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Urbanes Leben in der Zukunft

Full text: Nachhaltigkeitsbericht ... Issue 2014/15 Urbanes Leben in der Zukunft

Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Urbanes Leben
in der Zukunft
Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

01

Inhaltsverzeichnis
Die ECE im Porträt

Seite 04

Megatrend Stadt

Seite 08

Handlungsfeld Ressourcen

Seite 12

Energieeffiziente Center 
Ausgezeichnet für Energieeffizienz
Licht: Potenziale entwickeln
Ressourcen: Verantwortungsvoller Umgang

Über diesen Bericht
Nachhaltigkeit ist für die ECE ein wesentlicher Bestandteil
der Unternehmensphilosophie und wird kontinuierlich in die
täg­liche Arbeit integriert. Das bedeutet für die ECE auch, ihre
Stakeholder transparent über die Fortschritte ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten zu informieren. Der vorliegende fünfte Nachhaltigkeitsbericht unter dem Titel „Urbanes Leben in der
Zukunft“ dient hierbei als wichtiges Kommunikationsinstrument. Um den Anforderungen der Stakeholder gerecht zu
werden, gliedert sich dieser Bericht in zwei Teile: Im lebendig
gestalteten Magazinteil werden die Schwerpunkte der Aktivitäten im Berichtszeitraum dargestellt. Der ergänzende Leistungsbericht wurde gemäß der aktuell gültigen Version G4 der
Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Im Vorfeld der Berichterstattung wurde eine Wesentlichkeitsanalyse
durchgeführt. So konnten die Anforderungen der Stakeholder
systematisch in die Auswahl der Themen einfließen. Der Bericht
wurde in Übereinstimmung mit der GRI-Option „Kern“ erstellt.

Handlungsfeld Arbeitswelt

Ansprechpartner
Verantwortlich für die Berichterstattung ist Maria Hill,
Head of Sustainability.
Maria Hill
(Head of Sustainability)
ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG
22391 Hamburg
Heegbarg 30
Tel.: +49 (0) 40 60606-9674
maria.hill@ece.com
www.ece.de

Der Nachhaltigkeitsbericht der ECE erscheint seit 2008 im zweijährigen Turnus. Die letzte Ausgabe erschien Ende 2013. Dieser
Bericht ist am 29. Februar 2016 erschienen, er umfasst die Jahre
2014 und 2015. Im Jahr 2014 wurde die Berichterstattung an
das Kalenderjahr angepasst (1. Januar bis 31. Dezember).
Die Berichterstattung bezieht sich schwerpunktmäßig auf die
Aktivitäten der ECE in Deutschland. Sukzessive ist eine Ausweitung des Reportings auf weitere Länder in Planung. Die Mitarbeiterzahlen wurden auch für die internationalen Standorte
erfasst. Abweichungen der Erfassungsgrenzen werden bei der
Darstellung der Daten im GRI-Bericht kenntlich gemacht.

02

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Die ECE arbeitet kontinuierlich an
schonenden Lösungen zum Schutz von
Ressourcen und Klima. Ein modernes
Energiemanagement und technische
Weiterentwicklungen optimieren die
Verbräuche der Gebäude.

Seite 20

Arbeitgeber mit Verantwortung
Familienfreundliches Arbeitsumfeld
Engagement der Mitarbeiter

Handlungsfeld Immobilien



21
22
24

Immobilien mit Perspektive
Zertifikate und Ratings
Dialog und Kooperation
Ganzheitlich nachhaltige Shopping-Center
Refurbishment und Nachhaltigkeit
Nachhaltig wohnen und arbeiten

ab Seite

12

Handlungsfeld Arbeitswelt
Bei der ECE stehen die Mitarbeiter im
Mittelpunkt. Eine fundierte Aus- und
Weiterbildung, die Förderung von
Frauen sowie die Vereinbarkeit von
Beruf und Familie sind zentrale Anliegen
des familiengeführten Unternehmens.

Seite 26
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ab Seite

20

Handlungsfeld Immobilien

Handlungsfeld Miteinander

Seite 36

Einkaufszentren prägen ihre Umgebung
Shopping-Center mit Verantwortung
Inklusion in der Quartiersentwicklung
Intelligente Mobilitätskonzepte
Engagement für Städte und Regionen
Sportlich engagiert, kulturell integriert
Persönlich involviert

Berichtszeitraum und -grenzen

Handlungsfeld Ressourcen

13
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16
18

Seit 50 Jahren prägt die ECE mit ihren
Gewerbeimmobilien unterschiedliche
Stadtbilder. Der damit einhergehenden
Verantwortung wird sie gerecht –
mit langfristigem Commitment,
Standorttreue und Nachhaltigkeit.

37
38
40
42
44
46
49



ab Seite

26

Handlungsfeld Miteinander

Nachhaltigkeit & Strategie

Verantwortlich für die Steuerung von Nachhaltigkeit bei der ECE:
Maria Hill, Head of Sustainability (li.) und Dr. Stephanie DutzkeWittneben, Chief Sustainability Officer

Seite 50

Alexander Otto zur
Nachhaltigkeitsstrategie der ECE
Nachhaltigkeit bei der ECE 
Strategie: Langfristigkeit im Fokus
Nachhaltigkeitsstruktur der ECE

GRI-Bericht

Die ECE übernimmt Verantwortung.
Sie setzt sich für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung ein,
fördert intelligente Mobilitäts- und
Servicekonzepte und engagiert sich
in Sport, Gesundheit und Kultur.

51
52
53
54



ab Seite

36

Seite 56

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

03

50 Jahre ECE
Versandhauspionier Werner Otto wollte sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und sich nicht mit Immobilienprojekten wie etwa dem Bau von Logistikzentren beschäftigen.
So gründete er 1965 ein eigenes und vom Versandgeschäft
unabhängiges Immobilienunternehmen – die ECE. Schon
von Beginn an entwickelte das Unternehmen Einzelhandelskonzepte wie die sogenannten Gemeinschaftswarenhäuser. Mit dem 1969 eröffneten Franken-Center in NürnbergLangwasser entstand eines der ersten modernen Shopping-Center deutschlandweit. Diesem Pilotprojekt folgte
bereits 1970 das Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg.
Beide Center befinden sich heute noch im Management der
ECE. Kaum ein anderes Unternehmen hat die Geschichte
der Shopping-Center in Deutschland so maßgeblich
geprägt. Heute betreibt die ECE in ihrem Heimatmarkt 144
Einkaufszentren, weitere 52 im europäischen Ausland.

Die ECE im Porträt
 

Die ECE entwickelt, plant, realisiert, vermietet, managt und revitalisiert mit
ihren europaweit rund 3.600 Mitarbeitern große Gewerbeimmobilien – an
erster Stelle Shopping-Center, die sie in der Regel langfristig managt und
vermietet. Sie entwickelt und realisiert aber auch Konzernzentralen, Bürohäuser, Logistikzentren, Wohnquartiere, Hotels sowie andere hochkomplexe
Gebäudetypen. Das Unternehmen feierte 2015 sein fünfzigjähriges Bestehen –
sichtbarer Meilenstein und zugleich Beweis für nachhaltiges Handeln.

Kernkompetenz PropertyManagement
Seit ihren Anfängen ist das Management
von Shopping-Centern eine der zentralen
Leistungen der ECE. Als europäischer
Marktführer hat das Unternehmen umfangreiches Know-how beim Betrieb
und der Vermarktung von ShoppingCentern aufgebaut. Dieser Bereich ist
heute das Kerngeschäft der ECE, welches
auch in Zukunft weiter an Bedeutung
zunehmen wird.
Über ihr Hauptgeschäft Shopping hinaus erweiterte die ECE bereits in den
1970er Jahren ihr Tätigkeitsfeld. Zu den
Immobilientypen gehören Bürogebäude
wie beispielsweise die deutsche Konzernzentrale von Philips, Logistikimmobilien wie Warenverteilzentren für Hermes oder Siemens, Verkehrsimmobilien

04

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

wie die Hauptbahnhöfe von Leipzig und
Wien, aber auch (zusammen mit Partnern) große Wohnprojekte wie der Alstercampus, die Mitte Altona oder Freeport in Hamburg. Ein weiterer Wachstumsbereich ist die Entwicklung von
Hotelimmobilien, etwa für Motel One,
Steigenberger oder 25hours.

Internationalisierung der ECE
2001 eröffnete die ECE ihr erstes Shopping-Center außerhalb Deutschlands:
die Galeria Dominikánska im polnischen
Breslau. Nach Polen folgten zunächst
weitere Standorte in Ungarn und Tschechien. Auch in der Türkei ist die ECE seit
dem Jahr 2000 tätig, zunächst im Rahmen von Management-Übernahmen.
Mit dem Espark in Eskişehir eröffnete sie
im Jahr 2007 ihr erstes selbst konzipiertes Center. Heute hat sie in der Türkei

insgesamt zwölf Center im Management, darunter Marmara Park Istanbul,
das mit 100.000 Quadratmetern
Gesamtmietfläche zu den größten
Shopping-Centern der Türkei gehört.
Insgesamt betreibt das Unternehmen
heute 52 Einkaufszentren im europäischen Ausland.

ECE-Standorte
Die ECE ist mit ihren 196 ShoppingCentern Marktführer in Europa. Neben
der Unternehmenszentrale in Hamburg
unterhält sie 13 Niederlassungen bzw.
Tochtergesellschaften und Joint Ventures
im Ausland.

Erweitertes Geschäftsmodell:
Refurbishment
Der europäische Markt für ShoppingCenter ist zunehmend gesättigt, sodass
es künftig weniger Center-Neuentwicklungen geben wird. Wachstumspotenzial sieht die ECE bei der Renovierung
und Revitalisierung bestehender Handelsimmobilien, dem sogenannten
Refurbishment. Ein Bereich, der durch
die kontinuierlichen Modernisierungen,
Anpassungen und Erweiterungen der

 Im November 1970 eröffnete das Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ) seine Pforten –
damals eine absolute Neuheit. Bis heute befindet es sich im Management der ECE.

Einkaufszentren seit jeher zu den Kernkompetenzen der ECE gehört. Aus diesem gewachsenen Know-how ergibt
sich ein großes Betätigungsfeld, welches
das Unternehmen verstärkt besetzt.
Mit Management-Übernahmen, umfassenden Modernisierungen und einem
Marketing-Relaunch konnten traditionsreiche Shopping-Center erfolgreich wiederbelebt werden. Jüngste Refurbishment-Projekte sind beispielsweise die
Einkaufsgalerie Marstall in Ludwigsburg,
das LOOM in Bielefeld sowie das Rosen­
gårdcentret im dänischen Odense (siehe
Immobilien, ab S. 26).

möglichkeiten sowie nachhaltige Immobilien. Mit dem Future Labs-Projekt verfolgt die ECE eine zukunftsweisende
Digitalstrategie. Dazu experimentiert
die ECE mit Innovationen wie einem
digitalen Leitsystem, der Ansprache aller
Sinne mittels Multisense-Experience und
Indoor-Navigation per Center-App durch
Beacons, die den aktuellen Standort
erkennen. So macht die ECE ihre Shopping-Center fit für die Besucher von
morgen. 2015 wurde die ECE für ihre
Future Labs mit dem MAPIC Award „Best
Retail Digital Strategy“ ausgezeichnet.

Center im
Management
Assets under
Management
Verkaufsfläche
der Center
Shopanzahl

Besucher/Tag

Länder

Qualitative Marktführerschaft
durch Innovation

Mitarbeiter
gesamt

Dem Pioniergeist ihres Gründers folgend, sieht die ECE ihre Zukunft nicht
primär im quantitativen Wachstum, sondern in der qualitativen Stärkung ihrer
Marktführerschaft durch Innovation:
neue Partnerschaften, erweiterte
Geschäftsfelder und Finanzierungs­

Porträt

Die ECE auf einen Blick

Realisierte
Logistikflächen
Realisierte
Büroflächen

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

196

(144 national/52 international)

30 Mrd.
7.200.000
21.000
4.500.000
14
3.600
550.000
977.000
Euro

m2

m2

GRI-Bericht

05

m²

In der Welt zu Hause

Zu Hause aktiv

Dank zweier Immobilien-Schwestergesellschaften verfügt die ECE über lebendige Beziehungen nach Übersee:
Die Paramount Group in New York managt Immobilien an der US-Ostküste. Die Immobiliengruppe Park Property
im kanadischen Toronto ist vor allem auf Wohnungen und Gewerbeflächen spezialisiert. Durch Beteiligungen
Alexander Ottos profitiert die ECE zudem vom umfangreichen Know-how-Austausch mit DDR Corp. sowie Sonae
Sierra Brasil SA, zwei führenden Shopping-Center-Unternehmen in Amerika und Brasilien. Dieses internationale
Netzwerk fördert auch die Entwicklung nachhaltiger Projekte.

Als Mitglied in zahlreichen Verbänden und Organisationen engagiert
sich die ECE für Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung und Einzelhandel.

Engagement für Energieeffizienz
In der Gemeinde Thorncliffe Park hat Park
Property Management gemeinsam mit Partnern einen innovativen Ansatz für energetische Modernisierung mit einer Informationsund Bildungskampagne für die Bewohner
vor Ort verbunden. Die Immobiliengesellschaft wurde hierfür von der Ontario Sustain­
able Energy Association (OSEA) mit dem
Preis für das „Nachhaltigkeitsprojekt des
Jahres 2015“ ausgezeichnet.

Fortschritte bei Zertifizierungen
Die Paramount Group hat ein umfassendes Energiecontrolling für ihre
Immobilien installiert und strebt die
Zertifizierung ihres gesamten Bestands
an. Dabei setzt sie auf das weltweit verbreitete LEED-Zertifikat, das Schwerpunkte auf Ökologie und Energie legt
und den gesamten Lebenszyklus eines
Gebäudes betrachtet. Aktuell sind
13 Immobilien nach LEED zertifiziert.

Bundesvereinigung City- und
Stadtmarketing Deutschland e.V. (BCSD)
Die BCSD setzt sich für die Schaffung und
den Erhalt lebendiger Innenstädte ein.

EHI Retail Institute e.V. (EHI)
Das EHI ist ein wissenschaftliches Institut des Handels. Es führt Forschungsarbeiten zu wichtigen
Zukunftsthemen des Einzelhandels durch.

Zentraler Immobilien
Ausschuss e. V. (ZIA)
Der ZIA ist die wirtschaftspolitische
Interessenvertretung der Immobilienbranche. Er vertritt rund 175
direkte Mitglieder sowie 21 Verbände mit insgesamt 37.000 Mitgliedern. Präsident des ZIA ist Dr.
Andreas Mattner, Managing Director der ECE.

Weltweit arbeiten Unternehmen an
nachhaltigen Lösungen. Durch den
Austausch von Best-Practice-Beispielen
können die ECE und ihre internationalen
Partner dieses Ziel ein Stück schneller
Alexander Otto, CEO der ECE
vorantreiben. 
Infrastruktur für
Elektromobilität
DDR baut an seinen ShoppingCentern ein Netz von Ladestationen für Elektrofahrzeuge aus und
konnte bis Ende 2015 Stationen an
zahlreichen Standorten realisieren.
Ein Meilenstein war die Installation
der weltweit hundertsten TeslaLadestation am Center „Hamilton
Marketplace“. Kunden können die
Ladezeit in diesem Umfeld optimal
für ihre Bedürfnisse nutzen.

06

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

International Council of
Shopping Centers (ICSC)
Die ECE engagiert sich seit fast 20
Jahren beim ICSC, dem größten
internationalen Interessenverband
der Shopping-Center-Industrie.
Alexander Otto war im Berichtszeitraum Vorsitzender des ICSC
Europe Advisory Boards.

Deutsche Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Die Aufgabe der DGNB ist es, Wege
aufzuzeigen, die nachhaltiges
Bauen ermöglichen und nachhaltige Gebäude zu bewerten und
auszuzeichnen.

®

Wasserkreisläufe schließen
Wasserknappheit ist in der Region São Paulo eine der
dringlichsten Herausforderungen. Um unabhängig von
der öffentlichen Wasserversorgung zu werden und den
Verbrauch von Frischwasser zu reduzieren, hat Sonae
Sierra Brasil im Shopping-Center Plaza Azul eine Anlage
zur Wasseraufbereitung installiert. So können monatlich
57 % des Abwassers wiederverwendet werden.

German Council of Shopping
Centers e.V. (GCSC)
Der GCSC e. V. ist ein Interessen­
verband der einzelhandelsorientierten Gewerbeimmobilien- und
Shopping-Center-Branche. Klaus
Striebich, ECE-Geschäftsführer
Vermietung, ist Mitglied im Vorstand des Verbands.

Initiative Corporate Governance der deutschen
Immobilienwirtschaft (ICG)
Die ECE ist Mitglied der ICG. Dieser Initiative haben sich
über 60 Unternehmen, insbesondere große und international ausgerichtete Marktteilnehmer, mit der Verpflichtung
zu einer „guten Unternehmensführung“ angeschlossen.

Porträt

Urban Land Institute (ULI)
Die Aufgabe des ULI besteht darin,
Führungsverantwortung im
Bereich Landnutzung zu übernehmen, um die Lebensräume und die
Umwelt zu verbessern. Das ULI ist
das führende multidisziplinäre
Immobilienforum.

Megatrend

Handlungsfelder

German Facility Management
Association (GEFMA)
Der Branchenverband GEFMA vertritt über 900 Unternehmen und
Organisationen des Dienstleistungssektors Facility Management.
Seit 1989 engagiert er sich für ein
einheitliches Begriffsverständnis
und für Qualitätsstandards, auch in
Bezug auf einen nachhaltigen
Immobilienbetrieb.

Strategie

GRI-Bericht

07

Urbanisierung: Rückblick und Ausblick
Historisch betrachtet liegen die Anfänge der Urbanisierung im Europa des
19. Jahrhunderts. Landlose Arbeiter und arme Kleinbauern setzten zu Beginn
der Industrialisierung ihre Hoffnung auf umliegende Kleinstädte. Diese wuchsen schnell, was zugleich zu einer Suburbanisierung des Umlandes führte.
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts leben erstmals mehr als die Hälfte aller
Menschen in Städten. Im Jahr 2014 waren es 54 Prozent im Vergleich zu 30
Prozent im Jahr 1950. Ein Ende dieses Urbanisierungsprozesses ist nicht in
Sicht: Pro Sekunde ziehen zwei Menschen vom Land in die Stadt. Für das Jahr
2050 rechnen die Vereinten Nationen damit, dass 70 Prozent aller Menschen
in Städten leben werden.
 

Megatrend Stadt

Städte unter Druck

Der Handel gestaltet seit jeher die Entwicklung von Städten, er verbindet Menschen und Unternehmen, bringt Leben
und ist Impulsgeber. Das gilt auch für Shopping-Center – sie sind die moderne Variante des Marktplatzes. Integrierte und
auf die jeweilige Stadt maßgeschneiderte Center-Konzepte wirken sich positiv auf die Stadtentwicklung aus und sind
zudem ein wichtiger Baustein, um dem stark wachsenden Online-Handel entgegenzuhalten. Als Pionier und Marktführer
trägt die ECE eine besondere Verantwortung.

Faszination urbanes Leben

schaftsleistung wird auf 80 Prozent
geschätzt. Vor allem Städte in Entwicklungs- und Schwellenländern haben
einen starken Zuzug zu verzeichnen.
In Deutschland ist dieser Trend nicht
ganz so stark ausgeprägt. Hier wachsen
vor allem Großstädte und Metropolen
wie Berlin, Hamburg und München,
während andere Städte einen Rückgang
der Einwohnerzahl erleben. Grundsätzlich ist in Deutschland jedoch eine

Die Urbanisierung ist weltweit mit wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen verknüpft – einer gestiegenen geografischen Mobilität, einer rückläufigen Geburtenrate und einer
höheren Lebenserwartung.
Aus wirtschaftlicher Sicht sind Städte
Motor von Innovation und Modernisierung. Ihr Beitrag zur weltweiten Wirt-

  Mehr als die Hälfte aller Menschen leben mittlerweile in Städten.

gestiegene Wertschätzung der Innenstadt als Wohn- und Arbeitsort festzustellen. Das Leben in der Stadt
bedeutet für viele Menschen bessere
Bildungschancen und die Möglichkeit
für politische und kulturelle Beteiligung.
Städte bieten außerdem ein attraktives
Angebot an Produkten und Dienstleistungen für das tägliche Leben und die
Freizeitgestaltung.

In vielerlei Hinsicht stoßen Städte weltweit an ihre Grenzen: Sie stehen vor
enormen sozialen, infrastrukturellen
und ökologischen Herausforderungen.
Dies gilt nicht nur für Schwellen- und
Entwicklungsländer, wo rasantes Bevölkerungswachstum, Luftverschmutzung
und Verkehrskollaps zum Alltag gehören.
In Industrienationen müssen Städte mit
steigenden Energiepreisen und Anforderungen zur Begrenzung des CO₂Ausstoßes, fortschreitendem Flächenverbrauch, einer überlasteten Infrastruktur,
explodierenden Immobilienpreisen
ebenso wie mit sozialen Spannungen
umgehen.

Intelligente Lösungen
Städtewachstum bis 2030
Weltbevölkerung in Millionen
5.000

41

4.000

558

43

3.000

10
21

2.000
1.000

63

28

239

417

731

525

= Anzahl der Städte

Megacities 

≥ 10 Millionen

Großstädte 

5 – 10 Millionen

Großstädte 

1 – 5 Millionen

Stadtgebiete 
1990

 Quelle: United Nations, 2014

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

X

Städte 

294

0

08

 X

2014

2030

0,5 – 1 Million
< 0,5 Millionen

Nachhaltige und intelligente Lösungen
spielen in der Städteplanung schon jetzt
eine wichtige Rolle. In Europa geht es
dabei zugleich um Wettbewerbsfähigkeit. Denn durch den demografischen
Wandel stagniert in manchen Städten
das Bevölkerungswachstum oder ist
sogar rückläufig. Um attraktiv für qualifizierte Arbeitskräfte, Unternehmen und
Investitionen zu bleiben, müssen alle
Aspekte des städtischen Lebens – Mobilität und Flächenentwicklung, Energie-,
Wasser- und Abfallmanagement ebenso

Porträt

wie Innovation, Wirtschaft und Handel –
einer nachhaltigen Logik folgen. Die
Zukunft der Erfolgsgeschichte Stadt
hängt maßgeblich von Lösungen für
diese Herausforderungen ab. Gelingen
wird dies, wenn Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten. Eine wichtige Rolle des Handels ist
dabei, die sich wandelnden Bedürfnisse
der Konsumenten aufzugreifen und mit
modernen Konzepten passende Angebote für die lebenswerte Stadt der
Zukunft zu entwickeln.

Handlungsfelder der ECE

Ressourcen

Innovation
Die ECE ist bestrebt, mit ihren Immobilien und insbesondere den ShoppingCentern einen positiven Beitrag zur
Stadtentwicklung zu leisten und Städte
auch in Zukunft zu attraktiven Treffpunkten zu machen. Es gilt, Aufenthaltsqualität zu schaffen, die Online- und
Offline-Angebote verbindet. Die eigens
eingerichteten Future Labs tragen dieser
aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung
ebenso Rechnung wie das vielfältige
Engagement für Nachhaltigkeit. Ihre
Verantwortung nimmt die ECE in vier
Handlungsfeldern wahr: „Ressourcen“,
„Arbeitswelt“, „Immobilien“ und „Miteinander“.

Megatrend

Handlungsfelder

Arbeitswelt

Immobilien

Miteinander

Strategie

GRI-Bericht

09

Megatrend Stadt

Relevanz für die ECE

Ressourcen

senkt ein neuer Standard den Energieverbrauch
bei der Center-Kühlung.

	Um



Mehr im Kapitel Ressourcen, S. 12

Führungskräfte, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter
zu verdeutlichen. Die individuelle Förderung und
Schulung der Mitarbeiter beginnt mit einer fundierten Ausbildung für junge Menschen und spielt auf
allen Karrierestufen eine wichtige Rolle. Ihre familienfreundliche Personalpolitik lässt die ECE nach
dem Audit „berufundfamilie“ zertifizieren.

