euro.
Sicherlich ist kritisch zu hinterfragen, ob es realistisch ist, die
Armutsgefährdungsschwelle auf der Grundlage des gesamtstädtischen
Durchschnitts (Median) des Nettoäquivalenzeinkommens zu berechnen.
Würde man den gesamtdeutschen Durchschnittswert ansetzen, würden alle
Leipziger Singlehaushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen
von weniger als 826 Euro (2010, Mikrozensus) als einkommensarm gelten.
Für Familien (Partner zusammenlebend) mit zwei Kindern läge die
Armutsgefährdungsschwelle bereits bei 1 735 Euro (2010, Mikrozensus). Zu
diesen abweichenden Werten kommt es, weil das gesamtdeutsche
Einkommensniveau (deutlich) über dem Leipziger liegt.
5.5. Nettoäquivalenzeinkommen in den Leipziger Ortsteilen
Mittels des Nettoäquivalenzeinkommens lässt sich die Einkommenssituation
in den Leipziger Ortsteilen gut vergleichen, da unterschiedliche
Haushaltsgrößen und –strukturen bei diesem normierten Wert
herausgerechnet sind und somit die Ergebnisse nicht verzerren. Das mit
Abstand höchste Nettoäquivalenzeinkommen erzielen mit 1 685 Euro die
Bewohner des Ortsteils Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel). Andere
Ortsteile mit hohem Nettoäquivalenzeinkommen sind Schleußig, Engelsdorf,
Heiterblick und Plaußig-Portitz.
Die Ortsteile mit dem niedrigsten Nettoäquivalenzeinkommen sind Ortsteile
des Leipziger Ostens und Westens: Volkmarsdorf, Grünau-Nord und
Neustadt-Neuschönefeld (siehe Abb. 5-6). In Volkmarsdorf, dem Ortsteil mit
dem niedrigsten Nettoäquivalenzeinkommen haben die Bewohner im
Durchschnitt nur halb so viel Einkommen zur Verfügung wie im Ortsteil
Zentrum-Nordwest (Waldstraßenviertel).

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

57

Abb. 5-6: Nettoäquivalenzeinkommen in den Leipziger Ortsteilen (Median)

58

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

6.

Einkaufen und Einkaufsmöglichkeiten

Zur guten Infrastruktur einer Stadt gehören auch attraktive Einkaufsmöglichkeiten. Leipzig, als Messestadt traditionell eine Stadt des Handels, bietet den
Einheimischen und ihren Besuchern vielfältige und abwechslungsreiche Gelegenheiten dafür: große Kaufhäuser, modern oder in historischen Gebäuden,
kleine Geschäfte am Markt oder entlang der vernetzten Fußgängerzonen und
in engen Gassen, Luxusgeschäfte in den berühmten Leipziger Passagen.
Aber auch in den anderen Stadtgebieten Leipzigs haben sich Einkaufszentren
angesiedelt und sind Geschäfte entstanden, die alles, was zum Leben
benötigt wird, in Wohnortnähe bieten. Darüber hinaus entstanden in den
1990er Jahren vor den Toren der Stadt große Einkaufszentren, in denen
Einkaufen, Gastronomie und Unterhaltung für die ganze Familie an einem Ort
zu finden sind.
Im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage sollte nun untersucht werden,
wo die Leipzigerinnen und Leipziger in der Regel einkaufen und welches Verkehrsmittel sie dafür hauptsächlich nutzen.
6.1.

Waren des täglichen Bedarfs

Zunächst ging es um den Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs, also
Lebensmittel, Getränke oder Drogerieartikel, sowie das Verkehrsmittel, das für
diese alltäglichen Einkäufe meistens genutzt wird.
Abb. 6-1: Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs und
Hauptverkehrsmittel dafür
56

71

in Wohnnähe
(maximal 12 Gehminuten)

31

Einrichtungen in Wohnnähe (maximal 12 Gehminuten)

6

mehrmals/Woche

6

6

einmal/Woche

Fahrrad,zu Fuß

24

ÖPNV,Bahn
Auto,Motorrad

1- bis 2-mal/Monat

7

selten oder nie

25

16
Einrichtungen im Leipziger Stadtzentrum

29

42

im Leipziger Stadtzentrum
33

49
8

8

18
Einrichtungen in anderen Stadtgebieten

16

24

in anderen Stadtgebieten

68

58
2

2
4
Einrichtungen außerhalb Leipzigs

7

außerhalb Leipzigs

13
85

87
100 % 80 %

60 %

40 %

20 %

0%

0%

20 %

Mit großem Abstand kaufen die Leipzigerinnen und Leipziger ihre Lebensmittel in ihrer Wohnumgebung, das heißt in einem Umkreis von maximal
12 Gehminuten. Einkaufsmöglichkeiten außerhalb Leipzigs kommen dafür
eher weniger in Betracht. Durch die Wohnnähe erledigen die meisten ihre
Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Dennoch nutzt ca. jeder Vierte das
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

40 %

60 %

80 % 100 %

Am häufigsten kaufen die
Leipzigerinnen und Leipziger ihre Lebensmittel in
Wohnnähe ein
59

Auto. Straßenbahn und Bus werden am häufigsten für die Besorgungen von
Waren des täglichen Bedarfs im Stadtzentrum genutzt. Diejenigen, die in der
Regel in anderen Stadtgebieten oder außerhalb Leipzigs ihre Lebensmittel
kaufen, nutzen dazu überwiegend das Auto/Motorrad.
Weit mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) kaufen Waren des
täglichen Bedarfs in Wohnnähe mehrmals, knapp jeder Dritte einmal pro
Woche.
Wie in Tab. 6-1 erkennbar, zeigen sich bei Betrachtung einzelner Teilgruppen
in Bezug auf den Anteil „mindestens einmal pro Woche“ weitere Unterschiede.
So ist verständlich, dass die 65- bis 85-Jährigen am häufigsten mindestens
einmal in der Woche ihre Nahrungsmittel in ihrer Wohnnähe besorgen. Und
auch auf Arbeitslose trifft dies zu. Sie kaufen im Vergleich zu den anderen
Bevölkerungsgruppen ihre Waren des täglichen Bedarfs wesentlich seltener
im Leipziger Stadtzentrum, anderen Stadtgebieten oder außerhalb Leipzigs.
Die 18- bis 34-Jährigen und insbesondere die Studenten/Schüler kaufen
außer in ihrer Wohnortnähe häufiger als andere Teilgruppen im Leipziger
Stadtzentrum ihre Lebensmittel ein. Bei den Studenten verwundert dies nicht,
liegt doch die Universität mit ihren vielen Fakultäten direkt im Stadtzentrum
oder hinter dem Ring. Und auch viele Unterkünfte für Studierende sind
zentrumsnah angesiedelt. Diejenigen, die 2 000 Euro und mehr verdienen,
gehen ebenfalls am häufigsten in Wohnortnähe einkaufen, aber jeweils jeder
Dritte besorgt seine Lebensmittel im Leipziger Zentrum oder aber in anderen
Stadtgebieten. Auch hier ist davon auszugehen, dass dies in der Regel in
Kombination zur Lage des Arbeitsplatzes geschieht.
Tab. 6-1:

Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs
in Wohnnähe
im Leipziger
in anderen
außerhalb
(maximal 12
Stadtzentrum
Stadtgebieten
Leipzigs
Gehminuten)
Anteil „mindestens einmal pro Woche“ in Prozent

Befragte
Gesamt:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 €
800 bis unter 1400 €
1400 bis unter 2000 €
2000 und mehr €

Im Zentrum und zentrumsnahen Bereichen
werden Einkäufe von
Waren des täglichen
Bedarf am häufigsten per
pedes oder mit dem
Fahrrad erledigt, am
Stadtrand mit dem Auto

60

88

23

26

7

87
88

21
24

28
24

8
5

87
86
87
91

29
20
17
20

21
29
29
28

5
5
9
9

85
92
91
92

22
15
21
41

28
16
29
18

7
3
10
1

90
87
86
89

24
21
20
30

23
24
29
33

6
6
8
7

Die Karte in Abb. 6-2 gibt zum einen in der Flächengestaltung den Überblick
darüber, wie hoch der Anteil derjenigen je Ortsteil ist, die mindestens einmal
pro Woche in ihrer Wohnnähe, also ca. 12 Gehminuten entfernt, Waren des
täglichen Bedarfs einkaufen. Zum anderen ist, ebenfalls ortsteilbezogen, die
Häufigkeit der Nutzung des Hauptverkehrsmittels dafür dargestellt.
Auf den ersten Blick stellt man fest, dass im Leipziger Zentrum und den
zentrumsnahen Ortsteilen Waren des täglichen Bedarfs am häufigsten mit
dem Fahrrad bzw. zu Fuß besorgt werden. In den Leipziger Randgebieten,
insbesondere in Hartmannsdorf-Knautnaundorf, Baalsdorf, Althen-Kleinpösna,
Seehausen oder Plaußig-Portitz kommt viel häufiger das Auto/Motorrad dafür
infrage. Straßenbahn und Bus werden vergleichsweise seltener von den
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Befragten für den Wocheneinkauf von Lebensmitteln und Drogeriewaren benutzt. Die dunkelblau markierten Ortsteile weisen darauf hin, dass hier offensichtlich eine gute Einkaufs-Infrastruktur besteht, denn 92 Prozent und mehr
aller Befragten gehen mindestens einmal in der Woche in ihrer Wohnnähe
einkaufen. Und überwiegend erfolgt dies per pedes oder mit dem Fahrrad. In
den Stadtrand-Ortsteilen Hartmannsdorf-Knautnaundorf, Baalsdorf und
Althen-Kleinpösna trifft dies dagegen nur auf knapp jeden zweiten Befragten
zu. Ausnahmen stellen hier Burghausen-Rückmarsdorf und Grünau-Siedlung
dar, denn die Bewohnerinnen und Bewohner dieser beiden Ortsteile kaufen
sehr häufig einmal in der Woche Waren des täglichen Bedarfs in Wohnnähe
ein und nutzen dafür in etwa gleichermaßen das Auto bzw. das Fahrrad oder
gehen zu Fuß.
Abb. 6-2: Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs in
Wohnnähe (maximal 12 Gehminuten) und Hauptverkehrsmittel* nach Ortsteilen

* gilt für alle Einkäufe in Wohnnähe

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

61

6.2.

Langlebige Gebrauchsgüter

Als nächstes ging es um die Frage, wie häufig die Leipzigerinnen und
Leipziger verschiedene Einrichtungen für den Einkauf von langlebigen Gebrauchsgütern, wie zum Beispiel Kleidung, Sportartikel oder Unterhaltungselektronik, aufsuchen und welches Verkehrsmittel sie in der Regel für diese
Einkäufe nutzen.
Abb. 6-3: Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von langlebigen Gebrauchsgütern wie
Kleidung, Sportartikel oder Unterhaltungselektronik und Hauptverkehrsmittel*
35

6

25

27
15
27

24
0%

50 %

20

33

Einkaufszentren in
Leipzig

23

23
9
0%

27

50 %

11

Geschäfte in anderen
Stadtteilen

11

27
10
0%

50 %

3 10

100 %
87

16

Einkaufszentren
außerhalb Leipzigs

70

11
1
0%

50 %

100 %
82

10
16

Geschäfte in anderen
Städten

2

81
0%

4

100 %

64

68

6

100 %

68

6

18

41

Geschäfte im Leipziger
Stadtzentrum

50 %

100 %

* Die Darstellung der Hauptverkehrsmittel

18

46

Online im Internet
22
10

bezieht sich auf die Antworten von
denjenigen, die bei der Häufigkeit der
Nutzung von Einrichtungen (siehe linke
Spalte mindestens 2- bis 3-mal/Jahr
angegeben haben, ohne Antwort „selten
oder nie“.

jeweils Anteile in %
mind. einmal/Woche
2- bis 3-mal/Jahr

62

1- bis 3-mal/Monat
selten oder nie

4- bis 10-mal/Jahr

Auto, Motorrad
Fahrrad, zu Fuß

ÖPNV, Bahn

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Die Abb. 6-3 verdeutlicht, dass die Geschäfte im Leipziger Stadtzentrum dafür
an erster Stelle stehen. Jeweils 27 Prozent der Befragten geben an, 1- bis 3mal pro Monat bzw. 4- bis 10-mal pro Jahr diese zentralen Einrichtungen für
derartige Einkäufe aufzusuchen. Die Meisten fahren dafür mit Bahn oder Bus
in die Innenstadt, reichlich jeder Dritte mit dem Auto. Circa jeder Vierte erreicht die Innenstadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Als Alternative zum klassischen Einkauf im Geschäft hat sich in den
vergangenen Jahren das Internet entwickelt. 44 Prozent der Befragten geben
an, mindestens 4-mal pro Jahr Kleidung oder andere Gebrauchsgegenstände
online anzuschaffen. Jeder Zehnte nutzt diese Möglichkeit immerhin 2- bis 3mal im Jahr. Ein Blick auf Tab. 6-2 gibt eine Übersicht über die
Einkaufsgewohnheiten
einzelner
Teilgruppen.
Geschlechterspezifisch
betrachtet kaufen Frauen häufiger in der Leipziger Innenstadt ein als Männer.
Diese wiederum bevorzugen mehr als Frauen den Einkauf im Internet.
Schaut man sich die einzelnen Altersgruppen an (siehe Tab. 6-2), sind es die
Jüngeren, die überdurchschnittlich die Geschäfte in der Innenstadt aufsuchen.
Einkaufszentren in Leipzig außerhalb des Stadtzentrums, wie zum Beispiel
das Paunsdorf Center oder das Allee-Center in Grünau, werden von allen Befragten zwischen 18 und 85 Jahren gleichermaßen frequentiert. Einkaufszentren außerhalb Leipzigs, wie zum Beispiel Nova Eventis, oder Geschäfte in
anderen Städten spielen für die Leipzigerinnen und Leipziger beim Kauf von
Kleidung, Sportartikeln oder Unterhaltungselektronik kaum eine Rolle. Circa
jeder fünfte der Gesamtgruppe gibt an, Einkäufe von langlebigen
Gebrauchsgütern mindestens einmal im Monat über das Internet abzuwickeln.
Insbesondere die 18- bis 34-Jährigen bzw. Studenten/Schüler geben zu circa
einem Drittel an, online einzukaufen. Aber auch Erwerbstätige und diejenigen,
die 2 000 Euro und mehr im Monat verdienen, nutzen häufiger die Möglichkeit,
Kleidung, Sportartikel oder Unterhaltungselektronik online einzukaufen.

Kleidung, Sportartikel
oder Unterhaltungselektronik kaufen die Leipzigerinnen und Leipziger
am häufigsten in Geschäften der Innenstadt

Das Internet ist eine
beliebte Alternative zum
Einkauf im Geschäft

Einkaufszentren außerhalb Leipzigs oder Geschäfte in anderen
Städten werden vergleichsweise wenig für
den Kauf von Gebrauchsgütern genutzt

Tab. 6-2: Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von langlebigen Gebrauchsgütern
Geschäfte
im Leipziger
Stadtzentrum
Befragte
Gesamt:
davon:
männlich
weiblich
davon:
18-34 Jahre
35-49 Jahre
50-64 Jahre
65-85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 €
800 bis unter 1400 €
1400 bis unter 2000 €
2000 und mehr €

Einkaufszentren in
EinkaufsGeschäfte in
Geschäfte in
Leipzig
zentren
anderen
anderen
außerhalb
außerhalb
Stadtteilen
Städten
des StadtLeipzigs
zentrums
Anteil mindestens einmal pro Monat in Prozent

Online im
Internet

33

26

10

4

2

22

29
38

26
26

10
9

4
3

2
2

24
20

47
29
27
24

24
26
29
27

10
10
9
9

5
3
3
2

4
1
2
1

35
24
12
3

36
26
25
57

27
28
28
9

9
12
9
10

4
0
3
3

2
1
1
4

29
14
4
32

34
30
38
38

24
28
27
24

12
9
7
9

2
4
3
5

3
2
2
3

17
21
27
28

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

63

Abb. 6-4: Häufigkeit der Nutzung von Einkaufszentren außerhalb Leipzigs zum Kauf von Gebrauchsgütern und Hauptverkehrsmittel nach Ortsteilen

Die Karte in Abb. 6-4 zeigt die ortsteilbezogene Verteilung der Häufigkeit, mindestens 4- bis 10-mal pro Jahr Einkaufszentren außerhalb von Leipzig zum
Kauf von Gebrauchsgütern zu nutzen, einschließlich des genutzten Hauptverkehrsmittels. In den Kreisdiagrammen, die das genutzte Hauptverkehrsmittel
darstellen, dominiert die Farbe braun – für derartige Einkäufe fahren die Leipzigerinnen und Leipziger mit Abstand am häufigsten mit dem Auto/Motorrad.
Straßenbahn und Bus werden am häufigsten, von ca. jedem Dritten, in Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf sowie in Grünau-Nord genutzt. Allerdings
werden in Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf sowie weiteren Stadtteilen
insbesondere im Leipziger Süden und Osten von weniger als 10 Prozent aller
64

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Befragten mindestens 4- bis 10-mal im Jahr Einrichtungen zum Kauf von
Gebrauchsgütern aufgesucht.
Circa jeder dritte Bewohner aus den westlichen Stadtrand-Ortsteilen nutzt
mindestens 4- bis 10-mal pro Jahr Einkaufszentren außerhalb Leipzigs um
langlebige Gebrauchsgüter anzuschaffen. Dies ist sicherlich in erster Linie
durch die Nähe von überregional wirkenden Einkaufszentren hinter der
Leipziger Stadtgrenze zu erklären.
6.3.

Gründe für den Besuch von großen Einkaufszentren

Neben den Informationen über die Häufigkeit der Nutzung von Einkaufszentren außerhalb des Stadtzentrums oder außerhalb Leipzigs für Waren des
täglichen Bedarfs sowie langlebige Gebrauchsgüter und das Verkehrsmittel,
das in der Regel dafür genutzt wird, wurde auch nach den Gründen gefragt,
warum diese großen Einkaufszentren von den Leipzigerinnen und Leipzigern
aufgesucht werden. Dazu waren 15 verschiedene Gründe zur Auswahl vorgegeben, Mehrfachantworten waren möglich. Abb. 6-5 stellt die Ergebnisse dar.
Abb. 6-5: Gründe dafür, Einkaufszentren außerhalb des Stadtzentrums oder außerhalb Leipzigs
mindestens einmal/Jahr aufzusuchen
57

Vielfalt des Handelsangebots
Parkplatzangebot

30

Sonderaktionen, Events

22

direkte Nachbarschaft zu anderen Einrichtungen

22

Preis-/ Leistungsverhältnis

21

durch Zufall vorbeigekommen

21
20

Erreichbarkeit

19

Öffnungszeiten
Atmosphäre

15

gastronomisches Angebot

7

Freizeitangebot

5

kompetentes Personal

4

Dienstleistungen

4

Kinderbetreuung 2
anderer Grund
0%

15
10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

Deutlich wird, dass der Einkauf und alles, was direkt damit zusammenhängt,
zum Beispiel die Vielfalt der Handelsangebote, das Parkplatzangebot oder
das Preis-/ Leistungsverhältnis, für die Besucherinnen und Besucher wichtiger
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

65

sind als Aspekte, die den Aufenthalt in derartigen Zentren für die Nutzer
abrunden, wie zum Beispiel Gastronomie oder Freizeitangebote. Aber auch
kompetentes Personal, Dienstleistungen oder Kinderbetreuung spielen für die
Einkäufer so gut wie keine Rolle beim Aufenthalt bzw. unterscheiden sich
offensichtlich nicht von anderen Einrichtungen.
Mit deutlichem Abstand wird als Hauptgrund die Vielfalt des Handelsangebots
in diesen Einkaufszentren favorisiert. Und dies ist auch das große Plus derartiger „Verkaufstempel“. Man fährt hin, hat einen kostenfreien Parkplatz und
erhält auf einem Areal bzw. unter einem Dach alles, was man braucht,
verbunden mit langen Öffnungszeiten.

66

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

7.

Weiterbildung

7.1. Stellenwert und Positionen
Der Weiterbildung wird von der Leipziger Bevölkerung auch 2011 im
Allgemeinen eine große Bedeutung zugeschrieben. Sechs von zehn Leipzigerinnen und Leipzigern messen ihr einen „großen“ oder „sehr großen“
Stellenwert bei.
Die Bedeutung von Weiterbildung wird von den Generationen unterschiedlich
bewertet. Wie in Tab. 7-1 zu sehen, wird Weiterbildung vor allem von jungen
Leipzigerinnen und Leipzigern mit großem Stellenwert versehen. In den
älteren Altersgruppen der erwerbsfähigen Leipziger Bevölkerung hat sich der
Gedanke des lebenslangen Lernens offensichtlich noch nicht durchgesetzt.
Aus persönlichem Kalkül ist auch nachvollziehbar, dass Weiterbildung stärker
Personen anspricht, die am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen. Wenn
Weiterbildung zur Verbesserung der beruflichen Position dient, ist der
Bildungsertrag einer Weiterbildung umso höher, je länger die Person noch
beruflich aktiv ist und von den erlernten Qualifikationen am Arbeitsmarkt
profitieren kann. Dennoch werden es der demografische Wandel und die sich
im permanenten Umbruch befindlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes
erforderlich machen, dass auch Personen im fortgeschrittenen Erwerbsalter
ihre beruflichen Kenntnisse vertiefen oder erweitern.

Junge Erwachsene
messen der Weiterbildung
einen hohen Stellenwert
bei

In Tab. 7-1 wird deutlich, dass sich die Einschätzungen der Schüler und
Studenten deutlich von den Erwerbstätigen unterscheiden. Während 91
Prozent der Studierenden (und Schüler) Weiterbildung mit „großem“ oder
„sehr großem“ Stellenwert versehen, sind es bei den Erwerbstätigen noch 68
Prozent. Rentner und Pensionäre legen in diesem Vergleich den geringsten
Wert auf Weiterbildung (42 Prozent). Während sie dem Arbeitsmarkt in aller
Regel nicht mehr zur Verfügung stehen, ist die Einschätzung der Erwerbstätigen im Vergleich zu den Studierenden angesichts der oben beschriebenen
Zielsetzung erstaunlich. Zusammenfassend kann anhand des Stellenwerts
von Weiterbildung also festgehalten werden, dass bei Personen am Beginn
ihrer Erwerbskarriere, insbesondere im hochqualifizierten Bereich, die
Wichtigkeit von Weiterbildung weitreichend anerkannt ist, während bei älteren
Erwerbsfähigen noch Nachholbedarf besteht (siehe auch Abb. 7-1).
Tab. 7-1: Stellenwert von Weiterbildung
1
sehr großen
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
1152
davon:
männlich
506
weiblich
642
davon:
18-34 Jahre
263
35-49 Jahre
261
50-64 Jahre
285
65-85 Jahre
339
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
544
Arbeitslose
100
Rentner/Pensionäre
371
Studenten/Schüler
47
Gesamt 2010:
959

2
großen

25

34

25
25

34
35

37
24
16
19
27
21
18
47
25

3
mittleren
Prozent
20

4
geringen

5
überhaupt
keinen

Mittelwert
1-5

8

12

2,5

22
18

9
7

10
14

2,5
2,5

42
43
23
24

16
22
32
12

4
7
15
9

1
4
14
36

1,9
2,2
2,9
3,2

41
25
24
43
36

23
22
14
10
21

7
13
10
0
8

2
18
34
0
10

2,2
2,8
3,2
1,6
2,4

Betrachtet man die Erwerbstätigen nach Altersgruppen (siehe Abb. 7-1), wird
die schwindende Bedeutung von Weiterbildung im Laufe der Erwerbskarriere
deutlich. Während fast 90 Prozent der jungen Erwerbstätigen (unter 25) die
Weiterbildung mit einem „sehr großen“ oder „großen“ Stellenwert versehen, tut
dies bei den Erwerbstätigen 55+ nur noch knapp die Hälfte.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

67

Abb. 7-1: Stellenwert von Weiterbildung bei Erwerbstätigen
86

18 bis unter 25

Bei älteren Erwerbstätigen
schwindet der Stellenwert
von Weiterbildung

79

25 bis unter 35
70

35 bis unter 45
54

45 bis unter 55

0%

Arbeitslose messen Weiterbildung einen geringeren
Stellenwert bei als
Erwerbstätige

Anteil: „sehr großer“ und
„großer Stellenwert“

47

55 bis unter 65
20 %

40 %

60 %

80 %

100 %

Auch bei Befragten, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, schwindet mit
zunehmendem Alter der Stellenwert der Weiterbildung. Während bei den unter
45-Jährigen noch fast 70 Prozent Weiterbildung mit einem „sehr großen“ oder
„großen“ Stellenwert versehen, tun dies bei den 55-Jährigen und älteren nur
noch 25 Prozent. Zum Vergleich: Bei den älteren Erwerbstätigen sind es
47 Prozent. Damit spielt für ältere Arbeitslose die Weiterbildung eine weitaus
geringere Rolle als für ältere Erwerbstätige. Im jungen und mittleren
Erwerbsalter fallen die Bewertungsunterschiede zwischen Arbeitslosen und
Erwerbstätigen deutlich geringer aus, wenn auch hier tendenziell von
Arbeitslosigkeit Betroffene der Weiterbildung einen etwas geringeren
Stellenwert beimessen. Gerade bei den älteren Arbeitssuchenden lässt sich
somit in vielen Fällen auf Resignationstendenzen schließen.
Die aufgezeigten Zusammenhänge werden durch die Positionen zur Weiterbildung (siehe Abb. 7-2) weiter untermauert. Der generellen Bereitschaft zur
Weiterbildung und beruflichen Erfordernissen werden von Arbeitslosen
weniger stark beigepflichtet als von Erwerbstätigen. Für Renterinnen und
Rentner stellt Weiterbildung eine Alltagshilfe dar und auch dem Spaßfaktor
wird zugestimmt.
Abb. 7-2: Positionen zum Thema Weiterbildung
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler

Jeder
sollte
bereit sein,
sein,
Jeder
sollte
bereit
sich ständig
sich ständig
weiterweiterzubilden.
zubilden.

1,9

1,5
1,6
1,4
1,6
1,3
1,7

Wer im
Beruf
Wer im Beruf
erfolgreich
erfolgreich
sein will,
sein
will, muss
sich
muss sich weiterbilden.
weiterbilden.

2,6
2,5
2,4
2,2

Durch Weiterbildung
Durch
Weiterbildung
kann man nette
kann man
nettekennen
MenMenschen
schen kennenlernen.
lernen.

Weiterbildung
ististeine
Weiterbildung
eine
wichtige
Hilfe,um
um im
im
wichtige
Hilfe,
Alltag besser
Alltag besser
zurechtzurechtzukommen.
zukommen.

2,5
2,4
2,3

Weiterbildung
Weiterbildungmacht
macht
Spaß.Spaß.

2,7

5

68

1,5

4

1,7

2,4
2,2
2,2

3
2
Mittelwert
1 = "voll und ganz" . . . 5 = "überhaupt nicht"

1

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

7.2. Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen
70 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger haben mindestens einmal in
ihrem bisherigen Leben an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen (siehe Abb. 7-3). Männer und Frauen unterscheiden sich bei der
generellen Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen nicht. Jedoch haben
etwas mehr Männer als Frauen an Umschulungsmaßnahmen in einen
anderen Beruf teilgenommen, was an der höheren Arbeitslosenquote der
Männer liegen mag (siehe Tab. 7-2). Berufliche Weiterbildung ist kein neues
Phänomen. Nur jeder dritte Rentner hat in seinem bisherigen Leben noch
nicht an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Dieser Anteil
entspricht auch dem heutiger Erwerbstätiger, wobei zu berücksichtigen ist,
dass prinzipiell der Anteil von Weiterbildungsteilnehmern mit zunehmendem
Lebensalter bzw. Erwerbsalter steigt.
Studenten und Auszubildende stehen am Anfang ihrer Erwerbsbiografie,
dennoch haben bereits drei von zehn an mindestens einer beruflichen
Weiterbildung teilgenommen.
Mit beruflicher Qualifikation steigt auch der Anteil von Teilnehmern an
beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen und ist bei mittleren und leitenden
Angestellten bzw. Beamten am höchsten.