 Um

143.000

	 Für rund

T onnen pro Jahr hat die ECE durch den Einkauf
von Ökostrom CO₂-Emissionen reduziert.

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und
das international etablierte BREEAM-Zertifikat. In
den von der ECE betriebenen Gebäuden spielt das
Refurbishment, also die kontinuierliche Modernisierung und Anpassung von Gebäuden, eine
bedeutende Rolle. Dadurch bleiben Gebäude langfristig nutzbar und Ressourcen werden effizient
eingesetzt.

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

vor Ort aufzuladen. Auch setzt sie sich für eine
nachhaltige Stadtentwicklung, für die Inklusion
benachteiligter Menschen, für Gesundheit, Kunst
und Kultur ein. Eine wichtige Rolle nehmen dabei
die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die Alexander
Otto Sportstiftung und die Stiftung „Lebendige
Stadt“ ein.

3.600	

Mitarbeiter trägt die ECE die Verantwortung.

	Über



800	

Seminare wurden 2014 für Mitarbeiter durchgeführt.

Mehr im Kapitel Arbeitswelt, S. 20

	10
16
13	

	Immobilien mit DGNB Platin-Zertifikat.



Mehr im Kapitel Immobilien, S. 26

Herausforderung: Attraktive Angebote für soziales Miteinander
In Einkaufszentren kommen Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zusammen. Die ECE will Orte mit einer hohen
Aufenthaltsqualität schaffen, in denen sich alle
Besucher wohlfühlen. Für eine gute Erreichbarkeit
sind die Center der ECE an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Außerdem ermöglicht die
ECE Besuchern, in zahlreichen Centern ihre E-Autos

10

kWh an Energiesparpotenzial konnten durch
Analyse von 61 Centern ermittelt werden.

Herausforderung: Flächen aufwerten und Gebäude langfristig nutzen
Die Einkaufszentren der ECE nehmen Flächen in
Anspruch. Ihre Nutzung und damit einhergehende
Umweltbelastungen sind für die ECE relevante Themen. Die meisten Standorte der ECE werden jedoch
nicht erstmals bebaut, sondern derart optimiert,
dass keine neuen Flächen versiegelt werden. Bei
ihren Gebäuden setzt sie auf anerkannte Gütesiegel, wie das umfassende Siegel der Deutschen

Miteinander

Center in Deutschland und die Unternehmenszen­
trale nutzt die ECE nahezu ausschließlich Ökostrom.
Durch Kooperationen treibt sie innovative Ansätze
zum Ressourceneinsparen voran: beispielsweise
die Entwicklung einer neuartigen LED-Leuchte mit
Philips oder innerhalb eines Forschungsprojektes
mit Hochschulen für energie- und emissionsoptimierte Shopping-Center (KEES).

Herausforderung: Verantwortung für Mitarbeiter in der modernen Arbeitswelt
Die ECE ist für ihre rund 3.600 Mitarbeiter verantwortlich. Als Familienunternehmen gewährleistet
sie ein Umfeld, in dem Mitarbeiter Beruf und Privatleben in Einklang bringen können. Dazu gehören
attraktive Teilzeitangebote für Mütter und Väter
ebenso wie ein Eltern-Kind-Büro, das bei Betreuungsengpässen genutzt werden kann. Das Thema
Work-Life-Balance ist Bestandteil der Seminare für

Immobilien

	 5 Mio.	
23 %	

Herausforderung: Sparsamer Umgang mit Energie und Ressourcen
Ressourceneinsparungen in Gebäuden nehmen bei
der ECE einen hohen Stellenwert ein. Einsparpotenziale in der Gebäudewirtschaft liegen insbesondere
im energetischen Bereich. Dort vor allem beim Lüften und Kühlen sowie bei der Beleuchtung. Mithilfe
eines Energiemanagementinstruments führt die
ECE Detailanalysen durch, aus denen sie Maßnahmen für mehr Energieeffizienz ableitet. Für ihre

Arbeitswelt

Für die Bewältigung drängender globaler
Herausforderungen ist es unerlässlich, Städte
weltweit auf einen Pfad in Richtung Nachhaltigkeit zu
bringen.  Arved Fuchs, Mitglied des Nachhaltigkeitsbeirats der ECE (siehe S. 54)

	

	Immobilien mit DGNB Gold-Zertifikat.

	

S hopping-Center mit BREEAM-Zertifikat
(Neubau und Bestand).

90
	4,4 Mio.
40
	Über



Mehr im Kapitel Miteinander, S. 36

Porträt

	

Megatrend

Handlungsfelder

	Ladepunkte für Elektroautos stellt die ECE
aktuell bereit.

	Menschen besuchten 2015 täglich die
Einkaufszentren der ECE.

	Teilnehmer sprachen am Runden Tisch für
inklusive Stadtentwicklung.

Strategie

GRI-Bericht

11

Energieeffiziente Center
Schon bevor Klimaschutz in den Fokus der öffentlichen Diskussion gelangte,
definierte die ECE die Einsparung von Energie als eines der wichtigsten Ziele
ihrer Nachhaltigkeitsstrategie (siehe Strategie, S. 53). Wesentliche Hebel für
mehr Energieeffizienz wurden in den Bereichen Lüften und Kühlen sowie Licht
identifiziert. Bis zu 80 Prozent des Energieverbrauchs von Einkaufszentren
werden hierfür verwendet, nur ein geringer Anteil entfällt auf die Nutzung
von Wärme.

Energiemanagement
für mehr Effizienz
Um die Energieeffizienz der ShoppingCenter zu optimieren, arbeiten die Ingenieure der ECE eng mit den Centertechnikern vor Ort zusammen. Folgende Maßnahmen für das Energiemanagement
konnten so bereits umgesetzt werden.
Energiecontrolling: Mithilfe eines Energiecontrollingsystems lassen sich die
Energieverbräuche der Center erfassen
und visualisieren. Die Auswertungen
ermöglichen den Vergleich mit den
Daten anderer Center und zeigen auf,
ob und wie gut Optimierungsmaßnahmen wirken. Mithilfe dieses Systems
führte die ECE im Berichtszeitraum
Detailanalysen in 61 deutschen Einkaufszentren durch. Bei den 19 Centern
mit dem größten ermittelten Potenzial

kaufszentren analysiert und deren
Energieeffizienz in der Folge optimiert
werden.

Kennzahlen Shopping-Center

2013-2015
- 3,1%
- 10,7 %
- 33.486 

Stromverbrauch
(kWh/m²)

Heizenergie­verbrauch
(kWh/m²)
Energieverbrauch
(absolut)

MWh

 Siehe auch GRI-Bericht, S. 59

Automatisierte Steuerung: In Neuund Umbauten – zum Beispiel in der
Holsten-Galerie Neumünster – nutzt die
ECE zudem ein automatisiertes System
für die Steuerung des Stromverbrauchs.
Dieses dient der verbesserten Kontrolle
der Verbräuche und ermöglicht einen
kosteneffizienten Betrieb der Center,
indem Lastspitzen vermieden werden.

Energieeffiziente Kühlung
Für Neubauten wurde unter dem
Namen „NEW AGE“ ein neuer technischer Standard für energieeffiziente
Kühlung entwickelt. Die energieauf-

wendige Kühlung über die Lüftung wird
dabei durch eine Kaltwasserringleitung
ersetzt, über die sich der Mieter bedarfsgerecht versorgen kann. Der neue Standard ist erstmals im Projekt Milaneo
Stuttgart umgesetzt worden. Weitere
Center mit neuem Technikstandard für
Energieeffizienz sind:
K in Lautern, Kaiserslautern
M
 arstall, Ludwigsburg
H
 olsten-Galerie, Neumünster
Aquis Plaza, Aachen
Zielone Arkady, Bydgoszcz
LOOM, Bielefeld (im Bau)

Neuer Technikstandard „NEW AGE“ senkt den Energieverbrauch
Handlungsfeld Ressourcen

Die ECE arbeitet kontinuierlich an schonenden
Lösungen zum Schutz von Ressourcen und
Klima. Ein modernes Energiemanagement und
technische Weiterentwicklungen optimieren
die Verbräuche der Gebäude.

12

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

 iel: Im Jahr 2016
Z
Einsparungen von
5 Mio. Kilowattstunden
gegenüber 2013 durch
Optimierungsmaß­
nahmen im Bereich
der Belüftung

– 14 %*
Luftförderung
Einsparungen im
Energieverbrauch
gegenüber
bisherigem
Standard:

– 5 %*
Kühlung

zur Effizienzsteigerung wurden Maßnahmen abgeleitet, die nun umgesetzt werden. Verglichen mit 2013 sind Einsparungen von etwa fünf Millionen Kilowattstunden möglich. Im Jahr 2016 sollen
außerhalb Deutschlands weitere Ein-

Porträt

–23 %

– 4 %*
Heizung
 * Einsparung am Gesamtverbrauch

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

13

Ausgezeichnet für Energieeffizienz

Holsten-Galerie Neumünster
Rundum nachhaltig – Im Oktober 2015
eröffnete die ECE in Neumünster ein
innerstädtisches Shopping-Center mit
viel Strahlkraft. Die maßgeschneiderte
Einkaufsgalerie bietet auf zwei Ebenen
und einer Verkaufsfläche von 22.800 m²
Platz für rund 90 Fachgeschäfte, Cafés,
Restaurants und Dienstleistungsanbieter.
Das neue Center fügt sich harmonisch in
die gewachsene Innenstadtstruktur ein
und bildet ein Bindeglied zwischen dem

 Stadtquartier Milaneo Stuttgart

etablierten Handelszentrum Großflecken und dem ICE-Bahnhof. Die HolstenGalerie ist ein rundum nachhaltiges
Shopping-Center. Schon bei Planung

 ervorragende städtebauliche Einbindung
H
Intelligentes und sehr anpassungsfähiges Energiemanagementsystem
Aufzüge mit Energierückspeisung
Fahrtreppen mit Energieeffizienzcontrollern
Solaranlage zur Eigenversorgung

und Ausschreibung wurden Kriterien
wie städtebauliche Einbindung, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit berücksichtigt. Der Einsatz umweltfreundlicher
Materialien sowie die Gestaltung der
220 Fahrradstellplätze folgen den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen (DGNB).
Ein intelligentes, sehr anpassungsfähiges Energiemanagementsystem und
moderne Gebäudetechnik ermöglichen

14

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

den schonenden Umgang mit Ressourcen. So verfügt das neue Center über
Aufzüge mit Energierückspeisung sowie
Fahrtreppen, die mit Energieeffizienz­

controllern ausgestattet sind und sich
nur im Bedarfsfall bewegen. Auf Grundlage einer vorangegangenen Tages- und
Kunstlichtsimulation wurde ein innova­
tives Beleuchtungskonzept realisiert.
Außerdem tragen wassersparende Armaturen und wasserlose Urinale sowie eine
hohe Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit zu einem nachhaltigeren
Betrieb des Centers bei. Eine Solaranlage
auf dem Dach versorgt die neue HolstenGalerie mit umweltfreundlichem Strom.

Einzigartig und vielfältig – Das Stadtquartier Milaneo setzt deutschlandweit
Maßstäbe. Im Herzen Stuttgarts ist ein
lebendiges Viertel mit belebten Plätzen
sowie einer ausgewogenen Mischung
aus Einzelhandel, Gastronomie, Büros
und Wohnungen entstanden. In dem
bereits im Oktober 2014 eröffneten
Shopping-Center sind rund 200 Fachgeschäfte untergebracht, davon sind 90 für
Stuttgart neue Shop-Konzepte sowie
Cafés, Restaurants und Dienstleistungsanbieter. Das im August 2015 fertiggestellte Quartier bietet 7.400 m² Büroflächen sowie Platz für 415 Wohnungen und
ein Hotel mit 165 Zimmern. Damit bringt
das Milaneo neues und vielfältiges Leben
auf ein lange Zeit ungenutztes, innerstädtisches Areal.

zeichnung Platin, das Quartier das GoldZertifikat. Besonders gut schneidet das
Milaneo bei folgenden Kriterien ab: Ökobilanz, Risiken für lokale Umwelt,
Flächeninanspruchnahme, Lebenszykluskosten, gebäudebezogene Außenraumqualität, Familienfreundlichkeit, Fahrradkomfort, energetische und feuchteschutztechnische Qualität der
Gebäudehülle sowie Reinigungs- und
Instandhaltungsfreundlichkeit.

Zukunftsweisendes,
nachhaltiges
Stadtquartier
Wiederbelebung einer
innerstädtischen
Brachfläche
Sehr gute Ökobilanz
Dachgärten verbessern
das Mikroklima

Als eine der ersten Quartiersentwicklungen überhaupt wurden sowohl das Shopping-Center als auch das gesamte Quartier von der Deutschen Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet. Das Shopping-Center erhielt die Aus-

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

15

Licht: Potenziale entwickeln
Die richtige Beleuchtung spielt gerade bei Shopping-Centern eine große Rolle.
Sie lässt die Architektur der Center zur Geltung kommen und sorgt im Inneren
für eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Gleichzeitig macht Kunstlicht einen
erheblichen Teil des Energieverbrauchs eines Centers aus. Lichtdesigner und
Ingenieure der ECE arbeiten kontinuierlich an Lösungen, die Energieeffizienz
und Aufenthaltsqualität optimal verbinden.

Neue Maßstäbe bei
der Center-Beleuchtung
Für die Beleuchtung ihrer Center nutzt
die ECE wo immer möglich den Einfall
natürlichen Lichts. Großflächige Glasfronten und -kuppeln sorgen für einen
hohen Tageslichteintrag und schaffen
eine Verbindung nach außen – architektonische Aspekte, auf die die ECE bei
Neubauten, aber auch bei umfassenden
Refurbishmentmaßnahmen besonders
achtet. Flächen, die nicht mit Tageslicht
versorgt werden können, werden mit

Kunstlicht ergänzt. Dazu erstellt die ECE
auf Grundlage von Analysen und Simulationen Lichtkonzepte, in denen Tagesund Kunstlicht aufeinander abgestimmt
sind.

Hinweisbeleuchtungen von
60 Einkaufszentren auf LED
umgestellt

Neue Beleuchtungskonzepte
testen
Um den Stromverbrauch weiter zu reduzieren, sind die Lichtplaner der ECE kontinuierlich auf der Suche nach technischen Neuerungen und prüfen mögliche
Anwendungen. Im Jahr 2014 wurde der
Einsatz von Solarbeleuchtung auf Parkdecks erprobt. Das sechsmonatige Pilotprojekt zeigte, dass diese Technik potenziell hohe Einsparungen ermöglicht,

für den Einsatz auf Parkdecks die
Lichtintensität jedoch noch nicht ausreicht.

LED-Technologie –
neuartig und nachhaltig
Mittlerweile kommen bei der Grundund Fassadenbeleuchtung ausschließlich Leuchtdioden – sogenannte LEDs –
zum Einsatz. Dies macht eine differenzierte Steuerung der Farbdynamik und
genaues Dimmen möglich. Neben deutlichen Einsparungen beim Stromverbrauch zeichnet LED gegenüber konventionellen Lichtsystemen eine höhere
Lebensdauer aus – das senkt sowohl die
Wartungskosten als auch die Entsorgungsmengen. Im Berichtszeitraum wurden die Hinweisbeleuchtungen der
Parkhäuser von 60 Einkaufszentren auf
LED umgestellt. In 24 Parkhäusern
wurde darüber hinaus die Beleuchtung
der Parkdecks auf die neue Technik
umgerüstet. Durch fortlaufenden Dialog
mit den Mieterpartnern der ECE und
gemeinsame Workshops werden mittlerweile auch die vermieteten Bereiche
zu einem hohen Anteil mit LED beleuchtet, teilweise wird der Schaufensterbereich darüber hinaus dynamisch an die
Außenlichtverhältnisse angepasst.

  Neues Logistikzentrum mit LED-Beleuchtung
Ausgeklügelt und energieeffizient – Aufbauend auf den guten Erfahrungen
mit LED kommt die neue Technik auch bei Logistikimmobilien zum Einsatz –
erstmals im Neubau des Hermes-Logistikzentrums am Standort Löhne, das im
Frühjahr 2016 eröffnet und nach DGNB Gold zertifiziert wird. Die neuen Anlagen beleuchten Hallen und Hoch­regale. Darüber hinaus sind Büros und das
Parkhaus mit LEDs ausgestattet. Berechnungen haben ergeben, dass das neue
Lichtkonzept den Stromverbrauch um etwa 45 Prozent senken wird. Damit
reduzieren sich die CO₂-Emissionen gegenüber einer herkömmlichen Beleuchtung um bis zu 500 Tonnen pro Jahr.

Energieeinsparungen im
Bestand durch neuartige LEDs
Auch für Bestandsbauten setzt die ECE auf LED.
Dabei kommen extra für Shopping-Center von
der ECE und Philips entwickelte dimmbare Tag-/
Nachtleuchten zum Einsatz. Dies bietet die
Möglichkeit, die Helligkeit und Lichtfarbe an die
Tageslichtsituation anzupassen. So wird eine
angenehme Atmosphäre für die Besucher
geschaffen und gleichzeitig Energie gespart. Im
City Center Chorweiler wurden bereits sehr
gute Einsparziele durch die Installation dieser
LEDs erreicht. Im Laufe des weiteren Umbaus
werden bis zu 75 Prozent bei gleichzeitig höheren Beleuchtungsstärken erwartet.

Drei Ansätze für ressourcenschonende Beleuchtung

Das Potenzial von LEDs für nach­
haltige Beleuchtungskonzepte ist
bisher noch nicht voll ausgeschöpft. Hier gilt
es, weiter innovative Ansätze zu verfolgen
und im Praxiseinsatz zu erproben. Die LEDTechnologie ist ausgereift und steht für viele
Beleuchtungskonzepte zur Verfügung.
Andreas Wente, Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats der ECE (siehe S. 54)

Tages- und Kunstlicht aufeinander
abstimmen

Flächendeckender
Einbau von LED
bei Neubau und
Refurbishment

Forschung unterstützen und neue
Ansätze erproben
 

16

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Optimales Licht in jeder Arbeitshöhe
durch neuartige LED-Leuchte für Hochregale
Entwicklung in Kooperation mit Philips
Senkung der CO₂-Emissionen um bis zu
500 Tonnen pro Jahr

  Im City Center Chorweiler wird das neue Lichtkonzept mit LEDs erstmalig im Bestand umgesetzt werden.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

17

Ressourcen:
Verantwortungsvoller Umgang

Wasser einsparen
Bereits seit Jahren rüstet die ECE in ihren
Einkaufszentren sukzessive auf wassersparende Armaturen um, sodass der Verbrauch auf ein Minimum reduziert wird.
Als Standard bei Neubauten wurde 2014
der Einbau von wasserlosen Urinalen
eingeführt. Das Handbuch „Nachhaltiges Betreiben von Shopping-Centern“
(siehe Immobilien, S. 26) gibt den Center-Managern außerdem wertvolle
Tipps und Checklisten an die Hand, um
den Verbrauch wirksam zu senken.

Bewusste Nutzung von Papier
Für einen nachhaltigeren Umgang mit
Papier verfolgt die ECE einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Einbeziehung
der Mitarbeiter eine wichtige Rolle spielt.
Daher ist für 2016 eine groß angelegte
Kampagne zur weiteren Sensibilisierung
der Mitarbeiter für diese wichtige Ressource geplant. Neben Informationen
zum bewussten Umgang sind es oft einfache Maßnahmen, die das Papiersparen
erleichtern: Durch die Umstellung der
Drucker auf beidseitigen Druck konnten

Durch Ökostrom senkte die ECE den
CO₂-Ausstoß um 143.000 Tonnen im
Jahr 2015
2016 Ökostrom auch in Spanien

bereits über 2.800 Blatt pro Jahr und
Mitarbeiter eingespart werden. Des
Weiteren setzt die ECE FSC-Papier aus
verantwortungsvoll bewirtschafteten
Wäldern ein, will aber auch hier noch
ihren Standard erhöhen und testet ab
2016 den unternehmensweiten Einsatz
von Recyclingpapier mit dem Siegel
Blauer Engel.

Aber auch die Rückführung des
gebrauchten Papiers in den Recyclingkreislauf hat die ECE im Blick und testet
dafür ein spezielles Sammelsystem als
Pilotprojekt, das auch den hohen Anforderungen an den Datenschutz gerecht
wird. Seit 2015 unterstützt die ECE die
Initiative Pro Recycling.

CO₂-ärmere Dienstwagen
Der jährliche CO₂-Ausstoß von Pkws in
Deutschland wird auf 113 Millionen Tonnen geschätzt, wobei dieser bei Dienstwagen im Durchschnitt höher ausfällt
als bei Privatautos. Die ECE hat das Ziel,
durch eine CO₂-arme Dienstwagenflotte
zum Klimaschutz beizutragen. Dazu
wird die ECE im Jahr 2016 ein Fördermodell entwickeln, um die Mitarbeiter
zu motivieren, CO₂-arme oder sogar
CO₂-freie Modelle auszuwählen. Bereits
jetzt können Mitarbeiter ein E-Fahrzeug
als Dienstwagen nutzen.

Das neue Förder­system setzt gezielte
Anreize für Klimaschutz und erleichtert
unseren Mitarbeitern die Entscheidung für
CO₂-arme Dienstwagen.   Alexander Otto, CEO der ECE

Strategisch entschlossen arbeitet die ECE mit starken Partnern an einer Vielzahl von Projekten im Bereich Ressourcen.
Sowohl intern als auch durch externe Kooperationen untersucht und optimiert die ECE ihre Shopping-Center und senkt
ihren Ressourcenverbrauch.

Konzepte für ein energie- und emissionsoptimiertes Shopping-Center (KEES)

Klimaschutz durch Ökostrom
Die ECE setzt auf erneuerbare Energien.
Bereits seit 2008 bezieht sie für ihre Unternehmenszentrale und nahezu alle Shopping-Center in Deutschland Ökostrom
von zertifizierten Anbietern. Der damit
verbundene jährliche CO₂-Ausstoß sank
2015 um 143.000 Tonnen. Zu einer weiteren Reduktion der Emissionen tragen
Photovoltaikanlagen wie zum Beispiel
auf den Dächern der Ernst-August-Galerie in Hannover, der neuen HolstenGalerie in Neumünster, beim Kasseler
Einkaufszentrum „dez“ und auf dem
neuesten Gebäude der ECE-Zentrale bei.

ECE-Zentrale – Verbesserung
der Öko-Bilanz
Kontinuierliche Optimierungsmaßnahmen tragen Jahr für Jahr zu einer weiteren Verbesserung der Öko-Bilanz der

18

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

ECE-Zentrale in Hamburg bei. Durch
den konsequenten Einsatz effizienter
Gebäude- und Beleuchtungstechnik, die
Nutzung erneuerbarer Energien sowie
die Senkung des Ressourcenverbrauchs
sanken die CO₂-Emissionen 2015 im Vergleich zu 2013 um 8,5 Prozent.

Energieversorgung
Die Gebäude der ECE-Zentrale werden
mit Ökostrom versorgt, eine Photo­
voltaikanlage auf dem Dach trägt mit
jährlich rund 16.000 Kilowattstunden
zur umweltfreundlichen Stromversorgung bei. Schritt für Schritt wird die
Flurbeleuchtung des Headquarters auf
LED-Technik umgestellt. Im Jahr 2014
erfolgte der Umbau in einem weiteren
Bürogebäude, der damit verbundene
Stromverbrauch und die CO₂-Emissio­
nen sanken daraufhin um jeweils rund

30 Prozent. Im Folgejahr schloss sich die
ECE-Zentrale außerdem dem klimaneutralen Versandsystem GoGreen der Deutschen Post DHL Group an.

Forschungsprojekt zur Analyse von Potenzialen und Rahmenbedingungen für die Optimierung von Shopping-Centern

Minimierung des Energiebedarfs

Ressourcenverbrauch
Unternehmenszentrale

2013-2015
- 1,9 %
- 8,6 %
- 8,5 %
- 17,0 %

Einsatz erneuerbarer Energien

Monitoring der Verbräuche

Stromverbrauch
(kWh/m²)

Insgesamt bestätigt der Abschlussbericht durch seine Empfehlungen
die Strategie der ECE zur Energieeffi­zienz: Bei Neubauten und
großen Modernisierungen werden
individuelle Maßnahmen umgesetzt, die die lokalen Besonderheiten berücksichtigen.