Mit steigender beruflicher
Qualifikation steigt der
Anteil beruflicher Weiterbildungsteilnehmer

darunter Stellung im
Erwerbsleben

Geschlecht

Abb. 7-3: Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen*
Gesamt

40

männlich

42

29
32

29
58

erwerbstätig

18

34

arbeitslos

Schüler, Student

25

72
33

39

mittlere Angestellte/ Beamte

62

28
18

23

25
25

31
28

32
20 %

16

20

44

Vor-, Facharbeiter

19

22

55

einfache Angestellte/ Beamte

0%

29

3

63

Auszubildende

37

63

leitende Angestellte/ Beamte

ungelernt

24

29

8

Selbstständige

darunter Stellung der Erwerbstätigen im
Berufsleben

30

29

39

weiblich

Rentner

29

49
68

40 %

60 %

80 %

100 %

Teilnahme an beruflicher Weiterbildung in den letzten drei Jahren
frühere Teilnahme an beruflicher Weiterbildung
noch nie an beruflicher Weiterbildung teilgenommen

* alle Arten beruflicher Weiterbildung

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

69

In vielen Fällen übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für berufliche

Berufliche Weiterbildungen Weiterbildungen. Zwei Drittel der Befragten, die in den letzten drei Jahren
werden in vielen Fällen berufliche Weiterbildungen durchgeführt haben, gaben ihn als Träger der
vom Arbeitgeber Kosten an. Unter den Erwerbstätigen liegt der Anteil vom Arbeitgeber
übernommen

finanzierter Weiterbildungen sogar bei 77 Prozent. Jeder dritte Erwerbstätige
bezahlt Weiterbildungen (zumindest teilweise) selbst. Mehr als die Hälfte
derjenigen Arbeitslosen, die in den letzten drei Jahren berufliche
Weiterbildungen absolviert haben, erhielt die Weiterbildung vom Arbeitsamt
finanziert. Bei Arbeitslosen ist der Anteil von Eigenfinanzierungen mit 15
Prozent um die Hälfte geringer als bei Erwerbstätigen.

Tab. 7-2: Teilnahme an beruflicher Weiterbildung
Umschulungen in
anderen Beruf
/ dar. in den letzten
drei Jahren
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
22 / 5
830
davon:
männlich
25 / 6
376
weiblich
19 / 5
450
davon:
18-34 Jahre
8 / 6
228
35-49 Jahre
27 / 6
193
50-64 Jahre
35 / 8
197
65-85 Jahre
29 / 2
209
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
21 / 6
412
Arbeitslose
35 /16
81
Rentner/Pensionäre
28 / 2
235
Studenten/Schüler
0 / 0
42
darunter Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben:
Selbstständige
66
33 / 9
leitende Angestellte/Beamte
39
19 / 0
mittlere Angestellte/Beamte
107
13 / 4
einfache Angestellte/Beamte
180
22 / 7
Vorarbeiter/Facharbeiter
94
27 / 5
Ungelernte/Berufsfremde
41
24 / 7
Auszubildende
35
0 / 0

Lehrgänge/ Kurse
Lehrgänge/ Kurse
für den beruflichen
zur Einarbeitung in
Aufstieg
neue Aufgaben
/ dar. in den letzten / dar. in den letzten
drei Jahren
drei Jahren
Prozent
48 /27
49 /28

sonst. Lehrgänge/
Kurse der beruflichen Weiterbildung
/ dar. in den letzten
drei Jahren
60 /35

49 /27
47 /26

48 /28
49 /28

62 /36
58 /34

41
52
56
47

/35
/33
/23
/ 5

40
57
56
48

/34
/38
/23
/ 5

48
71
67
58

/40
/53
/32
/4

56
33
47
19

/39
/15
/ 6
/13

57
33
47
13

/41
/13
/ 6
/ 9

68
46
58
34

/50
/24
/ 5
/32

53
73
65
53
49
27
25

/24
/47
/41
/37
/28
/ 8
/22

42
56
66
54
56
38
20

/21
/32
/44
/39
/38
/17
/20

57
72
78
67
61
44
38

/29
/51
/52
/48
/37
/19
/41

Wurden in den letzten drei Jahren keine beruflichen Weiterbildungen unternommen, waren die Befragten gebeten, die Ursachen dafür zu benennen. Für
jeden dritten erwerbstätigen Nicht-Teilnehmer war eine berufliche Weiterbildung in den letzten drei Jahren nicht notwendig (siehe Tab. 7-3). Weiterhin
werden Kostengründe (17 Prozent), fehlende Zeit bzw. Freistellung des
Arbeitgebers (14 Prozent), ungünstige Veranstaltungszeiten bzw. fehlende
Angebote (12 bzw. 11 Prozent) benannt. Bei arbeitslosen Leipzigerinnen und
Leipzigern überwiegt dagegen der Grund, keine passenden Angebote
gefunden zu haben (28 Prozent), gefolgt von der fehlenden Notwendigkeit (20
Prozent). Fehlende Vorbildung oder Entscheidungsfreude bzw. schlechte
Erfahrungen sind in den seltensten Fällen hinderungsrelevant.
Relativ hoch ist auch der Anteil „sonstiger Antworten“, der bei den Rentnern

Jeder dritte erwerbstätige
sogar bei über 90 Prozent liegt. Sie führten in dieser Kategorie meist das Alter
Nicht-Teilnehmer erachtet
berufliche Weiterbildung für bzw. das Ausscheiden aus der aktiven Erwerbsphase an. Auch bei Studienicht notwendig renden, Arbeitslosen und Erwerbstätigen ist der Anteil „sonstiger“ Antworten

mit 51, 42 bzw. 27 Prozent auffallend hoch. Während Studierende ihre NichtTeilnahme weitestgehend mit ihrer aktuellen Bildungsstation, nämlich dem Absolvieren eines Studiums, begründen, fallen die Angaben der Erwerbstätigen
und Arbeitslosen heterogener aus. Jüngere Erwerbstätige führen ihre NichtTeilnahme häufig auf die noch nicht beendete Ausbildung bzw. den Beginn

70

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

ihrer Erwerbsbiografie zurück. In der späteren Phase der Erwerbsbiografie
hindern das Alter oder die nahende Verrentung bzw. Pensionierung an der
Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung. Weiterhin wurden Gründe wie
die familiäre Belastung bzw. zu wenig Zeit benannt oder dass der Arbeitgeber
keine Angebote offeriert hat. Etliche Befragte haben die fehlende Notwendigkeit von beruflicher Weiterbildung nochmals unterstrichen. Befragte, die
von Arbeitslosigkeit betroffen sind, begründen ihre Nicht-Teilnahme in der
Kategorie „Sonstiges“ vornehmlich durch Entscheidungen der Arbeitsagentur.
Sei es, dass die Arbeitsagentur die gewünschte berufliche Weiterbildung nicht
genehmigt bzw. die Kosten nicht übernommen hat oder den Betroffenen keine
Angebote unterbreitet wurden. Zudem werden auch von Arbeitslosen das Alter
bzw. bereits ausreichende Qualifikationen als Gründe herangezogen.

Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
23
534
davon:
männlich
22
241
weiblich
23
292
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
34
184
Arbeitslose
20
57
Rentner/Pensionäre
5
216
Studenten/Schüler
27
30

11

6

6

11
11

6
7

7
6

17
15
3
11

14
3
1
0

12
5
0
4

Prozent
10

andere Gründe

Habe schlechte
Erfahrungen
gemacht.

Kann mich nicht
entscheiden.

Mir fehlt die Vorbildung./ Inhalte
überfordern mich.

Habe keine passenden Angebote
gefunden.

Veranstaltungszeiten sind für
mich ungünstig.

Arbeitgeber stellt
mich nicht frei./
Keine Zeit dafür.

Kosten sind zu
hoch.

Ist für meine Arbeit
nicht notwendig.

Tab. 7-3: Gründe für die Nichtteilnahme an beruflichen Weiterbildungen

1

1

1

53

12
8

2
1

1
1

2
0

49
58

11
28
2
8

2
3
2
0

2
0
1
0

1
5
0
0

27
42
92
51

7.3. Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen
Im Unterschied zur beruflichen Weiterbildung dienen allgemeine Weiterbildungen nicht beruflichen Zwecken, sondern werden mit dem Ziel absolviert,
das Privatleben der teilnehmenden Personen durch Informationen, Wissen
oder neue Kompetenzen zu bereichern. Die Teilnahme an Veranstaltungen
zur allgemeinen Weiterbildung wurde – wie auch zur beruflichen Weiterbildung – für die kürzere Vergangenheit (letzte drei Jahre) sowie generell
(zeitlebens) erfragt.
Fast jede/r dritte Leipziger/in hat in den zurückliegenden drei Jahren an
Veranstaltungen zur allgemeinen Weiterbildung teilgenommen. Weitere 18
Prozent haben vor 2009 an solchen Weiterbildungen partizipiert und fast die
Hälfte, also 49 Prozent, haben noch nie Kurse zur allgemeinen Weiterbildung
besucht.
Die in Abb. 7-4 dargestellte Rangfolge nach Bereichen der allgemeinen
Weiterbildung zeigt, dass jeder vierte Befragte schon einmal Weiterbildungen
im Bereich Fremdsprachen absolviert hat. Damit führen Fremdsprachen
prinzipiell die Rangfolge der zeitlebens besuchten Kursbereiche an. Schaut
man sich jedoch ausschließlich die Rangfolge der Kursbereiche an, die in den
letzten drei Jahren besucht wurden, dann wurden allgemeine Weiterbildungen
aus dem Bereich Gesundheit/ Prävention am häufigsten genannt. 16 Prozent
aller Befragten haben in den letzten drei Jahren diese Kursarten mindestens
einmal belegt (unabhängig davon, ob sie ein Zertifikat oder nicht erworben
haben). Ebenfalls hoch im „Kurs“ stehen aktuell allgemeine Weiterbildungen
aus dem Bereich Sport. Damit haben die Bereiche Gesundheit/ Prävention
und Sport derzeit die Fremdsprachen etwas zurückgedrängt.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Jeder Dritte hat in den
letzten drei Jahren Veranstaltungen zur allgemeinen Weiterbildung
besucht

Allgemeine Weiterbildungen zur Gesundheit/
Prävention und Sport verdrängten die Fremdsprachen in den letzten
Jahren auf Rang drei

71

Abb. 7-4: Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen insgesamt und in den
letzten drei Jahren
25

Fremdsprachen

10
23

Gesundheit/Prävention

16
21

Sport

13
20

neue Medien (Computer, Internet, Handy)

8
11

Kunst, Kultur, Kreativität

7
8

Musik
Rechtsfragen, Verbraucherschutz
Erziehung/Familie
Politik, Gesellschaft, Zeitgeschehen
Naturwissenschaften, Technik, Umwelt
Sonstiges
0%

Studierende und Schüler
sind sehr weiterbildungsaffin, vor allem in den
Bereichen Sport und
Fremdsprachen

4
6
3
6
4
6
4

Teilnahme an Weiterbildungen
(zeitlebens)

6
3
5

darunter: Teilnahme an
Weiterbildungen in den letzten
drei Jahren

4
5%

10 %

15 %

20 %

25 %

30 %

Dennoch hat jede/r zehnte Befragte in den letzten drei Jahren einen Fremdsprachenkurs besucht. Vor allem bei Studierenden (siehe Abb. 7-5) stehen
Fremdsprachen hoch im „Kurs“. Gleiches gilt für den Bereich Sport. Jeder
vierte Leipziger Studierende (und Schüler) hat in den letzten drei Jahren
mindestens einen Kurs aus diesen Bereichen besucht.
Zudem sind die Bereiche Sport sowie Gesundheit/ Prävention nicht eindeutig
von einander abgrenzbar. 19 Prozent der Studierenden (und Schüler) geben
an, in der letzten Vergangenheit Kurse im Bereich Gesundheit/ Prävention
besucht zu haben. Dieses Ergebnis wird sicherlich durch die zentralen
Einrichtungen für Sprachen und Sport an Leipziger Hochschulen mitgetragen.
Die aktuelle Beteiligung von Erwerbstätigen und Rentnerinnen und Rentnern
an allgemeinen Weiterbildungen bleibt hinter der der Studierenden (und
Schüler) zurück. Die Rangfolge der besuchten Kursbereiche ist jedoch
vergleichbar, auch bei ihnen liegen Kurse zur Gesundheit/ Prävention, zum
Sport und zu Fremdsprachen sowie bei den Rentnerinnen und Rentnern zu
neuen Medien (Computer, Internet, Handy) in der Rangfolge ganz vorn.
Beispielsweise hat jeweils gut jede/r sechste Leipziger Rentner/in in den
letzten Jahren einen Kurs zu Gesundheit/ Prävention oder Sport besucht.
Zudem hat sich jede/r elfte Rentner/in zu neuen Medien weitergebildet.
Defizite bei der Beteiligung an allgemeinen Weiterbildungen bestehen bei
Leipzigerinnen und Leipzigern, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Bereits
die Betrachtungen zum Stellenwert von Weiterbildung zeigten bei Arbeitslosen
Resignationstendenzen auf (siehe Kap. 7.2). An allen aufgeführten Bereichen
zur allgemeinen Weiterbildung haben Arbeitslose in den letzten drei Jahren
unterdurchschnittlich partizipiert.

72

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abb. 7-5: Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen in den letzten drei
Jahren nach Stellung im Erwerbsleben
16
Gesundheit/Prävention

15

5

17

19

13
Sport

12
5

26
15

10
Fremdsprachen

6

1

8
7
8

neue Medien
(Computer, Internet,
Handy)

6

9

7
Kunst, Kultur,
Kreativität

15

6

9

2
4
Musik

10

4

2
4

Erziehung/Familie

8

5
4

Politik, Gesellschaft,
Zeitgeschehen

6
5

3

4

3
3
Naturwissenschaften,
Technik, Umwelt

10

3
3

Rechtsfragen,
Verbraucherschutz

25

11

2

8
Gesamt, darunter:

4

Schüler/innen, Studierende

4

Sonstiges

0%

Erwerbstätige

3
3
3
3

Rentner/innen
Arbeitslose

5%

10 %

15 %

20 %

25 %

30 %

Angegeben ist der Anteil an Personen, die in den letzten drei Jahren mindestens einmal an
Veranstaltungen zur allgemeinen Weiterbildung mit oder ohne Zertifikat teilgenommen haben.

7.4. Informationsquellen zur allgemeinen und beruflichen Weiterbildung
Informationen zu beruflichen und allgemeinen Weiterbildungsangeboten
finden die Leipzigerinnen und Leipziger vorwiegend im Internet. Jeder zweite
Befragte nutzt dieses Medium, um sich entsprechend zu informieren. Trotz
vermehrter Nutzung des Internets auch von älteren Bürgerinnen und Bürgern
ist das Internet nach wie vor das Medium der jungen Generation (85 Prozent
Nutzung bei Studenten und Schülern). Aber nur jede/r fünfte Leipziger
Rentner/in nutzt das Internet, um Weiterbildungsangebote zu recherchieren.
Die Seniorinnen und Senioren nutzen dafür verstärkt Informationen aus
Zeitungen und Zeitschriften, Beratungsangebote und gedruckte Angebotskataloge. Die gedruckten Angebotskataloge werden im Übrigen auch von
Schülern und Studenten fast vergleichbar rege genutzt (21 Prozent).
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Informationen zur
Weiterbildung werden
vornehmlich im Internet
recherchiert

73

Beratungsangebote und Informationsveranstaltungen erreichen vornehmlich
arbeitslose Leipzigerinnen und Leipziger, die allerdings – wie bereits
ausgeführt – nur unterdurchschnittlich an allgemeinen Weiterbildungen
partizipieren.

Beratung

Informationsveranstaltung

woanders

6

Prozent
9

1

20

18

21

19
28

20
24

7
6

7
11

1
2

23
18

22
15

22
20

27
3
27
21

18
25
35
16

6
3
9
3

8
4
10
22

1
0
2
3

17
35
28
13

16
37
22
12

22
25
17
12

TV-/ KinoSpot

22

Plakat/
Aushang/
Flyer

24

Messe

Zeitung/
Zeitschrift

Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
50
709
davon:
männlich
50
299
weiblich
50
405
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
59
400
Arbeitslose
34
52
Rentner/Pensionäre
22
180
Studenten/Schüler
85
33

Gedruckter
Angebotskatalog

Internet

Tab. 7-4: Informationsquellen zur allgemeinen und beruflichen Weiterbildung

7.5. Nutzung von Weiterbildungsangeboten der Volkshochschule
Leipzig

5 Prozent der Befragten
nutzen die Leipziger
Volkshochschule, weitere
25 Prozent haben es vor

5 Prozent der befragten Leipzigerinnen und Leipziger nutzen gegenwärtig die
Angebote der Volkshochschule. Weitere 25 Prozent haben vor, an Weiterbildungsangeboten teilzunehmen (siehe Tab. 7-5). Insgesamt umfasst das
Nutzerpotenzial der Volkshochschule also knapp ein Drittel der städtischen
Erwachsenenbevölkerung (unter 85 Jahre). Diese Ergebnisse sind im
Vergleich zu den beiden Vorjahren stabil geblieben.
Wie schon in den Vorjahren nutzen Frauen die VHS etwas häufiger und der
Umfang potenzieller Nutzerinnen ist etwas größer als unter den Männern.
Studenten und Schüler nutzen aktuell kaum Angebote der Volkshochschule,
dennoch ist das Potenzial bei ihnen mit 40 Prozent am größten. Da gerade die
Studierenden eine hohe Weiterbildungsaffinität haben, die derzeit (noch)
durch andere Anbieter (z.B. über die Hochschulen selbst) abgedeckt wird,
kann diese Gruppe nach Verlassen der Hochschule bzw. Universität zu einer
potenziellen Zielgruppe für die städtische Volkshochschule werden.

Tab. 7-5: Nutzung der Angebote der Volkshochschule Leipzig
Befragte
Anzahl
Gesamt 2010:
1117
davon:
männlich
493
weiblich
620
davon:
18-34 Jahre
259
35-49 Jahre
259
50-64 Jahre
279
65-85 Jahre
316
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
536
Arbeitslose
94
Rentner/Pensionäre
355
Studenten/Schüler
47
Gesamt 2010:
964

ja

nein, habe es aber vor

5

Prozent
25

nein, habe es auch nicht
vor
71

3
6

23
26

73
68

4
6
4
5

32
29
22
10

64
64
74
85

5
2
5
0
5

32
14
11
40
26

63
84
83
60
69

Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass Seniorinnen und Senioren die
Angebote der Volkshochschule zwar durchschnittlich nutzen, jedoch bei dieser
Altersgruppe nur wenig zusätzliches Potenzial für eine Erweiterung des
Nutzerkreises liegt. Personen der mittleren Altersjahre zwischen 35 und 49
74

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Jahre nutzen die Angebote der Volkshochschule vergleichsweise viel und
auch das Potenzial ist überdurchschnittlich hoch. Insgesamt geben 36 Prozent
der 35- bis 49-Jährigen an, die Angebote der Volkshochschule zu nutzen oder
dies zukünftig vor zu haben. Das überdurchschnittliche Potenzial dieser
Altersgruppe unterstreicht die Einschätzung, dass Personen nach Abschluss
der Ausbildungsphase zu einer bedeutsamen Zielgruppe der Volkshochschule
werden können, insbesondere wenn sie hoch qualifiziert, d.h. bildungsaffin
sind (siehe oben).
Die Themen, für die sich Nutzer und potenzielle Nutzer der Volkshochschule
interessieren, werden nach Altersgruppen ausgewertet. Teilgruppenanalysen
hinsichtlich der Stellung im Erwerbsleben sind aufgrund der vorliegenden
Fallzahlen nicht möglich. Dennoch lässt die Auswertung nach Altersgruppen
Zusammenhänge sichtbar werden. Beim Interesse an Sprachkursen herrscht
zunächst Einigkeit über alle Altersgruppen hinweg.

Junge Erwachsene stellen
nach Abschluss ihrer
Ausbildung eine wichtige
potenzielle Zielgruppe für
die VHS dar

Das stärkste Interesse gilt
den Sprachkursen
an der VHS

Diese Rubrik landet in der Rangfolge ganz vor (siehe Abb. 7-6). Insbesondere
die jüngeren und mittleren Altersgruppen, die auch als Zielgruppe das höchste
zukünftige Nutzerpotenzial mutmaßen lassen, zeigen zu über 50 Prozent ein
besonders starkes Interesse. Es folgen Kurse aus dem Bereich Gesundheitswissen, Gymnastik und Bewegung, zu denen sich die Leipzigerinnen und
Leipziger wie in Kap. 7.3. bereits festgestellt, in den letzten Jahren besonders
häufig weitergebildet haben. Computer, Internet und neue Medien stehen bei
den Senioren hoch im Kurs. Auch dieser Befund deckt sich mit der generellen
Teilnahmeaffinität an Weiterbildungen in den letzten Jahren. Abgesehen von
der häufigen Interessenbekundung zu den Sprachen unterscheiden sich somit
die Befunde nur wenig von den zurückliegenden Teilnahmen an Weiterbildungen, die trägerunabhängig erfragt wurden (siehe Kap 7.3).
Abb. 7-6: Kursinteresse von Nutzern und potenziellen Nutzern der
Leipziger Volkshochschule
54

Sprachen

54

43

Gesundheitswissen, Gymnastik, Bewegung,
Entspannung, Persönlichkeit

33
32

26

Computer, Internet, Neue Medien

19

34
29

23

Berufliche Weiterbildung, Schlüsselkompetenzen

23
19
19
17

Politik, Geschichte

12

12

Länder und Völker, Leipzig, Umwelt

14
15
12
11

andere Sprachen

12

3
1

24

17

18

14

Gesamt, davon:
35 bis 64 Jahre

8
5

0%

21

18 bis 34 Jahre

Grundbildung (Lesen, Rechnen,...) 1
2

30

15
17

Pädagogik, Philosophie, Religionen

etwas anderes

39

17

Gesunde Ernährung, Kochen

37
37
38

36
34

27

Kunst, Musik, Tanz, Literatur, Rhetorik

57

65 Jahre und älter
9

5
10 %

20 %

30 %

40 %

50 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

60 %

75

Für berufliche Weiterbildungen an der VHS
interessieren sich vier von
zehn der jungen Leipziger

Für berufliche Weiterbildungen interessieren sich vier von zehn jungen
Erwachsenen im Alter von 18 bis 34 Jahren, die die Leipziger Volkshochschule nutzen oder nutzen wollen.
Für die Themen Politik und Zeitgeschichte, Pädagogik, Philosophie und
Religionen, Länder und Völker, Leipzig und Umwelt interessieren sich die
Senioren stärker als die jüngeren Altersgruppen. Bei den meisten anderen
Bereichen ist das Interesse der jungen Erwachsenen und/ oder von Personen
mittleren Alters stärker ausgeprägt.

Wie bereits festgestellt, haben knapp ein Drittel der Leipzigerinnen und
Leipziger vor, Angebote der Volkshochschule zukünftig zu nutzen oder sind
Seniorinnen und Senioren, bereits Nutzer. Das heißt aber auch, dass gut zwei Drittel die Angebote der
die die VHS nicht nutzen, Volkshochschule nicht nutzen möchten (nachfolgend Nicht-Nutzer genannt).
fühlen sich oft zu alt oder Worin liegen die Gründe dafür?
zu krank

Befragt nach den Gründen (Mehrfachantworten), geben viele Seniorinnen und
Senioren an, sich für einen Besuch der Volkshochschule zu alt zu fühlen (56
Prozent aller Nicht-Nutzer) oder dass ihr Gesundheitszustand es nicht zulasse
(30 Prozent aller Nicht-Nutzer).
Für die jungen, erwachsenen Nicht-Nutzer zwischen 18 und 34 Jahre sind
ungünstige Veranstaltungszeiten und die Unkenntnis der Angebote der
Volkshochschule mit Abstand die häufigsten Hinderungsgründe.
Bei Personen des mittleren Lebensalters (35 bis 64 Jahre) fallen die
Hinderungsgründe differenzierter aus. Ungünstige Veranstaltungszeiten und
die Nutzung anderer Weiterbildungsanbieter werden zwar mit 22 bzw. 18
Prozent am häufigsten genannt, die Unterschiede in den Häufigkeiten fallen
jedoch geringer aus und man kann sie somit nicht als Hauptgründe titulieren.
Abb. 7-7: Gründe für die Nicht-Nutzung der Angebote der
Leipziger Volkshochschule

Junge erwachsene NichtNutzer der VHS hindern
die ungünstigen Veranstaltungszeiten und die
Unkenntnis der Angebote

21

Veranstaltungszeiten sind für
mich ungünstig

ich fühle mich zu alt

22

4
18

1

13

56
17

kenne die Angebote der
Volkshochschule nicht

3

16
18
18

11
14

Angebote sind mir zu teuer

14

6

10

30

11

13
13

5

kein Interesse an
Weiterbildung
Veranstaltungsorte sind für
mich ungünstig

7

11
13
12

Gesamt, davon:

5
5
5
5

18 bis 34 Jahre
35 bis 64 Jahre

andere Gründe
16
0%

76

18

12

2

habe bisher keinen
passenden Kurs gefunden

32

13

nutze die Angebote anderer
Weiterbildungseinrichtungen

mein Gesundheitszustand
erlaubt es nicht

32

10 %

65 Jahre und älter

22
24
23
20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

8.

Ehrenamt und Sport

8.1. Aktives Engagement und Interesse am Ehrenamt
Viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind ohne bürgerschaftliches
Engagement kaum mehr vorstellbar. Ob im sozialen, kulturellen, sportlichen
oder schulischen Bereich - überall gibt es ehrenamtlich Aktive, die sich für
andere, ohne oder nur mit geringer finanzieller Entschädigung, einsetzen. Die
Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein: das Ausüben einer
sinnstiftenden Tätigkeit, das Gefühl gebraucht zu werden, das Einbringen
eigener und Entdecken neuer Fähigkeiten oder das Pflegen sozialer Kontakte
sind mögliche Motive.
Fragen zum ehrenamtlichen Engagement der Leipzigerinnen und Leipziger
gehören daher mittlerweile zum festen Fragenprogramm innerhalb der Kommunalen Bürgerumfrage. Und so wurde auch 2011 ermittelt, ob sie eine
„ehrenamtliche Funktion“ ausüben, ein „Mitglied ohne Funktion“ oder „kein
Mitglied“ in einem gemeinnützigen Verein sind.

.

Gesamt

Geschlecht

Abb. 8-1: Aktives ehrenamtliches Engagement nach unterschiedlichen
Teilgruppen

Frauen

16

Männer

18
15

Alter

18-34 Jahre

23

35-49 Jahre
13

50-64 Jahre

Stellung im
Erwerbsleben

65-85 Jahre

14
17

Erwerbstätige
13

Arbeitslose

16

Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler

17
12

Nord

14

Nordwest

17

Alt-West
11

West
Stadtbezirk

16 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger
sind ehrenamtlich aktiv

14

12

Südwest

16

Süd

18

Südost

24

Ost
17

Nordost
Mitte
0%

19
5%

10 %

15 %

20 %

25 %

30 %

* Dargestellt ist der Anteil ehrenamtlich Aktiver (mit Funktion) an allen Befragten der jeweiligen Teilgruppe.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

77

Arbeitslose Leipziger
partizipieren
unterdurchschnittlich an
ehrenamtlicher Tätigkeit

2011 sind weniger Leipzigerinnen und Leipziger in
einer ehrenamtlichen
Funktion aktiv als noch im
Jahr 2010

Jeder Sechste aller erwachsenen Leipzigerinnen und Leipziger übt im Jahr
2011 eine ehrenamtliche Funktion aus. Es sind mehr Männer als Frauen
ehrenamtlich aktiv, zudem wird das ehrenamtliche Engagement in Leipzig von
der mittleren Erwachsenengeneration getragen (35 bis 49 Jahre).
Erwerbstätige nehmen häufiger ehrenamtliche Funktionen wahr, ähnlich
verhält es sich bei Schülern und Studierenden. Mit dem Eintritt in das
Rentenalter nimmt in einigen Bereichen das ehrenamtliche Engagement zu,
um bei den Hochbetagten – abgesehen vom kirchlichen Bereich – wieder
zurückzugehen. Arbeitslose sind nur selten in ehrenamtlichen Funktionen
tätig. Neben der Ausgrenzung aus dem Arbeitsleben partizipieren sie also
auch bei ehrenamtlichen Tätigkeitsbereichen seltener am Gemeinleben. Zu
den Gründen für fehlendes Engagement bzw. zum Interesse an
ehrenamtlichen Funktionen, siehe S. 81.
Differenziert nach Stadtbezirken fällt auf, dass Bewohner des Stadtbezirks
Ost am häufigsten in ehrenamtlichen Funktionen aktiv sind. Insbesondere in
„sonstigen“ Bereichen, bei Freizeit und Geselligkeit sowie Sport und Bewegung sind die Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Stadtbezirk Ost engagiert. Am geringsten ist der Anteil ehrenamtlich Aktiver (in Funktion) im Stadtbezirk West und Südwest. In fast allen Bereichen ist in diesen Stadtbezirken
die ehrenamtliche Tätigkeit leicht unterdurchschnittlich oder zumindest nicht
über dem Durchschnitt. Insbesondere im Bereich Sport und Bewegung sind
die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtteile seltener engagiert.
Im Jahr 2010 (die Frage wurde im vergangenen Jahr mit gleichem Wortlaut
gestellt) waren noch 21 Prozent aller Leipzigerinnen und Leipziger ehrenamtlich engagiert. Während bei den Männern der Anteil ehrenamtlich Aktiver um
4 Prozentpunkte zurückging, beträgt der Rückgang bei den Frauen 6 Prozentpunkte.
Abb. 8-2: Aktives ehrenamtliches Engagement und Verteilung auf Bereiche
16

Ehrenamtlich Aktive

2011

21

0%

5%

10 %

15 %

2010

20 %

25 %

30 %

Die ehrenamtlich Aktiven engagieren sich in folgenden Bereichen:
(Anteil an allen ehrenamtlichen Aktiven in Prozent)

Sportund
undBewegung
Bewegung
Sport

24

Freizeitund
undGeselligkeit
Geselligkeit
Freizeit

17
15

Schule,
Kindergarten
Schule/Kindergarten

13
14
12

Kultur/Musik
Kultur/Musik
sozialer
sozialerBereich
Bereich
berufliche
berufliche Interessenvertretung
Interessenvertretung

9

Lesehilfe: 2011 sind
16 Prozent der
Leipzigerinnen und
Leipziger ehrenamtlich
aktiv. Von den 16 Prozent
engagieren sich 27
Prozent im Bereich Sport
und Bewegung.