Heizenergieverbrauch
(kWh/m²)
Treibhausgase
(absolut)

Wasserverbrauch
(m³/Mitarbeiter)

Drei Faktoren beeinflussen die Umsetzung: 
1. Gesetzliche Regulierung
2. Technische Entwicklung
3. Wirtschaftlichkeit

Eine wesentliche Schlussfolgerung
des Projekts: Die Realisierung von
CO₂-neutralen Shopping-Centern
hängt von der technischen Entwicklung ebenso ab wie von den
politischen Rahmenbedingungen.
Die Frage, ob gesetzliche Möglichkeiten in Zukunft größere Spielräume zur Anrechnung von Ökostrom zulassen, ist dabei von
zentraler Bedeutung.

Ein Gemeinschaftsprojekt von:

 Siehe auch GRI-Bericht, S. 59

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

19

Arbeitgeber mit Verantwortung
Die Unternehmenswerte Nachhaltigkeit, Partnerschaftlichkeit und Integrität lebt die ECE auch verantwortungsvoll
gegenüber ihren rund 3.600 Mitarbeitern. Sie schafft für diese ein familienfreundliches Umfeld und bietet ihnen
vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung.

Nachhaltige Ausbildung
In einer fundierten Ausbildung sieht die
ECE eine wichtige Grundlage ihrer nachhaltigen Personalentwicklung. Zahlen
und Fakten belegen dies: Von 100 Auszubildenden, die in den letzten 20 Jahren
bei der ECE ihren Beruf erlernten, arbeiten noch 67 im Unternehmen. Zudem
wurde die ECE als einer von „Hamburgs
besten Ausbildungsbetrieben 2013“ ausgezeichnet. Derzeit erlernen 19 Auszubildende einen Beruf bei der ECE.

Individuelle Weiterbildung
Die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter hat bei der ECE eine hohe Priorität, denn sie sind es, die den Erfolg des
Unternehmens erst möglich machen.

Individuelle Weiterbildung wird gefordert und gefördert – passgenau zu den
ECE-Kompetenzfeldern haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Kenntnisse
auszubauen und Fähigkeiten zu entwickeln, sodass sie erfolgreich zur Umsetzung der strategischen Unternehmensziele beitragen können. Dabei setzt die
ECE neben einem qualitativ hochwertigen Inhouse-Programm auch gezielt
externe Trainingsangebote ein. Grundlage für die maßgeschneiderten Weiterbildungsmaßnahmen ist das jährlich
stattfindende Mitarbeitergespräch, der
„Mitarbeiter­dialog“. In dessen Rahmen
erörtern die Mitarbeiter gemeinsam mit
der Führungskraft ihre Potenziale und
Perspektiven.

2015
3.600
19
741
156
22 %

Kennzahlen Mitarbeiter
Anzahl Mitarbeiter

Auszubildende

Anzahl der Seminare

Homeoffice-Arbeitsplätze

Nutzung Eltern-Kind-Büro
(Auslastungsquote in %)

(2014:
19 %)

 Siehe auch GRI-Bericht, S. 62

Ausgezeichneter Arbeitgeber
Top Arbeitgeber
Das Top Employers Institute hat die ECE 2015 als „Top Arbeitgeber Deutschland“ zertifiziert für eine Personalstrategie, die in Arbeitsumfeld und Entwicklung investiert. Anfang 2016 wurde die ECE erneut ausgezeichnet.
Handlungsfeld Arbeitswelt

Top Company
Das Online-Bewertungsportal kununu hat die ECE zur Open Company
und Top Company ausgezeichnet. Mitarbeiter bewerten über das Portal
den Arbeitgeber.

Bei der ECE stehen die Mitarbeiter im
Mittelpunkt. Eine fundierte Aus- und
Weiterbildung, die Förderung von Frauen
sowie die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie sind zentrale Anliegen des
familiengeführten Unternehmens.

20

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Fair Company
2014 und 2015 hat das Online-Portal karriere.de die ECE als „Fair Company“ ausgezeichnet, die faire Bedingungen für ihre Praktikanten bietet.
Für 2016 wird die Auszeichnung erneut angestrebt.
Trainee-Auszeichnung
Die ECE hat das absolventa-Gütesiegel für ihr faires und hoch­wertiges
Trainee-Programm erhalten, das eine professionelle Betreuung für den
Start ins Berufsleben sicherstellt.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

21

Familienfreundliches Arbeitsumfeld
Die ECE möchte, dass bei ihren Mitarbeitern Berufs- und Privatleben vereinbar sind, und unterstützt sie deshalb in unterschiedlichster Form – unabhängig davon, ob sie als Center-Mitarbeiter
im Schichtdienst, als Projektleiter im Ausland oder als Angestellter in der Firmenzentrale tätig sind.

Angebot für die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie

Die familienfreundliche Personalpolitik der
ECE wurde 2013 durch die gemeinnützige
Hertie-Stiftung erfolgreich nach dem Audit
„berufund­familie“ zertifiziert. Ein Folge-Audit
wird 2016 abgeschlossen. Zahlreiche der im
Rahmen des ersten Prüfungsprozesses definierten Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden, unter anderem:
Einführung einer Homeoffice-Policy
Einführung einer veränderten Arbeitszeit-Policy
Integration des Themas Vereinbarkeit von
Beruf und Familie in die Führungskräfteentwicklung
Erweiterung des Teilzeitangebotes
Ausweitung des Familienservice zur Kinderbetreuung und Elder Care

Deutschlandweit und kostenfrei vermittelt zum Beispiel der ECE-Kooperationspartner PME Familienservice Kinderbetreuer, Altenpfleger und Haushaltshilfen.
In der Firmenzentrale steht ein ElternKind-Büro mit Arbeitsplatz und Spielbereich zur Verfügung – bei kurzfristigen
Betreuungsengpässen für die Mitarbeiter. Und neben der Nutzung von flexib-

len Arbeitszeiten sowie Jobsharing
können Eltern auch vom Homeoffice
aus arbeiten. Derzeit nutzen 156 ECEMit­arbeiter diese Möglichkeit.

Kinderbetreuung
leicht gemacht:

Compass – Karrierechancen
für Frauen

Ab November 2015 stellt die ECE für
100 Center in Deutschland in den
Büros des Center-Managements
„Kids @ the Office“-Boxen zur Verfügung, die mit Spiel- und Malsachen
die Betreuung der Kinder vor Ort
erleichtern.

Die ECE hat sich das Ziel gesetzt, die
Karrierechancen für Frauen und Männer
anzugleichen und sich für mehr Diversity
in den Führungsetagen zu engagieren.
Konkret: Bis 2017 soll die Zahl der weiblichen Führungskräfte im Top-Management gegenüber 2013 verdoppelt werden. Eines der zentralen Instrumente
hierfür ist „Compass“ – das 2012 ins

Einblick in die Personalentwicklungspolitik bei der ECE
Die Karriereförderung der ECE verfolgt mit drei Schwerpunkten die Förderung von Frauen und die Vielfalt im Unternehmen:
I ndividuelle Förderung
Excellence-Programm zur Förderung von Mitarbeitern für das TopManagement, Frauen-Mentoringprogramm „Compass“, Training und
Coaching, Netzwerke

Neue Prozesse
Stabsstelle Diversity, individualisierte Karrierebegleitung, regel­
mäßiges Monitoring, geschlechtsneutrale Einstellungs- und
Beförderungs­prozesse

Kommunikation
Informationen im Intranet,
Umfragen, Personalbroschüre für
alle Mitarbeiter

Nachhaltigen Erfolg
kann ein Unter­
nehmen nur haben, wenn
es gelingt, Frauen eine
Perspektive zu eröffnen,
die Karriere und Familie
vereinbar macht. Dazu
gehört auch ein Arbeits­
umfeld, in dem Väter sich
Zeit für ihren Nachwuchs
nehmen können. 

Leben gerufene Mentoringprogramm
für Frauen. Mit einem eigenen Motivationsschreiben sowie einem Empfehlungsschreiben der Führungskraft können sich
interessierte und engagierte Frauen für
dieses zwölfmonatige Programm bewerben. Die ausgewählten Mentees treffen
sich regelmäßig mit ihrem Mentor oder
ihrer Mentorin. Dabei bekommen sie von
diesen Anregungen und Impulse zum
Thema Führung und können gezielt an
ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung arbeiten. Mit­tlerweile haben
12 Frauen das Compass-Programm abgeschlossen, 13 nehmen am aktuellen Programm teil.





Prof. Dr. Kunibert Lennerts,
Mitglied des Nachhaltigkeitsbeirats der ECE
(in Elternzeit mit seinem Sohn; siehe S. 54)

Weibliche Führungskräfte im Management

Helga-Stödter-Preis für die Förderung von Frauen
2015

20 %

20 %

2014

20 %

20 %

2013

20 %
Nachhaltigkeitsbeirat

25 %
Beirat*

29 %
25 %
13 %
Managing Director

15 %
13 %
10 %
Senior Director/
Director

39 %

58 %

39 %

58 %

41 %
Center Manager/
Head of Department

55 %
Team Leader

Für ihr Engagement in der Förderung von Frauen in Führungspositionen erhielt
die ECE 2015 den „Helga-Stödter-Preis“. Mit dieser bundesweit einzigartigen
Auszeichnung würdigen die Handelskammer Hamburg und die Helga-StödterStiftung solche Unternehmen, die sich vorbildlich und nachhaltig für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen.

* Ab 2014 fünf anstatt vier Beiratsmitglieder.

22

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

23

Engagement der Mitarbeiter
Die Mitarbeiter der ECE übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. In vielfältigen Initiativen leisten sie Hilfe dort,
wo sie gebraucht wird. Dazu gehören Projekte im Umweltschutz ebenso wie im sozialen Bereich. Die ECE unterstützt
diesen Einsatz und bestärkt die Mitarbeiter in ihrem Engagement.

Integration von Behinderten
Im Rahmen eines Pilotprojektes absolvierten junge, engagierte Menschen mit
Behinderung ein mehrmonatiges Praktikum in der Poststelle und der Buchhaltung. Ziel der ECE ist es, Menschen mit
Lernbehinderung am Arbeitsalltag teilhaben zu lassen und damit Verantwortung
für die Gesellschaft wahrzunehmen.
Dafür kooperiert das Unternehmen mit
der Hamburger Arbeitsassistenz, einem
Fachdienst zur beruflichen Eingliederung
von Menschen mit Behinderung.

Einsatz für Flüchtlinge
Die zum Teil dramatische Situation der
Flüchtlinge in Deutschland bewegt auch
die Mitarbeiter der ECE. Die Teams vieler

ECE-Center haben mit großem Engagement Hilfe organisiert, etwa durch Sachspenden oder die Unterstützung von
Kindern und Jugendlichen.
Beispielsweise unterstützen Mieter im
Stern-Center Lüdenscheid den Johanniter-Bund mit Sachspenden. Das LuisenCenter in Darmstadt spendet kleine
Geschenke für ein Willkommens-Picknick, das von der Stadt organisiert ist.
Das Olympia-Einkaufszentrum fördert
ein Projekt, das Jugendliche unterstützt.
In der stiftungseigenen Sportarena der
Alexander Otto Sportstiftung finden
regelmäßig kostenlose Sportangebote
für Flüchtlinge aus der nahe gelegenen
Erstaufnahmestelle statt.

Der Director des Bereichs Human Resources unterstützt zudem ein Mentoringprojekt, bei dem im direkten Kontakt
zwischen Zuwanderer und Mentor ein
tieferes Verständnis für die lokale Kultur
und Arbeitswelt aufgebaut werden soll.

50 erfolgreiche Jahre, 50 gute Taten
Hilfe leisten:
Pilotprojekt zur
Integration von Menschen
mit Behinderung
Spendenaktion für Flüchtlinge
Kostenloses Sportangebot
für Flüchtlinge

Die ECE steht nicht nur für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg, sondern auch für eine lange Tradition gesellschaftlichen
Engagements. Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens rief sie deshalb ihre Mitarbeiter auf, sich als ECE-Botschafter für eine
gute Sache starkzumachen. Im Rahmen des 2015 ausgelobten Wettbewerbs wurden 50 Vereine und Initiatoren ausgewählt,
die jeweils 1.000 Euro erhalten haben. Das Geld kommt dem Projekt zugute, in dem sich Mitarbeiter aktiv engagieren. Die
Auswahl traf auf Basis einer Intranet-Abstimmung unter allen Mitarbeitern eine für die Aktion eigens einberufene ECE-Jury.
Die so geförderten Initiativen sind vielseitig – umfassen unter anderem die Hilfe für Obdachlose, Sportangebote für Menschen mit Behinderung und Flüchtlinge, die Pflege krebskranker Menschen, Koch- und Musikkurse für Kinder, die Unterstützung Freiwilliger Feuerwehren bis hin zu Hilfsprojekten in Afrika und Asien.

Kostenlose musikalische Förderung
für Jugendliche

Im Einsatz für die Hamburger Alster
Bereits zum zweiten Mal rief die IT-Abteilung der ECE ihre Mitarbeiter zu einem Nachmittag der Gemeinnützigkeit auf. 2014 galt es, zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Bund für Umwelt und
Naturschutz (BUND) an verschiedenen Stellen der Hamburger Alster die Gewässer und Grünzüge naturnah neu
zu gestalten, um mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Mehrere Tonnen Kies wurden von den
ECE-Mitarbeitern getragen, geschoben, geschippt, gekippt und gezogen. Ein gelungener Nachmittag, der Gutes
bewirkte und zugleich den Teamgeist stärkte.

24

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Julien Ambos spielt seit vielen Jahren leidenschaftlich
Gitarre und gründete 2006 das JugendGitarrenOrchester-Hamburg (JGOH). Der Träger des Orchesters, die
GitarreHamburg.de gGmbH, engagiert sich für kostenlose musikalische Förderung von Hamburgs NachwuchsgitarristInnen. So entstand schon im Jahr 2004
das internationale Hamburger Gitarrenfestival, das
mittlerweile zu den wichtigsten Festivals seiner Art in
Europa zählt. Die Spende der ECE fließt in die Pressung
der aktuellen CD „Dedicated – JGOH and Friends“
sowie in den Druck von Booklet und Cover.

Porträt

Megatrend

Ehrenamtlicher Rettungshund
Etwas mehr als „nur Gassi gehen“ wollte Birgit Maußner
mit ihrem Hund und kam auf die Idee, sich und ihren Hund
im sogenannten „Mantrailing“ – der Personensuche mit
Hunden – ausbilden zu lassen. Beim Bayerischen Roten Kreuz
übte die Mitarbeiterin des Franken-Centers in Nürnberg mit
ihrem Hund über vier Jahre nach Feierabend, wie vermisste
Personen anhand ihres individuellen Geruches aufgespürt
und gerettet werden können. Wind und Wetter trotzend,
lernten die beiden, verschiedenste Rettungsaktionen professionell durchzuführen. ECE belohnte dieses außergewöhnliche, ehrenamtliche Engagement im Rahmen der
Jubiläumsaktion mit einer Spende an die Rettungsstaffel.

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

25

Grundlage für die Entwicklung von nachhaltigen Immobilien ist ein langfristiger Ansatz. Für die Mitarbeiter und Partner
der ECE ist Nachhaltigkeit Bestandteil der täglichen Arbeit. Mit ihren Handbüchern hat sie den Rahmen dafür geschaffen.
Im Dialog mit ihren Partnern und unter Einbindung von Interessengruppen setzt die ECE Nachhaltigkeit konsequent um.
Unabhängige Zertifizierungen belegen ihre Leistungen. Damit ist es aber nicht getan. Ein nachhaltiges Management der
Immobilien steuert die Prozesse während des Betriebs.

Im Gegensatz zu reinen Projektentwicklern ist der
Denk- und Planungshorizont der ECE langfristig
angelegt. Denn sie verbleibt als Vermieter und
Manager am Standort und geht damit eine dauerhafte Verpflichtung ein, Verantwortung vor Ort zu
tragen. Zu Beginn jeder einzelnen Planung stellt
sich das ECE-Team die Frage: Wie kann die Immobilie so konzipiert, realisiert und betrieben werden,
dass sie nachhaltig eine positive Wirkung auf ihr
Umfeld hat und sich zugleich die Nebenwirkungen
in Grenzen halten? Die in jedem Planungsprozess
berücksichtigten Aspekte sind vielseitig: Sie reichen
von einer optimalen städtebaulichen Integration,
über den schonenden Umgang mit dem Bauland
sowie die Verwendung umwelt- und gesundheitsverträglicher Materialien bis hin zur Auswahl vielfältiger Mieter. Darüber hinaus engagiert sich die
ECE an ihren Standorten im Stadtmarketing gemeinsam mit anderen Einzelhändlern vor Ort.

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Langfristigkeit und Standorttreue als
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Seit 50 Jahren prägt die ECE mit ihren
Gewerbeimmobilien unterschiedliche
Stadtbilder. Der damit einhergehenden
Verantwortung wird sie gerecht – mit
langfristigem Commitment, Standorttreue
und Nachhaltigkeit.

Immobilien mit Perspektive

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Einbindung von Interessengruppen in
die Planung
Bei Planung und Bau eines Einkaufszentrums trägt
die ECE den berechtigten Informationsbedürfnissen wesentlicher Interessengruppen Rechnung.
Sie diskutiert bei Bedarf und so früh wie im Prozess
möglich die Ideen und Planungen mit Stakeholdern
wie der Verwaltung, dem Stadtrat, Verbänden und
den Bewohnern der Stadt. In vielen Städten hat die
ECE bereits öffentliche Workshops durchgeführt
und gemeinsam mit Bürgern Ideen für die Gestaltung und Eingliederung eines neuen Einkaufszentrums gesammelt. Damit schafft die ECE zusätzliche Angebote zu den etablierten Beteiligungsverfahren, die fester Bestandteils eines jeden Bauvorhabens sind.

Nachhaltigkeit in Prozesse integriert
Mit ihren Handbüchern zur Nachhaltigkeit in Shopping-Centern integriert die ECE Nachhaltigkeit in allen Projektphasen von der Planung
bis zum Betrieb. So können die ECE-Nachhaltigkeitsstandards leicht in
die tägliche Arbeit aller Beteiligten einfließen.

Handbuch „Nachhaltige Shopping-Center“
In Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
entwickelte die ECE auf Grundlage der DGNB-Kriterien das erste
umfassende Nachhaltigkeitshandbuch zur Entwicklung von ShoppingCentern. Seit 2010 gilt es als Standard für den Bau aller neuen Shopping-Center. Das Handbuch listet alle Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf,
die während der Entwicklung eines Projekts notwendig sind.

Handbuch „Nachhaltiges Betreiben von Shopping-Centern“
Das Handbuch Nachhaltiges Betreiben von Shopping-Centern liefert
den Center-Managern und -Technikern europaweit wertvolle Informationen zu allen relevanten Themen des Center-Betriebs. Es gibt praktische Handlungsempfehlungen anhand von Best-Practice-Beispielen.
Neben dem Handbuch tragen Schulungen zur Sicherstellung von
Umweltstandards in allen ECE-Centern bei.

Länder-Auflage: Spanien
Die ECE-Tochtergesellschaft Auxideico hat im Jahr 2015 eine spanische
Ausgabe des Handbuchs für den Betrieb veröffentlicht. Es berücksichtigt die rechtlichen Rahmenbedingungen des Landes.

26

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

27

Zertifikate und Ratings

Dialog und Kooperation

Zertifizierungssysteme machen die Nachhaltigkeit von Immobilien anhand messbarer Kriterien vergleichbar. Sie bieten
Planern, Investoren, Mietern, aber auch den Anwohnern vor Ort eine hilfreiche Orientierung. Als international tätiges
Unternehmen unterstützt die ECE alle namhaften Zertifizierungssysteme.

Die ECE orientiert sich bei der Planung und beim Betrieb ihrer Shopping-Center stets eng an den Anforderungen des
Einzelhandels und setzt zugleich Impulse für mehr Nachhaltigkeit. Umso wichtiger ist für sie der intensive Dialog mit
ihren Mieterpartnern.

Führend bei nachhaltigen Immobilien
Die ECE hat den Anspruch, bei nachhaltigen Immobilien eine führende Rolle einzunehmen. Aus diesem Grund lässt die ECE ihre Neuimmobilien überwiegend nach DGNB-Standards zertifizieren. Diese
Zertifizierung gilt als eine der anspruchsvollsten
weltweit und zeichnet sich durch ihren ganzheit­
lichen Ansatz aus, der neben ökologischen auch
ökonomische und soziale Qualitätsaspekte bewertet. Bestandsimmobilien der ECE wurden 2014/
2015 erstmals nach dem BREEAM-Zertifikat für den
Handelsbau im Bestand zertifiziert. Zudem unterstützt die ECE die Entwicklung eines Bestandszertifikats der DGNB für Gebäude im Betrieb. Deshalb
arbeiten die Nachhaltigkeitsexperten der ECE
derzeit an einem Pilotprojekt zur Ausgestaltung
des DGNB-Zertifizierungsprozesses für Bestands­
immobilien.

Wesentliche Zertifizierungssysteme
Für nachhaltige Immobilien gibt es drei wesentliche Zertifizierungssysteme
mit unterschiedlichen Bewertungskriterien.

DGNB
Deutsche Gesellschaft
für Nachhaltiges Bauen

Ökonomische
Qualität

Ökologische
Qualität

Soziokulturelle
und funktionale
Qualität

Standort­
qualität

Technische
Qualität

Prozess­
qualität

BREEAM
Wasser
Building Research
Establishment
Gesundheit
Environmental
und Komfort
Assessment Method

Aktuell sind 28 Immobilien der ECE nach DGNB zertifiziert, davon 10 in Platin, 16 in Gold und 2 in Silber.
13 Immobilien haben ein BREEAM-Zertifikat (siehe
GRI-Bericht, S. 64).

Umweltverschmutzung

Abfall

Energie

Transport

LEED
Leadership in Energy
and Environmental
Design

Retail Meeting als
Dialogplattform

Die ECE verwendet bei Neuvermietung
seit November 2015 durchgängig sogenannte Green-Lease-Verträge. Damit
verpflichtet sich das Unternehmen
ebenso wie seine Mieterpartner, das
Mietverhältnis an möglichst nachhaltigen Kriterien auszurichten und somit
zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und des Klimas beizutragen.
Vorgaben zur Verwendung der Materialien beim Aus- und Umbau der Mietflächen sowie Regelungen zur ressourcenund energieschonenden Bewirtschaftung sind Teil der Verträge.

Wichtige Plattform für den Austausch
mit dem Einzelhandel ist für die ECE das
seit mehr als einem Jahrzehnt jährlich
stattfindende Retail Meeting, Europas
größtes Branchentreffen. Dort diskutiert
die ECE mit rund 500 deutschen und
internationalen Top-Entscheidern über
Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit und informiert sich über die neuesten Trends im Einzelhandel. Zum dritten Mal in Folge kam der CO₂-Rechner
CO₂OL zum Einsatz und die Veranstaltung wurde klimaneutral durchgeführt.
Beflügelt vom Erfolg dieses Forums, initiierte die ECE auch Retail Meetings in
der Türkei und in Polen.

Standortökologie

Materialien
Management

Die Stadtgalerie Heilbronn erhielt
2015 als zweites Center das Zertifikat
BREEAM „exzellent“ für Handelsbau
im Betrieb

Green-Lease-Verträge
verpflichten die ECE und Mieter

Innenraumqualität

Energie und
Atmosphäre

 rün vermieten:
G
Bis 2025 sollen alle Verträge
Nachhaltigkeitskriterien
berücksichtigen
Klimaneutrale Dialogforen
In Planung: Leitfaden für
den Einsatz von nachhaltigen Materialien

Im Austausch mit Technikern
der Mieterpartner
Seit 2013 versammelt die ECE die technischen Spezialisten und Dienstleister
ihrer Mieterpartner zum jährlichen
Retail Technical Meeting. Im Fokus der
rund 100 Teilnehmer stehen hier die
gestalterische und technische Ausstat-

Retailer Awards 2015

Innovation

Ein besonderes Highlight im Rahmen des
jährlichen Retail Meetings ist die Verleihung
der ECE Retailer Awards an besonders engagierte sowie innovative Einzelhändler mit
Vorbildcharakter. Gewinner in den drei Kategorien waren diesmal TK Maxx (Beste Performance), JD Sports (Newcomer des Jahres)
sowie MyMuesli (Innovativstes Konzept).
Erstmals wurde auch ein Preis in der Kategorie „Bestes Internationales Konzept“ an die
polnische Modegruppe LPP vergeben.