Politik, politische
Politik, politische Interessenvertretung
Interessenvertretung
außerschul.
Jugendund
außerschulische
JugendBildungsarbeit
und Bildungsarbeit
Umwelt/Natur/Tierschutz
Umwelt-,
Natur-, Tierschutz
Unfall-/Rettungsdienst,
Unfall- oderFreiw.
Feuerwehr
Rettungsdienste/Freiwillige

8

2

78

2011

8

2010

5
5
17

anderer
Bereich
anderer
Bereich
0%

16

9

2

Justiz,
Kriminalität
Justiz/Kriminalität

16

12

3

Gesundheitsbereich
Gesundheitsbereich

20

11

5

2

19

12
11

Kirche,religiöser
religiöserBereich
Bereich
Kirche,

27

5%

10 %

15 %

23
20 %

25 %

30 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Dieser gesamte Rückgang von 5 Prozentpunkten akkumuliert sich durch
Rückgänge in fast allen abgefragten Bereichen. Dennoch haben die Bereiche
im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich stark eingebüßt. Der Bereich Sport
und Bewegung hat – trotz eines generellen Rückgangs bezogen auf die
Gesamtbevölkerung – innerhalb der ehrenamtlich Tätigen seine Position
weiter ausgebaut. 2011 ist reichlich jeder Vierte aller ehrenamtlich Aktiven in
diesem Bereich engagiert (siehe Abb. 8-2). Das gleiche gilt für den Bereich
Freizeit und Geselligkeit. Vergleichsweise stark zurückgegangen ist das
Engagement in Schule/Kindergarten. Schaut man auf die Verhältnisse bei
den ehrenamtlich Aktiven 2010 und 2011, so ist bei den Frauen der Bereich
Schule/Kindergarten von 31 Prozent auf 19 Prozent zurückgegangen. Unter
den ehrenamtlich engagierten Männern haben sich 2010 noch 11 Prozent für
Schule/Kindergarten betätigt, 2011 sind es 13 Prozent.

2011 sind weniger Leipzigerinnen und Leipziger in
einer ehrenamtlichen
Funktion aktiv als noch im
Jahr 2010

Im sozialen Bereich engagieren sich Frauen und die Gruppe der Schüler und
Studenten sehr stark. 14 Prozent aller Leipziger Frauen sind ehrenamtlich
aktiv, gut jede fünfte von ihnen im sozialen Bereich (siehe Tab. 8-1). Unter
den Schülern und Studenten bekleiden sogar 17 Prozent ein Ehrenamt, gut
die Hälfte von ihnen im sozialen Bereich. Gut jeder dritte ehrenamtlich aktive
Schüler/Student ist zudem im Bereich Kultur/Musik tätig.
Arbeitslose Leipzigerinnen und Leipziger sind unterdurchschnittlich ehrenamtlich aktiv (13 Prozent). Diejenigen von ihnen, die sich ehrenamtlich
engagieren, sind sehr häufig im Bereich Sport und Bewegung tätig. Bei
Rentnern und Pensionären dominiert der Bereich Freizeit und Geselligkeit.

Befragte
Gesamt 2011:
27
davon:
männlich
29
weiblich
23
davon:
18-34 Jahre
28
35-49 Jahre
34
50-64 Jahre
16
65-85 Jahre
17
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
30
Arbeitslose
50
Rentner/Pensionäre
14
Studenten/Schüler
12
Gesamt 2010:
24

jeweils in Prozent von allen ehrenamtlich Aktiven der entsprechenden Teilgruppe
19
13
11
12
15
5
3

sozialer
Bereich

Umwelt-,
Natur-,
Tierschutz

außerschul.
Jugend- u.
Bildungsarbeit

Schule,
Kindergarten

berufliche
Interessenvertretung

Kirche/
religiöser
Bereich

Kultur/ Musik

Freizeit und
Geselligkeit

Ehrenamtlich Aktive nach ausgewählten Bereichen
Sport und
Bewegung

Tab. 8-1:

12

25
12

11
14

11
12

13
11

13
19

5
5

1
4

5
22

6
17
27
42

15
10
11
16

11
7
5
28

6
20
14
6

16
27
5
0

7
4
2
5

2
4
4
0

9
9
18
24

13
24
41
0
17

12
0
13
36
14

9
14
23
0
16

14
8
7
9
9

22
20
0
0
20

4
0
4
12
12

3
0
4
0
9

5
0
28
52
16

Der durchschnittliche Zeitumfang, den die ehrenamtlich aktiven Leipzigerinnen und Leipziger aufwenden, liegt bei 13 Stunden im Monat (siehe
Abb. 8-3). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich somit kaum eine Veränderung
ergeben.
Die Spannweite des zeitlichen Umfangs für die Tätigkeit ist vergleichsweise
groß. Jeder Vierte leistet weniger als 3 Stunden im Monat. Es gibt aber auch
Ehrenamtliche, deren Arbeitsaufwand weitaus größer ist. Jeder zehnte Aktive
bringt sich mit mindestens 30 Stunden im Monat ein. Fünf Prozent der
ehrenamtlich Aktiven kommen sogar auf mehr als 50 Stunden im Monat. Es
wurde bereits festgestellt, dass sich Männer häufiger freiwillig engagieren als
Frauen. Diejenigen Frauen aber, die sich engagieren, wenden im Durchschnitt 1 Stunde mehr dafür auf als die Männer.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Im Durchschnitt werden
13 Stunden im Monat für
die ehrenamtliche
Tätigkeit aufgewendet

79

Abb. 8-3: Monatlicher Zeitaufwand für ehrenamtliche Tätigkeit (in Stunden)*
20
15
10
5
0

12

11

12

2006

2007

2008

14

13

14

2010

2011

Frauen

13

Männer

2011
* Dargestellt ist der Anteil derjenigen, die angegeben haben, eine ehrenamtliche Funktion auszuüben.

84 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger sind derzeit nicht ehrenamtlich
aktiv. Von ihnen hat jedoch jeder Vierte Interesse an einer ehrenamtlichen
Tätigkeit (siehe Abb. 8-4). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung bedeutet
dies, dass zu den 16 Prozent ehrenamtlich Aktiven ein weiteres ehrenamtliches Potenzial von 21 Prozent existiert.
Jeder vierte Nicht-Aktive
ist an ehrenamtlicher
Tätigkeit interessiert,
Frauen gleichermaßen
wie Männer

Unter den bisher nichtaktiven Studierenden
sowie den Arbeitslosen
bekunden viele Interesse
an einem Ehrenamt

Der Anteil der Nicht-Aktiven mit Interesse am ehrenamtlichen Engagement,
unterscheidet sich nicht hinsichtlich der Geschlechter, jedoch hinsichtlich des
Alters. Vor allem die junge Erwachsenenbevölkerung bekundet ein großes
Interesse an der Ausübung von Ehrenämtern. Während der Anteil der Aktiven
in dieser Altersgruppe mit 15 Prozent ungefähr dem Leipziger Durchschnitt
entspricht, bekundet gut jeder dritte Nicht-Aktive sein Interesse. Bezogen auf
die Gesamtbevölkerung heißt das, dass in dieser Altersgruppe (18 bis 34
Jahre) ein weiteres ehrenamtliches Potenzial von 32 Prozent existiert.
Von den Älteren zeigen nur noch wenige ein Interesse, sich aktiv für andere
einzusetzen. Besonders groß ist das Interesse bei bisher nicht-aktiven
Schülern und Studenten, auch arbeitslose Leipzigerinnen und Leipziger
zeigen sich überdurchschnittlich interessiert.
Abb. 8-4: Interesse am ehrenamtlichen Engagement der bisher Nicht-Aktiven
nach Geschlecht, Alter und Stellung im Erwerbsleben
Gesamt

25

75

weiblich

25

75

männlich

24

76

18-34 Jahre

38

35-49 Jahre

28

50-64 Jahre
65-85 Jahre

72

19

81

6

94

Studenten/Schüler
Rentner/Pensionäre

62

56

44

8

92

Arbeitslose
Erwerbstätige
0%

38

62

26

74
20 %

40 %
ja

80

60 %

80 %

100 %

nein

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Ein vergleichsweise großes ehrenamtliches Potenzial liegt für den Bereich
„Soziales“ sowie den Bereich „Umwelt/Natur/Tierschutz“ vor. 28 bzw. 25
Prozent der bisher Nicht-Aktiven können sich eine Tätigkeit in diesen
Bereichen vorstellen (Mehrfachantworten).
Aber auch in den Bereichen „Kultur/Musik“, „Justiz, Kriminalität“ sowie
„außerschulische Jugend- und Bildungsarbeit“ bekunden viele befragte NichtAktive ihr Interesse am Ehrenamt. Auch der Bereich „Sport und Bewegung“,
der auch bei den bereits Aktiven an vorderster Stelle steht, erfährt relativ
hohe Beachtung.

Insbesondere für die
Bereiche Soziales sowie
Umwelt/Natur/Tierschutz
interessieren sich viele,
die bisher nicht aktiv sind

Tab. 8-2: Interesse an ehrenamtlicher Tätigkeit der bisher Nicht-Aktiven nach ausgewählten Bereichen
sozialer
Bereich

Umwelt-,
Natur-,
Tierschutz

Sport und
Bewegung

Kultur,
Musik

28

25

20

17

19
35

24
26

26
15

16
18

Befragte

außerschul.
Jugend- u.
Bildungsarbeit

Freizeit
und
Geselligkeit

Schule,
Kindergarten

14

13

12

11

15
13

9
17

13
11

5
17

Justiz,
Kriminalität

Prozent

Gesamt 2011:
davon:
männlich
weiblich

Welche Gründe liegen aber vor, wenn Nicht-Aktive, die Interesse an einer
ehrenamtlichen Tätigkeit haben, bisher keine ausüben? Dazu waren diesen
Befragten sieben Antwortmöglichkeiten vorgegeben, die folgendermaßen
angekreuzt wurden: Haupthinderungsgrund ist mit großem Abstand, wie auch
in den vergangenen Jahren, der Zeitfaktor. Zwei Drittel der Nicht-Aktiven mit
Interesse geben an, dass ihnen schlicht die Zeit für ehrenamtliches Wirken
fehlt. Jeder Fünfte dieser Gruppe gibt jeweils an, nicht zu wissen, welche
Möglichkeiten es gibt und an wen man sich wenden kann. Von arbeitslosen
Leipzigerinnen und Leipzigern werden diese beiden Gründe überdurchschnittlich häufig angegeben. Dem könnte möglicherweise durch intensivere
und zielgerichtetere Öffentlichkeitsarbeit begegnet werden, um zumindest
einen Teil der Interessierten für die gemeinnützige Arbeit zu gewinnen.

Zu wenig Zeit ist bei
vielen ein Grund, (bisher)
keiner ehrenamtlichen
Tätigkeit nachzugehen

Abb. 8-5: Hinderungsgründe der Nicht-Aktiven, eine ehrenamtliche
Tätigkeit auszuüben, obwohl Interesse besteht
Mir fehlt die Zeit dazu

65

Weiß nicht, welche Möglichkeiten es gibt

20

Weiß nicht, an wen ich mich wenden
kann

18

Bin eigentlich zu alt dazu

13

Niemand hat mich gefragt

12

Fühle mich nicht genügend kompetent
dazu

11

etwas anderes

11
0%

20 %

40 %

60 %

80 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

81

8.2. Sportliche Betätigungen und Mitgliedschaft im Sportverein
8.2.1. Häufigkeit des Sporttreibens und Mitgliedschaft in Sportvereinen
Leipzig ist eine sportliche Stadt. In circa 380 Sportvereinen treiben die
Leipzigerinnen und Leipziger in ihrer Freizeit Sport. Sportvereine bieten ihren
Mitgliedern die Möglichkeit, relativ kostengünstig Zugang zu Sporthallen oder
Spielflächen bzw. der Sportart entsprechenden Sportgeräten zu verschaffen.
Darüber hinaus kann über die Sportvereine auch die Teilnahme an Wettkämpfen oder Turnieren ermöglicht werden.
Anders bei den kommerziellen Anbietern. Deren Mitgliedschaft basiert auf
einer vertraglichen Vereinbarung, die zwischen dem Sporttreibenden und
dem jeweiligen Anbieter, zum Beispiel einem Fitnessstudio, abgeschlossen
wird. Oftmals besteht für die Mitglieder die Möglichkeit, neben der Nutzung
der Sportgeräte und verschiedener Kursangebote, sich in Sauna- und
Wellnessbereichen zu entspannen.
Ein Fragekomplex widmet sich der sportlichen Betätigung der Leipzigerinnen
und Leipziger entweder organisiert in den Sportvereinen, außerhalb von
Vereinen bei kommerziellen Anbietern oder selbst organisiert durch eigene
Initiative.
Die Mehrzahl der
sportlich Aktiven
Leipzigerinnen und
Leipziger organisieren
sich ihr Training selber,
vor allem die Jüngeren

Insgesamt betrachtet treibt jeder zweite Leipziger mindestens einmal in der
Woche Sport, egal ob im Verein, bei einem kommerziellen Anbieter oder
selbst organisiert. (Bemerkung: Aufgrund einer geänderten Fragestellung ist
der Vergleich zum Vorjahr nur eingeschränkt möglich.)
Mit Abstand die meisten Sportbegeisterten organisieren sich ihr Training
selber. Insbesondere die Jüngeren sind lieber unabhängig von zeitlichen
Vorgaben und vielleicht auch zusätzlichen finanziellen Aufwendungen
sportlich aktiv. In den Sportvereinen trainiert knapp jeder Vierte mindestens
einmal wöchentlich. Kommerzielle Anbieter, wie zum Beispiel Fitnessstudios,
suchen mehr Frauen (jede Vierte) als Männer (jeder Sechste) regelmäßig auf.

Abb. 8-6: Häufigkeit des Sporttreibens mindestens einmal in der Woche*

Geschlecht

Gesamt

20

männlich

16

50

23
36

49

22
37

52

23
25

weiblich

35
61

23
21

18-34 Jahre

35-49 Jahre

47

22

50-64 Jahre

21

0%

10 %

47

24

22
22

65-85 Jahre

und zwar:

35

Alter

16

41

20 %

34
42
32
30 %

40 %

50 %

60 %

70 %

* Mehrfachantworten

82

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Interessant ist ein Blick auf die Verteilung der Häufigkeit der Sportbegeisterten nach Stadtbezirken. So treibt im Stadtbezirk Südwest jeder Zweite
unabhängig, selbst organisiert, mindestens einmal in der Woche Sport, im
Stadtbezirk Südost sind es nur halb so viele. Aber auch in den Stadtbezirken
Mitte, Süd und Nordost ist der Anteil der eigeninitiierten sportlichen Betätigung sehr hoch. Vergleicht man das Sporttreiben in Sportvereinen nach
Stadtbezirken, so sind in Nordost und Südwest die häufigsten Vereinsmitglieder, etwa jeder Dritte, mindestens einmal pro Woche aktiv. Nur jeder
Zehnte ist es im Stadtbezirk Nordwest. Recht homogen über alle Stadtbezirke
verteilt werden kommerzielle Anbieter so circa von jedem fünften Sportenthusiasten aufgesucht. Im Stadtbezirk Mitte sind es etwas mehr, hier hat
jeder vierte Befragte einen Vertrag zum Sporttreiben abgeschlossen.
Abb. 8-7: Häufigkeit des Sporttreibens mindestens einmal in der Woche nach Stadtbezirken
50 %
50
40 %

45

42

40
30 %
20 %

32
26

31

25
22

10 %

18

21

30

28

24

23

39

22

21

17

32

28
22

31

22

20

19

17

16

9

13

0%
Mitte

Nordost

Ost

Südost

Süd

Südwest

West

Altwest Nordwest

Nord

in einem Sportverein
außerhalb eines Vereins, bei einem kommerziellen Anbieter
außerhalb eines Vereins, selbst organisiert

23 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger treiben mindestens einmal in der
Woche in einem Verein mit Gleichgesinnten Sport. Befragte, die keinen Sport
in Vereinen treiben, waren gebeten, hierfür die Gründe anzugeben.
Abb. 8-8:

Gründe dafür, nicht Mitglied eines Sportvereins zu sein
habe grundsätzlich zu wenig Zeit

45
27

Eintritts- bzw. Mitgliedsbeiträge sind zu hoch

Gründe dafür, nicht
Mitglied eines Sportvereins zu werden sind
vor allem Zeitmangel und
die Mitgliedsbeiträge

21

regelmäßige Trainingszeiten stören mich
treibe kaum bzw. überhaupt nicht Sport

20

möchte keinen Leistungsdruck

17

möchte mich nicht in Vereinsstruktur
einbinden

17

kein Verein mit gewünschter Sportart in
Wohnnähe

23 Prozent der Aktiven in
Leipzig treiben
mindestens einmal in der
Woche in einem Verein
Sport

8
16

andere Gründe
0%

10 %

20 %

30 %

40 %

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

50 %

83

Die Abb. 8-8 zeigt, Zeitmangel steht mit Abstand an erster Stelle für fast die
Hälfte aller nicht im Verein Organisierten. Vor allem die 18- bis 49-Jährigen
nennen Zeitmangel als Grund. Familienleben, die berufliche Tätigkeit bzw.
Ausbildung binden einen nicht unbeträchtlichen Teil der verfügbaren Zeit
dieser Altersgruppe. Für die 65- bis 85-jährigen Befragten spielt das
Zeitbudget dagegen kaum eine Rolle. Von ihnen gibt fast jeder Dritte, der
nicht im Verein organisiert ist, an, kaum oder gar nicht Sport zu treiben.
Die finanzielle Belastung wird von jedem Vierten als Grund gegen eine
Vereinsmitgliedschaft angegeben. Für diese Befragten dürfte ein kommerzieller Anbieter dann allerdings auch keine Alternative darstellen, da diese
Angebote im Allgemeinen mit noch höheren finanziellen Aufwendungen
verbunden sind. Männer stören sich offensichtlich weniger an den Mitgliedsbeiträgen als Frauen, denn nur jeder fünfte Mann gibt dieses Argument an,
während es bei den Frauen dagegen jede Dritte ist. Bei Betrachtung nach der
Stellung im Erwerbsleben sind es insbesondere Arbeitslose und die in Ausbildung stehenden Schüler und Studenten, denen die Vereinsmitgliedsbeiträge zu hoch sind. Bei den letztgenannten kommt noch hinzu, sich ungern
in Vereinsstrukturen einbinden zu wollen.
Auch die regelmäßigen Trainingszeiten, die ja oftmals an Hallennutzungen
gebunden sind, stören jeden Fünften der Gruppe. Und die älteren Befragten
geben im Vergleich zu den jüngeren Altersgruppen an, sich keinem
Leistungsdruck aussetzen zu wollen, was in gleichem Maße auch von
Arbeitslosen angegeben wird.
Tab. 8-3: Gründe dafür, nicht Mitglied eines Sportvereins zu sein nach Geschlecht, Altersgruppen und
Stellung im Erwerbsleben
habe
regelgrundmäßige
sätzlich
Trainingszu wenig
zeiten
Zeit
stören mich

Eintrittsbzw. Mitgliedsbeiträge sind
zu hoch

Befragte
Gesamt 2011:
45
davon:
49
männlich
41
weiblich
davon:
63
18 – 34 Jahre
62
35 – 49 Jahre
40
50 – 64 Jahre
5
65 – 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
64
Erwerbstätige
25
Arbeitslose
6
Rentner/Pensionäre
57
Studenten/Schüler

kein Verein
möchte
mit gekeinen
wünschter LeistungsSportart in
druck
Wohnnähe
in Prozent

möchte
mich nicht
in Vereinsstruktur
einbinden

treibe
kaum bzw.
überhaupt
nicht Sport

andere
Gründe

21

27

8

17

17

20

16

18
23

21
32

7
9

17
18

18
16

19
20

15
17

24
27
22
9

37
25
28
14

12
8
7
4

13
17
20
21

18
14
18
18

14
16
23
31

10
9
17
32

26
12
12
22

28
48
15
30

11
10
3
5

16
20
21
17

15
13
19
22

13
28
30
24

11
13
31
9

8.2.2. Ausgeübte Sportarten

Sportarten wie
Schwimmen, Laufen/
Joggen, Walking/
Wandern und sportliches
Radfahren werden häufig
selbst organisiert

84

Sportarten, die unabhängig von einem Verein durch die Befragten selbst
organisiert werden, sind Schwimmen, Laufen/Joggen, Walking/Wandern und
sportliches Radfahren. Hier handelt es sich um allgemein sehr beliebte Sportarten, die auch in der Regel ohne aufwändiges Equipment, zeitlich und, außer
beim Schwimmen, unabhängig von Räumen, betrieben werden können. Da
aber Schwimmhallen ganzjährig geöffnet haben, ist die Raumfrage auch bei
dieser Sportart eigentlich kein Hinderungsgrund für die selbst organisierte
sportliche Betätigung. Der allgemein beliebte Fußball wird aber außerhalb von
Vereinen offensichtlich eher selten gespielt, denn nur circa jeder Zehnte spielt
selbst organisiert Fußball bzw. jeder Zwölfte bei einem kommerziellen
Anbieter. Wie hoch der Anteil derjenigen ist, die in einem Verein spielen,
wurde in diesem Zusammenhang allerdings nicht erfragt.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abb. 8-9: Sportarten, die außerhalb von Vereinen bei einem kommerziellen
Anbieter oder selbst organisiert betrieben werden*
15

Schwimmen
5

Laufen, Joggen

35
6

Walking/ Wandern

30
8

sportliches Radfahren

29
20

Bowling/ Kegeln
Inlineskating, Skateboard

0

15

8
10

Fußball

Klettern, Bergsteigen
Surfen/ Segeln/ Kitesurfen
andere Sportart

35

13
14

Gymnastik

Rudern, Paddeln

27

16

Fitness, Kraftsport

Volleyball/ Beach- Volleyball

37

4
4
3

8
7
bei einem kommerziellen Anbieter

6

selbst organisiert

1
2

14
9

0 % 5 % 10 % 15 % 20 % 25 % 30 % 35 % 40 %
* von denjenigen, die außerhalb von Vereinen Sport treiben

Frauen (41 Prozent) halten sich - jenseits von Verein und Kommerz - mit
Abstand am häufigsten mit Schwimmen fit, Männer (38 Prozent) bevorzugen
hingegen eher Laufen/Joggen und sportliches Radfahren. Sportliche Eigeninitiative zeigen die 65- bis 85-Jährigen vor allem beim Walking/Wandern
(43 Prozent). Diese Sportart steht für die ältere Generation, ebenfalls mit
großem Abstand, an erster Stelle ihres Fitnessprogramms.
Die Sportarten, die außerhalb von Vereinen am häufigsten bei einem
kommerziellen Anbieter betrieben werden, sind Fitness und Kraftsport.
Besonders Frauen (37 Prozent) nehmen häufig diese Art der Sportangebote
in Anspruch, wobei die oftmals gleichzeitig angebotenen Sauna- oder
Wellnessbereiche möglicherweise eine Rolle spielen. Aber auch jeder dritte
Mann (32 Prozent) trainiert bei einem kommerziellen Anbieter. Größere
geschlechterspezifische Unterschiede liegen bei anderen Sportarten vor. So
favorisieren die Männer gegenüber Frauen kommerzielle Anbieter bei
Bowling/Kegeln, Fußball und sportlichem Radfahren, während Frauen
wesentlich häufiger als Männer für Gymnastik und Schwimmen kommerzielle
Angebote nutzen.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Sportarten, die häufig bei
kommerziellen Anbietern
genutzt werden, sind
Fitness und Kraftsport

85

Tab. 8-4: Sportarten, die außerhalb von Vereinen selbst organisiert betrieben werden
1
2
3
4
5

Bowling/Kegeln
Fitness/Kraftsport
Fußball
Gymnastik
Inlineskating/Skateboard
1

6
7
8
9
10
3

2

Befragte
Gesamt 2011:
27
15
davon:
27
20
männlich
26
11
weiblich
davon:
25
20
18 – 34 Jahre
25
17
35 – 49 Jahre
34
10
50 – 64 Jahre
19
8
65 – 85 Jahre
darunter Stellung im Erwerbsleben:
32
16
Erwerbstätige
21
15
Arbeitslose
20
8
Rentner/Pensionäre
11
27
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 €
19
20
800 bis unter 1400 €
31
12
1400 bis unter 2000 €
24
21
2000 und mehr €
27
9

Klettern/Bergsteigen
Laufen/Joggen
Sportliches Radfahren
Rudern/Paddeln
Schwimmen
4
5
6
7
8
in Prozent

11
12
13
14

Surfen/Segeln/Kitesurfen
Volleyball/Beach-Volleyball
Walking/Wandern
andere Sportart

9

10

11

12

13

14

10

14

16

6

35

29

7

37

2

8

30

9

18
3

7
19

13
19

8
5

38
32

34
25

8
6

33
41

3
2

9
8

25
35

8
11

19
7
1
1

11
10
14
28

30
11
4
2

9
5
5
3

47
32
25
16

29
29
35
24

9
6
5
2

44
34
35
25

2
3
1
3

17
4
1
2

21
30
40
43

12
7
7
9

9
6
1
30

11
17
25
11

19
7
2
33

7
0
3
13

36
23
16
65

33
24
26
24

8
3
1
17

39
43
26
49

2
0
2
3

10
6
1
14

27
31
42
33

8
15
8
22

10
11
9
3

16
13
12
6

19
16
18
12

8
4
5
11

37
30
35
44

27
27
31
41

8
5
10
4

38
39
39
24

3
1
1
6

12
9
7
4

33
31
23
33

11
8
9
5

Tab. 8-5: Sportarten, die außerhalb von Vereinen bei einem kommerziellen Anbieter betrieben werden
1
2
3
4
5

Bowling/Kegeln
Fitness/Kraftsport
Fußball
Gymnastik
Inlineskating/Skateboard
1

2

6
7
8
9
10
3

Befragte
Gesamt 2011:
20
35
8
davon:
männlich
28
32
16
weiblich
13
37
1
davon:
18 – 34 Jahre
24
42
11
35 – 49 Jahre
24
26
9
50 – 64 Jahre
15
35
5
65 – 85 Jahre
14
27
5
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
24
34
7
.
.
.
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
14
30
4
.
.
.
Studenten/Schüler
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 €
17
27
6
800 bis unter 1400 €
20
39
9
1400 bis unter 2000 €
29
34
6
2000 und mehr €
15
43
6

86

Klettern/Bergsteigen
Laufen/Joggen
Sportliches Radfahren
Rudern/Paddeln
Schwimmen
4
5
6
7
8
in Prozent

11
12
13
14

Surfen/Segeln/Kitesurfen
Volleyball/Beach-Volleyball
Walking/Wandern
andere Sportart

9

10

11

12

13

14

13

0

3

5

8

4

15

1

4

6

14

6
20

1
0

4
2

4
5

11
5

5
3

12
18

2
0

4
3

6
6

14
15

6
11
18
28

0
1
1
0

6
1
0
0

3
7
8
2

4
10
14
9

8
1
1
1

13
19
17
13

2
0
0
0

7
0
2
3

5
3
9
10

10
19
19
14

11

0
.

29

0
.

17
11
16
8

3
.
0
.

0
0
0
2

4
.
1
.

4
2
0
4

8
.
9
.

4
4
6
5

4
.
2
.

8
7
6
14

13
.
13
.

9
1
5
4

0
.
0
.

15
18
11
18

4
.
3
.

0
1
1
0

5
.
6
.

5
4
2
4

17
.

.
14

.
11
5
5
5

.
16
13
12
20

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

9.

Verkehr und Umwelt

9.1.

Verkehr

Schwerpunkt der diesjährigen Bürgerumfrage im Bereich Verkehr war das
Fahrrad bzw. das Angebot an Radverkehrsanlagen. Die Ergebnisse dieser
Fragen sind unter 9.2. wiedergegeben. Darüberhinaus wurden den
Bürgerinnen und Bürgern allerdings auch Fragen zur Haushaltsausstattung
mit Verkehrsmitteln bzw. zur Verkehrsmittelnutzung und zum Flughafen
Leipzig/Halle gestellt.
9.1.1. Bewertung des Flugangebots des Flughafens Leipzig/Halle
Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) kann das Flugangebot des
Flughafens Leipzig/Halle nicht beurteilen. Wie aus Tab. 9-1 hervorgeht, ist der
Anteil an Befragten, die hierzu keine Auskunft geben können, bei Arbeitslosen
und Geringverdienern besonders hoch. Mit steigendem Einkommen und
damit vermutlich auch häufigerer Nutzung des Flughafens steigt zugleich
auch der Anteil an Personen, die ein Urteil über das Flugangebot des Flughafens abgeben können.

Mehr als die Hälfte der
Befragten können das
Flugangebot des
Flughafens Leipzig/Halle
nicht beurteilen

Von den Befragten, die das Angebot beurteilen können, erhält das
Flugangebot des Flughafens mit dem Mittelwert 2,7 eine eher durchschnittliche Bewertung. Am zufriedensten sind dabei noch Arbeitslose, Rentner und
Geringverdiener. Tendenziell gilt außerdem: mit steigendem Einkommen
steigt auch die Unzufriedenheit mit dem Flugangebot des Flughafens
Leipzig/Halle: immerhin 27 Prozent der Befragten mit einem persönlichen
Nettoeinkommen von 2 000 Euro und mehr sind mit dem Flugangebot des
Flughafens Leipzig/Halle unzufrieden bzw. sehr unzufrieden.
Tab. 9-1:

Zufriedenheit mit dem Flugangebot des Flughafens Leipzig/Halle
kann
kann
ich nicht ich bebeurteilen
urteilen
Anzahl
Prozent
46
54
1311

Befragte
Gesamt 2011:
davon:
männlich
589
weiblich
715
davon:
18-34 Jahre
308
35-49 Jahre
270
50-64 Jahre
360
65-85 Jahre
369
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
646
Arbeitslose
103
Rentner/Pensionäre
410
Studenten/Schüler
54
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
348
800 bis unter 1400 Euro
495
1400 bis unter 2000 Euro
216
2000 und mehr Euro
143

1
2
sehr
zufrieden
zufrieden

7

42

3
teils/teils
Prozent
28

4
5
unsehr unzufrieden zufrieden

D
1-5

15

7

2,7

51
56

49
44

9
6

42
43

29
27

13
17

8
7

2,7
2,7

50
47
53
68

50
53
47
32

7
9
5
10

38
36
48
51

32
28
27
22

16
18
12
11

7
9
7
6

2,8
2,8
2,7
2,5

44
74
67
58

56
26
33
42

6
14
8
.

43
47
50
.

29
25
25
.

14
12
12
.

7
2
5
.

2,7
2,4
2,6
.

70
55
43
23

30
45
57
77

7
7
9
7

48
50
34
30

28
23
29
36

12
14
19
14

4
6
8
13

2,6
2,6
2,8
3,0

Die sich anschließende, naheliegende Frage ist nun, ob Flugziele ab dem
Flughafen Leipzig/Halle vermisst werden. Wie Tab. 9-2 zeigt, kann diese
Frage wiederum mehr als die Hälfte der Befragten nicht beantworten,
vermutlich wegen unzureichender Informationen bzw. auch wegen geringem
Interesse. Betrachtet man nur die Personen, die bei der Frage eine Angabe
machen können, so vermisst knapp die Hälfte dieser befragten Leipzigerinnen
und Leipziger Flugangebote, während die andere Hälfte keine Flugangebote
vermisst.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

87

Tab. 9-2: Vermisste Flugangebote ab dem Flughafen Leipzig/Halle
kann ich
nicht
beurteilen
Befragte
Anzahl
Gesamt 2011:
64
1272
davon:
männlich
62
580
weiblich
65
686
davon:
18-34 Jahre
63
299
35-49 Jahre
56
263
50-64 Jahre
62
351
65-85 Jahre
75
356
darunter Stellung im Erwerbsleben:
Erwerbstätige
57
626
Arbeitslose
84
103
Rentner/Pensionäre
73
395
Studenten/Schüler
63
54
davon mit persönlichem Nettoeinkommen:
unter 800 Euro
73
343
800 bis unter 1400 Euro
65
477
1400 bis unter 2000 Euro
61
207
2000 und mehr Euro
44
142

kann ich
beurteilen

ja

nein

Prozent
36

49

Prozent
51

38
35

50
48

50
52

37
44
38
25

59
52
43
32

41
48
57
68

43
16
27
37

53
32
33
.

47
68
67
.

27
35
39
56

39
43
59
63

61
57
41
37

Bei Flugangeboten, die vermisst werden, führen europäische Destinationen
das Ranking (deutlich) an. Bei konkret genannten Städten wird am häufigsten
London und am zweithäufigsten Rom genannt, beides Ziele die mittlerweile
auch angeflogen werden. Häufiger genannt werden zudem noch Zürich,
Barcelona sowie Madrid, Paris und Budapest.
9.1.2. Ausstattung der Haushalte mit Verkehrsmitteln
Die Ausstattung der
Leipziger Haushalte mit
Privat-PKW steigt leicht
an

Im Vergleich zu 2010 ist die Ausstattung der Haushalte mit Privat-PKW leicht
angestiegen: während 2010 in 62 Prozent der Haushalte mindestens ein
Privat-PKW zur Verfügung stand, ist dieser Wert im Jahr 2011 um 2
Prozentpunkte auf 64 Prozent gestiegen.
Die Ausstattung der Leipziger Haushalte mit motorisierten Fahrzeugen ist
dabei in starkem Maße vom jeweiligen Haushaltstyp abhängig.

Tab. 9-3:

Ausstattungsgrad der Haushalte mit motorisierten Fahrzeugen
Privat-PKW
nicht
vorhanden

1

2 und mehr

Prozent

Firmen-PKW

Motorrad, Moped

Anzahl
nicht
nicht
vorhanden
vorhanden
Privat PKW vorhanden
vorhanden

Mittelwert

Prozente

Gesamt 2011:
darunter:
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner
Rentnerpaare

36

55

9

0,7

92

8

94

6

47
34
15
19
64
17

52
63
59
61
36
76

1
4
26
21
0
7

0,6
0,7
1,1
1,0
0,4
0,9

92
96
86
86
100
98

8
4
14
14
0
2

94
97
89
89
100
99

6
3
11
11
0
1

Gesamt 2010:

38

52

9

0,7

93

7

95

5

Wie aus Tab. 9-3 hervorgeht, haben Paarhaushalte mit Kind(ern) im Durchschnitt mehr als einen Privat-PKW. Lediglich 15 Prozent dieser Haushalte
verfügen über keinen Privat-PKW.
Auch die übrigen Haushalte mit mehr als einem Erwachsenen haben einen
höheren Austattungsgrad als der Leipziger Durchschnitt. Auffallend ist, dass
Rentnerpaare diejenige Gruppe sind, die nach den Paaren mit Kind(ern) am
seltensten auf ein Auto verzichten können oder wollen: nur 17 Prozent der
Rentnerhaushalte verfügen über kein (privates) Auto. Mit Abstand am
88

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

seltensten sind demgegenüber alleinstehende Rentner mit einem Privat-PKW
ausgestattet: nur gut jeder Dritte entsprechende Haushalt verfügt über ein
Auto.
Die Ausstattung Leipziger Haushalte mit Firmen-PKW liegt auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren: 8 Prozent der Haushalte nutzen einen
Firmen-PKW. Bei den Paaren mit und ohne Kind(ern) liegt dieser Anteil
höher: hier steht jedem siebenten Haushalt ein dienstlicher PKW zur
Verfügung.
Auch der Anteil der Motorrad- bzw. Mopedbesitzer unter den Leipziger Haushalten ist in etwa gleich geblieben. Jeder siebzehnte Haushalt ist mit einem
motorisierten Zweirad ausgestattet.
In der aktuellen Bürgerumfrage wurden vergleichsweise viele Fragen zum
Thema Fahrrad und Radverkehrsanlagen gestellt. Bevor dieser Fragenkomplex in Kapitel 9.2. ausgewertet wird, soll zunächst die Ausstattung der
Haushalte mit Fahrrädern näher untersucht werden.
Wie aus Tab. 9-4 hervorgeht, hat sich die Gesamtzahl der Haushalte, die
Fahrräder besitzen, im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert: nach wie vor
steht in drei von vier Leipziger Haushalten mindestens ein Fahrrad zur
Verfügung. Allerdings hat sich die durchschnittliche Zahl an Fahrrädern pro
Haushalt etwas erhöht, was bedeutet, dass Haushalte, die Fahrräder besitzen
die Zahl ihrer Fahrräder erhöht haben.

In drei von vier Leipziger
Haushalten steht
mindestens ein Fahrrad
zur Verfügung

Wie schon bei den Privat-PKW haben Paare mit Kind(ern) einerseits die
höchste durchschnittliche Anzahl an Fahrrädern pro Haushalt (2,6). Gleichzeitig weisen sie den niedrigsten Anteil an Haushalten ohne Fahrräder auf:
nur 9 Prozent der Paarhaushalte mit Kind(ern) verfügen über kein Fahrrad.
Alleinstehende Rentner verfügen demgegenüber am seltensten über ein
Fahrrad: nur in jedem zweiten entsprechenden Haushalt ist ein Fahrrad
vorhanden.
Tab. 9-4: Zahl der Fahrräder im Haushalt
nicht vorhanden

1

2

Gesamt 2010:

4

5 und
mehr

Prozente

Anzahl
Gesamt 2011:
darunter:
Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind(er)
alleinstehende Rentner
Rentnerpaare

3

Anzahl
Fahrräder
Mittelwert

3724

24

35

27

8

5

2

1,4

598
73
506
882
279
878

23
14
9
14
51
33

57
21
11
14
40
17

16
37
26
58
7
42

2
18
28
8
3
6

2
8
18
4
0
2

1
2
8
2
0
0

1,0
1,9
2,6
1,8
0,6
1,3

934

24

44

22

6

3

1

1,3

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

89

9.1.3. Verkehrsmittelwahl – Modal Split
Trotz im Jahr 2011 nochmals deutlich gestiegener Benzinpreise ist das Auto
für das Zurücklegen unterschiedlicher Wege nach wie vor das Verkehrsmittel,
dass die Leipziger mehrheitlich am häufigsten nutzen. Eine Ausnahme bilden
lediglich Wege in die Leipziger Innenstadt, denn hier wird vergleichsweise
häufig die Straßenbahn bzw. der Bus genommen.
Abb. 9-1:

Verkehrsmittelnutzung nach Art des Weges
6%

7%

13 %
22 %

17 %

22 %

15 %

14 %
12 %

2%

32 %

zu Fuß
26 %

49 %

Eisenbahn

35 %

S-Bahn

53 %
38 %

Pkw/Krad
43 %

Straßenbahn, Bus

32 %

26 %

zur Arbeit

Fahrrad

zur Ausbildung

Für den Weg zur
Ausbildung wird deutlich
häufiger als im Jahr 2010
das Auto genutzt

13 %

15 %

zu Einkäufen

in der Freizeit,
zur Erholung

in die Leipziger
Innenstadt

So nutzt fast jeder zweite Leipziger das Auto für den Weg zur Arbeit. Exakt
der gleiche Wert (49 Prozent) wie bei der kommunalen Bürgerumfrage 2010.
Erstaunliche Unterschiede gibt es allerdings bei der Wahl des Verkehrsmittels
für den Weg zur Ausbildung: während hier im Jahr 2010 lediglich 27 Prozent
den PKW nutzten, erhöht sich dieser Anteil für 2011 auf 35 Prozent. Im selben Zeitraum sinkt der Anteil der (jungen) Leipzigerinnen und Leipziger, die
für den Weg zur Ausbildung die Straßenbahn oder den Bus nutzen von
40 Prozent auf nunmehr 32 Prozent. Fraglich bleibt, ob diese Entwicklung
eine Folge von fehlenden Alternativen ist, oder ob das Auto aufgrund von Bequemlichkeit den Vorzug gegenüber anderen Verkehrsmitteln erhält.
Vergleichsweise wenig ändert sich demgegenüber bei den übrigen Wegen.
Das Auto bleibt das Verkehrsmittel der Wahl bei Einkäufen. Bei Freizeitaktivitäten bekommt es Konkurrenz vom Fahrrad. Knapp ein Drittel der Befragten
nutzen hierfür immerhin überwiegend das Zweirad.
9.2.

Verkehrsmittel Fahrrad

9.2.1. Nutzung des Fahrrads
Die Nutzungshäufigkeit des Fahrrads hängt in erster Linie vom Alter der
Befragten ab und lässt sich auf die einfache Formel bringen: je älter die
Leipzigerinnen und Leipziger, desto seltener nutzen sie das Fahrrad.
Während knapp ein Viertel der 18- bis 34-Jährigen das Fahrrad (fast) täglich
nutzen, sinkt dieser Anteil bei den Befraten ab 65 Jahren auf 8 Prozent. Aus
dieser Altersgruppe nutzt zudem überhaupt nur die Hälfte der Befragten das
Fahrrad (siehe Abb. 9-2).
90

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Ein Blick auf die Fahrradnutzung nach Stellung im Erwerbsleben zeigt zudem,
dass sich die Gruppe der Vielnutzer des Fahrrads insbesondere aus der
Schüler- bzw. Studentenschaft rekrutiert. Immerhin 45 Prozent der befragten
Schüler und Studenten nutzen das Rad täglich, weitere 15 Prozent immerhin
noch mehrmals pro Woche. Mobilität definiert sich in dieser Gruppe also in
erster Linie über das Fahrrad, stellt das Fahrrad doch eine gute Möglichkeit
dar, kostengünstig von A nach B zu kommen.
Abb. 9-2:

Nutzungshäufigkeit des Fahrrads nach Alter und Stellung im Erwerbsleben
Gesamt
18-34 Jahre
35-49 Jahre

14

15

50-64 Jahre

14

14

65-85 Jahre
Erwerbstätige
Arbeitslose
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler

10 %

20 %

(fast) täglich

29

22
46

20

30 %

40 %

mehrmals/Woche

50 %

60 %

70 %

mehrmals/Monat

11

14

15

15

45

0%

14

34

15

11

14

8

50

21
16

18

25

29
20

10
15

15

16

34

21
18

12

8

13

28

20

16

23

25

28

17

15

16

80 %

seltener

90 %

100 %

nie

Welche Wege präferieren die Leipzigerinnen und Leipziger beim Radfahren
und finden sich unter ihnen auch die vielgescholtenen „Kampf-Radler“, die
ohne Rücksicht auf Verluste mit Vorliebe Gehwege zum Radfahren nutzen?
Die Antworten auf diese beiden Fragen lassen sich Abb. 9-3 entnehmen.
Abb. 9-3:

Präferenz für verschiedene Arten von Fahrradwegen
nutze ich am liebsten

66%

64%

nutze ich gern
nutze ich nur ungern
nutze ich gar nicht

48%

46%
42%
35%
28%

25%

22%

23%

21%
12%
2%

separate, baulich
getrennte Radw ege
neben der Straße

15%

14%

13%

10%
4%

7%

5%

markierte RadfahrStraßen ohne
Gehw ege (z.B. bei
separate Wege
bzw . Schutzstreifen
spezielle Radw ege
schlechten oder
abseits von Straßen
auf der Straße
oder Markierungen für gefährlichen Straßen) (z.B. durch GrünRadfahrer
oder Parkanlagen)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

91

Am liebsten nutzen die
Leipzigerinnen und
Leipziger separate,
baulich getrennte
Radwege neben der
Straße

Demnach nutzt die Mehrheit am liebsten separate, baulich getrennte
Radwege neben der Straße. Der Anteil der Befragten, die diese Wege am
liebsten bzw. gern nutzen, liegt bei 86 Prozent. Als Alternative kommen für
immerhin 73 Prozent noch markierte Radfahr- bzw. Schutzstreifen auf der
Straße in Betracht.
Straßen ohne spezielle Radwege oder Markierungen werden hingegen
ungern (66 Prozent) bzw. gar nicht (21 Prozent) genutzt. Etwas beliebter
scheinen demgegenüber Gehwege zu sein: 7 Prozent benutzen sie am
liebsten, weitere 23 Prozent gern. Trotz allem sind diese beiden Arten von
Wegen für die meisten Befragten wohl eher Notbehelfe, denen markierte bzw.
baulich separierte Radwege vorgezogen werden.
Dass Leipzig (auch innenstadtnah) durchaus gute Bedingungen für Radfahrer
bietet zeigt, dass Wege durch Grünanlagen oder Parks von den
Leipzigerinnen und Leipzigern sehr gern genutzt werden. Nach den separate
Radwegen ist dies die zweitbeliebteste Form von Radwegen.
9.2.2. Beurteilung der Qualität und des Angebots an
Radverkehrsanlagen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
Beurteilung für die Gesamtstadt
Mit der Qualität der Radverkehrsanlagen, deren baulichem Zustand und der
Verständlichkeit der Führung und Wegweisung sind die Leipzigerinnen und
Leipziger insgesamt (noch) zufrieden. Knapp ein Drittel der Befragten, die
dies einschätzen können, sind sehr zufrieden bzw. zufrieden. Weitere
52 Prozent vergeben die mittlere Beurteilung teils/teils und nur etwa jeder
sechste Befragte äußert sein Missfallen über die Qualität der
Verkehrsanlagen für Radfahrer.

Angebot
Abstellmöglichkeiten

Angebot
Radverkehrsanlagen

Qualität
Radverkehrsanlagen

Abb. 9-4: Beurteilung der Qualität und des Angebots an Radverkehrsanlagen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Stadt insgesamt (nur Befragte, die jeweils eine Einschätzung abgeben
können)

Gesamt 3
Vielnutzer*

3

Gesamt 2
Vielnutzer* 2
Studenten/Schüler 2
Gesamt 3

4

2,8

10

5

2,8

15

3

2,9

15

3

2,9

12

4

2,8

20

5

3,0

20

6

2,9

50

30

48

35
51

29

49

30

48

33
42

29

Vielnutzer*

3

Studenten/Schüler

3

38

0%

20 %

sehr zufrieden

13

52

28

Studenten/Schüler 2

13

MW 1-5
2,9
4

39

32

zufrieden

15

42
40 %

teils/teils

60 %

unzufrieden

80 %

3

2,8

100 %

sehr unzufrieden

* Befragte die angeben (fast) täglich bzw. mehrmals pro Woche in Leipzig mit dem Rad zu fahren

Was sagen nun die „Experten“, also die Gruppen, die die Radwege am
häufigsten nutzen? In Abb. 9-4 sind einerseits die Antworten der Vielnutzer
ausgewiesen (Befragte, die angeben (fast) täglich bzw. mehrmals pro Woche
92

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

mit dem Fahrrad zu fahren) und zusätzlich die Gruppe der Studenten und
Schüler, die ebenfalls sehr häufig das Rad nutzen. Das Urteil der Vielnutzer
zur Qualität der Anlagen fällt ähnlich aus wie das Urteil der Leipzigerinnen
und Leipziger insgesamt. Die Studenten und Schüler sind mit der Qualität der
Radverkehrsanlagen sogar etwas zufriedener als die Bewohner der Stadt
insgesamt.

Studenten und Schüler
sind mit der Qualität und
dem Angebot an
Radverkehrsanlagen
zufriedener als die
Befragten insgesamt

Ähnliche Muster zeigen sich auch bei der Beurteilung des Angebots an
Radverkehrsanlagen: gut jeder dritte Stadtbewohner ist hiermit „zufrieden“
bzw. „sehr zufrieden“, etwas weniger, nämlich 18 Prozent sind „unzufrieden“
bzw. „sehr unzufrieden“. Die Vielnutzer unterscheiden sich kaum vom
städtischen Durchschnitt, bei den Studenten/ Schülern sind die Anteile der
Befragten, die mit dem Angebot zufrieden sind jeweils etwas höher.
Neben der Infrastruktur zum Fahren benötigen Radfahrer auch Möglichkeiten
zum „Parken“. Die ebenfalls abgefragte Zufriedenheit mit Abstellmöglichkeiten
für Fahrräder polarisiert etwas mehr. So ist einerseits jeder vierte Vielnutzer
mit den Abstellmöglichkeiten „unzufrieden“ bzw. „sehr unzufrieden“. Damit
zeigen sich die Vielnutzer also mit dem Angebot an Abstellmöglichkeiten unzufriedener als mit der Qualität und dem Angebot an Radverkehrsanlagen.
Anderseits sind knapp ein Drittel der befragten Vielnutzer mit den Abstellmöglichkeiten auch (sehr) zufrieden. Vermutlich hängt insbesondere die Bewertung der Abstellmöglichkeit auch von dem täglichen Weg bzw. dem Ort
ab, an dem das Fahrrad abgestellt werden muss. Für Schüler und Studenten
scheinen Abstellmöglichkeiten in etwas größerem Umfang zur Verfügung zu
stehen: dies spiegelt nicht nur der etwas bessere Mittelwert wider, sondern
auch der Anteil von 41 Prozent die angeben, mit dem Angebot an Abstellmöglichkeiten (sehr) zufrieden zu sein.
Beurteilung für den eigenen Ortsteil
Neben einem Urteil für die Gesamtstadt sollten die Leipzigerinnen und
Leipziger die Fragen zur Zufriedenheit mit den Radverkehrsanlagen und
Abstellmöglichkeiten auch für ihren Ortsteil beantworten.
Die Ergebnisse zur Beurteilung der Qualität und des Angebots der Radverkehrsanlagen, sowie der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im eigenen
Ortsteil sind in Tab. 9-5 dargestellt.
Dabei schneiden Ortsteile im Leipziger Westen (Lausen-Grünau, GrünauSiedlung) bei der Beurteilung der Qualität der Radverkehrsanlagen am besten
ab. Aber auch in den zentrumsnahen Ortsteilen (Zentrum-Nordwest und
Zentrum-Südost) wird die Qualität von den eigenen Bewohnern positiv
eingeschätzt. Vergleichsweise unzufrieden mit der Qualität der
Radverkehrsanlagen sind demgegenüber die Bewohner von Mockau-Süd,
Dölitz-Dösen und Leutzsch.
Auch bei der Beurteilung des Angebots an Radverkehrsanlagen schneiden
die Grünauer Ortsteile (Grünau-Ost, Grünau-Siedlung, Lausen-Grünau und
Grünau-Nord) sowie Probstheida besonders gut ab. Hier sind jeweils etwa
die Hälfte der Befragten mit dem Angebot „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“. In
den
beiden Ortsteilen, in denen die Bewohner das Angebot an
Radverkehrsanlagen am schlechtesten einschätzen (Mockau-Süd und
Leutzsch) sind hingegen nur 12 bzw. 16 Prozent „zufrieden“ bzw. „sehr
zufrieden“.

In den Grünauer
Ortsteilen werden die
Qualität und das Angebot
an Radverkehrsanlagen
am besten beurteilt

Auch die Abstellmöglichkeiten werden von Bewohnern im Südwesten
Knautkleeberg-Knauthain bzw. Westen (Grünau-Ost und Grünau-Mitte) am
besten bewertet. Ortsteile mit besonders schlechter Beurteilung sind hingegen Kleinzschocher, Möckern und Mockau-Süd.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

93

Tab. 9-5: Beurteilung der Qualität und des Angebots an Radverkehrsanlagen und Abstellmöglichkeiten
für Fahrräder im eigenen Ortsteil (nur Befragte, die jeweils eine Einschätzung abgeben können)
1
sehr zufrieden

OTNr.

Ortsteil-Name

00
Zentrum
01
Zentrum-Ost
02
Zentrum-Südost
03
Zentrum-Süd
04
Zentrum-West
05
Zentrum-Nordwest
06
Zentrum-Nord
10
Schönefeld-Abtnaundorf
11
Schönefeld-Ost
12
Mockau-Süd
13
Mockau-Nord
14
Thekla
15
Plaußig-Portitz
20
Neustadt-Neuschönefeld
21
Volkmarsdorf
22
Anger-Crottendorf
23
Sellerhausen-Stünz
24
Paunsdorf
25
Heiterblick
26
Mölkau
27
Engelsdorf
28
Baalsdorf
29
Althen-Kleinpösna
30
Reudnitz-Thonberg
31
Stötteritz
32
Probstheida
33
Meusdorf
34
Liebertwolkwitz
35
Holzhausen
40
Südvorstadt
41
Connewitz
42
Marienbrunn
43
Lößnig
44
Dölitz-Dösen
50
Schleußig
51
Plagwitz
52
Kleinzschocher
53
Großzschocher
54
Knautkleeb.-Knauthain
55
Hartmannsd.-Knautnaund.
60
Schönau
61
Grünau-Ost
62
Grünau-Mitte
63
Grünau-Siedlung
64
Lausen-Grünau
65
Grünau-Nord
66
Miltitz
70
Lindenau
71
Altlindenau
72
Neulindenau
73
Leutzsch
74
Böhlitz-Ehrenberg
75
Burghausen-Rückmarsd.
80
Möckern
81
Wahren
82
Lützschena-Stahmeln
83
Lindenthal
90
Gohlis-Süd
91
Gohlis-Mitte
92
Gohlis-Nord
93
Eutritzsch
94
Seehausen
95
Wiederitzsch
Gesamt:

94

2
zufrieden

3
teils/teils

Qualität der
Radverkehrsanlagen
Anteil
D
Anzahl
1+2 in %
1-5
70
82
83
110
113
109
83
91
86
96
97
85
132
85
87
87
72
119
85
94
124
103
113
130
109
102
87
123
109
151
133
91
102
99
125
123
95
111
99
110
106
97
102
116
111
87
98
88
88
89
96
109
107
111
74
84
108
133
124
91
110
103
102
3001

35
34
61
27
38
55
48
33
50
16
28
30
37
42
40
27
36
55
66
27
39
29
27
33
20
66
57
35
21
27
33
50
50
19
21
29
25
36
53
23
63
59
65
67
68
55
53
29
21
23
19
30
47
25
23
57
58
27
23
43
54
52
49
38

2,8
2,9
2,3
3,1
2,9
2,6
2,6
2,9
2,5
3,3
3,1
2,8
2,9
2,8
2,8
3,1
2,9
2,5
2,4
3,2
2,9
3,1
3,2
3,0
3,2
2,3
2,6
3,0
3,3
3,0
3,0
2,6
2,6
3,3
3,3
3,0
3,2
2,8
2,5
3,5
2,3
2,3
2,4
2,3
2,2
2,5
2,6
2,8
3,1
3,1
3,3
3,0
2,6
3,2
3,2
2,5
2,5
3,2
3,1
2,7
2,5
2,6
2,7
2,8

4
unzufrieden
Angebot an
Radverkehrsanlagen
Anteil
D
Anzahl
1+2 in %
1-5
69
81
78
108
104
104
76
85
84
82
88
79
122
76
83
84
68
112
81
88
112
99
107
129
103
97
86
116
106
143
123
84
92
92
122
116
96
104
92
104
103
92
94
108
102
84
98
85
88
86
90
107
105
105
74
79
101
124
111
86
102
98
95
2841

26
29
51
26
36
48
34
24
46
12
22
17
33
44
31
21
38
41
52
17
33
16
23
29
19
61
57
35
20
28
34
51
46
23
23
32
18
31
45
25
58
64
59
60
60
59
50
30
20
20
16
24
47
21
20
38
49
24
17
36
55
47
49
35

3,0
3,0
2,6
3,2
2,9
2,7
2,9
3,2
2,6
3,4
3,1
3,1
3,2
2,7
2,9
3,2
2,8
2,6
2,5
3,3
2,9
3,4
3,3
3,1
3,3
2,3
2,5
3,0
3,4
3,1
3,0
2,5
2,7
3,3
3,3
3,0
3,3
2,9
2,7
3,6
2,4
2,3
2,5
2,4
2,3
2,4
2,6
2,9
3,1
3,1
3,3
3,1
2,7
3,3
3,1
2,9
2,6
3,2
3,3
2,8
2,5
2,7
2,7
2,9

5
sehr unzufrieden
Abstellmöglichkeiten für
Fahrräder
Anteil
D
Anzahl
1+2 in %
1-5
68
77
87
107
100
101
77
83
73
79
87
73
109
79
85
83
64
104
70
87
103
75
80
128
102
96
79
105
96
138
127
81
90
84
120
114
92
98
91
90
94
90
94
100
97
77
92
85
79
76
85
102
94
95
69
73
94
116
109
81
95
89
88
2743

57
41
48
29
35
32
36
26
52
22
37
40
40
27
22
22
26
31
46
27
33
42
46
33
26
52
56
46
30
31
27
36
51
28
28
30
15
46
69
55
54
64
59
51
50
54
43
29
24
27
24
35
44
19
25
48
46
23
22
28
41
45
58
35

2,6
2,9
2,7
3,1
2,9
3,0
3,1
3,1
2,6
3,2
3,0
2,8
2,8
3,1
3,3
3,4
3,0
2,9
2,7
3,1
2,9
2,7
2,7
3,1
3,1
2,7
2,5
2,8
3,0
3,0
3,1
2,9
2,6
3,2
3,3
3,2
3,4
2,9
2,2
2,7
2,5
2,4
2,5
2,5
2,6
2,5
2,7
3,0
3,2
3,1
3,3
3,0
2,7
3,3
3,2
2,8
2,8
3,1
3,3
3,1
2,8
2,7
2,5
3,0

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

9.2.3. In welchem Ortsteil lässt es sich am besten Rad fahren?
In welchem Ortsteil sind die Bedingungen für Radfahrer (zumindest aus Sicht
der Bewohner des Ortsteils) nun am besten? Um diese Frage zu
beantworten, wurden die drei abgefragten Einzelkriterien zur Qualität und
dem Angebot an Radverkehrsanlagen sowie zu Abstellmöglichkeiten für
Radfahrer zusammengefasst (die Angaben zu den Einzelkriterien wurden
dafür auf Befragtenebene addiert, durch drei geteilt und anschließend auf
ganze Zahlen gerundet). Dabei wurden nur diejenigen Befragten
berücksichtigt, die zu allen drei Kriterien eine Aussage machen konnten. Die
Auswertung auf Ortsteilebene ist in Abb. 9-5 dargestellt. Ortsteile, in denen
die Einwohner mit den Bedingungen besonders zufrieden sind, sind in der
Karte grün markiert. Wie schon bei der Beurteilung der Einzelkriterien,
bewerten auch bei der Gesamtschau der abgefragten Kriterien die Bewohner
von Ortsteilen im Leipziger Westen die Bedingungen für das Radfahren am
besten.
In Ortsteilen, die in der Karte rot markiert sind, äußern sich die Bewohner
hingegen besonders unzufrieden mit den Bedingungen für das Radfahren.
Schlusslichter sind hier Mockau-Süd, Altlindenau und Kleinzschocher.
Abb. 9-5: Zufriedenheit mit den Bedingungen für Radfahrer in den Leipziger
Ortsteilen (nur Befragte, die jeweils eine Einschätzung abgeben können)

Die Leipzigerinnen und Leipziger wurden außerdem gefragt, ob im eigenen
Ortsteil bzw. in der Stadt Leipzig aus ihrer Sicht in jüngster Zeit genügend für
den Radverkehr getan wurde. Stellt man nun die Zufriedenheit mit den
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

95

Der Handlungsbedarf
wurde berechnet aus
der Differenz zwischen
der Zufriedenheit mit
dem Status quo (Anteil
der Befragten je
Ortsteil, die mit den
Bedingungen für
Radfahrer im Ortsteil
zufrieden sind) und der
Einschätzung, ob in
jüngster Zeit genug für
den Radverkehr im
Ortsteil getan wurde
(Anteil der Befragten je
Ortsteil, die angeben,
dass in jüngster Zeit
„wenig“ bzw. „viel zu
wenig“ für den
Radverkehr in ihrem
Ortsteil getan wurde).
Bei sehr hohem
Handlungsbedarf liegt
der Anteil derjenigen,
die angeben es wird
zu wenig für den
Radverkehr getan
mindestens 60
Prozentpunkte über
dem Anteil der
Befragten, die mit den
Radverkehrsbedingungen in ihrem
Ortsteil zufrieden sind.
Bei sehr geringem
Handlungsbedarf liegt
der Anteil derjenigen,
die angeben es wird
zu wenig für den
Radverkehr getan
mindestens 10
Prozentpunkte unter
dem Anteil der
Befragten, die mit den
Radverkehrsbedingungen in ihrem
Ortsteil zufrieden sind.