Regionale Priorität

DGNB
Platin: 7

DGNB
Gold: 5

Zertifizierungen für Spezialimmobilien und Quartier
BREEAM
Gesamt: 13

DGNB
Platin: 3

DGNB
Gold: 11

DGNB
Silber: 2

 

28

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Nachhaltigkeitsschmiede
Für die Techniker und Dienstleister
sowie Nachhaltigkeitsbeauftragten der
Mieterpartner findet zweimal jährlich
die Nachhaltigkeitsschmiede der ECE
statt. In Workshops diskutieren sie Ideen
und definieren Ziele, die zu Verbesserungen bei Ressourcenverbrauch und
Klimaschutz in den einzelnen Centern
und deren Shops beitragen sollen.
Ergebnis der Nachhaltigkeitsschmiede
2014: Die ECE und ihre Mieterpartner
arbeiten gemeinsam daran, den Energieverbrauch der Beleuchtungen mithilfe moderner LED-Technik weiter zu
reduzieren. 2015 stand das Schwerpunktthema Nachhaltigkeit im Ladenbau im Fokus. Als Folge hat sich die ECE
das Ziel gesetzt, im Jahr 2016 gemeinsam mit den Mietern einen Leitfaden
zum Einsatz von nachhaltigen Materialien zu entwickeln. Mit praxis­tauglichen
Hinweisen und Checklisten wird so die
Arbeit der Mieter konkret unterstützt.

Nachhaltiger
Standort

Wasser

Materialien und
Ressourcen

Zertifizierungen für Shopping-Center	

tung eines Centers sowie die technische
Anlagenausrüstung.

  Preisverleihung der Retailer Awards 2015 auf dem 13. internationalen Retail Meeting in Hamburg.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

29

Ganzheitlich nachhaltige Shopping-Center
Im Zusammenspiel vieler Nachhaltigkeitsaspekte entstehen vorbildliche Lösungen in Europa. Eine Solarstromanlage
wird das Center in Verona schmücken. LEDs senken den Energiebedarf der Fassadenbeleuchtung. Auch im Leine-Center
Laatzen kommen energieeffiziente Leuchtmittel zum Einsatz. Und auch in Polen setzte die ECE bereits bei der Planung
gänzlich auf nachhaltige Aspekte.

 Leine-Center Laatzen
Zertifikat „exzellent“ – Die herausragende BREEAM-Bewertung im Bestand
erhielt das Leine-Center in Laatzen als
erstes Shopping-Center in Deutschland.
Anerkennung fand damit unter anderem das Engagement des CenterManagements für die Förderung der
Biodiversität durch die Schaffung von
Nistmöglichkeiten für Vögel und Fleder-

mäuse. Darüber hinaus sorgt ein spezielles Licht- und Energiekonzept mit
dynamischer Steuerung, energieeffizienten Leuchtmitteln sowie zertifiziertem
Ökostrom für wirksame Energieeinsparung und Klimaschutz. Eine Beschaffungs- ebenso wie eine Umweltrichtlinie
gewährleisten den nachhaltigen Betrieb
des Centers.

Verona Adige (Italien)
Hervorragender Standort – Im Mai
2015 hat die ECE die Center-Entwicklung für das Verona Adige übernommen, welches im Frühjahr 2017 eröffnet
werden soll. Das Verona Adige ist das
erste baureife Projekt, das die ECE mitten in der Entwicklung übernimmt.
Das Center überzeugt durch seinen
hervorragenden Standort mitten im
Stadtgebiet von Verona und bietet kostenlose Parkplätze sowie eine optimale
Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Bei der Entwicklung des Konzepts
stand der Komfort der Besucher im Vordergrund – Grünanlagen mit Sitzgele-

30

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

genheiten im Außenbereich und ein
hoher Anteil an Tageslicht in der Mall
sorgen für hohe Aufenthaltsqualität.
Die familienfreundlichen Parkplätze,
Kinderspielflächen und die Kinderbetreuung in der Mall sorgen dafür, dass
Eltern sich entspannen können und Kinder ihren Spaß haben. Neben Familienfreundlichkeit besticht das Center durch
seine nachhaltige Bauweise: So ist die
energetische Qualität der Gebäudehülle
um 20 Prozent besser als gesetzlich vorgegeben und die integrierte Photovoltaikanlage liefert umweltfreundliche
Energie. Die Bewässerung der Außen-

anlagen mit Regenwasser und die mit
LED-Technik ausgestattete Fassadenbeleuchtung runden das Konzept ab.

Kinderbetreuung
Energetische Qualität der
Gebäudehülle um 20 %
besser als gesetzlich
vorgegeben
Integrierte
Photovoltaikanlage
Bewässerung der Außenanlagen mit Regenwasser
Fassadenbeleuchtung mit
LED

  Zielone Arkady Bydgoszcz (Polen)
Außergewöhnliche Architektur – Im
polnischen Bydgoszcz (Pommern) eröffnete die ECE im November 2015 ein
neues Shopping-Center, das neben zahl-

Porträt

reichen international bekannten Shops
und Labels vor allem durch seine Architektur besticht. Markantester Punkt ist
der Westeingang mit einer 30 Meter

Megatrend

Handlungsfelder

 rstmalig in Deutschland
E
BREEAM „exzellent“ für
Handelsbau im Betrieb
(2014/2015)
Biodiversitätskonzept
Dynamische Lichtsteuerung

hohen Eingangshalle, die die Form eines
in die Höhe ragenden Kristalls hat. Ein
weiteres architektonisches Highlight ist
„The Glade“, ein Atrium am Südeingang
des Zielone Arkady. Rund um eine große
Aktionsfläche im Erdgeschoss schafft ein
theaterähnlicher Aufbau mit Logen- und
tribünenartigen Flächen eine Bühne über
drei Ebenen, die für Center-Aktionen
und Vorführungen prädestiniert ist. Das
Shopping-Center erhielt das BREEAM
Neubau-Zertifikat „sehr gut“. Damit hat
es die besten Voraussetzungen für einen
nachhaltigen Center-Betrieb. Wesentliche Aspekte beim Bau waren der ressourcenschonende Einsatz von schadstoffarmen Materialien in den Centerund Mietbereichen gemäß
BREEAM-Vorgaben sowie der Schutz der
Flora und Fauna vor Ort. Darüber hinaus
wurde die Erreichbarkeit mit öffentlichem Nahverkehr bereits in der Planung
berücksichtigt.

Strategie

GRI-Bericht

31

Refurbishment und Nachhaltigkeit
Kontinuierliche Modernisierungen, Anpassungen und Erweiterungen von Einkaufszentren – das sogenannte Refurbishment – zählen seit jeher zu den Kernkompetenzen der ECE. Auch das ist Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, zugleich aber
auch des Geschäftsmodells. Denn die ECE führt Sanierungen und Revitalisierungen auch im Auftrag Dritter durch. Viele
traditionsreiche Shopping-Center im In- und Ausland konnten erfolgreich aufgewertet werden.

Investment in bestehende Center mit
Potenzial
Die ECE European Prime Shopping Centre Funds
investieren in ausgewählten Ländern Europas in
bestehende Einkaufszentren mit Wertsteigerungspotenzial, welche insbesondere erweitert oder modernisiert werden können. Gemeinsam mit dem Luxemburger Fondsmanager ECE Real Estate Partners S.à r.l.
berät die ECE Real Estate Partners G.m.b.H. zu diesem Zweck die ECE-Fonds. Diese verwalten ein
Eigenkapital von circa 1,6 Milliarden Euro, das von
weltweit führenden institutionellen Investoren
sowie der Familie Otto stammt. Darunter befinden
sich internationale Staatsfonds, Pensionskassen
und Versicherungen. Die ECE Projektmanagement
G.m.b.H. & Co. KG ist als Dienstleister für alle Services rund um das Management, die Vermietung und
die Weiterentwicklung der Center verantwortlich.

Maßnahmen zur Revitalisierung:
Marktanalysen zu Kundenpotenzial und Mietermarkt
Passgenaues Revitalisierungskonzept für bestes
Kosten-Nutzen-Verhältnis
Individuelle Architektur für Wohlfühlatmosphäre und
Unterscheidbarkeit
Umfassende Sanierung statt einfacher
„Pinselsanierung“
Professionelles Marketing bereits in der Bauphase
Branchenmix-Anpassung an Standort und Zielgruppen
Aktives Center-Management mit Events und Aktionen
Kundenorientierte Serviceleistungen im Center
Professionelle Werbung mit Neupositionierung/
(Re-)Branding

 Marstall Ludwigsburg
Zurück zu den Wurzeln – So könnte
man das Refurbishment des ShoppingCenters Marstall beschreiben, das nach
kompletter Entkernung sowie umfassenden Umbauten im September 2015 wieder eröffnet wurde. Die komplett neue
architektonische Innengestaltung ist von
der Historie des Standortes inspiriert.
Der Geist des ehemaligen königlichen
Pferdestalls findet sich in Stilelementen

wie Stalltüren, Steigbügeln und Pferdeskulpturen im Interieur des Centers wieder. Außen bricht eine Verkleidung aus
hellem Naturstein und durchlässiger
Metallstruktur in Kombination mit hohen
Schaufenstern die vorher bunkerartige
Fassade des Gebäudes auf. Rund 60
Shops sowie Innen- und Außengastronomie mit zahlreichen Restaurants und
Cafés laden nun zum Verweilen ein. Mit

Maßgeschneidertes Refurbishment:
Rosengårdcentret – Regionale Inspiration nutzen
Marstall – Umgebung aufwerten
LOOM - Bürgerbeteiligung bei der Namensfindung

dem Ziel, die kleinflächigen Geschäfte
der Innenstadt sinnvoll zu ergänzen,
wurden im neuen Marstall hauptsächlich
Großflächen vermietet, ein großzügiger
Food-Court eingerichtet sowie Nahversorger aus den Bereichen Lebensmittel,
Dienstleistungen und Drogerie angesiedelt. Im Zuge des Refurbishments realisierte die Stadt Ludwigsburg rund um
den Marstall auch städtebauliche Verbesserungen, darunter mehr Grün- und
Freiflächen, hochwertigere Plätze und
breitere Fußgängerwege, eine neue
Stadtterrasse und eine optimierte Verkehrsführung. Zur Eröffnung wurde die
Nachbarschaft in den Food-Court eingeladen – zum gemeinsamen Abschluss
der anstrengenden Bauphase.

 LOOM Bielefeld

Rosengårdcentret Odense (Dänemark)
Aufwertung durch neue Shops – Das zweitgrößte ShoppingCenter Dänemarks und gleichzeitig wichtigstes Einkaufsziel
auf der Insel Fünen öffnete 1971 erstmals seine Tore. Von 2013
bis 2015 wurde es einer umfassenden Neustrukturierung,
Modernisierung und Erweiterung unterzogen. Das Refurbishment umfasste unter anderem auch eine funktionale Neuorga-

32

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

nisation der Mall und ein völlig neues Designkonzept. Die
verschiedenen Abschnitte des Centers sind, als optisches Leitsystem für die Besucher, in Farbzonen unterteilt. Neu ist die
„violette Zone”, ein Bereich mit dem Schwerpunkt internationale Mode, der mit rund 20 zusätzlichen Fachgeschäften zu
einer deutlichen Aufwertung des Centers beiträgt.

Attraktiv und mit Strahlkraft – Bis zum
Herbst 2017 wird die aus dem Jahr 1977
stammende Bielefelder City-Passage in
ein modernes und attraktives Center mit
circa 100 Shops verwandelt: das LOOM.
Auf dem Areal stand die erste Nähmaschinenfabrik Bielefelds. Die Stadt blickt
zudem auf eine alte Textiltradition zurück.
Das gab den Anstoß für die neue Namens­
gebung „Loom“ (englisch für Webstuhl),
die über ein Online-Portal unter Beteiligung der Bürger durchgeführt wurde.
Die architektonische Gestaltung der
neuen Einkaufsgalerie fügt sich perfekt

Porträt

in die vorhandene Stadtarchitektur ein.
Heller Sandstein und große Glasfronten
lassen das Gebäude modern und leicht
wirken. Prunkstück des LOOM wird eine
ellipsenförmige Plaza, die von einer
imposanten Glaskuppel überspannt
wird. Im Innenbereich des Centers nehmen viele Designelemente Bezug auf die
Geschichte des Standorts und die industrielle Tradition Bielefelds. Das LOOM wird
aufgrund seiner Lage nahe dem Bielefelder Bahnhof auch über die Stadtgrenzen
hinaus Strahlkraft entfalten und so zur
Belebung der Innenstadt beitragen.

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

33

Nachhaltig wohnen und
arbeiten
Neben Einkaufszentren entwickelt, realisiert und betreibt die ECE auch
Spezialimmobilien: Büros, Hotels, Wohnungen sowie Logistik- und Verkehrs­
immobilien. Dieser Bereich macht einen immer größeren Teil des Entwicklungsgeschäfts der ECE aus. Auch hier achtet das Unternehmen bei Neuentwicklungen auf die Kriterien der Nachhaltigkeit.

Nachhaltiger arbeiten:
Kurze Wege
Natürliche Materialien
Viel Tageslicht
Neues Beleuchtungs­
konzept

Nachhaltigkeit: Geprüft von Anfang an

ECE-Nachhaltigkeitsprüfung
Maßnahmenkatalog

Hochrechnung der Kosten

Energiekonzept mit Varianten

Dreistufiges Instrument für
mehr Nachhaltigkeit
Bei der Neuentwicklung einer Immobilie
wird von Anfang an eine DGNB-Zertifizierung geprüft. Um frühzeitig entscheiden
zu können, welches DGNB-Zertifikat
angestrebt wird, analysiert die ECE nötige
Maßnahmen und Kosten mithilfe einer
eigens für Spezialimmobilien entwickelten Nachhaltigkeitsprüfung. Diese
erlaubt eine frühzeitige Bewertung der
zusätzlichen Anforderungen, die sich
durch Nachhaltigkeitsziele ergeben. Das
Projektmanagement und die General-

planung setzen dabei auf einen drei­
stufigen Prozess, in den die DGNB-Standards der Nachhaltigkeit einfließen. Das
Tool bietet allen eingebundenen Planern
und Dienstleistern eine solide Grundlage für ihre Planungsarbeit und ermöglicht zugleich, die Wirtschaftlichkeit der
Realisierung eines DGNB-Zertifikats in
Gold oder Platin zu beziffern. Sieben
Projekte der ECE, die zwischen 2015 und
2017 fertiggestellt werden, haben diese
Prüfung durchlaufen und sind bereits
nach dem DGNB-Standard zertifiziert
und ausgezeichnet worden.

Entscheidungsgrundlage
für Investor

DGNB Platin

DGNB Gold

  Philips Headquarters Hamburg
Beste Arbeits- und Luftqualität – Das
Technologieunternehmen Philips bezog
2015 seine Unternehmenszentrale für
Deutschland, Österreich und die

Schweiz in Hamburg-Fuhlsbüttel. Projektentwicklung, Generalplanung und
Projektsteuerung dieses Gebäudes
lagen in der Verantwortung der ECE.

Das neue Headquarter führt alle in Hamburg ansässigen zentralen und operativen Einheiten zusammen. Als Campus
der kurzen Wege konzipiert, entstehen
zahlreiche Synergieeffekte. Höchste
Maßstäbe beim Innenausbau und den
dafür verwendeten Materialien, darunter viel Holz und Naturstein, sorgen
zudem für eine hervorragende Arbeitsund Luftqualität. Viel Tageslicht und
weitflächig eingesetzte LED-Leuchten
senken Stromkosten und Emissionswerte. Dieses Gebäude hat die goldene
DGNB-Zertifizierung erhalten.

Besonders ausgezeichnet:
Das Umweltzeichen HafenCity Gold steht für herausragende ökologische Qualität
Hoher Anteil an regenerativen Energieträgern

 dm-campus Karlsruhe
Intelligent Quarters HafenCity Hamburg
Lebendig und aussichtsreich – Das bis
2017 fertiggestellte Quartier direkt am
Wasser schafft mit dem über 70 Meter
hohen Bürohaus WATERMARK eine sichtbare Landmarke mit Panoramablick
über Hamburg. Hinzu kommen das
Bürogebäude SHIPYARD und das Wohngebäude FREEPORT, welches Eigentumswohnungen mit Wasserblick bietet.
Geringe Gebäudetiefen und ein hoher
Anteil transparenter Fassadenflächen

34

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

versorgen die Bürobereiche optimal mit
Tageslicht und senken gleichzeitig den
Energieaufwand für die Beleuchtung.
Die wärme- und schallschutztechnischen Werte der hochwertigen Gebäudehülle liegen deutlich über den entsprechenden Standards. Die Intelligent
Quarters werden über Fernwärme mit
einem hohen Anteil an regenerativen
Energieträgern mit Wärme versorgt.
Dank der nachhaltigen Architektur sol-

len alle Gebäudeteile nach ihrer Fertigstellung das Umweltzeichen „HafenCity
Gold“ erhalten – ein speziell für den
Standort entwickeltes Zertifizierungsverfahren für nachhaltiges Bauen. Die
zwei Bürogebäude bekommen zusätzlich auch eine DGNB-Zertifizierung in
Gold. Die Entwicklung des Intelligent
Quarters erfolgt mit dem ECE-Projektpartner STRABAG Real Estate.

Rundum nachhaltig – Für das Drogerieunternehmen dm
plante die ECE bis Ende 2015 den ersten Bauabschnitt der
neuen Unternehmenszentrale. Der Generalplanung und Projektmanagement umfassende Dienstleistungsauftrag beinhaltet auch eine bauökologische Projektbegleitung seitens des
ECE-Teams. Zahlreiche Nachhaltigkeitsaspekte aus dem Maßnahmenkatalog des DGNB-Standards sollen in Planung und

In der Planung implementiert:
Umweltfreundliches Mobilitätskonzept
KfW-Effizienzhaus-55-Standard angestrebt

Porträt

Megatrend

Umsetzung einfließen und die Immobilie insbesondere energetisch optimieren, aber auch besonders nutzer- und bewirtschaftungsfreundlich gestalten. So fließen beispielsweise Kriterien wie umweltverträgliche Materialgewinnung, Recyclingfreundlichkeit und lange Lebenszyklen der einzelnen Bauteile
in die Bewertung mit ein. Neben der ökologischen Qualität des
Gebäudes werden zudem ökonomische, soziokulturelle, funktionale und technische Kriterien berücksichtigt, sodass ein nachhaltiges und umweltfreundliches Gebäude entsteht. Mit Anbindung an die Fernwärme kann die Anforderung eines KfW-Effizienzhauses 55 erzielt werden. Als weiteres Ziel wurde frühzeitig
die Implementierung eines umweltfreundlichen Mobilitätskonzeptes in der Planung definiert.

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

35

Einkaufszentren prägen ihre Umgebung
Durch ihre ansprechende Architektur, ihre innovativen Einzelhandelskonzepte und als Publikumsmagnet bereichern
Einkaufszentren der ECE die Innenstädte. In ihrer Gestaltung fügen sie sich in das Stadtbild ein und setzen Impulse für
eine weitere Entwicklung. Im Inneren sorgen hohe Aufenthaltsqualität, attraktive Angebote und Aktionen dafür, dass
die Center der ECE von vielen Menschen als soziale Treffpunkte in ihrer Freizeit genutzt werden.

  Aquis Plaza Aachen

Handlungsfeld Miteinander

Die ECE übernimmt Verantwortung. Sie setzt sich
für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung ein,
fördert intelligente Mobilitäts- und Servicekonzepte
und engagiert sich in Sport, Gesundheit und Kultur.

Ein- und Ausblicke – Im Oktober 2015
eröffnete die ECE in der Aachener Innenstadt das Aquis Plaza. Architektonisch
inspiriert durch das für die Stadt bedeutsame Thema Wasser, sorgen große Glaskuppeln und hohe Fassaden für viel
Tageslicht und ermöglichen dem Besucher sehenswerte Ein- und Ausblicke.
Mit seinen rund 130 Fachgeschäften,
Restaurants, Cafés und Dienstleistungsbetrieben wird das Aquis Plaza zu einem
neuen Treffpunkt für Bürger aus Stadt
und Umland. Etwa 70 Prozent der Ladenkonzepte im Center waren in Aachen

bisher nicht präsent. Auf den oberen
Stockwerken des neuen ShoppingCenters und im direkt benachbarten
Geschäftshaus sind zusätzlich über 30
Mietwohnungen entstanden. Dieses
zukunftsorientierte Entwicklungskonzept in Aachens Innenstadt verbindet
die Funktionen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit auf einzigartige
Weise miteinander, sodass ein neuer
städtischer Mittelpunkt entstanden ist.
Darüber hinaus erfüllt das Aquis Plaza
hohe Standards bei der Gebäudetechnik: Das dynamisch gesteuerte Licht und

Energiesystem optimiert in Kombination
mit neuartigen LED-Leuchtmitteln und
zertifiziertem Ökostrom den Energieverbrauch. Ein ausgeklügeltes natürliches
Belüftungssystem ersetzt die elektrische
Kühlung der Ladenstraßen.

Dynamisch gesteuerte Licht- und Energiesysteme
Urbane Qualität: an einem Ort einkaufen, wohnen,
arbeiten, Freizeit

36

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

37

Shopping-Center mit Verantwortung
Verschiedenste Menschen treffen für ihren Einkauf in den Centern zusammen – diesen Treffpunkt nutzt die ECE auch als
Plattform für ihr gesellschaftliches Engagement. Ob Spenden für Erdbebenopfer in Nepal, Aufforstung in der Türkei oder
Sensibilisierung für energieeffizientes Bauen: Im Vordergrund stehen konkrete Projekte, die zum Mitmachen animieren.

Hilfe für Nepal
Das schwere Erdbeben Mitte 2015 in Nepal zerstörte etwa 80
Prozent der Häuser in dessen Epizentrum. Mit einer Stärke
von 7,8 auf der Richterskala war es das schlimmste Beben seit
80 Jahren. Hunderttausende wurden obdachlos, darunter
waren viele Kinder.

stützt die ECE Projekte in den Gemeinden der Patenkinder,
wie etwa den Wiederaufbau von Schulen, Unterkünften, sanitären Anlagen und Trinkwasseranlagen. Die Center-Manager
der ECE haben in der Vergangenheit schon häufig Hilfe bei
Katastrophen organisiert. Neben übergreifenden Maßnahmen finden regelmäßig Aktionen einzelner Center statt.

Ohne Zeit zu verlieren, riefen zahlreiche ECE-Center – dank
ihrer Präsenz in digitalen Medien – zu einer Online-Spendenaktion auf. Die gesammelten Geldspenden gingen komplett
an das Deutsche Rote Kreuz. Neben dieser Spendenaktion,
die viele Besucher und Mitarbeiter unterstützten, übernahm
die ECE kurzfristig 25 Kinderpatenschaften in Nepal in Kooperation mit der Hilfsorganisation Plan International. Diese richtete Kinderschutzzonen ein, um traumatisierte Kinder zu
betreuen und zu versorgen. In einer zweiten Phase unter-

  K in Lautern Kaiserslautern
Beleben und aufwerten – Im März
2015 eröffnet, verbindet dieses neue
Shopping-Center der ECE die zuvor
städtebaulich geteilte Fußgängerzone
von Kaiserslautern und trägt dazu bei,
die Innenstadt zu beleben und aufzuwerten. Dadurch entsteht eine positive
Wechselwirkung zwischen dem Dienstleistungs- und Einkaufsangebot des
Neubaus mit dem Einzelhandel in der
Umgebung. Das Konzept ist Teil des
Gesamtprojektes „Neue Stadtmitte Kaiserslautern“. Das K in Lautern hat das
DGNB-Zertifikat in Gold erhalten.