Bedingungen zum Radfahren in den Ortsteilen ins Verhältnis zur Einschätzung, ob im eigenen Ortsteil genügend für den Radverkehr getan wird,
so spiegelt das Ergebnis gewissermaßen den Handlungsbedarf im Bereich
Radverkehr aus Sicht der Ortsteilbewohnerschaft wider (vgl. Abb. 9-6).
Demnach ist der Handlungsbedarf für Investitionen im Bereich
Radverkehrsinfrastruktur aus Sicht der Bewohner von Anger-Crottendorf,
Mockau-Süd, Leutzsch und Gohlis-Mitte am größten. Aber auch in anderen
Ortsteilen ist der Handlungsbedarf sehr hoch (rot eingefärbte Ortsteile in Abb.
9-6).
Abb. 9-6: Handlungsbedarf bei den Bedingungen für Radfahrer aus Sicht der
Ortsteilbewohnerschaft (nur Befragte, die jeweils eine Einschätzung abgeben
können)

Zusammenfassend wurden die Befragten gebeten, eine Einschätzung
darüber abzugeben, ob in der Stadt Leipzig insgesamt in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr getan wird. 43 Prozent der Leipzigerinnen und
Leipziger können zu diesem Thema keine Auskunft geben. Bei den
Vielnutzern (jüngere Befragte und Studenten/ Schüler) ist dieser Anteil erwartungsgemäß niedriger.
Insgesamt überwiegt bei allen Stadtbewohnern die Ansicht, dass für die
Radwege in der Stadt eher zu wenig als zu viel getan wird. Insbesondere die
96

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Studenten und Schüler beurteilen die Anstrengungen der Stadt am
kritischsten: 73 Prozent der Studenten und Schüler, die hierzu eine Aussage
machen können, geben an, dass für die Radfahrer in jüngster Zeit „wenig“
bzw. „viel zu wenig“ getan wird. Selbst von den Rentnern und Pensionären –
eigentlich Wenignutzer des Fahrrads – sind immerhin noch 50 Prozent der
Ansicht, dass in Leipzig „wenig“ bzw. „viel zu wenig“ für den Radverkehr
getan wird (siehe Abb. 9-7).
Abb. 9-7: Beurteilung, ob in Leipzig in letzter Zeit genügend für den Radverkehr getan wird
(nur Befragte, die eine Einschätzung abgeben können)
Gesamt

6

18-34 Jahre 3

12

26

11

40

27

42

35-49 Jahre

8

50-64 Jahre

8

13

27

65-85 Jahre

7

15

26

Erwerbstätige

6

Arbeitslose 1
Rentner/Pensionäre
Studenten/Schüler

11

11
15

7
4
0%

24

10 %

viel zu viel

36
34

27

41

30

35

15
6

42

27

viel

30 %

40 %

50 %

genau richtig

17

3,6

16

3,5

15

3,4
3,4

15

3,5

18

3,5

16

53

20 %

MW 1-5
3,5

18

34

17

16

3,4

20
60 %

70 %

80 %

wenig

90 %

3,8
100 %

viel zu wenig

9.2.4. Nutzung der Kombination von ÖPNV und Rad
Bei der Förderung des Radverkehrs in der Stadt spielt auch die Verknüpfung
des Radverkehrs mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bzw. die
Möglichkeit, das Fahrrad im ÖPNV mitzunehmen, eine wichtige Rolle. Dies
kann einerseits die Akzeptanz für das Fahrrad erhöhen. Andererseits erhöht
die Kombination beider Verkehrsmittel die Attraktivität von nicht-motorisiertem
Individualverkehr in der Stadt.
In der Bürgerumfrage wurde zunächst der Status quo erfragt, um herauszufinden, wieviele Leipzigerinnen und Leipziger die Fahrradmitnahme im
ÖPNV nutzen. Wie aus Abb. 9-8 hervorgeht ist dies heute nur eine Minderheit. So geben 79 Prozent der Befragten, in deren Haushalt mindestens ein
Fahrrad zur Verfügung steht, an, das Fahrrad nie im ÖPNV mitzunehmen.
Selbst bei den Fahrrad-Vielnutzern liegt dieser Anteil immer noch bei
68 Prozent. Lediglich bei den Studenten und Schülern sind die Anteile etwas
höher: hier nutzt immerhin knapp jeder Zweite (wenn auch selten) die
Fahrradmitnahme im ÖPNV.
Ähnlich gering fällt die Nutzungshäufigkeit von „Bike and Ride“-Standorten
aus, also Fahrradabstellmöglichkeiten im ÖPNV-Haltestellenbereich. 84 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger mit mindestens einem Fahrrad im
Haushalt nutzen diese Abstellmöglichkeiten nie. Auch die Vielnutzer des
Fahrrads nehmen dieses Angebot eher selten wahr: mehr als drei Viertel der
Vielnutzer nutzen diese Abstellmöglichkeiten nie. Ähnlich niedrig ist die
Nutzung bei Studenten und Schülern. Insgesamt scheint zu gelten:
passionierte Radfahrer stellen ihr Rad ungern ab, um auf ein anderes
Verkehrsmittel umzusteigen. Auch der umgekehrte Weg, also die Nutzung
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Das Fahrrad wird nur
sehr selten im ÖPNV
mitgenommen

97

Nutzung ÖPNV
Nutzung
Nutzung
und Weiterfahrt mit Bike and Ride Fahrradmitnahme
dem Fahrrad
im ÖPNV

des ÖPNV und die anschließende Weiterfahrt mit dem Fahrrad, werden
sowohl von den Befragten insgesamt, als auch von den Fahrrad-Vielnutzern
und Studenten/ Schülern vergleichsweise wenig genutzt.
Abb. 9-8: Nutzung von Kombinationsmöglichkeiten zwischen Radverkehr und ÖPNV
(nur Befragte, in deren Haushalt ein Fahrrad zur Verfügung steht)
Gesamt 2

79

18

Vielnutzer 11 3
Studenten/Schüler 1 6

84

13

Vielnutzer 1 4

77

17

Studenten/Schüler 2 3

73

22
84

14

Vielnutzer 11 3

75

20

Studenten/Schüler 11
0%

53

40

Gesamt 12

Gesamt 1

68

27

67

31
10 %

(fast) täglich

20 %

30 %

40 %

mehrmals pro Woche

50 %

60 %

70 %

mehrmals pro Monat

80 %

90 %

seltener

100 %

nie

9.3.
Wahrnehmung von Lärm und Lärmbelästigung
Insgesamt wird die Bereits seit 1999 werden die Bürger in der kommunalen Bürgerumfrage auch
Lärmbelästigung als nicht zu Lärm und subjektiv wahrgenommener Lärmbelästigung in der Wohnung
besonders hoch bzw. der Wohnumgebung gefragt. Wie in Abb. 9-9 deutlich wird, ergeben sich
eingeschätzt im Zeitverlauf dabei kaum Veränderungen. Insgesamt wird die Lärmbelästigung von den Bürgerinnen und Bürgern zudem als nicht besonders hoch
eingeschätzt. Wie bereits im Jahr 1999 und bei allen folgenden Bürgerumfragen fühlen sich die Leipzigerinnen und Leipziger noch am ehesten
durch Straßenverkehrslärm belästigt. An zweiter Stelle folgt (ebenfalls wie in
den Vorjahren) der Schienenverkehr.
Abb. 9-9: Lärmbelästigung nach Lärmarten im Zeitverlauf (1999 – 2011)

Mittelwert
1 = "sehr stark" ... 5 = "überhaupt nicht"

1
Straßenverkehr
Schienenverkehr
Flugverkehr
Baustellenlärm
Industrie-/Gewerbelärm
anderer Lärm

2

3

4

5
1999

98

2001

2005

2006

2007

2008

2010

2011

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Überraschend ist, dass im Vergleich zu 2010 die subjektiv wahrgenommene
Belästigung durch Fluglärm bei den Leipzigerinnen und Leipzigern insgesamt
abgenommen hat. Der entsprechende Mittelwert (auf einer Skala von 1=“sehr
stark“ belästigt bis 5=“überhaupt nicht“ belästigt) liegt nunmehr bei 4,2,
während im Jahr 2010 noch ein Wert von 4,0 gemessen wurde. Im
Nordwesten ist die wahrgenommene Belästigung durch Fluglärm allerdings
leicht angestiegen.

Die wahrgenommene
Belästigung durch
Fluglärm ist im Vergleich
zu 2010 etwas gesunken

Am wenigsten stört die Leipzigerinnen und Leipziger der Lärm von Industrieund Gewerbebetrieben. Auch hier gab es seit 1999 – weder in der Rangfolge
noch in der durchschnittlichen Bewertung – eine Veränderung.
Die wahrgenommene Belästigung durch die unterschiedlichen Lärmarten
unterscheidet sich in Abhängigkeit von der Nähe zur entsprechenden Lärmquelle (zum Teil) deutlich. Wie aus Tab. 9-6 hervorgeht, ist beispielsweise der
Straßenverkehr insbesondere eine Belatung für die Leipzigerinnen und
Leipziger, die in der Mitte der Stadt wohnen. Lärm durch Schienenverkehr
und Flugverkehr sind hingegen eindeutig Probleme der Bewohner des Nordwestens der Stadt.
Die verschiedenen Baumaßnahmen in der Innenstadt und der daraus resultierende Baustellenlärm sind wiederum eine Belästigung insbesondere für die
Bewohner der in der Stadtmitte befindlichen Ortsteile, wohingegen Baustellenlärm in den übrigen Stadtbezirken kaum ein Problem darstellt. Ähnlich
unproblematisch beurteilen die Leipzigerinnen und Leipziger den Lärm durch
Industrie und Gewerbe: auch hier gibt es keine „Problembezirke“.
Zusammenfassend bestätigt die Detailauswertung, dass hinsichtlich der wahrgenommenen Lärmbelästigung die Bewohnerinnen und Bewohner von zwei
Stadtbezirken sich von jeweils zwei Lärmarten mehr als der Durchschnitt belästigt fühlen: im Stadtbezirk Mitte durch Straßenverkehr und Baustellenlärm
und im Stadtbezirk Nordwest durch Schienen- und Flugverkehr.
Tab. 9-6:

Subjektiv wahrgenommene Lärmbelästigung nach Stadtbezirken
Straßenverkehr

Schienenverkehr

Flugverkehr

Baustellenlärm

Industrie-/
Gewerbelärm

anderer Lärm

Mittelwerte auf einer Skala von 1=“sehr stark“ belästigt bis 5=“überhaupt nicht“ belästigt
Gesamt 2011:
davon aus
Stadtbezirk:
Mitte

3,5

4,0

4,2

4,3

4,7

4,3

3,3

3,8

4,5

3,8

4,7

4,1

Nordost

3,7

3,9

4,3

4,5

4,8

4,5

Ost

3,5

3,9

4,3

4,5

4,7

4,3

Südost

3,5

4,2

4,2

4,3

4,8

4,3

Süd

3,4

4,0

4,4

4,2

4,8

4,1

Südwest

3,4

4,0

4,4

4,4

4,7

4,3

West

4,0

4,4

4,2

4,6

4,8

4,4

Altwest

3,4

3,9

4,0

4,3

4,7

4,2

Nordwest

3,5

3,5

3,3

4,5

4,6

4,2

Nord

3,4

4,0

4,2

4,3

4,8

4,4

Gesamt 2010:

3,4

4,0

4,0

4,2

4,7

4,2

9.4.

Abfallentsorgung

In Zeiten abnehmender Ressourcen wird die Sammlung und Wiederverwertung von Müll immer wichtiger. Voraussetzung für die Nutzung von Möglichkeiten zur Wiederverwertung von Rohstoffen ist dabei allerdings zunächst die
Kenntnis der verschiedenen Arten von korrekter Müllentsorgung. Wie
Abb. 9-10 zu entnehmen ist, hat von den vier abgefragten Angeboten der
Stadtreinigung Leipzig das Bürgertelefon „Abfall“ (wie schon im Vorjahr) den
geringsten Bekanntheitsgrad. Deutlich bekannter sind hingegen die konkreten
Möglichkeiten der Müllentsorgung: 86 Prozent der Befragten kennen die
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

99

Sperrmüllentsorgung, 80 Prozent die Elektrogeräteentsorgung und immerhin
noch 72 Pozent die Schadstoffsammlung. Knapp zwei von drei Leipzigern
haben die Sperrmüllentsorgung zudem bereits genutzt. Immerhin jeder Zweite
hat bereits ein altes Elektrogerät umweltgerecht entsorgt und gut ein Drittel
der Befragten hat auch schon Schadstoffe bei der Stadtreinigung Leipzig
abgegeben.

Knapp zwei von drei
Befragten haben die
Sperrmüllentsorgung
bereits genutzt

Abb. 9-10: Kenntnis verschiedener Angebote der Stadtreinigung Leipzig
Bürgertelefon "Abfall"

13

41

Sperrmüllentsorgung

24

48

Schadstoffsammlung

36
10 %

20 %

10

32

30 %

40 %

50 %

5

14

36

ja, kenne ich und habe ich bereits genutzt
nein, es interessiert mich aber

Gut für die Umwelt: der
Nutzungsgrad der
verschiedenen Wertstofftonnen ist groß

24

62

Elektrogeräteentsorgung

0%

22

5

17
60 %

70 %

80 %

10
90 %

100 %

ja, kenne ich, habe ich aber noch nicht genutzt
nein, interessiert mich nicht

Wie ernst nehmen es die Leipzigerinnen und Leipziger aber mit der Trennung
des Hausmülls? Aus Abb. 9-11 geht hervor, dass insbesondere die Trennung
von Papier in fast jedem Leipziger Haushalt praktiziert wird. 97 Prozent der
Befragten geben an, die Blaue Tonne immer zu nutzen. Einen ähnlich hohen
Nutzungsgrad erfährt die Gelbe Tonne, in der u.a. Wertstoffe mit dem Grünen
Punkt gesammelt werden. Hier liegt der Anteil der Befragten, die diese Tonne
immer nutzen, bei 95 Prozent. Etwas seltener werden hingegen
Glassammelcontainer genutzt. Der Anteil der regelmäßigen Nutzer liegt hier
aber immer noch bei 83 Prozent.

Abb. 9-11: Nutzung von Wertstoffbehältern

Blaue Tonne

97

Gelbe Tonne

95

Glassammelcontainer

4 11

83

0%
ja, immer

10 %

20 %

ja, manchmal

Biotonne

30 %

40 %

10

50 %

10 %

20 %

60 %

nein, gibt es nicht in der Nähe

50

0%

30 %

40 %

50 %

70 %

80 %

5 2

90 %

100 %

nein, obw ohl es solche Behälter gibt

20

ja, immer
nein, gibt es nicht in der Nähe
nein, ich kompostiere selbst

100

3

60 %

4

70 %

11

80 %

15

90 %

100 %

ja, manchmal
nein, obw ohl es solche Behälter gibt

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Die Nutzung der Biotonne zur Entsorgung von kompostierbaren Abfällen
hängt sehr stark von der eigenen Wohnsituation ab. Wie aus Abb. 9-11
ersichtlich wird, geben immerhin 30 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger
an, die Biotonne nicht zu nutzen. Die Hälfte der Nichtnutzer hat dafür einen
plausiblen Grund: sie kompostieren selbst.
Erwartungsgemäß wächst dabei der Anteil der Selbstkompostierer je weiter
man sich vom Zentrum entfernt bzw. je höher der Anteil an Wohneigentümern
ist. Dieser Zusammenhang ist in Abb. 9-12 widergegeben. Daneben zeigt die
Karte auch, dass insbesondere in Ortsteilen mit Großwohnsiedlungen der
Anteil von Einwohnerinnen und Einwohnern, die selbst kompostieren, sehr
gering ist. Den Ortsteilen Gohlis-Süd und Grünau-Nord mit den niedrigsten
Anteilen an Selbstkompostierern stehen die Ortsteile Baalsdorf und
Hartmannsdorf-Knautnaundorf gegenüber, in denen jeweils mehr als 70
Prozent der der Befragten angeben, selbst zu kompostieren.

In den peripheren
Ortsteilen ist der Anteil
an Selbstkompostierern
(deutlich) höher

Abb. 9-12: Anteile von Selbstkompostierern in den Ortsteilen

Die Leipzigerinnen und Leipziger wurden zudem gefragt, wie häufig sie
bereits Schadstoffe (z.B. Haushaltschemikalien, Farbreste, Leuchtstoffröhren)
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

101

am Schadstoffmobil oder in der stationären Sammelstelle abgegeben haben.
Bei dieser Frage ergeben sich interessante Unterschiede: Befragte in
Ortsteilen mit einem hohen Anteil an Eigenheimen nutzen diese Art der
Schadstoffentsorgung auch häufiger (siehe Abb. 9-13). Während
beispielsweise im Zentrum bisher nur 20 Prozent der Befragten und in Volkmarsdorf (25 Prozent) Schadstoffe am Schadstoffmobil oder in der stationären Sammelstelle abgegeben haben, geben in Knautkleeberg-Knauthain
73 Prozent der Befragten an, schon einmal Schadstoffe auf diese Art entsorgt
zu haben.
Abb. 9-13: Nutzung der Schadstoffentsorgung in den Ortsteilen (Anteile von Befragten,
die mindestens einmal Schadstoffe am Schadstoffmobil oder in der stationären
Sammelstelle abgegeben haben)

102

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Anhang

Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Fragebögen Kommunale Bürgerumfrage 2011

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

103

104

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Bürgerumfrage 2001 - Ergebnisübersicht

Tabellenverzeichnis
Seite
Methodische Vorbemerkungen
Tab. 0-1 Rücklaufquoten ................................................................................................................... 7
Tab. 0-2 Vergleich der Altersstruktur Grundgesamtheit und auswertbare Stichprobe........................ 7
Tab. 0-3 Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben........................................................................ 9
Tab. 0-4 Partnerschaftsbeziehung..................................................................................................... 9
Tab. 0-5 Höchster schulischer Abschluss .......................................................................................... 9
Tab. 0-6 Haushaltstyp........................................................................................................................ 9
1.
Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht
Tab. 1-1 Allgemeine Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger ................................. 13
Tab. 1-2 Allgemeine Zukunftssicht der Leipzigerinnen und Leipziger ............................................ 16
2.
Wohnen und Umziehen
Tab. 2-1 Wohnstatus der Leipziger Haushalte............................................................................... 19
Tab. 2-2 Grundmiete, Gesamtmiete und Mietbelastung ................................................................ 22
Tab. 2-3 Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren
aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen? ..................................................................... 26
Tab. 2-4 Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen?........................... 27
3.
Kommunalpolitik und kommunale Lebensbedingungen
Tab. 3-1 Bedeutsamkeit von Wirtschaftsförderung, Grundsicherung für Bedürftige,
elementare Daseinsvorsorge und Erhaltung und Pflege von Leistungen
vergangener Jahrhunderte .............................................................................................. 30
Tab. 3-2 Zufriedenheit mit ausgewählten Lebensbedingungen ..................................................... 36
Tab. 3-3 Verbesserungen bzw. Verschlechterungen im Hinblick auf die Lebensbedingungen ...... 37
Tab. 3-4 Investitionswunsch und Art der gewünschten Investition im Ortsteil ................................ 39
4.
Verhältnis Deutsche und Ausländer
Tab. 4-1 Zustimmung zur Aussage: „Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle
Bereicherung für unsere Stadt.“ ...................................................................................... 43
Tab. 4-2 Zustimmung zur Aussage „Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich
zunehmend als Fremder in seiner Stadt.“........................................................................ 43
Tab. 4-3 Zustimmung zur Aussage „Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.“ ........... 44
Tab. 4-4 Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der
Deutschen anpassen.“ .................................................................................................... 45
Tab. 4-5 Zustimmung zur Aussage „Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht
erledigen wollen.“ ............................................................................................................ 46
Tab. 4-6 Zustimmung zur Aussage „Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in
Deutschland untersagen.“ .............................................................................................. 47
Tab. 4-7 Regelmäßiger Kontakt zu Ausländern............................................................................. 47
5.
Einkommen und wirtschaftliche Situation
Tab. 5-1 Persönliches monatliches Nettoeinkommen.................................................................... 52
Tab. 5-2 Monatliches Nettoeinkommen der Leipziger Haushalte 2010 und 2011 .......................... 54
Tab. 5-3 Hauptquelle des Lebensunterhalts .................................................................................. 55
Tab. 5-4 Armutsgefährdungsschwelle für ausgewählte Haushaltskonstellationen 2011 ................ 57
6.
Einkaufsmöglichkeiten
Tab. 6-1 Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von Waren des
täglichen Bedarfs ............................................................................................................ 60
Tab. 6-2 Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von langlebigen
Gebrauchsgütern ............................................................................................................ 63

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

105

Seite
7.
Weiterbildung
Tab. 7-1 Stellenwert von Weiterbildung......................................................................................... 67
Tab. 7-2 Teilnahme an beruflicher Weiterbildung .......................................................................... 70
Tab. 7-3 Gründe für die Nichtteilnahme an beruflichen Weiterbildungen....................................... 71
Tab. 7-4 Informationsquellen zur allgemeinen und beruflichen Weiterbildung ............................... 74
Tab. 7-5 Nutzung der Angebote der Volkshochschule Leipzig ...................................................... 74
8.
Ehrenamt und Sport
Tab. 8-1 Ehrenamtlich Aktive nach ausgewählten Bereichen ........................................................ 79
Tab. 8-2 Interesse an ehrenamtlicher Tätigkeit der bisher Nicht-Aktiven
nach ausgewählten Bereichen ........................................................................................ 81
Tab. 8-3 Gründe dafür, nicht Mitglied eines Sportvereins zu sein nach Geschlecht,
Altersgruppen und Stellung im Erwerbsleben.................................................................. 84
Tab. 8-4 Sportarten, die außerhalb von Vereinen selbst organisiert betrieben werden.................. 86
Tab. 8-5 Sportarten, die außerhalb von Vereinen bei einem kommerziellen Anbieter
betrieben werden ............................................................................................................ 86
9.
Verkehr und Umwelt
Tab. 9-1 Zufriedenheit mit dem Flugangebot des Flughafens Leipzig/Halle .................................. 87
Tab. 9-2 Vermisste Flugangebote ab dem Flughafen Leipzig/Halle............................................... 88
Tab. 9-3 Ausstattungsgrad der Haushalte mit motorisierten Fahrzeugen ...................................... 88
Tab. 9-4 Zahl der Fahrräder im Haushalt....................................................................................... 89
Tab. 9-5 Beurteilung der Qualität und des Angebots an Radverkehrsanlagen und
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im eigenen Ortsteil ................................................... 94
Tab. 9-6 Subjektiv wahrgenommene Lärmbelästigung nach Stadtbezirken................................... 99

106

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Abbildungsverzeichnis
Seite
Methodische Vorbemerkungen
Abb. 0-1 Rücklauf der drei Fragebogenvarianten A, B und C nach Datum ..........................................6
Abb. 0-2 Leipziger Ortsteile ................................................................................................................10
1.

Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht

Abb. 1-1 Entwicklung von Lebenszufriedenheit und Zukunftssicht nach dem persönlichen
Einkommen ..........................................................................................................................14
Abb. 1-2 Entwicklung von Lebenszufriedenheit (1992 bis 2011) und Zukunftssicht
(2008 bis 2011) ....................................................................................................................15
Abb. 1-3 Lebenszufriedenheit in den Ortsteilen und Vergleich zu 2008 .............................................17
Abb. 1-4 Zukunftssicht in den Ortsteilen und Vergleich zu 2008 ........................................................18
2.

Wohnen und Umziehen

Abb. 2-1
Abb. 2-2
Abb. 2-3
Abb. 2-4
Abb. 2-5

Anteil von Wohneigentum nach monatlichem Haushaltsnettoeinkommen...........................19
Baualtersklassen nach Wohnstatus der Haushalte..............................................................20
Baualtersklassen nach Haushaltstypen ...............................................................................20
Wohnfläche nach Haushaltsgröße .......................................................................................21
Anteil Wohneigentum, Wohnungsgröße und Verteilung der Haushalte nach
Bauklassen auf Ortsteilebene ..............................................................................................21
Abb. 2-6 Grund- und Gesamtmiete je m2 2007 bis 2011 ....................................................................22
Abb. 2-7 Durchschnittliche Mietbelastung nach Höhe des Haushaltsnettoeinkommens ....................23
Abb. 2-8 Anteil Haushalte mit mindestens einem elektronischem Brandmelder ................................23
Abb. 2-9 Entwicklung des Wohnviertels in den letzten fünf Jahren 2003 bis 2011.............................24
Abb. 2-10 Ortsteile mit ambivalenter Bewertung zur Entwicklung des Wohnviertels............................25
Abb. 2-11 Umzugspotenzial in den Ortsteilen.......................................................................................27
Abb. 2-12 Gründe für den Umzug nach Umzugsziel ............................................................................28
Abb. 2-13 Kategorisierte Hauptumzugsgründe nach Umzugsziel ........................................................28
3.

Kommunalpolitik und kommunale Lebensbedingungen

Abb. 3-1
Abb. 3-2
Abb. 3-3
Abb. 3-4
Abb. 3-5

Bedeutsamkeit zentraler kommunalpolitischer Aufgaben ....................................................29
Sparen oder Nicht-Sparen?..................................................................................................31
Die größten Probleme in der Stadt Leipzig im Zeitvergleich ................................................32
Zufriedenheit mit kommunalen Lebensbedingungen im Zeitvergleich .................................34
Zufriedenheit mit dem Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen nach Altersgruppen,
Stellung im Erwerbsleben und Stellung der Erwerbstätigen im Berufsleben .......................35
Abb. 3-6 Kenntnis verschiedener Leipziger Initiativen ........................................................................40
4.
Abb. 4-1
Abb. 4-2
Abb. 4-3
Abb. 4-4
5.

Verhältnis Deutsche und Ausländer
Lebensbereiche, in denen Ausländer und Deutsche miteinander Kontakt haben................41
Bewertung der Kontakte nach Lebensalter ..........................................................................42
Anteil der Befragten mit regelmäßigem Kontakt zu Ausländern nach Lebensalter ..............48
Aussagen zum Zusammenleben von Deutschen und Ausländern.......................................48
Einkommen und wirtschaftliche Situation

Abb. 5-1 Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens 1991 bis 2011 (Median).....52
Abb. 5-2 Entwicklung des persönlichen monatlichen Nettoeinkommens von Selbstständigen
2008 bis 2011 (Median)........................................................................................................53
Abb. 5-3 Monatliches Haushalts-Nettoeinkommen nach vorwiegender Einkommensquelle
2010 und 2011 (Median) ......................................................................................................54
Abb. 5-4 Hauptquelle des Lebensunterhalts 2002 bis 2011 ..............................................................55
Abb. 5-5 Entwicklung des Nettoäquivalenzeinkommens 2008 bis 2011 (Median) .............................56
Abb. 5-6 Nettoäquivalenzeinkommen in den Leipziger Ortsteilen (Median) .......................................58

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

107

Seite
6.

Einkaufsmöglichkeiten

Abb. 6-1 Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von Waren des
täglichen Bedarfs und Hauptverkehrsmittel dafür ................................................................59
Abb. 6-2 Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von Waren des
täglichen Bedarfs in Wohnnähe (maximal 12 Gehminuten) und
Hauptverkehrsmittel nach Ortsteilen ....................................................................................61
Abb. 6-3 Häufigkeit der Nutzung von Einrichtungen zum Einkauf von langlebigen
Gebrauchsgütern wie Kleidung, Sportartikel oder Unterhaltungselektronik
und Hauptverkehrsmittel ......................................................................................................62
Abb. 6-4 Häufigkeit der Nutzung von Einkaufszentren außerhalb Leipzigs zum Kauf von
Gebrauchsgütern und Hauptverkehrsmittel nach Ortsteilen ................................................64
Abb. 6-5 Gründe dafür, Einkaufszentren außerhalb des Stadtzentrums oder
außerhalb Leipzigs mindestens einmal/Jahr aufzusuchen...................................................65
7.

Weiterbildung

Abb. 7-1
Abb. 7-2
Abb. 7-3
Abb. 7-4
Abb. 7-5

Stellenwert von Weiterbildung bei Erwerbstätigen ...............................................................68
Positionen zum Thema Weiterbildung..................................................................................68
Teilnahme an beruflichen Weiterbildungen ..........................................................................69
Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen insgesamt und in den letzten drei Jahren ......72
Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungen in den letzten drei Jahren
nach Stellung im Erwerbsleben............................................................................................73
Abb. 7-6 Kursinteresse von Nutzern und potenziellen Nutzern der Leipziger Volkshochschule ........75
Abb. 7-7 Gründe für die Nicht-Nutzung der Angebote der Leipziger Volkshochschule ......................76
8.
Abb. 8-1
Abb. 8-2
Abb. 8-3
Abb. 8-4
Abb. 8-5
Abb. 8-6
Abb. 8-7
Abb. 8-8
Abb. 8-9
9.

Ehrenamt und Sport
Aktives ehrenamtliches Engagement nach unterschiedlichen Teilgruppen .........................77
Aktives ehrenamtliches Engagement und Verteilung auf Bereiche......................................78
Monatlicher Zeitaufwand für ehrenamtliche Tätigkeit (in Stunden) ......................................80
Interesse am ehrenamtlichen Engagement der bisher Nicht-Aktiven nach
Geschlecht, Alter und Stellung im Erwerbsleben .................................................................80
Hinderungsgründe der Nicht-Aktiven, eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben,
obwohl Interesse besteht .....................................................................................................81
Häufigkeit des Sporttreibens mindestens einmal in der Woche ..........................................82
Häufigkeit des Sporttreibens mindestens einmal in der Woche nach Stadtbezirken ...........83
Gründe dafür, nicht Mitglied eines Sportvereins zu sein ......................................................83
Sportarten, die außerhalb von Vereinen bei einem kommerziellen Anbieter
oder selbst organisiert betrieben werden .............................................................................85
Verkehr und Umwelt

Abb. 9-1
Abb. 9-2
Abb. 9-3
Abb. 9-4

Verkehrsmittelnutzung nach Art des Weges ........................................................................90
Nutzungshäufigkeit des Fahrrads nach Alter und Stellung im Erwerbsleben.......................91
Präferenz für verschiedene Arten von Fahrradwegen..........................................................91
Beurteilung der Qualität und des Angebots an Radverkehrsanlagen und
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Stadt insgesamt..................................................92
Abb. 9-5 Zufriedenheit mit den Bedingungen für Radfahrer in den Leipziger Ortsteilen ....................95
Abb. 9-6 Handlungsbedarf bei den Bedingungen für Radfahrer aus Sicht der
Ortsteilbewohnerschaft.........................................................................................................96
Abb. 9-7 Beurteilung, ob in Leipzig in letzter Zeit genügend für den Radverkehr
getan wird.............................................................................................................................97
Abb. 9-8 Nutzung von Kombinationsmöglichkeiten zwischen Radverkehr und ÖPNV .......................98
Abb. 9-9 Lärmbelästigung nach Lärmarten im Zeitverlauf (1999 – 2011)...........................................98
Abb. 9-10 Kenntnis verschiedener Angebote der Stadtreinigung Leipzig...........................................100
Abb. 9-11 Nutzung von Wertstoffbehältern.........................................................................................100
Abb. 9-12 Anteile von Selbstkompostierern in den Ortsteilen.............................................................101
Abb. 9-13 Nutzung der Schadstoffentsorgung in den Ortsteilen.........................................................102

108

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Kommunale Bürgerumfrage 2011]

Leben in Leipzig
Kommunale Bürgerumfrage 2011 - A
Die Bearbeitung des Fragebogens ist einfach. Sie können zwei Möglichkeiten nutzen:
A: Wenn Sie über einen Internet-Anschluss verfügen, können Sie den Fragebogen unter www.leipzig.de/buergerumfrage
im Internet aufrufen und gleich online beantworten. Dazu benötigen Sie die achtstellige Kontrollnummer, die im Adressfeld
des beiliegenden Anschreibens des Oberbürgermeisters enthalten ist (außerdem auch im Adressfeld des beiliegenden
Rücksende-Kuverts). Nur bei Angabe dieser Nummer werden Ihre Antworten bei der Auswertung der repräsentativen
Stichprobe berücksichtigt.
B: Wenn Sie den Fragebogen lieber handschriftlich bearbeiten möchten, kreuzen Sie bitte im Fragebogen an
oder
tragen Text bzw. Ziffern ein. Den Fragebogen schicken Sie dann in dem beiliegenden Umschlag portofrei zurück. Sie
können natürlich den Umschlag auch in jedem Bürgeramt der Stadt abgeben.
Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig unter folgenden Telefonnummern:





123 2821



123 2824

123 2827

Zu Beginn zwei allgemeine Fragen:
Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

1

weder zufrieden/noch unzufrieden

2

1

unzufrieden

3

sehr unzufrieden

4

5

Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

1

2

weder optimistisch/noch pessimistisch

2

eher pessimistisch

3

pessimistisch

4

5

Zu einer guten Infrastruktur gehören genügend Einkaufsmöglichkeiten. Deshalb nun einige Fragen zum Einkaufen:
Wie häufig nutzen Sie die folgenden Einrichtungen zum Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Getränke,
Drogerieartikel) in der Regel? Welche Verkehrsmittel nutzen Sie dazu in der Regel?
mehrmals
pro
Woche
a) in Wohnnähe (maximal 12
Gehminuten)
b) im Leipziger Stadtzentrum

1

einmal
pro
Woche

Häufigkeit
1 bis 2
mal pro
Monat

2

3

Haupt-Verkehrsmittel
seltener

3

4

1

Auto,
Motorrad

nie

5

Fahrrad,
zu Fuß

ÖPNV ,
Bahn

1

2

3

c) in anderen Stadtgebieten
d) außerhalb Leipzigs
Wie häufig nutzen Sie die folgenden Einrichtungen zum Einkauf von Kleidung, Sportartikeln, Unterhaltungselektronik usw.
und mit welchen Verkehrsmitteln kommen Sie in der Regel dorthin?
Häufigkeit
mind.
einmal
pro
Woche
a) Geschäfte im Leipziger
Stadtzentrum
b) Einkaufszentren in Leipzig
außerhalb des
Stadtzentrums (z.B. Paunsdorf-Center, Alleecenter)
c) Geschäfte in anderen
Stadtteilen
d) Einkaufszentren außerhalb
Leipzigs (z.B. Nova
Eventis)
e) Geschäfte in anderen
Städten
f) online im Internet

1

1 bis 3
mal pro
Monat
2

4 bis 10
mal pro
Jahr
3

Haupt-Verkehrsmittel

2 bis 3
mal pro
Jahr
4

1

seltener

5

Auto,
Motorrad

nie

6

1

1

ÖPNV ,
Bahn

2

Fahrrad,
zu Fuß

3

Öffentlicher Personennahverkehr (Straßenbahn, Bus, S-Bahn)
109

4

5

Falls Sie mindestens einmal pro Jahr Einkaufszentren außerhalb des Stadtzentrums oder außerhalb Leipzigs aufsuchen: Was
sind die Gründe dafür? (Mehrfachantworten möglich.)
f) Sonderaktionen, Events
k) Öffnungszeiten
a) Vielfalt des Handelsangebotes
b) gastronomisches Angebot

g) Preis-/Leistungsverhältnis

d) Kinderbetreuung

i) Erreichbarkeit

l) Dienstleistungen
m) direkte Nachbarschaft zu anderen
Einrichtungen (z.B. Möbelhaus,
Freizeitbad)
n) durch Zufall vorbeigekommen

c) Freizeitangebot

h) kompetentes Personal,
Service

e) Atmosphäre

j) Parkplatzangebot

o) anderer Grund

Es folgen Fragen zu Ihrer Wohnung und eventuellen Umzugsabsichten:

6

In was für einer Wohnung wohnen Sie?
Mietwohnung oder gemietetes Haus
Eigentumswohnung

7

eigenes Haus

3

2

woanders (z. B. Heim, Untermiete)

4

Wann wurde das Haus errichtet, in dem sich Ihre Wohnung befindet?
vor 1919 (Gründerzeit)
1919 bis 1960

8

1

1

1961 bis 1990 (Plattenbau)

2

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

3

ab 1991

5

4

weiß ich nicht

0

Gibt es in Ihrer Wohnung elektronische Brandmelder?
ja, und zwar ____________ Stück

9

10

12

war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert.

1

war und ist nicht besonders attraktiv.

5

ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel.

2

war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert.

6

war attraktiv, ist jetzt aber nicht mehr attraktiv.

3

Das weiß ich nicht.

0

war nicht attraktiv, hat sich aber verbessert.

4

Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung? Wie viele Wohnräume hat sie?
_________ m²

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

Nur für Mieter: Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?
a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

13

0

Wie hat sich Ihr Wohnviertel in den letzten 5 Jahren entwickelt? Mein Wohnviertel ... (Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!)

a) Wohnfläche:

11

nein

1

möglicherweise

2

nein

3

Ö weiter mit Frage 15

Falls Sie umziehen wollen: Warum wollen oder müssen Sie umziehen? Nachfolgend sind einige Umzugsgründe angeführt.
Geben Sie bitte einen Hauptgrund und
A Erwerb von Haus-/Wohneigentum
eventuell weitere Gründe für Ihren Umzug
B berufliche Gründe bzw. Aufnahme eines Studiums, einer Ausbildung
an. Tragen Sie dazu bitte die zutreffenden
C familiäre Gründe (z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)
Buchstaben aus der linken Spalte ein!
D allgemein zu hohe Miete bzw. Betriebskosten
E Überschreiten der Miet-Obergrenze für ALG-II- und Sozialhilfeempfänger
a) Hauptgrund:
F anderes Wohnviertel ist attraktiver
(Kennbuchstabe) _____
G Wohnung ist zu klein
H Wohnung ist zu groß
b) weitere Gründe:
I Wohnung/Gebäude ist in schlechtem Zustand bzw. mit Mängeln behaftet
(Kennbuchstaben) _____________
J gesundheitliche Gründe (Wohnung ist nicht alten- bzw. behindertengerecht)
K Wohnviertel ist zu laut bzw. zu dicht bebaut
L Entmietung, Abriss des eigenen Gebäudes oder benachbarter Gebäude
M anderer Grund: ______________________________________________
110

Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen? Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!

14

im selben Wohnviertel wie bisher

1

in einem anderen der neuen Bundesländer (mit Berlin)

6

im selben Stadtbezirk

2

in einem der alten Bundesländer

7

in einem anderen Stadtbezirk Leipzigs, und zwar
______________________________________

3

im Ausland

8

in der näheren Umgebung Leipzigs

4

Das weiß ich noch nicht.

0

in Sachsen (außer Leipzig und näherer Umgebung)

5

Jetzt wieder für alle eine Frage zum Thema Lärmbelästigung:
Werden Sie in Ihrer Wohnung bzw. Wohnumgebung durch Lärm gestört? Geben Sie bitte an, wie stark Sie sich durch
folgende Lärmarten belästigt fühlen.
sehr stark
stark
mittel
schwach überhaupt nicht
a) Lärm durch Straßenverkehr
1
2
3
4
5

15

b) Lärm durch Schienenverkehr
c) Lärm durch Flugverkehr
d) Baustellenlärm
e) Industrie-/Gewerbelärm
f) anderer Lärm (z.B. Freizeit, Sport, Veranstaltungen)
Bei den folgenden Fragen geht es um Dienstleistungen der Stadt Leipzig hinsichtlich der Abfallentsorgung:
Sind Ihnen in diesem Zusammenhang die folgenden Angebote bekannt?
ja, kenne ich und ja, kenne ich, habe
es aber noch nicht
habe es bereits
genutzt
genutzt
a) das Bürgertelefon „Abfall“ (Tel.: 6571-111)

1

nein, es
interessiert
mich aber

2

nein,
interessiert
mich auch nicht

3

16

4

b) Möglichkeiten der Sperrmüllentsorgung
c) Möglichkeiten der Elektrogeräteentsorgung
(Fernsehgeräte, Waschmaschinen u. ä.)
d) Möglichkeiten der Schadstoffsammlung
Wie oft haben Sie bisher Schadstoffe (z. B. Haushaltschemikalien, Farbreste, Leuchtstoffröhren) am Schadstoffmobil oder in
der stationären Sammelstelle abgegeben?
gar nicht

einmal

1

mehrmals

2

17

3

Nutzen Sie folgende Wertstoffbehälter?

18
ja, immer

a) die Gelbe Tonne für Verpackungen mit dem Grünen
Punkt sowie andere Kunststoffe und Metalle
b) die Blaue Tonne für Papier, Pappe und Kartonagen

nein, gibt es
nicht in der
Nähe

ja, manchmal

1

2

nein, obwohl es
solche Behälter
gibt

3

4

c) die Glassammelcontainer zur Entsorgung von Glas
Nutzen Sie zur Entsorgung von kompostierbaren Abfällen die Biotonne?
ja, immer
1

nein, gibt es nicht in
der Nähe

ja, manchmal
2

nein, obwohl es solche
Behälter gibt

3

nein, ich kompostiere
selbst

4

19

5

Jetzt geht es um die Nutzung von Verkehrsmitteln, den Radverkehr in Leipzig und die Fahrzeuge in Ihrem Haushalt:
Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für welchen Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile nur einmal ankreuzen!)
Pkw/
Straßengehe zu
Ich benutze überwiegend für Wege ...
S-Bahn
Eisenbahn
Fahrrad
bahn, Bus
Fuß
Krad
a) zur Arbeit

1

2

3

4

5

6

b) zur Ausbildung
c) zu Einkäufen
d) in der Freizeit/zur Erholung
e) in die Leipziger Innenstadt, allgemein
111

20

21

Stehen in Ihrem Haushalt folgende Fahrzeuge zur Verfügung? Wenn ja, geben Sie bitte auch jeweils an, wie viele dieser
Fahrzeuge im Haushalt vorhanden sind.
ja

22

a) Privat-Pkw

Anzahl: ___________

b) Dienst-/Firmen-Pkw

Anzahl: ___________

c) Motorrad, Moped

Anzahl: ___________

d) Fahrrad

Anzahl: ___________

Und wie oft fahren Sie in Leipzig mit dem Rad?
(fast) täglich

mehrmals pro Woche

1

23

nein

mehrmals pro Monat

2

seltener

3

nie

4

5

Welche Wege nutzen bzw. würden Sie beim Radfahren in Leipzig nutzen?
nutze ich
am liebsten
a) separate, baulich getrennte Radwege neben der Straße

nutze ich
gern

1

nutze ich
nur ungern

2

nutze ich
gar nicht

3

4

b) markierte Radfahr- bzw. Schutzstreifen auf der Straße
c) Straßen ohne spezielle Radwege oder Markierungen
für Radfahrer
d) Gehwege (z.B. bei schlechten oder gefährlichen
Straßen)
e) separate Wege abseits von Straßen (z.B. durch Grünoder Parkanlagen

24

Zu den Radverkehrsanlagen zählen alle zum Radfahren vorgesehenen Wege (Radwege, Fahrradstreifen, Schutzstreifen,
kombinierte Rad- und Gehwege). Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit der Qualität der Radverkehrsanlagen (baulicher Zustand, Verständlichkeit der Führung und Wegweisung)?
sehr
sehr
nicht einzufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden schätzbar
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

5

0

b) in der Stadt Leipzig

25

Und wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit dem Angebot an Radverkehrsanlagen (Dichte des Fahrradnetzes)?
sehr
sehr
nicht einzufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden schätzbar
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

5

0

b) in der Stadt Leipzig

26

Und wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit dem Angebot an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder?
sehr
sehr
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Stadt Leipzig

27

Nutzen Sie die folgenden Kombinationen zwischen Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in Leipzig?
(fast) täglich
a) Fahrradmitnahme im ÖPNV
b) Fahrradabstellmöglichkeit im Haltestellenbereich und Weiterfahrt mit dem
ÖPNV (Bike and Ride)
c) Fahrt mit dem ÖPNV und Weiterfahrt mit
dem Fahrrad

112

1

mehrmals pro
Woche
2

mehrmals pro
Monat
3

seltener
4

nie
5

Wird Ihrer Meinung nach in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr getan?
genau
viel zu viel
viel
richtig
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

viel zu
wenig

wenig

3

4

28

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Stadt Leipzig
Die folgenden beiden Fragen behandeln das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern.
In welchen Lebensbereichen haben Sie regelmäßig Kontakte zu Ausländern (für Ausländer: zu Deutschen). Sie können
mehrfach ankreuzen.
a) in der eigenen Familie oder näheren Verwandtschaft
b) im Freundes- oder Bekanntenkreis

e) in der Schule, beim Studium, bei der Ausbildung

c) in der Nachbarschaft

g) woanders: ______________________________

d) am Arbeitsplatz

h) habe keine regelmäßigen Kontakte

29

f) in einem Verein (z.B. Sport- oder Gartenverein)

Wer Kontakte hat: Wie bewerten Sie diese Kontakte?
sehr positiv

1

positiv

teils/teils

2

negativ

3

sehr negativ

4

5

Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zum Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern in Leipzig zu?
voll und
ganz
a) Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle
Bereicherung für unsere Stadt.
b) Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich
zunehmend als Fremder in seiner Stadt.
c) Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.
d) Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der
Deutschen anpassen.
e) Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht
erledigen wollen.
f) Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in
Deutschland untersagen.

eher

1

teils/teils
2

eher nicht

3

überhaupt
nicht

4

30

5

Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der
wirtschaftlichen Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.
Welchen Familienstand haben Sie?
verheiratet und zusammenlebend oder eingetragene Lebenspartnerschaft und zusammenlebend Öweiter mit Frage 33
verheiratet und getrennt lebend

31
1
2

verwitwet oder eingetragene/-r Lebenspartner/-in verstorben

3

geschieden oder eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben

4

ledig

5

Leben Sie in einer Lebensgemeinschaft/in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner
Wie alt sind Sie?

ja, mit Partnerin

1

__________

Jahre

Sind Sie

Und wie lange wohnen Sie schon in Leipzig?

32
nein

2

männlich

1

3

oder weiblich?

2

34

seit ____________ Jahren

Welche Staatsangehörigkeit(en) und Herkunft haben Sie bzw. Ihr Partner/Ihre Partnerin? (Mehrfachantworten möglich.)
Sie selbst

33

35

(Ehe-)Partner/-in

a) deutsch
b) ausländische Staatsangehörigkeit

und zwar

und zwar

c) ggf. zweite Staatsangehörigkeit

und zwar

und zwar

d) eigener Geburtsort außerhalb Deutschlands
e) Mutter/ Vater außerhalb Deutschlands geboren
113

36

Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu? Wenn Sie mit einer (Ehe-)Partnerin bzw. mit einem (Ehe-)
Partner zusammenleben: Was trifft auf diesen zu? (in jeder Spalte nur eine Antwort möglich)
Sie selbst
Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehrund Zivildienstleistende/-r)
beschäftigt in einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme (z. B. "1-Euro-Job",
Kommunal-Kombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt (z. B. Mutterschutz,
Elternzeit)
Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer Umschulungsmaßnahme befindlich

37

2

4

4

Student/-in oder Schüler/-in

5

5

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

6

6

Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?

Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?

allgemeine Hochschulreife/Abitur

1

Hochschul-/Universitätsabschluss

1

2

Fachhochschulabschluss

2

3

Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR

3

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

4

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger
Fachschulabschluss

4

(noch) keinen

5

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter

5

Sonstigen

.6

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

6

Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?

mithelfende/-r Familienangehörige/-r
leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer
Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter gehobener/
mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher
Dienst

41

2

3

Selbständige/-r

40

1

3

10. Klasse (Realschulabschluss)

39

1

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente)

Fachhochschulreife/Fachabitur

38

(Ehe-)Partner/-in

1

Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter im erlernten Beruf

6

2

ungelernter/angelernter, berufsfremd tätiger Arbeiter

7

3

Auszubildende/-r

8

4

etwas anderes (z. B. Wehr-, Zivildienstleistende/-r)

9

5

Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension,
öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft,
Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

1

700 bis unter 900 €

5

1500 bis unter 1700 €

9

2600 bis unter 2900 €

13

400 bis unter 500 €

2

900 bis unter 1100 €

6

1700 bis unter 2000 €

10

2900 bis unter 3200 €

14

500 bis unter 600 €

3

1100 bis unter 1300 €

7

2000 bis unter 2300 €

11

3200 bis unter 3600 €

15

600 bis unter 700 €

4

1300 bis unter 1500 €

8

2300 bis unter 2600 €

12

3600 € und mehr

16

Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?
Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Taschengeld des Freiwilligendienstes, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)

1

Arbeitslosengeld I

2

Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)

3

Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII

4

Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)

5

Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)

6

Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet?
(Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und wirtschaftet.)
Wie viele davon sind:

________ Personen

d) 11 bis 14 Jahre

_____ Personen

h) 36 bis 44 Jahre

_____

Personen

a) unter 3 Jahre

_____ Personen

e) 15 bis 17 Jahre

_____ Personen

i) 45 bis 64 Jahre

_____

Personen

b)

3 bis 6 Jahre

_____ Personen

f) 18 bis 25 Jahre

_____ Personen

j) 65 bis 85 Jahre

_____

Personen

c) 7 bis 10 Jahre

_____ Personen

g) 26 bis 35 Jahre

_____ Personen

k) über 85 Jahre

_____

Personen

114

In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)

42

im eigenen Haushalt.

1

in einer Wohngemeinschaft (WG).

3

im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

2

woanders.

4

Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?

43

unter 150 €

1

500 bis unter 600 €

5

1200 bis unter 1400 €

9

2000 bis unter 2300 €

13

150 bis unter 300 €

2

600 bis unter 800 €

6

1400 bis unter 1600 €

10

2300 bis unter 2600 €

14

300 bis unter 400 €

3

800 bis unter 1000 €

7

1600 bis unter 1800 €

11

2600 bis unter 3000 €

15

400 bis unter 500 €

4

1000 bis unter 1200 €

8

1800 bis unter 2000 €

12

3000 € und mehr

16

Jetzt geht es um das Thema Weiterbildung.
Welchen Stellenwert hat Weiterbildung für Sie?
sehr großen

großen

1

mittleren

2

geringen

3

44

überhaupt keinen

4

5

Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zur Weiterbildung zu?
voll und
ganz
a) Jeder sollte bereit sein, sich ständig weiterzubilden.

1

eher

teils/teils
2

eher nicht

3

überhaupt
nicht

4

45

5

b) Wer im Beruf erfolgreich sein will, muss sich weiterbilden.
c) Durch Weiterbildung kann man nette Menschen kennen
lernen.
d) Weiterbildung ist eine wichtige Hilfe, um im Alltag besser
zurechtzukommen.
e) Weiterbildung macht Spaß.
Haben Sie irgendwann an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen oder nehmen gerade daran teil? Und haben Sie
dabei ein Zertifikat erworben? Bitte kreuzen Sie alle Kategorien an, die für Sie zutreffen?
ja, in den letzten drei
Jahren
ohne
mit Zertifikat
Zertifikat

ja, vor 2009
ohne
Zertifikat

46

nein

mit Zertifikat

a) Umschulung auf einen anderen Beruf
b) Lehrgänge/Kurse für den beruflichen Aufstieg
c) Lehrgänge/Kurse zur Einarbeitung in neue Aufgaben
d) Sonstige Lehrgänge/Kurse der beruflichen Weiterbildung
Falls Sie in den letzten drei Jahren an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben oder gerade teilnehmen: Wer
beteiligt(e) sich an den Kosten dieser Weiterbildung?
a) ich selbst

47

c) andere, und zwar ___________________________

b) mein Arbeitgeber
Falls Sie in den letzten drei Jahren an keiner beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben: Warum nicht?
a) Ist für meine Arbeit nicht notwendig.
b) Kosten sind zu hoch.
c) Mein Arbeitgeber stellt mich nicht frei. / Keine Zeit
dafür.
d) Veranstaltungszeiten sind für mich ungünstig.
e) Habe keine passenden Angebote gefunden.

48

f) Mir fehlt die Vorbildung. / Inhalte überfordern mich.
g) Kann mich nicht für ein Angebot / einen Anbieter
entscheiden.
h) Habe mit Weiterbildungskursen schlechte Erfahrungen gemacht.
i) andere Gründe: __________________________

115

49

Haben Sie bereits an Veranstaltungen zur allgemeinen Weiterbildung teilgenommen oder nehmen gerade teil? Haben Sie
dabei ein Zertifikat erworben? Gemeint ist hier nicht die berufliche Weiterbildung!
ja, in den letzten drei
Jahren
ohne
mit Zertifikat
Zertifikat

ja, vor 2009
ohne
Zertifikat

nein

mit Zertifikat

a) Musik
b) Erziehung/Familie
c) Sport
d) Gesundheit/Prävention
e) Fremdsprachen
f) neue Medien (Computer, Internet, Handy)
g) Kunst, Kultur, Kreativität
h) Naturwissenschaften, Technik, Umwelt
i) Politik, Gesellschaft, Zeitgeschehen
j) Rechtsfragen, Verbraucherschutz
k) Sonstiges ________________________________

50

Wenn Sie bereits allgemeine oder berufliche Weiterbildungsangebote genutzt haben: Wo haben Sie sich darüber informiert?
a) Internet

d) Messe

g) Beratung

b) gedruckter Angebotskatalog

e) Plakat/Aushang/Flyer

h) Informationsveranstaltung

c) Zeitung/Zeitschrift

f) TV-/Kino-Spot

i) woanders ________________

Es folgen Fragen zu einer speziellen Weiterbildungseinrichtung, der Volkshochschule Leipzig.