Bereits in der Planungs- und Ausschreibungsphase wurden Nachhaltigkeits­
aspekte berücksichtigt. Der Baukörper
des ehemaligen Kaufhauses wurde zum
Teil für das neue Shopping-Center
genutzt, sodass auf eine weitgehende
Entsorgung verzichtet werden konnte.
Beim Bau verwendete die ECE schadstoffarme Baustoffe und auch die Mieter
wurden dazu verpflichtet, für den
Ladenausbau umweltverträgliche Materialien einzusetzen. Die hohe Flächeneffizienz, gute Innenraumluftqualität und
Lärmschutzmaßnahmen am Gebäude

sowie die Gestaltung als familienfreundliches Shopping-Center erfüllen die
höchsten DGNB-Qualitätsstandards.

 erpflichtung der Mieter
V
zum Einsatz umweltverträglicher Materialien
im Ladenbau
Hohe Flächeneffizienz
Gute Luftraumqualität
Lärmschutzmaßnahmen

Ein „Tweet-Wald“ für gute Luft und
Artenvielfalt
Ein Wald in der türkischen Region Izmir-Urla-Kadıovacık ist
seit Januar 2015 um Tausende Bäume reicher. In Zusammenarbeit mit der ägäischen Waldstiftung stellte das ECEShopping-Center Marmara Park Istanbul erneut seine Kreativität in den Dienst eines nachhaltigen Projektes. Über den
centereigenen Twitteraccount forderte der Marmara Park
seine Follower auf, das Hashtag „#GezegenİçinAğaçDik“
(„Bäume für den Planeten“) in den sozialen Medien zu multiplizieren. Mit Erfolg: Jeder Tweet wurde mit der Spende
eines Baums belohnt, am Ende waren es 5.000. Die Aktion
weckte großes Interesse und nahm bei Twitter sogar für
54 Minuten den ersten Platz in den Trends des sozialen
Netzwerks ein.

Anzetteln zum Umdenken
Die ECE nutzt die Öffentlichkeitswirkung ihrer Shopping-Center für diese
außergewöhnliche Aktion, die 2015 an den Start ging. Mit insgesamt zwölf
Motiven macht sie gezielt auf umweltfreundliche Aspekte beim Bau und im
Betrieb ihrer Center aufmerksam. Schritt für Schritt sind zahlreiche Flächen
mit jeweils centerspezifischen Umdenkzetteln versehen worden. Die Besucher der ECE-Einkaufszentren sollen so zum Nachdenken angeregt werden.

Aktion „VorBILDER“
Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim
Gauck war die Wanderausstellung „VorBILDER“ Anfang
2015 im Kornmarkt-Center Bautzen zu Gast. Die Ausstellung zeigt Fotografien von Angelika und Bernd Kohlmeier
und ist Teil der Kampagne „Sport und Politik verein(t)
gegen Rechtsextremismus“.
Gezeigt wurden 22 Politiker- und Sportler-Paare, die sich –
als „VorBILDER“ – gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung einsetzen. Ziel der Ausstellung war es, dass
bekannte Persönlichkeiten – ungeachtet von Parteizugehörigkeiten, Zuständigkeitsgrenzen und über Sportarten
hinweg – alle Menschen dazu ermutigen, ihre Stimme
gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung zu erheben.

www.umdenkzettel.de

38

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

39

Inklusion in der Quartiersentwicklung
Eine nachhaltige Stadtentwicklung beruht auch auf Inklusion – also der selbstbestimmten Teilhabe aller Bürger am gesellschaftlichen Leben. Unter Mitwirkung der ECE entsteht mit dem Quartier Mitte Altona in Hamburg auf einem ehemaligen
Güterbahnhof ein Leuchtturmprojekt, welches Inklusion, Wohnqualität und Ökologie miteinander in Einklang bringt.

In Städten leben Menschen mit ganz unterschiedlichen
Bedürfnissen dicht beieinander. Ein nachhaltiges
Quartier bietet ihnen allen Raum für ein gemeinschaftliches
Zusammenleben.  Ole von Beust, Mitglied des Nachhaltigkeitsbeirats der ECE (siehe S. 54)

  Mitte Altona Hamburg
Wenig Verkehr, ausgebaute Fahrradwege, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, ein großer Stadtpark, Kinderspielplätze sowie barrierefreier und
bezahlbarer Wohnraum für Menschen
unterschiedlichsten Alters und Herkunft:
Das inklusive Stadtquartier Mitte Altona
ist ein Musterbeispiel für eine ganzheit­
liche Quartiersentwicklung, die den
Bedürfnissen einer vielfältigen Stadt­
gesellschaft gerecht wird. Der Verwirk­

lichung dieses umfassenden Ansatzes ist
ein langjähriger Prozess vorausgegangen, den die ECE von Anfang an aktiv
mitgestaltet hat.

Eine Mitte für alle
Eine ganzheitliche Quartiersentwicklung
ist nur möglich, wenn alle Betroffenen –
also Mieter, Eigentümer, Bauherren,
Architekten und Stadtplaner – gemeinsam in den Entwicklungsprozess einge-

bunden werden. Die ECE initiierte und
begleitet aus diesem Grund einen
umfassenden Dialog mit allen Beteiligten. Die daraus resultierenden Impulse
zur Inklusion wurden in dem städtebaulichen Vertrag festgeschrieben und finden sich auch im Bebauungsplan wieder. Die gemeinsam erarbeiteten Vereinbarungen verpflichten die Eigentümer,
möglichst viele Wohneinheiten barrierefrei oder barrierearm zu gestalten.

Die nachhaltige Quartiersentwicklung in Mitte Altona sieht einen verkehrs- und autoreduzierten Stadtteil vor.
Das Mobilitätskonzept beinhaltet:
Anlaufstellen zur Mobilitätsberatung
Flexible Mobilität durch Carsharing-Angebote, StadtRAD-Stationen und Ladestationen für
Elektro­fahrzeuge
Fahrradfreundlichkeit durch ausgebaute Radwegeverbindungen und Schaffung von Fahrradstellplätzen
Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel

40

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Auch Integrationsprojekte werden durch
die ECE mit umgesetzt: Dazu gehören
Wohnungen, die den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht werden, ebenso
wie Wohnangebote für Menschen mit
körperlichen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Um eine vielfältige Durchmischung von unterschiedlichen Bewohnern zu fördern, wird es im
Quartier neben Miet- und Eigentumswohnungen zu einem Drittel auch sozial
geförderte Wohnungen für Menschen mit
einem geringeren Einkommen geben.
Damit Inklusion ein dauerhafter und
gelebter Bestandteil von Mitte Altona
bleibt, betreut das Quartiersmanagement im Auftrag der Eigentümer die
inklusiven Strukturen – wie Barrierefrei-

Porträt

heit, Wohnen mit flexibler Unterstützung oder Zusammenleben ohne Ausgrenzung.

Gestaltung des Quartiers
Mitte Altona vereint Nachhaltigkeit
und Lebensqualität für alle gesellschaftlichen Gruppen. Für die ECE ist es eines
der ersten Neubauprojekte, bei dem
Inklusion von Anfang an konsequent
berücksichtigt wurde. Dieses ganzheitliche Quartierskonzept wird die ECE auch
zukünftig engagiert weiterentwickeln.
So wird lebenswerter und bezahlbarer
Wohnraum für eine älter werdende und
vielfältige Gesellschaft geschaffen.
Gemeinsam mit Partnern entwickelt die
ECE das Quartier auf dem Gelände eines
stillgelegten Güterbahnhofs. In einem
ersten Bauabschnitt werden rund 1.600

Megatrend

Handlungsfelder

Wohnungen sowie Einzelhandels- und
Gewerbeflächen fertiggestellt. Um den
historischen Charakter zu erhalten, bleiben denkmalgeschützte Gebäude aus
dem Altbestand als identitätsstiftende
Elemente erhalten. Aufgelockert werden
die insgesamt 120.000 Quadratmeter
Grundfläche durch einen großzügigen,
2,7 Hektar großen Park. Vier Kindertagesstätten und eine Stadtteilschule sorgen für eine gut erreichbare Betreuung
des Nachwuchses innerhalb des Quartiers. Das Quartier ist so konzipiert, dass
der Autoverkehr auf das Nötigste reduziert werden kann. Unter anderem sorgen Carsharing Angebote, StadtRADStationen für flexible Radbenutzung
sowie ein weiträumig ausgebautes Radwegenetz für ideale und umweltschonende Verkehrsbedingungen.

Strategie

GRI-Bericht

41

Intelligente Mobilitätskonzepte

Ultraschnelles Laden

Die ECE fördert gezielt Projekte, die zur Akzeptanzsteigerung neuer Mobilitätskonzepte beitragen. Damit neue Angebote
wie Carsharing und Elektromobilität wirksam zum Klimaschutz beitragen, müssen sie flächendeckend einfach zu erreichen
sein. In vielen ihrer Einkaufszentren stellt die ECE Parkplätze mit Ladesäulen für Autos und Fahrräder bereit. Darüber hinaus
testet sie in ihren Future Labs innovative Servicelösungen, die den Kunden den Aufenthalt angenehmer gestalten.

Mobilität als Teil der
„Intelligent City“
Die ECE versteht sich als Partner der
Städte und Kommunen bei der Erstellung intelligenter Stadtentwicklungskonzepte. Mobilität ist dabei ein wesentlicher Faktor. Dies bestätigt auch der
Bericht „Intelligent Cities – Wege zu
einer nachhaltigen, effizienten und
lebenswerten Stadt“, an dessen Erstellung sich die ECE aktiv beteiligt hat.
Intelligente Mobilität wird hier als eines
von vier Handlungsfeldern für die Stadt
der Zukunft definiert. Zahlreiche bereits
realisierte Best-Practice-Beispiele werden im Report präsentiert, so auch ein
ECE-Pilotprojekt zu Ladestationen für
E-Autos im Billstedt-Center Hamburg.

Raum für mehr E-Mobilität
Die ECE unterstützt ein Testprojekt von
Audi, mit dem geprüft wird, ob zusätzliche Anreize wie gesonderte Parkplätze
und Ladestationen in der Innenstadt die
Attraktivität von E-Mobilität steigern.
Sie hat dafür im Berliner Quartier Potsdamer Platz die Fläche für eine CarSharing-Station zur Verfügung gestellt.
25 Pendler können dort ihr Elektroauto
„e-tron“ abstellen. Ausreichend Ladesäulen sorgen dafür, dass die Fahrzeuge
stets einsatzbereit sind.

Das Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ) ist Europas erstes Shopping-Center mit einer 3-in-1-Schnellladestation für Elektroautos. Die Besonderheit: Sie bedient alle drei gängigen Ladestandards mit Gleich- oder
Wechselstrom. Und das auch noch schneller als konventionelle E-Tankstellen, denn binnen einer halben Stunde kann eine Mehrreichweite
von 100 km geladen werden. Kooperationspartner von ECE und Anbieter dieser E-Infrastruktur sind The New Motion und e8energy. Gemeinsam leisten sie einen Beitrag zum „Masterplan Ladeinfrastruktur“, der
von der Stadt Hamburg ins Leben gerufen wurde. Dieser sieht vor, bis
Mitte 2016 weitere 70 Multischnelllader in der Hansestadt aufzustellen.

ECE-Shopping-Center mit E-Infrastruktur

24 Standorte

98

Neumünster

2

Ladepunkte realisiert

9

 

Schwerin

 Die 3-in-1-Schnellladestation für Elektroautos wird im Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ) in Betrieb genommen.

Hamburg

Ladepunkte
in Planung

75

Wolfsburg

Hannover
Dortmund

Berlin
Potsdam

4
Braunschweig

Essen
Düsseldorf
Wuppertal Frankfurt

2

Köln

Plauen
Sulzbach

Kaiserslautern

2

NeuIsenburg

Nürnberg

Viernheim

Stuttgart
Neu-Ulm

2

2

Augsburg

München

Smartes Carsharing
In Kooperation mit car2go bietet die ECE
in Hamburg und Berlin seit dem 1. Juni
2015 die kostenlose Nutzung des Parkhauses im Center für Autos des Carsharing-Anbieters an. Für die car2go Smarts
sind eigens gekennzeichnete Parkplätze
vorhanden und durch den integrierten
RFID-Chip öffnet sich die Schranke zum
Parkhaus automatisch, ohne dass eine
Parkkarte gezogen werden muss. Die
ECE strebt an, dieses Angebot für klima­
freundliche Mobilität auf weitere Einkaufszentren auszudehnen, und führt in
diesem Zusammenhang Verhandlungen
mit weiteren Carsharing-Anbietern. Carsharing-Stationen stehen derzeit am
Potsdamer Platz in Berlin an der ersten
E-Carsharing-Straße Europas.

Weitere Stationen sind in der Hamburger Meile und im Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ) in Betrieb.

Automatischer
Schrankenöffner
Das Alstertal-Einkaufszentrum, der Limbecker Platz in Essen und der Marmara
Park in Istanbul sind die sogenannten
Future Labs der ECE. Dort testet das
Unternehmen neue digitale und interaktive Shopping-Erlebnisse und -Angebote. Eines davon ist der Service „Easy
to Park“: Sensoren an den Zu- und Ausfahrten erkennen eine elektronische
RFID-Parkkarte und öffnen die Schranken, ohne dass der Kunde bei der
Anfahrt sein Autofenster öffnen oder
beim Verlassen des Shopping-Centers

42

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

 

  „Same Day Delivery“: Hierbei kommen auch Fahrradkuriere zum Einsatz.

Porträt

Megatrend

Shoppen ohne Schleppen
„Same Day Delivery“, also die Lieferung
am selben Tag, ist ein weiteres Testprojekt der ECE. Hier werden die Vorteile
des Off- und Online-Handels ideal miteinander verknüpft: also das Einkaufserlebnis und die Beratung vor Ort einerseits und die Bequemlichkeit der Lieferung andererseits.
Im Milaneo Stuttgart, Limbecker Platz
Essen, Skyline Plaza Frankfurt und in der
Altmarkt-Galerie in Dresden können die
Center-Besucher ihre Einkäufe an einer
Annahmestelle in der Ladenstraße oder
an der Kundeninformation abgeben und
bekommen die Ware noch am selben
Tag zwischen 19 und 21 Uhr oder zu
einem Wunschtermin nach Hause geliefert. Für den Transport kommen unter
anderem auch Fahrradkuriere zum
Einsatz.

 latz freihalten: ECE
P
reserviert Parkraum für
umweltfreundliche
Mobilität
Stets einsatzbereit:
Die ECE unterstützt
E-Infrastruktur
Bequemes Shopping mit Carsharing: Im Alstertal-Einkaufszentrum sind kostenlose Parkplätze für
car2go-Fahrzeuge reserviert.

an den Kassenautomaten gehen muss.
All das ohne großes Umrüsten, denn die
„Easy to Park“-Karte kann einfach hinter
der Sonnenblende des Fahrzeugs platziert werden. Das System berechnet die
Parkzeit automatisch und bucht die
Gebühren online vom Guthabenkonto
des Kunden ab. Das innovative Parkkartensystem kommt auch im Aachener
Center Aquis Plaza sowie an weiteren
ECE-Standorten zum Einsatz.

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

43

Engagement für Städte und Regionen
Die ECE setzt sich für den Erhalt städtischer Vielfalt ein. Mit ihrer im Jahre 2000 gegründeten Stiftung „Lebendige Stadt“
entwickelt und fördert das Unternehmen urbane Projekte in den Themenfeldern Licht, Grün, öffentlicher Raum und
inklusive Quartiersentwicklung. Um dafür einen begleitenden Fachdialog zu ermöglichen, lud die Stiftung 2015 erstmalig Experten zum Runden Tisch.

Gesucht & ausgezeichnet: Bestes öffentliches Bauprojekt
Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat 2015 mit ihrem jährlich thematisch wechselnden Stiftungspreis öffentliche Bauprojekte gesucht, die vorbildlich realisiert worden sind. Dabei standen Budget- und Termintreue, Transparenz und umfängliche Bürgerbeteiligung im Planungs- und Entwicklungsprozess im Vordergrund. Unter 129 Bewerbern aus ganz Europa
zeichnete eine Fachjury die Neugestaltung des Drachenfelsplateaus in Königswinter als „vorbildlichstes öffentliches Bauprojekt“ aus. In einer zweijährigen Planungsphase wurde in mehreren Workshops unter Bürgerbeteiligung ein Konzept für
das Drachenfelsplateau erarbeitet, das den Bau harmonisch in die Umgebung und den Gebäudebestand einfügt. In knapp
drei Jahren wurde die neue Aussichtsplattform fertiggestellt. Schirmherr des Wettbewerbs war Bundesminister Alexander
Dobrindt.

Im Jahr 2000 von der ECE gegründet,
engagiert sich die Stiftung „Lebendige
Stadt“ – mit CEO Alexander Otto als
Kuratoriumsvorsitzenden – für den
Erhalt und die Gestaltung urbaner Vielfalt. Themenschwerpunkte bilden die
Bereiche Licht, Grün, öffentlicher Raum
und inklusive Quartiersentwicklung. Das
bisherige Fördervolumen beträgt rund
29 Millionen Euro, die in eine Vielzahl
von Projekten mit Best-Practice-Charakter flossen. Persönlichkeiten aus Politik,
Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und
Medien bringen sich aktiv in die Stiftungsarbeit ein.
Neben ihrer Funktion als Projektförderer
begreift sich die Stiftung als Impulsgeber. Mit ihren jährlichen Kongressen zu

44

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

aktuellen urbanen Problemen genauso
wie mit ihrem thematisch wechselnden
Stiftungspreis trägt die Stiftung zum
Wissens- und Erfahrungsaustausch bei.
2014 wurde Leipzig als die „lebendigste
Erinnerungsstadt“ ausgezeichnet, 2015
war der Stiftungspreis dem Thema „Vorbildlichstes öffentliches Bauprojekt –
bedarfsgerecht, gut geplant, transparent“ gewidmet. Das halbjährlich
erscheinende Stiftungsjournal und eine
eigene Schriftenreihe beleuchten aktuelle Themen rund um die Arbeit der Stiftung sowie Zukunftstrends der Stadtentwicklung. Ganz im Zeichen der
Zukunft stand der Kongress 2015 in Berlin. Die Stiftung Lebendige Stadt lud im
September 2015 zum Thema städtische
Elektromobilität.

Weitere Informationen zur Stiftung „Lebendige Stadt“: www.lebendige-stadt.de

Runder Tisch zur inklusiven
Stadtentwicklung

Gesucht: Deutschlands schönster
Schulhof

Zu ihrem ersten Runden Tisch lud die
Stiftung „Lebendige Stadt“ im April 2015
nach Köln ein. 40 Experten – darunter
Politiker, Sportler, Künstler und Unternehmer – berieten über inklusive Quartiersentwicklungen, die dem demografischen Wandel und der Vielfalt in unserer
Bevölkerung Rechnung tragen. Im Fokus
stand dabei das bedarfsgerechte und
gleichberechtigte Zusammenleben von
Menschen, unabhängig ihres Geschlechts,
Alters, ihrer Religion, Sprache oder ihrer
sozialen Stellung, aber auch ihrer körperlichen oder geistigen Konstitution
und Fähigkeiten. Aufgrund der vielfältigen Zusammensetzung des Runden
Tisches flossen unterschiedlichste Sichtweisen und Anregungen in die Diskussion ein. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse stellen wiederum wertvolle
Impulse für die Stiftungsarbeit dar.

Eine 2014 von der Stiftung „Lebendige Stadt“ und der
Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Umfrage ergab, dass über 80 Prozent der
befragten Schüler bei der Verschönerung und Verbesserung ihres Schulhofes selbst Hand anlegen wollen. In der
Folge entstand unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks die Bundesinitiative
„deinSchulhof“ und als Bestandteil davon der Wettbewerb
„Schulhof der Zukunft“. Zehn besonders gelungene Schulhöfe wurden im gesamten Bundesgebiet ausgezeichnet.
Seit Sommer 2015 entsteht unter www.deinschulhof.de ein
Online-Nachschlagewerk für Schulhofumgestaltungen mit
Tipps und Best-Practice-Beispielen. Drei Schulhofgestaltungen werden von der Stiftung und der DUH fachlich begleitet und finanziell gefördert.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

45

Sportlich engagiert, kulturell integriert
Der Sport beeinflusst das gesellschaftliche Miteinander. Er erleichtert die Sozialisation von Jugendlichen und fördert die
Inklusion. Aus diesen Gründen nimmt die Förderung des Sports einen besonderen Schwerpunkt des gesellschaftlichen
Engagements der ECE ein.

Die ECE unterstützt die von Alexander
Otto 2006 gegründete Sportstiftung,
deren Stiftungskapital die Eis- und Ballsportarena im Altonaer Volkspark ist. Die
Stiftung verfolgt das Ziel, Hamburger

Vereine und Sportler – insbesondere
sozial schlechter gestellte und gehandicapte – zu fördern. Rund 14 Millionen
Euro sind bislang in die Unterstützung
zahlreicher Projekte geflossen. Mit dem
jährlich ausgelobten Werner-Otto-Preis
werden Projekte ausgezeichnet, die in
besonderer Weise zur Förderung und
Inklusion behinderter Sportler beitra-

gen. 2015 erhielt die Gretel-BergmannSchule in Hamburg-Allermöhe für ihr
ausgezeichnetes inklusives Schulsportangebot den Preis.

Weitere Informationen zur
Alexander Otto Sportstiftung:
www.alexander-otto-sportstiftung.de

HSV-Campus im Volkspark
Einen besonderen Schwerpunkt des gesellschaftlichen
Engagements der ECE bildet der Sport – denn dieser hat
großen Einfluss auf das gesellschaftliche Miteinander: Er
verbindet Menschen und fördert den Teamgeist. Aus diesem Grund entsteht bis Frühjahr 2017 – direkt neben dem
Hamburger Volksparkstadion – ein Sport-Campus für den
Fußballnachwuchs des HSV. Dort werden die jungen Sportler intensiv betreut und gefördert. Darüber hinaus bekom-

men 17 Talente einen Internatsplatz direkt auf dem Campus-Gelände. Der HSV möchte mit dem Nachwuchsleistungszentrum seine Nachwuchsarbeit optimieren und für
noch mehr Durchlässigkeit zu den Profis sorgen. Die ECE ist
verantwortlich für die Projektsteuerung und das Design.
Alexander Otto hat den Bau durch eine private Spende
über 10 Millionen Euro möglich gemacht, die ECE-eigenen
Planungsleistungen hat die ECE gesponsert.

Lebensort für Menschen mit
Behinderung
Hamburg tischt auf
Unter diesem Motto ließ das bundesdeutsche Tischtennis-Event des Jahres 2015 die Herzen der Hamburger Sportfans höherschlagen. Im Februar empfing
der amtierende Deutsche Meister Borussia Düsseldorf den Vizemeister TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell zum Topspiel der Bundesliga – allerdings nicht im
heimischen Düsseldorf, sondern in der Hamburger
Barclaycard Arena. Dabei wurde ein neuer Besucher-

46

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

rekord für ein Tischtennis-Bundesliga-Spiel aufgestellt. Gefördert von der Alexander Otto Sportstiftung
hatten am selben Tag rund 600 behinderte sowie
nicht behinderte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, zusammen mit Stars wie Deutschlands
erfolgreichstem Tischtennisspieler Timo Boll in der
benachbarten stiftungseigenen Arena zum Schläger
zu greifen.