51

Die Stadt Leipzig ist Träger der Volkshochschule, die ein breitgefächertes Angebot für die persönliche, allgemeine und berufliche Weiterbildung unterbreitet. Nutzen Sie gegenwärtig Angebote der Volkshochschule?
ja

52

nein, habe es aber vor

1

nein, habe es auch nicht vor

3

Wer eben mit 1 oder 2 geantwortet hat: Welche Themen interessieren Sie besonders? Sie können mehrfach ankreuzen.

b) Länder und Völker, Leipzig, Umwelt

g) Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch,
Italienisch)
h) andere Sprachen: ___________________________

c) Pädagogik, Philosophie, Religionen

i) Berufliche Weiterbildung, Schlüsselkompetenzen

d) Kunst, Musik, Tanz, Literatur, Rhetorik
e) Gesundheitswissen, Gymnastik, Bewegung,
Entspannung, Persönlichkeit
f) Gesunde Ernährung, Kochen

j) Computer, Internet, Neue Medien

a) Politik, Geschichte

53

2

k) Grundbildung (Lesen, Rechnen, Schreiben)
l) etwas anderes: ______________________________

Wer bei Frage 51 mit 2 oder 3 geantwortet hat: Welche Gründe halten Sie zur Zeit davon ab, die Volkshochschule zu besuchen bzw. warum wollen Sie die Volkshochschule prinzipiell nicht besuchen? Sie können mehrfach ankreuzen.

b) kenne die Angebote der Volkshochschule nicht

f) nutze die Angebote anderer
Weiterbildungseinrichtungen
g) habe bisher keinen passenden Kurs gefunden

c) Angebote sind mir zu teuer

h) ich fühle mich zu alt

d) Veranstaltungszeiten sind für mich ungünstig

i) mein Gesundheitszustand erlaubt es nicht

e) Veranstaltungsorte sind für mich ungünstig

j) andere Gründe: ____________________________

a) kein Interesse an Weiterbildung

Und zum Abschluss noch eine letzte Frage:

54

Wenn Sie jetzt einmal an Ihren Stadtteil bzw. Ortsteil denken, also die Gegend, in der Sie wohnen. Gibt es hier in Ihrem
Ortsteil etwas, wo die Stadt Leipzig in nächster Zeit unbedingt investieren müsste? Wenn es Ihrer Meinung nach eine solche
wichtige Investition in Ihrem Ortsteil nicht gibt, kreuzen Sie bitte „nein“ an.
ja, und zwar folgende Investition: __________________________________________________

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
116

1

nein

2

Leben in Leipzig
Kommunale Bürgerumfrage 2011 - B
Die Bearbeitung des Fragebogens ist einfach. Sie können zwei Möglichkeiten nutzen:
A: Wenn Sie über einen Internet-Anschluss verfügen, können Sie den Fragebogen unter www.leipzig.de/buergerumfrage
im Internet aufrufen und gleich online beantworten. Dazu benötigen Sie die achtstellige Kontrollnummer, die im Adressfeld
des beiliegenden Anschreibens des Oberbürgermeisters enthalten ist (außerdem auch im Adressfeld des beiliegenden
Rücksende-Kuverts). Nur bei Angabe dieser Nummer werden Ihre Antworten bei der Auswertung der repräsentativen
Stichprobe berücksichtigt.
B: Wenn Sie den Fragebogen lieber handschriftlich bearbeiten möchten, kreuzen Sie bitte im Fragebogen an
oder
tragen Text bzw. Ziffern ein. Den Fragebogen schicken Sie dann in dem beiliegenden Umschlag portofrei zurück. Sie
können natürlich den Umschlag auch in jedem Bürgeramt der Stadt abgeben.
Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig unter folgenden Telefonnummern:





123 2821



123 2824

123 2827

Zu Beginn zwei allgemeine Fragen:
Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

1

weder zufrieden/noch unzufrieden

2

1

unzufrieden

3

sehr unzufrieden

4

5

Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

1

2

weder optimistisch/noch pessimistisch

2

eher pessimistisch

3

pessimistisch

4

5

Zu einer guten Infrastruktur gehören genügend Einkaufsmöglichkeiten. Deshalb nun einige Fragen zum Einkaufen:
Wie häufig nutzen Sie die folgenden Einrichtungen zum Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Getränke,
Drogerieartikel) in der Regel? Welche Verkehrsmittel nutzen Sie dazu in der Regel?
mehrmals
pro
Woche
a) in Wohnnähe (maximal 12
Gehminuten)
b) im Leipziger Stadtzentrum

1

einmal
pro
Woche

Häufigkeit
1 bis 2
mal pro
Monat

2

3

Haupt-Verkehrsmittel
seltener

3

4

1

Auto,
Motorrad

nie

5

Fahrrad,
zu Fuß

ÖPNV ,
Bahn

1

2

3

c) in anderen Stadtgebieten
d) außerhalb Leipzigs
Wie häufig nutzen Sie die folgenden Einrichtungen zum Einkauf von Kleidung, Sportartikeln, Unterhaltungselektronik usw.
und mit welchen Verkehrsmitteln kommen Sie in der Regel dorthin?
Häufigkeit
mind.
einmal
pro
Woche
a) Geschäfte im Leipziger
Stadtzentrum
b) Einkaufszentren in Leipzig
außerhalb des
Stadtzentrums (z.B. Paunsdorf-Center, Alleecenter)
c) Geschäfte in anderen
Stadtteilen
d) Einkaufszentren außerhalb
Leipzigs (z.B. Nova
Eventis)
e) Geschäfte in anderen
Städten
f) online im Internet

1

1 bis 3
mal pro
Monat
2

4 bis 10
mal pro
Jahr
3

Haupt-Verkehrsmittel

2 bis 3
mal pro
Jahr
4

1

seltener

5

Auto,
Motorrad

nie

6

1

1

ÖPNV ,
Bahn

2

Fahrrad,
zu Fuß

3

Öffentlicher Personennahverkehr (Straßenbahn, Bus, S-Bahn)
117

4

5

Falls Sie mindestens einmal pro Jahr Einkaufszentren außerhalb des Stadtzentrums oder außerhalb Leipzigs aufsuchen: Was
sind die Gründe dafür? (Mehrfachantworten möglich.)
f) Sonderaktionen, Events
k) Öffnungszeiten
a) Vielfalt des Handelsangebotes
b) gastronomisches Angebot

g) Preis-/Leistungsverhältnis

d) Kinderbetreuung

i) Erreichbarkeit

l) Dienstleistungen
m) direkte Nachbarschaft zu anderen
Einrichtungen (z.B. Möbelhaus,
Freizeitbad)
n) durch Zufall vorbeigekommen

c) Freizeitangebot

h) kompetentes Personal,
Service

e) Atmosphäre

j) Parkplatzangebot

o) anderer Grund

Es folgen Fragen zu Ihrer Wohnung und eventuellen Umzugsabsichten:

6

In was für einer Wohnung wohnen Sie?
Mietwohnung oder gemietetes Haus
Eigentumswohnung

7

eigenes Haus

3

2

woanders (z. B. Heim, Untermiete)

4

Wann wurde das Haus errichtet, in dem sich Ihre Wohnung befindet?
vor 1919 (Gründerzeit)
1919 bis 1960

8

1

1

1961 bis 1990 (Plattenbau)

2

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

3

ab 1991

5

4

weiß ich nicht

0

Gibt es in Ihrer Wohnung elektronische Brandmelder?
ja, und zwar ____________ Stück

9

10

12

war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert.

1

war und ist nicht besonders attraktiv.

5

ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel.

2

war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert.

6

war attraktiv, ist jetzt aber nicht mehr attraktiv.

3

Das weiß ich nicht.

0

war nicht attraktiv, hat sich aber verbessert.

4

Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung? Wie viele Wohnräume hat sie?
_________ m²

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

Nur für Mieter: Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?
a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

13

0

Wie hat sich Ihr Wohnviertel in den letzten 5 Jahren entwickelt? Mein Wohnviertel ... (Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!)

a) Wohnfläche:

11

nein

1

möglicherweise

2

nein

3

Ö weiter mit Frage 15

Falls Sie umziehen wollen: Warum wollen oder müssen Sie umziehen? Nachfolgend sind einige Umzugsgründe angeführt.
Geben Sie bitte einen Hauptgrund und
A Erwerb von Haus-/Wohneigentum
eventuell weitere Gründe für Ihren Umzug
B berufliche Gründe bzw. Aufnahme eines Studiums, einer Ausbildung
an. Tragen Sie dazu bitte die zutreffenden
C familiäre Gründe (z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)
Buchstaben aus der linken Spalte ein!
D allgemein zu hohe Miete bzw. Betriebskosten
E Überschreiten der Miet-Obergrenze für ALG-II- und Sozialhilfeempfänger
a) Hauptgrund:
F anderes Wohnviertel ist attraktiver
(Kennbuchstabe) _____
G Wohnung ist zu klein
H Wohnung ist zu groß
b) weitere Gründe:
I Wohnung/Gebäude ist in schlechtem Zustand bzw. mit Mängeln behaftet
(Kennbuchstaben) _____________
J gesundheitliche Gründe (Wohnung ist nicht alten- bzw. behindertengerecht)
K Wohnviertel ist zu laut bzw. zu dicht bebaut
L Entmietung, Abriss des eigenen Gebäudes oder benachbarter Gebäude
M anderer Grund: ______________________________________________
118

Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen? Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!

14

im selben Wohnviertel wie bisher

1

in einem anderen der neuen Bundesländer (mit Berlin)

6

im selben Stadtbezirk

2

in einem der alten Bundesländer

7

in einem anderen Stadtbezirk Leipzigs, und zwar
______________________________________

3

im Ausland

8

in der näheren Umgebung Leipzigs

4

Das weiß ich noch nicht.

0

in Sachsen (außer Leipzig und näherer Umgebung)

5

Jetzt wieder für alle eine Frage zum Thema Lärmbelästigung:
Werden Sie in Ihrer Wohnung bzw. Wohnumgebung durch Lärm gestört? Geben Sie bitte an, wie stark Sie sich durch
folgende Lärmarten belästigt fühlen.
sehr stark
stark
mittel
schwach überhaupt nicht
a) Lärm durch Straßenverkehr
1
2
3
4
5

15

b) Lärm durch Schienenverkehr
c) Lärm durch Flugverkehr
d) Baustellenlärm
e) Industrie-/Gewerbelärm
f) anderer Lärm (z.B. Freizeit, Sport, Veranstaltungen)
Bei den folgenden Fragen geht es um Dienstleistungen der Stadt Leipzig hinsichtlich der Abfallentsorgung:
Sind Ihnen in diesem Zusammenhang die folgenden Angebote bekannt?
ja, kenne ich und ja, kenne ich, habe
es aber noch nicht
habe es bereits
genutzt
genutzt
a) das Bürgertelefon „Abfall“ (Tel.: 6571-111)

1

nein, es
interessiert
mich aber

2

nein,
interessiert
mich auch nicht

3

16

4

b) Möglichkeiten der Sperrmüllentsorgung
c) Möglichkeiten der Elektrogeräteentsorgung
(Fernsehgeräte, Waschmaschinen u. ä.)
d) Möglichkeiten der Schadstoffsammlung
Wie oft haben Sie bisher Schadstoffe (z. B. Haushaltschemikalien, Farbreste, Leuchtstoffröhren) am Schadstoffmobil oder in
der stationären Sammelstelle abgegeben?
gar nicht

einmal

1

mehrmals

2

17

3

Nutzen Sie folgende Wertstoffbehälter?

18
ja, immer

a) die Gelbe Tonne für Verpackungen mit dem Grünen
Punkt sowie andere Kunststoffe und Metalle
b) die Blaue Tonne für Papier, Pappe und Kartonagen

nein, gibt es
nicht in der
Nähe

ja, manchmal

1

2

nein, obwohl es
solche Behälter
gibt

3

4

c) die Glassammelcontainer zur Entsorgung von Glas
Nutzen Sie zur Entsorgung von kompostierbaren Abfällen die Biotonne?
ja, immer
1

nein, gibt es nicht in
der Nähe

ja, manchmal
2

nein, obwohl es solche
Behälter gibt

3

nein, ich kompostiere
selbst

4

19

5

Jetzt geht es um die Nutzung von Verkehrsmitteln, den Radverkehr in Leipzig und die Fahrzeuge in Ihrem Haushalt:
Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für welchen Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile nur einmal ankreuzen!)
Pkw/
Straßengehe zu
Ich benutze überwiegend für Wege ...
S-Bahn
Eisenbahn
Fahrrad
bahn, Bus
Fuß
Krad
a) zur Arbeit

1

2

3

4

5

6

b) zur Ausbildung
c) zu Einkäufen
d) in der Freizeit/zur Erholung
e) in die Leipziger Innenstadt, allgemein
119

20

21

Stehen in Ihrem Haushalt folgende Fahrzeuge zur Verfügung? Wenn ja, geben Sie bitte auch jeweils an, wie viele dieser
Fahrzeuge im Haushalt vorhanden sind.
ja

22

a) Privat-Pkw

Anzahl: ___________

b) Dienst-/Firmen-Pkw

Anzahl: ___________

c) Motorrad, Moped

Anzahl: ___________

d) Fahrrad

Anzahl: ___________

Und wie oft fahren Sie in Leipzig mit dem Rad?
(fast) täglich

mehrmals pro Woche

1

23

nein

mehrmals pro Monat

2

seltener

3

nie

4

5

Welche Wege nutzen bzw. würden Sie beim Radfahren in Leipzig nutzen?
nutze ich
am liebsten
a) separate, baulich getrennte Radwege neben der Straße

nutze ich
gern

1

nutze ich
nur ungern

2

nutze ich
gar nicht

3

4

b) markierte Radfahr- bzw. Schutzstreifen auf der Straße
c) Straßen ohne spezielle Radwege oder Markierungen
für Radfahrer
d) Gehwege (z.B. bei schlechten oder gefährlichen
Straßen)
e) separate Wege abseits von Straßen (z.B. durch Grünoder Parkanlagen

24

Zu den Radverkehrsanlagen zählen alle zum Radfahren vorgesehenen Wege (Radwege, Fahrradstreifen, Schutzstreifen,
kombinierte Rad- und Gehwege). Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit der Qualität der Radverkehrsanlagen (baulicher Zustand, Verständlichkeit der Führung und Wegweisung)?
sehr
sehr
nicht einzufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden schätzbar
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

5

0

b) in der Stadt Leipzig

25

Und wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit dem Angebot an Radverkehrsanlagen (Dichte des Fahrradnetzes)?
sehr
sehr
nicht einzufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden schätzbar
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

5

0

b) in der Stadt Leipzig

26

Und wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit dem Angebot an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder?
sehr
sehr
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Stadt Leipzig

27

Nutzen Sie die folgenden Kombinationen zwischen Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in Leipzig?
(fast) täglich
a) Fahrradmitnahme im ÖPNV
b) Fahrradabstellmöglichkeit im Haltestellenbereich und Weiterfahrt mit dem
ÖPNV (Bike and Ride)
c) Fahrt mit dem ÖPNV und Weiterfahrt mit
dem Fahrrad

120

1

mehrmals pro
Woche
2

mehrmals pro
Monat
3

seltener
4

nie
5

Wird Ihrer Meinung nach in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr getan?
genau
viel zu viel
viel
richtig
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

viel zu
wenig

wenig

3

4

28

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Stadt Leipzig
Die folgenden beiden Fragen behandeln das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern.
In welchen Lebensbereichen haben Sie regelmäßig Kontakte zu Ausländern (für Ausländer: zu Deutschen). Sie können
mehrfach ankreuzen.
a) in der eigenen Familie oder näheren Verwandtschaft
b) im Freundes- oder Bekanntenkreis

e) in der Schule, beim Studium, bei der Ausbildung

c) in der Nachbarschaft

g) woanders: ______________________________

d) am Arbeitsplatz

h) habe keine regelmäßigen Kontakte

29

f) in einem Verein (z.B. Sport- oder Gartenverein)

Wer Kontakte hat: Wie bewerten Sie diese Kontakte?
sehr positiv

1

positiv

2

teils/teils

negativ

3

sehr negativ

4

5

Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zum Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern in Leipzig zu?
voll und
ganz
a) Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle
Bereicherung für unsere Stadt.
b) Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich
zunehmend als Fremder in seiner Stadt .
c) Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.
d) Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der
Deutschen anpassen.
e) Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht
erledigen wollen.
f) Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in
Deutschland untersagen.

eher

1

teils/teils
2

eher nicht

3

überhaupt
nicht

4

30

5

Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der
wirtschaftlichen Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.
Welchen Familienstand haben Sie?
verheiratet und zusammenlebend oder eingetragene Lebenspartnerschaft und zusammenlebend Öweiter mit Frage 33
verheiratet und getrennt lebend

31
1
2

verwitwet oder eingetragene/-r Lebenspartner/-in verstorben

3

geschieden oder eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben

4

ledig

5

Leben Sie in einer Lebensgemeinschaft/in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner
Wie alt sind Sie?

ja, mit Partnerin

1

__________

Jahre

Sind Sie

Und wie lange wohnen Sie schon in Leipzig?

32
nein

2

männlich

1

3

oder weiblich?

2

34

seit ____________ Jahren

Welche Staatsangehörigkeit(en) und Herkunft haben Sie bzw. Ihr Partner/Ihre Partnerin? (Mehrfachantworten möglich.)
Sie selbst

33

35

(Ehe-)Partner/-in

a) deutsch
b) ausländische Staatsangehörigkeit

und zwar

und zwar

c) ggf. zweite Staatsangehörigkeit

und zwar

und zwar

d) eigener Geburtsort außerhalb Deutschlands
e) Mutter/ Vater außerhalb Deutschland geboren
121

36

Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu? Wenn Sie mit einer (Ehe-)Partnerin bzw. mit einem (Ehe-)
Partner zusammenleben: Was trifft auf diesen zu? (in jeder Spalte nur eine Antwort möglich)
Sie selbst
Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehrund Zivildienstleistende/-r)
beschäftigt in einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme (z. B. "1-Euro-Job",
Kommunal-Kombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt (z. B. Mutterschutz,
Elternzeit)
Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer Umschulungsmaßnahme befindlich

37

2

4

4

Student/-in oder Schüler/-in

5

5

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

6

6

Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?

Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?

allgemeine Hochschulreife/Abitur

1

Hochschul-/Universitätsabschluss

1

2

Fachhochschulabschluss

2

3

Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR

3

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

4

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger
Fachschulabschluss

4

(noch) keinen

5

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter

5

Sonstigen

.6

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

6

Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?

mithelfende/-r Familienangehörige/-r
leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer
Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter gehobener/
mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher
Dienst

41

2

3

Selbständige/-r

40

1

3

10. Klasse (Realschulabschluss)

39

1

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente)

Fachhochschulreife/Fachabitur

38

(Ehe-)Partner/-in

1

Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter im erlernten Beruf

6

2

ungelernter/angelernter, berufsfremd tätiger Arbeiter

7

3

Auszubildende/-r

8

4

etwas anderes (z. B. Wehr-, Zivildienstleistende/-r)

9

5

Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension,
öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft,
Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

1

700 bis unter 900 €

5

1500 bis unter 1700 €

9

2600 bis unter 2900 €

13

400 bis unter 500 €

2

900 bis unter 1100 €

6

1700 bis unter 2000 €

10

2900 bis unter 3200 €

14

500 bis unter 600 €

3

1100 bis unter 1300 €

7

2000 bis unter 2300 €

11

3200 bis unter 3600 €

15

600 bis unter 700 €

4

1300 bis unter 1500 €

8

2300 bis unter 2600 €

12

3600 € und mehr

16

Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?
Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Taschengeld des Freiwilligendienstes, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)

1

Arbeitslosengeld I

2

Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)

3

Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII

4

Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)

5

Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)

6

Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet?
(Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und wirtschaftet.)
Wie viele davon sind:

________ Personen

d) 11 bis 14 Jahre

_____ Personen

h) 36 bis 44 Jahre

_____

Personen

a) unter 3 Jahre

_____ Personen

e) 15 bis 17 Jahre

_____ Personen

i) 45 bis 64 Jahre

_____

Personen

b)

3 bis 6 Jahre

_____ Personen

f) 18 bis 25 Jahre

_____ Personen

j) 65 bis 85 Jahre

_____

Personen

c) 7 bis 10 Jahre

_____ Personen

g) 26 bis 35 Jahre

_____ Personen

k) über 85 Jahre

_____

Personen

122

In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)

42

im eigenen Haushalt.

1

in einer Wohngemeinschaft (WG).

3

im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

2

woanders.

4

Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?

43

unter 150 €

1

500 bis unter 600 €

5

1200 bis unter 1400 €

9

2000 bis unter 2300 €

13

150 bis unter 300 €

2

600 bis unter 800 €

6

1400 bis unter 1600 €

10

2300 bis unter 2600 €

14

300 bis unter 400 €

3

800 bis unter 1000 €

7

1600 bis unter 1800 €

11

2600 bis unter 3000 €

15

400 bis unter 500 €

4

1000 bis unter 1200 €

8

1800 bis unter 2000 €

12

3000 € und mehr

16

Es schließen sich Fragen zum Thema Ehrenamt an:
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich außerhalb von Beruf und Familie freiwillig zu engagieren, d.h. freiwillig übernommene Aufgaben unbezahlt oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung auszuüben.
Geben Sie bitte an, wo bzw. in welchem Bereich Sie Mitglied sind und/oder eine ehrenamtliche Funktion ausüben. Kreuzen
Sie bitte in jeder Zeile einmal an.
Mitglied
ehrenkein
ohne
amtliche
Mitglied
Funktion
Funktion
A Sport und Bewegung (z.B. Sportverein, Bewegungsgruppe)
1
2
3

44

B Freizeit und Geselligkeit (z.B. Gartenverein, Karnevalsclub, Seniorenclub)
C Kultur/Musik (z.B. Theater- oder Musikgruppe, Gesangsverein, Kunstverein,
Heimatverein)
D Kirche, religiöser Bereich (Mitarbeit in der Kirchgemeinde, Kirchenvorstand)
E berufliche Interessenvertretung (Gewerkschaft, Berufsverband, Arbeitsloseninitiative)
F Politik, politische Interessenvertretung (Partei, Solidaritätsprojekt, politische
Bildung, Wahlhelfer)
G Gesundheitsbereich (z.B. Selbsthilfegruppe, Patientensprecher/-in)
H Unfall- oder Rettungsdienste/Freiwillige Feuerwehr
I Schule/Kindergarten (z.B. Elternvertretung, Betreuer/-in, Förderverein)
J außerschulische Jugend- und Bildungsarbeit (z.B. Betreuung von Kinder- und
Jugendgruppen)
K Umwelt-, Natur-, Tierschutz (Initiativen für erneuerbare Energien)
L sozialer Bereich (z.B. Nachbarschaftshilfe, Hilfsorganisation, Seniorenbesuchsdienst, Obdachlosenhilfe)
M Justiz/Kriminalität (z.B. Schöffe, Betreuer/-in, Straffälligenhelfer/-in)
N anderer Bereich _____________________________________________
Nur für diejenigen, die in irgendeiner Weise ehrenamtlich aktiv sind, also in Frage 44 in
Spalte 3 angekreuzt haben: Wie viel Zeit wenden Sie dafür durchschnittlich im Monat auf?
Nur für diejenigen, die (bisher) nicht ehrenamtlich aktiv sind, also in Frage
44 nicht in Spalte 3 angekreuzt haben: Haben Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit?

ja

45

________ Stunden

1

nein

46

2

Für diejenigen, die zur Zeit nicht ehrenamtlich tätig sind, aber Interesse haben:
In welchen Bereichen würden Sie sich gern engagieren? Geben Sie dazu bitte
den/die Kennbuchstaben von Frage 44 an.

Kennbuchstabe(n): _______________

Was hat Sie bisher gehindert, einer solchen Tätigkeit nachzugehen? (Mehrfachangaben möglich)
a) Mir fehlt die Zeit dazu.

e) Ich bin eigentlich zu alt dazu.

b) Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden kann.

f) Ich fühle mich nicht genügend kompetent dazu.

c) Niemand hat mich gefragt.

g) etwas anderes, und zwar:

d) Ich weiß nicht, welche Möglichkeiten es da gibt.

___________________________________

47
48

123

An dieser Stelle drei Fragen zur sportlichen Betätigung:

49

Wie oft treiben Sie in Ihrer Freizeit Sport?
mehrmals pro
Woche
a) in einem Sportverein (nichtkommerziell)

einmal pro
Woche

1

seltener

2

nie

3

4

b) außerhalb eines Vereins, bei einem kommerziellen
Anbieter (z.B. Fitnessstudio, Kampfsportschule, ...)
c) außerhalb eines Vereins, selbst organisiert

50

51

Wenn Sie zur Zeit nicht Mitglied eines Sportvereins sind: Welche Gründe haben Sie dafür? (Mehrfachnennungen möglich)
a) habe grundsätzlich zu wenig Zeit

e) möchte keinen Leistungsdruck

b) regelmäßige Trainingszeiten stören mich

f) möchte mich nicht in eine Vereinsstruktur einbinden

c) Eintritts- bzw. Mitgliedsbeiträge sind zu hoch

g) treibe kaum bzw. überhaupt nicht Sport

d) kein Verein mit gewünschter Sportart in Wohnnähe

h) andere Gründe ___________________________

Wenn Sie außerhalb von Vereinen Sport treiben: In welchen Sportarten erfolgt das? Kreuzen Sie dabei bitte an, ob Sie bei
einem kommerziellen Anbieter (Spalte 1) oder selbst organisiert (Spalte 2) Sport treiben.
1
2
1
2
1
2
a) Bowling/Kegeln

f) Klettern, Bergsteigen

k) Surfen/Segeln/Kitesurfen

b) Fitness, Kraftsport

g) Laufen, Joggen

l) Volleyball/Beach-Volleyball

c) Fußball

h) sportliches Radfahren

m) Walking/Wandern

d) Gymnastik

i) Rudern, Paddeln

n) andere Sportart, und zwar:

e) Inlineskating, Skateboard

j) Schwimmen

________________________

Und zum Abschluss noch einige Fragen aus verschiedenen Themenbereichen:

52

Wenn Sie jetzt einmal an Ihren Stadtteil bzw. Ortsteil denken, also die Gegend, in der Sie wohnen. Gibt es hier in Ihrem
Ortsteil etwas, wo die Stadt Leipzig in nächster Zeit unbedingt investieren müsste? Wenn es Ihrer Meinung nach eine solche
wichtige Investition in Ihrem Ortsteil nicht gibt, kreuzen Sie bitte „nein“ an.
ja, und zwar folgende Investition: __________________________________________________

53

sehr zufrieden

zufrieden

teils/teils

2

3

unzufrieden

sehr unzufrieden

4

0

Vermissen Sie Flugangebote ab dem Flughafen Leipzig/Halle?
1

nein

2

kann ich nicht beurteilen

0

Wer eben mit 1 („ja“) geantwortet hat: Wie oft würden Sie diese Verbindung nutzen?
mindestens 15 mal im Jahr

mehrmals jährlich

1

56

kann ich nicht beurteilen

5

ja, und zwar folgendes Flugziel (Flughafen)
__________________________________________________________

55

2

Wie zufrieden sind Sie mit dem Flugangebot des Flughafens Leipzig/Halle?

1

54

nein

1

einmal jährlich

2

3

weniger als einmal im Jahr
4

Kennen Sie ...
ja
a) die Leipziger Bildungsberatung?

nein
1

b) den Leipziger Ruhestandskompass?
c) den Familienfreundlichkeitspreis der Stadt Leipzig?