Alexander Otto und seine Frau Dorit gründeten die Stiftung
2011. Deren Fördermittel werden aus Spenden des Stifter­
ehepaares finanziert. Die Stiftung fördert in Hamburg die
medizinische Forschung, das Sozial- und Gesundheitswesen
sowie Kunst und Kultur. Gezielt und unbürokratisch greift die
Stiftung dort unter die Arme, wo öffentliche Gelder nicht oder
nicht ausreichend zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zur Stiftung:
www.dorit-und-alexander-otto-stiftung.de

Porträt

Megatrend

Wissenschaftlich begleitet von der Universität Witten,
eröffnete der Hamburger Verein „Die Robben e. V.“ 2014
den „LebensOrt Wulfsdorf“. In drei Häusern mit 37 Wohnungen finden junge Erwachsene mit überwiegend geistiger und mehrfacher Behinderung ein Zuhause. Sie haben
außerdem die Chance, im unmittelbaren Umfeld einer
Beschäftigung nachzugehen, die ihren individuellen Fähigkeiten entspricht. So beispielsweise in einer Textilwerkstatt
und einem Café. Die Dorit & Alexander Otto Stiftung
ermöglichte die Anschaffung von zwei Küchen für die
neuen Wohnhäuser.

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

47

Persönlich involviert
Alexander Otto, Vorsitzender der ECE-Geschäftsführung, engagiert sich mit Leidenschaft für Sport, Kultur, Medizin und
Umwelt. Mit mehreren Stiftungen – aber auch ganz persönlich – gestaltet er aktiv mit und leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, ganz im Sinne einer langfristigen Verantwortung.

Olympia-Initiative „Feuer & Flamme“
für Hamburg
Die ECE und ihre Hamburger Center haben maßgeblich die von
Alexander Otto gegründete Olympia-Initiative „Feuer & Flamme“
unterstützt. Die Initiative hat die Bürgerinnen und Bürger über die
Olympia-Bewerbung für die Spiele 2024 in Hamburg informiert
und mit Events das Thema bewegt. Als Olympia-Botschafter Hamburgs hat Alexander Otto die Arbeit von „Feuer & Flamme“ erst
durch sein erfolgreiches Fundraising möglich gemacht. Unter
anderem hat er mit seinem Unternehmen Runde Expertentische
zu zahlreichen Fachthemen und die Lichtaktion „Olympia zum
Greifen nah“ initiiert. Für dieses Engagement ist Alexander Otto
2015 von dem Fernsehsender Hamburg 1 als „Hamburger des
Jahres“ geehrt worden.

Dorit und Alexander
Otto sind mit dem
«Montblanc de la Culture Arts Patronage
Award» ausgezeichnet worden.
Das Ehepaar wurde
damit auch für seine
Unterstützung bei der
Modernisierung der
Hamburger Kunsthalle geehrt.

Modernisierung der Hamburger
Kunsthalle – preisgekrönt
Dorit und Alexander Otto wurden im Juni 2015 für
die kulturellen Förderungen ihrer Stiftung mit dem
„Montblanc de la Culture Arts Patronage Award“
ausgezeichnet. Die Jury stellte insbesondere die
großzügige Unterstützung bei der Modernisierung
der Hamburger Kunsthalle heraus, wodurch diese
in einen international renommierten Ort der Kunst
verwandelt wird. Im April 2016 ist das Museum
wieder komplett zugänglich. Die Dorit & Alexander
Otto Stiftung hat die Modernisierung mit einer
Sachspende von 15 Millionen Euro möglich gemacht.
Mit rund vier Millionen Euro hat die Stadt Hamburg
zudem das Gemälde- und Skulpturendepot saniert
– eine Investition, die erst durch die Modernisierungsmaßnahme angestoßen wurde. Die ECE ist
verantwortlich für das Projektmanagement.
Das Preisgeld spendeten Dorit und Alexander Otto
an das Atelier Freistil in Hausbruch, in dem Künstler
mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen
ihre kreativen Fähigkeiten ausleben und zugleich
einen festen Arbeitsplatz finden. Gleich­zeitig ist das
Atelier ein Begegnungsraum für Menschen mit und
ohne Handicap und leistet damit einen wichtigen
Beitrag zu einem inklusiven Miteinander von Kunstinteressierten.

48

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

 

  Als Olympia-Botschafter Hamburgs hat Alexander Otto die Initiative „Feuer & Flamme“ unterstützt.

  B.A.U.M. Umweltpreis für Alexander Otto
Alexander Otto wurde mit dem B.A.U.M.
Umweltpreis 2014 ausgezeichnet. Der
Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V.
verleiht die jährliche Auszeichnung an

bedeutende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien und Forschung für ihren
Einsatz, Ökonomie und Ökologie erfolgreich in Einklang zu bringen. Alexander
Otto erhielt den Preis in der Kategorie

Unternehmerpreis 2015
Der Business Club Aachen Maastricht e.V. verlieh den Unternehmerpreis 2015 an Alexander Otto. Der Preis zeichnet Unternehmer
aus, die sich neben unternehmerischem Erfolg für das Gemeinwohl einsetzen – durch die nachhaltige Förderung sozialer, sportlicher und kultureller Maßnahmen und Projekte.
Der Club würdigte Alexander Otto als einen der großzügigsten
Sponsoren und Förderer Deutschlands. Seine drei Stiftungen
unterstützen Sport, Kultur und Stadtentwicklung.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

„Großunternehmen“ als Anerkennung
für sein ganzheitliches Engagement für
Nachhaltigkeit. Die Jury würdigte unter
anderem, dass unter seiner Leitung Themen wie Ressourcenschutz und Energiesparen zu einem der wesentlichen Unternehmensziele der ECE erklärt worden
sind. Aber auch sein Einsatz für Themen
der Nachhaltigkeit im Rahmen seiner
Aktivitäten im Verband „Zentraler Immobilien Ausschuss e.  V.“ (ZIA) und als Chairman des European Advisory Boards des
International Council of Shopping Centers (ICSC) fand mit dem Preis Anerkennung. Auch Alexander Ottos umfangreiches gesellschaftliches Engagement, das
sich in der Gründung dreier Stiftungen
widerspiegelt, wurde gewürdigt.

Strategie

GRI-Bericht

49

Alexander Otto
zur Nachhaltigkeitsstrategie der ECE
Nur im intensiven
Austausch mit
unseren Stakeholdern
schaffen wir es, gemeinsam
Nach­haltigkeit zu leben.


Alexander Otto, CEO der ECE

In den 50 Jahren ihres Bestehens hat sich die ECE zum europäischen Marktführer im Shopping-Center-Bereich entwickelt.
Dieser Erfolg beruht maßgeblich auf unserer Unternehmensphilosophie, die langfristiges Denken mit dem Verständnis
vereint, dass sich Kundenbedürfnisse ebenso wie die Gesellschaft insgesamt in einem steten Wandel befinden, der immer
wieder nach neuen Lösungen verlangt. Das gilt auch für das Thema Nachhaltigkeit: Demografischer Wandel, Klimaschutz
oder der Umgang mit Flüchtlingen sind nur einige Stichworte in diesem Zusammenhang.

Langfristige Verantwortung zu leben und
die Geschäftstätigkeit des Unternehmens
danach auszurichten – dieses Ziel steht
im Kern der Nachhaltigkeitsstrategie
der ECE.

50

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

In diesem fünften Nachhaltigkeitsbericht
der ECE zeigen wir, wie wir Nachhaltigkeit konkret leben und die Zukunft der
ECE und ihr Umfeld mit gestalten. Der
Bericht steht unter dem Leitthema
„Megatrend Stadt“. Es freut mich, dass
Nachhaltigkeit so vielfältig und engagiert
im Unternehmen umgesetzt wird. Dazu
hat auch beigetragen, dass wir einen
geeigneten Rahmen geschaffen haben:
Erstens verfolgt die ECE einen ganz­
heitlichen Nachhaltigkeitsansatz, der
ökonomische, ökologische und soziale
Aspekte miteinander verbindet. Das
heißt, wir arbeiten ebenso an maßgeschneiderten Lösungen für den Klimaund Ressourcenschutz, wie wir bei
un­seren Mitarbeitern durch zahlreiche

Porträt

Maßnahmen Vielfalt und Chancengleichheit fördern und eine familien­
bewusste Personalpolitik umsetzen.
Darüber hinaus geben wir mit Leidenschaft und Kreativität Impulse zur Entwicklung moderner Stadtkonzepte und
fördern gezielt Projekte, unter anderem
in den Bereichen Mobilität, Gesundheit,
Sport sowie Inklusion.
Zweitens sind wir uns bewusst, dass wir
Nachhaltigkeit nur im Austausch mit
unseren Partnern und gesellschaftlichen
Stakeholdern voranbringen können.
Dazu haben wir beispielsweise mit der
Nachhaltigkeitsschmiede ein eigenes
Format für unsere Mieter eingerichtet,
wir beteiligen uns an Forschungsprojekten und führen regelmäßig Befragungen

Megatrend

Handlungsfelder

zu den Bedürfnissen unserer Kunden
durch. So schaffen wir Raum, gemeinsam neue Ideen zu erarbeiten.
Schließlich haben wir Nachhaltigkeit
weiter in unseren internen Strukturen
verankert. Mithilfe einer Wesentlichkeitsanalyse haben wir uns Anfang 2015
gezielt darüber verständigt, welches die
wichtigsten Themen für unser Unternehmen sind. So konnten wir unseren
strategischen Ansatz weiter schärfen.
Darüber hinaus haben wir unsere Datenerhebung weiter verbessert und systematisiert. Im Ergebnis erfüllt der Bericht
die neuen G4-Richtlinien der Global
Reporting Initiative (GRI). Dies ist ein
wichtiger Schritt für eine umfassende
und transparente Berichterstattung.

Strategie

GRI-Bericht

51

Nachhaltigkeit bei der ECE

Strategie: Langfristigkeit im Fokus

Nachhaltigkeit hat einen hohen Stellenwert für die ECE und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie.
Im Fokus ihres Handelns steht ein ganzheitlicher Ansatz, der die ökologischen, sozialen und ökonomischen
Dimensionen gleichermaßen betrachtet.

Als Projektentwickler, Vermieter und Manager sowie oft auch als Eigentümer von Immobilien übernehmen die ECE und
die Familie Otto langfristig Verantwortung für die von ihr betreuten Objekte. Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten während der Planung und im Management ist für die ECE ein wesentliches Element für den langfristigen Werterhalt einer Immobilie.

Nachhaltig

Leiden­
schaftlich

Partner­
schaftlich

Integer

Inter­
disziplinär

Bestimmung wesentlicher
Themen

Regelwerke
verantwortungsvoller
Unternehmensführung

Etwaige Verstöße gegen die im Verhaltenskodex der ECE niedergelegten Verhaltensstandards können Mitarbeiter und Externe über die Compliance-Helpline melden.

sowie langfristige Partnerschaften.
Nachhaltigkeit steht dabei an zentraler
Stelle. Um die Werte im Unternehmen
zu verankern, werden sie in Führungskräftetrainings und in Mitarbeiter-Dialogen regelmäßig thematisiert.

Zertifiziertes ComplianceManagement-System
Der Ruf der ECE als verlässlicher, fairer
und integrer Partner ist erfolgsentscheidend. Als hanseatisches Unternehmen
verpflichtet sie sich nationalen und
internationalen Regelwerken sowie den
Grundsätzen der ehrbaren Kaufleute.
Daher nimmt sie auch das Thema Compliance sehr ernst. Das 2012/2013 instal-

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Seit 2013 finden im In- und Ausland
regelmäßige Compliance-Präsenz­
schulungen für die Mitarbeiter statt,
darüber hinaus installierte das Unternehmen Anfang 2014 auch ein OnlineSchulungs-Tool. Das ComplianceManagement-System der ECE wurde
2014 nach einer Auditierung durch die
Initiative Corporate Governance der
deutschen Immobilienwirtschaft (ICG)
zertifiziert. Im Januar 2016 wurde die
Zweitzertifizierung durch die ICG erfolgreich abgeschlossen.

Die Glaubwürdigkeit jeder
Nachhaltigkeitsstrategie fußt
auf dem Vertrauen, das ein Unter­
nehmen in der Öffentlichkeit genießt.
Dafür ist die Integrität der Mitarbeiter
eine wesentliche Voraussetzung.



52

lierte Compliance-Management-System
basiert auf dem zentralen Unternehmenswert der Integrität.

Im ersten Schritt wurden auf Grundlage
etablierter Standards der Immobilienbranche im Abgleich mit dem Geschäftsmodell der ECE alle potenziell wesent­
lichen Nachhaltigkeitsthemen erfasst.
Mithilfe einer Online-Befragung bewerteten daraufhin relevante Stakeholdergruppen die verschiedenen Themen. Das
Nachhaltigkeitsteam diskutierte anschließend in einem Workshop die Ergebnisse
der Befragung und ergänzte sie aus
Sicht des Geschäftsmodells der ECE.
Im Resultat wurden Energieeffizienz,
Gebäude-, Aufenthalts- und Standortqualität sowie Mitarbeiter als die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen für die
ECE definiert [G4-18, G4-19, G4-24].

Energieeffizienz
Wesentliche Themen
Mitarbeiter
Abfallvermeidung
Klimaschutz
Nachhaltige
Wassereinsparung Ladenbetreiber
Lokale Bevölkerung

Gebäude-,
Aufenthalts- und
Standortqualität

Korruption

Lokale Wirtschaft
Dialog mit der Politik
el

ev

R

Die ECE setzt klare Vorgaben für
Management und Mitarbeiter im
Umgang miteinander, aber auch für
die Zusammenarbeit mit Investoren,
Mietern und Geschäftspartnern. Sie
tragen dazu bei, die Einhaltung von
Gesetzen und Regeln sicherzustellen, Risiken zu reduzieren und letztlich die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen. Wesentliche
unternehmensweit gültige Regelwerke der ECE sind:
d
 er ECE Verhaltenskodex,
die Richtlinien für Spenden und
Sponsorings,
die Richtlinien für den Umgang
mit Zuwendungen,
die Richtlinien für die Prüfung
von Geschäftspartnern und
die Richtlinie zum Kartellrecht.

Um die strategischen Schwerpunkte
ihres Nachhaltigkeitsengagements weiter zu schärfen, hat die ECE im Jahr 2015
eine mehrstufige Wesentlichkeitsanalyse
durchgeführt. Mithilfe einer solchen
Analyse werden relevante Nachhaltigkeitsthemen definiert und deren Bedeutung für das Unternehmen und seine
Stakeholder bewertet (siehe Grafik im
GRI-Bericht, S. 57).

Relevante Themen

nt
va
e
l
e
rr

va nt

Kreativ

Unter­
nehmerisch
denkend und
handelnd

Wesentlichkeitsanalyse

r rele

Dienst­
leistungs­
orientiert

Über die rein operative Perspektive bei
der Planung, dem Bau und Betrieb nachhaltiger Gewerbeimmobilien hinaus
sieht sich die ECE auch in der Verantwortung, als integrativer Teil der Stadtplanung zu einer zukunftsfähigen Entwicklung ihres Umfeldes beizutragen. Zur
Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie integriert die ECE Nachhaltigkeit fest
in ihre Arbeitsabläufe und steht kontinuierlich im Dialog mit ihren Stakeholdern.

S eh

Unternehmenswerte der ECE

Se
h

Die Werte der ECE (siehe Übersicht) wurden 2012 unter Einbindung der Mitarbeiter im Rahmen eines intensiven Diskussionsprozesses erarbeitet. Sie definieren den Charakter des Unternehmens
und werden – sowohl nach innen als
auch nach außen – aktiv kommuniziert.
Als Orientierungsrahmen sind sie eine
wichtige Basis für dauerhaften Erfolg

Stakeholder

Unternehmenswerte geben
Orientierung

an

t

ECE


2015

Stakeholderbefragungen
Stakeholdergruppe

Befragungszeitraum

Anzahl der Teilnehmer

Mitarbeiter

30.03. – 17.04.2015

510

Center-Besucher

26.02. – 08.04.2015

730

Investoren

23.03. – 03.04.2015

37

Mieter

19.03. – 30.05.2015

171

Nachhaltigkeitsbeirat

16.02.2015

CEO, 2 Managing Director, 5 Beiratsmitglieder

Bärbel Schomberg,
Mitglied des Nachhaltigkeitsbeirats der ECE (siehe S. 54)
Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

53

Nachhaltigkeitsstruktur der ECE
Nachhaltigkeit wird bei der ECE in die Arbeitsabläufe integriert und kontinuierlich weiterentwickelt. Klare Strukturen
und Verantwortlichkeiten des Nachhaltigkeitsmanagements sind im Unternehmen fest verankert und tragen entscheidend zur Zielerreichung bei.

Fachübergreifendes
Nachhaltigkeitsteam
2007 installierte die ECE klare Nachhaltigkeitsstrukturen (siehe Grafik), deren
Kern ein fachübergreifendes Nachhaltigkeitsteam ist. Jeder der acht Geschäftsführungsbereiche entsendet mindestens einen Nachhaltigkeitskoordinator
in das Team, geleitet wird es vom Chief
Sustainability Officer (CSO). Dieser steuert strategisch alle Nachhaltigkeitsaktivitäten der ECE und beobachtet das gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie politische Umfeld. Darüber hinaus fördert er
den Know-how-Austausch im Unterneh-

men, koordiniert konzernweite Nachhaltigkeitsprojekte und dokumentiert die
Fortschritte. Der CSO berichtet in Abstimmung mit dem Head of Sustainability
mindestens halbjährlich an die
Geschäftsführung.

Nachhaltigkeitsbeirat
Als erstes Unternehmen in der Immobilienwirtschaft berief die ECE bereits 2011
einen externen Nachhaltigkeitsbeirat.
Fünf Mitglieder bringen ihre unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen aus den Bereichen Ökonomie,
Ökologie und Soziales ein. Als kritisch-

konstruktiver Begleiter steht der Beirat
im stetigen Dialog mit der Geschäftsführung und dem Nachhaltigkeitsteam. Er
bringt sich bei der Weiterentwicklung
der Nachhaltigkeitsstrategie ein, sensibilisiert und begeistert die Mitarbeiter für
das Thema Nachhaltigkeit und trägt
wiederum Impulse aus der Gesellschaft
ins Unternehmen hinein. Außerdem gibt
er bei allen Nachhaltigkeitsprojekten
seine Empfehlung ab. Im Berichtszeitraum standen im Fokus des Beirats Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und
Familie, das Forschungsprojekt KEES
und Zertifizierungen im Bestand.

Nachhaltigkeitsorganisation der ECE

ECE-Board

  Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit
Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie der ECE ist der Nachhaltigkeitskodex des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA).
Diese Selbstverpflichtung folgt im Wesentlichen folgenden
Maßgaben:
 as Unternehmen erkennt seine gesellschaftliche VerantD
wortung und nimmt diese an.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit prägt die Werte und das Verhalten.
Die Ziele sind nicht eindimensional, sondern orientieren
sich an nachhaltigen Grundsätzen.
Die Produkte, Leistungen und Geschäftsbeziehungen
basieren auf nachhaltigen Prinzipien.

 itarbeiterauswahl, -entwicklung, -fortbildung und
M
Mitarbeiterführung bilden die Grundlage nachhaltigen
Handelns.
Die Stakeholder werden aktiv bei der Suche und Implementierung nachhaltiger Lösungen einbezogen.
Das Handeln folgt hohen Compliance-Anforderungen und
strebt kontinuierliche Verbesserungen an.
Die Ziele, Maßnahmen, Aktivitäten und Fortschritte werden in Nachhaltigkeitsberichten veröffentlicht.
Transparenz wird vorgelebt und Aktivitäten der Nachhaltigkeitsmessung werden unterstützt.
Nachhaltige Unternehmensführung wird gelebt und damit
werden andere ermutigt, dasselbe zu tun.

Der Nachhaltigkeitsbeirat der ECE

CEO

Andreas Wente (Vorsitzender des Beirats),
ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips Deutschland GmbH

2014

Arved Fuchs,
Naturforscher und Expeditionsleiter
Nachhaltigkeitsteam
Head of
Sustainability
Chief
Sustainability
Officer

Sustainability Manager
12 Nachhaltigkeits­koordinatoren (Fachbereiche)

54

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Ausgezeichnet nachhaltig
Ole von Beust,
Erster Bürgermeister der Freien und
Hansestadt Hamburg a. D.

Bärbel Schomberg,
Geschäftsführerin von Schomberg & Co.
Real Estate Consulting
Prof. Dr. Kunibert Lennerts,
Inhaber des Lehrstuhls für Facility Management am Karls­ruher Institut für Technologie
(KIT)

Die erfolgreiche Arbeit der ECE spiegelt sich auch in der Wertschätzung nationaler und internationaler Fachjuroren wider.
Im Berichtszeitraum erhielt das Unternehmen unter anderem folgende Preise und Auszeichnungen:
Shoppingcenter
Performance Report
• Gesamtwertung:
ECE Projektmanagement
1. Platz 2014 und 2015
• Einzelwertung ShoppingCenter:
Breuningerland Sindel­
fingen: 1. Platz 2015;
3. Platz 2014

Main-Taunus-Zentrum
Sulzbach: 2. Platz 2014
Breuningerland
Ludwigsburg: 3. Platz 2015
ICSC European Shopping-Center Award 2014
• L imbecker Platz Essen
Kategorie „Established
Center“

Porträt

Megatrend

Solal Marketing Award
• Golden Hall Athen
– Silber 2014
•M
 etrocity Istanbul
– Gold „Corporate Social
Responsibility“ 2015
• E spark Eskişehir
– Silber 2015
•Á
 rkád Szeged – Silber 2015

Handlungsfelder

Strategie

MAPIC-Award 2015
• Future Labs
„Beste digitale RetailStrategie“
• Milaneo
„Bestes neues ShoppingCenter“

GRI-Bericht

55

GRI-Bericht
Strategie und
Unternehmensführung
GRI G4-3, G4-4, G4-5, G4-6, G4-7, G4-8, G4-9, G4-13, G4-17
Die ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG (ECE) mit
Hauptsitz in Hamburg (Deutschland) ist Europas Marktführer
bei innerstädtischen Shopping-Centern und betreute im
Berichtszeitraum ein Marktwertvolumen von 28 Mrd. Euro. Sie
entwickelte, plante, vermietete und managte große Gewerbeimmobilien in den Sparten Shopping, Office, Traffic und
Industries in Deutschland und 15 weiteren Ländern (Bulgarien,
Dänemark, Griechenland, Italien, Katar, Litauen, Österreich,
Polen, Russland, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, Türkei und Ungarn). Im Berichtszeitraum gehörten sechs Tochtergesellschaften und Joint Ventures in Deutschland sowie
15 Niederlassungen bzw. Tochtergesellschaften und Joint Ventures im Ausland zur ECE. Das Unternehmen managt 196 Center (144 in Deutschland/52 international), im Berichtszeitraum
befanden sich 15 Center in Bau oder Planung sowie 10 in
Erweiterung oder Umstrukturierung. Zum Ende des Berichtszeitraumes hat die ECE ihre Aktivitäten in der Schweiz und in
Griechenland beendet.

Weitere Informationen zu Tochtergesellschaften und
Joint Ventures:
http://www.ece.de/unternehmen/organisation/deutsche-tochtergesellschaften-joint-ventures/

Weitere Informationen zu internationalen Niederlassungen und
Joint Ventures:
http://www.ece.de/unternehmen/organisation/internationale-niederlassungen-joint-ventures/

56

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Strategischer Ansatz
Die ECE will zukunftsweisende Lösungen bieten für die Errichtung und den Betrieb von Immobilien und damit deutlichen
Mehrwert für Investoren, Mieter und Geschäftspartner schaffen. Zugleich versteht sich die ECE als Partner der Städte,
indem sie Kommunen dabei unterstützt, die Innenstädte und
den lokalen Einzelhandel fortzuentwickeln.
Im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie steht eine langfristige Ausrichtung, die sich auf die Planung und das Management von Immobilien ebenso bezieht wie auf Mitarbeiter,
Besucher und die weiteren Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit. Um Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen zu
verankern, hat die ECE eine übergreifende Koordinationsstruktur geschaffen: Im Nachhaltigkeitsteam sind alle Geschäftsbereiche vertreten, den Vorsitz hat der Chief Sustainability Officer
(CSO) inne. Mindestens einmal jährlich wird die Geschäftsführung über die Nachhaltigkeitsaktivitäten unterrichtet. Seit
2011 wird die ECE zudem von einem externen Nachhaltigkeitsbeirat begleitet (siehe Strategie, S. 54).