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
124

2

Leben in Leipzig
Kommunale Bürgerumfrage 2011 - C
Die Bearbeitung des Fragebogens ist einfach. Sie können zwei Möglichkeiten nutzen:
A: Wenn Sie über einen Internet-Anschluss verfügen, können Sie den Fragebogen unter www.leipzig.de/buergerumfrage
im Internet aufrufen und gleich online beantworten. Dazu benötigen Sie die achtstellige Kontrollnummer, die im Adressfeld
des beiliegenden Anschreibens des Oberbürgermeisters enthalten ist (außerdem auch im Adressfeld des beiliegenden
Rücksende-Kuverts). Nur bei Angabe dieser Nummer werden Ihre Antworten bei der Auswertung der repräsentativen
Stichprobe berücksichtigt.
B: Wenn Sie den Fragebogen lieber handschriftlich bearbeiten möchten, kreuzen Sie bitte im Fragebogen an
oder
tragen Text bzw. Ziffern ein. Den Fragebogen schicken Sie dann in dem beiliegenden Umschlag portofrei zurück. Sie
können natürlich den Umschlag auch in jedem Bürgeramt der Stadt abgeben.
Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig unter folgenden Telefonnummern:





123 2821



123 2824

123 2827

Zu Beginn zwei allgemeine Fragen:
Wenn Sie an Ihr Leben im Großen und Ganzen denken: Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig damit?
sehr zufrieden

zufrieden

1

weder zufrieden/noch unzufrieden

2

1

unzufrieden

3

sehr unzufrieden

4

5

Und wie schätzen Sie allgemein Ihre persönliche Zukunft ein?
optimistisch

eher optimistisch

1

2

weder optimistisch/noch pessimistisch

2

eher pessimistisch

3

pessimistisch

4

5

Zu einer guten Infrastruktur gehören genügend Einkaufsmöglichkeiten. Deshalb nun einige Fragen zum Einkaufen:
Wie häufig nutzen Sie die folgenden Einrichtungen zum Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Getränke,
Drogerieartikel) in der Regel? Welche Verkehrsmittel nutzen Sie dazu in der Regel?
mehrmals
pro
Woche
a) in Wohnnähe (maximal 12
Gehminuten)
b) im Leipziger Stadtzentrum

1

einmal
pro
Woche

Häufigkeit
1 bis 2
mal pro
Monat

2

3

Haupt-Verkehrsmittel
seltener

3

4

1

Auto,
Motorrad

nie

5

Fahrrad,
zu Fuß

ÖPNV ,
Bahn

1

2

3

c) in anderen Stadtgebieten
d) außerhalb Leipzigs
Wie häufig nutzen Sie die folgenden Einrichtungen zum Einkauf von Kleidung, Sportartikeln, Unterhaltungselektronik usw.
und mit welchen Verkehrsmitteln kommen Sie in der Regel dorthin?
Häufigkeit
mind.
einmal
pro
Woche
a) Geschäfte im Leipziger
Stadtzentrum
b) Einkaufszentren in Leipzig
außerhalb des
Stadtzentrums (z.B. Paunsdorf-Center, Alleecenter)
c) Geschäfte in anderen
Stadtteilen
d) Einkaufszentren außerhalb
Leipzigs (z.B. Nova
Eventis)
e) Geschäfte in anderen
Städten
f) online im Internet

1

1 bis 3
mal pro
Monat
2

4 bis 10
mal pro
Jahr
3

Haupt-Verkehrsmittel

2 bis 3
mal pro
Jahr
4

1

seltener

5

Auto,
Motorrad

nie

6

1

1

ÖPNV ,
Bahn

2

Fahrrad,
zu Fuß

3

Öffentlicher Personennahverkehr (Straßenbahn, Bus, S-Bahn)
125

4

5

Falls Sie mindestens einmal pro Jahr Einkaufszentren außerhalb des Stadtzentrums oder außerhalb Leipzigs aufsuchen: Was
sind die Gründe dafür? (Mehrfachantworten möglich.)
f) Sonderaktionen, Events
k) Öffnungszeiten
a) Vielfalt des Handelsangebotes
b) gastronomisches Angebot

g) Preis-/Leistungsverhältnis

d) Kinderbetreuung

i) Erreichbarkeit

l) Dienstleistungen
m) direkte Nachbarschaft zu anderen
Einrichtungen (z.B. Möbelhaus,
Freizeitbad)
n) durch Zufall vorbeigekommen

c) Freizeitangebot

h) kompetentes Personal,
Service

e) Atmosphäre

j) Parkplatzangebot

o) anderer Grund

Es folgen Fragen zu Ihrer Wohnung und eventuellen Umzugsabsichten:

6

In was für einer Wohnung wohnen Sie?
Mietwohnung oder gemietetes Haus
Eigentumswohnung

7

eigenes Haus

3

2

woanders (z. B. Heim, Untermiete)

4

Wann wurde das Haus errichtet, in dem sich Ihre Wohnung befindet?
vor 1919 (Gründerzeit)
1919 bis 1960

8

1

1

1961 bis 1990 (Plattenbau)

2

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

3

ab 1991

5

4

weiß ich nicht

0

Gibt es in Ihrer Wohnung elektronische Brandmelder?
ja, und zwar ____________ Stück

9

10

12

war schon immer attraktiv und hat sich noch verbessert.

1

war und ist nicht besonders attraktiv.

5

ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel.

2

war nie attraktiv und hat sich noch verschlechtert.

6

war attraktiv, ist jetzt aber nicht mehr attraktiv.

3

Das weiß ich nicht.

0

war nicht attraktiv, hat sich aber verbessert.

4

Wie groß ist die von Ihnen genutzte Wohnung? Wie viele Wohnräume hat sie?
_________ m²

b) Anzahl der Wohnräume:

__________

Nur für Mieter: Wie hoch ist Ihre gegenwärtige monatliche Miete?
a) Grundmiete (ohne Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

b) Gesamtmiete (einschließlich Heizungs- und sonstige Betriebskosten)

________________ Euro

Haben Sie vor oder sind Sie gezwungen, in den nächsten zwei Jahren aus Ihrer jetzigen Wohnung auszuziehen?
ja

13

0

Wie hat sich Ihr Wohnviertel in den letzten 5 Jahren entwickelt? Mein Wohnviertel ... (Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!)

a) Wohnfläche:

11

nein

1

möglicherweise

2

nein

3

Ö weiter mit Frage 15

Falls Sie umziehen wollen: Warum wollen oder müssen Sie umziehen? Nachfolgend sind einige Umzugsgründe angeführt.
Geben Sie bitte einen Hauptgrund und
A Erwerb von Haus-/Wohneigentum
eventuell weitere Gründe für Ihren Umzug
B berufliche Gründe bzw. Aufnahme eines Studiums, einer Ausbildung
an. Tragen Sie dazu bitte die zutreffenden
C familiäre Gründe (z.B. Haushaltsgründung, Scheidung)
Buchstaben aus der linken Spalte ein!
D allgemein zu hohe Miete bzw. Betriebskosten
E Überschreiten der Miet-Obergrenze für ALG-II- und Sozialhilfeempfänger
a) Hauptgrund:
F anderes Wohnviertel ist attraktiver
(Kennbuchstabe) _____
G Wohnung ist zu klein
H Wohnung ist zu groß
b) weitere Gründe:
I Wohnung/Gebäude ist in schlechtem Zustand bzw. mit Mängeln behaftet
(Kennbuchstaben) _____________
J gesundheitliche Gründe (Wohnung ist nicht alten- bzw. behindertengerecht)
K Wohnviertel ist zu laut bzw. zu dicht bebaut
L Entmietung, Abriss des eigenen Gebäudes oder benachbarter Gebäude
M anderer Grund: ______________________________________________
126

Falls Sie umziehen wollen: Wo wollen Sie nach dem Umzug wohnen? Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!

14

im selben Wohnviertel wie bisher

1

in einem anderen der neuen Bundesländer (mit Berlin)

6

im selben Stadtbezirk

2

in einem der alten Bundesländer

7

in einem anderen Stadtbezirk Leipzigs, und zwar
______________________________________

3

im Ausland

8

in der näheren Umgebung Leipzigs

4

Das weiß ich noch nicht.

0

in Sachsen (außer Leipzig und näherer Umgebung)

5

Jetzt wieder für alle eine Frage zum Thema Lärmbelästigung:
Werden Sie in Ihrer Wohnung bzw. Wohnumgebung durch Lärm gestört? Geben Sie bitte an, wie stark Sie sich durch
folgende Lärmarten belästigt fühlen.
sehr stark
stark
mittel
schwach überhaupt nicht
a) Lärm durch Straßenverkehr
1
2
3
4
5

15

b) Lärm durch Schienenverkehr
c) Lärm durch Flugverkehr
d) Baustellenlärm
e) Industrie-/Gewerbelärm
f) anderer Lärm (z.B. Freizeit, Sport, Veranstaltungen)
Bei den folgenden Fragen geht es um Dienstleistungen der Stadt Leipzig hinsichtlich der Abfallentsorgung:
Sind Ihnen in diesem Zusammenhang die folgenden Angebote bekannt?
ja, kenne ich und ja, kenne ich, habe
es aber noch nicht
habe es bereits
genutzt
genutzt
a) das Bürgertelefon „Abfall“ (Tel.: 6571-111)

1

nein, es
interessiert
mich aber

2

nein,
interessiert
mich auch nicht

3

16

4

b) Möglichkeiten der Sperrmüllentsorgung
c) Möglichkeiten der Elektrogeräteentsorgung
(Fernsehgeräte, Waschmaschinen u. ä.)
d) Möglichkeiten der Schadstoffsammlung
Wie oft haben Sie bisher Schadstoffe (z. B. Haushaltschemikalien, Farbreste, Leuchtstoffröhren) am Schadstoffmobil oder in
der stationären Sammelstelle abgegeben?
gar nicht

einmal

1

mehrmals

2

17

3

Nutzen Sie folgende Wertstoffbehälter?

18
ja, immer

a) die Gelbe Tonne für Verpackungen mit dem Grünen
Punkt sowie andere Kunststoffe und Metalle
b) die Blaue Tonne für Papier, Pappe und Kartonagen

nein, gibt es
nicht in der
Nähe

ja, manchmal

1

2

nein, obwohl es
solche Behälter
gibt

3

4

c) die Glassammelcontainer zur Entsorgung von Glas
Nutzen Sie zur Entsorgung von kompostierbaren Abfällen die Biotonne?
ja, immer
1

nein, gibt es nicht in
der Nähe

ja, manchmal
2

nein, obwohl es solche
Behälter gibt

3

nein, ich kompostiere
selbst

4

19

5

Jetzt geht es um die Nutzung von Verkehrsmitteln, den Radverkehr in Leipzig und die Fahrzeuge in Ihrem Haushalt:
Welches Verkehrsmittel benutzen Sie überwiegend für welchen Reisezweck? (Bitte in jeder Zeile nur einmal ankreuzen!)
Pkw/
Straßengehe zu
Ich benutze überwiegend für Wege ...
S-Bahn
Eisenbahn
Fahrrad
bahn, Bus
Fuß
Krad
a) zur Arbeit

1

2

3

4

5

6

b) zur Ausbildung
c) zu Einkäufen
d) in der Freizeit/zur Erholung
e) in die Leipziger Innenstadt, allgemein
127

20

21

Stehen in Ihrem Haushalt folgende Fahrzeuge zur Verfügung? Wenn ja, geben Sie bitte auch jeweils an, wie viele dieser
Fahrzeuge im Haushalt vorhanden sind.
ja

22

a) Privat-Pkw

Anzahl: ___________

b) Dienst-/Firmen-Pkw

Anzahl: ___________

c) Motorrad, Moped

Anzahl: ___________

d) Fahrrad

Anzahl: ___________

Und wie oft fahren Sie in Leipzig mit dem Rad?
(fast) täglich

mehrmals pro Woche

1

23

nein

mehrmals pro Monat

2

seltener

3

nie

4

5

Welche Wege nutzen bzw. würden Sie beim Radfahren in Leipzig nutzen?
nutze ich
am liebsten
a) separate, baulich getrennte Radwege neben der Straße

nutze ich
gern

1

nutze ich
nur ungern

2

nutze ich
gar nicht

3

4

b) markierte Radfahr- bzw. Schutzstreifen auf der Straße
c) Straßen ohne spezielle Radwege oder Markierungen
für Radfahrer
d) Gehwege (z.B. bei schlechten oder gefährlichen
Straßen)
e) separate Wege abseits von Straßen (z.B. durch Grünoder Parkanlagen

24

Zu den Radverkehrsanlagen zählen alle zum Radfahren vorgesehenen Wege (Radwege, Fahrradstreifen, Schutzstreifen,
kombinierte Rad- und Gehwege). Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit der Qualität der Radverkehrsanlagen (baulicher Zustand, Verständlichkeit der Führung und Wegweisung)?
sehr
sehr
nicht einzufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden schätzbar
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

5

0

b) in der Stadt Leipzig

25

Und wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit dem Angebot an Radverkehrsanlagen (Dichte des Fahrradnetzes)?
sehr
sehr
nicht einzufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden schätzbar
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

5

0

b) in der Stadt Leipzig

26

Und wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit dem Angebot an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder?
sehr
sehr
zufrieden
teils/teils
unzufrieden
zufrieden
unzufrieden
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

3

4

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Stadt Leipzig

27

Nutzen Sie die folgenden Kombinationen zwischen Radverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in Leipzig?
(fast) täglich
a) Fahrradmitnahme im ÖPNV
b) Fahrradabstellmöglichkeit im Haltestellenbereich und Weiterfahrt mit dem
ÖPNV (Bike and Ride)
c) Fahrt mit dem ÖPNV und Weiterfahrt mit
dem Fahrrad

128

1

mehrmals pro
Woche
2

mehrmals pro
Monat
3

seltener
4

nie
5

Wird Ihrer Meinung nach in jüngster Zeit genügend für den Radverkehr getan?
genau
viel zu viel
viel
richtig
a) in Ihrem Ortsteil

1

2

viel zu
wenig

wenig

3

4

28

nicht einschätzbar

5

0

b) in der Stadt Leipzig
Die folgenden beiden Fragen behandeln das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern.
In welchen Lebensbereichen haben Sie regelmäßig Kontakte zu Ausländern (für Ausländer: zu Deutschen). Sie können
mehrfach ankreuzen.
a) in der eigenen Familie oder näheren Verwandtschaft
b) im Freundes- oder Bekanntenkreis

e) in der Schule, beim Studium, bei der Ausbildung

c) in der Nachbarschaft

g) woanders: ______________________________

d) am Arbeitsplatz

h) habe keine regelmäßigen Kontakte

29

f) in einem Verein (z.B. Sport- oder Gartenverein)

Wer Kontakte hat: Wie bewerten Sie diese Kontakte?
sehr positiv

1

positiv

2

teils/teils

negativ

3

sehr negativ

4

5

Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zum Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern in Leipzig zu?
voll und
ganz
a) Die in Leipzig lebenden Ausländer sind eine kulturelle
Bereicherung für unsere Stadt.
b) Durch die vielen Ausländer in Leipzig fühlt man sich
zunehmend als Fremder in seiner Stadt .
c) Ausländer nehmen die Arbeitsplätze in Leipzig weg.
d) Die Ausländer sollten ihren Lebensstil an den der
Deutschen anpassen.
e) Die Ausländer machen die Arbeit, die die Deutschen nicht
erledigen wollen.
f) Man sollte den Ausländern jede politische Betätigung in
Deutschland untersagen.

eher

1

teils/teils
2

eher nicht

3

überhaupt
nicht

4

30

5

Für die Auswertung der Fragen nach Altersgruppen, Familienstand oder Haushaltsgröße und die Analyse der
wirtschaftlichen Situation der Haushalte sind einige Angaben zur Person, zum Haushalt und zum Einkommen nötig.
Welchen Familienstand haben Sie?
verheiratet und zusammenlebend oder eingetragene Lebenspartnerschaft und zusammenlebend Öweiter mit Frage 33
verheiratet und getrennt lebend

31
1
2

verwitwet oder eingetragene/-r Lebenspartner/-in verstorben

3

geschieden oder eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben

4

ledig

5

Leben Sie in einer Lebensgemeinschaft/in einem gemeinsamen Haushalt?
ja, mit Partner
Wie alt sind Sie?

ja, mit Partnerin

1

__________

Jahre

Sind Sie

Und wie lange wohnen Sie schon in Leipzig?

32
nein

2

männlich

1

3

oder weiblich?

2

34

seit ____________ Jahren

Welche Staatsangehörigkeit(en) und Herkunft haben Sie bzw. Ihr Partner/Ihre Partnerin? (Mehrfachantworten möglich.)
Sie selbst

33

35

(Ehe-)Partner/-in

a) deutsch
b) ausländische Staatsangehörigkeit

und zwar

und zwar

c) ggf. zweite Staatsangehörigkeit

und zwar

und zwar

d) eigener Geburtsort außerhalb Deutschlands
e) Mutter/ Vater außerhalb Deutschland geboren
129

36

Welche der folgenden Angaben trifft für Sie hauptsächlich zu? Wenn Sie mit einer (Ehe-)Partnerin bzw. mit einem (Ehe-)
Partner zusammenleben: Was trifft auf diesen zu? (in jeder Spalte nur eine Antwort möglich)
Sie selbst
Erwerbstätige/-r (auch Auszubildende/-r, geringfügig Beschäftigte/-r, Kurzarbeiter/-in, Wehrund Zivildienstleistende/-r)
beschäftigt in einer öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahme (z. B. "1-Euro-Job",
Kommunal-Kombi, Bürgerarbeit), in Altersteilzeit, zeitweise freigestellt (z. B. Mutterschutz,
Elternzeit)
Arbeitslose/-r, Arbeitssuchende/-r bzw. in einer Umschulungsmaßnahme befindlich

37

2

4

4

Student/-in oder Schüler/-in

5

5

etwas anderes (z. B. Hausfrau/Hausmann)

6

6

Welchen höchsten schulischen Abschluss haben Sie?

Welchen höchsten beruflichen Abschluss haben Sie (bisher)?

allgemeine Hochschulreife/Abitur

1

Hochschul-/Universitätsabschluss

1

2

Fachhochschulabschluss

2

3

Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR

3

8. oder 9. Klasse (Hauptschule)

4

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger
Fachschulabschluss

4

(noch) keinen

5

abgeschlossene Berufsausbildung, Teilfacharbeiter

5

Sonstigen

.6

(noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung

6

Welche berufliche Stellung trifft auf Sie zu?

mithelfende/-r Familienangehörige/-r
leitende/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter höherer
Dienst
mittlere/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter gehobener/
mittlerer Dienst
einfache/-r Angestellte/-r, Beamtin/Beamter einfacher
Dienst

41

2

3

Selbständige/-r

40

1

3

10. Klasse (Realschulabschluss)

39

1

Rentner/-in oder Pensionär/-in (Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente)

Fachhochschulreife/Fachabitur

38

(Ehe-)Partner/-in

1

Vorarbeiter/-in, Polier, Facharbeiter im erlernten Beruf

6

2

ungelernter/angelernter, berufsfremd tätiger Arbeiter

7

3

Auszubildende/-r

8

4

etwas anderes (z. B. Wehr-, Zivildienstleistende/-r)

9

5

Wie hoch ist das durchschnittliche Haushalts-Nettoeinkommen im Monat insgesamt? Bitte zählen Sie die €-Beträge sämtlicher Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen, z. B. Lohn oder Gehalt, Unternehmereinkommen, Rente, Pension,
öffentliche Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Kosten der Unterkunft,
Wohngeld, Kindergeld, Krankengeld, Elterngeld, BAFöG), Einkommen aus Vermietung und Verpachtung.
unter 400 €

1

700 bis unter 900 €

5

1500 bis unter 1700 €

9

2600 bis unter 2900 €

13

400 bis unter 500 €

2

900 bis unter 1100 €

6

1700 bis unter 2000 €

10

2900 bis unter 3200 €

14

500 bis unter 600 €

3

1100 bis unter 1300 €

7

2000 bis unter 2300 €

11

3200 bis unter 3600 €

15

600 bis unter 700 €

4

1300 bis unter 1500 €

8

2300 bis unter 2600 €

12

3600 € und mehr

16

Welche Einkommensart sichert derzeit überwiegend den Lebensunterhalt Ihres Haushaltes?
Einkommen aus Erwerbs-/Berufstätigkeit und sonstige Arbeitseinkommen (gemeint ist auch Wehrsold,
Taschengeld des Freiwilligendienstes, Ausbildungsvergütung, Elterngeld, Landeserziehungsgeld)

1

Arbeitslosengeld I

2

Arbeitslosengeld II („Hartz IV“)

3

Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII

4

Renten/Pensionen (gesetzliche Alters-, Hinterbliebenen-, Erwerbsunfähigkeitsrente, Ruhegeld)

5

Alle übrigen Einkommen (auch BAFöG)

6

Wie viele Personen leben ständig in Ihrem Haushalt, Sie selbst mitgerechnet?
(Als Haushalt gilt der Personenkreis, der gemeinsam wohnt und wirtschaftet.)
Wie viele davon sind:

________ Personen

d) 11 bis 14 Jahre

_____ Personen

h) 36 bis 44 Jahre

_____

Personen

a) unter 3 Jahre

_____ Personen

e) 15 bis 17 Jahre

_____ Personen

i) 45 bis 64 Jahre

_____

Personen

b)

3 bis 6 Jahre

_____ Personen

f) 18 bis 25 Jahre

_____ Personen

j) 65 bis 85 Jahre

_____

Personen

c) 7 bis 10 Jahre

_____ Personen

g) 26 bis 35 Jahre

_____ Personen

k) über 85 Jahre

_____

Personen

130

In was für einem Haushalt leben Sie? Ich lebe ... (nur eine Angabe möglich!)

42

im eigenen Haushalt.

1

in einer Wohngemeinschaft (WG).

3

im Haushalt der Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Großeltern.

2

woanders.

4

Und wie hoch ist Ihr durchschnittliches persönliches Nettoeinkommen im Monat?

43

unter 150 €

1

500 bis unter 600 €

5

1200 bis unter 1400 €

9

2000 bis unter 2300 €

13

150 bis unter 300 €

2

600 bis unter 800 €

6

1400 bis unter 1600 €

10

2300 bis unter 2600 €

14

300 bis unter 400 €

3

800 bis unter 1000 €

7

1600 bis unter 1800 €

11

2600 bis unter 3000 €

15

400 bis unter 500 €

4

1000 bis unter 1200 €

8

1800 bis unter 2000 €

12

3000 € und mehr

16

Jetzt geht es noch einmal um die Stadt Leipzig:
Wo gibt es Ihrer Meinung nach die größten Probleme in der Stadt Leipzig? Nachfolgend sind einige Bereiche genannt. Tragen
Sie die zutreffenden Buchstaben für das aus Ihrer Sicht größte, zweit- und drittgrößte Problem bitte in der rechten Spalte ein.
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K

ärztliche Versorgung
Arbeits-/Ausbildungsplätze
Armut
Baustellen in der Innenstadt
Finanzsituation/Verschuldung der Stadt
Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
Freizeitangebote für Familien
Freizeitangebote für Senioren
Kindertagesstätten
Kriminalität, Sicherheit
Lärmbelastung

L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V

Öffentlicher Nahverkehr
Parkplätze
Sauberkeit auf Straßen/Plätzen
Schulen
Straßenbaustellen, Umleitungen
Straßenzustand
Umweltbelastung
Wohnkosten
Wohnungsleerstand
Zusammenleben mit Ausländern
Zustand der Sportanlagen

44

1. _______

2. _______

3. _______

Wenn Sie noch auf ein anderes Problem aufmerksam machen möchten, so können Sie das in den folgenden Zeilen tun.

Nun eine kurze Frage zu Ihrem Ortsteil:
Wenn Sie jetzt einmal an Ihren Stadtteil bzw. Ortsteil denken, also die Gegend, in der Sie wohnen. Gibt es hier in Ihrem
Ortsteil etwas, wo die Stadt Leipzig in nächster Zeit unbedingt investieren müsste? Wenn es Ihrer Meinung nach eine solche
wichtige Investition in Ihrem Ortsteil nicht gibt, kreuzen Sie bitte „nein“ an.
ja, und zwar folgende Investition: __________________________________________________

nein

1

45

2

Als eine Stadt mit internationalem Anspruch und hoher Lebensqualität muss die Stadtverwaltung Leipzig
Schwerpunkte setzen, wo sie die immer knapper werdenden Haushaltsmittel vorrangig einsetzt.
Inwieweit sind die nachfolgend angeführten vier Aufgaben aus Ihrer Sicht unter diesem Aspekt mehr oder weniger wichtig?
sehr wichtig eher wichtig
a) Wirtschaftsförderung, Ansiedlung von Investoren,
Unternehmern, Existenzgründern
b) Grundsicherung für Bedürftige (Sozialhilfe,
Jugendhilfe, Wohngeld)
c) Elementare Daseinsvorsorge (z.B. Katastrophenschutz, Ver- und Entsorgung Wasser/Abwasser,
Strom, Gas, Abfall)
d) Erhaltung und Pflege von Leistungen und Werten
vergangener Jahrhunderte aus Kunst, Kultur und
Architektur

1

2

teils/teils
3

eher nicht
wichtig
4

überhaupt
nicht wichtig
5

131

46

47

Dementsprechend muss die Stadt Leipzig genau überlegen, wo sie ihre Mittel konzentriert und wo sie weniger Mittel einsetzt.
Was meinen Sie: Wo sollte künftig gespart werden, wo nicht?
Wählen Sie bitte jeweils drei Bereiche (aber nicht mehr) aus, wo gespart und wo weniger gespart werden sollte.
sparen
a)

Wirtschaftsförderung, Ansiedlung von Investoren, Unternehmen

nicht sparen

1

2

b) Brand- und Katastrophenschutz
c) Schulen und Kindertagesstätten
d) Öffentliche Verkehrsmittel
e) Angebote für Kinder und Jugendliche
f)

Angebote für Senioren

g) Gewährung von Ermäßigungen (z.B. Leipzig-Pass, Sozial-Ticket)
h)

Straßenbau und –sanierung

i)

Ver- und Entsorgung (Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Abfall)

j)

Naherholung, Grünanlagen, Parks

k) Schwimmbäder, Sportanlagen
l)

Städtische Bibliotheken

m) Museen, Ausstellungen
n) Oper, Gewandhaus, Schauspiel
o)

Soziokultur

p)

Unterstützung sozial benachteiligter Jugendlicher/ hilfebedürftiger Familien

Die Zufriedenheit mit einer Stadt wie Leipzig wird durch viele Dinge beeinflusst. Deshalb bitten wir Sie zum Schluss um
die Beantwortung der folgenden Frage:

48

Bitte geben Sie zunächst an, wie zufrieden oder unzufrieden Sie mit jedem einzelnen der folgenden Aspekte sind!
Außerdem geben Sie bitte an, ob sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre Ihrer Meinung nach eher Verbesserungen
oder Verschlechterungen ergeben haben.
Hier bitte ankreuzen, wie zufrieden Sie mit dem
jeweiligen Aspekt sind!

a) Angebot an Arbeitsplätzen

sehr
zufrieden

zufrieden

teils/
teils

1

2

3

unzufrieden
4

sehr
unzufrieden
5

Hier bitte ankreuzen, ob Verbesserungen oder Verschlechterungen
eingetreten sind

weiß ich
nicht
0

b) Angebot an Ausbildungsplätzen, Lehrstellen
c) Angebot an Kindereinrichtungen
d) Versorgung mit Alten- und
Pflegeheimen
e) Angebot an Jugendfreizeiteinrichtungen
f) Angebot an Freizeitsportanlagen
g) Zustand der Gewässer
h) Ausbau der Naherholungsgebiete
i) Angebot an öffentlichen
Grünanlagen und Parks
j) Sauberkeit der Luft
k) Sauberkeit der Straßen
und öffentlichen Plätze
l) Straßenzustand
m) öffentliche Sicherheit/
Schutz vor Kriminalität

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
132

verbessert
1

weder/
noch
2

verweiß ich
schlechnicht
tert
3

0

Veröffentlichungen
Statistisches Jahrbuch der Stadt Leipzig (jährlich) (je 25,- €)
Statistischer Quartalsbericht (vierteljährlich) (je 7,- €)

LEIPZIGER STATISTIK UND STADTFORSCHUNG

2012

Kommunale Bürgerumfrage 2011 - Ergebnisbericht [7/12]
Herausgeberin:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Verantwortlich:
Dr. Ruth Schmidt, Leiterin des Amtes für Statistik und Wahlen
Autorinnen und Autoren: Falk Abel, Johannes Heinemann,
Kerstin Lehmann, Dr. Andrea Schultz
Verlag:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Druckerei:
Stadt Leipzig, Hauptamt
Redaktionsschluss:
12.07.2012

Gebühr:

15,- € (zuzüglich Versandkosten)

Die Daten werden auf Nachfrage für die einzelnen Kapitel in Dateiform zur Verfügung
gestellt.
Alle Rechte vorbehalten.
Es ist nicht gestattet, ohne ausdrückliche Genehmigung des Amtes für Statistik und Wahlen
diese Veröffentlichung oder Teile daraus für gewerbliche Zwecke zu vervielfältigen oder in
elektronische Systeme einzuspeichern. Die Vervielfältigung dieser Veröffentlichung oder von
Teilen daraus ist für nicht gewerbliche Zwecke mit Angabe der Quelle gestattet.

Kommunale Bürgerumfrage 2011 - Schnellbericht (15,- €)
Frauen und Männer in Leipzig 2011 (15,- €)

2011
Jugend in Leipzig – Ergebnisse einer Befragung 2010 (15,- €)
Fördergebietskatalog (15,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2010 - Ergebnisbericht (15,- €)
Straßenabschnittsverzeichnis 2011 (7,50 €)
Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Direktbezug:
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

Die statistischen Veröffentlichungen stehen unter statistik.leipzig.de zum kostenlosen Download
zur Verfügung.
Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur
Einsicht aus, ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen, des Statistischen Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages
und andere. Statistische Auskünfte erhalten Sie unter:
Fon 0341 123-2847, Fax 0341 123-2845 bzw. E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de

Lust auf mehr? Dann besuchen Sie das Leipzig-Informationssystem LIS:
statistik.leipzig.de

Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig
Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Statistischer Auskunftsdienst:

Fon
Fax
E-Mail

Direktbezug:
Stadt Leipzig
Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

(0341) 123 2847
(0341) 123 2845
statistik-wahlen@leipzig.de

Internet www.leipzig.de/statistik
www.leipzig.de/wahlen

Zeichenerklärung:
0
= Ergebnis gleich Null oder Zahl ist kleiner als die Hälfte der verwendeten
Einheiten
.
= zu geringe Fallzahl der Teilgruppe
davon
= Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)
darunter = nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)
D
= arithmetisches Mittel

Hier finden Sie stets aktuelle statistische Daten zu wichtigen Bereichen der Leipziger
Stadtentwicklung in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten sowie
die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen.
        
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