Mieterpartner: Für den Dialog mit ihren Mieterpartnern
bietet die ECE drei Formate an: Seit 2003 findet auf dem
internationalen ECE Retail Meeting ein Austausch über
Themen und Trends der Branche statt. Seit 2013 gibt es
darüber hinaus das Technical Retail Meeting, wo technische Themen wie beispielsweise Energieeffizienz und Zertifizierungskriterien im Vordergrund stehen. Ebenfalls seit
2013 werden im Rahmen der sogenannten Nachhaltigkeitsschmiede weitere Handlungsmöglichkeiten der Mieterpartner im Rahmen von Workshops erarbeitet. Im Jahr
2014 stand das Thema Beleuchtung im Vordergrund, 2015
war es Nachhaltigkeit im Ladenbau.
Investoren: Um ihre Investoren über Entwicklungen im
Einzelhandel zu informieren, hat die ECE im Jahr 2015 erstmalig zum Investors Day eingeladen. Diese Veranstaltung
wird in Zukunft jedes Jahr stattfinden.
Besucher: Sie macht die ECE durch sogenannte „Umdenkzettel“ auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam. Diese
Plakate weisen in Centern auf unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte hin. Auf den Homepages der Center sind darüber hinaus Informationen zu Nachhaltigkeit unter einer
eigenen Rubrik zu finden.
Allgemein: Für das Jahr 2017 ist ein Nachhaltigkeitskongress geplant, der sich an alle relevanten Stakeholdergruppen richtet.

Stakeholderdialog


G4-24, G4-25, G4-26, G4-27GRI

Außerdem engagiert sich die ECE in Organisationen und Verbänden, die sich die Förderung von Stadtentwicklung, Städtebau, Einzelhandel und die Belebung von Innenstädten zum
Ziel gesetzt haben:
International Council of Shopping Centers (ICSC)
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA)
Urban Land Institute (ULI)
EHI Retail Institute e.V.
Initiative Corporate Governance der deutschen
Immobilienwirtschaft (ICG)
German Council of Shopping Centers e.V. (GCSC)
German Facility Management Association (GEFMA)

Wesentlichkeitsanalyse
G4-18GRI
Im Berichtszeitraum wurden mithilfe einer mehrstufigen
Wesentlichkeitsanalyse relevante Nachhaltigkeitsthemen für
die ECE sowohl aus Stakeholder- als auch aus Unternehmensperspektive definiert und bewertet. Daraus leiten sich als künftige Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsengagements der ECE
drei Handlungsfelder ab: Mitarbeiter, Gebäude-, Aufenthaltsund Standortqualität sowie Energieeffizienz (siehe auch Strategie, S. 53).

Prozess der Wesentlichkeitsanalyse

Für die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie steht die ECE im Dialog mit ihren Stakeholdern.
Im Fokus stehen die Mitarbeiter, Mieterpartner, Investoren und
die Besucher der Center. Außerdem zählen Städte und Kommunen sowie die allgemeine Öffentlichkeit zu den
Stakeholdern der ECE.
Für den Austausch mit ihren Stakeholdern sieht die ECE verschiedene Formate vor:
Mitarbeiter: Sie werden regelmäßig über die Nachhaltigkeitsaktivitäten der ECE informiert. Dazu ist im Intranet
eine eigene Seite zum Thema Nachhaltigkeit eingerichtet
worden und Neuerungen werden unter der Rubrik „News“
veröffentlicht. Darüber hinaus hat Nachhaltigkeit einen festen Platz in dem Mitarbeitermagazin „inside“, welches
zweimal im Jahr erscheint, und die Mitarbeiter werden alle
zwei Jahre zu einer Veranstaltung mit dem Nachhaltigkeitsbeirat der ECE eingeladen.

G4-15, G4-16GRI



Identifikation potenziell wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen
Abgleich mit Standards der Immobilienbranche/Abgleich mit Geschäftsmodell der ECE

Besucher

Relevanz für Stakeholder

Relevanz für die ECE

Befragung von wichtigen Stakeholdergruppen

Interner Workshop zur Bewertung der
Geschäftsrelevanz von Nachhaltigkeitsthemen

Mieterpartner

Mitarbeiter

Investoren

Geschäftserfolg

Gebäude-,
Aufenthalts- und
Standortqualität

Mitarbeiter

Energieeffizienz

Strategische Aspekte
der Nachhaltigkeit

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

57

Wesentliche Aspekte
GRI G4-19, G4-20, G4-21
Für die Berichterstattung wurden auf Grundlage der Wesentlichkeitsanalyse folgende Aspekte als wesentlich ermittelt:
Nachhaltig- Zugehörige
keitsthema GRI-Aspekte

Wesentliche Auswirkungen
Innerhalb der Außerhalb der
Organisation Organisation

Mitarbeiter

Beschäftigung

ECE HR

–

Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz
Aus- und Weiterbildung
Energie­
effizienz

Energie

Gebäude-,
Aufenthaltsund
Standort­
qualität

Produkte und
Dienstleistungen

ECE

Mieterpartner

ECE

Investoren,
Mieterpartner,
Center-Besucher,
Kommunen,
Gesellschaft

Emissionen

Lokale Gemeinschaften
Kundengesundheit
und -sicherheit
Kennzeichnung von
Produkten und
Dienstleistungen

Weitere berichtete Aspekte
Wirtschaftliche Leistung

ECE

Indirekte wirtschaftliche
Auswirkungen

Kommunen,
Center-Besucher

Klare unternehmensweit gültige Vorgaben für Management
und Mitarbeiter tragen dazu bei, die Einhaltung von Gesetzen
und Regeln sicherzustellen, Risiken zu reduzieren und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen:
der ECE Verhaltenskodex,
die Richtlinien für Spenden und Sponsorings,
die Richtlinien für den Umgang mit Zuwendungen,
die Richtlinien für die Prüfung von Geschäftspartnern
und
die Richtlinie zum Kartellrecht.
Zur Umsetzung der Regelwerke hat die ECE ein ComplianceManagement-System etabliert, das von der Initiative Corporate Governance der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG)
zertifiziert wurde. Etwaige Verstöße gegen die im Verhaltenskodex der ECE niedergelegten Standards können Mitarbeiter
und Externe über die Compliance-Helpline melden.
G4-SO4GRI

Korruptionsbekämpfung

ECE

–

Compliance

ECE

–

Materialien

ECE

–

Wasser
Abwasser und Abfall

Verantwortliche Unternehmensführung
GRI Managementansatz: Korruptionsbekämpfung,
Compliance, G4-56
Grundvoraussetzung für den langfristigen Unternehmenserfolg sind die Integrität der Mitarbeiter, die Einhaltung von
Gesetzen und ein regelkonformes Verhalten. Den grundsätzlichen Orientierungsrahmen für den Umgang der Mitarbeiter
untereinander sowie für die Zusammenarbeit mit Investoren,
Mietern und Geschäftspartnern bieten die Unternehmenswerte der ECE. Sie sind eine wichtige Basis für dauerhaften
Erfolg und langfristige Partnerschaften. Nachhaltigkeit ist fest
in den Werten verankert, die in Führungskräftetrainings und in
Mitarbeiterdialogen regelmäßig thematisiert werden. Besondere Verantwortung kommt in diesem Zusammenhang den
Führungskräften der ECE zu, die gemäß dem Führungsverständnis der ECE eine Vorbildfunktion einnehmen müssen. Im

58

Jahr 2015 wurde das Thema Compliance als fester Bestandteil
in die jährlichen Mitarbeitergespräche – die Mitarbeiterdialoge
– aufgenommen. Anhand von Leitfragen werden Compliancerelevante Aspekte der täglichen Arbeit besprochen. Außerdem
können die Mitarbeiter im Feedbackgespräch mit der Führungskraft äußern, ob sie weitergehende Unterstützung zu
Compliance-Themen benötigen.

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Schulungen zum Thema Compliance
Für die obere Führungsebene und Fachfunktionen mit erhöhtem Compliance-Risiko hat die ECE interaktive Präsenzschulungen konzipiert, die erstmals im Frühjahr 2013 in der Hamburger Zentrale durchgeführt wurden. Die Präsenzschulungen
vermitteln die Inhalte des ECE Verhaltenskodex mit den
Schwerpunkten Interessenkonflikte, Antikorruption und Kartellrecht. Diese Schulungen wurden dann auf weitere Standorte ausgeweitet. Im Berichtszeitraum fanden folgende Schulungstermine statt:
Vier Schulungen in Istanbul mit Mitarbeitern der
ECE Türkiye Proje Yönetimi A.S. (Mai/Juni 2014)
Schulung in Warschau mit Mitarbeitern der
ECE Projektmanagement Polska Sp.z.o.o (April 2014)
Schulung in Mailand mit Mitarbeitern der
ECE Italia (Juli 2014)
Schulung in Wien mit Mitarbeitern der
ECE Projektmanagement Austria (Januar 2015)
Zwei Schulungen in Budapest mit Mitarbeitern der
ECE Projektmanagement Budapest Kft. (Januar 2015)
Präsenzschulung in Madrid mit Mitarbeitern der
Auxideico (Juni 2014)

Ergänzend dazu hat die ECE eine Online-Schulung entwickelt,
die für alle Mitarbeiter der ECE im In- und Ausland verpflichtend ist. Im ersten Quartal 2014 wurden alle Mitarbeiter der
ECE mithilfe der Online-Schulung geschult. Sie ist interaktiv
gestaltet und beinhaltet Fallbeispiele, die sich am Geschäftsalltag der ECE orientieren. Die Online-Schulung ist auch für
alle neuen Mitarbeiter der ECE verpflichtend.

Umwelt
GRI Managementansatz: Materialien, Energie, Emissionen,
Wasser, Abwasser und Abfall, Wirtschaftliche Leistung
Umweltschutz hat für die ECE höchste Priorität. Gemäß den
Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse liegt der Fokus auf
Energieeffizienz. Denn Immobilien verbrauchen Energie für
Wärme, Licht und Kühlung.
Grundlage für Effizienzmaßnahmen ist ein umfassendes Energiecontrolling, das Energieverbräuche transparent macht. Mithilfe dieses Systems führte die ECE im Berichtszeitraum Detailanalysen in 61 deutschen Shopping-Centern durch. Bei den
19 Centern mit dem größten ermittelten Potenzial zur Effizienzsteigerung wurden Maßnahmen abgeleitet, die nun umgesetzt werden. Im Vergleich zu 2013 liegt das Potenzial der Einsparungen bei etwa 5 Millionen Kilowattstunden. In den Jahren 2015 und 2016 sollen außerhalb Deutschlands weitere
54 Einkaufszentren analysiert und folglich deren Energie­
effizienz weiter optimiert werden.
Für Neubauten wurde unter dem Namen „NEW AGE“ ein neuer
technischer Standard für energieeffiziente Kühlung entwickelt.
Der neue Standard ist erstmals im Projekt Milaneo Stuttgart
umgesetzt worden und kommt in den Shopping-Centern K in
Lautern, Marstall Ludwigsburg, Holsten-Galerie Neumünster,
Aquis Plaza Aachen und Zielone Arkady Bydgoszcz zum Einsatz.

Das Handbuch „Nachhaltiges Betreiben von Shopping-Centern“ gibt umfangreiche Handlungshinweise zum Management bestehender Center und wurde in internationaler Auflage nun auch Auslandsmärkten zur Verfügung gestellt.

Risiken und Chancen des Klimawandels
G4-EC2GRI
Das Portfolio der ECE erstreckt sich über Standorte in 16 Ländern, in denen die Auswirkungen des Klimawandels durchaus
unterschiedlich ausfallen können. Pauschal gilt aber, dass Auswirkungen im urbanen Raum vor allem durch extreme Wetterereignisse wie Stürme und Starkregen spürbar werden, die
Schäden an Gebäuden verursachen können. Zu indirekten Folgen des Klimawandels gehören zunehmende Regulierungen
im Energiebereich. Diese können Auswirkungen auf den Werterhalt einer Immobilie und die Wirtschaftlichkeit haben. Die
ECE setzt deshalb konsequent auf Energieeffizienz: Mit der
Aufrüstung existierender und einem an Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ausgerichteten Bau neuer Immobilienobjekte
verfolgt die ECE einen Ansatz, der darauf abzielt, wirtschaftlich attraktiv zu bleiben und nachhaltig zum Klimaschutz
beizutragen.

Energieverbrauch
G4-EN3, G4-EN4, G4-EN5GRI



Die ECE erfasst die Energieverbräuche, die in den ShoppingCentern, in der Unternehmenszentrale und durch die Mobilität
der Mitarbeiter entstehen. In die Berechnung der Energie- und
Emissionsdaten sowie des Wasserverbrauchs wurden 81 Center in Deutschland einbezogen. Da die Center unterschiedlichen Investoren gehören, ergeben sich besondere Anforderungen an die Datenerfassung, sodass zurzeit nicht alle Center
erfasst werden können. In Zukunft ist geplant, weitere Center
in Deutschland und international in das Datenerfassungssystem aufzunehmen.
Shopping-Center

Die Ingenieure der ECE arbeiten eng mit den Technical Managern in den Centern zusammen. So können die Ergebnisse von
Analysen und innovative Konzepte mit der Erfahrung vor Ort
verbunden und in der Praxis erprobt werden. In bestimmten
Bereichen, wie beispielsweise Beleuchtung, werden weitere
Experten wie Lichtdesigner der ECE hinzugezogen. So entwickelt die ECE innovative Designlösungen im LED-Bereich, die
Energieeffizienz und Lichtqualität optimal verbinden.

Energieverbrauch
2013

2014

2015

Strom

309.340

304.524

299.741

Fernwärme

161.670

128.865

143.955

59.750

48.836

53.579

MWh

Gas
Spezifischer Energieverbrauch
kWh/m²

2013

2014

2015

Strom

134,5

132,4

130,3

41,9

33,6

37,4

Heizung

In die Berechnung wurden 81 Center in Deutschland einbezogen. Der spezifische
Stromverbrauch bezieht sich auf die Center-Fläche ohne Mietfläche. Daten ohne
witterungsbedingte Bereinigung, Werte für Dezember 2015 auf das Jahr hoch­
gerechnet.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

59

In den Shopping-Centern entfällt der größte Anteil des Energieverbrauchs auf Strom, der vor allem für Licht und die Kühlung
benötigt wird. Im Vergleich zu 2013 konnte der spezifische
Stromverbrauch der Shopping-Center im Jahr 2015 bezogen
auf die Center-Fläche um 3,1 Prozent gesenkt werden.
Shopping-Center – Verbrauchsanteile 2015

Gas 10,8 %

Maßnahmen zur Verringerung des
Energieverbrauchs
G4-EN6GRI
Die ECE unternimmt zahlreiche Maßnahmen zur Senkung des
Energieverbrauchs ihrer Center (siehe Tabelle). Dazu gehört
die Einführung neuer technischer Standards in den Bereichen
Beleuchtung und Fördertechnik, Luftförderung, Heizung und
Kühlung. Die Erfassung der Einsparungen ist allerdings erst ab
Ende 2015 möglich.

strombezogenen Treibhausgasemissionen wurden Referenzwerte der Stromzusammensetzung in Deutschland (Bundesmix 2012 und 2014) herangezogen.
Unternehmenszentrale
Treibhausgasemissionen
t CO₂-Äquivalente

60,3 % Strom

Unternehmenszentrale
2013

2014

2015

Strom

3.486

3.353

3.419

Fernwärme

4.777

4.005

4.391

500

361

430

kWh/m²

2013

2014

2015

Strom und Heizung

174,0

153,3

163,6

Gas

Gas

Flüge

Luftförderung

Außenluftratenanpassung an lufthygienischen
Bedarf, Nutzen freier Lüftung

Kühlung

Energetisch optimiertes Kaltwassersystem,
temperaturgesteuerte freie Center-Lüftung,
Nachtauskühlung

Heizung

2014

2015

Gas

2,0

1,4

1,7

0,0

0,0

0,0

24,9

20,9

22,9

Fernwärme

Daten ohne witterungsbedingte Bereinigung, Werte für Dezember 2015 auf das Jahr
hochgerechnet.

Reduzierung der Emissionen durch Ökostrom

Anpassung der Einblastemperaturen im Heizfall

t CO₂-Äquivalente



Gas

 Benzin

170

194

Scope 2

 Diesel

590

539

Gesamt

8.450

8.794

2015
143.133

Weitere Treibhausgasemissionen entstehen durch den Transport der Mitarbeiter, zum Beispiel Geschäftsreisen der Mitarbeiter per Flugzeug, Bahn oder Pkw. Hier machen insbesondere die Firmenwagen einen hohen Anteil aus. Im Jahr 2016
wird die ECE Maßnahmen für eine CO₂-arme Dienstwagenflotte umsetzen. Im Jahr 2015 wurden durch eine Umfrage
Daten zum Arbeitsweg der Mitarbeiter erhoben, um die daraus
entstehenden Treibhausgasemissionen abschätzen zu können.

2013

2014

2015

12.046

9.845

10.802

Firmenwagen

t CO₂-Äquivalente

Sämtliche Gebrauchspapiere (Toilettenpapier, Handpapier etc.)
wurden bis Ende 2015 auf das Zertifikat Blauer Engel umgestellt. Zuvor trugen diese das FSC-Mix Label für Rohstoffe
aus verantwortungsvollen Quellen. Bei Kopierpapier ist ein
Pilotprojekt geplant, in dem der Einsatz von Recyclingpapier
im Hinblick auf Druckverhalten und Tonerverbrauch getestet
wird.

Abfall

154

185

2.041

2.122

2013

2014

2015

194

184

Wasserverbrauch absolut (m³)

1.774.683

1.788.226

1.785.106

Spezifischer Wasserverbrauch
(Liter/Besucher)

2,71

2,73

2,72

42.393

33.791

37.748

10.692

11.047

10.872

 Bahn

2013

2014

2015

Gas

9,2

7,5

8,2

  Benzin

46

51

Strom

4,6

4,8

4,7

  Diesel

148

133

10,7

8,5

9,5

Arbeitsweg der Mitarbeiter

 Flugzeug
 Mietwagen

Zur Verringerung des Wasserverbrauchs hat die ECE sowohl in
den Shopping-Centern als auch in der Unternehmenszentrale
diverse Maßnahmen umgesetzt – von wassersparenden Armaturen bis hin zu wasserlosen Urinalen bei Neuentwicklungen.

1.021

Strom

In die Berechnung wurden 81 Center in Deutschland einbezogen. Die spezifischen,
strombezogenen Treibhausgasemissionen beziehen sich auf die Center-Fläche ohne
Mietfläche. Daten ohne witterungsbedingte Bereinigung, Werte für Dezember 2015
auf das Jahr hochgerechnet.

Wasserverbrauch

1.067

Scope 3

Spezifische Treibhausgasemissionen

Die ECE erfasst die Abfallarten Papier, Kunststoff und Restabfall
in der Unternehmenszentrale in Deutschland. Das Abfallaufkommen hat sich im Berichtszeitraum nicht signifikant verändert und betrug im Jahr 2015 56,2 Tonnen Papier, 1 Tonne Kunststoff, 57,2 Tonnen Restabfall. Die Erfassung der Center-Abfälle
ist in Vorbereitung. Es fielen keine gefährlichen Abfälle an.

2015

Fernwärme

Fernwärme

Der Papierverbrauch am Geschäftsstandort Hamburg im Jahr
2015 betrug 6.613 Blatt je Mitarbeiter (2014: 7.459). Dies entspricht einer Verringerung von etwa elf Prozent gegenüber
2014. Zur Reduzierung des Papierverbrauchs ist eine Kampagne geplant, um die Mitarbeiter für den sparsamen Umgang
mit Papier zu sensibilisieren.

2014

Dienstreisen

kg CO₂-Äquivalente/m²

G4-EN1, G4-EN2GRI

G4-EN8GRI

Scope 1

Scope 1

733

2014
149.665

Treibhausgasemissionen Transport

Treibhausgasemissionen

7.329

Papierverbrauch

G4-EN23GRI

G4-EN15, G4-EN16, G4-EN17, G4-EN18, G4-EN19GRI

t CO₂-Äquivalente

2013
152.604

Der Wert CO₂-Einsparung basiert auf den Regularien zur Bilanzierung von
Herkunftsstrom im bdew-Leitfaden zur Stromkennzeichnung, wonach Grünstrom­
bezug mit 0 g/kWh CO₂ anzugeben ist.

Treibhausgasemissionen

760

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

2013

Strom

Strom

7.082

60

0

kg CO₂-Äquivalente/m²

Mietwagen

Die Energieverbräuche wurden auf Grundlage der gefahrenen Kilometer errechnet.

1.151

0

Spezifische Treibhausgasemissionen

Shopping-Center
732

1.050

0

Scope 2

Energierückspeisung, intermittierender Betrieb
der Fahrtreppen, Lauflicht, kombinierte Tag/
Nacht-Milieuleuchte nach funktionalen Betreiberanforderungen auf LED-Basis, Tageslichtplanung,
Verglasungen, Lichtsteuerung

Energieverbrauch Dienstreisen
608

1.253

Weitere relevante Ressourcenverbräuche der ECE fallen in den
Bereichen Wasser, Abfall und Papier an. Zur Verringerung setzt
die ECE Maßnahmen in ihren Shopping-Centern ebenso wie in
der Verwaltung um.



Maßnahmen

Seit dem Jahr 2008 bezieht die ECE Strom aus erneuerbaren
Energien von zertifizierten Anbietern. Dies gilt deutschlandweit für nahezu alle Shopping-Center sowie die Unternehmenszentrale in Hamburg. So leistet die ECE einen Beitrag zum
Klimaschutz durch eine Reduzierung der Emissionen um etwa
143.000 Tonnen CO₂ im Jahr 2015. Für die Berechnung der

Bahn

87

Beleuchtung und
Fördertechnik

Als weitere Energieverbräuche im Jahr 2015 innerhalb der
Organisation sind 3.838 Megawattstunden (2014: 4.010) für
die Nutzung von Firmenwagen angefallen. Außerhalb der
Organisation fallen die Dienstreisen der Mitarbeiter an (siehe
Tabelle).

2015

73

Themenbereich

Daten ohne witterungsbedingte Bereinigung, Werte für Dezember 2015 auf das Jahr
hochgerechnet.

2014

101

Strom

Spezifischer Energieverbrauch

MWh

2015

Maßnahmen zur Energieeffizienz

Energieverbrauch
MWh

2014

Scope 1

Fernwärme
Fernwärme 28,9 %

2013

Ressourcennutzung

1.144

Shopping-Center

In die Berechnung wurden 81 Center in Deutschland einbezogen. Daten ohne
witterungsbedingte Bereinigung, Werte für 2015 auf das Jahr hochgerechnet.

Daten ohne witterungsbedingte Bereinigung, Werte für 2015 zum Teil auf das Jahr
hochgerechnet.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

61

Unternehmenszentrale
2013

2014

2015

Wasserverbrauch absolut (m³)

25.597

21.641

23.059

Spezifischer Wasserverbrauch
(m³/Mitarbeiter)

19,6

15,6

16,3

Daten ohne witterungsbedingte Bereinigung, Werte für Dezember 2015 auf das Jahr
hochgerechnet.

Strafen wegen Nichteinhaltung von
Umweltgesetzen
GRI G4-EN29
Die ECE hält sich in allen ihren Geschäftstätigkeiten an geltende
Umweltgesetze. Im Berichtszeitraum gab es keine diesbezüglichen Verstöße und somit auch keine Strafen hinsichtlich der
Nichteinhaltung von Umweltgesetzen und -vorschriften.

Top Employers Institute vergeben wird. Darüber hinaus wurde
die ECE in den Jahren 2014 und 2015 vom Online-Portal karriere.de als „Fair Company“ ausgezeichnet, erhielt vom OnlineBewertungsportal kununu die Auszeichnung „Top Company“
und für ihr Trainee-Programm das absolventa-Gütesiegel.

Arbeiten bei der ECE

GRI Managementansatz: Beschäftigung, Arbeitssicherheit
und Gesundheitsschutz, Aus- und Weiterbildung

G4-10GRI
Bei der ECE arbeiteten im Jahr 2015 insgesamt 3.662 Mitarbeiter, davon 1.894 Frauen und 1.768 Männer. Die ECE erhebt die
Mitarbeiterdaten für Deutschland und ihre internationalen
Standorte (inklusive Schweiz). Eine Ausnahme ist Russland, für
diese Ländergesellschaft liegen für das Jahr 2015 keine Daten
vor. Stichtag der Datenerhebung ist der 18. November 2015.

Die ECE beschäftigte zum 31. Dezember 2015 über 3.600
Mitarbeiter in Deutschland und an ihren internationalen
Standorten; das sind etwa neun Prozent mehr als Ende 2013.
Schwerpunkte der Personalentwicklung bei ECE sind Aus- und
Weiterbildung, Frauenförderung, Familienfreundlichkeit und
Gesundheitsmanagement. Ein besonderer Fokus liegt auf einer
Verantwortungskultur, die Mitarbeiter ermutigt, in Lücken zu
springen, Verantwortung wahrzunehmen und Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört auch eine offene Fehlerkultur. Führungskräfte mit disziplinarischer Führung erfahren deshalb in
einem speziell erstellten Programm die Grundlagen dafür, Mut,
Vertrauen und eine offene Kommunikation zu leben.
Die ECE hat sich das Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie im Unternehmen zu verbessern. Dazu hat die ECE
flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice eingeführt. Für Angebote im Bereich Betreuung von Kindern und Angehörigen kooperiert die ECE mit dem PME Familienservice. Für kurzfristige Betreuungsengpässe hat die ECE
außerdem ein Eltern-Kind-Büro in der Unternehmenszentrale
eingerichtet und stellt 100 Centern in Deutschland „Kids @ the
Office“-Boxen zur Verfügung. Zur Steigerung des Frauenanteils
in Führungspositionen fördert die ECE Mitarbeiterinnen durch
Weiterentwicklungsprogramme. 2015 wurde sie dafür mit dem
„Helga-Stödter-Preis“ ausgezeichnet.
Dass die ECE sowohl für Mitarbeiter als auch für Nachwuchskräfte attraktive Arbeitsbedingungen bietet, bestätigt die Auszeichnung als „Top Arbeitgeber Deutschland 2015“, die vom

62

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

absolute Zahlen, Werte für 2014 in Klammern

International 1.109

(1.170)

Elternzeit

absolute Zahlen, Werte für 2014 in Klammern
50+

462 (443)

404 (390)

601 (590)

40 – 49 560 (566)
30 – 39 634 (649)

Mitarbeiter der ECE nach Regionen 2015

Mitarbeiter

Altersstruktur der ECE 2015

1.418	Unternehmens(1.383)	zentrale

National 1.135
(1.076)
Gesamtbelegschaft: 3.662 (3.629)

Mitarbeiter nach Art der Beschäftigung* und Geschlecht

< 30

520 (513)

296 (306)

185 (172)

Frauen

Männer

GRI G4-LA1, G4-LA2, G4-11
Die ECE stellte 2015 insgesamt 509 neue Mitarbeiter ein
(2014: 407). Die Rate der Neueinstellungen lag bei 13,9 Prozent
(2014: 11,2 %). Die Fluktuationsrate betrug 11,0 Prozent
(2014: 10,4 %).
Die ECE bietet ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung, Elternzeit und eine funktionsabhängige GruppenUnfallversicherung inkl. Erwerbsunfähigkeits- und Invaliditätsschutz. Dabei wird kein Unterschied nach Arbeitsvertrag und
Beschäftigungsart gemacht. So können auch befristete Mitarbeiter an der betrieblichen Altersversorgung teilnehmen. Kollektivvereinbarungen gelten für die Mitarbeiter der ECE nicht.
Neue Mitarbeiter nach Region und Geschlecht
2014

2015

Frauen

Männer

Frauen

Männer

Unternehmenszentrale

60

67

115

95

National

54

21

62

37

2014

2015

International

122

83

144

56

Vollzeit

2.850

2.904

Gesamt

236

171

321

188

 Frauen

1.200

1.194

 Männer

1.650

1.710

Teilzeit

548

609

 Frauen

520

573

 Männer

28

36

Auszubildende
(nur Unternehmenszentrale)

29

19

 Frauen

23

12

 Männer

6

7

Unbefristet

3.566

3.521

 Frauen

1.881

1.796

 Männer

1.685

1.725

Befristet

59

141

 Frauen

28

98

 Männer

31

43

* Bei der Ausweisung nach Vollzeit und Teilzeit werden nicht erfasst: Mitarbeiter in
Elternzeit, Altersteilzeit, Sabbatical und Mitarbeiter der Gesellschaften PPMG und
DECM.

Abgänge nach Region und Geschlecht
2014

2015

Frauen

Männer

Frauen

Männer

Unternehmenszentrale

74

57

70

63

National

41

25

50

34

International

93

87

103

84

208

169

223

181

Gesamt

GRI G4-LA3
Grundsätzlich haben bei der ECE alle Mitarbeiter mit kleineren
Kindern Anspruch auf Elternzeit. Im Jahr 2015 nahmen 224 Mitarbeiter Elternzeit in Anspruch, darunter 29 Männer. Die Rückkehrrate der weiblichen Mitarbeiter liegt bei 89,7 Prozent und
die Verbleibrate beträgt 88,7 Prozent. Ziel ist es, die Verbleib­
rate durch u.a. das Programm „Beruf und Familie“ zu steigern.

Porträt

Megatrend

2014

2015

In Elternzeit

218

224

 Frauen

181

195

 Männer

37

29

Rückkehrende Mitarbeiter

203

204

 Frauen

167

175

 Männer

36

29

  Rückkehrrate (Frauen)

92,3 %

89,7 %

  Rückkehrrate (Männer)

97,3 %

100,0 %

Nach zwölf Monaten noch im
Unternehmen beschäftigt

185

202

 Frauen

150

173

 Männer

35

29

  Verbleibrate (Frauen)

82,9 %

88,7 %

  Verbleibrate (Männer)

94,6 %

100,0 %

Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit


G4-LA5, G4-LA7GRI

Die ECE hat verschiedene Maßnahmen eingeführt, um die
Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten.
Dazu gehören die Schaffung gesundheitsgerechter Arbeitsplätze und aktive Präventionsmaßnahmen. Die ECE bietet hierfür regelmäßige betriebsärztliche Sprechzeiten und ermöglicht die Teilnahme an gesundheitsfördernden Angeboten des
Betriebssports. Für das Jahr 2016 ist ein Training zum Thema
Stressmanagement geplant.
Alle Mitarbeiter der Unternehmenszentrale werden durch Ausschüsse der Gesundheit und Arbeitssicherheit vertreten. Alle
Mitarbeiter in Deutschland werden durch aktiv.net betreut.
Der Dienstleister bietet umfangreiche Leistungen im Bereich
Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin.

Mitarbeiterentwicklung


G4-LA9, G4-LA10, G4-LA11GRI

Alle Mitarbeiter erhalten – unabhängig von Geschlecht und
Mitarbeiterkategorie – im jährlichen Mitarbeitergespräch eine
Leistungsbeurteilung. Zu den Maßnahmen der Personalentwicklung gehören Führungskräftetrainings, Teamentwicklungsmaßnahmen, spezifische Trainings zum Erlangen von
Fachwissen, Trainings für Zeit- und Arbeitsmethoden, Trainings
zum Aufbau von spezifischem IT-Know-how, Kommunikations-, Persönlichkeits- sowie Sprachtrainings. Das ECE-Trainingsprogramm für lebenslanges Lernen umfasst unter anderem Präsentationstraining, Zeit- und Selbstmanagement, Konfliktmanagement, Partnerschaftliches Verhandeln sowie
Unternehmerisches Denken und Handeln.

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

63

Im Durchschnitt betrug die Anzahl der jährlichen Weiterbildungstage im Jahr 2015 3,3 (2014: 2,7) für die Mitarbeiter in
Deutschland, unabhängig von Geschlecht und Mitarbeiterkategorie. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 1.540 Seminare angeboten. Ab 2016 sollen alle neuen Mitarbeiter in den
Genuss einer Einführungsveranstaltung kommen.

Produktverantwortung
GRI Managementansatz: Lokale Gemeinschaften, Produkte
und Dienstleistungen, Kundengesundheit und -sicherheit,
Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen,
Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen
Bei der Planung, Realisierung und dem Betrieb ihrer Immobilien verfolgt die ECE den Ansatz des langfristigen Werterhalts.
Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten während jeder
Phase des Gebäudes ist für die ECE ein wesentlicher Baustein
dieser Strategie. Sie bleibt zudem als Vermieter und Manager
in den Shopping-Centern präsent und übernimmt Verantwortung für den Standort. Im Neubau und im Betrieb ebenso wie
bei Modernisierungen und Erweiterungen ihrer ShoppingCenter – dem sogenannten Refurbishment – berücksichtigt
die ECE Nachhaltigkeitsaspekte in besonderer Weise.
Als Grundlage der umfassenden Berücksichtigung von Nachhaltigkeit hat die ECE in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher
Institut für Technologie (KIT) zwei Handbücher entwickelt: Das
Handbuch „Nachhaltige Shopping-Center“ dient als Leitfaden
für die Entwicklung von Shopping-Centern ab der Planungsphase und listet alle Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf, die während der Entwicklung eines Projekts notwendig sind. Das
Handbuch „Nachhaltiges Betreiben von Shopping-Centern“
bietet als Ergänzung praktische Handlungsempfehlungen für
die Arbeit der Center-Manager und Technical Manager (siehe
Immobilien, S. 27).
Die Umsetzung konkreter Maßnahmen und Konzepte wird
darüber hinaus im Retail Technical Meeting sowie in der Nachhaltigkeitsschmiede weiterverfolgt (siehe Immobilien, S. 29).
Für ihre Investoren bietet die ECE verschiedene Leistungen im
Bereich Nachhaltigkeit an: Das Programm „Green Opportunities!“ umfasst Dienstleistungen, die von der Bewertung von
Immobilien über die Begleitung von Zertifizierungen bis hin
zur Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen reichen. Im Bereich Energieeffizienz hat die ECE unter
dem Namen „SAVE“ ein weiteres Beratungsangebot zu Maßnahmen der energetischen Optimierung konzipiert.

64

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Diese Angebote sind als Ergebnisse im Austausch mit den
Partnern der ECE entstanden, den die ECE kontinuierlich pflegt
(siehe Stakeholderdialog, S. 56). Dazu gehören auch regelmäßige Befragungen der Center-Besucher, Mieterpartner und
Investoren.
Um die Qualität ihrer Gebäude im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte nachvollziehbar darzustellen, setzt die ECE auf
anerkannte Zertifizierungssysteme. Dazu gehört zum einen
das Gütesiegel der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
(DGNB). Dieses wurde gemeinsam vom Bundesministerium für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen entwickelt. Seit 2009 können
Büro-, Verwaltungs- und auch Handelsbauten bewertet und
ausgezeichnet werden. Das Gütesiegel verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der neben ökologischen unter anderem
auch soziale, ökonomische und technische Kriterien abdeckt.
Je nach Erfüllungsgrad wird das Zertifikat in Bronze, Silber,
Gold oder Platin vergeben.
Neben dem DGNB-Siegel setzt die ECE auch bei Bestandsgebäuden und bei Gebäuden im europäischen Ausland das
BREEAM-Zertifikat ein. BREEAM ist eine international weit verbreitete Zertifizierungsmethode für Gebäude. Die „Environmental Assessment Method (EAM)” für Gebäude wurde
ursprünglich durch das Building Research Establishment (BRE),
ein britisches Forschungsinstitut, unter dem Namen BREEAM
entwickelt. Das Zertifizierungssystem ist nach einer Bewertungsskala mit 100 möglichen Punkten aufgebaut. Die Einstufung der Projekte erfolgt auf dieser Basis: durchschnittlich
(> 30 %), gut (> 45 %), sehr gut (> 55 %), exzellent (> 70 %) und
herausragend (> 85 %).

Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit


G4-EN27, G4-PR1GRI

Die ECE prüft bei jedem Neubau und jeder größeren Modernisierung, welche Verbesserungspotenziale im Hinblick auf
Nachhaltigkeit bestehen. Wenn möglich lässt sie die positive
Performance ihrer Gebäude durch anerkannte Zertifizierungen
bestätigen. Ende des Berichtszeitraums weisen 41 der Immobilien ein Haupt- bzw. Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft
für Nachhaltiges Bauen (DGNB) auf oder sind nach BREEAM
ausgezeichnet. Sie garantieren, dass neben der Energieeffizienz und anderen Umweltaspekten auch Gesichtspunkte der
Gesundheit und des Wohlempfindens der Menschen berücksichtigt wurden.

Zufriedenheit messen

Zertifizierungen
Shopping-Center

Spezialimmobilien
und Quartier

7

3

 Gold

5

11

 Silber

0

2

DGNB
 Platin

Umweltzeichen HafenCity
 Gold

4

BREEAM
  Neubau „sehr gut“

3

  Bestand – Betrieb „gut“

1

  Bestand – Betrieb „sehr gut“

5

  Bestand – Betrieb „exzellent“

2

  Bestand – Gebäude „gut“

1

  Bestand – Gebäude „sehr gut“

8



G4-27, G4-PR5GRI

Um die Qualität der Leistung kontinuierlich zu evaluieren und
zu verbessern, führt die ECE regelmäßig Befragungen zur
Zufriedenheit durch. Im Berichtszeitraum wurden Besucher,
Mieter und Investoren befragt. Bei den Besuchern hat die ECE
eine Zufriedenheitsnote von 2,1 erhalten, der Grad der Weiterempfehlung lag bei 91 Prozent. Von den befragten Investoren
gaben 53 eine Rückmeldung, aus der sich eine Weiterempfehlung von 98 Prozent ableitete. 6.991 befragte Mieter gaben die
Note 2,5 bei der Zufriedenheit, 80 Prozent empfehlen die ECE
weiter.
Umfrage: Grad der Weiterempfehlung nach Typ

DGNB Zertifikate inkl. Vorzertifikat

Auswirkungen auf das lokale Umfeld
Mieter
80 %

GRI G4-EC7, G4-SO1

Investoren
98 %

Besucher
91 %

Die Entstehung von Shopping-Centern wirkt sich auf die lokale
Gesamtwirtschaft vielfältig aus. So gehen mit einem neuen
Einkaufszenrum oft die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur
und die Schaffung von neuen Freizeiträumen, beispielsweise
durch Ausgleichsflächen, einher. Ein Shopping-Center kann
die Aufwertung der gesamten Innenstadt zur Folge haben
und positive Impulse für die Stadtentwicklung setzen. Auch
die benachbarten Einzelhändler profitieren von der erhöhten
Kaufkraft der zusätzlichen Besucher. Ein weiterer positiver
Effekt können Folgeinvestitionen in der übrigen Innenstadt
sein. Eine Verträglichkeitsuntersuchung der Thier-Galerie Dortmund ergab, dass das Shopping-Center drei Jahre nach seiner
Eröffnung die Innenstadt durch erhöhte Besucherzahlen,
zusätzliche Investitionen und Neuansiedlungen stärken
konnte.
Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung haben Einkaufszentren weitere Auswirkungen sowohl auf die städtebaulichen
Gegebenheiten als auch auf die Menschen in ihrer Umgebung.
Dies beginnt mit der Bauphase, in der Anwohner beeinträchtigt werden können, und erstreckt sich auch auf den Betrieb.
Die ECE ist bestrebt, die negativen Auswirkungen zu minimieren und im Gegenteil mit ihren Shopping-Centern die Lebensqualität der Menschen in deren Umgebung zu erhöhen. Sie
sollen als „Third Places“ zu sozialen Treffpunkten werden –
durch abwechslungsreiche Gastronomie, Erlebnisangebote,
hohe Aufenthaltsqualität und umfeldbewusste Architektur.

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

65

GRI-G4 Content Index
Dieser Bericht entspricht den Leitlinien der Global
Reporting Initiative (GRI) in der Version G4. Er wurde
in Übereinstimmung mit der Option „Kern“ erstellt.

Allgemeine Standardangaben

Seite

G4-31	

Ansprechpartner für Fragen zum Bericht

2

G4-32	

Option der Übereinstimmung mit GRI und gewählter Index

2

G4-33	

Externe Prüfung des Berichts

keine

Unternehmensführung
G4-34	

Führungsstruktur inkl. Komitees des höchsten Kontrollorgans

54

Ethik und Integrität
G4-56	

Allgemeine Standardangaben

Werte, Grundsätze und Verhaltensstandards

58

Seite

Strategie und Analyse
G4-1	

Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers

51

Spezifische Standardangaben

G4-2	

Zentrale Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen

8–11

Ökonomie

Organisationsprofil

Seite

Aspekt:	 Wirtschaftliche Leistung – Managementansatz

59

G4-3	

Name des Unternehmens

56

G4-EC2	 Finanzielle Folgen, Risiken und Chancen des Klimawandels

59

G4-4	

Wichtigste Marken, Produkte und Dienstleistungen

56

Aspekt:	 Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen – Managementansatz

64–65

G4-5	

Hauptsitz des Unternehmens

56

G4-EC7	 Infrastrukturbezogene Investitionen und Unterstützungen

65

G4-6	

Länder mit Geschäftstätigkeitsschwerpunkt

56

Ökologie

G4-7	

Rechtsform und Eigentümerstruktur

56

Aspekt:	 Materialien – Managementansatz

18–19, 59

G4-8	

Wesentliche Märkte

4–5, 56

G4-EN1	 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen

18–19, 61

G4-9	

Größe des Unternehmens

56

G4-EN2	 Anteil Sekundärrohstoffe am Gesamtmaterialeinsatz

19, 61

62–63

Aspekt:	 Energie – Managementansatz

13, 18–19, 59

G4-10	Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnissen, Geschlecht und Regionen
G4-11	

Anteil Mitarbeiter unter Kollektivvereinbarungen

63

G4-EN3	 Energieverbrauch innerhalb des Unternehmens

18, 59–60

G4-12	

Beschreibung der Lieferkette

4

G4-EN4	 Energieverbrauch außerhalb des Unternehmens

59–60

G4-13	

Signifikante Änderungen im Berichtszeitraum

56

G4-EN5	Energieintensität

59–60

G4-14	

Umsetzung des Vorsorgeprinzips

53

G4-EN6	 Reduzierung Energieverbrauch

13, 18–19, 60

G4-15	

Unterstützung externer Initiativen

57

Aspekt:	 Wasser – Managementansatz

18, 59

G4-16	

Mitgliedschaften in Verbänden und Interessengruppen

57

G4-EN8	 Gesamtwasserentnahme nach Quellen

18, 61–62

Aspekt:	 Emissionen – Managementansatz

18, 59

Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen
G4-17	

Liste der konsolidierten Unternehmen

56

G4-EN15	 Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1)

60–61

G4-18	

Vorgehensweise zur Auswahl der Berichtsinhalte

53, 57

G4-EN16	 Indirekte energiebezogene Treibhausgasemissionen (Scope 2)

60–61

G4-19	

Sämtliche wesentliche Aspekte

53, 58

G4-EN17	 Weitere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3)

60–61

G4-20	

Wesentliche Aspekte innerhalb des Unternehmens

58

G4-EN18	 Intensität der Treibhausgasemissionen

60–61

G4-21	

Wesentliche Aspekte außerhalb des Unternehmens

58

G4-EN19	 Reduktion der Treibhausgasemissionen

18, 60–61

G4-22	Neudarstellung von Informationen im Vergleich zu früheren Berichten

Erstbericht

Aspekt:	 Abwasser und Abfall – Managementansatz

59

G4-23	Wichtige Änderungen des Berichtsumfangs und der Grenzen von Aspekten

Erstbericht

G4-EN23	 Abfall nach Art und Entsorgungsmethode

61

Aspekt:	 Produkte und Dienstleistungen – Managementansatz

27–28, 34, 64

Einbindung von Stakeholdern
G4-24	

Einbezogene Stakeholdergruppen

53, 56

G4-EN27	Verringerung der Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen

27–28, 64–65

G4-25	

Ermittlung und Auswahl der Stakeholder

56

Aspekt:	Compliance

58

G4-26	

Ansatz für den Stakeholderdialog und Häufigkeit

56

G4-EN29	Bußgelder und Sanktionen wegen Nichteinhaltung von Umweltgesetzen

62

G4-27	

Zentrale Anliegen der Stakeholder und Stellungnahme

56, 65

Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen

Berichtsprofil

Aspekt:	 Beschäftigung – Managementansatz

21–23, 62

G4-28	Berichtszeitraum

2

G4-LA1	 Neueinstellungen und Mitarbeiterfluktuation

63

G4-29	

2

G4-LA2	 Betriebliche Leistungen für Vollzeitbeschäftigte

63

2

G4-LA3	 Rückkehr nach Elternzeit

63

Datum des letzten Berichts

G4-30	Berichtszyklus

66

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

67

Spezifische Standardangaben

Seite

Aspekt:	 Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz – Managementansatz

62

G4-LA5	Anteil der in Arbeitssicherheitsausschüssen vertretenen Belegschaft

63

G4-LA7	 Arbeitnehmer mit hoher Erkrankungsrate oder -gefährdung

63

Aspekt:	 Aus- und Weiterbildung – Managementansatz

21, 62

G4-LA9	 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung

63–64

G4-LA10	Programme zum dauerhaften Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit

21, 63–64

G4-LA11	Anteil der Mitarbeiter mit regelmäßiger Leistungsbeurteilung und Karriereplanung

63–64

Gesellschaft
Aspekt:	 Lokale Gemeinschaften – Managementansatz

37, 64

G4-SO1	Anteil Standorte mit Maßnahmen zur Einbindung lokaler Gemeinschaften, Folgeabschätzungen und Förderprogrammen

65

Aspekt:	 Korruptionsbekämpfung – Managementansatz

52, 58

G4-SO4	 Informationen und Schulungen zur Korruptionsbekämpfung

58–59

Produktverantwortung
Aspekt:	 Kundengesundheit und -sicherheit – Managementansatz

64

G4-PR1	Anteil wesentlicher Produkte und Dienstleistungen, die auf Sicherheit und Gesundheit
geprüft wurden

64–65

Aspekt:	Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen – Managementansatz

28, 64–65

G4-PR5	 Ergebnisse von Umfragen zur Kundenzufriedenheit

65

Impressum
Herausgeber
ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG
Heegbarg 30
22391 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 60606-0

www.ece.de

Geschäftsführung:
Alexander Otto (Vors.) – Joanna Fisher – Dr. Lothar Kappich –
Henrie W. Kötter – Markus Lentzler – Dr. Andreas Mattner –
Claudia Plath – Klaus Striebich

Kontakt
Maria Hill
Head of Sustainability
maria.hill@ece.com

Projektmanagement
Dr. Stephanie Dutzke-Wittneben
Chief Sustainability Officer
stephanie.dutzke-wittneben@ece.com

Konzeption, Text und Layout
akzente kommunikation und beratung GmbH, München
www.akzente.de

Druck
Schirmer Medien GmbH & Co. KG, Ulm-Donautal
Papier: RecyStar Polar, FSC-zertifiziert, Blauer Engel

klimaneutral

natureOffice.com | DE-363-775660

gedruckt

Bildnachweis
Hauke Dressler (Titel, S. 3, 12, 20, 22, 26, 36, 50, 55),
euroluftbild.de/Hans Blossey (S. 8),
euroluftbild.de/Robert Grahn (S. 9),
Detlev Overmann (S. 15 oben, 31 unten),
shutterstock/Siberia - Video and Photo (S. 18),
Jan von Holleben (S. 23 oben), Ulrich Perrey (S. 23 unten links),
Andrea Fabry (S. 23 unten rechts),
Norbert Weidemann (S. 25 oben, S. 29 unten),
Philips (S. 35 oben), dm (S. 35 unten),
Lukas Roth (S. 45 oben), Dirk Görgen (S. 46),
Alexander Samsz (S. 48 unten), Witters GmbH (S. 49 Mitte)

68

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015

Porträt

Megatrend

Handlungsfelder

Strategie

GRI-Bericht

69

4

ECE Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015
        
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